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V/0240/2020

Gewaltvorfälle bei der Stadtverwaltung Münster im Jahr 2019

Vorlagen 12.03.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government, Sitzung am 25.08.2020, TOP 16

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

5057 Zeichen

V/0240/2020 
V/0240/2020 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Gewaltvorfälle bei der Stadtverwaltung Münster im Jahr 2019 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   23.06.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und  
E-Government 
Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Der Ausschuss wird jährlich über die Entwicklung der Gewaltvorfälle gegenüber Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern der Stadt Münster und den Einsatz von Sicherheitsdiensten informiert. 
 
Die gemeldeten Gewaltvorfälle sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Statistik zeigt, 
dass sich die Vorfälle innerhalb der letzten drei Jahre verdreifacht haben. In den Zahlen kom mt aber 
auch eine zunehmende Sensibilität der Ämter und Einrichtungen gegenüber Gewaltvorfällen zum 
Ausdruck. 
 
Die Gewaltvorfälle umfassen Übergriffe verbaler Gewalt,  Übergriffe durch Gesten mit eindeutigen 
herabwürdigenden oder bedrohlichen Charakter (nonverbale Gewalt), sowie körperliche Gewalt. Häu-
fig erleben die Beschäftigten eine Kombination aus Beleidigungen und bedrohlichem und einschüc h-
ternden Verhalten. Aber auch die Anzahl der körperlichen Übergriffe ist gestiegen.  
 
Personal- und 
Organisationsamt 
 
09.06.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Franke 
Telefon: 492-1185 
FrankeML@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0240/2020 
 
Ämter /  
Einrichtungen Gewaltvorfälle Hausverbote 
2016 2017 2018 2019 2016 2017 2018 2019 
20  Amt für Finanzen 
und 1 3 - 2 - 2 - 1 
Beteiligungen 
32  Ordnungsamt 5 10 10 16 2 - 2 1 
33 Amt für Bürger- 
und - 2 5 8 - 2 3 4 
Ratsservice 
36  Rechts- und Aus-
länderamt - 1 - 1 1 - 1 - 
37  Feuerwehr 11 25 21 28 - - - - 
40 Amt für Schule und 
Weiterbildung - - - 1 - - - - 
41   Kulturamt - 1 - - - - - - 
42 Stadtbücherei - - - 5 - - - - 
45 Stadtmuseum - - - - - - 1 - 
50  Sozialamt 5 9 24 27 7 6 11 7 
51 Amt für Kinder, 
- 2 4 1 - - 1 - Jugendliche u. Fami-
lien 
53  Gesundheits- und 1 1 1 - - - - - 
Veterinäramt 
59  Jobcenter Müns-
ter 3 3 4 4 21 24 7 7 
62  Vermessungs- 
und 1 - - - - - - - 
Katasteramt 
AWM   2 2 1 - - - - - 
Dez. OB/1   - 1 - - - - 1 - 
Villa ten Hompel - - 1 - - - 1 - 
Stadthaus 1 - - - - - - - - 
insgesamt 30 60 71 93 31 34 28 20 
Anzahl Mitarbeiter/-
innen 47 95 94 140         
w / m   12/35 24/71 36/58 46/94         
 
 Die gemeldeten Gewaltvorfälle erstrecken sich auf viele unterschiedliche Aufgabenbereiche der 
Stadtverwaltung. Wie schon im Vorjahr sind auch in 2019 die Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den stark von Besuchern frequentierten Ämtern (Sozialamt, Or d-
nungsamt, Amt für Bürger- und Ratsservice) nach der Statistik am stärksten betroffen (Abb.1).

- 3 - 
V/0240/2020 
 
  
              
Abb. 1: Gewaltmeldungen in 2019 nach Ämtern – absolute Zahlen                                      
 
 
Bei einer Betrachtung der Gewaltmeldungen nach Ämtern in Relation zur Mitarbeiterzahl wird deu t-
lich, dass im Sozialamt im Vergleich zu den anderen Ämtern mit 12,33% die meisten Beschäftigten 
von einem Gewaltvorfall betroffen waren (Abb. 2).   
 
 
 
Abb. 2: Gewaltmeldungen nach Ämtern relativ zur Mitarbeiterzahl 
 
 
Insgesamt waren deutlich mehr Männer als Frauen von Gewalt betroffen (46 Frauen und 94 Männer). 
Die Aufteilung der Gewaltvorfälle nach Geschlecht und Ämtern zeigt, dass der hohe Anteil an Mä n-
nern vor allem durch die vielen Meldungen der Feuerwehr zustande kam (Abb. 3). Zudem waren im 
Ordnungsamt deutlich mehr Männer als Frauen von Gewalt betroffen. Diese Zusammensetzung 
kommt vermutlich durch den höheren Männeranteil im Kommunalen Ordnungsdienst zustande.

- 4 - 
V/0240/2020 
 
 
Abb. 3: Gewaltmeldungen in 2019 aufgeteilt nach Geschlecht und Ämtern – absolute Zahlen 
 
Trotz der gestiegenen Anzahl an gemeldeten Gewaltvorfällen wird ein e hohe Dunkelziffer an nicht -
gemeldeten Übergriffen vermutet. Zudem ist die Wahrnehmung eines Gewaltvorfalls subjektiv und 
führt dementsprechend zu einer unterschiedlich starken psychischen Belastung. Daher ist es wichtig, 
dass den Beschäftigten die Dimensionen von Gewalt bewusst sind, sie klare Grenzen ziehen und die 
Vorfälle konsequent melden. Nur durch eine konsequente Dokumentation aller Gewaltvorfälle können 
die Betroffenen Unterstützung erfahren, Schutzmaßnahmen können zielgerichtet erarbeitet und die  
Gewaltvorfälle können strafrechtlich zur Anzeige gebracht werden.  
 
Die Gewaltstatistik wird zukünftig erweitert. Die Gewaltvorfälle werden den Stufen von Gewalt en t-
sprechend der internen Geschäftsanweisung „Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz - Handlungsemp-
fehlung für die Stadtverwaltung Münster“ differenziert zugeordnet. Zudem werden das Geschlecht 
und eine möglicherweise vorliegende Schwerbehinderung der betroffenen Person dokumentiert und 
es wird festgehalten, ob die Gewalthandlung in einem sexistischen,  homophoben oder rassistischen 
Zusammenhang stand. Sofern die Daten aus der Gewaltmeldung hervorgehen, wird zudem das G e-
schlecht des/der Täter/in festgehalten. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. Wolfgang Heuer 
Stadtrat 
 
Anlagen: 
Anlage A

Anlage A

1227 Zeichen

Anlage A zur V/0240/2020 
Kurzüberblick 
Es wird über die im Jahr 2019 gemeldeten Gewaltvorfälle gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitar-
beitern der Stadt Münster berichtet.  
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Das Ziel ist die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gewalt bei der Arbeit zu schützen und ihnen 
sowohl Angebote zur Prävention als auch zur Nachsorge von Gewaltvorfällen zu machen. Aus 
dem Grund sind sie aufgefordert Gewaltvorfälle zu melden.  
Im Ausschuss und im Verwaltungsvorstand wird jährlich über die Gewaltvorfälle berichtet. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig  
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Beratungsverlauf (1)

25.08.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 16 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0240/2020
Typ
Vorlagen
Datum
12.03.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37