1317/2021
Konzept zur Durchführung einer Konferenz mit Kölner Hochschulen, Partnerstädten und Hochschulen aus Partnerstädten
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210602 Anlage zur Beschlussvorlage - Konzept
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Anlage zur Beschlussvorlage Konzept zur Planung und Umsetzung der Konferenz „Science meets City“ (Arbeitstitel) zum Thema Mobilität Das Thema Mobilität Im Rahmen der Dritten Mission sind Hochschulen dazu angehalten, ihren wissenschaftlichen Beitrag für die Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu leisten. Die Kölner Wissenschaftsrunde (KWR) erbringt diesen Beitrag im Rahmen von Veranstaltungen, Informationsvermittlung und Vorträgen. Sie bewegt sich damit mehr auf der werblichen Ebene zur Vermittlung der Leistungsfähigkeit der Kölner Hochschullandschaft. Konkrete Projekte und auch die Schaffung von Möglichkeiten der Drittmittelförderung sind limitiert. Ein möglicher Ansatz einen konkreten spürbaren Beitrag für die Kölner Bürger*innen zu leisten, ist das Thema Mobilität mit seinen zahlreichen Schnittstellen zu Energie, Klima, Digitalisierung und Stadtentwicklung. Metropolen weltweit stehen vor Herausforderungen, die die Stadtverwaltungen mit dem bestehenden Instrumentenkasten an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt. Hochschulen haben die Möglichkeit unabhängig vom Tagesgeschäft neue Mobilitätansätze aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu entwickeln. Die Kompetenzen der Kölner Hochschulen sind vielfältig. Viele Forschungsfelder leisten wichtige zukunftsweisende Beiträge für unsere Stadt. Ein Element wissenschaftlicher Arbeit ist die Aufarbeitung des technischen/wissenschaftlichen Stands der Forschung. Die Entwicklung und Gestaltung der Mobilität in Großstädten und Ballungsräumen sind aktuelle kommunale Themen. Weltweit stehen Großstädte vor ähnlichen Herausforderungen und arbeiten an neuen Mobilitätskonzepten. Es liegt daher auf der Hand, mit anderen Städten zu kooperieren und einen gezielten Erfahrungsaustausch anzustoßen. Diesen Prozess können Hochschulen begleiten und über Forschungsprojekte konkretisieren. Die Stadt Köln hat zahlreiche Städtepartnerschaften und steht darüber hinaus über Städtenetzwerke wie Eurocities mit vielen weiteren Städten im Kontakt und im Austausch. Das Thema Mobilität wird in diesen Städten in ganz unterschiedlichen Facetten bearbeitet. So hat sich in Tel Aviv eine lebendige Startup Szene gebildete, die viele Mobilitätsdienstleistungen gemeinsam mit der Stadt zur Umsetzung gebracht hat. Paris und Kopenhagen denken den öffentlichen Raum komplett neu, Peking entdeckt das Fahrrad wieder. Viele von ihnen verfügen über Hochschulen, die diese Prozesse begleitet oder sogar initiiert haben. Die Bedeutung des Themas Mobilität für die Stadt Köln spiegelt sich auch in der Vorbereitung der Mobilitätsveranstaltung polisMOBILITY wider, die vom 18. bis 21. Mai 2022 in Köln stattfinden soll und gemeinsam von Koelnmesse und der Stadt Köln entwickelt wird. Vorbehaltlich der noch zu treffenden Beschlüsse zur polisMOBILITY ist daher geplant, die Hochschulkonferenz zum Thema Mobilität auszurichten und an das Messevorhaben anzubinden. Der Kreis der Teilnehmenden Im Beschluss des AVR sind als Teilnehmende Vertretende der Kölner Hochschulen und der Wirtschaft sowie Vertretende der Hochschulen der europäischen Partnerstädte genannt. Die Planungsgruppe hat den