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V/0203/2008

2. Nahverkehrsplan Stadt Münster - Erfahrungsbericht und Entscheidung

Vorlagen 19.03.2008

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 30.04.2008, TOP 7.1

Beschlussvorlage

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Ansehen

Erfahrungsbericht 2. NVP

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Ansehen

Anhang

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Ansehen

Beschlussvorlage

9838 Zeichen

V/0203/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster - Erfahrungsbericht und Entscheidung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
22.04.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Vorberatung 
23.04.2008 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
29.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der gemeinsame Erfahrungsbericht der  Verwaltung und des Nahverkehrsmanagements 
 der Stadtwerke Münster GmbH zu den Erfahrungen mit den im 2. NVP Stadt Münster be-
 schlossenen Maßnahmen wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Die mit den Fahrplanwechseln in den Jahren 2007 und 2008 umgesetzten Netz- und Li-
nienmaßnahmen haben sich bewährt und werden fortgeführt. 
 
3. Die Verwaltung und das Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke werden beauftragt, sich 
für den Beibehaltung des „FirmenAbo“ und des „SemesterTicket“ als zusätzlich rabattierte, 
attraktive Sondertarife für eine umweltgerechte Ausgestaltung der Pendlerverkehre 
von/nach Münster einzusetzen. 
 
4. Die Haltestelle Orléans-Ring im Bereich der Einmündung York-Ring/Orléans-Ring wird 
 dauerhaft eingerichtet. 
 
5. Das Produkt „StadtExpress“ wird eingestellt. Die „frei“ werdenden Fahrten werden nachfra-
gegerecht als Verstärkerfahrten auf überlasteten Kursen zu den Hauptverkehrszeiten ein-
gesetzt. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0203/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr König 
Ruf: 
492 61 51 
E-Mail: 
KoenigD@stadt-muenster.de  
Datum: 
11.03.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0203/2008 
6. Die Verwaltung wird beauftragt, die Einrichtung einer stadteinwärtigen Haltestelle Burloh 
auf der Grevener Straße zu prüfen und über das Ergebnis in der Bezirksvertretung Nord 
und im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft zu berich-
ten. 
  
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Kosten bzw. Folgekosten entstehen 
 
 
Begründung: 
Zu 1, 2 und 3: 
Mit der Verabschiedung des 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster durch den Rat der Stadt Münster 
am 21.09.2005 (V/0375/2005) wurden einige bedeutende Veränderungen des ÖPNV-
Bedienungsangebotes beschlossen. Gleichzeitig wurden die Stadtwerke und die Verwaltung be-
auftragt, 24 Monate nach Inkrafttreten der Änderungen einen Erfahrungsbericht und eine Auswer-
tung aus dem Beschwerdemanagement vorzulegen, aus denen hervorgeht, ob die in der Vorlage 
V/0375/2005 vorgeschlagenen Änderungen bzw. Maßnahmen sich bewährt haben bzw. ob ein 
Nachbesserungsbedarf festgestellt wurde. 
Der hiermit vorgelegt Erfahrungsbericht (Anlage 1) bewertet die mit den Fahrplanwechseln in den 
Jahren 2006 und 2007 umgesetzten Maßnahmen. Darüber hinaus gibt er einen Überblick über 
noch ausstehende Maßnahmen sowie Prüfaufträge und deren Bearbeitungsstand. Die Bewertung 
der einzelnen Maßnahmen stützt sich auf: 
- die im Herbst 2007 und im Frühjahr 2008 aktuell durchgeführten Fahrgastbefragungen, 
- auf die Auswertungen der Kundenzufriedenheitsanalysen (EMNID-Kundenbarometer), 
- auf Auswertungen des Beschwerdemanagements der Stadtwerke, 
- Anregungen und Anträge aus der Politik und auf 
- die Auswertung von Anregungen und Beschwerden von Bürgerinitiativen bzw. einzelnen 
Bürgerinnen und Bürgern (auch nach §24 GO NW). 
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Attraktivität des Stadtbussystems in Münster durch die 
umgesetzten Maßnahmen gewonnen hat. Und das obwohl die Betriebsleistung durch Neuordnung 
und Optimierung des gesamten Angebotes in der Summe zurückgenommen wurde, um die Wirt-
schaftlichkeit zu verbessern. Über alles geseh en dokumentiert sich dies insbesondere durch den 
Zugewinn an Abo-Kunden, also Kunden, die sich dauerhaft an das Angebot binden. Die erfreuli-
chen Fahrgastgewinne insgesamt und hier insbesondere die Zuwächse im völlig neu geordneten 
Abendverkehr bestätigen die hohe Akzeptanz des geänderten Angebotes bei den Fahrgästen. 
Als besonders erfolgreich kann die Neuordnung des ÖPNV-Angebotes im Korridor und Stadtteil 
Gievenbeck angesehen werden. Hier ist es gelungen durch eine Kooperation des Regionalbusver-
kehrs mit dem Stadtbusverkehr ein deutlich verbessertes Angebot zu schaffen. Die Durchbindung 
der Regionalbuslinien R22/R32 aus der Region über Wolbeck und die zentrale Altstadt als Linie 22 
nach Gievenbeck hat schon kurz nach der Einführung eine große Akzeptanz bei den Fahrgästen 
gezeigt (+ 1.500 Fahrgäste/Tag im Auenviertel/Toppheide). Hier ist es gelungen, ohne die Busfre-
quentierung im zentralen Altstadtbereich zu erhöhen, das ÖPNV-Angebot für zwei einwohnerstar-
ke Stadtteile (Wolbeck und Gievenbeck) noch einmal deutlich zu verbessern. 
Die insgesamt erfreuliche Akzeptanz des geänderten ÖPNV-Angebots- und Bedienungskonzeptes 
konnte auch deshalb erreicht werden, da auf Wünsche, Anregungen und Beschwerden zeitnah 
reagiert wurde. In einigen Fällen wurden nach entsprechenden Hinweisen aus der Politik und der 
Bevölkerung Korrekturen des Angebotes vorgenommen.  
Alle planerischen Maßnahmen wurden durch die kundenfreundliche Entwicklung des Tarifsystems 
mit attraktiven Produkten sowohl für den Gelegenheitsfahrer (9 UhrTagesTicket) als auch für den 
Stammkunden (MünsterAbo) und ein engagiertes Marketing nachhaltig unterstützt. In den letzten

- 3 - 
V/0203/2008 
vier Jahren (12/2003 – 12/2007) wuchs der Münsteraner Abo-Bestand um 31 % von ca. 11.100 auf 
14.500. Demgegenüber ist jedoch aufgrund der überdurchschnittlichen Preiserhöhungen in den 
vergangenen Jahren bei den regionalen FirmenAbos ein Rückgang von 8,1% (das sind etwa 700 
Kunden) zu verzeichnen. Von daher kommt dem dauerhaften Erhalt des FirmenaAbos im Regio-
nalverkehr von/nach Münster und dem Erhalt des SemesterTickets für Münster eine grundlegende 
Bedeutung zu. 
Im Fazit bleibt festzustellen, dass die mit dem  2. Nahverkehrsplan Stadt Münster beschlossenen 
und in den Jahren 2006 und 2007 umgesetzten Maßnahmen erfolgreich waren. 
 
Zu 4: 
Die Herausnahme der Stadtbuslinie 1 aus dem Abschnitt der Steinfurter Straße zwischen York-
Ring und Neutor mit den Haltestellen Orléans-Ring und Kapuziner Straße führte zu Beschwerden 
der ÖPNV-Nutzer in diesem Bereich. Die verbleibende Bedienung dieser Haltestellen durch die 
Regionalbuslinien R72 und R73 im 30’-Takt wurden von den Fahrgästen nicht als echte Alternative 
akzeptiert. Auch den Hinweis, dass in etwa 150m Entfernung die Haltestelle Kanonierplatz eben-
falls gut erreichbar ist, ließen viele Anwohner nicht gelten. Daher wurde nach eingehender Prüfung 
probehalber auf dem York-Ring im Januar 2008 in der Zufahrt zur Steinfurter Straße ein weiteres 
Haltestellenpaar zur ortsnahen Erschließung und Anbindung an den ÖPNV eingerichtet. Diese 
Haltestelle wird im 20’-Takt ganztägig von der Stadtbuslinie 16 bedient. 
Die Einrichtung der Haltestelle war mit der Maßgabe verbunden, dem Planungsausschuss über die 
Erfahrungen im Sommer 2008 zu berichten (V/0715/2007). Bereits jetzt kann allerdings festgestellt 
werden, dass die Haltestelle von den Fahrgästen gut angenommen wird. Vier Monate nach ihrer 
Einrichtung wird diese Haltestelle von täglich 150 Fahrgästen genutzt. Die Einrichtung der Halte-
stelle am Fahrbahnrand der rechten Spur (stadteinwärts) bzw. in der Rechtsabbiegespur (stadt-
auswärts) führte nach bisherigen Beobachtungen zu keinen Störungen im Verkehrsablauf. Von 
daher wird vorgeschlagen, die Haltestelle auf Dauer einzurichten. 
 
Zu 5: 
Der Erfahrungsbericht verdeutlicht, dass trotz intensiver Produktpflege und Profilschärfung der 
StadtExpress in der Angebotspalette des Stadtbussystems nicht etabliert werden konnte (siehe 
Anlage Erfahrungsbericht, Seiten 18 und 19). Demnach ist es nur folgerichtig, dieses Produkt we-
gen fehlender Fahrgastnachfrage ab dem Fahrplanwechsel Januar 2009 nicht weiter anzubieten. 
Die mit der Einstellung des Produktes Stadtexpress frei werdenden Fahrten sollen zukünftig nach-
frageorientiert als Verstärker zu den Standardlinienfahrten vornehmlich in den Hauptverkehrszeiten 
eingesetzt werden. 
 
Zu 6: 
Die Anpassung des ÖPNV-Bedienungsangebotes an die Nachfrage im Korridor und Stadtteil Kin-
derhaus kann, trotz der teilweise heftigen Proteste der Anwohner und Forderungen die alte Linien-
führung wieder herzustellen, insgesamt als notwendig und angemessen bewertet werden. Die 
leichten Rückgänge in der Fahrgastnachfrage sind mit der deutlich geringeren Anzahl an ausge-
gebenen Schulwegjahreskarten im Zuge der veränderten Schülerfreifahrt in Münster strukturell 
begründet. Der leichte Zuwachs im Bereich der Abonnement-Fahrausweise auch in Kinderhaus 
zeigt aber, dass die Fahrgäste, nach anfänglichen Schwierigkeiten das neue Bedienungskonzept 
insgesamt angenommen haben. 
Nach wie vor nicht optimal ist allerdings die Bedienung der Haltestelle Burloh durch die Linie 15, 
die bislang nur stadtauswärts erfolgt. Die Einric htung einer stadteinwärtigen Halteposition im Park-
streifen an der Grevener Straße, würde die Erschließung der angrenzenden Wohngebiete deutlich 
verbessern. Die technische Machbarkeit, auch im Zusammenhang mit der Ampelanlage Grevener

- 4 - 
V/0203/2008 
Straße/Bröderichweg sowie die voraussichtlichen Kosten für Umbau-/Ausbaumaßnahmen, werden 
untersucht. Über das Ergebnis der Untersuchung wird gesondert berichtet. 
 
 
In Vertretung 
 
 
 
gez. 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
Erfahrungsbericht 2. Nahverkehrsplan Stadt Münster

Erfahrungsbericht 2. NVP

77956 Zeichen

Erfahrungsbericht-
-
2.-Nahverkehrsplan---- 
Stadt-Münster--
 
 
 
