V/0345/2007
Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren - Umsetzung der 2. Projektphase
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Anlage 2 - Anzahl der o bis 6-jährigen
2020 Zeichen
Kopie von Anlage_ 2.XLS statistischer Bezirk ins- gesamt 0-5 J. Rang statistischer Bezirk insgesamt 0-5 J. Anlage 2 51 Gievenbeck 17 133 1 323 1 95-97 Hiltrup 1 265 95-97 Hiltrup 25 174 1 273 2 51 Gievenbeck 1 040 62, 63 Kinderhaus 15 487 921 3 62, 63 Kinderhaus 767 61 Coerde 9 843 762 4 61 Coerde 623 81, 82 Gremmendf. 10 886 636 5 81, 82 Gremmendf. 587 57 Roxel 7 811 498 6 87 Wolbeck 562 71 Mauritz - Ost 9 659 486 7 57 Roxel 493 27 Kreuz 10 853 483 8 86 Angelmodde 450 87 Wolbeck 8 553 445 9 54 Mecklenbeck 449 86 Angelmodde 7 480 433 10 71 Mauritz - Ost 447 54 Mecklenbeck 8 990 422 11 46 Rumphorst 421 46 Rumphorst 7 769 420 12 47 Uppenberg 371 45 Mauritz - Mitte 9 399 419 13 91 Berg Fidel 364 98 Amelsbüren 5 575 409 14 77 Handorf 362 32 Geist 8 325 394 15 27 Kreuz 347 47 Uppenberg 6 884 389 16 58 Nienberge 334 77 Handorf 7 145 368 17 32 Geist 316 91 Berg Fidel 5 617 365 18 56 Albachten 314 56 Albachten 5 243 356 19 45 Mauritz - Mitte 298 58 Nienberge 6 264 305 20 98 Amelsbüren 293 34 Düesberg 6 450 300 21 34 Düesberg 287 33 Schützenhof 6 458 289 22 52 Sentrup 240 26 Schlachthof 4 538 272 23 31 Aaseestadt 239 52 Sentrup 5 449 252 24 11-15 Altstadt 204 22 Josef 7 252 224 25 22 Josef 191 31 Aaseestadt 5 166 214 26 76 Gelmer - Dyckburg 178 25 Mauritz - West 5 283 208 27 68 Sprakel 176 24 Hansaplatz 5 901 203 28 33 Schützenhof 170 44 Herz - Jesu 4 872 195 29 24 Hansaplatz 154 11-15 Altstadt 7 441 180 30 26 Schlachthof 140 76 Gelmer - Dyckburg 3 371 177 31 44 Herz - Jesu 140 68 Sprakel 2 818 162 32 25 Mauritz - West 134 28 Neutor 3 159 107 33 21 Pluggendorf 103 21 Pluggendorf 3 479 91 34 28 Neutor 94 29 Schloss 1 736 79 35 29 Schloss 59 23 Bahnhof 898 21 36 23 Bahnhof 26 43 Hafen 859 17 37 43 Hafen 23 Stadt Münster 269 220 14 098 Stadt Münster 12 597 Stand: 31.12.2006 Bevölkerungsentwicklungsprognose 2 015 Stadt Münster / Amt 61 Informationsmanagement und Statistikdienststelle
Anlage3_Standorte Familienzentren 2007/2008
645 Zeichen
F F F F F F F F F F F F F F AWO Stadtteilbüro Coerde AWO Spielstube Coerde Kath. KITA St. Michael III KITA Lichtblick Städt. KITA Hiltrup-West Ev. Andreas-Kindergarten Kath. Kindergarten St. Bernhard Kath. KITA St. Michael II KITA Katharinenstraße Städt. KITA Killingstraße Kath. Kindergarten Maria Aparecida Tageseinrichtung Heilig Geist AWO KITA Nerzweg Fideles Kinderhaus St. Maximilian Kolbe Janusz-Korczak-Haus Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup 10.05.2007 M.1:100.000 Stand: Stadt Münster, bestehende Standorte neue Standorte Familienzentren Standorte zum Kindergartenjahr 2007/2008 Standorte zum Kindergartenjahr 2007/2008 Familienzentren
Anlage 1 - Inhaltliche Anforderungen
1708 Zeichen
