Mandari Insight

3068/2022

Köln Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 17.01.2023

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 23.03.2023, TOP 10.17

Anlage 3 Vorabauszug gem. Sondersitzung der Ausschüsse Verkehr und Klima, Umwelt und Grün am 21.03.2023

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Anlage 2_Auszug Beschlussprotokoll Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 09.03.2023, TOP 4.1.2

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Anlage 1_Köln-Katalog

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Ansehen

Anlage 3 Vorabauszug gem. Sondersitzung der Ausschüsse Verkehr und Klima, Umwelt und Grün am 21.03.2023

2162 Zeichen

Anlage 3 
 
Geschäftsführung  
Verkehrsausschuss 
Frau Krause 
Telefon:  (0221) 221-25909  
Fax       :  (0221) 221-24447 
E-Mail:  angela.krause@stadt-koeln.de 
Datum: 23.03.2023 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der Gemeinsame Sondersitzung 
des Verkehrsausschusses und des Ausschusses Klima, Umwelt und 
Grün vom 21.03.2023  
öffentlich  
1.2 Köln Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte 
Quartiere 
3068/2022 
 Änderungsantrag der SPD-Fraktion vom 17.03.2023 
AN/0524/2023 
 
RM Achtelik schlägt vor, die Vorlage ohne Votum in den Rat zu verweisen; es bestehe 
noch Beratungsbedarf. 
 
Seitens der Antrag stellenden Fraktion weist RM Lorenz darauf hin, dass man in un-
terschiedlichen Lagen durchaus unterschiedlich bauen könne; insbesondere wenn 
eine gute SPNV- oder ÖPNV-Anbindung vorhanden sei, mache es Sinn, höher zu 
bauen und eine Nachverdichtung vorzunehmen, hingegen in Gebieten mit schlechter 
Anbindung kleiner zu bauen. Der Antrag diene somit im Prinzip der Verfeinerung des 
Köln-Katalogs.  
 
SB Dr. Beese drückt seine grundsätzliche Sympathie für diese Intention aus. Aller-
dings könne man sich die Umsetzung nicht leisten, weil es die Bebauung an verschie-
denen Orten behindern oder verzögern würde.  
 
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün verweist die Vorlage mit dem Änderungs-
antrag der SPD-Fraktion AN/0524/2023, der da lautet: 
 
Der Antrag wird wie folgt ergänzt:  
 
 „(3) dabei müssen sich höhere Bebauungsdichten in erster Linie an der Anbindung an 
den Öffentlichen Personennahverkehr - und hier insbesondere an der Anbindung an 
den Schienenpersonennahverkehr - orientieren.“ 
 
ohne Votum in den Rat. 
 
Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt

2 
 
Der Verkehrsausschuss verweist die Vorlage mit dem Änderungsantrag der SPD-
Fraktion AN/0524/2023, der da lautet: 
 
Der Antrag wird wie folgt ergänzt:  
 
 „(3) dabei müssen sich höhere Bebauungsdichten in erster Linie an der Anbindung an 
den Öffentlichen Personennahverkehr - und hier insbesondere an der Anbindung an 
den Schienenpersonennahverkehr - orientieren.“ 
 
ohne Votum in den Rat. 
 
Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt

Anlage 2_Auszug Beschlussprotokoll Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 09.03.2023, TOP 4.1.2

735 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss Klima, Umwelt und 
Grün 
Frau Kleindienst 
Telefon: (0221) 221-23702 
Fax:  (0221)  
E-Mail: Ulrike.Kleindienst@stadt-
koeln.de 
Datum: 10.03.2023 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschusses Klima, 
Umwelt und Grün vom 09.03.2023  
öffentlich 
4 Allgemeine Beschlussvorlagen 
4.1.2 Köln Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte 
Quartiere 
3068/2022 
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beantragt die Erweiterung der Beratungsfol-
ge um den Verkehrsausschuss und verweist die Angelegenheit in die gemeinsame 
Sondersitzung des Verkehrsausschusses und des Ausschusses Klima, Umwelt und 
Grün am Dienstag, 21.03.2023. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage 1_Köln-Katalog

