4312/2019
Bürgereingabe nach § 24 GO – "Sanierung der Bahnunterführung Johannisstraße am Bahnhof"Aktenzeichen 278/19 B
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Anlage 1 Buergereingabe anonym TuJo geschwärzt
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nn V Eingang | 5, Nov, 2019 |perpeznssoon meister Bezirksrathaus Insuersı art ' Herrn Bezirksbürgermeister Hupke Bezirksrathaus Altstadt Nord Ludwigstr. 8 50667 Köln 13.11.2019 Sehr geehrter Hupke, Vor einigen Wochen hatten wir Sie aufgesucht , um auf die unzumutbaren Zustände in der Bahnunterführung der Johannisstr. am Hauptbahnhof hinzuweisen und deren Beseitigung einzuleiten. Entsprechend Ihrem Vorschlag haben wir einen Antrag an den Stadtrat der Stadt Köln in dieser Sache beigefügt mit unterstützenden Unterschriften von Bürgern und Eigentümern aus der nächsten Umgebung unserer Wohnung. Wir bitten Sie im Ihre Unterstützung und Weitergabe des Antrages an den Stadtrat. Rückfragen oder Korrespondenz in dieser Sache erbitten wir an unsere o.g. Anschrift in Anlagen: Antrag an den Stadtrat mit Unterschriftslisten. An den Stadtrat der Stadt Köln über Herrn Bezirksbürgermeister Hupke Bezirksrathaus Altstadt Nord Ludwigstr. 8 50667 Köln 13.11.2019 Betr. Sanierung der Bahnunterführung Johannistr. am Hauptbahnhof Bürgereingabe gemäß 824 GO/NRW Sehr geehrte Damen und Herren, als Bürger im Kunibertsviertel, Johannisstr., wenden wir uns an den Stadtrat mit folgendem Antrag: Das Kunibertsviertel ist durch die Bahntrasse und den Hauptbahnhof von Dom und Innenstadt abgeschnitten. Der normale Weg zum Dom und zur Innenstadt sollte durch die Unterführung zum Anfang der Johannisstr. am Alten Wartessaal des Hauptbahnhofs führen. Diese Unterführung ist jedoch eine unsichere scheußliche Kloake, die so nicht begehbar ist. Sie ist zudem ein Schandfleck für Köln unmittelbar an Dom und Hauptbahnhof mit nachhaltigem Eindruck auf Gäste Kölns. Es ist unbegreiflich, wie Köln sich diese Schande im zentralen Besucherbereich leisten kann. Unter diesen Umständen ist man gezwungen, den Weg zur Innenstadt durch den Hauptbahnhof zu nehmen, was dort den sehr intensiven Verkehr noch verstärkt. Beim Verkehr anlässlich größerer Ereignisse gibt es gar kein Durchkommen. Mit der Neugestaltung der östl. Domumgebung (Trankgasse - Domhof - Tunnel zum Kurt Hachenberg Platz) sollte ebenso die Unterführung der Johannisstr. am Hauptbahnhof saniert werden als Teil des Gesamtdurchgangs zum Kurt Hachenberg Platz. Das war auch für 2018 zugesagt. Bisher ist nichts geschehen. Die aktuellen Umstände sind nicht länger hinnehmbar. Wir beantragen und fordern, dass der Stadtrat die notwendige Sanierung umgehend aufnimmt. Das kann nicht einfach auf die Bahn als Mitverantwortliche abgeschoben werden. Sie als Stadtrat tragen die Verantwortung für die Bürger.