Beschlusstext dahingehend interpretiert und das Konzept dementsprechend auch dahingehend erstellt, dass über diesen Personenkreis hinaus auch die Partnerstädte mit deren Entscheidungsträgern angesprochen und zu einer Teilnahme eingeladen werden. Mit der Anknüpfung an die polisMOBILITY könnten Synergien genutzt werden, da hier bereits einige Partnerstädte über die von Stadt und Messe beauftragte Mobilitätsstudie des DLR mit einbezogen sind. Der Kreis der Städte, die für die Konferenz angesprochen werden, wird um die übrigen europäischen Partnerstädte sowie die im AVR-Auftrag angesprochen zusätzlichen Städte Tel Aviv, Bethlehem und Tunis erweitert. Im Einzelnen werden folgende Städte angesprochen: Als Europäische Partnerstädte Kölns: Barcelona (bereits an der DLR-Studie beteiligt) Cluj Napoka (Klausenburg) Cork Esch-sur-Alzette Istanbul Kattowitz Liverpool Lille Lüttich (bereits an der DLR-Studie beteiligt) Rotterdam (bereits an der DLR-Studie beteiligt) Thessaloniki Turin Turku Als außereuropäische im AVR-Beschluss genannte Partnerstädte Tel Aviv (bereits an der DLR-Studie beteiligt) Bethlehem Tunis Als außereuropäische Partnerstädte, die nicht im AVR-Beschluss genannt waren aber an der DLR Studie beteiligt sind Peking Kyoto Als weitere an der DLR-Studie beteiligte internationale Städte Paris Stockholm Die verbleibenden weiteren Kölner Partnerstädte können bei Bedarf und im Rahmen der Kapazitäten zusätzlich mit einbezogen werden: Corinto / El Realejo Indianapolis Rio de Janeiro Wolgograd Projektbeteiligte in Köln und Rollenverteilung Auf Kölner Seite sind die Projektbeteiligten: Stadtverwaltung Köln Amt der Oberbürgermeister, Europa und Internationales als Kontakt und Kommunikationskanal zu den Partnerstädten Amt der Oberbürgermeisterin, Referent Mobilität als Schnittstelle zur polisMOBILITY Darüber hinaus werden für die Fachaustausche im Laufe des Projektes gezielt Vertreter*innen der Fachverwaltung angesprochen Kölner Wissenschaftsrunde (KWR) Über die KWR wird die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs GmbH, die Kölner Hochschulen sowie die IHK mit einbezogen. In der Planungsgruppe der KWR waren zuletzt folgende Kölner Hochschulen aktiv beteiligt: Rheinische Fachhochschule (RFH) TH Köln Universität zu Köln Die Projektleitung liegt bei der Stadt Köln, Amt der Oberbürgermeisterin. Die Projektkoordination und Organisation bezogen auf die fachlichen Inhalte und den Kontakt zu den Hochschulen in den internationalen (Partner)Städten inkl. der Planung der Konferenz soll aus fach- und ressourcenbezogenen Gründen auf die RFH übertragen werden. Nach Abstimmung mit der KWR hat Herr Prof. Wortmann, Präsident der RFH, unter Einsatz studentischer Hilfskräfte hierfür die Möglichkeiten. Projektplanung Es werden Kommunikationskanäle auf kommunaler Ebene zwischen der Stadt Köln und ihren Partnerstädten sowie zwischen den Kölner Hochschulen und den Hochschulen aus den Partnerstädten etabliert. Die konkreten Themen der Konferenz werden durch entsprechende Befragung und Clusterung der Detailthemen ermittelt. Die Abstimmung und Themenfestlegung erfolgt über die Planungsgruppe (Stadt Köln, Kölner Hochschulen, KWR) Die RFH übernimmt die Aufarbeitung der Ergebnisse inkl. Bereitstellung und Pflege der dafür erforderlichen technischen Plattform. Die inhaltliche Planung der Konferenz liegt bei RFH, in Abstimmung mit der Planungsgruppe. Die organisatorische und finanzielle Abwicklung der Konferenz (Beauftragung der Messe, Kartenkontingent) erfolgt über die Stadt Köln, Amt der Oberbürgermeisterin. Die Nachbereitung und Zusammenstellung der Ergebnisse erfolgt über die RFH. Arbeitssprache, sowohl in der vorbereitenden Kommunikation mit den Städten und den Hochschulen als auch in der Konferenz wird ausschließlich Englisch sein. Aus Kostengründen wird auf Übersetzungen und Verdolmetschungen verzichtet. Kosten Für die Durchführung der Hochschulkonferenz stehen ausweislich des AVR Beschlusses 2019 40.000 € zur Verfügung. Im Wesentlichen sollen aus den Projektmitteln folgende Ausgaben gedeckt werden: - Personalkosten (2 studentische Hilfskräfte der RFH) - Lizenzkosten (Projektplattform der RFH) - Sachkosten Messe, Bewirtung, Technik Die detaillierte Finanzplanung erfolgt mit dem Beschluss des Rates zur polisMOBILITY und wird separat vorgelegt. Projektvertrag Bei Zustimmung des AVR und des Stadtentwicklungsausschusses zum Konzept soll zwischen den Kölner Projektbeteiligten eine Projektvereinbarung abgeschlossen werden, in der feste Ansprechpartner benannt sowie die Aufgaben der einzelnen Projektpartner definiert werden. Für die Weiterleitung der Projektgelder zur Finanzierung der Stellen für die Studentischen Hilfskräfte und der anteiligen Stelle zu deren Betreuung sowie der Lizenzkosten für die Projektplattform ist ein Weiterleitungsvertrag zwischen der Stadt Köln und RFH abzuschließen.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/01/3 Vorlagen-Nummer 1317/2021 Freigabedatum 09.06.2021 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Konzept zur Durchführung einer Konferenz mit Kölner Hochschulen, Partnerstädten und Hochschulen aus Partnerstädten Beschlussorgan Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales Stadtentwicklungsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss stimmt dem beiliegenden Konzept zur Durchführung der Konferenz der Stadt Köln mit Kölner Hochschulen, Partnerstädten und Hochschulen aus Partnerstädten zu. Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 14.06.2021 Stadtentwicklungsausschuss 17.06.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 40.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Beschluss vom 04.02.2019 beauftragte der AVR die Verwaltung, in Kooperation mit den Kölner Hochschulen, der Kölner Wirtschaft sowie Vertretenden der Hochschulen der Kölner Partnerstädte ein Symposium zu den technischen und sozialen Herausforderungen in den Ballungszentren vorzu- bereiten. Ein entsprechendes Projektkonzept mit Ergebnissen über Inhalt, Organisation und Kosten ist dem AVR und Stadtentwicklungsausschuss zur Entscheidung vorzulegen. Siehe: Änderungsantrag zu Top 8.2: "Projekt: Informationsaustausch von Vertretern der Kölner Hochschulen und der Wirt- schaft mit Vertretern der Hochschulen der europäischen Partnerstädte" (AN/0114/2019) AN/0181/2019. Zur Finanzierung des Projektes wurden mit dem damaligen Beschluss 40.000 € bereitgestellt. Das in der Anlage beigefügte Konzept basiert auf der Überlegung, das Thema Mobilität in den Mittel- punkt der geplanten Hochschulkonferenz zu stellen und mit der geplanten Mobilitätsmesse polisMO- BILITY (18. bis 22. Mai 2022) zu verbinden. Es wurde in Kooperation und Abstimmung mit der Kölner Wissenschaftsrunde, in der die Kölner Hochschulen und Wirtschaft vertreten sind, erarbeitet. Eine der größten technischen und sozialen Herausforderungen in den europäischen Ballungszentren