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2208/2024

Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77)

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 04.12.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.12.2024, TOP 10.28

Anlage 10 Vorabauszug Ausschuss für Kunst und Kultur vom 03.12.2024

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Anlage 8 Vorab-Auszug Niederschrift Bauausschuss vom 02.12.2024

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Anlage 4 Ergänzung zur Beschlussvorlage

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Anlage 6 Beantwortung Fragen aus dem BA26

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Anlage 2.3 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 3

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Anlage 2.2 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 2

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Lageplan

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Anlage 5, Auszug Bauausschuss vom 04.11.2024

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Anlage 7 Beantwortung Fragen Volt-Fraktion im Liegenschaftsausschuss

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Anlage 2.3.1 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 3 - Seite 179 korrigiert

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Anlage 2.1 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 1

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Anlage 9, Auszug Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2024

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Anlage 3 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der BV Kalk vom 10.10.2024 zu TOP 8.2.4

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Anlage 10 Vorabauszug Ausschuss für Kunst und Kultur vom 03.12.2024

2024 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss Kunst und Kultur 
Frau Siemon 
Telefon:  (0221) 23657 
Fax:   (0221)  
E-Mail:  DezVII-Session@stadt-
koeln.de 
Datum: 11.12.2024 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses 
Kunst und Kultur  vom 03.12.2024  
öffentlich 
4.3 Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
2208/2024 
Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt 
betreffend "Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77)" 
AN/1707/2024 
 
I. Abstimmung über den Änderungsantrag 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Kunst und Kultur beschließen ergänzend: 
 
Der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ werden zeitnah Alternativen für ihre 
Nutzungsrechte der Halle 76 vorgestellt und in Umsetzung gebracht. 
 
Abstimmungsergebnis:  
Mehrheitlich gegen die Fraktion Die Linke zugestimmt. 
 
 
II. Abstimmung über die so geänderte Vorlage 
Beschluss: 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwick-
ler*in (Stiftung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der 
die Hallen 75 - 77 erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtent-
wicklungspolitisch sinnvollen Nutzung zuführt  
 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder 
ein vergleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nut-
zungen zu welchen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden 
können, um auf diese Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu er-
möglichen.

3. Die Entscheidung über die Veräußerung (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie 
die Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertre-
tung Kalk, dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem 
Ausschuss Kunst und Kultur und dem Liegenschaftsausschuss. 
 
4. Der „Peter und Irene Ludw ig Stiftung“ w erden zeitnah Alternativen für ihre 
Nutzungsrechte der Halle 76 vorgestellt und in Umsetzung gebracht. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Stimmenthal-
tung der Fraktionen SPD und FDP zugestimmt.

Anlage 8 Vorab-Auszug Niederschrift Bauausschuss vom 02.12.2024

3697 Zeichen

Geschäftsführung  
Bauausschuss 
Frau Huppertz 
Telefon:  (0221) 221 22443 
Fax:   (0221) 221 22344 
E-Mail:  DezVI-Dezernatskoordination-
Session@stadt-koeln.de 
Datum: 07.12.2024 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 28. Sitzung des 
Bauausschusses  vom 02.12.2024  
öffentlich 
7.1 Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
2208/2024 
RM Kockerbeck merkt an, dass es am 16.05.2024 eine „Anregung aus der Bezirksver-
tretung Kalk“ unter der Vorlagennummer 1444/2024 - Hallen Kalk 75-77 an der Be-
triebsausschuss Gebäudewirtschaft aus dem Rat gegeben habe, in der die Verwal-
tung um Stellungnahme gebeten worden sei. 
Er möchte wissen, zu welcher Sitzung des Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 
solle dem Ratsbeschluss entsprochen werden, sodass das Thema auf die Tagesord-
nung gesetzt werde und die Verwaltung eine Stellungnahme abgebe. 
Zusätzlich möchte er wissen, ob nach den Regularien des Rates nicht zunächst die 
Vorlage 1444/2024 im Betriebsausschuss beraten und entschieden werden müsse, 
bevor die Vorlage 2208/2024 behandelt werde. 
 
Die Verwaltung sagt eine schriftliche Beantwortung zur kommenden Ratssitzung am 
12.12.2024 zu. 
I. Mündlicher Änderungsantrag der Fraktion SPD betreffend Weiteres Vor-
gehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) (wie BV Kalk): 
RM Kircher beantragt die Abstimmung über die Änderungen der BV Kalk. 
Beschluss: 
1.  Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in 
(Stiftung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 
75 – 77 in Erbbaurecht erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtent-
wicklungspolitisch sinnvollen, insbesondere einer kulturellen, soziokulturellen 
oder sozialen, Nutzung zuführt  
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein 
vergleichbares Verfahren bis Ende 2025 durchgeführt, um zu ermitteln, wel-
che Nutzungen zu welchen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden

können, um auf diese Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermögli-
chen.  
3. Die Entscheidung über die Veräußerung in Erbbaurecht (Verkauf oder Erb-
baurecht) sowie die Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der 
Bezirksvertretung Kalk, dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauaus-
schuss, dem Ausschuss Kunst und Kultur und dem Liegenschaftsausschuss.  
4. Für die möglicherw eise erfolglose Markterkundung w ird die Verw altung bis 
Ende 2024 ein Verfahren darstellen. 
 
Abstimmungsergebnis des Änderungsantrags der Fraktion SPD:  
Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen SPD und Die Linke abgelehnt 
 
II. Ursprungsantrag betreffend Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77): 
Der Bauausschuss empfiehlt dem Rat die Annahme folgenden Beschlusses: 
Beschluss: 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stif-
tung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 - 77 
erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen 
Nutzung zuführt  
 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein ver-
gleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu wel-
chen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese 
Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermöglichen.  
 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie die 
Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, 
dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und 
Kultur und dem Liegenschaftsausschuss. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich bei Enthaltung der Fraktionen SPD und Die Linke empfohlen.

Anlage 4 Ergänzung zur Beschlussvorlage

1445 Zeichen

Anlage 3 zu 2208-2024: Ergänzung zur Halle 76  
Die vorliegende Beschlussvorlage bedarf einer Ergänzung, um den Sachverhalt zur Halle 76 
in Kalk vollständig und korrekt darzustellen. 
  
Die Peter und Irene Ludwig-Stiftung hat auf Grundlage des Schenkungsvertrages von 1994 
einen vertraglichen Anspruch auf die dauerhafte Bereitstellung einer Ausstellungshalle für das 
MUSEUM LUDWIG um Werke zeitgenössischer Kunst ausstellen und sichtbar zu machen. Die 
konkrete Zuordnung dieser Ausstellungshalle zur Halle 76 resultiert aus dem Ratsbeschluss 
vom 21.06.1994. In diesem Ratsbeschluss wurde gemeinsam mit der Annahme der 
Schenkung festgelegt, dass die Halle 76 dem MUSEUM LUDWIG als Ausstellungsfläche für 
zeitgenössische Kunst zur Verfügung stehen soll. 
  
Die Stadt Köln steht in engem Austausch mit der Peter und Irene Ludwig-Stiftung, um 
sicherzustellen, dass die vertraglichen Verpflichtungen eingehalten werden und die 
Ausstellungshalle gemäß den Vereinbarungen bereitgestellt wird. 
  
Für den Fall, dass die Auflage der Bereitstellung einer Ausstellungshalle nicht erfüllt wird, hat 
die Stiftung das vertragliche Recht, vom Schenkungsvertrag zurückzutreten und die Rückgabe 
der 82 Kunstwerke zu verlangen.  
  
In laufenden, vertraulichen Gesprächen wird derzeit eine Lösung erarbeitet, um den Vertrag 
in der aktuellen Situation vertragsgemäß umzusetzen und einen Ort für Ausstellungen des 
MUSEUM LUDWIG verfügbar zu machen.

Anlage 6 Beantwortung Fragen aus dem BA26

563 Zeichen

Anlage 5 zur Beschlussvorlage 2208/2024: 
Beantwortung einer Nachfrage aus dem Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 
vom 4. November 2024 
 
Der sachkundige Einwohner Eichelbaum-Röhl, FDP -Fraktion, bat in der Sitzung des 
Betriebsausschusses Gebäudewirtschaft um die Aufführung der monatlichen Kosten 
der Sicherung. 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Die Kosten der Sicherungsmaßnahmen für die Hallen 76 und 77 in Kalk (inklusive 
Personalkosten) betrugen in den Jahren 
2023  insgesamt   126.115,09 Euro brutto und 
2024  (Stand 5.11.2024)     87.620,79 Euro brutto.

Anlage 2.3 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 3

147668 Zeichen

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 99: Außenaufnahme Westfassade
BESTANDSERFASSUNG NACH KOSTENGRUPPEN
KG 300 Außenwände
Die WestfassadeWestfassade der Halle 77 ist als massive circa 52 Zenti-
meter starke Mauerwerkswand mit zwei unterschiedlichen 
Materialien ausgeführt. Im unteren Bereich (circa 5,72 Meter 
Höhe) wurde ein dunkelrotgebrannter Ziegel im Reichs-
format verwendet. Die Steine sind im Kreuzverband gelegt. 
Darüber wurden über eine Höhe von circa 2 Metern graue 
Bimssteine aufgemauert. Das Mauerwerk besitzt keine Vor- 
und Rücksprünge, wodurch die Fassade ein monolithisches 
Erscheinungsbild erhält. Eine Bohrkernuntersuchung ergab 
im inneren Wandbereich einen verhältnismäßig guten Wert. 
Es wurde eine Druckfestigkeitsklasse 12 N/mm² und eine mit 
Mörtelgruppe IIIa festgestellt. Die weitere Untersuchung einer 
Außenbohrung ergab jedoch nur eine Druckfestigkeitsklasse 
von 4 N/mm² bei einer Mörtelgruppe III. Die insgesamt elf 
Achsfelder lassen sich nur durch die Öffnungen erkennen. In 
jedem Achsfeld liegen eine oder mehrere Öffnungen in Form 
von Fenstern, Tore oder Türen vor. Die Fensteröffnungen be-
sitzen eine Höhe von circa 2,90m und eine Breite von circa 
3,00 Meter. Die Brüstungshöhe liegt bei circa 1,00 Meter. Die 
Fenstereinteilung lässt sich aufgrund der eingebauten Schutz-
maßnahmen von außen nicht erkennen. Generell sind die 
Fenster aus insgesamt zwölf Glasscheiben aufgebaut, wobei 
jeweils zwei circa 50 x 150 Zentimeter große Scheiben in sechs 
Spalten angeordnet sind.
Der Sturz der Fensterelemente besteht aus einem Stahlträger, 
der in das Mauerwerk eingelassen wurde. Darüber betont eine 
Rollschicht den Sturz. Hingegen wurde beim Sturz der Tor-
anlage auf den Stahlträger verzichtet. Hier ist eine mehrteilige 
Rollschicht zu finden. Das Rolltor misst circa 3,20 Meter in der 
Breite und ca. 4,00 Meter in der Höhe. Dessen Lamellen sind

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
grün beschichtet. Ausgeschlossen von dem Aufbau der Fens-
terelemente sind die Öffnungen der Achse 7-8 und 9-10. Bei 
beiden liegt ein Zugang in Form einer Tür vor, der die Maße 
und Einteilung der Fenster zwangsweise reduziert. 
An der Westfassade lässt sich vorwiegend im nördlichen Be-
reich ein Wechsel im verwendeten Material feststellen. Betrof-
fen ist der Übergang zur Westfassade von Halle 76. Hier wur-
den größere Flächen nachträglich mit andersfarbigen Ziegeln 
ausgebessert. Laut Vorplanungsbericht zur Tragwerksplanung 
von HIG ist an der Westfassade an den zwei stark durchfeuch-
teten und durchwurzelten Mauerwerkspfeilern eine Sanierung 
bei einer Neuerstellung vorzusehen. 
Abb. 100: Ansicht West

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 101: Sims der ehemaligen Außenwand Abb. 102: freiliegende Stahlprofile der Fensterstürze
Abb. 103: Ältestes Mauerwerk im Kreuzverband
 Abb. 104: Übergang Ziegel zu Bims, instabiles Mauerwerk

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 105: Bleibelasteter Türlack Abb. 106: Fassade West nach Entfernung Bewuchs
Abb. 107: Reparaturstellen im Mauerwerk

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Die SüdfassadeSüdfassade ist im unteren Bereich als massive Mauer-
werkswand errichtet, auf der sich die dreischiffige Stahlkons-
truktion mit Mauerwerksausfachung aufbaut. In die circa 5,60 
Meter hohe Mauerwerkswand sind mehrteilige Stahlstützen 
und Windverbände eingelassen. An deren Kreuzungspunkt 
sind außenseitig Knotenbleche angebracht. Die genannten 
Stützen gliedern die Fassade in vier Achsfelder, wobei deren 
Abmessung nicht einheitlich sind. Die Abstände variieren 
zwischen circa 8,70 Meter (westliches Seitenschiff), circa 8,05 
Meter (beide Mittelschifffelder) und circa 7,85 Meter (öst-
liches Seitenschiff). Die Wandstärke beläuft sich wegen des 
verwendeten Läuferverbands auf circa zwölf Zentimeter und 
übernimmt keine lastabtragende Funktion. Die rotgebrannten 
Ziegel sind dem Reichsformat zuzuordnen. Für die Ausfa-
chung des über der Mauerwerkswand errichteten Fachwerks 
wurde eine andere Ziegelart verwendet. Der etwas hellere und 
homogenere Ziegelstein füllt die Gefache der Seitenschiffe im 
Läuferverband aus. Im Mittelschiff wurden nahezu alle Gefa-
che mit Fensterelementen versehen, sodass hier eine großflä-
chige Verglasung im Giebel entsteht. Je Gefach bestehen die 
Fenster aus fünf vertikal angeordneten Scheiben. Ausnahme 
bilden die beiden mittleren Gefache, die durch die asym-
metrische Stützenstellung breitere beziehungsweise weniger 
Scheiben besitzen. Laut Vorplanungsbericht zur Tragwerkspla-
nung von HIG weist die Stahlkonstruktion im oberen Bereich 
nur geringfügige Korrosionsschäden auf, wohingegen die 
Fußpunkte der mehrteiligen Stahlstützen gänzlich korrodiert 
sind. An der Mauerwerkswand lassen sich teilweise fehlende 
Steine und Ausbrüche identifizieren. Betroffen sind vor allem 
die Eckpfeiler. 
Abb. 108: Ansicht Süd

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 110: Ziegel im Läuferverband als Ausfachung Abb. 111: Detail Auskreuzung
Abb. 109: Freigelegter Fußpunkt 
Abb. 112: Detailaufnahme Verglasung Südfassade

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Die OstfassadeOstfassade der Halle 77 folgt in ihrer Gestaltung und 
Materialität deren der Halle 76. Sie ist als massive circa 55 
Zentimeter starke Mauerwerkswand mit braun-rotgebrannten 
Ziegeln im Reichsformat ausgeführt. Die Steine sind im Kreuz-
verband gelegt. Lisenen im Raster von 4,60 Meter gliedern 
die Fassade in insgesamt elf Achsfelder. Die Lisenen treten 
dabei um circa 14 Zentimeter nach außen aus der Wandebene 
hervor und weisen eine Breite von circa 52 Zentimetern auf. 
Im Inneren verlängert sich deren Wandvorstand von circa 70 
Zentimeter an der Südfassade bis zu 100 Zentimeter an der 
Nordfassade. Die Pfeiler sind in einem farblich abgesetzten 
dunkelgelben Ziegel gefertigt. Mit dem gleichen Stein sind 
die Segmentbögen der Fensterstürze, die Faschen der Oculi 
und das Traufgesims ausgeführt. In den elf Achsen erschei-
nen jeweils zwei vertikale, kleinere Segmentbogenfenster mit 
einem darüberliegenden Oculus. Dementsprechend erweckt 
die Fassade einen geschlosseneren und massiveren Eindruck 
als die der Halle 76. Beide Segmentbogenfenster besitzen 
eine Höhe von circa 2,73 Meter (im Stich gemessen) und eine 
Breite von circa 1,20 Meter. Die Brüstungshöhe liegt bei circa 
1,84 Meter. Generell sind die Fenster aus insgesamt neun Glas-
scheiben aufgebaut, wobei jeweils vier circa 60 x 60 Zenti-
meter große Scheiben in zwei Spalten angeordnet sind. Der 
Bogen wird durch eine einzelne Glasscheibe ausgefüllt. Bei 
den oberen vier Quadratscheiben handelt es sich um öffen-
bare Elemente. Ausgeschlossen von diesem Aufbau sind die 
Fensterelemente der beiden südlich liegenden Achsen und 
der Achse 6-7. Bei letzterem liegt ein Zugang vor, der die Höhe 
der Fenster zwangsweise reduziert. Die Fensterbank ist bei 
den beiden Segmentbogenfenstern als Rollschicht ausgeführt. 
Auf Sockelhöhe definiert eine weitere Rollschicht den unteren 
Abschluss des Gebäudes. An der Ostfassade lässt sich ein 
geringfügiger Wechsel im verwendeten Material feststellen. Abb. 113: Außenaufnahme Ostfassade

HALLEN KALK 76/77
101
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 114: Ansicht Ost
Betroffen sind nur partielle Bereiche, vorwiegend an Lisenen 
und Fensterlaibungen, die nachträglich mit andersfarbigen 
Ziegeln ausgebessert wurden. Laut Vorplanungsbericht zur 
Tragwerksplanung von HIG liegt an der Ostfassade keine 
Standsicherheitsproblematik vor. Sanierungsmaßnahmen 
beschränken sich restauratorische Maßnahmen sowie Fugen-
sanierungen.

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 115: Die nicht bauzeitlichen Anker sind anhand ihrer Mörtelumrandung gut erkennbar. Rechts eine aktuelle Sicherungsmaßnahme
Abb. 116: Zusammengesetzte Außenaufnahme Ostfassade

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103
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 117: Verglasung Obergaden
Abb. 118: Traufgesims
Abb. 119: Farbliche Gliederung Stürze und Lisenen

HALLEN KALK 76/77
104
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
KG 340 Innenwände
Vermutet wird, dass die innere Struktur bis zur Höhe der Kran-
bahn dem ursprünglichen Zustand entspricht. Darauf aufbau-
end wurde die Dachstruktur verändert: Von ursprünglich zwei 
Satteldachkonstruktionen mit Mittelstützen zur einer großen 
Dachstruktur mit Obergaden. Diese Veränderung, welche die 
Seitenschiffe eher dunkler und das Mittelschiff deutlich heller 
erscheinen lassen, bestimmt den heutigen Innenraum. 
Das HallentragwerkHallentragwerk wurde als Stahlkonstruktion errichtet, die 
sich aus drei Mittelachsen in Achsabstände von circa 4,6 Meter 
zusammensetzt. Durch den Versatz der mittleren Stützenach-
se kommt es zu asymmetrischen Abständen der mehrteiligen 
Stützen. Diese bestehen aus drei vertikalen Stahlprofilen, die 
untereinander sowohl mit horizontalen als auch diagonalen 
Streben verbunden sind. Auf den Stützen verlaufen in Längs-
richtung die Träger der Kranbahn. Oberhalb der Kranbahn 
wechselt die Stützenausführung. An dem mittleren Stahl-
profil der mehrteiligen Stützen verlängern zwei U-Profile die 
Stützenhöhe. An deren Kopf sind Walzprofile befestigt, die in 
den Seitenschiffen auf dem Mauerwerk aufliegen. Die Profile 
bilden das Auflager für längslaufende Stahlpfetten (circa alle 
zwei Meter). Alle Stahlbauteile sind mit einem bleihaltigen 
Anstrich versehen. Dieser überschreitet deutlich den zuläs-
sigen Maximalwert. Über der Stahlkonstruktion baut sich die 
Dachhaut bestehend aus Holzsparren und einer Holzschalung 
auf. Die Holzelemente sind stellenweise vollkommen marode. 
Das darunterliegende Tragwerk weist aufgrund der fehlenden 
Aussteifung keine Stabilisierung in Querrichtung auf. Die Kons-
truktion ab der Kranbahn aufwärts ist nur ungenügend bis gar 
nicht mit den Giebelwänden verbunden. Detaillierte Angaben 
zum Hallentragwerk und den Schäden finden sich im über-
arbeiteten  Erläuterungsbericht der HIG Ingenieurgesellschaft 
GmbH vom 14.02.2023.
Abb. 120: Querschnitt

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 121: Innenaufnahme

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 122: Auflager auf westlicher Stützenreihe Abb. 123: Verbindung Mittelstütze mit Dachträgern
Abb. 124: Verlängerung Fachwerkstützen Abb. 125: Anschluss Tragwerk Seitenschiff

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Im Inneren der Halle 77 sind im westlichen Seitenschiff ins-
gesamt sechs Räume abgetrennt, die sogenannten Meister-
büros. Die InnenwandInnenwand zur Halle hin ist als Eisenfachwerkwand 
ausgeführt, deren Gefache ab circa einem Meter Höhe mit 
Glasscheiben geschlossen sind.
Abb. 126: Östliche Trennwand Waschraum zum Mittelschiff
Diese Wände sind bis auf einige zerbrochene Verglasungen in 
einem guten Zustand, es konnten aber mehrere Schadstoffe 
nachgewiesen werden. So ist die Kittmasse der Stahlfenster 
mit Amphibol-Asbest belastet. Auch die Glasfaserdämmung 
zwischen der Verblechung stellt eine Schadstoffbelastung dar. 
Die Trennwände der WC‘s sind ebenfalls mit Asbest belastet. 
In Querrichtung werden die Räume durch Innenwände abge-
trennt, die verschieden Ausführungen aufweisen.
Die nördliche Innenwand zur Halle ist als Eisenfachwerk aus-
geführt, deren Rasterung deutlich breiter ist als die der zuvor 
beschriebene Wand. Die Gefache sind mit Standard-Mauer-
steinen geschlossen.
Abb. 127: Nördliche Innenwand zur Halle
Die Innenwände, welche die Meisterbüros an der Stelle des 
Rolltores in der Westwand unterbrechen, sind als massive 
Mauerwerkswand aus rotgebrannten Ziegeln im Kreuzverband 
ausgeführt. Die Oberfläche ist weiß gefasst, wobei der Sockel-
bereich einen grauen Schutzanstrich aufweist. Die Wände 
weisen keine Schäden auf.
Abb. 128: Trennwand zum Rolltor

HALLEN KALK 76/77
109
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 129: Wände der Meisterbüros nach Abbruch der Decken

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 130: Innenaufnahme Halle 77 in Richtung Osten. Bewuchs aufgrund des Feuchteeintrags durch das marode Dach

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
KG 350 Decke
Die Decke Decke der Meisterbüros war als Holzbalkendecke ausge-
führt. Die Holzschalung lag auf den quer verlaufenden Sparren 
auf. Die Unterseite der Decke bestand aus einem weiß gestri-
chenem Gipsputz, der durch ein Drahtgitter gehalten wurde. 
Bei einer Schadstoffuntersuchung konnte kein Asbest festge-
stellt werden. Im Raster der Außenstützen verlaufen Eisen-
träger, welche die Innenwände der Meisterbüros statisch 
absichern.
Die Decke konnte für die Wartung der Lüftungsanlage be-
treten werden und war im nördlichen Teil mit einer Absturz-
sicherung versehen. Durch Feuchtigkeitseintrag war die Decke 
stark baufällig.
Aufgrund dieser statischen Mängel ist die Decke der Meister-
Abb. 131: Südliches Ende Zwischendecke
Abb. 132: Nördliches Ende Zwischendecke Abb. 133: Abgängige Deckenkonstruktion

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Im Inneren der Halle 77 findet sich in der Süd-Ost-Ecke eine 
TreppeTreppe, die als einläufige Treppe mit Zwischenpodest auf die 
Deckenebene der Meisterbüros führt. Die Treppe besteht aus 
Stahlwangen aus U-Profilen. Die Trittstufen aus Gitterrost sind 
mit den Stahlwangen verschraubt. Der Handlauf besteht aus 
verschweißten Stahlröhren. Aufgrund der Ausführung ist ein 
Einbau frühestens ab den 1950er Jahren denkbar. Gegenüber 
der Treppe führen noch zwei einzügige Steigleiter mit Rücken-
schutz auf das Niveau der Kranbahn.
Abb. 134: Steigleitern Süd-West Abb. 135: Stahltreppe Süd-Ost-Ecke

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
KG 360 Dach
Das Satteldach Satteldach über dem Mittelschiff der Halle 77 ruht auf 30 
Zentimeter hohen I-Profilen im Raster von 4,60 Metern, die 
sich circa 60 Zentimeter östlich der Mittelachse im First tref-
fen. Über Kopfbänder wird die Konstruktion auf die Ebene der 
Seitenschiffe heruntergeführt, wo die gleichen I-Träger bis zur 
Traufe weiterlaufen. Sowohl Satteldach als auch die PultdächerPultdächer 
über den Seitenschiffen besitzen eine Dachneigung von circa 
zehn Grad. 
Die Stahlkonstruktion weist schwerwiegende statische Mängel 
auf. Die Seitenschiffe und das Mittelschiff sind nicht an die 
Windverbände der Giebelwände angebunden. Auch können 
die Fachwerkstützen über die nachträgliche Verlängerung 
nicht die Funktion eingespannter Stützen übernehmen. Somit 
ist die Dachfläche nicht in Längsrichtung ausgesteift. Die 
Aussteifung in Querrichtung wird durch drei durchgehende 
Windverbände gewährleistet.
Auf den Eisenprofilen der Unterkonstruktion liegen in Längs-
richtung je vier Stahlpfetten pro Dachfläche im Abstand von 
circa zwei Metern auf. Die Dachschalung aus Holzbrettern wird 
von Holzsparren getragen. Die äußere Dachhaut bilden vier-
lagig verlegte bituminöse Dachbahnen. Die Dachbahnen sind 
weder mit PAK noch Asbest belastet. Aufgrund der starken 
Feuchteschäden an der Holzkonstruktion ist eine Dichtheit 
der Dachhaut nicht anzunehmen. Die Holzschalung ist an sehr 
vielen Stellen marode und stark einsturzgefährdet. Es gilt ein 
generelles Betretungsverbot.
Über dem Mittelschiff zieht sich ein circa 32 Meter langes und 
je circa 2,80 Meter der Dachneigung folgendes Oberlicht.
Der Fugenkitt des Oberlichtes ist asbestbelastet.
 Abb. 136: Holzschalung, Holzsparren, Eisenpfetten

HALLEN KALK 76/77
115
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
116
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 137: Obergaden
Abb. 138: Giebelseite
Abb. 139: marode Dachdeckung

HALLEN KALK 76/77
117
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
KG 400 Ausstattung / Haustechnik
Von der Haustechnik Haustechnik und der ehemaligen technischen Gebäu-
deausstattung sind noch Leitungen und Kanäle der Lüftungs-
anlage sowie Rohrleitungen ehemaliger betrieblicher Anlagen 
in Halle 77 vorhanden. Bauteile der technischen Anlagen sind 
vorwiegend in der Süd-West-Ecke sowie oberhalb und in den 
Innenräumen entlang der Westfassade. Rohrleitungen ver-
laufen entlang der Kranbahnschienen und in der Bodenplatte. 
Laut Schadstoffgutachten von HPC wurden für die Dämmun-
gen und Ummantelungen der Lüftungsanlagen Künstliche Mi-
neralfasern (KFM) und für die Flanschverbindungen der Rohre 
asbesthaltige Dichtungen verwendet. Beide Stoffe sind stark 
gesundheitsgefährdend und erfordern besondere Rücksicht 
bei Rück- oder Umbaumaßnahmen.
Abb. 141: Lüftungsanlage ehemaliger Waschraum Meisterbüros
Abb. 142: Lüftungskanäle oberhalb Meisterbüros Abb. 143: Rohrleitungen in Bodenplatte

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 144: Lüftungsanlage oberhalb Meisterbüros
Abb. 145: Lüftungsanlage oberhalb Meisterbüros

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
In Halle 77 befinden sich drei KranbahnenKranbahnen, je zwei im Mit-
telschiff und eine im östlichen Seitenschiff. Im westlichen 
Seitenschiff befand sich vor dem Einbau der Meisterbüros eine 
weitere Kranbahn, deren Laufschienen noch vorhanden sind. 
Die Kranbahnen verlaufen alle in circa sechs Metern Höhe auf 
Laufschienen, die auf den Fachwerkstützen aufliegen. Ledig-
lich die äußere Laufschiene im östlichen Seitenschiff liegt 
auf Mauerwerkspfeilern, die 85 Zentimeter weit in den Raum 
ragen und circa 52 Zentimeter breit sind. Aufgrund der Be-
lastung durch die Kranbahn sind die Pfeiler noch durch zusätz-
liche Zugbänder und Mauerwerksanker gesichert. Durch die 
Erkenntnisse aus der Erforschung der Bau- und Nutzungsge-
schichte sind die Kranbahnen auf die 1960er Jahre zu datieren.
Abb. 146: Kranbahn Mittelschiff Ost
Abb. 147: Kranbahn Seitenschiff Ost Abb. 148: Kranbahn Mittelschiff West

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 149: Laufschiene ehemalige Kranbahn Seitenschiff West
Abb. 150: Auflager Laufschiene Kranbahn Seitenschiff Ost

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
ERLÄUTERUNG DES ZUSTANDS
Statik
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OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSE
SIEVERSSTRASSE
Westfassade: Westfassade: 
 · stellenweise marode Fassade (Steine & Gefüge) durch an-
dauernde Feuchtebeanspruchung und Bewuchs
 · teilweise Rückbau und Rekonstruktion erforderlich
 · Sanierung der Fußbereiche der innen liegenden Kranbahns-
tützen erforderlich
SüdfassadeSüdfassade: 
 · sehr starke Schädigung der Fußpunkte der Stahlstützen / 
Windverband durch starke Korrosion und teilweiser Zerstö-
rung
 · alle untersuchten Fußpunkte müssen ersetzt werden - ggf. 
Fundamentierung möglich
FEHLENDE BRANDWAND
KLEINE SCHÄDEN
EINSTURZGEFAHR
(NICHT BETRETBAR)
PARTIELL STRUKTURELLES VERSAGEN
 · leichte Korrosionsschäden im oberen Bereich
 · grundsätzlich: neuer Korrosionsschutz bei allen Außenbau-
teilen
Ostfassade: Ostfassade: 
 · Sanierung Eckpfeiler zur Halle 76 erforderlich
 · restauratorische Arbeiten und Fugensanierung erforderlich
NordfassadeNordfassade: 
 · Fußpunkt Stahlstützen mit ähnlich schwerer Schadensinten-
sität wie Südfassade
DachDach: 
 · Dacheindeckung in Holz ist stellenweise vollkommen marode
 · generelles Betretungsverbot wegen Einsturzgefahr (!)
 · vollständiger Rückbau der Holzkonstruktion erforderlich
 · leichte Korrosionsschäden an den Stahlprofilen
 · Dacheindeckung inkl. Obergaden / Oberlicht ist neu herzu-
stellen
 · Einbau neuer Stahlwindverbände in den Dachflächen der 
Seitenschiffe als notwendige Gebäudestabilisierung
 · Anschluss der Windverbände des Daches an Windverbände 
der Giebelwände erforderlich
Hinweis HIG:Hinweis HIG:
„Unter Berücksichtigung eines potenzierten Schadenzuwach-„Unter Berücksichtigung eines potenzierten Schadenzuwach-
ses kann ohne einzuleitende Sanierungsmaßnahmen mittel-ses kann ohne einzuleitende Sanierungsmaßnahmen mittel-
fristig die Standsicherheit der gesamten Halle 77 nicht mehr fristig die Standsicherheit der gesamten Halle 77 nicht mehr 
gewährleistet werden!“gewährleistet werden!“

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Denkmalwert
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NEUERBURGSTRASSE
SIEVERSSTRASSE
Die WestfassadeWestfassade ist der älteste Fassadenteil des gesamten 
Komplexes von 1872/74. Hervorgegangen aus einer neben 
der Halle 77 stehenden Halle zeigt die heutige Außenseite die 
Innenansicht dieser abgerissenen Halle. Im Bereich des Bims-
steinmauerwerks lief vermutlich eine nicht mehr vorhandene 
Kranbahn.
Mit den ausgefachte Stahlfachwerk bildet die SüdfassadeSüdfassade die 
innere Stützenstruktur und Windaussteifung nach außen ab. 
Unterhalb der Giebelverglasung ist in der Horizontalen ein-
deutig die Ebene zu erkennen, ab der die Dachstruktur nach 
dem Krieg verändert wurde. Problematisch ist die Grenzstän-
digkeit dieser Fassade ohne Ausbildung einer Brandwand zum 
direkten Nachbarn.
Die bauzeitliche OstfassadeOstfassade weist pro Achsraster jeweils zwei 
vertikale Lochfenster mit darüber liegendem Oculus auf. Das 
massive Erscheinungsbild wird durch die Klinkerfassade ge-
prägt. Die Lisenen sowie die Fensterstürze sind bis heute in 
einem gelblichen Klinker gehalten.
Durch die Veränderung der Dachstruktur wurde das TragwerkTragwerk 
oberhalb der Kranbahn ebenfalls grundlegend verändert. Im 
Bereich des heutigen Firsts verlief die Kehle zwischen den 
ehemaligen Dächern.
Das DachDach wurde aufgrund von Kriegsschäden noch während 
des Zweiten Weltkrieges grundlegend verändert und über-
spannt nun im basilikalen Querschnitt einschließlich Ober-
gaden zwei ehemalig nebeneinander liegende Hallen mit 
vormalig getrennten Satteldächern.
HOHER DENKMALWERT
MITTLERER DENKMALWERT
GERINGER DENKMALWERT

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
höheren Aufwand und kostenintensiveren Entsorgung auszu-
gehen. 
Der Fensterkitt der FassadenfensterFassadenfenster ist nach bisheriger Be-
probung unbelastet. Hingegen wurden bei dem Fensterkitt 
der Dachfenster Asbest in der Kategorie der Gefahrenstoffe 
festgestellt. Diese müssen bei einer Sanierung unter ver-
stärkter Sicherungsaspekten entsorgt werden. Der Lack der 
Fassadenfenster weist nur einen unbedenklichen PCB-Anteil 
auf. Der Lack der Eingangstür ist hingegen stark bleihaltig. Für 
diesen gelten die gleichen Bedingungen wie für die Anstriche 
des Tragwerkes. 
Das DachDach ist nach bisherigen Beprobungen schadstofffrei.
Flanschdichtungen der Technische AnlagenTechnische Anlagen, Rohrleitungen 
bestehen aus Asbest. Bei der Leitungsdämmung wurde KMF 
identifiziert. Bei dem Ausbau der Leitungen ist auf eine fach-
gerechte Sicherung und Entsorgung zu achten. 
Detaillierte Angaben zu den Schadstoffproben finden sich 
im Erläuterungsbericht der HPC AG vom 23.04.2015 und 
18.07.2022.
Hinweis HPC:Hinweis HPC:
„Für eine Wiederherstellung der Hallen zu einem vergleich-„Für eine Wiederherstellung der Hallen zu einem vergleich-
barem Nutzungszweck wären abhängig vom vorgefundenen barem Nutzungszweck wären abhängig vom vorgefundenen 
Schadstoff und der Erfordernis einer Sanierung aufwendige Schadstoff und der Erfordernis einer Sanierung aufwendige 
Demontagearbeiten unter Beachtung von Schutzmaßnahmen Demontagearbeiten unter Beachtung von Schutzmaßnahmen 
in Form von Abschottungen mit technischer Luftführung und in Form von Abschottungen mit technischer Luftführung und 
Einrüstung erforderlich.“Einrüstung erforderlich.“
Schadstoffe
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76
75
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSE
SIEVERSSTRASSE
Den AußenwändenAußenwänden wird keine Schadstoffbelastung zugespro-
chen. Hingegen liegt bei den gebäudeinneren Raumtrennwän-
den sowohl der Gefahrenstoff Amphibol-Asbest als auch KFM 
vor. Auch in den WC-Trennwänden wurde Asbest (Chrysotil) 
nachgewiesen. Für beide Bauteile ist ein Sicherung- und Ent-
sorgungskonzept notwendig.
Die BodenplatteBodenplatte scheint nach bisheriger Beprobung schad-
stofffrei zu sein. Die dort verwendete Fugenmasse enthält 
einen geringen Anteil an PAK, ist jedoch als unbelastet ein-
gestuft. In der Beschichtung wurden keine Anzeichen von PCB 
oder Asbest gefunden.
Die Beschichtung des TragwerkesTragwerkes (grün-rot) weist einen 
geringen Anteil an PCB dafür einen extrem hohen Anteil an 
Blei auf. Die Anstriche müssen folglich zu den Gefahrenstoffen 
eingeteilt werden. Auch hier ist bei der Sanierung von einem 
ASBEST (FUGENKITT+ABDICHTUNG)
PCB + BLEI (STÜTZENANSTRICH)
KEINE SCHADSTOFFBELASTUNG

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
PFLICHTMASSNAHMEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Pflichtmaßnahmen
Aufgrund zahlreicher Schäden und der eklatanten Einsturzge-
fahr durch Bauteilversagen des Tragwerkes sind bei jeglichem 
Sicherungskonzept folgende bauliche Pflichtmaßnahmen un-
weigerlich auszuführen:
Im ersten Schritt muss die Deckung des Daches vollständig 
rückgebaut werden. Die sekundäre Tragstruktur bestehend 
aus Holzsparren und Holzschalung ist partiell vollkommen ma-
rode. Es besteht absolutes Betretungsverbot. Der fehlenden 
Gebäudestabilisierung muss mit Stahlwindverbänden in den 
Seitenschiffen entgegnet werden. Diese sind an die Windver-
bände der Giebelwände anzuschließen.
Die Westwand muss stellenweise ertüchtigt werden. Ver-
wurzelungen und langjähriger Feuchteeintrag haben in den 
betroffenen Bereichen Steine und Verband zerstört. Hier muss 
das desolate Mauerwerk ausgebaut und von Grund auf er-
neuert werden.
Die Südfassade muss wegen stark geschädigter Fußpunkte 
der Stahlstützen und fehlender Brandschutzanforderungen 
vollständig rückgebaut werden. Der fortgeschrittene Korro-
sionsprozess der Stahlstützen erfordert deren neue Funda-
mentierung. 
Ein ähnliches Bild zeigen die Fußpunkte der Stützen an der 
Nordwand. Auch diese sollten einer Fundamentsanierung 
unterzogen werden.
Handlungsempfehlung
Die Pflichtmaßnahmen vervollständigend werden nicht erfor-
derliche jedoch sinnvolle Handlungen empfohlen. Diese tragen 
zur Qualitätssteigerung des Gebäudes bei:
Grundsätzlich sollten schadstoffbelastete und einer Nut-
zung hinderlichen Gefahrenstoffe aus dem Gebäude entfernt 
werden. Zu nennen wären hier die inneren Raumtrennwän-
de, die grün-roten Anstriche des Tragwerkes sowie Bauteile 
technischer Anlagen. Hier liegen asbesthaltige, bleihaltige und 
KMF-haltige Materialien vor.
Des Weiteren würde eine Sanierung der Mauerwerkswände 
von West- und Ostfassade die Langlebigkeit der Gebäudehülle 
garantieren. Vor allem dem Eckpfeiler der Ostfassade ist eine 
genauere Betrachtung zu schenken. Dieser weist Risse auf, 
die zwar aus statischer Sicht unbedenklich sind, aber dennoch 
eine zukünftige Gefahrengrundlage darstellen. Deren Sanie-
rung würde das Gefahrenpotenzial senken. Mit einer Fugensa-
nierung der Mauerwerkswände könnten langfristig Feuchtig-
keitseinflüsse in das Bauwerk minimiert werden.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
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76
75
Abb. 151: Pflichtmaßnahmen Halle 77

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Kurzzusammenfassung Halle 77
Halle 77 ist mit ihrer Grundfläche von 1.750 Quadratmetern der zweitgrößte Baukörper des aus Halle 75, 76 und 
77 bestehenden Gebäudekomplexes. Das Gebäude ist als dreischiffiger Hallenbau mit innerem Stahltragwerk 
errichtet. Die Südfassade bestehen dabei aus einem Stahlfachwerk mit Mauerwerksgefache, West- und Ost-
fassade hingegen aus massiven Mauerwerkswänden. Vor allem am Dach sind Zeugnisse der Umbauphasen zu 
erkennen, wie denen des basilikalem Dachquerschnitt, einer Reparaturmaßnahmen infolge von Kriegsschäden. 
Als besonders schützens- und erhaltenswert werden die Mauerwerkswände der West- und Ostfassade angese-
hen. Auch das bauzeitliche Tragwerk der im Erdgeschoss befindlichen Stützenreihen trägt zum Denkmalwert 
des Gebäudes bei.
Schon 2015 wurde das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft. Die aktuellen Untersuchungen unterstrei-
chen dieses Ergebnis. Insbesondere die Südfassade ist im Begriff zu versagen. Schäden sind im Begriff sich auf 
benachbarte Bauteile auszuweiten. Ausgeführte Schadstoffuntersuchungen ermittelten diverse im Bauwerk 
vorkommende Gefahrenstoffe. Neben asbestbelasteten Baustoffen wurden an allen Stahlelementen bleihaltige-
haltige Anstriche identifiziert. All diese Mängel und irreparablen Schäden erfordern bauliche Pflichtmaßnahmen, 
bestehend aus dem Rückbau der gesamten Dachfläche sowie der kompletten Südfassade. Die Mauerwerks-
wände und das Stahltragwerk müssen ertüchtigt werden.
 