Anlage 1 Übersicht über die inhaltlichen Anforderungen für Familienzentren 1. Beratung und Unterstützung von Kindern und Famil ien (z.B. verfügt über ein Konzept, welches sicherstellt, dass bei Bedarf die Vermittlung von Familien zur Erziehungs-/ Familienberatung erfolgt und der Beratungsprozess begleitet wird). 2. Familienbildung und Erziehungspartnerschaft (z.B. vermittelt den Zugang zu Angeboten der Eltern- und Familienbildung in der Umge- bung). 3. Kindertagespflege (z.B. organisiert die Vermittlung von Kindertagespflegepersonen in Kooperation mit einem Partner bspw. örtliche Kindertagespflegebörse). 4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. verfügt über Kenntnisse der Bedarfslage von Eltern, indem es bei der Anmeldung den zeitlichen Betreuungsbedarf von Eltern so abfragt, dass auch Bedarfe erfasst werden, die über die Öffnungszeiten der Einrichtungen hinausgehen). 5. Sozialraumbezug (z.B. verfügt über Kenntnisse der sozialen Lage in seinem Umfeld) 6. Kooperation und Organisation (z.B. verfügt über ein aktuelles Verzeichnis der Kooperationspartner, in der Anschriften, zentrale Ansprechpartner, Aufgaben und Leistungen der Kooperationspartner angegeben sind). 7. Kommunikation (z.B. verfügt über einen aktuellen Flyer / Broschüre / Infoblatt mit Darstellung seines Ange- bots) 8. Leistungsentwicklung und Selbstevaluation (z.B. verfügt über eine schriftliche Konzeption, die eine Darstellung über die Entwicklung zum Familienzentrum und über seine Angebote enthält). (Auszug aus dem Schreiben des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 5.02.2007)
Beschlussvorlage
17927 Zeichen
V/0345/2007
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren - Umsetzung der 2.
Projektphase zum Kindergartenjahr 2007/2008
Beratungsfolge
12.06.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Ausschuss stimmt zu, dass zum Kindergartenjahr 2007/2008 vorbehaltlich der Landes-
förderung weitere 9 Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren ausgebaut werden.
2. Er stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu, von den insgesamt 15 eingegangenen Bewer-
bungen, folgende 9 Kindertageseinrichtungen zum Kindergartenjahr 2007/2008 auszuwählen:
I. Bezirk Mitte: 1. Tageseinrichtung Heilig Geist (Kath. Kirchengemeinde
Heilig Geist), Geistviertel
II. Bezirk West: 2. Verbund Kita St. Michael II und (Kath. Kirchengemeinde
St. Michael III St. Michael), Gievenbeck
3. Kita Lichtblick (Ev. Jugendhilfe Münster-
land), Gievenbeck
4. Kita Maria Aparecida (Kath. Kirchengemeinde
St. Anna), Mecklenbeck
III. Bezirk Nord: 5. Kita Killingstraße (Stadt Münster),
Kinderhaus-West
6. Andreas-Kindergarten (Ev. Andreas-Kirchen-
gemeinde), Coerde
7. Verbund Kita Nerzweg, Spielstube (AWO Unterbezirk Münster-
Coerde und Stadtteilbüro Coerde Steinfurt), Coerde
IV. Bezirk Südost: 8. Kita St. Bernhard (Kath. Kirchengemeinde
St. Bernhard), Angelmodde
V. Bezirk Hiltrup: 9. Fideles Kinderhaus St. Maximilian (Kath. Kirchengemeinde
Kolbe St. Gottfried), Berg Fidel
Vorlagen-Nr.:
V/0345/2007
Auskunft erteilt:
Frau Kratz-Trutti
Frau Herdes
Ruf:
492 51 30
492 58 08
E-Mail:
KratzTrutti@stadt-muenster.de
Datum:
24.05.2007
Öffentliche Beschlussvorlage
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3. Der Ausschuss nimmt zur Kenntnis, dass die Bewerbungen des Trägerverbundes in Handorf
(Bezirk Ost) mit der ev. Kita Kinderbrücke, der kath. Kita St. Petronilla und der städt. Kita Am
Juffernbach, des CVJM Münster in Roxel (Bezirk West) mit dem Anne-Jakobi-Haus und die
Bewerbung der Kita der kath. Kirchengemeinde St. Norbert in Coerde (Bezirk Nord) für das
Auswahlverfahren zum Kindergartenjahr 2008/2009 vorgeschlagen werden. Hierzu ergeht ein
gesonderter Beschluss.
