Mandari Insight

AN/0785/2026

Anfrage zur Versorgungssituation im Konsummuster Chemsex und zu sexualisiertem Substanzkonsum in Köln und der Region

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 06.05.2026

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Anfrage zur Versorgungssituation im Konsummuster Chemsex und zu sexualisiertem Substanzkonsum in Köln und der Region

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Anlage 1 Auswertung der EMIS Studie durch Sander und Schmidt

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Anfrage zur Versorgungssituation im Konsummuster Chemsex und zu sexualisiertem Substanzkonsum in Köln und der Region

3512 Zeichen

Seite 1 / 2 
Aidshilfe Köln e.V. 
Pipinstraße 7, 50667 Köln 
Kreissparkasse Köln 
IBAN: DE73 3705 0299 0000 0618 58 
BIC: COKSDE33XXX 
Steuernummer: 214/5850/0123 
Finanzamt:  Köln-Altstadt 
USt-IdNr.: DE173431432 
Gemeinnütziger Verein 
Amtsgericht Köln, Vereinsregister 9177 
Vorstand: 
Lennert Böhm 
Kelly Cavalcanti 
Matthias Eiting 
Jacob Hösl 
Prof. Dr. Jürgen Rockstroh 
www.aidshilfe-koeln.de 
 
AHK – Pipinstraße 7 – 50667 Köln 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anfrage zur Versorgungssituation im Konsummuster Chemsex und zu 
sexualisiertem Substanzkonsum in Köln und der Region  
6. Mai 2026 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,  
die hier vorliegende Anfrage hat einen Schwerpunkt in den Communities von Männern, die 
Sex mit Männern haben (MSM) und bezieht sich inhaltlich auf den Europäischen MSM 
Internet Survey (EMIS www.emis-project.eu) und der in der Anlage befindlichen Auswertung 
dieser Studie bezogen auf das Konsummuster ChemSex von Sander und Schmidt (s. 
Anlage regionale Verbreitung von Chemsex in Deutschland).  
Sander und Schmidt kommen in ihrer Auswertung der EMIS -Studie für Köln zu der 
Hochrechnung, dass  
 
• ca. 3000 MSM in den letzten 4 Wochen konsumiert haben,  
• ca. 900 MSM i.V. konsumiert haben  
• ca. 1400 MSM ihren eigenen Konsum als problematisch einordnen  
 
In der gleichen Studie wird darauf hingewiesen, dass NRW zu dem Bundesland mit den 
höchsten ChemSex Konsumenten im Bundesvergleich gehört. Für Köln ist dies relevant, da 
durch einen etablierten Partytourismus aus umliegenden Regionen und Nachbarländern 
weitere ungezählte Konsumvorgänge in Köln stattfinden, die in der o.g. Hochrechnung noch 
nicht berücksichtigt sind.  
In diesem Zusammenhang erleben nicht nur in Köln lebende MSM Drogennotfälle und 
Grenzüberschreitungen im Konsummuster ChemSex und suchen in Köln 
Unterstützungsangebote.  
 
In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung der folgenden Anfrage:  
 
1. Wie gewährleistet die Stadt Köln ab 2027 Prävention, Information, 
Beratung, Begleitung und Versorgung, für MSM/queere Menschen in 
den Themen sexualisierter Substanzkonsum und ChemSex? 
2. Sieht das Gesundheitsamt eine Notwendigkeit in der Beratung und 
Versorgung der Zielgruppe und in welchem Fachbereich wird das 
Konsummuster ChemSex innerhalb des Gesundheitsamtes verortet? 
3. Liegen dem Gesundheitsamt aktuelle Erkenntnisse zu Demografie, 
Konsummustern, Gesundheitsaspekten der Zielgruppen und 
ChemSex - Drogennotfällen in der Szene und im Stadtgebiet vor?  
4. Die bisherigen Bemühungen der Aidshilfe Köln, kommunal 
geförderte Suchtberatungsstelle für den Bereich ChemSex zu 
Kontakt: 
Oliver Schubert 
Telefon: 0221 / 20203-79 
schubert@aidshilfe-koeln.de 
 
 Oberbürgermeister Torsten Burmester 
Vorsitzender der Stadt AG Queerpolitik  
Geschäftsstelle der Stadt AG Queerpolitik  
Der Stadt Köln – Amt für Integration und Vielfalt

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www.aidshilfe-koeln.de 
werden, sind bislang ins Leere gelaufen. Wie bewertet die Stadt Köln 
die Verteilung der Suchtberatungsangebote auf die 
unterschiedlichen Konsummuster und sind alle Konsummuster 
bedarfsgerecht in der Versorgung abgedeckt? 
5. Wie sieht der langfristige Plan aus, bedarfs- und zielgruppengerechte 
Angebote in der regionalen Suchthilfe zum Thema ChemSex 
vorzuhalten? 
 