126904 Zeichen

Köln-Katalog
Typologien für kompakte, nachhaltige  
und lebenswerte Quartiere

Köln-Katalog
Typologien für kompakte, nachhaltige 
und lebenswerte Quartiere

4
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ hat mit 
dem Leitsatz 1 „Köln sorgt für kompakte und lebenswerte 
Quartiere“ und dem damit verbundenen Ziel 1.2 „Köln geht 
sorgsam mit der knappen Ressource Fläche um“ eine starke 
Zielvorgabe und eine klare Richtung zur Reduzierung des 
Flächenverbrauchs vorgegeben. Denn die Anforderungen an 
die Kölner Flächen werden immer differenzierter und viel-
fältiger. Insbesondere der spürbare Klimawandel mahnt uns 
genau zu überlegen und klug zu entscheiden, wie wir mit den 
wenigen vorhandenen Flächenpotenzialen umgehen und 
wie wir sie zukunftsgerichtet nutzen.
Doch wie erreichen wir dieses ambitionierte Ziel?
Mit dem Köln-Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und 
lebenswerte Quartiere verfügt die Stadt über ein ambitioniertes Ins-
trument mehr bauliche Dichte, insbesondere in der Äußeren Stadt, 
zu ermöglichen. Wenn wir weniger Flächen in Anspruch nehmen und 
eine dauerhaft lebenswerte Stadt erhalten wollen, dann müssen wir 
Dichte und Lebensqualität als sich kreativ ergänzende Anliegen ver-
stehen. Denn eine neue urbane Qualität der Stadt setzt voraus, dass 
baulich verdichtete Stadtquartiere gebaut werden, die von vielfälti-
ger Mischung zeugen, unterschiedliche Nutzungen auf begrenztem 
Raum ermöglichen und kurze Wege innerhalb eines Stadtquartiers 
bieten. 
Vorwort

5
Es bedarf guter Vorgaben, um sowohl Chancen als auch Risiken in 
den Blick zu nehmen. Diese Vorgaben zeigt der Köln-Katalog, indem 
er elf Strategien für qualitätvolle Dichte aufzeigt und diese in sechs 
anschauliche Quartierstypologien für Köln übersetzt. Referenzpro-
jekte und exemplarische Anwendungsbeispiele auf Kölner Flächen 
zeigen, dass eine dichte Bebauung nicht gleichzusetzen ist mit Groß-
wohnsiedlungen und Hochhäusern. Bauliche Dichte erzeugt Nach-
barschaft, Versorgung und Vernetzung. Kompakte und gemischte 
Quartiere tragen dazu bei, dass Supermärkte, Cafés, Pflegeangebo-
te, Begegnungsorte und der öffent liche Personennahverkehr optimal 
funktionieren können.
Der Köln-Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und le-
benswerte Quartiere ist ein Instrument, das durch die gute fachliche, 
konstruktive und dezernatsübergreifende Zusammenarbeit entstan-
den ist. Für diese Zusammenarbeitet bedanke ich mich herzlich bei 
allen, die dazu beigetragen haben. 
Ihr
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft,  
Digitalisierung und Regionales
Köln, September 2022

6
Inhaltlicher Einstieg
Im Mai 2021 stellten uns Expert*innen aus Architektur und 
Städtebau beim Fachsymposium  „Gebäudetypologien des 
Wohnens für kompakte und lebenswerte Quartiere“ ihre 
gelungenen Beispiele für verschiedene Wohnquartiere aus 
dem In- und Ausland vor. 
Diese Impulsbeispiele beschäftigten sich im Schwerpunkt 
mit dem gemeinschaftlichen Zusammenleben unter der Prä-
misse wenig Fläche in Anspruch zu nehmen. Und sie gaben 
Antworten auf die Fragen: Was müssen flächenschonende 
Quartiere leisten?
Die Erfahrungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie 
der vergangenen Jahre haben uns deutlich gemacht, wie 
wichtig unsere Quartiere als Eckpfeiler einer robusten Stadt sind. 
Die gemischten Quartiere mit ihren gut erreichbaren, dezentralen 
Angeboten der Nahversorgung und sozialen Infrastruktur, den Plät-
zen, Parks und Gärten sind Dreh- und Angelpunkte für lebendige 
Nachbarschaften. Doch nicht alle Kölner Veedel sind dahingehend 
gleichermaßen gut ausgestattet. Im Sinne des nachhaltigen Wach-
sens müssen wir gerade in der Quartiersentwicklungen ganzheit-
liche Qualitätsstandards entwickeln und neue Ansprüche z. B. an den 
Klimaschutz von Anfang an mitdenken.

