1150/2020
Errichtung einer Trendsportanlage in Köln / Porz - Finkenberg im Rahmen des Entwicklungsprogramms "Starke Veedel - Starkes Köln"
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/512/10 Vorlagen-Nummer 1150/2020 Freigabedatum 09.06.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Errichtung einer Trendsportanlage in Köln / Porz - Finkenberg im Rahmen des Entwicklungsprogramms "Starke Veedel - Starkes Köln" Beschlussorgan Finanzausschuss Bezirksvertretung 7 (Porz) Gremium Datum Beschluss: 1. Die Bezirksvertretung Porz beauftragt die Verwaltung, die Errichtung einer Trendsportanlage auf dem Spiel- und Bolzplatz Stresemannstraße in Köln-Finkenberg mit Gesamtkosten in Hö- he von 670.000 Euro (Brutto) durchzuführen. Die Beauftragung und Umsetzung der Maßnahme erfo lgt im Rahmen der Umsetzung des Starke Veedel-Starkes Köln Programms mit EFRE - und Städtebaufördermittel unter dem Vor- behalt der Zustellung des Zuwendungsbescheides mit einer Förderquote von 85% der förder- fähigen Gesamtausgaben von 670.000 Euro (Brutto) in den Haushaltsjahren 2020 bis 2022. Die über die Jahre der Nutzung ergebniswirksam anfallenden bilanziellen Abschreibungen in Höhe von 67.000 Euro (Brutto) und die entsprechenden Erträge aus der Auflösung von So n- derposten in Höhe von 56.950 € sind im Haushaltsplan 2020 / 2021 im Teilergebnisplan 0604, Kinder- und Jugendarbeit eingeplant worden. 2. Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe von investiven Auszahlungsermächtigungen in Höhe von 670.000 Euro (Brutto) im Teilfinanzplan 0902 (Stadtentwicklung). Alternativbeschluss: Die Maßnahme wird nicht umgesetzt. Jugendhilfeausschuss 09.06.2020 Finanzausschuss 15.06.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz) 16.06.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 670.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 335.000 Euro 50 % EFRE 234.500 Euro 35 % Städtebauförderung % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2021 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen 67.000 € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten 33.500 Euro/ 23.450 € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Dringlichkeitsbegründung: Damit die Maßnahme im Rahmen des Starke Veedel-Starkes Köln Programms im vorgegebenen Zeitfenster umgesetzt werden kann, ist es dringend erforderlich, die Beschlussfas- sung vor der Sommerpause 2020 einzuholen. Mit der Entscheidung in elf ausgewählten Stadtteilen das Handlungskonzept „Lebenswerte Veedel – Bür- ger- und Sozialraumorientierung in Köln“ zu realisieren und dort eine Sozialraumkoordination einzurichten, geht die Stadt Köln seit 2006 einen besonderen Weg, der beispielhaft für kommunales Handeln ist. Sie hat frühzeitig erkannt, dass Quartiere, in Köln „Veedel“ genannt, die räumliche Basis für eine bewohnergetra- gene und bedarfsgerechte Stadtentwicklung sind. Das Veedel bietet seinen Bewohnerinnen und Bewoh- nern Versorgung, Nachbarschaft, Kommunikation und Identifikation und damit eine besondere Verbun- denheit. 3 Im Jahr 2016 hat die Stadt Köln mit Ratsbeschluss vom 20.12.2016 (Vorlage -Nr.: 2899/2016) die Durch- führung des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ entschieden, die auf dem Programm „Leben s- werte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln" aufsetzt. Mit dem Programm „Starke Veedel - Starkes Köln“ steht die Stärkung der Stadtquartiere mit besonderem Förderbedarf sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen im Fokus. Die Aktivierung der in dem Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger ist daher ein entscheidender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung von „Starke Veedel – Starkes Köln“. Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ für den Sozia lraum „Porz-Ost, Finken-berg, Gremberghoven und Eil“ baut die Stadt Köln diese Herangehensweise aus. Die Sozialraumorientierung als Grundlage der Stadtentwicklung wird als Handlungsstrategie sowohl innerhalb der Verwaltung, als auch bei den lokalen Akteuren des Sozialraumes implementiert. Mit den im Integrierten Stadtentwicklungskonzept verankerten Strukturen soll das vorhandene bürger - und sozialraumorientiere Gefüge ergänzt und gestärkt werden. Die Neugestaltung einer Trendsportanlage auf dem Spiel - und Bolzplatz Stresemannstraße ist B e- standteil des Integrierten Handlungskonzeptes für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberg- hoven und Eil“. Der dicht bebaute Stadtteil Finkenberg, eine in den 70 -er Jahren entstandene Großwohnsiedlung, weist zunehmend eine gravierende bauliche und soziale Problemlage auf. Die im Stadtteil vorhande- nen Spielflächen gestatten aufgrund ihrer ungünstigen Lage meist kein wohnungsnahes Spielen. Zu- dem weisen die bestehenden Spiel - und Bolzplätze häufig nur eine mangelnde qualitative Ausstat- tung mit geringem Spielwert auf. Weiterer Handlungsbedarf ergibt sich aus der im Stadtteil vorhande- nen Bevölkerungsstruktur sowie den gegebenen familiären und sozialen Lebensbedingungen der hier lebenden Kinder und Jugendlichen. Um den jungen Menschen im Stadtteil Finkenberg im unmittelbaren Wohnumfeld alters- und bedarfs- gerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglich- keiten anbieten zu können, ist die bedarfsgerechte Neugestaltung und Aufwertung der vorhandenen Spielfläche Stresemannstraße dringend erforderlich. Die bedarfsorientiert neuzugestaltenden Spiel-, und Bewegungsflächen sollen aufgewertet werden zu vernetzten Begegnungs - und Lebensräumen mit hohem Spiel -, Bewegungs- und Aufenthaltswert für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere im Sozialraum lebende Menschen. Damit soll die Voraussetzung für eine höhere Lebens - und Frei- zeitqualität für die Bewohner*innen des Sozialraumes geschaffen werden Das etwa 9.000 qm große Grundstück befindet sich z wischen Stresemann-, Stein- und Humboldt- straße in Köln-Finkenberg. Die bestehende Wiesenfläche ist von einer Gehölzpflanzung eingerahmt. Im hinteren Bereich (Humboldtstraße) grenzt eine Baumgruppe die Wiese von der Straße ab. Durch die Grünanlage verläuft von Norden nach Süden ein gut genutzter Fußweg. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Liese-Meitner-Gesamtschule, die von einem Großteil der im Sozialraum Finkenberg lebenden Kinder und Jugendlichen besucht wird. Die Spiel- und Bolzfläche bietet derzeit mit den beiden auf der Wiese aufgestellten Toren nur wenig Spielanreize. Mit dem Ausbau der Fläche würde aufgrund der räumlichen Nähe auch ein interessan- tes Bewegungsangebot für die Schüler*innen der nahegelegenen Gesamtschule geschaffen. Im Rahmen des Partizipationsprojekts erfolgte eine Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Kin- der- und Jugendarbeit und der Sozialraumkoordination vor Ort. An der Planung wurden im Vorfeld Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus unterschiedlichen Einrichtungen bet eiligt. Über die ortsansässigen Einrichtungen wurden insbesondere die Kinder und Jugendlichen zu einer offenen Veranstaltung auf dem zu gestaltenden Spiel- und Bolzplatz Stresemannstraße eingeladen. Auf der Grundlage der hier vorgebrachten Wünsche und Anregungen wurde nachfolgend eine bedarfsgerech- te Planung entwickelt, welche u. a. auf dem Stadtteilfest Finkenberg vorgestellt wurde. Der Zugang zur Spielanlage erfolgt über den vorhandenen westlich gelegenen Weg über eine neu anzulegende ca. drei Meter breite Zuwegung aus wassergebundener Wegedecke. Im nördlichen Be- reich der Wiese soll eine für Kinder und Jugendliche nutzbare trendsportorientierte Anlage entstehen, bestehend aus einem Bolzplatz (ca. 900 qm) und einem Basketballspielfeld (ca. 440 qm). Ergänzend ist ein weiteres Spielfeld (ca. 335 qm) für unterschiedliche Spiel - und Bewegungsangebote vorgese- hen. Dieses kann z. B. zum Volleyball spielen, als Hockeyspielfeld oder auch – von jüngeren Kindern – zum Bolzen genutzt werden. Die in einem Rechteck angelegten Spielfelder werden mit Kunststoff- 4 böden und schallgedämpften Ballfangzäunen ausgestattet. Innerhalb der Spielfelder soll eine ca. 350 qm große gepflasterte Fläche entstehen, welche – mit Ju- gend- und Sitzbänken sowie Mülleimern ausgestattet –- als Aufenthaltsfläche zum Treffen einlädt. Inmitten der neuen Aufenthaltsfläche soll zudem – um einen schattenspendenden Baum angeordnet – eine „Sitzinsel“ entstehen. Im westlichen Randbereich sind vor dem Ballfangzaun Fahrradständer vorgesehen. Inklusion Bei der Planung der Trendsportanlage wurden die Aspekte des inklusiven Spielens berücksichtigt. Die Anlage ist barrierefrei zu erreichen. Bei der Auswahl des Bodenbelages wurde darauf geachtet, dass die neu angelegten