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3743/2017

AN/1303/2017 "Sommer Köln"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 04.12.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 05.12.2017

Anfrage AN-1303-2017 zu Sommer Köln

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anfrage AN-1303-2017 zu Sommer Köln

1309 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Tv or le =
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat

An die Vorsitzende
des Ausschusses Kunst und Kultur

Frau Dr. Eva Bürgermeister Kunst

Frau Oberbürgermeisterin AR:29. 2047
Henriette Reker

Historisches Rathaus

50667 Köln H4.3

Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 12.09.2017
AN/1303/2017

Anfrage gem. $ 4 der Geschäftsordnung des Rates

Gremium Datum der Sitzung

Ausschuss Kunst und Kultur 12.09.2017

Sommer Köln

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin
sehr geehrte Frau Dr. Bürgermeister,

In diesem Jahr lief der Sommer Köln in einem neuen Finanzierungsrahmen und entspre-
chend neuem Konzept und Trägermodell.

Wir möchten anfragen :

1. Welche Veränderungen und Konsequenzen haben sich aus diesem neuen
Konzept ergeben bezüglich der einzelnen Veranstaltungen und Besucher-
zahlen?

2. Welche Auswirkungen hatte es, dass in diesem Jahr etliche Veranstaltun-
gen nur gegen ein Entgelt besucht werden konnten?

3. Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den diesjährigen Erfahrungen für
eine Weiterentwicklung, bzw. einen Fortbestand des Sommer Köln?

4. Wie sehen die zukünftigen Planungen für Sommer Köln aus (Träger, Fi-
nanzierung, Orte etc.)

Mit freundlichen Grüßen

Niklas Kienitz Jörg Frank
CDU-Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

9475 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41 
 
Vorlagen-Nummer  04.12.2017 
 3743/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 05.12.2017 
 
AN/1303/2017 "Sommer Köln" 
In diesem Jahr lief der Sommer Köln in einem neuen Finanzierungsrahmen und entsprechend neuem 
Konzept und Trägermodell. 
 
 
1. Welche Veränderungen und Konsequenzen haben sich aus diesem neuen Konzeptergeben 
bezüglich der einzelnen Veranstaltungen und Besucherzahlen? 
 
Obgleich sich das Finanzbudget für den „Sommer Köln“ nach dem Ausscheiden der SK Stiftung Kul-
tur aus der Veranstaltergemeinschaft gegenüber den früheren Jahren nahezu halbiert hat, gelang es 
– wie bereits im Vorjahr – die Grundessentials dieser Veranstaltungsreihe auch in 2017 aufrechtzuer-
halten. So konnten sowohl die für den „Sommer Köln“ typischen Theaterformate, bestehend aus in-
ternationalen und nationalen Straßentheaterproduktionen als auch zahlreiche Kindertheaterauffüh-
rungen in der üblichen Quantität und Qualität aufrechterhalten werden. Ergänzt wurden diese eintritts-
freien Angebote, die sich in diesem Jahr vornehmlich auf den Platz vor dem Schokoladenmuseum 
konzentrierten, um die musikalisch ausgerichteten „Kultveranstaltungen“ des „Singenden Biergartens“ 
im Fort X. Auch diese Mitsingkonzerte blieben in 2017 eintrittsfrei, ebenso wie auch die diesjährige 
Eröffnung der „Sommer Köln“-Veranstaltungsreihe mit der Feté de la Musique im Rheinauhafen.  
 
Präsentierte sich damit der „Sommer Köln“ bezüglich dieser eintrittsfreien Programmmodule im öffent-
lichen Raum nicht nur ohne spürbare Einbußen gegenüber den früheren Jahren, so führte die Neu-
konzeptionierung in Form einer verstärkten Integration weiterer Veranstaltungen in 2017 zugleich 
auch zu einem umfangreicheren Spektrum kultureller Programmangebote. Und auch wenn von die-
sen zusätzlichen Veranstaltungsformaten - wie etwa das umfangreiche Programm der SK Stiftung 
Kultur unter der Rubrik „Urlaub in Köln“ - zahlreiche Veranstaltungen mit Eintrittsgeldern belegt wur-
den, so stießen auch diese Angebote weitestgehend auf eine sehr gute Besucherresonanz. Gleiches 
gilt für die erstmals im Sommerkino an der Bay (Rheinauhafen) in Kooperation mit dem Theater im 
Bauturm präsentierten Theateraufführungen sowie für das Festivalprogramm des N.N. Theaters im 
Friedenspark.  
 
