V/0538/2008
Park Sentmaring
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Beschlussvorlage
20073 Zeichen
V/0538/2008
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Betrifft
Park Sentmaring
1) Entwicklungskonzeption
2) Planungs- und Baubeschluss für den 1. Bauabschnitt
Beratungsfolge
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Dem Konzept des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz für die Entwicklung des Par-
kes Sentmaring wird gemäß Plan Nr. G 126.11 zugestimmt.
2. Der Planung und Bauausführung des 1. Bauabschnittes des Parkes Sentmaring durch das
Amt für Grünflächen und Umweltschutz wird gemäß Plan Nr. G 126.12 zugestimmt.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Realisierung weiterer Bauabschnitte eine Finanzie-
rung aufzubauen und die Planung für diese Abschnitte zu betreiben.
II. Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Realisierung des 1. Bauabschnittes Kosten in Höhe
von 210.000,- € entstehen. Die jährlichen Folgekosten zur Unterhaltung des 1. Bauabschnittes
betragen zur Zeit ca. 9.000,- €. Für die Pflege des nicht hergerichteten, aber dennoch zugängli-
chen historischen Parkbereiches betragen die Pflegekosten ca. 22.000,- €/Jahr.
Vorlagen-Nr.:
V/0538/2008
Auskunft erteilt:
Herr Determann
Ruf:
492 67 40
E-Mail:
Determann@stadt-muenster.de
Datum:
24.07.2008
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0538/2008
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Teilfinanzplan – Auszahlungen
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen
Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlungen für Baumaß-
nahmen
Investitionsmaßnahme 4680 Wiederherstellung Park Sent-
maring
2008 210.000
Insgesamt: 210.000
Teilfinanzplan – Einzahlungen
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen
Teilfinanzplan (Zeile) 01 Einzahlungen aus Zuwendun-
gen für Investitionsmaßnahmen
Investitionsmaßnahme 4680 Wiederherstellung Park Sent-
maring
2008 210.000
Teilergebnisplan – Aufwendungen
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen
Teilergebnisplan (Zei-
le)
14 Bilanzielle Abschreibungen
2009 ff 10.500
Teilergebnisplan – Erträge
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen
Teilfinanzplan (Zeile) Zuwendungen und allg. Umla-
gen
2009 ff 10.500 Auflösung Sonder-
posten
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V/0538/2008
Begründung:
Einführung
Mit der Ratsvorlage V/0060/2008 vom 12.03.2008 wurde beschlossen, die Mittel der Aktion Bür-
gerspenden für die Wiederherstellung der Promenade im Bereich des Hindenburgplatzes sowie die
Spende eines benachbarten Finanzdienstleisters für die Öffnung und Herrichtung des Parks Sent-
maring für die Öffentlichkeit zu verwenden. Die Verwaltung wurde beauftragt, für die Wiederher-
stellung des Parks eine Gesamtkonzeption zu entwickeln, um daraus Vorschläge für einen 1. Bau-
abschnitt sowie für die weitere Entwicklung, ggf. in Abschnitten, abzuleiten. Eine Gesamtfinanzie-
rung wurde damit allerdings nicht gewährleistet. Daher muss die Herstellung des Parks in mehre-
ren Bauabschnitten erfolgen.
Der Park Sentmaring ist eine Parkanlage mit einer Gesamtfläche von ca. 5,6 ha. Auf Grund seiner
Geschichte als Bestandteil eines Klosters waren wesentliche Bereiche lange Zeit nicht öffentlich
zugänglich. Lediglich die ausgedehnte Rasenfläche mit Ballspielfeld konnte genutzt werden. Erst in
jüngster Zeit ergab sich durch Aufgabe des Klosters die Möglichkeit, den bedeutsamen nördlichen
Gartenteil der Anlage öffentlich zugänglich zu machen.
Derzeit gibt es nur einen offiziellen Zugang in den Park. Ein Betreten ist im Übrigen nur über
Trampelpfade möglich. Die IHK hat sich mit der Bitte an die Stadt gewandt, die benachbarte Ein-
gangs- und Wegesituation in einen ansprechenden Zustand zu versetzen.
