1793/2023
Sachstandsbericht 2022/23 der Kulturentwicklungsplanung
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 30.05.2023 1793/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 06.06.2023 Sachstandsbericht der Kulturentwicklungsplanung Köln (KEP) 2022/23 Am 4. April 2019 wurde die Kulturentwicklungsplanung (KEP) vom Rat beschlossen. Mit die- sem Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, die Kulturentwicklungsplanung hinsichtlich ihrer Zielsetzung und ihrer Entwicklungsideen/Maßnahmen jährlich zu prüfen. Die Ergebnisse der Überprüfung und die daraus resultierende Fortschreibung der KEP sollen bis zum 30. Juni eines jeden Jahres, beginnend 2020, dem Rat in Form eines Berichtes vorgelegt werden. Mit der folgenden Mitteilung kommt die Verwaltung diesem Auftrag nach. I. Allgemeines KEP-Lenkungskreis In der zweiten Jahreshälfte 2022 tagte der KEP-LK am 13. Juni und am 12. Dezember. In der ersten Jahreshälfte 2023 fand am 30. Januar eine Sitzung statt. In einem Workshop am 17.März 2023 wurden die wichtigsten Themen für das Jahr 2024 dis- kutiert. Hier standen die Themen „Blicke auf die Kulturstadt Köln – Profilierung, Image“ und „Operationale Ebene – Praxis-Beispiele, Kooperationsorganisation“ im Fokus und wurden durch Impulse von externen und internen Referenten beleuchtet. Amelie Deufelhard (Leiterin Kampnagel Hamburg) und Moritz von Dülmen (Kulturprojekte Berlin) nahmen in Form von Vi- deozuschaltungen teil, wohingegen Dr. Matthias Hamann (Leitung Museumsdienst) und Constantin Hörburger (Reallabor Space Sharing Stuttgart) ihre Beiträge live hielten. Weitere Gäste des Workshops waren: Isabelle Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissen- schaft NRW a.D.), Benjamin Thele (Kulturraummanagement) und Aron Schmidt (QULTOR). In der nächsten Sitzung am 20. Juni 2023 wird der Lenkungskreis die Ergebnisse des Work- shops auswerten und Maßnahmen für 2024 formulieren. KEP-Sommerfest am 26. August 2022 Nach zwei Pandemie-Jahren, in denen Kommunikation und Netzwerkarbeit fast ausschließlich online stattfinden konnten, wurden die Akteur*innen der Kulturentwicklungsplanung am 26. August 2022 im Bürgerzentrum Altenberger Hof, in Köln-Nippes, zu einem informellen Treffen in Form eines Sommerfestes eingeladen. Das Sommerfest bot den Kulturschaffenden Kölns die Möglichkeit, wieder stärker in den per- sönlichen Austausch zu gehen und ermöglichte potentiellen neuen KEP-Akteur*innen einen niederschwelligen Einstieg, um sich vorzustellen und einzubringen. 2 Auf dem Fest wurden die Schwerpunktthemen 2023 vorgestellt. KEP-Herbsttreffen am 4. November 2022 Am 4. November 2022 kamen über 100 Kulturschaffende im Bürgerhaus Kalk zusammen, um sich mit den KEP-Schwerpunktthemen 2023 auseinanderzusetzten und Handlungsbedarfe zu ermitteln. Der Dezernent Stefan Charles begrüßte die Anwesenden und nach einer Anmode- ration durch Prasanna Oommen, wurden die Schwerpunktthemen 2023 in drei parallele Ar- beitsgruppen diskutiert: Nachhaltigkeit in der Kultur unter Leitung von Hanna Imorde, Nachhal- tige Förderung unter Leitung von Anke von Heyl und Kulturelle Infrastruktur unter Leitung von Ulrike Anna Bleier. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden zum Abschluss dem gesamten Plenum vorgestellt und auf der KEP-Webseite öffentlich gemacht. Aus den eingebrachten Ideen wurden von der Verwaltung folgende Maßnahmenvorschläge entwickelt: Barcamp ökologische Nachhaltigkeit Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit in der Kultur Bedarfsermittlung Technikpool Barcamp Good Practice Diese Maßnahmen wurden dem Lenkungskreis in der Sitzung am 12.12. 2022 vorgestellt und erfuhren dessen Zustimmung. Die Verwaltung bereitet die Vorlagen für diese Maßnahmen vor und wird nach einem entsprechenden Ratsbeschluss die Umsetzung derselben einleiten. II. KEP-Pilotprojekte HOLGER CZUKAY PREIS Die Zuständigkeit liegt beim Kulturamt (41). Seit 2019 wird der „Holger Czukay Preis für Popmusik der Stadt Köln“ jährlich vergeben. Mit ihm werden Künstler*innen geehrt, die in ihrem Wirken Spuren in Köln hinterlassen haben o- der aktuelle Entwicklungen beeinflussen und mitprägen. Der Preis ist in seiner Namensge- bung sowohl Bekenntnis zur bedeutenden Pop-Tradition Köln als auch Wertschätzung und Stärkung dieser Sparte mit Blick auf die Zukunft. Der „Holger Czukay Preis für Popmusik der Stadt Köln“ ist in seiner Dotierung und inhaltlichen Wertschätzung für die Sparte der Popkultur derzeit deutschlandweit einmalig. Im Jahr 2022 ging der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis an die Band „Von Spar“, um ihre Verdienste um die Popkultur in Köln zu honorieren. Sie knüpfen an das Erbe des Krautrocks an und überführen diesen in eigener Prägung ins Hier und Jetzt. Im ‚Von Spar’ Sound treffen sich Disco, elektronische Musik und Pop. Neugier, Forschergeist und kritische Distanz zu auf- geregten Hypes prägen die Haltung der Band. „Benannt nach einer Straße im Kölner Stadtteil Mülheim stehen ,Von Spar‘ stellvertretend für die vielschichtige und wandlungsfähige Kölner Pop-Musik-Szene“, heißt es in der Jury-Begründung. In Anerkennung ihres wegweisenden künstlerischen Schaffens erhalten „Whirlpool Produc- tions“ den Ehrenpreis des Holger Czukay Preises für Popmusik der Stadt Köln 2022. Dieser soll aufgrund einer Entscheidung der Jury erstmals dotiert vergeben werden, mit einem Preis- geld von 5.000 Euro. In der Begründung der Jury heißt es: „Entstanden im Umfeld der ,Whirl- pool‘ Clubnacht im damaligen Rose Club in den frühen 1990er Jahren macht sich das Projekt ,Whirlpool Productions‘ in der Stammbesetzung mit Eric D. Clark, Justus Köhncke und Hans Nieswandt auf, Popmusikgeschichte zu schreiben. Die Entwicklung des Projekts, die eine Zu- sammenarbeit mit dem legendären Schlagzeuger Jim Capaldi hervorbrachte und sie überdies zu Aufnahmen nach Jamaika führte, ist eng mit der Geschichte der Clubkultur und der elektro- nischen Tanzmusik in Deutschland verbunden. Das Trio ,Whirlpool Productions‘ verhalf Clubsounds ,made in Cologne‘ zu internationaler Reputation und prägte House als Ausdruck einer libertären und queeren Szene in ganz Europa.“ Die Preisverleihung 2022 fand im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 31.Oktober im Club „Volta“ statt. 