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V/0474/2006

Jahresabschluss 2005 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH)

Vorlage 01.06.2006

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 14.06.2006, TOP 4.8

Anlagen zur Vorlage 474 -2006

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Anlagen zur Vorlage 474 -2006

15579 Zeichen

MÜNSTER OSNABRÜCK

INTERNATIONAL AIRPORT

Anlage I

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2005 war unterjährig von starken Schwankungen hinsichtlich der
Wachstumsannahmen des FMO geprägt. Letztendlich konnte jedoch mit einer Fluggastzahl
von 1.548.661 ein erfreuliches Wachstum von 3,55 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2004
resümiert werden. Der Linienverkehr wuchs dabei besonders bemerkenswert um 10,8 % auf
562.341 Passagiere. Auch der Touristikverkehr konnte bei einem Wachstum von 0,5 % auf
nun 957.303 Passagiere im Geschäftsjahr 2005 zurückblicken. Insgesamt stieg die Anzahl
der Flugzeugbewegungen um 7,7 % auf 41.025 Starts und Landungen.

Im Branchenvergleich liegt die gesamte Wachstumsquote im Passagieraufkommen bei
6,3 %. Korrigiert man dieses Wachstum um den so genannten Low-Cost-Verkehr, der
branchenweit nur in den seltensten Fällen kostendeckend für den Flughafen durchgeführt
werden kann, reduziert sich die Gesamtwachstumsrate in etwa auf das Niveau des
Flughafens Münster/Osnabrück.

Der Flughafen Münster/Osnabrück hielt auch im Geschäftsjahr 2005 an seiner Strategie fest,
zusätzlichen Low-Cost-Verkehr nur zu wirtschaftlich sinnvollen Konditionen zu akquirieren.
Diese Strategie wird nicht von allen ADV-Flughäfen in Deutschland verfolgt. Insbesondere an
klassischen Low-Cost-Flughäfen wurden beispielsweise Flughafendienstleistungen weit
unter den Selbstkosten angeboten. Diese — aus FMO-Sicht — falsche Strategie kann nur
konsequent durchgehalten werden, solange die Gesellschafter Jahresfehlbeträge und
Liquiditätsbedarf abdecken. Der FMO versucht hingegen weiterhin, den so aufgebauten
Preisdruck durch eine besonders hohe Produktqualität zu kompensieren.

Als besonderer Wachstumsmarkt am Flughafen Münster/Osnabrück erwies sich die Strecke
nach München. Seit April 2005 wird diese Strecke, neben der bereits etablierten Lufthansa-
Anbindung, auch durch die dba angeboten. Die dba fliegt München mittlerweile 3 — 4 Mal
täglich an. Als Fluggerät wird entweder eine Boeing 737/400 oder eine Fokker F-100
eingesetzt. Das Fluggastwachstum von 32 % auf nunmehr 232.200 Fiuggäste auf der
Strecke wurde auch durch die Lufthansa-Reaktion auf die Konkurrenz auf dieser Strecke
gestützt. Die Lufthansa reagierte, neben spürbaren Preissenkungen, auch mit einer
Änderung des eingesetzten Fluggerätes. Statt der Propellermaschinen vom Typ ATR 72 wird
die Strecke nun mit Jets bedient.

Eine weitere Verbesserung des Flugplans 2005 ist auch das neue Drehkreuz der Air Berlin in
London-STN, über das gute Umsteigemöglichkeiten nach Glasgow, Manchester und
zukünftig auch nach Belfast bestehen.

Zusammengefasst lässt sich also für das Geschäftsjahr 2005 eine positive Verkehrsent-
wicklung feststellen. Besonders die Stärke der FMO-Kernmärkte wie München und Palma de
Mallorca (Wachstum 8,6 %) fällt hier positiv auf.

MÜNSTER OSNABRÜCK

INTERNATIONAL AIRPORT

Die wirtschaftliche Entwicklung, die sich in den folgenden finanziellen Leistungsindikatoren
widerspiegelt, entsprach im Jahresergebnis 2005 in etwa den Annahmen des
Wirtschaftsplans 2005. Der Wirtschaftsplan konnte bei einem geplanten Jahresverlust von
2,11 Mio. € sogar leicht im positiven Sinne (- 2,09 Mio. €) unterschritten werden. Nach
Auflösung restlicher Gewinnrücklagen von 101.307 € wird für das Geschäftsjahr 2005 ein
Verlustvortrag von -1,99 Mio. € ausgewiesen, dem jedoch aktuell eine gesunde
Eigenkapitalbasis von ca. 21,9 Mio. € (dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 18,2 %)
gegenübersteht. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich Sachanlagenintensität von 88,25 %
auf 89,14%. Die Gesellschaft erzielte einen Finanzmittelzufluss aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.441 T€. Der Mittelabfluss erfolgte in Höhe von 3.103 T€ für
Investitionstätigkeit und 2.603 TE für Finanzierungstätigkeit. Der stichtagsbezogene
Finanzmittelbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.265 T€ auf 366 T€ vermindert.

