2913/2025
Einrichtung eines stadtweiten Lastenradverleihsystems (KVB-Lastenrad): Evaluation des Pilotversuchs
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Anlage 1 Evaluation KVB-Lastenrad
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KVB-Lastenrad Teilbereich Mobilitätsmanagement Abt. Multimodale Angebote Ergebnisse nach 30 Monaten Pilotbetrieb 2 KVB-Lastenrad im Überblick Zweieinhalbjähriger Pilotversuch 8 Entscheidung im Kölner Rat 06/2022 Inbetriebnahme durch die KVB und GreenMoves 12/2022 VRS Abo/D -Ticket erhalten 400 Freiminuten/Monat Bürgerbeteiligung über Portal „Meinung für Köln“ KVB-Lastenrad 8 Stationen 3 Stationen4 Stationen 3 Projekt-Meilensteine im Betrieb 12.22 – 06.2025 KVB-Lastenrad Angebotsbe ginn 09.12.22 Angebot zeitweise nicht verfügbar Stabiler Betrieb Teilweise Sättigungseffekte (15 Fahrzeuge), Stationsverlagerungen Einführung D-Ticket 4 Evaluierung der Pilot-Stadtteile KVB-Lastenrad Nippes: 847/8 Fzg. = 105 Anmeldung je Fzg. PLZ: 50733 Deutz: 262/4 Fzg. = 66 Anmeldungen je Fzg. PLZ: 50679 Neubrück : Bis 01.24 3Fzg., ab 02.24 2Fzg. = 20- 30 Anmeldungen je Fzg. PLZ: 51069 Stammheim: ab 02.24/1 FZG= 23 Anmeldungen je Fzg. PLZ: 51061 5 2 9 18 22 27 45 64 197 237 252 281 405 444 453 463 540 590 878 881 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 Custodisstraße Reischplatz Georgstraße Weismantelweg Andreas Hermes Straße GAG-Kundencenter Florastraße Mindener Straße TH Köln Drehbrücke Tempelstraße Nohlstraße Baudriplatz Mauenheimer Straße Kuenstraße Sechzigstraße Viersener Str. Auf dem Stahlseil Kesselhausstraße Anzahl Buchungen pro Stationspartner Evaluierung der Stationen KVB-Lastenrad Teststationen haben sich bewährt 86% der Befragten äußern sich zustimmend 10.02.23 01.02.23 27.02.4 Nippes Deutz Neubrück Stadteilübersicht Stammheim 6 Evaluierung ÖV-Freiminuten vs. Normaltarif KVB-Lastenrad 35 % der Umsätze im Normaltarif wurden von Nutzern mit VRS-Chipkarten erzielt Der Umsatz per VRS-Chipkarte lag rund 57% über der Nutzung im Normaltarif (9 Cent/Minute) 3511 Anmeldungen mit Wohnsitz Köln. 290 Anmeldungen aus Deutschland und 1 Amerika, 1 Niederlande, 1 Schweiz, 1 Österreich, 1 Lettland und 1 Belgien. Die durchschnittliche Nutzungsdauer ist mit rund 175 Minuten/Ausleihe hoch, reduziert aber die Verfügbarkeit für weitere Nutzer Eine Begrenzung auf 180 Freiminuten/Monat (statt 400) sollte ausreichen, um sinnvolle Nutzung und Verfügbarkeit zu vereinen Die Integration in den ÖV wird in der Umfrage mit großer Mehrheit unterstützt 11 % aller Fahrten waren Tagesausleihen Durchschnittliche Buchungsdauer pro Monat Buchungen pro Monat & Kumulierte Buchungen pro Jahr Anzahl beendeter Fahrten (Tagestarif, Minutentarif)pro Team 1409 230 3718 431 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 Minutentarif Tagestarif Anzahl beendeter Fahrten KVB-Lastenrad KVB-Lastenrad mit VRS Chipkarte Anzahl beendeter Fahrten (Tagestarif, Minutentarif) pro Team 02:32:34 03:42:59 01:45:3502:00:3502:51:0602:56:3103:11:4903:10:5902:57:0502:18:2002:58:1602:07:2002:05:2102:34:4902:53:1502:24:2303:22:3003:23:2003:20:2103:18:5603:03:1303:29:24 02:10:2602:08:5102:27:4702:14:07 03:22:0403:05:3804:00:2903:32:35 00:00:00 06:00:00 12:00:00 18:00:00 24:00:00 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Jun 2023 2024 2025 Stunden Durchschnittliche Buchungsdauer pro Monat 7 Demographie KVB-Lastenrad Durchschnittliche Buchungsdauer pro Monat Buchungen pro Monat & Kumulierte Buchungen p Jahr Alter der Kunden Die demographische Verteilung zeigt einen typischen Verlauf In der Altersgruppe 25 – 48 dürften mehrheitlich auch die Nutzer vertreten sein, die die höchste Affinität zur Lastenradnutzung aufweisen. Hierzu wurden keine Daten erhoben. 