Eine Sanierungsmöglichkeit unter normalen Umständen ist nicht gegeben. Es bedarf besonderer Sicherheits-
vorkehrungen. Die erarbeiteten Untersuchungen und Handlungsempfehlungen dienen als Grundlage für die 
angestrebte nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahme.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

KRANBAHN

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KRANBAHN
Kranbahn
Westlich der drei Hallen 75, 76 und 77 verläuft über insgesamt 
29 Stützen eine außen liegende Kranbahn in circa 7,50 Metern 
Höhe. Der Abstand der beiden Stützenreihen beträgt circa 
13,50 Meter zueinander. Die Stützen weisen unregelmäßige 
Abstände von circa 5,90 bis circa 14,50 Meter zueinander auf. 
Auch unterschieden sich die Ausführungen der Stützenfunda-
mente. Die Stützen sind als Fachwerkstütze ausgeführt, deren 
Eisenbauteile über Nieten verbunden sind. Die Ausführung 
ist den Fachwerkstützen in Halle 77 sehr ähnlich. Die Lauf-
schiene der Kranbahn und die Verstrebungen sind dagegen 
verschraubt. Teilweise weisen die Stützen leere Verbindung 
auf. Insgesamt sind drei verschiedene Walzzeichen aus unter-
schiedlichen Produktionszeiten an den Stützen zu erkennen. 
Beim Bau des Kalk-Karrees wurden mehrere Stützen der west-
lichen Stützenreihe entfernt.
Durch Luftaufnahmen aus den Jahren 1945 und 1951 sowie 
Planzeichnungen von 1949 und 1952 kann die Bauzeit der 
Kranbahn gut bestimmt werden. Dies fällt auch mit einer Nut-
zungsänderung der Halle 77 zusammen, die seit 1951/52 für 
die Lagerfertigung benutzt wurde, während Halle 76 bereits 
zuvor als Lager diente. Entgegen der bisherigen Darstellung 
in der Begründung der Unterschutzstellung kann so gezeigt 
werden, dass die Kranbahn auf eine Bauzeit zwischen 1949 
und 1951 zu datieren ist. 
HALLE 77
SIEVERSSTRAßE
HALLE 75
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRAßE
KALK-KARREE
HALLE 76
Abb. 152: Lageplan mit Einzeichung der westlich gelegenen Kranbahn

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KRANBAHN
Abb. 153: Walzzeichen an Fachwerkstütze Abb. 154: Wechsel von vernieteten zu verschraubten Verbindungen
Abb. 155: Unterschiedlich ausgeführte Stützenfundamente.

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KRANBAHN

VORENTWÜRFE

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VORENTWÜRFE:

VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE

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VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
16
17'17 0
77
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
C
B
A
E
D
C C'
B
A
8
15
14
13
12
11
10
9
7
6
5
4
3
2
1
76
+11.00
m 
+14.42m
Abb. 156: Isometriedarstellung des Vorentwurfs Variante 1 - Schutzhülle

HALLEN KALK 76/77
139
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Entwurfsidee
Variante 1 - Schutzhülle verfolgt das Ziel Halle 76 und 77 sehr 
zeitnah und ohne erheblichen Planungsaufwand vor weiteren 
Witterungseinflüssen zu sichern sowie ausgehende Gefahren 
abzufangen. Städtebauliche Intentionen wurden nicht defi-
niert.
Das bauliche Ziel wird erreicht, indem sowohl Fassaden als 
auch Dächer beider Hallen mit einem Schutzgerüst ummantelt 
und somit vor Witterung geschützt werden. Der Korrosions-
prozess aller Stahlelemente und der Schadensfortschritt an 
weitereren Bauteile wird damit verlangsamt. 
Der Auf- und Abbau des Schutzgerüsts kann zügig umgesetzt 
werden. Für zukünftige Bauherren-Entscheidungen soll durch 
diese Variante eine möglichst große terminliche und techni-
sche Flexibilität entstehen.
Maßnahmen
Die Maßnahmen beinhalten vorrangig das Errichten reversibler 
Sicherungs- und Schutzgerüste.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden ab-
gebaut und von der Schutzhülle als ganzheitliches System 
ersetzt. Alle Fassaden- und Dachflächen werden mit einem 
wasserabweisenden Schutzgerüst eingehaust. Dies schließt 
auch unzugänglichere Bereiche wie den Übergang zwischen 
Halle 76 zu Halle 75 sowie dem Übergang zum Kalk-Karree mit 
ein. Für die Standsicherheit des Gerüsts werden die Wetter-
schutzelemente mit einem ausreichendem Abstand errichtet, 
und partiell an den Bauwerken verankert. Die Verankerung 
wird lediglich an tragfähigen Bauteilen möglich sein, sodass 
es in gewissen Bereichen, wie der Westfassade von Halle 76, 
zu aufwendigen Eingriffen und Sonderkonstruktionen kommt. 
Hier werden Teile der Ausfachung rückgebaut, um Rückver-
ankerungen an den standsicheren Stützen zu montieren. Das 
Schutzdach wird als freitragende, stützenlose Konstruktion 
ausgebildet. Bei zu hohen Spannweiten könnten die Dächer 
auf Stützgerüste angewiesen sein. Dies würde Durchbrüche 
der Dachhaut nach sich ziehen. Eine Notwendigkeit ist vor 
Beginn der Maßnahme zu prüfen.
Abb. 157: Isometrie zur Visualisierung der geplanten MaßnahmenMaßnahmen von Variante 
1 - Schutzhülle
Die Funktion des Gerüstes beschränkt sich nicht nur auf die 
des Wetterschutzes und der Abwehr von Windlasten, sondern 
ermöglicht gleichzeitig das erforderliche Monitoring. Wegen 
der Überschreitung des Schutzgerüstes auf Verkehrsflächen in 
der Neuerburgstraße wird hier eine geänderte Straßenführung

HALLEN KALK 76/77
140
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
notwendig sein. Alle dafür vorzusehenden Einrichtungen wer-
den aufgebaut, vorgehalten, betrieben und mit Demontage 
des Gerüstes wieder abgebaut. 
Bis auf die genannten Eingriffe erfolgen keine baulichen Maß-
nahmen. Das Tragwerk und in die historische Bausubstanz 
bleiben weitestgehend unangetastet.
Interimsmaßnahme
Die Schutzhülle stellt eine längerfristige Interimssicherung 
des Gebäudekomplexes dar und ersetzt somit erforderliche 
Zwischenmaßnahmen zum Gebäude- und Personenschutz. 
Aufgrund der unregelmäßigen beziehungsweise fehlenden 
Beaufsichtigung beider Hallen müssen die Gerüste das 
Abb. 158: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen InterimsmaßnahmenInterimsmaßnahmen 
von Variante 1 - Schutzhülle
Betreten Unbefugter durch entsprechende Sicherungsmaß-
nahmen verhindern. Anti-Kletterschutzsysteme oder Protec-
Einhausungen sollten hierfür installiert werden. Die Gerüststel-
lung führt wegen dem geringen Abstand von den Gebäuden 
zur Straßenebene zu einer starker Beeinträchtigung des 
Straßenraums. Die Neuerburgstraße muss für die Dauer der 
gesamten Standzeit verkehrstechnisch aufwendig angepasst 
werden. Die hierfür erforderlichen Genehmigungen sind als 
Teil der Interimsmaßnahme anzusehen. Ebenso bedarf es der 
Zustimmung für das hofseitige Gerüststellen zum südlichen 
Nachbarn. 
Denkmalwert
Die Maßnahmen der Schutzhülle führen zu keiner Veränderung 
des Denkmalwertes. 
An den baulichen Anlagen erfolgen keine größeren Eingriffe, 
sodass sowohl das Erscheinungsbild als auch die Bausubstanz 
vorwiegend erhalten bleiben. Unter Denkmalschutz stehenden 
Elemente werden baulich kaum bis nicht beeinflusst.
Schadstoffe
Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen erfolgt keine Schadstoff-
sanierung. 
Belastete Bauteile verbleiben in unverändertem Zustand in 
den Gebäuden. Erst im Rahmen einer Nachnutzung werden 
die Schäden behoben und Schadstoffe entfernt.  
Tragwerk
Es werden keine Ertüchtigungen zum Erreichen der statischen 
Standsicherheit vorgenommen.

HALLEN KALK 76/77
141
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Alle tragkonstruktiven Elemente bleiben unangetastet. Dies 
betrifft sowohl alle Stahlkonstruktionen als auch alle Mauer-
werkskonstruktionen. Die Dachflächen bleiben weiterhin nicht 
betretbar. Die Gefahr von herabfallenden Bauteilen an Dach 
und Fassade bleibt bestehen.
Brandschutz
Der erforderliche Brandschutz wird nicht hergestellt.
Betroffene Bauteile wie die der Südfassade von Halle 77 als 
auch die der anderen Fassaden erfahren keine baulichen Maß-
nahmen. Die Problematik der fehlenden Brandwand bleibt 
weiterhin bestehen.
Städtebauliche Auswirkung
Eine positive Veränderung der städtebaulichen Situation wird 
durch die Errichtung der Schutzhülle nicht erreicht. Im Ver-
gleich zur bestehenden Situation verliert der öffentliche Raum 
deutlich an Aufenthaltsqualität.
Da es zu keiner gebäudeübergreifenden Öffnung oder Inter-
aktion kommt, besteht weiterhin eine trennende Wirkung zwi-
schen dem Ottmar-Pohl-Platz und den Hallen Kalk im Osten. 
Das Einbeziehen der Hallen 76/77 in den städtebaulichen 
Rahmenplan ist aufgrund der kompletten Einhausung nahezu 
ausgeschlossen. Das Bild der ewigen Baustelle wird vor allem 
den Ottmar-Pohl-Platz negativ beeinflussen. Aber auch die 
Neuerburgstraße wird unter den Auswirkungen der Schutzhül-
le und dem veränderten Straßenraum leiden.
76
NEUERBURGSTRASSE
Dillenburger Straße
77
HALLENKOMPLEX TRENNT
ÖFFENTLICHE PLÄTZE
Abb. 159: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen Auswirkungen städtebaulichen Auswirkungen von 
Variante 1 - Schutzhülle
Lastenheft
Die erforderlichen Leistungen und Maßnahmen des Bauherrn 
setzen sich aus dem Monitoring und der Sicherheitskontrolle 
der Hallen zusammen. 
Das Monitoring ist in kurzen Abständen zu unternehmen, 
da die Hallen weiterhin dem Verfallungsprozess unterlie-
gen. Dabei ist der Zustand der baulichen Anlagen als auch 
die Auswirkung auf die Bausubstanz zu beobachten und zu 
dokumentieren. Gleichzeitig müssen die Gebäude in einem de-
taillierten Aufmaß erfasst werden. Die Daten dienen als Basis 
für die folgenden Instandsetzungs-, Sanierungs- und Rekons-
truktionsmaßnahmen unter denkmalpflegerischen Aspekten. 
Bei der Sicherheitskontrolle liegt das Augenmerk auf der 
regelmäßigen Begutachtung der Sicherungseinrichtungen, die 
im Zweifel gesichert oder wiederhergestellt werden müssen. 
Nur so kann der Personenschutz durch Hinderung unbefug-
ten Betretens gewährleistet werden. Eine Beauftragung eines 
Sicherheitsunternehmens scheint hierfür sinnvoll.

HALLEN KALK 76/77
142
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Wirksamkeit der Maßnahmen
Im Hinblick auf die Wiederherstellung der Standsicherheit sind 
die Maßnahmen der Schutzhülle als ungenügend zu bezeich-
nen.
Die Maßnahmen tragen zwar zur Verlangsamung des Verfal-
lungsprozesses bei, können diesen jedoch nicht in seiner Gän-
ze aufhalten. Die thematisierten Pflichtmaßnahmen kommen 
nicht zum Tragen. Die kurzfristige Realisierung der Schutzhülle 
führt nicht zur Gefahrenabwehr von Bauteilversagen. Es muss 
demnach zeitnah eine bauliche Maßnahme folgen, um die Ge-
bäude auch in ferner Zukunft zu erhalten. Nur dann haben die 
Maßnahmen ihren Nutzen erfüllt. 
Nachhaltigkeit
Die Aspekte der Nachhaltigkeit werden in dieser Variante aus-
reichend berücksichtigt. 
Die Nachhaltigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Dazu zählen unter anderem die Dauerhaftigkeit der Siche-
rungsmaßnahme, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen 
sowie der weitere Umgang mit den Gebäuden. Da mit dieser 
Variante die Standsicherheit nicht erreicht wird, kann von 
keiner Dauerhaftigkeit der Sicherung gesprochen werden. Der 
erforderliche Rückbau eingesetzter Elemente, wie denen der 
Wetterschutzprofile, hält sich in Grenzen, ist jedoch als nicht 
nachhaltig anzusehen. Sofern in naher Zukunft kein Fahrplan 
für die Sanierung aufgestellt und ausgeführt wird, muss von 
einem verzögerten kontrollierten Verfall ausgegangen werden.
Nutzungsperspektive
Eine Nutzung beider Hallen nach Abschluss der Sicherungs-
maßnahmen ist in jeder Hinsicht ausgeschlossen. 
Die Standsicherheit der Gebäude wurde nicht wiederherge-
stellt. Die Gefahr von herabfallenden Bauteilen in Kombination 
mit dem einsturzgefährdeten Dach von Halle 77 ist weiterhin 
akut. Alle schadstoffbelasteten Bauteile sind noch vorhanden.   
Personen darf der Zugang zu den Hallen nicht ermöglicht 
werden.
Kosten
Die Baukosten beziehen sich auf die Kostenschätzung vom 
01.02.2023 und belaufen sich auf 23.000.000 € netto. Kosten-
schätzungen spiegeln eine Genauigkeit von +/- 30% wieder 
(hier +/- 6.900.000 €).
Details zu den Kosten siehe Kurzauflistung auf der nachfol-
genden Seite sowie weitere Detaillierungen in Kostenaufstel-
lungs- und Kostenberechnungstabellen im Anhang.
Termine
Bei einem Beginn der Planungsleistung zu Anfang des dritten 
Quartals 2023 ist mit einer Fertigstellung im dritten Quartal 
2024 zu rechnen. 
Details zu den Terminprognosen siehe Visualisierung im Gantt-
Diagramm auf der nachfolgenden Seite.
Risiken
Da keine der vorliegenden Schadensbilder behoben werden, 
können sich diese zu irreparablen Schäden bis hin zu Bauteil-
versagen ausweiten. Im Falle einer Nachnutzung kann es zu 
einem hohen Maß an nicht haltbarer Substanz kommen, die 
aufwendig restauriert werden muss. Bei einem Bauteilver-
sagen ist die Standsicherheit des Schutzgerüstet gefährdet. 
Ein- beziehungsweise Umstürzen des Gerüsts ist nicht auszu-

HALLEN KALK 76/77
143
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
schließen. 
Nachteile
Die meisten Nachteile der Maßnahmen lassen sich auf die wei-
terhin gefährdete Standsicherheit der Gebäude zurückführen. 
Da keine Schäden der Hallen behoben werden, können diese 
weder genutzt noch betreten werden. Die Maßnahmen führen 
zu keinen baulichen Verbesserungen des Komplexes. Zu-
dem führt das Schutzgerüst zu einer unverändert schlechten 
städtebaulichen Situation sowie zu eingeschränkten Verkehrs-
wegen.  
Vorteile
Der große Vorteil der Schutzhülle liegt in der kurzen Planungs- 
und Bauzeit. Eine Verlangsamung des Verwitterungsprozesses 
wird somit schnell erreicht. Daneben kommt es vorerst zu 
keiner Veränderung des Denkmalwertes, da nahezu alle Bau-
elemente am Gebäude verbleiben.
Erfüllungsgrad Qualitätsmerkmale
Die erörterten Qualitätsmerkmale wurden gemäß ihrer 
Wichtigkeit eingestuft und sind im folgenden absteigend 
aufgeführt: Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme, Termine, 
Nachhaltigkeit, Nutzungsperspektive, Städtebauliche Auswir-
kung, Denkmalwert.
Der Durchschnitt aller Qualitätsmerkmale resultiert in einem 
geringen Erfüllungsgrad. Dies lässt sich vor allem auf die un-
genügende Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme zurück-
führen.
Empfehlung
Variante 1 wird empfohlen, wenn sofort mit der Errichtung 
einer Schutzmaßnahme begonnen werden soll und die Evalua-
tion zukünftiger Nutzungen umgehend startet. Von Seiten des 
Tragwerksplaners wird Variante 1 nur bedingt empfohlen (vgl. 
HIG Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Zusammenfas-
sung vom 10.11.2022, Überarbeitung vom 14.02.2023).

HALLEN KALK 76/77
144
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Kostenschätzung
KG Bauelement
Halle 76 Halle 77
Maßnahmen Kosten netto in Mio. € Maßnahmen Kosten netto in Mio. €
320 Gründung -
15,9
15,9
16,3
-
5,5
5,5
5,9
330 Außenwand Ost  · Fassadenmodularbeitsgerüst 3,9  · Fassadenmodularbeitsgerüst
 · 100 wo Vorhaltezeit 1,2
Außenwand Nord  · Fassadenmodularbeitsgerüst 1,6 -
Außenwand Süd  · Fassadenmodularbeitsgerüst
1,6
 · Fassadenmodularbeitsgerüst
 · 100 wo Vorhaltezeit
1,0
Außenwand West  · Fassadenmodularbeitsgerüst
7,9
 · Fassadenmodularbeitsgerüst
 · 100 wo Vorhaltezeit
0,5
340 Innenraum - -
350 Decken  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahmen 0,2 -
360 Dach
-
 · Wetterschutzdach
 · Tragwerk aussteifen 0,4
390 Sonstiges  · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung
0,7
 · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung
2,4
400 Haustechnik - -
700 Planung*  · Ingenieurvermessung 0,4 0,4 0,4  · Monitoring 0,4 0,4 0,4
Planungszeit 0,5 Jahre
Bauzeit 0,5 Jahre
Baukosten 23.000.000 € netto**
* Planungskosten sind nicht enthalten
** darin sind keine Kosten für die Kranbahn enthalten

HALLEN KALK 76/77
145
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
2023 2024
Terminprognose
Vorhalten
Interimsmaßnahme
Planung 
Sicherungsmaßnahme
Ausführung 
Sicherungsmaßnahme
Freigabe
Gebäude
Standsicherheit
wiederhergestellt
2025 2026 2027 2028 2029
6 Mo.
6 Mo.
12 Mo.

HALLEN KALK 76/77
146
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Referenzen
Rückbaubare Hülle: Shengli Market, Puyang [Quelle: https:/ /www.dezeen.com/2019/09/06/luo-studio-shengli-market-recyclable-architecture-china/]

HALLEN KALK 76/77
147
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Schutzhülle The Hill House Box, Helensburgh [Quelle: https:/ /www.carmodygroarke.com/hill-house/]

HALLEN KALK 76/77
148
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Abb. 160: Beispiel eines Raumgerüsts [Quelle: https:/ /www.stahl-geruestbau.de/wp-content/up-
loads/2018/12/KB_C18_2358-003.jpg]
Abb. 161: Elefantenhaus, Zürich - Raumge-
rüst [Quelle: https:/ /www.dach-holzbau.de/
imgs/100696233_67e6e053f3.jpg]

HALLEN KALK 76/77
149
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 1 - Schutzhülle
Die Variante hat das Ziel, Halle 76 und 77 zeitnah vor weiteren Witterungseinflüssen und ausgehenden Ge-
fahren zu schützen, ohne erheblichen Planungsaufwand aufzuweisen. Dies soll durch ein Wetterschutzgerüst 
erreicht werden, das Fassaden und Dächer beider Hallen umgibt. Die Maßnahmen beinhalten hauptsächlich den 
Aufbau reversibler Sicherungs- und Schutzgerüste an allen Fassaden- und Dachflächen. 
Die Schutzhülle stellt dabei eine längerfristige Interimssicherung dar und ersetzt Zwischenmaßnahmen zum 
Schutz von Gebäude und Personen. Der Denkmalwert wird wegen ausbleibender Baueingriffe nicht verändert. 
Es erfolgt keine Schadstoffsanierung. Eine Ertüchtigung des Tragwerks kommt nicht zur Ausführung. Die kons-
truktiven Elemente bleiben unangetastet. Der erforderliche Brandschutz wird nicht hergestellt, da die betroffe-
nen Bauteile keiner Veränderung unterliegen. 
Die Auswirkungen auf die städtebauliche Situation erweisen sich als negativ. Das Erscheinungsbild im öffent-
lichen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen leiden. Nach der Fertigstellung erwarten den Bauherren 
Aufgaben im Feld des Monitorings und der Sicherheitskontrollen. Dies ist für den weiteren Umgang mit dem 
Gebäude erforderlich.  
Die Sicherungsmaßnahme trägt nicht zur Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Die kurzfristige Realisie-
rung kann den Verfallungsprozess lediglich verlangsamen. Nachhaltigkeitsaspekte werden nur ausreichend 
aufgegriffen. Wegen der fehlenden Gefahrenabwehr ist eine Nutzung der Hallen ausgeschlossen.

HALLEN KALK 76/77
150
VORENTWÜRFE: VARIANTE 1 -  SCHUTZHÜLLE

VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG

HALLEN KALK 76/77
152
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
16
17'
UNREGELMÄSSIG
17 0
77
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
C
B
A
E
D
C C'
B
A
8
15
14
13
12
11
10
9
7
6
5
4
3
2
UNREGELMÄSSIG
UNREGELMÄSSIG
1
76
75

HALLEN KALK 76/77
153
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Entwurfsidee
Variante 2 - Bestandssicherung verfolgt das vordergründige 
Ziel Schadstoffe zu entfernen sowie die statischen Standsiche-
rung der Gebäude wiederherzustellen. Erstrebt wird der kon-
trollierte Rückbau aller nicht tragenden Elemente. Städtebau-
lich sollen Halle 76 und 77 in den öffentlichen Raum integriert 
werden und den Ottmar-Pohl-Platz erweitern.
Dieses Ziel wird erreicht, indem Bauteile mit deren grund-
legenden statischen Problemen sowie deren Schadstoffbe-
lastungen aus den Hallen entfernt werden. Das Risiko eines 
Bauteilversagens wird damit verringert. Für eine kurze Periode 
sollen die Hallen offenstehen, bis sich ein Nutzungskonzept für 
die Hallen gefunden hat. Dies muss aber unmittelbar an diese 
Maßnahmen erfolgen, da der Korrosionsprozess die Kons-
truktion ohne schützendes Dach in hoher Geschwindigkeit 
fortgesetzt wird.
Die Abbaumaßnahmen können verhältnismäßig zügig umge-
setzt werden. Zukünftige Bauherren-Entscheidungen sollten 
zeitnah getroffen werden.
Maßnahmen
Die Maßnahmen beinhalten das Errichten einer temporären 
Interimsmaßnahme, den Rückbau nicht tragender Bauteile, 
sowie die Ertüchtigung der tragwerksrelevanten Elemente.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden er-
weitert, um alle während der Planungszeit für den Rückbau 
bestehenden Gefahren zu minimieren.
Das Prinzip der Gefahrenminimierung durch Abbau der Ein-
sturzgefahr sowie der Schadstoffsanierung beginnt mit der 
unmittelbaren Erstellung eines Abbruch- und Schadstoffsa-
nierungskonzeptes basierend auf dem Konzept von HIG aus 
dem Jahr 2014 und HPC aus dem Jahr 2015. Noch vor dem 
Abbruch werden schadstoffbelastete Elemente demontiert 
und separiert. Dies ist lediglich bei Bauteilen möglich, deren 
Demontage nicht an den konstruktiven Abbruch geknüpft ist. 
Um die Freisetzung schädlicher Stoffe zu mindern, ist auf den 
Einsatz schonender Trenn- und Demontagearten zu achten. 
Zudem ist ein aufwendiger Schwarzbereich einzurichten. Die 
vorlaufenden Gefahrenstoffbeseitigung beinhaltet neben der 
Demontage asbesthaltiger Brandschutztüren, Rohrflansche, 
Kittmasse und Dachabdichtungen auch die von PCB-haltigen 
Leuchtstofflampen sowie teerhaltigen Gussasphaltplatten. 
Nach diesen Maßnahmen müssen die Oberflächen gereinigt 
werden, um eine gefahrenlose Weiterarbeit zu gewährleisten. 
Die begleitende Gefahrenstoffdemontage beginnt mit den Ab-
brucharbeiten. Da hier keine Schwarzbereiche erstellt werden 
können, sind die Arbeiten nur unter höchsten Sicherheitsmaß-
nahmen durchführbar. Besonders die PCB- und bleihaltigen 
Stahlkonstruktionen sind davon betroffen.  
Der Rückbau der Hallen erfolgt von Süden nach Norden ach-
senweise mit hohem Betreuungsaufwand seitens der Statik. 
Begonnen wird mit der Südwand von Halle 77. Es muss dabei 
jederzeit darauf geachtet werden, dass der Rückbau zu keinen 
irreparablen Schäden führt. Im ersten Schritt des Baubetriebes 
werden die Fassadengerüste gestellt. Diese werden wegen der 
notwendigen Verankerungen, sowie unzugänglicheren Situa-
tionen, wie die der Kranbahn, Sonderkonstruktionen in deren 
Ausführung benötigen. Die Rückverankerung wird ähnlich zu 
Variante 1 erstellt. Je nach Bauphase sind verschiedene Ab-
stände zwischen Gerüst und Fassade erforderlich. Die Gerüste

HALLEN KALK 76/77
154
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
werden mit verschiebbaren Arbeitsbühnen ausgestattet.  
Der Abbruch beginnt mit der Demontage der Dach- und 
Fassadenfenster. Da Letztere als besonders erhaltenswert ein-
gestuft sind, jedoch nur von außen entfernt werden können, ist 
mit einem erhöhten Aufwand für den Rückbau zu rechnen. Es 
folgt der Abbruch der Dachflächen. Im Zuge der Schadstoff-
sanierung ist der Dachbelag schon teilweise entfernt worden. 
Die verbliebene Holzschalung von Halle 77 sowie die Bimsplat-
ten und Stahlbetondecke von Halle 76 werden abgebrochen. 
Im Anschluss werden die schadhafte Mauerwerksausfachun-
gen entnommen. Dies betrifft die Nord-, Süd- und besonders 
die Westwand der Halle 76. Auch nach diesem Schritt ist eine 
Reinigung der Arbeitsbereiche aus Sicht der Schadstoffsicher-
heit notwendig.
Dem Rückbau folgt die statische Ertüchtigung der Konstruk-
tion zur Aufnahme von Windlasten. Dazu werden desolate Ele-
mente abgebrochen und ersetzt. Bereits korrodierte Elemente 
werden entrostet und ertüchtigt. Erforderliche Verbände und 
Aussteifungen werden hergestellt, um in Zukunft Verformun-
gen durch Horizontalkräfte zu vermeiden. Alle Stahlbauteile 
werden mit einem Korrosionsschutz beschichtet (vgl. HIG Vor-
planungsbericht Tragwerksplanung - Zusammenfassung vom 
10.11.2022, Überarbeitung vom 14.02.2023).
Im Rahmen der Maßnahmen erfahren die Anlagen ein hohes 
Maß an baulichen Eingriffen, insbesondere die Fassaden und 
das Dach. Das Tragwerk wird weitestgehend erhalten und er-
gänzt. Ein Großteil der historischen Bausubstanz wird abge-
brochen. Die aufgezeigten Maßnahmen stellen größtenteils die 
Pflichtmaßnahmen für einen weiteren baulichen Umgang mit 
dem Gebäude dar.
Abb. 162: Isometrie zur Visualisierung der geplanten MaßnahmenMaßnahmen von Variante 
2 - Bestandssicherung
Interimsmaßnahme
Die Interimsmaßnahmen sollen zum Personenschutz beitragen 
und das direkte Umfeld vor von gebäudeausgehenden Gefah-
ren bis zum Beginn der Bauzeit sichern. 
Darunter fallen Schutzgerüste zum Abfangen von herabfallen-
den Bauteilen an der West- und Südwand von Halle 76 sowie 
an der Ostwand von Halle 77. Hinzu kommen Zugangssperren 
gegen unbefugtes Betreten und Verkehrssicherungsmaßnah-
men an der Neuerburgstraße.

HALLEN KALK 76/77
155
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Abb. 164: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen InterimsmaßnahmenInterimsmaßnahmen 
von Variante 2 - Bestandssicherung
Denkmalwert
Die Maßnahmen der Bestandssicherung führen zu einer star-
ken Reduzierung des Denkmalwertes. Unter Denkmalschutz 
stehende Elemente erfahren ein hohes Maß an baulichen Ein-
griffen.
Infolge zahlreicher Abbrüche kommt es zum Verlust an 
Bausubstanz. Ein Erhalt baulicher Elemente scheint in den 
meisten Fällen sehr schwierig bzw. teilweise technisch kaum 
möglich. Die Westwand von Halle 76 muss aufgrund der Ver-
formungen und des stark desolaten Zustands abgebrochen 
werden. Wegen der überhöhten Schadstoffbelastung ist das 
Dach einschließlich der Oberlichter rückzubauen. Bei Halle 77 
betrifft die Minderung des Denkmalwertes die Südwand und 
das Hallendach. Eine fehlende Windaussteifung gepaart mit 
einer zu hohen Schadstoffbelastung erfordert den Rückbau. 
Die Dacheindeckung mit dessen dreischiffigen Kubatur muss 
wegen der akuten Einsturzgefahr abgebrochen werden.
 
Schadstoffe
Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen erfolgt an nahezu allen 
Bauteilen eine Schadstoffsanierung. 
Die asbestbelasteten Bauteile werden rückgebaut. Darunter 
fallen neben der Dachfläche und den Leitungen von Halle 76 
der Fensterkitt von Halle 77. Auch der PAK-belastete Guss-
asphalt in Halle 76 wird abgebrochen. Zudem werden die 
PCB-haltige und bleihaltige Anstriche, die vorwiegend an der 
Stahlkonstruktion beider Hallen angebracht wurden, entfernt. 
Tragwerk
Es werden alle Bauteile gemäß statischer Anforderung ertüch-
tigt, sodass die Standsicherheit der Hallen wiederhergestellt 
wird. 
Durch den Rückbau der Gefache werden Zwangsbeanspru-
chungen eliminiert und die betroffenen Bauteile entlastet. 
Fehlende Aussteifungen werden hergestellt. Damit die Stand-
sicherheit und die vertikale Lastabtragung gewährleistet 
werden kann, wird eine grundlegende Mauerwerksertüchti-
gung durchgeführt. Die Gefahr von herabfallenden Bauteilen 
an Dach und Fassade wird dadurch aufgehoben. Auf allen 
Bestandteilen der freiliegenden Stahlkonstruktion wird der 
Korrosionsschutz aufgebracht, um diese vor Witterungsein-
flüssen zu schützen. 
Brandschutz
Der erforderliche Brandschutz wird nicht hergestellt, hingegen 
umgangen.
Die Problematik der fehlenden Brandwand entfällt, da die Süd-
wand von Halle 77 vollständig rückgebaut wird, was jedoch

HALLEN KALK 76/77
156
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
nicht das grundlegende Problem eines möglichen Brandüber-
schlags löst.
Städtebauliche Auswirkung
Es wird teilweise eine positive Veränderung der städte-
baulichen Situation durch die Abbrucharbeiten erreicht. Im 
Vergleich zur bestehenden Situation gewinnt der öffentliche 
Raum an Aufenthaltsqualität sowie Anknüpfungspunkte für 
die weitere städtebauliche Entwicklung. 
Der positive Effekt wirkt sich besonders auf die zum Ott-
mar-Pohl-Platz gelegene Westseite aus. Durch den Rückbau 
kommt es hier zum Aufbrechen der trennenden Gebäude-
struktur, was zu einer Erweiterung des städtischen Raumes 
führt und ein deutlich ansprechenderes Bild des Platzes 
generiert. Der Ottmar-Pohl-Platz erfährt wegen dieser neuen 
Beziehungen zwischen Außen- und Innenraum eine spürbare 
Qualitätssteigerung. Es besteht dennoch weiterhin die tren-
nende Wirkung zwischen dem Ottmar-Pohl-Platz und den 
NEUERBURGSTRASSE
Dillenburger Straße
STÄDTEBAU MIT KALK-KARREE
TEILT DIE HALLE 76 HEUTE
HALLENKOMPLEX STELLT
ERSTE VERBINDUNGEN
ZWISCHEN ÖFFENTLICHEN
PLÄTZEN HER
Abb. 166: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen Auswirkungen städtebaulichen Auswirkungen von 
Variante 1 - Schutzhülle
Hallen Kalk im Osten. Das Einbeziehen der Hallen 76 und 77 in 
den städtebaulichen Rahmenplan gestaltet sich als schwierig, 
ist jedoch möglich. Es könnten erste Verbindungen über die 
Hallen hinweg durch kleinere Eingriffe in die Ostfassaden der 
Hallen geschaffen werden.
Lastenheft
Die erforderlichen Leistungen und Maßnahmen des Bauherrn 
umfassen vorwiegend Dokumentationsarbeiten als Vorberei-
tung für den Abbruch und Rückbau. 
In erster Linie sollte ein verformungsgerechtes Aufmaß der 
Hallen mit einer Genauigkeit von +/- 2mm erstellt werden. 
Empfohlen wird ein Laserscanning der gesamten Anlage. Die 
Daten sollen zum einen der Unteren Denkmalbehörde als Ver-
gleich von Vor- und Nachzustand dienen und zum anderen die 
Grundlage für alle weiteren Planungen liefern. Hierzu gehört 
auch das Erstellen eines Raumbuchen einschließlich einer 
Fotodokumentation. Ferner ist über die gesamte Zeit der Bau-
phase hinweg eine Abbruchdokumentation gemäß der Richtli-
nien des LVR zu erstellen. Nachdem die Abbruch- und Rück-
bauarbeiten abgeschlossen wurden, ist der Personenschutz 
in Form eines regelmäßigen Monitorings zu gewährleisten. Da 
die Hallen durch die Maßnahmen der Öffentlichkeit zugäng-
lich gemacht werden aber dennoch dem Witterungsprozess 
ausgesetzt sind, sollten die Bauwerke auf Schadensbilder und 
Gefahrenpotenziale kontrolliert werden.
Wirksamkeit der Maßnahmen
Im Hinblick auf die Wiederherstellung der Standsicherheit sind 
die Maßnahmen der Schutzhülle als ausreichend zu bezeich-

HALLEN KALK 76/77
157
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
nen.
Die Maßnahmen tragen zur Standsicherheit bei, entfernen 
die schadstoffbelasteten Bauteile und schaffen somit eine 
Grundlage für eine zukünftige Nutzung der Hallen. Die thema-
tisierten Pflichtmaßnahmen kommen zum Tragen. Die kurz-
fristige Realisierung der Schutzhülle führt zur rechtzeitigen 
Gefahrenabwehr von Bauteilversagen, jedoch mit dem Risiko 
einer baldigen Schädigung des Tragwerks. Der Bestandssiche-
rung muss demnach zeitnah eine bauliche Maßnahme folgen, 
um die Gebäude nur für eine kurze Dauer der Witterung zu 
exponieren. Die Bestandssicherung zeigt eine kurzfristige 
Wirksamkeit bereits ab Bauende, die langfristige Wirksam-
keit kommt jedoch erst mit der Nutzungsentwicklung und der 
damit einhergehenden baulichen Änderung der Hallen. 
Nachhaltigkeit
Die Aspekte der Nachhaltigkeit werden in dieser Variante be-
rücksichtigt. 
Die Nachhaltigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Dazu zählen unter anderem die Dauerhaftigkeit der Siche-
rungsmaßnahme, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen 
sowie der weitere Umgang mit dem Gebäude. Da mit dieser 
Variante die Standsicherheit erreicht wird, diese jedoch ge-
fährdet ist, kann von einer zeitlich begrenzten Dauerhaftig-
keit der Sicherung gesprochen werden. Wegen der stark 
exponierten Lage der Tragkonstruktion beider Hallen sollte in 
direktem Anschluss an die Bestandssicherung ein Nutzungs- 
und Sanierungskonzept entwickelt und durchgeführt werden. 
Andernfalls ist von beachtlichen Schäden an beiden Hallen 
und einem daraus resultierenden hohen Aufwand bei zukünfti-
gen Baumaßnahmen auszugehen. 
Nutzungsperspektive
Eine Nutzung beider Hallen nach Abschluss der Sicherungs-
maßnahmen ist nur bedingt möglich.
Die fehlende Überdachung schränkt eine mögliche Nutzung 
der Hallen stark ein. Witterungsgeschütze Nutzungen stellen 
keine Option dar. Sie reduziert sich vorwiegend auf eine Er-
weiterung des öffentlichen Freiraums. Die Flächen sind den 
Stadtbewohnern zugänglich und können von diesen in An-
spruch genommen werden. Daneben ist die Nutzung als Raum 
für Outdoor-Events und Veranstaltungen denkbar.
Kosten
Die Baukosten beziehen sich auf die Kostenschätzung vom 
01.02.2023 und belaufen sich auf 27.000.000 € netto. Kosten-
schätzungen spiegeln eine Genauigkeit von +/- 30% wieder 
(hier +/- 8.100.000 €).
Die Kosten der Bestandssicherung sind wegen dem geringen 
Planungs-, Bau-, und Rekonstruktionsaufwand im Vergleich zu 
den anderen Varianten überschaubar. Details zu den Kosten 
siehe Kurzauflistung auf der nachfolgenden Seite sowie wei-
tere Detaillierungen in Kostenaufstellungs- und Kostenberech-
nungstabellen im Anhang.
Termine
Bei einem Beginn der Planungsleistung zu Anfang des dritten 
Quartals 2023 ist mit einer Fertigstellung Anfang 2027 zu 
rechnen. 
Details zu den Terminprognosen siehe Visualisierung im Gantt-

HALLEN KALK 76/77
158
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Diagramm auf der nachfolgenden Seite.
Risiken
Wegen des fehlenden Wetterschutzes besteht bei längerer 
Standzeit die Gefahr der nachwirkenden Schädigung des 
Tragwerkes sowie des Gebäudes trotz des Korrosionsschutzes. 
Zahlreiche unzugängliche Anschlusspunkte der Stahlkonstruk-
tion führen zu ungeschützten Schwachstellen innerhalb des 
System. Eine langfristige Schutzgewährleistung kann nicht 
gegeben werden. Hinzu kommen die nun äußerst gefährdeten 
Innenwände beider Hallen. Die Witterung wird sich hier be-
sonders negativ auswirken. Lose und desolate Bauteile führten 
unweigerlich zu einer Aufenthaltsgefährdung. Eine Schließung 
der Anlagen könnte die Folgen sein. Des Weiteren birgt der 
unkontrollierbare Zutritt die Möglichkeit von Vandalismus an 
den Bauwerken. Auch dadurch könnten erhebliche Schäden 
entstehen.
Nachteile
Ein großer Nachteil in der Bestandssicherung besteht im Falle 
einer längeren Exponierung des Gebäudes in der geringen 
Dauerhaftigkeit der Maßnahmen. Bereits nach wenigen Jahren 
ist die Standsicherheit der Bauwerke nicht ohne weiteres 
gewährleistet. Zudem stehen die Kosten im Vergleich zu den 
wenigen positiven Auswirkungen in einem schlechten Verhält-
nis.
Vorteile
Als Vorteil der Variante 2 ist insbesondere die vollständi-
ge Schadstoffreduzierung anzusehen. Durch den erzielten 
Rückbau können alle belasteten Bauteile entfernt werden. 
Dadurch entsteht zudem eine hohe Flexibilität für zukünftige 
Nutzungen. Anschließende bauliche Maßnahmen können je 
nach Notwendigkeit der gewünschten Nutzung ohne größere 
Beeinträchtigung ausgeführt werden. Ein breit gefächertes 
Entwicklungspotenzial ist somit gegeben.
Erfüllungsgrad Qualitätsmerkmale
Die erörterten Qualitätsmerkmale wurden gemäß ihrer 
Wichtigkeit eingestuft und sind im folgenden absteigend 
aufgeführt: Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme, Termine, 
Nachhaltigkeit, Nutzungsperspektive, Städtebauliche Auswir-
kung, Denkmalwert.
Der Durchschnitt aller Qualitätsmerkmale resultiert in einem 
mittleren Erfüllungsgrad. Dies lässt sich vor allem auf die un-
befriedigende Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme sowie 
die geringe Nutzungsmöglichkeit zurückführen.
Empfehlung
Variante 2 wird empfohlen, wenn die Standsicherheit zeitnah 
wiederhergestellt werden soll, vorgesehen wird die Hallen dem 
öffentlichen Freiraum hinzuzufügen und alle Nutzungsmög-
lichkeiten dabei offenbleiben sollen. Die Statik befürwortet die 
vorgeschlagene Lösung nicht, da Bedenken bestehen, dass die 
Vielzahl von Bauteilstößen, Fugen und Schraub- bzw. Nietan-
schlüsse nicht dauerhaft ausreichend durch eine Beschichtung 
geschützt werden können. (vgl. HIG Vorplanungsbericht Trag-
werksplanung - Zusammenfassung vom 10.11.2022, Überarbei-
tung vom 14.02.2023).