4. Der Ausschuss nimmt darüber hinaus zur Kenntnis, dass in Münster in jährlichen Ausbau-
stufen bis zum Jahr 2012 insgesamt 41 Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren ausge-
baut werden.
II. Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass vorbehaltlich der Landesförderung (12.000 € jährlich pro
Familienzentrum) keine Kosten und Folgekosten für den kommunalen Haushalt entstehen.
Begründung:
1. Ausgangslage
Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, weitere Tageseinrichtungen für Kinder zu Fa-
milienzentren auszubauen. Mit diesem Ausbau soll erreicht werden, dass Kinder und Eltern
durch eine intensivere Bündelung der kinder- und familienorientierten Leistungen vor Ort ins-
gesamt mehr Unterstützung und Hilfen bei der Bewältigung der an sie gestellten Anforderun-
gen erhalten.
Durch die Entwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren soll erreicht werden,
dass Risiken und Problemlagen für das Aufwachsen von Kindern frühzeitig erkannt bzw. ver-
mieden werden, indem die erforderlichen Hilfen umfassend, zielgenau und unmittelbar den El-
tern zukommt. Die Kindertageseinrichtung soll über ihren bisherigen Auftrag hinaus (Erzie-
hung, Bildung und Betreuung) als Ort der Familienförderung wirken und zu einer Qualitätsstei-
gerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen. Zu den zentralen Angeboten
zählen die Weiterentwicklung der Betreuung (Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern),
Bildung (Frühkindliche Bildung, Sprachförderung und Familienbildung) und Beratung (Eltern
bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgabe stärken). Die bestehenden Ressourcen und
Angebote zur Förderung von Kindern und zur Unterstützung von Familien vor Ort (z. B. Famili-
enbildung, Familienberatung, Tagespflege) sollen gebündelt und stärker aufeinander abge-
stimmt werden. So soll sich die Kindertageseinrichtung zum Knotenpunkt eines Netzwerkes
entwickeln, das Familien umfassend begleitet, berät und unterstützt.
2. Stand der Entwicklungen des Pilotprojektes „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen
zu Familienzentren“
2.1 Erste Projektphase
(bereits umgesetzte Pilotphase):
In einer ersten Pilotphase vom 31.03.2006 bis 31.03.2007 sollte in jedem Jugendamtsbezirk
mindestens eine Kindertageseinrichtung zu einem Familienzentrum weiter entwickelt werden.
Insgesamt wurden im Mai 2006 insgesamt 251 Piloteinrichtungen vom Land NRW ausgewählt.
In Münster wurden vo
m Land NRW die drei folgenden Kindertageseinrichtungen als „Familien-
zentren“ für die Pilotphase definiert:
Bezirk Mitte: Kindertageseinrichtung Katharinenstraße
(Sozialdienst katholischer Frauen), Hansaplatz
- 3 -
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Bezirk Südost: Janusz-Korczak-Haus
(Christlicher Verein junger Menschen), Gremmendorf
Bezirk Hiltrup: Kindertageseinrichtung Hiltrup-West
(Stadt Münster), Hiltrup-West
Die drei Piloteinrichtungen in Münster decken un terschiedliche Sozialräume in drei verschiede-
nen Bezirken (Gremmendorf, Hiltrup-West und Hansaplatz) ab und sind von einer Vielfalt und
Ausgewogenheit von Konzepten und Trägern geprägt.
