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0967/2018

Bewerbung des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen für das Label "StadtGrün naturnah"

Beschlussvorlage Ausschuss 11.04.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 24.04.2018, TOP 4.7

Anlage 1 - Stadtgrün naturnah - Bewerbung

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Anlage 2 - Stadtgrün naturnah Fotos

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 - Stadtgrün naturnah - Bewerbung

7565 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen   
25.03.2018 
 
Bewerbung  
für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „Stadt Grün naturnah“ 2018 
 
 
Motivation und Ausgangslage 
 
Das Kölner Grünsystem kann in seiner Ausformung und Dimension als einzigartig in Europa bezeich- 
net werden. Auffallend ist die Kontinuität, mit der nachfolgende Generationen auf der Grundlage des 
Stadtentwicklungskonzeptes von 1923 an dieser Aufgabe weitergearbeitet haben, ohne die Grund- 
form der vernetzten Grünräume in Frage zu stellen.  
Das Grünsystem erfüllt heute eine Vielfalt an Funktionen für die wachsende Großstadt Köln. Der ge- 
samtstädtische Landschaftsplan bildet die ökologische Planungsgrundlage zum Schutz von Natur und 
Landschaft. Der Grün- und Freiflächenplan ist die Perspektive für die Entwicklung des Grünsystems 
auch in der Region Köln/Bonn.   
 
Aufgabe des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen ist es, die städtischen Grünanlagen ent- 
sprechend ihrer Funktion und Lage im Stadtgebiet zu pflegen und zu unterhalten. Aufgrund sich ver- 
ändernder gesellschaftlicher, ökologischer und klimabezogener Rahmenbedingungen, kommt den 
städtischen Grünflächen eine immer größere Bedeutung zu. Dieser Herausforderung stellt sich das 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen.  
In Hinblick auf das Ziel die biologische Vielfalt zu erhöhen hat der Rat der Stadt Köln den Rahmen 
vorgegeben. So hat die Stadt Köln im Mai 2010 die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ 
unterzeichnet und ist im Mai 2017 dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ beigetre- 
ten. Die Bewerbung für das Label „Stadt Grün naturnah“ ist die konsequente Fortführung dieser Ziel- 
vorgabe. 
 
Das städtische Grünflächenmanagement umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Grünflächenkatego- 
rien mit zum Teil sehr großen Flächenanteilen. So ist die Stadt Köln mit insgesamt 4.000 ha Waldflä- 
chen die waldreichste Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Die Bewirtschaftung des Erholungswaldes 
erfolgt auf der Grundlage einer FSC-Zertifizierung. Insgesamt 500 ha sind mittlerweile als Naturwald- 
flächen festgesetzt. 
Die öffentlichen Grünflächen umfassen insgesamt 2.800 ha. (
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-
koeln/freizeit-natur-sport/parks/ ) Das Grünflächenmanagement orientiert sich an den spezifischen Funkti- 
onen und der Lage der jeweiligen Grünflächen. So erfolgt zum Beispiel die Pflege der Rasen- und 
Wiesenflächen differenziert aufgrund der Struktur des gesamtstädtischen Grünsystems. Rasen- und 
Wiesenflächen in innerstädtischen Grünanlagen werden häufiger, solche im Äußeren Grüngürtel 
weniger häufig gemäht, oder es erfolgt eine Beweidung. Die Wiesenflächen in den stadtauswärts 
gerichteten Grünzügen (Kompensationsflächenpools) werden grundsätzlich an Schäfer zur Bewei- 
dung verpachtet, so dass auch hier nur eine sehr extensive Heumahd bzw. Nutzung erfolgt. Die Ge- 
samtfläche der Beweidung beträgt 357 ha. 
 
Bei der Neuanlage von Grünflächen steht die jeweilige Funktion der Anlage im Vordergrund. Da ein 
Großteil der neu anzulegenden Grünflächen gleichzeitig auch der Kompensation von Eingriffen in 
Natur und Landschaft dient, steht die Biotopfunktion der Grünflächen mit im Vordergrund. Festge- 
legte Standards sichern diese Funktion. Standard ist auch die Ausstattung der Grünflächen mit essba- 
ren Bäumen und Sträuchern. Grundlage bildet das vom Rat der Stadt Köln beschlossene Konzept 
„Essbare Stadt Köln“, das zurzeit mit der Stadtgesellschaft und dem Kölner Ernährungsrat fortge- 
schrieben wird.

