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V/0179/2018

Bundesprojekt "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte"

Vorlagen 12.03.2018

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Anlage 2: Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr

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Anlage A

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Berichtsvorlage

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Anlage 2: Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr

52620 Zeichen

Kommunale Koordinierung der   
Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte 
 
Sport, Sprache, Integration 
 
 
 
 
 
Zwischenbericht

Impressum 
 
Herausgeberin: Stadt Münster 
Amt für Schule und Weiterbildung 
März 2018, 250 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 
gefördert.

Inhaltsverzeichnis 
 
1. Das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte“ ................................ ................................ ................................ ................ 1 
2. Der Projektschwerpunkt in Münster: Sport, Sprache, Integration ................................ ....... 1 
2.1 Zur Verbindung von Sport, Sprache und Integration ................................ .................... 2 
2.2 Die Bildungskoordinatorinnen in Münster ................................ ................................ ..... 2 
2.3 Die Aufgaben der Bildungskoordinatorinnen ................................ ................................  3 
3. Status quo – Erste Schritte des Projekts ................................ ................................ ............ 4 
3.1 Identifizierung und Einbindung der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure 
innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung ................................ ........................... 4 
3.2 Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und 
Erweiterung ggf. bestehender Strukturen ................................ ................................ ........... 6 
3.2.1 Fachübergreifende Koordination der städtischen Integrationsprojekte ................... 6 
3.2.2. Ein neues Gremium: Beirat „Sport, Sprache, Integration“ ................................ ..... 8 
3.2.3 Nutzung weiterer Koordinierungsstrukturen und -gremien ................................ ....10 
3.3 Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige Bildungsakteurinnen und -akteure 
sowie vorhandene Bildungsangebote ................................ ................................ ...............11 
3.3.1 Übersicht über Münsters Bildungsakteurinnen und -akteure aus den 
Handlungsfeldern Sprache und Sport ................................ ................................ ............11 
3.3.2. Arbeit in den Stadtbezirken ................................ ................................ ..................11 
3.3.3 Gelingende Praxis ................................ ................................ ................................ 12 
3.3.4 Projektbezogene Veranstaltung ................................ ................................ ............14 
3.4 Beratung von Entscheidungsinstanzen der Kommune ................................ ................14 
4. Ausblick ................................ ................................ ................................ ............................14

1 
 
1. Das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte“ 
 
Um Kreise und kreisfreie Städte bei der Integration Neuzugewanderter 1 zu unterstützen,  
legte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2016  das Förderprogramm 
„Kommunale Koordinierung der Bildungsan gebote für Neuzugewanderte“ auf  und finanziert 
damit bundesweit im Rahmen der Maßnahmen zur  Integration von Flüchtlingen kommunale 
Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren. 
 
Die Förderlinien zielen  auf ein verbesse rtes Koordinationsm anagement im Themengebiet 
„Integration durch  Bildung“ ab: Die vielfältigen Bildungsa ngebote zur Integration 
Neuzugewanderter, die insbesondere seit der verstärkten Zuwanderung 2015 vermehrt 
existieren, sollen besser vernetzt und auf einander abgestimmt werden.   
 
Die Ziele der Fördermaßnahme sind 
 
 „die Bündelung der lokalen Kräfte und das gemeinschaftliche Zusa mmenwirken aller 
Bildungsakteurinnen und -akteure durch systematische Einbindung der Vielzahl der vor 
Ort aktiven zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure, 
 die Optimierung der kommunalen Koordinierung und der ressortübergreifenden 
Abstimmung der zuständigen Ämter und Einrichtungen innerhalb der 
Kommunalverwaltung.“2  
 
Da diese Förderziele Bestandteile eines übergreifenden kommunalen Bildungsmanagements 
sind, ist die Fördermaßnahme eingebettet in das seit Mitte 2014 laufende 
Strukturförderprogramm "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement".  Die 
Transferinitiative unterstützt die teilnehmenden Kommunen durch Beratung, kontinuierliche 
Prozessbegleitung sowie kostenlose Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen3. 
 
Zur Erreichung der Förderziele werden – je nach Größe der Kommune – ein bis drei 
Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren (in Münster sind es zwei Stellen ) eingesetzt. 
Die Förderdauer betrug ursprünglich zwei Jahre, die Möglichkeit zur Verlängerung des 
Förderzeitraums um weitere zwei Jahre wurde durch das BMBF bereits bekannt gegeben.  
  
Rund 320  kreisfreie Städte und Kreise  nehmen bundesweit an dem Förderprogramm der 
kommunalen Bildungskoordination teil, je nach kommunaler Ausrichtung mit anderen 
Schwerpunkten. 
 
2. Der Projektschwerpunkt in Münster: Sport, Sprache, Integration 
 
In Münster wird der Schwerpunkt der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte auf die Verbindung der Themen „Sport, Spra che, Integration“ gelegt. 
Durch die zwei definierten Handlungsfelder „Sprache“ und „S port“ zeichnet sich die Stadt 
Münster mit einem Alleinstellungsmerkmal i nnerhalb des Bundesprojekts aus:  Neben den  
                                                
1 Für den Begriff „Neuzugewanderte“ gibt es keine einheitliche Definition b zw. zeitliche Abgrenzung. 
Grundsätzlich sind im Rahmen dieses Projekts  zunächst alle Zugewanderten gemeint, die in den 
letzten Jahren (insbesondere seit 2015) nach Deutschla nd eingewandert sind und unabhängig von 
ihrer Nationalität, ihrem aufenthaltsrechtlichen Status und ihrer Bleibeperspektive über keine bzw. 
geringe Deutschkenntnisse verfügen. 
2 Siehe „Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte. 
Bundesanzeiger vom 22.01.2016 “ unter https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-
1135.html 
3 Für mehr Informationen zur Transferagentur siehe: www.transferagenturen.de

2 
 
Angeboten der sprachlichen Bildung  werden auch Aktivitäten im Bereich des Sports als 
Faktor für eine gelingende Bildung und Integration verstanden (im Folgenden ist der Sport in 
diesem Sinne gemeint) und in das Aufgabenfeld der Koordination einbezogen.  
 
In einer Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Schule und Weiterbildung , dem Sportamt  
und lokalen Vertreter innen und Vertreter aus dem Handlungsfeld Sport ( Institut für 
Sportwissenschaften der WWU Münster, Hochsc hulsport, Stadtsportbund (SSB) ) ist diese 
Schwerpunktsetzung ausgestaltet worden. Das Projekt wurde im Amt für Schule und 
Weiterbildung angesiedelt. 
 
Münsters Schwerpunktsetzung erfolgt ganz im Sinne der Zielvereinbarung „Nr.1: Sportland 
Nordrhein-Westfalen“4 zwischen der Landesregierung und dem Landessportbund NRW für 
die Jahre 2018 bis 2022, die dem Sport bei der Integration Zugewanderter eine bedeutende 
Rolle beimisst. 
 
2.1 Zur Verbindung von Sport, Sprache und Integration 
Durch die  vermehrte Zuwanderung  nach Deutschland  im Jahr 2015 stellte sich ein hoher 
Bedarf an Sprachförderung und Integrationsmaßnahmen  für neuzugewanderte Menschen 
heraus. Wenn auch die fluchtbedingten Zuzüge seit Ende 2015 stetig abnehmen, besteht 
weiter Bedarf an solchen Maßnahmen  — insbesondere für die Neuzugewanderten, d ie 
bereits in Münster leben, aber auch für jene, die künftig zuziehen werden. 
 
Derzeit leben in Münster  61.000 Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, Kultur  und 
verschiedenen Aufenthaltsstatus5. Um der Heterogen ität gerecht zu werden und Integration 
durch Bildung zu ermöglichen, bedarf es mehr als der (z.T. eingeschränkten) Möglichkeit zur 
Erreichung formaler Abschlüsse an Sprachschulen, Schulen oder Universitäten. Es bedarf 
zudem non-formaler und informeller Bildungsmöglichkeiten – durch alltägliche Erfahrungen 
in der sozialen Umwelt. 
 
Gerade im und durch den Sport können sowohl informelle Sprachbildungsprozesse und 
lebenslanges Lernen ermögli cht sowie vorangetrieben werden  als auch eine gegenseitige 
Annäherung verschiedener Kulturen erfolgen. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, 
Bildungsgrad oder Sprachkompetenz kann sich jeder Mensch  im Sport  beteiligen und 
anderen begegnen. Durch gemeinsame sportliche Aktivitäten kann die deutsche Sprache in 
sozialen, ha ndlungsrelevanten und sinnvollen Zusammenhängen erlernt werden. Dies ist 
besonders einprägsam und wirkt sich nicht nur positiv auf die Bewältigung der 
Sprachanforderungen in Alltag, Schule und Beruf aus , sondern auch auf andere alltägliche 
Herausforderungen, mit denen sich Neuzugewanderte konfrontiert sehen (z.B. unsicherer 
Status, Verluste, etc.). 
 