Unterstützt werden die ausgewählten Pilotprojekte durch intensive Beratung, Fortbildung und
Evaluation durch das Institut für Soziale Arbeit in Münster. Der Umsetzungsstand aller am Pi-
lotprojekt beteiligten Kindertageseinrichtungen wird zum Ende der Pilotphase durch ein Güte-
siegelzertifizierungsverfahren überprüft. Mit der Vergabe des Gütesiegels soll dokumentiert
werden, dass die jeweilige Tageseinrichtung di e Aufgaben eines Familienzentrums erfüllt und
dabei bestimmte fachliche Standards einhält. Mit Erhalt des Gütesiegels sollen die Kinderta-
geseinrichtungen/Familienzentren einen zusätzlichen Landeszuschuss in Höhe von 12.000 €
jährlich erhalten. Am Ende der Pilotphase werden darüber hinaus 25 Einrichtungen, die beson-
ders kreative, spannende und ungewöhnliche Entwicklungen durchlaufen haben, mit dem
"Innovationspreis Familienzentrum NRW 2007" ausgezeichnet.
2.2 Z
weite Projektphase
(Auswahl weiterer Familienzentren zum Kindergartenjahr 2007/2008):
Mit Abschluss der ersten Pilotphase wurde zeitgleich landesweit mit der flächendeckenden
Einführung von Familienzentren begonnen. Bis zum Jahr 2012 sollen sich in Nordrhein-
Westfalen insgesamt 3000 Tageseinrichtungen für Kinder zu Familienzentren weiter
entwickeln.
Für die Stadt Münster ist auf der Basis der Anzahl der Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren ein
Schlüssel von insgesamt neun weiteren Familienzentren in 2007 vorgesehen. In weiteren
jährlichen Ausbaustufen sollen in Münster bis 2012 insgesamt 41 Tageseinrichtungen
für
Kinder zu Familienzentren ausgebaut werden. Im Gegensatz zu der ersten Projektphase wurde
die Verantwortung für die Festlegung der Standorte für die zweite Projektphase dem
öffentlichen Jugendhilfeträger übertragen. Die Auswahl muss bis Ende Juni 2007 erfolgt sein.
Ab dem 1. August 2007 erhalten die ausgewählten Einrichtungen pro Jahr zusätzlich 12.000 €
als Entwicklungsförderung und werden zur Zertifizierung des Gütesiegels zugelassen. Die
Zertifizierung hat innerhalb eines Jahres zu erfolgen.
Im Auswahlverfahren wurden dabei von der Kommune die vom Land vorgegebenen Kriterien
berücksichtigt:
Inhaltliche Anforderungen für Familienzentren (Anlage 1)
Angemessene regionale Verteilung
Sicherstellung der Trägervielfalt
Insgesamt haben sich 15 Kindertageseinrichtungen in Münster für die Weiterentwicklung zum
Familienzentrum für das Kindergartenjahr 2007/2008 beworben. Bis zum 29.06.2007 muss
dem zuständigen Ministerium mitgeteilt werden, welche Einrichtungen für die zweite
Ausbaustufe ab dem kommenden Kindergartenjahr ausgewählt wurden.
Für die Stadt Münster ist vorgesehen, dass von 2008 bis 2012 in jährlichen Ausbaustufen
neben den dann bestehenden 12 Familienzentren weitere 29 Kindertageseinrichtungen an der
Weiterentwicklung zu Familienzentren partizipieren, so dass sich nach Abschluss dieser
Entwicklung stadtweit insgesamt 41 Familienzentren ausgebildet haben.