Der Gesellschafterbeschluss vom 16.12.2005, der im Zusammenhang mit dem Ausbau des
Flughafens eine Eigenkapitalstärkung von bis zu 60 Mio. € vorsieht, wird die
Eigenkapitalquote des FMO zukünftig weiter stärken und dementsprechend auf ein
branchenübliches Niveau bringen.

Dieser Beschluss sowie der Beschluss der zügigen Realisierung der geplanten
Startbahnverlängerung auf 3.600 m mit dem ersten Zwischenschritt auf 3.000 m ist sicherlich
der strategisch bedeutendste Gesellschafterbeschluss des Jahres 2005.

Die zum 01.02.2006 von den Gesellschafter durchgeführte Erhöhung der Kapitalrücklage
stärkt nicht nur die Eigenkapitalgquote des Flughafens Münster/Osnabrück, sondern
verbessert gleichzeitig die momentane Liquiditätssituation des Flughafens.

Der Flughafen Münster/Osnabrück hält drei Beteiligungen. Zwei davon mit jeweils 33 1/3 %
an der FMO Cargo Services GmbH und der FMO Passenger Services GmbH sowie eine
10 % Beteiligung an der AHS Aviation Handling Services GmbH, Hamburg.

Darüber hinaus hält die FMO GmbH jeweils 100 % der Anteile an den vollkonsolidierten
Tochtergesellschaften FMO Airport Services GmbH, FMO Security Services GmbH, FMO
Parking Services GmbH und FMO Luftfahrtförderungs GmbH.

Ausblick / Chancen und Risiken

Das Geschäftsjahr 2006 wird nach aktuellen Planungen mit einem dem Vorjahr
vergleichbaren Fluggastwachstum abschließen. Die Wachstumserwartungen wären
sicherlich noch höher, wenn nicht dämpfende Faktoren wie Vogelgrippe, Karikaturenstreit
und die 20%ige Erweiterung der Slots in Düsseldorf, verbunden mit den festzustellenden
Konzentrationen der Airlines auf „Großflughäfen“ in diesem Jahr negativen Einfluss auf die
FMO-Wachstumsannahmen hätten. Inwieweit sich der Reiseverkehr im Zusammenhang mit
der Fußball WM 2006 auf die Fluggastzahlen des FMO auswirkt, ist aktuell schwer
abschätzbar.

MÜNSTER OSNABRÜCK

INTERNATIONAL AIRPORT

Eine enorme qualitative Verbesserung des FMO Flugplans ist zweifelsohne die
Wiederaufnahme der Verbindung ins KLM-Drehkreuz nach Amsterdam. Über Amsterdam ist
durch die Einbindung der KLM in die Luftfahrtallianz Skyteam fast jeder Flughafen weltweit
auch über Amsterdam erreichbar.

Inwieweit der angekündigte Börsengang des Großkunden Air Berlin langfristig Auswirkungen
auf den Flughafen Münster/Osnabrück haben wird, ist aktuell ebenfalls schwer abschätzbar.
Die strategische Ausrichtung als internationale börsennotierte Airline könnte möglicherweise
dazu führen, dass Kernmärkte der kleineren Flughäfen nicht mehr so stark im Focus der Air
Berlin stehen.

Bezüglich der FMO-Strategie setzt der FMO auch im Geschäftsjahr 2006 auf das 4-Säulen-
Modell, das einen auch kaufmännisch gesunden Verkehrsmix vorsieht. Neben dem
klassischen Linienverkehr und einem _ breit angelegten touristischen Angebot soll
wirtschaftlich gesunder Low-Cost-Städtetourismus und die Luftfracht das FMO-Angebot

abrunden.

Zur weiteren wirtschaftlichen Konsolidierung wird geplant, das Jahresergebnis 2006
wiederum zu verbessern.