3 Im Jahr 2023 wird die Konzeption des Holger Czukay Preises um einen mit 2.500 Euro dotier- ten „Zukunftspreis“ erweitert. Mit ihm zeichnet die Jury ganz aktuelle und innovative Bands und Projekte der Kölner Szene aus, die ganz im Sinne Holger Czukays das Suchende und die Neugier nach bisher unbekannten und ganz neuen popmusikalischen Formen zeigen. Mit der auf zeitgenössische Entdeckungen fokussierten Preiskategorie kann die Diversität der Kölner Popkultur noch stärker gewürdigt werden. KULTURMARKETING Die Zuständigkeit liegt im Kulturdezernat (VII). Durch die Neubesetzung der Stelle „Referentin für Kommunikation“ sind wieder alle Stellen im Bereich Marketing/Kommunikation im Dezernat VII besetzt. Die Revision der bisherigen Marketingmaßnahmen ist abgeschlossen. Derzeit laufen gemein- sam mit anderen Dienststellen die Planungen für die Bündelung der vorhandenen Ressour- cen. Der Relaunch der Kampagne „Kultur lebt in Köln.“ befindet sich in der Planung und wird vo- raussichtlich im Herbst 2023 öffentlich vorgestellt. Das Kulturmarketing ist leitend in die Planung des Kulturprogramms zur UEFA EM24 in Köln eingebunden. Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Sportamt, sowie städti- schen wie freien Kulturakteuren. Gemeinsam mit den Bühnen, dem Presseamt und dem Büro der Oberbürgermeisterin wird eine großangelegte Kampagne zur Wiedereröffnung der Spielstätten am Offenbachplatz vor- bereitet. Für das Projekt „Kulturpass“ der Bundesregierung werden gemeinsam mit den städtischen Kultureinrichtungen Angebote und eine Kommunikation geplant. In enger Abstimmung mit dem »Festkomitee Kölner Karneval« sowie den anderen Jubiläums KGs wurde das Jubiläum „200 Jahre Kölner Karneval“ werblich begleitet. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/kulturmarketing/24 ZENTRALES RAUMMANAGEMENT Die Zuständigkeit liegt bei der neu eingerichteten Stabsstelle „Kulturraummanagement“ (KRM) im Dezernat Kunst und Kultur (VII/5). Ein zentrales Raummanagement soll verstärkt für die Schaffung und den Erhalt von Räumen für die kulturelle Nutzung sorgen. Dazu gehört die dezernatsübergreifende Prüfung eines grundsätzlichen Förderungsbedarfs von Kunst und Kultur im städtischen Entwicklungs- und Planungsprozess. Städtische und private Räume, die für kulturelle Nutzungen geeignet sind, sollen in einer Datenbank erfasst, Zwischennutzungen vermittelt und neue Räume für Kunst und Kultur identifiziert werden. In einem ersten Schritt wurde für die Installierung dieses zent- ralen Raummanagements durch einen Unternehmensberater ein Konzept erstellt, das unter anderem Art und Umfang des Raummanagements erläutert, bereits vorhandene Konzepte identifiziert und zu beteiligende stadtinterne und externe Partner definiert sowie Aussagen zu den Folgekosten und der notwendigen Personalausstattung trifft. Dieses Projekt wird auch in Abstimmung mit der Maßnahme „Integratives Stadtentwicklungs- konzept“, das derzeit vom Kulturamt betreut wird, durchgeführt werden, da es hier Schnittstel- len und Berührungspunkte gibt. Am 21. Juni 2022 hat der Rat der Stadt Köln die Einrichtung einer Stabstelle Kulturraumma- nagement beschlossen. Das Kulturraummanagement konnte ab dem 01.08.2022 erfolgreich seine Arbeit aufnehmen. Neben dem Aufbau der eigentlichen Struktur im Sinne von Personalakquise und neuer Orga- nisationsstrukturen, konnte das Kulturraummanagement direkt mit der Umsetzung einzelner Vorhaben starten. Hierzu gehören die Anmietung der Delmenhorster Straße 20 und der Be- ginn des Transformationsprozesses dieser Liegenschaft zu einem Kulturstandort. Überdies erstellte das Kulturraummanagement ein detailliertes Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre, 4 startete den Prozess zur Erstellung eines nachhaltigen Open Air Konzeptes sowie eines Sa- nierungskonzeptes für die in der Verwaltung befindlichen Atelierhäuser. Daneben werden ste- tig weitere Standorte für kulturelle Nutzungen geprüft und ggfls. deren Erschließung gestartet. Auch wurde mit der Überarbeitung des Atelierförderkonzeptes begonnen. Im Rahmen des lau- fenden Geschäfts vertritt das KRM kulturelle Belange in stadtplanerischen Prozessen. Ebenfalls konnte am 03. März erfolgreich eine offizielle Kick-off Veranstaltung als sichtbarer Start nach Innen und Außen realisiert werden https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/raummanagement/7 III. Neue KEP-Projekte 2022/23: Durch die Neuausrichtung des KEP-Lenkungskreises wurden erst in der Sitzung am 12. De- zember 2022 neuen Maßnahmen zur Umsetzung in 2023 ausgewählt. Schwerpunkthema 2023: Nachhaltigkeit in der Kultur Zum Thema Nachhaltigkeit in der Kultur wurden im ersten Quartal 2023 zwei Maßnahmen be- schlossen, deren Umsetzung derzeit angestoßen wird. Beide Maßnahmen sind Teil der Ziel- vereinbarungen mit der Oberbürgermeisterin. Barcamp: Nachhaltigkeit in der Kultur Am 23.03.2023 im Rat beschlossen (0336/2023) / Die Zuständigkeit liegt beim Pla- nungsreferat (VII/2). Auf der KEP-Tagung am 4. November 2022 wurde von den Kulturakteur*innen der Wunsch geäußert, die Möglichkeit zu einem intensiveren, spartenspezifischem und spartenübergreifendem Austausch zur Nachhaltigkeit in der Kultur zu erhalten. Um die- sem Wunsch entgegen zu kommen soll ein Barcamp durchgeführt werden. Hier sollen die jüngsten Entwicklungen im Bereich ökologische Nachhaltigkeit in der Kultur reflek- tiert sowie Initiativen und Best-Practice Beispiele in einzelnen Sessions vorgestellt wer- den. Die Kulturakteur*innen können sich hier austauschen, Netzwerke knüpfen und ausbauen und sich gegenseitig mit Impulsen bereichern. Neben den Kulturakteur*in- nen sollen auch Expert*innen aus dem Feld der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes an der Veranstaltung teilnehmen. Die Veranstaltung ist für den 1. September 2023 terminiert und wird im Bürgerhaus Stollwerck stattfinden. Für die Organisation und Durchführung wird eine Agentur beauf- tragt, Angebote werden derzeit eingeholt. Koordinationsstelle Nachhaltigkeit in der Kultur Am 23.03.2023 im Rat beschlossen (0039/2023) / Die Zuständigkeit liegt beim Pla- nungsreferat (VII/2) Im Dezernat Kunst und Kultur soll eine „Koordinationsstelle zur Nachhaltigkeit in der Kultur“ eingerichtet werden. Diese Stelle wird das Wissen im Bereich Nachhaltigkeit vertiefen und die diesbezüglichen Initiativen aus dem Kölner Kultursektor stärken und vernetzen. Sie wird eine Schnittstelle sein, die zwischen den involvierten Ämtern, städ- tischen Institutionen und der Freien Szene agiert. So wird ein Forum geschaffen, in dem die Institutionen und Akteure des Kultursektors professionelle Beratungsangebote wahrnehmen können. Damit soll der gesamtstädtische Transformationsprozess profes- sionell, koordiniert und zielorientiert für die Kulturszene unterstützt werden. