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3203/2017

Ergänzung zur Vorlage 2585/2017 Fachkräftemangel im Kita-Bereich AN/1075/2017 aus der Sitzung vom 05.09.2017

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 15.11.2017

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 28.11.2017, TOP 8.2.2

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3813 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer 15.11.2017 
 3203/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 28.11.2017 
 
Ergänzung zur Vorlage 2585/2017 Fachkräftemangel im Kita-Bereich AN/1075/2017 aus der 
Sitzung vom 05.09.2017 
In der Sitzung vom 05.09.2017 stellte die SPD-Fraktion die Problematik des Fachkräftemangels in 
Kindertageseinrichtungen dar und bat die Verwaltung um Beantwortung einiger Fragen. Eine Frage 
war offengeblieben, zu der die Verwaltung nun Stellung nehmen möchte. 
 
 
Welcher Personalbedarf besteht in den kommenden Jahren für die städtischen Einrichtungen 
und für die städtische Tochter KölnKitas? 
 
In den städtischen Kindertageseinrichtungen sind rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter be-
schäftigt (Teil- und Vollzeit). Das Deutsche Jugendinstitut ging bisher in der Berechnung des Perso-
nalbedarfs von einer jährlichen Fluktuationsquote von 5% aus. Diese konnte für die städtischen Kin-
dertageseinrichtungen bestätigt werden, so dass derzeit ein jährlicher Personalbedarf von ca. 200 
Kräften besteht.  
Die KölnKitas gGmbH beschäftigt zurzeit 511 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der 
Personalbedarf bei den KölnKitas liegt im Jahr 2017/2018 bei ca. 120 pädagogischen Fachkräften. 
Der Bedarf setzt sich zusammen aus den geplanten Kitaneueröffnungen in 2018 und Austritten durch 
Studienaufnahme, Wegzug, Kündigung in der Probezeit, Elternzeitvertretung oder Trägerwechsel. 
 
Allerdings wird bundesweit der Personalbedarf im Kindertagesstättenbereich weiter steigen. Dies be-
legt die neuste, im September 2017 veröffentliche, Studie des Deutschen Jungendinstitutes DJI und 
der TU Dortmund „Plätze. Personal. Finanzen- der Kita-Ausbau geht weiter“. 
In dieser Publikation werden mögliche Szenarien durchgespielt, die den zukünftigen Fachkräftebedarf 
beeinflussen werden. Hierbei unterscheidet das Institut zwei unterschiedliche Einflussgrößen: „auf der 
einen Seite der Personalersatzbedarf, der sich vor allem durch den altersbedingten Ausschied aktu-
ell beschäftigter Personen ergibt, auf der anderen Seite der Personalmehrbedarf, der unmittelbar mit 
dem Ausbau der zusätzlichen Plätze, zusammenhängt. Bei dem Personalmehrbedarf wird darüber 
hinaus als weitere Einflussgröße errechnet, welche Auswirkungen die politisch geplanten Verbesse-
rungen der Personalschlüssel zur Folge hätten“ (vgl. DJI Plätze. Personal. Finanzen- der Kita-Ausbau 
geht weiter“ und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Jugend- und Famili-
enministerkonferenz 2016).  
Allein aufgrund der demografischen Veränderungen (Geburtenanstieg und Zuwanderung) sowie des 
Ersatzbedarfs in Anbetracht der in den nächsten Jahren ausscheidenden Beschäftigten ist bis zum 
Jahr 2025 bundesweit mit einem Mehrbedarf gegenüber 2016 von bis zu etwa 213.000 Fachkräf-
ten in Kindertageseinrichtungen zu rechnen. 
Demografische Veränderungen, absehbarer Personalersatzbedarf, nicht erfüllte Elternwünsche, so-
wie eine angestrebte Qualitätsoffensive finden in den einzelnen Berechnungen des DJI genauso Be-

2 
 
rücksichtigung wie eine anzustrebende Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation bei Umsetzung der 
Inklusion bzw. bei der Betreuung von Kindern mit besonderen Unterstützungsbedarfen. 
Alle durchgespielten Szenarien des Berichtes des DJI und der TU Dortmund machen auf Anhieb 
sichtbar, dass es hierbei um enorme Größenordnungen an zusätzlichen Fachkräften geht, die in den 
nächsten Jahren (bis 2025) zur Verfügung stehen müssten.  
Entsprechende Personalgewinnungsmaßnahmen hat die Verwaltung bereits in der Sitzung vom 
05.09.17 mit der Beantwortung der kompletten Anfrage der SPD-Fraktion (Vorlage 2585/2017) vorge-
stellt. 
 
Gez. Dr. Klein

Beratungsverlauf (1)

28.11.2017 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3203/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
15.11.2017
Erstellt
17.10.2017 13:12