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2007/0292

Entwicklung Mercksplatz - Grünzug Darmbach-Woog

Magistratsvorlage 10.05.2007

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2007/0292

3945 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.06.2007 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat III 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
III                  Stvv 
VI                   61 
67 
 
 
Vorlage-Nr. 2007/0292 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
380  
 
 
Betreff: Entwicklung Mercksplatz - Grünzug Darmbach-Woog  
 
Vorlage vom: 10.05.2007 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Die Dokumentation zur Planungswerkstatt Merksplatz im Januar 2007 wird zur Kenntnis 
genommen.  
 
2. Das Stadtplanungsamt wird beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu der von der  
Planungswerkstatt vorgeschlagenen Konzeption zu erstellen. 
 
 
 
Anlagen: Broschüre MercksplatzDarmstadt 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.06.2007 
 
Der Magistrat nimmt die Dokumentation zur Kenntnis und stimmt im übrigen der Vorlage zu.

2 
... 
Begründung zur Magistratsvorlage VI vom 22.05.2007 
 
Die weitere Entwicklung des Mercksplatzes und hier insbesondere seiner östlichen Teilfläche ist seit 
längerem Gegenstand planerischer Überlegungen. Konkret wurde dabei auch eine Bebauung der 
Fläche des östlichen Mercksplatzes erwogen. 
 
Zuletzt war der Bau eines Altenwohn- und Pflegeheims geplant. In seiner Sitzung vom 8.11.2006 hat 
der Magistrat beschlossen das für die Errichtung dieser Einrichtung erforderliche Grundstück nicht an 
einen privaten Investor zu verkaufen.  
 
In der Begründung zur Magistratsvorlage 2006/0619 vom 26.10.2006 wird dazu u.a. ausgeführt, dass 
bei den Beratungen verschiedener städtischer Gremien deutlich wurde, dass ein Alten- und 
Pflegeheim auf dem östlichen Mercksplatz nicht dem Willen der städtischen Gremien entspreche.  
 
Es wurde daher notwendig, neue Überlegungen zur Nutzung und Bebauung des östlichen 
Mercksplatzes anzustellen. Um zu tragfähigen planerischen Lösungen für den Mercksplatz zu 
kommen wurde am 26. Januar 2007 vom Stadtplanungsamt eine Planungswerkstatt durchgeführt. 
Beteiligt waren Architekten, Stadtplaner, Landschaftsplaner und Verkehrsplaner aber auch Vertreter 
aus Politik, Vereinen und Verbänden. 
 
Die Planungswerkstatt kam zu dem Ergebnis, dass eine Bebauung des östlichen Mercksplatzes die 
städtebaulich falsche Antwort auf die für Darmstadt prägende Situation am östlichen Stadteingang ist. 
Stattdessen wird vorgeschlagen, auf eine Bebauung des östlichen Mercksplatzes zu verzichten, den 
Grünzug Darmbach-Woog bis an das Jugendstilbad zu führen und eine Fläche zwischen 
Lindenhofstraße, Stadtmauer, Woogsplatz und Mühlstraße für Wohnbebauung vorzusehen. Die auf 
dieser Fläche vorhandene Skateranlage wäre an andere Stelle in den Grünzug zu verlegen. Für die 
Kinderspielflächen müssten Alternativen gefunden werden.  
 
Die Ergebnisse der Werkstatt sind in einer Dokumentation festgehalten, die hiermit vorgelegt wird. Die 
Dokumentation soll interessierten Fachleuten und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. 
 
Im nächsten Schritt soll mit einer Studie die Machbarkeit des von der Planungswerkstatt empfohlenen 
Vorschlags geprüft werden. Zu untersuchen sind nicht nur die städtebaulichen und 
landschaftsplanerischen Fragestellungen sondern auch die Realisierungsbedingungen. Die 
Federführung für die Erstellung der Studie liegt beim Stadtplanungsamt.  
 
 
Darmstadt, den 22.05.2007 
VI/ 61.3 ma 
 
 
 
Der Dezernent III      Der Dezernent VI 
 
 
 
 
Klaus Feuchtinger      Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat       S t a d t r a t  
 
 
 
Anlage: Dokumentation der Planungswerkstatt Mercksplatz 
 Die Dokumentation steht im Parlamentsinformationssystem zur Verfügung. Ein Exemplar der 
Dokumentation kann in der Magistratsgeschäftsstelle eingesehen werden.

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29773 Zeichen

Mercksplatz Darmstadt
Dokumentation der Planungswerkstatt Januar 2007
Wissenschaftsstadt
DarmstadtStadtplanungsamt

Impressum
Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Technisches Stadthaus I Bessunger Strasse 125, Block D
64295 Darmstadt
Telefon: 06151-13 2092, Fax: 06151-13 2088
E-Mail stadtplanungsamt@darmstadt.de
Internet: http://stadtplanung.darmstadt.de
Veröffentlicht im April 2007
Gesamtkonzept Dokumentation:
Stadtplan Skoupil
Heinrich-Delp-Straße 75, 64297 Darmstadt
Telefon: 06151-537270
Fotos:
Stadtplan Skoupil
Stadtplanungsamt

Dokumentation Planungswerkstatt 26. Januar 2007
Städtebauliche Entwicklung
 auf dem Mercksplatz