Amt-für-Stadtentwicklung,-Stadtplanung,-Verkehrsplanung-
Stadtwerke-Münster---Nahverkehrsmanagement-
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
März-2008-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
1-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 2
Gliederung-
-
1.- Aufgabenstellung-und-Zielsetzung- - - - - - 4-
-
-
2.- Allgemeine-Fahrgastentwicklung-und-Kundenzufried enheit- - - 4-
-
-
3.- Bewertung-der-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen- - - 6-
-
3.1- Vereinfachung-der-Netzsystematik-und-Optimierun g- - 6----- 
der-Bedienungszeiträume-und-Taktfolgen-
-
3.2- Optimierung-des-Angebotes-auf-der-Domachse-in-d er-Altstadt-- 11------ 
und-zusätzliche-Linie-für-den-Korridor/Stadtteil-Gievenbeck-
-
3.3- Stadtteilkonzepte- - - - - - - 12-
-
- 3.3.1- Umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - - - 12-
-
- 3.3.2- Bislang-nicht-umgesetzte-Stadtteilkonzepte- - - 18-
-
3.4- StadtExpress-(X-Fahrten)- - - - - - 20-
-
3.5- Korridorverkehr-- - - - - - - 22-
-
- 3.5.1- Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus- - - - 22-
-
- 3.5.2- Korridor-Warendorfer-Straße-/-Handorf- - - 26-
-
3.6- ÖPNV-im-Altstadtbereich-/-Grundzüge-der-Netzstr uktur- - 27-
-
-
4.- Bewertung-der-Tarifmaßnahmen- - - - - - 29-
-
-
5.- Umsetzung-der-Qualitätsstandards- - - - - - 31-
-
5.1- Fahrzeuge- - - - - - - - 31-
-
5.2- Information-und-Kommunikation- - - - - 32-
-
5.3- Haltestellen-und-Fahrweg- - - - - - 33-
-
-
6.- Fazit- - - - - - - - - - 34-
-
-
Anhang- - - - - - - - - - 36-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
3-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 4
1.- Aufgabenstellung-und-Zielsetzung  
-
Am-21.-September-2005-hat-der-Rat-der-Stadt-Münster-den-2.-Nahverkehrsplan-als- 
Leitbild-und-Rahmenplan-für-die-kurz--bis-mittelfristige-Gestaltung-des-ÖPNV-im-Stadt- 
gebiet-Münster-einstimmig-beschlossen.-Daher-hat-der-Rat-die-Verwaltung-und-das- 
Nahverkehrsmanagement-der-Stadtwerke-beauftragt-nach-Umsetzung-der-im-NVP- 
ausgewiesenen-Maßnahmen-einen-Erfahrungsbericht-vorzulegen.-
-
Die-einzelnen,-im-Nahverkehrsplan-ausgewiesenen-Maßnahmen-wurden-vom-Nahver- 
kehrsmanagement-konkretisiert,-mit-der-Verwaltung-abgestimmt-und-den-politischen- 
Gremien-zur-Entscheidung-vorgelegt.-Mit-den-Fahrplanwechseln-2006,-2007-und-2008- 
konnten-ca.-90%-der-im-Nahverkehrsplan-aufgelisteten-Maßnahmen-umgesetzt-wer- 
den.-Für-die-noch-offenen-Maßnahmen-stehen-Prüfaufträge-aus,-die-in-Kapitel-3.1- 
thematisiert-werden.-Im-Erfahrungsbericht-werden-die-umgesetzten-Maßnahmen-auf- 
der-Grundlage-der-Ergebnisse-der-standardisierten-Fahrgasterhebung-und-den-Aus- 
wertungen-des-Beschwerdemanagements-bewertet.-Zusätzlich-erfolgt-ein-Sach-
standsbericht-zur-Umsetzung-der-Tarifmaßnahmen-sowie-zur-Umsetzung-der-be- 
schlossenen,-neuen-Qualitätsstandards.-Zum-Einstieg-und-als-Überblick-wird-die-all- 
gemeine-Entwicklung-der-Fahrgastzahlen-sowie-die-Kundenzufriedenheit-analysiert.-
-
-
2.- Allgemeine-Fahrgastentwicklung-und-Kundenzufried enheit-
-
Seit-der-Verabschiedung-des-2.-Nahverkehrsplanes-2005-konnten-die-Fahrgastzahlen- 
auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke-deutlich-gesteigert-werden.-Von-31,5-Mio.- 
Fahrgästen-in-2005-stieg-das-Gesamtaufkommen-in-2006-auf-über-33-Mio-an.-Das- 
entspricht-einem-über-dem-Branchendurchschnitt-liegenden-Zuwachs-von-über-5%.- 
Zurückzuführen-sind-diese-Zuwächse-auf-die-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen,-auf- 
die-tariflichen-Maßnahmen-wie-die-Einführung-des-9-UhrTages--und-9-Uhr-Gruppen- 
Ticket-aber-vor-allem-auch-auf-die-Abo-Offensive-der-Stadtwerke.-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
33,2 
30,7 30,2 30,8 31,0 31,5 
33,1 32,8 
20,0 
22,0 
24,0 
26,0 
28,0 
30,0 
32,0 
34,0 
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 
Fahrgastzahlen-auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
5-
So-wuchs-in-den-letzten-vier-Jahren-der-Abo-Bestand-mit-Gültigkeit-ausschließlich-für- 
das-Stadtgebiet-Münster-um-31%-von-11.100-auf-14.500-Kunden.-Die-stärksten-Zu- 
wächse-sind-für-das-MünsterAbo-festzustellen.-Einschließlich-den-Schulwegjahreskar- 
ten-und-dem-Semesterticket-sind-mehr-als-85%-der-Fahrgäste-mit-einer-Zeitfahrkarte- 
im-Stadtbussystem-Münster-unterwegs.-Deutlich-rückläufig-ist-dagegen-der-Bestand- 
des-regionalen-Firmen-Abos.-Von-2006-bis-2007-sank-die-Anzahl-der-Abo-Kunden-von- 
ca.-8.800-auf-8.100-um-8%.-Begründet-ist-dieser-Verlust-vor-allem-durch-die-deutlich- 
überdurchschnittliche-Preissteigerung-der-Verkehrsgemeinschaft-VGM-für-dieses-Ti- 
cket-mit-der-Tarifmaßnahme-2007.-Je-nach-Tarifstufe-wurden-die-Fahrpreise-für-das- 
regionale-Firmenabo-seit-2005-um-bis-zu-15%-angehoben.-
-
Der-vergleichsweise-geringe-Fahrgastrückgang-2006/2007-ist-vor-allem-auf-die-struktu- 
rellen-Änderungen-im-Bereich-des-Schülerverkehrs-und-nicht-auf-die-mit-dem-Fahr- 
planwechsel-2007-umgesetzten-Linienwegmaßnahmen-(Einstellung-der-Linien-19-und- 
34,-Überplanung-im-Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus)-zurückzuführen.-Mit-der-politi- 
schen-Vorgabe-die-Freifahrtberechtigung-im-Schülerverkehr-in-der-Stadt-Münster-ein- 
zuschränken,-kam-es-zu-Abbestellungen-bei-den-Schulwegjahreskarten.-Insgesamt-ist- 
dadurch-ein-Rückgang-von-ca.-600.000-Fahrten-im-Schülerbereich-für-2007-zu-ver- 
zeichnen.-Zukünftig-ist,-auch-aufgrund-der-demografischen-Entwicklung,-von-einem- 
weiteren-Rückgang-der-Schülerfahrten-auszugehen,-was-auch-eine-Anpassung-spezifi- 
scher-Fahrtenangebote-erfordert.-
-
Der-Fahrgastrückgang-im-Schülerverkehr-in-2007-konnte-zum-Teil-durch-Zugewinne-in- 
anderen-Bereichen-kompensiert-werden.-Bei-der-sogenannten-Jedermann-Nachfrage- 
konnten-ca.-320.000-Fahrgäste-dazu-gewonnen-werden.-Ein-Teil-entfällt-dabei-auf-den- 
Wechsel-der-Schüler-in-andere-Fahrkartenarten.-So-konnte-beispielsweise-der-Absatz- 
des-Schülerabos-um-über-20%-gesteigert-werden.-Deutliche-Zugewinne-sind-2007- 
auch-im-Bereich-der-Privat-Abonnementen-zu-verzeichnen.-Vor-allem-diese-Zuwächse- 
im-Bereich-der-Kunden,-die-dauerhaft-für-den-ÖPNV-gewonnen-werden-konnten,-be- 
legt-die-hohe-Akzeptanz-und-Wertschätzung-des-Stadtbussystems-in-Münster.-
-
Neben-den-Fahrgastzahlen-ist-die-Kundenzufriedenheit-ein-wesentlicher-Maßstab-zur- 
Bewertung-der-im-Nahverkehrsplan-festgelegten-Maßnahmen.-Grundlage-dafür-ist-das- 
jährlich-bundesweit-durchgeführte-ÖPNV-Kundenbarometer,-an-dem-die-Stadtwerke- 
Münster-seit-10-Jahren-teilnehmen.-Insgesamt-ist-von-2000-bis-2007-eine-Verbesse- 
rung-der-Globalzufriedenheit-der-Fahrgäste-von-2,71-auf-2,53-festzustellen.-Im-bun- 
desweiten-Vergleich-belegen-die-Stadtwerke-damit-im-Ranking-der-Verkehrsunter- 
nehmen-und-–verbünde-einen-Spitzenplatz.-Mit-einem-Mittelwert-von-2,53-für-2007- 
sind-die-Kunden-der-Stadtwerke-insgesamt-„gut“-zufrieden.-Dieser-Wert-liegt-deutlich- 
über-dem-ÖPNV-Branchendurchschnitt-von-2,87.-
-
Gegenüber-2005-und-2006-konnte-die-Globalzufriedenheit-der-Kunden-mit-dem-Stadt- 
bussystem-Münster-in-2007-nochmals-verbessert-werden.-Dies-ist-umso-bedeutsa- 
mer,-da-im-Zuge-das-Nahverkehrsplanes-2006-und-2007-umfassende-strukturelle-An-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 6
passungen-des-Bedienungsangebotes-wie-z.B.-das-Vorziehen-des-Nachtbussystems- 
sowie-die-Modifizierungen-in-den-Korridoren-Gievenbeck-und-Kinderhaus-umgesetzt- 
wurden.-Ebenso-positiv-müssen-demnach-die-Tarifmaßnahmen-mit-der-Abooffensive- 
und-der-Einführung-des-9-Uhr-Tages--und-GruppenTicket-sowie-die-Qualität-der-Fahr- 
zeuge-(Klimaanlage)-und-der-Haltestellenausstattung-(zusätzliche-FIS-Anlagen)-be- 
wertet-werden.-
Entwicklung-der-Globalzufriedenheit,-ÖPNV-Kundenbarometer-2000-2007-
-
-
3.- Bewertung-der-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen-
-
3.1- Vereinfachung-der-Netzsystematik-und-Optimierun g-der-Bedienungszeit- 
räume-und-Taktfolgen-
-
Die-im-Nahverkehrsplan-ausgewiesenen-und-mit-den-Fahrplanwechseln-2006-und- 
2007-umgesetzten-Linienweg--und-Fahrplanmaßnahmen-werden-auf-der-Grundlage- 
der-Ergebnisse-der-Fahrgastbefragungen-2005-und-2007-bewertet.-Punktuell-werden- 
Auswertungen-des-Beschwerdemanagements-herangezogen.-
-
Im-Zuge-dieses-Maßnahmenpaketes-wurden-die-Netzzustände-im-Stadtbussystem-im- 
Sinne-einer-besseren-Begreifbarkeit-auf-ein-Tages--und-ein-Nachtnetz-mit-klaren-Be- 
dienungszeiträumen-und-Taktfolgen-reduziert.-Dazu-wurden-zum-Fahrplanwechsel- 
2006-bzw.-2007-folgende-Maßnahmen-umgesetzt:-
-
• Das-Nachtbussystem-wurde-mit-seiner-Linienführung-und-Haltestellenerschlie- 
ßung-optimiert-und-kommt-mit-insgesamt-6-Linien-und-7-ergänzenden-Taxibus- 
linien-im-30’-Takt-nun-auch-im-Abendverkehr-zwischen-21.00-Uhr-und-24.00- 
Uhr-zum-Einsatz.-In-den-Nächten-von-Freitag-auf-Samstag-und-Samstag-auf- 
Sonntag-wird-das-Nachtbussystem-durchlaufend-bis-gegen-8.00-Uhr-betrieben.-
-
• Das-Bedienungsangebot-im-Tagesverkehr-wurde-bis-gegen-20.30-Uhr-ausge- 
weitet.-Weiterhin-wurde-im-Tagesverkehr-aufgrund-der-geringen-Fahrgastnach- 
2,71 
2,64 
2,82 
2,62 
2,51 
2,57 
2,62 
2,53 
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
7-
frage-die-Linie-19-durch-die-Verlängerung-einer-Fahrt-der-Linie-10-ab-Mecklen- 
beck/Meckmannweg-und-die-Linie-34-durch-Modifizierung-der-Linienführung- 
der-3/4-und-14-ersetzt.-
-
Nach-ersten-Erfahrungen-wurde-die-Linienführung-einzelner-Nachtbuslinien-weiter- 
optimiert.-Als-Ergebnis-von-Fahrgastanregungen-und-nach-dem-politischen-Dialog-wird- 
die-N83-seit-dem-Fahrplanwechsel-2007-über-die-Warendorfer-Straße-–-mit-Einschlei- 
fung--über-das-Erphoviertel-–-aus-und-in-Richtung-Handorf-geführt.-Die-N82-wurde- 
aufgrund-der-geringen-Fahrgastnachfrage-zwischen-Gelmer-und-Coerde-auf-eine-Taxi- 
buslinie-umgestellt.-Fahrgastanregungen-führten-unter-anderem-zur-Verlängerung-der- 
N83-bis-zum-Meckmannweg-und-damit-auf-den-Verzicht-der-Einschleifung-der-N84- 
(Fahrplanwechsel-2008).-
-
Die-Ausweitung-des-20’-Taktes-im-Tagesverkehr-werktags-bis-gegen-20.30-Uhr-und- 
auch-das-Vorziehen-des-Nachtbusverkehrs-im-30’-Takt-von-21.00-Uhr-bis-gegen-24.00- 
Uhr-führte-zu-einem-überdurchschnittlichen-Anstieg-des-Fahrgastaufkommens.--
Fahrgastaufkommen-werktags-(Tageswert)-von-19.00-bis-02.00-Uhr-
-
Im-Tagesverkehr-stieg-die-Fahrgastnachfrage-zwischen-19.00-und-21.00-Uhr-um-ca.- 
10%.-Für-den-Abendverkehr-werktags-zwischen-21.00-und-24.00-Uhr-ist-mit-dem-vor- 
gezogenen-und-angepassten-Nachtbussystem-im-30’-Takt-eine-Steigerung-der-Fahr- 
gastnachfrage-von-mehr-als-20%-zu-verzeichnen.-Leichte-Fahrgastzuwächse-sind-auch- 
im-Nachtverkehr-werktags-bis-gegen-2.00-Uhr-festzustellen.-
4.126 
2.191 
1.130 
857 
558 
175 137 
4.670 
2.418 
1.237 
989 880 
199 160 
19---20-Uhr 20---21-Uhr 21---22-Uhr 22---23-Uhr 23---24 -Uhr 24---1-Uhr 1---2-Uhr 
2005 
2007

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 8
Auch-am-Wochenende-sind-im-Vergleich-zu-2005-deutliche-Fahrgaststeigerungen-im- 
Nachtbusverkehr-festzustellen.-Während-2005-in-der-Nacht-von-Samstag-auf-Sonntag,- 
zwischen-24.00-und-4.00-Uhr-durchschnittlich-ca.-1.700-Fahrgäste-im-Nachtbussystem- 
unterwegs-waren,-wurden-in-2007-mehr-als-2.100-Fahrgäste-befördert.-Das-entspricht- 
einem-Zuwachs-von-25%.-Ab-4.00-Uhr-(durchlaufender-Nachtbusbetrieb)-ist-die-Nach- 
frage-geringer.-Während-die-Nachtbusfahrten-zwischen-4.00-und-5.00-Uhr-noch-von- 
350-Fahrgästen-genutzt-werden,-halbiert-sich-die-Fahrgastnachfrage-in-den-Stunden- 
bis-7.00-Uhr.--
Fahrgastaufkommen-in-der-Nacht-von-Sa-auf-So-(Tageswert)-von-24.00-bis-07.00-Uhr-
-
-
Einstellung-der-Linie-34-
-
Die-Linie-34-stellte-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-die-Verbindung-zwischen-dem- 
Zentralklinikum,-Coesfelder-Kreuz-(Mensa-II),-Scharnhorststraße-(Mensa-I)-dem- 
Hauptbahnhof-sicher.-Mit-1.700-Fahrgästen-pro-Werktag-war-die-Linie-34-vergleichs- 
weise-schwach-nachgefragt.-Ursache-hierfür-war-die-gegenseitige-Konkurrenzierung- 
mehrerer-Stadtbuslinien-v.a.-für-den-Bereich-Coesfelder-Kreuz-und-Aaseestadt-aus- 
und-in-Richtung-Altstadt/Hbf.-Daher-wurde-durch-eine-modifizierte-Führung-der-Linien- 
3-/-4-(neu-über-Aaseestadt-und-Kardinal-von-Galen-Ring)-und-14-(neu-über-Himmel- 
reichallee)-die-Linie-34-ersetzt.-Die-Linienwegänderung-führte-zu-keinen-Fahrgastanre- 
gungen-oder-–beschwerden.-Damit-kann-davon-ausgegangen-werden,-dass-mit-der- 
Maßnahme-den-Anforderungen-und-Bedürfnissen-der-Kunden-weitestgehend-ent- 
sprochen-wurde.-
-
368 
496 
409 
441 
0 0 0
496 
645 
396 
614 
350 
167 156 
24---1-Uhr 1--2-Uhr 2---3-Uhr 3--4-Uhr 4---5-Uhr 5---6-U hr 6---7-Uhr 
2005 
2007

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
9-
Deutlich-positiv-ist-festzustellen,-dass-die-Anzahl-der-Fahrgäste-aus-dem-Bereich- 
Coesfelder-Kreuz/Universität-und-in-Richtung-Aaseestadt-/-Mensa-I-von-ca.-1.100- 
Fahrgäste-auf-ca.-1.600-Fahrgäste-pro-Werktag-gestiegen-ist.-Diese-Fahrgastzuwäch- 
se-sind-v.a.-auf-die-neu-angebotene-Direktverbindung-mit-der-Linie-3-/-4-aus-dem-Be- 
reich-der-universitären-Einrichtung-(einschließlich-der-Studentenwohnheime)-Horstma- 
rer-Landweg/Corrensstraße-aus-und-in-Richtung-Aaseestadt/Mensa-I-zurückzuführen.-
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Linienwegmaßnahme:-Einstellung-der-Linie-34,-Fahrgastveränderung-2005/2007--
-
Während-die-Direktverbindung-Zentralklinikum-Aaseestadt-(Linie-34)-von-lediglich-80- 
Fahrgästen-nachgefragt-wurde,-sind-zwischen-dem-Bereich-Horstmarer-Land- 
weg/Corrensstraße-und-der-Aaseestadt-mehr-als-500-Fahrgäste-pro-Werktag-auf-der- 
Linie-3-/-4-unterwegs.--
-
-
-
-
-
Alte Sternwarte 
Horstmarer Landweg 
Rudolf-Harbig-Weg 
Corrensstr. 
Mendelstr. 
Coesfelder Kreuz 
Domagkstr. 
Jungeblodtplatz 
Hüfferstiftung Zentralfriedhof 
Landgericht Krummer 
Timpen 
Aegidiimakt 
Domplatz 
Goldene Brücke 
Aegidiitor Franz-Hitze-Haus 
Torminbrücke 
Platz der 
Weißen Rose 
Offenbergstr. 
Hoppendamm 
Scharnhorststr. 
Ludgeriplatz 
Schützenstr. 
Picasso- 
Museum 
Hbf 
Prinzipal- 
markt 
Altstadt/Bült 
Hörstertor 
Kolpingstr. 
Mühlenfeld 
F la n d e rn str.
Lange- 
marckstr. 
Ev . K ra n -
k e n h a u s
N o rd p la tz
G ö rre s s tr.
K a n o n ie rp la tz
S te in fu rte r S tr.
W ilh e lm s tr.
R ö s c h w e g
P e te r-W u s t-S tr.
L a n g e m a rck str.
Tannenbergstr. 
Lublinring
Eisenbahnstr. 
Körnerstr. 
Bismarckallee Sportpark 
Bockwindmühle 
Zoo 
Schlüterstr. 
Redigerstr. 
M a u s b a c h s tr.
Sentruper Höhe 
Lukaskirche 
Uni-Klinikum 
Schmeddingstr. 
Wilhelm- 
Klemm-Str. 
Apffel- 
staedtstr. 
neue Führung Linie 14 
alte Führung Linie 14 
neue Führung Linie 3/4 
alte Führung Linie 3/4 
Haltestelle 
alte Führung Linie34 
Fahrgastzu- 
wachs-von- 
1.100-auf- 
1.600- FG