7
Inhaltlicher Einstieg
Die Revitalisierung und Realisierung des Prinzips der „Stadt der 
kurzen Wege“ , das neben der Nutzungsmischung mit flexiblen und 
gemeinschaftlichen Räumen und flächensparenden Bauweisen auch 
hochwertige öffentliche Frei- und Grünräume sowie gut erreichbare 
soziale Angebote wie Schulen, Kitas, Pflege und Begegnungsorte 
beinhaltet, bildet den Rahmen für zukunftsorientierte, resiliente und 
nachhaltige Quartiere.
Ich freue mich daher, dass wir mit dem Köln-Katalog – Typologien 
für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere nun ein ent-
sprechendes Instrument für die Kölner Stadtentwicklung erarbeitet 
haben. Dieses ambitionierte Konzept kann entscheidend dazu bei-
tragen, die Quartiere weiterzuentwickeln und dabei hohe Qualitäts-
ansprüche zu definieren. 
Ihre
 
Brigitte Scholz 
Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik
Köln, September 2022

8
Zusammenfassung
Der Köln-Katalog
Der Köln-Katalog widmet sich einer der wesentlichen Herausfor-
derungen der Stadt Köln: der nachhaltigen Siedlungsflächenent-
wicklung. Die Auswirkungen des Stadtwachstums stellen den Kölner 
Wohnungsmarkt trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen jetzt und 
auch in den nächsten Jahrzehnten vor große Aufgaben. Die hohe 
Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen und kann im Bestand 
nicht gedeckt werden. Gleichzeitig verfügt Köln nur noch über weni-
ge Flächenpotenziale für den Wohnungsbau. Daher gilt es, mit den 
vorhandenen Flächenpotenzialen sparsam umzugehen, flächenspa-
rende Wohnformen zu realisieren und nachhaltig zu wachsen. 
Der Köln-Katalog zeigt wie kompakte und somit flächensparende 
Quartiere, die sozial und funktional durchmischt sind, das Prinzip 
der kurzen Wege verfolgen, ausreichend Grünflächen aufweisen und 
nachhaltig sind, in Köln entwickelt werden können. Als Schlüssel-
projekt der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ vertieft und 
konkretisiert der Köln-Katalog deren Leitsätze und Ziele. Er entwi-
ckelt anschauliche und flächensparende Quartierstypologien für die 
Zieldichten, die in der Stadtstrategie für neue Quartiere vorgesehen 
sind.
Als städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB) 
wird der Köln-Katalog zukünftig bei bebauungsplanrelevanten Vor-
haben berücksichtigt, dies erfolgt unter dem Aspekt der Abwägung 
im Abgleich mit anderen Belangen (§ 1 Abs. 7 BauGB). So entfaltet 
der Köln-Katalog eine steuernde Wirkung innerhalb und außerhalb 
der Verwaltung.

9
Die Köln-DNA: Analyse
Die Analyse des Kölner Wohngebäudebestandes zeigt charakteris-
tische Stadtstrukturen, identifiziert prägende Gebäude- und Sied-
lungstypologien und untersucht diese an exemplarischen Stadtaus-
schnitten näher. Übergeordnete Analyseerkenntnisse sind:
 › Die verschiedenen Gebäude- und Siedlungstypologien variieren in 
ihrer baulichen Dichte und Qualität teils deutlich.
 › Bauliche Dichte und Nutzungsmischung nehmen zum Stadtrand 
hin deutlich ab. Dort sind häufig wenig kompakte Typologien wie 
Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser vertreten und die Ziel-
dichten der Stadtstrategie werden meist nicht erreicht.
 › Erschließungs- und Verkehrsflächen nehmen verhältnismäßig 
große Flächenanteile ein. Insbesondere in der Äußeren Stadt ist 
die Realisierung des Prinzips der „Stadt der kurzen Wege“ ein da-
her Schlüssel, um diese Flächen zu reduzieren.
 › Neue Quartiersentwicklungen in der Inneren Stadt und Innenstadt 
werden teils mit sehr hohen Dichten realisiert, auch eine besonde-
re Höhenentwicklung ist zu beobachten. 
 › Die drei Bereiche der Stadt (Äußere Stadt, Innere Stadt und In-
nenstadt) sind durch individuelle Herausforderungen geprägt. 
Entsprechend sind auch individuelle Herangehensweisen und 
Quartierstypologien notwendig, um die jeweiligen Zieldichten der 
Stadtstrategie auf qualitätvolle Weise erreichen zu können.