Grußwort des Stadtrats
Das Planungsgebiet
Zur Stadtbaugeschichte 
Anlass, Aufgabenstellung und Ziele
Rahmenvorgaben
Konzept der Werkstatt
Ablauf der Werkstatt
Arbeitsergebnisse der Gruppe A
Arbeitsergebnisse der Gruppe B
Arbeitsergebnisse der Gruppe C
Ergebnisse der Planungswerkstatt
Werkstattimpressionen
Teilnehmer der Werkstatt
Seite  1
Seite  2
Seite  3
Seite  4
Seite  5
Seite  8
Seite  9
Seite 10
Seite 12
Seite 14
Seite 16
Seite 18
Seite 19
Inhalt

1
Am Rande des westlichen Mercksplatzes wird derzeit 
das Zentralbad mit großem Aufwand renoviert und 
zu einem Erlebnis- und Gesundheitsbad, dem neuen 
„Jugendstilbad“ umgebaut. Dieser Ort braucht ein an-
gemessenes Umfeld, insbesondere auf der gegenüber-
liegenden Seite.
Nicht zuletzt deshalb wird es notwendig, den in seinem 
östlichen Teil recht unwirtlichen Mercksplatz zu einem 
attraktiven städtischen Raum umzugestalten. Nachdem 
verschiedene Vorstöße von Investoren, den östlichen 
Mercksplatz zu bebauen, nicht realisiert wurden, bot 
sich die Chance, noch einmal grundsätzlich die Frage 
der Bebaubarkeit des östlichen Mercksplatzes zu über-
prüfen. Damit zusammenhängend steht natürlich auch 
die Frage nach der Gestaltung des Grünzuges Woog-
Darmbach, der als Folge von Grün- und Freiflächen 
die Naherholungsgebiete im Osten der Stadt mit der 
Innenstadt verbindet. 
Um die Möglichkeiten und Perspektiven der städtebau-
lichen Planung zu überprüfen, wurde die Durchführung 
einer Planungswerkstatt beschlossen. Beteiligt waren 
Architekten, Stadtplaner, Landschaftsplaner und Ver-
kehrsplaner aber auch Vertreter aus Politik, Vereinen 
und Verbänden.
Planungswerkstätten haben uns schon in vielen Fragen 
weitergeholfen. Ich finde, dass gerade diese Werkstatt 
ein voller Erfolg war, wie die vorliegende Dokumentation 
zeigt. 
Wenn es gelingt, das für alle überraschende Ergebnis 
dieser Werkstatt umzusetzen, ist, wie es in der Ab-
schlussdiskussion formuliert wurde, ein jahrzehntelan-
ger Traum endlich verwirklicht, nämlich einen attrak-
tiven Grünzug bis in die Stadtmitte mit einem würdigen 
Endpunkt, dem Jugendstilbad zu gestalten. Ich bin 
zuversichtlich, dass dies erreicht werden kann.
Bei allen Teilnehmern der Planungswerkstatt möchte ich 
mich noch einmal herzlich für ihre Mitwirkung bedan-
ken.
Dieter Wenzel
Stadtrat
Grußwort

2
Das Planungsgebiet
Das engere Planungsgebiet wird durch die rote Fläche 
markiert. Es umfasst den östlichen Mercksplatz und die 
angrenzenden Flächen der Lindenhof- und der Martin-
Buber-Straße. Dieser Bereich soll neu gestaltet und 
genutzt werden.
Das erweiterte Planungsgebiet ist mit roten Linien 
eingegrenzt. Hierfür sollten die Wirkungen der Entwick-
lung in dem engeren Planungsgebiet berücksichtigt und 
Anregungen zur städtebaulichen Aufwertung gegeben 
werden. Das erweiterte Planungsgebiet umfasst den 
westlichen Mercksplatz, die angrenzenden Flächen der 
Lindenhof- und Landgraf-Georg-Straße, den Westrand 
der Rudolf-Müller-Anlage sowie die Randbebauung 
beider Platzbereiche mit dem Gebäude Darmstraße 2, 
Wohnbebauung, Finanzamt und Zentralbad.
Das Gebäude Darmstraße 2 wird zur Zeit vor allem 
von Vereinen genutzt. Bei einem Abriss müssen für die 
Vereine zunächst andere Räume gesucht werden. Das 
Gebäude steht daher erst für die Entwicklung in einem 
2. Bauabschnitt zur Disposition.  
Das Planungsgebiet liegt in einer Kette öffentlicher 
Grün- und Freiflächen, die aus der City in die offene 
Landschaft führt. Diese Kette beginnt im Stadtkern mit 
urban genutzten Flächen wie dem Marktplatz. Weiter 
nach Osten, zur freien Landschaft hin, werden die Grün-
flächen landschaftlicher wie z.B. der Große Woog. In 
dieser Kette liegt das Planungsgebiet an der Nahtstelle 
zwischen urbanen und landschaftlichen Strukturen.
Aufgrund dieser Lage im Stadtgefüge und vor dem 
stadtbaugeschichtlichen Hintergrund ist die Bebauung 
des östlichen Mercksplatzes eine grundsätzliche Option.
Engeres Planungsgebiet und erweitertes Planungsgebiet Die Lage des Planungsgebiets im Stadtgefüge
Grünflächen im Stadtgefüge

3
Zur Stadtbaugeschichte 
Um 1831 wurde auf dem heutigen Mercksplatz, damals 
noch außerhalb des bebauten Stadtgebietes gelegen, 
die Produktionsstätte der Firma Merck aufgebaut. 
In den Jahren 1903/04 zog diese in den Norden der 
Stadt, wo sie sich heute noch befindet. Eine historische 
Ansicht der Merckfabrik aus der Vogelschauperspektive 
zeigt die heute noch bestehenden Straßenzüge und die 
Ausdehnung der Fabrik über die heutige Platzfläche 
hinaus.
Historische Stadtpläne von 1860 bis 1916 zeigen die 
Stadtentwicklung und die flächenhafte Ausbreitung 
der Stadt um das Fabrikgelände, wodurch eine weitere 
Ausdehnung der Fabrikanlagen nicht mehr möglich war. 
Durch den Umzug der Fabrik entstand nach 1905 die 
auf einem Plan von 1916 gut erkennbare freie Fläche 
des Mercksplatzes.
 
