2068/2024
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Schaffung eines Zugangs zum Römischen Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz Aktenzeichen 136/23
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 03.07.2024 2068/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bauausschuss 16.09.2024 Ausschuss Kunst und Kultur 17.09.2024 Stadtentwicklungsausschuss 19.09.2024 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Schaffung eines Zugangs zum Römischen Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz Aktenzeichen 136/23 Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden hat in seiner Sitzung vom 06.05.2024 zur oben genannten Bürgereingabe beraten und beschlossen, den Vorgang dem Ausschuss für Kunst und Kultur, Bauausschuss sowie Stadtentwicklungsausschuss zur Kenntnis zu geben. Gez. Dr. Höver
Anlage 1 Eingabe
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IG-GuidesKölnFührendinKölnFürKölnInteressensgescheinschaft derKölner StadtführerinnenundStadtführer Zur ÖffnungdesrömischenHafentorsinKölnfür dieÖffentlichkeit Köln,den28.07.2023 SehrgeehrteDamenundHerren, mit großerSorgenehmenwir, dieStadtführer*innenundGästeführer*innenvonKöln, zur Kenntnis,dass mit den Bauarbeitenan der Via Culturalis,derUmgestaltungder nördlichenDomumgebung(BeginnSommer2024)undderlangjährigenSchließungdes Römisch-GermanischenMuseumsund weitererwichtigerrömischerSehenswürdigkeiten(Praetorium,römischerAbwasserkanal,Ausgrabungenin der Domtiefgarage,TorbogendesNordtors,Dionysosmosaik,Poblicius-Grabmal)einwertvollerTeilunsereskulturellenErbesfürBesucher*innenundEinheimischeübervieleJahrehinwegnichtmehrzugänglichseinwird. IndiesemKontextmöchtenwiraufdiePotentialitätdesarchäologischerhaltenenrömischenHafentorsunterdemKurt-Hackenberg-Platzaufmerksammachen. Trotz seinerhistorischenBedeutungist dasbereits2008entdeckteHafentor,welcheseinenunvergleichlichenSchatzunsererVergangenheitdarstellt,für dieBesucher*innenundKölner*innenderzeitnichtöffentlichzugänglich.ObgleicheinBesucherraum(Rohbau),mitdemZielderÖffnungdesHafentorsbereitsbaulichundunterVerwendungnichtgeringeröffentlicherMittel,umgesetztwurde. Durchdie ÖffnungdesHafentorsfür dieÖffentlichkeitwollenwirnichtnurdaskulturelleundhistorischeErbederStadthervorheben,sondernebensoeinenneuenkulturellenundsozialenRaumschaffen,derBildung,ErholungundGemeinschaftfördert. DasPotenzialdesrömischenHafentorsalsAnziehungspunktfürTouristenundalseinOrt,derEinheimischeneinGefühlderVerbundenheitmitihrerGeschichteundKulturvermittelt,ist enorm.Wir könnendas sehrgut einschätzen,da wirhauptberuflichtagtäglichalsKölnerKulturbotschafter*innenin derStadtunterwegssindunddieBedürfnissederKölnBesucher*innenkennen. Dahersindwirdavonüberzeugt,dassdasbereitserschlosseneHafentorausderRömerzeitschnellstmöglichgeöffnetunddamitfür dieÖffentlichkeitsichtbarunderfahrbargemachtwerdenmuss.UndzwarunabhängigvomgeplantenBauderHistorischenMitte. DazuführenwirunsereArgumenteundAnregungenwiefolgtauf: 1. KulturelleBedeutungdesrömischenHafentors DerErhaltunsereskulturellenErbesspielteineentscheidendeRollefürunsals Gesellschaft.Esermöglichtuns,unsereGeschichteundIdentitätzuverstehen,zubewahrenundweiterzugeben. DasrömischeHafentoristeinunschätzbaresZeugnisderrömischenEpocheKölns,dasunsEinblickein dieLebensweise,ArchitekturundHandelsbeziehungendieserZeitermöglicht.DiesträgtsomitmaßgeblichzumVerständnisundWertschätzungderKölnerGeschichtebei. 