2.2 Die Bildungskoordinatorinnen in Münster 
Aufgrund einer Einwohnerzahl  von damals 306.000 (heute  knapp 310.000) finanzierte das 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der Stadt Münster zwei Stellen für die 
kommunale Bildungskoordinat ion. Im März 2017 ist das Projekt mit der Besetzung einer 
dieser Stellen durch Frau Simone Willnath gestartet. Im Mai 2017  hat Frau Elisabeth König 
                                                
4 Siehe Zielvereinbarung „Nr. 1 Sportland Nordrhein -Westfalen“ unter 
https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/nrw_zielvereinbarung_k07_web.pdf   
5 „In Münster leben ca. 61.000 Frauen, Männer, Mädchen und Jungen mit Migrationsvorgeschichte. 
Sie oder ihre Eltern wurden in einem anderen Land geboren. Das sind über 23% aller 
Münsteranerinnen und Müns teraner. Sie kommen aus mehr als 140  unterschiedlichen Ländern“. 
Siehe:  http://www.stadt-muenster.de/zuwanderung/startseite.html

3 
 
ihre Tätigkeit aufgenommen. Seitdem läuft das Projekt mit voller personeller Besetzung und 
wird vorerst bis März 2019 aktiv sein. 
In Orientierung an Münsters Projektausrichtung „Sport, Sprache, Integration“  wurden die 
Stellen der Bildungskoordination dementsprechend besetzt: 
 
 Simone Willnath, Germanistin und Fremdsprachenpädagogin und  
 Elisabeth König, Motologin und Sportwissenschaftlerin 
 
 
 
Simone Willnath 
Amt für Schule und  
Weiterbildung 
 
0251 – 492 4032 
 
WillnathS@stadt-
muenster.de 
 
Elisabeth König 
Amt für Schule und  
Weiterbildung 
 
0251 – 492 4022 
 
KoenigE@stadt-
muenster.de 
 
2.3 Die Aufgaben der Bildungskoordinatorinnen 
Das BMBF sieht für die Erreichung der Förderziele vier übergeordnete Aufgabenfelder vor, 
die je nach kommunalem Schwerpunkt ausgestaltet werden.  Mit Münsters Schwerpunkt auf 
die Bereiche „Sport, Sprache, Integration“ werden diese in den Handlungsfeldern „Sprache“ 
und „Sport“ wie folgt ausdifferenziert. 
 
 Identifizierung und Einbindung der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure 
innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung 
 
 Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und 
Erweiterung ggf. bestehender Strukturen 
 
 Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige Bildungsakteurinnen und -akteure sowie 
vorhandene Bildungsangebote durch 
 Schaffung eines zentralen Überblicks über Angebote zur Sprachbildung und zur 
sportlichen Bildung in Münster6 
 Schaffung eines Überblicks über Angebotslücken und ggf. dysfunktionale 
Angebotsstrukturen im Bereich der Sprachbildung sowie der sportlichen Bildung 
 Recherche zu möglichen Hinderungsgründen für Neuzugewanderte, bestehende 
Sportangebote in Vereinen wahrzunehmen  
 Recherche, ob es mit den Neuzugewanderten einen veränderten Bedarf an 
bestimmten, im hiesigen Kulturkreis wenig praktizierten Sportarten gibt 
                                                
6 Unter Bildungsangeboten werden solche gefasst, die sich durch die Handlungsfelder Sprache und 
Sport sowohl direkt als auch indirekt an Neuzugewanderte richten. Gemeint ist, dass b eispielsweise  
eine Qualifizierungsreihe für Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die Neuzugewanderte unterrichten, 
ebenso als Bildungsangebot zu verstehen ist wie ein Sprachkurs, in dem Neuzugewanderte die 
deutsche Sprache lernen. Kategorisiert werden die Bildungsangebote dann nach „indirekt“ (z.B. 
Qualifizierungsreihe) und „direkt“ (z.B. Sprachkurs), wobei sich im direkten Bildungskontext „formale“, 
„non-formale“ und „informelle“ Bildung vollziehen kann:  
Formal: Bezieht sich auf das staatliche Bildungssys tem; von der Grundschule bis zur 
Ausbildung/Universität               
Non-formal: Außerschulische Bildung, sowohl persönlich als auch sozial, durch geplante und das 
Curriculum ergänzende Programme 
Informell: Lebenslange Lernprozesse durch Einflüsse aus der Umgebung und täglichen Erfahrungen

4 
 
 Recherche, ob im schulischen Kontext nachgefragte Angebote, wie z.B. 
Schwimmkurse für Kinder flächendeckend und unkompliziert vorgehalten werden 
 
 Beratung von Entscheidungsinstanzen der Kommune zur 
 Entwicklung differenzierterer Sprachbildungsangebote bezüglich der individ uellen 
Lernvoraussetzungen und -ziele  
 Versorgung jener Zielgruppen, die nicht in Bildungseinrichtungen (Schulen, 
Hochschulen) oder am Arbeitsmarkt durch Sprachkurse gefördert werden 
 Schließung von Angebotslücken sowie die Schaffung neuer Angebote und 
veränderter Strukturen im Sport 
 Entwicklung und Förderung von sportbezogenen Angeboten, die auch sprachbildend 
wirken7 
 
3. Status quo – Erste Schritte des Projekts 
 
Zu Begi nn der Projektlaufzeit  wurde das Projekt verwaltungsintern bekannt gemacht und 
erste Koordinierungsstrukturen aufgebaut. In den Handlungsfeldern der sprachlichen Bildung 
und des Sports  sind die Bildungskoordinatorinnen fortlaufend  in den Stadtteilen Münsters 
aktiv und verfolgen im Besonderen die Identifizierung externer Bildungsakteurinnen und -
akteure, den Ausbau von Koordinierungsstrukturen  sowie die Herstellung von Transparenz  
über vorhandene Bildungsakteurinnen und -akteure und ihre Angebote.  
 
In Anlehnung an die Förderrichtlinien werden im Folgenden der bisherige Stand des 
Projektes skizziert und noch geplante Aufgaben beschrieben. 
 
3.1 Identifizierung und Einbindung der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure 
innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung 
Münster als Universitätsstadt verfügt bereits über eine ausgeprägte Bildungslandschaft und 
breit aufgestellte Netzwerke an Bildungsakteurinnen und -akteure sowie Bildungsangeboten, 
die lebenslanges Lernen  unterstützen. Besonders für Neuzugewandert e gestalten sich  
jedoch lebenslange Bildungsprozesse aufgrund der hohen Sprachanforderungen  schwierig. 
Die Übergänge KiTa -Grundschule und vor allem Schule-Beruf bringen einige Hürden mit 
sich. Durch die Identifizierung und Einbindung relevanter Bildungsakteurinnen und -akteure 
sollen Möglichkeiten geschaffen werden, die  sich sprachbedingten Bedarfen 
Neuzugewanderter widmen.    
 
Besonders steht hierbei die Vernetzung von Verwaltung und zivilgesel lschaftlichen 
Institutionen und Initiativen im Fokus der Tätigkeit der Bildungskoordinatorinnen. Im Hinblick 
auf Integrationsprozesse, arbeiten bereits 46 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher 
Verbände, Einrichtungen, Gremien und städtischen Ämter  unter der Geschäftsführung des 
Sozialamts im „Stadtweiten Netzwerk: Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte“ 
an verschiedensten Themen der Integration zusammen. 
 
Um Netzwerke und Koordinierungsstrukturen in den Handlungsfeldern "Sprache" und "Sport" 
aufzubauen, zu stärken und Transparenz über die entsprechenden Bildungsakteurinnen und 
-akteure herzustellen, galt es zunächst relevante Akteur innen und Akteure in diesen beiden 
Feldern zu identifizieren und sie ggf. im Anschluss in das Projektvorhaben einzubinden. 
                                                
7 Siehe Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Sport, Sprache, 
Integration - Antrag der Stadt Münster — Vorlage an den Rat der Stadt Münster: V/0656/2016, 
Anlage.

