AN/1264/2025
Ausverkauf der Stadt stoppen!
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Die PARTEI Antrag nach § 5
4275 Zeichen
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 03.09.2025 AN/1264/2025 Antrag gem. § 5 der Geschäftsordnung des Rates auf Durchführung einer aktuellen Stunde Gremium Datum der Sitzung Rat 04.09.2025 Ausverkauf der Stadt stoppen! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, wir bitten Sie folgenden Antrag auf Durchführung einer aktuellen Ratssitzung auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 04.09.2025 zu setzen: unter dem hehren Deckmantel des Schulbaus betreibt die Stadt Köln offenbar einen privilegier- ten Deal mit der Immobilienwirtschaft: - Statt schulischen Neubau, gibt’s überteuerte Mietverträge, die kräftig in private Taschen wandern – aber als Schulen verkauft werden. - Unter dem Radar, nämlich per Dringlichkeitsentscheidung, wurden jüngst sechsstellige Kaufpreisminderungen bei Grundstücksverkäufen zuungunsten der Stadt verhandelt – begründet in einem knapp -kursorischen Absatz, entschieden von zwei Personen und ab- gesegnet per Emailumlauf. - Eine Zunahme von angeblichen Dringlichkeitsentscheidungen aus dem Baudezernat ist zu konstatieren. Das Demokratieverständnis des Baudezernenten und Oberbürgermeister- kandidaten Greitemann wurde zuletzt im Zusammenhang mit der vom Rat ausdrücklich nicht genehmigten abe r dennoch von Greitemann beschlossenen vermieterfreundlichen Vertragserweiterung in Sachen Leonhard -Tietz-Straße offenbar. An die Vorsitzende des Rates Oberbürgermeisterin Reker Fraktion Die PARTEI Michael Hock Birgit Dickas Walter Wortmann Unter Goldschmied 6 50667 Köln Tel.:+49 (221) 221 – 35606 E-Mail: michael.hock@stadt -koeln.de E-Mail: birgitbeate.dickas@stadt -koeln.de E-Mail: walter.Wortmann@stadt -koeln.de - 2 - - Das hat System. Und über dieses System muss gesprochen werden. Die Verwaltung wird um eine umfassende Stellungnahme gebeten. Beschlussvorschlag Der Rat der Stadt Köln verurteilt das undemokratische Vorgehen mittels offensichtlich konstru- ierter Dringlichkeit essentielle Entscheidungen an den demokratisch legitimierten Gremien vor- bei zu treffen und fordert die Verwaltung auf, lückenlos darzustellen: 1. - Welche Schulbauprojekte 2023 –2025 über Mietmodelle realisiert wurden. - Wer waren die Begünstigten (Unternehmen, Immobilienfirmen), Kostenvergleiche zur alter- nativen Eigennutzung. - Übersicht über alle Dringlichkeitsentscheidungen mit f inanziellem Fassungsvermögen, insbe- sondere mit Kaufpreisminderungen. 2. Offenlegung aller Verträge, Begründungen und Verfahren – auch im nicht-öffentlichen Be- reich – damit der Rat und die Öffentlichkeit sich eine Meinung bilden können. 3. Darstellung, wi e solche Entscheidungen zukünftig transparent und demokratisch legitimiert getroffen werden sollen. Begründung Laut Pressemitteilung der Stadt Köln investiert die Stadt 2025 mehr als 558 Mio. Euro in den Schulbau – mehr als jede andere deutsche Millionenstadt pro Kopf. Doch das meiste passiert über Modulbauten, Generalinstandsetzungen und energetische Sanierungen, oft durchgeführt von Projektentwicklern, deren Werke die Stadt mietet. Beispiel: das Gymnasium Brügelmann- straße, gebaut von einem privaten Immobilienunternehmen, dann von der Stadt gemietet. ([Stadt Köln][1]) In einem Kommentar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wird vor privaten Mietmodel- len für Schulen gewarnt: Obwohl solche Mode lle kurzfristig helfen könnten, fehlt es an Trans- parenz und langfristiger Sicherheit – das birgt Risiken und kann zur kostspieligen Abhängigkeit von Bauträgern führen. ([ FAZ.NET][2]) Liebe Ratskolleg*innen: Köln soll und muss Schulen bauen. Aber wenn die Gebäude faktisch durch Mietverträge vermietender Investoren zum Mieten -Alptraum wird, dann ist das nicht so gut. Dass der Deal im Dunkeln per E -Mail erledigt wird, klingt nicht nach seriöser Politik. Gez. Michael Hock Gf Die PARTEI iRd Stadt Köln [1]: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/27570/index.html - 3 - "Oberbürgermeisterin Reker würdigt Fortschritt beim Schulbau" [2]: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien -wohnen/privater -schulbau-muss-nicht- schlecht-sein-aber-es-bedarf-vorsicht-110626649.html "Privater Schulbau muss nicht schlecht sein, aber es bedarf ..."
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1264/2025
- Typ
- Die PARTEI Antrag nach § 5
- Datum
- 04.09.2025
- Erstellt
- 03.09.2025 22:03