2. Möglichkeit zur pädagogischenNutzung EineÖffnungdiesereindrucksvollenAusgrabungsstättewürdeneueMöglichkeitenfürLern-undBildungsaktivitätenbieten.SiekönntezumZielvonSchulausflügenunduniversitärenExkursionenwerdenundwürdeso einenunmittelbarenundlebendigenZugangzurGeschichteermöglichen.DieseErfahrungenkönneneinenbedeutendenBeitragzurBildungunsererjüngerenGenerationenleistenundsiedazuermutigen,eintieferesVerständnisfürdieGeschichteundKulturunsererStadtzuentwickelnunddiesewertzuschätzen. 3. WirtschaftlicheNutzenfür dieStadt Köln EswäreauchvonerheblichemwirtschaftlichenNutzen,dasrömischeHafentorfürinteressierteGruppenzugänglichzumachen.DurchdieErweiterungdeskulturellenund historischenAngebotswürdedie Attraktivitätder Stadtfür Tourist*innengesteigert.Es ist bekannt,dasseinebreiterePalettean SehenswürdigkeitenBesucher*innendazuermutigt,längerzubleibenundmehrin dielokaleWirtschaftzu investieren.Somitkönntendie Einnahmenaus demTourismuserheblichgesteigertwerden. 4. SchaffungvonArbeitsplätzen DarüberhinauswürdedieEröffnungdesHafentorsArbeitsplätzeschaffen.VonderRenovierungundInstandhaltungdesToresselbstbishinzuzusätzlichenJobsimTourismussektor- alldieswürdedieKölnerWirtschaftstärken. 5. Beitragzur städtischenInfrastruktur undEntwicklung Schließlichwürdevon der Schaffung einesneuenöffentlichenRaumsfürBürger*innenund Besucher*innenauchdie städtischeInfrastrukturprofitieren.LangfristigbetrachtetistdieInvestitioninunserehistorischenStätteneineInvestitionindieEntwicklungderStadtKölnselbst.WirhabenhierdieeinmaligeChance,durcheinehochwertigeundpublikumswirksamePräsentationdiesesbeeindruckendenBauwerksin unmittelbarerNähezumDom,zurrömischenHafenstraßeundzumfrühchristlichenBaptisteriumeineinzigartigesEnsembleerlebbarzumachen.Ganz imSinnederVia Culturalis.EinepolitischeEntscheidungindiesemSinnewirdvonderWertschätzungzeugen,diedieStadtKölndemrömischenErbebeimisst,undsomiterheblichzumpositivenImagederStadtbeitragen. DieseangesprocheneeinmaligeWertigkeithattederKölnerStadtratbereitsimZusammenhangmitdemRömischGermanischenMuseumunddemeinzigartigenrömischenErbeKölnsimJahre2022guterkannt: “DiesewertetdeneuropäischenTouristenhotspot"KölnerDom"aufundschaffteinen einzigartigenOrt, um 2000 JahreStadtgeschichteim HerzenvonDeutschlandsältesterMetropoleerlebbarzu machen.”Dadurch“[...]wirdeinmodernesZentrumzur Präsentationund Vermittlungder StadtgeschichteanKölner*innenundauswärtigeGästegeschaffen.ZusätzlicherhaltendiehistorischenStättenundBodendenkmälereineneueWürdigungundErschließung:[...].” 1 6. DatenundStatistiken WirmöchtenindiesemZusammenhangauchspezifischereDatenzurUnterstützungunseresAnliegensanführen.ImJahr2019begrüßtedieDomstadtamRheinmehrals3,8MillionenGästeundverzeichnete6,6MillionenÜbernachtungen- sovielewieniezuvor. DasisteineVerdoppelungderÜbernachtungeninnerhalbvonnur15Jahren,miteinemZuwachsvon3,4%gegenüberdemVorjahr2018. 