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Müll az Vorlagen-Nummer 4312/2019 Freigabedatum 12.12.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO – "Sanierung der Bahnunterführung Johannisstraße am Bahnhof"Aktenzeichen 278/19 B Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung bedankt sich für die Eingabe der Petenten. Weiterhin beschließt die Bezirksver- tretung Innenstadt die Bürgereingabe nicht weiter zu verfolgen. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 30.01.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Petenten beantragen die sofortige Aufnahme der Sanierungsarbeiten im Tunnel Johannisstraße durch die Stadt Köln. Die Petenten haben Ihrer Forderung eine Unterschriftenliste mit 39 Unterschrif- ten beigefügt. Stellungnahme der Verwaltung Die Stadt Köln hat ein großes Interesse an der Aufwertung der wichtigen Fußwegeverbindung zwi- schen dem Kunibertviertel und dem Dom. Bereits 2015 hat die Stadt durch die Aufnahme der Neuge- staltung des Tunnels Johannisstraße in den Förderantrag Nationale Projekte des Städtebaus den hohen Handlungsbedarf erkannt. Im Rahmen dessen wurde in Abstimmung mit der DB die Aufwer- tungsmaßnahme bis zum Entwurf qualifiziert. Für die weiteren (baulichen) Umsetzungsschritte ist zum jetzigen Zeitpunkt unerlässlich, dass die Eigentümerin des Bauwerkes diese Maßnahmen im vollen Umfang unterstützt. Trotz der Vorleistungen der Stadt ist eine weitere Umsetzung der Neuge- staltung des Tunnels Johannisstraße als folgenden Gründen derzeit nicht umsetzbar: Zum einen verhindern die Eigentumsverhältnisse einen sofortigen Sanierungsbeginn durch die Stadt Köln. Das gesamte Brückenbauwerk über der Johannisstraße mitsamt der Tragkonstruktion und den Gleisanlagen befindet sich im Eigentum der DB. Die Stadt Köln ist als Straßenbaulastträgerin lediglich 3 zuständig für die Straß, die durch das Bauwerk führt. Zum anderen wird nach zwischenzeitlich vorliegenden Informationen der Deutschen Bahn AG in den nächsten Jahren das Brückenbauwerk am Hauptbahnhof grundlegend saniert bzw. erneuert werden müssen. Diese Sanierung kann nur durch die Eigentümerin selbst durchgeführt werden. Für die Pla- nungsphase wird von der DB AG einen Zeitraum bis 2025 angenommen, an den sich die Bauphase mit ca. 3 - 4 Jahren anschließen wird. Die von der Stadt Köln vorgesehenen Verkleidungen im Wand und Deckenbereich auf Grundlage der Planungen von Ute Piroeht Architektur müssen unmittelbar auf die vorhandene Konstruktion eingemessen werden. Da sich die Tragstruktur im Zuge der Sanierung durch die DB voraussichtlich grundlegend ändern wird, wären die maßangefertigten Elemente nach einer Sanierung nicht wieder montierbar. Auch der geplante Bodenbelag ist nicht für die Belastung einer langwierigen Sanierungsmaßname ausgelegt und kann daher nicht vor der Fertigstellung der Sanierung der Brückenbauwerke umgesetzt werden. In Rahmen der Mitteilung zum Sachstand der Fördermaßnahme "Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung" (Sessionnr. 3628/2019) sowie der Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion vom 13.09.2019 betr. "Neugestaltung Tunnel Johannisstraße – wie ist der Sachstand?" (AN/1245/2019, Sessionnr. 