Mit diesem Spektrum summierte sich die Zahl der unter dem „Sommer Köln“-Dach kommunizierten 
Programme auf mehr als 100 Einzelveranstaltungen, von denen allerdings der größere Teil dem lang-
jährigen Motto „open-air und eintrittsfrei“ gerecht wurde.  
 
Die Besucherzahlen der o. g. Veranstaltungen blieben im Vergleich zu den Vorjahren und trotz einiger 
wetterbedingter Schwankungen weitestgehend konstant. Dabei bestätigten gerade die von der Stadt 
selbst organisierten Straßentheaterveranstaltungen sowie das Musikprogramm ein weiterhin beste-
hendes großes Publikumsinteresse an diesen Kulturformaten.   
 
Etwas hinter den Erwartungen zurück blieb dagegen die Besucherresonanz bei der aufwändigen 
Straßentheaterinszenierung des international renommierten Ensembles TITANICK.  Während in

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früheren Jahren mit solchen Großproduktionen der „Sommer Köln“ eröffnet wurde, schloss TITANICK 
in diesem Jahr mit drei Aufführungen von „Alice in the run“ vom 21.09. bis zum 23.09. im Spätsommer 
die Veranstaltungsreihe ab. Als Spielort wurde dabei das Heliosgelände in Ehrenfeld gewählt. Doch 
unterschied sich diese Inszenierung nicht nur hinsichtlich des Spielortes von den früheren Großver-
anstaltungen des „Sommer Köln“, sondern es wurde auch erstmals mit einem modifizierten Finanzie-
rungskonzept ein neuer Weg beschritten. Zwar wurde für die kostenaufwändige Produktion ein städti-
scher Zuschuss gewährt, doch fiel dieser mit Blick auf die Gesamtkosten geringer aus als bei frühe-
ren Projekten. Stattdessen wurde von den Theaterverantwortlichen ein erheblicher Eigenanteil der 
Kosten selbst getragen, allerdings unter der Bedingung, für die drei Aufführungen einen moderaten 
Eintrittpreis zu erheben.  
 
Doch so positiv dieses Stück in der medialen Berichterstattung vorab qualifiziert wurde und so sehr es 
bei seinen Aufführungen in anderen Städten auf hohe Besucherzahlen verweisen konnte, so litten die 
drei Open-Air-Theateraufführungen in Köln etwas unter den widrigen Witterungsverhältnissen im zeit-
lichen Umfeld der Veranstaltungspräsentation (vom 21.09. bis zum 23.09.2017). So entsprach die 
zahlungsbereite Besucherzahl mit 2.000 Zuschauern nicht ganz den Erwartungen, die um ein Drittel 
höher lagen. 
 
2. Welche Auswirkungen hatte es, dass in diesem Jahr etliche Veranstaltungen nur gegen ein 
Entgelt besucht werden konnten? 
 
Wie bereits unter Punkt 1 ausgeführt, hat sich der Kern an eintrittsfreien Veranstaltungen gegenüber 
den Vorjahren kaum verändert. So ist 2017 – wie auch schon 2016 - lediglich aus Kosten- und 
Budgetgründen auf eine große und in der Regel publikumsintensive Eröffnungsveranstaltung verzich-
tet worden, die oftmals im Mediapark stattfand. Insofern lässt sich für 2017 kein Besucherschwund 
konstatieren, sondern eher das Gegenteil. Denn so fanden nicht nur die kostenfreien Veranstaltungen 
einen konstant hohen Zuspruch, auch zahlreiche der zusätzlichen eintrittspflichtigen Angebote konn-
ten erfreuliche Besucherzahlen vermelden.  
 
 
3. Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den diesjährigen Erfahrungen für eine Weiterentwick-
lung, bzw. einen Fortbestand des Sommer Köln? 
 
Eine gesicherte Finanzierung vorausgesetzt, bietet die Dachmarke “Sommer Köln” die Möglichkeit, 
das kulturelle Rahmenprogramm in den Sommermonaten trotz eines im Vergleich zu den Vorjahren 
sehr eingeschränkten Budgets mit ausgewählten und zielgruppengerechten Veranstaltungen um eine 
qualitativ anspruchsvolle Programmfacette zu bereichern. 
 