5 
 
Folgende Grafik stellt die Einbeziehung dieser Akteurinnen und Akteure dar (siehe Abb. 1, S. 
5):  
 
 
 
Abbildung 1: Projektrelevante verwaltungsinterne sowie -externe Akteurinnen und Akteure 
 
Die Einbindung der identifizierten Akteur innen und Akteure ist ein fortlaufender Prozess und 
erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise:  Mit dem Ziel der Herstellung von Transpar enz 
werden grundsätzlich alle aufgeführten Bildungsakteurinnen und -akteure aufgesucht, um 
über das Projekt  und seinen Verlauf  informiert zu werd en, gemeinsam Angebote, 
Schnittstellen und Bedarfe zu sichten und ggf. bereits Vernetzungen herzustellen . ( für 
genauere Informationen zur Arbeit in den Stadtbezirken siehe 3.3.2).  
 
Verwaltungsinterne Akteurinnen und Akteure mit angrenzenden Projekten oder elementaren 
Schnittstellen w erden in Form von Jour fixe eingebunden, um den Informationstransfer 
aktueller Entwicklungen in der Bildungslandschaft und im Projekt fortwährend zu 
gewährleisten. So findet z.B. ein regelmäßiger Austausch mit der Abteilung „Integration, 
Bildungsberatung, Schulsozialarbeit“ des Amts für Schule und Weiterbildung sowie mit dem 
Bildungsmanager des Projekts  „Bildung Integriert“, verortet im  Dezernat IV , statt. Des 
Weiteren werden alle verwaltungsinternen Akteur innen und Akteure , die in Projekten des 
Themenkomplexes Integration von Zugewanderten tätig sind , durch die „Fachübergreifende 
Koordination der Integrationsprojekte“ (für genaue Informationen zu diesem Gremium siehe 
3.2.1) über den Stand  des P rojekts informiert. Ebenfalls fand mit den Federführenden der 
städtischen Integrationsprojekte eine Sichtung von Schnittstellen statt.

6 
 
Während die Identifizierung und Einbindung relevanter, verwaltungsinterner Akteurinnen und 
Akteure bereits abgeschlossen ist  und ggf. lediglich die Kooperationen intensiviert werden , 
ist die Identifizierung und Einbindung relevante r, externer Akteurinnen und Akteure  ein 
fortlaufender Prozess, der voraussichtlich auch nach Ablauf der zweijährigen Projektlaufzeit 
aufgrund der Größe der Stadt Münster und der Vielzahl ihrer Bildungsakteurinnen und -
akteure noch nicht abgeschlossen sein kann.  
 
Eine erste konkrete Einbeziehung externer Akteurinnen und Akteure erfolgt in dem eigens 
gegründeten Beirat "Sport, Sprache, Integration". Mit dem Ziel , erfassten Angebotslücken in 
den Handlungsfeldern "Sprache" und "Sport" zu begegnen und veränderte Strukturen im 
Sport zu schaffen (z.B. Sportangebote, die auch sprachbildend wirken) , wurde eine Vielzahl 
von Fachleuten verschiedenster Disziplinen  zur Zusammenarbeit an einen Tisch  gebracht. 
(für genaue Details zu dieser Zusammenarbeit, siehe 3.2.2 Beirat).  
 
Im Rahmen eines Studienprojekts der Fachhochschule für öffent liche Verwaltung (FHöV) 
wird ge meinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum und mit Beteiligung des 
Sportamtes und des Stadtsportbundes die Wirksamkeit von Verwaltung in Zusamme narbeit 
mit Trägern (Stadtsport bund, Vereine…) für  die Integration durch Sport untersucht. Von 
diesen Ergebnissen erhofft man sich weiteren Aufschluss über Nachfrage, Wahrnehmung, 
Motivation, Rahmenbedingungen und Handlungsempfehlungen. 
 
Schließlich ist zukünftig die verstärkte Einbindun g lokale r Stiftungen geplant, um bei 
finanziellen und personellen Bedarfen zielgerichtet vermittelnd tätig werden zu können.     
 
3.2 Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und 
Erweiterung ggf. bestehender Strukturen 
Um dem Netzwerkcharakter des Projekts und auch dem Ziel der Nachhaltigkeit gerecht zu 
werden, werden sowohl neue kommunale Koordinierungsstrukturen  besonders in Form von 
Gremien oder in der Zusammenarbeit von Projekten aufgebaut als auch  bestehende 
Strukturen wie Netzwerke und Arbeitskreise genutzt. Beim Aufbau neuer Strukturen w erden 
vor allem die innerstädtische Zusammen arbeit wie auch die Zusammenführung  
verwaltungsinterner und -externer Akteurinnen und Akteure fokussiert. Dies wird unter 3.2.1 
und 3.2.2 beschrieben. Daran anschließend , unter 3.2.3,  wird die Nutzung bereits 
vorhandener Systeme skizziert, welche sich in vielfältiger Art und Weise ausgestaltet. 
 
3.2.1 Fachübergreifende Koordination der städtischen Integrationsprojekte 
Zur Optimierung kommunaler Koordinierungsstrukturen und einer ressortübergreifenden 
Abstimmung der Ämter und Einrichtungen , die sich  innerhalb der Kommunalverwaltung  mit 
dem Themengebiet der Integration befassen, richtete die Bildungskoordination in 
Zusammenarbeit mit den Federführenden folgender Projekte ab März 2017 die AG 
„Koordination der Integrationsprojekte“ ein: 
 Einwanderung gestalten  NRW (Die Federführung liegt mit einer  Koordinationsstelle (1 
VZÄ) beim Sozialamt. Die zweite Koordinationsstelle (0,5 VZÄ) sowie eine Stelle für die 
Administration (0,5 VZÄ) sind der Ausländerbehörde zugeordnet): Das Projekt ist im 
Dezernat für Soziales, Integration, Kultur und Sport der Stadt Münster verortet, hat eine 
Laufzeit von zw ei Jahren und ist im Mai 2017 gestartet. Zielgruppe des Projektes sind 
Familien mit minderjährigen Kindern, die bereits seit mehreren Jahren mit 
Duldungsstatus in kommunalen Unterbringungseinrichtungen in Münster leben. Durch die 
verstärkte ämterübergreife nde Zusammenarbeit und die Einführung eines Case 
Managements sollen die Familien gezielt bei der Integration, im Bereich Bildung 
(Erfolgreicher Schulbesuch; Übergang Schule -Beruf) und bei der Integration in 
Erwerbstätigkeit unterstützt werden. Diese Integr ationsleistungen bilden die

7 
 
Voraussetzung für ein dauerhaftes Bleiberecht und der damit verbundenen Absicherung 
der Lebenssituation in Münster. 
 Ankommen in Deutschland  – Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten vor Ort 
(Federführung im Jobcenter ; keine zusätzlichen personellen R essourcen): Während der 
Projektlaufzeit von 12 Monaten (seit Mai 2017) wird ein Case Management entwickelt, 
das ein zielorientiertes, rechtskreisübergreifendes Zusammenspiel von Akteurinnen und 
Akteuren der Integrationsförderung für Geflüchtete — am Beispiel der Zielgruppe 
„geflüchtete Frauen/Mütter“ — ermöglicht. Dieses soll nachhaltig verfestigt werden. 
 Integrationsstelle für kommunale Koordinierung  (besetzt durch eine Stelle im Amt für 
Schule und Weiterbildung ): In diesem Projekt geht es um die Erschließung und 
Schaffung von Organisations- und Netzwerkstrukturen zur Unterstützung der Schulen bei 
der potenzialorientierten Beschulung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen in 
Regelschulen. Es läuft für drei Jahre und ist seit Februar 2016 aktiv. 
 Bildung Integriert (besetzt durch drei Stellen: jeweils eine 0,5 Stelle „Bildungsmonitoring“ 
im Amt für Schule und Weiterbildung und im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
sowie eine volle Stelle „Bildungsmanagement“, verortet im Dezernat IV): Ausgehend von 
einem ganzheitlichen Bildungsverständnis, das Lernen entlang der Lebensbiografie 
versteht und formales, non -formales sowie informelles Lernen umfasst, ist das 
übergeordnete Ziel des Projektes die Implementierung  einer integrierten Jugendhilfe und 
Schulentwicklungsplanung, die die (Bildungs -) Bedürfnisse eines jeden Kindes und 
Jugendlichen stärker als bisher in den Fokus setzt und damit gelingende 
Bildungsbiografien und Bildungsteilhabe unterstützt.  Ein Schwerpunkt l iegt in der 
Einbeziehung von kleinräumigen Netzwerken und Stadtteilarbeitskreise n bei der 
„Feinjustierung“ der Bedarfe nach pädagogischer Unterstützung der 
Bildungseinrichtungen im Stadtteil. Im Rahmen des Projektes wird ein kommunales 
Bildungsmonitoring a ufgebaut und eine Bildungsberichterstattung eingeführt. Das 
Bildungsmonitoring verdeutlicht übergreifende Problemlagen, bietet eine empirische 
Fundierung der Informationen durch eine gesicherte, kontinuierlich nutzbare Datenbasis. 
Insbesondere werden Entwi cklungen im Bildungswesen in einer Zeitreihe oder im 
Vergleich sichtbar und vergrößern die Transparenz des Bildungsgeschehens durch die 
Schaffung einer verlässlichen Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen. Die 
Projektlaufzeit beträgt drei Jahre und endet im Sommer 2019. 
 