 
Wir bitten darum, die Beantwortung der Anfrage auch den Mitgliedern des Ausschusses für 
Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren zur Kenntnis vorzulegen.  
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
Oliver Schubert 
Geschäftsführer

Anlage 1 Auswertung der EMIS Studie durch Sander und Schmidt

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Dirk Sander & Axel J. Schmidt                11. Dezember 2025 
Zur regionalen Verbreitung von Chemsex in Deutschland 
[Suggested citation: Sander D, Schmidt AJ (2025). Zur regionalen Verbreitung von Chemsex in Deutschland (EMIS -2024). Deutsche Aidshilfe, Berlin] 
Zusammenfassung: 
„Chemsex“, der Einsatz bewusstseinsverändernder stimulierender Substanzen zur Verbesserung 
und Verlängerung sexueller Geselligkeitsformen, ist in den letzten Jahren zu einem bedeutsamen 
Gesundheitsthema geworden. In den Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe werden spezifische 
Hilfsangebote umgesetzt, Schulungen und Trainings für Beratung, Begleitung und Selbsthilfe 
durchgeführt. 
Für die Planung und Umsetzung von Gesundheitsangeboten ist es relevant zu wissen, wie viele 
Menschen von gesundheitlichen Einschränkungen im Zusammenhang mit ihrem Substanzkonsum 
in sexuellen Settings betroffen sind. Diese Informationen bestimmen, welche Ressourcen auf den 
verschiedenen Ebenen — Prävention, Beratung, Selbsthilfe, therapeutische Angebote — eingesetzt 
werden müssen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden bzw. zu verringern. 
Deshalb stellen wir in dieser Auswertung anhand der Daten der aktuellen EMIS -Studie und 
Bevölkerungsschätzungen die Verbreitung des „ Chemsex“-Verhaltens in der Bundesrepublik 
Deutschland differenzierend nach Bundesländern und einigen größeren Städten dar. 
Anhand unserer Berechnungen kann festgehalten werden, dass der Abgleich zwischen schon 
bestehenden Angeboten und möglichen Bedarfen eher auf eine starke Unterversorgung hinweist. 
Vorhandende Angebote sollten ausgebaut  und neue Ansätze entwickelt werden. Diese müssen 
geeignet sein, vorhandene Stigmatisierungspotentiale hinsichtlich (Homo -)Sexualität und 
Substanzkonsum abzubauen, um Betroffenen einen Zugang zu den Angeboten zu erleichtern.  
1. Einleitung 
Für die Planung und Umsetzung von Gesundheitsangeboten ist die Kenntnis der 
bevölkerungsbezogenen Verbreitung von Gesundheitsrisiken wesentlich. Davon hängt ab, welche 
Mittel für die Entwicklung und Umsetzung zielführender gesundheitlicher Unterstützungs –
programme auf allen Ebenen — Prävention, Beratung, Selbsthilfe, therapeutische Ansätze — 
eingesetzt werden müssen, um mögliche gesundheitliche Schäden zu mindern  (vgl. 
Gooden/Whitlock 2025). 
Aktuell weist der Bundesdrogenbeauftragte der Bundesregierung in einer Pressemitteilung 
daraufhin, dass es sich beim Drogenkonsum um eine „quasi pandemische Dynamik“ handele. Er 
beobachte „einzelne Ausbrüche, neue Substanzen, schnelle Verbreitung“, aber au ch eine 
„lückenhafte Datenlage“, die nicht geeignet sei, einer Verschärfung dieser Beschleunigung 
entgegenzuwirken (Bundesministerium für Gesundheit 7.7.2025). 
„Chemsex“, der Einsatz bewusstseinsverändernder stimulierender Substanzen zur Verbesserung , 
Verlängerung und Intensivierung sexueller Geselligkeitsformen , wurde während der 
Jahrtausendwende als ein Phänomen der zeitgenössischen schwulen Subkultur beschrieben. Es 
handele sich vor allem um den Konsum der Substanzen Mephedron, GHB/GBL und Crystal 
Methamphetamin im Zusammenhang mit schwulem Sex (Schmidt et al. 2016.).

