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Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Nachfrage zum Sachstand Windrad am Großklärwerk Stammheim

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates AN/1243/2025 vom 02.09.2025

Stand: Am 08.09.2025 in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • 2. Nachfrage Sachstand Windrad

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    SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 51065 Köln - Wiener Platz 2a Gleichlautend an: Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus Köln Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs Bezirksrathaus Köln-Mülheim Köln, den 01.09.2025 Anfrage zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung, Nachfrage zum Sachstand Windrad am Großklärwerk Stammheim Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mülheim bittet Sie, nachstehende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim zu setzen: Erfreulicherweise hat die StEB auch die letzte Anfrage der SPD-Fraktion zum Sachstand der Planungen des Windrads am Standort des Großklärwerks in Köln-Stammheim zeitnah - und dieses mal auch ausführlicher - beantwortet. Hierfür bedanken wir uns ausdrücklich. Aus unserer Sicht bleiben gleichwohl leider noch offene Fragen. Zudem wirft die Beantwortung auch einige neue offene Punkte auf, die einer öffentlich zugänglichen Klarstellung bedürfen. Insbesondere geht es dabei um folgende Punkte: - Zum einen erschließen sich die Überlegungen, welche die StEB im Rahmen ihrer Entwicklung eines Energie-Gesamtkonzepts getätigt hat, immer noch nicht vollständig. Zwar wurde detaillierter darauf eingegangen, welche Schritte die StEB bisher auf ihrem Weg zur Klimaneutralität gegangen ist, allerdings wurde - soweit wir dies erkennen können - nicht dargelegt, ob im Rahmen des dreistufigen Plans auf der zweiten Stufe auch Alternativen zur Erzeugung eigener erneuerbarer Energie auf den Standorten der StEB durch Wind und Solar geprüft worden sind. Insbesondere wirft dies aus unserer Sicht die Frage auf, warum nur auf Standorten der StEB und nicht auch Alternativen hierzu geprüft worden sind, etwa andere Energiequellen. - Vor dem Hintergrund, dass nun - nach unserem Kenntnisstand: erstmals - angegeben wurde, dass das Windrad einen Teil der derzeitig bereits produzierten Energie aus dem Faulgas/BHKW substituieren soll, damit dieses als Biogas in das Stromnetz eingespeist werden kann, bestehen erneut Zweifel hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Die Biogasaufbereitung verursacht selbst zusätzliche Kosten und einen erhöhten Energieaufwand, verbunden mit Umwandlungsverlusten. Gleichzeitig würde ein Teil der bisher genutzten KWK-Abwärme entfallen, wenn das BHKW nur noch eingeschränkt betrieben wird. Dies könnte nicht nur die bisher vorgelegte Kosten-Nutzen-Rechnung beeinträchtigen sondern auch die energetische Gesamtbilanz des Projekts. - Gleichzeitig ergeben sich technische Fragen. Insbesondere mit Blick auf die mögliche Zusammenwirkung eines Gesamtsystems aus Windenergieanlage, BHKW und Biogasaufbereitungs-Anlage, da der Wind- und PV-Strom nicht grundlastfähig sein dürfte, wodurch Speicher- und Versorgungslücken entstehen könnten. - Nicht zuletzt stellen sich auch rechtliche Fragen. Laut Beantwortung der letzten Anfrage deckt das Großklärwerk Köln-Stammheim seinen Strombedarf derzeit nahezu vollständig durch die Eigenversorgung mit Faulgas-BHKW und Photovoltaik. Selbst bei künftig steigendem Strombedarf würde die geplante Windenergieanlage diese Eigenversorgung nicht ergänzen, sondern in erheblichem Umfang substituieren, der im BHKW erzeugte Strom soll zu einem großen Teil durch Windstrom ersetzt werden, damit aufbereitetes Klärgas in dsa Erdgasnetz eingespeist werden kann. Hierdurch könnte man zu der Bewertung gelangen, dass die StEB faktisch als Energieversorger auftritt und rechtliche Zweifel daran entstehen, dass eine Windenergieanlage noch als Nebenanlage gem. § 35 BauGB zu klassifizieren wäre und eine „Privilegierung im Außenbereich“ erfolgen könnte Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wir bitten um eine detailliertere Darstellung des „dreistufigen Energie-Gesamtkonzepts“ insbesondere unter Darlegung, in welcher Stufe, mit welcher Maßnahme, ab wann und in welchem Zeitraum sowie mit welchem Umfang was genau erreicht werden soll. 2. Sind Alternativen zu einer möglichen Erreichung der Klimaziele durch die Aufstellung einer Windenergieanlage am Großklärwerk Stammheim seitens der StEB getätigt worden - wenn ja, wie sahen diese konkret/detailliert aus, sind sie ggf. Im Rahmen einer Alternativenprüfung nach § 8 UVPG erfolgt und warum wurden sie verworfen; wenn nein, wieso nicht? 3. Wie viele (zusätzliche) Kosten und CO2-Ausstoß sind durch die Verarbeitung von Faulgas/BHKW hin zu Biogas zu erwarten - insbesondere bei drohender entfallender Wärme für das Klärwerk bei geringerer KWK-Abwärme durch (teilweise) Stilllegung des BHKW, zusätzlichem Betrieb der Biogasaufbereitungsanlage auf dem GKW Stammheim und Umwandlungsverlusten bei der Aufbereitung von Biogas - und inwiefern sind diese bereits bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Windenergieanlage berücksichtigt? 4. Besteht ein Energiemanagementsystem, welches in der Lage ist, mit Lastverschiebung, Speichertechnologie, Spitzenlaststeuerung oder Rückverstromungsoptionen zu agieren? 5. Hat sich die StEB mit der Klassifizierungsmöglichkeit der Windenergieanlage als Nebenanlage im Sinne des § 35 BauGB, vor dem Hintergrund dessen, dass ein nicht unerheblicher Teil der produzierten Energie ins öffentliche Netz eingespeist werden soll und die Einspeisung zusätzlicher bereits vor Ort produzierter Energie ins Netz ermöglichen soll, (erneut) beschäftigt und liegt hierzu ein juristisches Gutachten vor, welches dies bestätigt? gez. Alexander Lünenbach Alexander Lünenbach (SPD- Fraktionsvorsitzender)

Beratungsverlauf

  1. 08.09.2025

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 7.2.10, Entscheidung. Ergebnis: Kenntnis genommen

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