V/0203/2008
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster - Erfahrungsbericht und Entscheidung
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Beschlussvorlage
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V/0203/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster - Erfahrungsbericht und Entscheidung Beratungsfolge 17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 22.04.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Vorberatung 23.04.2008 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 29.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der gemeinsame Erfahrungsbericht der Verwaltung und des Nahverkehrsmanagements der Stadtwerke Münster GmbH zu den Erfahrungen mit den im 2. NVP Stadt Münster be- schlossenen Maßnahmen wird zur Kenntnis genommen. 2. Die mit den Fahrplanwechseln in den Jahren 2007 und 2008 umgesetzten Netz- und Li- nienmaßnahmen haben sich bewährt und werden fortgeführt. 3. Die Verwaltung und das Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke werden beauftragt, sich für den Beibehaltung des „FirmenAbo“ und des „SemesterTicket“ als zusätzlich rabattierte, attraktive Sondertarife für eine umweltgerechte Ausgestaltung der Pendlerverkehre von/nach Münster einzusetzen. 4. Die Haltestelle Orléans-Ring im Bereich der Einmündung York-Ring/Orléans-Ring wird dauerhaft eingerichtet. 5. Das Produkt „StadtExpress“ wird eingestellt. Die „frei“ werdenden Fahrten werden nachfra- gegerecht als Verstärkerfahrten auf überlasteten Kursen zu den Hauptverkehrszeiten ein- gesetzt. Vorlagen-Nr.: V/0203/2008 Auskunft erteilt: Herr König Ruf: 492 61 51 E-Mail: KoenigD@stadt-muenster.de Datum: 11.03.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0203/2008 6. Die Verwaltung wird beauftragt, die Einrichtung einer stadteinwärtigen Haltestelle Burloh auf der Grevener Straße zu prüfen und über das Ergebnis in der Bezirksvertretung Nord und im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft zu berich- ten. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Kosten bzw. Folgekosten entstehen Begründung: Zu 1, 2 und 3: Mit der Verabschiedung des 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster durch den Rat der Stadt Münster am 21.09.2005 (V/0375/2005) wurden einige bedeutende Veränderungen des ÖPNV- Bedienungsangebotes beschlossen. Gleichzeitig wurden die Stadtwerke und die Verwaltung be- auftragt, 24 Monate nach Inkrafttreten der Änderungen einen Erfahrungsbericht und eine Auswer- tung aus dem Beschwerdemanagement vorzulegen, aus denen hervorgeht, ob die in der Vorlage V/0375/2005 vorgeschlagenen Änderungen bzw. Maßnahmen sich bewährt haben bzw. ob ein Nachbesserungsbedarf festgestellt wurde. Der hiermit vorgelegt Erfahrungsbericht (Anlage 1) bewertet die mit den Fahrplanwechseln in den Jahren 2006 und 2007 umgesetzten Maßnahmen. Darüber hinaus gibt er einen Überblick über noch ausstehende Maßnahmen sowie Prüfaufträge und deren Bearbeitungsstand. Die Bewertung der einzelnen Maßnahmen stützt sich auf: - die im Herbst 2007 und im Frühjahr 2008 aktuell durchgeführten Fahrgastbefragungen, - auf die Auswertungen der Kundenzufriedenheitsanalysen (EMNID-Kundenbarometer), - auf Auswertungen des Beschwerdemanagements der Stadtwerke, - Anregungen und Anträge aus der Politik und auf - die Auswertung von Anregungen und Beschwerden von Bürgerinitiativen bzw. einzelnen Bürgerinnen und Bürgern (auch nach §24 GO NW). Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Attraktivität des Stadtbussystems in Münster durch die umgesetzten Maßnahmen gewonnen hat. Und das obwohl die Betriebsleistung durch Neuordnung und Optimierung des gesamten Angebotes in der Summe zurückgenommen wurde, um die Wirt- schaftlichkeit zu verbessern. Über alles geseh en dokumentiert sich dies insbesondere durch den Zugewinn an Abo-Kunden, also Kunden, die sich dauerhaft an das Angebot binden. Die erfreuli- chen Fahrgastgewinne insgesamt und hier insbesondere die Zuwächse im völlig neu geordneten Abendverkehr bestätigen die hohe Akzeptanz des geänderten Angebotes bei den Fahrgästen. Als besonders erfolgreich kann die Neuordnung des ÖPNV-Angebotes im Korridor und Stadtteil Gievenbeck angesehen werden. Hier ist es gelungen durch eine Kooperation des Regionalbusver- kehrs mit dem Stadtbusverkehr ein deutlich verbessertes Angebot zu schaffen. Die Durchbindung der Regionalbuslinien R22/R32 aus der Region über Wolbeck und die zentrale Altstadt als Linie 22 nach Gievenbeck hat schon kurz nach der Einführung eine große Akzeptanz bei den Fahrgästen gezeigt (+ 1.500 Fahrgäste/Tag im Auenviertel/Toppheide). Hier ist es gelungen, ohne die Busfre- quentierung im zentralen Altstadtbereich zu erhöhen, das ÖPNV-Angebot für zwei einwohnerstar- ke Stadtteile (Wolbeck und Gievenbeck) noch einmal deutlich zu verbessern. Die insgesamt erfreuliche Akzeptanz des geänderten ÖPNV-Angebots- und Bedienungskonzeptes konnte auch deshalb erreicht werden, da auf Wünsche, Anregungen und Beschwerden zeitnah reagiert wurde. In einigen Fällen wurden nach entsprechenden Hinweisen aus der Politik und der Bevölkerung Korrekturen des Angebotes vorgenommen. Alle planerischen Maßnahmen wurden durch die kundenfreundliche Entwicklung des Tarifsystems mit attraktiven Produkten sowohl für den Gelegenheitsfahrer (9 UhrTagesTicket) als auch für den Stammkunden (MünsterAbo) und ein engagiertes Marketing nachhaltig unterstützt. In den letzten - 3 - V/0203/2008 vier Jahren (12/2003 – 12/2007) wuchs der Münsteraner Abo-Bestand um 31 % von ca. 11.100 auf 14.500. Demgegenüber ist jedoch aufgrund der überdurchschnittlichen Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren bei den regionalen FirmenAbos ein Rückgang von 8,1% (das sind etwa 700 Kunden) zu verzeichnen. Von daher kommt dem dauerhaften Erhalt des FirmenaAbos im Regio- nalverkehr von/nach Münster und dem Erhalt des SemesterTickets für Münster eine grundlegende Bedeutung zu. Im Fazit bleibt festzustellen, dass die mit dem 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster beschlossenen und in den Jahren 2006 und 2007 umgesetzten Maßnahmen erfolgreich waren. Zu 4: Die Herausnahme der Stadtbuslinie 1 aus dem Abschnitt der Steinfurter Straße zwischen York- Ring und Neutor mit den Haltestellen Orléans-Ring und Kapuziner Straße führte zu Beschwerden der ÖPNV-Nutzer in diesem Bereich. Die verbleibende Bedienung dieser Haltestellen durch die Regionalbuslinien R72 und R73 im 30’-Takt wurden von den Fahrgästen nicht als echte Alternative akzeptiert. Auch den Hinweis, dass in etwa 150m Entfernung die Haltestelle Kanonierplatz eben- falls gut erreichbar ist, ließen viele Anwohner nicht gelten. Daher wurde nach eingehender Prüfung probehalber auf dem York-Ring im Januar 2008 in der Zufahrt zur Steinfurter Straße ein weiteres Haltestellenpaar zur ortsnahen Erschließung und Anbindung an den ÖPNV eingerichtet. Diese Haltestelle wird im 20’-Takt ganztägig von der Stadtbuslinie 16 bedient. Die Einrichtung der Haltestelle war mit der Maßgabe verbunden, dem Planungsausschuss über die Erfahrungen im Sommer 2008 zu berichten (V/0715/2007). Bereits jetzt kann allerdings festgestellt werden, dass die Haltestelle von den Fahrgästen gut angenommen wird. Vier Monate nach ihrer Einrichtung wird diese Haltestelle von täglich 150 Fahrgästen genutzt. Die Einrichtung der Halte- stelle am Fahrbahnrand der rechten Spur (stadteinwärts) bzw. in der Rechtsabbiegespur (stadt- auswärts) führte nach bisherigen Beobachtungen zu keinen Störungen im Verkehrsablauf. Von daher wird vorgeschlagen, die Haltestelle auf Dauer einzurichten. Zu 5: Der Erfahrungsbericht verdeutlicht, dass trotz intensiver Produktpflege und Profilschärfung der StadtExpress in der Angebotspalette des Stadtbussystems nicht etabliert werden konnte (siehe Anlage Erfahrungsbericht, Seiten 18 und 19). Demnach ist es nur folgerichtig, dieses Produkt we- gen fehlender Fahrgastnachfrage ab dem Fahrplanwechsel Januar 2009 nicht weiter anzubieten. Die mit der Einstellung des Produktes Stadtexpress frei werdenden Fahrten sollen zukünftig nach- frageorientiert als Verstärker zu den Standardlinienfahrten vornehmlich in den Hauptverkehrszeiten eingesetzt werden. Zu 6: Die Anpassung des ÖPNV-Bedienungsangebotes an die Nachfrage im Korridor und Stadtteil Kin- derhaus kann, trotz der teilweise heftigen Proteste der Anwohner und Forderungen die alte Linien- führung wieder herzustellen, insgesamt als notwendig und angemessen bewertet werden. Die leichten Rückgänge in der Fahrgastnachfrage sind mit der deutlich geringeren Anzahl an ausge- gebenen Schulwegjahreskarten im Zuge der veränderten Schülerfreifahrt in Münster strukturell begründet. Der leichte Zuwachs im Bereich der Abonnement-Fahrausweise auch in Kinderhaus zeigt aber, dass die Fahrgäste, nach anfänglichen Schwierigkeiten das neue Bedienungskonzept insgesamt angenommen haben. Nach wie vor nicht optimal ist allerdings die Bedienung der Haltestelle Burloh durch die Linie 15, die bislang nur stadtauswärts erfolgt. Die Einric htung einer stadteinwärtigen Halteposition im Park- streifen an der Grevener Straße, würde die Erschließung der angrenzenden Wohngebiete deutlich verbessern. Die technische Machbarkeit, auch im Zusammenhang mit der Ampelanlage Grevener - 4 - V/0203/2008 Straße/Bröderichweg sowie die voraussichtlichen Kosten für Umbau-/Ausbaumaßnahmen, werden untersucht. Über das Ergebnis der Untersuchung wird gesondert berichtet. In Vertretung gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Erfahrungsbericht 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster
Erfahrungsbericht 2. NVP