Das Geschäftsjahr 2006 ist insbesondere auch durch strategisch bedeutende Investitions-
vorhaben geprägt. Zum einen ist hier die geplante Investition in ein neues Cargocenter zu
nennen, in das die FMO Beteiligung FMO Cargo Services GmbH zum Ende des
Geschäftsjahres 2006 einziehen soll. Die Lufthansa Aircatering Tochter LSG beabsichtigt,
sich ebenfalls am Fiughafen Münster/Osnabrück niederzulassen. Dazu wird der Flughafen
ein entsprechendes Gebäude errichten und dieses langfristig an die LSG vermieten. Diese
nur exemplarisch genannten Investitionsvorhaben des Jahres 2006 lassen auf ein insgesamt
positives Investklima schließen. Insbesondere für die Großinvestition in die
Startbahnverlängerung scheinen derartige investitionsvorhaben positive Indikatoren zu sein.
Das weitere Wachstum des Low-Cost-Marktes verbunden mit dem damit einhergehenden
tendenziellen Preisverfall der Flughafenentgelte lässt für das Jahr 2006 sowie auch für die
weiteren Geschäftsjahre eine Umsatzentwicklung erwarten, die sich unterproportional zur
Verkehrsentwicklung verhält.

Auch aus der anstehenden Verlängerung der Start- und Landebahn erwartet die Gesellschaft
mittelfristig eine spürbare Belebung des Luftfahrtgeschäftes.

Bei der Beurteilung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren kommt beim FMO den
Mitarbeiterbelangen besondere Bedeutung zu. Im diesem Zusammenhang ist zu erwähnen,
dass im Berichtsjahr die Umstellung des Vergütungssystems des öffentlichen Sektors von
BAT auf TVöD erfolgte. Im Bereich Aus- und Weiterbildung standen neben kaufmännischen
und organisationsoptimierenden Themen insbesondere sicherheitsrelevante Fragen am
FMO sowie der Brandschutzes im Vordergrund.

MÜNSTER OSNABRÜCK

INTERNATIONAL AIRPORT

Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein eingerichtetes Risikomanagementsystem. Grundlage ist ein
an die Verantwortlichen verteilter, bewerteter Risikokatalog, der regelmäßig fortgeschrieben
wird. Die Risikoberichterstattung erfolgte im Jahr 2005, wie in den vergangenen Jahren, zwei
Mal, jeweils im Juni und Dezember. In diesen Risikosammlungen waren insbesondere auch
zwei Risiken zu finden, die zwischenzeitlich weitestgehend ausgeschlossen werden konnten.

Ein Risiko betraf die Kosten der Verschärfung des Luftsicherheitsgesetzes und die damit
einhergehenden Kosten des FMO. Zu diesem Punkt konnte mittlerweile eine Einigung mit
den FMO-Nutzern erzielt werden. Die gesamten jährlichen Kosten der Verschärfung wurden
inzwischen über eine Luftsicherheitsgebühr an die Airlines weiterberechnet. Zwar werden bis
zur endgültigen Rechtsklärung, ob eine entsprechende Gebühr nicht durch die öffentliche
Hand zu tragen ist, nur 50 % der fakturierten Entgelte gezahlt, doch im Falle des für die
Airlines negativen Ausgangs eines anhängigen Rechtsstreits wird auch die restliche Hälfte
des Entgeltes gezahlt. Für den FMO ist somit inzwischen ausgeschlossen, dass man diese
Kosten nicht weiter berechnen kann.

Eine ähnliche Regelung wurde für den drohenden Ausfall von Konzessionsentgelten für
Betankungsdienste, etc. getroffen. Der FMO hat sich mittlerweile verpflichtet, für die Dauer
von 2 Jahren keine Konzessionsentgelte für Betankung zu erheben. Im Gegenzug
akzeptierten die Airlines eine außerordentliche Preiserhöhung der variablen Landeentgelte
um 2,6 %. Auch dieses Risiko ist also mittlerweile nicht mehr virulent.

Weiter vorhandene Risiken bestehen insbesondere im Rahmen des Preisverfalls durch Low-
Cost-Verkehr sowie durch die hohe Abhängigkeit des Flughafens von wenigen Großkunden
wie z. B. Air Berlin.

Die Geschäftsführung wird weiterhin versuchen, insbesondere durch Akquisition neuer
Airlines sowie durch die Stärkung des wirtschaftlich gesunden Verkehrsmixes dieses Risiko
auf das unabdingbare Minimum zu reduzieren.

Abschließend ist festzustellen, dass außer den so genannten gewöhnlichen Geschäftsrisiken
keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht bis
heute eingetreten.

Greven, 21.04.2006

FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH,

Gerd Stöwer [\ horsten Brockmeyer
Geschäftsführer Stellvertretender Geschäftsführer

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Beschlussvorlage

4508 Zeichen

V/0474/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2005 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung 
der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2005 (Anlage 1-3)  
werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird weiter zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der FMO Flughafen 
Münster/Osnabrück GmbH am 21. April 2006 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk 
erteilt wurde. 
 