Während der Sitzungen der AG „Koordination der Integrationsprojekte“ wurden Schnittstellen 
ausfindig gemacht und Arbeitsprozesse abgestimmt, die anschließend in einer Übersicht 
transparent gemacht wurden.  
 
Aufbauend auf der AG „Ko ordination der Integrationsprojekte“ wurde das dezernats- und 
amtsübergreifende Gremium „Fachübergreifende Koordination der Integrationsprojekte“ 
eingerichtet (Gremienstruktur der Koordination der städtischen Integrationsprojekte siehe 
Abb. 2, S.8). Dieses wird von den Federführenden der Integrationsprojekte vorbereite t und 
tagt in einem Turnus von einem Jahr . Die erste Sitzung am  15.05.2017 diente dazu, 
Schnittstellen der Integrationsprojekte innerhalb der Kommunalverwaltung  und auf 
Leitungsebene zu erfass en und transparent zu machen. Die zweite Sitzung mit einer  
Aktualisierung dieser Abstimmungsprozesse ist für das Frühjahr 2018 in Planung und wird 
u.a. durch die Bildungskoordinatorinnen vorbereitet.

8 
 
 
Fachübergreifende Koordination der Integrationsprojekte  
Teilnehmerkreis: IV, V, 36, 40, 50, 51, 52,  59, KI
Turnus: ca. 1 x jährlich
Aufgabe: Austausch und Herstellung von Transparenz über städtische Integrationsprojekte
 
 
Einwanderung gestalten NRW
 
 
Komm. Koordinierung der 
Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte
 
Ankommen in Deutschland
 
Bildung integriert
 
AG „Koordination der Integrationsprojekte“
Teilnehmerkreis:  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Federführung von Integrationsprojekten
Turnus: ca. alle  4 Monate
Aufgabe: Austausch und Vorbereitung der Sitzung „Fachübergreifende Koordination der Integrationsprojekte“
 
 
Federführung: 
Amt 50: Herr Scholz  
Amt 36: Frau Nienhaus
  
 
Federführung: 
Amt 40: Frau König und Frau Willnath
Federführung:
Amt 59: Frau Jürgensmeier
Federführung:
 Dezernat IV: Herr Luttmer
Lenkungsgruppe BiKo 
„Sport und Sprache“ 
Teilnehmerkreis:
Amtsleiterebene: 40, 52, KI 
Turnus: 2-3 x jährlich
Aufgabe: Austausch, Abstimmung der 
Themen für den Beirat
Beirat Sport, Sprache, 
Integration
Teilnehmerkreis: Hochschulsport, 
Stadtsportbund, Sprach- und 
Sportwissenschaften WWU, FH Münster, 
Integrationsrat, Bezirksregierung, MSOs, 
KI, Schulaufsicht, 40, 52
Lenkungsgruppe   
„Einwanderung gestalten 
NRW“ 
Teilnehmerkreis: 36, 40, 50, 51, KI, 
Integrationsrat, Katho NRW, BA
Turnus:  nach Bedarf
Aufgabe:  Beobachtung des 
Projektverlaufs, strategische 
Entscheidungen zur Projektgestaltung
Kernteam
„BiKo Sport & Sprache“
Teilnehmerkreis: Frau König, Frau 
Willnath, Frau Terfort, Integrationsstelle 
für kommunale Koordinierung (NN), 
Herr Imsieke, Herr Luttmer  
Aufgabe:  Austausch und Vernetzung, 
führt Sport und Sprache zusammen   
Projektgruppen
Arbeitsfelder und Teilnehmerkreise:   
Erfolgreicher Schulbesuch: 
40, 50, 51, Schulen
Übergang Schule – Beruf:
40, 50, 51, BA, Projekt MAMBA
Integration in Erwerbsarbeit:
36, 50, 59, BA, Projekt MAMBA
Stützende und hemmende Faktoren in 
der zielgruppenbezogenen Arbeit:
 50, 51, 53, KI, VSE; AWO, GGUA, 
Integrationsagenturen 
Lenkungsgruppe
„Bildung Integriert“
Teilnehmerkreis: IV, 40, 51, Team 
„Bildung Integriert“ 
Turnus: alle 6 Wochen
Aufgabe: Themenfestlegung, 
Arbeitsaufträge, Ergebnisse, Bericht, 
Steuerung
AG Bildungsmonitoring
 Teilnehmerkreis: Herr Luttmer, Frau 
Peters, Frau Thesing, Fachplanung, 
Controlling 40/ 51 
(themenbezogen auch 
dezernatsübergreifend)   
Lenkungsgruppe 
„Ankommen in Deutschland“
Teilnehmerkreis: 40, 50, 51, 59, KI 
Agentur für Arbeit, Projekt MAMBA
Turnus: nach Bedarf
Aufgabe: Austausch, Beobachtung 
des Projektverlaufs, strategische 
Entscheidungen zur 
Projektgestaltung 
Arbeitsgruppe:
Teilnehmerkreis: 40, 50, 51, 59, 
Agentur für Arbeit,
Projekt MAMBA
 
Abbildung 2: Gremienstruktur der Koordination der städtischen Integrationsprojekte 
 
3.2.2. Ein neues Gremium: Beirat „Sport, Sprache, Integration“ 
Um eine nachhaltige Kooperation und Netzwerkbildung  zwischen Verwaltung und 
zivilgesellschaftlichen Bildungsakteurinnen und -akteuren im Kontext der Integration und der 
sprachlichen wie sportlichen Bildung von Neuzugewanderten zu stärken, wurde im Juli 2017 
ergänzend ein Beirat „Sport, Sprache, Integration“  ins Leben gerufen. Der Beirat fokussiert 
lebenslanges Lernen und setzt sich themenbezogen aus Fachleuten der Handlungsfelder 
Sport, Sprache, Integration zusammen:  Schulaufsicht, Kommunales Integrationszentrum,  
Sportamt, Bezirksregierung, Integrationsrat, M igrantenselbstorganisationen, Sprach- und 
Sportwissenschaften der WWU Münster, Fachbereich Sozialwesen der FH Münster , 
Hochschulsport, Stadtsportbund , Amt für Schule und Weiterbildung (Bild ungsberatung, 
Schulpsychologie).

9 
 
Maßgebliches operatives Steuerungsgremium des Beirats ist die Lenkungsgruppe „Sprache 
und Sport“, in der neben der Leitung des Amts für Schule und Weiterbildung, die Leitung en 
des Sportamts und des Kommunalen Integrationszentrums vertreten sind . Hier werden die 
Themen sowie die methodische Gestaltung der Beiratssitzu ngen verabschiedet, die auf 
Arbeitsebene im Kernteam vorbereitet werden  (Prozesshaftigkeit der Gremienstruktur und –
aufgaben des Beirats siehe Abb. 3, S. 9):   
 
 
 
 
Abbildung 3: Prozesshaftigkeit der Gremienstruktur und –aufgaben zum neuen Gremium: Beirat "Sport, 
Sprache, Integration" 
Aufgabe des Beirats ist es , lösungsorientiert an Konzepten und Maßnahmen zur Deckung 
von B ildungsbedarfen Neuzugewanderter zu arbeiten . Die Bildungskoordinatorinnen 
informieren in den Beiratssitzungen auf Basis ihrer Arbeit in den Stadtbezirken (für genauere 
Informationen zur Arbeit in den Stadtbezirken  siehe 3.3.2) über konkrete Zielgruppen, die in 
Münster nicht ausreichend in Bildungseinrichtungen oder am Arbeitsmarkt durch 
Sprachkurse erre icht bzw. versorgt werden. In jeder Sitzung liefern sie entsprechende 
Impulse und begleiten Entwicklungs prozesse sowohl innerhalb als auch außerhalb des 
Beirats. Die Beiratsmitglieder arbeiten zwischen den Sitzungen, je nach eigenem Ermessen, 
weiter an Ideen und Konzepten zur Deckung von Bedarfen und informieren die 
Bildungskoordinatorinnen über eben diese Entwicklungen.  
 