Durch den Orkan Kyrill am 18.1.2007 wurden schließlich umfangreiche Schäden verursacht, die
den gestalterischen Wert verändert und den Nutzwert der Anlage deutlich beeinträchtigt haben.
Gleichzeitig bieten die Schäden die Chance, den Park in diesem Bereich einer behutsamen Neu-
gestaltung zu unterziehen, da nun wieder mehr Licht und Sonne in die Anlage kommt.
Der derzeitige Zustand ist insgesamt nur als Übergangslösung zu betrachten, da sämtliche Aus-
stattungsmerkmale fehlen, die einen öffentlichen Raum auszeichnen. Der Park bietet kaum mehr
die Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung mit einer technisch und fachlich sinnvollen Pfle-
ge und Unterhaltung der Anlage.
Aus der bestehenden Situation ergeben sich deutliche Handlungsfelder, die im Folgenden konzep-
tionell zu einer räumlichen und nutzungsorientierten Gestaltung zusammengeführt werden.
Zu 1) Entwicklungskonzept:
Der Park gliedert sich in drei Bereiche. Der nördliche Bereich gehörte in den letzten Jahrzehnten
zum Klosterpark und ist landschaftlich geprägt. Der mittlere Bereich, die Torachse, war mit einer
Allee architektonisch geprägt, ist jedoch mittler weile verwildert. Der südliche Abschnitt mit ausge-
dehnter Spiel- und Liegewiese und angrenzendem Ballspielfeld war auch in der Vergangenheit
öffentlich zugänglich. Die Bereiche sollen sowohl gestalterisch als auch funktional unterschiedlich
herausgearbeitet werden.
I) Nördlicher Klosterpark
Der ehemalige Klosterpark übermittelt einen verwunschenen Eindruck, der besonders durch seine
gestalterische Ruhe beeindruckt. Prägendes Gestaltungsmotiv ist der Landschaftspark, der wei-
testgehend zwischen 1840 und 1920 hergestellt wurde. Zentrales Element waren eine Gräfte und
ein ausgedehnter Fischteich im Zentrum des Gartens. Durch die Jesuiten wurde ab ca. 1920 der
östliche Parkbereich vornehmlich nach gestalter isch / ästhetischen Gesichtspunkten ausgedehnt.
Liturgische oder spirituelle Aspekte flossen in die Anordnung der Pflanzen oder in die Gestaltung
des Parks insgesamt nicht ein.
Heute bilden die großen, alten Bäume, die zum Teil als Naturdenkmale ausgewiesen sind, im
Frühling eine prächtige Kulisse für die ausgedehnten Narzissenbestände. Schmale Wege mit was-
sergebundener Deckschicht schlängeln sich an Baumgruppen und Hainen vorbei. Verschiedenste
Blütengehölze, zum Teil auch botanische Besonderheiten wie Schirmmagnolie, Strauchkastanie
und Coloradotanne wachsen hier.
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Ziel aller Planungen sollte sein, die besondere Eigenart dieser Parkanlage zu erhalten und gestal-
terisch weiter zu entwickeln.
• Zugänge
Derzeit sind sämtliche Zugänge in den historischen Parkteil improvisiert.
Das Umfeld des historischen Tores muss herger ichtet, ein Seitenflügel dauerhaft offen gehalten
werden. Die Hauptflügel sollten geschlossen bleiben, da das Tor nur so seine repräsentative Wir-
kung entfalten kann.
In Verlängerung zur Sperlichstraße liegt der einzige Übergang mit Fußgängerampel über die We-
seler Straße. Daher ist hier ein neuer Zugang erforderlich. In diesem Bereich liegt der Park jedoch
ca. 2,5 m tiefer als der Bürgersteig. Ein barrierefreier Zugang über Rampen würde eine Länge von
ca. 50 m erfordern. Dieses würde an dieser Stelle einen gravierenden Eingriff in die bestehende
Gehölzstruktur des Parks erfordern.