An dem neu entstandenen Platz, der westlich durch die 
Merckstraße und östlich durch die Stiftstraße begrenzt 
wird, wurden das Zentralbad im Westen, das Finanzamt 
sowie Wohngebäude im Süden errichtet. Den östlichen 
Platzabschluss an der Stiftstraße bildete das bereits 
vorhandene Gebäude der „Knaben-Arbeits-Anstalt“.
Die historischen Pläne verdeutlichen auch, dass ein 
vorgesehenes Straßenraster im Bereich zwischen der 
Landgraf-Georg-Straße und der Darmstraße aus der Zeit 
vor 1900 nach dem Umzug von Merck nicht mehr rea-
lisiert wurde. In diesem Bereich befindet sich heute die 
Rudolf-Müller-Anlage mit dem hier schon immer offen 
geführten Darmbach. Ein Vergleich historischer Luft-
bilder aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und aus dem 
Jahr 1963 zeigt, dass die Straßenzüge um den Mercks-
platz mit den Gebäuden, z. T . als Ruinen, bis zu diesem 
Zeitpunkt Bestand hatten. 
Mit dem Durchbruch der Teichhausstraße nach 1905 
wurde der Stadtgrundriss verändert. Doch erst mit der 
starken Aufweitung der Landgraf-Georg-Straße und 
dem Durchbruch des nördlichen Teils der neuen Nord-
Süd-Verbindung, der Pützerstraße, wurden erhebliche 
Veränderungen vorgenommen, die auch heute noch die 
Platzgestalt prägen. Während die südliche Platzfront 
nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde, ist die nörd-
liche Platzseite als geschlossene Bauflucht nicht wieder 
entstanden, da infolge des Straßendurchbruchs z. T . 
schlecht nutzbare Restgrundstücke verlieben sind.
Mercksplatz und Umgebung 1916
Bereich zwischen Stadt und Woog um 1860
gelb eingerahmt: Lage des heutigen Mercksplatzes
alte Merckfabrik auf einem Plan von 1874
alte Merckfabrik

4
Neunutzung und Gestaltung des öst-
lichen Mercksplatzes 
Oberziel der Umgestaltung war eine stadtverträgliche 
Nutzung. Hierfür kamen neben der Naherholung in der 
öffentlichen Grünfläche vor allem Kultur- und Freizeitein-
richtungen, Dienstleistungen von öffentlichem Interesse 
und besonderes Wohnen in Frage. 
Im Rahmen einer Reparatur des Stadtbildes und der 
Freiflächengestalt sollte der östliche Mercksplatz so 
gestaltet werden, dass das Jugendstilbad ein würdiges 
Pendant und der westliche Mercksplatz hier eine ange-
messene Fassung erhält.
Der östliche Mercksplatz sollte aufgewertet werden zu 
einem Glied in der Kette von besonderen Freiflächen im 
Grünzug vom Oberfeld über die Rosenhöhe, den Woog 
und das Jugendstilbad zum Schloss. Leitgedanke von 
verschiedenen städtebaulichen und landschaftspla-
nerischen Gutachten und Entwicklungskonzepten für 
Darmstadt war immer wieder ein radialer Grünzug vom 
Oberfeld bis in den Stadtkern mit Schloss und Markt-
platz. 
Bei einer Bebauung sollte der östliche Mercksplatz in 
jedem Fall noch als Teil des Grünzugs erlebbar sein.
Ein spezieller Aspekt war die gewünschte Vermarktbar-
keit der Fläche.
Anlass, Aufgaben und Ziele
Aufgaben und Ziele 
In den letzten Jahren waren einige Investoren mit 
Projekten zur baulichen Nutzung des östlichen Mercks-
platzes an die Stadt herangetreten. Diese Vorhaben 
zerschlugen sich aus unterschiedlichen Gründen. In der 
Werkstatt sollte die Bebaubarkeit dieser Fläche grund-
sätzlich geprüft und Ideen für die Nutzung erarbeitet 
werden.
Die Werkstatt am 26.01.2007 hatte die Aufgabe, das 
Stadtverträgliche auszuloten, Wirkungszusammenhänge 
und Konsequenzen einzelner Konzeptelemente aufzuzei-
gen und eine fachlich fundierte breite Diskussions- und 
Entscheidungsgrundlage für die Politik zu schaffen.
Der Parkplatz östlicher Mercksplatz 
Lindenhofstraße am östlichen Mercksplatz 
Rudolf-Müller-Anlage östlich vom Mercksplatz 
Martin-Buber-Straße mit Blick in die Stiftstraße