HALLEN KALK 76/77
159
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG

HALLEN KALK 76/77
160
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Kostenschätzung
KG Bauelement
Halle 76 Halle 77
Maßnahmen Kosten netto in Mio. € Maßnahmen Kosten netto in Mio. €
320 Gründung  · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,2
18,2
18,7
18,8
 · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,1
7,2
7,7
7,8
330 Außenwand Ost  · Instandsetzung Mauerwerk / Fenster
 · Ertüchtigung Eckpfeiler 2,8  · Instandsetzung 0,6
Außenwand Nord  · Rückbau
 · Instandsetzung 0,6  · Kleinstarbeiten 0,1
Außenwand Süd  · Abbruch Stahltragwerk / Ausfachung
 · Instandsetzung Stahltragwerk
 · Rekonstruktion Stahlriegel / Kreuz 0,6
 · Abbruch Fenster
 · Ertüchtigung Mauerwerk / Stahlstütze
0,5
Außenwand West  · Abbruch Stahl-Riegelkonstruktion / Aus-
fachung
 · Instandsetzung Hauptstützen 2,1
 · Abbruch Außenwand
 · Instandsetzung Mauerwerk 
0,4
340 Innenraum  · Ertüchtigung Stahltragwerk 1,0  · Ertüchtigung Stahltragwerk 0,3
350 Decken  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahmen 0,6  · Ertüchtigung 0,2
360 Dach  · Abbruch 9,2  · Wetterschutzdach
 · Tragwerk aussteifen 4,5
380 Einbauten  · statische Ertüchtigung 0,4 -
390 Sonstiges  · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,7
 · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,5
400 Haustechnik  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5
700 Planung*  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1
Planungszeit 1,5 Jahre
Bauzeit 2,0 Jahre
Baukosten 27.000.000 € netto**
* Planungskosten sind nicht enthalten
** darin sind keine Kosten für die Kranbahn enthalten

HALLEN KALK 76/77
161
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
2023 2024
Terminprognose
Vorhalten
Interimsmaßnahme
Planung 
Sicherungsmaßnahme
18 Monate
24 Monate
24 Monate
Ausführung 
Sicherungsmaßnahme
Freigabe
Gebäude
Standsicherheit
wiederhergestellt
2025 2026 2027 2028 2029

HALLEN KALK 76/77
162
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Referenzen
Abb. 167: Les Fonderies, Nantes [Quelle: https:/ /architizer.com/idea/1354035] Abb. 168: Les Fonderies, Nantes [Quelle: https:/ /architizer.com/idea/1354030]

HALLEN KALK 76/77
163
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Abb. 169: Sicherung als Ruine: Psychatrie, Gent [Quelle: https:/ /www.baunetz.
de/meldungen/Meldungen-Freiraum-Architektur_bei_Gent_von_De_Vyl-
der_Vinck_Taillieu_4895289.html]
Abb. 170: Psychatrie, Gent [Quelle: https:/ /www.baunetz.de/meldungen/
Meldungen-Freiraum-Architektur_bei_Gent_von_De_Vylder_Vinck_Tail-
lieu_4895289.html]

HALLEN KALK 76/77
164
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Abb. 171: Deutsches Sportmuseum, Köln - Außenansicht [Quelle: https:/ /www.koelntourismus.de/
kunst-kultur/sehenswuerdigkeiten/detail/deutsches-sport-olympia-museum]
Abb. 172: Le Grand Hornu, Mons - Detailbild [Quelle: 
https:/ /assets.deutschlandfunk.de/FILE_3c0a9ab228ce-
c4aed6463eae613d0295/1920x1080.jpg?t=1597521912316]

HALLEN KALK 76/77
165
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 2 - Bestandssicherung
Der Variante hat das Ziel, Halle 76 und 77 von allen Schadstoffbelastungen zu befreien und statische Stand-
sicherheit wiederherzustellen. Die Maßnahmen beinhalten die Errichtung einer temporären Interimsmaßnahme, 
den Abbau nicht tragender Bauteile, sowie die Stärkung tragwerksrelevanter Elemente.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden erweitert, um Gefahren während der Planungszeit zu 
minimieren. Vor dem Abbau werden schadstoffbelastete Elemente demontiert und separiert. Der Denkmal-
wert wird wegen hoher Baueingriffe negativ verändert. Es erfolgt eine ganzheitliche Schadstoffsanierung, bei 
der auch die belasteten Anstriche des Tragwerkes entfernt werden. Eine Ertüchtigung des Tragwerks kommt in 
vollem Zuge zur Ausführung. Die konstruktiven Elemente werden ertüchtigt und mit einem Schutz versehen. 
Der erforderliche Brandschutz wird nicht hergestellt, sondern umgangen. 
Die Auswirkungen auf die städtebauliche Situation erweisen sich als positiv. Das Erscheinungsbild im öffentli-
chen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen profitieren. Nach der Fertigstellung erwarten den Bauherren 
Aufgaben im Feld des Monitorings und der Dokumentation. Dies ist für den weiteren Umgang mit dem Gebäu-
de und Folgenutzungen erforderlich.    
Die Sicherungsmaßnahme trägt zur kurzweiligen Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Nachhaltigkeits-
aspekte werden teilweise aufgegriffen. Wegen des fehlenden Wetterschutzes ist eine Nutzung der Hallen nur 
bedingt möglich.

HALLEN KALK 76/77
166
VORENTWÜRFE: VARIANTE 2 - BESTANDSSICHERUNG

VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE

HALLEN KALK 76/77
168
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
16
17'
UNREGELMÄSSIG
17 0
77
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
C
B
A
E
D
C C'
B
A
8
15
14
13
12
11
10
9
7
6
5
4
3
2
UNREGELMÄSSIG
UNREGELMÄSSIG
1
76
75

HALLEN KALK 76/77
169
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Entwurfsidee
Variante 3 - Schutzfassade greift die Idee von Variante 2, 
Schadstoffe zu entfernen sowie die statischen Standsicherung 
wiederherzustellen, auf und legt den Fokus auf einen lang-
fristigen Schutz der Bausubstanz. Angestrebt wird die Ver-
kleidung offenen Bauteile mit günstigen Industriematerialien, 
ohne auf eine mögliche Nutzung der Innenräume oder der 
Wiederherstellung von Fassadenbereichen einzugehen. Die 
hinzugefügten Elemente sind einfach zu demontieren und sol-
len eine Flexibilität für zukünftige Baumaßnahmen erwirken. 
Städtebauliche Intentionen wurden nicht definiert. 
Die Abbau- und Umbaumaßnahmen können verhältnismäßig 
zügig umgesetzt werden. Zukünftige Bauherren-Entscheidun-
gen zum Umgang mit den Gebäuden und Überlegungen zu 
möglichen Nutzungen sind zeitlich ungebunden. 
Maßnahmen
Die Maßnahmen beinhalten das Errichten einer temporären 
Interimsmaßnahme, den Rückbau nicht tragender Bauteile, die 
Ertüchtigung der tragwerksrelevanten Elemente sowie deren 
witterungsschützenden Verkleidung.
Die Abbruch-, Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen der 
Schutzfassade folgen in erster Linie denen der Bestandssiche-
rung von Variante 2. Zu Anfang wird eine Interimsmaßnahme 
vorgesehen. Im Zuge der Rückbauarbeiten werden ein Großteil 
der Schadstoffe aus den Gebäuden entfernt, Bauteile entlastet 
und die Standsicherheit wiederhergestellt. Darauf aufbauend 
werden die Defizite der offenen Gebäudehülle angegangen. 
Das Dach wird ab der primären Tragstruktur aufwärts neu er-
richtet. Hierfür werden hölzernen Tragelemente abgebrochen 
und erneuert, auf denen die Dachhaut im Anschluss verlegt 
wird. Ein ähnlicher Aufbau kommt beim Schließen der Fassa-
denflächen zum Tragen. Die notwendige Längsriegel werden 
an der Haupttragstruktur angebracht . Auf diesen kann die 
Fassadenbekleidung befestigt werden (vgl. HIG Vorplanungs-
bericht Tragwerksplanung - Zusammenfassung vom 10.11.2022, 
Überarbeitung vom 14.02.2023). Keine der baulichen Neuerun-
gen haben Ansprüche an gestalterische, städtebauliche und 
denkmalpflegerische Belange. 
Wie auch bei Variante 2 erfahren die Anlagen im Rahmen der 
Maßnahmen hohes Maß an baulicher Eingriffe, insbesondere 
die Fassaden und das Dach. Das Tragwerk wird weitestgehend 
erhalten und ergänzt. Ein Großteil der historischen Bausubs-
tanz wird abgebrochen. 
Abb. 173: Isometrie zur Visualisierung der geplanten MaßnahmenMaßnahmen von Variante 
2 - Bestandssicherung

HALLEN KALK 76/77
170
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Interimsmaßnahme
Die Interimsmaßnahmen sollen zum Personenschutz beitragen 
und das direkte Umfeld vor von gebäudeausgehenden Gefah-
ren bis zum Beginn der Bauzeit sichern. 
Darunter fallen Schutzgerüste zum Abfangen von herabfallen-
den Bauteilen an der West- und Südwand von Halle 76 sowie 
an der Ostwand von Halle 77. Hinzu kommen Zugangssperren 
gegen unbefugtes Betreten und Verkehrssicherungsmaßnah-
men an der Neuerburgstraße.
Abb. 174: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen InterimsmaßnahmenInterimsmaßnahmen 
von Variante 1 - Schutzhülle
Denkmalwert
Die Maßnahmen der Schutzfassade führen zu einer starken 
Reduzierung des Denkmalwertes. Unter Denkmalschutz 
stehende Elemente erfahren ein hohes Maß an baulichen Ein-
griffen. 
Infolge zahlreicher Abbrüche kommt es zum Verlust an Bau-
substanz. Ein Erhalt baulicher Elemente scheint in den 
meisten Fällen sehr schwierig bzw. teilweise technisch kaum 
möglich. Die Westwand von Halle 76 muss aufgrund der 
Verformungen und des stark desolaten Zustands abgebro-
chen werden. Wegen der überhöhten Schadstoffbelastung 
ist das Dach einschließlich der Oberlichter rückzubauen. Bei 
Halle 77 betrifft die Minderung des Denkmalwertes die Süd-
wand und das Hallendach. Eine fehlende Windaussteifung 
gepaart mit einer zu hohen Schadstoffbelastung erfordert 
den Rückbau. Das Dach mit dessen dreischiffigen Kuba-
tur muss wegen der akuten Einsturzgefahr abgebrochen 
werden.
Schadstoffe
Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen erfolgt an einem Groß-
teil der Bauteile eine Schadstoffsanierung. 
Die asbestbelasteten Bauteile werden rückgebaut. Darunter 
fallen neben der Dachfläche und den Leitungen von Halle 
76 der Fensterkitt von Halle 77. Auch der PAK-belastete 
Gussasphalt in Halle 76 wird abgebrochen. Die PCB-haltige 
und bleihaltige Anstriche, die vorwiegend an der Stahlkons-
truktion beider Hallen angebracht wurden, bleiben weiterhin 
bestehen. 
Tragwerk
Es werden alle Bauteile gemäß statischer Anforderung 
ertüchtigt, sodass die Standsicherheit der Hallen wiederher-
gestellt wird. 
Durch den Rückbau der Gefache werden Zwangsbeanspru-
chungen eliminiert  und die betroffenen Bauteile entlas-

HALLEN KALK 76/77
171
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
tet. Fehlende Aussteifungen werden hergestellt. Damit die 
Standsicherheit und die vertikale Lastabtragung gewährleistet 
werden kann, wird eine grundlegende Mauerwerksertüchti-
gung durchgeführt. Die Gefahr von herabfallenden Bauteilen 
an Dach und Fassade wird dadurch aufgehoben. 
Brandschutz
Der erforderliche Brandschutz wird erreicht.
Durch den Rückbau der Südwand von Halle 77 ergibt sich die 
Möglichkeit zum Errichten einer Brandwand. Die Variante sieht 
diese Maßnahme im Zuge der Fassadenschließung vor. Die 
Auflagen wären damit erfüllt.
Städtebauliche Auswirkung
Eine positive Veränderung der städtebaulichen Situation wird 
durch die Errichtung der Schutzfassade nicht erreicht. Im Ver-
gleich zur bestehenden Situation verliert der öffentliche Raum 
deutlich an Aufenthaltsqualität.
NEUERBURGSTRASSE
Dillenburger Straße
STÄDTEBAU MIT KALK-KARREE TEILT
DIE HALLE 76 und 77 WEITERHIN AB
HALLENKOMPLEX TRENNT
ÖFFENTLICHE PLÄTZE WEITERHIN
Abb. 175: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen Auswirkungen städtebaulichen Auswirkungen von 
Variante 1 - Schutzhülle
Da es zu keiner gebäudeübergreifenden Öffnung oder Inter-
aktion kommt, besteht weiterhin eine trennende Wirkung zwi-
schen dem Ottmar-Pohl-Platz und den Hallen Kalk im Osten. 
Das Einbeziehen der Hallen 76 und 77 in den städtebaulichen 
Rahmenplan ist aufgrund der kompletten Einhausung nahezu 
ausgeschlossen.
Das Bild eines verbarrikadierten Hallenkomplexes wird vor 
allem den Ottmar-Pohl-Platz negativ beeinflussen.
Lastenheft
Die erforderlichen Leistungen und Maßnahmen des Bauherrn 
umfassen vorwiegend Dokumentationsarbeiten als Vorberei-
tung für den Abbruch und Rückbau. 
In erster Linie sollte ein verformungsgerechtes Aufmaß der 
Hallen mit einer Genauigkeit von +/- 2mm erstellt werden. 
Empfohlen wird ein Laserscanning der gesamten Anlage. Die 
Daten sollen zum einen der Unteren Denkmalbehörde als Ver-
gleich von Vor- und Nachzustand dienen und zum anderen die 
Grundlage für alle weiteren Planungen liefern. Hierzu gehört 
auch das Erstellen eines Raumbuchen einschließlich einer 
Fotodokumentation. Ferner ist über die gesamte Zeit der Bau-
phase hinweg eine Abbruchdokumentation gemäß der Richt-
linien des LVR zu erstellen. Für eine Nutzung des Innenraums 
sind die zulässigen Maximalwerte der vorkommenden Schad-
stoffe zu ermitteln und deren Quantitäten in den Bauwerken 
auszuwerten. Die Machbarkeit der Schadstoffsanierung sollte 
im Zuge des Nutzungskonzeptes abgestimmt und geplant 
werden.

HALLEN KALK 76/77
172
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Wirksamkeit der Maßnahmen
Im Hinblick auf die Wiederherstellung der Standsicherheit er-
füllen die Maßnahmen der Schutzfassade die Erwartungen.
Die Maßnahmen tragen zur Standsicherheit bei, entfernen 
teilweise schadstoffbelastete Bauteile, schützen langfristig 
die Bausubstanz und schaffen somit eine Grundlage für eine 
zukünftige Nutzung der Hallen. Die thematisierten Pflichtmaß-
nehmen kommen zum Tragen. Die mittelfristige Realisierung 
der Schutzhülle führt zur leicht verzögerten Gefahrenabwehr 
von Bauteilversagen, was ein Risiko weitere irreparabler Schä-
den hervorrufen kann. Die Schutzfassade gewährleistet jedoch 
für einen längeren Zeitraum die Sicherung der Gebäude.
Nachhaltigkeit
Die Aspekte der Nachhaltigkeit werden in dieser Variante nur 
ungenügend berücksichtigt. 
Die Nachhaltigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Dazu zählen unter anderem die Dauerhaftigkeit der Siche-
rungsmaßnahme, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen 
sowie der weitere Umgang mit dem Gebäude. Da mit diese 
Variante die Standsicherheit erreicht und durch Vorkehrungen 
gegen Witterungseinflüsse an Dach und Fassaden nachwir-
kend der Schutz der Bausubstanz gewährleistet wird, kann 
von einer zeitlich unbegrenzten Dauerhaftigkeit der Sicherung 
gesprochen werden. Um diesen Schutz auch langfristig auf-
rechtzuerhalten, sollte dennoch in absehbarer Zeit Nutzer für 
die Hallen gefunden werden. Andauernder Leerstand kann 
sich trotz der Schutzmaßnahmen negativ auf die Bausubstanz 
auswirken.
Nutzungsperspektive
Eine Nutzung beider Hallen nach Abschluss der Sicherungs-
maßnahmen ist nur bedingt möglich. 
Aufgrund der fehlenden thermischen Trennung sind Nut-
zungen, die einer kontrollierten Temperatur oder Raum-
temperatur bedürfen, schwer in den Hallen unterzubringen. 
Auch die eingeschränkte Belichtung durch den Abbruch der 
Oberlichter erschweren Nutzungen mit Anforderungen an 
natürlicher Belichtung. Die bestehende Schadstoffbelastung 
grenzt die Möglichkeiten weiter ein. Denkbar wären tempo-
räre Lager- oder Funktionsräume.
Kosten
Die Baukosten beziehen sich auf die Kostenschätzung 
vom 01.02.2023 und belaufen sich auf 22.000.000 € netto. 
Kostenschätzungen spiegeln eine Genauigkeit von +/- 30% 
wieder (hier +/- 6.600.000 €). 
Davon entfallen 18.000.000 € auf die Pflichtmaßnahmen 
zur Wiederherstellung der Standsicherheit. Die Kosten der 
Schutzfassade sind wegen dem geringen Planungs-, Bau-, 
und Rekonstruktionsaufwand im Vergleich zu den ande-
ren Varianten überschaubar. Details zu den Kosten siehe 
Kurzauflistung auf der nachfolgenden Seite sowie weitere 
Detaillierungen in Kostenaufstellungs- und Kostenberech-
nungstabellen im Anhang.
Termine
Bei einem Beginn der Planungsleistung zu Anfang des drit-
ten Quartals 2023 ist mit einer Fertigstellung Anfang 2027 
zu rechnen. 
Details zu den Terminprognosen siehe Visualisierung im

HALLEN KALK 76/77
173
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Gantt-Diagramm auf der nachfolgenden Seite.
Risiken
Die standsicherheitsbetreffenden Risiken werden größten-
teils minimiert. Jedoch könnte die Neuerrichtung der Fassade 
durch aktuelle Industriematerialien zur Nichterkennung des 
Denkmals und dessen Wichtigkeit innerhalb des Stadtraumes 
beitragen. 
Nachteile
Ein Nachteil dieser Variante besteht in dem hohen Verlust an 
Denkmalwert der Gebäude. Die Maßnahmen tragen zudem zu 
keiner uneingeschränkten Nutzung bei. 
Vorteile
Als Vorteil der Variante 3 ist die erzielte Standsicherheit der 
Hallen und der langfristige Schutz der Bausubstanz anzu-
sehen. Eine mittelfristige Planung zur Nachnutzung ist ohne 
weiteres möglich.
Erfüllungsgrad Qualitätsmerkmale
Die erörterten Qualitätsmerkmale wurden gemäß ihrer 
Wichtigkeit eingestuft und sind im folgenden absteigend 
aufgeführt: Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme, Termine, 
Nachhaltigkeit, Nutzungsperspektive, Städtebauliche Auswir-
kung, Denkmalwert.
Der Durchschnitt aller Qualitätsmerkmale resultiert in einem 
hohen Erfüllungsgrad. Dies lässt sich vor allem auf die sehr 
gute Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme sowie die zeit-
nahe Realisierung zurückführen.
Empfehlung
Variante 3 wird empfohlen, wenn die Standsicherheit mittels 
reversibler Elemente zeitnah und langfristig wiederhergestellt 
werden soll, vorgesehen wird die Hallen unter Einschränkun-
gen zu nutzen und alle Nutzungsmöglichkeiten dabei offen 
bleiben sollen.

HALLEN KALK 76/77
174
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Kostenschätzung
KG Bauelement
Halle 76 Halle 77
Maßnahmen Kosten netto in Mio. € Maßnahmen Kosten netto in Mio. €
320 Gründung -
14,5
14,8
14,9
-
6,6
6,9
7,0
330 Außenwand Ost  · Instandsetzung Mauerwerk / Fenster
 · Ertüchtigung Eckpfeiler 0,7  · Ertüchtigung Eckpfeiler
 · Kleinstarbeiten 0,2
Außenwand Nord  · Kleinstarbeiten
 · Ertüchtigung 0,3 -
Außenwand Süd  · Abbruch Stahltragwerk / Ausfachung
 · Rekonstruktion Stahlriegel / Kreuz
 · Verkleidung
0,4
 · Ertüchtigung Stahlstütze
 · Erstellung Brandschutz 0,3
Außenwand West  · Abbruch Stahl-Riegelkonstruktion / Aus-
fachung
 · Instandsetzung Hauptstützen
 · Verkleidung
1,7
 · Kleinstarbeiten
0,1
340 Innenraum  · Abbruch Innenwände
 · Ertüchtigung Stahltragwerk 1,1  · Ertüchtigung Stahltragwerk 0,3
350 Decken - -
360 Dach  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 9,9  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 5,4
380 Einbauten - -
390 Sonstiges  · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,4
 · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,3
400 Haustechnik  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,3 0,3  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,3 0,3
700 Planung*  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1
Planungszeit 1,5 Jahre
Bauzeit 2,0 Jahre
Baukosten 22.000.000 € netto**
* Planungskosten sind nicht enthalten
** darin sind keine Kosten für die Kranbahn enthalten

HALLEN KALK 76/77
175
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
2023 2024
Terminprognose
Vorhalten 
Interimsmaßnahme
Planung 
Sicherungsmaßnahme
18 Monate
24 Monate
24 Monate
Ausführung 
Sicherungsmaßnahme
Freigabe
Gebäude
Standsicherheit
wiederhergestellt
2025 2026 2027 2028 2029

HALLEN KALK 76/77
176
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Referenzen
Abb. 176: Gestaltung geschlossene Blechfassaderaum Frog Queen, Graz 
[Quelle: https:/ /www.dbz.de/artikel/dbz_Die_Froschkoenigin_Irritierendes_
Spiel_mit_innen_und_aussen-70821.html]
Abb. 177: Gestaltungs Fassade Grundschule Sassenburg, Wolfsburg [Quelle: 
https:/ /www.archdaily.com/295502/hangar-16-inaqui-carnicero-architecture]

HALLEN KALK 76/77
177
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Abb. 178: Dunkler Innenraum Hangar 16, Madrid [Quelle: https:/ /www.archdaily.com/295502/hangar-16-inaqui-carnicero-architecture]

HALLEN KALK 76/77
178
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Abb. 179: Geschlossene Blechfassade, Flussmeisterstelle, Deggendorf [Quelle: https:/ /www.bogevisch.de/projekte/flussmeisterstelle-deggendorf]

HALLEN KALK 76/77
179
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 3 - Schutzfassade
Die Variante hat das Ziel, die statische Standsicherheit von Halle 76 und 77 wiederherzustellen und langfristig 
zu sichern. Dies soll durch die Verkleidung offenliegender Bauteile mit günstigen Industriematerialien erreicht 
werden. Die Maßnahmen beinhalten die Errichtung einer temporären Interimsmaßnahme, den Abbau nicht 
tragender Bauteile und deren witterungsschützenden Verkleidung.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden erweitert, um Gefahren während der Planungszeit zu mi-
nimieren. Der Denkmalwert wird wegen hoher Baueingriffe negativ verändert. Es erfolgt teilweise eine Schad-
stoffsanierung, bei der die belasteten Anstriche des Tragwerkes nicht entfernt werden. Eine Ertüchtigung des 
Tragwerks kommt in vollem Zuge zur Ausführung. Der erforderliche Brandschutz wird hergestellt.
Die Auswirkungen auf die städtebauliche Situation erweisen sich als negativ. Das Erscheinungsbild im öffent-
lichen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen leiden. Nach der Fertigstellung erwarten den Bauherren 
dfühglkdfölhjäxdfökhjmölkxcg bde und Folgenutzungen erforderlich.  
Die Sicherungsmaßnahme trägt zur langfristigen Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Nachhaltigkeitsas-
pekte werden mangelhaft vernachlässigt. Wegen fehlender Belichtung ist eine Nutzung der Hallen nur bedingt 
möglich.

HALLEN KALK 76/77
180
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE

VARIANTE 4 - BRICOLAGE

HALLEN KALK 76/77
182
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
16
17'
UNREGELMÄSSIG
17 0
77
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
C
B
A
E
D
C C'
B
A
8
15
14
13
12
11
10
9
7
6
5
4
3
2
UNREGELMÄSSIG
UNREGELMÄSSIG
1
76
75
+11
.00m
 
+14
.42m

HALLEN KALK 76/77
183
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Entwurfsidee
Variante 4 - Bricolage verschreibt sich dem Ziel der Weiterent-
wicklung und vor allem der Nutzbarmachung der Gebäude.
Erstrebt wird eine Unterscheidung von alten Elementen, die 
in ihrer Ausformulierung nie verändert wurden, und neuen 
Elementen. Neue Elemente kennzeichnen Bereiche an den 
Gebäuden, welche sich über die Jahrzehnte hinweg verändert 
haben. Diese Veränderungen sollen im Zuge der Sicherung der 
Gebäude teilweise sichtbar gemacht werden. Städtebaulich 
sollen die Halle 76 und 77 in den öffentlichen Raum einbezo-
gen werden und eine Verbindung zwischen Ottmar-Pohl-Platz 
und den Kalker Hallen generieren.
Hierfür wird an der Schnittstelle beider Hallen, durch das 
Rückversetzen von Halle 77, ein Durchgang geschaffen, an 
dem die ursprüngliche Form der Hallen abgebildet wird. Das 
Erdgeschoss beider Hallen wird offener und transparenter 
ausgestaltet. Abgebrochene Gebäudehüllen werden auf Basis 
ihrer bauzeitlichen Struktur neu gedacht und sollen sich in das 
Erscheinungsbild der Hallen integrieren. Das Bild eines Flick-
bauwerks soll in dem Gesamtkonzept in eine wertschätzenden 
Collage münden.
Zukünftige Bauherren-Entscheidungen zum Umgang mit den 
Gebäuden und Überlegungen zu möglichen Nutzungen sind 
zeitlich ungebunden. 
Maßnahmen
Die Maßnahmen beinhalten das Errichten einer temporären 
Interimsmaßnahme, den Rückbau nicht tragender Bauteile, 
die Ertüchtigung der tragwerksrelevanten Elemente sowie die 
bauliche Fortschreibung der Anlagen.
Die Abbruch-, Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen der 
Schutzfassade folgen in erster Linie denen der Bestandssiche-
rung von Variante 2 (vgl. HIG Vorplanungsbericht Tragwerks-
planung - Zusammenfassung vom 10.11.2022, Überarbeitung 
vom 14.02.2023). Zu Anfang wird Interimsmaßnahme vorge-
sehen. Im Zuge der Rückbauarbeiten werden ein Großteil der 
Schadstoffe aus den Gebäuden entfernt, Bauteile entlastet 
und die Standsicherheit wiederhergestellt. Darauf aufbauend 
wird die bauliche Collage angegangen. Im Erdgeschoss auf 
Seiten der Halle 77 soll ein öffentlicher Durchgang den Ott-
mar-Pohl-Platz und die Kalker Hallen verbinden.  
Abb. 180: Isometrie zur Visualisierung der geplanten MaßnahmenMaßnahmen von Variante 
2 - Bestandssicherung
Diese Fassadenöffnung leitet sich aus einer Bauphase des 
Areals her, bei der Halle 77 noch nicht existierte und deren 
Westwand zu einer anderen Halle gehörte, die nicht bis an

HALLEN KALK 76/77
184
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Halle 76 heranreichte. An diesem Durchgang wird an der 
Trennwand eine Glasfassade eingefügt, die zum einen den ur-
sprünglich offenen Übergang von Halle 76 zu Halle 77 symbo-
lisiert zum anderen die Dachstruktur von Halle 77 von vor 1945 
in der Fassade abbildet. Die Südfassade von Halle 76 wird im 
oberen Bereich entsprechend des bauzeitlichen Zustands mit 
Fenstern rekonstruiert. An einer einzigen Fassade lassen sich 
somit viele Bauphasen beider Bauwerke ablesen. Auf Seiten 
des Ottmar-Pohl-Platzes greift die Westfassade von Halle 76 
die Strukturen des Bestandes auf, setzen diese aber in moder-
ner Sprache um. Das Erdgeschoss verbindet durch zahlreiche 
Öffnungen den städtischen Raum mit dem Innenraum der 
Halle. Genutzt werden dafür sogenannte Pivot-Türen. Diese 
werden zwischen den Stützen eingesetzt und erreichen somit 
die Breite eines Achsabstandes. Die rückgebauten Mauerwerk-
fachungen der darüberliegenden Geschosse mit deren großen 
Fensteröffnungen werden durch eine Polycarbonatfassade 
ersetzt. Dieses Material kann sowohl lichtdurchlässig, trans-
luzent als auch opak ausgeführt werden. Ein breites Spektrum 
an farblichen Nuancen ist möglich. Mit diesen Elementen wird 
die ursprüngliche Einteilung der Gefache wiederhergestellt. 
Braun-rötliche Elemente stellen ehemalige Mauerwerksflächen 
dar, lichtdurchlässige oder weiß-opake Elemente die der Fens-
terflächen. Die gesamte Fassade erhält dadurch ein einheit-
liches, ruhiges und homogenes Erscheinungsbild wie jenes der 
bauzeitlichen Halle 76.
Wie auch bei Variante 2 erfahren die Anlagen im Rahmen der 
Maßnahmen ein hohes Maß an baulicher Eingriffe, insbeson-
dere die Fassaden und das Dach. Das Tragwerk wird weitest-
gehend erhalten und ergänzt. Ein Großteil der historischen 
Bausubstanz wird abgebrochen.
Interimsmaßnahme
Die Interimsmaßnahmen sollen zum Personenschutz beitra-
gen und das direkte Umfeld vor von gebäudeausgehenden 
Gefahren bis zum Beginn der Bauzeit sichern. 
Darunter fallen Schutzgerüste zum Abfangen von herab-
fallenden Bauteilen an der West- und Südwand von Halle 
76 sowie an der Ostwand von Halle 77. Hinzu kommen 
Zugangssperren gegen unbefugtes Betreten und Verkehrs-
sicherungsmaßnahmen an der Neuburgerstraße.
Abb. 181: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen InterimsmaßnahmenInterimsmaßnahmen 
von Variante 1 - Schutzhülle
Denkmalwert
Die Maßnahmen der Bricolage führen teilweise zur Reduzie-
rung des Denkmalwertes. Unter Denkmalschutz stehende 
Elemente erfahren ein hohes Maß an baulichen Eingriffen.
Infolge zahlreicher Abbrüche kommt es zum Verlust an Bau-

HALLEN KALK 76/77
185
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
substanz. Ein Erhalt baulicher Elemente scheint in den meisten 
Fällen sehr schwierig bzw. teilweise technisch kaum möglich. 
Die Westwand von Halle 76 muss aufgrund der Verformungen 
und des stark desolaten Zustands abgebrochen werden. We-
gen der überhöhten Schadstoffbelastung ist die Dacheinde-
ckung einschließlich der Oberlichter rückzubauen. Bei Halle 77 
betrifft die Minderung des Denkmalwertes die Südwand und 
das Hallendach. Eine fehlende Windaussteifung gepaart mit 
einer zu hohen Schadstoffbelastung erfordert den Rückbau. 
Das Dach mit dessen dreischiffigen Kubatur muss wegen der 
akuten Einsturzgefahr abgebrochen und ersetzt werden. 
Schadstoffe
Im Zuge der Bricolage erfolgen an einem Großteil der Bauteile 
eine Schadstoffsanierung. Die asbestbelasteten Bauteile wer-
den rückgebaut. Darunter fällt neben der Dachfläche und den 
Leitungen von Halle 76 der Fensterkitt von Halle 77. Auch der 
PAK-belastete Gussasphalt in Halle 76 wird abgebrochen. Die 
PCB-haltige und bleihaltige Anstriche, die vorwiegend an der 
Stahlkonstruktion beider Hallen angebracht wurden, werden 
entfernt. 
Tragwerk
Es werden alle Bauteile gemäß statischer Anforderung ertüch-
tigt, sodass die Standsicherheit der Hallen wiederhergestellt 
wird. 
Durch den Rückbau der Gefache werden Zwangsbeanspru-
chungen eliminiert  und die betroffenen Bauteile entlastet. 
Fehlende Aussteifungen werden hergestellt. Damit die Stand-
sicherheit und die vertikale Lastabtragung gewährleistet wer-
den kann, wird eine grundlegende Mauerwerksertüchtigung 
durchgeführt. Die Gefahr von herabfallenden Bauteilen an 
Dach und Fassade wird dadurch aufgehoben.
Brandschutz
Der erforderliche Brandschutz wird erreicht.
Durch den Rückbau der Südwand von Halle 77 ergibt sich die 
Möglichkeit zum Errichten einer Brandwand. Die Variante sieht 
diese Maßnahme vor. Die Auflagen wären damit erfüllt.
Städtebauliche Auswirkung
Es wird eine positive Veränderung der städtebaulichen Situ-
ation durch die Sicherungsarbeiten erreicht. Im Vergleich zur 
bestehenden Situation gewinnt der öffentliche Raum deutlich 
an Aufenthaltsqualität. Es besteht nun eine erste Verbindung 
zwischen dem Ottmar-Pohl-Platz und den Hallen Kalk im 
Osten. Das Einbeziehen der Hallen 76 und 77 in den städte-
baulichen Rahmenplan ist damit möglich. 
NEUERBURGSTRASSE
Dillenburger Straße
STÄDTEBAU MIT KALK-KARREE
TEILT DIE HALLE 76 HEUTE
HALLENKOMPLEX STELLT
VERBINDUNGEN
ZWISCHEN ÖFFENTLICHEN
PLÄTZEN HER
Abb. 182: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen Auswirkungen städtebaulichen Auswirkungen von 
Variante 1 - Schutzhülle

