AN/0454/2020
Änderungsantrag zu TOP. 2.3 :Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (CDU)
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SPD-Fraktion CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Fraktion DieLinke FDP-Fraktion Ratsgruppe GUT Lisa Gerlach – Einzelmandatsträgerin Walter Wortmann – Einzelmandatsträger An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 07.04.2020 AN/0454/2020 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Hauptausschuss 07.04.2020 Änderungsantrag zu TOP. 2.3 :Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die unverzeihlichen Vorgänge in Thüringen bilden eine Zäsur im politischen Um- gang mit Rechtspopulisten und –radikalen in der Bundesrepublik. Sie zeigen aber deutlich, dass die demokratischen Kräfte gut daran tun stets wachsam zu bleiben und gemeinsam Garant dafür zu sein, Rechtsradikalen keinen Raum, kein Gehör und vor allen Dingen keine Macht widerstandslos zuzugestehen. So hat sich auch der Kölner Stadtrat am 01.07.2014 ausdrücklich gegen jede Zusammenarbeit und gegen jegliche Normalität im Umgang mit Rechtsextremen ausgesprochen. Daher bekräftigt und ergänzt der Rat der Stadt Köln deshalb seinen Beschluss vom 01.07.2014: Beschluss: 1. Köln ist eine weltoffene, vielfältige und tolerante Stadt. Menschen vieler Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sexueller Identität sind hier zu Hause. Humanität, Eigenverantwortung und Solidarität in unserer Demo- kratie sind Grundwerte, die die Grundlage unseres kommunalen Zusam- menlebens und Handelns sind. Daher gilt es eindeutig Position zu beziehen gegenüber allen verfassungsfeindlichen, nationalistischen, antisemitischen, rassistischen, diskriminierenden und fremdenfeindlichen Ideologien und Aktivitäten. Rechtsextreme Parolen und Positionen dürfen in Gremien des - 2 - Rates und den Bezirksvertretungen kein Gehör finden. Der Rat unterstützt alle Initiativen und Vereinigungen, die sich auf der Basis unserer freiheitli- chen und demokratischen Grundordnung bewegen, die sich diesen Zielen verpflichtet fühlen und sich für ein vielfältiges, tolerantes und weltoffenes Köln einsetzen. Der Rat verurteilt jegliche Angriffe und Drohungen gegen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger. Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ist strikt und immer abzulehnen. 2. Der Kölner Rat spricht sich ausdrücklich dagegen aus, rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen und Parteien ein Podium für ihre In- szenierungen zu geben. Es darf mit Vertreterinnen und Vertretern von dis- kriminierenden und menschenverachtenden Positionen keine Diskussion geführt werden. Der Rat wendet sich gegen jegliche Normalität im Um- gang mit Rechtsextremen. Der Rat unterstützt den Abschluss des und das Bekenntnis zum Fairnessabkommen zu Wahlen zwischen den demokrati- schen Parteien in Köln und dem Runden Tisch für Integration. 3. Der Rat lehnt daher jeden Antrag rechtsextremer und rechtspopulistischer Gruppierungen in seinen Gremien ab. Mit rechtsextremen und rechtspopu- listischen Stimmen darf weder eine Personalentscheidung noch jegliche in- haltliche Forderung durchgesetzt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme das „Zünglein an der Waa- ge“ werden und dies öffentlich ausnutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Kurzfristige politische Erfolge dürfen deshalb nicht damit erkauft werden, dass die Feinde der Demokratie salonfähig gemacht werden. Es besteht Konsens darüber, dass dieses gemeinsame politische Grundverständnis und dieses gemeinsame Vorgehen im Umgang mit Rechtsextremen, Anti- semiten und Rechtspopulisten die Basis für eine gemeinsame politische Kultur des Rates und seiner Mitglieder ist. 4. Grundsätzlich nehmen die Mitglieder der antragstellenden Fraktionen, Gruppen und Einzelmandatsträger an keinen Podiumsdiskussionen mit rechtextremen und rechtspopulistischen Gruppen teil. - 3 - Begründung der Dringlichkeit: Erfolgt mündlich in der Sitzung Mit freundlichen Grüßen gez. Barbara Lübbecke gez. Niklas Kienitz SPD-Fraktionsgeschäftsführerin CDU- Fraktionsgeschäftsführer gez. Lino Hammer gez. Michael Weisenstein GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer DieLinke-Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite gez. Thor Zimmermann FDP-Fraktionsgeschäftsführer Sprecher Ratsgruppe GUT gez. Walter Wortmann gez. Lisa Gerlach Freie Wähler Köln (Einzelmandatsträger) parteilos (Einzelmandatsträgerin)
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0454/2020
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (CDU)
- Datum
- 07.04.2020
- Erstellt
- 07.04.2020 13:30