„Chemsex“ (auch „PnP“/= Party and Play ; „Chill“) ist in den letzten Jahren zu einem bedeutsamen 
Gesundheitsthema geworden. Trotz des hohen Stigmatisierungspotentials und des dadurch 
negativ beeinflussten Hilfesuchverhalten , berichten unsere Mitgliedsorganisationen über einen 
stetigen Zuwachs an Hilfesuchenden. Dem kann mit den bisher vorhandenen Mitteln kaum 
begegnet werden. Zielführende Angebote der Beratung, Begleitung, Selbsthilfe und Therapie 
konnten in der letzten Deka de zwar entwickelt und ausgebaut werden (Deimel et al.  2025), sie 
entsprechen aber längst nicht den berichteten Bedarfen. Fest steht, dass auch Chemsex längst 
kein Randthema mehr ist. Es berührt mehrere Bereiche der öffentlichen Gesundheit.  
Zur (regionalen) Verbreitung von „Chemsex“ liegen bisher nur wenige Daten vor. Auch im 
internationalen Diskurs wird darauf verwiesen, dass es kaum belastbare Daten zur Verbreitung 
von Chemsex in der Population gäbe. In Studien wurden Anteile zwischen 1  % und 80 % des 
Chemsex-Verhaltens gezeigt. Die Spannbreiten hängen von der Definition dessen ab, was 
„Chemsex“ ausmacht, von Unterschieden bei der Gewinnung von Teilnehmenden für Studien und 
der Zielgruppenansprache. Klinische Proben und ebenso Erhebungen, die z.B. in sexuellen 
Begegnungsorten wie Saunen aber auch HIV -Testeinrichtungen genommen wurden, zeigen 
höhere Anteile auf als allgemeine Stichproben aus der Bevölkerung (Demant et al. 2025). 
Wir wollen deshalb hier mit den Daten der größten aktuellen Befragung von schwulen, bisexuellen, 
und anderen MSM (cis und trans) in Deutschland und Populationsschätzungen eine Vorstellung 
vom Ausmaß des Chemsex -Phänomens herleiten : Wie verbreitet ist der Konsum psychotroper 
Stimulantien im sexuellen Kontext von MSM? Es werden regionale Ausprägungen dargestellt, die 
stark von errechneten Mittelwerten abweichen . Die Schätzwerte ermöglichen eine belastbare 
Vorstellung von aktuellen und zukünftigen Hilfs - und Unterstützungsbedarfen für Chemsex -
praktizierende MSM. 
2. Datengrundlage 
Die Europäische MSM -Internet-Befragung (EMIS -2024) ist eine der weltweit größten Studien zu 
Gesundheitsfragen für sexuelle Minderheiten mit erhöhtem HIV-Risiko (insbesondere Männer, die 
Sex mit Männern haben). Sie wurde mit und für unsere Communitys in 50 europäischen Ländern 
durchgeführt. Der Online -Fragebogen war im ersten Halbjahr 2024 in 35 Sprachen verfügbar. 
Europaweit nahmen 50.330 Personen an der Studie teil, darunter 2.658 trans und nicht -binäre 
Personen. Das deutsche Sample, auf das sich folgende Berechnungen beziehen, besteht aus 
10.592 Befragten (Aphami et al. 2026). 
Um das Ausmaß unterschiedlicher Phänomene nach Regionen zu erfassen, wurde im Fragebogen 
nach den ersten zwei Stellen der Postleitzahl des Wohnortes gefragt. Daraus können mit einer 
gewissen Unschärfe Bundesländer und Städte abgegrenzt werden. Auf diesem H intergrund sind 
die Zuordnungen in der untenstehenden Tabelle zu verstehen. 
In einem weiteren Schritt haben wir Schätzwerte des Anteils von MSM in der Bevölkerung 
herangezogen (Schmidt & Altpeter 2019). Diese haben wir in Beziehung zu den prozentualen 
Angaben in der EMIS -2024-Studie gesetzt. Auf diese Weise können wir zumindest fü r größere 
Städte bzw. Bundesländer die Anzahl derjenigen Konsumierenden abschätzen, die aktuell oder in 
Zukunft Hilfsangebote in Anspruch nehmen oder nehmen werden. 
3. Zur Auswahl einzelner Fragen 
„Suchtartige Verhaltensweisen“ werden definiert durch das Vorliegen einer Anzahl von 
Symptomen, die in einem bestimmten Zeitraum erfüllt sein müssen. Diese beziehen sich auf eine 
beeinträchtigte Steuerung des Konsums (Menge ; Drang, die Substanz zu konsumieren), die 
Priorisierung des Konsums in der individuellen Lebenswelt , sowie schädliche körperliche 
Auswirkungen (Bischof 2024: 20f).