10
Zusammenfassung
11 Strategien für eine qualitätvolle Dichte
Der Köln-Katalog zeigt 11 Strategien für eine qualitätvolle Dichte. 
Diese beschreiben einzelne Stellschrauben, die eine kompakte Bau-
weise und gleichzeitig lebenswerte Quartiere fördern. Die Strategien 
für qualitätvolle Dichte sind nach vier Themenschwerpunkten ge-
gliedert.
Vertikale Dichte: Klein und Groß Maßstabshybrid Lageorientierte  
Entwicklung
Grüne Vielfalt: Nutzbare Dachflächen Grüne Erschließung Multifunktionale 
Freiräume
Nutzungsvielfalt: Nutzungsmischung 
und Nutzungsoffenheit
Stadt stapeln Infrastrukturen teilen
Horizontale Dichte: Tiefe Gebäude Überlagernde 
Abstandsflächen

11
Gruppen bilden
Blöcke ausdifferenzieren
Vertikale entwickeln
Kontraste suchen
Raumfolgen setzen
Baufelder durchmischen
6 Quartierstypologien
Quartierstypologien für die Äußere Stadt:
Quartierstypologien für die Innere Stadt*:
Quartierstypologie für die Innenstadt*:
 Die sechs Quartierstypologien bilden 
den Kern des Köln-Kataloges und zei-
gen anschaulich und exemplarisch, wie 
kompakte, nachhaltige und lebenswerte 
Quartiere für die drei Zieldichten zukünf-
tig aussehen können. Jede der Quartiers-
typologien entsteht durch eine indivi-
duelle Kombination der 11 Strategien 
und geht zusätzlich auf die speziellen 
Anforderungen des Bereiches der Stadt 
ein. Die Quartierstypologien werden 
an Anwendungsbeispielen überprüft, 
die veranschaulichen, wie sich die Ziel-
dichten der Stadtstrategie städtebaulich 
und strukturell konkret vor Ort abbilden 
lassen.
* sowie ausgewählte Versorgungszentren der 
Äußeren Stadt beziehungsweise Inneren Stadt 
(siehe Seite 22).

12
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Inhaltlicher Einstieg 6
Zusammenfassung 8
Kapitel I 
Einleitung – 
Der Köln-Katalog 15
Der Köln-Katalog – ein Schlüsselprojekt  
der „Kölner Perspektiven 2030+“  16
Ein Glossar für den Köln-Katalog  22 
Kapitel II 
Die Köln-DNA 
Eine Bestandsanalyse 25
Kölner Charakteristika, Gebäude-  
und Siedlungstypologien 26
Dichteanalyse der Stadtausschnitte 32
Dichteanalyse aktueller Kölner  
Großprojekte 48
Erkenntnisse aus der räumlichen  
Analyse 51
Äußere Stadt 52
Innere Stadt 54
Innenstadt 56
Kapitel III 
11 Strategien für 
qualitätvolle Dichte 59
Vertikale Dichte 62
Horizontale Dichte 63
Grüne Vielfalt 64
Nutzungsvielfalt 65

13
Kapitel IV 
6 Quartierstypologien  
für Köln 67
Typologie 1 – Gruppen bilden 72
Referenzprojekte 74
Anwendung 76
Typologie 2 – Kontraste suchen 80
Referenzprojekte 82
Anwendung 84
Typologie 3 – Baufelder durchmischen 88
Referenzprojekte 90
Anwendung 92
Typologie 4 – Blöcke ausdifferenzieren 96
Referenzprojekte 98
Anwendung 100
Typologie 5 – Raumfolgen setzen 104
Referenzprojekte 106
Anwendung 108
Typologie 6 – Vertikale entwickeln 112
Referenzprojekte 114
Anwendung 116
Kapitel V 
Implementierung 
und Anwendung 121
Verhältnis zwischen Quartiersdichte  
und Geschossflächenzahl 122
Steuerung, Kommunikation und  
konkrete Empfehlungen 124
Impressum / Kontakt 128