Der Zugang soll als kleine Platzfläche auf einem kegelförmigen Plateau ausgebildet werden. Von
dort soll ein Treppenzugang mit ca. 14 Stufen und Mittelpodest in den Park führen. In die Stufen
kann seitlich eine Kinderwagen-Rampe integriert werden. Barrierefreie Zugänge von der Weseler
Straße werden nördlich und südlich dieses Zuganges hergestellt.
Von der nord-westlichen Ecke des Parks soll eine neue, gepflasterte Rampe in den Park führen.
Diese endet am zukünftigen Aufenthaltsbereich über dem Auslaufbauwerk.
Von der Prinz-Eugen-Straße gibt es derzeit kei ne Zugangsmöglichkeit, obwohl dieser für die Er-
schließung des Parks erforderlich wäre. Der Zugang würde auch eine Anbindung der Aaseestadt
an das Hittorfgymnasium bieten. Die Verwaltung wird hier eine geeignete Lösung suchen.
Vom Neubaugebiet „Haus Sentmaring“ werden drei Wege in den Park führen. Ihre Lage ist bereits
durch den Bebauungsplan Nr.444 festgelegt.
• Wege
Die Parkanlage wird von einem Gesamtwegenetz von ca. 2000 m durchzogen. Durch Abriss des
Klosters, Neubebauung und Öffnung des Parks für die Öffentlichkeit, ergeben sich zum Teil neue
Wegebeziehungen. Bei der Sanierung des Wegenetzes werden diese neuen Bezüge berücksich-
tigt und gestärkt. Zugleich wird weitgehend auf das bestehende Wegesystem zurückgegriffen und
dieses überarbeitet.
• Blickachsen / Blickpunkte:
Durch den Abriss des Klostergebäudes ist dem Park ein markanter Blickpunkt genommen worden.
Im Sinne eines Landschaftsparks, in dem Blickachsen inszeniert und an ihren Endpunkten Akzente
gesetzt werden, soll dieses auch hier geschehen. So ist der Bau von berankten Pergolen jeweils
am Ende des historischen Fischteiches vorgesehen. Zusätzlich benötigt die Wegeachse hinter
dem historischen, denkmalgeschützten Tor, ein Pendant. Diese Elemente, die aus einer Mischung
aus transparenten und berankten Stahlkonstruktionen und farbig hervorgehobenen Betonelemen-
ten bestehen sollen, definieren den Raum mit seinen Blickbeziehungen neu. Gleichzeitig bilden sie
attraktive Aufenthaltsbereiche für die Besucher des Parks.
• Sitz- und Aufenthaltsbereiche
Neben den drei „Blickpunkten“ als Aufenthaltsbereich gibt es verschiedene Stellen, deren Lage
und Situation geeignet sind um „Sitzplätze“ zu entwickeln, die den Anforderungen einer breiten
Nutzerschicht Rechnung tragen, aber auch die landschaftliche Grundcharakteristik herausheben.
Entlang des Rundweges um den ehemaligen Fischteich sind zwei Bankstandorte vorgesehen.
Innerhalb des Lindenkreises bietet sich z.B. die Installation eines hängemattenartigen Netzes an,
in dem man die Ruhe des Ortes und das Spiel von Laub und Wolken auf sich wirken lassen kann.
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Friedhof
Der in die Parkanlage integrierte Klosterfriedhof, auf dem auch Pater Leppich beigesetzt wurde,
wird im derzeitigen Zustand erhalten. Eine umlaufende Zaun-Einfassung aus grauen Gitterstab-
matten, die in den bestehenden Gehölzsaum einwachs en, soll auch zukünftig für die erforderliche
Ruhe sorgen.
• Ehemaliger Fischteich
Innerhalb des historischen Parkteiles erstreckt sich eine langgezogene Mulde. Sie wurde früher als
Fischteich errichtet. In den vergangenen Jahrzehnten enthielt sie aber nur sehr wenig Wasser, da
vermutlich die Zuflüsse aus der Umgebung durch die Erbauung des Südviertels trocken gelegt
wurden.