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Erfahrungsbericht- - 2.-Nahverkehrsplan---- Stadt-Münster-- Amt-für-Stadtentwicklung,-Stadtplanung,-Verkehrsplanung- Stadtwerke-Münster---Nahverkehrsmanagement- März-2008- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 1- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 2 Gliederung- - 1.- Aufgabenstellung-und-Zielsetzung- - - - - - 4- - - 2.- Allgemeine-Fahrgastentwicklung-und-Kundenzufried enheit- - - 4- - - 3.- Bewertung-der-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen- - - 6- - 3.1- Vereinfachung-der-Netzsystematik-und-Optimierun g- - 6----- der-Bedienungszeiträume-und-Taktfolgen- - 3.2- Optimierung-des-Angebotes-auf-der-Domachse-in-d er-Altstadt-- 11------ und-zusätzliche-Linie-für-den-Korridor/Stadtteil-Gievenbeck- - 3.3- Stadtteilkonzepte- - - - - - - 12- - - 3.3.1- Umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - - - 12- - - 3.3.2- Bislang-nicht-umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - - 18- - 3.4- StadtExpress-(X-Fahrten)- - - - - - 20- - 3.5- Korridorverkehr-- - - - - - - 22- - - 3.5.1- Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus- - - - 22- - - 3.5.2- Korridor-Warendorfer-Straße-/-Handorf- - - 26- - 3.6- ÖPNV-im-Altstadtbereich-/-Grundzüge-der-Netzstr uktur- - 27- - - 4.- Bewertung-der-Tarifmaßnahmen- - - - - - 29- - - 5.- Umsetzung-der-Qualitätsstandards- - - - - - 31- - 5.1- Fahrzeuge- - - - - - - - 31- - 5.2- Information-und-Kommunikation- - - - - 32- - 5.3- Haltestellen-und-Fahrweg- - - - - - 33- - - 6.- Fazit- - - - - - - - - - 34- - - Anhang- - - - - - - - - - 36- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 3- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 4 1.- Aufgabenstellung-und-Zielsetzung - Am-21.-September-2005-hat-der-Rat-der-Stadt-Münster-den-2.-Nahverkehrsplan-als- Leitbild-und-Rahmenplan-für-die-kurz--bis-mittelfristige-Gestaltung-des-ÖPNV-im-Stadt- gebiet-Münster-einstimmig-beschlossen.-Daher-hat-der-Rat-die-Verwaltung-und-das- Nahverkehrsmanagement-der-Stadtwerke-beauftragt-nach-Umsetzung-der-im-NVP- ausgewiesenen-Maßnahmen-einen-Erfahrungsbericht-vorzulegen.- - Die-einzelnen,-im-Nahverkehrsplan-ausgewiesenen-Maßnahmen-wurden-vom-Nahver- kehrsmanagement-konkretisiert,-mit-der-Verwaltung-abgestimmt-und-den-politischen- Gremien-zur-Entscheidung-vorgelegt.-Mit-den-Fahrplanwechseln-2006,-2007-und-2008- konnten-ca.-90%-der-im-Nahverkehrsplan-aufgelisteten-Maßnahmen-umgesetzt-wer- den.-Für-die-noch-offenen-Maßnahmen-stehen-Prüfaufträge-aus,-die-in-Kapitel-3.1- thematisiert-werden.-Im-Erfahrungsbericht-werden-die-umgesetzten-Maßnahmen-auf- der-Grundlage-der-Ergebnisse-der-standardisierten-Fahrgasterhebung-und-den-Aus- wertungen-des-Beschwerdemanagements-bewertet.-Zusätzlich-erfolgt-ein-Sach- standsbericht-zur-Umsetzung-der-Tarifmaßnahmen-sowie-zur-Umsetzung-der-be- schlossenen,-neuen-Qualitätsstandards.-Zum-Einstieg-und-als-Überblick-wird-die-all- gemeine-Entwicklung-der-Fahrgastzahlen-sowie-die-Kundenzufriedenheit-analysiert.- - - 2.- Allgemeine-Fahrgastentwicklung-und-Kundenzufried enheit- - Seit-der-Verabschiedung-des-2.-Nahverkehrsplanes-2005-konnten-die-Fahrgastzahlen- auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke-deutlich-gesteigert-werden.-Von-31,5-Mio.- Fahrgästen-in-2005-stieg-das-Gesamtaufkommen-in-2006-auf-über-33-Mio-an.-Das- entspricht-einem-über-dem-Branchendurchschnitt-liegenden-Zuwachs-von-über-5%.- Zurückzuführen-sind-diese-Zuwächse-auf-die-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen,-auf- die-tariflichen-Maßnahmen-wie-die-Einführung-des-9-UhrTages--und-9-Uhr-Gruppen- Ticket-aber-vor-allem-auch-auf-die-Abo-Offensive-der-Stadtwerke.- - - - - - - - - - - - - - - 33,2 30,7 30,2 30,8 31,0 31,5 33,1 32,8 20,0 22,0 24,0 26,0 28,0 30,0 32,0 34,0 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Fahrgastzahlen-auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 5- So-wuchs-in-den-letzten-vier-Jahren-der-Abo-Bestand-mit-Gültigkeit-ausschließlich-für- das-Stadtgebiet-Münster-um-31%-von-11.100-auf-14.500-Kunden.-Die-stärksten-Zu- wächse-sind-für-das-MünsterAbo-festzustellen.-Einschließlich-den-Schulwegjahreskar- ten-und-dem-Semesterticket-sind-mehr-als-85%-der-Fahrgäste-mit-einer-Zeitfahrkarte- im-Stadtbussystem-Münster-unterwegs.-Deutlich-rückläufig-ist-dagegen-der-Bestand- des-regionalen-Firmen-Abos.-Von-2006-bis-2007-sank-die-Anzahl-der-Abo-Kunden-von- ca.-8.800-auf-8.100-um-8%.-Begründet-ist-dieser-Verlust-vor-allem-durch-die-deutlich- überdurchschnittliche-Preissteigerung-der-Verkehrsgemeinschaft-VGM-für-dieses-Ti- cket-mit-der-Tarifmaßnahme-2007.-Je-nach-Tarifstufe-wurden-die-Fahrpreise-für-das- regionale-Firmenabo-seit-2005-um-bis-zu-15%-angehoben.- - Der-vergleichsweise-geringe-Fahrgastrückgang-2006/2007-ist-vor-allem-auf-die-struktu- rellen-Änderungen-im-Bereich-des-Schülerverkehrs-und-nicht-auf-die-mit-dem-Fahr- planwechsel-2007-umgesetzten-Linienwegmaßnahmen-(Einstellung-der-Linien-19-und- 34,-Überplanung-im-Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus)-zurückzuführen.-Mit-der-politi- schen-Vorgabe-die-Freifahrtberechtigung-im-Schülerverkehr-in-der-Stadt-Münster-ein- zuschränken,-kam-es-zu-Abbestellungen-bei-den-Schulwegjahreskarten.-Insgesamt-ist- dadurch-ein-Rückgang-von-ca.-600.000-Fahrten-im-Schülerbereich-für-2007-zu-ver- zeichnen.-Zukünftig-ist,-auch-aufgrund-der-demografischen-Entwicklung,-von-einem- weiteren-Rückgang-der-Schülerfahrten-auszugehen,-was-auch-eine-Anpassung-spezifi- scher-Fahrtenangebote-erfordert.- - Der-Fahrgastrückgang-im-Schülerverkehr-in-2007-konnte-zum-Teil-durch-Zugewinne-in- anderen-Bereichen-kompensiert-werden.-Bei-der-sogenannten-Jedermann-Nachfrage- konnten-ca.-320.000-Fahrgäste-dazu-gewonnen-werden.-Ein-Teil-entfällt-dabei-auf-den- Wechsel-der-Schüler-in-andere-Fahrkartenarten.-So-konnte-beispielsweise-der-Absatz- des-Schülerabos-um-über-20%-gesteigert-werden.-Deutliche-Zugewinne-sind-2007- auch-im-Bereich-der-Privat-Abonnementen-zu-verzeichnen.-Vor-allem-diese-Zuwächse- im-Bereich-der-Kunden,-die-dauerhaft-für-den-ÖPNV-gewonnen-werden-konnten,-be- legt-die-hohe-Akzeptanz-und-Wertschätzung-des-Stadtbussystems-in-Münster.- - Neben-den-Fahrgastzahlen-ist-die-Kundenzufriedenheit-ein-wesentlicher-Maßstab-zur- Bewertung-der-im-Nahverkehrsplan-festgelegten-Maßnahmen.-Grundlage-dafür-ist-das- jährlich-bundesweit-durchgeführte-ÖPNV-Kundenbarometer,-an-dem-die-Stadtwerke- Münster-seit-10-Jahren-teilnehmen.-Insgesamt-ist-von-2000-bis-2007-eine-Verbesse- rung-der-Globalzufriedenheit-der-Fahrgäste-von-2,71-auf-2,53-festzustellen.-Im-bun- desweiten-Vergleich-belegen-die-Stadtwerke-damit-im-Ranking-der-Verkehrsunter- nehmen-und-–verbünde-einen-Spitzenplatz.-Mit-einem-Mittelwert-von-2,53-für-2007- sind-die-Kunden-der-Stadtwerke-insgesamt-„gut“-zufrieden.-Dieser-Wert-liegt-deutlich- über-dem-ÖPNV-Branchendurchschnitt-von-2,87.- - Gegenüber-2005-und-2006-konnte-die-Globalzufriedenheit-der-Kunden-mit-dem-Stadt- bussystem-Münster-in-2007-nochmals-verbessert-werden.-Dies-ist-umso-bedeutsa- mer,-da-im-Zuge-das-Nahverkehrsplanes-2006-und-2007-umfassende-strukturelle-An- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 6 passungen-des-Bedienungsangebotes-wie-z.B.-das-Vorziehen-des-Nachtbussystems- sowie-die-Modifizierungen-in-den-Korridoren-Gievenbeck-und-Kinderhaus-umgesetzt- wurden.-Ebenso-positiv-müssen-demnach-die-Tarifmaßnahmen-mit-der-Abooffensive- und-der-Einführung-des-9-Uhr-Tages--und-GruppenTicket-sowie-die-Qualität-der-Fahr- zeuge-(Klimaanlage)-und-der-Haltestellenausstattung-(zusätzliche-FIS-Anlagen)-be- wertet-werden.- Entwicklung-der-Globalzufriedenheit,-ÖPNV-Kundenbarometer-2000-2007- - - 3.- Bewertung-der-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen- - 3.1- Vereinfachung-der-Netzsystematik-und-Optimierun g-der-Bedienungszeit- räume-und-Taktfolgen- - Die-im-Nahverkehrsplan-ausgewiesenen-und-mit-den-Fahrplanwechseln-2006-und- 2007-umgesetzten-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen-werden-auf-der-Grundlage- der-Ergebnisse-der-Fahrgastbefragungen-2005-und-2007-bewertet.-Punktuell-werden- Auswertungen-des-Beschwerdemanagements-herangezogen.- - Im-Zuge-dieses-Maßnahmenpaketes-wurden-die-Netzzustände-im-Stadtbussystem-im- Sinne-einer-besseren-Begreifbarkeit-auf-ein-Tages--und-ein-Nachtnetz-mit-klaren-Be- dienungszeiträumen-und-Taktfolgen-reduziert.-Dazu-wurden-zum-Fahrplanwechsel- 2006-bzw.-2007-folgende-Maßnahmen-umgesetzt:- - • Das-Nachtbussystem-wurde-mit-seiner-Linienführung-und-Haltestellenerschlie- ßung-optimiert-und-kommt-mit-insgesamt-6-Linien-und-7-ergänzenden-Taxibus- linien-im-30’-Takt-nun-auch-im-Abendverkehr-zwischen-21.00-Uhr-und-24.00- Uhr-zum-Einsatz.-In-den-Nächten-von-Freitag-auf-Samstag-und-Samstag-auf- Sonntag-wird-das-Nachtbussystem-durchlaufend-bis-gegen-8.00-Uhr-betrieben.- - • Das-Bedienungsangebot-im-Tagesverkehr-wurde-bis-gegen-20.30-Uhr-ausge- weitet.-Weiterhin-wurde-im-Tagesverkehr-aufgrund-der-geringen-Fahrgastnach- 2,71 2,64 2,82 2,62 2,51 2,57 2,62 2,53 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 7- frage-die-Linie-19-durch-die-Verlängerung-einer-Fahrt-der-Linie-10-ab-Mecklen- beck/Meckmannweg-und-die-Linie-34-durch-Modifizierung-der-Linienführung- der-3/4-und-14-ersetzt.- - Nach-ersten-Erfahrungen-wurde-die-Linienführung-einzelner-Nachtbuslinien-weiter- optimiert.-Als-Ergebnis-von-Fahrgastanregungen-und-nach-dem-politischen-Dialog-wird- die-N83-seit-dem-Fahrplanwechsel-2007-über-die-Warendorfer-Straße-–-mit-Einschlei- fung--über-das-Erphoviertel-–-aus-und-in-Richtung-Handorf-geführt.-Die-N82-wurde- aufgrund-der-geringen-Fahrgastnachfrage-zwischen-Gelmer-und-Coerde-auf-eine-Taxi- buslinie-umgestellt.-Fahrgastanregungen-führten-unter-anderem-zur-Verlängerung-der- N83-bis-zum-Meckmannweg-und-damit-auf-den-Verzicht-der-Einschleifung-der-N84- (Fahrplanwechsel-2008).- - Die-Ausweitung-des-20’-Taktes-im-Tagesverkehr-werktags-bis-gegen-20.30-Uhr-und- auch-das-Vorziehen-des-Nachtbusverkehrs-im-30’-Takt-von-21.00-Uhr-bis-gegen-24.00- Uhr-führte-zu-einem-überdurchschnittlichen-Anstieg-des-Fahrgastaufkommens.-- Fahrgastaufkommen-werktags-(Tageswert)-von-19.00-bis-02.00-Uhr- - Im-Tagesverkehr-stieg-die-Fahrgastnachfrage-zwischen-19.00-und-21.00-Uhr-um-ca.- 10%.-Für-den-Abendverkehr-werktags-zwischen-21.00-und-24.00-Uhr-ist-mit-dem-vor- gezogenen-und-angepassten-Nachtbussystem-im-30’-Takt-eine-Steigerung-der-Fahr- gastnachfrage-von-mehr-als-20%-zu-verzeichnen.-Leichte-Fahrgastzuwächse-sind-auch- im-Nachtverkehr-werktags-bis-gegen-2.00-Uhr-festzustellen.- 4.126 2.191 1.130 857 558 175 137 4.670 2.418 1.237 989 880 199 160 19---20-Uhr 20---21-Uhr 21---22-Uhr 22---23-Uhr 23---24 -Uhr 24---1-Uhr 1---2-Uhr 2005 2007 Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 8 Auch-am-Wochenende-sind-im-Vergleich-zu-2005-deutliche-Fahrgaststeigerungen-im- Nachtbusverkehr-festzustellen.-Während-2005-in-der-Nacht-von-Samstag-auf-Sonntag,- zwischen-24.00-und-4.00-Uhr-durchschnittlich-ca.-1.700-Fahrgäste-im-Nachtbussystem- unterwegs-waren,-wurden-in-2007-mehr-als-2.100-Fahrgäste-befördert.-Das-entspricht- einem-Zuwachs-von-25%.-Ab-4.00-Uhr-(durchlaufender-Nachtbusbetrieb)-ist-die-Nach- frage-geringer.-Während-die-Nachtbusfahrten-zwischen-4.00-und-5.00-Uhr-noch-von- 350-Fahrgästen-genutzt-werden,-halbiert-sich-die-Fahrgastnachfrage-in-den-Stunden- bis-7.00-Uhr.-- Fahrgastaufkommen-in-der-Nacht-von-Sa-auf-So-(Tageswert)-von-24.00-bis-07.00-Uhr- - - Einstellung-der-Linie-34- - Die-Linie-34-stellte-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-die-Verbindung-zwischen-dem- Zentralklinikum,-Coesfelder-Kreuz-(Mensa-II),-Scharnhorststraße-(Mensa-I)-dem- Hauptbahnhof-sicher.-Mit-1.700-Fahrgästen-pro-Werktag-war-die-Linie-34-vergleichs- weise-schwach-nachgefragt.-Ursache-hierfür-war-die-gegenseitige-Konkurrenzierung- mehrerer-Stadtbuslinien-v.a.