14

15
Kapitel I 
 
Einleitung – 
Der Köln-Katalog
Der Köln-Katalog ist ein Schlüsselprojekt der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030+“ und soll zukünftig als Handlungsleitfaden für 
die Entwicklung von kompakten, nachhaltigen und lebenswerten 
Quartieren dienen.
In diesem ersten Kapitel erfolgt eine Einordnung des Köln-Kataloges 
und die Beantwortung der Fragen: Welchen Anlass gibt es für die 
Erstellung des Köln-Kataloges? Wie stellt sich die Ausgangssituation 
in Köln dar? Welche strategischen Zielsetzungen werden mit dem 
Köln-Katalog verfolgt? Und bei welchen Vorhaben soll der Köln-Ka-
talog Anwendung finden?
Zudem werden die Inhalte, die aus der Stadtstrategie aufgegriffen 
und vertieft werden, weitere Rahmenbedingungen für den Köln-Kata-
log sowie dessen Erarbeitungsprozess, Aufbau und relevante Begrif-
fe erläutert.

16
Einleitung
Der Köln-Katalog – ein Schlüsselprojekt der  
„Kölner Perspektiven 2030+“
Anlass und Ausgangssituation
Mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ hat die Stadt Köln ihren Kompass 
für eine zukunftsgerichtete, strategische 
und nachhaltige Stadtentwicklung definiert. 
Diese gilt es nun, für die verschiedenen The-
menfelder der Stadt weiterzuentwickeln, zu 
konkretisieren und zu operationalisieren, d. h. 
bezogen auf konkrete Orte und Prozesse an-
wendbar zu machen.
Eine wesentliche Herausforderung ist das 
Stadtwachstum Kölns. Die derzeitige Bevöl-
kerungsprognose geht von einem Bevölke-
rungszuwachs von insgesamt 70.000 neuen 
Einwohner*innen bis 2040 aus. Das bedeu-
tet zunehmende Bedarfe für Wohnen, sozia-
le Infrastruktur, Verkehr und Gewerbe, also 
insgesamt eine Zunahme der Siedlungs-
fläche. Dem gegenüber stehen begrenzte 
Flächenpotenziale für die Siedlungsentwick-
lung (vgl. Stadtstrategie, Zielkarte Wohnen).
Gleichzeitig werden immer noch flächen-
intensive Wohnformen, insbesondere in der 
Äußeren Stadt (Definition siehe Seite 18), re-
alisiert. Ebenso steigt die durchschnittliche 
Wohnfläche je Person (m²) in Köln weiter. 
Zwischen 2015 und 2021 lag der Zuwachs 
bei 1,7 % (Quelle: Stadt Köln, Auswertung der 
Bautätigkeitsstatistik 2021).
Aufgrund der nach wie vor hohen Flächen-
inanspruchnahme hat sich die Bundesre-
gierung im Rahmen der Deutschen Nach-
haltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis 
zum Jahr 2030 die Neuinanspruchnahme 
von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf 
unter 30 Hektar pro Tag zu verringern. Die 
neue NRW-Landesregierung hat sich darauf 
verständigt, einen angemessenen Beitrag 
zur Erreichung des Bundesziels zu leisten. 
Aufgrund der bereits bestehenden Flächen-
knappheit und der steigenden Ansprüche 
ist es für die Stadt Köln notwendig, mit den 
knappen Flächenressourcen sparsam um-
zugehen und Wohnformen zu realisieren, die 
eine adäquate bauliche Dichte aufweisen. 
Weiterhin ist auch der Grundsatz „Innen- vor 
Außenentwicklung“ zu berücksichtigen, dem 
sich die Stadt verpflichtet hat.
Kompakte und somit flächensparende Quar-
tiere, die sozial und funktional durchmischt 
sind, das Prinzip der kurzen Wege verfolgen, 
ausreichend Grünflächen aufweisen und 
nachhaltig sind, sehen auch die Leitsätze 
und Ziele der Stadtstrategie „Kölner Pers-
pektiven 2030+“ vor. Als Schlüsselprojekt 
der Stadtstrategie vertieft und konkretisiert 
der Köln-Katalog diese Zielsetzungen, da-
mit zukünftig kompakte, nachhaltige und 
lebenswerte Quartiere entwickelt werden 
können.