HALLEN KALK 76/77
186
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Der positive Effekt wirkt sich besonders auf die zum Ott-
mar-Pohl-Platz gelegene Westseite aus. Durch den Rückbau 
kommt es hier zum Aufbrechen der trennenden Gebäude-
struktur, was zu einer Erweiterung des städtischen Raumes 
führt und ein deutlich ansprechenderes Bild des Platzes 
generiert. Der Ottmar-Pohl-Platz erfährt wegen dieser neuen 
Beziehungen zwischen Außen- und Innenraum eine spürbare 
Qualitätssteigerung. Hinzu kommt die Anknüpfung von Halle 
77 an den Ottmar-Pohl-Platz und die neu geschaffene Achse 
zu den Hallen Kalk. Auch Halle 77 wird von dieser Integration 
in den städtischen Raum deutlich profitieren.
Lastenheft
Die erforderlichen Leistungen und Maßnahmen des Bauherrn 
umfassen Dokumentationsarbeiten als Vorbereitung für den 
Abbruch und Rückbau sowie Abstimmungen für die bauliche 
Fortschreibung.
In erster Linie sollte ein verformungsgerechtes Aufmaß der 
Hallen mit einer Genauigkeit von +/- 2mm erstellt werden. 
Empfohlen wird ein Laserscanning der gesamten Anlage. Die 
Daten sollen zum einen der Unteren Denkmalbehörde als Ver-
gleich von Vor- und Nachzustand dienen und zum anderen die 
Grundlage für alle weiteren Planungen liefern. Hierzu gehört 
auch das Erstellen eines Raumbuchen einschließlich einer 
Fotodokumentation. Ferner ist über die gesamte Zeit der Bau-
phase hinweg eine Abbruchdokumentation gemäß der Richt-
linien des LVR zu erstellen. Für eine Nutzung des Innenraums 
sind die zulässigen Maximalwerte der vorkommenden Schad-
stoffe zu ermitteln und deren Quantitäten in den Bauwerken 
auszuwerten. Die Machbarkeit der Schadstoffsanierung sollte 
im Zuge des Nutzungskonzeptes abgestimmt und geplant 
werden. Eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde bedarf 
es für die werk- und materialgerechten Rekonstruktionen an 
den Gebäuden. Für zukünftige Nutzungen muss die gesam-
te Haustechnik geplant werden.
Wirksamkeit der Maßnahmen
Im Hinblick auf die Wiederherstellung der Standsicherheit 
erfüllen die Maßnahmen der Bricolage die Erwartungen 
deutlich.
Die Maßnahmen tragen zur Standsicherheit bei, entfernen 
teilweise schadstoffbelastete Bauteile, schützen langfristig 
die Bausubstanz und schaffen somit eine Grundlage für eine 
zukünftige Nutzung der Hallen. Die thematisierten Pflicht-
maßnehmen kommen zum Tragen. Die lange Planungs- und 
Bauzeit führt zur verzögerten Gefahrenabwehr von Bauteil-
versagen, was ein hohes Risiko weitere irreparabler Schäden 
hervorrufen kann. Die Bricolage gewährleistet jedoch für 
einen längeren Zeitraum die Sicherung der Gebäude.
Nachhaltigkeit
Die Aspekte der Nachhaltigkeit werden in dieser Variante 
berücksichtigt. 
Die Nachhaltigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Dazu zählen unter anderem die Dauerhaftigkeit der Siche-
rungsmaßnahme, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen 
sowie der weitere Umgang mit dem Gebäude. Da mit dieser 
Variante die Standsicherheit erreicht und durch bauliche 
Ersetzung, Ergänzung sowie Verbesserung nachwirkend der 
Schutz der Bausubstanz gewährleistet wird, kann von einer

HALLEN KALK 76/77
187
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
zeitlich unbegrenzten Dauerhaftigkeit der Sicherung gespro-
chen werden. Die eingesetzten Materialien verbleiben dauer-
haft an dem Gebäude. Um diesen Schutz auch langfristig 
aufrechtzuerhalten, sollte dennoch in absehbarer Zeit Nutzer 
für die Hallen gefunden werden. Andauernder Leerstand kann 
sich trotz der Schutzmaßnahmen negativ auf die Bausubstanz 
auswirken.
Nutzungsperspektive
Eine Nutzung beider Hallen nach Abschluss der Sicherungs-
maßnahmen ist teilweise möglich.
Aufgrund der fehlenden thermischen Trennung sind Nutzun-
gen, die einer kontrollierten Temperatur oder Raumtemperatur 
bedürfen, schwer in den Hallen unterzubringen. Auch Aspekte 
der technischen Gebäudeausrüstung und der Belichtungen 
fanden keiner Berücksichtigung und stehen einer unein-
geschränkten Nutzung im Weg. Dennoch bieten die Halle 
aufgrund der umfangreicheren Sanierungsmaßnahmen eine 
vielseitige Nutzungsmöglichkeit. 
Kosten
Die Baukosten beziehen sich auf die Kostenschätzung vom 
01.02.2023 und belaufen sich auf 30.000.000 € netto. Kosten-
schätzungen spiegeln eine Genauigkeit von +/- 30% wieder 
(hier +/- 9.000.000 €).
Davon entfallen 22.000.000 € auf die Pflichtmaßnahmen zur 
Wiederherstellung der Standsicherheit. Die Kosten der Brico-
lage sind wegen dem hohen Planungs-, Bau-, und Rekonstruk-
tionsaufwand im Vergleich zu den anderen Varianten kosten-
intensiv. Details zu den Kosten siehe Kurzauflistung auf der 
nachfolgenden Seite sowie weitere Detaillierungen in Kosten-
aufstellungs- und Kostenberechnungstabellen im Anhang.
Termine
Bei einem Beginn der Planungsleistung zu Anfang des dritten 
Quartals 2023 ist mit einer Fertigstellung Mitte 2028 zu rech-
nen. 
Details zu den Terminprognosen siehe Visualisierung im Gantt-
Diagramm auf der nachfolgende Seiten.
Risiken
Die standsicherheitsbetreffenden Risiken werden größtenteils 
minimiert. Jedoch besteht die Gefahr, dass das zu entwickeln-
de Nutzungskonzept nicht mit den Umbaumaßnahmen der 
Bricolage kompatibel ist. Eine bauliche Anpassung würde 
zwangsweise zu einem vermeidbaren Kostenaufwand führen.
Nachteile
Ein Nachteil dieser Variante besteht in der Schaffung von 
Zwangspunkten für die spätere Entwicklung eines Nutzungs-
konzeptes, das gegebenenfalls nur durch nochmalige An-
passung der Gebäudehülle funktionsfähig ist. Die Maßnahmen 
tragen zudem zu keiner uneingeschränkten Nutzung bei. 
Vorteile
Als Vorteil der Variante 4 ist die erzielte Standsicherheit der 
Hallen und der langfristige Schutz der Bausubstanz anzu-
sehen. Eine mittelfristige Planung zur Nachnutzung ist ohne 
weiteres möglich. Gleichzeitig ist eine vielseitigere Interims-
nutzung denkbar. Der Denkmalwert der Hallen wird durch die 
Rekonstruktion gebäudebestimmender Elemente weitestge-

HALLEN KALK 76/77
188
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
hend aufrechterhalten. 
Erfüllungsgrad Qualitätsmerkmale
Die erörterten Qualitätsmerkmale wurden gemäß ihrer 
Wichtigkeit eingestuft und sind im folgenden absteigend 
aufgeführt: Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme, Termine, 
Nachhaltigkeit, Nutzungsperspektive, Städtebauliche Auswir-
kung, Denkmalwert.
Der Durchschnitt aller Qualitätsmerkmale resultiert in einem 
sehr hohen Erfüllungsgrad. Dies lässt sich vor allem auf die 
sehr gute Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme sowie die 
zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten zurückführen.
Empfehlung
Variante 4 wird empfohlen, wenn die Standsicherheit mit 
einer baulichen Weiterentwicklung langfristig wiederherge-
stellt werden soll, vorgesehen wird die Hallen umfangreich zu 
nutzen, dabei zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten offenbleiben 
sollen und der Komplex in den städtischen Raum integriert 
wird.

HALLEN KALK 76/77
189
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE

HALLEN KALK 76/77
190
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Kostenschätzung
KG Bauelement
Halle 76 Halle 77
Maßnahmen Kosten netto in Mio. € Maßnahmen Kosten netto in Mio. €
320 Gründung  · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,1
20,7
21,2
21,3
 · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,1
7,3
7,8
7,9
330 Außenwand Ost  · Instandsetzung Mauerwerk / Fenster
 · Ertüchtigung Eckpfeiler 2,9  · Instandsetzung Mauerwerk
 · Kleinstarbeiten 0,7
Außenwand Nord  · Kleinstarbeiten
 · Ertüchtigung 0,6  · Kleinstarbeiten 0,1
Außenwand Süd  · Abbruch Stahltragwerk / Ausfachung
 · Rekonstruktion Stahlriegel / Kreuz
 · Rekonstruktion Ziegelgefach / Fenster
0,7
 · Ertüchtigung Stahlstütze
 · Rekonstruktion Fenster
 · Erstellung Brandschutz
0,5
Außenwand West  · Abbruch Stahl-Riegelkonstruktion / Aus-
fachung
 · Instandsetzung Hauptstützen
 · Ausfachung Polycarbonat
3,7
 · Abbruch Außenwand
 · Instandsetzung Mauerwerk 
0,4
340 Innenraum  · Abbruch Innenwände
 · Ertüchtigung Stahltragwerk 1,1  · Ertüchtigung Stahltragwerk 0,3
350 Decken  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahme 0,6  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahme 0,2
360 Dach  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 9,9  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 4,5
380 Einbauten  · statische Ertüchtigung 0,4 -
390 Sonstiges  · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,7
 · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,5
400 Haustechnik  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5
700 Planung*  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1
Planungszeit 2,0 Jahre
Bauzeit 3,0 Jahre
Baukosten 30.000.000 € netto**
* Planungskosten sind nicht enthalten
** darin sind keine Kosten für die Kranbahn enthalten

HALLEN KALK 76/77
191
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
2023 2024
Terminprognose
Vorhalten 
Interimsmaßnahme
Planung 
Sicherungsmaßnahme
24 Monate
36 Monate
30 Monate
Ausführung 
Sicherungsmaßnahme
Freigabe
Gebäude
Standsicherheit
wiederhergestellt
2025 2026 2027 2028 2029

HALLEN KALK 76/77
192
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Referenzen
Abb. 183: Gusto Headquarters, San Francisco - Innenansicht [Quelle: https:/ /spacestor.com/media/
scaled_images/insights/arch-history/project_spacestor_180815-135617_big.webp]
Abb. 184: Gusto Headquarters, San Francisco - Innenan-
sicht [Quelle: https:/ /static.dezeen.com/uploads/2018/10/
gusto-gensler-interiors-office-san-francisco-california-
usa_dezeen_2364_col_0-852x1193.jpg]

HALLEN KALK 76/77
193
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Abb. 185: Schaudepot Ruhr Museum, Essen [Quelle: https:/ /www.jansen.com/de/building-systems-
stahlprofilsysteme/referenzen/referenzuebersicht/detail/schaudepot-ruhr-museum.html]
Abb. 186: Schaudepot Ruhr Museum, Essen [Quelle: 
https:/ /www.jansen.com/de/building-systems-stahlprofil-
systeme/referenzen/referenzuebersicht/detail/schaude-

HALLEN KALK 76/77
194
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Abb. 187: Anish Kapoor Studios, London [Quelle: https:/ /www.dezeen.com/2016/03/15/caseyfierro-anish-kapoor-studio-workshop-gallery-london/]

HALLEN KALK 76/77
195
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Abb. 188: Anish Kapoor Studios, London [Quelle: https:/ /www.archdaily.
com/786255/anish-kapoor-studio-i-caseyfierro-architects/571ea3bbe-
58ece48d400009a-anish-kapoor-studio-i-caseyfierro-architects-photo]
Abb. 189: IMd Hoofdkantoor, Rotterdam [Quelle: https:/ /www.archined.nl/
ectorhoogstad/project/27895-kantoor-imd-rotterdam/]

HALLEN KALK 76/77
196
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Abb. 190: Park Spoor Noord, Antwerpen - Außenansicht Tag [Quelle: https:/ /static.wixstatic.com/
media/71ec36_e308611317714adfa52b319dd95b8557~mv2.jpg/v1/fill/w_800,h_533,al_c,q_85,enc_
auto/71ec36_e308611317714adfa52b319dd95b8557~mv2.jpg]
Abb. 191: Youth Zone Center, Blackburn - Außenansicht 
Nacht [Quelle: https:/ /danpal.com/wp-content/up-
loads/2017 /04/fachada-de-vidrio.jpg]

HALLEN KALK 76/77
197
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 4 - Bricolage
Der Variante hat das Ziel, Halle 76 und 77 baulich weiterzuentwickeln und nutzbar zu machen. Dies soll durch 
Hervorheben neuer Elemente und symbolhafter Darstellung alter Bauphasen erreicht werden. Die Maßnahmen 
beinhalten die Errichtung einer temporären Interimsmaßnahme, den Abbau nicht tragender Bauteile, die Er-
tüchtigung der tragwerksrelevanten Elemente und die bauliche Fortschreibung der Anlagen.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden erweitert, um Gefahren während der Planungszeit zu 
minimieren. Der Denkmalwert wird wegen hoher Baueingriffe und gleichzeitiger Aufarbeitung vergangener 
Bauphasen geringfügig negativ verändert. Es erfolgt teilweise eine Schadstoffsanierung, bei der die belasteten 
Anstriche des Tragwerkes nicht entfernt werden. Eine Ertüchtigung des Tragwerks kommt in vollem Zuge zur 
Ausführung. Der erforderliche Brandschutz wird hergestellt.
Die Auswirkungen auf die städtebauliche Situation erweisen sich als sehr positiv. Das Erscheinungsbild im öf-
fentlichen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen deutlich profitieren. Nach der Fertigstellung erwarten 
den Bauherren Aufgaben im Feld des Monitorings und der Dokumentation. Dies ist für den weiteren Umgang 
mit dem Gebäude und Folgenutzungen erforderlich.  
Die Sicherungsmaßnahme trägt zur langfristigen Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Nachhaltigkeitsas-
pekte werden berücksichtig. Eine Nutzung der Hallen ist weitestgehend möglich.

HALLEN KALK 76/77
198
VORENTWÜRFE: VARIANTE 4 - BRICOLAGE

VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION

HALLEN KALK 76/77
200
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
16
17'
UNREGELMÄSSIG
17 0
77
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
C
B
A
E
D
C C'
B
A
8
15
14
13
12
11
10
9
7
6
5
4
3
2
UNREGELMÄSSIG
UNREGELMÄSSIG
1
76
+11
.00m
 
+14
.42m

HALLEN KALK 76/77
201
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Entwurfsidee
Variante 5 - Rekonstruktion verfolgt das Ziel der vollständigen 
Sicherung unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen 
Belange.  
Erstrebt werden die statische Ertüchtigung und die denkmal-
getreue Rekonstruktion aller baulichen Elemente ohne auf 
eine mögliche Nutzung der Innenräume einzugehen. Der 
Denkmalwert soll durch die rekonstruierten Elemente weiter-
hin ablesbar sein. Es wird weder auf Folgenutzungen noch auf 
veränderte Bezüge im städtischen Raum Rücksicht genom-
men.
Maßnahmen
Die Maßnahmen beinhalten das Errichten einer temporären 
Interimsmaßnahme, den Rückbau nicht tragender Bauteile, 
die Ertüchtigung der tragwerksrelevanten Elemente sowie die 
Rekonstruktion abgebrochener Bauteile.
Die Abbruch-, Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen der 
Rekonstruktion folgen in erster Linie denen der Bestandssi-
cherung von Variante 2. Im Zuge der Rückbauarbeiten werden 
ein Großteil der Schadstoffe aus den Gebäuden entfernt, 
Bauteile entlastet und die Standsicherheit wiederhergestellt. 
Darauf aufbauend werden alle zurückgebauten oder abgebro-
chenen Elemente gemäß den denkmalpflegerischen Vorgaben 
rekonstruiert und in ihren ursprünglichen Formen saniert. Dies 
betrifft vor allem die Dächer beider Hallen, die aufgrund ihrer 
Schäden partiell erneuert und rekonstruiert werden müssen. 
Ebenso wird das Stahlfachwerk und die Ausfachung der 
desolaten Westfassade von Halle 76 vollständig rekonstruiert 
(vgl. HIG Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Zusam-
menfassung vom 10.11.2022, Überarbeitung vom 14.02.2023). 
Einzeln wird es dabei zu leichten Anpassungen im Hinblick 
auf bautechnischen Verbesserungen der Bauteile kommen. 
Keine der Rekonstruktionsmaßnahmen erheben Ansprüche an 
städtebauliche oder didaktische Belange. 
Wie auch bei Variante 2 erfahren die Anlagen im Rahmen der 
Maßnahmen hohes Maß an baulicher Eingriffe, insbesondere 
die Fassaden und das Dach. Das Tragwerk wird weitestgehend 
erhalten und ergänzt. Ein Großteil der historischen Bausubs-
tanz muss aufgrund der massiven Schädigung abgebrochen 
werden. 
Abb. 192: Isometrie zur Visualisierung der geplanten MaßnahmenMaßnahmen von Variante 
2 - Bestandssicherung

HALLEN KALK 76/77
202
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Interimsmaßnahme
Die Interimsmaßnahmen sollen zum Personenschutz beitragen 
und das direkte Umfeld vor von gebäudeausgehenden Gefah-
ren bis zum Beginn der Bauzeit sichern. 
Darunter fallen Schutzgerüste zum Abfangen von herabfallen-
den Bauteilen an der West- und Südwand von Halle 76 sowie 
an der Ostwand von Halle 77. Hinzu kommen Zugangssperren 
gegen unbefugtes Betreten und Verkehrssicherungsmaßnah-
men an der Neuburgerstraße.
Abb. 193: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen InterimsmaßnahmenInterimsmaßnahmen 
von Variante 5 -Rekonstruktion
Denkmalwert
Die Maßnahmen der Schutzfassade führen teilweise zu einer 
Reduzierung des Denkmalwertes. Unter Denkmalschutz ste-
henden Elemente werden vollständig rekonstruiert. 
Infolge zahlreicher Abbrüche kommt es zum Verlust an Bau-
substanz. Ein Erhalt baulicher Elemente scheint in den meisten 
Fällen sehr schwierig bzw. teilweise technisch kaum möglich.  
Die Westwand von Halle 76 muss aufgrund der Verformungen 
und des stark desolaten Zustands abgebrochen werden. 
Wegen der überhöhten Schadstoffbelastung ist das Dach 
einschließlich der Oberlichter rückzubauen.  
Bei Halle 77 betrifft die Minderung des Denkmalwertes die 
Südwand und das Hallendach. Eine fehlende Windaus-
steifung gepaart mit einer zu hohen Schadstoffbelastung 
erfordert den Rückbau. Das Dach mit dessen dreischiffigen 
Kubatur muss wegen der akuten Einsturzgefahr abgebro-
chen werden. Die ganzheitliche Rekonstruktion trägt teil-
weise zur Wiederherstellung des Denkmalwertes bei. 
Schadstoffe
Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen erfolgt an einem Groß-
teil der Bauteile eine Schadstoffsanierung. 
Die asbestbelasteten Bauteile werden rückgebaut. Darunter 
fallen neben der Dachfläche und den Leitungen von Halle 76 
der Fensterkitt von Halle 77. Auch der PAK-belastete Guss-
asphalt in Halle 76 wird abgebrochen. Die PCB-haltige und 
bleihaltige Anstriche, die vorwiegend an der Stahlkonstruk-
tion beider Hallen angebracht wurden, bleiben bestehen.
Tragwerk
Es werden alle Bauteile gemäß statischer Anforderung 
ertüchtigt, sodass die Standsicherheit der Hallen wiederher-
gestellt wird. 
Durch den Rückbau der Gefache werden Zwangsbeanspru-
chungen eliminiert  und die betroffenen Bauteile entlastet. 
Fehlende Aussteifungen werden hergestellt. Damit die 
Standsicherheit und die vertikale Lastabtragung gewähr-
leistet werden kann, wird eine grundlegende Mauerwerks-
ertüchtigung durchgeführt. Die Gefahr von herabfallenden 
Bauteilen an Dach und Fassade wird nach Fertigstellung der

HALLEN KALK 76/77
203
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Baumaßnahme aufgehoben sein. 
 
Brandschutz
Der erforderliche Brandschutz wird ungenügend hergestellt.
Die Problematik der fehlenden Brandwand bleibt weiterhin 
bestehen. Bei Rekonstruktionsarbeiten wird eine brandschutz-
technische Ertüchtigung gemäß der entsprechenden Notwen-
digkeit nur bedingt ausgeführt. Dies ist mit der Denkmalpflege 
abzustimmen.
Städtebauliche Auswirkung
Eine positive Veränderung der städtebaulichen Situation 
wird durch die Errichtung der Rekonstruktion nicht erreicht. 
Im Vergleich zur bestehenden Situation kommt es zu keiner 
Qualitätssteigerung des öffentlichen Raumes. Da es zu keiner 
gebäudeübergreifenden Öffnung oder Interaktion kommt, 
besteht weiterhin eine trennende Wirkung zwischen dem 
Ottmar-Pohl-Platz und den Hallen Kalk im Osten. 
Das Einbeziehen der Hallen 76 und 77 in den städtebaulichen 
Rahmenplan ist nahezu ausgeschlossen.
NEUERBURGSTRASSE
Dillenburger Straße
STÄDTEBAU MIT KALK-KARREE TEILT
DIE HALLE 76 und 77 WEITERHIN AB
HALLENKOMPLEX TRENNT
ÖFFENTLICHE PLÄTZE WEITERHIN
Abb. 194: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen Auswirkungen städtebaulichen Auswirkungen von 
Variante 1 - Schutzhülle
Lastenheft
Die erforderlichen Leistungen und Maßnahmen des Bauherrn 
umfassen Dokumentationsarbeiten als Vorbereitung für den 
Abbruch und Rückbau sowie Abstimmungen für die Rekonst-
ruktion. 
In erster Linie sollte ein verformungsgerechtes Aufmaß der 
Hallen mit einer Genauigkeit von +/- 2mm erstellt werden. 
Empfohlen wird ein Laserscanning der gesamten Anlage. Die 
Daten sollen zum einen der Unteren Denkmalbehörde als Ver-
gleich von Vor- und Nachzustand dienen und zum anderen die 
Grundlage für alle weiteren Planungen liefern. Hierzu gehört 
auch das Erstellen eines Raumbuchen einschließlich einer 
Fotodokumentation. Ferner ist über die gesamte Zeit der Bau-
phase hinweg eine Abbruchdokumentation gemäß der Richt-
linien des LVR zu erstellen. Für eine Nutzung des Innenraums 
sind die zulässigen Maximalwerte der vorkommenden Schad-
stoffe zu ermitteln und deren Quantitäten in den Bauwerken 
auszuwerten. Die Machbarkeit der Schadstoffsanierung sollte 
im Zuge des Nutzungskonzeptes abgestimmt und geplant 
werden. Eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde bedarf 
es für die werk- und materialgerechten Rekonstruktionen an 
den Gebäuden. Für zukünftige Nutzungen muss die gesamte 
Haustechnik geplant werden.
Wirksamkeit der Maßnahmen
Im Hinblick auf die Wiederherstellung der Standsicherheit 
erfüllen die Maßnahmen der Rekonstruktion die Erwartungen. 
Die Maßnahmen tragen zur Standsicherheit bei, entfernen 
schadstoffbelastete Bauteile, schützen langfristig die Bausubs-
tanz und schaffen somit eine Grundlage für eine zukünftige 
Nutzung der Hallen. Die thematisierten Pflichtmaßnehmen 
kommen zum Tragen. Die langfristige Realisierung der Schutz-

HALLEN KALK 76/77
204
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
hülle führt zur verzögerten Gefahrenabwehr von Bauteilver-
sagen, was ein hohes Risiko weitere irreparabler Schäden 
hervorrufen kann. Die Rekonstruktion gewährleistet für einen 
längeren Zeitraum die Sicherung der Gebäude.
Nachhaltigkeit
Die Aspekte der Nachhaltigkeit werden in dieser Variante nur 
teilweise berücksichtigt. 
Die Nachhaltigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Dazu zählen unter anderem die Dauerhaftigkeit der Siche-
rungsmaßnahme, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen 
sowie der weitere Umgang mit dem Gebäude. Da mit dieser 
Variante die Standsicherheit erreicht und durch die Rekons-
truktion der Hülle der Schutz der Bausubstanz jedoch nur 
bedingt gewährleistet wird, kann von einer zeitlich begrenz-
ten Dauerhaftigkeit der Sicherung gesprochen werden. Da 
die Konstruktion keine optimale Wirkung einer funktionalen 
Außenwand besitzt, ist langfristig mit einem hohen Wartungs- 
und Instandhaltungsaufwand zu rechnen. Der enorme Mate-
rialaufwand durch ein gänzliches Ersetzen der Bauteile wirkt 
sich negativ auf die Nachhaltigkeit aus. Um den Schutz auch 
langfristig aufrechtzuerhalten, sollte dennoch in absehbarer 
Zeit Nutzer für die Hallen gefunden werden. Andauernder 
Leerstand kann sich trotz der Schutzmaßnahmen negativ auf 
die Bausubstanz auswirken.
Nutzungsperspektive
Eine Nutzung beider Hallen nach Abschluss der Sicherungs-
maßnahmen ist bedingt möglich. 
Aufgrund der fehlenden thermischen Trennung sind Nutzun-
gen, die einer kontrollierten Temperatur oder Raumtemperatur 
bedürfen, nur durch weiteren baulichen Aufwand in den Hallen 
unterzubringen. Auch Aspekte der technischen Gebäude-
ausrüstung und der Belichtungen fanden keiner Berück-
sichtigung und stehen einer uneingeschränkten Nutzung 
im Weg. Dennoch bieten die Halle aufgrund der umfang-
reicheren Sanierungsmaßnahmen eine vielseitige Nutzungs-
möglichkeit. 
Kosten
Die Baukosten beziehen sich auf die Kostenschätzung vom 
01.02.2023 und belaufen sich auf 30.000.000 € netto. 
Kostenschätzungen spiegeln eine Genauigkeit von +/- 30% 
wieder (hier +/- 9.000.000 €).
Davon entfallen 22.000.000 € auf die Pflichtmaßnahmen 
zur Wiederherstellung der Standsicherheit. 
Die Kosten der Rekonstruktion sind wegen dem hohen Pla-
nungs-, Bau-, und Rekonstruktionsaufwand im Vergleich zu 
den anderen Varianten sehr kostenintensiv. Details zu den 
Kosten siehe Kurzauflistung auf der nachfolgenden Seite 
sowie weitere Detaillierungen in Kostenaufstellungs- und 
Kostenberechnungstabellen im Anhang.
Termine
Bei einem Beginn der Planungsleistung zu Anfang des 
dritten Quartals 2023 ist mit einer Fertigstellung Mitte 2029 
zu rechnen. 
Details zu den Terminprognosen siehe Visualisierung im 
Gantt-Diagramm auf der nachfolgende Seiten.
Risiken
Die standsicherheitsbetreffenden Risiken werden größten-
teils minimiert. Jedoch besteht die Gefahr, dass das entwi-
ckelte Nutzungskonzept nicht mit den Umbaumaßnahmen

HALLEN KALK 76/77
205
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
der Rekonstruktion kompatibel ist. Eine bauliche Anpassung 
würde zwangsweise zu einem vermeidbaren Kostenaufwand 
führen.
Nachteile
Ein Nachteil dieser Variante besteht in der Schaffung von 
Zwangspunkten für die spätere Entwicklung eines Nutzungs-
konzeptes, das gegebenenfalls nur durch nochmalige An-
passung der Gebäudehülle funktionsfähig ist. Die Maßnahmen 
tragen zudem zu keiner uneingeschränkten Nutzung bei. Der 
große Aufwand der Rekonstruktion führt unweigerlich zu 
hohen Kosten und lang andauernde Baumaßnahmen
Vorteile
Als Vorteil der Variante 5 ist die erzielte Standsicherheit der 
Hallen und der langfristige Schutz der Bausubstanz anzu-
sehen. Eine mittelfristige Planung zur Nachnutzung ist ohne 
weiteres möglich. Gleichzeitig ist eine vielseitigere Interims-
nutzung denkbar. Der Denkmalwert der Hallen wird durch die 
Rekonstruktion aller Elemente aufrechterhalten. 
Erfüllungsgrad Qualitätsmerkmale
Die erörterten Qualitätsmerkmale wurden gemäß ihrer 
Wichtigkeit eingestuft und sind im folgenden absteigend 
aufgeführt: Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme, Termine, 
Nachhaltigkeit, Nutzungsperspektive, Städtebauliche Auswir-
kung, Denkmalwert.
Der Durchschnitt aller Qualitätsmerkmale resultiert in einem 
hohen Erfüllungsgrad. Dies lässt sich vor allem auf die sehr 
gute Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme zurückführen.
Empfehlung
Variante 5 wird empfohlen, wenn die Standsicherheit mit der 
Erneuerung und Rekonstruktion des aktuellen Zustandes 
langfristig wiederhergestellt werden soll, vorgesehen wird 
die Hallen zu nutzen und dabei viele Nutzungsmöglichkeiten 
offenbleiben sollen. Im Vergleich zu Variante 4 wird bei der 
Variante 5 ein rekonstruierendes Konzept umgesetzt.

HALLEN KALK 76/77
206
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Kostenschätzung
KG Bauelement
Halle 76 Halle 77
Maßnahmen Kosten netto in Mio. € Maßnahmen Kosten netto in Mio. €
320 Gründung  · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,1
20,9
21,4
21,5
 · Ertüchtigung Fundamentanschlüsse 0,1
7,3
7,8
7,9
330 Außenwand Ost  · Instandsetzung Mauerwerk / Fenster
 · Ertüchtigung Eckpfeiler 2,9  · Instandsetzung Mauerwerk
 · Kleinstarbeiten 0,7
Außenwand Nord  · Kleinstarbeiten
 · Ertüchtigung 0,6  · Kleinstarbeiten 0,1
Außenwand Süd  · Abbruch Stahltragwerk / Ausfachung
 · Rekonstruktion Stahlriegel / Kreuz
 · Rekonstruktion Ziegelgefach / Fenster
0,7
 · Ertüchtigung Stahlstütze
 · Rekonstruktion Fenster
 · Erstellung Brandschutz
0,5
Außenwand West  · Abbruch Stahl-Riegelkonstruktion / Aus-
fachung
 · Instandsetzung Hauptstützen
 · Rekonstruktion Ziegelgefach
 · Remontage Fenster
3,7
 · Abbruch Außenwand
 · Instandsetzung Mauerwerk 
0,4
340 Innenraum  · Abbruch Innenwände
 · Ertüchtigung Stahltragwerk 1,1  · Ertüchtigung Stahltragwerk 0,3
350 Decken  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahme 0,6  · allgemeine Ertüchtigungsmaßnahme 0,2
360 Dach  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 10,1  · Abbruch
 · Erneuerung Dachbelag 4,5
380 Einbauten  · statische Ertüchtigung 0,4 -
390 Sonstiges  · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,7
 · Baustelleneinrichtung
 · Bauendreinigung 0,5
400 Haustechnik  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5  · Teilabbruch/Grundausstattung (geschätzt) 0,5 0,5
700 Planung*  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1  · Ingenieurvermessung 0,1 0,1 0,1
Planungszeit 2,0 Jahre
Bauzeit 3,0 Jahre
Baukosten 30.000.000 € netto**
* Planungskosten sind nicht enthalten
** darin sind keine Kosten für die Kranbahn enthalten

HALLEN KALK 76/77
207
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
2023 2024
Terminprognose
Vorhalten
Interimsmaßnahme
Planung 
Sicherungsmaßnahme
24 Monate
36 Monate
30 Monate
Ausführung 
Sicherungsmaßnahme
Freigabe
Gebäude
Standsicherheit
wiederhergestellt
2025 2026 2027 2028 2029

HALLEN KALK 76/77
208
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Referenzen
Abb. 195: Technische Fachhochschule Wildau [Quelle: http:/ /anderhalten.com/projekte/technische-fachhochschule-wildau]

HALLEN KALK 76/77
209
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Abb. 196: Sanierte Kompressorenhalle Kokerei Hansa, Dortmund [Quelle: https:/ /upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b2/Kokerei_Hansa_Kompresso-
renhalle_1.jpg]

HALLEN KALK 76/77
210
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Abb. 197: Zeche Zollverein, Essen - Außenansicht [Quelle: https:/ /www.unesco.de/sites/default/
files/2017-12/Zeche%20Zollverein_c_Andr%C3%A9%20P.%20Meyer-Vitali_cc.jpg]
Abb. 198: Zeche Zollverein, Essen - Detailansicht [Quelle: 
https:/ /thelink.berlin/wp-content/uploads/2017 /11/Zeche-

HALLEN KALK 76/77
211
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION 
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 5 - Rekonstruktion
Die Variante hat das Ziel, Halle 76 und 77 vollständig zu Sanieren und Rekonstruieren. Dies soll durch den 
Rückbau und die Wiederherstellung aller relevanten Bauteile erreicht werden. Die Maßnahmen beinhalten die 
Errichtung einer temporären Interimsmaßnahme, den Abbau nicht tragender Bauteile, die Ertüchtigung der 
tragwerksrelevanten Elemente und die vollständige Rekonstruktion.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden erweitert, um Gefahren während der Planungszeit zu 
minimieren. Der Denkmalwert wird wegen hoher Baueingriffe und gleichzeitiger Rekonstruktion geringfügig 
negativ verändert. Es erfolgt teilweise eine Schadstoffsanierung, bei der die belasteten Anstriche des Trag-
werkes nicht entfernt werden. Eine Ertüchtigung des Tragwerks kommt in vollem Zuge zur Ausführung. Der 
erforderliche Brandschutz wird hergestellt.
Die Auswirkungen auf die städtebauliche Situation erweisen sich weder als positiv noch als negativ. Das Er-
scheinungsbild im öffentlichen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen nicht profitieren. Nach der Fertig-
stellung erwarten den Bauherren Aufgaben im Feld des Monitorings und der Dokumentation. Dies ist für den 
weiteren Umgang mit dem Gebäude und Folgenutzungen erforderlich.  
Die Sicherungsmaßnahme trägt zur langfristigen Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Nachhaltigkeitsas-
pekte werden teilweise berücksichtig. Eine Nutzung der Hallen ist bedingt möglich.