Im Zuge des Neubaus der Bebauung „Haus Sentmaring“ erhielt die Gräfte die Funktion eines Re-
genrückhaltebeckens mit Zulauf aus dem Baugebiet und technischem Ablaufbauwerk an der ge-
genüberliegenden Seite.
Gestalterisch wäre es wünschenswert, die Mulde wieder zu einem Gewässer mit dauerhaftem
Wasserstand zu entwickeln. Die Rahmenbedingungen seit der historischen Nutzung haben sich
jedoch stark gewandelt. Es sind umfangreiche Abstimmungen erforderlich, um abzuklären, ob die-
ses Entwicklungsziel heute noch realisierbar ist. Alternativ könnte die Mulde auch mit feuchtelie-
benden Seggen, Binsen und Schwertlilien in einen attraktiven Zustand versetzt werden.
• Pflanzungen / Rasen- und Wiesenfläche
Der Park beeindruckt im Frühling mit einer umfangreichen Narzissen-Blüte in zwei Bereichen.
Durch ergänzende Pflanzungen unterschiedlicher Frühlingsgeophyten soll dieser Aspekt verlängert
und verstärkt werden.
Ergänzend sind Raum bildende Pflanzungen vorgesehen, die die Rasen- und Wiesenflächen glie-
dern. Gruppen attraktiver Blütengehölze oder auch Pflanzen mit Herbstfärbung sollen die Charak-
teristik des ehemaligen Klosterparks wieder spürbar werden lassen. In einzelne Bäume sollen lia-
nenartige Kletterpflanzen wie Clematis, Kletterhortensie oder auch Geisblatt wachsen und so den
verwunschenen Charakter des Geländes unterstreichen. Im Bereich der Zugänge von der Weseler
Straße sollen attraktive Pflanzungen aus robusten Gehölzen und Stauden angelegt werden.
Punktuell ist die Pflanzung von größeren Beständen sehr großwüchsiger und robuster Stauden
vorstellbar. Funkien, Becherfarne, Geisbart, Wurmfan, Alant und Taglilien sind in der Lage homo-
gene und robuste Pflanzenbestände aufzubauen.
Geschlossene Ergänzungspflanzungen im Bereich der Weseler Straße zur Verbesserung des
Lärmschutzes sind nicht vorgesehen, da die Wirkung solcher Pflanzungen kaum messbar sind und
sie die Sozialkontrolle erheblich verschlechtern.
In kleinerem Umfang werden auch Gehölzfällungen / Rodungen erforderlich, um den Aspekten
Verkehrssicherungspflicht, Wegeführung und Blickachsenbildung gerecht zu werden. So sollen
z.B. die kleinen „Fichtenschonungen“ entfernt werden. Sämtliche Maßnahmen sollen jedoch mit
dem Ziel „behutsame Parkentwicklung“ durchgeführt werden.
II) Historische Torachse
Das historische Tor steht unter Denkmalschutz. Die überalterte Allee aus Birken und Fichten führt
nicht mehr zum repräsentativen Haus Sentmaring, sondern endet in einem schmalen Weg zwi-
schen Maschendrahtzäunen. Eine dem Denkmal angemessene, z.B. skulpturale Ausformung, ist
hier erforderlich. Die Allee müsste mit geeigneten Neupflanzungen wieder aufgebaut werden. Als
Endpunkt sollte ein angemessenes Pendant die Blickachse abschließen.
Südlich der Wegeachse sind die Relikte der ehemaligen klösterlichen Obstwiesen noch zu erken-
nen. Hier sollte auf der gesamten Länge der Wegeachse wieder eine Wiese mit Streuobstwiesen-
charakter entwickelt werden.
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III) Südliche Parkwiese
Während der historische Parkbereich mehr der ruhigen Erholung dienen sollte, könnte der südliche
Bereich zu einer Aktivzone entwickelt werden. Das Südviertel ist mit Spielplätzen unterversorgt.
