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AN/0689/2026

Awareness-Konzept für öffentliche Plätze sowie kommerzielle und nicht kommerzielle Veranstaltungen im öffentlichen Raum, Antrag B90/Die Grünen

Antrag nach § 3 BV1 (Grüne) 24.04.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 07.05.2026, TOP 5.2.4

Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

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Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

4489 Zeichen

www.gruenekoeln.de 
 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Julie Cazier 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
  
Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin:  
AN/0689/2026 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.05.2026 
 
Awareness-Konzept für öffentliche Plätze sowie kommerzielle und nicht kommerzielle 
Veranstaltungen im öffentlichen Raum, Antrag B90/Die Grünen 
Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der anstehenden Sitzung der 
Bezirksvertretung Innenstadt zu setzen: 
 
Beschluss 
 
Die Bezirksvertretung beschließt: 
 
1. Die Verwaltung entwickelt ein Awareness-Konzept für öffentliche Plätze im Be-
zirk Innenstadt sowie kommerzielle und nicht kommerzielle Veranstaltungen 
im öffentlichen Raum des Bezirks Innenstadt mit angemessenen Schutzmaß-
nahmen für alle Menschen – insbesondere für Frauen* und Mädchen*, 
FLINTA*, queere Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Personen mit 
Diskriminierungserfahrungen. Das Konzept soll veranstaltungsspezifische 
Maßnahmen sowie Mindestanforderungen enthalten, die künftig als verbindli-
che Genehmigungsvoraussetzung aufgenommen werden. 
 
2. Das Konzept umfasst auch präventive Maßnahmen zur Ansprache potenziel-
ler Täter*innen und Mitwisser*innen, um z. B. Übergriffe und Diskriminierung 
bereits im Vorfeld zu verhindern. Das Konzept berücksichtigt außerdem alle 
Beteiligten – sowohl Besucher*innen der Veranstaltung als auch sämtliches 
 
 
Bezirksvertretung 
Innenstadt  
Ludwigstraße 8  
50667 Köln 
Tel. 0221 / 221 -91309 
Reinhold Goss  
Fraktionsvorsitzender 
Reinhold.Goss@stadt -koeln.de 
Karin Roggenbrodt  
stellv. Fraktionsvorsitzende  
Karin.Roggenbrodt@stadt -
koeln.de

Personal. 
 
3. Im Rahmen der Konzeptentwicklung prüft die Verwaltung, inwiefern Schulun-
gen für eingesetzte private Sicherheits- und Ordnungskräfte im Umgang mit 
vulnerablen Gruppen sinnvoll und umsetzbar sind. 
 
4. Die Verwaltung wird beauftragt, das Konzept – in enger Zusammenarbeit mit 
relevanten Dienststellen, der Zivilgesellschaft, der Polizei sowie einschlägigen 
Expert*innen zu entwickeln. 
 
Begründung 
 
„Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind Orte des gesellschaftlichen Zusammen-
kommens und der Vielfalt. Gleichzeitig kommt es immer wieder zu diskriminieren-
dem, antisemitischem oder übergriffigem Verhalten – insbesondere gegenüber 
FLINTA*, queeren Menschen und anderen vulnerablen Gruppen. Mit diesem Antrag 
beauftragt der Ausschuss die Verwaltung, verbindliche Richtlinien zu entwickeln, auf 
deren Grundlage Veranstalter*innen ein eigenes Awareness-Konzept für ihre Veran-
staltung aufstellen müssen. So entsteht kein Einheitskonzept, sondern ein flexibler, 
veranstaltungsspezifischer Rahmen mit klaren Mindestanforderungen. Das Konzept 
berücksichtigt auch die Mehrsprachigkeit von Informationsmaterialien und Hinweisen, 
um alle Beteiligten barrierefrei zu erreichen. 
 
Rechtlich sind öffentliche Stellen durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz 
(AGG) und das Grundgesetz zum aktiven Schutz vor Diskriminierung verpflichtet – 
verbindliche Awareness-Anforderungen bei der Veranstaltungsvergabe sind ein kon-
kretes Instrument, dieser Verpflichtung nachzukommen. Gleichzeitig sind einmalige 
Maßnahmen nicht 
ausreichend: Verbindliche Richtlinien verankern Awareness strukturell im Veranstal-
tungswesen – nachhaltig und unabhängig von Einzelpersonen oder politischen Kon-
junkturen. Sie sind damit keine Zusatzleistung, sondern gelebte Gleichstellungspolitik 
– sie schützen Betroffene, stärken solidarisches Handeln und fördern eine Kultur des 
Hinschauens statt des Wegschauens. Köln hat die Chance, eine Vorreiterinnenrolle 
einzunehmen und verbindliche Kriterien in die Veranstaltungsvergabe zu integrieren.  
Was heute Pionierarbeit ist, wird morgen selbstverständlicher Standard – für alle, die 
in unserer Stadt leben und feiern. 
 
Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass in Kürze auch der Gleichstellungsaus-
schuss voraussichtlich einen themenverwandten Antrag für gesamtstädtische Leitli-
nien beraten wird. Da der Bezirk Innenstadt mit seiner immensen Dichte an öffentli-
chen Plätzen und Events der zentrale Veranstaltungsort der Stadt ist, möchten wir 
mit diesem Antrag als Bezirksvertretung vorangehen. 
 
Reinhold Goss Sabine Keller 
Fraktionsvorsitzender Mitglied B90/Die Grünen

Beratungsverlauf (1)

07.05.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.2.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Ludwigstraße 8

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Details

Aktenzeichen
AN/0689/2026
Typ
Antrag nach § 3 BV1 (Grüne)
Datum
24.04.2026
Erstellt
24.04.2026 11:08