HALLEN KALK 76/77
212
VORENTWÜRFE: VARIANTE 5 - REKONSTRUKTION

AUSWERTUNG UND EMPFEHLUNG

HALLEN KALK 76/77
214
VORENTWÜRFE
Variante 1
SCHUTZHÜLLE
Variante 2
BESTANDSSICHERUNG
Variante 3
SCHUTZFASSADE
Variante 4
BRICOLAGE
Variante 5
REKONSTRUKTION
Variante 1
SCHUTZHÜLLE
Variante 2
BESTANDSSICHERUNG
Variante 3
SCHUTZFASSADE
Variante 4
BRICOLAGE
Variante 5
REKONSTRUKTION
Ziel Schnelle Umsetzung Grundlage für neuen Entwurf Preiswert und dauerhaft Bauliche Fortschreibung Denkmalgerechte  
Wiederherstellung
Baukosten brutto in € 27.500.000 32.000.000 26.000.000 37.000.000 37.000.000
Maßnahmen Halle 76  ·  Wetterschutzdach
 · Schutzfassadengerüst
 · Rückbau Süd-/Westfassade
 · Rückbau Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
 · Korrosionsschutz
 · Verkleidung mit Trapezblech 
Süd-/Westfassade
 · Dach wird überholt
 · Erneuerung Westfassade
 · MW-Durchbruch Ostfassade
 · Schadstoffsanierung Dach
 · Innenräume
 · Rekonstruktion Süd-/West-
fassade
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
Planungsdauer
Bauzeit
0,5 Jahre
0,5 Jahre
1-2 Jahre
2 Jahre
1-2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
Nachteile  · keine wirtschaftliche  
Nachhaltigkeit
 · Einsturzgefahr nicht behoben
 · störendes Stadtbild
 · geringe Dauerhaftigkeit
 · hohe Kosten
 · geringer wertiges  
Erscheinungsbild
 · Abweichung zu Denkmalanfor-
derungen
 · hohe Kosten
 · längere Planungs- und Bauzeit
 · Abweichungen zu Denkmal-
anforderungen
 · hohe Kosten 
 · keine Nutzung
 · lange Bauzeit
 · Rekonstruktionen didaktisch 
schwer zu vermittelnMaßnahmen Halle 77  · Wetterschutzdach
 · Schutzfassadengerüst
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
 · Korrosionsschutz
 · Dach wird mit Trapezblech 
erneuert
 · Schadstoffsanierung am Dach
 · Teildurchbrüche an Ost- und 
Westfassade
 · Schadstoffsanierung Dach
 · Umbau und Erweiterung Dach-
geschoss
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
Vorteile  · geringe Kosten
 · schnelle Umsetzung
 · vollständige Schadstoffredu-
zierung
 · großes Entwicklungspotenzial
 · zügige Umsetzung
 · flexible Nutzung
 · Nutzung als Schaulager
 · hohe städtebauliche Wertig-
keit
 · Aufwertung des Quartiers
 · Nutzung als Schaulager
 · Denkmalanforderungen wer-
den umgesetzt
 · Charakter des Industriekom-
plex bleibt erhalten
Schadstoffreduzierung
Baukultur- /Denkmal-
wert
Nutzung
nicht erfolgt
hoch
nicht möglich
vollständig erfolgt
mittel
gering möglich
in Teilen erfolgt
mittel
möglich
in großen Teilen erfolgt
hoch
möglich
in großen Teilen erfolgt
hoch
möglich
Erfüllungsgrad 
Qualitätsmerkmale
niedrig mittel hoch sehr hoch hoch
Wirksamkeit
Nachhaltigkeit
ungenügend
ausreichend
ausreichend
befriedigend
gut
ungenügend
sehr gut
gut
gut
befriedigend
FAZIT Notlösung teure Lösung ohne gesonderte 
Nutzung
wirtschaftliche ganzheitliche 
Lösung mit Nutzungspotenzial
Baukultureller und kultureller 
Zielpunkt in Köln-Kalk mit städ-
tebaulicher Aufwertung
klassischer Entwurf mit hohen 
Kosten ohne NutzungGESAMT schnelle Umsetzung, störendes 
Stadtbild
großes Entwicklungspoten-
zial, geringe Dauerhaftigkeit, 
vollständige Schadstoffredu-
zierung
zügige Umsetzung, gering wer-
tiges Erscheinungsbild, flexible 
Nutzung
 · hohe städtebauliche Wertig-
keit, umfassende Nutzungs-
perpektive
denkmalgerechter, klassischer 
Entwurf mit hohen Kosten

HALLEN KALK 76/77
215
VORENTWÜRFE
Variante 1
SCHUTZHÜLLE
Variante 2
BESTANDSSICHERUNG
Variante 3
SCHUTZFASSADE
Variante 4
BRICOLAGE
Variante 5
REKONSTRUKTION
Variante 1
SCHUTZHÜLLE
Variante 2
BESTANDSSICHERUNG
Variante 3
SCHUTZFASSADE
Variante 4
BRICOLAGE
Variante 5
REKONSTRUKTION
Ziel Schnelle Umsetzung Grundlage für neuen Entwurf Preiswert und dauerhaft Bauliche Fortschreibung Denkmalgerechte  
Wiederherstellung
Baukosten brutto in € 27.500.000 32.000.000 26.000.000 37.000.000 37.000.000
Maßnahmen Halle 76  ·  Wetterschutzdach
 · Schutzfassadengerüst
 · Rückbau Süd-/Westfassade
 · Rückbau Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
 · Korrosionsschutz
 · Verkleidung mit Trapezblech 
Süd-/Westfassade
 · Dach wird überholt
 · Erneuerung Westfassade
 · MW-Durchbruch Ostfassade
 · Schadstoffsanierung Dach
 · Innenräume
 · Rekonstruktion Süd-/West-
fassade
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
Planungsdauer
Bauzeit
0,5 Jahre
0,5 Jahre
1-2 Jahre
2 Jahre
1-2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
Nachteile  · keine wirtschaftliche  
Nachhaltigkeit
 · Einsturzgefahr nicht behoben
 · störendes Stadtbild
 · geringe Dauerhaftigkeit
 · hohe Kosten
 · geringer wertiges  
Erscheinungsbild
 · Abweichung zu Denkmalanfor-
derungen
 · hohe Kosten
 · längere Planungs- und Bauzeit
 · Abweichungen zu Denkmal-
anforderungen
 · hohe Kosten 
 · keine Nutzung
 · lange Bauzeit
 · Rekonstruktionen didaktisch 
schwer zu vermittelnMaßnahmen Halle 77  · Wetterschutzdach
 · Schutzfassadengerüst
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
 · Korrosionsschutz
 · Dach wird mit Trapezblech 
erneuert
 · Schadstoffsanierung am Dach
 · Teildurchbrüche an Ost- und 
Westfassade
 · Schadstoffsanierung Dach
 · Umbau und Erweiterung Dach-
geschoss
 · Rekonstruktion Dach
 · statische Ertüchtigungen
 · Schadstoffsanierung
Vorteile  · geringe Kosten
 · schnelle Umsetzung
 · vollständige Schadstoffredu-
zierung
 · großes Entwicklungspotenzial
 · zügige Umsetzung
 · flexible Nutzung
 · Nutzung als Schaulager
 · hohe städtebauliche Wertig-
keit
 · Aufwertung des Quartiers
 · Nutzung als Schaulager
 · Denkmalanforderungen wer-
den umgesetzt
 · Charakter des Industriekom-
plex bleibt erhalten
Schadstoffreduzierung
Baukultur- /Denkmal-
wert
Nutzung
nicht erfolgt
hoch
nicht möglich
vollständig erfolgt
mittel
gering möglich
in Teilen erfolgt
mittel
möglich
in großen Teilen erfolgt
hoch
möglich
in großen Teilen erfolgt
hoch
möglich
Erfüllungsgrad 
Qualitätsmerkmale
niedrig mittel hoch sehr hoch hoch
Wirksamkeit
Nachhaltigkeit
ungenügend
ausreichend
ausreichend
befriedigend
gut
ungenügend
sehr gut
gut
gut
befriedigend
FAZIT Notlösung teure Lösung ohne gesonderte 
Nutzung
wirtschaftliche ganzheitliche 
Lösung mit Nutzungspotenzial
Baukultureller und kultureller 
Zielpunkt in Köln-Kalk mit städ-
tebaulicher Aufwertung
klassischer Entwurf mit hohen 
Kosten ohne NutzungGESAMT schnelle Umsetzung, störendes 
Stadtbild
großes Entwicklungspoten-
zial, geringe Dauerhaftigkeit, 
vollständige Schadstoffredu-
zierung
zügige Umsetzung, gering wer-
tiges Erscheinungsbild, flexible 
Nutzung
 · hohe städtebauliche Wertig-
keit, umfassende Nutzungs-
perpektive
denkmalgerechter, klassischer 
Entwurf mit hohen Kosten

HALLEN KALK 76/77
216
VORENTWÜRFE

HALLEN KALK 76/77
217
VORENTWÜRFE: AUSWERTUNG UND EMPFEHLUNG
Empfehlung
Im vorherigen Kapitel wurden fünf Varianten zur nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahme der Hallen 76 
und 77 in Köln-Kalk erläutert und Aspekte aus bautechnischer, nachhaltiger, städtebaulicher, denkmalpflege-
rischer und kostentechnischer Sicht beleuchtet. Die Tabelle der vorherigen Seite stellt die Eigenschaften der 
einzelnen Varianten vergleichend gegenüber.
Aufgrund des Nichterreichens der statischen Standsicherheit ist von Variante 1 Schutzhülle abzusehen. 
Variante 2, Bestandssicherung ist wegen der immensen Gefahr weiterer witterungsbedingter Schäden mit Vor-
sicht zu betrachten. 
Die ganzheitliche Rekonstruktion einschließlich der Verbesserung baulicher Gegebenheiten von Variante 5,  
Rekonstruktion stellt eine denkbare Lösung dar. Der hohe Planungs- als auch Bauaufwand ist kritisch und denk-
malpflegerisch zu hinterfragen.
Durch die wiederhergestellte Standsicherheit und den langfristige Schutz der Bausubstanz bei Variante 3,  
Schutzfassade sowie Variante 4, Bricolage sind diese zu präferieren. Beide Varianten unterscheiden sich teil-
weise signifikant in den genannten Aspekten. Während Variante 3 im Vergleich in kurzer Zeit und mit wenigen 
Mitteln realisiert werden kann, ist Variante 4 deutlich nachhaltiger und weist mehr Spielraum für zukünftige 
Nutzungen und Einbindungen in den städtischen Raum auf.
Wegen der aufgelisteten Gründen wird Variante 4, Bricolage empfohlen. Der Kosten-Nutzen-Faktor steht hier 
ebenso wie die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen in einem guten Verhältnis. Die Hallen werden 
langfristig geschützt und eröffnen die Möglichkeit zur Unterbringung zahlreicher Nutzungen.

HALLEN KALK 76/77
218
VORENTWÜRFE: AUSWERTUNG UND EMPFEHLUNG

ZUSAMMENFASSUNG

HALLEN KALK 76/77
220
ZUSAMMENFASSUNG

HALLEN KALK 76/77
221
ZUSAMMENFASSUNG
ZUSAMMENFASSUNG
Die denkmalgeschützten Hallen 76 und 77 in Köln-Kalk sind eine städtische Liegenschaft und werden seit 2014 
nicht genutzt. Sie waren Teil des ehemaligen Fabrikgeländes der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, das durch des-
sen Schließung zu Ende der 1980er Jahre den Strukturwandel im Stadtteil einläutete. Das heute innerstädtische 
Areal, als Kalker Hallen bezeichnet, sollte mit einem 2017 durchgeführten Werkstattverfahren eine neue Nut-
zung und städtebauliche Ausrichtung erhalten. Halle 76 und 77 wurden in die Planungen nicht miteinbezogen, 
sind aufgrund deren unmittelbaren Nähe jedoch für die Weiterentwicklung des Areals von großer Bedeutung. 
Ein Nutzungskonzept beider Hallen steht noch aus.
Nach zahlreichen Untersuchungen wurde am 10.11.2022 von der HIG Ingenieurgesellschaft mbH (HIG) ein drin-
gender Handlungsbedarf zur Sicherung der Gebäudehüllen angemeldet. Beide Hallen stehen seit Jahren wegen 
Einsturzgefahr unter besonderer Beobachtung. Deformierungen, Verschiebungen und Korrosionsschäden 
statisch relevanter Bauteile führen mittlerweile zu einem potenziellen Bauteilversagen. Akut betroffen ist die 
Westfassade von Halle 76 sowie die Dachkonstruktion von Halle 77. Hinzukommend wurden an vielen Bauele-
menten Gefahrenstoffe wie Asbest, PAK, PCB oder KMF in hoher Konzentration identifiziert.  
Um eine unkontrollierte Schädigungen oder gar den Einsturz der Hallen zu verhindern, sind zeitnahe Handlun-
gen zur Bauteilsicherungen und Wiederherstellung der Standsicherheit nötig. Die Pflichtmaßnahmen beinhal-
ten dabei unter anderem den Abbruch der Dachflächen, den Rückbau der Westfassade (Halle 76) sowie das 
Ertüchtigen der Stahlkonstruktionen. Alle Arbeiten müssen aufgrund der Einsturzgefahr und Schadstoffbelas-
tung unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

HALLEN KALK 76/77
222
ZUSAMMENFASSUNG
Für diesen Zweck wurden fünf Varianten für eine nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahme formuliert und 
gegenübergestellt. Deren Vorkehrungen reichen von kurzfristigen Schutzmaßnahmen bis hin zu langfristigen 
Sanierungs- und Umbaumaßnahmen. Als besonders positiv hat sich Variante 4 hervorgetan, die ihren Schwer-
punkt auf die bauliche Fortschreibung der Anlagen und der statischen Ertüchtigung einschließlich langlebigen 
Bauteilschutz legt.

ANHANG

HALLEN KALK 76/77
224
ANHANG
Abb. 1: Halle 76 und Halle 77 in Köln-Kalk [Quelle: https:/ /earth.
google.com] 12
Abb. 2: Isometrie zu aktuellen Sicherungsmaßnahmen. In rot 
wurden Schutzgerüste und Bauzäune eingezeichnet. Der Bau-
zaun an der Ostwand liegt hinter der Gebäudeansicht und ist 
in dieser Abbildung nicht zu erkennen. 15
Abb. 3: Lage der Hallen 76 und 77 innerhalb der Stadt Köln 
[Quelle: https:/ /www.tim-online.nrw.de/tim-online2] 19
Abb. 4: Städtebauliche Lage der Hallen 76 und 77, Markierung 
des ehemaligen Werksgeländes der KHD AG (Teilbereich) 
[Quelle: https:/ /www.tim-online.nrw.de/tim-online2] 20
Abb. 5: Städtebaulichen Lage der Hallen 77, 76, 75 und 71, 
70, 60, 59, 58 in Köln-Kalk, nördlich der Dillenburger Straße. 
[Quelle: https:/ /earth.google.com] 21
Abb. 6: Funktionale und städtebauliche Ausrichtung der Halle 
76 und 77 in den Jahren Kalk 1950 22
Abb. 7: Funktionale und städtebauliche Ausrichtung der Halle 
76 und 77 in Kalk, 2023 23
Abb. 8: Bebauungsplan von 2001 [Quelle: https:/ /geoportal.
stadt-koeln.de] 23
Abb. 9: Machbarkeitsstudie 2019 [Quelle: http:/ /www.hallen-
kalk.de] 23
Abb. 14: Lageplan 2023, gezeichnet IBH 25
Abb. 10: Siegerentwurf des Werkstattverfahrens 2017 [Quelle: 
http:/ /www.hallen-kalk.de] 26
Abb. 11: Bewertung der heutigen städtebaulichen Einbindung 
der Halle 76 (links) und der Halle 77 (rechts) 26
Abb. 12: Gewünschte funktionale Achsen mit einem Durch-
bruch der Halle 76 27
Abb. 13: Gewünschte bauliche Ausrichtung und in weiß die ge-
planten Erschließungswege durch die Gebäude der Hallen 75, 
76 und 77 27
Abb. 15: Halle 76 im Jahr 1905 [Quelle: Maschinenbauanstalt 
Humboldt, 1906]  33
Abb. 16: Halle 77 im Jahr unbekannt, genutzt als Fahrzeugre-
paraturwerkstätte  [Quelle: RWWA 107 Nr. 35] 33
Abb. 17: Maschinenbau AG Humboldt in den Jahren 1872-1874
 34
Abb. 18: Maschinenbauanstalt Humboldt AG in den Jahren 
1897 - 1905 34
Abb. 19: Maschinenbauanstalt Humboldt AG in den Jahren 
1905 - 1929 34
Abb. 20: Humboldt-Deutzmotoren AG in den Jahren 1929 - 
1937 34
Abb. 24: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1941 - 
1944 35
Abb. 21: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1944 - 
1945 35
Abb. 22: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1949 - 
1967 35
Abb. 23: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1967 - 
1991 35
Abb. 25: Halle 76 [Quelle: https:/ /earth.google.com] 40
Abb. 26: Innenraum der Halle 76 in Richtung West- und Nord-
außenwand 41
Abb. 27: Visueller Größenvergleich: Museum Ludwig (blau), 
der Kölner Dom (grün) und die Halle 76 (rot) 42
Abb. 28: Ehemaliger Hauptzugang West 42
Abb. 29: Außenaufnahme Westfassade 44
Abb. 30: Ansicht West 45
Abb. 31: Außenaufnahme Westfassade mit Kranbahn 47
Abb. 32: Rote Beschichtung der Ziegel im Erdgeschoss 48
Abb. 34: Gusseiserne Fensterprofile 48
Abb. 33: Offene Anschlusspunkte an durchlaufenden Stützen

HALLEN KALK 76/77
225
ANHANG
 48
Abb. 35: Blassgrüne Farbigkeit der Beschichtung der Stahl-
bauteile 48
Abb. 36: Reichsformat im Läuferverband Außen 49
Abb. 37: Reichsformat im Läuferverband Innen 49
Abb. 38: Anschluss horizontaler Träger an Hauptstütze 49
Abb. 39: Außenaufnahme Südfassade 50
Abb. 40: Klammern und aufgeschweißte Bleche 51
Abb. 41: Aufgequollene Stahlprofile 51
Abb. 42: Ehemalige Dachform von Halle 77 51
Abb. 43: Außenaufnahme Nordfassade 52
Abb. 44: Ortganggesims 53
Abb. 47: Drei Mauerwerkstypen farblich hervorgehoben. Bau-
zeitlich dürfte der rote Bereich sein. Gelb und Blau sind späte-
re Ergänzung, wahrscheinlich aufgrund von Kriegsschäden 53
Abb. 45: Stahlträger ehemalige Öffnung 53
Abb. 46: Verschiebung Pfeiler 53
Abb. 48: Außenaufnahme Ostfassade 54
Abb. 49: Ansicht Ost 55
Abb. 50: Reparaturstellen  56
Abb. 51: Reichsformat im Kreuzverband Außen 56
Abb. 52: Reichsformat im Kreuzverband Innen 56
Abb. 53: Traufgesims 57
Abb. 54: Segmentbogen 57
Abb. 55: Zierfeld 57
Abb. 56: Ostfassade südlicher Abschnitt 58
Abb. 57: Ostfassade nördlicher Abschnitt 59
Abb. 58: Querschnitt 60
Abb. 59: Wechsel Achsabstand von circa fünf Meter auf circa 
20 Meter 61
Abb. 60: Stütze genietet 63
Abb. 61: Stütze geschraubt 63
Abb. 62: Eingespannte Stahlbetondecke der oberen Galerie-
ebene mit offenen Verbindungsstellen am Querträger 64
Abb. 63: Auflager der Querträger/Fachwerkträger 65
Abb. 64: Kappendecke der unteren Galerieebene in Süd-Ost-
Ecke 65
Abb. 65: Durchtrennte Träger nach Abbruch der unteren Gale-
rieebene 65
Abb. 66: Auflager Galerieebene auf Mauerwerkspfeilern der 
Ostwand 66
Abb. 67: Deckenkonstruktion Westseite 67
Abb. 68: Treppe I Nieten 68
Abb. 69: Treppe II Schweißverbindungen 68
Abb. 70: Treppe I: Süd-Ost-Ecke 69
Abb. 71: Treppe II: Nord-West-Ecke 69
Abb. 72: Ausführung als Stahlbeton (rot) oder Bimsdielen 
(blau) 70
Abb. 73: Außenaufnahme Oberlichtbänder 70
Abb. 74: Spannweite Dachbinder circa 16 Meter 72
Abb. 76: Anschluss Dachbinder, genietet und geschraubt 72
Abb. 75: Walzzeichen Aachener Hütten-Aktien Verein Rothe 
Erde (A.H.A.V) 72
Abb. 77: Wechsel Stahlbeton zu Bimsdielen 73
Abb. 78: Feuchteschaden an Bimsdielen (d = 9 cm, Breite = 50 
cm) 73
Abb. 79: Dachkonstruktion Galerie West 73
Abb. 80: Abschluss Oberlichter senkrecht zur Dachfläche 74
Abb. 81: PAK-haltiger und asbesthaltiger Fensterkitt 75
Abb. 84: Schäden an der Dachabdichtung 75
Abb. 82: Asbesthaltige Dachabdichtung 75
Abb. 83: Wechsel Länge Oberlichter 75
Abb. 85: Traforaum bei Treppe I 76
Abb. 87: Lüftungsanlage unterhalb oberer Galerie Nord 76

HALLEN KALK 76/77
226
ANHANG
Abb. 86: Rohrleitungen bei Treppe II 76
Abb. 90: Gastank und Rohrleitungen Süd-West-Ecke 77
Abb. 88: Auslass Lüftungsanlage Nord-Ost-Ecke 77
Abb. 89: Rohrleitungen bei Treppe I 77
Abb. 91: Kranbahn im östlichen Seitenschiff 78
Abb. 92: Kranbahn im westlichen Seitenschiff 78
Abb. 93: Krananlage Mittelschiff 79
Abb. 94: Pflichtmaßnahmen Halle 76 85
Abb. 95: Halle 77 [Quelle: https:/ /earth.google.com] 90
Abb. 96: Innenaufnahme Seitenschiff 91
Abb. 97: Visueller Größenvergleich: Das Museum Ludwig 
(blau), der Kölner Dom (grün) und die Halle 77 (rot) 92
Abb. 98: Ehemaliger Hauptzugang Fassade West Innenansicht
 92
Abb. 99: Außenaufnahme Westfassade 94
Abb. 100: Ansicht West 95
Abb. 101: Sims der ehemaligen Außenwand 96
Abb. 103: Ältestes Mauerwerk im Kreuzverband 96
Abb. 102: freiliegende Stahlprofile der Fensterstürze 96
Abb. 104: Übergang Ziegel zu Bims, instabiles Mauerwerk 96
Abb. 105: Bleibelasteter Türlack 97
Abb. 107: Reparaturstellen im Mauerwerk 97
Abb. 106: Fassade West nach Entfernung Bewuchs 97
Abb. 108: Ansicht Süd 98
Abb. 110: Ziegel im Läuferverband als Ausfachung 99
Abb. 112: Detailaufnahme Verglasung Südfassade 99
Abb. 111: Detail Auskreuzung 99
Abb. 109: Freigelegter Fußpunkt  99
Abb. 113: Außenaufnahme Ostfassade 100
Abb. 114: Ansicht Ost 101
Abb. 116: Zusammengesetzte Außenaufnahme Ostfassade 102
Abb. 115: Die nicht bauzeitlichen Anker sind anhand ihrer Mör-
telumrandung gut erkennbar. Rechts eine aktuelle Sicherungs-
maßnahme 102
Abb. 117: Verglasung Obergaden 103
Abb. 118: Traufgesims 103
Abb. 119: Farbliche Gliederung Stürze und Lisenen 103
Abb. 120: Querschnitt 104
Abb. 121: Innenaufnahme 105
Abb. 122: Auflager auf westlicher Stützenreihe 107
Abb. 124: Verlängerung Fachwerkstützen 107
Abb. 123: Verbindung Mittelstütze mit Dachträgern 107
Abb. 125: Anschluss Tragwerk Seitenschiff 107
Abb. 126: Östliche Trennwand Waschraum zum Mittelschiff 108
Abb. 127: Nördliche Innenwand zur Halle 108
Abb. 128: Trennwand zum Rolltor 108
Abb. 129: Wände der Meisterbüros nach Abbruch der Decken
 109
Abb. 130: Innenaufnahme Halle 77 in Richtung Osten. Bewuchs 
aufgrund des Feuchteeintrags durch das marode Dach 110
Abb. 132: Nördliches Ende Zwischendecke 112
Abb. 131: Südliches Ende Zwischendecke 112
Abb. 133: Abgängige Deckenkonstruktion 112
Abb. 134: Steigleitern Süd-West 113
Abb. 135: Stahltreppe Süd-Ost-Ecke 113
Abb. 136: Holzschalung, Holzsparren, Eisenpfetten 114
Abb. 137: Obergaden 116
Abb. 138: Giebelseite 116
Abb. 139: marode Dachdeckung 116
Abb. 142: Lüftungskanäle oberhalb Meisterbüros 118
Abb. 141: Lüftungsanlage ehemaliger Waschraum Meisterbüros
 118
Abb. 143: Rohrleitungen in Bodenplatte 118
Abb. 144: Lüftungsanlage oberhalb Meisterbüros 119

HALLEN KALK 76/77
227
ANHANG
Abb. 145: Lüftungsanlage oberhalb Meisterbüros 119
Abb. 147: Kranbahn Seitenschiff Ost 120
Abb. 146: Kranbahn Mittelschiff Ost 120
Abb. 148: Kranbahn Mittelschiff West 120
Abb. 149: Laufschiene ehemalige Kranbahn Seitenschiff West
 121
Abb. 150: Auflager Laufschiene Kranbahn Seitenschiff Ost 121
Abb. 151: Pflichtmaßnahmen Halle 77 127
Abb. 152: Lageplan mit Einzeichung der westlich gelegenen 
Kranbahn 132
Abb. 153: Walzzeichen an Fachwerkstütze 133
Abb. 155: Unterschiedlich ausgeführte Stützenfundamente. 133
Abb. 154: Wechsel von vernieteten zu verschraubten Verbin-
dungen 133
Abb. 156: Isometriedarstellung des Vorentwurfs Variante 1 - 
Schutzhülle 138
Abb. 157: Isometrie zur Visualisierung der geplanten Maßnah-
men von Variante 1 - Schutzhülle 139
Abb. 158: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen Inte-
rimsmaßnahmen von Variante 1 - Schutzhülle 140
Abb. 159: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen 
Auswirkungen von Variante 1 - Schutzhülle 141
Abb. 160: Beispiel eines Raumgerüsts [Quelle: https:/ /www.
stahl-geruestbau.de/wp-content/uploads/2018/12/KB_
C18_2358-003.jpg] 146
Abb. 161: Elefantenhaus, Zürich - Raumgerüst [Quelle: https:/ /
www.dach-holzbau.de/imgs/100696233_67e6e053f3.jpg] 146
Abb. 162: Isometrie zur Visualisierung der geplanten Maßnah-
men von Variante 2 - Bestandssicherung 152
Abb. 164: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen Inte-
rimsmaßnahmen von Variante 2 - Bestandssicherung 153
Abb. 166: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen 
Auswirkungen von Variante 1 - Schutzhülle 154
Abb. 167: Les Fonderies, Nantes [Quelle: https:/ /architizer.
com/idea/1354035] 160
Abb. 168: Les Fonderies, Nantes [Quelle: https:/ /architizer.
com/idea/1354030] 160
Abb. 169: Sicherung als Ruine: Psychatrie, Gent [Quelle: 
https:/ /www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Frei-
raum-Architektur_bei_Gent_von_De_Vylder_Vinck_Tail-
lieu_4895289.html] 161
Abb. 170: Psychatrie, Gent [Quelle: https:/ /www.baunetz.de/
meldungen/Meldungen-Freiraum-Architektur_bei_Gent_
von_De_Vylder_Vinck_Taillieu_4895289.html] 161
Abb. 171: Deutsches Sportmuseum, Köln - Außenansicht 
[Quelle: https:/ /www.koelntourismus.de/kunst-kultur/
sehenswuerdigkeiten/detail/deutsches-sport-olympia-mu-
seum] 162
Abb. 172: Le Grand Hornu, Mons - Detailbild [Quelle: https:/ /
assets.deutschlandfunk.de/FILE_3c0a9ab228cec4ae-
d6463eae613d0295/1920x1080.jpg?t=1597521912316] 162
Abb. 173: Isometrie zur Visualisierung der geplanten Maß-
nahmen von Variante 2 - Bestandssicherung 167
Abb. 174: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen Inte-
rimsmaßnahmen von Variante 1 - Schutzhülle 168
Abb. 175: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen 
Auswirkungen von Variante 1 - Schutzhülle 169
Abb. 176: Gestaltung geschlossene Blechfassaderaum Frog 
Queen, Graz [Quelle: https:/ /www.dbz.de/artikel/dbz_Die_
Froschkoenigin_Irritierendes_Spiel_mit_innen_und_aus-
sen-70821.html] 174
Abb. 177: Gestaltungs Fassade Grundschule Sassenburg, 
Wolfsburg [Quelle: https:/ /www.archdaily.com/295502/han-
gar-16-inaqui-carnicero-architecture] 174

HALLEN KALK 76/77
228
ANHANG
Abb. 178: Dunkler Innenraum Hangar 16, Madrid [Quelle: 
https:/ /www.archdaily.com/295502/hangar-16-inaqui-carnice-
ro-architecture] 175
Abb. 179: Geschlossene Blechfassade, Flussmeisterstelle, Deg-
gendorf [Quelle: https:/ /www.bogevisch.de/projekte/fluss-
meisterstelle-deggendorf] 176
Abb. 180: Isometrie zur Visualisierung der geplanten Maßnah-
men von Variante 2 - Bestandssicherung 181
Abb. 181: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen Inte-
rimsmaßnahmen von Variante 1 - Schutzhülle 182
Abb. 182: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen 
Auswirkungen von Variante 1 - Schutzhülle 183
Abb. 183: Gusto Headquarters, San Francisco - Innenansicht 
[Quelle: https:/ /spacestor.com/media/scaled_images/insights/
arch-history/project_spacestor_180815-135617_big.webp] 190
Abb. 184: Gusto Headquarters, San Francisco - Innenansicht 
[Quelle: https:/ /static.dezeen.com/uploads/2018/10/gus-
to-gensler-interiors-office-san-francisco-california-usa_de-
zeen_2364_col_0-852x1193.jpg] 190
Abb. 185: Schaudepot Ruhr Museum, Essen [Quelle: https:/ /
www.jansen.com/de/building-systems-stahlprofilsysteme/re-
ferenzen/referenzuebersicht/detail/schaudepot-ruhr-museum.
html] 191
Abb. 186: Schaudepot Ruhr Museum, Essen [Quelle: https:/ /
www.jansen.com/de/building-systems-stahlprofilsysteme/re-
ferenzen/referenzuebersicht/detail/schaudepot-ruhr-museum.
html] 191
Abb. 187: Anish Kapoor Studios, London [Quelle: https:/ /www.
dezeen.com/2016/03/15/caseyfierro-anish-kapoor-studio-
workshop-gallery-london/] 192
Abb. 188: Anish Kapoor Studios, London [Quelle: https:/ /www.
archdaily.com/786255/anish-kapoor-studio-i-caseyfierro-ar-
chitects/571ea3bbe58ece48d400009a-anish-kapoor-studio-i-
caseyfierro-architects-photo] 193
Abb. 189: IMd Hoofdkantoor, Rotterdam [Quelle: https:/ /www.
archined.nl/ectorhoogstad/project/27895-kantoor-imd-rotter-
dam/] 193
Abb. 190: Park Spoor Noord, Antwerpen - Außenansicht 
Tag [Quelle: https:/ /static.wixstatic.com/media/71ec36_
e308611317714adfa52b319dd95b8557~mv2.jpg/v1/fill/
w_800,h_533,al_c,q_85,enc_auto/71ec36_e308611317714ad-
fa52b319dd95b8557~mv2.jpg] 194
Abb. 191: Youth Zone Center, Blackburn - Außenansicht Nacht 
[Quelle: https:/ /danpal.com/wp-content/uploads/2017 /04/
fachada-de-vidrio.jpg] 194
Abb. 192: Isometrie zur Visualisierung der geplanten Maßnah-
men von Variante 2 - Bestandssicherung 199
Abb. 193: Isometrie zur Visualisierung der notwendigen Inte-
rimsmaßnahmen von Variante 5 -Rekonstruktion 200
Abb. 194: Isometrie zur Visualisierung der städtebaulichen 
Auswirkungen von Variante 1 - Schutzhülle 201
Abb. 195: Technische Fachhochschule Wildau [Quelle: http:/ /
anderhalten.com/projekte/technische-fachhochschule-wildau]
 206
Abb. 196: Sanierte Kompressorenhalle Kokerei Hansa, Dort-
mund [Quelle: https:/ /upload.wikimedia.org/wikipedia/com-
mons/b/b2/Kokerei_Hansa_Kompressorenhalle_1.jpg] 207
Abb. 197: Zeche Zollverein, Essen - Außenansicht [Quelle: 
https:/ /www.unesco.de/sites/default/files/2017-12/Zeche%20
Zollverein_c_Andr%C3%A9%20P.%20Meyer-Vitali_cc.jpg] 208
Abb. 198: Zeche Zollverein, Essen - Detailansicht [Quelle: 
https:/ /thelink.berlin/wp-content/uploads/2017 /11/Zeche-Zoll-
verein-15-%C2%A9-Hendrik-Bohle.jpg] 208

HALLEN KALK 76/77
229
ANHANG
ANNEX
Die nachfolgenden Anhänge liegen in separaten Dokumenten 
vor. 
1. Lageplan im Maßstab 1:500 
Ingenieurbüro Hutt, 2022 
2. XX Grundlagenpläne im Maßstab 1:200 
Ingenieurbüro Hutt, 2022
3. Kostenschätzung, Variante 1 - 5 
Ingenieurbüro Hutt, 2022
4. Kurzzusammenfassung zur Vorentwurfsplanung 
Ingenieurbüro Hutt, 2023
5. Bericht zur Baugeschichte der Hallen 76 und 77 in Köln  
Ingenieurbüro Hutt, 2023
6. Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Halle 76 
HIG Ingenieurgesellschaft mbH, 2022
7. Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Halle 77 
HIG Ingenieurgesellschaft mbH, 2022
8. Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Zusammenfas-
sung 
HIG Ingenieurgesellschaft mbH, 2022, ersetzt durch:
9. Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Zusammenfas-
sung vom 11.10.2022, Überarbeitung vom 14.02.2023 
HIG Ingenieurgesellschaft mbH, 2023 
Beinhaltete Änderungen: 
1. Nennung und Sortierung der Varianten entsprechend  
 der letzten Planung 
2. Redaktionelle Anpassungen V4+5 
3. Neues Kapitel 1.3 
10. Abbruchkonzept Schadstoffe - Abbruch Hallen Kalk Halle 
76 u. 77 
HPC AG, 2015 
11. Ergänzung Schadstoffgutachten v. 2015 
HPC AG, 2022

HALLEN KALK 76/77
230
ANHANG
Der Bericht umfasst 232 Seiten und wurde am 17.03.2023 erstellt.
Bearbeiter: 
M. Sc. (Arch.) Gudrun Warnking
Dipl.-Rest. (FH), M. Eng. Sarah Hutt
M. A. (Arch.) Henrik Münch
B. A. (Arch.) Georg Brummer

Ingenieurbüro Hutt
Von-Groote-Straße 28
50968 Köln
www.denkmalplanung.de 
hutt@denkmalplanung.d
e+49 221 29850788

Anlage 2.2 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 2

58581 Zeichen

HALLEN KALK 76/77
27
STÄDTEBAULICHE LAGE
Abb. 13: Gewünschte bauliche Ausrichtung und in weiß die geplanten Erschlie-
ßungswege durch die Gebäude der Hallen 75, 76 und 77
Nach Norden waren die Halle 76 und 77 immer baulich mitei-
nander verbunden. Ein funktionaler Zusammenhang zwischen 
den Hallen bestand die meiste Zeit. Fotoaufnahmen lassen 
sogar vermuten, dass sie im Erdgeschoss aufgrund der fehlen-
den unteren Giebelwand miteinander verbunden waren. Daher 
muss Halle 77 immer im Zusammenhang mit Halle 76 gedacht 
werden und eine Funktionale „innere“ Verbindung von Nord- 
nach Süd sollte durchaus gefördert werden.
HERAUSFORDERUNG UND POTENZIAL
Ein wichtigstes Ziel einer zukünftigen städtebaulichen Ent-
wicklung ist, den Ottmar-Pohl-Platz mit den östlich gelegenen 
Industriehallen 58-60 und 70, 71 zu verbinden, um so einen 
geschlossenen funktionalen städtebaulichen Raum zu schaf-
fen. Um dies zu erreichen muss Halle 76 im Erdgeschoss quer 
durchbrochen werden, siehe Abbildung 12. 
Abb. 12: Gewünschte funktionale Achsen mit einem Durchbruch der Halle 76
Die Ostfassade der Halle 75, 76 und 77 bildet heute, wie be-
reits bauzeitlich, den städtebaulichen Rücken zur Neuerburg-
straße aus. Durch Höhe der Halle von 15 Meter, ist diese Halle 
zwischen den beiden niedrigeren Hallen 75 und 77 nach Osten 
identitätsstiftend. Um städtebaulich die Hallen 75, 76 und 77 
deutlicher an die anderen Industriehallen anzubinden, müs-
sen die Halle 75, 76 und 77 nach Osten zukünftig wesentlich 
durchlässiger werden, siehe Abbildung 13.

HALLEN KALK 76/77
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STÄDTEBAULICHE LAGE

HALLEN KALK 76/77
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STÄDTEBAULICHE LAGE
KURZZUSAMMENFASSUNG STÄDTEBAULICHE LAGE
Die Umgebung der Hallen 76 und 77 ist von den geschichtlichen Spuren der Industrieanlagen des bis in die 
1980er Jahre ansässigen Unternehmens Klöckner Humboldt AG geprägt. Seit der Stilllegung des Unternehmens 
in den 1970er Jahren entwickelt sich der Stadtteil Kalk von einem Industrie- zu einem Wohn- und Verwaltungs-
standort.
Durch den Neubau des Kalk-Karrees und des Eckgebäudes an der Dillenburger Straße 27 wurde die ursprüngli-
che städtebauliche Ausrichtung der Hallen 76 und 77 grundlegenden verändert. Als Teil des Werksgeländes der 
KHD AG wiesen die Ostfassaden an der Neuerburgstraße einen repräsentativen abschließenden Charakter auf, 
während die Westfassaden rein funktional in den Werkshof gerichtet waren.
Heute ergibt sich dagegen an der Westfassade durch die Anlage von Parkplätzen und die Zufahrt zu einer 
Tiefgarage eine Situation, die entlang der Halle 77 einen undefinierten Straßenraum und Freifläche entstehen 
lassen. Die nach der Jahrtausendwende neu angelegte Platzanlage (Ottmar-Pohl-Platz) vor der Westfassade 
der Halle 76 ist wenig belebt und wird kaum genutzt. Diese Faktoren führen zu einer Art Hinterhofatmosphäre 
an den Westfassaden der Hallen und einer Abwertung des dortigen öffentlichen Raumes.
Entlang der östlichen Fassaden verläuft die Neuerburgstraße mit dem größten noch erhaltenen Teil der KHD-
Hallen. Ein 2017 durchgeführtes Werkstattverfahren zur Beplanung des Gebietes zwischen Neuerburgstraße 
und Christian-Sünner-Straße wurde 2019 in einer Machbarkeitsstudie fortgeführt. Eine städtebauliche Aufwer-
tung dieses Bereiches ist zu erwarten und soll sich in der städtebaulichen Orientierung der Hallen 76 und 77 
widerspiegeln.

HALLEN KALK 76/77
30
STÄDTEBAULICHE LAGE

BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE

HALLEN KALK 76/77
32
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE
Einleitung
Im Rahmen der Vorentwurfsplanung zu nutzungsunabhängi-
gen Sicherungsmaßnahmen wurde die Bau- und Nutzungs-
geschichte der Hallen 76 und 77 durch das IBH erforscht und 
wissenschaftlich aufbereitet. Die Ergebnisse basieren auf Aus-
wertungen von Archivalien (Plandarstellungen und historische 
Fotoabbildungen) sowie auch auf bauforscherliche Befunde 
vor Ort.  In diesem Bericht werden lediglich die wichtigsten 
Ergebnisse komprimierend dargestellt. .
Verweis auf „Bericht Baugeschichte“
Eine tiefer gehende Betrachtung zur Baugeschichte findet sich 
im Bericht „Baugeschichte der Hallen 76 und 77 in Köln Kalk, 
Ingenieurbüro Hutt, 2023“. In diesem Bericht werden die Hin-
tergründe zur Unternehmensgeschichte erläutert, jede Quelle 
einzeln dargestellt, die Bauphasen tabellarisch zusammenge-
fasst und entscheidende Quellen visuell verglichen.
1872-1874
In der Phase starker Expansion der Firma Maschinenbau AG 
Humboldt ab 1872 werden die alten hölzernen Produktions-
hallen der 1850er abgebrochen und durch Neubauten aus 
Backstein mit Holzdachtragwerken ersetzt. Zu dieser Zeit ent-
stehen die Hallen westlich des Bauplatzes der Halle 77, der als 
Hof der Abteilung IV (Maschinenbau) genutzt wird. 
1897 - 1905
In der Blütezeit des Unternehmens wird anschließend an die 
Hallen der 1870er Jahre zwischen 1897 und 1905 die Halle 77 
für den Maschinenbau errichtet, wobei die ehemalige öst-
liche Außenwand der Nachbarhallen als Innenwand in Halle 77 
integriert wird. Das Gebäude besteht aus zwei unterschiedlich 
breiten Schiffen mit jeweils einem Satteldach.
1905 - 1929
1905 wird Halle 76 nördlich an Halle 77 als Montagehalle für 
den großen Maschinenbau angebaut und der Durchgang 
zwischen den Hallen geöffnet. Im Westen schließen sich die 
eingeschossigen Hallen der Perforieranstalt an. Die Halle 76 
verfügt über eine Schauseite aus Backstein zur Neuerburg-
straße und Eisenfachwerk zum Werksgelände hin.
1929 - 1937
Zwischen 1929 und 1937 kommt es im Zuge der Konzern-
bildung zu größeren Umstrukturierungen auf dem Werks-
gelände. Der Komplex zwischen der Rolshover und der 
Neuerburgstraße wird stillgelegt und die meisten der Hallen 
abgebrochen. Die Hallen 76 und 77 werden von der Wehr-
macht genutzt.
1941 - 1944
Als letztes Teilstück wird 1941/1942 der an Halle 76 anschlie-
ßende Teil der ehemaligen Perforieranstalt abgebrochen. 
1942 kommt es zu den ersten größeren Luftangriffen auf das 
Werksgelände. Im Oktober 1944 wird Halle 76 schwer und 
Halle 77 sehr schwer infolge mehrerer Luftangriffe geschädigt. 
1944 - 1945
Noch während des Krieges wird die Halle 77 als dreischiffige 
Halle mit basilikalem Querschnitt wieder aufgebaut. Die mit-
tigen Fachwerkstützen werden verlängert und die Westwand 
mit Bimssteinen erhöht. Die Dachdeckung besteht aus einer 
Holzschalung mit Blechdeckung. Die Halle 76 hat zu Kriegsen-
de noch größere Schäden in der Dachhaut.
1949 - 1967
Bereits im Juni 1945 nimmt KHD die Produktion wieder auf.