-für-den-Bereich-Coesfelder-Kreuz-und-Aaseestadt-aus- und-in-Richtung-Altstadt/Hbf.-Daher-wurde-durch-eine-modifizierte-Führung-der-Linien- 3-/-4-(neu-über-Aaseestadt-und-Kardinal-von-Galen-Ring)-und-14-(neu-über-Himmel- reichallee)-die-Linie-34-ersetzt.-Die-Linienwegänderung-führte-zu-keinen-Fahrgastanre- gungen-oder-–beschwerden.-Damit-kann-davon-ausgegangen-werden,-dass-mit-der- Maßnahme-den-Anforderungen-und-Bedürfnissen-der-Kunden-weitestgehend-ent- sprochen-wurde.- - 368 496 409 441 0 0 0 496 645 396 614 350 167 156 24---1-Uhr 1--2-Uhr 2---3-Uhr 3--4-Uhr 4---5-Uhr 5---6-U hr 6---7-Uhr 2005 2007 Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 9- Deutlich-positiv-ist-festzustellen,-dass-die-Anzahl-der-Fahrgäste-aus-dem-Bereich- Coesfelder-Kreuz/Universität-und-in-Richtung-Aaseestadt-/-Mensa-I-von-ca.-1.100- Fahrgäste-auf-ca.-1.600-Fahrgäste-pro-Werktag-gestiegen-ist.-Diese-Fahrgastzuwäch- se-sind-v.a.-auf-die-neu-angebotene-Direktverbindung-mit-der-Linie-3-/-4-aus-dem-Be- reich-der-universitären-Einrichtung-(einschließlich-der-Studentenwohnheime)-Horstma- rer-Landweg/Corrensstraße-aus-und-in-Richtung-Aaseestadt/Mensa-I-zurückzuführen.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Einstellung-der-Linie-34,-Fahrgastveränderung-2005/2007-- - Während-die-Direktverbindung-Zentralklinikum-Aaseestadt-(Linie-34)-von-lediglich-80- Fahrgästen-nachgefragt-wurde,-sind-zwischen-dem-Bereich-Horstmarer-Land- weg/Corrensstraße-und-der-Aaseestadt-mehr-als-500-Fahrgäste-pro-Werktag-auf-der- Linie-3-/-4-unterwegs.-- - - - - - Alte Sternwarte Horstmarer Landweg Rudolf-Harbig-Weg Corrensstr. Mendelstr. Coesfelder Kreuz Domagkstr. Jungeblodtplatz Hüfferstiftung Zentralfriedhof Landgericht Krummer Timpen Aegidiimakt Domplatz Goldene Brücke Aegidiitor Franz-Hitze-Haus Torminbrücke Platz der Weißen Rose Offenbergstr. Hoppendamm Scharnhorststr. Ludgeriplatz Schützenstr. Picasso- Museum Hbf Prinzipal- markt Altstadt/Bült Hörstertor Kolpingstr. Mühlenfeld F la n d e rn str. Lange- marckstr. Ev . K ra n - k e n h a u s N o rd p la tz G ö rre s s tr. K a n o n ie rp la tz S te in fu rte r S tr. W ilh e lm s tr. R ö s c h w e g P e te r-W u s t-S tr. L a n g e m a rck str. Tannenbergstr. Lublinring Eisenbahnstr. Körnerstr. Bismarckallee Sportpark Bockwindmühle Zoo Schlüterstr. Redigerstr. M a u s b a c h s tr. Sentruper Höhe Lukaskirche Uni-Klinikum Schmeddingstr. Wilhelm- Klemm-Str. Apffel- staedtstr. neue Führung Linie 14 alte Führung Linie 14 neue Führung Linie 3/4 alte Führung Linie 3/4 Haltestelle alte Führung Linie34 Fahrgastzu- wachs-von- 1.100-auf- 1.600- FG Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 10 Einstellung-der-Linie-19- - Die-Linie-19-stellte-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-im-60’-Takt-die-Tangentialverbin- dungen-zwischen-den-Stadtteilen-Roxel,-Aaseestadt-und-Mecklenbeck-dar.-Im-Bereich- Aaseestadt-wurde-diese-Linie-dabei-weitestgehend-parallel-zur-Linie-10-geführt.-Mit- ca.-700-Fahrgästen-pro-Werktag-(Stand-2005)-war-die-Linie-19-die-mit-Abstand-am- schwächsten-nachgefragte-StadtBuslinie.-Ca.-50%-des-Fahrgastaufkommens-waren- Schüler,-die-sich-auf-die-Zeitlagen-7.00-8.00-Uhr-und-13.00-14.00-Uhr-konzentrierten.- Aufgrund-der-parallelen-Führung-mit-der-Linie-10-im-Bereich-Aaseestadt-wurde-2007- statt-der-Linie-19-die-Linie-10-im-60’-Takt-bis-nach-Roxel-verlängert.-Die-Schulwagen- fahrten-wurden-nach-diversen-Fahrgastanregungen-und-Rücksprache-mit-den-Schulen- bedarfsorientiert-angepasst-und-als-Z19-neu-im-Fahrplan-ausgewiesen.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Einstellung-der-Linie-19,-Fahrgastveränderung-2005/2007- - Nach-der-Anpassung-der-Schulwagenfahrten-(Z19)--vor-allem-für-das-Hittorf-Gymnasi- um-–-besteht-seitens-des-Schülerverkehrs-kein-weiterer-Korrekturbedarf.-Außerhalb- der-Schulanfangs--und-Endzeiten-liegt-die-Fahrgastnachfrage-der-Linie-10-in-der-Stadt- teilverbindung-Roxel/Mecklenbeck/Aaseestadt-etwa-in-Größenordnung-der-ehemali- gen-Linie-19-(ca.-200-Fahrgäste-pro-Werktag)- - Insgesamt-wurden-die-Veränderungen-im-Tages--und-Abendverkehr-durchweg-positiv- von-den-Kunden-aufgenommen-und-mit-einer-steigenden-Nachfrage-honoriert.-Fahr- gastanregungen-und-Anregungen-der-Politik-wurden-kundenorientiert-und-zeitnah-um- gesetzt.-- Roxel Hallenbad Pantaleonstr. Pienersallee Lise-Meitner-Str. Raiffeisenstr. Nottulner Landweg Dorffeldstr. Roxel Post Schelmenstiege Ackermann Am Rohrbusch Hohenfeld Altenroxeler Str. Altenroxel Mecklenbecker Str. St.-Anna-Kirche Christoph- Bernhard-Graben Meckmannweg Holtkamp Heroldstr. Ripenhorst Rockbusch Waldweg Handwerkskammer- Bildungszentrum Vorländerweg Vagedes- weg Kleihorststr. Bischopinkstr. Huberstr. Platz der Weißen Rose O ffe n b e rg s tr. H o p p e n d a m m Sperlichstr. Koldering/ LVA Von-Ossietzky-Str. Lange Ossenbeck Stellmacher- weg alte Führung Linie 19 Linie 10 im 60'-Takt Linie 10 im 20'-Takt Haltestelle Konstantes- Fahrgastauf- kommen- 2005-2007 Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 11- 3.2- Optimierung-des-Angebotes-auf-der-Domachse-in-d er-Altstadt-und-zusätz- liche-Linie-für-den-Korridor/Stadtteil-Gievenbeck- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-ein-zusätzliches-Bedienungsangebot-für-den- Korridor-Gievenbeck-eingerichtet.-Die-vormals-an-der-Stubengasse-endende-Regional- buslinie-R22/R32-wurde-als-Stadtbuslinie-22-aus-dem-Altstadtbereich-über-die-Roxeler- Straße-bis-zur-Haltestelle-Rüschhausweg-verlängert.-Damit-wurde-der-städtebaulichen- Entwicklung-(Münster-Arkaden)-und-den-steigenden-Fahrgastzahlen-im-Altstadtbereich- Rechnung-getragen.-Zudem-konnte-so-eine-umsteigefreie-Anbindung-des-Korridors- Wolbecker-Straße-und-des-Stadtteils-Wolbeck-an-die-Altstadt,-die-universitären-Ein- richtungen-und-an-das-Universitätsklinikum-sichergestellt-werden.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Korridor-Gievenbeck,-Fahrgastveränderung-2005/2007- - Im-Zuge-der-Durchbindung-der-R22/R32-als-neue-Linie-22-wurde-das-gesamte-Ange- bot-im-Korridor-und-im-Stadtteil-Gievenbeck-neu-geordnet.-Seit-dem-Fahrplanwechsel- 2006-werden-alle-Linien-in-einem-20’-Takt-betrieben.-Durch-Überlagerung-der-Linien- 11-und-22-bzw.-1-und-22-für-die-Dieckmannstraße-bzw-Roxeler-Straße-sowie-den-Li- nien-11-und-12-im-Zuge-der-Von-Esmarch-Straße/Toppheideweg-ergibt-sich-für-diese- Hauptachsen-jeweils-ein-angenäherter-10’-Takt.- - Durch-diese-Netzerweiterung-konnte-das-Fahrgastaufkommen-im-Stadtteil-und-im- Korridor-Gievenbeck-deutlich-gesteigert-werden.-Für-den-Stadtteil-Gievenbeck-(ohne- Horstmarer-Landweg)-ist-ein-Anstieg-der-Fahrgastzahlen-von-täglich-9.600-auf-11.100- Universität Altstadt Klinikum Gieven- beck Coesfelder Kreuz Dieckmannstr. Weitkampweg Nienberge Zentrum Roxel Z e n tru m H a u s M a rie n g ru n d N ü n n in g fe ld Gronowskistr. Auenviertel Freiherr-vom-Stein- Gynasium Gartenbreie Gievenbeck Kaserne Deipenfohr Schmeddingstr. Zentral- klinikum Lukas- kirche S che ibe rstr. H au tklinik P otstie geM ich ae lkirche A sbeckw eg A h a u s w e g B esselw e g G escherw egTw entew eg To pp heide Rüsch- hausweg 5'-T akt 10'-T akt 10'-Ta k t 10'-T akt 10'- Takt 5'- Takt 12 11 22 5 20 13 2005:-7.200-FG- 2007:-7.600-FG- +6%-(Tageswerte) - 2005:-2,400-FG- 2007:-3.500-FG- +46%-(Tageswerte) - Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 12 Fahrgäste-zu-verzeichnen.-Das-entspricht-einem-Zuwachs-von-16%-von-2005-bis- 2007.-Im-Bereich-des-Auenviertels-konnten-die-Fahrgastzahlen-um-ca.-50%-gesteigert- werden,-wovon-allerdings-die-Hälfte-der-Zuwächse-auf-die-Aufnahme-des-Schulbetrie- bes-des-neuen-Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums-zurückzuführen-sind.-Zuwächse-ver- zeichnet-aber-auch-der-Bereich-Toppheide-–-hier-vor-allem-an-der-Haltestelle-Rüsch- hausweg-–-und-das-Stadtteilzentrum-mit-der-Haltestelle-Michaelkirche.-Fahrgastzu- wächse-sind-auch-für-den-Korridor-Gievenbeck-außerhalb-des-eigentlichen-Stadtteils- festzustellen.-So-konnte-beispielsweise-das-Fahrgastaufkommen-an-der-Haltestelle- Coesfelder-Kreuz-von-5.200-Fahrgästen-auf-über-5.600-Fahrgäste-gesteigert-werden.- - Die-Umsetzung-dieses-umfangreichen-Maßnahmenpaketes-führte-anfangs-zu-Anwoh- nerbeschwerden-im-Bereich-Dieckmannstraße/Heekweg.-Durch-eine-Neuordnung-der- Betriebshaltestellen,-Dienstanweisungen-an-das-Fahrpersonal-(Fahrordnung)-und-ge- zielte-Überprüfungen-durch-die-Leitstelle-konnte-dieses-Problem-zwischenzeitlich-ge- löst-werden.-Darüber-hinaus-gab-es-Anwohnerbeschwerden-über-die-hohe-Busfre- quenz-im-Bereich-Südlohnweg-und-Weitkampweg-in-Gievenbeck.-Nach-einer-Überprü- fung-des-Fahrgastaufkommen-und-der-Fahrgastverflechtungen-wurde-auf-die-Führung- der-Linie-12-durch-den-betroffenen-Bereich-verzichtet.-Seit-dem-Fahrplanwechsel- 2008-wird-die-Linie-12-auf-direktem-Weg-über-die-Dieckmannstraße-zur-Endhaltestelle- Heekweg-geführt.-Damit-konnte-die-Anwohnerbeschwerde-ausgeräumt-werden.- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-konnte-auch-die-Buswende-und-Verknüp- fungshaltestelle-an-der-Roxeler-Straße-in-Betrieb-genommen-werden.-Mit-der-so-nun- möglichen-Verlängerung-der-Linie-11-bis-zur-Roxeler-Str.-und-die-Verknüpfung-mit-den- Linien-1-und-R63/R64-aus-und-in-Richtung-Roxel-wurde-der-letzte-Baustein-im-Stadt- teilkonzept-Gievenbeck-umgesetzt.-Dem-seit-langem-von-Bürgern-und-Fahrgästen- vorgetragene-Wunsch-nach-einer-zeitlich-optimierten-Umsteigeverbindung-zwischen- den-Stadteilen-Roxel-und-Gievenbeck-konnte-damit-ebenfalls-nachgekommen-werden.- - - 3.3- Stadtteilkonzepte- - Der-2.-Nahverkehrsplan-weist-unter-den-Maßnahmenpaketen-„Stadtteilkonzepte“,- „Bedienungsstandards-Linienführung“-und-„Tangentialverkehr“-insgesamt-9-aus- schließlich-stadtteilbezogene-Maßnahmen-aus.-Diese-wurden-mit-den-Fahrplanwech- seln-2006-und-2007-umgesetzt-oder-wurden-auf-ihre-Realisierung-hin-geprüft.- - - 3.3.1- Umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - Amelsbüren- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-das-Baugebiet-Amelsbüren-Süd-durch-eine- Anpassung-der-Linienführung-im-Stadtteil-angebunden.-Bis-zur-Haltestelle-Davertstra- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 13- ße-ist-dabei-die-ursprüngliche-Linienführung-beibehalten-worden.-Ab-der-Haltestelle- Davertstraße-wird-die-Linie-1-ab-dem-Fahrplanwechsel-2006-im-60’-Takt-zur-Haltestel- le-Amelsbüren-Bahnhof-und-im-20’-/40’Takt-über-die-Davertstraße-in-das-Neubauge- biet-Amelsbüren-Süd-geführt.-Die-Busan--bzw.-–abfahrten-am-Bahnhof-sind-auf-die- Züge-aus-und-in-Richtung-Dortmund-ausgerichtet.-Das-Neubaugebiet-wird-durch-zwei- neue-Haltestellen-erschlossen.-Den-Bewohnern-des-Neubaugebietes-kann-so-eine- flächendeckende-Erschließung-und-die-Anbindung-an-das-Stadtbussystem-geboten- werden.