Der Beirat tagte am 19. September 2017 zum ersten Mal und konzentrierte sich auf vier der 
identifizierten Angebotslücken, an deren  Schließung im Laufe der Projektlaufz eit 
schwerpunktmäßig gearbeitet werden soll: 
 
 Qualifizierung für und durch Geflüchtete 
 Fortbildungen zu einem traumasensiblen Sprach- und Sportunterricht 
 Angebote, die Sprache und Sport verbinden 
 Angebote für (junge) Männer

10 
 
Ein Ergebnis der ersten Sitzung ist ein durch den Stadtsportbund ( SSB) organisierter 
Fachvortrag für Übungsleiter innen und -leiter zum Thema „ Umgang mit Traumata“, dessen 
Durchführung voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2018  erfolgen wird. Die Entwicklung 
einer Übungsleiter-C-Ausbildung mit integriertem Sprachkurs für Neuzugewanderte  sowie 
eine intensivere Behandlung des Bedarfs „Angebote, die Sprache und Sport verbinden“  sind 
beispielsweise durch die zweite Sitzung am 25.01.2018 weiter vora ngetrieben worden. 
Konkrete Ergebnisse zur Ausbildung  und damit zur Qualifizierung und Partizipation von 
Neuzugewanderten sowie eine Behandlung weiterer Bedarfe bezüglich der Verbindung von 
Sprache und Sport werden dem gesamten Beirat  in der dritten Sitzung im Mai 2018 
vorgestellt.  
 
In Anlehnung an die Bearbeitung des Bedarfs „Angebote für (junge) Männer“ fungierte die 
zweite Beiratssitzung auch als Plattform zur Vernetzung kommunaler Akteurinnen und 
Akteure: Der Sozialdienst für Flüchtlinge  des Sozialamte s wurde eingeladen, um sein 
Modellprojekt zur Tagesstrukturierung und qualifikationsfördernden Begle itung für 
alleinstehende männliche Flüchtlinge8 vorzustellen. Hintergrund dieses Vortrags war u.a. die 
Suche nach  geeigneten Kooperationspartnerinnen und -partnern, um die teilnehmenden, 
neuzugewanderten Männer in bereits bestehende Sportangebote zu vermitteln. Das 
Sportamt und der Stadtsportbund boten dem Sozialamt ihre Unterstützung an.   
 
Ziel der Bildungskoordination ist es, in dem zweijährigen Projektz eitraum, in dem insgesamt 
fünf Beiratssitzungen vorgesehen sind, eine Grundlage zur möglichen Verstetigung des 
Beirats zu schaffen.  Durch die hier bereits aufgebauten Netzwerkstrukturen zwischen 
Sprach- und Sportakteurinnen und -akteure aus Verwaltung und Zivilgesellschaft ergibt sich 
die Chance auf eine nachhaltige und effiziente Bearbeitung weiterer Bildungsbedarfe 
Neuzugewanderter.  
 
3.2.3 Nutzung weiterer Koordinierungsstrukturen und -gremien 
Neben dem  Aufbau und der Verstetigung neuer  kommunaler Koordi nierungsstrukturen 
werden vor allem auch bereits bestehende Strukturen und Netzwerke genutzt, um Angebote 
zu erfa ssen, Schnittstellen zu sichten, sich abzustimmen und um kommunalen Bedarfen 
hinsichtlich der Integration von neuzugewanderten Menschen gerecht zu werden . So finden 
regelmäßige Absprachen in einem Jour fixe mit der Bildungsberatung ( Amt für Schule und 
Weiterbildung, Abteilung 40.5) sowie mit „Bildung int egriert“ (Bildungsmanagement und -
monitoring, Dezernat IV) statt. Im Besonderen wird die enge Zusammenarbeit mit dem 
Bildungsmanagement von „Bildung integriert“ dazu genutzt, Informatio nen aus den 
Stadtteilen (Coerde;  Südviertel) auszutauschen und Kontakte  zur Vernetzung 
weiterzugeben. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch eine intensivere Zusammenarbeit  mit 
dem Bildungsmonitoring zur Prüfung, Aufbereitung und ggf. Erhebung von Daten geplant . 
Um erweiterte Aussagen über die Angebotsstruktur in einem Stadtteil zu konstatieren, sollten 
die qualitativen Daten, die die Bildungskoordination ermittelt, mit den quantitativen Daten des 
Monitorings abgeglichen werden. 
 
Als mittlerweile stetiges Mitglied des „Stadtweiten Netzwerks: Integration für Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte“9 können aktuelle Neuigkeit en und Sachverhalte mitverfolgt und 
auch gesammelte Informationen kompakt mit eingebracht werden . Geplant sind zudem 
                                                
8 Siehe Maßnahmen aufgrund s teigender Flüchtlingszahlen; Übergangslösung in Pavillonbau -weise, 
Erweiterung der Einrichtung Warendorfer Straße, Anp assen der Personalsituation und Mo dellprojekt 
zur Tagesstrukturierung und qualifikationsfördernden Begleitung  — Vorlage an den Rat der Sta dt 
Münster: V/0267/2015/1. 
9 Im Stadtweites Netzwerk „Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte “ arbeiten 46 
Vertreterinnen und Vertreter  unterschiedlicher Verbände, Einrichtungen, Gremien und städtisc her 
Ämter zu verschiedenen Themen der Integration unter der Geschäftsführung des Sozialamts 
zusammen.

11 
 
Vorstellungen in weiteren Arbeitskreisen der Stadtgebiete, der Wohlfahrtsverbände sowie 
der Flüchtlingsinitiativen wie auch anderer (städtischer) Gremien. 
 
Ein stetiger Austausch innerhalb Münsters Vereinslandschaft findet zudem mit der Fachkraft 
für Integration des Stadtsportbundes statt, um bestehende Strukturen in der 
Vereinslandschaft zu nutzen und zu ergänzen. In ihrer Funktion a ls Ansprechpartnerin für 
Sportvereine, die sich besonders für Neuzugewanderte  engagieren, ist die Fachkraft für 
Integration des Stadtsportbundes zudem Mitglied des Beirats „Sport, Sprache, Integration“. 
 
Ferner beteiligt sich  die Bildungskoordination an den Gesprächen zur Abstimmung der 
Sprachkurskapazitäten zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ( BAMF)10 
und den Sprachkursträgern aus Münster , um von aktuellen Entwicklungen in Bezug  auf 
Angebot und Nachfrage und aktuellen Bedarfen zu erfahren. Bereits in den ersten Sitzungen 
zeigte sich, dass es Nachsteuerungsbedarf in der Kommunikation zwischen dem BAMF und 
Münsters Sprachkursträgern gibt. Ebenso finden unter den Sprachkursträgern w enige 
Abstimmungen statt, die eine sich ergänzende Angebotsstruktur in Münster möglich machen 
und Ressourcen schonen  würden. Um hier dem BAMF und den Sprachkursträgern 
Unterstützung anbieten zu können , wird derzeit geprüft, ob und wie eine entsprechende 
Abstimmung koordiniert werden könnte.   
 
Des Weiteren findet ein Austausch mit anderen Kommunen statt, in dem sich über Angebots- 
und Netzwerkstrukturen in den jeweiligen Kommunen informiert und über die Umsetzung 
neuer Maßnahmen diskutiert wird. Hier gilt es sicherzustellen, ob diese auch für Münster 
relevant und umsetzbar sind 11 und/oder ob Münster diesbezüglich ein gutes Beispiel für 
andere Kommunen sein kann.  
 
 
3.3 Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige Bildungsakteur innen und -
akteure sowie vorhandene Bildungsangebote 
3.3.1 Übersicht über Münsters Bildungsakteurinnen und -akteure aus den Handlungsfeldern 
Sprache und Sport  
Zur Herstellung von Transparenz wird auf Basis der Arbeit in den Stadtbezirken  (für 
genauere Informationen hierzu siehe 3.3.2) an einer Übersicht über lokale 
Bildungsakteurinnen und -akteure gearbeitet, die formale und  non-formale Sprachförderung 
sowie sportliche Aktivitäten für Neuzugewanderte fokussieren. Die Übersicht soll  zum Ende 
der Projektlaufzeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  
 
3.3.2. Arbeit in den Stadtbezirken 
Während der Arbeit in den Stadtbezirken  gehen die Bildungskoordinatorinnen jeweils in die 
einzelnen Stadtteile Münsters und suchen Bildungsakteurinnen und -akteure vor Ort auf, dies 
sind insbesondere Sprachschulen, Begegnungszentren, Flüchtlingsinitiativen, Wohlfahrts -
verbände, Kinder - und Jugendzentren , Migrantenselbstorganisationen  und Sportvereine. 
Begonnen wurde mit dem Stadtteil Kinderhaus, darauf folgten Sprakel und Coerde. Parallel 
                                                
10 Das BAMF ist u.a. zuständig für die Finanzierung und Durchführung von Sprachkursen.  
11 Beispielsweise erscheint das Sprach - und Bewegungszentrum der Elbinse ln in Ham burg-
Wilhelmsburg als interessantes Beispiel für Angebote, die durch Bewegung , Spracherwerb und 
Sprachförderung forcieren. Ein solches Zentrum als Ort, an dem Sprache und sportliche Aktivitäten 
miteinander verknüpft und über diese Verknüpfung beso nders gefördert werden, muss nicht 
zwangsläufig genauso in Münster umgesetzt werden. Es könnte jedoch im Kleinen mit seiner 
Grundidee weiter gedacht und an Sprachschulen und/oder Sportvereine zur Durchführung 
bewegungsorientierter Angebote mit sprachlichem  Fokus weitergeben und passgenau gestaltet 
werden.