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 10 
Einstellung-der-Linie-19-
-
Die-Linie-19-stellte-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-im-60’-Takt-die-Tangentialverbin- 
dungen-zwischen-den-Stadtteilen-Roxel,-Aaseestadt-und-Mecklenbeck-dar.-Im-Bereich- 
Aaseestadt-wurde-diese-Linie-dabei-weitestgehend-parallel-zur-Linie-10-geführt.-Mit- 
ca.-700-Fahrgästen-pro-Werktag-(Stand-2005)-war-die-Linie-19-die-mit-Abstand-am- 
schwächsten-nachgefragte-StadtBuslinie.-Ca.-50%-des-Fahrgastaufkommens-waren- 
Schüler,-die-sich-auf-die-Zeitlagen-7.00-8.00-Uhr-und-13.00-14.00-Uhr-konzentrierten.- 
Aufgrund-der-parallelen-Führung-mit-der-Linie-10-im-Bereich-Aaseestadt-wurde-2007- 
statt-der-Linie-19-die-Linie-10-im-60’-Takt-bis-nach-Roxel-verlängert.-Die-Schulwagen- 
fahrten-wurden-nach-diversen-Fahrgastanregungen-und-Rücksprache-mit-den-Schulen- 
bedarfsorientiert-angepasst-und-als-Z19-neu-im-Fahrplan-ausgewiesen.-
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-
Linienwegmaßnahme:-Einstellung-der-Linie-19,-Fahrgastveränderung-2005/2007-
-
Nach-der-Anpassung-der-Schulwagenfahrten-(Z19)--vor-allem-für-das-Hittorf-Gymnasi- 
um-–-besteht-seitens-des-Schülerverkehrs-kein-weiterer-Korrekturbedarf.-Außerhalb- 
der-Schulanfangs--und-Endzeiten-liegt-die-Fahrgastnachfrage-der-Linie-10-in-der-Stadt- 
teilverbindung-Roxel/Mecklenbeck/Aaseestadt-etwa-in-Größenordnung-der-ehemali- 
gen-Linie-19-(ca.-200-Fahrgäste-pro-Werktag)-
-
Insgesamt-wurden-die-Veränderungen-im-Tages--und-Abendverkehr-durchweg-positiv- 
von-den-Kunden-aufgenommen-und-mit-einer-steigenden-Nachfrage-honoriert.-Fahr- 
gastanregungen-und-Anregungen-der-Politik-wurden-kundenorientiert-und-zeitnah-um- 
gesetzt.--
Roxel 
Hallenbad Pantaleonstr. 
Pienersallee 
Lise-Meitner-Str. 
Raiffeisenstr. 
Nottulner Landweg 
Dorffeldstr. 
Roxel Post 
Schelmenstiege 
Ackermann 
Am Rohrbusch 
Hohenfeld 
Altenroxeler Str. 
Altenroxel 
Mecklenbecker Str. 
St.-Anna-Kirche 
Christoph- 
Bernhard-Graben 
Meckmannweg 
Holtkamp 
Heroldstr. 
Ripenhorst 
Rockbusch 
Waldweg 
Handwerkskammer- 
Bildungszentrum 
Vorländerweg Vagedes- 
weg Kleihorststr. 
Bischopinkstr. 
Huberstr. 
Platz der 
Weißen Rose 
O ffe n b e rg s tr.
H o p p e n d a m m
Sperlichstr. 
Koldering/ 
LVA 
Von-Ossietzky-Str. 
Lange Ossenbeck 
Stellmacher- 
weg 
alte Führung Linie 19 
Linie 10 im 60'-Takt 
Linie 10 im 20'-Takt 
Haltestelle 
Konstantes-
Fahrgastauf-
kommen- 
2005-2007

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
11-
3.2- Optimierung-des-Angebotes-auf-der-Domachse-in-d er-Altstadt-und-zusätz- 
liche-Linie-für-den-Korridor/Stadtteil-Gievenbeck-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-ein-zusätzliches-Bedienungsangebot-für-den- 
Korridor-Gievenbeck-eingerichtet.-Die-vormals-an-der-Stubengasse-endende-Regional- 
buslinie-R22/R32-wurde-als-Stadtbuslinie-22-aus-dem-Altstadtbereich-über-die-Roxeler- 
Straße-bis-zur-Haltestelle-Rüschhausweg-verlängert.-Damit-wurde-der-städtebaulichen- 
Entwicklung-(Münster-Arkaden)-und-den-steigenden-Fahrgastzahlen-im-Altstadtbereich- 
Rechnung-getragen.-Zudem-konnte-so-eine-umsteigefreie-Anbindung-des-Korridors- 
Wolbecker-Straße-und-des-Stadtteils-Wolbeck-an-die-Altstadt,-die-universitären-Ein- 
richtungen-und-an-das-Universitätsklinikum-sichergestellt-werden.-
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-
Linienwegmaßnahme:-Korridor-Gievenbeck,-Fahrgastveränderung-2005/2007-
-
Im-Zuge-der-Durchbindung-der-R22/R32-als-neue-Linie-22-wurde-das-gesamte-Ange- 
bot-im-Korridor-und-im-Stadtteil-Gievenbeck-neu-geordnet.-Seit-dem-Fahrplanwechsel- 
2006-werden-alle-Linien-in-einem-20’-Takt-betrieben.-Durch-Überlagerung-der-Linien- 
11-und-22-bzw.-1-und-22-für-die-Dieckmannstraße-bzw-Roxeler-Straße-sowie-den-Li- 
nien-11-und-12-im-Zuge-der-Von-Esmarch-Straße/Toppheideweg-ergibt-sich-für-diese- 
Hauptachsen-jeweils-ein-angenäherter-10’-Takt.-
-
Durch-diese-Netzerweiterung-konnte-das-Fahrgastaufkommen-im-Stadtteil-und-im- 
Korridor-Gievenbeck-deutlich-gesteigert-werden.-Für-den-Stadtteil-Gievenbeck-(ohne- 
Horstmarer-Landweg)-ist-ein-Anstieg-der-Fahrgastzahlen-von-täglich-9.600-auf-11.100- 
Universität 
Altstadt 
Klinikum 
Gieven- 
beck 
Coesfelder 
Kreuz 
Dieckmannstr. 
Weitkampweg 
Nienberge 
Zentrum 
Roxel 
Z e n tru m
H a u s  
M a rie n g ru n d
N ü n n in g fe ld
Gronowskistr. 
Auenviertel 
Freiherr-vom-Stein- 
Gynasium 
Gartenbreie 
Gievenbeck 
Kaserne 
Deipenfohr Schmeddingstr. Zentral- 
klinikum 
Lukas- 
kirche 
S che ibe rstr.
H au tklinik
P otstie geM ich ae lkirche
A sbeckw eg
A h a u s w e g
B esselw e g
G escherw egTw entew eg
To pp heide
Rüsch-
hausweg
5'-T akt 
10'-T akt 
10'-Ta k t
10'-T akt 
10'- 
Takt 5'- 
Takt 
12 
11 
22 
5
20 
13 
2005:-7.200-FG-
2007:-7.600-FG-
+6%-(Tageswerte) 
-
2005:-2,400-FG-
2007:-3.500-FG-
+46%-(Tageswerte) -

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 12 
Fahrgäste-zu-verzeichnen.-Das-entspricht-einem-Zuwachs-von-16%-von-2005-bis- 
2007.-Im-Bereich-des-Auenviertels-konnten-die-Fahrgastzahlen-um-ca.-50%-gesteigert- 
werden,-wovon-allerdings-die-Hälfte-der-Zuwächse-auf-die-Aufnahme-des-Schulbetrie- 
bes-des-neuen-Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums-zurückzuführen-sind.-Zuwächse-ver- 
zeichnet-aber-auch-der-Bereich-Toppheide-–-hier-vor-allem-an-der-Haltestelle-Rüsch- 
hausweg-–-und-das-Stadtteilzentrum-mit-der-Haltestelle-Michaelkirche.-Fahrgastzu- 
wächse-sind-auch-für-den-Korridor-Gievenbeck-außerhalb-des-eigentlichen-Stadtteils- 
festzustellen.-So-konnte-beispielsweise-das-Fahrgastaufkommen-an-der-Haltestelle- 
Coesfelder-Kreuz-von-5.200-Fahrgästen-auf-über-5.600-Fahrgäste-gesteigert-werden.-
-
Die-Umsetzung-dieses-umfangreichen-Maßnahmenpaketes-führte-anfangs-zu-Anwoh- 
nerbeschwerden-im-Bereich-Dieckmannstraße/Heekweg.-Durch-eine-Neuordnung-der- 
Betriebshaltestellen,-Dienstanweisungen-an-das-Fahrpersonal-(Fahrordnung)-und-ge- 
zielte-Überprüfungen-durch-die-Leitstelle-konnte-dieses-Problem-zwischenzeitlich-ge- 
löst-werden.-Darüber-hinaus-gab-es-Anwohnerbeschwerden-über-die-hohe-Busfre- 
quenz-im-Bereich-Südlohnweg-und-Weitkampweg-in-Gievenbeck.-Nach-einer-Überprü- 
fung-des-Fahrgastaufkommen-und-der-Fahrgastverflechtungen-wurde-auf-die-Führung- 
der-Linie-12-durch-den-betroffenen-Bereich-verzichtet.-Seit-dem-Fahrplanwechsel- 
2008-wird-die-Linie-12-auf-direktem-Weg-über-die-Dieckmannstraße-zur-Endhaltestelle- 
Heekweg-geführt.-Damit-konnte-die-Anwohnerbeschwerde-ausgeräumt-werden.-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-konnte-auch-die-Buswende-und-Verknüp- 
fungshaltestelle-an-der-Roxeler-Straße-in-Betrieb-genommen-werden.-Mit-der-so-nun- 
möglichen-Verlängerung-der-Linie-11-bis-zur-Roxeler-Str.-und-die-Verknüpfung-mit-den- 
Linien-1-und-R63/R64-aus-und-in-Richtung-Roxel-wurde-der-letzte-Baustein-im-Stadt- 
teilkonzept-Gievenbeck-umgesetzt.-Dem-seit-langem-von-Bürgern-und-Fahrgästen- 
vorgetragene-Wunsch-nach-einer-zeitlich-optimierten-Umsteigeverbindung-zwischen- 
den-Stadteilen-Roxel-und-Gievenbeck-konnte-damit-ebenfalls-nachgekommen-werden.-
-
-
3.3- Stadtteilkonzepte-
-
Der-2.-Nahverkehrsplan-weist-unter-den-Maßnahmenpaketen-„Stadtteilkonzepte“,- 
„Bedienungsstandards-Linienführung“-und-„Tangentialverkehr“-insgesamt-9-aus- 
schließlich-stadtteilbezogene-Maßnahmen-aus.-Diese-wurden-mit-den-Fahrplanwech- 
seln-2006-und-2007-umgesetzt-oder-wurden-auf-ihre-Realisierung-hin-geprüft.-
-
-
3.3.1- Umgesetzte-Stadtteilkonzepte-
-
Amelsbüren-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-das-Baugebiet-Amelsbüren-Süd-durch-eine- 
Anpassung-der-Linienführung-im-Stadtteil-angebunden.-Bis-zur-Haltestelle-Davertstra-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
13-
ße-ist-dabei-die-ursprüngliche-Linienführung-beibehalten-worden.-Ab-der-Haltestelle- 
Davertstraße-wird-die-Linie-1-ab-dem-Fahrplanwechsel-2006-im-60’-Takt-zur-Haltestel- 
le-Amelsbüren-Bahnhof-und-im-20’-/40’Takt-über-die-Davertstraße-in-das-Neubauge- 
biet-Amelsbüren-Süd-geführt.-Die-Busan--bzw.-–abfahrten-am-Bahnhof-sind-auf-die- 
Züge-aus-und-in-Richtung-Dortmund-ausgerichtet.-Das-Neubaugebiet-wird-durch-zwei- 
neue-Haltestellen-erschlossen.-Den-Bewohnern-des-Neubaugebietes-kann-so-eine- 
flächendeckende-Erschließung-und-die-Anbindung-an-das-Stadtbussystem-geboten- 
werden.-Der-zentrale-Bereich-in-Amelsbüren-und-die-aufkommensstarken-Haltestellen- 
werden-weiterhin-ab-der-Haltestelle-„Davertstraße“-im-20’-Takt-bedient.-
-
-
-
-
-
-
-
-
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-
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-
-
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-
-
-
-
-
-
Linienwegmaßnahme:-Amelsbüren,-Fahrgastveränderung-2005/2007-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-ist-es-auch-gelungen,-überwiegend-Gelenk- 
busse-mit-Stadtbusqualität-auf-der-gemeinsam-mit-den-Partnern-Westfalen-Bus-und- 
Weilke-betriebenen-Linie-1-einzusetzen.-Die-Anzahl-der-Fahrgastbeschwerden-bezüg- 
lich-der-Besetzung-und-der-Qualität-der-Fahrzeuge-hat-sich-seitdem-deutlich-reduziert.-
-
Mit-der-Anbindung-des-Baugebietes-Amelsbüren-Süd-hat-sich-das-Fahrgastaufkom- 
men-im-Stadtteil-überaus-positiv-entwickelt.-So-stieg-das-Fahrgastaufkommen-von- 
2005-bis-2007-um-ca.-24%.-Die-neu-eingerichtete-Haltestelle-Amelsbüren-Süd-wird- 
von-weit-mehr-als-200-Fahrgästen-pro-Werktag-genutzt-und-ist-damit-die-am-stärksten- 
frequentierte-Haltestelle-im-Stadtteil-Amelsbüren.--
-
Pater-Kolbe-Str. 
Plutoweg 
Amelsbüren 
Schule 
Amelsbüren Kirche 
Davertstr. 
Am Dornbusch 
Amelsb ren S d ü ü 
Amelsbüren Bahnhof 
DB 
Haltestelle Bestand H
HH
HH
H
H
Linie 1 im 20'-T 
Haltestellen- 
einzugsradius 300m 
Haltestelle Geplant 
H
H
H
Linie 1 im 20'-/40'-T 
Linie 1 im 60'-T 
2005:-875-FG-
2007:-1.084-FG-
+24%-(Tageswerte) -