-Der-zentrale-Bereich-in-Amelsbüren-und-die-aufkommensstarken-Haltestellen- werden-weiterhin-ab-der-Haltestelle-„Davertstraße“-im-20’-Takt-bedient.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Amelsbüren,-Fahrgastveränderung-2005/2007- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-ist-es-auch-gelungen,-überwiegend-Gelenk- busse-mit-Stadtbusqualität-auf-der-gemeinsam-mit-den-Partnern-Westfalen-Bus-und- Weilke-betriebenen-Linie-1-einzusetzen.-Die-Anzahl-der-Fahrgastbeschwerden-bezüg- lich-der-Besetzung-und-der-Qualität-der-Fahrzeuge-hat-sich-seitdem-deutlich-reduziert.- - Mit-der-Anbindung-des-Baugebietes-Amelsbüren-Süd-hat-sich-das-Fahrgastaufkom- men-im-Stadtteil-überaus-positiv-entwickelt.-So-stieg-das-Fahrgastaufkommen-von- 2005-bis-2007-um-ca.-24%.-Die-neu-eingerichtete-Haltestelle-Amelsbüren-Süd-wird- von-weit-mehr-als-200-Fahrgästen-pro-Werktag-genutzt-und-ist-damit-die-am-stärksten- frequentierte-Haltestelle-im-Stadtteil-Amelsbüren.-- - Pater-Kolbe-Str. Plutoweg Amelsbüren Schule Amelsbüren Kirche Davertstr. Am Dornbusch Amelsb ren S d ü ü Amelsbüren Bahnhof DB Haltestelle Bestand H HH HH H H Linie 1 im 20'-T Haltestellen- einzugsradius 300m Haltestelle Geplant H H H Linie 1 im 20'-/40'-T Linie 1 im 60'-T 2005:-875-FG- 2007:-1.084-FG- +24%-(Tageswerte) - Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 14 Technologiepark- - Zur-Anbindung-des-Technologieparks-Austermannstraße-wurde-mit-dem-Fahrplan- wechsel-2006-die-neue-Linie-13-im-20’-Takt-von-der-damaligen-Endhaltestelle-Horst- marer-Landweg-über-die-Austermannstraße-bis-zum-Johann-Krane-Weg-verlängert.- Die-Linie-13-(ehemals-Linie-12)-stellt-damit-die-Verbindungen-des-neu-entstehenden- Technologieparks-aus-und-in-die-universitären-Bereiche-sowie-in-den-Altstadtbereich- und-zum-Hauptbahnhof-sicher.-Zur-ortsnahen-Erschließung-des-Technologieparks- wurden-auf-der-Austermannstraße-zusätzliche-Haltestellen-eingerichtet.-Über-die-Hal- testelle-Eissporthalle-besteht-eine-Umsteigeverbindung-im-20’-Takt-mit-der-Stadtbusli- nie-16-aus-und-in-Richtung-Kinderhaus.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Technologiepark,-Fahrgastveränderung-2005/2007- - Während-–-vermutlich-aufgrund-des-bisher-nicht-vollständig-vermarkteten-zentralen- Bereichs-des-Technologieparks-–-die-neuen-Haltestellen-auf-der-Austermannstraße- von-weniger-als-30-Fahrgästen-pro-Werktag-genutzt-werden,-hat-sich-das-Fahrgast- aufkommen-an-der-Haltestelle-Eissporthalle-von-2005-auf-2007-mehr-als-verdoppelt.- Nutzer-sind-vor-allem-Studenten,-die-die-Direktverbindung-mit-der-Linie-13-zwischen- dem-Leonardo-Campus-und-den-universitären-Einrichtungen-im-Bereich-Coesfelder- Kreuz-nutzen.- - - - Alte Sternwarte Horstmarer Landweg Kortenbrede Eis- sporthalle Leonardo- Campus Rudolf-Harbig-Weg H H H H H H H Haltestelle H Linie 13 im 20'-T Linie 16 im 20'-T Linie 3/4 im 20'-T H H H Haltestellen- einzugsradius 300m Verdoppelung-der-FG-Hst- Eissporthalle-von-193-auf-400- Hst-Technologiepark:-28- Hst-Johan.-Krane-Weg:-18- Hst-Wasserweg:-218- (Tageswerte)- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 15- Maikottenweg- - Auf-der-Grundlage-des-2.-Nahverkehrsplan-wurde-mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-die- Führung-der-Linie-14-im-Bereich-Maikottenweg-geändert.-Anlass-waren-die-Entwick- lung-des-Fahrgastaufkommens-und-die-unzureichende-Fahrplansicherheit-der-Linie-14- zur-Hauptverkehrszeit.-Vor-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-Linie-14-ringförmig- im-Einrichtungsverkehr-und-ohne-Endhaltestelle-im-Bereich-Maikottenweg-geführt.-Für- die-Fahrgäste-die-an-den-Haltestellen-Mauritz-Friedhof-bzw.-Zum-Guten-Hirten-aus- stiegen,-bedeutete-diese-Führung-eine-Umwegfahrt-von-ca.-5-Minuten.-Aber-gerade- an-diesen-Haltestellen-hatte-sich-die-Fahrgastzahl-aufgrund-der-Neubautätigkeit-in-den- letzten-Jahren-verdoppelt.-Zudem-konnten-aufgrund-der-fehlenden-Endhaltestelle-im- Bereich-Maikottenweg-und-den-somit-fehlender-Pausen--bzw.-Pufferzeiten,-Verspä- tungen,-die-stadtauswärts-auftraten,-nicht-kompensiert-werden.-In-der-Folge-wurden- diese-Verspätungen-auf-die-stadteinwärtige-Richtung-verschleppt.- - Aus-den-vorgenannten-Gründen-sollte-die-Linie-14-zum-Fahrplanwechsel-2006-in-Rich- tung-und-Gegenrichtung-über-die-Straßen-Mauritz-Lindenweg-und-Maikottenweg-zur- Endhaltestelle-Gallenkamp-geführt-werden.-Die-Maßnahme-wurde-mit-dem-2.-Nah- verkehrsplan-den-Bezirksvertretungen-vorgestellt-und-vom-Rat-–-aufgrund-der-Beden- ken-der-Bezirksvertretung-Ost-–-mit-der-Maßgabe-beschlossen,-zunächst-einen-halb- jährigen-Probebetrieb-durchzuführen.- - - - Linienwegmaßnahme:-Maikottenweg,-2006/2008- - Allerdings-gab-es-bereits-vor-der-Umsetzung-der-Planung-massive-Proteste-der-An- wohner.-Kritisiert-wurden-vor-allem-die-Befahrung-der-Straßen-Maikottenweg-und-zum- Guten-Hirten-im-Zweirichtungsverkehr-sowie-die-zu-erwartende-Busfrequentierung-auf- Stadion 08 Mauritz-Friedhof (Endhaltestelle) Gallenkamp (Starthaltestelle) Frauen- burgstr. Maikottenweg Zum Guten Hirten Betriebsfahrt Stadion 08 Mauritz-Friedhof Gallenkamp Frauen- burgstr. Maikottenweg Zum Guten Hirten Linienführung- Maikottenweg- 2006- Linienführung- Maikottenweg- 2008- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 16 diesen-Straßen.-Nach-intensiven-Gesprächen-mit-der-Politik-konnte-ein-parteiübergrei- fender-Kompromiss-erzielt-werden,-der-mit-der-Beschlussvorlage-V/0150/2006-den- politischen-Gremien-vorgelegt-wurde.- - Danach-wird-seit-dem-10.04.2006-im-Bereich-Maikottenweg-die-Linie-14-in-einem- doppelten,-einseitigen-Ring-geführt.-Stadtauswärts-wird-die-Linie-über-die-Manfred- von-Richthofen-Straße-–-Maikottenweg-–-Zum-Guten-Hirten-und-Mauritz-Lindenweg- zur-Endhaltestelle-Mauritz-Friedhof-geführt.-Von-dort-fahren-die-Busse-als-Leer- fahrt/Betriebsfahrt-zur-Starthaltestelle-Gallenkamp,-von-wo-aus-die-Linie-stadteinwärts- wieder-einsetzt.- - Durch-diese-Linienführung-wurde-gleichermaßen-den-Interessen-der-Anwohner-und- der-Fahrgäste-Rechnung-getragen.-Der-von-den-Anwohnern-kritisierte-Gegenverkehr- auf-dem-Maikottenweg-und-der-Straße-Zum-Guten-Hirten-kann-mit-der-neuen-Linien- führung-vermieden-werden.-Darüber-hinaus-entfällt-die-ebenfalls-im-Mittelpunkt-der- Kritik-stehende-Blockumfahrt-über-den-Gallenkamp-und-den-Lohausweg.-Die-Busfre- quentierung-mit-6-Fahrten-pro-Stunden-blieb-bestehen,-entspricht-aber-der-in-Münster- in-Wohngebieten-„üblichen-Belastung“.-Aus-Sicht-der-Fahrgäste-blieben-alle-Vorteile- gewahrt.-Durch-den-doppelten-Ring-stadtaus--und-stadteinwärts-lassen-sich-Umweg- fahrten-für-die-Fahrgäste-vermeiden.-Zudem-werden-durch-die-Endhaltestelle-Gallen- kamp---mit-Pausen--und-Pufferzeit---Verspätungen-kompensiert.- - Seit-Einführung-dieses-Linienweges-sind-weder-bei-der-Stadtwerke-Münster-GmbH- noch-bei-der-Verwaltung-Beschwerden-seitens-der-Anwohner-eingegangen.-Die-Be- triebsdurchführung-verläuft,-bei-hoher-Fahrplansicherheit,-reibungslos.-Zusammenfas- send-ist-festzustellen,-dass-die-seit-dem-10.04.2006-praktizierte-Linienführung-den- Fahrgastansprüchen-voll-entspricht,-da-sie-eine-gute-Bedienungsqualität-und-hohe- Fahrplansicherheit-bietet.-Die-Linienführung-entspricht-darüber-hinaus-weitestgehend- den-Anwohnerinteressen.-Mit-der-Beschlussvorlage-V/573/2006-wurde-den-Bezirks- vertretungen-Ost-und-Mitte-sowie-dem-Planungsausschuss-der-Erfahrungsbericht-zur- Kenntnis-gegeben-und-empfohlen-die-heutige-Linienführung-der-Linien-14-im-Bereich- Maikottenweg-beizubehalten.-Dies-wurde-vom-Planungsausschuss-beschlossen.- - - Albachten- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-erste-Stufe-zur-Anbindung-der-Neubauge- biete-Dülmener-Straße-und-Haus-Wiek-umgesetzt.-Das-Baugebiet-Haus-Wiek-wird-seit- dem-über-die-Haltestelle-„Langenkamp“-mit-der-Linie-15-im-20’-Takt-angebunden.- Zum-Fahrplanwechsel-2008-war-auch-die-verkehrliche-Infrastruktur-im-Neubaugebiet- südlich-der-Dülmener-Straße-soweit-hergerichtet,-dass-eine-Erschließung-mit-dem- Stadtbussystem-erfolgen-konnte.-Dazu-wird-die-Linie-15-im-20’-Takt-ab-der-Dülmener- Straße-durch-das-Baugebiet-auf-die-Osthoffstraße-geführt.-- - Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 17- - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienwegmaßnahme:-Albachten,-Anbindung-der-Baugebiete- - Mit-dieser-Linienführung-ist-sichergestellt,-dass-der-gesamte-Stadtteil-Albachten,-ein- schließlich-der-Neubaugebiete,-flächendeckend-an-das-Stadtbussystem-angebunden- ist.-Die-Linie-15-verbindet-im-20’-Takt-alle-Wohngebiete-des-Stadtteils-mit-dem-zentra- len-Einkaufs--und-Versorgungsbereich-Dülmener-Straße-und-dem-Schienenhaltepunkt.-- - - Wolbeck-/-Hiltrup- - Zur-weiteren-Verbesserung-der-Tangentialverbindung-Wolbeck-–-Hiltrup-wurde-ent- sprechend-dem-2.-Nahverkehrsplan-mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-die-Taxibuslinie-T9- bis-zur-Haltestelle-Hiltrup-Marktallee-verlängert.-Damit-können-die-Fahrgäste-aus-und- in-Richtung-Wolbeck-von-allen-Haltestellen-aus-den-Einzelhandelsbereich-Hiltrup- Marktallee-in-Direktfahrt-erreichen.-Bis-dahin-war-ein-Umstieg-von-der-T9-auf-die-Linie- 9-ab-der-Haltestelle-Loddenweg-erforderlich.-Nach-intensivem-Dialog-mit-der-örtlichen- Politik-wird-die-T9-seit-April-2008-bis-zur-Haltestelle-Herz-Jesu-Krankenhaus-verlängert.- - Bereits-mit-der-Verlängerung-der-T9-bis-zur-Marktallee-haben-sich-die-Fahrgastzahlen- von-2.700-auf-5.200-Fahrgäste-pro-Jahr-fast-verdoppelt.-Die-Kosten-für-diese-Taxibus- verbindung-belaufen-sich-somit-aktuell-auf-ca.-50.000€/Jahr.-Darauf-hin-wurde-die-im- Nahverkehrsplan-perspektivisch-vorgesehen-Einrichtung-einer-direkten-Busverbindung- Wolbeck---Hiltrup-mit-folgendem-Ergebnis-geprüft:- - Die-Verlängerung-einer-in-Hiltrup-endenden-Stadtbuslinie-würde-die-heutigen-Kosten- des-Taxibusbetriebes-deutlich-überschreiten.-Für-die-Verlängerung-der-Linie-5-bis-Wol- beck-Markt-mit-der-Endhaltestelle-Wolbeck-Schulzentrum-ist-ein-zusätzliches-Fahrzeug- Meerhook Zentrum Albachten Kirche Dülmener Str. Rottkamp Am Kämpken Sendener Stiege Langenkamp Bahnhof Albachten Haltestelle H HH HH H H H H Neubaugebiet Neubaugebiet Haus Wiek Neubaugebiet Dülmener Straße H H Linie 15 ab Januar 2008 Alte Führung der Linie 15 Hohe Geist Neubaugebiete-Dülmener- Straße-und-Haus-Wiek-mit- neuen-Haltestellen- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 18 mit-Betriebskosten-von-ca.-150.000-€-pro-Jahr-erforderlich.-Um-aber-eine-vergleichba- re-Erschließungsqualität-in-Wolbeck-wie-durch-die-T9-zu-gewährleisten-(Bedienung- aller-Haltestellen),-müsste-die-Linie-5-bis-Wolbeck-Windmühle-mit-Einschleifung-über- das-Neubaugebiet-Wolbeck-Nord-verlängert-werden.-Für-dieses-der-heutigen-Taxibus- bedienung-vergleichbaren-Bedienungsangebot-wären-zwei-Fahrzeuge-erforderlich.-Die- jährlichen-Betriebskosten-für-diese-Linienbusverbindung-würden-sich-somit--auf-ca.