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3624/2018

Status Digital Hub Cologne

Mitteilung Ausschuss 06.11.2018

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 06.11.2018, TOP 10.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

5428 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
OB/OB/8 
 
Vorlagen-Nummer 06.11.2018 
 3624/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 06.11.2018 
 
Status Digital Hub Cologne 
1. Zweite Förderphase 
 
Der Digital Hub Cologne ist bis einschließlich September 2019 durch das Wirtschaftsministerium ge-
fördert (EFRE). Das Wirtschaftsministerium NRW hat am 8. Oktober den Aufruf für die zweite Förder-
phase der Hubs veröffentlicht. Die zweite Förderperiode wurde auf 3 Jahre verlängert (bisher 2 Jah-
re). Beantragt werden kann pro DWNRW-Hub eine Fördersumme in Höhe von bis zu 2,25 Mio. € 
(Förderquote: max. 50%, 750.000,- € pro Jahr für den um drei Jahre verlängerten Förderzeitraum). 
Dabei ist eine Eigenbeteiligung der Antragsteller (=Hub) von mindestens 50% der zuwendungsfähi-
gen Gesamtausgaben aus Eigenmitteln nachzuweisen. Die Mittel werden wieder nach den kompli-
zierten und erhebliche Ressourcen bindenden EFRE Richtlinien vergeben.  
 
Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der neuen Förderrichtlinie konzentriert sich auf die Stärkung des 
jeweiligen Startups Ökosystem, die Vernetzung der Hubs untereinander und der Entwicklung eines 
Geschäftsmodells für die Zeit nach der Förderung. Die Stärkung der digitalen Transformation des 
Mittelstands steht nicht mehr so im Mittelpunkt wie in der ersten Förderphase.  
 
Insbesondere aufgrund der veränderten Zielrichtung der zweiten Förderphase haben die Gesellschaf-
ter des Digital Hub Cologne (Universität zu Köln, Industrie und Handelskammer, Stadt Köln) die Betei-
ligung an der 2. Förderphase ausgiebig erörtert und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Digital 
Hub Cologne sich NICHT an der zweiten Förderphase beteiligt, sondern eine neue Struktur und ein 
tragendes Geschäftsmodell entwickeln, die ohne die Förderung des Landes, eine Konzentration auf 
die weitere erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung des Mittelstandes ermöglicht. Dies schafft 
einen kleinen, aber schlagkräftigen und auf eine Aufgabe konzentrierten HUB. 
 
Für diese Strategie sprechen: 
 Die Ausschreibung der zweiten Förderphase entspricht nicht den Erfordernissen des Wirt-
schaftsstandortes und des Ökosystem Kölns. Die Stadt Köln hat inzwischen ein sich stark 
entwickelndes Startup Ökosystem, das u.a durch die Startup Unit Cologne und das starke 
Netzwerk der Akteure weiter unterstützt wird.  
Köln benötigt eine Konzentration der HUB Aktivitäten auf die Unterstützung der Digitalisierung 
der mittelständischen Unternehmen. Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf, zumal der 
HUB als neutrale Basis und Anbieter die Rolle als entscheidender Mittler und Motivator über-
nehmen kann.  
Es hat sich in der ersten Förderphase gezeigt, dass die Unterstützung der Digitalisierung des 
Mittelstandes ein schwieriges und Zeit erforderndes Unterfangen ist. Dies wurde auch in Stra-
tegieworkshops bestätigt, die zur Definition des weiteren Profils des Hubs durchgeführt wur-
den. 
Die Strategieworkshops mit Startups und Unternehmern haben auch bestätigt, dass gerade im 
Felde der Digitalisierung des Mittelstands nach wie vor ein erheblicher Handlungsbedarf be-
steht und der Hub durch die verstärkte Einbindung von erfolgreichen Unternehmern eine er-

2 
 
folgreiche Strategie entwickeln kann.  
 
 Die Handhabung und Abwicklung der EFRE Förderung, die umfassende Einschränkung der 
Handlungsfähigkeit des Hubs durch die EFRE-Richtlinien und die Bindung von erheblichen 
personellen Ressourcen allein für die nicht geförderte Abwicklung, Mittelbeantragung und Zu-
wendungsnachweisführung etc. der EFRE Förderung (ca. 30 - 50% der Förderung) machen 
die Förderung letztendlich nicht attraktiv. Es ist davon auszugehen, dass ohne die EFRE-
Rahmenbedingungen agiler und effizienter agiert werden kann.  
 
 Selbstverständlich wird der Kölner Hub auch ohne die Förderung des Landes ein Mitglied der 
NRW-Digitalhub-Gruppe bleiben. Die Stadt Köln bietet dem Land an, hier weiter zu unterstüt-
zen. 
 
2. Weitere Gesellschafter 
Derzeit werden intensive Gespräche mit Interessenten geführt, um diese als neue Gesellschafter in 
die HUB Struktur einbinden zu können. Dadurch würde erreicht werden, dass der HUB sich auch mit-
telständischen Unternehmen öffnet und diese Kompetenzen in die Gesellschaftsstruktur einbindet. 
Die Ansprache von mittelständischen Unternehmen würde dadurch erfolgreicher geleistet werden 
können. Inwieweit die Stadt Köln Gesellschafterin bleibt, ist mit der Evaluation der Ergebnisse des 
HUBS nach der ersten Förderphase zu überprüfen. 
 
3. Räumlichkeiten 
Der Digital Hub Cologne hat seine Räumlichkeiten in der Schanzenstraße gekündigt und ist ab 
1.11.2018 ins Rechtsrheinische Technologiezentrum (RTZ) gezogen. Dies lag insbesondere an der 
zu großen Mietfläche in der Schanzenstraße. 
 
4. Finanzierung ohne Förderung 
Durch die Aufnahme neuer Gesellschafter und eines geänderten Geschäftsmodells soll eine tragfähi-
ge Finanzierung des Hubs erfolgen, so dass über das bisher für den Fall der Verlängerung des För-
derprojektes zugesagte Budget hinaus von weiteren 100 Tsd. € für 2020 und 2021 keine weiteren 
Unterstützungen durch die Gesellschafterin Stadt Köln erfolgen müssen. Bisher sind in der Haus-
haltsplanung 2020 und 2021 noch keine Ansätze für den Digital Hub enthalten. Für eine weitere För-
derung/Unterstützung des Hubs durch die Stadt Köln wäre ein neuer Ratsbeschluss erforderlich. 
 
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

06.11.2018 Wirtschaftsausschuss
TOP 10.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3624/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.11.2018
Erstellt
05.11.2018 10:41