12 
 
dazu wurden Angebote im Stadtbezirk Münster Mitte gesichtet. Zurzeit beschäftigen sich die 
Bildungskoordinatorinnen mit Gelmer und Handorf. Deutlich wurde bereits beim Aufsuchen 
dieser Stadtteile, dass sich die Gegebenheiten für Maßnahmen und Netzwerkstrukturen  in 
den einzelnen Stadtgebieten , teilweise stark,  voneinander unterscheiden. Das bedeutet vor 
allem, diese Unterschiede festzuhalten und genau auf jeden Stadtteil  mit seinen 
Besonderheiten einzugehen. Für Coerde zeigte sich z.B., dass dieser Stadtteil  bereits über 
eine ausgeprägte Netzwerk- und Angebotsstruktur verfügt, insbesondere in der offenen und 
aufsuchenden Kinder - und Jugendarbeit , was in den letzten zwei Jahren auf die 
neuzugewanderten Kinder und Jugendlichen ausgeweitet wurde . Zusätzlich besteht jedoch 
noch ein hoher Bedarf an Sprachfördermaßnahmen für Frauen mit Kinderbetreuung sowie 
die Notwen digkeit der Wiederaufnahme eines „Nationworkers“ (Kulturmittlers vor Ort), 
aufgrund der vielen unterschiedlichen Kulturen  und Nationalitäten , die geballt in  Coerde 
leben. Sprakel als ein kleiner Stadtteil Münsters verzeichnet einen deutlich geringeren Anteil 
an Menschen mit Migrationsvorgeschichte und auch Neuzugewanderten und musste hier 
erstmal neue Strukturen entwickeln, beispielsweise durch den dortigen Arbeitskreis, der sich 
insbesondere um die Integration von Neuzugewanderten kümmern sollte. Nach letzten 
Informationen besteht dieser Arbeitskreis nicht mehr. 
 
Zudem konnten auch stadtteilübergreifende Angebotslücken im Bereich der Sprachförderung 
und des S port ausgemacht werden. Dazu gehören beispielsweise Angebote der 
Sprachförderung für Mütter mit Kinderbetreuung, Sprachförderung für Menschen mit 
Duldungsstatus, aber auch Angebote im Bereich des Sports , wie Schwimmkurse für 
muslimische Kinder und Frauen s owie Sportangebote für (junge) geflüchtete Männer. 
Vermehrt wurde außerdem ein Bedarf an Begegnungsmöglichkeiten Neuzugewanderter mit 
Einheimischen formuliert. In Sportangeboten sowie in der Verbindung von Sprach - und 
Sportangeboten besteht eine wesentliche Chance , diesem Bedarf zu begegnen  — hierzu 
sollen auch vor allem die Sitzungen des projektbegleitenden Beirats genutzt werden (für 
genauere Informationen zum Beirat siehe 3.2.2.).     
   
Im Hinblick auf Bildungsangebote, die weiter ausdifferenz iert werden können, konnte 
festgestellt werden, dass besonders die Vermittlung  geeigneter Kooperationspartner innen 
und -partner und die Verzahnung verschiedener Maßnahmen gewinnbringen d sein kann: 
Durch Impulse der Bildungskoordination vernetzten sich z.B. die Stadtbücherei und der DRK 
Kreisverband Münster, um einen durch Landesmittel unterstützten Sprachlernraum der 
Stadtbücherei (für Neuzugewanderte, mit Computerzugang) auch für Neuzugewanderte im 
Rahmen des Wohnlotsenprojekts „Zuhause finden“ des DRK zug änglich zu machen. Das 
DRK war zuvor auf der Suche nach Räumlichkeiten mit Computer - und Internetzugang. Die 
Zusammenarbeit wird voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte beginnen.   
  
3.3.3 Gelingende Praxis  
Neben bestehenden Angebotslücken und der erweiterten Ausrichtung von 
Bildungsangeboten stellten sich im Stadtgebiet auch  Angebote gut gelingender Praxis 
heraus, von deren Konzept, Kooperationen und Erfahrungen weitere Bildungsakteurinnen 
und -akteure in  Münster profitieren können. So z.B. die Qualifizierungsreihe „Sport und 
Sprache“ des Kommunalen Integrationszentrums und des Stadtsportbund es12, der 
internationale Sprach- und Kulturaustausch „Parlana“13, Tandemangebote wie „Im Tandem 
                                                
12 Die Qualifizierungsreihe wendet sich an Ehrenamtl iche und Übungsleiterinnen und -leiter, die mit 
ihren Bewegungsangeboten den Spracherwerb von Neuzugewanderten fördern. Zu den 
Teilnehmenden gehören auch Neuzugewanderte. 
13 „Parlana“ ist ein Sprach- und Kulturaustauschevent im Café SpecOps, bei dem jede/r Teilnehmende 
bei Ankunft Fähnchen zum Ankleben erhält, die kenntlich machen , welche Sprachen beherrscht 
werden oder  geübt werden möchten.

13 
 
Sprache lernen“14, oder das „Sportpaten-Projekt“15, Schwimmkurse für muslimische Frauen16 
und Schwimmkurse  kombiniert mit  Nachhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 17 
sowie Veranstaltungen zur Einführung Zugewanderter in die deutsche Sportvereinskultur wie 
„Understanding Germany – a birds eye’s view“ 18. Im Vordergrund vieler gut angenommener 
Angebote, wie auch dem der „Leinwandbegegnungen“19, des Theaterstücks 
„zeit.punkt.neu“20 oder dem Sportangebot „Integration of Women in Sport“ 21 steht vor allem 
der Beziehungsaspekt: Menschen, die Neuzugewanderte in dies e Angebote gebracht haben 
und als stetige  Ansprechpartnerinnen und -partner mit am Angebot teilnehmen.  Hingegen 
zeigt eine Ansprac he, die rein auf Schriftlichkeit  — wie bei einem Flyer  — beruht, wenig 
Wirkung. Im Besonderen die Tatsache, dass die deutsche Sportvereinsstruktur mit ihrer  
bürokratischen Ausrichtung in anderen Kulturen eher unbekannt ist und ggf. befremdlich 
wirkt, verlangt nach einem Umdenken  der hiesigen Strukturen ; eben wie Neuzugewanderte 
Zugang zu Sportverei nen bekommen und deren Angebote  langfristig wahrnehmen. 22 Im 
Hinblick auf Kinder und Jugendliche böte sich hier z.B. eine intensivere Kooperation 
zwischen Schule und Sportvereinen mit erweiterten Tandem-Projekten an.    
 