bildet sich im Thema Mobilität ab. Das Thema hat sowohl einen hohen wissenschaftlichen als auch stadtentwicklungspolitischen Stellenwert. Es bietet Potential daraus abgeleitete Themenbereiche un- 3 ter technischer, sozialer und kultureller Perspektive zu betrachten und ist gleichermaßen für Wissen- schaft, Wirtschaft und Kommunalpolitik von hohem Erkenntnisinteresse. Eine in 2020/2021 durchgeführte gemeinsame Studie der Koelnmesse, des DLR und der Stadt Köln, die im Vorfeld zur Mobilitätsmesse durchgeführt wurde, zeigt, dass die Lösungsansätze international so vielfältig wie ambitioniert sind. Städte wie Barcelona und Paris setzen auf neue Planungsgrundsät- ze, kurze Wege, weniger Durchgangsverkehr und mehr Aufenthaltsqualität. Monheim erprobt auto- nome Elektrobusse, Tel Aviv setzt auf innovative Lösungen einer einmaligen Start-Up-Szene. Gleich- zeitig teilen Städte die Herausforderung, technologische Lösungen, neue Planungsansätze und Infra- strukturen praktisch umzusetzen. Ziel ist, die bereits erfolgte Einbindung von zahlreichen Partnerstäd- ten, wie Barcelona, Lüttich, Rotterdam und Tel Aviv im Rahmen der Studie und in Vorbereitung der Mobilitätsmesse für die geplante Hochschulkonferenz zu nutzen. Durch die Anbindung an die po- lisMOBILITY können so Synergieeffekte erzielt werden. Das angehängte Konzept beschreibt den grundlegenden Rahmen des Vorhabens. Die weitere Ausdif- ferenzierung im Hinblick auf Planung, Organisation und Durchführung soll gemeinsam mit dem Be- schluss des Rates der Stadt Köln zur Durchführung der polisMOBILITY erfolgen. Um mit der inhaltli- chen Planung des Projektes und der Ansprache der Partnerstädte und Hochschulen beginnen zu können, ist die grundsätzliche Zustimmung zum Konzept und damit die Freigabe der Projektmittel in Höhe von 40.000 Euro zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich. Auswirkungen auf den Klimaschutz Das Projekt hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Klimaschutz: Das Symposium wird Corona bedingt als Hybridveranstaltung geplant. Dies ermöglicht eine online- Beteiligung von einer großen Anzahl von Teilnehmenden, die zum einen ansonsten nicht die Möglich- keit hätten, an der Veranstaltung teilzunehmen, zum anderen auch die Möglichkeit bietet, aus Umwel- taspekten und zur Vermeidung von CO2 Emissionen auf eine Reise zu verzichten. Die Teilnahme an der Konferenz in Präsenz ist zwangsläufig mit CO2 Emissionen durch den Trans- port verbunden, es steht jedoch jeder Teilnehmer*in frei diese in eigener Verantwortung zu kompen- sieren Langfristig gesehen ist anzunehmen, dass die Konferenz zu CO2 Einsparungen führt, dass die Mobili- täts-Themen genau dieses zum Ziel haben und davon auszugehen ist, dass diese durch die Austau- sche im Rahmen der Konferenz aktiv vorangetrieben werden. Begründung der Dringlichkeit: Die Beschlussfassung ist dringend erforderlich, da zur Vorbereitung der Hochschulkonferenz bereits jetzt die Beauftragungen Dritter (studentische Hilfskräfte) erfolgen muss. Die zeitgerechte Durchfüh- rung der Hochschulkonferenz ist bei der ansonsten geplanten Anlehnung an die Mobilitätsmesse ge- fährdet. Eine frühzeitigere, fristgerechte Einbringung der Vorlage konnte leider nicht gewährleistet werden, da umfangreiche Abstimmungen vorgenommen werden mussten.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1317/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.06.2021
- Erstellt
- 08.04.2021 12:39