HALLEN KALK 76/77
33
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE
Spätestens 1946 sind beide Hallen wieder benutzbar. Halle 76 
dient als Lager für den Anlagenbau, Halle 77 als werkseigene 
Fahrzeugreparatur. Erst 1951/52 zieht die Lagerfertigung in 
Halle 77 ein und beide Hallen werden durch eine außen liegen-
de Kranbahn verbunden. 
1967 - 1991
1967 kommt es zu den letzten größeren Umbaumaßnahmen 
in Halle 76, wobei die innen liegenden Fachwerkstützen und 
die untere Galerieebene abgebrochen werden und eine neue 
Kranbahn eingebaut wird. In die Westwand werden neue Tore 
eingefügt. In Halle 77 wurden bereits nach 1956 die sogenann-
ten Meisterbüros eingebaut.
Nutzungsgeschichte
Die Halle 76 wurde bis in die 1930er Jahre als Montagehalle für 
den Großmaschinenbau genutzt, siehe Abb. 15. Im Anschluss 
belegte die Wehrmacht die Halle. Nach Kriegsende wurde die 
Abb. 15: Halle 76 im Jahr 1905 [Quelle: Maschinenbauanstalt Humboldt, 1906] 
Halle als werkseigenes Lager genutzt, bis sie ab 1967 wieder 
als Produktionsstätte diente. Nach Übernahme durch die Stadt 
Köln 1991 fanden dort Opernaufführungen statt. Als letzter 
Nutzer zog das Museum Ludwig aus. Heute wird sie nicht ge-
nutzt.
Die Halle 77 wurde bis zur Belegung durch die Wehrmacht in 
den 1930er Jahren für den Zerkleinerungsmaschinenbau und 
als Schruppwerkstatt genutzt. Nach Ende des 2. Weltkriegs 
zog die werkseigene Fahrzeugreparatur ein, bis die Halle ab 
den 1950ern zur Lagerfertigung genutzt wurde. Als letzter 
Nutzer zog das Museum Ludwig ein. Heute ist sie wegen Ein-
sturzgefahr des Daches nicht nutzbar. 
Abb. 16: Halle 77 im Jahr unbekannt, genutzt als Fahrzeugreparaturwerkstätte  
[Quelle: RWWA 107 Nr. 35]

HALLEN KALK 76/77
34
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE
Neuerburgstraße
Vingster Straße
Abb. 17: Maschinenbau AG Humboldt in den Jahren 1872-18741872-1874
Neuerburgstraße
Vingster Straße
77
Abb. 18: Maschinenbauanstalt Humboldt AG in den Jahren 1897 - 19051897 - 1905
Neuerburgstraße
Vingster Straße
76
77
Abb. 19: Maschinenbauanstalt Humboldt AG in den Jahren 1905 - 19291905 - 1929
Neuerburgstraße
Dillenburger Straße
76
77
Abb. 20: Humboldt-Deutzmotoren AG in den Jahren 1929 - 19371929 - 1937

HALLEN KALK 76/77
35
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE
Neuerburgstraße
Dillenburger Straße
76
77
Abb. 21: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1944 - 19451944 - 1945
Neuerburgstraße
Dillenburger Straße
76
77
Abb. 22: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1949 - 19671949 - 1967
Neuerburgstraße
Dillenburger Straße
76
77
Neuerburgstraße
Dillenburger Straße
76
77
Abb. 23: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1967 - 19911967 - 1991
Abb. 24: Klöckner-Humboldt-Deutz AG in den Jahren 1941 - 19441941 - 1944

HALLEN KALK 76/77
36
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE

HALLEN KALK 76/77
37
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE
Kurzzusammenfassung zur Bau- und Nutzungsgeschichte
Die Bau- und Nutzungsgeschichte der Hallen 76 und 77 wurde vom IBH umfassend recherchiert und in einem 
gesonderten Bericht ausführlich zusammengestellt. 
Die Halle 76 wurde 1905 als Werkhalle auf dem Gelände der Firma Maschinenbau AG Humboldt erbaut. Sie 
schloss westseitig an eine Perforieranstalt an. Circa 35 Jahre nach der Errichtung wird die Perforieranstalt abge-
brochen. Inwieweit dies zur baulichen Veränderungen an der Westwand der Halle 76 führte ist aktuell ungeklärt. 
Während des 2. Weltkriegs wurde mindestens 40 Prozent des Dachs und große Teilflächen an allen Fassaden 
geschädigt. Im Jahre 1967 wurde das innere Tragwerk verändert, eine Galerieebene abgebrochen und eine neue 
Kranbahn eingezogen. Zuletzt wurde die Halle 76 von der Stadt Köln als Interimsstätte für die Bühnen Köln ge-
nutzt. Aktuell wird die Halle nicht genutzt.
Die heute vorhandene Bauteile der Halle 77 sind unterschiedlich zu datieren. Die Westwand der Halle 77 ist auf 
circa 1872 zu datieren. Sie war ursprünglich eine Außenwand einer heute nicht mehr erhaltenen Halle. Somit ist 
wohl eines der ältesten erhaltende Relikte des historischen Industriegebiets Kalk. Das innere Tragwerk sowie die 
Ostwand sind größtenteils in die Bauzeit 1897-1905 einzuordnen. In dieser Zeit stand eine Halle mit zwei Sattel-
dächern. Nach wohl massiven Kriegsschäden in den Jahren 1944 wurde die Halle 77 zu einer dreischiffigen Halle 
mit basilikalem Querschnitt umgebaut. Das Tragwerk von 1916 wurde um weitere Stützen erhöht und Oberlich-
ter eingefügt. 
Die außen liegende Kranbahn wurde an der heutigen Stelle zwischen 1949 - 1951 errichtet.

HALLEN KALK 76/77
38
BAU- UND NUTZUNGSGESCHICHTE

GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76

HALLEN KALK 76/77
40
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Gebäudekenndaten 
Zwischen der nördlichen Halle 75 und der Halle 77 im Süden 
befindet sich Halle 76. Mit einer Firsthöhe von 16,50 Metern 
überragt sie ihre Nachbarn um 6,20 Meter (Halle 75) bzw. 4,70 
Meter (Halle 77). Im Gegensatz zu den beiden Nachbarhallen 
verfügt Halle 76 über keinen basilikalen Querschnitt, sondern 
wird durch ein flachgeneigtes Satteldach überspannt. Im Os-
ten bilden die drei Hallen eine gemeinsame Kante zur Neuer-
burg Straße, während an der Westseite die Hallen jeweils leicht 
versetzt sind. Halle 76 ist gemeinsam mit Halle 75, Halle 77 
und der außenliegenden Kranbahn 1992 mit der Nummer 6375 
in die Denkmalliste der Stadt Köln aufgenommen worden. 
Zuletzt wurde die Halle als Lagerfläche des Museums Ludwig 
genutzt. Seit 2014 steht sie leer.
Halle 76
Abb. 25: Halle 76 [Quelle: https:/ /earth.google.com]
Baujahr 1905
Länge 82 m
Breite 32 m
Grundfläche GF 2.625 m²
Traufhöhe 14,8 m
Firsthöhe 16,5 m
Bruttogeschossfläche BGF 4.500 m²
Bruttorauminhalt BRI 45.000 m³
denkmalgeschützt ja

HALLEN KALK 76/77
41
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 26: Innenraum der Halle 76 in Richtung West- und Nordaußenwand

HALLEN KALK 76/77
42
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Grundriss
Halle 76 weist von den drei Halle 75, 76 und 77 die größten 
Gebäudemaße auf. Sie ist als dreischiffige Halle angelegt mit 
einem circa 15 Meter breitem Mittelschiff und zwei jeweils circa 
sieben Meter breiten Seitenschiffen. Die Halle ist 82 Meter lang 
und 32 Meter breit und belegt so eine Grundfläche von 2.625 
Quadratmetern.
Abb. 27: Visueller Größenvergleich: Museum Ludwig (blau), der Kölner Dom 
(grün) und die Halle 76 (rot)
Der Zugang erfolgt über ein circa neun Meter breites und 
sieben Meter hohes Schiebetor (inzwischen verschweißt) und 
ein weiteres 3,70 breites und 3,90 hohes Schiebetor mit einer 
daneben angeordneten Schwingtür (heutiger Zugang) an den 
beiden Ecken der Westfassade sowie drei kleinere inzwischen 
verschlossene Toren im südlichen Bereich der Ostfassade. Des 
Weiteren befinden sich Verbindungstüren an den Stirnseiten 
zu den Nachbarhallen. 
Abb. 28: Ehemaliger Hauptzugang West
In der Nordwest- und der Südostecke befindet sich jeweils ein 
Treppenzugang zu den beiden Arbeitsbühnen, die sich in elf 
Metern Höhe über den Seitenschiffen befinden. In der Süd-
westecke der Halle ist ein Raum von circa 6,50 auf fünf Metern 
abgegrenzt, in dem sich noch ein Tank befindet. Weitere 
Räume befinden sich an der Treppe in der Südostecke, ein 
Traforaum im 2. OG und ein abgegrenzter Raum unterhalb der 
Treppe. An den nördlichen Stirnseiten der Halle verlaufen auf 
der oberen Galerieeben und darunter in einer Höhe von circa 
6,50 Metern Arbeitsstege mit einer Breite von circa 1,40 Me-
tern, welche beide Galerieebenen verbinden. Auf der östlichen 
der beiden Arbeitsbühnen sind insgesamt drei Räume ab-
gegrenzt, die 14,50 Meter, fünf Meter und wieder 14,50 Meter 
lang sind und auf der 7 Meter breiten Galerie einen Durchgang 
von 1,50 Meter freilassen. Die Belichtung erfolgt über insge-
samt 16 querverlaufenden Oberlichter und die in drei Ebenen 
angeordneten großformatigen Fenster auf den beiden Längs-
fassaden, deren Höhe nach oben hin abnimmt.

HALLEN KALK 76/77
43
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
HALLE 75 HALLE 77
6,56 ,24 22,45 ,10 2,84 ,55
82,12
,401,60 ,50 4,10 ,50 19,47 ,50 19,56 ,50 19,56 ,50 14,55 ,50
7,06 1,42 15,49 1,42 6,82 ,55
,40 26,61 ,24 44,50 ,12 10,36
,40 3,56 ,12 2,39 ,12 70,26 ,24
5,14
,65 4,84,65
,65 4,45 ,16 13,67 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16
,53
8,42 ,58 8,04 ,58 6,90 ,58 7,57 ,52
7,44 14,04 7,96 8,12 4,65 1,49 3,78 2,00 3,78 1,48 3,78 1,24 8,80 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,79 2,37 3,01 1,64 3,01 1,42 3,01 1,59 3,01 1,44 3,01 1,77 3,01 1,65 3,21 1,75 ,79 1,51 1,60 3,01 1,61 3,01 1,61 3,01 1,48
176,24
42,35 51,77
32,19
50,55
1,50 3,47 2,32 3,47 1,79 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,42 3,60 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,93 3,47 1,47 ,51 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,16
4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,30 6,08 5,50 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 ,75,07 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,615,02
33,84
32,00,53 1,32
16,21 15,97
KRAHNBAHN
OTTMAR-POHL-PLATZ
SIEVERSSTRAßE
NEUERBURGSTRAßE
,10 8,76 ,10 4,51 ,10 4,51 ,10 4,92 ,10 5,69 ,10 11,63 ,10 4,99 ,16
HALLE 76
2
G-77
F-77
G-77
F-77
D-76D-76
C-76C-76
E-76E-76
B
A
B
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1
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7
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16
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11
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17'
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0
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2
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0
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2
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76
P:\154 KÖLN Hallen-Kalk 76,77\2 V\C_CAD\CAD\Pläne\
Legende
aPlanerstellungHS2022-10-18
Datum Autor Vermerk Index
Objektanschrift
Format Maßstab Plotdatum Verfasser LP Plannummer Index
Planer
Ingenieurbüro Hutt
Sachsenring 14
50677 Köln
Frau M. Eng. Sarah Hutt
www.denkmalplanung.de
info@denkmalplanung.de
T +49 221 29850788
F +49 221 29850787
Bauherr
11.3.2022 00-XX-GR-EG-XA
Köln, Hallen Kalk 76-77
1IBH | CHRISTIANE
SCHLESINGER
Gebäudewirtschaft Köln - 26 Dez. VI
Ottoplatz 1
50679 Köln
Hallen 76-77
Neuerburgstraße 12
51103 Köln
Bauprojektmanagement, Fr. Andrea Heinisch
1:200 XA
Bestand
GRUNDRISS EG, BESTAND
GRUNDRISS EG, BESTAND
VORENTWURFSPLANUNG
1241*594
1.       Alle Maße, Massen, Gegebenheiten am Bau und Umgebungsbestimmungen sind vom Auftragnehmer eigenverantwortlich vor Ort zu prüfen.
Unstimmigkeiten sind vor der Ausführung mit dem Architekten bzw. der Bauleitung zu klären. Für Maßfehler haftet allein der Auftragnehmer.
3.      Es liegt kein einheitliches Aufmaß vor. Maßabweichungen bis 20 cm sind möglich.
7.      Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Höhen auf OKFB bezogen.
8.      Plannummer und Index sind zu beachten. Bei Ungültigkeit durch Erscheinen eines neuen Plans wird dieser nicht eingezogen.
2.      Die Bestandspläne wurden von Seiten des Bauherrn für die Leistungsphase 2 zur Verfügung gestellt
4.      Für die Entwurfsplanung muss ein verformungsgerechtes Aufmaß erstellt werden
5.      Die Positionen der Dachfenster der Halle 76 sind in den Plänen nicht deckungsgleich
6.      Es ist anzunehmen, dass die uns zur Verfügung gestellten DWG-Dateien aus einem 3D-Modell generiert wurden. 
         Dadurch ergeben sich Ungenauigkeiten in der Liniendarstellung und bei sich überlagernden Bauteilen, etc.

HALLEN KALK 76/77
44
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
BESTANDSERFASSUNG NACH KOSTENGRUPPEN
KG 330 Außenwände
Die Westfassade Westfassade der Halle 76 ist als Stahlfachwerkwand kons-
truiert. Durchlaufende circa 15 Meter hohe Stahlstützen als 
Haupttragwerksstützen rastern die Fassade im Abstand von 
fünf Metern. Dazwischen verlaufen geschossweise in Höhen 
von circa 6,50 und 11,00 Metern Stahlträger in Querrichtung, 
die mit einer kleinteiligeren Pfosten-Riegel-Konstruktion die 
Felder des Fachwerks begrenzen. Die Ausfachung besteht aus 
rotgebrannten Ziegeln im Läuferverband im Reichsformat (25 
cm x 12 cm x 6,5 cm), die durch die Kammern der Stahlprofile 
gehalten werden. Durch Reparaturmaßnahmen und Ergän-
zungen ergibt sich teilweise ein Wechsel im Format und in der 
Farbigkeit der Backsteine. Eine tiefer gehende Untersuchung 
der Beschaffenheit der Fugen steht noch aus.
In jedem der Felder der Hauptkonstruktion befindet sich ein 
großformatiges Fenster, das außenbündig in der Fassade 
sitzt. Die Fenster sind unterteilt in gleichformatige rechteckige 
Scheiben mit einer Abmessung von circa 45 x 65 Zentimetern, 
von denen in jedem Fenster acht Stück horizontal angeordnet 
sind. In vertikaler Richtung geht die Anzahl je Geschoss von 
sechs, auf vier bis auf drei Stück zurück. Die gusseisernen 
Rahmen der Fenster sind mittels Schraubverbindung auf den 
Stahlprofilen befestigt.
Der Zustand der Westfassade ist dramatisch schlecht und 
weist eine Vielzahl an Schäden auf. Die Stahlprofile sind zum 
Teil stark korrodiert und weisen Verdrehungen, Ausbeulungen 
und andere Verformungen auf. Verbindungsmittel sind ab-
geschert und zum Teil abgerissen. Die Ausfachungen werden 
durch die Verformungen teilweise herausgedrückt. Laut Be-
richt des Büros HIG ist bereits seit 2015 jederzeit mit einem 
schlagartigen Versagen der Fassadenkonstruktion zu rechnen. Abb. 29: Außenaufnahme Westfassade

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 30: Ansicht West

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 31: Außenaufnahme Westfassade mit Kranbahn

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 31: Außenaufnahme Westfassade mit Kranbahn

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 32: Rote Beschichtung der Ziegel im Erdgeschoss Abb. 33: Offene Anschlusspunkte an durchlaufenden Stützen
Abb. 34: Gusseiserne Fensterprofile Abb. 35: Blassgrüne Farbigkeit der Beschichtung der Stahlbauteile

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 36: Reichsformat im Läuferverband Außen
Abb. 37: Reichsformat im Läuferverband Innen Abb. 38: Anschluss horizontaler Träger an Hauptstütze

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Die SüdfassadeSüdfassade ist wie die Westfassade in Stahlfachwerkbau-
weise ausgeführt. Jeweils zwei U-Profile, die Rücken an Rü-
cken stehen, gliedern die Fassade vertikal circa alle 1,80 Meter. 
Horizontal verlaufende I-Profile bilden die Begrenzung der 
Ausfachung, die mit rotgebrannten Ziegeln im Läuferverband 
im Reichsformat (25 cm x 12 cm x 6,5 cm) gefüllt sind. Eine 
tiefer gehende Untersuchung der Beschaffenheit der Fugen 
steht noch aus. Vier außen liegende Windverbände dienen 
der Aussteifung. Die Fassade steht auf einem Fachwerkträger, 
der in circa 5,50 Metern Höhe verläuft und die gesamte Ge-
bäudebreite überspannt. Die südliche Giebelwand übernimmt 
Abb. 39: Außenaufnahme Südfassade
lediglich Randlasten aus der Dachdecke. Auch die Südfassade 
weist mehrere Schadensbilder auf. Die Windverbände haben 
sich zum Teil gelockert und es kommt zu Verschiebungen und 
Steinausbrüchen in den Gefachen. Die stehenden Stahlprofile 
werden durch Korrosionsdruck auseinander gedrückt. Auch 
sind Verbindungsmittel bereits abgerissen. An der Fassade ist 
noch die ehemalige Dachform der Halle 77 ablesbar (Im Mo-
ment durch ein Graffiti überdeckt). Auch ein fast die gesamte 
Breite einnehmendes Fensterband ist mit helleren Ziegeln 
geschlossen worden.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 40: Klammern und aufgeschweißte Bleche
Abb. 41: Aufgequollene Stahlprofile Abb. 42: Ehemalige Dachform von Halle 77

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Die Nordfassade Nordfassade ist als monolithische massive Mauerwerks-
wand in einer Stärke von circa 40 Zentimeter ausgeführt. Die 
Ziegelsteine sind im Kreuzverband gelegt. Es lassen sich drei 
größere zusammenhängende Flächen mit jeweils anderem 
Steinmaterial unterschieden. Eine tiefer gehende Untersu-
chung der Beschaffenheit der Fugen steht noch aus. Mehrere 
Lisenen, die um jeweils einen halben Stein nach vorne gesetzt 
sind, strukturieren die Fassade. Die Anordnung der Lisenen 
entspricht weder dem Auflager des Dachtragwerkes noch 
weisen sie eine durchgehende Symmetrie auf. Der Ortgang 
kragt zum Dach hin aus und setzt sich mit einem Gesims ab. 
Abb. 43: Außenaufnahme Nordfassade
Die Pfetten des Dachtragwerkes durchstoßen die Außenhülle 
im Bereich des Ortganges in regelmäßigem Abstand von circa 
2,00 Metern. Die Nordfassade weist weniger Schäden als die 
West- und Südfassade auf. An der Nord-West-Ecke kommt 
es zu einer Verschiebung der Ecklisene nach außen. In der 
Fassade gibt es mehrere Wechsel in der Steinfarbigkeit, was 
auf nachträgliche Ausbesserungen und Reparaturen schließen 
lässt. An der östlichen Seite wurde ein Lüftungsauslass ins 
Mauerwerk geschnitten. Im östlichen Bereich ist zwischen den 
beiden äußeren Lisenen ein Stahlträger befestigt. Das Mauer-
werk darunter wurde nachträglich eingebracht.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 44: Ortganggesims Abb. 45: Stahlträger ehemalige Öffnung Abb. 46: Verschiebung Pfeiler
Abb. 47: Drei Mauerwerkstypen farblich hervorgehoben. Bauzeitlich dürfte der rote Bereich sein. Gelb und Blau sind spätere Ergänzung, wahrscheinlich aufgrund von Kriegsschäden

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Die Ostfassade Ostfassade ist als massive circa 55 Zentimeter starke 
Mauerwerkswand ausgeführt. Die rotgebrannten Ziegelsteine 
im Reichsformat von 25 cm x 12 cm x 6,5 cm sind im Kreuzver-
band gelegt. Lisenen im selben Raster wie die durchgehenden 
Stützen der Westfassade strukturieren die Fassade circa alle 
5 Meter. Die Lisenen treten dabei um circa 14 Zentimeter nach 
außen und 45 Zentimeter nach innen aus der Wandebene 
hervor und weisen eine Breite von circa 65 Zentimetern auf. 
Die Pfeiler sind in einem farblich abgesetzten gelben Ziegel 
gefertigt. Mit dem gleichen Stein sind die Segmentbögen der 
Stürze der obersten Fensterreihe und das Traufgesims mit 
Zahnschnittfries gefertigt. Auch das Zierfeld unterhalb der 
oberen beiden Fensterreihen besteht aus den gleichen, als 
Deutsches Band bekannte, um 45° gedreht gelegten Ziegeln. 
Stabilisiert werden die Lisenen durch ornamentale Mauer-
werksanker auf den beiden Geschossebenen, die nach außen 
in einem ornamentalen Gefüge aufgelöst werden. Eine Bohr-
kernuntersuchung ergab im Wandbereich eine Druckfestig-
keitsklasse 8 und im Pfeiler selbst eine Druckfestigkeitsklasse 
12. Der Mörtel konnte mit MG III bzw. IIIa als sehr gut bewertet 
und einer Rohdichteklasse von 1,8 kg/dm3 zugeordnet wer-
den. Zwischen den Pfeilern befinden sich drei jeweils innen 
angeschlagene mittig sitzende Fenster übereinander, deren 
Einzelscheiben dieselben Maße von 45 x 65 Zentimetern wie 
an der Westfassade besitzen. Im Gegensatz dazu sind jedoch 
nur sieben Einzelscheiben nebeneinander angeordnet. Nach 
oben nimmt die Höhe der Fenster ab. Die Fensterbank ist  bei 
den oberen beiden Fensterreihen als Rollschicht ausgeführt. 
Die Fensterbank des untersten Fensters ist mit einer Mörtel-
schicht abgedichtet. An der Ostfassade lassen sich wie an den 
anderen Fassaden mehrere Wechsel im verwendeten Material 
feststellen. Sowohl die nördlichen sechs Achsen als auch drei Abb. 48: Außenaufnahme Ostfassade

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 49: Ansicht Ost
Achsen auf der südlichen Hälfte sind im Bereich des obersten 
Geschosses mit einem andersfarbigen Ziegel nachträglich 
ausgebessert worden. Auch an den Fensterstürzen lassen sich 
unterschiedliche Sanierungsphasen ausmachen. Diese wurden 
zweimal nachträglich mit Stahlträgern verstärkt. Laut Vorpla-
nungsbericht zur Tragwerksplanung von HIG liegt an der Ost-
fassade keine Standsicherheitsproblematik vor. Sanierungs-
maßnahmen beschränken sich auf das Entfernen von losem 
Mauerwerk , um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 50: Reparaturstellen 
Abb. 51: Reichsformat im Kreuzverband Außen
Abb. 52: Reichsformat im Kreuzverband Innen

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 53: Traufgesims
Abb. 54: Segmentbogen
Abb. 55: Zierfeld

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 56: Ostfassade südlicher Abschnitt

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 57: Ostfassade nördlicher Abschnitt

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
KG 340 Innenwände
In den 1960er Jahren erfolgten wesentliche Eingriffe am 
inneren Haupttragwerk der Halle 76, wodurch die mittleren 
Ebenen in den Seitenschiffen verschwanden und die Stütz-
weite vervierfacht wurde. In den Gebäudeecken erkennt man 
noch die ursprüngliche Tragwerksstruktur. Der Innenraum 
präsentiert sich heute als offener und großzügiger Hallenraum 
mit gleichmäßiger Belichtung. Besonders prägend ist dabei 
die Galerie und deren V-Stützen. 
Das HaupttragwerkHaupttragwerk der Halle 76 setzt sich vorwiegend aus 
Stahlträgern und -stützen zusammen. Das allgemeine Achsra-
Abb. 58: Querschnitt
ster beträgt hierbei fünf Meter. Sowohl die Träger als auch die 
Stützen zur Galerie wurden in Fachwerkweise errichtet, wo-
hingegen die Stützen in den Seitenschiffen aus Walzprofilen 
bestehen. An der Ostfassade lagern diese auf dem Mauerwerk, 
an der Westfassade werden sie von Stahlstützen abgefangen. 
Anhand der unterschiedlichen Verbindungsmittel wie Schrau-
ben und Nieten lassen sich Rückschlüsse auf die Baugeschich-
te ziehen. Detaillierte Angaben zum Hallentragwerk finden 
sich im überarbeiteten Erläuterungsbericht der HIG Ingenieur-
gesellschaft GmbH vom 14.02.2023.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 59: Wechsel Achsabstand von circa fünf Meter auf circa 20 Meter

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 60: Stütze genietet Abb. 61: Stütze geschraubt

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
KG 350 Decken
In Halle 76 lassen sich zwei verschiedene Deckenkonstruktio-Deckenkonstruktio-
nen nen unterscheiden. An der Treppe in der Süd-Ost-Ecke der 
Halle findet sich eine Kappenkonstruktion zwischen längs ver-
laufenden Eisenträgern auf dem Niveau der abgebrochenen 
unteren Galerieebene. Durchtrennte Eisenträger lassen darauf 
schließen, dass diese Konstruktionsart für die gesamte untere 
Arbeitsbühne verwendet wurde.
Die obere noch vollständige Galerieebene ist als eingespannte 
Stahlbetondecke ausgeführt, die auf trapezförmig einbeto-
nierten Kappenträgern aufliegt. Die Schalbretter sind noch gut 
erkennbar. Die Kappenträger spannen jeweils über das fünf 
Meter lange Achsfeld auf quer verlaufende Stahlträger, die an 
der Außenfassade konstruktiv eingebunden sind und innen-
Abb. 62: Eingespannte Stahlbetondecke der oberen Galerieebene mit offenen Verbindungsstellen am Querträger
seitig auf dem Fachwerkträger parallel der großen Kranbahn 
aufliegen. Offene Verbindungsstellen an den Querträgern 
lassen auf einen nachträglichen Wechsel der Konstruktionsart 
schließen.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 63: Auflager der Querträger/Fachwerkträger
Abb. 64: Kappendecke der unteren Galerieebene in Süd-Ost-Ecke
Abb. 65: Durchtrennte Träger nach Abbruch der unteren Galerieebene

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 66: Auflager Galerieebene auf Mauerwerkspfeilern der Ostwand

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 67: Deckenkonstruktion Westseite

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
In Halle 76 befindet sich sowohl in der Süd-Ost-Ecke als auch 
in der Nord-West-Ecke über jeweils eine Treppe Treppe ein Zugang 
zu der oberen Galerieebene. Eine dritte Treppe führt von der 
östlichen oberen Galerieebene aufs Dach. Treppe I (Süd-Ost-
Ecke) verbindet als dreiläufige U-Treppe mit Viertelpodesten 
das Erdgeschoss mit dem Niveau der unteren Arbeitsbühne 
und führt als zweiläufige Winkeltreppe mit Viertelpodest ins 
zweite Obergeschoss weiter. Die Wangen der Treppe bestehen 
aus Flacheisen. Alle Verbindungen sind mit Nieten ausgeführt. 
Die Geländerstäbe sind auf der Wange verschraubt, die dazu 
mit zwei L-Profilen verstärkt ist. Aufgrund der Verarbeitung ist 
die Treppe als bauzeitlich zu datieren. Der Belag aus Bitumen-
bahnen weist keine Schadstoffe auf.
Abb. 68: Treppe I Nieten
Im Gegensatz dazu verfügt Treppe II (Nord-West-Ecke) über 
geschweißte und verschraubte Verbindungen. Die Trittstu-
fen bestehen aus strukturierten Metallblechen, die über die 
Setzstufen mit den Wangen aus U-Profilen verschraubt sind. 
Das Geländer ist aus einfachen L-Profilen zusammengesetzt. 
Treppe II führt als dreiläufige Winkeltreppe mit einem Viertel- 
und einem Halbpodest ins erste Obergeschoss, um von dort 
als zweiläufige gewinkelte Treppe mit Viertelpodest die obere 
Galerieebene zu erschließen. An der gegenüberliegenden Sei-
te befindet sich eine weitere einläufige Treppe von der ersten 
in die zweite Galerieebene. 
Abb. 69: Treppe II Schweißverbindungen
Die einläufige gerade Leitertreppe von der oberen Galerie-
ebene zum Dach ist aus verschweißten Stahlrohren gefertigt. 
Die Trittstufen sind aus Holz und liegen auf angeschweißten 
L-Profilen auf. Aufgrund der Verarbeitung wird die Treppe in 
die Zeit des Wiederaufbaus um 1950 datiert.
Insgesamt sind alle vier Treppenanlagen in gutem bis sehr 
gutem Zustand und statisch sowie hinsichtlich ihrer Schad-
stoffbelastung unbedenklich.

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 70: Treppe I: Süd-Ost-Ecke Abb. 71: Treppe II: Nord-West-Ecke

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
KG 360 Dach
Das Dach Dach der Halle 76 ruht auf insgesamt 15 Fachwerkbin-
dern, welche die 16 Meter des Mittelschiffes überspannen. Die 
somit entstehenden 16 Felder sind circa fünf Meter breit, die 
beiden Randfelder circa sechs Meter. Die Binder bestehen aus 
zusammengenieteten Doppel-L-Profilen, die über genietete 
Bindebleche verbunden sind. Seitlich neben den Dachbindern 
spannt jeweils ein Stahlträger über die Seitenschiffe. Auf dem 
Obergurt des Binders und den beiden Seitenträgern sind in 
Längsrichtung der Halle alle 2,30 Meter Nebenträger angeord-
net, auf denen die Dacheindeckung aufliegt. Diese besteht aus 
Stahlbetonplatten bzw. Bimsdielen, die nach Kriegsschäden 
zur Ausbesserung verwendet wurden.
HALLE 76
Abb. 72: Ausführung als Stahlbeton (rot) oder Bimsdielen (blau)
Die Bimsdielen sind circa neun Zentimeter stark, 50 Zentime-
ter breit und spannen jeweils über zwei Felder. Die Bewehrung 
besteht aus vier Eisen mit einer Stärke von circa 5,5 Millime-
tern. Laut Bericht HIG sind sie für die vorhandene Beanspru-
chung nachweisbar, dürfen jedoch immer nur von einer Person 
betreten werden. Teilweise sind die Bimsdielen stark feuchte-
geschädigt.
Die Stahlbetonplatten weisen dagegen eine Stärke von acht 
Zentimetern auf. Die Bewehrung mit einem Durchmesser von 
sieben Millimetern liegt circa alle acht Zentimeter, wobei jeder 
zweite bis dritte Eisen als Doppelstab ausgeführt ist. Aufgrund 
des sehr hohen Bewehrungsanteils lässt sich die Stahlbeton-
platten problemlos nachweisen, weisen jedoch starke Korrosi-
onsschäden auf. Mehrere Stellen sind stark feuchtegeschädigt. 
Die durch HIG ermittelten schwankenden Haftzugwerte und 
die ermittelte Druckfestigkeit von 16,9 bzw. 30,8 N/mm2 lassen 
auf eine inhomogene Betongüte einer Altbetonklasse von A2 
bis A4 schließen.
Die Abdichtung der Dachhaut besteht aus fünf bis sechs La-
gen bituminöse Dachbahnen mit einer Stärke von insgesamt 
circa zwei Zentimetern. Das Material ist asbesthaltig und über-
schreitet die Belastungsgrenzen.
In jedem der Felder zwischen den Dachbindern befindet sich 
ein Oberlicht, das seitlich um 45° zur Dachfläche aufgestellt ist 
und an den kurzen Seiten senkrecht zur Dachfläche abschließt. 
Die 16 Oberlichtbänder sind mit insgesamt 987 Glasscheiben 
und 20 Lüftungsöffnungen versehen.
Abb. 73: Außenaufnahme Oberlichtbänder
Die Dichtmasse an den Oberlichtfenstern weist neben einer 
PAK-Belastung eine enorme Belastung an Asbest auf.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 74: Spannweite Dachbinder circa 16 Meter
Abb. 75: Walzzeichen Aachener Hütten-Aktien Verein Rothe Erde (A.H.A.V)
Abb. 76: Anschluss Dachbinder, genietet und geschraubt

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 77: Wechsel Stahlbeton zu Bimsdielen
Abb. 78: Feuchteschaden an Bimsdielen (d = 9 cm, Breite = 50 cm)
Abb. 79: Dachkonstruktion Galerie West

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 80: Abschluss Oberlichter senkrecht zur Dachfläche

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 81: PAK-haltiger und asbesthaltiger Fensterkitt
 Abb. 82: Asbesthaltige Dachabdichtung
Abb. 83: Wechsel Länge OberlichterAbb. 84: Schäden an der Dachabdichtung

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
KG 400 Ausstattung / Haustechnik
Von der Haustechnik Haustechnik und der ehemaligen technischen Gebäu-
deausstattung sind eine Vielzahl an Leitungen und Kanäle der 
Lüftungsanlage sowie Rohrleitungen ehemaliger betrieblicher 
Anlagen vorhanden. Bauteile der technischen Anlagen finden 
sich im gesamten Gebäude, vorwiegend an den Treppen 
und Innenräumen. Eine Schadstoffuntersuchung ermittelte 
die Verwendung von Gefahrenstoffen bei einem Großteil der 
Bauelemente der Haustechnik. Laut Schadstoffgutachten von 
HPC wurden für die Dämmungen und Ummantelungen der 
Lüftungsanlagen Künstliche Mineralfasern (KFM). Die Flansch-
verbindungen der Rohre sind mit asbesthaltige Dichtungen 
abgedichtet. Beide Stoffe sind stark gesundheitsgefährdend.
Abb. 85: Traforaum bei Treppe I
 Abb. 86: Rohrleitungen bei Treppe II
Abb. 87: Lüftungsanlage unterhalb oberer Galerie Nord

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 88: Auslass Lüftungsanlage Nord-Ost-Ecke Abb. 89: Rohrleitungen bei Treppe I
Abb. 90: Gastank und Rohrleitungen Süd-West-Ecke

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
KG 400 Ausstattung / Haustechnik
In Halle 76 befinden sich drei KranbahnenKranbahnen. Die große Kranbahn 
des Mittelschiffes wurde 1967 errichtet und stammt aus der 
Produktion der Maschinenfabrik Max Hensel Berlin. Sie besitzt 
ein Tragvermögen von 50 Tonnen und überspannt eine Breite 
von circa 16 Metern in einer Höhe von circa 11,50 Metern. Ihre 
Laufprofile sind auf den Fachwerkträgern befestigt. Ein integ-
riertes Führerhaus ermöglicht die Steuerung der Anlage. Über 
die Galerieebene ist die Kranbahn zugänglich. Unterhalb der 
Galerieebenen befinden sich in beiden Seitenschiffen jeweils 
eine Kranbahn, deren Ausführungen jedoch unterschiedlich 
sind. Während es sich bei dem östlichen Seitenschiff um einen 
Einträgerbrückenkran handelt, wurde beim westlichen Seiten-
schiff ein Zweiträgerbrückenkran eingebaut. Das Einbaudatum 
ist ebenso wie deren Tragvermögen nicht genau bekannt. Es 
kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die zwei klei-
nen Kranbahnen im gleichen Zeitraum wie die große Kranbahn 
eingebracht wurden. Beide Kranbahnen überspannen eine 
Breite von circa 6,80 Meter. Sie liegen dabei höher als die bau-
zeitlichen Kranbahnen, deren Schienen im Gegensatz zu den 
Bahnen noch heute erhalten sind. Alle Kranbahnen dürften 
heute noch funktionsfähig sein.
Abb. 91: Kranbahn im östlichen Seitenschiff
Abb. 92: Kranbahn im westlichen Seitenschiff

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Abb. 93: Krananlage Mittelschiff