5
Rahmenvorgaben
Zur Bebauung
Die aus dem historischen Stadtgrundriss entstandenen 
Sichtbeziehungen zwischen Martin-Buber- und Stift-
straße sowie im Zuge der Lindenhofstraße zum Weißen 
Turm und Langen Ludwig sollten erhalten bleiben.
Die Baufluchten der Nachbarschaft (Zentralbad, Martin-
Buber-Straße) sollten aufgenommen werden.
Eine Bebauung sollte einen Abstand von ca. 30 m zum 
Wohnblock an der Lindenhofstraße einhalten, um die 
Fluchten des Jugendstilbades und der Baumreihe am 
westlichen Mercksplatz aufnehmen zu können. Damit 
wird auch der nötige Spielraum erreicht, um eine im 
Hinblick auf die Höhenlage des Wasserspiegels adäqua-
te Freiflächengestaltung mit Integration des Darmbachs 
zu ermöglichen.
Eine Bebauung sollte 4 Vollgeschosse und ein allseits 
zurückgesetztes Staffelgeschoss nicht überschreiten. 
Gewünscht war ein für Durchblicke und Durchwegungen 
offenes Erdgeschoss.
Rahmenvorgaben im weiteren Planungsgebiet
Zur Topografie
Das Gelände im erweiterten Planungsgebiet fällt von 
Nordost nach Südwest um ca. 4 m ab. Die Ecke Martin 
Buber-/Landgraf-Georg-Straße liegt 4 m höher als die 
Lindenhofstraße südlich des Zentralbades. Die Ecke 
Lindenhof-/Teichhausstraße liegt bereits 2 m tiefer als 
die Ecke Martin Buber-/Landgraf-Georg-Straße.
Rahmenvorgaben im engeren Planungsgebiet

6
Rahmenvorgaben
Zu Freiflächen und Grün
Darmstadt zählt zur bioklimatischen Belastungszone. 
Dem Beitrag, den der Grünzug Darmbach-Woog als Leit-
bahn für Kaltluft- und Frischluftströme leistet, kommt 
schon daher eine wichtige positive Wirkung auf das 
Stadtklima zu.
Bereits heute stellt die Rudolf-Müller-Anlage einen 
wesentlichen Teil des Grünzugs in Verbindung mit dem 
Darmbachlauf von der Lichtwiese über den Botanischen 
Garten und den Woog zur Innenstadt dar. Dieser 
Grünzug ist gut geeignet, das Stadtzentrum mit den 
vielfältigen Erholungsbereichen im Osten der Stadt zu 
verbinden. Ziel des Landschaftsplans Darmstadt ist 
die Herstellung eines kontinuierlichen Übergangs von 
der Innenstadt über die städtischen Grünanlagen zu 
den Naherholungsgebieten im Südosten der Stadt. Der 
Mercksplatz ist der Kopf des Grünzugs und zugleich 
Schnittstelle zwischen der Grünverbindung aus der 
Innenstadt und den mehr landschaftlich geprägten 
Grünanlagen im Osten.
Bei der Planung zu berücksichtigen waren die fußläu-
figen Wegebeziehungen vom Grünzug Darmbach-Woog 
durch die Lindenhofstraße und die Altstadtanlage. Der 
Grünzug geht hier in eine städtische Promenade über 
und ist gestalterisch zu verbessern.
Der Darmbach soll im Planungsgebiet künftig als 
offenes Gewässer verlaufen. Er ist derzeit ab der Kin-
dertagesstätte in der Rudolf-Müller-Anlage verrohrt. 
Ziel der Darmbachplanung ist die weitgehend offene 
Führung des Gewässers ebenso wie die Verbesserung 
der Gestaltqualitäten für die angrenzenden Grün- und 
Freiflächen.
Der durchschnittliche Wasserspiegel des Darmbachs 
im Planungsgebiet wird künftig etwa 1,70 m unter dem 
Niveau der Lindenhofstraße und ca. 0,90 m unter dem 
Geländeniveau des östlichen Mercksplatzes liegen.
Die Baumpflanzungen am Rand des östlichen Mercks-
platzes waren in die Planungen einzubeziehen.
Grünflächen und Grünverbindungen

7
Zur verkehrlichen Erschließung
Die bestehende Wegeverbindung in der Rudolf-Mül-
ler-Anlage parallel zur Landgraf-Georg-Straße ist als 
Hauptroute für den Radverkehr („Uni-Rennstrecke“) für 
2-Richtungsverkehr auszubauen. Hierfür und für den 
ebenfalls zu erhaltenden Fußweg und die Baumreihe ist 
ab dem Fahrbahnrand der Landgraf-Georg-Straße ein 
mindestens 6,50 m breiter Streifen von anderen Nut-
zungen oder Bebauung frei zu halten.
Die Wegeverbindung von der Rudolf-Müller-Anlage zur 
Lindenhofstraße ist als Hauptroute für den Fußverkehr 
zur City zu erhalten und aufzuwerten. Die Straßenüber-
gänge für den Rad- und Fußverkehr an der Kreuzung 
Teichhaus-/Landgraf-Georg-Straße sind aufzuwerten.
Zufahrten auf den östlichen Mercksplatz sind sowohl 
von der Teichhausstrasse als auch von der Landgraf-
Georg-Straße aus möglich. Es kann allerdings nur rechts 
herein und rechts heraus gefahren werden. An der 
Teichhausstraße ist bis auf ca. 40 m nördlich der Ecke 
Lindenhofstraße noch ein Wechsel auf die Linksabbiege-
spur möglich.
Rahmenvorgaben
Verkehrsflächen am Mercksplatz
Parken auf dem östlichen Mercksplatz
Kreuzung Landgraf-Georg-/Pützer-/Teichhausstraße
Auf dem östlichen Mercksplatz soll neben etwa 20 Stell-
plätzen für Anwohner nur der erforderliche ruhende Ver-
kehr für die Platznutzung selbst untergebracht werden.