Ein attraktiver Spielplatz mit ca. 2.800 m² Fläche der Kategorien A und B/C wird in diesem Bereich
dringend benötigt. Die weitgehend offen und sonnig gehaltene Wiesenlandschaft mit eingestreuten
schattenspendenden Solitärbäumen bildet dazu ein ideales Grundgerüst.
• Spielplatz
Zentrales Element könnte eine ausgedehnte Spiellandschaft sein. Inselförmige Sandflächen könn-
ten Spielinseln für unterschiedliche Spielideen und Altersgruppen bilden. Dazwischen erstrecken
sich Rasenflächen als Spiel- und Liegeflächen. Punktuell können Sitzplätze mit Bänken angeord-
net werden. Dieser Bereich soll auch ein Spiel- und Bewegungsangebot für Senioren beinhalten.
Im Übergang zur Weseler Straße befindet sich ein kleines Birkenwäldchen, dass zu einem „Spiel-
wald“ für vielfältige Spielangebote entwickelt werden könnte. Der Höhenunterschied zur Straße
ermöglicht das Aufstellen einer Seilbahn innerhalb einer Waldlichtung.
Der bestehende Bolzplatz riegelt die zwei Parkbereiche voneinander ab. Für die Entwicklung eines
zusammenhängenden Gesamtraumes ist die Verlagerung an den Rand der Grünfläche erforder-
lich. Hier könnte der Höhenunterschied zur Weseler Straße für die Anordnung von Sitzstufen ge-
nutzt werden.
Im Übergang zum Bankgebäude verbliebe eine sonnige und offene Spiel- und Liegewiese.
• Zugänge
Derzeit gibt es lediglich zwei Zugänge vom Sentmaringer Weg in den Park. Ein zusätzlicher Zu-
gang zur Weseler Straße würde den Lückenschluss zum Grünzug Aaseestadt bilden. Für eine
barrierefreie Ausbildung würde der Weg in einem Teilbereich zwischen den bestehenden Baum-
reihen entlang der Weseler Straße geführt, um dann kurz vor dem Ballspielfeld auf die Wiese zu
münden. Ergänzend könnte eine Treppe direkt auf einen Weg über die Wiese führen.
Resümee
Das vorliegende Entwicklungskonzept zeigt das enorme Potential des Geländes für eine öffentli-
che Grünanlage auf. Besonders im historischen Parkbereich bilden die Naturdenkmale und der
alte Fischteich ein attraktives Grundgerüst. Leider wurden der Anlage durch den Abriss des Klos-
ters die historischen Sichtbezüge genommen. Sitz- oder Aufenthaltsbereiche die zum Verweilen
einladen sind nicht vorhanden.
Bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Parkanlage ist für einen ersten Bauabschnitt die allge-
meine Zugänglichkeit des Geländes herzustellen. Zudem benötigt der Park an wenigen aber präg-
nanten Orten Einbauten, die sowohl die Verweilqualität erhöhen als auch neue und historische
Sichtachsen hervorheben. An einigen Stellen sind die Wegebeziehungen zu überarbeiten, sowie
die Pflanzungen im Sinne der Parkgestaltung zu ergänzen.
In einem weiteren Schritt könnte, im Zusammenhang mit einer Verlagerung des vorhandenen Ball-
spielplatzes, die Spielwiese zu einer attraktiven Spiellandschaft entwickelt und der Bereich
zugleich mit dem historischen Parkteil verbunden werden. Mit Herstellung des Spielplatzes würde
auch der derzeitige Mangel an Spielflächen in diesem Stadtteil verbessert werden.