Ausgehend davon betrachten wir zunächst das „Praktizieren von Chemsex  in den letzten vier 
Wochen“. Wir wollen damit berücksichtigen, dass nicht jeder Konsum einer für „Chemsex“ 
relevanten Substanz (z.B. „im letzten Jahr“; „in den letzten 5 Jahren“) schädlich sein muss. Wir gehen 
davon aus, dass der „Konsum in den letzten 4 Wochen“ am ehesten jene Personen abbildet, die 
regelmäßig konsumieren und somit eher zu jener Teilgruppe gehören, die ihren Konsum 
möglicherweise nicht mehr vollständig steuern können, oder bereits ein Muster der „Priorisierung 
des Konsums“ zeigen.  
Ein weiterer Aspekt, der „injizierende Konsum“, soll diejenigen abzubilden, die eine für den Körper 
besonders schädliche Konsumform praktizieren. Der dritte Aspekt, „Ich mache mir Sorgen über 
meinen Konsum“, bezieht sich auf Personen, die in ihrer Selbsteinschätzung bereits ein schädliches 
oder fortgeschrittenes Konsummuster erkennen  lassen, welches sich sowohl auf ihr psychisches 
und körperliches Wohlbefinden sowie auf ihre soziale Lebenssituation auswirk t. 
4. Ergebnisse 
Im ersten Community -Report der EMIS -2024-Studie (The EMIS Network 2025 ) wurde bereits 
dargelegt, dass in Deutschland im Durchschnitt ca. 5 % der Befragten angeben, in den letzten vier 
Wochen Chemsex-Erfahrungen gemacht zu haben. Die Berechnung bezog sich auf die Frage, wann 
die Teilnehmenden „das letzte Mal stimulierende Substanzen konsumiert (hätten), um längeren 
oder intensiveren Sex zu haben." Als stimul ierende Substanzen wurden Ecstasy/MDMA, Kokain, 
Amphetamine (Speed), Methamphetamin (Crystal, Meth, Tina, Pervitin), Mephedron, Ketamin und 
Alpha-PHP aufgeführt.  
Die folgende Tabelle zeigt, dass einzelne Bundesländer oder Städte von diesem Wert deutlich 
abweichen. Um methodische Grenzen festzuhalten, sind in der linken Spalte (N EMIS-2024) 
zusätzlich die Anzahl der jeweiligen Studienteilnehmenden pro Region oder Stadt angegeben.  
Diese Information ist wichtig, da die Größe der jeweiligen Teilstichprobe die Aussagekraft und 
Datenqualität der folgend dargestellten Schätzwerte mitbestimmt.  
Aufgrund der verwendeten Methodik sind die Ergebnisse als grobe Schätzwerte zu verstehen, die 
vor allem die populationsbezogene Größenordnung verdeutlichen.  
Am Beispiel der Stadt Köln lassen sich die in der Tabelle dargestellten Werte wie folgt 
interpretieren: Aus Köln haben 551 Personen an der EMIS-2024-Studie teilgenommen. Auf 
Grundlage populationsbezogener Daten schätzen wir, dass in Köln ca. 26.000 MSM wohnhaft 
sind. Unter Berücksichtigung der prozentualen Angaben in der Studie bedeutet dies,  dass rund 
3.000 MSM, die in Köln leben, in den letzten 4 Wochen vor der Befragung Chemsex praktizierten, 
dass ca. 900 MSM aus Köln Substanzen injiziert haben, und dass ca. 1.400 MSM ihren eigenen 
Substanzkonsum als problematisch einordnen. 
Diskussion 
Unsere Daten zeigen, dass es einen hohen Bedarf an Unterstützungs- und 
Gesundheitsförderungsangeboten auf allen Ebenen der Versorgungskette braucht. Die 
geschätzten Werte in der Tabelle oben sind allerdings nicht gleichzusetzen mit einer akuten 
Hilfesuchaktivität. Verschieden Studien zeigen, dass das Hilfesuchverhalten begrenzt und durch 
unterschiedliche Faktoren bestimmt ist. In einer europäischen Studie unter HIV -positiven MSM, 
die Zentren für sexuelle Gesundheit aufsuchten (Whitlock et al., 2021), berichteten 40 % der 
Chemsex-Praktizierenden über unerwünschte psychosoziale Nebeneffekte des Chemsex (z.B. am 
Arbeitsplatz, in Freundschaften, Familie oder Partnerschaft). Demgegenüber steht jedoch eine 
Minderheit (15 %), die im vergangenen Jahr ein Hilfsangebot in Bezug auf Chemsex aufgesucht 
hatte.