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Auswahlverfahren:
Insgesamt haben sich in Münster stadtweit 15 Kindertageseinrichtungen für die Weiterentwick-
lung zum Familienzentrum für das Kindergartenjahr 2007/2008 beworben. Die regionale Vertei-
lung der Bewerbungen stellt sich wie folgt dar:
Eingegangene Bewerbungen:
Bezirk Summe der
Bewerbungen im
Bezirk
Stadtteil Bewerbung
Kindertageseinrichtung
Träger
Geist Kita Heilig Geist Kath. KG Hl. Geist Mitte
2
Schützenh
of Kita Brüder-Grimm AWO Unterbezirk
Münster-Steinfurt
Kita Lichtblick
Ev. Jugendhilfe
Münsterland
Verbund St. Michael II
und St. Michael III
Kath. KG
St. Michael
Gievenbeck
Waldorfkindergarten
Münster e.V.
Waldorfkindergar-
ten Münster e.V.
Mecklenbeck Kita Maria Aparecida Kath. KG St. Anna
West 5
Roxel Anne-Jakobi-Haus Christlicher Verein
junger Menschen
(CVJM) Münster
Kita Nerzweg im Verbund
mit Spielstube Coerde
und Stadtteilbüro Coerde
Trägerverbund
AWO Unterbezirk
Münster-Steinfurt
Andreas-Kindergarten Ev. Andreas-KG
Coerde
Kita St. Norbert Kath. KG.
St. Norbert
Kinderhaus Kita Killingstraße Stadt Münster
Nord 5
Sprakel Kita Bergmannshof Kindergruppe auf
dem Land e.V.
Ost 1 Handorf Ev. Kita Kinderbrücke,
Kath. Kita St. Petronilla
Städt. Kita Am Juffern-
bach
Trägerverbund
Südost 1 Angelmodde Kita St. Bernhard Kath. KG
St. Bernhard
Hiltrup 1 Berg Fidel Fideles Kinderhaus
St. Maximilian Kolbe
Kath. KG
St. Gottfried
Münster
gesamt
15 Kitas
Nach den Vorgaben des zuständigen Ministeriums vom 05.02.2007 werden in Münster zum
Kindergartenjahr 2007/2008 maximal 12 Kindertageseinrichtungen als Familienzentren geför-
dert. Zu diesem Kontingent zählen bereits die drei Pilotprojekte aus der ersten Pilotphase, so
dass weitere 9 Kindertageseinrichtungen ausgewählt werden können.
Zusätzlich zu den oben genannten Auswahlkriterien (inhaltliche Anforderungen für Familien-
zentren, angemessene regionale Verteilung, Sicherstellung der Trägervielfalt) wurde die aktu-
elle und prognostizierte Anzahl der 0- bis 6-Jährigen auf Stadtteilebene als Auswahlkriterium
(Anlage 2) berücksichtigt.
Nach Auswertung der vorliegenden Bewerbungen unter Berücksichtigung der genannten
Auswahlkriterien schlägt die Verwaltung vor, folgende 9 Kindertageseinrichtungen für die Wei-
terentwicklung zum Familienzentrum zum Kindergartenjahr 2007/2008 auszuwählen:
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V/0345/2007
Auswahl der eingegangenen Bewerbungen:
Bezirk Summe der aus-
gewählten Be-
werbungen im
Bezirk
Stadtteil Ausgewählte
Kindertageseinrichtung
Träger
Mitte 1 Geist Kita Heilig Geist
Kath. KG Hl. Geist
Kita Lichtblick
Ev. Jugendhilfe
Münsterland
Gievenbeck
Verbund St. Michael II
und St. Michael III
Kath. KG
St. Michael
West 3
Mecklenbeck Kita Maria Aparecida Kath. KG St. Anna
Kita Nerzweg im Verbund
mit: Spielstube Coerde
und Stadtteilbüro Coerde
AWO Unterbezirk
Münster-Steinfurt
Coerde
Andreas-Kindergarten Ev. Andreas-KG
Nord 3
Kinderhaus Kita Killingstraße Stadt Münster
Ost -
Südost 1 Angelmodde Kita St. Bernhard Kath. KG
St. Bernhard
Hiltrup 1 Berg Fidel Fideles Kinderhaus
St. Maximilian Kolbe
Kath. KG
St. Gottfried
Münster
gesamt
9 Kitas
Unter Berücksichtigung der Verteilung der drei bereits bestehenden Familienzentren in den
Stadtbezirken Mitte, Hiltrup und Südost verteilen sich die ausgewählten Kindertageseinrich-
tungen gut auf die verschiedenen Bezirke bzw. Stadtteile (vgl. Anlage 3) und sind von einer
Trägervielfalt gekennzeichnet. Zudem wurden von diesen Kindertageseinrichtungen tragfähige
und differenzierte Konzepte vorgelegt, die den inhaltlichen Vorgaben des Landes und den so-
zialräumlichen Besonderheiten entsprechen. Die Mitwirkung und Unterstützung der jeweiligen
Träger wurde von allen Kindertageseinrichtungen dargelegt.