3630/2019) hat die Verwaltung bereits detaillierte Informationen über den aktuellen Sachstand sowie zu geplanten Interimsmaßnahmen dargelegt (siehe auch Anlagen). Fazit Es handelt sich insgesamt um zwei getrennte Maßnahmenpakete. Anders als die Petenten dies be- schreiben, liegt die technische Sanierung des Brückenbauwerks hauptverantwortlich im Zuständig- keitsbereich der DB. Lediglich die gestalterische Erneuerung, bzw. Verschönerung der Tunneloberflä- che ist, vorbehaltlich einer Zustimmung der DB, Aufgabe der Stadt Köln. Die Stadt Köln besitzt folg- lich nicht die Zuständigkeit und die Möglichkeit die erforderliche Sanierung der Tragstruktur sowie der Gleisanlagen des Tunnels Johannisstraße durchzuführen. In der zeitlichen Abfolge kann die langfris- tige Verschönerungsmaßnahme durch die Stadt erst nach Abschluss der Grundsanierungsarbeiten der DB erfolgen. Interimsmaßnahmen zur kurzfristigen Verbesserung des Zustandes sind darüber hinaus bereits in Planung (siehe auch Anlagen). Anlage Bürgereingabe Mitteilung Via Culturalis (3628/2019) Beantwortung Anfrage Sachstand Tunnel Johannisstraße (3630/2019)
Anlage 2 3628/2019 Sachstand VC
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Müll Sa Vorlagen-Nummer 23.10.2019 3628/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 31.10.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Verkehrsausschuss 02.12.2019 Sachstand Fördermaßnahme "Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung" Mitteilungstext: Mit Unterstützungsbeschluss (3434/2018) vom 22.11.2018 zur Teilnahme am Förderaufruf 2018/2019 des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat zur "Förderung von Investitionen in nationa- le Projekte des Städtebaus" hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, dem zweistufigen Projektaufruf des Bundesministeriums zu folgen und sich mit der "Via Culturalis und die Quartiere der Domumge- bung" für den Förderzeitraum 2019 bis 2023 zu bewerben. Gleichzeitig wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Projektvorschläge für die Maßnahmen Neu- gestaltung Gürzenichstraße sowie Neugestaltung Tunnel Johannisstraße als Maßnahmenbausteine der Via Culturalis vorzubereiten und beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einzu- reichen. Es wurden förderfähige Kosten von 5.100.000,00 € für die Gürzenichstraße und 5.500.000,00 € für den Tunnel Johannisstraße angemeldet. Die Förderquote des Bundes beläuft sich auf 66,67 %. Für die eingereichte Projektskizze wurde am 05.04.2019 eine Förderempfehlung über rund 7,07 Mio. EUR ausgesprochen. Damit wurde dem gewünschten Fördervolumen vollumfänglich entsprochen. Im Rahmen der Abstimmungsgespräche mit dem Fördergeber haben sich Anpassungen der zur För- derung beantragten Maßnahmenbausteine sowie der Höhe der Kosten ergeben, die im Folgenden erläutert werden. Maßnahmenbausteine der Fördermaßnahme „Via Culturalis und die Quartiere der Domumge- bung“ Tunnel Johannisstraße Nach zwischenzeitlich vorliegenden Informationen der Deutschen Bahn werden in den nächsten Jah- ren die Brückenbauwerke am Hauptbahnhof grundlegend saniert bzw. erneuert werden müssen. Aus diesem Grund können die Planungen zur „Neugestaltung Tunnel Johannisstraße“ auf Grundlage der Planungen von Ute Piroeth Architektur aktuell nicht weiterverfolgt werden. Die geplante Maßnahme muss auf unbestimmte Zeit, bis zur Fertigstellung der Brückenbauwerke, verschoben werden und kann nicht weiter Bestandteil der Fördermaßnahme der Via Culturalis sein. 2 Die insgesamt acht unterschiedlichen Stahltragwerke, welche die Johannisstraße überspannen, wei- sen erhebliche Korrosionsschäden auf. Ein derzeit durch die DB veranlasstes Gutachten soll den ge- nauen Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten, bzw. einer Erneuerung des Tragwerks klären. Für die Planungsphase wird von der DB AG einen Zeitraum bis 2025 angenommen, an den sich die Bauphase mit ca. 3 - 