Der Gesamtpark umfasst ca. 56.000 m². Die Flächen gliedern sich nach Herrichtung des gesamten
Parks etwa wie folgt auf:
6.300 m² Belagsflächen
30.000 m² Wiesen / Rasenflächen
3.000 m² Pflanzflächen
2.700 m² Mulde ehemaliger Fischteich
600 m² Historischer Friedhof
2.800 m² Spielflächen der Kategorie A B/C
10.600 m² Bestandsflächen mit geringem Überarbeitungsbedarf
(z.B. bestehende Gehölzflächen und Bereiche mit Frühlingsgeophyten)
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• Baukosten
In der Vorlage V/0060/2008 wurde von Gesamtkosten in Höhe von 470.000,- € für die Gesamt-
maßnahme ausgegangen. Grundsätzlich ist es mit dieser Summe möglich, eine Zugänglichkeit des
Parks, eine Herstellung der Grünflächen in einfacher Bauweise im Sinne eines Landschaftsparks,
sowie den Bau eines Spielplatzes durchzuführen.
Im Rahmen der Konzeptbearbeitung ist deutlich geworden, dass eine derartige Entwicklung dem
Ort nicht gerecht wird, da die historischen und räumlichen Bezüge kaum spürbar herausgearbeitet
werden können. Zudem würden mit einer einfachen Baumaßnahme die Entwicklungsmöglichkeiten
für eine spätere, dem Ort angepasste Herstellung der historischen Parkanlage, weitestgehend ver-
baut. Bereits hergestellte Flächen würden dann durch größere Bautätigkeiten wieder zerstört. Da-
her wird vorgeschlagen, dass aufgezeigte Gesamtkonzept in Abschnitten zu verwirklichen.
Für die Herstellung des Gesamtparks incl. Spielplatz sind für das hier vorgelegte Konzept
ca. 670.000,- € zu veranschlagen. Wesentliche Kostenbestandteile werden bereits durch die Flä-
chengröße der Anlage hervorgerufen.
• Bauabschnitte und Realisierung
1.Bauabschnitt ( ca. zwischen Weseler Straße und ehemaligem Fischteich)
Etwa 11.000 m² Baufläche, ca. 210.000,-€ Baukosten.
2. Bauabschnitt (Verbleibende historische Parkanlage)
Etwa 25.000 m² Baufläche, ca. 270.000,-€ Baukosten.
3. Bauabschnitt
(Spielbereich südliche Spiel- und Liegewiese)
Etwa 20.000 m² Baufläche, ca. 190.000,-€ Baukosten.
Es ist sinnvoll, den 2. BA zeitnah hinter dem 1. BA zu realisieren, da so der Park als Ganzes seine
Attraktivität entwickeln kann. Auswirkungen auf die jährlichen zu erwartenden Pflegekosten entste-
hen dadurch nicht, da bereits mit Herstellung des 1. BA eine Zugänglichkeit gegeben ist und der
Gesamtpark eine Grundpflege erhalten muss.
Zu 2) Realisierung 1. Bauabschnitt:
In der Beschreibung des Konzeptes sind die einzelnen Maßnahmen des im Plan Nr. G 126/12 dar-
gestellten 1. BA bereits näher erläutert. Die Durchführung dieses 11.000 m² großen Bereiches soll
im IV. Quartal 2008 begonnen werden und bis Mai 2009 fertig gestellt sein.
Der Bauumfang des 1. Bauabschnittes umfasst. 11.000 m² Gesamtfläche. Davon sind ca.:
1.250 m² Belagsfächen
7.650 m² Wiesen / Rasenfläche
1.000 m² Pflanzflächen
1.100 m² Bestandsflächen mit geringem Überarbeitungsbedarf
(z.B. bestehende Gehölzflächen entlang der Weseler Straße)
Die Kosten für diesen Bauabschnitt betragen 210.000,-€.
gez.
Thomas Paal
Stadtrat
Anlagen:
Anlage 1: Lageplan Entwicklungskonzipt
Anlage 2: Lageplan 1.Bauabschnitt
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungOrte (6)
- Sperlichstraße
- Weseler Straße
- Haus Sentmaring
- Sentmaringer Weg
- Prinz-Eugen-Straße
- Promenade
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0538/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.06.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37