- 300.000-€-belaufen.- - Die-Nachfragesteigerung-auf-der-T9-belegt-die-hohe-Fahrgastakzeptanz-der-Taxibus- verbindung-zwischen-Wolbeck-und-Hiltrup.-Die-Bedienung-aller-Haltestellen-in-Wol- beck-gewährleistet-–-vor-allem-für-ältere-Bürgerinnen-und-Bürger-–-eine-flächende- ckende-Erschließung-des-gesamten-Stadtteils-mit-kurzen-Fußwegen-zur-nächsten-Hal- testelle.-Eine-vergleichbare-Qualität-kann-durch-einen-Linienbusbetrieb-nur-mit-erhebli- chen-Mehrkosten-realisiert-werden.-Diese-Mehrkosten-sind-in-Anbetracht-der-Fahr- gastnachfrage-auf-der-T9-zum-heutigen-Zeitpunkt-wirtschaftlich-nicht-zu-vertreten.- Perspektivisch-muss-die-Realisierung-des-Baugebietes-Wolbeck-Nord-und-die-Ver- kehrsnachfrage-der-Bewohner-beobachtet-werden.-Unter-Umständen-ist-dabei-auch- die-Tangentialverbindung-Wolbeck-Hiltrup-neu-zu-bewerten.- - - 3.3.2- Bislang-nicht-umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - Hiltrup---Gewerbegebiet-Hansestraße- - Gemäß-2.-Nahverkehrsplan-ist-für-das-Gewerbegebiet-Hansestraße-in-Hiltrup-eine- ÖPNV-Erschließung-zu-prüfen.-Ende-2006-wurde-zur-Abschätzung-des-ÖPNV-Poten- zials-eine-Marktforschung-durchgeführt.-In-einem-Anschreiben-an-alle-ansässigen-Fir- men-wurden-dabei-die-grundsätzliche-Bereitschaft-zur-Teilnahme-an-der-Marktfor- schung,-die-Geschäftszeiten-sowie-die-Anzahl-der-Beschäftigten-bzw.-der-Kundenkon- takte-pro-Tag-abgefragt.-Der-Rücklauf-zu-diesem-Anschreiben-lag-unter-50%.-Auf- grund-dieser-geringen-Teilnahme-an-der-Umfrage-und-das-damit-bekundete-Desinte- resse-wurde-auf-eine-weitergehende,-differenzierte-Befragung-der-Firmen-verzichtet.- Die-Firmen-wurden-über-dieses-Ergebnis-informiert.- - Bei-der-Auswertung-der-Antwortschreiben-konnte-feststellen-werden,-dass-lediglich- ein-im-Gewerbegebiet-ansässiges-Call-Center-mit-ca.-150-Mitarbeitern-im-Wechsel- schichtbetrieb-ein-größeres-Fahrgastpotenzial-aufweist.-Die-anderen-Firmen-im-Ge- werbegebiet-haben-deutlich-weniger-Beschäftigte,-bzw.-lässt-sich-auch-aus-der-Anzahl- der-Kundenkontakte-kein-relevantes-Nachfragepotenzial-für-den-ÖPNV-erkennen.-Da- mit-sind-die-Voraussetzungen-für-ein-regelmäßiges-ÖPNV-Angebot---als-Stadtbus-oder- als-Taxibus---auf-der-Hansestraße-zum-aktuellen-Zeitpunkt-unter-Betrachtung-der-wirt- schaftlichen-Rahmenbedingungen-nicht-gegeben.-Die-weitere-Entwicklung-des-Ge- werbegebietes-Hansestraße-wird-beobachtet-und-ggf.-mittelfristig-hinsichtlich-der- ÖPNV-Anbindung-neu-bewertet.- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 19- Wolbeck-–-Baugebiet-Wolbeck-Nord- - Im-Baugebiet-Wolbeck-Nord-ist-die-Neuerrichtung-von-570-Wohneinheiten-in-Einzel-,- Reihen--und-Mehrfamilienhaus-Bauweise-vorgesehen.-Aktuell-beginnt-die-verkehrliche- Erschließung-des-Baugebietes-und-die-Erstellung-erster-Wohneinheiten.-Insgesamt- muss-aber-von-einer-längerfristigen-Realisierung-ausgegangen-werden.-Im-Rahmen- der-verkehrlichen-Ausbauplanung-wird-die-Möglichkeit-der-ÖPNV-Erschließung-mit- Linienbussen-durch-entsprechende-Radien-und-Straßenquerschnitte-sichergestellt.-Die- weitere-Entwicklung-des-Baugebietes-wird-beobachtet.-In-Abhängigkeit-davon,-kön- nen-die-im-2.-Nahverkehrsplan-festgelegten-Maßnahmen-umgesetzt-werden.- - - Roxel-–-Baugebiete-Roxel-Nord,-Roxel-West,-neuer-Haltepunkt- - Im-Baugebiet-Roxel-Nord-ist-die-Neuerrichtung-von-400-Wohneinheiten-vorgesehen.- Konkrete-Baumaßnahmen-finden-bereits-statt,-von-einer-zeitnahen-Fertigstellung-des- Baugebietes-ist-auszugehen.-Mit-der-Realisierung-des-Baugebietes-Roxel-West-ist-erst- ab-2010-zu-rechnen.-Weitergehende-Planungen-dazu-liegen-noch-nicht-vor.-Die-Reak- tivierung-des-Haltepunktes-Roxel-befindet-sich-in-der-Phase-der-verkehrlichen-Aus- bauplanung,-ein-rechtsverbindlicher-Bebauungsplan-liegt-vor.- - Das-Neubaugebiet-Roxel-Nord-wird-im-300m-Radius-über-die-Haltestelle-Roxel-Post-im- 20’-Takt-mit-der-Linie-1-erschlossen.-Durch-den-weitergehenden-Einsatz-von-Gelenk- bussen-auf-der-Linie-1-ab-dem-Fahrplanwechsel-Januar-2008-werden-für-das-zusätzli- che-Fahrgastaufkommen-in-Roxel-ausreichend-Kapazität-zur-Verfügung-gestellt.- - - Gewerbepark-Loddenheide- - Der-Gewerbepark-Loddenheide-ist-im-Endausbau-das-mit-Abstand-größte-Gewerbe- gebiet-im-Stadtgebiet-Münster.-Perspektivisch-sollen-auf-dieser-ca.-89-ha-großen-Flä- che-hochtechnisierte-Betriebe-mit-mehr-als-3.000-Beschäftigten-angesiedelt-werden.- Gegenwärtig-ist-ca.-1/3-der-Fläche-vermarktet,-zur-Zeit-sind-dort-ca.-700-Beschäftigte- tätig.-Befragungen-der-ansässigen-Unternehmen-haben-gezeigt,-dass-sich-der-Arbeits- beginn-der-Beschäftigten-auf-die-Hauptverkehrszeit-konzentriert.-Daher-wurde-als-Ein- stiegsangebot-mit-dem-Fahrplanwechsel-2002-der-CE6-in-Gegenlastrichtung-in-das- Gewerbegebiet-geführt.-In-Anbetracht-des-nach-wie-vor-geringen-Fahrgastaufkom- mens-mit-weniger-als-30-Fahrgästen-pro-Werktag-stellt-die-Bedienung-des-Gewerbe- gebietes-ausschließlich-zur-Hauptverkehrszeit-eine-adäquate-Bedienung-dar.-Perspek- tivisch-ist-die-weitere-Entwicklung-des-Gewerbegebietes-und-die-damit-verbundene- Fahrgastnachfrage-zu-beobachten.- - - Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 20 3.4- StadtExpress-(X-Fahrten)- - Grundsätzlich-sollten-durch-eine-Profilschärfung-(Beschleunigung)-und-die-Konzentrati- on-des-StadtExpress-Angebotes-auf-den-Berufsverkehr-(Bedienungszeiten)-neue-Fahr- gastpotentiale-gewonnen-werden.-Mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-wurde-dazu-das- Fahrtenangebot-weitgehend-auf-die-Hauptverkehrszeit-zwischen-7.00-8.00-und-16.00- 17.00-Uhr-bei-ganzjährigem-Betrieb-konzentriert.-Als-Pilotprojekt-wurde-die-X6-im-Kor- ridor-Albersloher-Weg---durch-das-Auflassen-von-gering-frequentierten-Haltestellen-–- beschleunigt.- 4 11 31 36 55 39 13 38 46 79 54 23 6 8 27 27 64 39 17 48 30 61 40 24 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 7:06 7:26 7:46 7:14 7:34 7:54 7:05 7:25 7:45 7:19 7:39 7:59 2005 2007 X1-(Richtung- Hiltrup) X1-(Richtung-Hbf) X5-(Richtung-Hbf) X6-(Richtung-Hbf) Maximale-Besetzung-der-StadtExpressfahrten-7.00-Uhr-bis-8.00-Uhr-(2005/2007)- - Im-Vergleich-der-Fahrgastzahlen-2005/2007-ist-ein-weiterer-Fahrgastrückgang-auf-den- StadtExpressfahrten-festzustellen.-Die-maximale-Fahrgastbesetzung-der-Fahrten-liegt- morgens-zum-Teil-deutlich-unter-30-Fahrgästen.-Lediglich-die-Fahrten-stadteinwärts- gegen-7.30-Uhr-(Ankunft-Hauptbahnhof)-weisen-eine-akzeptable-Fahrgastnachfrage- auf.-Lediglich-6-der-12-StadtExpressfahrten,-die-zwischen-7.00-Uhr-und-8.00-Uhr-die- Standardlinie-zu-einem-10’-Takt-verdichten,-haben-eine-hinreichende-Auslastung.- - Nachmittags-ist-die-Fahrgastnachfrage-auf-allen-StadtExpressfahrten-noch-einmal-ge- ringer-als-morgens.-Die-maximale-Besetzung-der-Fahrten-liegt-zum-Teil-deutlich-unter- 20-Fahrgästen.-Alle-vor--bzw.-nachlaufenden-Fahrten-der-entsprechenden-Standardli- nien-weisen-dabei-noch-ausreichend-freie-Platzkapazitäten-auf.- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 21- 17 29 13 16 22 12 18 14 19 26 17 13 18 11 12 12 31 14 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 16:28 16:48 17:08 16:26 16:46 17:06 16:34 16:54 17:14 2005 2007 X1-(Richtung-Hiltrup) X1-(Richtung-Hbf) X6-(Richtung-Hbf) Maximale-Besetzung-der-StadtExpressfahrten-16.30-Uhr-bis-17.30-Uhr-(2005/2007)- - Insgesamt-ist-festzustellen,-dass-obwohl-in-der-Vergangenheit-mehrfach-anhand-kon- kreter-im-Nahverkehrsplan-festgelegter-Anforderungen-versucht-wurde-das-Profil-des- StadtExpresses-zu-schärfen-und-zusätzliche-Fahrgäste-zu-gewinnen,-das-Produkt-in- der-Kundenakzeptanz-nicht-über-die-Rolle-der-Verstärkerfahrten-v.a.-für-den-Schüler- verkehr-hinaus-gekommen-ist.-Auch-konnte-der-angestrebte-Beschleunigungseffekt- für-dieses-Produkt-allein-durch-das-Auslassen-von-Haltestellen-infolge-der-Verkehrsbe- lastung-durch-den-Pkw-Verkehr-nicht-realisiert-werden.- - Aufgrund-des-dargelegten-Sachverhaltes-soll-das-StadtExpressangebot-eingestellt- werden.-Die-aufkommensstarken-Fahrten-werden-weiter-ganzjährig-als-Verstärkerfahr- ten-auf-den-Linien-durchgeführt.-Die-restliche-„Fahrtenmasse“-kann-nachfragegerecht- in-der-aufkommensstarken-Zeit-von-Oktober-bis-März-als-Verstärkerfahrten-zur-Entlas- tung-der-Standardlinie-zum-Einsatz-kommen.-Damit-kann-die-Beförderungsqualität-für- die-Fahrgäste-und-die-Fahrplansicherheit-in-dieser-Zeit-deutlich-verbessert-werden.- Insgesamt-wird-so-das-Fahrtenangebot-nachfragegerecht-im-Sinne-der-Fahrgäste-op- timiert.- - Die-Prüfung,-Regionalbusfahrten-als-stadtteilgebundene-Expressfahrten-einzubinden- steht-gegenwärtig-noch-aus.-Nach-Vorbild-des-Stadtexpress-Coerde-soll-dabei-für-die- Stadtteile-Wolbeck,-Nienberge-und-Roxel-das-regionale-Fahrtenangebot-für-die-Fahr- gäste-der-münsteraner-Außenstadtteile-nutzbargemacht-werden.-Durch-die-Lage-der- drei-Stadtteile-zur-Innenstadt-bzw.-der-gestreckten-Führung-der-Regionalbuslinien-be- stehen-Fahrzeitvorteile-gegenüber-den-Stadtbuslinien-in-der-Punkt-Punkt-Verbindung- Stadtteil-Hbf/Zentrum.- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 22 3.5- Korridorverkehr- - - 3.5.1- Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus- - Für-den-Stadtteil-und-Korridor-Kinderhaus-stellt-der-2.-Nahverkehrsplan-ein-Missver- hältnis-von-Fahrgastnachfrage-und-Angebot-fest.-Mit-ca.-6.600-Fahrgästen-bei-360- Fahrten-pro-Werktag-ist-ein-deutlich-schlechteres-Verhältnis-Fahrgäste/Fahrten-festzu- stellen-als-in-anderen-Korridoren-(Gievenbeck:-9.000-Fahrgäste/250-Fahrten-oder-We- seler-Straße:-7.400-Fahrgäste/254-Fahrten).- - Insgesamt-wurde-der-Stadtteil-Kinderhaus-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-von-fünf- vollwertigen-Stadtbuslinien-(1,-6,-15,-16-und-17)-im--20’-Takt-erschlossen.-Hinzu-ka- men-die-Verstärkerfahrten-der-X6-zur-Hauptverkehrszeit-für-den-Bereich-Brüningheide- und-die-Linie-8,-die-die-Tangentialverbindung-Kinderhaus-–-Coerde-im-60’-Takt-sicher- stellt.-Aufgrund-des-Fahrgastaufkommens-ist-eine-über-den-20’-Takt-hinausgehende- engere-Taktfolge-nur-für-den-Bereich-Brüningheide-sowie-für-die-Haltestellen-Kinder- haus-Schulzentrum-und-Idenbrockplatz-erforderlich.-Das-Aufkommen-an-den-übrigen- Haltestellen-liegt-z.T.-deutlich-unter-300-Fahrgästen/Werktag.-Nach-der-Maßgabe-des- 2.-Nahverkehrsplanes-sollte-das-Fahrtenangebot-im-Korridor--und-Stadtteil-Kinderhaus- bei-vergleichbar-guter-Bedienungs--und-Erschließungsqualität-reduziert-werden.-Dabei- waren-folgende-Vorgaben-zu-beachten.- - • Bedienung-aller-bestehenden-Haltestellen-im-Tagesverkehrs-(Mo-–Fr)-von-6.00- bis-21.00-Uhr-im-20‘-Takt.- - • Anpassung-des-Fahrtenangebotes-an-die-Fahrgastnachfrage:-Zwei-Linien-(6- Fahrten/Stunde)-für-den-Bereich-Brüningheide/Stadtteilzentrum-Idenbrockplatz;- je-eine-Linie-(3-Fahrten/Stunde)-für-die-Achsen-Kristiansandstraße./Burloh/- Westhoffstraße.