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2024 befristet. Die Stellenausschreibung wurde veröffent- licht. Bewerbungsschluss ist der 02.06. 5 Allgemein 2. Räume/Baukultur, nachzulesen im KEP S. 144. Entwicklung eines Handlungskonzeptes Kreativräume in der Stadtentwicklung. Am 08.09.2022 vom Rat beschlossen (2027/2022) / Die Zuständigkeit für das Vorha- ben liegt nun beim Kulturraummanagement (VII/5). Die Erstellung des Handlungskonzeptes erfolgt aus der Umsetzung einzelner Teilberei- che, welche am Ende des Prozesses zu einem Handlungskonzept zusammengefügt werden. Die Teilbereiche bilden gleichzeitig das Arbeitsprogramm für den strategi- schen Bereich des KRM. Mehrere Teilbereiche sind bereit sin der Umsetzung. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/sicherung-von-kultur-und-kreativ- raumen/62 Freie 3. Gedächtnis der Stadt, nachzulesen im KEP S. 164. Einrichtung eines Arbeitskreises „Gedächtnis der Stadt“ Am 19.09.2022 im Hauptausschuss beschlossen (1983/2021) / die Zuständigkeit liegt im Kulturdezernat – Planungsreferat (VII/2) Etablierung eines dauerhaften Arbeitskreises „Gedächtnis der Stadt“ und einer bei Stadtarchiv oder Historischem Archiv angesiedelten Koordinierungsstelle. Stärkere Vernetzung von Geschichtsinitiativen mit Archiven und historischen Museen. Die Stelle wird ab dem 1.September 2023 besetzt und ist zunächst auf 6 Monate be- fristet. . https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/arbeitskreis-gedachtnis-der- stadt/14 IV. KEP-Projekte 2020-22: Die folgende Liste führt die Projekte auf, die bereits in den Vorjahren angestoßen wurden, beim Verfassen des Sachstandberichtes aber noch nicht abgeschlossen waren. Projekte, die bereits im Bericht 2021/22 als abgeschlossen aufgeführt wurden, werden hier nicht mehr be- rücksichtigt. Die einzelnen Maßnahmen werden mit den übergeordneten Bereichen aufgeführt, unter de- nen sie in der KEP zu finden sind. ALLGEMEIN 1. Vielfalt: nachzulesen im KEP S. 142-143. Erarbeitung eines Leitbildes für Kulturelle Teilhabe und Vielfalt für alle städti- schen Kulturbereiche sowie der Freien Szene (Produktion, Vermittlung und In- klusion), Orientierung am bestehenden Diversity-Konzept der Stadt Entwicklung einer Ikonographie als Visualisierung des Leitbildes. Am 08.09.2022 vom Rat beschlossen (2152/2022)/ Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- dezernat-Planungsreferat (VII/2). Das Leitbild für kulturelle Teilhabe und Vielfalt soll eine schriftliche Absichtserklärung sein, in der die städtischen kulturellen Institutionen (Museen, Bühnen, Orchester, Bibli- otheken, Archive) gemeinsam Ziele formulieren, um in Zukunft kulturelle Teilhabe und Vielfalt in ihren Häusern zu gewährleisten, zu fördern und auszubauen. Das Thema kulturelle Teilhabe wurde im Lenkungskreis-Workshop am 11.3. als ein Schwerpunktthema der KEP ausgewählt. Das Leitbild baut auf die Ergebnisse der groß angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung zum Förderkonzept kulturelle Teilhabe auf, die vom Kulturamt durchgeführt wurde. Das Förderkonzept umfasst Richtlinien zur Förderung kultureller Teilhabe und Vielfalt in der Freien Szene und wurde am 15.6.2021 vom Ausschuss für Kunst und Kultur (Session Nr. 0517/2021) beschlossen. Das Leitbild für kulturelle Teilhabe und Vielfalt soll alle Aspekte kultureller Teilhabe und 6 Diversität in den städtischen Kulturinstitutionen umfassen und in einem dialogischen Verfahren mit den städtischen Kulturinstitutionen erarbeitet werden. Das Leitbild soll die städtischen Kulturinstitutionen darin unterstützen, kulturelle Teilhabe und Vielfalt im Innen und Außen zu ermöglichen. Es schließt an das Förderkonzept kulturelle Teil- habe des Kulturamts an und ergänzt das städtische Diversity Konzept. Im Sinne der Multiperspektivität sollen alle städtischen Kulturinstitutionen sowie die Mitarbeiter*in- nen des Amtes für Integration und Vielfalt die Möglichkeit bekommen, sich an der Erar- beitung zu beteiligen und ihre Expertise und Perspektive in das Leitbild einfließen zu lassen. Mit der Organisation und Moderation des Verfahrens wurde Annette Ziegert beauftragt. Sie ist Kunsthistorikerin, Expertin für kulturelle Teilhabe, Barrierefreiheit und Diversity Management sowie systemische Organisationsentwicklerin. Annette Ziegert arbeitet unter anderem bei kubia (Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklu- sive Kultur), ist freie Projektmitarbeiterin UnLabel, kuratorische Leiterin des Pro- gramms der Videonale und war an der Erarbeitung des Förderkonzepts Kulturelle Teil- habe des Kulturamts beteiligt. Die gemeinsame Erarbeitung erfolgte in fünf themenspezifischen Gesprächsrunden, die in der Zeit vom 20. April bis zum 2. Juni stattfanden und folgende Themenkom- plexe umfassten: Do, 20. April 2023 Handlungsbereich: Barrierefreiheit als Voraussetzung für Teilhabe Hierbei geht es nicht nur um sichtbare Barrieren (zum Beispiel baulicher Art), die Kulturinstitutionen produzieren, sondern um alle Faktoren, die behindern, dass a) das Personal der städtischen Kulturinstitutionen in Management und Programm vielfältiger wird und b) potenzielle Besucher*innen davon abgehalten werden, Kul- turangebote wahrzunehmen. Fr, 28. April 2023 Handlungsbereich: Kulturelle Bildung/Vermittlung/Begleitprogramm Kulturelle Bildung/Vermittlung/Begleitprogramm müssen an der Schnittstelle zu den Interessen der Öffentlichkeit entwickelt werden. Sie sollen die Lebensrealität eines breiten (potentiellen) Publikums berücksichtigen und nach dem Prinzip der Bildungsgerechtigkeit konzipiert werden. Hierbei spielt die Zusammenarbeit mit vielfältigen Partner*innen und Brückenbauer*innen eine Rolle. Do, 4. Mai 2023 Handlungsbereich: Programm Das Programm muss in Inhalt, Thema und Format vielfältig, multiperspektivisch und diskriminierungskritisch gestaltet und von einer breiten Bevölkerung als rele- vant erlebt werden. Do, 1. Juni 2023 Handlungsbereich: Personal Gestaltung von diversitätsorientierter Chancengleichheit des (künstlerischen) Per- sonals und Vielfalt der Perspektiven, frei von Marginalisierung und Diskriminie- rung, sowohl intern als auch in der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen und Kooperationspartner*innen. Fr, 2. Juni 2023 Handlungsbereich: Gesamtorganisation Die aktive Gestaltung von Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit, Multiperspek- tivität, Machtkritik und Antidiskriminierung sowie das Senken von Barrieren muss 7 im Management verankert und gesamtorganisational geplant werden. Hierfür braucht es Strategien. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Gesprächsrunden ausgewertet und fließen in einen Entwurf für das Leitbild ein, der nach dem Sommer allen Teilnehmenden der Ge- sprächsrunden sowie dem KEP Lenkungskreis und dem Arbeitskreis Diversity vorge- legt wird. Neben dem Ausschuss Kunst und Kultur wurden der Integrationsrat, die StAG Behin- dertenpolitik und die StAG Queerpolitik das Verfahren informiert und sollen in die Sit- zungsfolge zum Beschluss des Leitbildes eingebunden werden, der voraussichtlich im Herbst 2020 erfolgen soll. Nach dem Beschluss folgen die Vorbereitungen zur barriere- freien Publikation des Leitbildes. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/leitbild-kulturelle-teilhabe/9 Etatisierung eines Förderbudgets für freie inklusive Kulturarbeit, das als Inklusi- onszuschlag abgerufen werden kann Am 04.02.2021 im Rat beschlossen (3385/2020) / Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- amt (41). Die Umsetzung des Projektes ist erfolgt. Die partizipative Konzeptionierung eines För- derkonzeptes Kulturelle Teilhabe ist abgeschlossen und es wurde in 2022 veröffent- licht. Mit der Erhöhung des Förderetats konnte eine Vielzahl, vor allem in die Struktu- ren wirkende, Projekte umgesetzt werden. Es sieht keinen Inklusionszuschlag vor, sondern die Förderung von Beratungsangebo- ten und Projekten, die die Expertise über die Herstellung von Barrierefreiheit bei den Kulturakteuren erhöhen und ggf. auch direkt umsetzen. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/inklusive-kulturarbeit/10 Erhöhung des Förderetats für interkulturelle Projekte im Kulturamt Am 04.02.2021 im Rat beschlossen (3385/2020) / Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- amt (41). Die Projektumsetzung ist erfolgt. Die Erhöhung des Förderbudgets konnte dazu ge- nutzt werden, einen Teil des Antragsstaus abzubauen. Es konnten mehr Projekte um- gesetzt werden, bei denen sich auch ein sukzessiver Anstieg der Qualität feststellen lässt. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/interkulturelle-projekte/11 ALLGEMEIN 2. Räume / Baukultur; nachzulesen im KEP S. 145. Kunst im öffentlichen Raum II: Digitaler Skulpturenrundgang Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1916/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Pla- nungsreferat (VII/2). Die Künste im öffentlichen Raum sollen sukzessive an die Anforderungen einer sich wandelnden Stadtgesellschaft angepasst werden. Der digitale Blick auf Kunst wurde gerade in Zeiten von Corona geschärft und es bedarf eines qualitativ und quantitativ gesteigerten Angebotes seitens der Kommune, den Bedarfen einer sich stetig weiter digitalisierenden Gesellschaft gerecht zu werden. Als Querschnittsthema hat das Thema Räume einen besonderen Stellenwert in der Kulturentwicklungsplanung. Auch der öffentliche Raum ist hierin inkludiert. Seite 54 der KEP spricht davon, dass die "Künste im öffentlichen Raum" inspirieren, Identifikation ermöglichen und geeignet sind, Kunst auf leichte und verständliche Art für Alle in den Alltag einzubringen. Eine zusammenhängende digitale Option zum Erfahren des reichen Schatzes öffentlich zu- gänglicher Skulpturen im städtischen Raum fehlt bislang. Eine digitale Stadt-Tour ent- lang circa 100 besonderer Kunstwerke soll die Kunst im öffentlichen Raum nochmals aufwerten. 8 Mit dem Projekt wurde die Hamburger Agentur „Travelagent“ beauftragt. Erste Ergeb- nisse liegen vor. Die Feinabstimmungen zu Textankauf- und -lektorat, finaler Bildaus- wahl, Barrierefreiheit und den verschiedenen Abstimmungsprozessen mit der Onlinere- daktion des Presseamtes, Museum Ludwig, dem Skulpturenpark und der Abteilung für Geodaten mussten im Rahmen der Corona-pandemie zunächst verschoben werden und werden aktuell sukzessive nachgeholt. Außerdem gab es eine gewünschte Änderung im Rahmen der Programmierung die ei- nes erheblichen Programmier- und Arbeitsaufwandes bedurfte. Nunmehr ist der Lau- nch der Anwendung für das vierte Quartal 2023 vorgesehen. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/kunst-im-offentlichen-raum/80 STÄDTISCHE INSTITUTIONEN 1. Museen: nachzulesen im KEP S.152 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unter- schiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online-Collections und Schaffung anderer digitaler Zugänge wie Multimediaguides. Am 19.07.2021 im Hauptausschuss beschlossen und am 18.08.2021 durch den Rat genehmigt (1929/2021/1) / Die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522). Die Sammlungen der Museen werden in den kommenden Jahren in den verschiede- nen Online-Präsenzen aber auch mittels mobiler Anwendungen für unterschiedliche Zielgruppen im digitalen Raum zugänglich gemacht. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen sind entweder Bestandteil der hausbezogenen Kommunikationsstrategie oder der übergreifenden Content-Strategie des Programms „Museen, Menschen, Me- dien“. Es handelt sich daher nicht um solitäre digitale Anwendungen, sondern um Glie- der in einer digitalen Wirkungskette. Aus diesem Grund richten sich die jeweiligen Projekte an unterschiedliche Zielgruppen und verfolgen unterschiedliche digitale Ansätze, die sich jedoch alle in dem Ziel treffen, die Publikumsansprache zu diversifizieren und das bestehende Angebotsportfolio zu erweitern. Beantragt wurden folgende Einzelmaßnahmen: 4510 – WRM: Relaunch des EDV-gestützten Führungssystems mit Informationen zur Sammlung als DigiWalk in einer App 4512 – RGM: Erweiterung und Bereicherung eines 3D-Rundgangs zur Präsentation im Belgischen Haus 4514 – MAKK: Partizipative Erweiterung der Online-Collection 4516 – MSchn: Ausbau der Online-Collection 4518 – KSM: Gestaltung und Programmierung einer Progressive-Web-App (PWA) 4520 – NS DOK: Erweiterung der bestehenden Didaktik-App im 360-Grad-Rundgang des NS-DOK um Formate im Stadtraum 4522 – Museumsdienst: Online-Spiel als Eingang zu den Sammlungen der Museen 4523/2 – RBA (in Kooperation mit der Universität zu Köln und dem Museumsdienst): In einem gemeinsamen Forschungs- und Bildungsprojekt bearbeiten die drei genannten Institutionen Objekte der ehemaligen Jesuitensammlung, um sie der Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit KEP-Mitteln soll mittels eines Gamification-Ansatzes das sog. Physikalische Kabinett erläutert werden, das – einst von europäischem Rang – ein Kernstück der Kölner Wissenschaftsgeschichte darstellt. Das übergreifende Forschungsprojekt zur Jesuitensammlung wurde erfolgreich abge- schlossen. Die gemeinsamen Ergebnisse wurden im Ausschuss Kunst und Kultur am 31.05.2022 vorgestellt. 