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 14 
Technologiepark-
-
Zur-Anbindung-des-Technologieparks-Austermannstraße-wurde-mit-dem-Fahrplan- 
wechsel-2006-die-neue-Linie-13-im-20’-Takt-von-der-damaligen-Endhaltestelle-Horst-
marer-Landweg-über-die-Austermannstraße-bis-zum-Johann-Krane-Weg-verlängert.- 
Die-Linie-13-(ehemals-Linie-12)-stellt-damit-die-Verbindungen-des-neu-entstehenden- 
Technologieparks-aus-und-in-die-universitären-Bereiche-sowie-in-den-Altstadtbereich- 
und-zum-Hauptbahnhof-sicher.-Zur-ortsnahen-Erschließung-des-Technologieparks- 
wurden-auf-der-Austermannstraße-zusätzliche-Haltestellen-eingerichtet.-Über-die-Hal- 
testelle-Eissporthalle-besteht-eine-Umsteigeverbindung-im-20’-Takt-mit-der-Stadtbusli- 
nie-16-aus-und-in-Richtung-Kinderhaus.-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Linienwegmaßnahme:-Technologiepark,-Fahrgastveränderung-2005/2007-
-
Während-–-vermutlich-aufgrund-des-bisher-nicht-vollständig-vermarkteten-zentralen- 
Bereichs-des-Technologieparks-–-die-neuen-Haltestellen-auf-der-Austermannstraße- 
von-weniger-als-30-Fahrgästen-pro-Werktag-genutzt-werden,-hat-sich-das-Fahrgast-
aufkommen-an-der-Haltestelle-Eissporthalle-von-2005-auf-2007-mehr-als-verdoppelt.- 
Nutzer-sind-vor-allem-Studenten,-die-die-Direktverbindung-mit-der-Linie-13-zwischen- 
dem-Leonardo-Campus-und-den-universitären-Einrichtungen-im-Bereich-Coesfelder- 
Kreuz-nutzen.-
-
-
-
Alte 
Sternwarte     
Horstmarer Landweg  
Kortenbrede         
Eis- 
sporthalle       
Leonardo- 
Campus 
Rudolf-Harbig-Weg   
H
H
H
H
H
H
H
Haltestelle H
Linie 13 im 20'-T 
Linie 16 im 20'-T 
Linie 3/4 im 20'-T 
H
H
H
Haltestellen- 
einzugsradius 300m 
Verdoppelung-der-FG-Hst- 
Eissporthalle-von-193-auf-400-
Hst-Technologiepark:-28-
Hst-Johan.-Krane-Weg:-18-
Hst-Wasserweg:-218-
(Tageswerte)-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
15-
Maikottenweg-
-
Auf-der-Grundlage-des-2.-Nahverkehrsplan-wurde-mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-die- 
Führung-der-Linie-14-im-Bereich-Maikottenweg-geändert.-Anlass-waren-die-Entwick- 
lung-des-Fahrgastaufkommens-und-die-unzureichende-Fahrplansicherheit-der-Linie-14- 
zur-Hauptverkehrszeit.-Vor-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-Linie-14-ringförmig- 
im-Einrichtungsverkehr-und-ohne-Endhaltestelle-im-Bereich-Maikottenweg-geführt.-Für- 
die-Fahrgäste-die-an-den-Haltestellen-Mauritz-Friedhof-bzw.-Zum-Guten-Hirten-aus- 
stiegen,-bedeutete-diese-Führung-eine-Umwegfahrt-von-ca.-5-Minuten.-Aber-gerade- 
an-diesen-Haltestellen-hatte-sich-die-Fahrgastzahl-aufgrund-der-Neubautätigkeit-in-den- 
letzten-Jahren-verdoppelt.-Zudem-konnten-aufgrund-der-fehlenden-Endhaltestelle-im- 
Bereich-Maikottenweg-und-den-somit-fehlender-Pausen--bzw.-Pufferzeiten,-Verspä- 
tungen,-die-stadtauswärts-auftraten,-nicht-kompensiert-werden.-In-der-Folge-wurden- 
diese-Verspätungen-auf-die-stadteinwärtige-Richtung-verschleppt.-
-
Aus-den-vorgenannten-Gründen-sollte-die-Linie-14-zum-Fahrplanwechsel-2006-in-Rich- 
tung-und-Gegenrichtung-über-die-Straßen-Mauritz-Lindenweg-und-Maikottenweg-zur- 
Endhaltestelle-Gallenkamp-geführt-werden.-Die-Maßnahme-wurde-mit-dem-2.-Nah- 
verkehrsplan-den-Bezirksvertretungen-vorgestellt-und-vom-Rat-–-aufgrund-der-Beden- 
ken-der-Bezirksvertretung-Ost-–-mit-der-Maßgabe-beschlossen,-zunächst-einen-halb- 
jährigen-Probebetrieb-durchzuführen.-
-
-
-
Linienwegmaßnahme:-Maikottenweg,-2006/2008-
-
Allerdings-gab-es-bereits-vor-der-Umsetzung-der-Planung-massive-Proteste-der-An- 
wohner.-Kritisiert-wurden-vor-allem-die-Befahrung-der-Straßen-Maikottenweg-und-zum- 
Guten-Hirten-im-Zweirichtungsverkehr-sowie-die-zu-erwartende-Busfrequentierung-auf- 
Stadion 08 
Mauritz-Friedhof 
(Endhaltestelle) 
Gallenkamp 
(Starthaltestelle) 
Frauen- 
burgstr. 
Maikottenweg 
Zum Guten Hirten 
Betriebsfahrt 
Stadion 08 
Mauritz-Friedhof 
Gallenkamp 
Frauen- 
burgstr. 
Maikottenweg 
Zum Guten Hirten 
Linienführung- 
Maikottenweg- 
2006-
Linienführung- 
Maikottenweg- 
2008-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 16 
diesen-Straßen.-Nach-intensiven-Gesprächen-mit-der-Politik-konnte-ein-parteiübergrei- 
fender-Kompromiss-erzielt-werden,-der-mit-der-Beschlussvorlage-V/0150/2006-den- 
politischen-Gremien-vorgelegt-wurde.-
-
Danach-wird-seit-dem-10.04.2006-im-Bereich-Maikottenweg-die-Linie-14-in-einem- 
doppelten,-einseitigen-Ring-geführt.-Stadtauswärts-wird-die-Linie-über-die-Manfred-
von-Richthofen-Straße-–-Maikottenweg-–-Zum-Guten-Hirten-und-Mauritz-Lindenweg- 
zur-Endhaltestelle-Mauritz-Friedhof-geführt.-Von-dort-fahren-die-Busse-als-Leer- 
fahrt/Betriebsfahrt-zur-Starthaltestelle-Gallenkamp,-von-wo-aus-die-Linie-stadteinwärts- 
wieder-einsetzt.-
-
Durch-diese-Linienführung-wurde-gleichermaßen-den-Interessen-der-Anwohner-und- 
der-Fahrgäste-Rechnung-getragen.-Der-von-den-Anwohnern-kritisierte-Gegenverkehr- 
auf-dem-Maikottenweg-und-der-Straße-Zum-Guten-Hirten-kann-mit-der-neuen-Linien- 
führung-vermieden-werden.-Darüber-hinaus-entfällt-die-ebenfalls-im-Mittelpunkt-der- 
Kritik-stehende-Blockumfahrt-über-den-Gallenkamp-und-den-Lohausweg.-Die-Busfre- 
quentierung-mit-6-Fahrten-pro-Stunden-blieb-bestehen,-entspricht-aber-der-in-Münster- 
in-Wohngebieten-„üblichen-Belastung“.-Aus-Sicht-der-Fahrgäste-blieben-alle-Vorteile- 
gewahrt.-Durch-den-doppelten-Ring-stadtaus--und-stadteinwärts-lassen-sich-Umweg- 
fahrten-für-die-Fahrgäste-vermeiden.-Zudem-werden-durch-die-Endhaltestelle-Gallen- 
kamp---mit-Pausen--und-Pufferzeit---Verspätungen-kompensiert.-
-
Seit-Einführung-dieses-Linienweges-sind-weder-bei-der-Stadtwerke-Münster-GmbH- 
noch-bei-der-Verwaltung-Beschwerden-seitens-der-Anwohner-eingegangen.-Die-Be- 
triebsdurchführung-verläuft,-bei-hoher-Fahrplansicherheit,-reibungslos.-Zusammenfas- 
send-ist-festzustellen,-dass-die-seit-dem-10.04.2006-praktizierte-Linienführung-den- 
Fahrgastansprüchen-voll-entspricht,-da-sie-eine-gute-Bedienungsqualität-und-hohe- 
Fahrplansicherheit-bietet.-Die-Linienführung-entspricht-darüber-hinaus-weitestgehend- 
den-Anwohnerinteressen.-Mit-der-Beschlussvorlage-V/573/2006-wurde-den-Bezirks- 
vertretungen-Ost-und-Mitte-sowie-dem-Planungsausschuss-der-Erfahrungsbericht-zur- 
Kenntnis-gegeben-und-empfohlen-die-heutige-Linienführung-der-Linien-14-im-Bereich- 
Maikottenweg-beizubehalten.-Dies-wurde-vom-Planungsausschuss-beschlossen.-
-
-
Albachten-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-erste-Stufe-zur-Anbindung-der-Neubauge- 
biete-Dülmener-Straße-und-Haus-Wiek-umgesetzt.-Das-Baugebiet-Haus-Wiek-wird-seit- 
dem-über-die-Haltestelle-„Langenkamp“-mit-der-Linie-15-im-20’-Takt-angebunden.- 
Zum-Fahrplanwechsel-2008-war-auch-die-verkehrliche-Infrastruktur-im-Neubaugebiet- 
südlich-der-Dülmener-Straße-soweit-hergerichtet,-dass-eine-Erschließung-mit-dem- 
Stadtbussystem-erfolgen-konnte.-Dazu-wird-die-Linie-15-im-20’-Takt-ab-der-Dülmener- 
Straße-durch-das-Baugebiet-auf-die-Osthoffstraße-geführt.--
-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
17-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Linienwegmaßnahme:-Albachten,-Anbindung-der-Baugebiete-
-
Mit-dieser-Linienführung-ist-sichergestellt,-dass-der-gesamte-Stadtteil-Albachten,-ein- 
schließlich-der-Neubaugebiete,-flächendeckend-an-das-Stadtbussystem-angebunden- 
ist.-Die-Linie-15-verbindet-im-20’-Takt-alle-Wohngebiete-des-Stadtteils-mit-dem-zentra- 
len-Einkaufs--und-Versorgungsbereich-Dülmener-Straße-und-dem-Schienenhaltepunkt.--
-
-
Wolbeck-/-Hiltrup-
-
Zur-weiteren-Verbesserung-der-Tangentialverbindung-Wolbeck-–-Hiltrup-wurde-ent- 
sprechend-dem-2.-Nahverkehrsplan-mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-die-Taxibuslinie-T9- 
bis-zur-Haltestelle-Hiltrup-Marktallee-verlängert.-Damit-können-die-Fahrgäste-aus-und- 
in-Richtung-Wolbeck-von-allen-Haltestellen-aus-den-Einzelhandelsbereich-Hiltrup- 
Marktallee-in-Direktfahrt-erreichen.-Bis-dahin-war-ein-Umstieg-von-der-T9-auf-die-Linie- 
9-ab-der-Haltestelle-Loddenweg-erforderlich.-Nach-intensivem-Dialog-mit-der-örtlichen- 
Politik-wird-die-T9-seit-April-2008-bis-zur-Haltestelle-Herz-Jesu-Krankenhaus-verlängert.-
-
Bereits-mit-der-Verlängerung-der-T9-bis-zur-Marktallee-haben-sich-die-Fahrgastzahlen- 
von-2.700-auf-5.200-Fahrgäste-pro-Jahr-fast-verdoppelt.-Die-Kosten-für-diese-Taxibus- 
verbindung-belaufen-sich-somit-aktuell-auf-ca.-50.000€/Jahr.-Darauf-hin-wurde-die-im- 
Nahverkehrsplan-perspektivisch-vorgesehen-Einrichtung-einer-direkten-Busverbindung- 
Wolbeck---Hiltrup-mit-folgendem-Ergebnis-geprüft:-
-
Die-Verlängerung-einer-in-Hiltrup-endenden-Stadtbuslinie-würde-die-heutigen-Kosten- 
des-Taxibusbetriebes-deutlich-überschreiten.-Für-die-Verlängerung-der-Linie-5-bis-Wol- 
beck-Markt-mit-der-Endhaltestelle-Wolbeck-Schulzentrum-ist-ein-zusätzliches-Fahrzeug- 
Meerhook 
Zentrum 
Albachten Kirche 
Dülmener Str. Rottkamp 
Am Kämpken 
Sendener 
Stiege 
Langenkamp 
Bahnhof Albachten 
Haltestelle H
HH
HH
H
H
H
H Neubaugebiet 
Neubaugebiet 
Haus Wiek 
Neubaugebiet 
Dülmener Straße 
H
H
Linie 15 ab Januar 2008 
Alte Führung der Linie 15 
Hohe Geist 
Neubaugebiete-Dülmener- 
Straße-und-Haus-Wiek-mit- 
neuen-Haltestellen-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 18 
mit-Betriebskosten-von-ca.-150.000-€-pro-Jahr-erforderlich.-Um-aber-eine-vergleichba- 
re-Erschließungsqualität-in-Wolbeck-wie-durch-die-T9-zu-gewährleisten-(Bedienung- 
aller-Haltestellen),-müsste-die-Linie-5-bis-Wolbeck-Windmühle-mit-Einschleifung-über- 
das-Neubaugebiet-Wolbeck-Nord-verlängert-werden.-Für-dieses-der-heutigen-Taxibus- 
bedienung-vergleichbaren-Bedienungsangebot-wären-zwei-Fahrzeuge-erforderlich.-Die- 
jährlichen-Betriebskosten-für-diese-Linienbusverbindung-würden-sich-somit--auf-ca.- 
300.000-€-belaufen.-
-
Die-Nachfragesteigerung-auf-der-T9-belegt-die-hohe-Fahrgastakzeptanz-der-Taxibus- 
verbindung-zwischen-Wolbeck-und-Hiltrup.-Die-Bedienung-aller-Haltestellen-in-Wol- 
beck-gewährleistet-–-vor-allem-für-ältere-Bürgerinnen-und-Bürger-–-eine-flächende- 
ckende-Erschließung-des-gesamten-Stadtteils-mit-kurzen-Fußwegen-zur-nächsten-Hal- 
testelle.-Eine-vergleichbare-Qualität-kann-durch-einen-Linienbusbetrieb-nur-mit-erhebli- 
chen-Mehrkosten-realisiert-werden.-Diese-Mehrkosten-sind-in-Anbetracht-der-Fahr- 
gastnachfrage-auf-der-T9-zum-heutigen-Zeitpunkt-wirtschaftlich-nicht-zu-vertreten.- 
Perspektivisch-muss-die-Realisierung-des-Baugebietes-Wolbeck-Nord-und-die-Ver- 
kehrsnachfrage-der-Bewohner-beobachtet-werden.-Unter-Umständen-ist-dabei-auch- 
die-Tangentialverbindung-Wolbeck-Hiltrup-neu-zu-bewerten.-
-
-
3.3.2- Bislang-nicht-umgesetzte-Stadtteilkonzepte-
-
Hiltrup---Gewerbegebiet-Hansestraße-
-
Gemäß-2.-Nahverkehrsplan-ist-für-das-Gewerbegebiet-Hansestraße-in-Hiltrup-eine- 
ÖPNV-Erschließung-zu-prüfen.-Ende-2006-wurde-zur-Abschätzung-des-ÖPNV-Poten-
zials-eine-Marktforschung-durchgeführt.-In-einem-Anschreiben-an-alle-ansässigen-Fir- 
men-wurden-dabei-die-grundsätzliche-Bereitschaft-zur-Teilnahme-an-der-Marktfor- 
schung,-die-Geschäftszeiten-sowie-die-Anzahl-der-Beschäftigten-bzw.-der-Kundenkon- 
takte-pro-Tag-abgefragt.-Der-Rücklauf-zu-diesem-Anschreiben-lag-unter-50%.-Auf- 
grund-dieser-geringen-Teilnahme-an-der-Umfrage-und-das-damit-bekundete-Desinte- 
resse-wurde-auf-eine-weitergehende,-differenzierte-Befragung-der-Firmen-verzichtet.- 
Die-Firmen-wurden-über-dieses-Ergebnis-informiert.-
-
Bei-der-Auswertung-der-Antwortschreiben-konnte-feststellen-werden,-dass-lediglich- 
ein-im-Gewerbegebiet-ansässiges-Call-Center-mit-ca.-150-Mitarbeitern-im-Wechsel- 
schichtbetrieb-ein-größeres-Fahrgastpotenzial-aufweist.-Die-anderen-Firmen-im-Ge- 
werbegebiet-haben-deutlich-weniger-Beschäftigte,-bzw.-lässt-sich-auch-aus-der-Anzahl- 
der-Kundenkontakte-kein-relevantes-Nachfragepotenzial-für-den-ÖPNV-erkennen.-Da- 
mit-sind-die-Voraussetzungen-für-ein-regelmäßiges-ÖPNV-Angebot---als-Stadtbus-oder- 
als-Taxibus---auf-der-Hansestraße-zum-aktuellen-Zeitpunkt-unter-Betrachtung-der-wirt- 
schaftlichen-Rahmenbedingungen-nicht-gegeben.-Die-weitere-Entwicklung-des-Ge- 
werbegebietes-Hansestraße-wird-beobachtet-und-ggf.-mittelfristig-hinsichtlich-der- 
ÖPNV-Anbindung-neu-bewertet.-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
19-
Wolbeck-–-Baugebiet-Wolbeck-Nord-
-
Im-Baugebiet-Wolbeck-Nord-ist-die-Neuerrichtung-von-570-Wohneinheiten-in-Einzel-,- 
Reihen--und-Mehrfamilienhaus-Bauweise-vorgesehen.-Aktuell-beginnt-die-verkehrliche- 
Erschließung-des-Baugebietes-und-die-Erstellung-erster-Wohneinheiten.-Insgesamt- 
muss-aber-von-einer-längerfristigen-Realisierung-ausgegangen-werden.-Im-Rahmen- 
der-verkehrlichen-Ausbauplanung-wird-die-Möglichkeit-der-ÖPNV-Erschließung-mit- 
Linienbussen-durch-entsprechende-Radien-und-Straßenquerschnitte-sichergestellt.-Die- 
weitere-Entwicklung-des-Baugebietes-wird-beobachtet.-In-Abhängigkeit-davon,-kön- 
nen-die-im-2.-Nahverkehrsplan-festgelegten-Maßnahmen-umgesetzt-werden.-
-
-
Roxel-–-Baugebiete-Roxel-Nord,-Roxel-West,-neuer-Haltepunkt-
-
Im-Baugebiet-Roxel-Nord-ist-die-Neuerrichtung-von-400-Wohneinheiten-vorgesehen.- 
Konkrete-Baumaßnahmen-finden-bereits-statt,-von-einer-zeitnahen-Fertigstellung-des- 
Baugebietes-ist-auszugehen.-Mit-der-Realisierung-des-Baugebietes-Roxel-West-ist-erst- 
ab-2010-zu-rechnen.-Weitergehende-Planungen-dazu-liegen-noch-nicht-vor.-Die-Reak- 
tivierung-des-Haltepunktes-Roxel-befindet-sich-in-der-Phase-der-verkehrlichen-Aus- 
bauplanung,-ein-rechtsverbindlicher-Bebauungsplan-liegt-vor.-
-
Das-Neubaugebiet-Roxel-Nord-wird-im-300m-Radius-über-die-Haltestelle-Roxel-Post-im- 
20’-Takt-mit-der-Linie-1-erschlossen.-Durch-den-weitergehenden-Einsatz-von-Gelenk- 
bussen-auf-der-Linie-1-ab-dem-Fahrplanwechsel-Januar-2008-werden-für-das-zusätzli- 
che-Fahrgastaufkommen-in-Roxel-ausreichend-Kapazität-zur-Verfügung-gestellt.-
-
-
Gewerbepark-Loddenheide-
-
Der-Gewerbepark-Loddenheide-ist-im-Endausbau-das-mit-Abstand-größte-Gewerbe- 
gebiet-im-Stadtgebiet-Münster.-Perspektivisch-sollen-auf-dieser-ca.-89-ha-großen-Flä- 
che-hochtechnisierte-Betriebe-mit-mehr-als-3.000-Beschäftigten-angesiedelt-werden.- 
Gegenwärtig-ist-ca.-1/3-der-Fläche-vermarktet,-zur-Zeit-sind-dort-ca.-700-Beschäftigte- 
tätig.-Befragungen-der-ansässigen-Unternehmen-haben-gezeigt,-dass-sich-der-Arbeits- 
beginn-der-Beschäftigten-auf-die-Hauptverkehrszeit-konzentriert.-Daher-wurde-als-Ein- 
stiegsangebot-mit-dem-Fahrplanwechsel-2002-der-CE6-in-Gegenlastrichtung-in-das- 
Gewerbegebiet-geführt.-In-Anbetracht-des-nach-wie-vor-geringen-Fahrgastaufkom- 
mens-mit-weniger-als-30-Fahrgästen-pro-Werktag-stellt-die-Bedienung-des-Gewerbe- 
gebietes-ausschließlich-zur-Hauptverkehrszeit-eine-adäquate-Bedienung-dar.-Perspek- 
tivisch-ist-die-weitere-Entwicklung-des-Gewerbegebietes-und-die-damit-verbundene-
Fahrgastnachfrage-zu-beobachten.-
-
-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 20 
3.4- StadtExpress-(X-Fahrten)-
-
Grundsätzlich-sollten-durch-eine-Profilschärfung-(Beschleunigung)-und-die-Konzentrati- 
on-des-StadtExpress-Angebotes-auf-den-Berufsverkehr-(Bedienungszeiten)-neue-Fahr- 
gastpotentiale-gewonnen-werden.-Mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-wurde-dazu-das- 
Fahrtenangebot-weitgehend-auf-die-Hauptverkehrszeit-zwischen-7.00-8.00-und-16.00-
17.00-Uhr-bei-ganzjährigem-Betrieb-konzentriert.-Als-Pilotprojekt-wurde-die-X6-im-Kor- 
ridor-Albersloher-Weg---durch-das-Auflassen-von-gering-frequentierten-Haltestellen-–-
beschleunigt.-
4
11 
31 
36 
55 
39 
13 
38 
46 
79 
54 
23 
6 8
27 27 
64 
39 
17 
48 
30 
61 
40 
24 
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
70 
80 
90 
100 
7:06 7:26 7:46 7:14 7:34 7:54 7:05 7:25 7:45 7:19 7:39 7:59 
2005 
2007 
X1-(Richtung- 
Hiltrup) 
X1-(Richtung-Hbf) X5-(Richtung-Hbf) X6-(Richtung-Hbf)
Maximale-Besetzung-der-StadtExpressfahrten-7.00-Uhr-bis-8.00-Uhr-(2005/2007)-
-
Im-Vergleich-der-Fahrgastzahlen-2005/2007-ist-ein-weiterer-Fahrgastrückgang-auf-den- 
StadtExpressfahrten-festzustellen.-Die-maximale-Fahrgastbesetzung-der-Fahrten-liegt- 
morgens-zum-Teil-deutlich-unter-30-Fahrgästen.-Lediglich-die-Fahrten-stadteinwärts- 
gegen-7.30-Uhr-(Ankunft-Hauptbahnhof)-weisen-eine-akzeptable-Fahrgastnachfrage- 
auf.-Lediglich-6-der-12-StadtExpressfahrten,-die-zwischen-7.00-Uhr-und-8.00-Uhr-die- 
Standardlinie-zu-einem-10’-Takt-verdichten,-haben-eine-hinreichende-Auslastung.-
-
Nachmittags-ist-die-Fahrgastnachfrage-auf-allen-StadtExpressfahrten-noch-einmal-ge- 
ringer-als-morgens.-Die-maximale-Besetzung-der-Fahrten-liegt-zum-Teil-deutlich-unter- 
20-Fahrgästen.-Alle-vor--bzw.-nachlaufenden-Fahrten-der-entsprechenden-Standardli- 
nien-weisen-dabei-noch-ausreichend-freie-Platzkapazitäten-auf.-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
21-
17 
29 
13 16 
22 
12 
18 
14 
19 
26 
17 
13 
18 
11 12 12 
31 
14 
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
70 
80 
90 
100 
16:28 16:48 17:08 16:26 16:46 17:06 16:34 16:54 17:14 
2005 
2007 
X1-(Richtung-Hiltrup) X1-(Richtung-Hbf) X6-(Richtung-Hbf) 
Maximale-Besetzung-der-StadtExpressfahrten-16.30-Uhr-bis-17.30-Uhr-(2005/2007)-
-
Insgesamt-ist-festzustellen,-dass-obwohl-in-der-Vergangenheit-mehrfach-anhand-kon- 
kreter-im-Nahverkehrsplan-festgelegter-Anforderungen-versucht-wurde-das-Profil-des- 
StadtExpresses-zu-schärfen-und-zusätzliche-Fahrgäste-zu-gewinnen,-das-Produkt-in- 
der-Kundenakzeptanz-nicht-über-die-Rolle-der-Verstärkerfahrten-v.a.-für-den-Schüler- 
verkehr-hinaus-gekommen-ist.-Auch-konnte-der-angestrebte-Beschleunigungseffekt- 
für-dieses-Produkt-allein-durch-das-Auslassen-von-Haltestellen-infolge-der-Verkehrsbe- 
lastung-durch-den-Pkw-Verkehr-nicht-realisiert-werden.-
-
Aufgrund-des-dargelegten-Sachverhaltes-soll-das-StadtExpressangebot-eingestellt- 
werden.-Die-aufkommensstarken-Fahrten-werden-weiter-ganzjährig-als-Verstärkerfahr- 
ten-auf-den-Linien-durchgeführt.-Die-restliche-„Fahrtenmasse“-kann-nachfragegerecht- 
in-der-aufkommensstarken-Zeit-von-Oktober-bis-März-als-Verstärkerfahrten-zur-Entlas- 
tung-der-Standardlinie-zum-Einsatz-kommen.-Damit-kann-die-Beförderungsqualität-für- 
die-Fahrgäste-und-die-Fahrplansicherheit-in-dieser-Zeit-deutlich-verbessert-werden.- 
Insgesamt-wird-so-das-Fahrtenangebot-nachfragegerecht-im-Sinne-der-Fahrgäste-op- 
timiert.-
-
Die-Prüfung,-Regionalbusfahrten-als-stadtteilgebundene-Expressfahrten-einzubinden- 
steht-gegenwärtig-noch-aus.-Nach-Vorbild-des-Stadtexpress-Coerde-soll-dabei-für-die- 
Stadtteile-Wolbeck,-Nienberge-und-Roxel-das-regionale-Fahrtenangebot-für-die-Fahr- 
gäste-der-münsteraner-Außenstadtteile-nutzbargemacht-werden.-Durch-die-Lage-der- 
drei-Stadtteile-zur-Innenstadt-bzw.-der-gestreckten-Führung-der-Regionalbuslinien-be- 
stehen-Fahrzeitvorteile-gegenüber-den-Stadtbuslinien-in-der-Punkt-Punkt-Verbindung- 
Stadtteil-Hbf/Zentrum.-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 22 
3.5- Korridorverkehr-
-
-
3.5.1- Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus-
-
Für-den-Stadtteil-und-Korridor-Kinderhaus-stellt-der-2.-Nahverkehrsplan-ein-Missver- 
hältnis-von-Fahrgastnachfrage-und-Angebot-fest.-Mit-ca.-6.600-Fahrgästen-bei-360- 
Fahrten-pro-Werktag-ist-ein-deutlich-schlechteres-Verhältnis-Fahrgäste/Fahrten-festzu- 
stellen-als-in-anderen-Korridoren-(Gievenbeck:-9.000-Fahrgäste/250-Fahrten-oder-We- 
seler-Straße:-7.400-Fahrgäste/254-Fahrten).-
-
Insgesamt-wurde-der-Stadtteil-Kinderhaus-bis-zum-Fahrplanwechsel-2007-von-fünf- 
vollwertigen-Stadtbuslinien-(1,-6,-15,-16-und-17)-im--20’-Takt-erschlossen.-Hinzu-ka- 
men-die-Verstärkerfahrten-der-X6-zur-Hauptverkehrszeit-für-den-Bereich-Brüningheide- 
und-die-Linie-8,-die-die-Tangentialverbindung-Kinderhaus-–-Coerde-im-60’-Takt-sicher- 
stellt.-Aufgrund-des-Fahrgastaufkommens-ist-eine-über-den-20’-Takt-hinausgehende- 
engere-Taktfolge-nur-für-den-Bereich-Brüningheide-sowie-für-die-Haltestellen-Kinder- 
haus-Schulzentrum-und-Idenbrockplatz-erforderlich.-Das-Aufkommen-an-den-übrigen- 
Haltestellen-liegt-z.T.-deutlich-unter-300-Fahrgästen/Werktag.-Nach-der-Maßgabe-des- 
2.-Nahverkehrsplanes-sollte-das-Fahrtenangebot-im-Korridor--und-Stadtteil-Kinderhaus- 
bei-vergleichbar-guter-Bedienungs--und-Erschließungsqualität-reduziert-werden.-Dabei- 
waren-folgende-Vorgaben-zu-beachten.-
-
• Bedienung-aller-bestehenden-Haltestellen-im-Tagesverkehrs-(Mo-–Fr)-von-6.00- 
bis-21.00-Uhr-im-20‘-Takt.-
-
• Anpassung-des-Fahrtenangebotes-an-die-Fahrgastnachfrage:-Zwei-Linien-(6- 
Fahrten/Stunde)-für-den-Bereich-Brüningheide/Stadtteilzentrum-Idenbrockplatz;- 
je-eine-Linie-(3-Fahrten/Stunde)-für-die-Achsen-Kristiansandstraße./Burloh/-
Westhoffstraße.-
-
• Sicherstellung-der-wesentlichen-Fahrgastverflechtungen:-Idenbrockplatz-–-Alt- 
stadt/Hbf-/-Brüningheide-/-Dreizehnerstraße/Jahnstraße;-Sprakel-–-Kinderhaus- 
SZ/Idenbrockplatz;-Brüningheide-–-Gewerbegebiet-Messkamp/Nienkamp-
-
Mit-diesen-Vorgaben-wurde-die-Linienführung-in-Kinderhaus-mit-dem-Fahrplanwechsel- 
im-Januar-2007-neu-geordnet.-Die-Linie-16-wird-ab-dem-Orléans-Ring-im-20’-Takt-bis- 
zum-Schulzentrum-und-im-20’-/40’-Takt-weiter-bis-nach-Sprakel-geführt.-Die-Linie-6- 
fährt-anstelle-der-Linie-16-im-20’-Takt-über-die-Westhoffstraße-und-den-Idenbrockplatz- 
in-Richtung-Brüningheide.-Aufgrund-der-erforderlichen-Kapazitäten-und-engen-Ver- 
kehrsverflechtungen-mit-der-Grevener-Straße-und-dem-Bereich-Brüningheide-wurde- 
die-Linie-15-über-die-Kristiansandstraße-nach-Brüningheide-geführt.-Durch-das-dichte- 
Fahrtenangebot-kann-so-an-der-Haltestelle-Schulzentrum-auf-den-Einsatz-von-Verstär- 
ker--bzw.-StadtExpressfahrten-zur-Hauptverkehrszeit-verzichtet-werden.-Die-Achse-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
23-
Burloh-mit-der-Haltestelle-Heidkamp-wird-von-der-Linie-17-erschlossen.-Mit-der-Füh- 
rung-über-Idenbrockplatz-blieb-auch-für-diese-Haltestelle-das-gewohnt-dichte-Fahrten- 
angebot-und-die-Direktverbindung-Richtung-Zentrum-Nord-erhalten.-
Linienführung-Kinderhaus-2006-
-
Linienführung-Kinderhaus-2008-
-
6
6
8 17 
17 
1
1
1 16 
16 
15 
15 
Am Burloh 
Pastorsesch 
Kinderhaus 
Schulzentrum 
R e k to ra ts -w e g
Im Moorhock 
Ermlandweg 
Janningsweg 
Kristiansandstr. 
Idenbrockplatz 
F eldstiegenk
ampM einertzstr.Killingstr. 
Kinderhaus 
Brüningheide 
Eimermacherweg 
Heidkamp 
Hasenbusch 
Gasselstiege 
P rovin
zial
Martin-Niemöller-Str. Regina- 
Prothmannstr. 
S alzm annstr.
6
8 17 16 
15 
Am Burloh 
Pastorsesch 
Kinderhaus 
Schulzentrum 
R e k to ra ts -w e g
Im Moorhock 
Ermlandweg 
Janningsweg 
Kristiansandstr. 
Idenbrockplatz 
F eldstiege nkam pMe
iner
tzstr
.Killingstr. 
Kinderhaus 
Brüningheide 
Eimermacherweg 
Heidkamp 
Hasenbusch 
Gasselstiege 
P rovi
nz ial
Martin-Niemöller-Str. Regina- 
Prothmannstr. 
S alzm annstr.