8
Konzept der Werkstatt
Um die Bandbreite der grundsätzlich möglichen Alter-
nativen für die städtebauliche Entwicklung auf dem 
Mercksplatz abzudecken, wurden die mitwirkenden Pla-
ner in 3 Arbeitsgruppen aufgeteilt. Diesen Arbeitsgrup-
pen wurden neben den vorgenannten Rahmenvorgaben 
folgende gruppenspezifische Zielsetzungen zugeordnet:
Gruppe A 
eine möglichst dichte aber noch stadtverträgliche Be-
bauung
Gruppe B 
eine ausgewogene Verknüpfung von Bebauung und 
Grünfläche. 
Gruppe C 
eine optimale Ausgestaltung als Grünfläche ohne Bebau-
ung 
Die Arbeitsergebnisse der Gruppen wurden im Plenum 
erörtert.
Damit die Politik möglichst früh in die Entscheidungsfin-
dung eingebunden werden konnte, waren Vertreter der 
Stadtverordnetenfraktionen eingeladen an den Vorträ-
gen zu den Rahmenvorgaben, der anschließenden Erör-
terung sowie an der Vorstellung der Arbeitsergebnisse 
und der Abschlußdiskussion teilzunehmen.
Da der Mercksplatz traditionell für das Heinerfest ge-
nutzt wird, waren auch Vertreter des Heimatvereins und 
des Schaustellerverbandes hierzu eingeladen.
In den Arbeitsgruppen wirkten mit:
Arbeitsgruppe A „Dichtere Bebauung“
Veit Woernle und Bence Zobor, Büro Hegger, Hegger und 
Schleiff; Dr. Harald Kissel und Christoph Beck, Stadtpla-
nungsamt; Ingrid Pilz, Grünflächen- und Umweltamt
Arbeitsgruppe B „Moderate Bebauung“
Ernst-Friedrich Krieger, Freier Architekt; Iwona Menzel 
und Winfried Rohloff, Stadtplanungsamt; Andreas Neu-
hausen, Grünflächen- und Umweltamt
Arbeitsgruppe C „Grünzug“
Ulrike Dörflinger, Büro Eckebrecht; Herbert Elfers, Büro 
Planquadrat; Doris Fath, Grünflächen- und Umweltamt; 
Dieter von Mackensen, Stadtplanungsamt
Verkehrsplanerische Beratung für alle Arbeitsgruppen
Norbert Stoll, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
  
Beim Abstecken der Rahmenvorgaben und an der Ab-
schlußdiskussion nahmen teil
Dieter Wenzel, Stadtrat und Klaus Feuchtinger, Stadtrat;  
Vertreter der Stadtverordnetenfraktionen sowie Vertreter 
des Heimatvereins und des Schaustellerverbandes
Vorbereitung und Durchführungsbetreuung 
Almuth Skoupil und Nicole Braunwarth, 
Büro Stadtplan Skoupil
Altstadtanlage Ende des Grünzugs im Westen

9
Begrüßung und allgemeine Vorstellungsrunde
Vorträge
Ziele und Programm der Werkstatt
Stadtbau- und Planungsgeschichte des Mercksplatzes
 
Verkehrliche Erschließung des Mercksplatzes  
Freiraumplanerische Rahmenbedingungen
 
Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen für die 
städtebauliche Entwicklung
  
Diskussion und Zusammenfassung
Arbeit in Kleingruppen
Einarbeitung und erste Konzeptideen
Mittagspause
Rückfragen und Weichenstellungen 
Beantwortung von Fragen aus den Arbeitsgruppen,
Weichenstellungen bezüglich der Vorgaben und Zielset-
zungen durch die Werkstattteilnehmer
Arbeit in Kleingruppen 
Modifizierung der Konzeptideen und Ausarbeitung
Vorstellung der alternativen Ideenkonzepte 
Erläuterungen der Arbeitsgruppen
Abschlussdiskussion 
Empfehlungen zum weiteren Verfahren
Ende der Werkstatt
Ablauf der Werkstatt
Dieter Wenzel und 
Klaus Feuchtinger
Dr. H. Kissel
Ch. Beck
N. Stoll
D. Fath
A. Skoupil
9.00 Uhr
9.15 Uhr
10.15 Uhr
10.30 Uhr
11.00 Uhr
12.30 Uhr
13.15 Uhr
14.00 Uhr
16.30 Uhr
17.00 Uhr
18.00 Uhr
Rudolf-Mueller-Anlage Darmbachaue in der Rudolf-Mueller-Anlage