Tabelle1: 
Schätzungen von Chemsex, injizierendem Drogenkonsum, Sorgen über Konsum 
Bundesland / 
weitere Städte** 
N 
EMIS-2024 
Anzahl 
MSM*  
(2024) 
Chemsex,  
letzte 4 W 
Injizierender 
Konsum 
Sorgen über 
Konsum 
Baden-Württemberg 1223 101.000 3.700 1.900 2.900 
Bayern 1435 114.000 3.500 1.700 3.300 
Brandenburg 218 19.000 700 200 600 
Hessen 834 63.000 2.500 1.100 2.500 
Mecklenburg-Vorpommern 107 15.000 100 100 700 
Niedersachsen 667 73.000 2.800 1.500 1.700 
Nordrhein-Westfalen 2336 169.000 10.200 4.600 8.100 
Rheinland-Pfalz 343 29.000 800 600 1.000 
Saarland 127 11.000 700 400 400 
Sachsen 495 42.000 1.200 700 1.900 
Sachsen-Anhalt 171 18.000 500 300 1.200 
Schleswig-Holstein 324 24.000 1.000 500 400 
Thüringen 160 16.000 200 400 300 
Berlin 1570 77.000 8.700 1.700 6.300 
Hamburg 438 28.000 2.000 600 1.500 
Bremen 89 8.000 300 100 200 
Total 10552 807.000 42.800 17.000 35.500 
Köln 551 26.000 3.000 900 1.400 
München 488 25.000 1.000 500 1.100 
Frankfurt am Main 252 13.000 700 400 700 
Düsseldorf 176 12.000 500 500 1.100 
Stuttgart 159 11.000 800 400 700 
Leipzig 144 10.000 200 100 600 
Hannover 124 10.000 300 100 100 
Dresden 118 8.000 300 100 300 
Nürnberg 95 9.000 400 200 300 
*In der Altersgruppe 15–64 Jahre. Schätzungen auf die nächste 1.000 (MSM) bzw. 100 (die folgenden drei Spalten) 
gerundet. **Zahlen für weitere Städte (unterhalb des Totals) sind in den Bundesland-Schätzungen bereits enthalten.

