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V/0084/2026

Evaluierung zur Patenschaft Braunsberg/Braniewo

Vorlagen 21.01.2026

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 11.02.2026, TOP 4

A-R-0005-2024-IF-Antrag-Braunsberg

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Beschlussvorlage

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Anlage A

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Patenschaftsurkunde

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A-R-0005-2024-IF-Antrag-Braunsberg

1396 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0005/2024 
 
 
Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Weseler Str. 19-21 – 48151 Münster  
0251/13651766 – buero@fraktion-ms.de – Fraktionssprecher: Lars Nowak 
 
Münster, 06.02.2024 
 
 
Ratsantrag gem. § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung 
Patenschaft zu Braunsberg evaluieren 
 
Der Rat möge beschließen: 
1. Die Verwaltung legt dar, was Inhalt und Ziel der bestehenden Patenschaft über 
Braniewo sind und ob eine Beendigung dieser empfohlen wird. 
 
Begründung: 
Braniewo, das ehemalige Braunsberg, ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft 
Ermland-Masuren, ehemals Ostpreußen. Die Stadt Münster hat 1954 eine „Patenschaft“ 
über Braunsberg übernommen, die bis heute besteht. Sie ist jedoch mit keinerlei Leben 
gefüllt und in ihren Grundzügen hierarchisch und revisionistisch angelegt. Schon in Anlage 1 
zur Vorlage V/0246/2019/1 führt die Verwaltung hierzu aus: 
 
„Nicht beschrieben werden die Patenschaft mit Braniewo (ehemals Stadt und Kreis 
Braunsberg) und die Partnerschaft zwischen Münster-Hiltrup und Beaugency. Dies ist darin 
begründet, dass sich die Patenschaft mit Braniewo mittlerweile auf ein jährliches Treffen der 
Kreisgemeinschaft beschränkt […]“ 
Deshalb soll die Verwaltung prüfen, ob auch eine formale Beendigung der Patenschaft 
angemessen ist. 
 
gez. 
 
RH Lars Nowak  RH Michael Krapp  RH Dr. Georgios Tsakalidis 
Fraktionssprecher

Beschlussvorlage

6376 Zeichen

V/0084/2026 
V/0084/2026 
 
 
Öffentliche  Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Evaluierung zur Patenschaft Braunsberg/Braniewo 
 
 
 
Beratungsfolge  
 
   11.02.2026 Hauptausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Hauptausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung über die Inhalte und Ziele der Pa-
tenschaft Münster – Braniewo (ehemals Braunsberg) zur Kenntnis.  
2. Der Ratsantrag der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP Nr. A-R/0005/2024 ist damit 
erledigt.  
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
keine 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit dem Antrag der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP Nr. A-R/0005/2024 vom 6.2.2024 „die 
Patenschaft zu Braunsberg zu evaluieren“ wird die Verwaltung beauftragt, die Inhalte und Ziele der 
Patenschaft darzulegen und zu prüfen, ob eine Beendigung empfohlen wird. Der Antrag wurde in der 
Sitzung des Rates am 21.02.2024 an den Hauptausschuss verwiesen. 
 
Die Evaluierung hat folgendes ergeben: 
 
Zu 1:  
 
Inhalte und Ziele der Patenschaft 
Am 17. Juli 1954 wurde eine Patenschaftsurkunde der Stadt Münster mit dem heutigen polnischen 
Stadt und Landkreis Braniewo (ehemals Braunsberg) in Münster unterschrieben. Ziel der Patenschaft 
ist danach, „den aus ihrer Heimat vertriebenen Braunsbergern einen Sammelpunkt menschlicher und 
Amt für Bürger - und 
Ratsservice  
 
29.01.2026 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Lösel  
Telefon: 492-3325 
Loesel@stadt -muenster.de

- 2 - 
V/0084/2026 
kultureller Gemeinschaft zu geben und die vertrauensvollen Beziehungen zwischen den Münstera-
nern und Braunsbergern zu vertiefen“. 
 