9 Alle anderen nachfolgenden Projekte stehen in Abhängigkeit zum für den ursprünglich im Mai 2023 geplanten Systemwechsel des Museumsportals. Zur Einhaltung der not- wendigen Compliance musste das bisherige, heterogene System technisch wie verga- berechtlich neu aufgestellt werden. In diesem Zusammenhang wurden zudem notwen- dige Optimierungen in den Bereichen Usability, CMS inkl. Synergieeffekten, innovative Ansätze und Content-Darstellung vorgenommen. Das neue System basiert auf aktuel- len Stand der Technik und wird auf Basis der neuen Supportverträge laufend aktuali- siert. Damit ist auch für die Zukunft sichergestellt, dass neben den bisherigen Anwen- dungen u. a. auch neue Digitalformate auf der Plattform bereitgestellt werden können. Der Produktivsetzungstermin des neuen Webseitensystem ist aktuell auf unbestimmte Zeit verschoben. Inwieweit dies Auswirkungen auf die einzelnen Digitalprojekte hat, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend bewertet werden. Für jedes Digitalan- gebot mit geplantem Hosting über das neue System ist allerdings somit die Produktiv- setzung offen. Bei den Online-Collections soll eine Pilotierung für die Häuser MAKK und Museum Schnütgen erfolgen. Die Online-Collections wurden aufgrund der Abhängigkeiten und Schnittstellen zum Webportal ausgesetzt, um den Entscheidungen zur weiteren Fort- führung nicht vorzugreifen. Sobald eine Entscheidung zum Museumsportal getroffen wurde, können auch die be- teiligten Firmen erneut zur Fortsetzung der Arbeiten angefragt werden. Eine aktuali- sierte Terminplanung kann erst nach erneuter Abstimmung mit den Auftragnehmern vorgelegt werden. 360°-Rundgänge (beispielsweise WRM) inkl. didaktischer Zugangsmöglichkeiten für verschiedene Zielgruppen sollen auf dem neuen Portal www.museen.koeln sowie den Homepages der Museen MAKK, Museum Schnütgen und NS DOK veröffentlicht wer- den. Ein Umzug der bereits erstellten Angebote ist ebenfalls ausgesetzt. Multimediaguides für RGM und WRM, KSM sowie MAKK sind in Vorbereitung bzw. Planung. Die seit der Pandemie im Aufbau befindlichen Onlineangebote sollten auf Basis der neuen Plattform im Portal in ein übergreifendes Storytelling und in zielgruppenspezifi- sche User Journeys eingebunden werden. Die Arbeiten wurden ebenfalls gestoppt. Bisherige Ergebnisse können auf der aktuellen Plattform nicht umgesetzt werden. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/bestand/45 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unter- schiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online-Collections durch die Entwicklung einer zentralen Basiskomponente. Am 19.07.2021 im Hauptausschuss beschlossen und am18.08.2021 durch den Rat ge- nehmigt (1931/2021/1) / Die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522). Die Museen der Stadt Köln nutzen unterschiedliche Datenbanken für die wissenschaft- liche Dokumentation und die Verwaltung der Objekte. Im Hinblick auf die Erstellung und Publikation ihrer Online-Collections, die Schaffung von Schnittstellen in Bilddaten- banken und zu international relevanten Wissenschaftsportalen sowie für die Normie- rung von Daten ist die Schaffung eines Normdaten-Mappingservers unabdingbar. Er ermöglicht die automatisierte Verbindung der Sammlungen und den Austausch von Di- gitalisaten. Eine Standardlösung für diese Aufgaben ist nicht marktgängig, sondern muss für Köln geschaffen werden und den IT-Anforderungen der Museen sowie der stätischen IT-Landschaft genügen. Die KEP-Mittel tragen dazu bei, dieses im Programm „Museen, Menschen, Medien“ zu realisierende Projekt unter Beteiligung der Museen und von 12/Amt für Informations- verarbeitung umzusetzen. 10 Das Anforderungsmanagement für die Pilot-Museen MAKK und Museum Schnütgen wurde nach rund einem Jahr intensiver Vorarbeiten abgeschlossen. Ein Lösungsdesign für die komplexe Anwendungsarchitektur inkl. Datentransportebene aus dem städti- schen Netz heraus konnte entwickelt werden. Der PoC ist erfolgreich abgeschlossen. Die erforderlichen Programmierleistungen für die beiden Pilot-Museen wurden ange- halten. Die für die beiden Pilotmuseen im II. und III. Quartal 2023 vorgesehene Imple- mentierung der Online Collection-Ausspielungen in das neue Website-System für die Museumsfamilie bzw. die neuen Websites der beiden Museen wurde ebenfalls ge- stoppt. Gleiches gilt für den ursprünglich parallel geplanten Abgleich mit den Strukturen ande- rer Fachanwendungen und Datenbankstrukturen, um eine Einbindung bspw. des Mu- seum Ludwig für die Zukunft zu ermöglichen. Die angefragten Ressourcen des städtischen IT-Dienstleisters für den Aufbau der zent- ralen Infrastruktur wurden ebenfalls nicht weiter geblockt. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/bestand/45 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unter- schiedliche Zielgruppen. Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1764/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Histori- schen Archiv (44). Das Historische Archiv der Stadt Köln vermittelt über die Historische Bildungsarbeit und die erweiterte Öffentlichkeitsarbeit in Form von Ausstellungen, Vortragsreihen, Führungen und Workshops das Thema Archiv und Archivnutzung und die Arbeit mit Historischen Quellen. Damit wird es seinem Selbstverständnis als Bürgerarchiv ge- recht, in dem jede an die Geschichte ihrer Umgebung Fragen stellende Person unver- stellte Antworten aus den Quellen erhält. Zunehmend werden diese Angebote digital aufbereitet und damit dauerhaft und unabhängig von Öffnungszeiten angeboten und mit interaktiven Elementen versehen, wie etwa mittels der BiParcours App des Bil- dungsministeriums NRW. Die Entwicklung von Beiträgen für die BiParcours App zum interaktiven Einstieg von Schulklassen in das Thema Archiv und Archivnutzung ist auch ein Ergebnis der Veränderungswerkstatt Öffentlichkeitsarbeit im Historischen Ar- chiv im Rahmen der Verwaltungsreform von Januar bis März 2021. Für die interaktive Arbeit mit Schulklassen und anderen Gruppen mit den digitalen An- geboten wurde ein Satz von 29 IPad Air nebst Ladewagen bestellt und in der 19. Ka- lenderwoche an den Eifelwall geliefert. Die IPads wurden für Schüler*innenarbeiten an- geschafft und kommen bei Schulklassen und anderen Gruppen zum Einsatz, u.a. zur Nutzung der BiParcoursApp. Im Jahr 2022 wurden die IPads für Vermittlungsarbeiten im Rahmen von Ausstellungs- projekten und für die BiParCoursApp mit dem von 44 entwickelten Angebot zum Ein- stieg in die Archivnutzung eingesetzt. Am 3. März 2022 jährte sich die Kölner Unruhen von 1848 zum 175. Mal, von Köln aus griffen die Ereignisse auf Frankfurt über und führten im weiteren Verlauf zu den revolutionären Ereignissen von 1848. Für eine Ver- anstaltung mit drei Kölner Schulen zu den Ereignissen vom 3.3.1848 kamen IPads in direkter Arbeit mit Schüler*innen zum Einsatz, um in unterschiedlicher Weise Apps zu nutzen und einzusetzen, Es wurde u.a. gemeinsam an Texten aus und über die Revo- lution gearbeitet, Texte zur Revolution gelesen, Aufnahmen der Archivalien erstellt und bearbeitet und mit Textübersetzungs- und Leseprogrammen Quellen des 19. Jahrhun- derts übersetzt und in modernes Deutsch übertragen. Weitere Schüler*innenprojekte in diesem Format sind geplant und der Einsatz der IPads in der Ausstellung zur Kölner Stadtentwicklung vom 19. Jahrhundert bis heute, die am 19.10.2023 eröffnet wird und u.a. mit digitalen Stadtmodellen und VR Anwendungen arbeitet, ist Teil des Ausstel- lungsprogramms 11 https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/ausbau-der-online-sammlun- gen/32 Umbaumaßnahmen des Foyers für das Museum Ludwig Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1812/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Mu- seum Ludwig (4511). Als finalen Schritt der Umbaumaßnahmen des Foyers des Museum Ludwig hat das Museum besonderes Mobiliar planen und anfertigen lassen, das den sozialen und kommunikativen Austausch der Besucher*innen fördert und das Foyer als positiven Aufenthaltsraum, sozialen Treffpunkt und Informationsraum in diesen Funktionen un- terstützt und somit den Bedürfnissen der Museumsbesucher*innen entspricht. Gleich- zeitig sind die mittlerweile installierten Möbel flexibel einsetzbar und können zum Bei- spiel bei Abendveranstaltungen genutzt werden. Das Mobiliar wird vom Publikum sehr positiv aufgenommen und hat sich bislang gut bewährt. Momentan ist man mit den Architekt*innen, die die Möbel entworfen haben, in Kontakt bezüglich kleinerer Nachbesserungen und hinsichtlich der Frage, wie eine gute Pflege gewährleistet werden kann. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/museum-ludwig/79 Besucherstrukturanalyse für den Museumsstandort Köln/Intensivierung von Mar- ketingmaßnahmen Am 24.06.2021 im Rat beschlossen (1900/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Muse- umsdienst Köln (4522). Für die wirkungsvolle Intensivierung von Marketingmaßnahmen für die Museen sowie den gesamten Standort ist eine Kenntnis der Publikumsstruktur unabdingbar. Sie er- möglicht eine nachhaltige Bewirtschaftung der Mittel und eine zielgerichtete Ansprache von Nutzungsgruppen. Grundlage dafür ist eine aktuelle Gesamtanalyse für den Muse- umsbereich, die Besucher*innen und Nichtbesucher*innen sowie einzelne Angebote umfasst und die Hinweise auf die demographische Struktur des Publikums und die so- ziographischen Bedingungen eines/einer Besucher*in erbringt. Diese grundlegende Besucherstrukturanalyse entsteht aus einer Reihe von Einzelbausteinen, die metho- disch und zeitlich in einer Wirkungskette zueinander stehen. Die Museen der Stadt Köln sind seit 2022 mit einem standardisierten Fragebogende- sign Partner und aktives Mitglied des Kultur-Monitoring-Verbundes KulMon (Institut für Kulturelle Teilhabeforschung Berlin). Seit April 2022 findet eine kontinuierliche Besucherstrukturanalyse für den gesamten Museumstandort über einen Zeitraum von einem Jahr statt. Flankierend werden Feed- back-Analysen für die unterschiedlichen museale Bildungs- und Vermittlungsangebote im Auftrag des Museumsdienstes und in Kooperation mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik durchgeführt. Im 1. HJ 2023 erfolgt die Implementierung der Funktion „Audience Finder“ innerhalb des KulMon-Verbunds als Dashboard-Anwendung bei den beteiligten Museen. Dieser wurde mit dem Anbieter Audience Agency (UK) und dem KulMon-Verbund exklusiv für den deutschen Markt adaptiert. Damit werden die Institutionen in die Lage versetzt, aus den kontinuierlich erhobenen Daten Handlungsempfehlungen für den Regelbetrieb in den Museen abzuleiten. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/marketing/43 12 Anpassung Medienetat KMB Am 24.06.2021 im Rat beschlossen (1877/2021) / Die Zuständigkeit liegt bei der Kunst- und Museumsbibliothek (4523). Mit den vom Rat beschlossenen Mitteln aus der Kulturentwicklungsplanung für die Kunst- und Museumsbibliothek (KMB) konnten die Literaturbestände KMB einmalig mit aktueller und älterer Fachliteratur zur Bildenden Kunst, insbesondere Künstlermono- grafien, zu Ausstellungsdokumentationen sowie thematisch mit Publikationen zur Foto- grafie und dem Kunstgewerbe/Design ergänzt werden. Es wurden annähernd 400 Bü- cher und ca. 300 Zeitschriftenhefte erworben. Mit diesen Erwerbungen konnte ein Teil der seit längerem entstandenen Lücken gefüllt und der Bestand mit neuerer Literatur ergänzt werden. Alle Publikationen wurden nach national anerkannten Regelwerken im Bibliothekssystem der Kunst- und Museumsbibliothek katalogisiert. Sie können nun über den Katalog der KMB (www.KuBi-Koeln.de) recherchiert und zur Benutzung in die Lesesäle der KMB bestellt werden. Falls es jemandem nicht möglich