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 24 
Im-nordwestlichen-Innenstadtbereich-wurde-die-Linie-16-ab-der-Haltestelle-Dreifaltig- 
keitskirche-über-den-Orléans-Ring-und-weiter-über-die-Steinfurter-Straße-anstelle-der- 
Linie-1-Richtung-Kinderhaus-geführt.-Die-Linie-1-wurde-am-Hauptbahnhof-mit-der-Linie- 
20-zur-neuen-Linie-1-Amelsbüren-–-Roxel-verknüpft.-Insgesamt-konnte-mit-dem-neuen- 
Liniennetz-im-Korridor-und-Stadtteil-Kinderhaus-das-bestehende-Überangebot-bei-an- 
nähernd-gleichbleibender-Bedienungsqualität-für-die-Fahrgäste-(Erschließung,-Takte,- 
Verbindungen)-abgebaut-und-damit-ein-erhebliches-Einsparpotenzial-realisiert-werden.-
-
Bereits-vor-Umsetzung-der-Maßnahmen-mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-gab-es-mas- 
sive-Kritik-von-Fahrgästen-und-Anwohnern-aus-dem-Bereich-Alt-Kinderhaus-und-aus- 
dem-Bereich-Kapuzinerstraße/-Orléans-Ring.-Über-eine-Interessengemeinschaft-bzw.- 
Bürgerinitiative-wurde-die-Wiedereinführung-der-alten-Linienführung-gefordert:-
-
• In-Kinderhaus-wurde-vor-allem-die-Verlegung-der-Linie-6-aus-der-Kristiansand- 
straße-in-die-Westhoffstraße-kritisiert.-Die-Erschließung-des-Bereichs-Alt-
Kinderhaus-mit-der-Linie-15-wurde-dabei-nicht-als-gleichwertiger-Ersatz-zur-an- 
gestammten-Linie-6-gewertet.-Die-Umsetzung-und-Einführung-der-neuen-Li- 
nienführung-in-Kinderhaus-wurde-seitens-der-Stadtwerke-von-umfassenden- 
Marketingmaßnahmen-begleitet.-Neben-der-Information-vor-Ort-auf-den-Wo- 
chenmärkten-mit-dem-Info-Mobil-wurde-unter-anderem-auch-ein-Info-Folder- 
mit-den-neuen-Linienführungen-haushaltsweit-verteilt.-Auf-Wunsch-der-Politik- 
fand-am-23.10.2007-eine-Bürgerversammlung-zur-neuen-Linienführung-in-Kin- 
derhaus-statt.-Vertreter-der-Verwaltung-und-Stadtwerke-erläuterten-die-Pla- 
nung-und-standen-in-der-anschließenden-Podiumsdiskussion-den-interessierten- 
Bürgern-Rede-und-Antwort.-
-
Trotz-der-Reduzierung-des-Angebotes-von-fünf-auf-vier-Stadtbuslinien-ist-das- 
Fahrgastaufkommen-im-Stadtteil-Kinderhaus-im-Vergleich-2006-/-2007-weitge- 
hend-stabil-geblieben.-Ein-qualifizierter-Hinweis-für-die-Akzeptanz-eines-neuen- 
Bedienungsangebotes-ist-die-Entwicklung-des-Abo-Kunden-Bestandes-in-einem- 
Stadtteil-oder-Korridor.-Im-Jahr-2006-waren-1.425-Kinderhauser-im-Besitz-eines- 
Privat--oder-Firmen-Abos.-Nach-Umsetzung-der-Fahrplanmaßnahmen-in-2007- 
ist-der-Bestand-an-Abo-Kunden-in-Kinderhaus-sogar-leicht-auf-1.445-Kunden- 
gestiegen.-Feststellbar-ist-allerdings,-dass-aufgrund-der-geänderten-Linienfüh- 
rung-eine-Umorientierung-bei-der-Nutzung-der-Haltestellen-statt-gefunden-hat.-
-
Fahrgastrückgänge-in-größerem-Umfang-sind-nur-für-die-Haltestelle-Kinderhaus- 
Schulzentrum-festzustellen.-Hier-wirkte-sich-die-politischen-Entscheidung-aus,- 
die-Freifahrtberechtigung-im-Schülerverkehr-Stadt-Münster-auf-das-gesetzliche- 
Maß-zu-beschränken.-In-der-Folge-kam-es-zu-Abbestellungen-bei-den-Schul- 
wegjahreskarten-durch-das-Schulamt.-Dadurch-ist-das-Fahrgastaufkommen-an- 
der-Haltestelle-Kinderhaus-Schulzentrum-von-ca.-800-auf-600-Fahrgästen-pro- 
Werktag-zurückgegangen.-Im-Bereich-Alt-Kinderhaus-(Rektoratsweg,-Kristian- 
sandstraße,-Janningsweg)-schwankt-das-Gesamtaufkommen-2005-wie-auch-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
25-
2007-zwischen-300-und-350-Fahrgästen-pro-Werktag.-Optimierungsbedarf-be- 
steht-für-die-Haltestelle-Am-Burloh.-Hier-wird-die-Einrichtung-einer-stadteinwär- 
tigen-Haltestelle-für-die-Linie-15-auf-der-Grevener-Straße-überprüft.-
-
Insgesamt-ist-die-Neuordnung-des-ÖPNV-Angebotes-im-Stadtteil-Kinderhaus- 
durchaus-positiv-zu-bewerten.-Vor-allem-der-nach-wie-vor-hohe-und-weiter- 
steigende-Anteil-der-Abo-Kunden-belegt-die-hohe-Akzeptanz-des-Stadtbusan- 
gebotes-im-Stadtteil-Kinderhaus.-
-
• Im-Bereich-Kapuzinerstraße/Orléans-Ring-wurde-vor-allem-die-Herausnahme- 
der-Linie-1-aus-dem-südlichen-Abschnitt-der-Steinfurter-Straße-mit-den-Halte- 
stellen-Kapuzinerstraße-und-Orléans-Ring-kritisiert.-Zum-Fahrplanwechsel-2007- 
wurde-über-einen-haushaltsweit-verteilten-Folder-zur-neuen-Linienführung-in- 
diesem-Bereich-informiert.-Dabei-wurde-auf-die-Bedienung-der-beiden-Halte- 
stellen-mit-den-Regionalbuslinien-R72/R73-im-30’-Takt-verwiesen-und-bezüglich- 
der-Haltestelle-Kapuzinerstraße-die-gute-fußläufige-Erreichbarkeit-der-Haltestel- 
le-Kanonierplatz-(für-Gesundheitshaus-über-die-Gasselstieg)-herausgestellt.-Zu- 
dem-wurde-nach-eingehender-Prüfung-mit-dem-Fahrplanwechsel-2008-eine- 
zusätzliche-Haltestelle-Orlèans-Ring-auf-dem-York-Ring-probeweise-eingerich- 
tet.-Mit-dieser-neuen-Haltestelle-wird-der-Bereich-rund-um-das-Studenten- 
wohnheim-an-den-20’-Takt-der-Stadtbuslinie-16-angebunden.-
-
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-
Linienführung-im-Bereich-Orlèans-Ring/Kapuzinerstraße-2008-
-
Schon-kurz-nach-Einrichtung-der-Haltestellen-konnten-hier-deutlich-mehr-als- 
100-Fahrgäste-pro-Werktag-als-Ein--bzw.-Aussteiger-gezählt-werden.-Mittler- 
weile-hat-sich-das-Fahrgastaufkommen-auf-ca.-150-Kunden-eingependelt.-Da- 
her-sollte-die-Haltestelle-dauerhaft-eingerichtet-und-mittelfristig-entsprechend- 
den-Vorgaben-des-Nahverkehrsplanes-ausgebaut-werden.-
Orléans-Ring 
Kapuzinerstr. 
Röschweg 
Wilhelmstr. 
Leonardo 
Campus 
Steinfurter 
Str. 
K a n o n ie r-
p la tz
D re ifa ltig -
k e its k irc h e
20’-Takt 
20’-Ta k t
20’-Takt 
20’-Takt
20’-T a kt
20’-T a k t
20’-T a k t
Neue-Haltestelle- 
Orléans-Ring-auf-dem- 
York-Ring-
Ca.-150- 
Fußweg-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 26 
3.5.2- Korridor-Warendorfer-Straße-/-Handorf-
-
Mit-dem-Fahrplanwechsel-2001-wurde-die-Linie-2-ab-der-Danziger-Freiheit-im-20’-Takt- 
über-Handorf-bis-zur-Endhaltestelle-Handorf-Kaserne,-bzw.-Waldfriedhof-Lauheide- 
(60’-Takt)-verlängert.-Gemeinsam-mit-der-Linie-10-wird-seit-2001-dem-Stadtteil-Han- 
dorf-(ca.-7.200-Einwohner)-ein-10’-Takt-geboten.-Im-Vergleich-zu-anderen-Stadtteilen- 
hat-der-2.-Nahverkehrsplan-für-den-Korridor-Warendorfer-Straße-und-den-Stadtteil- 
Handorf-ein-Missverhältnis-von-Fahrgastnachfrage-und-Fahrtenhäufigkeit-festgestellt.-
-
Dieses-Missverhältnis-ist-auch-nach-wie-vor-festzustellen.-Mit-der-Verlängerung-der- 
Linie-2-wurde-das-Fahrtenangebot-für-den-Stadtteil-Handorf-verdoppelt.-Die-Fahrgast- 
nachfrage-dagegen-konnte-von-2001-bis-2007-nur-um-ca.-20%-gesteigert-werden.- 
Damit-liegt-der-Zuwachs-zwar-deutlich-über-dem-Gesamtzuwachs-im-Stadtbusver- 
kehrs-(ca.-9%)-bleibt-aber-deutlich-hinter-der-erwarteten-Fahrgastnachfrage-zurück.--
-
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-
Linienführung-im-Bereich-Stadtteil-Handorf-2008-
-
Insgesamt-ist-für-Handorf--zwar-eine-positive-Entwicklung-der-Fahrgastzahlen-festzu- 
stellen,-dennoch-rechtfertigt-die-aktuelle-Nachfrage-auf-Dauer-keinen-10’-Takt-für-den- 
Stadtteil.-Allerdings-müssen-die-städtebauliche-Entwicklung-und-die-zur-erwartenden- 
Handorf Gartenzentrum Handorf Bahnhof 
Handorf 
Kaserne 
Verth 
Lauheide 
Waldfriedhof 
Lauheide Fliegerhorst 
Am Hornbach 
Am Kerkamp 
Fachklinik Hornheide 
In der Stroth 
Middelfeld 
Drei Eichen 
Drostestr. 
Kirschgarten 
Kötterstr. 
Hobbeltstr. 
Dorbaum 
Handorf Mitte 
Waldfriedhof 
Lauheide 
Neubaugebiet-Drei- 
Eichen-mit-neuer- 
Haltestelle-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
27-
Fahrgastpotenziale-mittelfristig-berücksichtigt-werden.-Dabei-wird-mit-dem-Handorfer- 
Neubaugebiet-Drei-Eichen-gegenwärtig-eins-der-größten-Baugebiete-in-Münster-reali- 
siert.-Zur-Erschließung-des-Neubaugebietes-wurde-mit-dem-Fahrplanwechsel-2008-die- 
Haltestelle-Drei-Eichen-in-Betrieb-genommen.-Mit-den-Stadtbuslinien-2-und-10-wird- 
den-Neubewohnern-ein-attraktiver-10’-Takt-in-das-Stadtteilzentrum-und-weiter-Rich- 
tung-Münster-Zentrum-geboten.-Insgesamt-sollte-daher-vor-einer-Überplanung-des- 
Bedienungsangebotes-für-den-Stadtteil-Handorf-die-Entwicklung-der-Fahrgastnachfra- 
ge-des-Neubaugebietes-abgewartet-und-die-der-Gesamtfahrgastnachfrage-in-Handorf- 
intensiv-beobachtet-werden.-Sollte-in-den-nächsten-zwei-Jahren-keine-deutliche-Stei- 
gerung-der-Nachfrage-erkennbar-sein,-ist-das-Bedienungsangebot-im-Stadtteil-Handorf- 
--mit-der-Vorgabe-der-Reduzierung-des-Fahrtenangebotes---zu-überplanen.-
-
-
3.6- ÖPNV-im-Altstadtbereich-/-Grundzüge-der-Netzstr uktur-
-
Die-zentrale-Erreichbarkeit-der-Altstadt-mit-dem-ÖPNV-und-damit-die-Entlastung-vom- 
Pkw-Verkehr-wird-als-ein-wesentliches-Qualitätsmerkmal-des-Stadtbussystems-im---- 
2.-Nahverkehrsplan-festgelegt.-Um-der-städtebaulichen-Entwicklung-im-Altstadtbe- 
reich-und-dem-steigenden-Verkehrsaufkommen-Rechnung-zu-tragen,-sollten-zusätzli- 
che-Kapazitäten-bereitgestellt-werden,-um-so-die-Leistungsfähigkeit-des-ÖPNV-in-der- 
Altstadt-zu-sichern.-Zudem-ist-im-Maßnahmenpaket-„Korridorverkehre“-die-Umwand- 
lung-von-Radial--in-Durchmesserlinien-vorgesehen,-um-mehr-Außenstadtteile-in-Direkt- 
fahrt-an-die-Altstadt-anzubinden.-Mit-den-Fahrplanwechseln-2006-und-2007-wurden- 
dazu-zwei-bedeutsame-Maßnahmen-umgesetzt:-
-
• Mit-dem-Fahrplanwechsel-2006-wurde-die-Regionalbuslinie-R22/R32-–-die-bis- 
dahin-an-der-Stubengasse-endete-–-als-Stadtbuslinie-22-über-die-Altstadt-und- 
das-Coesfelder-Kreuz-bis-nach-Gievenbeck-verlängert.-Mit-der-Durchbindung- 
konnte-die-Direktverbindung-in-die-Altstadt-für-den-Stadtteil-Wolbeck-sicherge- 
stellt-bleiben,-ohne-das-sich-das-Fahrtenaufkommen-auf-der-Domachse-nen- 
nenswert-erhöht.-Zudem-werden-zusätzliche-Beförderungskapazitäten-angebo- 
ten,-die-im-Hinblick-auf-die-Realisierung-Stubengasse-und-der-Münster-
Arkaden,-die-leistungsfähige-ÖPNV-Bedienung-der-Altstadt-sichern.-
-
• Mit-dem-Fahrplanwechsel-2007-wurde-das-Bedienungsangebot-im-Korridor- 
und-Stadtteil-Kinderhaus-überplant.-Die-Linie-1-wurde-dabei-bis-zum-Haupt- 
bahnhof-zurück-genommen-und-mit-der-Radiallinie-20,-die-über-den-Prinzipal- 
markt-geführt-wird,-verknüpft.-Mit-der-neuen-Linie-1-Hiltrup-–-Roxel-wird-dem- 
aufkommensstarken-Korridor-Hammer-Straße-und-dem-größten-münsteraner- 
Stadtteil-Hiltrup-eine-Direktverbindung-in-den-Altstadtbereich-geboten.-
-
Durch-die-Linienwegmaßnahmen-auf-den-Linien-1-und-22-konnte-die-Anzahl-der- 
ÖPNV-Nutzer-im-Altstadtbereich-deutlich-gesteigert-werden.-2005-nutzten-ca.-11.000- 
Fahrgäste-pro-Werktag-die-zentralen-Haltestellen-in-der-Altstadt-zum-Aus--bzw.-Ein-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 28 
stieg.-2007-konnten-mehr-als-12.500-Fahrgäste-an-diesen-Haltestellen-gezählt-werden.- 
Das-entspricht-einem-überdurchschnittlichen-Fahrgastzuwachs-von-14%.-Die-Ge- 
samtnachfrage-pro-Werktag-konnte-im-Vergleich-dazu-um-ca.-5%-gesteigert-werden.-
-
Fahrgastaufkommen-an-den-Haltestellen-in-der-Altstadt-(Tageswert)-2005/2007-
-
Die-mit-Abstand-größten-Fahrgastzuwächse-gehen-dabei-auf-die-Haltestelle-Picasso-
Museum-zurück.-Mit-der-Realisierung-der-Münster-Arkaden-mit-einer-Verkaufsfläche- 
von-mehr-als-23.000qm-ist-in-diesem-Bereich-ein-neuer-Einzelhandelsschwerpunkt-mit- 
erheblichem-Publikumsverkehr-entstanden.-Über-die-Haltestelle-Picasso-Museum-wird- 
dafür-in-idealer-Weise-die-ÖPNV-Anbindung-sichergestellt.-Ähnliche-Fahrgastzuwächse- 
sind-auch-mit-der-Realisierung-des-Stubengassen-Prokjektes-(ca.-6.800-qm-Verkaufs- 
fläche)-für-die-Haltestellen-Raphaelsklinik-und-Klemensstraße-zu-erwarten.-Zudem- 
profitieren-diese-zentralen-Altstadthaltestellen-von-der-Entwicklung-des-HanseCarrès- 
zwischen-Stubengasse-und-Ludgeristraße.-
-
Perspektivisch-ist-die-Umwandlung-weiterer-Radiallinien-in-Durchmesserlinien-zu-prü- 
fen-um-mehr-Außenstadtteile-in-Direktfahrt-an-die-Altstadt-anzubinden.-Dazu-bieten- 
sich-vorrangig-die-Linien-12-und-13-an-die-heute-am-Hauptbahnhof-starten-bzw.-en- 
den.-Im-Altstadtbereich-ist-vor-allem-die-Leistungsfähigkeit-der-Domachse-über-die- 
Klemensstraße-und-über-die-Königsstraße-(Gegenrichtung)-für-die-zentrale-Erreichbar- 
keit-der-Altstadt-mit-dem-ÖPNV-zur-Entlastung-vom-Pkw-Verkehr-sicherzustellen.-Da- 
bei-muss-insbesondere-die-Fahrplansicherheit-der-Linien-gewährleistet-bleiben.-Im- 
Bereich-Hindenburgplatz-ist-in-Abhängigkeit-von-der-städtebaulichen-Entwicklung-ge- 
gebenenfalls-eine-Angebotsverdichtung-notwendig.-
-
-
-
632 
1.426 
5.691 
1.097 
1.481 
409 312 
602 
1.586 
5.963 
1.966 
1.585 
457 333 
Prinzipal- 
markt 
Dom- 
platz 
Aegidii- 
markt 
Picasso- 
Museum 
Klemens- 
str. 
Königs- 
str. 
Raphaels- 
klinik 
2005 
2007