- - • Sicherstellung-der-wesentlichen-Fahrgastverflechtungen:-Idenbrockplatz-–-Alt- stadt/Hbf-/-Brüningheide-/-Dreizehnerstraße/Jahnstraße;-Sprakel-–-Kinderhaus- SZ/Idenbrockplatz;-Brüningheide-–-Gewerbegebiet-Messkamp/Nienkamp- - Mit-diesen-Vorgaben-wurde-die-Linienführung-in-Kinderhaus-mit-dem-Fahrplanwechsel- im-Januar-2007-neu-geordnet.-Die-Linie-16-wird-ab-dem-Orléans-Ring-im-20’-Takt-bis- zum-Schulzentrum-und-im-20’-/40’-Takt-weiter-bis-nach-Sprakel-geführt.-Die-Linie-6- fährt-anstelle-der-Linie-16-im-20’-Takt-über-die-Westhoffstraße-und-den-Idenbrockplatz- in-Richtung-Brüningheide.-Aufgrund-der-erforderlichen-Kapazitäten-und-engen-Ver- kehrsverflechtungen-mit-der-Grevener-Straße-und-dem-Bereich-Brüningheide-wurde- die-Linie-15-über-die-Kristiansandstraße-nach-Brüningheide-geführt.-Durch-das-dichte- Fahrtenangebot-kann-so-an-der-Haltestelle-Schulzentrum-auf-den-Einsatz-von-Verstär- ker--bzw.-StadtExpressfahrten-zur-Hauptverkehrszeit-verzichtet-werden.-Die-Achse- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 23- Burloh-mit-der-Haltestelle-Heidkamp-wird-von-der-Linie-17-erschlossen.-Mit-der-Füh- rung-über-Idenbrockplatz-blieb-auch-für-diese-Haltestelle-das-gewohnt-dichte-Fahrten- angebot-und-die-Direktverbindung-Richtung-Zentrum-Nord-erhalten.- Linienführung-Kinderhaus-2006- - Linienführung-Kinderhaus-2008- - 6 6 8 17 17 1 1 1 16 16 15 15 Am Burloh Pastorsesch Kinderhaus Schulzentrum R e k to ra ts -w e g Im Moorhock Ermlandweg Janningsweg Kristiansandstr. Idenbrockplatz F eldstiegenk ampM einertzstr.Killingstr. Kinderhaus Brüningheide Eimermacherweg Heidkamp Hasenbusch Gasselstiege P rovin zial Martin-Niemöller-Str. Regina- Prothmannstr. S alzm annstr. 6 8 17 16 15 Am Burloh Pastorsesch Kinderhaus Schulzentrum R e k to ra ts -w e g Im Moorhock Ermlandweg Janningsweg Kristiansandstr. Idenbrockplatz F eldstiege nkam pMe iner tzstr .Killingstr. Kinderhaus Brüningheide Eimermacherweg Heidkamp Hasenbusch Gasselstiege P rovi nz ial Martin-Niemöller-Str. Regina- Prothmannstr. S alzm annstr. Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 24 Im-nordwestlichen-Innenstadtbereich-wurde-die-Linie-16-ab-der-Haltestelle-Dreifaltig- keitskirche-über-den-Orléans-Ring-und-weiter-über-die-Steinfurter-Straße-anstelle-der- Linie-1-Richtung-Kinderhaus-geführt.-Die-Linie-1-wurde-am-Hauptbahnhof-mit-der-Linie- 20-zur-neuen-Linie-1-Amelsbüren-–-Roxel-verknüpft.-Insgesamt-konnte-mit-dem-neuen- Liniennetz-im-Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus-das-bestehende-Überangebot-bei-an- nähernd-gleichbleibender-Bedienungsqualität-für-die-Fahrgäste-(Erschließung,-Takte,- Verbindungen)-abgebaut-und-damit-ein-erhebliches-Einsparpotenzial-realisiert-werden.- - Bereits-vor-Umsetzung-der-Maßnahmen-mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-gab-es-mas- sive-Kritik-von-Fahrgästen-und-Anwohnern-aus-dem-Bereich-Alt-Kinderhaus-und-aus- dem-Bereich-Kapuzinerstraße/-Orléans-Ring.-Über-eine-Interessengemeinschaft-bzw.- Bürgerinitiative-wurde-die-Wiedereinführung-der-alten-Linienführung-gefordert:- - • In-Kinderhaus-wurde-vor-allem-die-Verlegung-der-Linie-6-aus-der-Kristiansand- straße-in-die-Westhoffstraße-kritisiert.-Die-Erschließung-des-Bereichs-Alt- Kinderhaus-mit-der-Linie-15-wurde-dabei-nicht-als-gleichwertiger-Ersatz-zur-an- gestammten-Linie-6-gewertet.-Die-Umsetzung-und-Einführung-der-neuen-Li- nienführung-in-Kinderhaus-wurde-seitens-der-Stadtwerke-von-umfassenden- Marketingmaßnahmen-begleitet.-Neben-der-Information-vor-Ort-auf-den-Wo- chenmärkten-mit-dem-Info-Mobil-wurde-unter-anderem-auch-ein-Info-Folder- mit-den-neuen-Linienführungen-haushaltsweit-verteilt.-Auf-Wunsch-der-Politik- fand-am-23.10.2007-eine-Bürgerversammlung-zur-neuen-Linienführung-in-Kin- derhaus-statt.-Vertreter-der-Verwaltung-und-Stadtwerke-erläuterten-die-Pla- nung-und-standen-in-der-anschließenden-Podiumsdiskussion-den-interessierten- Bürgern-Rede-und-Antwort.- - Trotz-der-Reduzierung-des-Angebotes-von-fünf-auf-vier-Stadtbuslinien-ist-das- Fahrgastaufkommen-im-Stadtteil-Kinderhaus-im-Vergleich-2006-/-2007-weitge- hend-stabil-geblieben.-Ein-qualifizierter-Hinweis-für-die-Akzeptanz-eines-neuen- Bedienungsangebotes-ist-die-Entwicklung-des-Abo-Kunden-Bestandes-in-einem- Stadtteil-oder-Korridor.-Im-Jahr-2006-waren-1.425-Kinderhauser-im-Besitz-eines- Privat--oder-Firmen-Abos.-Nach-Umsetzung-der-Fahrplanmaßnahmen-in-2007- ist-der-Bestand-an-Abo-Kunden-in-Kinderhaus-sogar-leicht-auf-1.445-Kunden- gestiegen.-Feststellbar-ist-allerdings,-dass-aufgrund-der-geänderten-Linienfüh- rung-eine-Umorientierung-bei-der-Nutzung-der-Haltestellen-statt-gefunden-hat.- - Fahrgastrückgänge-in-größerem-Umfang-sind-nur-für-die-Haltestelle-Kinderhaus- Schulzentrum-festzustellen.-Hier-wirkte-sich-die-politischen-Entscheidung-aus,- die-Freifahrtberechtigung-im-Schülerverkehr-Stadt-Münster-auf-das-gesetzliche- Maß-zu-beschränken.-In-der-Folge-kam-es-zu-Abbestellungen-bei-den-Schul- wegjahreskarten-durch-das-Schulamt.-Dadurch-ist-das-Fahrgastaufkommen-an- der-Haltestelle-Kinderhaus-Schulzentrum-von-ca.-800-auf-600-Fahrgästen-pro- Werktag-zurückgegangen.-Im-Bereich-Alt-Kinderhaus-(Rektoratsweg,-Kristian- sandstraße,-Janningsweg)-schwankt-das-Gesamtaufkommen-2005-wie-auch- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 25- 2007-zwischen-300-und-350-Fahrgästen-pro-Werktag.-Optimierungsbedarf-be- steht-für-die-Haltestelle-Am-Burloh.-Hier-wird-die-Einrichtung-einer-stadteinwär- tigen-Haltestelle-für-die-Linie-15-auf-der-Grevener-Straße-überprüft.- - Insgesamt-ist-die-Neuordnung-des-ÖPNV-Angebotes-im-Stadtteil-Kinderhaus- durchaus-positiv-zu-bewerten.-Vor-allem-der-nach-wie-vor-hohe-und-weiter- steigende-Anteil-der-Abo-Kunden-belegt-die-hohe-Akzeptanz-des-Stadtbusan- gebotes-im-Stadtteil-Kinderhaus.- - • Im-Bereich-Kapuzinerstraße/Orléans-Ring-wurde-vor-allem-die-Herausnahme- der-Linie-1-aus-dem-südlichen-Abschnitt-der-Steinfurter-Straße-mit-den-Halte- stellen-Kapuzinerstraße-und-Orléans-Ring-kritisiert.-Zum-Fahrplanwechsel-2007- wurde-über-einen-haushaltsweit-verteilten-Folder-zur-neuen-Linienführung-in- diesem-Bereich-informiert.-Dabei-wurde-auf-die-Bedienung-der-beiden-Halte- stellen-mit-den-Regionalbuslinien-R72/R73-im-30’-Takt-verwiesen-und-bezüglich- der-Haltestelle-Kapuzinerstraße-die-gute-fußläufige-Erreichbarkeit-der-Haltestel- le-Kanonierplatz-(für-Gesundheitshaus-über-die-Gasselstieg)-herausgestellt.-Zu- dem-wurde-nach-eingehender-Prüfung-mit-dem-Fahrplanwechsel-2008-eine- zusätzliche-Haltestelle-Orlèans-Ring-auf-dem-York-Ring-probeweise-eingerich- tet.-Mit-dieser-neuen-Haltestelle-wird-der-Bereich-rund-um-das-Studenten- wohnheim-an-den-20’-Takt-der-Stadtbuslinie-16-angebunden.- - - - - - - - - - - - - - - - - Linienführung-im-Bereich-Orlèans-Ring/Kapuzinerstraße-2008- - Schon-kurz-nach-Einrichtung-der-Haltestellen-konnten-hier-deutlich-mehr-als- 100-Fahrgäste-pro-Werktag-als-Ein--bzw.-Aussteiger-gezählt-werden.-Mittler- weile-hat-sich-das-Fahrgastaufkommen-auf-ca.-150-Kunden-eingependelt.-Da- her-sollte-die-Haltestelle-dauerhaft-eingerichtet-und-mittelfristig-entsprechend- den-Vorgaben-des-Nahverkehrsplanes-ausgebaut-werden.- Orléans-Ring Kapuzinerstr. Röschweg Wilhelmstr. Leonardo Campus Steinfurter Str. K a n o n ie r- p la tz D re ifa ltig - k e its k irc h e 20’-Takt 20’-Ta k t 20’-Takt 20’-Takt 20’-T a kt 20’-T a k t 20’-T a k t Neue-Haltestelle- Orléans-Ring-auf-dem- York-Ring- Ca.-150- Fußweg- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 26 3.5.2- Korridor-Warendorfer-Straße-/-Handorf- - Mit-dem-Fahrplanwechsel-2001-wurde-die-Linie-2-ab-der-Danziger-Freiheit-im-20’-Takt- über-Handorf-bis-zur-Endhaltestelle-Handorf-Kaserne,-bzw.-Waldfriedhof-Lauheide- (60’-Takt)-verlängert.-Gemeinsam-mit-der-Linie-10-wird-seit-2001-dem-Stadtteil-Han- dorf-(ca.-7.200-Einwohner)-ein-10’-Takt-geboten.-Im-Vergleich-zu-anderen-Stadtteilen- hat-der-2.-Nahverkehrsplan-für-den-Korridor-Warendorfer-Straße-und-den-Stadtteil- Handorf-ein-Missverhältnis-von-Fahrgastnachfrage-und-Fahrtenhäufigkeit-festgestellt.- - Dieses-Missverhältnis-ist-auch-nach-wie-vor-festzustellen.-Mit-der-Verlängerung-der- Linie-2-wurde-das-Fahrtenangebot-für-den-Stadtteil-Handorf-verdoppelt.-Die-Fahrgast- nachfrage-dagegen-konnte-von-2001-bis-2007-nur-um-ca.-20%-gesteigert-werden.- Damit-liegt-der-Zuwachs-zwar-deutlich-über-dem-Gesamtzuwachs-im-Stadtbusver- kehrs-(ca.-9%)-bleibt-aber-deutlich-hinter-der-erwarteten-Fahrgastnachfrage-zurück.-- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Linienführung-im-Bereich-Stadtteil-Handorf-2008- - Insgesamt-ist-für-Handorf--zwar-eine-positive-Entwicklung-der-Fahrgastzahlen-festzu- stellen,-dennoch-rechtfertigt-die-aktuelle-Nachfrage-auf-Dauer-keinen-10’-Takt-für-den- Stadtteil.-Allerdings-müssen-die-städtebauliche-Entwicklung-und-die-zur-erwartenden- Handorf Gartenzentrum Handorf Bahnhof Handorf Kaserne Verth Lauheide Waldfriedhof Lauheide Fliegerhorst Am Hornbach Am Kerkamp Fachklinik Hornheide In der Stroth Middelfeld Drei Eichen Drostestr. Kirschgarten Kötterstr. Hobbeltstr. Dorbaum Handorf Mitte Waldfriedhof Lauheide Neubaugebiet-Drei- Eichen-mit-neuer- Haltestelle- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 27- Fahrgastpotenziale-mittelfristig-berücksichtigt-werden.-Dabei-wird-mit-dem-Handorfer- Neubaugebiet-Drei-Eichen-gegenwärtig-eins-der-größten-Baugebiete-in-Münster-reali- siert.-Zur-Erschließung-des-Neubaugebietes-wurde-mit-dem-Fahrplanwechsel-2008-die- Haltestelle-Drei-Eichen-in-Betrieb-genommen.-Mit-den-Stadtbuslinien-2-und-10-wird- den-Neubewohnern-ein-attraktiver-10’-Takt-in-das-Stadtteilzentrum-und-weiter-Rich- tung-Münster-Zentrum-geboten.-Insgesamt-sollte-daher-vor-einer-Überplanung-des- Bedienungsangebotes-für-den-Stadtteil-Handorf-die-Entwicklung-der-Fahrgastnachfra- ge-des-Neubaugebietes-abgewartet-und-die-der-Gesamtfahrgastnachfrage-in-Handorf- intensiv-beobachtet-werden.-Sollte-in-den-nächsten-zwei-Jahren-keine-deutliche-Stei- gerung-der-Nachfrage-erkennbar-sein,-ist-das-Bedienungsangebot-im-Stadtteil-Handorf- --mit-der-Vorgabe-der-Reduzierung-des-Fahrtenangebotes---zu-überplanen.- - - 3.6- ÖPNV-im-Altstadtbereich-/-Grundzüge-der-Netzstr uktur- - Die-zentrale-Erreichbarkeit-der-Altstadt-mit-dem-ÖPNV-und-damit-die-Entlastung-vom- Pkw-Verkehr-wird-als-ein-wesentliches-Qualitätsmerkmal-des-Stadtbussystems-im---- 2.-Nahverkehrsplan-festgelegt.-Um-der-städtebaulichen-Entwicklung-im-Altstadtbe- reich-und-dem-steigenden-Verkehrsaufkommen-Rechnung-zu-tragen,-sollten-zusätzli- che-Kapazitäten-bereitgestellt-werden,-um-so-die-Leistungsfähigkeit-des-ÖPNV-in-der- Altstadt-zu-sichern.-Zudem-ist-im-Maßnahmenpaket-„Korridorverkehre“-die-Umwand- lung-von-Radial--in-Durchmesserlinien-vorgesehen,-um-mehr-Außenstadtteile-in-Direkt- fahrt-an-die-Altstadt-anzubinden.