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
ERLÄUTERUNG DES ZUSTANDS
Statik
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OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSESIEVERSSTRASSE
STRUKTURELLES VERSAGEN
VERSAGEN ECKPFEILER
BEGRENZT BETRETBAR
KLEINE SCHÄDEN
OstfassadeOstfassade
 · Rissbildungen in Betonsturzbereichen
 · Betonsanierung ist durchzuführen
 · restauratorische Arbeiten und Fugensanierung erforderlich
WestfassadeWestfassade
 · eklatante Korrosionsbeschleunigung, die zu einer dramati-
schen Zerstörung der Fassadenbauteile führt und massive 
Schädigungen der gesamten Fassade
 · Windlastabtrag in der Fassade statisch nicht mehr möglich
 · lokales und evtl. feldweises Bauteilversagen erwartbar
 · keine Sanierung mehr möglich
 · erste Verformungen an angrenzenden Bauteilen wurden fest-
gestellt: fortschreitende Schädigungen an den Hauptstützen 
/ Instandsetzung der Eckpfeiler in Mauerwerk erforderlich
 · Rückbau zwingend erforderlich, da eine „Schadensauswei-
tung mit Standsicherheitsrelevanz auf die Haupttragstruktur 
mittelfristig zu erwarten“ ist
 · auftretende Kräfte aus Korrosion und Zersetzung sind dann 
nicht mehr kontrollier- und kalkulierbar
 · Gebäudeaussteifung muss wieder hergestellt werden
SüdfassadeSüdfassade
 · gleiche Korrosionsschäden mit gleicher Schadensintensität 
wie Westfassade
 · es treten unkalkulierbar große Kräfte auf der gesamten 
Fassade und den angrenzenden Bauteilen auf - insbesondere 
den beiden Eckpfeilern
 · Windlastabtrag in der Fassade statisch nicht mehr möglich
 · lokales und evtl. feldweises Bauteilversagen erwartbar
 · keine Sanierung mehr möglich
 · Rückbau zwingend erforderlich, da eine „Schadensauswei-
tung mit
 · Standsicherheitsrelevanz auf die Haupttragstruktur mittel-
fristig zu erwarten“ ist
 · auftretende Kräfte aus Korrosion und Zersetzung sind dann 
nicht mehr kontrollier- und kalkulierbar
 · Gebäudeaussteifung muss wieder hergestellt werden
NordfassadeNordfassade 
 · Eckpfeiler Ottmar-Pohl-Platz weist Rissbildungen und Ver-
schiebungen aus den Ausdehnungen der Westfassade auf 
und ist zu sanieren
 · restauratorische Arbeiten und Fugensanierung erforderlich

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
DeckeDecke
 · Rippendecke statisch nicht gefährdet
DachDach
 · Stahlkonstruktion weist oberflächliche Korrosionsschäden 
auf
 · Tragfähigkeit von nicht geschädigten Bimsdielen und Beton-
decken ist gegeben
 · Bimsdielen mit Feuchteschäden oder Rissbildung sind auszu-
tauschen
 · Betondecken mit Korrosionsschäden sind gegen Bimsdielen 
auszutauschen / keine Betonsanierung möglich
 · Dachabdichtung ist vollständig zu erneuern
 · keine Materiallagerungen auf dem Dach möglich
 · Betreten der Dielen mit max. 1 Person möglich
Hinweis HIG:Hinweis HIG:
„Unter Berücksichtigung eines potenzierten Schadenzuwach-„Unter Berücksichtigung eines potenzierten Schadenzuwach-
ses kann ohne einzuleitende Sanierungsmaßnahmen mittel-ses kann ohne einzuleitende Sanierungsmaßnahmen mittel-
fristig die Standsicherheit des angrenzenden Pfeilers und der fristig die Standsicherheit des angrenzenden Pfeilers und der 
Eckstütze zum Ottmar-Pohl-Platz nicht mehr gewährleistet Eckstütze zum Ottmar-Pohl-Platz nicht mehr gewährleistet 
werden. Ebenfalls muss, um die Hallenstabilität zu gewährleis-werden. Ebenfalls muss, um die Hallenstabilität zu gewährleis-
ten, der Windverband in der Fassade funktionstüchtig erhalten ten, der Windverband in der Fassade funktionstüchtig erhalten 
bleiben!“bleiben!“

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Denkmalwert
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75
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSESIEVERSSTRASSE
HOHER DENKMALWERT
MITTLERER DENKMALWERT
GERINGER DENKMALWERT
Die bauzeitlich vorgehängte Stahlfachwerk-WestfassadeWestfassade ließ 
sich nach dem Baukastenprinzip erweitern und ist einmalig 
an den Hallen 75. 76 und 77. Das Achsraster des bauzeitlichen 
Tragwerks im Inneren kann in der Vertikalen abgelesen wer-
den, sowie die drei Ebenen in der Horizontalen. Die Fassade 
im EG wurde ergänzt, nachdem ein direkt angeschlossener 
Komplex 1941/42 abgebrochen wurde.
Die bauzeitlich vorgehängte Südfassade Südfassade steht auf einem die 
Gebäudebreite überspannenden Fachwerkträger. Ehemals 
vorhandene Fensteröffnungen wurden zugemauert. Rund-
bögen in der Fassade sind nicht eindeutig zuzuordnen. Am 
Mauerwerk lässt sich die alte Dachform der Halle 77 ablesen. 
An der massiven OstfassadeOstfassade (Klinkerfassade) mit großen 
Öffnungen lassen sich die ehemals drei vorhandenen Ebenen 
in den Seitenschiffen ablesen. Im Bereich der Decken wurden 
Verstärkungen in Stahl / Beton vorgenommen. Kriegsschäden 
lassen sich an den nicht in gelbem Klinker ausgebesserten 
Lisenen und Stürzen erkennen.
Die geschlossene NordfassadeNordfassade zur Halle 75 ist als massive, 
mit Lisenen strukturierte Ziegelfassade errichtet worden und 
diente vor dem Bau der Halle 75 als nördlicher Abschluss.
In den 60-er Jahren wurde im Bereich EG / 1.OG ein neues 
StützentragwerkStützentragwerk mit größeren Stützweiten eingefügt. Das 
bauzeitliche Tragwerk findet sich nur noch im 2.OG sowie an 
den Kopfseiten der Halle.
Die charakteristischen Oberlichter des DachsDachs sind aufgrund 
von Kriegsschäden nicht mehr bauzeitlich - im nördlichen 
Teil wurden die Längen der Oberlichter nach 1945 verändert. 
Kriegsschäden in der Stahlbetondecke wurden durch Bimsdie-
len ausgebessert.

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Oberlichter müssen im Fall einer langfristigen Gebäudenut-
zung ausgebaut und ersetzt werden.
Die bituminöse DacheindeckungDacheindeckung ist asbesthaltig. Der Wert 
überschreitet die Belastungsgrenze und fällt somit in die Kate-
gorie Gefahrenstoff. Das Abbrechen und die Entsorgung der 
gesamten Dachfläche stellt auch aufgrund der erforderlichen 
Sicherungsmaßnahmen einen sehr hohen baulichen und finan-
ziellen Aufwand dar.
An diversen technischen Anlagen technischen Anlagen des Wasserleitungssystems 
und der Lüftungsanlage wurden Gefahrenstoffe identifiziert. 
Die Flanschdichtungen aus Asbest (Chrysotil) der Rohrlei-
tungen stellen eine hohe Gefahr dar. Asbest wurde auch an 
den Dichtungen des Lüftungssystem beprobt. Hinzu kommt 
die dort verbaute Kanal- und Rohrdämmung aus schädlichen 
KMF. Eine Entsorgung dieser Bauteile im Zuge der Sanierung 
ist unausweichlich.
Detaillierte Angaben zu den Schadstoffproben finden sich 
im Erläuterungsbericht der HPC AG vom 23.04.2015 und 
18.07.2022.
Hinweis HPC:Hinweis HPC:
„Für eine Wiederherstellung der Hallen zu einem vergleich-„Für eine Wiederherstellung der Hallen zu einem vergleich-
barem Nutzungszweck wären abhängig vom vorgefundenen barem Nutzungszweck wären abhängig vom vorgefundenen 
Schadstoff und der Erfordernis einer Sanierung aufwendige Schadstoff und der Erfordernis einer Sanierung aufwendige 
Demontagearbeiten unter Beachtung von Schutzmaßnahmen Demontagearbeiten unter Beachtung von Schutzmaßnahmen 
in Form von Abschottungen mit technischer Luftführung und in Form von Abschottungen mit technischer Luftführung und 
Einrüstung erforderlich.“Einrüstung erforderlich.“
Schadstoffe
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76
75
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSESIEVERSSTRASSE
ASBEST (FUGENKITT+ABDICHTUNG)
PAK (GUSSASPHALT)
PCB + BLEI (STÜTZENANSTRICH)
KEINE SCHADSTOFFBELASTUNG
Den AußenwändenAußenwänden wird keine Schadstoffbelastung zuge-
sprochen. In den WC-Trennwänden wurde hingegen Asbest 
(Chrysotil) nachgewiesen. Das erforderliche Eingreifen bedarf 
einer höheren Sicherung, ist jedoch gering.
Die Gussasphaltplatte des 1. Obergeschoss-BodensBodens ist stark 
belastet. Der vorgefundene PAK-Wert überschreitet deutlich 
die Gefahrenstoffgrenze. Bei einer Sanierung muss ein Siche-
rungs- und Entsorgungskonzept erarbeitet werden.
Alle Beschichtung des TragwerkesTragwerkes sind als Gefahrenstoff klas-
sifiziert. Der Anstrich (grün-rot) enthält eine zu hohe Menge 
an PCB, der Anstrich (weiß-grau) neben dem erhöhten PCB-
Wert zudem einen hohen Bleianteil. Die Sanierung des gesam-
ten Tragwerkes ist notwendig. Wird der Anstrich belassen, ist 
von keiner Gefährdung auszugehen.
Der Fensterkitt der Oberlicht-FensterFenster weist neben einer PAK-
Belastung einen enorme Asbest-Belastung (Chrysotil) auf. Die

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
PFLICHTMASSNAHMEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Pflichtmaßnahmen
Aufgrund zahlreicher Schäden und der eklatanten Einsturzge-
fahr durch Bauteilversagen des Tragwerkes sind bei jeglichem 
Sicherungskonzept folgende bauliche Pflichtmaßnahmen un-
weigerlich auszuführen:
Im ersten Schritt muss das Dach ertüchtigt werden. Dessen 
beschädigte Bimsdielen und Stahlbetonplatten müssen durch 
neue Bimsdielen ersetzt werden. Die erhaltenswerten Ober-
lichter sind dabei behutsam zu demontieren und einzulagern. 
Die Westwand muss gänzlich zurückgebaut und ertüchtigt 
werden. Extreme Spannungen, ausgewirkt durch massive 
Korrosions- und Volumenvergrößerungsprozesse innerhalb 
der Fassade drohen in einem Versagen der Mauerwerksge-
fache und greifen teilweise schon auf die Hauptstützen über. 
Aus diesem Grund sind alle Gefache sukzessive und feldweise 
zu entfernen. Die Hauptstützen müssen saniert und ertüchtigt 
werden. Davon betroffen sind auch deren Fundamente. Feh-
lende Windverbände und Horizontalprofile müssen ergänzt 
werden, um die Gebäudeaussteifung zu erreichen. Die erhal-
tenswerten Fensterrahmen sind dabei behutsam zu demontie-
ren und einzulagern.
Die Südfassade weist einen ähnlichen bzw. noch desolateren 
Zustand wie die Westfassade auf. Hier muss identisch vor-
gegangen werden. Alle Gefache werden rückgebaut, Stahlele-
mente sind auszubauen und zu ersetzen.
Handlungsempfehlung
Die Pflichtmaßnahmen vervollständigend werden nicht erfor-
derliche jedoch sinnvolle Handlungen empfohlen. Diese tragen 
zur Qualitätssteigerung des Gebäudes bei:
Grundsätzlich sollten schadstoffbelastete und einer Nutzung 
hinderlichen Gefahrenstoffe aus dem Gebäude entfernt wer-
den. Zu nennen wären hier die WC-Trennwände, die Gussas-
phaltplatten des 1. Obergeschosses sowie Bauteile technischer 
Anlagen. Hier liegen asbesthaltige, PAK-belastete und KMF-
haltige Materialien vor.
Des Weiteren würde eine Sanierung der Mauerwerkswände 
von Nord- und Ostfassade die Langlebigkeit der Gebäude-
hülle garantieren. Vor allem den Eckpfeilern ist eine genauere 
Betrachtung zu schenken. Diese weisen Risse und Verschie-
bungen auf, die zwar aus statischer Sicht unbedenklich sind, 
aber dennoch eine zukünftige Gefahrengrundlage darstellen. 
Deren Sanierung würde das Gefahrenpotenzial senken. An der 
Ostwand wurden Rissbildungen an den verputzten Stürzen 
festgestellt. Um weitere Schäden vorzubeugen, erscheint eine 
Betonsanierung im Bereich von Hohllagern sowie das Verpres-
sen der Risse sinnvoll. Mit einer Fugensanierung der Mauer-
werkswände könnten langfristig Feuchtigkeitseinflüsse in das 
Bauwerk minimiert werden.

HALLEN KALK 76/77
85
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
77
76
75
Abb. 94: Pflichtmaßnahmen Halle 76

HALLEN KALK 76/77
86
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76
Kurzzusammenfassung Halle 76
Halle 76 weist mit ihrer Grundfläche von 2.625 Quadratmetern die größten Gebäudemaße des aus Halle 75, 
76 und 77 bestehenden Gebäudekomplexes auf. Das Gebäude ist als dreigeschossiger Hallenbau mit innerem 
Stahltragwerk errichtet. West- und Südfassade bestehen dabei aus einem Stahlfachwerk mit Mauerwerks-
ausfachungen, Nord- und Ostfassade hingegen aus massiven Mauerwerkswänden. Teilweise sind Zeugnisse 
vergangener Bauphasen oder Reparaturmaßnahmen an den Fassaden zu erkennen, wie denen des ehemaligen 
Fensterbands auf der Südseite oder Kriegsschäden an der Ostseite. Als besonders schützens- und erhaltens-
wert werden die Oberlichter des Daches sowie die Fensterelemente der Westfassade angesehen. Auch die 
einheitlich gegliederte Ostfassade trägt zum Denkmalwert des Gebäudes bei.
Schon 2015 wurde das Gebäude als stark einsturzgefährdet eingestuft. Die aktuellen Untersuchungen unter-
streichen dieses Ergebnis. Sowohl die West- als auch Südfassade sind im Begriff zu versagen. Jüngste Bau-
teilöffnungen ergaben, dass die Schäden sich schon auf das Stahltragwerk ausgeweitet haben. Ausgeführte 
Schadstoffuntersuchungen ermittelten diverse im Bauwerk vorkommende Gefahrenstoffe. Neben asbestbe-
lasteten Baustoffen wurden an allen Stahlelementen PCB-haltige Anstriche identifiziert. All diese Mängel und 
irreparablen Schäden erfordern bauliche Pflichtmaßnahmen, bestehend aus dem Rückbau der gesamten Dach-
fläche sowie der kompletten West- und Südfassade. Das Stahltragwerk muss ertüchtigt werden.
 
Eine Sanierungsmöglichkeit unter normalen Umständen ist nicht gegeben. Es bedarf besonderer Sicherheits-
vorkehrungen. Die erarbeiteten Untersuchungen und Handlungsempfehlungen dienen als Grundlage für die 
angestrebte nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahme.

HALLEN KALK 76/77
88
GRUNDLAGEN ZUR HALLE 76

GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Halle 77
Abb. 95: Halle 77 [Quelle: https:/ /earth.google.com]
Gebäudekenndaten 
An die südliche Giebelwand von Halle 76 angrenzend er-
streckt sich in fast gleicher Breite Halle 77. Im Norden wird 
die Halle von dem Gebäude Dillenburger Straße 27 überragt. 
Mit 12,20 Meter Firsthöhe ist das Mittelschiff des basilikalen 
Querschnittes um circa drei Meter höher als der Anschluss der 
Seitenschiffe. Im Osten bilden Halle 76, 77 und das Gebäude 
Dillenburger Straße 27 eine gemeinsame Kante zur Neuer-
burgstraße, während an der Westseite Halle 77 um circa 85 
Zentimeter versetzt ist. Halle 77 ist gemeinsam mit Halle 75, 
Halle 76 und der außenliegenden Kranbahn 1992 mit der Num-
mer 6375 in die Denkmalliste der Stadt Köln aufgenommen 
worden. Zuletzt wurde die Halle als Lagerfläche des Museums 
Ludwig genutzt. Seit 2014 steht sie leer.
Baujahr zwischen 1897 - 1905
Länge 51,20 Meter
Breite 33,70 Meter
Grundfläche 1.750 Quadratmeter
Traufhöhe 7,70 Meter
Firsthöhe 12,10 Meter
Bruttogeschossfläche 1.800 Quadratmeter
Bruttorauminhalt 18.000 Kubikmeter
Status Denkmalschutz

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Abb. 96: Innenaufnahme Seitenschiff

HALLEN KALK 76/77
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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
Grundfläche 
Halle 77 ist die zweitgrößte der drei Hallen 75, 76 und 77. Sie 
ist als dreischiffige Halle mit basilikalem Querschnitt angelegt. 
Das Mittelschiff weist eine Breite von circa 16,10 Metern auf, 
das westliche Seitenschiff von circa 8,70, das östliche von 7,80 
Meter. Die Halle ist 51,20 Meter lang und 33,70 Meter breit und 
belegt so eine Grundfläche von 1.750 Quadratmetern.
Abb. 97: Visueller Größenvergleich: Das Museum Ludwig (blau), der Kölner 
Dom (grün) und die Halle 77 (rot)
Der Zugang erfolgt über ein 3,20 Meter breites und 3,90 Meter 
hohes Rolltor mittig in der Westfassade mit einer daneben an-
geordneten Schwingtür. Am südlichen Ende der Westfassade 
führt eine weitere Schwingtür ins Halleninnere. An der Ost-
fassade befindet sich eine Schwingtür mit 1,20 Meter Breite in 
direkter Flucht zum Rolltor auf der Westfassade. Der heutige 
Zugang erfolgt ausschließlich über die Verbindung zu Halle 76. 
Abb. 98: Ehemaliger Hauptzugang Fassade West Innenansicht
Im westlichen Seitenschiff sind insgesamt sechs Räume (Meis-
terbüros) entlang der Außenwand abgegrenzt, die sechs Me-
ter weit in das Seitenschiff ragen. Die Räume weisen Breiten 
von 4,50 bis 11,60 Meter auf. Der Raum in der Süd-West-Ecke 
fungierte als Toilette und Waschraum. Die Raumanordnung 
wird über die Breite des Rolltores unterbrochen. An der Süd-
fassade führt eine Leitertreppe auf eine Zwischenebene in 
Höhe der Decken der Meisterbüros hinauf. Diese Ebene konnte 
bis zum Rolltor begangen werden. Zwei Arbeitsstege laufen 
entlang der Giebelwände auf Höhe der Zwischenebene.
Die Belichtung erfolgt über regelmäßig in den Achsen des 
Tragwerkes angeordneten großformatigen Fenstern auf der 
Westseite und kleinformatigeren an der Ostseite. Im Mittel-
schiff befindet sich ein Oberlicht, das knapp ein Drittel der 
Dachfläche belegt. Der Obergaden ist zusätzlich beidseitig 
über die gesamte Länge verglast. An der Südfassade befindet 
sich ein Fensterfeld, das sich über die Breite des Mittelschiffes 
erstreckt und vom First bis auf Höhe der Zwischeneben reicht.

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GRUNDLAGEN ZUR HALLE 77
HALLE 75 HALLE 77
6,56 ,24 22,45 ,10 2,84 ,55
82,12
,401,60 ,50 4,10 ,50 19,47 ,50 19,56 ,50 19,56 ,50 14,55 ,50
7,06 1,42 15,49 1,42 6,82 ,55
,40 26,61 ,24 44,50 ,12 10,36
,40 3,56 ,12 2,39 ,12 70,26 ,24
5,14
,65 4,84,65
,65 4,45 ,16 13,67 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16 4,45 ,16
,53
8,42 ,58 8,04 ,58 6,90 ,58 7,57 ,52
7,44 14,04 7,96 8,12 4,65 1,49 3,78 2,00 3,78 1,48 3,78 1,24 8,80 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,78 1,24 3,79 2,37 3,01 1,64 3,01 1,42 3,01 1,59 3,01 1,44 3,01 1,77 3,01 1,65 3,21 1,75 ,79 1,51 1,60 3,01 1,61 3,01 1,61 3,01 1,48
176,24
42,35 51,77
32,19
50,55
1,50 3,47 2,32 3,47 1,79 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,42 3,60 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,55 3,47 1,93 3,47 1,47 ,51 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,54 3,07 1,16
4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,22 4,30 6,08 5,50 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 5,02 ,75,07 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,61 4,615,02
33,84
32,00,53 1,32
16,21 15,97
KRAHNBAHN
OTTMAR-POHL-PLATZ
SIEVERSSTRAßE
NEUERBURGSTRAßE
,10 8,76 ,10 4,51 ,10 4,51 ,10 4,92 ,10 5,69 ,10 11,63 ,10 4,99 ,16
HALLE 76
2
G-77
F-77
G-77
F-77
D-76D-76
C-76C-76
E-76E-76
B
A
B
A
76
1
76
10
76
8
76
8
76
7
76
6
76
5
76
4
76
3
76
2
76
1
76
3
76
4
76
5
76
6
76
7
76
8
76
9
76
10
76
11
76
12
76
13
76
14
76
15
76
16
76
17
76 1
77
2
77
3
77
4
77
5
77
6
77
7
77
8
77
9
77
10
77
11
77
17'
76
0
77
2
76
1
76
10
76
8
76
8
76
7
76
6
76
5
76
4
76
3
76
2
76
1
76
3
76
4
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5
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F-77
G-77
F-77
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C-76C-76
E-76E-76
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C'
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A
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C
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B
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A
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C
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B
76
A
76
P:\154 KÖLN Hallen-Kalk 76,77\2 V\C_CAD\CAD\Pläne\
Legende
aPlanerstellungHS2022-10-18
Datum Autor Vermerk Index
Objektanschrift
Format Maßstab Plotdatum Verfasser LP Plannummer Index
Planer
Ingenieurbüro Hutt
Sachsenring 14
50677 Köln
Frau M. Eng. Sarah Hutt
www.denkmalplanung.de
info@denkmalplanung.de
T +49 221 29850788
F +49 221 29850787
Bauherr
11.3.2022 00-XX-GR-EG-XA
Köln, Hallen Kalk 76-77
1IBH | CHRISTIANE
SCHLESINGER
Gebäudewirtschaft Köln - 26 Dez. VI
Ottoplatz 1
50679 Köln
Hallen 76-77
Neuerburgstraße 12
51103 Köln
Bauprojektmanagement, Fr. Andrea Heinisch
1:200 XA
Bestand
GRUNDRISS EG, BESTAND
GRUNDRISS EG, BESTAND
VORENTWURFSPLANUNG
1241*594
1.       Alle Maße, Massen, Gegebenheiten am Bau und Umgebungsbestimmungen sind vom Auftragnehmer eigenverantwortlich vor Ort zu prüfen.
Unstimmigkeiten sind vor der Ausführung mit dem Architekten bzw. der Bauleitung zu klären. Für Maßfehler haftet allein der Auftragnehmer.
3.      Es liegt kein einheitliches Aufmaß vor. Maßabweichungen bis 20 cm sind möglich.
7.      Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Höhen auf OKFB bezogen.
8.      Plannummer und Index sind zu beachten. Bei Ungültigkeit durch Erscheinen eines neuen Plans wird dieser nicht eingezogen.
2.      Die Bestandspläne wurden von Seiten des Bauherrn für die Leistungsphase 2 zur Verfügung gestellt
4.      Für die Entwurfsplanung muss ein verformungsgerechtes Aufmaß erstellt werden
5.      Die Positionen der Dachfenster der Halle 76 sind in den Plänen nicht deckungsgleich
6.      Es ist anzunehmen, dass die uns zur Verfügung gestellten DWG-Dateien aus einem 3D-Modell generiert wurden. 
         Dadurch ergeben sich Ungenauigkeiten in der Liniendarstellung und bei sich überlagernden Bauteilen, etc.

Beschlussvorlage Rat

11401 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/5 
 
Vorlagen-Nummer 
 2208/2024 
Freigabedatum 
13.09.2024  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stif-
tung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 - 77 
erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen 
Nutzung zuführt  
 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein ver-
gleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu wel-
chen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese 
Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermöglichen. 
 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie die 
Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, 
dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und 
Kultur und dem Liegenschaftsausschuss. 
 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 10.10.2024 
Liegenschaftsausschuss 28.10.2024 
Bauausschuss 04.11.2024 
Ausschuss Kunst und Kultur 05.11.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 07.11.2024 
Rat 14.11.2024

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Bau- und Nutzungsgeschichte 
 Halle 75 
Die Halle 75 wurde im Jahr 1905 errichtet und diente zuerst als Lehrwerkstatt und später 
zur Produktion von Schaltschränken. Von 1994 bis 2020 wurde die Halle 75 als Spiel-
stätte des Schauspiel Köln genutzt. 
Gemäß Beschluss des Rates vom 15.06.2023 soll die Ha lle 75 (sog. Halle Kalk) aus 
dem Sondervermögen der Bühnen in das allgemeine Liegenschaftsvermögen der Stadt 
Köln überführt werden (Vorlagen-Nr. 1126/2023: „Grundsatzbeschluss für den Neustart 
der Bühnen Köln am Offenbachplatz ab der Spielzeit 2024/25 auf Basis der actori-Gut-
achten // Langfristige Anmietung des Depots in Köln -Mülheim // Aufbau einer Tanz-
sparte an den Bühnen Köln“). 
 Halle 76 
Die Halle 76 wurde 1905 als Werkhalle auf dem Gelände der Firma Maschinenbau -
Anstalt Humboldt AG erbaut. Sie schloss w estseitig an eine Perforieranstalt an. Circa 
35 Jahre nach der Errichtung wurde die Perforieranstalt abgebrochen. Inwieweit dies 
zu baulichen Veränderungen an der Westwand der Halle 76 geführt hat, ist aktuell un-
geklärt. 
Während des 2. Weltkriegs wurden mindestens 40 Prozent des Dachs und große Teil-
flächen an allen Fassaden beschädigt.  
Im Jahre 1967 wurde das innere Tragwerk verändert, eine Galerieebene abgebrochen 
und eine neue Kranbahn eingezogen.  
In der Halle 76 fanden seit 1993 unregelmäßig Ausstellungen des Museum Ludwig statt. 
Daneben wurde sie kurzzeitig als Probenort für das Schauspiel Köln genutzt. Aktuell 
wird die Halle nicht genutzt. 
 Halle 77 
Den ältesten Teil des hier betrachteten Hallenensembles stellt die Halle 77 dar. Deren 
heute vorhandene Bauteile sind jedoch unterschiedlichen Alters.  
Die Westwand der Halle 77 ist auf circa 1872 zu datieren. Sie bildete ursprünglich eine 
Außenwand einer heute nicht mehr erhaltenen Halle.  
Das innere Tragwerk sowie die Ostwand sind größtenteils in die Bauzeit 1897 bis 1905 
einzuordnen.  
Nach massiven Kriegsschäden im Jahr 1944 wurde die Halle 77 zu einer dreischiffigen 
Halle mit basilikalem Querschnitt umgebaut. Das Tragwerk von 1916 wurde um weitere 
Stützen erhöht und Oberlichter wurden eingefügt.

3 
 
Zustandsuntersuchung 
Von 2022 bis 2023 wurden die Hallen 76 und 77 im Auftrag der Gebäudewirtschaft der 
Stadt Köln einer eingehenden Bauzustandsuntersuchung unterzogen. Die der Verwal-
tung vorliegenden Ergebnisse werden nachfolgend auszugsweise dargestellt: 
 Halle 76 
Diese Halle weist mit einer Grundfläche von 2.625 Quadratmetern die größte einzelne 
Gebäudefläche des aus den Hallen 75, 76 und 77 bestehenden Gebäudekomplexes 
auf. Das Gebäude ist als dreigeschossiger Hallenbau mit innerem Stahltragwerk errich-
tet. West- und Südfassade bestehen dabei aus einem Stahlfachwerk mit Mauerwerks-
ausfachungen, Nord - und Ostfassade hingegen aus massiven Mauerwerkswänden. 
Teilweise sind Zeugnisse vergangener Bauphasen oder Reparaturmaßnahmen an den 
Fassaden zu erkennen, wie das ehemalige Fensterband auf der Südseite oder Kriegs-
schäden an der Ostseite.  
 Halle 77 
Diese Halle wurde als dreischiffiger Hallenbau mit innerem Stahltragwerk errichtet. Die 
Südfassade besteht aus einem Stahlfachwerk mit Mauerwerksgefachen, West - und 
Ostfassade hingegen bestehen aus massiven Mauerwerkswänden. Vor allem am Dach 
sind Zeugnisse der Umbauphasen zu erkennen, wie der basilikale Dachquerschnitt, 
eine Reparaturmaßnahme infolge von Kriegsschäden. 
Beide Gebäude wurden schon 2015 als stark einsturzgefährdet eingestuft. Die aktuellen 
Untersuchungen unterstreichen dieses Ergebnis. Sowohl die West - als auch die Süd-
fassade sind im Begriff zu versagen. Jüngste Bauteilöffnungen ergaben, dass die Schä-
den sich schon auf das Stahltragwerk ausgeweitet haben.  
Schadstoffuntersuchungen ermittelten im Bauwerk diverse Gefahrstoffe. Neben asbest-
belasteten Baustoffen wurden an allen Stahlelementen PCB -haltige Anstriche identifi-
ziert. All diese Mängel und irreparablen Schäden erfordern bauliche Pflichtmaßnahmen, 
bestehend aus dem Rückbau der gesamten Dachfläche sowie der kompletten West - 
und Südfassade. Das Stahltragwerk muss ertüchtigt werden. 
Eine Sanierungsmöglichkeit unter normalen Umständen ist nicht gegeben. Es bedarf 
besonderer Sicherheitsvorkehrungen. 
 Halle 75 
Vorgenannte Ergebnisse der Bauzustandsuntersuchung betr. Hallen 76 und 77 lassen 
sich weitestgehend auf den baulichen Zustand der Halle 75 übertragen.  
 
 
Nutzungsansprüche der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ 
Am 21. Juni 1994 hat der Rat der Stadt Köln die Annahme einer Schenkung von 82 
Werkpositionen zeitgenössischer Kunst der Eheleute Ludwig und „die organisatorische 
Zuordnung der KHD-Halle 76 an der Neuerburgstraße als Ausstellungshalle für die je-
weilige Gegenwartskunst zum Museum Ludwig“ beschlossen.  
Im November desselben Jahres wurde der Schenkungsvertrag notariell beglaubigt, wel-
cher unter anderem - ohne genaue Nennung eines Ortes - die aufschiebende Bedin-
gung enthält, dass „die Stadt Köln für die bildkünstlerischen Äußerungen jeweils junger 
und jüngster aktueller Kunst und deren Anschaulichmachung auf Dauer Ausstellungs-
hallen verfügbar macht und diese dem Museum Ludwig organisatorisch zuordnet“.  
Aufgrund des inzwischen schlechten Zustands der Halle 76 und der daraus resultieren-
den Herausforderungen für eine museale Erschließung hat das Dezernat für Kunst und

4 
Kultur Gespräche mit der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ über mögliche Alternativ-
standorte aufgenommen.  
 
Handlungsoptionen 
Als Reaktion auf die Er gebnisse der Bauzustandsuntersuchung und mit Blick auf den 
dringenden Handlungsbedarf hat die Verwaltung mit Beschluss des Rates vom 
16.09.2021 (2293/2021) verschiedene Optionen zum Umgang mit den baulich stark ge-
fährdeten Hallen 76 und 77 durch das Ingenieurbüro Hutt prüfen lassen. 
Hierbei wurden zunächst folgende fünf nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen 
betrachtet: 
1. Die Errichtung einer Schutzhülle, die die Fassaden und die Dächer beider Hallen 
mit einem Schutzgerüst ummantelt. Der Korrosionsprozess de r Stahlelemente und 
Schadensprozess der weiteren Bauteile werden damit deutlich verlangsamt. Es er-
folgen keine weiteren Eingriffe in das Tragwerk und in die Bausubstanz.  
 
2. Die Möglichkeit einer Bestandssicherung, die beinhaltet, dass zuerst die einsturz-
gefährdeten Bereiche der Gebäudehülle geordnet zurückgebaut werden. Daraufhin 
wird die statische Standsicherheit wiederhergestellt. Das Haupttragwerk verbleibt 
offenliegend. 
 
3. Die Variante einer Schutzfassade, wobei zu Beginn die einsturzgefährdete Gebäu-
dehülle geordnet zurückgebaut und die statische Standsicherheit wiederhergestellt 
wird. Die zurückgebaute Gebäudehülle wird mit reversiblen Industriematerialien als 
Witterungsschutz verkleidet. 
 
4. Die Ausführung einer sogenannten Bricolage, bei der die einsturzgefährdete Ge-
bäudehülle kontrolliert zurückgebaut und die statische Standsicherheit des Haupt-
tragwerks wiederhergestellt wird. Der Aufbau der Gebäudehülle orientiert sich an 
vergangenen und bestehenden Bauphasen und gliedert neue Bauelemente in diese 
historische Interpretation ein. 
 
5. Die komplette Rekonstruktion, welche die vollständige Sanierung und Rekonstruk-
tion der beiden Hallen vorsieht.  
 
Die Kosten für diese Varianten - ohne die Berücksichtigung nutzungsspezifischer Ein-
bauten - bewegen sich zwischen 46 Mio. Euro und 90 Mio. Euro (Kostenschätzung 
Stand 2023). 
Der Rückbau der Hallen stellt grundsätzlich eine 6. Handlungsoption dar. Die drei Hallen 
wurden 1992 in die Denkmalschutzliste der Stadt Köln aufgenommen. Daher gelten er-
höhte rechtliche Anforderungen an die Erlaubnisfähigkeit eines Rückbaus. 
 
Begründung des Beschlussvorschlags 
Der weitere Umgang mit den Hallen 75, 76 und 77 muss im Zusammenhang mit den 
künftigen, mit erheblichen infrastrukturellen und finanziellen Herausforderungen ver-
bundenen Nutzungen für die östlich gelegenen Hallen sowie der aktuellen Haushalts-
lage betrachtet werden.  
Mit dem „Haus der Einwanderungsgesellschaft“ (DOMiD -Dokumentationszentrum und 
Museum über die Migration in Deutschland) in Halle 70 wird es einen kulturellen Leucht-
turm mit bundesweiter Strahlkraft geben. Auch die geplanten Nutzungen im Osthof 
durch den Kulturhof Kalk, das Inklusive Kunsthaus Kalk nebst Akademie und das ccccc-

5 
creation centre contemporary circus cologne werden überregionale Strahlkraft entwi-
ckeln und garantieren gleichzeitig eine gute Vernetzung in das Quartier.  
Weitere städtisch geförderte kulturelle Nutzungen in den Hallen 75, 76 und 77 lassen 
eine Schwächung dieser Initiativen bzw. Nutzungsideen erwarten und würden mit noch 
nicht abschätzbaren Ba u- und Betriebskosten verbunden sein. Entsprechende Mittel 
stehen dem Dezernat für Kunst und Kultur nicht zur Verfügung.  
Daher schlägt die Verwaltung ein  Vergabemodell, welches die Hallen 75 - 77 als En-
semble betrachtet, vor. Ziel ist es, in einem mehrstufigen Vergabeverfahren eine*n Pro-
jektentwickler*in zu suchen.  
 
Dabei könnte dem eigentlichen Vergabeverfahren z. B. eine sog. Markterkundung vor-
geschaltet werden. Die Markterkundung verfolgt das Ziel, potentielle Projektentwick-
ler*innen anzusprechen und d ie derzeitige Marktsituation zu sondieren und damit den 
politischen Gremien und der Verwaltung einen breiten Überblick zu verschaffen. Sie 
dient auch der Klärung spezifischer Fragen hinsichtlich der baulichen Entwicklung so-
wie der Ausgestaltung und Umsetzu ng des in Betracht gezogenen nachgelagerten 
Vergabeverfahrens. 
 
Bis zu einer finalen Entscheidung führt die Gebäudewirtschaft der Stadt weiterhin quar-
talsweise Kontrollen der Hallen durch und beauftragt notwendige Instandsetzungsmaß-
nahmen. 
 
 
 
Anlagen:  
 
Anlage 1 Lageplan  
Anlage 2.1 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 1 
Anlage 2.2 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 2 
Anlage 2.3 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 3

Anlage 1 Lageplan

39 Zeichen

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N
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N

Anlage 5, Auszug Bauausschuss vom 04.11.2024

1670 Zeichen

Geschäftsführung  
Bauausschuss 
Frau Huppertz 
Telefon:  (0221) 221 22443 
Fax:   (0221) 221 22344 
E-Mail:  DezVI-Dezernatskoordination-
Session@stadt-koeln.de 
Datum: 06.11.2024 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 27. Sitzung des 
Bauausschusses  vom 04.11.2024  
öffentlich 
7.1 Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
2208/2024 
RM Brock-Stroms merkt auf Seite 179 einen redaktionellen Fehler an und bittet um 
Korrektur. 
 
RM Brust meldet Beratungsbedarf an und bittet darum die Vorlage zurückzustellen. 
Zudem bittet er um eine Einschätzung wie wahrscheinlich es ist, dass ein Investor die 
Hallen abreist und neu bebaut und ob es nicht sinnvoller sei dies selbst zu tun: 
 
BG Greitemann führt aus, dass genau aus diesem Grunde das Interessenbekun-
dungsverfahren durchgeführt werde, um zu eruieren, ob jemand bereite sei diese Hal-
len zu erhalten und zu einer Nutzung weiterzuentwickeln.  
 
RM Kircher bittet darum zu beschließen wie die BV Kalk zum Thema Erbbaurecht und 
nicht zum Verkauf. 
 
Die Fraktionen CDU und FDP sprechen sich dagegen aus. 
 
SE Eichelbaum-Röhl erkundigt sich nach den Haushaltsauswirkungen und bittet um 
die Aufführung der monatlichen Kosten der Sicherung. 
 
Anmerkung: 
Der Fehler auf Seite 179 wurde im direkten Nachgang der Sitzung korrigiert und eine 
aktualisierte Fassung der Seite 179 der Anlage 2.3 eingestellt. Die Korrektur lautet wie 
folgt: 
„Nach der Fertigstellung erw arten den Bauherren Aufgaben im Feld des Monito-
rings und der Dokumentation. Dies ist für den weiteren Umgang mit dem Ge-
bäude und Folgenutzungen erforderlich.“ 
 
 
Beschluss: 
Der Bauausschuss stellt die Angelegenheit zurück.

Anlage 7 Beantwortung Fragen Volt-Fraktion im Liegenschaftsausschuss

1908 Zeichen

Die Volt -Fraktion im Liegenschaftsausschuss bat um schriftliche Be antwortung 
folgender Fragen:  
 
1. Wie sieht der Zeitplan für die Markterkundung, die potenzielle 
Ausschreibung und Vergabe aus? 
Antwort der Verwaltung:  
Die Markterkundung nimmt vo raussichtlich 6 Monate in  Anspruch. Es ist geplant 
die Erkundung Anfang 2025 zu starten.  
 