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
29-
4.- Bewertung-der-Tarifmaßnahmen-
-
Neben-der-grundsätzlichen-Fahrpreisanpassung-wurden-mit-den-Tarifmaßnahmen-ab- 
2005-auch-bedeutsame-und-nachfragesteigernde-strukturelle-Maßnahmen-umgesetzt.-
-
Seit-2005-wurde-der-Gemeinschaftstarif-gültig-für-das-Stadtgebiet-Münster-über-alle- 
Fahrkartenarten-im-Durchschnitt-um-jährlich-ca.-4%-angehoben.-Mit-den-Mehrein- 
nahmen-wurden-die-drastischen-Kürzungen-von-Land-und-Bund-bei-den-Ausgleichs- 
zahlungen-im-Ausbildungsverkehr-und-der-Schwerbehinderten-Freifahrt-kompensiert.- 
Zudem-müssen-die-steigenden-Betriebskosten-wie-z.B.-der-unverändert-hohe-Preis- 
des-Dieselkraftstoffs-finanziert-werden.-So-müssen-z.B.-die-Stadtwerke-in-2007-Mehr- 
kosten-von-über-eine-Mio-€/Jahr-finanzieren.-Diese-Mehrkosten-wurden-nicht-kom- 
plett-an-die-Kunden-weitergegeben.-Ein-Großteil-der-Mehrkosten-wird-durch-betriebli- 
che-Einsparungen-oder-der-Optimierung-des-Bedienungsangebotes-kompensiert.--
-
Fahrgaststeigerungen-und-damit-Mehreinnahmen-konnten-vor-allem-im-Bereich-der- 
Zeitfahrkarten-durch-strukturelle-Tarifmaßnahmen-und-gezieltes-Marketing-generiert- 
werden.-So-wurden-2006-die-Rabattierungen-von-Abo-und-9-Uhr-Abo-im-Vergleich- 
zum-Einzelpreis-MonatsTicket-/-9-Uhr-MonatsTicket-auf-20%-vereinheitlicht-und-ins- 
Zentrum-der-Abo-Kommunikation-gestellt.-Gemeinsam-mit-dem-9-Uhr-Tages--und- 
GruppenTicket-(siehe-unten)-wurden-die-Abonnements-als-„Flatrate“-für-günstige- 
Mobilität-vermarktet.-Einen-zentralen-Baustein-der-in-2006-erfolgreich-fortgeführten- 
Abo-Offensive-bildete-von-Oktober-bis-Dezember-wieder-ein-SchnupperAbo.-Insge- 
samt-konnte-die-Zahl-der-Privat-Abonnenten-in-den-drei-Jahren-seit-Beginn-der-Abo-
Offensive,-um-3.400-d.h.-31%-gesteigert-werden.-Auch-für-2007-weist-das-Privat-
Abonnement-eine-überdurchschnittliche-Steigerung-von-6,8%-auf.-
-
Entwicklung-der-Zeitfahrkarten-2005-bis-2006-
8.652 
2.752 
3.922 
5.445 
513 
8.846 
2.721 
4.152 
6.042 
918 
8.157 
2.771 
4.236 
6.399 
1.126 
FirmenAbo 
Region 
FirmenAbo-MS 9-Uhr-Abo MünsterAbo SchülerAbo 
Dezember-2005 
Dezember-2006 
Dezember-2007 
-7,8%
+1,8%
+2,0%
+5,9%
+22,7%