1 Pressemitteilungder Stadt Kölnvom22. August 2022.https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/roemisch-germanisches-museum DRV. (31.März2023).BeliebtesteStädtereisezielein Deutschlandvon2018bis2022nachGästeankünften (in Millionen) [Graph]. In Statista. KölnTourismus. (28. Februar 2023). Anzahl der Gästeübernachtungen in den Beherbergungsbetrieben inKölnnachHerkunft indenJahrenvon2012bis2022[Graph]. InStatista. TrotzeinesstarkenEinbruchsderBesucherzahlenin denJahren2020und2021aufgrundderCorona-Pandemie,mit lediglichrund1,4MillionenAnkünftenundknapp2,6MillionenGästeübernachtungenin 2020,zeigtdasJahr2022einendeutlichenAufwärtstrend.Mit 3,2 MillionenGästeankünftenund 3,8 MillionenÜbernachtungenhat Köln bereitseinengroßenTeil des vorpandemischenTouristenaufkommenswiedererlangt. BesondersStädtereisenerfreuensichzunehmenderBeliebtheitundwarenzwischen2018und2021diezweitbeliebtesteFormvonKurzreiseninDeutschland.BeidiesenStädtereisennimmtderBesuchvonSehenswürdigkeiteneineprominentePositionein, mit 58%der Reisenden,die solcheAktivitätenals wichtigenTeil ihresReiseprogrammssehen. VuMA.(17.November2021).BeliebtesteArtenvonKurzreisenin Deutschlandin denJahren2018bis2021[Graph].InStatista. DTV. (30.April2023).BeliebtesteAktivitätenderDeutschenbeieinemUrlaubinDeutschlandimJahr2022[Graph].InStatista. MitdiesenstatistischenFaktenundunseremWissenimRücken,glaubenwirfestdaran,dassdas römischeHafentorein Kulturerbemit ungeahntemPotentialdarstellt,in BezugaufdentouristischenBesucher*innen-WunschnachkulturellenHighlightsundSehenswürdigkeiten. SomiterfülltdieÖffnungdesrömischenHafentorsdieVoraussetzungenfüreineweitereSteigerungderAttraktivitätundBedeutungvonKölnalsReiseziel. 7. Die Bedeutung der Rolle der Kölner Stadtführerinnen undStadtführer für Köln KölngehörtzudenbevorzugtenStädtereisezieleninDeutschland.Diesspiegeltsichu.a. in den 470.000internationalenGästenwider, die 2019 lediglichmitFlusskreuzfahrtenindieStadtkamen. 2 Nichtzuvergessendiesehrvielendeutschen 2 S. 15- 16, Studie- TouristischeEffekteundBedeutungder Fahrgastschifffahrt inKöln. ift GmbH.https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/5223630/97ac5315c2b96a3328b6b4475a790ed0/personenschiffffahrt-studie-2020-data.pdf TouristenausUmlandundRegionunddeutschlandweit,die jährlichnachKölnströmen.AlserfahreneundgutgeschulteundzertifizierteStadtführer*innen,führenwirjährlichgeschätztmindestens1 MillionGästeausallerWelt in mehrals10SprachendurchKöln. Seit bereits vielen Jahrzehntenbieten Stadtführer*innenFührungenimRömisch-GermanischenMuseumundim Praetoriuman undbegeisternin- undausländischeGästeallerAltersstufenundkulturellerHintergründefür dieantikeVergangenheitderStadt. NochvorwenigenJahrenkonnten/durftenwirin derjüdischenMikweführen,imPraetorium,im römischenAbwasserkanal,imBaptisteriumundnatürlichauchimKölnischenStadtmuseum.AlldasistderzeitnichtmehrmöglichundeinigeOrtesindunsnachheutigenStandfür vieleJahregeschlossenoderbleibenfürunsnichtzugänglich. FürunsKölnerGästeführer*innenist mitderÖffnungdesrömischenHafentorsebensoeinsozial-wirtschaftlicherAspektverbunden. 8. FinanzierungundOrganisationundVerwaltungdesHafentors Dahermöchtenwirnuneinenkonkreten,proaktivenVorschlagunterbreiten,wiedieZugänglichkeitdesrömischenHafentorsorganisiertundeffizientverwaltetwerdenkönnte.UnserVorschlagist, die BesichtigungdesHafentorsfür GruppenundBesucher*innennachdemModelldesUbiermonumentszuorganisieren,wobeidieBuchungvonZeitslotsüberdie WebsitedesKölnerMuseumsdiensteserfolgenkann. 