4 Jahren anschließen wird. Es ist beabsichtigt, die Planungen nach Abschluss der Arbeiten der DB AG im Sinne der Entwurfsidee weiter zu verfolgen, bzw. wieder aufzunehmen. Das Dezernat VI - Stadtbau im Quartier/Domumfeld wurde zwischenzeitlich mit der Aufgabe betraut, mögliche und sinnvolle Maßnahmen zusammenzustellen, die geeignet sind, für den Übergangszeit- raum den Zustand dieser wichtigen öffentlichen Wegeachse temporär und kurzfristig zu verbessern. Freitreppe zu St. Maria im Kapitol (Neugestaltung Pipinstraße) Als Ersatz für den Wegfall der Maßnahme „Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße“ wird die Maßnahme „Neugestaltung Freitreppe St. Maria im Kapitol“ zur Förderung beantragt. Die Gestaltung dieses südlichen Auftakts der Via Culturalis“ ist ein wichtiger Baustein, um den Be- reich der Via Culturalis räumlich zu fassen und einen angemessenen Gegenpol zum nördlichen Auf- takt, der hohen Domkirche, zu bilden. Derzeit präsentiert sich der Zugang zur Kirche St. Maria im Ka- pitol mit einer Spundwand als Ausgleich des Höhenunterschiedes aus städtebaulicher wie auch ge- stalterischer Sicht als unattraktiver nicht einladender Stadtraum zur Pipinstraße. Die räumliche Trennwirkung der Wand soll durch die Neugestaltung einer Freitreppe auf der gesamten Länge über- wunden werden. Hier soll ein freundlicher und zum Verweilen einladender Ort entstehen, welcher zum einen die Blickbeziehungen über die Via Culturalis bis hin zur Hohen Domkirche hervorhebt, und zum anderen die Zugänglichkeit von St. Maria im Kapitol wesentlich verbessert. Ein qualitativ hoch- wertiger öffentlicher Stadtraum soll entstehen, der gleichzeitig als verbindendes Element die Via Cul- turalis noch deutlicher im Stadtraum sichtbar macht. Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die Maßnahme „Neugestaltung Freitreppe Sankt Maria im Kapitol“ auf rund 1.980.000,- Mio. € (brutto) Neugestaltung Gürzenichstraße Die Gürzenichstraße stellt als Vorbild den ersten Teilabschnitt dar, in dem die Planungsgrundsätze der Via Culturalis angewandt werden. Durch den Neubau des Gürzenich Quartiers im Süden und dem historischen Gürzenich im Norden ist der Bereich räumlich gefasst. Er stellt gleichzeitig eine histori- sche Verbindung von der Heumarkt der Altstadt (Historischer Kern mit Heumarkt und Rheinufer) zur stark frequentierten Fußgängerzone Schildergasse (bzw. Hohe Straße) dar. Das Projekt konnte bereits mit Hilfe von Bundeszuwendungen von 2016 -2018 bis zur Leistungspha- se 3 gem. HOAI (Entwurfsplanung und Kostenberechnung dem. DIN 276) qualifiziert werden. Zu Gunsten der Rad- und Fußwegeflächen sind die Flächen für den Kraftfahrzeugverkehr auf den not- wendigen Erhalt der Funktionalität reduziert worden. Somit wird der KFZ-Verkehr zwar nicht ausge- schlossen, aber reduziert. Die ersten notwendigen Gutachten liegen vor, die Bestimmung der Materi- al- und Verlegeart ist abgeschlossen und die denkmalpflegerischen Aspekte sind in der Planung be- rücksichtigt. Die archäologische Untersuchung erfolgt während der Bauausführung. Ziel der Planung ist es, die Gestaltung der Via Culturalis in diesem Bereich erkennbar und gestalterisch den Zusam- menhang sichtbar werden zu lassen, um eine Systematik im öffentlichen Stadtraum nachvollziehbar bzw. erlebbar zu machen. Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die Maßnahme Gürzenichstraße auf rund 5,9 Mio. € (brutto). Konzeptionelle Maßnahme Auch im Förderzeitraum 2019-2023 ist vorgesehen, neben den zur Förderung eingereichten bauli- chen Maßnahmen, eine konzeptionelle Maßnahme als Bestandteil der Gesamtfördermaßnahme zu 3 beantragen, um die mit dem „Handbuch zur Via Culturalis verbundenen Zielstellungen weiter zu ver- folgen und damit zu verstetigen. Das Gestaltungskonzept soll hierbei im Rahmen der Baumaßnahmen Neugestaltung Gürzenich- straße und Freitreppe St. Maria im Kapitol die entsprechende Qualifizierung und Qualitätssicherung erfahren. Zur kontinuierlichen Implementierung des Kommunikationskonzepts in den kommenden Jahren sollen die im Handbuch erprobten Instrumente weiter ausgebaut werden. Die Konzeptionelle Maßnahme bildet somit eine räumliche wie inhaltliche „Klammer“, die die Wahr- nehmung der Via Culturalis in der Öffentlichkeit als Gesamtraum verbessern soll, und die Anrainer und Akteure weiterhin in die Entwicklungen dieses Stadtraums einbinden soll. Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die konzeptionel- le Maßnahme auf rund 450.000,- € (brutto). Gesamtfördermaßnahme „Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung“ In dem Koordinierungsgespräch mit dem Fördergeber am 03.09.2019 wurden die aktuellen Entwick- lungen besprochen. Es konnte Einvernehmen erzielt werden, dass die „Neugestaltung Tunnel Johan- nisstraße“ ohne eine Gefährdung der kompletten Förderung aus dem Projekt herausgenommen wer- den kann. Es wurde zudem die Möglichkeit eröffnet, als Ersatzmaßnahme die Neugestaltung der Frei- treppe zu St. Maria im Kapitol (Neugestaltung der Pipinstraße) als südlichen Eingang zur Via Cultura- lis in den Förderantrag mit aufzunehmen. Darüber soll, als übergeordnete und konzeptionelle Maß- stabsebene, die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer Verstetigung des Handbuchs zur Via Culturalis als zusätzlicher Baustein in das Gesamtpaket der Förderung aufgenommen werden. Die Unterlagen für die baufachliche Prüfung wurden bereits an den Fördergeber übersandt. Der for- male Förderantrag liegt dem Fördergeber im Entwurf vor. Der formale Bewilligungsbescheid wird En- de dieses Jahres erlassen. Es wurden bereits alle Kommunen mit einer Förderempfehlung für den 15.10.2019 nach Berlin ins Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eingeladen, wo die Via Culturalis zusammen mit anderen Projekten als Premium Projekt ausgezeichnet wurde. Gez. Greitemann
Anlage 3 3630/2019 Anfrage SPD
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Müll Az Vorlagen-Nummer 23.10.2019 3630/2019 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 31.10.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 31.10.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Verkehrsausschuss 02.12.2019 Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion vom 13.09.2019 betr. "Neugestaltung Tunnel Johannisstraße – wie ist der Sachstand?" (AN/1245/2019) Anfragetext 1. Wie ist der Stand der Fördermittelbewilligung? Liegt der Förderbescheid des BMI mittlerweile vor? 2. Wie ist der Stand der Abstimmung mit der Deutschen Bahn? Liegt ein Gestattungsvertrag zu- gunsten der Stadt Köln mittlerweile vor? 3. Wann wird den Ratsgremien der Baubeschluss zur Umgestaltung der Johannisstraße vorgelegt? 4. Welche Maßnahmen verfolgt die Verwaltung, um bereits kurzfristig zu einer Verbesserung der Situation vor Ort zu gelangen? Kann insbesondere die Radstation baulich in Richtung Johannis- straße erweitert werden – mit dem Nebeneffekt, eine Schmutzecke zu reduzieren? 