3492/2020
Pilotprojekt zur Einrichtung jugendgerechter Freiräume und pädagogisch angeleiteter Events zur Freizeitgestaltung in Zeiten von Corona
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
6472 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
IV/51/512
Vorlagen-Nummer 21.12.2020
3492/2020
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Jugendhilfeausschuss 26.01.2021
Pilotprojekt zur Einrichtung jugendgerechter Freiräume und pädagogisch angeleiteter Events
zur Freizeitgestaltung in Zeiten von Corona
1. Die Verwaltung möge prüfen, ob und inwieweit ein Pilotprojekt von drei dezentralen Jugende-
vents unter freiem Himmel, die in Zeiten der Coronapandemie ein angemessenes und risiko-
armes Zusammentreffen für Jugendliche ermöglichen, durchführbar ist, und welche Ressour-
cen dafür benötigt werden. Dabei möge die Verwaltung etwaige schon vorliegende Konzepte
dieser Art von freien Trägern der Jugendhilfe mitberücksichtigen und diese - wenn möglich -
integrieren.
2. Sie sollen an sehr weitläufigen ausgelagerten Plätzen und in den Parks der Stadt unter Be-
rücksichtigung der Hygienevorschriften sowie der Jugendschutzgesetze stattfinden. Mit der
Durchführung sollen freie Träger der Jugendhilfe beauftragt werden. Die Veranstaltungen sol-
len dabei auf jeweils ein Veedel bezogen sein und ein nicht kommerzielles Angebot für Ju-
gendliche im Alter von ca. 15 - 20 Jahren sein. Sie finden in den Abendstunden statt, ab 22
Uhr mit leiseren Angeboten wie Sport.
3. Dabei soll ein unaufwendiges, kleines Begleitprogramm das Event attraktiv für Jugendliche
gestalten. Elemente davon sind beispielsweise ein Musikprogramm aus Akteuren im Veedel
wie Schülerbands, freies WLAN, mobile Fußball- und Sportangebote ebenso wie kleine Kul-
turbeiträge. Bewusst vermieden werden soll der Auftritt von weithin bekannten Künstler/innen,
die großen Zulauf aus der ganzen Stadt und von außerhalb erhalten.
4. Unterstützer dieser Events sind die städt. Streetworker, die Mitarbeiter/innen des Ju-
gendbüros, das Kulturamt, der Rockbeauftragte sowie ehrenamtlich tätige Jugendliche aus
Freizeiteinrichtungen.
5. Die Dachorganisation der einzelnen Events soll ein Träger der Jugendhilfe übernehmen.
6. Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Jugendhilfeausschuss möglichst noch in diesem Jahr
vorgelegt werden, sodass das Pilotprojekt gegebenenfalls mit Beginn der Freiluftsaison 2021
starten kann.
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Begründung:
Mit Beginn der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie konnte die pädagogische Ansprache von
Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschiedenster Jugendmilieus mittels Jugendarbeit weitge-
hend nicht mehr auf dem üblichen Weg stattfinden. Geschlossene Schulen, Jugendzentren und Frei-
zeitangebote aller Art, wie Clubs, Fußball, Konzerte und Kulturveranstaltungen sowie Kontaktverbote
und Maskenpflicht haben deshalb zu einem großen Unmut bei einer sehr großen Gruppe Jugendli-
cher geführt. Diese Initiative könnte dazu beitragen, sogenannte Corona-Partys zu verhindern.
Die Jugendverwaltung nimmt wie folgt Stellung:
Die Jugendverwaltung hat gemeinsam mit stadtweit agierenden freien Trägern der Jugendhilfe, den
Jugendverbänden und der AWO Köln im Kontext von Streetwork eine Koordinierungsgruppe gebildet.
Diese würde sich im Rahmen der Planung und Organisation von Jugendevents um lokale Jugendhil-
feträgern und Jugendeinrichtungen/Jugendtreffs erweitern.