10
Arbeitsergebnisse der Gruppe A „Dichtere Bebauung“ 
Christoph Beck, Dr. Harald Kissel, In-
grid Pilz, Veit Woernle, Bence Zobor 
In dieser Gruppe wurden im Hinblick auf die Stadtver-
träglichkeit die Grenzen einer dichten Bebauung unter-
sucht. Dazu wurden verschiedene Bebauungsvarianten 
entworfen, von denen zwei Lösungen näher untersucht 
wurden: 
1. zwei Punkthäuser an der östlichen Platzseite
2. zwei ost-west-gerichtete Riegel
Von der Arbeitsgruppe wird die Lösung mit parallelen 
Riegeln bevorzugt, da sie sich logisch in die vorhandene 
Baustruktur mit Zeilenbauten in dem südlich anschlie-
ßenden Wohngebiet einfügt.
Trotz einer höheren Bebauungsdichte wurde die ober-
ste Priorität in der Aufrechterhaltung einer Sicht- und 
Wegeverbindung zwischen der Rudolf-Müller-Anlage und 
dem Mercksplatz gesehen. 
Daher bilden die parallelen Gebäuderiegel einen kleinen 
Platz, der als Bindeglied vom Grünzug im Osten sowohl 
zur Lindenhof- als auch zur Landgraf-Georg-Straße 
gesehen wird. Der Platz zwischen den beiden Gebäuden 
Alternative: drei Solitärgebäude
Alternative: Raumkanten durch U-GebäudeRahmenbedingungen
Alternative: Portal östlich des Platzes
vermittelt durch verschiedene Niveaus zwischen den 
Höhendifferenzen der Rudolf-Müller-Anlage gegenüber 
der heutigen Platzfläche. Der Darmbach könnte inmit-
ten des Platzes eine besondere Inszenierung erfahren.
Der ruhiger gelegene, südliche Riegel könnte als Ergän-
zung des südlich anschließenden Wohnviertels gesehen 
werden. Er könnte aber auch – wie der nördliche Riegel 
– Dienstleistungseinrichtungen aufnehmen, z. B. in 
Verbindung mit dem bereits bestehenden Ärztezentrum 
am Elisabethenstift oder eventuell in Kombination mit 
einer Wellness-Einrichtung im Jugendstilbad.

11
Vorschlag: zwei Gebäudezeilen mit öffentlichem Platz und Darmbach
Alternative : zwei Solitärgebäude
Eine Ergänzung des südlichen Riegels als zweiter Bau-
abschnitt in Richtung Osten wäre nach einem Abriss 
des Vereinsgebäudes in der Darmstraße städtebaulich 
denkbar.
Die Gebäude werden 4-geschossig mit einem Staffelge-
schoss ausgebildet. Unter dem zentralen Platz befindet 
sich eine Tiefgarage. Als Brutto-Geschoßfläche werden 
etwa 6.000 m² angegeben.
Wesentliches Merkmal des Entwurfs ist es, auch bei 
einer maximalen Bebauung auf dem östlichen Mercks-
platz Flächen für eine Grünverbindung offen zu halten. 
Die maximale Obergrenze wird also nicht in einer voll-
ständigen Überbauung des Platzes gesehen.
Zentrale Ansicht des Platzes Richtung OstenAxonometrische Darstellung der Riegelbebauung

12
Arbeitsergebnisse der Gruppe B „Moderate Bebauung“ 
Ernst-Friedrich Krieger, Iwona Menzel, 
Andreas Neuhausen, Winfried Rohloff 
Diese Arbeitsgruppe versuchte mit moderater Bebauung 
einen Kompromiss zu entwickeln. Als Standort für eine 
Bebauung empfahl sie den südlichen Platzbereich. Eine 
andere Lage der Gebäude kam wegen der Verkehrse-
missionen an der Landgraf-Georg-Straße für sie nicht in 
Frage. Ein Standort quer zur Rudolf-Müller-Anlage würde 
den Grünzug unterbrechen, der in jedem Fall bis zum 
Jugendstilbad geführt werden sollte.
 
Weil die alten Raumkanten des Mercksplatzes aufgrund 
der unverzichtbaren Dimension der Straßenkreuzung 
nicht wiederherstellbar sind, soll die derzeitige Fassung 
der Fläche durch die Bebauung an der Lindenhofstrasse 
in ihrer Wirkung erhalten bleiben. Hier soll eine nied-
rigere Neubebauung angegliedert werden, welche die 
vorhandenen Raumkanten nicht verdeckt und Durch-
blicke auf diese erlaubt. 
Die Gruppe erarbeitete 4 Lösungen, die sie für noch 
vertretbar hielt: 
1. 
ein Solitärgebäude mit ca. 1.200 qm BGF neben dem 
Gebäude Darmstrasse 2, das langfristig ersetzt werden 
soll, 
2. 
mehrere Solitäre im Park mit einer BGF von insgesamt 
ca. 2.000 bis 2.500 qm, die eine Wasserfläche verbin-
det, 
3. 
ein Riegel parallel zur Lindenhofstrasse und
4. 
eine Kammbebauung mit nord-süd-ausgerichteten Rie-
geln und einem erdgeschossigen Verbindungsbau, eben-
falls vorstellbar in Verbindung mit einer Wasserfläche
Bei allen Lösungen sind maximal 3 Vollgeschosse mit 
Flachdächern vorgesehen. Unter den Gebäuden soll 
jeweils eine Tiefgarage entstehen.
Alternative 4: Kammbebauung
Alternative 2: mehrere Solitärgebäude
Alternative 3: Riegelbebauung
Alternative 1: ein Solitärgebäude

13
Der Darmbach soll entlang der Lindenhofstraße in 
Richtung Finanzamt bzw. City offen geführt und von 
einer Baumreihe begleitet werden. In Richtung Rudolf-
Müller-Anlage soll parallel zum Bach ein Fußweg geführt 
werden. Eventuell könnte ein neues Lichtkonzept der 
Stadt hier integriert werden, das die Wegeführung ver-
deutlicht.
 