5. Wie wirkt sich die geplante Umgestaltung auf die Obdachlosen im Bereich des Tunnels Johan- nisstraße aus? Welche Maßnahmen der Abhilfe gedenkt die Verwaltung vorzunehmen? Stellungnahme der Verwaltung: Zu 1 Mit Unterstützungsbeschluss (3434/2018) vom 22.11.2018 zur Teilnahme am Förderaufruf 2018/2019 des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat zur "Förderung von Investitionen in nationa- le Projekte des Städtebaus" hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, dem zweistufigen Projektaufruf des Bundesministeriums zu folgen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, sich mit der "Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung" mit den Teilmaßnahmen „Neugestaltung der Gürze- nichstraße“ und „Neugestaltung Tunnel Johannisstraße“ für den Förderzeitraum 2019 bis 2023 zu bewerben. Es wurden förderfähige Kosten von 5.100.000,00 € für die Gürzenichstraße und 5.500.000,00 € für den Tunnel Johannisstraße angemeldet. Die Förderquote des Bundes beläuft sich auf 66,67 %. Für die eingereichte Projektskizze wurde am 05.04.2019 eine Förderempfehlung über rund 7,07 Mio. EUR ausgesprochen. Damit wurde dem gewünschten Fördervolumen vollumfänglich entsprochen. Nach zwischenzeitlich vorliegenden Informationen der Deutschen Bahn werden in den nächsten Jah- ren die Brückenbauwerke am Hauptbahnhof grundlegend saniert bzw. erneuert werden müssen. Aus 2 diesem Grund können die Planungen zur „Neugestaltung Tunnel Johannisstraße“ aktuell nicht weiter- verfolgt werden. Die geplante Maßnahme muss auf unbestimmte Zeit, bis zur Fertigstellung der Brü- ckenbauwerke, verschoben werden. In dem Koordinierungsgespräch mit dem Fördergeber am 03.09.2019 wurden die aktuellen Entwick- lungen besprochen. Es konnte Einvernehmen erzielt werden, dass die „Neugestaltung Tunnel Johan- nisstraße“ ohne eine Gefährdung der kompletten Förderung aus dem Projekt herausgenommen wer- den kann. Es wurde zudem die Möglichkeit eröffnet, als Ersatzmaßnahme die Neugestaltung einer Freitreppe zu St. Maria im Kapitol (Neugestaltung der Pipinstraße) als südlichen Eingang zur Via Cul- turalis in den Förderantrag mit aufzunehmen. Darüber hinaus ist angestrebt, als übergeordnete und konzeptionelle Maßstabsebene die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer Verstetigung des Handbuchs zur Via Culturalis als Baustein in das Gesamtpaket der Förderung auf zu nehmen. Die Unterlagen für die baufachliche Prüfung wurden bereits an den Fördergeber übersandt. Der for- male Förderantrag liegt dem Fördergeber im Entwurf vor. Der formale Bewilligungsbescheid wird En- de dieses Jahres erlassen. Es wurden bereits alle Kommunen mit einer Förderempfehlung für den 15.10.2019 nach Berlin ins Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eingeladen, wo die Via Culturalis zusammen mit anderen Projekten als Premium Projekt ausgezeichnet wurde. Der finale Umfang des Gesamtförderpakets und die Anpassungen der einzelnen Maßnahmenbau- steine werden parallel in der Mitteilung zu Gesamtfördermaßnahme „Die Via Culturalis und die Quar- tiere der Domumgebung“ detailliert erläutert. Zu 2 Die Deutsche Bahn hat die Stadt kürzlich über notwendige Sanierungsmaßnahmen an dem Brücken- bauwerk im Tunnel Johannisstraße informiert. Die beabsichtigte Umbaumaßnahme auf Grundlage der Planungen von Ute Piroeth Architektur kann daher in den nächsten Jahren nicht realisiert werden. Nach aktuellem Kenntnisstand wird die Planung für die Sanierung des Brückenbauwerkes durch die DB AG voraussichtlich bis 2024/2025 andauern. In den Folgejahren soll dann die Sanierung durchge- führt werden. Ein Gestattungsvertrag ist nunmehr obsolet geworden, die Abstimmungsgespräche zwischen Stadt und DB hierüber werden derzeit nicht weiter verfolgt. Zu 