3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter und den Vertreter der Stadtwerke Münster 
GmbH in der Gesellschafterversammlung der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 
folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabschluss der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Ge-
schäftsjahr 2005, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 120.055.499,26 € 
 
sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung 
ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 2.091.652,04 € 
 
wird festgestellt. 
 
b) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2005 Ent-
lastung erteilt. 
 
c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.091.652,04 € weist nach Auflösung restlicher 
Gewinnrücklagen von 101.306,85 € einen Bilanzverlust von 1.990.345,19 € aus. 
Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0474/2006 
Auskunft erteilt: 
Frau  Haubner 
Ruf: 
492 20 32 
E-Mail: 
HaubnerG@stadt-muenster.de  
Datum: 
01.06.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0474/2006 
 
 
Begründung: 
 
Die FMO GmbH ist eine mittelbare Beteiligung der Stadt Münster. Mit Ratsbeschluss vom 
19.09.1984 ist der Anteil der Stadt Münster an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH auf 
die Stadtwerke Münster GmbH übertragen worden. Auf der Grundlage des v.g. Ratsbeschlusses 
können die Vertreter der Stadt Münster / Stadtwe rke Münster GmbH den im Beschlussvorschlag 
genannten Punkten erst nach Abstimmung mit der Stadt Münster abschließend zustimmen. 
 
Gesamtentwicklung/-ergebnis: 
 
Dem Jahresabschluss wurde von dem beauftragten Wirtschaftsprüfer der uneingeschränkte Bestä-
tigungsvermerk erteilt. 
 
Mit einer Fluggastzahl von 1.548.661 konnte in 2005 ein Wachstum von 3,6 % im Vergleich zum 
Geschäftsjahr 2004 erreicht werden. Dabei wurden die Passagierzahlen im Linienverkehr mit 
562.341 Passagieren um 10,7 % beachtlich gesteigert. Die Anzahl der Flugzeugbewegungen stieg 
insgesamt um 7,7 % auf 41.025 Starts und Landungen. Im Lagebericht wird hervor gehoben, dass 
bei der positiven Verkehrsentwicklung insbesondere die Stärke der FMO-Kernmärkte wie München 
und Palma de Mallorca (Wachstum 8,6 %) positiv auffällt. 
 
Die wirtschaftliche Entwicklung entsprach im Jahresergebnis 2005 in etwa den Annahmen des 
Wirtschaftsplanes 2005. Der darin prognostizierte Jahresverlust von 2,11 Mio. € konnte mit 2,09 
Mio. € leicht im positivem Sinne unterschritten werden. Nach Auflösung der restlichen Gewinnrück-
lage von 101.306,85 € wird für das Geschäftsjahr 2005 ein Bilanzverlust von 1.990.345,19 € aus-
gewiesen, der nicht durch die Gesellschafter ausgeglichen, sondern auf neue Rechnung vorgetra-
gen werden soll.  
 
Durch den Bilanzverlust wird das bilanzielle Eigenkapital auf ca. 21,9 Mio. € reduziert und vermin-
dert sich die Eigenkapitalquote von 19,4 % im Vorjahr auf 18,2 % im Berichtsjahr. Die Eigenkapi-
talquote wird aber – wie im Lagebericht ausgeführt wird - durch die von der Gesellschafterver-
sammlung beschlossene Kapitalzuführung von bis zu 60 Mio. € im Rahmen der Erweiterung der 
Start-/Landebahn gestärkt und auf ein branchenübliches Niveau gebracht werden. 
 
Kurzausblick: 
 
Im Lagebericht wird dargestellt, dass nach den aktuellen Planungen das Geschäftsjahr 2006 mit 
einem dem Vorjahr vergleichbaren Fluggastwachstum abschließen wird.  
 
 
Weitere Einzelheiten können dem Jahresabschluss und dem Lagebericht in der Anlage entnom-
men werden. 
 
Beratung: 
 
Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung beraten in gemeinsamer Sitzung am 
08.06.2006 über die im Beschluss genannten Punkte. Das Votum für die Stadt Münster / die 
Stadtwerke Münster steht dabei unter dem Vorbehalt eines entsprechenden Beschlusses durch 
den Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften. 
 
i.V. 
 
gez. 
Bickeböller 
Stadtkämmerin

Beratungsverlauf (1)

14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0474/2006
Typ
Vorlage
Datum
01.06.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37