Spielfelder auch von Rollstuhlfahrer*innen bespielt werden können. Außer- halb der Spielfelder im offen gestalteten Eingangsbereich wird das Spielangebot durch eine neue Tischtennisplatte ergänzt, welche ein inklusives Spielen ermöglicht. Damit wird die neuerrichtete Trendsportanlage zu einem Ort d es Miteinander Spielens. Die neu geschaffene Aufenthaltsfläche ermöglicht Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen. Finanzierung Die Gesamtkosten der Maßnahme in Höhe von 670.000 Euro gliedern sich wie folgt: Planung: 112.349,- Euro Herrichtung: 557.651,- Euro Es wurden bereits Planungskosten in Höhe von 33.246,51 Euro verausgabt. Für die Maßnahme ist eine Förderung über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EF- RE) mit einer Ko -Finanzierung über Städtebaufördermittel vorgesehen. Für die Planung und Herrich- tung der Flächen wurde zum Städtebauförderprogramm 2020 des Landes NRW ein Förderantrag im Rahmen des städtischen Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sozialraum Porz-Ost, Finken- berg, Gremberghoven und Eil“ über einen Zuschuss in Höhe von 569.000 Euro (85 % der Gesamt - kosten) eingereicht. Die erforderlichen Finanzmittel stehen im Teilfinanzplan 0902 (Stadtentwicklung) zur Verfügung. De- zernat VI wird im Rahmen der Haushaltsaufstellungsprozesses 2022 ff. innerhalb des zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel vorsehen. Bei der „Trendsportanlage Köln/ Porz -Finkenberg“ handelt es sich um eine bereits begonnene, mit Städtebaufördermitteln geförderte Maßnahme, die somit den Kriterien zur Fortführung der Bewir t- schaftungsverfügung im Rahmen der Coronakrise entspricht. Die über die Jahre der Nutzung ergebniswirksam anfallenden bilanziellen Abschreibungen in Höhe von 67.000 Euro und die entspr echenden Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 56.950 € sind im Haushaltsplan 2020 / 2021 ff. im Teilergebnisplan 0604, Kinder - und Jugendarbeit eingeplant worden. Die im Rahmen der Wartung und Pflege entstehenden Folgekosten werden im Rahmen der Unterhal- tung vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen übernommen. Auswirkung auf den Klimaschutz Mit der vorliegenden Planung sollen sowohl die Belange von Kindern und Jugendlichen als auch die von Natur- und Artenschutz gleichermaßen berücksichtigt werden. Von einer Umweltbelastung durch Mikroplastik ist nicht auszugehen, da der Belag nicht wie bei Kunstrasenplätzen mit EPDM -Granulat verfüllt wird. Die geplante Trendsportanlage wird mit wasserdurchlässigen Kunststoffböden (EPDM oder Teppichvlies) belegt. Regenwasser versickert entweder direkt auf den Spielflächen oder über die Schulter in die angrenzenden Rasenflächen. Der Gehölzrand wird nicht angetastet. Ein Rasenstreifen von ca. 7 m Abstand dient als Puffer. Anlage
Anlage 1 Entwurf Trendsportanlage Stresemannstraße
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Beispiel Basketballfeld mit EPDM-Deckschicht, umliegend Ballfangzaun Beispiel Fußball- und Basketballfeld mit EPDM-Deckschicht, dazwischen Ballfangzaun Blick Richtung zukünftigem Standort der Anlage
Steinstrage
Drei Spielfelder und Platzfläche mit Tischtennisplatte, Jugendbänken, Fahrradstellplatz und Betonsitzring mit kleinem Baum
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Betonpflaster
Linierung Volleyball
Kombinationsspielfeld
für Voleyball, Hockey
und kleinem Bolplatz
mit kleinen Toren
ca. 335 m?
Eitzelement.hiit Deckschicht EPDM
kleinem Baum
Volleyballnetz
Linierung Volleyball
Linierung Volleyb:
Fahrradständer,
9 Stadt Köln
| ae I FREIFLÄCHENPLANUNG
FuestıaBnE a en u TRENDSPORT STRESEMANNSTRASSE
h ort: Stresemannstraße, 51149 Köln-Finkenberg
Plan:
Entwurf
Tischtennisplatte
Jugendbank
kleines
Tor
Maßstab! Plan-Nr.
1:100 02
Einheit: Format: geprüft von:
Plangrundlage:
‚Amt für Liegenschaften und Vermessung
Vermessungsabteilung 233/ 2
H = = De : : : N m 1087 x 842 9 ‚Auftragsnummer 2102/19
Betonpflaster \ x 3 { SD ig e f 1 ; 3
wassergebundener Weg wassergebundener Weg
Amt für Kinder Jugend und Familie
Abt. Kinderinteressen u. Jugendf.
OttmarPohl-Platz 1
51103 Köln
Landschaftsarchitekt:
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: unter Vorbehalt beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1150/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.06.2020
- Erstellt
- 16.04.2020 15:29