Übersichtskarte Dichtekategorien
Empfehlungen für Zieldichten
  Äußere Stadt,  
Quartiersdichte höher als 0,8
  Innere Stadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Äußeren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,2
  Innenstadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Inneren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,5
Von der Stadtstrategie zum Köln-Katalog
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ wurde am 14. Dezember 2021 als 
Kompass für die zukunftsgerichtete, strate-
gische und nachhaltige Stadtentwicklung 
beschlossen. Sie thematisiert die vielschich-
tigen Herausforderungen, mit denen sich 
Köln in den nächsten Jahrzehnten ausei-
nandersetzen muss und stellt heraus, wo 
die Akteur*innen aus Politik, Verwaltung 
und Stadtgesellschaft ihre Kräfte bündeln 
müssen. Dazu gehören vor allem der demo-
graphische Wandel, der Klimawandel, die 
Mobilitäts-wende sowie der angespannte 
Wohnungsmarkt.
Die wesentlichen Steuerungselemente sind 
das Zielgerüst der „360-Grad-Perspektive” , 
die fünf Zielkarten der „Stadträumlichen 
Perspektive” sowie die Vorschläge für 10 
Handlungsempfehlungen, aus denen jähr-
lich Schlüsselprojekte wie der Köln-Katalog 
abgeleitet werden.
Inhaltlich orientiert sich der Köln-Katalog 
insbesondere am 1. Leitsatz der Stadtstrate-
gie „Köln sorgt für kompakte und lebenswer-
te Quartiere” und der Handlungsempfehlung 
2 „Innere Werte” zum verantwortungsvollen 
Umgang mit den begrenzten Flächenpoten-
zialen. Bezogen auf zukünftige Wohnungs-
bauentwicklungen bedeutet dies: Dichte 
Quartiere, die sozial und funktional durch-
mischt sind, dem Prinzip der kurzen Wege 
entsprechen und ausreichend Grünflächen 
aufweisen sowie ökologisch nachhaltig sind.
Die Zielkarte „Wohnen: Realisierung von 
gemischten, lebendigen und gut angebun-
denen Quartieren“ der Stadtstrategie zoniert 
die Siedlungsfläche Kölns in drei Dichteka-
tegorien. Für jede der Kategorien wird eine 
Zieldichte für Quartiere (Quartiersdichte) 
empfohlen, die zukünftigen baulichen Ent-
wicklungen als Richtwert dienen soll. Eben-
falls werden zentrale Qualitäten und der 
Mehrwert höherer Dichten benannt.
17