In der Urkunde wird die Patenschaft mit der Verbundenheit der Stadt Münster zu den heimatvertrie-
benen Braunsberger*innen begründet. 
 
Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg lebten viele vertriebene Braunsberger*innen über die ganze Bun-
desrepublik verstreut. Ein Siedlungsschwerpunkt war jedoch Westfalen und hier insbesondere Müns-
ter.  
 
Dies lag u.a. daran, dass Münster und das heutige Braniewo schon vor dem Zweiten Weltkrieg Be-
ziehungen zueinander pflegten. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts standen Professoren und Päda-
gogen im regen Austausch. U.a. wurde das ehemalige Jesuitengymnasium und die philosophisch-
theologische Lehranstalt im damaligen Braunsberg mit Unterstützung aus Münster Anfang des 19. 
Jahrhunderts reorganisiert.  
 
Außerdem übernahm schon während des Ersten Weltkrieges der Regierungsbezirk Münster im Rah-
men der Ostpreußenhilfe zur Behebung der Kriegsschäden eine Kriegspatenschaft und zu guter Letzt 
war der letzte freigewählte Bürgermeister Braunsbergs vor dem Krieg Ludwig Kayser, der münster-
sche Wurzeln hatte.  
 
All diese Verbindungen führten im Jahr 1954 zur Begründung der Patenschaft mit der Stadt und dem 
Landkreis Braniewo.  
 
Seit Begründung der Patenschaft war die Kreisgemeinschaft Braunsberg ein wesentlicher Akteur der 
Patenschaft – auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder auch Kultur-, Schul- oder Sportaustau-
sche gab.  
 
Insbesondere nach den Umbruchjahren 1989/1990 entwickelte sich die Patenschaft dank vielfältiger 
neuer grenzüberschreitender Kontakte. In diesen Jahren gab es einen regelmäßigen Austausch zwi-
schen den Verwaltungen.  
 
Als 1991 die Städtepartnerschaft mit Lublin gegründet wurde, rückte die Patenschaft Braniewo in die 
zweite Reihe, da Braniewo und Münster sich sowohl in der Einwohner*innenzahl stark unterscheiden 
(Braniewo Stadt 5.400, Braniewo Kreis ca. 17.000 Einwohner*innen - Quelle Wikipedia) als auch über 
eine unterschiedliche Infrastruktur und politische Einstellungen verfügen.  
 
Seit ca. 2010 ist die Kreisgemeinschaft Braunsberg alleiniger Akteur der Patenschaft und richtet seit-
dem jährlich neben einer Reise nach Braniewo das Kreisgemeinschaftstreffen in Münster aus.  
 
Obwohl während der Covid-Pandemie die Kreisgemeinschaftstreffen und die Braniewofahrten der 
Kreisgemeinschaft Braunsberg ausgesetzt werden mussten, war es den durchweg älteren Mitgliedern 
der Gemeinschaft wichtig, ab 2022 zumindest wieder das jährliche Treffen durchzuführen. Das letzte 
Treffen der Kreisgemeinschaft hat am 04.10.2025 mit gut 20 Teilnehmenden in der Johanniter-
Akademie stattgefunden.   
 
 
 
Seit Jahren finden neben den Kreisgemeinschaftstreffen keinerlei weitere Aktivitäten im Rahmen der 
Patenschaft statt. Die Treffen der Kreisgemeinschaft Braunsberg  wurden noch in den 90er Jahren 
von bis zu 400 ehemaligen Braunsberger*innen besucht. 2022 und 2023 waren es noch rund 30 Mit-
glieder, nun gut 20 Mitglieder . Dies führt zu der Prognose, dass die Treffen innerhalb der nächsten 
rund 10 Jahre voraussichtlich eingestellt werden und sich die Kreisgemeinschaft Braunsberg alters-
bedingt ggfs. auflösen wird. Damit wird der zentrale Akteur der Patenschaft wegbrechen und auch die 
Patenschaft immer weniger sichtbar sein, sofern die Verwaltung diese nicht aktiv bewirbt und fördert. 
Eine „Neubelebung“ der Patenschaft ist schon aufgrund der unterschiedlichen Größe und Struktur