8 Anpassungen im laufenden Piloten Für Quartiere und Stadtteile wie Neubrück müssen alternative Lösungen entwickelt werden KVB praktiziert seit Anfang 2023 mit der GAG erfolgreich im Quartier Stammheim ein KVB -Rad Stationskonzept. Lage der Stationen, Nutzung, Vandalismus und aufgeräumte Abstellungen konnten signifikant verbessert werden Auf Initiative der KVB wurde das Angebot auch durch ein Lastenrad von Green Moves erweitert. GAG befürwortet das aktuelle Angebot durch ein KVB-Lastenrad zu ersetzen Rückbau einer Station in Neubrück (Weißmantelweg) und Verlegung des Standortes nach Stammheim Evaluierung als Alternative für vergleichbare Quartiere Verlegung von Stationen innerhalb von Nippes, da sich diese aufgrund ihrer Lage Kundenpotenziale abgenommen haben KVB-Lastenrad 9 Lessons Learned Der Besitz eines ÖPNV -Abos ist ein Treiber für die Nutzung des KVB-Lastenradangebotes (62 Prozent aller registrierten Kunden verfügen über ein Abo) Freiminuten eignen sich gut als Anreiz zur Nutzung von Leihlastenräder Zur Kostenreduzierung sollten die Freiminuten von 400/Monat auf 180/Monat reduziert werden Das GAG -Modell hat sich bewährt und kann im Rahmen des Raumbuches die Einrichtung von Mobilstationen und/oder Lastenradstationen in Zusammenarbeit mit privaten Wohnungseigentümern unterstützen Die Neuausrichtung des Piloten sollte vor dem Hintergrund der Realisierung des Raumbuches Mobilstationen betrachtet werden KVB-Lastenrad 10 Lessons Learned In Neubrück sind vermehrt Vandalismusfälle aufgetreten, was zur Reduzierung an Stationen sowie einer teilweisen Einstellung des Angebotes geführt hat Ein Kümmerer (Stationspartner) vor Ort verringert die Vandalismusfälle Reine Lastenradstationen in den Außengebieten sollten aufgrund der hohen PKW -Besitzgrades und der sozio-kulturellen Hintergründe als Insellösung hinterfragt werden Die Stadt könnte infolge des Raumbuches in Zusammenhang mit der Einrichtung privater Lastenradstellplätze die Anschaffung von privaten Lastenrädern fördern Die Verwendung von „mobilen“ Lastenradstationen hat sich bewährt Umzug möglich Die Ausleihzahlen sind nicht mit dem KVB -Rad vergleichbar. Die Station mit den meisten Ausleihen hat < 1 Ausleihe/Tag Ggf. ist die Umwandlung bzw. Weiternutzung vorhandener Lastenradpilotstationen als Shared-Mobility- Flächen denkbar KVB-Lastenrad 11 Vandalismus & Diebstahl Zu Beginn des Pilotprojekts gab es massive Probleme mit Diebstahl und Betrugsversuchen, die fast zu einer Einstellung des Systems geführt hätten. Diese konnten jedoch durch Änderungen im Registrierungsprozess, eines guten Bike-Hunting-Prozesses und einer Optimierung des Sharing-Schlosses auf ein erträgliches Maß reduziert werden Schmierereien am Branding Diebstahl von Vorderrädern (nach der Sicherung der Vorderräder, kam es dann zum Diebstahl der Vorderräder samt Gabel, sodass die Sicherungen wieder entfernt wurden) Diebstahl von Boardcomputern Diebstahl der hochwertigen Beleuchtung Diebstahl von Griffen KVB-Lastenrad 12 KVB-Lastenrad Vielen Dank. Kölner Verkehrs-Betriebe AG Teilbereich Mobilitätsmanagement Abt. Multimodale Angebote
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle III/III Vorlagen-Nummer 07.01.2026 2913/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Mobilitätsausschuss 20.01.2026 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.01.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.01.2026 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 29.01.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.02.2026 Einrichtung eines stadtweiten Lastenradverleihsystems (KVB-Lastenrad): Evaluation des Pilotversuchs In seiner Sitzung am 20.06.2022 hat der Rat der Stadt Köln die Durchführung eines Pilotver- suches zur Einrichtung eines stadtweiten Lastenradverleihsystems (KVB-Lastenrad) beschlos- sen (vgl. Vorlagen-Nr. 0448/2022). Ziel des Pilotversuchs war es, das Angebotsportfolio des stadtweiten Fahrradverleihsystem KVB-Rad um eine Lastenrad-Ausleihe zu ergänzen, Er- kenntnisse zum Bedarf zu ermitteln und die entsprechende Nutzung zu evaluieren. Lastenrä- der