3 Aus oben genannten Gründen ist ein Baubeschluss nach jetzigen Erkenntnissen obsolet geworden. Die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 gem. HOAI) konnte vor der Sommerpause abgeschlossen werden. Es ist beabsichtigt, die Planungen nach Abschluss der Arbeiten der DB AG im Sinne der Entwurfsidee weiter zu verfolgen, bzw. wieder aufzunehmen. Zu 4 Das Dezernat VI - Stadtbau im Quartier/Domumfeld SIQ wurde zwischenzeitlich mit der Aufgabe be- traut, mögliche und sinnvolle Maßnahmen zusammenzustellen, die geeignet sind, für den Über- gangszeitraum den Zustand dieser wichtigen öffentlichen Wegeachse temporär und kurzfristig zu verbessern. Derzeit prüfen u.a. 69 und 66 gemeinsam mit der DB AG die Möglichkeiten zur Verbes- serung des Erscheinungsbildes und der Nutzbarkeit insbesondere in Hinblick auf eine spürbare Auf- wertung als Fußwegeverbindung vom Breslauer Platz in die Altstadt. Bezüglich der Radstation ist im Zuge der Gleiserweiterung in Zusammenarbeit mit der DB AG vorge- sehen, die Fläche in Richtung Breslauer Platz (unterhalb der neuen Gleisharfe) baulich zu erweitern. Eine Ausdehnung in Richtung Johannisstraße ist derzeit nicht geplant. Zu 5 Die bisherige Planung für die Umgestaltung der Johannisstraße hat das Thema eines Toilettenange- botes nicht aufgegriffen. Beabsichtigt war ursprünglich im Rahmen des Toilettenkonzeptes eine kos- tenpflichtige Toilettenanlage auf dem Breslauer Platz zu bauen. Dies ist jedoch im Sinne einer nach- haltigen Aufwertung der Johannisstraße im Teilabschnitt der Unterführung nicht zielführend. Das Umfeld des Hauptbahnhofes, insbesondere der Bereich Breslauer Platz/Johannisstraße (Unter- führung) wird unter anderem durch Obdachlose genutzt, die keine kostenpflichtigen Toiletten nutzen. 3 Das Dezernat VI - Stadtbau im Quartier/Domumfeld SIQ beabsichtigt anstelle einer kostenpflichtigen Toilettenanlage nunmehr eine kostenlose und betreute Toilettenanlage Höhe Breslauer Platz/Johannisstraße zu installieren. Mittels Sozialträger, Streetworker, Gesundheitsamt, Ordnungsamt und Polizei soll die o.g. Zielgruppe konsequent an die Nutzung dieser kostenlosen Toilettenanlage heran geführt werden. Die Anlage – zunächst in Form eines WC-Containers - soll im Rahmen des Teilhabechancengesetzes durch ein Betreuungsteam – geleitet durch die KGAB – 7 Tage die Woche geführt und betreut wer- den. Diese Maßnahme ersetzt eine WC-Aufstellung im Rahmen des beschlossenen stadtweiten Toiletten- konzeptes, welches eine kostenpflichtige Toilettennutzung in ausgewählten öffentlichen Räumen er- laubt. Es ist beabsichtigt, den Betrieb in einem zweijährigen Zeitraum zu erproben und ggfls. zu modifizie- ren. Mittelfristig soll eine WC-Anlage für dieses Zielklientel im Zwischenbereich Johannisstra- ße/Breslauer Platz baulich integriert werden und möglichst mit dem zwingend notwendigen Betreu- ungspersonal im Rahmen einer Art „Concierge-Lösung“ der Sozialkontrolle auch im Tunnelabschnitt der Johannisstraße sichern. Der in diesem Sinne formulierte Antrag AN/1203/2018 „Toilettenanlage am Breslauer Platz/Johannisstraße (Altstadt Nord)“, wurde in der Sitzung der BV 1 am 06.12.2018 einstimmig be- schlossen. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (10)
- Johannisstraße
- Gürzenichstraße
- Pipinstraße
- Hohe Straße
- Trankgasse
- Breslauer Platz
- Ludwigstraße 8
- Schildergasse
- Am Bahnhof
- Heumarkt
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Details
- Aktenzeichen
- 4312/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 13.12.2019
- Erstellt
- 11.12.2019 09:24