- 3 - 
V/0084/2026 
beider Städte aus Sicht der Verwaltung nicht zu empfehlen. Bereits 2019 wurde in der Vorlage 
V/0246/2019/1 „Münsters Städtepartnerschaften stärken und weiterentwickeln“ die Patenschaft zu 
Braniewo nicht weiter beschrieben. Zudem wurde 2024 vom Verwaltungsvorstand beschlossen, dass 
das Braunsberg-Braniewo-Sitzungszimmer im Stadtweinhaus in Fresno-Zimmer umbenannt wird. Auf 
der Homepage des Büro Internationales im Amt für Bürger - und Ratsservice ( www.stadt-
muenster.de/internationales) wird die Patenschaft mit Braniewo im Einleitungstext erwähnt, ansons-
ten aber nicht weiter aufgeführt und bei öffentlicher Nennung der Städtepartnerschaften wird Branie-
wo ebenfalls nicht aufgeführt.  
 
All dies führt dazu, dass die Patenschaft auf lange Sicht auslaufen wird und dass aktuell kein aktives 
Handeln erforderlich scheint. Eine aktive Beendigung wird aufgrund der zu erwartenden Auswirkun-
gen sowohl für die internationalen Beziehungen als auch für die hier lebenden Menschen nicht emp-
fohlen.  
 
 
Zu 2: 
Mit Beschluss dieser Vorlage ist der Ratsantrag A -R/0005/2024 der Internationalen Fraktion Die 
PARTEI/ÖDP vom 06.02.2024 erledigt.  
 
 
 
Gez. 
Tilman Fuchs 
Oberbürgermeister 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Anlage A 
Anlage 2: Ratsantrag A-R/0005/2024 der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP  
Anlage 3: Patenschaftsurkunde vom 17.7.1954

Anlage A

1271 Zeichen

Anlage A zur V/0084/2026 
Kurzüberblick 
 
Die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP hat einen Ratsantrag zur Überprüfung der Paten-
schaft Stadt und Kreis Braniewo gestellt. Die Verwaltung empfiehlt eine Fortführung der Paten-
schaft, da diese nur geringe Ressourcen benötigt.  
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Vorlage wird das Ziel verfolgt, Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips 
„Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterzuentwickeln. Zudem wird die Stadt 
Münster als Ort der Begegnung gestärkt.  
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe 0102 GF Politische Gremien, Städtepartnerschaften, Europa 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2025 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2026 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren  x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen  
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine

Patenschaftsurkunde

796 Zeichen

FL m Zeichen der Verbundenheir mir den
heimatvertriebenen Braunsbergern hot der Rar
der Sradr Münffer am 24- Mai 1954 befchlos-
sen/die Patenfchaft für den Stadr- und Land-
kreis Braunsberg zu übernehmen

chon feit langem befanden zwifchen
den beiden Städten gaflige Beziehungen.

BZ siche Bürger Braunsbergs haben
nach ihrer Vertreibung in Münfter Zufluhtr
und eine neue Wirkungsffätte gefunden»

Mı der Übernahme der Patenf haft bekun-
det der Rat der Stadt Münfter feinen Willen /
den aus ihrer Heimat vertriebenen Braunsber-
gern- in Anknüpfung an das geiffige Erbe des
deutfehen Oftens - einen Sammelpunkr menfch-
licher und kultureller Gemeinfchaft zu geben
und die vertrauensvollen Beziehungen zwifchen
den Münfferanern und Braunsbergern

zu vertiefen.

. MÜNSTER / WESTFALEN 17. JULI 1954

Beratungsverlauf (1)

11.02.2026 Hauptausschuss
TOP 4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Weseler Straße 19

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Details

Aktenzeichen
V/0084/2026
Typ
Vorlagen
Datum
21.01.2026
Erstellt
21.01.2026 15:51