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 30 
Anders-stellt-sich-die-Preisentwicklung-des-FirmenAbos-im-Regionalverkehr-dar.-Hier- 
haben-die-regionalen-Verkehrsunternehmen-und-die-Münsterlandkreise-durchgesetzt-
den-Rabatt-des-FirmenAbos-bis-2009-schrittweise-auf-30%-gegenüber-der-normalen- 
Einzel-Monatskarte-zu-begrenzen.-Das-führte-beim-FirmenAbo-im-Regionalverkehr-zu- 
durchschnittlichen-Preiserhöhungen-von-jährlich-ca.-10%,-weitere-Preiserhöhungen-in- 
gleicher-Größenordnung-sind-bis-2009-zu-erwarten.-In--2007-wurde-erstmalig-ein-deut- 
licher-Einbruch-der-Firmenabonnentenzahl-im-Regionalverkehr-gegenüber-2006-von- 
über-700-Abonnenten-(-8%)festgestellt,-so-dass-derzeit-nur-noch-durchschnittlich-mo- 
natlich-8.100-Firmen-Abonnenten-im-Regionalverkehr-diesen-Sondertarif-nutzen-(siehe- 
Anhang).-
-
Es-gibt-Anträge-auf-das-FirmenAbo-gänzlich-zu-verzichten-und-nur-noch-eine-Monats- 
karte-im-Jahresabo-mit-20%-Rabatt-anzubieten.-Aus-der-Sicht-des-ÖPNV-Aufgaben-
trägers-Stadt-Münster-und-der-Stadtwerke-Münster-ist-das-FirmenAbo-als-zusätzlich- 
rabattierter,-attraktiver-Sondertarif-auf-Dauer-zu-erhalten-(siehe-auch-Beschlusslage- 
zum-2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster).--
-
Im-Bereich-des-Bartarifs-wurde-am-1.-August-2005-das-9-Uhr-TagesTicket-eingeführt.- 
Mit-dem-heutigen-Preis-von-3,50-Euro-ist-dieses-Ticket-eine-familienfreundliche-und- 
günstige-Alternative-für-den-Einkaufs--und-Freizeitverkehr.-Ein-Erwachsener-kann-mit- 
bis-zu-drei-Kindern-im-Alter-bis-einschließlich-14-Jahre-täglich-ab-9-Uhr-beliebig-viel-im- 
Stadtgebiet-unterwegs-sein.-Die-Fahrkarte-ist-übertragbar-und-kann-an-Wochenenden- 
sowie-Feiertagen-ohne-Zeiteinschränkung-genutzt-werden.-2006-wurde-zusätzlich-das- 
9-Uhr-GruppenTicket-eingeführt.-Für-aktuell-7,20-Euro-können-bis-zu-5-Erwachsene- 
täglich-ab-9-Uhr-beliebig-oft-im-Stadtgebiet-dieses-Ticket-nutzen.-An-Wochenenden- 
sowie-Feiertagen-ohne-Zeiteinschränkung.-Das-Angebot-für-Gruppen-knüpft-an-das- 
erfolgreiche-9-Uhr-TagesTicket-an.-Auch-das-9-Uhr-GruppenTicket-gibt-es-in-allen- 
Preisstufen-des-Münsterland-Tarifs.-
-
Im-Bartarif-sind-das-9-Uhr-Tages--und-das-9-Uhr-GruppenTicket-die-erfolgreichsten- 
Tarifangebote.-Beides-Ticket-haben-sich-etabliert-und-weisen-deutlich-überdurch- 
schnittliche-Steigerungsraten-auf.-So-wurde-das-9-Uhr-TagesTicket-2007-von-ca.-2,1- 
Mio.-Fahrgästen-genutzt.-Gegenüber-2006-entspricht-das-einem-Zuwachs-von-über- 
35%.-Auch-das-9-Uhr-GruppenTicket-entwickelte-sich-erfreulich-und-wurde-2007-be- 
reits-von-mehr-als-260.000-Kunden-genutzt.-Insgesamt-lässt-sich-feststellen,-dass-sich- 
die-gewünschte-Verlagerung-von-den-Einzel--und-4erTickets-hin-zu-TagesTickets-und- 
Abo-fortsetzt.-Damit-konnte-der-zeitaufwendige-Barverkauf-auf-den-Fahrzeugen-weiter- 
reduziert-werden.-
-
Die-Reduzierung-des-Barverkaufs-auf-den-Fahrzeugen-und-die-Stärkung-des-Vorver- 
kehrskaufs-wurde-mit-einer-weiteren-Maßnahme-zum-Tarifwechsel-zum-1.-August- 
2007-intensiviert.-Erstmalig-gibt-es-differenzierte-Preise-für-den-Verkauf-des- 
4erTickets-im-Vorverkauf-(7,10-Euro)-und-im-Bus-(7,30-Euro).-Die-gewünschte-Ten- 
denz,-über-unterschiedliche-Preise-eine-Verlagerung-des-Verkaufsgeschäftes-zu-er-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
31-
zeugen,-wurde-durch-den-Rückgang-der-4er-Ticket-Verkäufe-im-Bus-deutlich-bestätigt.- 
Künftig-soll-diese-erfolgreiche-Preisdifferenzierung-auf-das-gesamte-Barsortiment-an- 
gewandt-werden,-um-den-Fahrbetrieb-vom-Kassengeschäft-zu-entlasten-und-dadurch- 
zu-beschleunigen.-Die-Stadtwerke-haben-parallel-ihr-Vorverkaufsnetz-auf-aktuell-43- 
Vorverkaufsstellen-und-21-moderne-Touch-Sceen-Automaten-nahezu-flächendeckend- 
ausgebaut.-Seit-Oktober-2007-ergänzt-das-HandyTicket-den-Vorverkauf-als-zukunfts- 
orientierter-Vertriebskanal.-
-
Einen-Sonderfall-in-der-Tariflandschaft-stellt-das-Semesterticket-dar.-Mit-ca.-25%-des- 
Fahrgastaufkommens-hat-dieses-Ticket-allerdings-eine-besondere-Bedeutung-nicht-nur- 
für-das-Stadtbussystem-sondern-auch-für-den-Hochschulstandort-Münster.-2007-konn- 
ten-die-langwierigen-und-schwierigen-Verhandlungen-zum-Semesterticket-erfolgreich- 
abgeschlossen-werden.-Obwohl-das-Studierendenparlament-der-Westfälischen-Wil- 
helms-Universität-(WWU)-bereits-im-Dezember-2006-entschied,-das-Angebot-von- 
VGM/ZVM-anzunehmen,-wurde-der-Vertrag-erst-im-März-2007-durch-den-AStA-(All- 
gemeiner-Studentenausschuss)-der-WWU-unterschrieben.-Für-endgültige-Sicherheit- 
sorgte-dann-im-Mai-2007-eine-Urabstimmung-der-FH-Münster,-bei-der-sich-die-Studie- 
renden-mit-Mehrheit-für-den-Behalt-des-SemesterTickets-aussprachen.-Damit-steht- 
fest,-dass-der-Preis-des-SemesterTickets-ab-Sommersemester-2007-über-vier-Jahre- 
hinweg-von-63-Euro-schrittweise-um-jeweils-vier-Euro-pro-Semester-angehoben-wird.- 
Den-Studierenden-der-Münsteraner-Hochschulen-bleibt-damit-das-günstige-Semester- 
Ticket-erhalten,-was-natürlich-der-Attraktivität-des-Hochschulstandorts-Münster-zugute- 
kommt.-Gleichzeitig-haben-die-Verkehrsunternehmen-nun-über-vier-Jahre-hinweg-Pla- 
nungssicherheit-bei-den-Einnahmen-aus-dem-SemesterTicket.-
-
-
5.- Umsetzung-der-Qualitätsstandards-
-
Der-2.-Nahverkehrsplan-legt-umfassende-Rahmenvorgaben-bezüglich-der-Qualität-des- 
Personals-und-der-Fahrzeuge-sowie-zur-Gestaltung-der-Information-/-Kommunikation- 
und-von-Haltestellen-und-Fahrweg-fest.-Der-Geltungsbereich-dieser-Qualitätsstandards- 
ist-das-Stadtgebiet-Münster.-Primäre-Zielsetzung-ist-es,-die-bestehende-und-von-den- 
Fahrgästen-anerkannte-Qualität-des-Stadtbussystems-sicherzustellen-und-weiterzu- 
entwickeln.-Dabei-sind-folgende-Neuerungen-seit-2005-besonders-erwähnenswert:-
-
-
5.1- Fahrzeuge-
-
• 2005,-2006-und-2007-wurden-insgesamt-31-Fahrzeuge-von-den-Stadtwerken- 
neu-beschafft.-Alle-Fahrzeuge-sind-nach-den-Vorgaben-des-Nahverkehrsplanes- 
mit-Klimaanlagen,-Klapprampen-und-modernen-Flachbildschirmen-für-die-Fahr- 
gastinformation-ausgestattet.-Somit-sind-bereits-31-von-111-Stadtwerke-
Fahrzeugen-mit-einer-Klimaanlage-ausgerüstet.-Alle-Fahrzeuge-sind-niederflurig-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 32 
und-mit-Kneeling,-95%-sind-mit-Klapprampe-ausgestattet.-In-den-Jahren-2008,- 
2009-und-2010-sollen-jeweils-9-weitere-Gelenkzüge-neu-beschafft-werden.-
-
• Die-Neufahrzeuge-ab-2006-verfügen-mit-dem-neuen-SCR-Kat-(Selective-Cata- 
lyst-Reduction)-über-das-modernste-Verfahren-zur-Abgasreinigung.-Neben- 
Feinstaub-werden-im-BlueTec-Verfahren-auch-Stickoxide-katalytisch-über-die- 
Zugabe-von-AdBlue,-einer-ungiftigen-Harnstofflösung,-hochwirksam-reduziert.- 
Die-Werte-gehen-über-die-Euro-5-Norm-hinaus,-die-2009-in-Kraft-tritt.-
-
• Die-Auftragsunternehmen-werden-vertraglich-zur-Einhaltung-der-Qualitätsstan- 
dards-angehalten.-Bei-Neubeschaffungen-für-den-Einsatz-im-Stadtbussystem- 
ist-die-Klimaanlage-und-der-Einsatz-modernster-Umwelttechnik-verbindlich.-Die- 
Unternehmen-haben-mittlerweile-weitestgehend-das-Corporate-Design-des- 
Stadtbusverkehrs-übernommen.-
-
• Seit-2006-werden-sukzessive-neue-Bordrechner-auf-den-Fahrzeugen-im-Stadt- 
bussystem-eingesetzt.-Sie-liefern-dem-Betriebsleitsystem-eine-höhere-Daten- 
qualität-und-steigern-so-die-Pünktlichkeit-und-Anschlusssicherheit.-Außerdem- 
vereinfachen-sie-den-Ticketverkauf-auf-dem-Fahrzeug.-Bis-2008-werden-alle- 
Stadtwerke-und-angemieteten-Busse-damit-ausgestattet-sein-(insgesamt-165- 
Fahrzeuge).-
-
• Seit-dem-Fahrplanwechsel-im-Januar-2008-wird-die-Linie-1-in-Kooperation-der- 
Stadtwerke-mit-Westfalen-Bus-und-der-Firma-Weilke-mit-Fahrzeugen-in-Stadt- 
busqualität-betrieben,-die-dem-2.-Nahverkehrsplan-entsprechen.-Alle-Busse- 
sind-damit-in-das-rechnergestützte-Betriebsleitsystem-des-Nahverkehrsmana- 
gements-der-Stadtwerke-eingebunden.-Die-einheitliche-Koordination-über-die- 
Leitstelle-der-Stadtwerke-ermöglicht-schnellere-Reaktionen-auf-Betriebsstö- 
rungen-und-unterstützt-somit-die-Pünktlichkeit.-Zudem-kommen-entsprechend- 
der-Fahrgastnachfrage-zunehmend-Gelenkbusse-auf-der-Linie-1-zum-Einsatz.-
-
-
5.2- Information-und-Kommunikation-
-
• Nach-erfolgreicher-Testphase-im-Dezember-und-Januar-startete-am-1.-Februar- 
2007-der-„sprechende-Fahrplan-NRW“,-an-dem-sich-die-Stadtwerke-beteilig- 
ten.-Dahinter-verbirgt-sich-die-automatische-Fahrplanansage-der-„Schlauen- 
Nummer-für-Bus-&-Bahn“.-Die-computergesteuerte-Fahrplanauskunft-arbeitet- 
als-Sprach-Dialogsystem-besonders-kostengünstig-und-kann-mehr-Anfragen-als-
bisher-gleichzeitig-bewältigen.-
-
• Um-die-Wege-zum-Busticket-in-Münster-möglichst-kurz-zu-halten-und-das-Fahr- 
personal-im-Bus-vom-Verkaufsgeschäft-zu-entlasten,-bauen-die-Stadtwerke-ihr- 
Netz-an-Vorverkaufsstellen-kontinuierlich-flächendeckend-aus.-So-konnte-im-