18
Einleitung
Zieldefinition für den Köln-Katalog
Die Ziele des Köln-Kataloges sind:
 › Die abstrakten Zieldichten aus der Stadt-
strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ in 
konkrete städtebauliche Quartierstypo-
logien zu übersetzen,
 › Kompakte und flächenschonende Bau-
weisen für Quartiere mit hohen ökologi-
schen und sozialen Standards aufzuzei-
gen,
 › Langfristig eine effiziente und nachhalti-
ge Flächennutzung zu ermöglichen,
 › Mit guten Beispielen und bildhaften Vor-
schlägen Qualitäten und Potentiale hö-
herer städtebaulicher Dichten zu veran-
schaulichen und dadurch zu einem Abbau 
der „Bedenken gegenüber Verdichtung“ 
in der Öffentlichkeit beizutragen,
 › Neue Wohnformen und flexible Raum-
angebote als Chance zur individuellen 
Wohnflächenreduzierung und Flächenmi-
nimierung einzubeziehen,
 › Quartierstypologien zu entwickeln, die 
klare Leitplanken für Entwicklungsvor-
haben setzen und gleichzeitig viel Flexi-
bilität für die Anwendung im konkreten 
städtischen Kontext bieten,
 › Als städtebauliches Entwicklungskonzept 
(§ 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB) soll der Köln-Ka-
talog zukünftig bei bebauungsplanrele-
vanten Vorhaben berücksichtigt zu wer-
den, unter dem Aspekt der Abwägung im 
Abgleich mit anderen Belangen (§ 1 Abs. 7 
BauGB). So kann er eine steuernde Wir-
kung entfalten sowie einen transparenten 
und berechenbaren Rahmen für zukünfti-
ge Projektentwicklungen darstellen.
Grundsätzlich soll der Köln-Katalog dazu 
beitragen, eine adäquate Dichte in Neubau-
quartieren umzusetzen. Dabei berücksich-
tigt er bestehende Konzepte und Vorgaben 
der Stadt Köln — neben der Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“ insbesondere 
das Kooperative Baulandmodell. Der Köln-
Katalog zeigt auf, wie qualitätvolle Dichte 
in Quartieren aussehen kann und welche 
Stellschrauben dafür notwendig sind, um 
schließlich als städtebauliches Entwick-
lungskonzept in bebauungsplanrelevanten 
Vorhaben berücksichtigt zu werden. Er ist 
damit keine klassische Nachverdichtungs-
strategie.
Die grundsätzliche Flächenkonkurrenz 
unterschiedlicher städtischer Funktionen 
wie Wohnen, Gewerbe, einer qualitativen 
und quantitativen Weiterentwicklung der 
Grün- und Freiräume sowie der (Mobilitäts-)
Infrastruktur kann auch der Köln-Katalog 
nicht ausräumen. Er kann aber Vorschläge 
für qualitative und integrierte Lösungsansät-
ze machen.
Qualitätvolle Dichte
Die Erhöhung der baulichen Dichte ist 
alleine nicht ausreichend, um langfristig 
kompakte, nachhaltige und lebenswerte 
Quartiere für Köln zu gestalten. Attraktive 
Quartiere werden durch ihren Zugang zu In-
frastruktur- und Versorgungseinrichtungen, 
ihre verkehrliche Erreichbarkeit, ihre Frei- 
und Grünräume, Orte der Begegnung und 
des sozialen Miteinanders sowie durch ihre 
architektonische und städtebauliche Gestal-
tung definiert. Zunehmend werden sie auch 
an ihrer Anpassungsfähigkeit an den Klima-
wandel und Kriterien für den Klimaschutz 
gemessen.

19
Daher werden folgende Aspekte für eine 
qualitätvolle Dichte im Köln-Katalog zu 
Grunde gelegt, wenngleich eine detaillierte 
Ausgestaltung erst im konkreten Entwick-
lungsvorhaben erfolgen kann:
 › Nutzungsgemischte, lebendige Quartiere 
und eine Stadt der kurzen Wege,
 › Gleichberechtigung aller Verkehrsträger 
im öffentlichen Raum,
 › Robuste, qualitative und klimaresiliente 
Grünräume mit hoher stadtklimatischer 
Ausgleichsfunktion,
 › Verankerung von Maßnahmen für den 
Klimaschutz und die Klimawandelanpas-
sung von Anfang an in den Quartiersent-
wicklungen,
 › Qualität in Architektur und Städtebau, 
sowohl im Material als auch der formalen 
Gestaltung und Bildung von Räumen,
 › Ausgewogenes Verhältnis zwischen pri-
vaten Rückzugsorten und gemeinschaft-
lich genutzten Räumen.
Erarbeitungsprozess
Einen Schwerpunkt der Diskussionen, die 
im Rahmen der „Kölner Perspektiven 2030+“ 
geführt wurden, bildeten das Themenfeld 
Wohnen und die Frage, wie auf den wenigen 
verbleibenden Flächenpotenzialen ausrei-
chend Wohnraum realisiert werden kann.
Zur Weiterentwicklung, Konkretisierung und 
Operationalisierung der Aussagen und Ziel-
richtungen, die dazu in der Stadtstrategie 
getroffen wurden, hat der Stadtentwick-
lungsausschuss der Stadt Köln beschlossen, 
ein Fachsymposium durchzuführen. Unter 
dem Titel „Gebäudetypologien des Woh-
nens für kompakte und lebenswerte Quar-
tiere“ fand die digitale Veranstaltung am 
5. Mai 2021 statt.
Parallel startete im Frühsommer 2021 der 
Erarbeitungsprozess des Köln-Kataloges 
mit der Beauftragung der Büros De Zwarte 
Hond aus Köln und Duplex Architekten aus 
Düsseldorf.
Der Erarbeitungsprozess wurde begleitet 
von einem intensiven Austausch mit der 
Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung 
und dem Sachgebiet Erschließungsmanage-
ment von Flächen des Amts für Stadtent-
wicklung und Statistik sowie von insgesamt 
fünf Workshops mit dem „Köln-Katalog 
Team” . Dieses setzte sich dezernatsüber-
greifend zusammen aus Vertreter*innen 
des Stadtplanungsamts, des Umwelt- und 
Verbraucherschutzamts, des Amts für Lie-
genschaften, Vermessung und Kataster, der 
Wohnungsbauleitstelle und des Amts für 
Wohnungswesen. Den jeweiligen Amtslei-
tungen wurden die zentralen Ergebnisse in 
einer Erörterungsrunde vorgestellt.
Darüber hinaus wurde der Köln-Katalog 
auch öffentlich im Haus der Architektur Köln, 
der AG Wohnungsbauforum und dem Woh-
nungsbauforum thematisiert und diskutiert.
Als Endprodukt greift der Köln-Katalog die 
Impulse des Fachsymposiums sowie die 
Ergebnisse der Diskussionsrunden auf und 
übersetzt die abstrakten Zieldichten der 
Stadtstrategie in konkrete städtebauliche 
Quartierstypologien.