-Mit-den-Fahrplanwechseln-2006-und-2007-wurden- dazu-zwei-bedeutsame-Maßnahmen-umgesetzt:- - • Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-Regionalbuslinie-R22/R32-–-die-bis- dahin-an-der-Stubengasse-endete-–-als-Stadtbuslinie-22-über-die-Altstadt-und- das-Coesfelder-Kreuz-bis-nach-Gievenbeck-verlängert.-Mit-der-Durchbindung- konnte-die-Direktverbindung-in-die-Altstadt-für-den-Stadtteil-Wolbeck-sicherge- stellt-bleiben,-ohne-das-sich-das-Fahrtenaufkommen-auf-der-Domachse-nen- nenswert-erhöht.-Zudem-werden-zusätzliche-Beförderungskapazitäten-angebo- ten,-die-im-Hinblick-auf-die-Realisierung-Stubengasse-und-der-Münster- Arkaden,-die-leistungsfähige-ÖPNV-Bedienung-der-Altstadt-sichern.- - • Mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-wurde-das-Bedienungsangebot-im-Korridor- und-Stadtteil-Kinderhaus-überplant.-Die-Linie-1-wurde-dabei-bis-zum-Haupt- bahnhof-zurück-genommen-und-mit-der-Radiallinie-20,-die-über-den-Prinzipal- markt-geführt-wird,-verknüpft.-Mit-der-neuen-Linie-1-Hiltrup-–-Roxel-wird-dem- aufkommensstarken-Korridor-Hammer-Straße-und-dem-größten-münsteraner- Stadtteil-Hiltrup-eine-Direktverbindung-in-den-Altstadtbereich-geboten.- - Durch-die-Linienwegmaßnahmen-auf-den-Linien-1-und-22-konnte-die-Anzahl-der- ÖPNV-Nutzer-im-Altstadtbereich-deutlich-gesteigert-werden.-2005-nutzten-ca.-11.000- Fahrgäste-pro-Werktag-die-zentralen-Haltestellen-in-der-Altstadt-zum-Aus--bzw.-Ein- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 28 stieg.-2007-konnten-mehr-als-12.500-Fahrgäste-an-diesen-Haltestellen-gezählt-werden.- Das-entspricht-einem-überdurchschnittlichen-Fahrgastzuwachs-von-14%.-Die-Ge- samtnachfrage-pro-Werktag-konnte-im-Vergleich-dazu-um-ca.-5%-gesteigert-werden.- - Fahrgastaufkommen-an-den-Haltestellen-in-der-Altstadt-(Tageswert)-2005/2007- - Die-mit-Abstand-größten-Fahrgastzuwächse-gehen-dabei-auf-die-Haltestelle-Picasso- Museum-zurück.-Mit-der-Realisierung-der-Münster-Arkaden-mit-einer-Verkaufsfläche- von-mehr-als-23.000qm-ist-in-diesem-Bereich-ein-neuer-Einzelhandelsschwerpunkt-mit- erheblichem-Publikumsverkehr-entstanden.-Über-die-Haltestelle-Picasso-Museum-wird- dafür-in-idealer-Weise-die-ÖPNV-Anbindung-sichergestellt.-Ähnliche-Fahrgastzuwächse- sind-auch-mit-der-Realisierung-des-Stubengassen-Prokjektes-(ca.-6.800-qm-Verkaufs- fläche)-für-die-Haltestellen-Raphaelsklinik-und-Klemensstraße-zu-erwarten.-Zudem- profitieren-diese-zentralen-Altstadthaltestellen-von-der-Entwicklung-des-HanseCarrès- zwischen-Stubengasse-und-Ludgeristraße.- - Perspektivisch-ist-die-Umwandlung-weiterer-Radiallinien-in-Durchmesserlinien-zu-prü- fen-um-mehr-Außenstadtteile-in-Direktfahrt-an-die-Altstadt-anzubinden.-Dazu-bieten- sich-vorrangig-die-Linien-12-und-13-an-die-heute-am-Hauptbahnhof-starten-bzw.-en- den.-Im-Altstadtbereich-ist-vor-allem-die-Leistungsfähigkeit-der-Domachse-über-die- Klemensstraße-und-über-die-Königsstraße-(Gegenrichtung)-für-die-zentrale-Erreichbar- keit-der-Altstadt-mit-dem-ÖPNV-zur-Entlastung-vom-Pkw-Verkehr-sicherzustellen.-Da- bei-muss-insbesondere-die-Fahrplansicherheit-der-Linien-gewährleistet-bleiben.-Im- Bereich-Hindenburgplatz-ist-in-Abhängigkeit-von-der-städtebaulichen-Entwicklung-ge- gebenenfalls-eine-Angebotsverdichtung-notwendig.- - - - 632 1.426 5.691 1.097 1.481 409 312 602 1.586 5.963 1.966 1.585 457 333 Prinzipal- markt Dom- platz Aegidii- markt Picasso- Museum Klemens- str. Königs- str. Raphaels- klinik 2005 2007 Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 29- 4.- Bewertung-der-Tarifmaßnahmen- - Neben-der-grundsätzlichen-Fahrpreisanpassung-wurden-mit-den-Tarifmaßnahmen-ab- 2005-auch-bedeutsame-und-nachfragesteigernde-strukturelle-Maßnahmen-umgesetzt.- - Seit-2005-wurde-der-Gemeinschaftstarif-gültig-für-das-Stadtgebiet-Münster-über-alle- Fahrkartenarten-im-Durchschnitt-um-jährlich-ca.-4%-angehoben.-Mit-den-Mehrein- nahmen-wurden-die-drastischen-Kürzungen-von-Land-und-Bund-bei-den-Ausgleichs- zahlungen-im-Ausbildungsverkehr-und-der-Schwerbehinderten-Freifahrt-kompensiert.- Zudem-müssen-die-steigenden-Betriebskosten-wie-z.B.-der-unverändert-hohe-Preis- des-Dieselkraftstoffs-finanziert-werden.-So-müssen-z.B.-die-Stadtwerke-in-2007-Mehr- kosten-von-über-eine-Mio-€/Jahr-finanzieren.-Diese-Mehrkosten-wurden-nicht-kom- plett-an-die-Kunden-weitergegeben.-Ein-Großteil-der-Mehrkosten-wird-durch-betriebli- che-Einsparungen-oder-der-Optimierung-des-Bedienungsangebotes-kompensiert.-- - Fahrgaststeigerungen-und-damit-Mehreinnahmen-konnten-vor-allem-im-Bereich-der- Zeitfahrkarten-durch-strukturelle-Tarifmaßnahmen-und-gezieltes-Marketing-generiert- werden.-So-wurden-2006-die-Rabattierungen-von-Abo-und-9-Uhr-Abo-im-Vergleich- zum-Einzelpreis-MonatsTicket-/-9-Uhr-MonatsTicket-auf-20%-vereinheitlicht-und-ins- Zentrum-der-Abo-Kommunikation-gestellt.-Gemeinsam-mit-dem-9-Uhr-Tages--und- GruppenTicket-(siehe-unten)-wurden-die-Abonnements-als-„Flatrate“-für-günstige- Mobilität-vermarktet.-Einen-zentralen-Baustein-der-in-2006-erfolgreich-fortgeführten- Abo-Offensive-bildete-von-Oktober-bis-Dezember-wieder-ein-SchnupperAbo.-Insge- samt-konnte-die-Zahl-der-Privat-Abonnenten-in-den-drei-Jahren-seit-Beginn-der-Abo- Offensive,-um-3.400-d.h.-31%-gesteigert-werden.-Auch-für-2007-weist-das-Privat- Abonnement-eine-überdurchschnittliche-Steigerung-von-6,8%-auf.- - Entwicklung-der-Zeitfahrkarten-2005-bis-2006- 8.652 2.752 3.922 5.445 513 8.846 2.721 4.152 6.042 918 8.157 2.771 4.236 6.399 1.126 FirmenAbo Region FirmenAbo-MS 9-Uhr-Abo MünsterAbo SchülerAbo Dezember-2005 Dezember-2006 Dezember-2007 -7,8% +1,8% +2,0% +5,9% +22,7% Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 30 Anders-stellt-sich-die-Preisentwicklung-des-FirmenAbos-im-Regionalverkehr-dar.-Hier- haben-die-regionalen-Verkehrsunternehmen-und-die-Münsterlandkreise-durchgesetzt- den-Rabatt-des-FirmenAbos-bis-2009-schrittweise-auf-30%-gegenüber-der-normalen- Einzel-Monatskarte-zu-begrenzen.-Das-führte-beim-FirmenAbo-im-Regionalverkehr-zu- durchschnittlichen-Preiserhöhungen-von-jährlich-ca.-10%,-weitere-Preiserhöhungen-in- gleicher-Größenordnung-sind-bis-2009-zu-erwarten.-In--2007-wurde-erstmalig-ein-deut- licher-Einbruch-der-Firmenabonnentenzahl-im-Regionalverkehr-gegenüber-2006-von- über-700-Abonnenten-(-8%)festgestellt,-so-dass-derzeit-nur-noch-durchschnittlich-mo- natlich-8.100-Firmen-Abonnenten-im-Regionalverkehr-diesen-Sondertarif-nutzen-(siehe- Anhang).- - Es-gibt-Anträge-auf-das-FirmenAbo-gänzlich-zu-verzichten-und-nur-noch-eine-Monats- karte-im-Jahresabo-mit-20%-Rabatt-anzubieten.-Aus-der-Sicht-des-ÖPNV-Aufgaben- trägers-Stadt-Münster-und-der-Stadtwerke-Münster-ist-das-FirmenAbo-als-zusätzlich- rabattierter,-attraktiver-Sondertarif-auf-Dauer-zu-erhalten-(siehe-auch-Beschlusslage- zum-2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster).-- - Im-Bereich-des-Bartarifs-wurde-am-1.-August-2005-das-9-Uhr-TagesTicket-eingeführt.- Mit-dem-heutigen-Preis-von-3,50-Euro-ist-dieses-Ticket-eine-familienfreundliche-und- günstige-Alternative-für-den-Einkaufs--und-Freizeitverkehr.-Ein-Erwachsener-kann-mit- bis-zu-drei-Kindern-im-Alter-bis-einschließlich-14-Jahre-täglich-ab-9-Uhr-beliebig-viel-im- Stadtgebiet-unterwegs-sein.-Die-Fahrkarte-ist-übertragbar-und-kann-an-Wochenenden- sowie-Feiertagen-ohne-Zeiteinschränkung-genutzt-werden.-2006-wurde-zusätzlich-das- 9-Uhr-GruppenTicket-eingeführt.-Für-aktuell-7,20-Euro-können-bis-zu-5-Erwachsene- täglich-ab-9-Uhr-beliebig-oft-im-Stadtgebiet-dieses-Ticket-nutzen.-An-Wochenenden- sowie-Feiertagen-ohne-Zeiteinschränkung.-Das-Angebot-für-Gruppen-knüpft-an-das- erfolgreiche-9-Uhr-TagesTicket-an.-Auch-das-9-Uhr-GruppenTicket-gibt-es-in-allen- Preisstufen-des-Münsterland-Tarifs.- - Im-Bartarif-sind-das-9-Uhr-Tages--und-das-9-Uhr-GruppenTicket-die-erfolgreichsten- Tarifangebote.-Beides-Ticket-haben-sich-etabliert-und-weisen-deutlich-überdurch- schnittliche-Steigerungsraten-auf.-So-wurde-das-9-Uhr-TagesTicket-2007-von-ca.-2,1- Mio.-Fahrgästen-genutzt.-Gegenüber-2006-entspricht-das-einem-Zuwachs-von-über- 35%.-Auch-das-9-Uhr-GruppenTicket-entwickelte-sich-erfreulich-und-wurde-2007-be- reits-von-mehr-als-260.000-Kunden-genutzt.-Insgesamt-lässt-sich-feststellen,-dass-sich- die-gewünschte-Verlagerung-von-den-Einzel--und-4erTickets-hin-zu-TagesTickets-und- Abo-fortsetzt.-Damit-konnte-der-zeitaufwendige-Barverkauf-auf-den-Fahrzeugen-weiter- reduziert-werden.- - Die-Reduzierung-des-Barverkaufs-auf-den-Fahrzeugen-und-die-Stärkung-des-Vorver- kehrskaufs-wurde-mit-einer-weiteren-Maßnahme-zum-Tarifwechsel-zum-1.-August- 2007-intensiviert.-Erstmalig-gibt-es-differenzierte-Preise-für-den-Verkauf-des- 4erTickets-im-Vorverkauf-(7,10-Euro)-und-im-Bus-(7,30-Euro).-Die-gewünschte-Ten- denz,-über-unterschiedliche-Preise-eine-Verlagerung-des-Verkaufsgeschäftes-zu-er- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 31- zeugen,-wurde-durch-den-Rückgang-der-4er-Ticket-Verkäufe-im-Bus-deutlich-bestätigt.- Künftig-soll-diese-erfolgreiche-Preisdifferenzierung-auf-das-gesamte-Barsortiment-an- gewandt-werden,-um-den-Fahrbetrieb-vom-Kassengeschäft-zu-entlasten-und-dadurch- zu-beschleunigen.-Die-Stadtwerke-haben-parallel-ihr-Vorverkaufsnetz-auf-aktuell-43- Vorverkaufsstellen-und-21-moderne-Touch-Sceen-Automaten-nahezu-flächendeckend- ausgebaut.-Seit-Oktober-2007-ergänzt-das-HandyTicket-den-Vorverkauf-als-zukunfts- orientierter-Vertriebskanal.- - Einen-Sonderfall-in-der-Tariflandschaft-stellt-das-Semesterticket-dar.-Mit-ca.-25%-des- Fahrgastaufkommens-hat-dieses-Ticket-allerdings-eine-besondere-Bedeutung-nicht-nur- für-das-Stadtbussystem-sondern-auch-für-den-Hochschulstandort-Münster.-2007-konn- ten-die-langwierigen-und-schwierigen-Verhandlungen-zum-Semesterticket-erfolgreich- abgeschlossen-werden.-Obwohl-das-Studierendenparlament-der-Westfälischen-Wil- helms-Universität-(WWU)-bereits-im-Dezember-2006-entschied,-das-Angebot-von- VGM/ZVM-anzunehmen,-wurde-der-Vertrag-erst-im-März-2007-durch-den-AStA-(All- gemeiner-Studentenausschuss)-der-WWU-unterschrieben.-Für-endgültige-Sicherheit- sorgte-dann-im-Mai-2007-eine-Urabstimmung-der-FH-Münster,-bei-der-sich-die-Studie- renden-mit-Mehrheit-für-den-Behalt-des-SemesterTickets-aussprachen.-Damit-steht- fest,-dass-der-Preis-des-SemesterTickets-ab-Sommersemester-2007-über-vier-Jahre- hinweg-von-63-Euro-schrittweise-um-jeweils-vier-Euro-pro-Semester-angehoben-wird.- Den-Studierenden-der-Münsteraner-Hochschulen-bleibt-damit-das-günstige-Semester- Ticket-erhalten,-was-natürlich-der-Attraktivität-des-Hochschulstandorts-Münster-zugute- kommt.-Gleichzeitig-haben-die-Verkehrsunternehmen-nun-über-vier-Jahre-hinweg-Pla- nungssicherheit-bei-den-Einnahmen-aus-dem-SemesterTicket.- - - 5.- Umsetzung-der-Qualitätsstandards- - Der-2.