2. Angesichts der erheblichen Kostensteigerung von der ursprünglich 
veranschlagten Summe von ca. 18 Millionen Euro (laut Beschluss zur 
Bauzustandsuntersuchung von September 2021) auf die aktuelle 
Schätzung von mindestens 46 Millionen Euro: Ist hier mit weiter en, 
erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen? 
Antwort der Verwaltung.  
Die im Beschluss von 2021 veranschlagte Summe basierte auf einer 
Kostenermittlung auf Grundlage einer Planung aus dem Jahr 2014. Eine 
Aktualisierung des Zustandes der Halle lag der Kostenfortschreibung in 2020 
(Zeitpunkt der Kostenfortschreibung) nicht zug runde. Berücksichtigt wurden 
Zuschläge wie die Entwicklung des Baupreisindexes, der sich verschlechternde 
Zustand der Bausubstanz und ein Risikozuschlag. Die Planung aus 2014 umfasst 
außerdem lediglich eine Beseitigung der baulichen Mängel. Die Planung aus 2022 
beinhaltet verschiedene Varianten mit aktueller Bewertung des Bauzustandes und 
einer Schadstoffsanierung. Die Zahlen aus 2023 fußen auf einer fundierten 
Vorplanung mit einer Genauigkeit, die diesem Planungsstand zugrunde liegt. 
Baupreissteigerungen und Risiken wurden ebenfalls bewertet und eingerechnet. 
Insofern bietet die aktuelle Kostenermittlung aus 2023 eine gute Grundlage, sie 
lässt jedoch keine Prognosen hinsichtlich sich verändernder Baupreise, 
Zustandsverschlechterungen oder sich ändernder Rahmenbedingungen zu. 
 
3. Welche laufenden Kosten fallen für Maßnahmen wie Bauzaun oder 
gegebenenfalls eingesetzte Sicherheitsfachkräfte an? 
Antwort der Verwaltung:  
Siehe Anlage 6

Anlage 2.3.1 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 3 - Seite 179 korrigiert

1651 Zeichen

HALLEN KALK 76/77
179
VORENTWÜRFE: VARIANTE 3 - SCHUTZFASSADE
Auf der Seite 179 der Anlage 2.3 befinden  sich Tippfehler. 
Aus diesem Grund ist Seite 179 neu als Anlage 2.3.1  beigefügt worden. 
Kurzzusammenfassung Vorentwurf Variante 3 - Schutzfassade
Die Variante hat das Ziel, die statische Standsicherheit von Halle 76 und 77 wiederherzustellen und langfristig 
]XVLFKHUQ'LHVVROOGXUFKGLH9HUNOHLGXQJRƁHQOLHJHQGHU%DXWHLOHPLWJ¹QVWLJHQ,QGXVWULHPDWHULDOLHQHUUHLFKW 
werden. Die Maßnahmen beinhalten die Errichtung einer temporären Interimsmaßnahme, den Abbau nicht 
tragender Bauteile und deren witterungsschützenden Verkleidung.
Die bereits bestehenden Interimsmaßnahmen werden erweitert, um Gefahren während der Planungszeit zu mi-
QLPLHUHQ'HU'HQNPDOZHUWZLUGZHJHQKRKHU%DXHLQJULƁHQHJDWLYYHU¡QGHUW(VHUIROJWWHLOZHLVHHLQH6FKDG-
VWRƁVDQLHUXQJEHLGHUGLHEHODVWHWHQ$QVWULFKHGHV7UDJZHUNHVQLFKWHQWIHUQWZHUGHQ(LQH(UW¹FKWLJXQJGHV 
Tragwerks kommt in vollem Zuge zur Ausführung. Der erforderliche Brandschutz wird hergestellt. 
'LH$XVZLUNXQJHQDXIGLHVW¡GWHEDXOLFKH6LWXDWLRQHUZHLVHQVLFKDOVQHJDWLY'DV(UVFKHLQXQJVELOGLP³ƁHQW-
lichen Raum wird unter den Sicherungsmaßnahmen leiden. Nach der Fertigstellung erwarten den Bauherren 
Aufgaben im Feld des Monitorings und der Dokumentation. Dies ist für den weiteren Umgang mit dem Gebäu-
de und Folgenutzungen erforderlich.  
Die Sicherungsmaßnahme trägt zur langfristigen Wiederherstellung der Standsicherheit bei. Nachhaltigkeitsas-
pekte werden mangelhaft vernachlässigt. Wegen fehlender Belichtung ist eine Nutzung der Hallen nur bedingt 
möglich.
Anlage 2.3.1

Anlage 2.1 Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen Teil 1

19329 Zeichen

Vorentwurfsplanung zu nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahmen 
der Hallen 76 und 77 in Köln-Kalk

HALLEN KALK 76/77 5
 
PROJEKTBETEILIGTE
Fachplanung Tragwerk
HIG Ingenieurgesellschaft mbH
Konrad-Adenauer-Straße 13, 50996 Köln
T: +49 221 800081-20
holger.neugebauer@hig-ingenieure.de
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. (FH) Holger Neugebauer
Fachplanung Schadstoffe
HPC AG
Alter Hellweg 46, 44379 Dortmund
T: 49 231 959098-77
Sabine.Grube@hpc.ag
Ansprechpartnerin: Dipl.-Betriebswirtin Sabine Grube
Fachberatung Haustechnik
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
264/2 Gebäudetechnik
Ansprechpartner: Harald Ahrens, Michael Schulte

HALLEN KALK 76/77 7
 
OBJEKTDATEN
Objekt   Halle 76 und 77 in Köln-Kalk
Anschrift  Ottmar-Pohl-Platz, 51103 Köln
Gemarkung  4970
Flur   24
Flurstück   282, 303, 307
Bauherr   Stadt Köln
erbaut   1906 (76)/um 1901 (77)
Denkmalgeschützt ja
Typologie  Industriehalle
Konstruktion  Stahlskelettbau/Massivbau
Nutzung  ohne
BGF   4.000 m2 (76), 1.800 m2 (77)
BRI   45.000 m3 (76), 18.000 m3 (77)
Planungsziel  Nutzungsneutrale Bestandssicherung
Planungszeit IBH  08/2022 - 01/2023

HALLEN KALK 76/77 9
 
INHALT
Einleitung 11
Aufgabenstellung 13
Stand der Planung 14
Städtebauliche Lage 17
Bau- und Nutzungsgeschichte 31
Grundlagen zur Halle 76 39
Bestandserfassung nach Kostengruppen 44
Erläuterung des Zustands 80
Pflichtmaßnahmen und Handlungsempfehlungen 84
Grundlagen zur Halle 77 89
Bestandserfassung nach Kostengruppen 94
Erläuterung des Zustands 122
Pflichtmaßnahmen und Handlungsempfehlungen 126
Kranbahn 131
Vorentwürfe 135
Variante 1 -  Schutzhülle 137
Variante 2 - Bestandssicherung 151
Variante 3 - Schutzfassade 167
Variante 4 - Bricolage 181
Variante 5 - Rekonstruktion  199
Auswertung und Empfehlung 213
Zusammenfassung 219
Anhang 223

EINLEITUNG

HALLEN KALK 76/7712
EINLEITUNG
Halle 76
Halle 77
Abb. 1: Halle 76 und Halle 77 in Köln-Kalk [Quelle: https:/ /earth.google.com]

HALLEN KALK 76/77 13
EINLEITUNG
AUFGABENSTELLUNG
Die denkmalgeschützten Gebäude, Halle 76 und Halle 77 in Köln-Kalk sind eine städtische Liegenschaft und 
werden seit 2014 nicht genutzt. Nach zahlreichen Untersuchungen wurde am 10.11.2022 von der HIG Ingenieur-
gesellschaft mbH (HIG) ein dringender Handlungsbedarf zur Sicherung der Gebäudehülle gegen Bauteilver-
sagen und gegen Einsturz angemeldet (Vorplanungsbericht Tragwerksplanung - Zusammenfassung vom 
10.11.2022, Überarbeitung vom 14.02.2023).
Um nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahmen zu entwickeln, wurde das Ingenieurbüro Hutt (IBH) am 
21.11.2022 von der Gebäudewirtschaft Köln mit der Vorentwurfsplanung zu nutzungsunabhängigen Sicherungs-
maßnahmen der Hallen 76 und 77 beauftragt. Die Ergebnisse der Vorplanung dienen der Gebäudewirtschaft 
der Stadt (GW) Köln als Grundlage zum Verfassen einer Beschlussvorlage für den Rat der Stadt Köln. Der Rat 
wird im Jahr 2023 über Sicherungsmaßnahmen entscheiden.
Der vorliegende Bericht geht zunächst auf die städtebaulichen und baulichen Grundlagen der Hallen 76 und 
77 ein. Die Grundlagen umfassen neben den Gebäudekennwerten, Informationen zur Baugeschichte und zum 
Denkmalwert, Angaben zu Schadstoffbelastungen und zum Zustand des Tragwerks. Auf Basis dieser Ergeb-
nisse werden fünf Vorentwürfe entwickelt. Die Entwürfe werden visuell dargestellt und anhand der Kriterien 
Planungs- und Bauzeit, Denkmalwert, Schadstoffreduzierung, Nachhaltigkeit und einer möglichen Nutzung 
beleuchtet sowie Kosten, Termine zusammengefasst. Im Anhang wird auf weiterführende Berichte verwiesen.

HALLEN KALK 76/7714
EINLEITUNG
STAND DER PLANUNG
Plangrundlagen
Als Grundlage der Vorentwurfsplanung wurden dem Inge-
nieurbüro Hutt (IBH) von der Gebäudewirtschaft der Stadt 
Köln (GW) 2D-Pläne im Maßstab 1:100 im dwg-Format zur 
Verfügung gestellt. Die Zeichnungen wurden 2014 vom Archi-
tekturbüro Dorn erstellt und basieren wohl auf Messungen 
des selben Büros. Maßabweichungen bis zu 5 cm sind nach 
stichprobenartigen Prüfungen anzunehmen. Ferner weisen 
die Zeichnungen auffallend viele doppelte Linien auf, was uns 
vermuten lässt, dass die 2D-Zeichnungen aus einem 3D-Mo-
dell extrahiert wurden. In den Plänen wurde ein Achsmaß von 
5,01 m eingetragen.  
Des Weiteren liegen Plansätze des Architekturbüros Dorn aus 
den Jahren 2011 und 2012 im Format PDF vor. Diese wurden 
für die Vorplanung nicht genutzt und werden hier der Voll-
ständigkeit erwähnt.
Vorhandene Dokumentationen / Quellen
Bei der Einarbeitung in das Projekt wurden den Planern von 
Seiten des Bauherrn folgende unveröffentlichte Dokumenta-
tionen zur Verfügung gestellt:
 · DORN 2011: Zusammenstellung und Erläuterung der Vorpla-
nung
 · DORN 2014:  Kostenschätzung: Zusammenstellung Hallen 76 
und 77, Kostenschätzung Halle 76, Kostenschätzung Halle 77 
 · DORN 2014: Planung Rückbau + Standsicherheitsrelevante 
Sicherung
 · DORN 2022: Liste Beteiligungen und Maßnahmen (Vorabzug 
/ offene Liste)
 · STADT KÖLN 2017: Werkstattverfahren Hallen Kalk - Doku-
mentation
 · STADT KÖLN 2019:  Machbarkeitsstudie Hallen Kalk - Werk-
stattgespräch 1
 · STADT KÖLN, AMT FÜR DENKMALSCHUTZ 1992: Denkmal-
pflegerische Bewertung
 · STADT KÖLN, AMT FÜR DENKMALSCHUTZ 2022: HaKa 
- Nutzungsunabhängige Sicherungsmaßnahme - Denkmal-
schutz
 · INGENIEURGESELLSCHAFT HIG 2015: Abbruchkonzept 
Tragwerk - Hallen Kalk
 · INGENIEURGESELLSCHAFT HIG 2022: Vorplanungsbericht 
Tragwerksplanung - Zusammenfassung
 · HPC AG 2015: Abbruchkonzept Schadstoffe
 · HPC AG 2022: 2221100 (Ergänzung Schadstoffgutachten v. 
2015)
Für die tiefer gehende Recherche zur Baugeschichte wurden 
vom IBH eigenständig historische Pläne, Fotoabbildungen und 
Textquellen recherchiert. Diese sind ausführlich im gesonder-
ten Bericht „Annex: Bericht zur Baugeschichte der Hallen 76 
und 77 in Köln“ dokumentiert.
 
Planungshistorie
Das IBH wurde im Spätsommer mit der Vorentwurfsplanung 
zu Sicherungsmaßnahmen der Hallen 76 und 77 in Köln-Kalk 
beauftragt. 
Die Problematik zur Sicherung der Bausubstanz wird seit 2014 
erläutert. Im gleichen Jahr wurde das Architekturbüro Dorn 
beauftragt ein Sicherungskonzept zu entwickeln. In diesem 
Zuge wurden die Hallen vom Büro Dorn aufgemessen und 
digitalisiert. 
Im Jahr 2015 wurde ein Abbruchkonzept für die Halle 76 und

HALLEN KALK 76/77 15
EINLEITUNG
Halle 77 abgestimmt, das jedoch nie umgesetzt wurde. 
Im Jahr 2003 wurde an die Südwand der Halle 77 das 11 Meter 
hohe Gebäude des Kalk-Karrees angebaut. Die Bauerlaubnis 
basiert wohl auf dem Ansatz des Rückbaus von Halle 77.
Im Jahr 2012 wurde der Zustand der Hallen erstmals durch die 
Ingenieurgesellschaft HIG dokumentiert. Es wurden massive 
Schädigungen am Tragwerk konstatiert. Daraufhin folgten 
erste Sicherungsmaßnahmen. 
Seit 2014, siehe Bericht Anamnesebericht zu den Hallen Kalk, Seit 2014, siehe Bericht Anamnesebericht zu den Hallen Kalk, 
hat die HIG eine Einsturzgefahr der Westwand der Halle 76 hat die HIG eine Einsturzgefahr der Westwand der Halle 76 
benannt. Im Weiteren wurde das Dach von Halle 77 als ein-benannt. Im Weiteren wurde das Dach von Halle 77 als ein-
sturzgefährdet eingestuft.sturzgefährdet eingestuft.
Seit 2022 besteht eine Gefahr des gesamten Gebäudever-Seit 2022 besteht eine Gefahr des gesamten Gebäudever-
sagens der Halle 76, siehe Vorplanungsbericht Tragwerkspla-sagens der Halle 76, siehe Vorplanungsbericht Tragwerkspla-
nung - Zusammenfassung HIG.nung - Zusammenfassung HIG.
Erfolgte Sicherungsmaßnahmen
Auf Grundlage der Bauteil-Untersuchungsbericht des Trag-
werksplaners, Ingenieurgesellschaft HIG; Herr Holger Neuge-
bauer, wurde bereits vor 2011 an der Südwand der Halle 76 
innenseitige Verstärkungsplatten angeschweißt.
Im Jahr 2014 wurde der Mauerwerkspfeiler am Übergang Halle 
76/77 mit Injektionsankern notgesichert.
Mit diesen Maßnahmen wurden die Bauteile verstärkt. Eine 
Sicherung der einsturzgefährdeten Fassaden und Bauteile 
konnte damit nicht erreicht werden. 
Aktuelle Sicherungsmaßnahmen
Um die Verkehrssicherheit für Passanten und vorbeifahrende 
Kraftfahrzeuge zu gewähren werden die östliche Gebäude-
ecken der  Halle 76 und 77 seit 2014 mit einem Schutzgerüst 
versehen und die gesamte Ostfassaden mit einem Bauzaun 
abgesperrt. 
Ein weiteres Schutzgerüst ist seit November 2022 an der nörd-
lichen Ostwand der Halle 76 montiert. Diese dient ebenso um 
Passanten vor Steinschlag zu schützen. 
77
76
75
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRASSE
SIEVERSSTRASSE
Abb. 2: Isometrie zu aktuellen Sicherungsmaßnahmen. In rot wurden Schutz-
gerüste und Bauzäune eingezeichnet. Der Bauzaun an der Ostwand liegt 
hinter der Gebäudeansicht und ist in dieser Abbildung nicht zu erkennen.
Vorgehensweise IBH
Für die Vorentwurfsplanung wurden vom IBH zunächst alle 
vorhandene Dokumente gesichtet, zusammengetragen und 
ausgewertet. Parallel erfolgte eine eingeständig durchgeführte 
Recherche und Auswertung zur Baugeschichte der beiden 
Hallen. Die Ergebnisse der Baugeschichtsrecherche stellt eine 
entscheidende Grundlage für die spätere Vorentwurfsplanung 
dar. So berücksichtigen die Vorentwürfe zum Beispiel das 
Baualter von Bauteilen, den Denkmalwert von Bauelementen 
oder auch historische Umbauten.
Für die Vorentwürfe wurden zeichnerische Darstellungen an-
gefertigt. Um textliche Inhalte visuelle zu unterlegen, wurden

HALLEN KALK 76/7716
EINLEITUNG
vereinfachte Isometrie, Piktogramme gezeichnet und einge-
fügt.
Ziel der Vorentwürfe
Das Ziel der Vorentwürfe ist es, dem Bauherrn ein möglichst 
vielschichtiges Spektrum an Sicherungsmaßnahmen aufzu-
zeigen. Jede Variante soll dabei ihren eigenen Schwerpunkt 
besitzen. Neben der visuellen Darstellung des Vorentwurfs als 
Isometriezeichnung wird jede Variante mit Referenzen belegt. 
Darüber hinaus gilt es die Variante zu bewerten, um dem Bau-
herrn so eine ausreichende Entscheidungsgrundlage für eine 
Entwurfsplanung vorzulegen.

STÄDTEBAULICHE LAGE

HALLEN KALK 76/7718
STÄDTEBAULICHE LAGE

HALLEN KALK 76/77 19
STÄDTEBAULICHE LAGE
Abb. 3: Lage der Hallen 76 und 77 innerhalb der Stadt Köln [Quelle: https:/ /www.tim-online.nrw.de/tim-online2]

HALLEN KALK 76/7720
STÄDTEBAULICHE LAGE
ehemaliges
Werksgelände
der KHD AG
76
77
Abb. 4: Städtebauliche Lage der Hallen 76 und 77, Markierung des ehemaligen Werksgeländes der KHD AG (Teilbereich) [Quelle: https:/ /www.tim-online.nrw.de/
tim-online2]

HALLEN KALK 76/77 21
STÄDTEBAULICHE LAGE
Abb. 5: Städtebaulichen Lage der Hallen 77, 76, 75 und 71, 70, 60, 59, 58 in Köln-Kalk, nördlich der Dillenburger Straße. [Quelle: https:/ /earth.google.com]
Städtebauliche Lage in Köln-Kalk
Die Hallen 76/77 befinden sich im rechtsrheinischen Stadtteil 
Kalk der Stadt Köln, innerhalb des gleichnamigen Stadtbezir-
kes. 
Köln-Kalk ist ein 1910 eingemeindete Stadtteil, der sich vor 
allem als Industriestandort im 19. Jahrhundert entwickelte. Zu 
den wichtigsten Industrien gehörte die Chemische Fabrik Kalk 
und die Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Letztere erstreckte 
sich mit dem Werk Humboldt und Kalk über die weiß markier-
te Fläche, siehe Abbildung 4. Ende der 1970er Jahre begann 
mit der Schließung der ersten Produktionsstätten der Struk-
turwandel des Stadtteils. Mit Stilllegung des letzten Werkes 
der Chemischen Fabrik Kalk 1993 war keines der größeren 
Industrieunternehmen vorhanden und der Stadtteil änderte 
77
76
75
7170 60
59
58
sich einem Mischgebiet, siehe „Bericht zur Baugeschichte der 
Hallen 76 und 77 in Köln“.
Heutzutage sind die Halle 76 und Halle 77 inmitten des Stadt-
teils Köln-Kalk vorzufinden. Die jüngeren Stadterweiterungen 
in Richtung Osten führten zu dieser Veränderung der inner-
städtischen Position. 
Trotz der zentralen Lage erwirkt die gänzliche Umschließung 
des Stadtteils durch die Gleisanlagen eine gewisse Enklaven-
situation, die durch wenige Verbindungen über die Grenzen 
hinaus durchbrochen wird. Kalk wird geprägt von einer leben-
digen heterogenen Bevölkerungsstruktur. Baulich geben die 
erhaltenen Gründerzeitbauten sowie die Industrieanlagen dem 
Stadtteil sein charakteristisches Gesicht.

HALLEN KALK 76/7722
STÄDTEBAULICHE LAGE
Industriehallen in Köln-Kalk
Die Halle 76 und Halle 77 bilden zunächst mit der Halle 75 eine 
geschlossene bauliche Anlage und korrespondieren stark mit 
den erhaltenen Hallen in östlicher Lage: Halle 58, 59  und 60 
sowie Halle 70 und 71, siehe Abbildung 5. Weitere Industriehal-
len des ehemaligen Standorts der Firma Klöckner Humboldt 
AG wurden rückgebaut und sind heute nicht mehr erhalten.
Westlich der Neuerburgstraße erstreckt sich der heute größte 
zusammenhängende, verbliebene Komplex unter dem Namen 
„Hallen Kalk“, in dem sich verschieden Nutzungen wie die 
einer Kletterhalle befinden.
Erschließung der Halle 76 und 77
Halle 76 und Halle 77 liegen am südlichsten Punkt des Stadt-
teils an der Neuerburgstraße. Über die Westeingänge am 
Ottmar-Pohl-Platz werden die Hallen heutzutage erschlossen. 
Die Ostfassaden befindet sich zur Seiten der Neuerburgstraße. 
Nördlich der Halle 76 erstreckt sich die baulich an die Halle 
76 angebundene Halle 75. Südlich der Halle 77 grenzt das in 
den 2000er Jahren errichtete Kalker-Karree an. Das Karree 
umfasst den westlichen Raum, sodass hier eine gassenartige 
Situation entsteht.
HISTORISCHE STÄDTEBAULICHE ENTWICKLUNG
Bauzeitliche Einbindung
Die massiven Klinkerfassaden der Ostseiten bildeten bauzeit-
lich einen städtebaulichen Abschluss zur Neuerburgstraße, 
die durch das Werksgelände verlief und verschiedene Werks-
funktionen voneinander trennte. Sie waren bewusst reprä-
sentativ gestaltet. Die Westfassaden dagegen zeigten in den 
Hof des Werkgeländes. Sie waren seit jeher flexibel gedacht 
und konnten sich so immer wieder an die sich verändernden 
Produktionsprozesse und - Bedürfnisse der jeweiligen Zeit an-
passen. So war das Gebiet westlich der Hallen über die Jahr-
zehnte unterschiedlich dicht bebaut. Über lange Zeit waren 
Produktionsgebäude direkt an die Westfassaden der Hallen 
angeschlossen. Eine außen liegende Kranbahn wurde um 1950 
aufgestellt.
Abb. 6: Funktionale und städtebauliche Ausrichtung der Halle 76 und 77 in 
den Jahren Kalk 19501950
Städtebauliche Lage im Jahr 1990
Die beiden Werkhallen 76 und 77 waren bis Anfang der 1990er 
Jahre Bestandteil des Produktionsgeländes der Klöckner-
Humboldt-Deutz AG. Zusammen mit der Halle 75, die heute 
von den Bühnen Köln genutzt wird, stellen sie heute westlich 
der Neuerburgstraße die letzten verbliebenen Reste des Wer-
kes dar. 1992 wurden die drei Hallen in die Denkmalschutzliste 
der Stadt Köln aufgenommen.
Veränderungen seit 2000
Die städtebaulichen Maßnahmen der 2000er Jahre haben die 
Einbindung der Hallen in das Stadtgefüge grundlegend verän-
dert: Durch den Bau des Kalk-Karrees entstand an der West-

HALLEN KALK 76/77 23
STÄDTEBAULICHE LAGE
Abb. 7: Funktionale und städtebauliche Ausrichtung der Halle 76 und 77 in 
Kalk, 20232023
seite der Halle 77 und Teilen der Halle 76 eine Straßensituation. 
Vor Halle 77 wurden Parkplätze angelegt. Auch verläuft ent-
lang der Westfassaden die Zufahrt zu einer Tiefgarage. Nörd-
lich davon orientiert sich die Westfassade zum neu angelegten 
Ottmar-Pohl-Platz. Durch die fehlende Nutzung wird der Platz 
wie auch die anliegende Straße wenig bis gar nicht bespielt 
und bieten sehr wenig Aufenthaltsqualität. 
Abb. 8: Bebauungsplan von 2001 [Quelle: https:/ /geoportal.stadt-koeln.de]
Anders verhält sich die Situation auf der Ostseite der Hallen. 
Diese muss in Zukunft zusätzlich noch die funktionale Verbin-
dungen zwischen dem Ottmar-Pohl-Platz und den geplanten 
und zum Teil bereits umgesetzten „Hallen Kalk“ übernehmen. 
Ein reiner städtebaulicher Abschluss und eine bloße Funktion 
als Gebäuderücken sind aufgrund der sich verändernden städ-
tebaulichen Umgebung der Hallen nicht mehr möglich.
Exkurs: Werkstattverfahren 2017
Nach dem 2017 durchgeführten Werkstattverfahren für die 
„Hallen Kalk“ wurde ein strategischer Plan erarbeitet, der 
Grundlage für den derzeit aufzustellenden Bebauungsplan 
sein wird. Die Hallen 75, 76 und 77 wurden in diesem Rahmen 
nicht genauer betrachtet, da bereits angedachte Nutzungen 
als Status Quo angenommen wurden. Für die Halle 75 wurde 
die Nutzung durch die Bühnen Köln und für die Hallen 76 und 
77 durch das Museum Ludwig festgesetzt. In einer Machbar-
keitsstudie reagierte die Stadt Köln 2019 auf geänderte 
Öffentliche
Grünfläche
2/3 Arbeiten
VI-VII
Freilufthalle
Pflanzstelle
Vision e.V.
Kita
Museum
Jugendeinrichtung
Gewerbe
1/3 Wohnen
VII-VIII
Abb. 9: Machbarkeitsstudie 2019 [Quelle: http:/ /www.hallen-kalk.de]

HALLEN KALK 76/7724
STÄDTEBAULICHE LAGE
HALLE 77
SIEVERSSTRAßE
HALLE 75
DILLENBURGER STRAßE
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRAßE
KRANBAHN
KALK-KARREE
HALLE 76

HALLEN KALK 76/77 25
STÄDTEBAULICHE LAGE
HALLE 77
SIEVERSSTRAßE
HALLE 75
DILLENBURGER STRAßE
OTTMAR-POHL-PLATZ
NEUERBURGSTRAßE
KRANBAHN
KALK-KARREE
HALLE 76
Abb. 14: Lageplan 2023, gezeichnet IBH

HALLEN KALK 76/7726
STÄDTEBAULICHE LAGE
Kalk-Karrees um die Jahrtausendwende entstand eine Gas-
sensituation gegenüber der südlichen Westfassade, die eine 
Hinterhofatmosphäre vermittelt, die dem Gebäude nicht ge-
recht wird. Die Halle 76 wirkt an dieser Stelle abgeschnitten. 
Durch die fehlende Ausrichtung der Nutzungen zu diesem 
Platz bzw. überhaupt der fehlenden Nutzung der Halle 76 ist 
der Ottmar-Pohl-Platz ein unbelebter Platz ohne Charakter, so 
dass bereits eine eigene Zusatzfunktion als Verkehrsübungs-
platz hinzugefügt wurde. 
Die gesamte Westfassade der Halle 77 bildet im heutigen 
Zustand die städtebauliche Begrenzung einer Straßenfassade 
gegenüber des Kalk-Karrees aus, die durch die Zufahrtssitua-
tion über die Dillenburger Straße und der Garagenzufahrt zum 
Kalk-Karree eine Hinterhofatmosphäre vermittelt, die dem 
Gebäude nicht gerecht wird. Südlich der Halle 77, die im Laufe 
der Werksgeschichte nie bis an die Dillenburger Straße heran-
reichte, wurde um die Jahrtausendwende ein Büroneubau 
(Nutzung durch die Stadt Köln) errichtet, der keinen städte-
baulichen Bezug zur Halle 77 aufnimmt. Vermutlich wurde 
dieses Gebäude in der Annahme erbaut, dass die Hallen auf 
kurze Sicht abgerissen werden. Dafür spricht die baurechtlich 
unzulässige Situation der fehlenden Brandwand zur Halle 77.
     
Abb. 11: Bewertung der heutigen städtebaulichen Einbindung der Halle 76 
(links) und der Halle 77 (rechts)
Rahmenbedingungen, so dass der Siegerentwurf aus dem 
Werkstattverfahren überarbeitet und angepasst wurde. Ob-
wohl die Hallen 75, 76 und 77 kein wesentlicher Bestandteil 
des strategischen Plans sind, bedeutet diese Planung wegen 
der unmittelbaren Nähe und der Bezugspunkte eine grund-
legende Änderung der städtebaulichen Funktionsweise beider 
Hallen. Durch die geplante Aufwertung des Geländes östlich 
der Neuerburgstraße ergibt sich ein entscheidender städte-
baulicher Bezugspunkt für eine mögliche Nutzung der Hallen 
75, 76 und 77.
Abb. 10: Siegerentwurf des Werkstattverfahrens 2017 [Quelle: http:/ /www.
hallen-kalk.de]
Ausblick 202x (?)
Ein neuer Bebauungsplan für dieses Gebiet wird derzeit auf-
gestellt. 
Fazit
Die heutige städtebauliche Situation der Hallen 75-77 ist sehr 
indifferent und steht in deutlichem Gegensatz zu der bauzeit-
lich gedachten städtebaulichen Funktionsweise der Gebäude.
Der Ottmar-Pohl-Platz wird heute städtebaulich von dem 
Kalk-Karee, dem Wohnquartier an der Sieverstraße und der 
Westfassade der Halle 76 begrenzt. Mit der Errichtung des

Anlage 9, Auszug Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2024

5565 Zeichen

Geschäftsführung  
Stadtentwicklungsausschuss 
Frau Hill-Schmidt 
Telefon: (0221) 32834 
Fax:  (0221)  
E-Mail: louise.hill-schmidt@stadt-koeln.de 
Datum: 06.12.2024 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 30. Sitzung des 
Stadtentwicklungsausschusses vom 05.12.2024 
öffentlich 
6.3 Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
2208/2024 
 
6.3.1 Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE betreffend "Weiteres Vorge-
hen Hallen Kalk (Hallen 75-77)" (Vorlage 2208/2024) 
AN/1673/2024 
6.3.2 Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, 
CDU und VOLT betreffend "Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-
77)" 
AN/1707/2024 
I Beschlussvorschlag: 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stif-
tung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 - 77 
erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen 
Nutzung zuführt  
 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein ver-
gleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu wel-
chen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese 
Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermöglichen.  
 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie die 
Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, 
dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und 
Kultur und dem Liegenschaftsausschuss.

II Mündlicher Änderungsantrag der SPD-Fraktion:  
 
Beschluss: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss schließt sich der Beschlussfassung der Bezirksver-
tretung Kalk vom 10.10.2024 an. 
 
Abstimmungsergebnis:  
 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE ab-
gelehnt. 
 
II  Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE betreffend "Weiteres Vorge-
hen Hallen Kalk (Hallen 75-77)" (Vorlage 2208/2024) 
AN/1673/2024 
Beschluss: 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stif-
tung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 - 77 
in Erbpacht erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspoli-
tisch sinnvollen, insbesondere einer kulturellen, soziokulturellen oder sozialen 
Nutzung zuführt 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein ver-
gleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu wel-
chen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese 
Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermöglichen. 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung in Erbpacht (Verkauf oder Erbbaurecht) 
sowie die Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertre-
tung Kalk, dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss 
Kunst und Kultur und dem Liegenschaftsausschuss. 
4. Die Ergebnisse der Bauzustandsuntersuchung bestätigen den seit langem 
bekannten dringenden Handlungsbedarf. 
Die HIG Ingenieurgesellschaft empfiehlt als nutzungsunabhängige Siche-
rungsmaßnahme die Ausführung einer sogenannten Bricolage, bei der die 
einsturzgefährdete Gebäudehülle kontrolliert zurückgebaut und die statische 
Standsicherheit des Haupttragwerks wiederhergestellt wird. Der Aufbau der 
Gebäudehülle orientiert sich an vergangenen und bestehenden Bauphasen 
und gliedert neue Bauelemente in diese historische Interpretation ein. Diese 
Sicherungsmaßnahmen werden unverzüglich umgesetzt. 
Der Rückbau der Hallen stellt keine Handlungsoption dar. 
(Änderungen sind im Text durch Streichung und Fettdruck markiert.) 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE ab-
gelehnt.

III  Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, 
CDU und VOLT betreffend "Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-
77)" 
AN/1707/2024 
 
Beschluss: 
 
Der Stadtentwicklungsausschluss und der Ausschuss für Kunst und Kultur beschlie-
ßen ergänzend: 
 
Der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ werden zeitnah Alternativen für ihre Nutzungs-
rechte der Halle 76 vorgestellt und in Umsetzung gebracht. 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig bei Enthaltung der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE zuge-
stimmt. 
 
 
IV Beschluss über die so geänderte Beschlussvorlage: 
 
Der Stadtentwicklungausschuss empfiehlt dem Rat folgende Beschlussfassung (Er-
gänzungen fett): 
 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stif-
tung, Gesellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 - 77 
erwirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen 
Nutzung zuführt  
 
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein ver-
gleichbares Verfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu wel-
chen finanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese 
Weise ein erfolgreiches Vergabeverfahren zu ermöglichen.  
 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie die 
Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, 
dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und 
Kultur und dem Liegenschaftsausschuss. 
 
Der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ werden zeitnah Alternativen für ihre Nut-
zungsrechte der Halle 76 vorgestellt und in Umsetzung gebracht. 
 
Abstimmung:  
 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion DIE LINKE, bei Enthaltung der SPD-
Fraktion empfohlen.

Anlage 3 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der BV Kalk vom 10.10.2024 zu TOP 8.2.4

3907 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 
Frau Brecher 
Telefon: (0221) 221 98313 
Fax:  (0221) 221 98347 
E-Mail: corinna.brecher@stadt-
koeln.de 
Datum: 11.10.2024 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 27. Sitzung der Bezirksvertretung 
Kalk vom 10.10.2024 
öffentlich 
8.2.4 Weiteres Vorgehen Hallen Kalk (Hallen 75-77) 
2208/2024 
Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Beschluss-
vorlage 2208/2024: "Kulturhallen bewahren - Gegen Verfall und Abriss" 
AN/1372/2024 
Bezirksbürgermeisterin Greven-Thürmer lässt zunächst über den Änderungsantrag der Frak-
tion Bündnis 90/Die Grünen abstimmen: 
 
Beschluss I: 
 
1. Die Kulturhallen 75, 76 und 77 verbleiben im Besitz der Stadt Köln. 
2. Die Kulturhallen 75, 75 und 77 werden vollständig rekonstruiert und saniert.  
3. Die Kulturhallen 75, 76 und 77 werden einer kulturellen Nutzung zugeführt.  
 
Abstimmung: 
 
Mehrheitlich gegen die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Bezirksvertreter Badorf (Fraktion 
Die LINKE.) abgelehnt. 
 
Bezirksbürgermeisterin Greven-Thürmer lässt über den mündlich vorgetragenen Änderungs-
antrag der SPD-Fraktion abstimmen: 
 
Beschluss II: 
 
Die Bezirksvertretung Kalk empfiehlt dem Rat, wie folgt zu beschließen: 
 
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stiftung, Ge-
sellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 – 77 in Erbbaurecht er-
wirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen, insbeson-
dere einer kulturellen, soziokulturellen oder sozialen, Nutzung zuführt  
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein vergleichba-
res Verfahren bis Ende 2025 durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu welchen fi-
nanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese Weise ein erfolgrei-
ches Vergabeverfahren zu ermöglichen.

3. Die Entscheidung über die Veräußerung in Erbbaurecht (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie 
die Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, dem Stadt-
entwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und Kultur und dem Lie-
genschaftsausschuss. 
4. Für die möglicherweise erfolglose Markterkundung wird die Verwaltung bis Ende 2024 ein 
Verfahren darstellen. 
 
Abstimmung: 
 
Mehrheitlich gegen die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und  
Bezirksvertreter Badorf (Fraktion Die LINKE.) zugestimmt. 
 
Bezirksbürgermeisterin Greven-Thürmer lässt über die so geänderte Beschlussvorlage ab-
stimmen: 
 
Beschluss III: 
Die Bezirksvertretung Kalk empfiehlt dem Rat, folgenden geänderten Beschluss zu fassen:  
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, eine*n Projektentwickler*in (Stiftung, Ge-
sellschaft, Einzelperson, Verein etc.) zu finden, die*der die Hallen 75 – 77 in Erbbaurecht er-
wirbt (Verkauf oder Erbbaurecht) und einer stadtentwicklungspolitisch sinnvollen, insbeson-
dere einer kulturellen, soziokulturellen oder sozialen, Nutzung zuführt  
2. In einem ersten Schritt wird hierzu eine europaweite Markterkundung oder ein vergleichba-
res Verfahren bis Ende 2025 durchgeführt, um zu ermitteln, welche Nutzungen zu welchen fi-
nanziellen Konditionen am Markt platziert werden können, um auf diese Weise ein erfolgrei-
ches Vergabeverfahren zu ermöglichen. 
3. Die Entscheidung über die Veräußerung in Erbbaurecht (Verkauf oder Erbbaurecht) sowie 
die Nutzungsbindung trifft der Rat nach Vorberatung in der Bezirksvertretung Kalk, dem Stadt-
entwicklungsausschuss, dem Bauausschuss, dem Ausschuss Kunst und Kultur und dem Lie-
genschaftsausschuss. 
4. Für die möglicherweise erfolglose Markterkundung wird die Verwaltung bis Ende 2024 ein 
Verfahren darstellen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Mehrheitlich gegen die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bezirksvertreter Badorf (Fraktion Die 
LINKE.) und Bezirksvertreter von Kruedener (Die PARTEI) zugestimmt.

Beratungsverlauf (6)

10.10.2024 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.2.4 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
25.11.2024 Liegenschaftsausschuss
TOP 2.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
02.12.2024 Bauausschuss
TOP 7.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
03.12.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

Zur Sitzung
12.12.2024 Rat
TOP 10.28 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2208/2024
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
04.12.2024
Erstellt
16.07.2024 07:59