Um dabei das „Sommer Köln“-Projekt zukünftig wieder vornehmlich als ein Festival der „Straßenthea-
terkunst“ zu profilieren, soll - anders als in 2017 - der Veranstaltungszeitraum in 2018 wieder kürzer 
gefasst werden. Und hier liegt der Fokus insbesondere auf der Zeitspanne der Sommerferien (16.07. 
- 28.08.2018). 
 
Soweit möglich, soll bei der geplanten Präsentation hochwertiger Theaterformate versucht werden, 
diese grundsätzlich kostenfrei anzubieten. Allerdings soll die Möglichkeit der Erhebung eines Ein-
trittspreises nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, vor allem dann, wenn sich ein solcher Weg 
als adäquat erweist, um besonderes attraktive, aber zugleich auch kostenaufwändige Programman-
gebote nach Köln zu holen.  
 
Als Träger der Dachmarke “Sommer Köln” soll weiterhin die Stadt Köln, federführend vertreten die 
Stabsstelle Events, fungieren. Die Stabsstelle Events und das Kulturamt kuratieren gemeinsam nicht 
nur die seitens der Stadt in Eigenregie geplanten Veranstaltungen, sondern entscheiden auch über 
die im Rahmen der Dachmarke kommunizierten Veranstaltungsformate (z.B. N.N. Theater im Frie-
denspark, Afrika-Festival auf dem Platz vor dem Schokoladenmuseum). 
 
Zudem werden aufgrund der positiven Erfahrungen in diesem Jahr auch für 2018 Kooperationen im 
Hinblick auf einzelne Veranstaltungsformate angestrebt, u. a. mit der SK Stiftung Kultur, mit dem 
Sommerkino u.a.

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4. Wie sehen die zukünftigen Planungen für Sommer Köln aus (Träger, Finanzierung, Orte) etc. 
 
Aufgrund derzeit bereits vorliegender Unterstützungszusagen seitens der Kooperationspartner und 
Sponsoren ist beabsichtigt, auch in 2018 die Grundformate an Theateraufführungen und Musikpro-
grammen unter dem Dach des „Sommer Köln“ anzubieten. Da die absehbaren Mittel aller Voraussicht 
nach dem Budget des Vorjahres entsprechen werden, dürfte sich an der Quantität und Qualität der 
Programmmodule wenig ändern.  
 
Aufgrund der auch für 2018 vorgesehenen Kooperation mit der Imhoff Stiftung wird der Platz vor dem 
Schokoladenmuseum erneut als einer der zentralen Veranstaltungsorte des “Kölner Sommertheaters“ 
fungieren. Dieses gilt für die Präsentation ausgewählter Straßentheater-inszenierungen ebenso wie 
hinsichtlich der Kindertheatervorstellungen. Ob überdies auch in weiteren Stadtbezirken Kinderthea-
terstücke präsentiert werden, hängt von der Kooperations- und Unterstützungsbereitschaft der zu-
ständigen Bezirksämter ab.  
 
Ferner ist beabsichtigt, den bereits in 2016 erfolgreich bespielten Eisenmarkt erneut zu einer Bühne 
für Straßentheaterkunst werden zu lassen.  
 
Hinsichtlich des „Singenden Biergartens“ wird der bisherige Veranstaltungsort, das Fort X, seitens der 
Veranstalter favorisiert. Sollte dieser jedoch aufgrund möglicherweise geplanter Sanierungsarbeiten 
nicht genutzt werden können, wird für dieses sehr erfolgreiche Programmformat ein Alternativstandort 
gesucht.  
 
Inwiefern weitere Veranstaltungsorte bespielt werden können, hängt von den für „Sommer Köln“ 2018 
zur Verfügung stehenden Mittel ab. Zudem entscheidet sich dieses auch im Zusammenhang mit den 
Programmvorstellungen der weiteren Kooperationspartner, etwa mit Blick auf das erneut geplante 
Programmformat „Urlaub in Köln“ der SK Stiftung Kultur, der Fête de la Musique oder etwa dem 
N.N.Theater. Unter Berücksichtigung dieser weiteren Programmangebote wird auch in 2018 davon 
auszugehen sein, dass es wieder zahlreiche und räumlich sehr verteilte Bühnen- und Spielorte im 
Rahmen des „Sommer Köln“ geben wird.  
 
 
 
 
Gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

05.12.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Im Mediapark
  • Eisenmarkt

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Details

Aktenzeichen
3743/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
04.12.2017
Erstellt
29.11.2017 10:08