Die stadtbezirks- und stadtteilübergreifende Arbeit als fortlaufender Prozess (und damit zu 
diesem Zeitpunkt kein Anspruch auf Vollständigkeit) , in dem zudem Push- und Pull -
                                                
14 „Im Tandem Sprache lernen“ ist ein Vermittlungsangebot des DRK Landesverband Westfalen -Lippe, 
das Menschen, die Interesse am sprachlichen und kulturellen Austausch haben, mit Geflüchteten 
zusammenbringt. 
15 Das Sportpatenprojekt ist ein Angebot der WWU Münster, be i dem Sportstudierende jüngere 
Schülerinnen und Schüler  mit ungünstigen Entwicklungschancen durch sportliche Aktivitäten in ihrer 
motorischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung fördern  und mit positiven Erfahrungen 
im Sport den Selbstwert de r Kinder stärken (siehe: https://www.uni-muenster.de/imperia/md/ 
content/sportwissenschaft/aktuelles/050613_sportpaten_verlinkung.pdf ). 
16 In Kinderhaus bietet der Stadtsportbund, im Besonderen das Bildungswerk des Landessportbund,  
schon seit über 15 Jahren  ein kultursensibles Schwimmangebot für muslimische Frauen und deren 
Kinder im Schwimmbad der Regenbogenschule  an. Dort können die Frauen  hinter verhängten 
Fenstern im Badeanzug jeglicher Art von sportlicher Betätigung im Wasser nachgehen.  
17 Der Verein Wasser + Freizeit e.V. bietet allei nreisenden Jugendlichen und Männern (16-20 Jahre) 
Schwimmkurse im städtischen Hallenbad Wolbeck und im Bürgerbad Handorf an. Die Geflüchteten 
werden über die Schwimmkurse hinaus bei Bedarf auch mit Nachhilfe (z .B. zur Erreichung des 
Schulabschlusses) unterstützt. 
18 “Understanding Germany – a birds eye’s view” war eine Veranstaltungsreihe der Brücke/ des 
International Office der WWU Münster, die Neuzugewanderte über die Verankerung bestimmter 
Fachbereiche in der d eutschen Gesellschaft aufklärte. In einer der Ringvorlesungen wurde speziell 
über die hiesige Sportvereinskultur informiert. 
19 „Leinwandbegegnungen“ ist eine Filmreihe, die durch eine Kooperation zwischen der studentischen 
Initiative „Welcome Münster“ und dem „Cinema Münster & Kurbelkiste“ entstanden ist. Sie richtet sich 
gezielt an geflüchtete Menschen sowie an alle, die Interesse an kulturellem Austausch haben. Nach 
der Filmvorführung werden alle Besuche rinnen und Besucher  dazu eingeladen, sich im „neben* an“ 
über das Thema des Films und Weiteres auszutauschen. 
20 Das Theaterstück entstand in einem Schulterschluss des Theater Scintialla und Cactus Junges 
Theater aus Münster. An dem Theaterstück arbeiteten insgesamt acht junge Erwachsene (sechs 
Geflüchtete aus unterschiedlichsten Bereichen (Schule, Berufsschule, Arbeit) und unterschiedlicher 
Herkunft (Syrien, dem Iran) und zwei deutsche Studierende) mit, um in verschiedenen Szenen zur 
positiven Diskussion über u.a. das Fremdsein anzuregen. Durch die theaterspezifische Arbeit mit 
vielen Sprach- und Bewegungselementen wurde dieses Angebot auch zu einem informellen 
Sprachangebot, Angebot zum Aufbau von Selbstwert, Angebot der Begegnung  mit Einheimischen und 
Angebot zur Stressreduktion durch Bewegung für die jungen Geflüchteten.   
21 „Integration of Women in Sports“ („Iowis“) ist ein Fitness - und Entspannungskurs des 
Frauensportvereins Münster e.V. (FSV Münster), der speziell auf die Bedarfe geflüchteter Frauen 
eingeht. Das Angebot findet in einer sichtgeschützten Sp orthalle in der Marienschule  (Bischöfliches 
Mädchengymnasium) statt und umfasst die Möglichkeit zur Kinderbetreuung. 
22 Manche Sportvereine haben ihre Mitgliederbeiträge für Geflüchtete angepass t bzw. keine Beiträge 
berechnet. Da dies nicht auf Dauer möglic h ist, wird zu überlegen sein, wie Geflüchtete weiter im 
Sportverein aktiv sein können.

14 
 
Faktoren23 ermittelt werden, deutete derzeitig schon daraufhin, dass es in Münster sowohl im 
Handlungsfeld „Sprache“ als auch „Sport“ Ne tzwerkstrukturen und eine Vielzahl von 
Angeboten für Neuzugewanderte gibt. Diese gilt es allerdings  — neben der Schließung von 
eindeutigen Angebotslücken — weiterzuentwickeln und  zugänglich zu machen.   
 
3.3.4 Projektbezogene Veranstaltung 
Um Münsters Bildungsakteurinnen und -akteure aus den Bereichen Sprache und Sport eine 
Plattform zum persönlichen Austausch zu bieten, ist eine Veranstaltung am 31.10.2018 im 
Rathaus und Stadtweinhaus in Planung . Es wird Fachvorträge zu  den Themengebieten  
sprachliche und  sportliche Förd erung von Neuzugewanderten geben. Ebenso sind 
Workshops u.a. zur Verbindung von Sport und Sprache sowie Beispiele guter Praxis  
vorgesehen.  
 
Die an der Veranstaltung teilnehmenden Bildungsakteurinnen und -akteure werden auch in 
die geplante Übersicht über Münsters Bildungsakteurinnen und -akteure (siehe 3.3.1) 
aufgenommen. 
 
3.4 Beratung von Entscheidungsinstanzen der Kommune 
Im Hinblick auf die Beratung von Entscheidungsinstanzen beispielsweise zur Versorgung 
jener Zielgruppen, die nicht in Bildungseinrichtungen oder am Arbeitsmarkt durch 
Sprachkurse gefördert werden, kann die Bildungs koordination zum derzeitigen 
Projektzeitpunkt noch nicht intensiv tätig sein. Dennoch ni mmt sie bereits dysfunktionale 
Strukturen auf, klärt über Bedarfe auf und leitet Informationen weiter . Um jedoch eine 
umfassende Beratung und eine Veränderung gegebener Strukturen gewährleisten zu 
können, bedarf es weiterer, aufsuchender Arbe it von Bildungsakteur innen und -akteuren in 
den einzelnen Stadtbezi rken sowie eines daran anschließenden, umfassenden Überblicks 
über die Bildungslandschaft für Neuzugewanderte in den beiden Handlungsfeldern “Sport“ 
und “Sprache“.  
 
Daraus resultierend ist eine umfassende Beratungstätigkeit von Ent scheidungsinstanzen, 
auch in politischen Gremien der Stadt Münster, zum Ende der Projektlaufzeit vorgesehen. 
 
4. Ausblick 
 
Mit Blick auf die bisherige Projektlaufzeit lässt sich festhalten, dass das Projekt "Kommunale 
Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte" in Münster gut angelaufen ist.  
 
Das Projekt wurde mit seiner spezifischen Schwerpunktsetzung auf die Koordinierung in den 
Handlungsfeldern "Sprache" und "Sport" verwaltungsintern bekannt gemacht, interne  und 
erste externe Akteurinnen und Akteure wurden in das Vorhaben eingebunden. Dafür wurden 
bereits bestehende Strukturen und Netzwerke aus Verwaltung und Zivilgesellschaft genutzt 
(z.B. das Stadtweite Netzwerk für Menschen mit Migrationsvorgeschichte, Arbeitskreise, 
Zusammenschlüsse der Flüchtlingshilfe, Migrantenselbstorganisationen etc.). Die 
Einbindung weiterer externer Akteurinnen und Akteure ist in Planung. 
 
                                                
23 Diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt mit quantitativen Daten aus Studien der Ethnologie für 
Schule und Erwachsenenbildung (ESE) und einem Projekt zu Annahme von  Sportangeboten von 
Neuzugewanderten der Fachhochschule Münster zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung 
abgeglichen werden.

15 
 
Des Weiteren wurden  verwaltungsinterne und -externe Koordinierungsstrukturen und -
gremien z.B. zur Abstimmung der kommunalen In tegrationsprojekte sowie der neue und 
eigenständige Beirat „Sport, Sprache, Integration“ auf gebaut. Im Beirat sind vor allem auc h 
zivilgesellschaftliche Akteur innen und Akteure  vertreten (WWU Münster, 
Migrantenselbstorganisationen, Integrationsrat), die auf konzeptioneller Ebene an der 
Schließung von Angebotslücken arbeite n (z.B. an Qualifizierungsmaßnahmen für die 
Teilgruppe der Geflüchteten). Die erarbeiteten Strukturen und Konzepte aus dem Beirat 
werden zeitnah an die operative Ebene weitergegeben und umgesetzt.  
 
Zur Herstellung von Transparenz über Münsters Bildungslandschaft für Neuzugewanderte im 
Bereich "Sprache" und "Sport" werden stetig Bildungsakteur innen und -akteure in den 
Stadtbezirken aufgesucht, Schnittstellen gesichtet und zur Vernetzung der  Akteurinnen und 
Akteure angeregt. Aufgrund der Vielzahl an Angeboten in Münster sowie der Pionierarbeit im 
Hinblick auf die Verbindung der Handlungsfelder "Sprache und Sport" lässt sich zum jetzigen 
Zeitpunkt des Projekts bereits festhalten, dass der Projektzeitraum von zwei Jahren  zu kurz 
ist. Insbesondere in Bezug auf die Herstellung von Transparenz und Etablierung nachhaltiger 
Vernetzungsstrukturen sowie der Erfassung von informellen und non -formalen 
Bildungsmöglichkeiten des lebenslangen Lernens , bedarf es zur Zielerreichung  eines 
längeren Projektzeitraums. Dies hat auch bereits dazu geführt, dass seitens des Bundes 
eine Verlängerung des Förderprogramms angekündigt wurde. Die Verlängerung des Projekts 
wird daher angestrebt.