Angebote, die Menschen dabei unterstützen, ihren Konsum im Kontext von Sexualität zu 
verändern, Chemsex sicherer zu gestalten oder ganz darauf zu verzichten, müssen die 
Bedürfnisse der Hilfesuchenden umfassend berücksichtigen. Dazu gehören Fragen zum 
allgemeinen Wohlbefinden, zu psychosexuellen Aspekten im Hinblick auf mögliche Heraus –
forderungen von Sex ohne Substanzeinfluss und zur Förderung sozialer Netzwerke, die ein 
Zugehörigkeitsgefühl jenseits von Chemsex-Kontexten ermöglichen. Ein wirksamer Ansatz 
erkennt die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) derjenigen an, die Chemsex praktizieren, und stärkt 
vorhandene Strategien zur Reduzierung potenzieller Schäden (ausführlich in Mundy et al. 2025). 
Vor diesem Hintergrund können unsere groben Schätzwerte eine erste Orientierung dafür 
bieten, wie groß der Bedarf an entsprechenden Unterstützungs- und Gesundheitsförderungs–
angeboten tatsächlich ist. Sie tragen dazu bei, Versorgungslücken sichtbar zu machen und 
Handlungsschwerpunkte zu identifizieren, die in zukünftigen Konzepten und Interventions –
strategien berücksichtigt werden sollten. 
Literatur 
Aphami L, Bereczky T, Casalini JL, Lunchenkov N, Marcus U, Jonas KJ, Schmidt A J (2026). European Men-Who-
Have-Sex-With-Men Internet Survey (EMIS-2024): Design and Methods. Sexuality Research and Social 
Policy. 
Bischof G (2024): Begriffe, Definitionen und Substanzgebrauchsstörungen. In: Stöver H & Hößelbarth S (Hrsg.). 
Drogenpraxis, Drogenpolitik, Drogenrecht. Idstein: Fachhochschulverlag: 17–25 
Bundesministerium für Gesundheit (7.7.2025): Jetzt handeln und Drogenkrise verhindern. Pressemitteilung. 
https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/presse/detail/jetzt-handeln-und-drogenkrise-verhindern/ 
Degkwitz P (2024): Modelle zu Entstehung und Verlauf von Substanzkonsum. In: Stöver H & Hößelbarth S 
(Hrsg.): Drogenpraxis, Drogenpolitik, Drogenrecht. Idstein: Fachhochschulverlag: 62–93 
Demant D, Saliba B, Oviedo-Trespalacios O, Newton J.D.A. (2025): Chemsex: Associations with Sexual, 
Psychosocial and Social Health in Australian Gay and Bisexual Men. Substance Use and Misuse, published 
online: 05 Sep  
Deimel D, Sander D, Schecke H (2025): Chemsex – Substanzkonsum im sexuellen Kontext bei Männern, die 
Sex mit Männern haben. In: Deimel D, Schecke H, Sander D (Hrsg.): Chemsex: Ein Ratgeber für Beratung, 
Therapie und Selbsthilfe. Pabst Science Publishers, Lengerich (im Erscheinen) 
Gooden, T E, Whitlock, G (2025): Chemsex must not be overlooked in Europe´s HIV prevention strategy. The 
Lancet Regional Health - Europe, 56:101423 
Mundy E, Carter A, Nadarzynski T, Whitely C, de Visser RO, Llewellyn C D (2025). The complex social, cultural, 
psychological drivers of the „chemsex“-experience of men who have sex with men: a systematic review 
and conceptual thematic synthesis of qualitative studies. Frontiers in Public Health; 13:1422775 
Schmidt AJ & Altpeter E (2019): The Denominator problem: estimating the size of local populations of men-
who-have-sex-with-men and rates of HIV and other STIs in Switzerland. Sex Transm Infect ; 95(4):285–291 
Schmidt AJ, Bourne A, Weatherburn P, Reid D, Marcus U, Hickson F; the EMIS Network (2016). Illicit drug use 
among gay and bisexual men in 44 cities: Findings from the European MSM Internet Survey (EMIS). Int J 
Drug Policy.:4–12 
The EMIS Network (2025): EMIS-2024 — ERSTER COMMUNITY-REPORT: PSYCHISCHE GESUNDHEIT UND 
„CHEMSEX“. https://www.emis-project.eu/emis-2024-community-reports-europe/ 
Whitlock, G. G., Protopapas, K., Bernardino, J. I., Imaz, A., Curran, A., Stingone, C., Shivasankar, S., Edwards, 
S., Herbert, S., Thomas, K., Mican, R., Prieto, P., Nestor Garcia, J., Andreoni, M., Hill, S., Okhai, H., Stuart, D., 
Bourne, A., & Conway, K. (2021). Chems4EU: chemsex use and its impacts across four European 
countries in HIV-positive men who have sex with men attending HIV services. HIV Medicine, 22(10), 944-
957 
 
EMIS-2024 wurde von einem Konsortium aus drei Partnern durchgeführt: Deutsche Aidshilfe, Universität Maastricht, 
Robert-Koch-Institut. EMIS-2024 in Deutschland wurde vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert.  Wir bedanken 
uns bei allen schwulen Männern und anderen Personen, die sich an der Befragung beteiligt haben.  Mehr Informationen 
finden sich auf www.emis2024.eu.

Beratungsverlauf (1)

10.09.2026 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 2.3 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Orte (1)

  • Pipinstraße 7

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Details

Aktenzeichen
AN/0785/2026
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
06.05.2026
Erstellt
06.05.2026 15:56