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
33-
September-2007-die-40.-Vorverkaufsstelle-im-Stadtgebiet-eingerichtet-werden.- 
Ergänzt-werden-die-Verkaufsagenturen-durch-21-moderne-Vorverkaufsautoma- 
ten-mit-Touch-Sceen-Technik.-
-
• Am-1.-Oktober-2007-startete-das-HandyTicket.-Bereits-nach-vier-Wochen-wa- 
ren-über-330-Nutzer-angemeldet,-zum-Jahresende-über-500.-Die-Stadtwerke- 
nehmen-als-erstes-Verkehrsunternehmen-in-Westfalen-an-diesem-Pilotprojekt- 
in-bundesweit-12-Regionen-teil.-Dabei-wird-neben-EinzelTicket,-9-Uhr-TagesTi- 
cket-und-9-Uhr-GruppenTicket-auch-das-4erTicket-fürs-Handy-angeboten.-Ab- 
August-2008-wird-auch-das-FunTicket-über-das-Handy-zu-kaufen-sein.-Das-Han- 
dyTicket-erweitert-so-die-Vertriebskanäle-des-Stadtbussystems.-
-
• Am-14.-März-2006-wurde-die-mobile-Fahrplanauskunft-(moFahr)-gestartet.-Seit- 
dem-kann-der-Fahrplan-für-Münster-aufs-Handy-geladen-werden-und-steht-dort- 
offline-zur-Verfügung.-moFahr-wurde-von-den-Stadtwerken-zusammen-mit-an- 
deren-kommunalen-Verkehrsunternehmen-und-der-Fachhochschule-Müns- 
ter/Steinfurt-entwickelt.-
-
• Um-die-Fahrgäste-bei-Störungen-und-Verspätungen-zeitnah-zu-informieren- 
wurde-im-November-2007-eine-Kundenleitstelle-eingerichtet.-Zentral-werden- 
hier-die-48-FIS-Anlagen-betreut,-um-per-Textanzeigen-sowie-gezielten-Ansagen- 
Informationen-minutengenau-an-die-Haltestellen-und-in-die-Fahrzeuge-zu-brin- 
gen.-
-
• Weiter-großer-Beliebtheit-mit-bis-zu-1.600-Kundenkontakten-in-Spitzenzeiten- 
erfreut-sich-das-von-den-Stadtwerken-betrieben-Servicezentrum-mobilè-ge- 
genüber-dem-Hauptbahnhof.-Verkehrsträger-übergreifend-werden-hier-alle-re- 
levanten-Informationen-zum-Nahverkehr-mit-Bus-und-Bahn-gegeben-sowie-die- 
entsprechenden-Tickets-verkauft.-Auch-für-die-Betreuung-der-immer-stärker- 
nachgefragten-Abo-Produkte-ist-mobilè-die-zentrale-Anlaufstelle.-
-
-
5.3- Haltestellen-und-Fahrweg-
-
• Mit-Stand-Januar-2008-werden-48-FIS-Anlagen-zur-dynamischen-Fahrgastin- 
formation-im-Stadtgebiet-betrieben.-2007-wurden-auch-erstmals-Anlagen-in- 
den-Außenstadtteilen-in-Betrieb-genommen.-Mit-den-FIS-Anlagen-werden-ca.- 
45%-aller-Fahrgäste-im-Stadtbussystem-erreicht.-Über-die-Anlagen-können- 
sich-ca.-90%-der-Umsteiger-informieren.-Das-System-hat-sich-grundsätzlich- 
bewährt-und-eine-ganz-neue-Informationsqualität-geschaffen.-Die-heutige-Sys- 
temzuverlässigkeit-von->-90%-soll-auf-98%-gesteigert-werden.-
-
• Im-Juli-2007-haben-die-Stadtwerke-als-erstes-Unternehmen-in-NRW-die-erste- 
Sprechende-Haltestelle-in-Münster-am-Picasso-Museum-in-Betrieb-genom-

Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 34 
men.-Nach-der-erfolgreichen-Testphase-werden-alle-elektronischen-Fahrgastin- 
formationssäulen-(FIS)-mit-diesem-Service-für-sehbehinderte-Menschen-ausge- 
rüstet.-Die-Umrüstung-und-die-Testphase-der-Anlagen-erfolgte-in-enger-Zu- 
sammenarbeit-mit-der-Kommission-zur-Förderung-der-Integration-von-Men- 
schen-mit-Behinderung.-Die-Einrichtung-wurde-von-der-Standortinitiative-der- 
Bundesregierung-„Land-der-Ideen“-als-beispielgebend-prämiert.-
-
• 2006-und-2007-wurden-insgesamt-23-Haltestellen-neu-mit-einer-Wartehalle- 
ausgerüstet.-Von-1.050-Haltestellen-verfügen-somit-562-Haltestellen-über-ei- 
nen-Witterungsschutz.-
-
• Zudem-wurden-seit-2006-26-Haltestellen-behindertengerecht-mit-einem-16cm- 
Bordstein-ausgerüstet.-Somit-sind-im-Stadtgebiet-442-von-1.050-Haltestellen- 
behindertengerecht-ausgebaut.-
-
-
6.- Fazit-
-
Die-mit-dem-2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-beschlossenen-und-in-den-Jahren- 
2006-und-2007-umgesetzten-Maßnahmen-haben-die-Position-des-ÖPNV-in-Münster- 
als-Verkehrsträger-und-Bestandteil-des-Umweltverbundes-gestärkt.-So-konnten-die- 
Fahrgastzahlen-auf-den-Stadtbuslinien-der-Stadtwerke-von-31,5-Mio.-in-2005-auf-annä- 
hernd-33-Mio.-Fahrgäste-in-2007-deutlich-gesteigert-werden.-Dies-geschieht-unter- 
erheblichen-Mitteleinsatz-der-Stadtwerke-Münster,-die-pro-Jahr-ca.-13-Mio-€-im-Stadt- 
busverkehr-und-ca.-600.000€-im-Regionalbusverkehr-zum-Defizitausgleich-investieren.-
-
Insgesamt-kann-festgestellt-werden,-dass-mit-dem-2.-Nahverkehrsplan-der-Stadtbus- 
verkehr-in-Münster,-trotz-zunehmend-schwieriger-finanzieller-Situation-der-öffentlichen- 
Hand,-eine-hohe-Bedienungs--und-Angebotsqualität-erreicht-hat,-die-es-gilt-zu-erhalten- 
und-abzusichern.-Das-gilt-weitgehend-auch-für-den-attraktiven-Regionalbusverkehr- 
von/nach-Münster-und-für-den-SPNV-im-Zweckverband-SPNV-Münsterland-(ZVM).-
-
Es-sind-jedoch-zum-Teil-ungünstige-Entwicklungen-beim-ÖPNV-im-Finanzierungsbe- 
reich-der-öffentlichen-Hand-(Bundes--und-Landeszuwendungen-NRW)-erkennbar,-die- 
in-den-nächsten-Jahren-beobachtet-werden-müssen-und-auf-die-entsprechend-poli- 
tisch-reagiert-werden-muss.-Hier-ist-zum-einen-die-Entwicklung-im-Stadt-Umland-
Verkehr-zu-nennen.-Der-Erhalt-des-regionalen-FirmenAbos-und-die-generelle-Sicherung- 
des-SemesterTickets-zum-Erhalt-bzw.-zur-Stärkung-des-ÖPNV/SPNV-Anteils-beim- 
Stadt-Umland-Verkehr-ist-eine-der-wesentlichen-Aufgaben-der-nächsten-Jahre.-Den- 
Bestrebungen,-auf-das-FirmenAbo-gänzlich-zu-verzichten-und-nur-noch-eine-Monats- 
karte-im-Jahresabo-mit-20%-Rabatt-anzubieten,-muss-aus-grundlegenden-strategi- 
schen-Gründen-seitens-der-Stadt-Münster-entgegen-gewirkt-werden.-Aus-der-Sicht- 
des-ÖPNV-Aufgabenträgers-Stadt-Münster-und-der-Stadtwerke-Münster-ist-das-Fir- 
menabo-als-zusätzlich-rabattierter,-attraktiver-Sondertarif-auf-Dauer-zu-erhalten.--

Erfahrungsbericht--
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-
___________________________________________________ _________  
35-
Mit-einem-anderen-Schwerpunktthema,-dem-demographischen-Wandel-wird-sich-der- 
derzeit-in-der-Aufstellung-befindliche-VEP-Münster-inhaltlich-besonders-befassen- 
müssen.-Die-Auswirkungen-auf-den-Modal-Split-insgesamt-und-auf-die-ÖPNV-
Nachfrage-im-Besonderen,-die-sich-aus-dem-Rückgang-der-Schülerzahlen-und-aus- 
dem-steigenden-Anteil-der-Einwohner-in-der-Altersgruppe-„65-und-älter“-ergeben,- 
sind-zu-ermitteln-und-die-verkehrlichen-und-finanziellen-Konsequenzen-darzulegen.- 
Hier-gilt-es-mit-dem-VEP-Münster-2025-rechtzeitig-Strategien-und-Konzepte-zum-Er- 
halt-des-vorbildlichen-Modal-Split-in-Münster-zu-entwickeln.-
-
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Erfahrungsbericht-
2.-Nahverkehrsplan-Stadt-Münster-___________________________________________________ _________  
 
 36 
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-
Anhang-
-

Anhang

532 Zeichen

Seite 0
Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 
Eine nahezu konstante Fahrgastzahl von 32,8 Mio. 
 Eine deutliche Belebung 
der Jedermann-
Nachfrage 
 konnte die Abbestellung 
von Schülerkarten durch 
die Stadt weitgehend 
kompensieren. 
- 600.000 Schüler 
+ 320.000 Jedermann 
- 280.000  Fahrgäste

Seite 1
Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 
Weiterhin erfolgreiche Abo-Offensive ! 
In vier Jahren +31 % 
mehr Abos in MS !!!

Seite 2
Tarifmaßnahme VGM zum 01.August 2008 :
22.000 tägliche Fahrgäste mit FirmenAbo nach Preisstufen

Beratungsverlauf (9)

17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 6.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 8.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.04.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.04.2008 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 2.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 7.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (135)

  • Warendorfer Straße
  • Scharnhorststraße
  • Corrensstraße
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  • Domagkstraße
  • Offenbergstraße
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  • Kolpingstraße
  • Tannenbergstraße
  • Körnerstraße
  • Bismarckallee
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  • Schmeddingstraße
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  • Lise-Meitner-Straße
  • Raiffeisenstraße
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Details

Vorlagen-Nr.
V/0203/2008
Typ
Vorlagen
Datum
19.03.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37