Anlage A

3669 Zeichen

Anlage A zur V/0179/2018 
Kurzüberblick 
Zwischenbericht über das Bundesprojekt "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte - Sport, Sprache, Integration". Status Quo nach einem Jahr Projektlaufzeit. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ ver-
folgt.  
 
Teilziele lauten: 
1) Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und Erweiterung 
ggf. bestehender Strukturen 
2) Identifizierung und Einbindung der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure 
3) Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige Bildungsakteurinnen und -akteure sowie vor-
handene Bildungsangebote 
4) Beratung von Entscheidungsinstanzen der Kommune  
 
Zielerreichung:  
In dem ersten von zwei Jahren Projektlaufzeit wurden Koordinierungsstrukturen aufgebaut und 
relevante Bildungsakteurinnen und -akteure innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung 
eingebunden. Stetig werden weitere in den Stadtbezirken erfasst und ggf. miteinander vernetzt. 
Zurzeit wird an einer Übersicht zur Herstellung von Transparenz über die Bildungsakteurinnen 
und -akteure aus den Handlungsfeldern „Sprache“ und „Sport“ gearbeitet. Durch die Vielzahl der 
bislang erfassten Akteurinnen und Akteure lässt sich bereits erkennen, dass für die Erreichung 
dieses Teilziels – speziell im Hinblick auf die Berücksichtigung formaler, non-formaler und infor-
meller Angebote – eine längere Projektlaufzeit sinnvoll wäre.   
Erste Beratungsprozesse in Form der Weitergabe von Informationen über erfasste Bedarfe finden 
in den Koordinierungsgremien bereits statt, die Beratung von Entscheidungsinstanzen, auch in 
politischen Gremien der Stadt, ist zum Ende der Projektlaufzeit vorgesehen.    
 
Nach heutigem Stand wird das Projekt bis März 2019 laufen. Die Finanzierung der zwei tätigen 
Bildungskoordinatorinnen erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG 0301 Bezeichnung der PG: Zentrale Mittel für die Schulen 
Auswirkungen auf den Ergebnis-
plan 
X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-) 
Haushaltsplan 2018 enthalten 
X Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des  (Nachtrags-) 
Haushaltsplan 2018 enthalten 
 Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-
Jahren? 
X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Insgesamt sind für den Zeitraum 2018/2019 bei Erträgen und Aufwand 158.600 Euro veranschlagt. 
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig frei-
willig 
Grundlage dieses Projektes: Ratsbeschluss am 28.09.2016, vgl. Vorlage V/065672016 „Kommuna-
le Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Sport, Sprache, Integration – Antrag 
der Stadt Münster“. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Der Zwischenbericht zur Berichtsvorlage macht Aussagen zu den Querschnittsthemen „Migration“ 
und „Gleichstellung“. 
Er beschreibt, dass trotz der Abnahme fluchtbedingter Zuzüge weiterhin Bedarf an Integrations-
maßnahmen besteht (siehe Zwischenbericht: 2.1 Zur Verbindung von Sport, Sprache und Integra-
tion, S. 2) und stellt dar, welche Angebotslücken im Bereich der Sprachförderung und des Sports 
für bestimmte Zielgruppen Neuzugewanderter in Münster zum derzeitigen Projektzeitpunkt zu 
verzeichnen sind. So ist beispielsweise ein Bedarf an Sprachförderung für Mütter mit Kinderbe-
treuung festzustellen (siehe Zwischenbericht: 3.3.2. Arbeit in den Stadtbezirken, S. 12).

Berichtsvorlage

4226 Zeichen

V/0179/2018 
V/0179/2018 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Bundesprojekt "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte - Sport, 
Sprache, Integration" 
Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   18.04.2018 Integrationsrat Bericht 
   24.04.2018 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
   02.05.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
   02.05.2018 Sportausschuss Bericht 
   09.05.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung 
Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit der in den Jahren 2015  und 2016 verstärkten Zuwanderung hat das Bundesministerium für Bi l-
dung und Forschung (BMBF) 2015 das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsa n-
gebote für Neuzugewanderte“ aufgelegt. Die Stadt Münster beantragte die Förderung für zwei Vol l-
zeitstellen für zwei Jahre (vgl. Vorlage V/ 0656/2016). Das Projekt wurde im Dezember 2016 gene h-
migt, konnte bereits im März 2017 starten und wird zunächst bis März 2019 arbeiten. 
 
In Münster wird der Schwerpunkt der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote  für Neuzu-
gewanderte auf die Verbindung der Themen „Sport, Sprache, Integration“ gelegt. Durch die zwei def i-
nierten Handlungsfelder „Sprache“ und „Sport“ zeichnet sich die Stadt Münster mit einem Alleinste l-
lungsmerkmal innerhalb des Bundesprojekts aus. Bei de Felder bereichern sich gegenseitig und m a-
chen Integrationsbemühungen erfolgreicher. Das Projektkonzept sieht die folgenden Ziele vor: 
 
1) Aufbau kommunale r Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und Erweiterung ggf. 
bestehender Strukturen 
2) Identifizierung und Einbindun g der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure innerhalb und 
außerhalb der Kommunalverwaltung 
3) Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige Bildungsakteurinnen und -akteure sowie vorhan-
dene Bildungsangebote 
4) Beratung von Entscheidungsinstanzen der Kommune 
 
Amt für Schule und 
Weiterbildung 
 
19.03.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau König, Frau Willnath 
Telefon: 492-4022 /492-4032 
Bildungskoordination@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0179/2018 
Nach nunmehr 12 Monaten Projektarbeit wird der Zwischenstand vorgestellt. Das Projekt ist gut a n-
gelaufen und bereits verwaltungsintern bekannt. Stetig wird es verwaltungsextern weiter vorgestellt 
(work in progress). Erste Koordinierungsstrukturen (u.a. in Form einer fachübergreifenden Koordini e-
rungsgruppe der städtischen Integrationsprojekte auf Dezernatsebene) wurden aufgebaut. Fortla u-
fend werden Bildungsakteurinnen und -akteure mit ihren formalen, non -formalen und informellen An-
geboten in den einzelnen Stadtbezirken Münsters erfasst und ggf. miteinander vernetzt. Eine Übe r-
sicht über die Bildungsakteurinnen und -akteure wird zurzeit erarbeitet. Diese soll zu Projektende der 
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem wurde bereits der Beirat „Sport, Sprache, Integrati-
on“ gegründet. Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, die aus den jeweiligen Stadtbezirken und auch 
die bezirksübergreifend erfassten Bildungsbedarfe Neuzugewanderter im Rahmen der Möglichkeiten 
zu decken und das Potenzial eines interdisziplinären Austausches seiner Mitglieder aus Verwaltung 
und Stadtgesellschaft dafür zu nutzen. Derzeit arbeitet der Beirat konkret an der Schließung von iden-
tifizierten Angebotslücken und wird voraussichtlich im Herbst 2018 erst e Ergebnisse liefern. Sowohl 
innerhalb als auch außerhalb des Beirats finden erste Beratungsprozesse von Entscheidungsinsta n-
zen statt, die im weiteren Projektverlauf intensiviert werden.  
 
Ausblick: 
Das BMBF hat das Förderprogramm zwischenzeitlich um zwei weitere Jahre verlängert. Danach 
könnte das Projekt bis 2021 arbeiten und in einer deutlich größeren Tiefe und Breite Bildungskoord i-
nation realisieren. Es gibt im Sommer 2018 die Möglichkeit der Antragsstellung zur Verlängerung. Die 
Verwaltung wird hierzu für die erste Beratungskette nach der Sommerpause eine Beschlussvorlage 
für den Rat erstellen. 
 
I.V. 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen: 
 
- Anlage 1: Anlage A zur V/0179/2018 
 
- Anlage 2: Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr

Beratungsverlauf (5)

18.04.2018 Integrationsrat
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.04.2018 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.05.2018 Sportausschuss
TOP 3.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.05.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
09.05.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Warendorfer Straße
  • Kinderhaus

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Details

Aktenzeichen
V/0179/2018
Typ
Vorlagen
Datum
12.03.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37