eignen sich dazu eine größere Menge an Gütern nahezu emissionsfrei durch die Stadt zu bewegen. Vor dem Hintergrund der Bemühungen zur Erreichung der Klimaneutralität Kölns bis 2035 und der Luftreinhaltung sollten auf diese Weise weitere Kfz-Fahrten substituiert wer- den. Pilotversuch Das Lastenradverleihangebot sollte das KVB-Rad bestmöglich ergänzen, sodass folgende Pa- rameter für den Pilotversuch definiert wurden: Tarifintegration: wie auch KVB-Rad sollte KVB-Lastenrad Bestandteil des KVB-Abon- nements sein, um dieses besser bewerben zu können. Während KVB-Abokunden das KVB-Rad für 30 Minuten kostenlos nutzen können, wurden für das KVB-Lastenrad 90 Freiminuten pro Woche („Erledigung eines Wocheneinkaufs“) festgelegt. Dieses Frei- fahrkontingent bestand auch mit der Einführung des Deutschlandtickets fort. Betriebsmodell: es wurde ein stationsgebundenes Modell gewählt, um den anliegen- den Bürger*innen ein verlässliches, planbares Angebot bieten zu können, auf das Sie mittelfristig ihre individuelle Mobilität ausrichten können. Letztendlich minimiert ein sta- tionsbasiertes System die Betriebskosten und trägt so zu einem wirtschaftlichen Be- trieb des Lastenradverleihsystems bei. Im Pilotversuch wurden mobile Stationsele- mente verwendet, um im Sinne der Markterkundung auf die Nachfrage flexibler regie- ren zu können. Fahrzeugart: es wurden zweirädrige Lastenräder mit elektrischer Unterstützung einge- setzt. Alle Lastenräder verfügten über die Möglichkeit eines sicheren Kindertransports. Der Pilotversuch wurde zwischen dem 09.12.2022 und dem 30.06.2025 in den Stadtteilen 2 Nippes, Deutz und Neubrück durchgeführt. Im Februar 2024 wurde das Angebot wegen gerin- ger Nachfrage in Neubrück reduziert und dafür zusätzlich ein Standort in Stammheim eröffnet. Beim gesetzten Budget standen insgesamt 15 Lastenräder zur Verfügung, die auf Stadtteile mit unterschiedlicher Struktur verteilt wurden, um möglichst umfassende Erkenntnisse bezüg- lich des Bedarfs ermitteln zu können. Kernergebnisse Die detaillierte Evaluation ist als Anlage 1 beigefügt. In den innenstadtnahen Stadtteilen mit hoher Einwohnerdichte bestand eine höhere Nachfrage, allerdings auf konstant niedrigem Niveau. Dementsprechend wurde der Großteil des verfügbaren Fahrzeugkontingentes auf diese Stadtteile verteilt. Hierbei konnte bezüglich der Nutzung eine gewisse Flächenwirkung im Stadtteil erzielt wer- den. In den außen liegenden Gebieten mit in der Regel geringerer Einwohnerdichte, in de- nen ein höherer Pkw-Besitzgrad vorliegt, war die Nutzungsquote geringer. Die tarifliche Integration in das ÖPNV-Abonnement erwies sich als Treiber für das Las- tenradverleihangebot. Das Freifahrkontingent erwies sich als Anreiz zur Nutzung der Lastenräder und stellte somit eine sinnvolle Erweiterung des Angebotsspektrums einer ÖPNV-Zeitkarte dar. Vandalismus führte zu hohen Kosten und zu einer geringeren Stationsverfügbarkeit. Der finanzielle Aufwand für die Stadt Köln ist – auf Grundlage der erfolgten Nutzung - mit durchschnittlich 28 € pro Fahrt sehr hoch. Weiteres Vorgehen Auch wenn der Pilotversuch zeigt, dass das Angebot vor allem dort genutzt wird, wo eine ge- ringe Autobesitzquote vorliegt und es die großstädtische Mobilität sinnvoll ergänzen kann, steht der Aufwand in der pilotierten Form in einem ungünstigen Verhältnis zur Wirkung. Eine Wiederholung ist in absehbarer Zeit in dieser Form daher nicht vorgesehen und aufgrund der aktuellen Haushaltslage auch nicht möglich. Die Verwaltung wird die Erkenntnisse des Pilotversuchs KVB-Lastenrad jedoch bei der zu- künftigen strategischen Ausrichtung und in der Aufstellung des SUMP berücksichtigen. Gez. Egerer Anlagen 1. KVB-Lastenrad. Ergebnisse nach 30 Monaten Pilotbetrieb
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2913/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.01.2026
- Erstellt
- 02.10.2025 15:34