1. Planungsvarianten
Die Abstimmung der Koordinierungsgruppe hat folgende Vorschläge ergeben:
Variante A:
- Zeitraum: Februar/ März 2021
- Idee: Event unter besonders einschränkenden Corona-Bedingungen (analog
zur Situation Oktober 2020)
- Ort: ein ausgewähltes Veedel/Outdoor (z.B. im Park, auf dem Gelände
einer Jugendeinrichtung)
- Zielgruppe: Jugendliche aus dem Veedel/ den Jugendeinrichtungen und Treffs vor
Ort, bis max. 100 Personen (inklusive MA)
- Aktions-
module: Inhaltlicher Mix (Sport, Kultur, Party) in Bezugsgruppen
Variante B:
- Zeitraum: April/Mai 2021
- Idee: Event unter einschränkenden Corona-Bedingungen (analog zur Situation
Spätsommer 2020)
- Ort: Ein ausgewähltes Veedel/Outdoor (z.B. im Park, auf dem Gelände
einer Jugendeinrichtung)
- Zielgruppe: Jugendliche aus dem Veedel und darüber hinaus
(Jugendverbandsarbeit mit stadtweitem Einzugsgebiet,
Kooperation
über Veedel hinaus, z.B. innerhalb eines Trägers) bis max. 300
Personen (inklusive MA)
- Aktions-
module: Inhaltlicher Mix (Sport, Kultur, Party)
Variante C:
- Zeitraum: Juni/Juli 2021 (vor den Sommerferien)
- Idee: Event unter wenig einschränkenden Corona-Bedingungen
- Ort: Zentral im Stadtgebiet (z.B. Messehallen, Jugendpark)
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- Zielgruppe: Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet bis max. 500 Personen
(inklusive MA)
- Aktions-
module: Inhaltlicher Mix (Sport, Kultur, Party)
Die Aktionsmodule bilden sich aus einer Mischung aus Modulen von stadtweiten Trägern, die bei je-
dem Event, abhängig von den Corona-Vorschriften, umgesetzt werden und Modulen, die sich durch
Schwerpunkte lokaler Träger vor Ort ergeben.
2. Variante A Grobplanung
Da die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie nicht abzusehen ist, hat die Koordinationsgruppe
vorerst eine Grobplanung für ein Event unter besonders einschränkenden Corona-Bedingungen (ana-
log zur Situation im Oktober 2020) vorgenommen.
- Arbeitstitel: „Unter der Brücke…“
- Zeitraum: Feb/März 2021
- Zeitrahmen: 18 bis 22 Uhr
- Ort: Unter der Brücke Haltestelle Nippes/Gürtel
- Zielgruppe: Jugendliche aus dem Veedel/ den Jugendeinrichtungen und Treffs vor
Ort, bis max. 100 Personen (inklusive MA)
- Stadtweites Aktionsmodul 1 (Jugendverbände): Silent Party (mit Kopfhörern und in abgegrenz-
ten Bewegungszonen)
- Stadtweites Aktionsmodul 2 (Sportjugend und Rheinflanke): Cageball, Boxen, Kicker
- Stadtweites Aktionsmodul 3 (Kulturpädagogische Facheinrichtung): „Rasende Reporter“
- Lokales Aktionsmodul 4 (Jugendeinrichtungen & HipHop-Netzwerk): Musik & Graffiti
- Kosten:
Personalkosten (Honorarkräfte, Künstler*innen, Trainer*innen)
Materialkosten (Kopfhörer, Kreativmaterial, Sportmaterial)
Mietkosten (Mobile Toiletten, Zäune, Technik Licht &Ton)
Verpflegung (Foodtrucks)
Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Social Media)
Gesamt: ca. 40.000 Euro
Die weitere Planung und Umsetzung ist abhängig von den zusätzlich benötigten Finanzmitteln und
der perspektivischen Entwicklung der Corona-Pandemie.
Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Im Park
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Details
- Aktenzeichen
- 3492/2020
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 21.12.2020
- Erstellt
- 01.12.2020 15:53