-Nahverkehrsplan-legt-umfassende-Rahmenvorgaben-bezüglich-der-Qualität-des- Personals-und-der-Fahrzeuge-sowie-zur-Gestaltung-der-Information-/-Kommunikation- und-von-Haltestellen-und-Fahrweg-fest.-Der-Geltungsbereich-dieser-Qualitätsstandards- ist-das-Stadtgebiet-Münster.-Primäre-Zielsetzung-ist-es,-die-bestehende-und-von-den- Fahrgästen-anerkannte-Qualität-des-Stadtbussystems-sicherzustellen-und-weiterzu- entwickeln.-Dabei-sind-folgende-Neuerungen-seit-2005-besonders-erwähnenswert:- - - 5.1- Fahrzeuge- - • 2005,-2006-und-2007-wurden-insgesamt-31-Fahrzeuge-von-den-Stadtwerken- neu-beschafft.-Alle-Fahrzeuge-sind-nach-den-Vorgaben-des-Nahverkehrsplanes- mit-Klimaanlagen,-Klapprampen-und-modernen-Flachbildschirmen-für-die-Fahr- gastinformation-ausgestattet.-Somit-sind-bereits-31-von-111-Stadtwerke- Fahrzeugen-mit-einer-Klimaanlage-ausgerüstet.-Alle-Fahrzeuge-sind-niederflurig- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 32 und-mit-Kneeling,-95%-sind-mit-Klapprampe-ausgestattet.-In-den-Jahren-2008,- 2009-und-2010-sollen-jeweils-9-weitere-Gelenkzüge-neu-beschafft-werden.- - • Die-Neufahrzeuge-ab-2006-verfügen-mit-dem-neuen-SCR-Kat-(Selective-Cata- lyst-Reduction)-über-das-modernste-Verfahren-zur-Abgasreinigung.-Neben- Feinstaub-werden-im-BlueTec-Verfahren-auch-Stickoxide-katalytisch-über-die- Zugabe-von-AdBlue,-einer-ungiftigen-Harnstofflösung,-hochwirksam-reduziert.- Die-Werte-gehen-über-die-Euro-5-Norm-hinaus,-die-2009-in-Kraft-tritt.- - • Die-Auftragsunternehmen-werden-vertraglich-zur-Einhaltung-der-Qualitätsstan- dards-angehalten.-Bei-Neubeschaffungen-für-den-Einsatz-im-Stadtbussystem- ist-die-Klimaanlage-und-der-Einsatz-modernster-Umwelttechnik-verbindlich.-Die- Unternehmen-haben-mittlerweile-weitestgehend-das-Corporate-Design-des- Stadtbusverkehrs-übernommen.- - • Seit-2006-werden-sukzessive-neue-Bordrechner-auf-den-Fahrzeugen-im-Stadt- bussystem-eingesetzt.-Sie-liefern-dem-Betriebsleitsystem-eine-höhere-Daten- qualität-und-steigern-so-die-Pünktlichkeit-und-Anschlusssicherheit.-Außerdem- vereinfachen-sie-den-Ticketverkauf-auf-dem-Fahrzeug.-Bis-2008-werden-alle- Stadtwerke-und-angemieteten-Busse-damit-ausgestattet-sein-(insgesamt-165- Fahrzeuge).- - • Seit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-wird-die-Linie-1-in-Kooperation-der- Stadtwerke-mit-Westfalen-Bus-und-der-Firma-Weilke-mit-Fahrzeugen-in-Stadt- busqualität-betrieben,-die-dem-2.-Nahverkehrsplan-entsprechen.-Alle-Busse- sind-damit-in-das-rechnergestützte-Betriebsleitsystem-des-Nahverkehrsmana- gements-der-Stadtwerke-eingebunden.-Die-einheitliche-Koordination-über-die- Leitstelle-der-Stadtwerke-ermöglicht-schnellere-Reaktionen-auf-Betriebsstö- rungen-und-unterstützt-somit-die-Pünktlichkeit.-Zudem-kommen-entsprechend- der-Fahrgastnachfrage-zunehmend-Gelenkbusse-auf-der-Linie-1-zum-Einsatz.- - - 5.2- Information-und-Kommunikation- - • Nach-erfolgreicher-Testphase-im-Dezember-und-Januar-startete-am-1.-Februar- 2007-der-„sprechende-Fahrplan-NRW“,-an-dem-sich-die-Stadtwerke-beteilig- ten.-Dahinter-verbirgt-sich-die-automatische-Fahrplanansage-der-„Schlauen- Nummer-für-Bus-&-Bahn“.-Die-computergesteuerte-Fahrplanauskunft-arbeitet- als-Sprach-Dialogsystem-besonders-kostengünstig-und-kann-mehr-Anfragen-als- bisher-gleichzeitig-bewältigen.- - • Um-die-Wege-zum-Busticket-in-Münster-möglichst-kurz-zu-halten-und-das-Fahr- personal-im-Bus-vom-Verkaufsgeschäft-zu-entlasten,-bauen-die-Stadtwerke-ihr- Netz-an-Vorverkaufsstellen-kontinuierlich-flächendeckend-aus.-So-konnte-im- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 33- September-2007-die-40.-Vorverkaufsstelle-im-Stadtgebiet-eingerichtet-werden.- Ergänzt-werden-die-Verkaufsagenturen-durch-21-moderne-Vorverkaufsautoma- ten-mit-Touch-Sceen-Technik.- - • Am-1.-Oktober-2007-startete-das-HandyTicket.-Bereits-nach-vier-Wochen-wa- ren-über-330-Nutzer-angemeldet,-zum-Jahresende-über-500.-Die-Stadtwerke- nehmen-als-erstes-Verkehrsunternehmen-in-Westfalen-an-diesem-Pilotprojekt- in-bundesweit-12-Regionen-teil.-Dabei-wird-neben-EinzelTicket,-9-Uhr-TagesTi- cket-und-9-Uhr-GruppenTicket-auch-das-4erTicket-fürs-Handy-angeboten.-Ab- August-2008-wird-auch-das-FunTicket-über-das-Handy-zu-kaufen-sein.-Das-Han- dyTicket-erweitert-so-die-Vertriebskanäle-des-Stadtbussystems.- - • Am-14.-März-2006-wurde-die-mobile-Fahrplanauskunft-(moFahr)-gestartet.-Seit- dem-kann-der-Fahrplan-für-Münster-aufs-Handy-geladen-werden-und-steht-dort- offline-zur-Verfügung.-moFahr-wurde-von-den-Stadtwerken-zusammen-mit-an- deren-kommunalen-Verkehrsunternehmen-und-der-Fachhochschule-Müns- ter/Steinfurt-entwickelt.- - • Um-die-Fahrgäste-bei-Störungen-und-Verspätungen-zeitnah-zu-informieren- wurde-im-November-2007-eine-Kundenleitstelle-eingerichtet.-Zentral-werden- hier-die-48-FIS-Anlagen-betreut,-um-per-Textanzeigen-sowie-gezielten-Ansagen- Informationen-minutengenau-an-die-Haltestellen-und-in-die-Fahrzeuge-zu-brin- gen.- - • Weiter-großer-Beliebtheit-mit-bis-zu-1.600-Kundenkontakten-in-Spitzenzeiten- erfreut-sich-das-von-den-Stadtwerken-betrieben-Servicezentrum-mobilè-ge- genüber-dem-Hauptbahnhof.-Verkehrsträger-übergreifend-werden-hier-alle-re- levanten-Informationen-zum-Nahverkehr-mit-Bus-und-Bahn-gegeben-sowie-die- entsprechenden-Tickets-verkauft.-Auch-für-die-Betreuung-der-immer-stärker- nachgefragten-Abo-Produkte-ist-mobilè-die-zentrale-Anlaufstelle.- - - 5.3- Haltestellen-und-Fahrweg- - • Mit-Stand-Januar-2008-werden-48-FIS-Anlagen-zur-dynamischen-Fahrgastin- formation-im-Stadtgebiet-betrieben.-2007-wurden-auch-erstmals-Anlagen-in- den-Außenstadtteilen-in-Betrieb-genommen.-Mit-den-FIS-Anlagen-werden-ca.- 45%-aller-Fahrgäste-im-Stadtbussystem-erreicht.-Über-die-Anlagen-können- sich-ca.-90%-der-Umsteiger-informieren.-Das-System-hat-sich-grundsätzlich- bewährt-und-eine-ganz-neue-Informationsqualität-geschaffen.-Die-heutige-Sys- temzuverlässigkeit-von->-90%-soll-auf-98%-gesteigert-werden.- - • Im-Juli-2007-haben-die-Stadtwerke-als-erstes-Unternehmen-in-NRW-die-erste- Sprechende-Haltestelle-in-Münster-am-Picasso-Museum-in-Betrieb-genom- Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 34 men.-Nach-der-erfolgreichen-Testphase-werden-alle-elektronischen-Fahrgastin- formationssäulen-(FIS)-mit-diesem-Service-für-sehbehinderte-Menschen-ausge- rüstet.-Die-Umrüstung-und-die-Testphase-der-Anlagen-erfolgte-in-enger-Zu- sammenarbeit-mit-der-Kommission-zur-Förderung-der-Integration-von-Men- schen-mit-Behinderung.-Die-Einrichtung-wurde-von-der-Standortinitiative-der- Bundesregierung-„Land-der-Ideen“-als-beispielgebend-prämiert.- - • 2006-und-2007-wurden-insgesamt-23-Haltestellen-neu-mit-einer-Wartehalle- ausgerüstet.-Von-1.050-Haltestellen-verfügen-somit-562-Haltestellen-über-ei- nen-Witterungsschutz.- - • Zudem-wurden-seit-2006-26-Haltestellen-behindertengerecht-mit-einem-16cm- Bordstein-ausgerüstet.-Somit-sind-im-Stadtgebiet-442-von-1.050-Haltestellen- behindertengerecht-ausgebaut.- - - 6.- Fazit- - Die-mit-dem-2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-beschlossenen-und-in-den-Jahren- 2006-und-2007-umgesetzten-Maßnahmen-haben-die-Position-des-ÖPNV-in-Münster- als-Verkehrsträger-und-Bestandteil-des-Umweltverbundes-gestärkt.-So-konnten-die- Fahrgastzahlen-auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke-von-31,5-Mio.-in-2005-auf-annä- hernd-33-Mio.-Fahrgäste-in-2007-deutlich-gesteigert-werden.-Dies-geschieht-unter- erheblichen-Mitteleinsatz-der-Stadtwerke-Münster,-die-pro-Jahr-ca.-13-Mio-€-im-Stadt- busverkehr-und-ca.-600.000€-im-Regionalbusverkehr-zum-Defizitausgleich-investieren.- - Insgesamt-kann-festgestellt-werden,-dass-mit-dem-2.-Nahverkehrsplan-der-Stadtbus- verkehr-in-Münster,-trotz-zunehmend-schwieriger-finanzieller-Situation-der-öffentlichen- Hand,-eine-hohe-Bedienungs--und-Angebotsqualität-erreicht-hat,-die-es-gilt-zu-erhalten- und-abzusichern.-Das-gilt-weitgehend-auch-für-den-attraktiven-Regionalbusverkehr- von/nach-Münster-und-für-den-SPNV-im-Zweckverband-SPNV-Münsterland-(ZVM).- - Es-sind-jedoch-zum-Teil-ungünstige-Entwicklungen-beim-ÖPNV-im-Finanzierungsbe- reich-der-öffentlichen-Hand-(Bundes--und-Landeszuwendungen-NRW)-erkennbar,-die- in-den-nächsten-Jahren-beobachtet-werden-müssen-und-auf-die-entsprechend-poli- tisch-reagiert-werden-muss.-Hier-ist-zum-einen-die-Entwicklung-im-Stadt-Umland- Verkehr-zu-nennen.-Der-Erhalt-des-regionalen-FirmenAbos-und-die-generelle-Sicherung- des-SemesterTickets-zum-Erhalt-bzw.-zur-Stärkung-des-ÖPNV/SPNV-Anteils-beim- Stadt-Umland-Verkehr-ist-eine-der-wesentlichen-Aufgaben-der-nächsten-Jahre.-Den- Bestrebungen,-auf-das-FirmenAbo-gänzlich-zu-verzichten-und-nur-noch-eine-Monats- karte-im-Jahresabo-mit-20%-Rabatt-anzubieten,-muss-aus-grundlegenden-strategi- schen-Gründen-seitens-der-Stadt-Münster-entgegen-gewirkt-werden.-Aus-der-Sicht- des-ÖPNV-Aufgabenträgers-Stadt-Münster-und-der-Stadtwerke-Münster-ist-das-Fir- menabo-als-zusätzlich-rabattierter,-attraktiver-Sondertarif-auf-Dauer-zu-erhalten.-- Erfahrungsbericht-- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster- ___________________________________________________ _________ 35- Mit-einem-anderen-Schwerpunktthema,-dem-demographischen-Wandel-wird-sich-der- derzeit-in-der-Aufstellung-befindliche-VEP-Münster-inhaltlich-besonders-befassen- müssen.-Die-Auswirkungen-auf-den-Modal-Split-insgesamt-und-auf-die-ÖPNV- Nachfrage-im-Besonderen,-die-sich-aus-dem-Rückgang-der-Schülerzahlen-und-aus- dem-steigenden-Anteil-der-Einwohner-in-der-Altersgruppe-„65-und-älter“-ergeben,- sind-zu-ermitteln-und-die-verkehrlichen-und-finanziellen-Konsequenzen-darzulegen.- Hier-gilt-es-mit-dem-VEP-Münster-2025-rechtzeitig-Strategien-und-Konzepte-zum-Er- halt-des-vorbildlichen-Modal-Split-in-Münster-zu-entwickeln.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Erfahrungsbericht- 2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________ 36 - - - - - - - - - - Anhang- -
Anhang
532 Zeichen
Seite 0 Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 Eine nahezu konstante Fahrgastzahl von 32,8 Mio. Eine deutliche Belebung der Jedermann- Nachfrage konnte die Abbestellung von Schülerkarten durch die Stadt weitgehend kompensieren. - 600.000 Schüler + 320.000 Jedermann - 280.000 Fahrgäste Seite 1 Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 Weiterhin erfolgreiche Abo-Offensive ! In vier Jahren +31 % mehr Abos in MS !!! Seite 2 Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 : 22.000 tägliche Fahrgäste mit FirmenAbo nach Preisstufen
Beratungsverlauf (9)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
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Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (135)
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0203/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.03.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37