sein sollte, in die Lesesäle zu kommen, können über den kostenpflichtigen Dokumentlieferdienst „subito“ Kopien und/oder Scans von Seiten der Publikationen bestellt werden. Durch die Verknüpfung des Katalogs der Kunst- und Museumsbibliothek mit weiteren regionalen, nationalen und internationalen Bibliothekskatalogen und Fachportalen ist das Vorhandensein der neuen Publikationen in der Kunst- und Museumsbibliothek in Köln auch über die folgenden Plattformen dokumentiert: KoelnBib (www.koelnbib.de), HBZ-Verbundkatalog (http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F/), Zeitschriftendatenbank (kurz: ZDB, https://zdb-katalog.de/), Arthistoricum.net (https://www.arthistoricum.net), WorldCat (https://www.worldcat.org), ArtDiscoveryGroup (https://artdiscovery.net ). Die Förderung war sehr hilfreich für die Kunst- und Museumsbibliothek, um einmalig Lücken zu ergänzen und aktuelle Literatur über den sonst zur Verfügung stehenden Medienetat im Bereich der bildenden Kunst für die Öffentlichkeit zu erwerben. Wün- schenswert und sinnvoll wäre eine jährliche Verstetigung der Förderung, um zeitnah die aktuelle, neu erschienene Literatur zu erwerben und der Öffentlichkeit zur Verfü- gung stellen zu können. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/kunst-und-museumsbibliothek/70 STÄDTISCHE INSTITUTIONEN 4. Bibliothek: nachzulesen im KEP S. 157. Umgestaltung der Stadtteilbibliothek Nippes Am 24.06.2021 im Rat beschlossen (1757/2021) / Die Zuständigkeit liegt bei der Stadt- bibliothek (43). Die Stadtteilbibliothek Nippes hat im Rahmen des Projektes „Strategieentwicklung für Stadtteilbibliotheken“ des Landes NRW 2020 das bestehende Stadtteilbibliotheksprofil überprüft, mit Blick auf die Bedarfe des Stadtteils geschärft und eine in die Ge- samtstrategie der Stadtbibliothek integrierte Neuausrichtung vorgenommen. Im Rah- men dieses Prozesses wurde deutlich, dass unter anderem eine Optimierung und nachvollziehbare Zonierung der Räumlichkeiten unabdingbar ist. Die Umgestaltung der Stadtteilbibliothek Nippes bezieht sich konkret auf die Optimie- rung der Funktionsbereiche beider Etagen, das Schaffen von zielgruppenspezifischen Zonen durch Möblierung, akustische Elemente, Licht und Wandgestaltung. Basierend auf einem gestalterischen Gesamtkonzept werden die in der Strategie- und Kulturent- wicklungsplanung gewonnenen Erkenntnisse räumlich und dann auch inhaltlich umge- setzt. Vorbild sind die bereits abgeschlossenen Umgestaltungen der Stadtteilbibliothek in Rodenkirchen, Haus Balchem und Kalk. Dabei sollen räumliche Highlights besonders für Kinder, Jugendliche und junge Fami- lien geschaffen und die Stadtteilbibliothek Nippes zu einem „Dritten Ort“ mit hoher Auf- enthaltsqualität mit niederschwelligen Bildungsangeboten für die Menschen im Veedel umgestaltet werden. Zu Beginn des Jahres 2021 erging der Auftrag zur Umgestaltung der Stadteilbibliothek Nippes an die Architektin Anita Elsner. Neue Möbel und Materialien, Licht und Farben wurden an die Bedürfnisse der Bibliotheksnutzer*innen angepasst. 13 Auch der Eingangsbereich wurde neu gestaltet. Er ist einzigartig und unverwechselbar und macht den Eingang der Stadteilbibliothek von weither sichtbar. Die Kölner Künstle- rin Nadine Magner, deren Wandillustrationen bereits in den Stadtteilbibliotheken Kalk, Rodenkirchen, Ehrenfeld und Porz für Aufmerksamkeit sorgen, wurde mit der Gestal- tung beauftragt. Nun lockt die die Stadtteilbibliothek Nippes mit einem neuen Outfit. Bereits der Ein- gang ist besonders. Die von weitem sichtbaren, bunten und fröhlichen Illustrationen der Kölner Künstlerin Nadine Magner ziehen Besucher*innen magisch an. Ein neuer Anstrich, gemütliche und einladende Sitzmöbel, akustisch abgeschirmte Ar- beitsbereiche mit sehr viel mehr Steckdosen für mobile Endgeräte und eine Optimie- rung der Funktionsbereiche – die Veränderungen im Innenbereich der Stadtteilbiblio- thek sind bereits sichtbar. Noch im Mai 2022 wurden die von der Architektin Anita Elsener entwickelten Möbel geliefert und aufgebaut. Hier wurde bestehendes Mobiliar mit den neu gefertigten Mö- beln kombiniert, Einzelmöbel und Möbelelemente schaffen einen zeitgemäßen und äs- thetischen Raumeindruck. Die Nutzer*innen der Stadtteilbibliothek Nippes konnten die Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek am 10. November 2022 nach etwas mehr als zwei Monaten Schließ- zeit kaum erwarten. In der Schließzeit wurde der Bodenbelag erneuert und die Elektro- installationen abgeschlossen. Mit diesen letzten Arbeiten ist Ende 2022 das neue In- nenraumkonzept abgeschlossen. Am Samstag, den 3 Dezember 2022, wurden dann die frisch renovierten Räumlichkei- ten auch gefeiert: Der Nikolaus brachte für alle Kinder kleine Geschenke mit, jahres- zeitliche Veranstaltungen wie Weihnachtsbasteln, die Kunst des Bücherfaltens und viele andere Überraschungen begeisterten die zahlreichen Besucher*innen. Bei der Umgestaltung der Stadtteilbibliothek Nippes standen die Bedürfnisse von Kin- dern, Jugendlichen und jungen Familien besonders im Vordergrund und das spiegelt sich auch in den Programmangeboten wider. Ob Programmieren und Tüfteln im neu gestalteten Workshop-Bereich, ein Getränk in der Café-Zone oder das gemeinsame Lernen an den zahlreichen Arbeitsplätzen – man möchte am liebsten den ganzen Tag in der Bibliothek verbringen. Die Renovierung und Umgestaltung der Stadtteilbibliothek Nippes wurde im Rahmen des Kulturentwicklungsplans (KEP) gefördert. Die fachtechnische Begleitung des Pro- jektes lag bei der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/sanierung-der-stadtteilbibliothe- ken/117 FREIE SZENE 1. Bildende Kunst: nachzulesen im KEP S. 161. Schaffung zusätzlicher Atelierräume Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1966/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- amt (41). Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahme „Schaffung zusätzlicher Atelierräume“ aus der Kulturentwicklungsplanung durch die Vergabe von zusätzlichen Mietzuschüssen für Kölner Künstler*innen in den Jahren 2021 bis 2023. Dabei steht die Umsetzung 2022 und 2023 unter dem Vorbehalt der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten. Das Kulturamt hat einen Umsetzungsvor- schlag erarbeitet und dem Ausschuss für Kunst und Kultur am 15.06. einen Beschluss- vorschlag vorgelegt (1966/2021). Der Beschluss wurde / wird umgesetzt. Die Mitzuschüsse werden entsprechend in den Jahren 2021 – 2023 umgesetzt. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/atelierraume/13 14 Fortführung der institutionellen Förderung für Internationale Photoszene Köln gUG und Temporary Gallery e.V. Am 14.12.2021 im Rat beschlossen (3693/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- amt (41). Die Internationale Photoszene Köln gUG und die Temporary Gallery e.V. werden durch höhere Betriebskostenzuschüsse (Ratsbeschluss Ende 2021) strukturell ge- stärkt, letztere dezidiert aus den Mitteln für die Kulturentwicklungsplanung. Die Temporary Gallery hat sich zu einem Ausstellungsort und etablierten Zentrum für zeitgenössische Kunst mit einem besonderen kuratorischen Profil zwischen den freien Projekträumen und dem Kölnischen Kunstverein entwickelt. Besonders bemerkens- wert ist der Umfang des Programms, die verstärkt inklusive Arbeit, Internationalität und zugleich stärkere Kooperation mit der Kölner Szene, sei es mit freien Strukturen, städ- tischen Museen oder auch spartenübergreifenden Orten. Auch die Ausstellungsszeno- grafie (Ausstellungsgestaltung), die sehr aufwändig und für fast jede Ausstellung indivi- duell entworfen und umgesetzt wird, macht die Temporary Gallery zu einem bemer- kenswerten Kunstort mit Professionalität und überregionaler Ausstrahlung. Durch den höheren Zuschuss erhält die Temporary Gallery die Möglichkeit, die geplanten Pro- jekte einer Einzelausstellung eines Kölner Künstlers/Kölner Künstlerin sowie das Kura- tor*innen-Residenzprogramm in Kooperation mit dem Kunsthaus KAT 18 umzusetzen. Die Internationale Photoszene Köln wird ebenfalls durch einen erhöhten Betriebskos- tenzuschuss gestärkt. Sie kehrt zu einer biennalen Struktur zurück. Gestärkt werden soll durch eine höhere Förderung die stärkere Fokussierung auf das biennale-Festival- programm (Kernprogramm). Hier soll eine Profilschärfung stattfinden. Mit dem AMA- Kooperationsprojekt ist dies bereits in der Vergangenheit erfolgreich gelungen. Das Teilnehmerfestival soll durch eine Ausschreibung eine künstlerische Schärfung erhal- ten. Zudem soll das Festival der Photoszene auch in den Zwischenjahren sichtbar wer- den, hier ist eine Kooperation mit den Partnerstädten Düsseldorf und Essen geplant, um zu einer starken NRW-Region zusammenzuwachsen. Das Artists meets Archive- Programm mit den städtischen Häusern in Köln wird weiterhin vorhandene Samm- lungsbestände sichtbar machen. Mit dem AMA-Projekt werden die Kölner Fotografie- Archive regelmäßig durch internationale Künstler*innen gesichtet, bearbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. FREIE SZENE 4. Literatur: nachzulesen im KEP S. 165. Erhöhung der Schreibraum-Kapazität und Schaffung einer angemessen dotier- ten Stelle für die Betreuung Am 14.05.2020 im Rat beschlossen (0369/2020) / Die Zuständigkeit liegt beim Kultur- amt (41). Parallel zur Ausarbeitung der Kulturentwicklungsplanung erfolgte 2017 die erfolgreiche Einrichtung des Schreibraums Köln und 2018 die Gründung des Vereins „Literatur- szene Köln“, der die Trägerschaft des Schreibraums vom Literaturhaus Köln übernom- men hat. Beides sind wichtige Meilensteine für die Stärkung der Kölner Literaturszene. Der Schreibraum bietet Schreibenden aus Köln einen attraktiven Co-Working-Space in günstiger Lage und damit die Möglichkeit, ungestört dem Schreiben nachzugehen und zugleich in den Austausch mit anderen Schreibenden zu treten. Nach Hamburg besitzt Köln als zweite Stadt einen solchen Ort der Produktion und Vernetzung von professio- nell Schreibenden. Nach dem erfolgreichen Start 2018 beschloss der Rat 2020 eine höhere Förderung um die Personalaufwendungen für die Organisation des Schreibraums aufzustocken. Der Träger intensivierte die Betreuung des Schreibraums und organisiert seitdem Auftritte und Präsentationen der Schreibraum-Autorinnen und Autoren - innerhalb und außer- halb des Schreibraums. Ebenfalls wurden der Internetauftritt des Schreibraums und so die Sichtbarkeit professionalisiert. 15 https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/schreibraum/15 FREIE SZENE 5. Musik: nachzulesen im KEP S. 166-167. Schaffung zusätzlicher Proberäume für Einzelkünstler und Ensembles (vor allem im Bereich Neue Musik wegen komplexer Aufbauten) Vorrangige Maßnahmen zur Ertüchtigung vorhandener und neuer Räume, im Hinblick auf nutzerspezifi- sche Anforderungen. Die Zuständigkeit liegt beim Kulturamt (41) und dem Kulturraumanagement (VII/5) Die Maßnahmenidee wurde bereits begonnen. Mit Beschluss des Ausschusses Kunst und Kultur wurde gemäß Antrag AN/0421/2018 aus Mitteln des Leitprojektes die insti- tutionelle Förderung des Netzwerks ON – Neue Musik Köln für die Herrichtung von Proberäumen und für Mietkostenzuschüsse für Neue Musik Ensembles erhöht. Weitere Bedarfe könnten durch Mietzuschüsse zu Proberäumen und durch Mitbenut- zung des erweiterten Zamus gedeckt werden. Anfang 2022 wurden für eine Erweite- rung des Zamus mit dem Studio für elektronische Musik die Weichen im Zuge eines Beschlusses (4324/2021 am 25.01.2022 im nichtöffentlichen Teil) über einen stark an- gehobenen Betriebskostenzuschuss gelegt. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Heliosturms und der Rheinlandhallen über die Erweiterung des Zamus um eine Fläche von ca. 1200 qm und die Unterbringung des Studios für elektronische Musik des WDR dauern an. Kulturraummanagement Für die Schaffung zusätzlicher Proberäume erarbeitet die Verwaltung derzeit ein Nut- zungskonzept für eine mehr als 4000 QM große Liegenschaft in Köln-Niehl. Hier sollen durch einen Umbau des ehemaligen Bürogebäudes in privatem Besitz, Atelier- und Proberäume entstehen. Im Haushalt 2022 hat der Rat Mittel zum Umbau bereitgestellt. Der Rat hat die Anmietung der Liegenschaft bereits beschlossen. Umgesetzt werden soll dieses Projekt durch eine neu gegründete städtische Stabsstelle Kulturraumma- nagement. Die Umsetzung des Vorhabens hat begonnen. Die Bezugsfertigkeit des Gebäudes hängt von Erteilung der Nutzungsgenehmigung statt. https://www.kulturentwicklungsplan.koeln/de/projects/proberaume/17 gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1793/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 30.05.2023
- Erstellt
- 24.05.2023 16:51