3 DieSchlüsselkönnensicherimnahegelegenenstädtischenMuseumLudwigaufbewahrtwerden.DieakkreditiertenGuideskönntendenSchlüsseldanngegeneineGebührvon25EuroproZeitslotabholen. 9. MöglicheEinnahmendurchEintrittsgelder BeieinerÖffnungszeitvon10:30Uhrbis17:30UhrvonDienstagbisSonntag(dasMuseumLudwighatmontagsgeschlossen)könntenwirmit14ZeitslotsproTagrechnen.Auf das JahrhochgerechnetergibtdiespotenzielleEinnahmenvon109.200Euro. DieseSummekönnteerheblichdazubeitragen,dieKostenfürdieErhaltungundInstandhaltungdesHafentorszudecken.DarüberhinauswürdendiezusätzlichenBesucher*innen,diedurchdasHafentorangelocktwerden,zweifellosauchanderewirtschaftlicheVorteilefürdieStadtmitsichbringen,etwadurchAusgabeninlokalen 3 https://museenkoeln.de/portal/Anmeldung-von-Gruppenbesuchen Geschäften, Restaurants und Hotels. 10. Finanzielle Unterstützung durch Förderprogramme Dieser Vorschlag stellt eine praktikable und finanziell machbare Lösung dar. Uns ist natürlich bewusst, dass die Umsetzung des Projekts zu Anfang Kosten mit sich bringen wird, die die Stadt Köln zunächst tragen muss. Diese Kosten könnten jedoch durch die Beantragung von Fördermitteln von Land und Bund reduziert werden. Um Fördergelder zu beantragen, um das Vorhaben zu realisieren, sind wir offen und mehr als bereit dazu, im Rahmen bestimmter Fördergelder das notwendige Bürger-Konzept mit Ihnen gemeinsam zu erarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt ein Erfolg wird, der den Bürger*innen von Köln und Besucher*innen aus aller Welt zugutekommt und der Stadt Köln mit seinen einzigartigen historischem Kulturerbe gerecht wird und auch dementsprechend gewürdigt wird. Wir laden Sie daher zu einem konstruktiven und gemeinsamen Dialog ein, der als Ziel die Offenlegung und Zugänglichkeit des römischen Hafentors für die Öffentlichkeit hat. Wir freuen uns auf Ihre Antwort. Mit herzlichen Grüßen Im Namen der: IG-Guides Köln Führend in Köln Für Köln Interessensgescheinschaft der Kölner Stadtführerinnen und Stadtführer Web: ig-guides.koeln Mailadresse: kontakt@ig-guides.koeln In Kopie an Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Bezirksbürgermeister Herr Andreas Hupke In Kopie an verschiedene Mitglieder der Parteien/Fraktionen: Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die FRAKTION/Die PARTEI, DIE LINKE, Einzelmandatssträger*innen, FDP , GUT , SPD, Volt
Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift TOP 2.2 BAB 06.05.24
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Geschäftsführung Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Frau Pesch Telefon: (0221) 221 26144 Fax: (0221) E-Mail: doris.pesch@stadt-koeln.de Datum: 27.06.2024 Auszug aus der Niederschrift der 24. Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 06.05.2024 öffentlich 2.2 Bürgereingabe nach §24 GO betr. Schaffung eines Zugangs zum Römi- schen Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz Aktenzeichen 136/23 1147/2024 Die Petentin stellt die Eingabe vor. Sie weist hin auf die Bedeutung des Römischen Hafentores im Kontext der kulturellen Identität Kölns und des Weltkulturerbes. Die Pe- tentin umreißt, was erforderlich ist um einen sicheren Zugang für die Öffentlichkeit möglich zu machen. Sie wirbt um entsprechende Unterstützung ihrer Eingabe, da diese eine wertvolle Investition in die kulturelle Identität der Stadt und in die Stärkung des kulturellen Erbes sei. Herr Professor Schäfer, Römisch Germanisches Museum / Archäologische Boden- denkmalpflege und –denkmalschutz, unterstützt die Eingabe vollumfänglich. Er habe die Ausgrabung 2007/2008 begleitet. Die Öffnung des Römischen Hafentors für die Öffentlichkeit würde zu einer enormen Aufwertung des Domumfeldes führen. Die Be- sucher möchten zwei Dinge in Köln erfahren. Den Kölner Dom und das römische Erbe, da in den Reiseführern immer wieder der römische Ursprung der Colonia vermit- telt würde. Das Hafentor würde dazu beitragen. Herr Brust, Grüne, dankt der Petentin. Ihm sei nicht bekannt gewesen, dass die Pla- nungen damals vom Dezernenten gestoppt wurden und seit zehn Jahren das Tor nicht zu besichtigen ist. Er möchte wissen, ob neue Planungen erforderlich sind oder ob man an den damaligen anschließen könne. Zudem fragt Herr Brust, ob die Öffnung des Hafentors in dem Ratsbeschluss vom 06.02.24 zur Sanierung des Römisch-Ger- manischen Museums (RGM) mit enthalten ist, oder ob ein weiterer Planungsauftrag nötig sei. Er schlägt vor, den Beschlussvorschlag dahingehend zu ergänzen, dass die Verwal- tung „zeitnah“ die Planung vorlegen und dem hiesigen Ausschuss und dem Kulturaus- schuss mitteilen soll. Herr Erkelenz, CDU, merkt an, dass dieses Thema vor ein paar Monaten im Kontext zur historischen Mitte im Kulturausschuss thematisiert worden sei. Er möchte wissen, ob man eine Planung in Auftrag geben könne; anregen könne man sie. Er schlägt vor, den Beschluss dahingehend zu ergänzen, dass eine Planung zeitnah anläuft. Frau Oedingen, SPD, möchte auch, dass das Römische Hafentor wieder zugänglich gemacht wird. Deshalb ginge man mit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung mit. Sie habe an einer Führung Via Culturalis teilgenommen und habe zu dem Thema Öff- nung des Römischen Hafentors den Baudezernenten ansprechen können. Dieser schien nicht abgeneigt zu sein und regte an die Eingabe an den Ausschuss für Kunst und Kultur, dem Bauausschuss und dem Stadtentwicklungsausschuss zu geben. Sie bittet dies im Beschlusstext auch aufzunehmen. Frau Röhrig, Linke, befürwortet ebenfalls, das Römische Hafentor der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und es sollte nicht lediglich bei der Prüfung bleiben, sondern konkret in die Planung gehen. Frau Schöppen, FDP, beantragt die Eingabe an den Ausschuss Kunst und Kultur zu verweisen mit der Empfehlung einen konkreten Planungsbeschluss zu fassen und den Stadtentwicklungsausschuss sowie den Bauausschuss in die weitere Beratungsfolge aufzunehmen. Falls sich dem Verweisungsantrag nicht angeschlossen wird, regt Frau Schöppen an - soweit für den hiesigen Ausschuss möglich -, einen konkreten Pla- nungsbeschluss zu fassen. Hierzu gibt Herr Derichsweiler, Ausschussvorsitzender, den formalen Hinweis, dass der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden nach