Zudem hat die Verwaltung bei der Auswahl der Einrichtungen die Anzahl der Kinder im Alter
von 0 bis 6 Jahren als ein wichtiges Kriterium herangezogen, um vordringlich möglichst viele
junge Familien in dieser wichtigen Lebensphase frühzeitig mit intensiven Unterstützungsange-
boten in ihrem Lebens- und Erziehungsalltag vor Ort zu erreichen und ihre Kompetenzen zu
stärken. In diesem Zusammenhang wurden die Bewerbungen aus den Stadtteilen Gievenbeck
und Coerde mit jeweils zwei ausgewählten Kita s besonders berücksichtigt. Die Anzahl der
Bewerbungen aus diesen Stadtteilen zeigt auf, dass auch die Fachleute vor Ort die entspre-
chende Notwendigkeit sehen.
Darüber hinaus empfiehlt die Verwaltung, dass die Bewerbungen des Trägerverbundes im
Bezirk Ost in Handorf (ev. Kita Kinderbrücke, kath. Kita St. Petronilla, städt. Kita Am Juffern-
bach), die des CVJM Münster mit dem Anne-Jakobi-Haus in Roxel und die der kath. Kirchen-
gemeinde St. Norbert in Coerde mit der Kita St. Norbert für das kommende Auswahlverfahren
zum Kindergartenjahr 2008/2009 zur Auswahl vorgeschlagen werden.
Die demografischen Entwicklungen der Anzahl der 0- bis 6-Jährigen sowie die Bedarfe junger
Familie an wohnortnahen Unterstützungsangeboten erfordern in diesen Stadtteilen den Aus-
bau weiterer Familienzentren. Die Bewerbungen wurden aktuell lediglich mit Rücksicht auf die
gebotene Trägervielfalt (vgl. bereits bestehendes Familienzentrum des CVJM Münster in
Gremmendorf und mit der 2. Ausbaustufe bereits sechs vorgeschlagene Einrichtungen der
kath. Kirchengemeinden) sowie die noch nicht abgeschlossene konzeptionelle Weiterentwick-
lung des Trägerverbundes in Handorf zurückgestellt.
Insgesamt drei Kindertageseinrichtungen konnten in diesem Auswahlverfahren nicht berück-
sichtigt werden, da die Bewerbungen bestimmte Kriterien nicht hinreichend erfüllen. Davon
weist eine Kindertageseinrichtung durch eine wohnbereichsübergreifende Belegung einen ge-
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V/0345/2007
ringen Sozialraumbezug auf und kann hierdurch bedi ngt sowohl die Vermittlung als auch Be-
gleitung von wohnortnahen Hilfen im Stadtteil nicht ausreichend gewährleisten. Eine weitere
Kindertageseinrichtung kann aktuell ebenfalls den wohnortnahen Sozialraumbezug noch nicht
gewährleisten und liegt in einem Stadtteil, der eine deutlich unterdurchschnittliche Anzahl von
jungen Familien aufweist. Die dritte Kindertageseinrichtung weist keinen vordringlichen Bedarf
auf, da die Anzahl der jungen Familien bzw. der Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren hier ent-
sprechend unterrepräsentiert ist.