Ziel der Gruppe war eine Dominanz des Grünzugs und 
die Unterordnung der Bebauung. Diese Wirkung könnte 
am ehesten mit Solitärgebäuden erreicht werden.
Alternative 1: ein Solitärgebäude
Alternative 4: Kammbebauung
Alternative 2: mehrere Solitärgebäude
Alternative 3: Riegelbebauung

14
Arbeitsergebnisse der Gruppe C „Grünzug“
Auf dem östlichen Mercksplatz sollen die Stellplätze 
vollständig entfallen. Der derzeitige Parkplatz auf dem 
westlichen Mercksplatz soll zugunsten einer neu zu ge-
staltenden Grünanlage aufgegeben werden, was jedoch 
Vorfahrten für z.B. Taxis nicht ausschließt.
 
So wird das dann wiederhergestellte Jugendstilbad an-
gemessen in Szene gesetzt. Es kann als Abschluss des 
Grünzuges auch von weitem sichtbar werden.
Der Korken sitzt viel zu tief in der Flasche
So sitzt der Korken richtig
Ulrike Dörflinger, Herbert Elfers, Doris 
Fath, Dieter von Mackensen
Die Zielsetzung der Gruppe war, den Grünzug zu erhal-
ten, seine Qualitäten zu  stärken und dem Jugendstilbad 
als markantem Punkt des Stadteingangs ein angemes-
senes Umfeld zu schaffen.
 
Der Vorschlag sieht vor, den Grünzug mit integriertem 
Darmbach konsequent von der Lichtwiese bis in die 
Stadt hinein zu führen und entsprechend zu gestalten. 
Auf Stellplätze soll vollständig verzichtet werden. Das 
Gebäude Darmstraße 2 sollte langfristig möglichst 
entfernt werden. Den Endpunkt des Grünzugs bildet das 
Zentralbad mit einer davor liegenden Grünanlage. Die 
Stärkung dieser für Darmstadt typischen und einzig-
artigen Situation am Stadteingang von Osten wird als 
einzig richtige Lösung für die Stadt gesehen.
Mit dem Bild eines Korkens in der (Grünzug) - Flasche 
veranschaulicht die Arbeitsgruppe das Problem einer 
Bebauung auf dem östlichen Mercksplatz.

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Um den wirtschaftlich begründeten Bebauungsdruck 
vom östlichen Mercksplatz zu nehmen schlug die Grup-
pe als Ersatzbaugelände den Bereich der heutigen Grün- 
und Spielflächen mit der Skateranlage zwischen Linden-
hof- und Mühlstraße östlich der Stadtmauer vor. Das 
Gebiet war als Teil der Altstadt bis zum Krieg nahezu 
vollständig bebaut. Die nun vorgeschlagene Bebauung 
hält einen angemessenen Abstand zur Stadtmauer.
Die Fläche weist Qualitäten auf, die der östliche Mercks-
platz nie haben wird: Sie liegt weit zentraler und dabei 
wesentlich ruhiger. Eine sehr qualitätvolle innenstadtna-
he Wohnnutzung ist möglich. Als Ergänzung sind auch 
Dienstleistungen und kulturelle Einrichtungen denkbar.
Die Skateranlage soll in den Grünzug verlagert und in 
die vorhandenen und zum Lärmschutz zu ergänzenden 
Geländemodulationen an der Landgraf-Georg-Straße 
eingefügt werden. Auch der Kinderspielplatz könnte in 
den Grünzug verlagert werden. An der Stadtmauer und 
am Woogsplatz würden jedoch Grünflächen verbleiben, 
die auch für Spielen genutzt werden könnten.
Für die auf dem westlichen Mercksplatz entfallenden 
Stellplätze sollte durch eine Erweiterung der Tiefgarage 
am Justus-Liebig-Haus um etwa 80 Stellplätze Ersatz 
geschaffen werden. Weitere Stellplätze wären durch 
eine größere Auslegung der für die neue Wohnbebauung 
notwendigen Tiefgarage zu schaffen. 
Das Ersatz-Baugelände hinter der Stadtmauer
Fortführung des Grünzugs bis zum Jugendstilbad - Ersatzbaugelände zwischen Lindenhof- und Mühlstraße
Das Gelände zwischen Lindenhof- und Mühlstraße ist 
deutlich größer als die Fläche des östlichen Mercks-
platzes. Die so möglichen Mehreinnahmen für den 
städtischen Haushalt können zur Finanzierung der 
erforderlichen Maßnahmen herangezogen werden, (z.B. 
Ausbaus des Grünzugs mit der entsprechenden Quali-
tät, Verlagerung der Skateranlage).
Das Konzept bietet die Chance, als Verbindung von 
Stadt und Natur einen großartigen Grünzug mit hohen 
Qualitäten als Naherholungsraum zu entwickeln und 
damit zugleich einen identitätsstiftenden Stadteingang 
zu schaffen.