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen   
Die Einbeziehung unterschiedlicher Akteure sowie die grundsätzliche Durchführung von Bürgerbetei- 
ligungsformaten in den Prozessen ist fester Bestandteil jeder Planung. Das jüngste Beispiel des 
Klimaparks Bilderstöckchen, belegt dies in besonderer Weise. https://www.ksta.de/koeln/nippes/erste-
baumpflanzungen-in-bilderstoeckchen-entsteht-der-erste-klimapark-in-koeln-28640954 
 
 
Aktuelle Konzepte und Projekte 
 
Aufbauend auf dem Projekt Grüngürtel Impuls für den Äußeren Grüngürtel (
http://www.stadt-
koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/projekte/gruenguertel-impuls-2012 ) hat das Amt für Landschaftspflege 
und Grünflächen ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet und dies als Grundlage für das EFRE-
Förderprogramm Grüne Infrastruktur eingereicht. Das mittlerweile bewilligte Konzept enthält unter 
dem Stichwort „Vielfalt vernetzten“ Projekte zur ökologischen Aufwertung des rechtsrheinischen 
Äußeren Grüngürtels unter Berücksichtigung sozialräumlicher Aspekte. 
Ein Teilprojekt umfasst die Anlage standortgerechter und artenreicher Blumenwiesen. Auf bisher 
häufig gemähten Rasenflächen, sollen in einer Größenordnung von 8-10 ha, durch unterschiedliche 
Entwicklung und Pflege von standortgerechten und artenreichen Blumenwiesen die ökologische Viel- 
falt gefördert und mit den umliegenden Grünflächen vernetzt werden. Ziel ist ein grünes Biotopver- 
bundnetz im urbanen Raum, das auch dazu beiträgt den Ratsbeschluss vom Januar 2018 „Bienen- 
freundliches Köln“ umzusetzen. 
 
Vor diesem Hintergrund sollen künftig auch die insgesamt 55 städtischen Friedhöfe als Biodiversi- 
tätsschwerpunkte entwickelt werden. Heute schon erfüllen die Friedhöfe neben der Erholungsfunk- 
tion bedeutende Funktionen in Hinblick auf den Artenschutz in der Stadt. Die ökologische Aufwer- 
tung von Flächen, die nicht für Bestattungen erforderlich sind, unterstützt die Bedeutung der Fried- 
höfe für eine naturnahe Grünpflege. 
 
In enger Zusammenarbeit mit der biologischen Station Leverkusen-Köln und der Kölner Grün Stiftung 
(
http://www.koelner-gruen.de/ ) wird unter dem Titel „Stadt Natur Park“ ein Konzept für eine naturnahe 
Aufwertung für zwei bestehende größere Grünanlagen im Stadtbezirk Ehrenfeld erarbeitet. Ziel ist 
die Erhöhung der strukturellen Vielfalt der Anlagen unter Berücksichtigung der jeweiligen Nutzungs- 
anforderungen. Im Vordergrund stehen auch der Schutz und die Schaffung neuer Lebensräume für 
Wildbienen im Rahmen des Konzeptes „Wildbienenschutz aktiv - ganz Köln macht mit“. 
(http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/wildbienenschutz-aktiv-ganz-koeln-macht-mit ) 
 
 
Unterstützer 
 
Die Kölner Grün Stiftung ist als langjähriger Partner des Amtes für Landschaftspflege und Grünflä- 
chen ein Garant für eine nachhaltige und durch die Stadtgesellschaft getragene Grünentwicklung. Die 
biologische Station Leverkusen-Köln sowie der NABU Stadtverband Köln sind aktiver Partner bei der 
ökologischen Aufwertung von Grünflächen. Mit dem Pilotprojekt „Stadtwiesen statt Rasen“ wurden 
in enger Zusammenarbeit und unter der Federführung des NABU Stadtverbands Köln an der Inneren 
Kanalstraße Ecke Aachener Straße und im Bürgerpark Nord gezielt standortgerechte und artenreiche 
Blumenwiesen angelegt. Die Entwicklung dieser Wiesenflächen wird vom NABU begleitet. 
(
https://nabu-koeln.jimdo.com/projekte-1/wiesenprojekt/ ) 
Mit den drei Umweltbildungseinrichtungen „grüne Schule Flora“, „Finkens Garten“ und „Waldschule 
Köln“ betreibt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen aktive Umweltbildung. Vielfältige Ver- 
anstaltungen und Bürgerbeteiligungsformate gewährleisten die Einbeziehung der Stadtgesellschaft. 
Das Patenschaftskonzept ist die Grundlage für eine aktive Mitwirkung und -gestaltung durch die Köl- 
ner Bürgerinnen und Bürger. 
(http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/patenschaften-fuer-baeume-und-gruenflaechen)

Anlage 2 - Stadtgrün naturnah Fotos

1751 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen   
25.03.2018 
 
Bewerbung  
für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „Stadt Grün naturnah“ 2018 
 