Für die weiteren Ausbaustufen in den kommenden Jahren wäre es wünschenswert, wenn zu-
dem die Kitas in den Stadtteilen, die einen – auch zukünftig – überdurchschnittlichen Anteil an
jungen Familien haben werden (wie z. B. Hiltrup-Mitte, Mauritz-Ost, Wolbeck, Kreuzviertel,
Rumphorst, Uppenberg, Kreuzviertel, Albachten), die Chancen zur Weiterentwicklung nutzen
würden.
3. Ausblick
Durch den Beschluss des örtlichen Jugendhilfeausschusses werden geeignete Einrichtungen
für die Weiterentwicklung zu Familienzentren für das Kindergartenjahr 2007/2008 ausgewählt
und dem Land benannt. Diese Einrichtungen erhalten die Förderung in Höhe von jährlich
12.000 € und werden zugleich zur Zertifizierung des Gütesiegels zugelassen. Die Zertifizie-
rung muss dann binnen eines Jahres erfolgen. Gelingt sie nicht beim ersten Durchgang, erhal-
ten die Einrichtungen ein zweites gefördertes En twicklungsjahr. Bei weiterem negativem Aus-
gang läuft die Förderung aus.
Genauere Ausführungen zum Zertifizierungsverfahren liegen zurzeit noch nicht vor. Den Stel-
lungnahmen der Verbände zum neuen Kinderbildungsgesetz NRW ist eine eher kritische Hal-
tung zum Thema Gütesiegelzertifizierung zu entnehmen. Der Deutsche Städtetag hat in seiner
Stellungnahme vom 24.04.2007 die Begrifflichkeit des Gütesiegels deutlich abgelehnt.
In jährlichen Ausbaustufen sollen in Münster bis zum Jahr 2012 insgesamt 41 Kindertagesein-
richtungen zu Familienzentren ausgebaut werden. Genauer Informationen/Vorgaben zum wei-
teren Ausbauverfahren liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor. Es ist aller-
dings davon auszugehen, dass auch in den Folgejahren bis einschließlich 2011 jährlich min-
destens 7 Kindertageseinrichtungen zur Weiterentwicklung ausgewählt werden können. Die
Verwaltung wird den politischen Gremien jähr lich entsprechende Beschlussvorschläge vorle-
gen und über die Entwicklungen berichten.
Eine breite Institutionalisierung der „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Fami-
lienzentren“ ist grundsätzlich zu begrüßen und im Sinne einer frühen Präventions- und Förde-
rungsstrategie für die Familie als pädagogisch wertvoll einzustufen. Als Familienzentrum neh-
men Kindertageseinrichtungen gemeinsam mit ihr en Partnern frühzeitig das System Familien
in den Blick. Sie richten ihre Angebote wohnbereichsnah an den Bedarfen von Familien aus,
bieten in der Verknüpfung unterschiedlicher Kompetenzen niedrigschwellige Hilfen, unterstüt-
zen und beraten Familien bei Alltagsproblemen, verbessern die Vereinbarkeit von Familien
und Beruf und vieles anderes mehr. Je früher Familien erreicht werden, umso größer ist die
Chance, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in der Familie zu stärken, riskante
Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen und diesen zu begegnen sowie frühkindliche Bil-
dungsprozesse zu fördern.
I. V
gez.
Dr. Hanke
Beigeordnete
Anlagen:
1. Übersicht über die inhaltlichen Anforderungen für Familienzentren
2. Anzahl der 0- bis 6-Jährigen in den statistischen Bezirken
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V/0345/2007
3. Standorte der Familienzentren zum Kindergartenjahr 2007/2008
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Katharinenstraße
- Killingstraße
- Hansaplatz 5
- Nerzweg
- Am Juffernbach
- Kinderhaus 15
- Pluggendorf 103
- Düesberg 6
- Neutor 3
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0345/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 03.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37