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Das von allen Werkstattteilnehmern für das weitere Verfahren empfohlene Konzept der Arbeitsgruppe „Grünzug“
Ergebnisse der Planungswerkstatt
Gemeinsame Empfehlung der Gruppen 
Übereinstimmend kamen die Teilnehmer der Werkstatt 
zu dem Ergebnis, dass eine Bebauung des östlichen 
Mercksplatzes die städtebaulich falsche Anwort auf die 
für Darmstadt prägende Situation am Stadteingang von 
Osten ist.
Stattdessen empfehlen die Arbeitsgruppen einvernehm-
lich, auf eine Bebauung des östlichen Mercksplatzes 
gänzlich zu verzichten und alternativ eine Bebauung in 
unmittelbarer Nähe östlich der Stadtmauer zu untersu-
chen, wie es die Lösung der Arbeitsgruppe ‚Grünzug‘ 
vorschlägt. 
Das Gelände zwischen Mühlstraße und Stadtmauer 
bietet die Möglichkeit, ein attraktives Angebot mit 
hochwertigem, innenstadtnahem Wohnen zu entwickeln. 
Nach Schätzungen könnten hier in ruhiger Lage etwa 50 
Wohneinheiten entstehen. 
Der Stadt bietet sich damit zugleich die einmalige 
Chance, einen Stadteingang zu erhalten, der den be-
sonderen Qualitäten einer übergeordneten Verbindung 
zwischen Landschaft und Stadt an dieser Stelle gerecht 
wird. Eine entsprechende Gestaltung des Grünzuges 
wie auch der Vorfläche vor dem Jugendstilbad ist dafür 
zwingend erforderlich. Bereits bei der Machbarkeitsstu-
die zur Landesgartenschau war der östliche Mercksplatz 
als Grünfläche vorgesehen.
Dieses Konzept sollte im weiteren Verfahren mit einer 
Machbarkeitsstudie auf seine Realisierbarkeit hin un-
tersucht werden. Für die Neubebauung sollte dann ein 
Architektenwettbewerb ausgelobt werden.
Abschlussdiskussion 
Die von der Gruppe „Grünzug“ entwickelte und von den 
Teilnehmern der Werkstatt empfohlene Lösung wird 
nach eingehender Erörterung der Arbeitsergebnisse von 
den Vertretern aus der Politik wie auch von Verbänden 
und Vereinen einhellig begrüßt.
Insbesondere wird hervorgehoben, dass mit dieser 
Lösung endlich die Chance gegeben sei, den seit Jahr-
zehnten bestehenden Traum eines Grünzuges bis in die 
Stadt hinein zu verwirklichen. Eine Leitidee der Stadt-
entwicklung könne so endlich umgesetzt werden.
Lediglich die Frage der vorgeschlagenen Unterbringung 
von Stellplätzen für das Jugendstilbad wird z.T. kritisch 
hinterfragt. Diese Frage muss im Rahmen der vorge-
schlagenen Machbarkeitsstudie geprüft werden.
Es besteht Übereinstimmung, dass eine gute Gestaltung 
des neu entstehenden Grünzuges wie auch der Wohnbe-
bauung notwendig ist.
Das von den Arbeitsgruppen vorgeschlagene Verfahren 
zum weiteren Vorgehen wird von den Teilnehmern der 
Abschlussdiskussion unterstützt.

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Das Ersatz-Baugelände zwischen Lindenhof- und Mühlstraße östlich der Stadtmauer, Luftbild heute
Das Ersatz-Baugelände zwischen Lindenhof- und Mühlstraße östlich der Stadtmauer, Stadtkarte von 1916

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Werkstattimpressionen

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Teilnehmer der Werkstatt
Klaus Feuchtinger Dezernat III, Stadtrat
Dieter Wenzel  Dezernat VI, Stadtrat
Ulrike Dörflinger  Büro Eckebrecht
Herbert Elfers  Büro Planquadrat
Ernst-Friedrich Krieger Freier Architekt
Veit Woernle  Büro Hegger, Hegger u. Schleiff
Bence Zobor  Büro Hegger, Hegger u. Schleiff
Doris Fath  Grünflächen- u. Umweltamt
Andreas Neuhausen Grünflächen- u. Umweltamt
Ingrid Pilz  Grünflächen- u. Umweltamt
Ralf-Peter Dornbach Liegenschaftsamt
Thomas Rädge  Liegenschaftsamt
Christoph Beck  Stadtplanungsamt
Dr. Harald Kissel  Stadtplanungsamt
Dieter von Mackensen Stadtplanungsamt
Iwona Menzel  Stadtplanungsamt
Winfried Rohloff  Stadtplanungsamt
Norbert Stoll  Straßenverkehrs- u. Tiefbauamt
Leif Blum  Stadtverordneter, FDP
Jörg Dillmann  Stadtverordneter, Uffbasse
Georg Hang  Stadtverordneter, UWIGA
Irmgard Klaff-Isselmann ehrenamtliche Stadträtin, CDU
Helmut Klett  Stadtverordneter, UWIGA
Katrin Kosub  Stadtverordnete, SPD
Herbert Fleck  Heimatverein e.V .
Harry Korn  Heimatverein e.V .
K.-H. Salm  Heimatverein e.V .
Heinrich Hausmann Schaustellerverband
Almuth Skoupil  Büro Stadtplan Skoupil 
Nicole Braunwarth Büro Stadtplan Skoupil
  
Magistrat
Planungsbüros
Stadtverwaltung
Fraktionen
Vereine und Verbände
Vorbereitung und Moderation

Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Technisches Stadthaus I Bessunger Strasse 125, Block D
64295 Darmstadt
Telefon  06151-13 2092, Fax: 06151-13 2088
E-Mail   stadtplanungsamt@darmstadt.de
Internet  http://stadtplanung.darmstadt.de
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  • Teichhausstraße
  • Mühlstraße
  • Woogsplatz
  • Marktplatz
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Details

Vorlagen-Nr.
2007/0292
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.05.2007
Erstellt
29.09.2026 00:00