Auseinan- dersetzung mit den Eingaben entsprechende Anregungen an die Fachausschüsse ge- ben kann; dies schließt im vorliegenden Fall auch mit ein, Empfehlungen zu formulie- ren für die Aufnahme von konkreten Planungen. Eine Verweisung sei nicht erforder- lich. Herr Derichsweiler formuliert einen möglichen Beschlussvorschlag dahingehend, dass der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden empfiehlt, dass der öffentliche Zugang zum Römischen Hafentor geplant wird, und die Eingabe und den Beschluss dem Ausschuss Kunst und Kultur, dem Bauausschuss und dem Stadtentwicklungsausschuss zur Kenntnis gegeben wird. Frau Schöppen, FDP, wäre hiermit einverstanden. Herr Professor Schäfer, Römisch Germanisches Museum / Archäologische Boden- denkmalpflege und –denkmalschutz, führt aus, dass 2008 der Besucherraum im Roh- bau geplant worden sei sowie der eigentliche technische Ausbau. Der Rohbau sei fer- tiggestellt, der technische Ausbau sollte folgen. Im Rahmen des Wettbewerbs zum Kurt-Hackenberg-Platz sei der technische Ausbau gestoppt worden. Die Planungen des Büros Schaller aus den Jahren 2008/2009 lägen selbstverständlich vor. Die Grundüberlegung des Büro Schaller sei reaktivierbar. Diese müsste jedoch auf einen neuen Stand gebracht werden. Die Maßnahme sei damals nicht nur gestoppt worden, sondern die Verwaltung habe an der Idee „öffentlicher Besucherraum“ weiter gearbei- tet im Rahmen der aufwendigen Planungen zu der historischen Mitte. Zurück zum al- ten Ausgangspunkt, müssen jetzt das Hafentor und die öffentliche Zugänglichkeit in Verbindung mit der Sanierung des Römisch-Germanischen Museums konzeptionell betrachtet werden und insbesondere in Verbindung mit dem Studiengebäude. Diese Überlegung die ad acta gelegt wurde, sei derzeit noch formal mit der historischen Mitte verbunden und nicht mit der Sanierung des Römisch-Germanischen Museums. Durch das Scheitern der Historischen Mitte müsste das Hafentor mit eingeschlossen werden in die Gesamtüberlegung, weil die Anbindung des Hafentores in technischer Hinsicht an das RGM – an das Studiengebäude – entscheidend ist, wenn technische Systeme wie Lüftung und Heizung betroffen sind. Das sei im Moment nicht verankert. Herr Brust, Grüne, fragt hinsichtlich des bestehenden Ratsbeschlusses vom 06.02.2024 nach, ob der Planungsauftrag hier nicht schon mit enthalten sei oder ob es eines neuen zusätzlichen Beschlusses bedarf. Herr Professor Schäfer, bejaht das Erfordernis eines eigenen Planbeschlusses, da eine Integration erfolgen muss in die Gesamtüberlegung der Sanierung des RGM. Die Petentin hofft abschließend auf eine positive Entscheidung zu ihrer Eingabe. Geänderter Beschluss: Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden beauftragt die Verwaltung, Möglichkeiten eines öffentlichen Zugangs zum Römischen Hafentor zu prüfen. empfiehlt den öffentlichen Zugang zum Römischen Hafentor z u planen und dem Ausschuss Kunst und Kultur, dem Bauausschuss und dem Stadtent- wicklungsausschuss diese Eingabe und das Protokoll der Sitzung zur Kenntnis zu geben. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2068/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 03.07.2024
- Erstellt
- 26.06.2024 13:34