Fotodokumentation 
 
 
Äußerer Grüngürtel 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Äußere Grüngürtel umspannt das Stadtgebiet auf einer Länge von 42 km. Als Wald- und 
Wiesengürtel ist er geprägt durch zusammenhängende Waldgebiete und große und offene Wiesen- 
und Wasserflächen. Mit Unterstützung der Kölner Grün Stiftung konnte ein Gesamtkonzept für den 
Äußeren Grüngürtel erarbeitet werden. Ort: Decksteiner Weiher 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Große Wiesenbereiche im Äußeren Grüngürtel werden durch Schäfer beweidet oder dienen der 
Heuernte. Ort: südlicher Teil, Kalscheurer Weiher

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen   
 
Innerer Grüngürtel 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Innere Grüngürtel umspannt fast vollständig die Innenstadt und ist die größte Grünanlage im 
Innenstadtbereich. Die Nutzungsintensität ist in vielen Bereichen sehr hoch. Ort: Bereich Aachener 
Weiher 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In einem weniger genutzten Teil des Inneren Grüngürtels konnte mit Unterstützung des NABU-
Stadtverbands eine Pilotfläche „Stadtwiesen statt Rasen“ umgesetzt werden. Ort: Innere Kanalstraße 
/ Aachener Straße

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen   
 
 
Radiale Grünzüge – Bürgerpark Nord 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die radialen Grünzüge bieten ein großes Potenzial für die ökologische Aufwertung. Im Bürgerpark 
Nord konnte mit Unterstützung des NABU Stadtverbandes eine Pilotfläche „Stadtwiesen statt Rasen“ 
umgesetzt werden. Ort: Bereich Butzweiler Straße

Beschlussvorlage Ausschuss

2607 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/67/671 
 
Vorlagen-Nummer 
 0967/2018 
Freigabedatum  11.04.2018 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bewerbung des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen für das Label "StadtGrün 
naturnah" 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Umwelt und Grün 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
Der Ausschuss Umwelt und Grün befürwortet die Bewerbung des Amtes für Landschaftspflege und 
Grünflächen für das Label „StadtGrün naturnah“. 
 
 
Alternative: 
 
Der Ausschuss Umwelt und Grün lehnt die Bewerbung ab. 
 
Ausschuss für Umwelt und Grün 24.04.2018

2 
Begründung: 
 
Der Verein „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ hat das Label „StadtGrün naturnah“ entwickelt 
und schreibt eine Bewerbung für Kommunen bis zum 31.03.2018 aus. Die Stadt Köln hat im Mai 2010 
die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterzeichnet und ist im Mai 2017 dem Bündnis 
„Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ beigetreten. Auf dieser Grundlage hat sich das Amt für 
Landschaftspflege und Grünflächen für das o.g. Labeling-Verfahren beworben.  
 
Das Label „Stadtgrün naturnah“ lenkt den Blick auf die positiven Effekte naturnaher Grünflächen im 
Siedlungsbereich und zeichnet vorbildhaftes kommunales Engagement aus. Ziel ist es, ökologische 
Standards für die Bewirtschaftung öffentlicher Grünflächen zu etablieren und somit die biologische 
Vielfalt in Städten und Gemeinden zu erhöhen. 
 
Das Labeling-Verfahren ist als mehrstufiger Prozess (Bestandserfassung, Maßnahmen- und Strate-
gieentwicklung) konzipiert, an dem neben der Kommunalverwaltung auch weitere Akteure, wie lokale 
Naturschutzverbände oder private Flächenbesitzer wie Wohnungsbaugesellschaften, beteiligt wer-
den. Begleitet wird das Label durch eine bundesweite Kampagne, mit der auch vor Ort für mehr Ak-
zeptanz naturnaher Gestaltungsformen geworben wird. Hierfür werden den teilnehmenden Kommu-
nen zahlreiche Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt. 
 
In den Jahren 2018 und 2019 haben jeweils 15 Kommunen die Möglichkeit, sich am Labeling-
Verfahren zu beteiligen. Für diese 30 Kommunen ist die Teilnahme kostenlos. Nähere Informationen 
zum Labeling-Verfahren sowie den Bewerbungsmodalitäten sind unter www.stadtgrün-naturnah.de 
aufzufinden. 
 
Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bun-
desamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare 
Sicherheit. 
 
Die Bewerbungsunterlagen sind als Anlage beigefügt. 
 
 
 
 
Anlagen 
Bewerbungsunterlagen

Beratungsverlauf (1)

24.04.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0967/2018
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
11.04.2018
Erstellt
27.03.2018 09:12