20
Einleitung
Aufbau des Köln-Kataloges
Bereits im Rahmen der Analyse zur Stadt-
strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wur-
de deutlich, dass die Bebauungsdichte von 
der Innenstadt hin zum Stadtrand deutlich 
abnimmt. Gleichzeitig befinden sich in der 
Äußeren Stadt die meisten Entwicklungs-
flächen für Wohn- und Mischnutzung. Da-
her legt der Köln-Katalog einen räumlichen 
Fokus auf die Äußere Stadt und die Heran-
gehensweise erfolgt von der Äußeren Stadt 
über die Innere Stadt bis zur Innenstadt.
Der Köln-Katalog startet mit einer Analyse 
der Bestandssituation. Es wird zunächst he-
rausgearbeitet, welche Gebäude- und Sied-
lungstypologien im gesamten Stadtgebiet 
zu finden sind und wie sich diese im Hinblick 
auf ihren Anteil an der Gesamtwohnbebau-
ung, Nutzungsmischung und Einwohner*in-
nendichte zueinander verhalten. Die identi-
fizierten Gebäude- und Siedlungstypologien 
werden anschließend an exemplarischen 
Stadtausschnitten näher untersucht. Als 
Erkenntnisse der Analyse werden Heraus-
forderungen und Ziele für die drei Bereiche 
der Stadt (Äußere Stadt, Innere Stadt und 
Innenstadt) formuliert.
Aus der Analyse und den ausgewerteten 
Best-Practice-Projekten werden Strategien 
für eine qualitätvolle Dichte in Köln abgelei-
tet. Diese Strategien beschreiben einzelne 
Stellschrauben, die dichte und gleichzeitig 
lebenswerte Quartiere fördern. Die insge-
samt 11 Strategien für qualitätvolle Dichte 
lassen sich zusammenfassen unter vier 
Themenschwerpunkten: Vertikale Dichte, 
Horizontale Dichte, Grüne Vielfalt und Nut-
zungsvielfalt.
Den Kern des Köln-Kataloges bilden die 
sechs Quartierstypologien. Sie zeigen an-
schaulich und exemplarisch auf, wie kom-
pakte, nachhaltige und lebenswerte Quar-
tiere für die drei Dichtekategorien zukünftig 
aussehen können. Aufgrund des höheren 
Entwicklungspotentials in der Äußeren Stadt 
werden drei Quartierstypologien für die Äu-
ßere, zwei für die Innere Stadt und eine für 
die Innenstadt entwickelt.
Jede der Quartierstypologien entsteht 
durch eine individuelle Kombination der 11 
Strategien. Die Quartierstypologien werden 
jeweils durch Beispielprojekte illustriert und 
mit Hilfe eines Anwendungsbeispiels inner-
halb des Kölner Stadtgebietes überprüft. Die 
Anwendungsbeispiele stellen exemplarisch 
dar, wie sich die Zieldichten der Stadtstrate-
gie städtebaulich und strukturell konkret vor 
Ort abbilden lassen.
Das Kapitel Implementierung zeigt auf, wie 
der Köln-Katalog zukünftig als städtebau-
liches Entwicklungskonzept (§ 1 Abs. 6 Nr. 11 
BauGB) seine Wirkung innerhalb und außer-
halb der Verwaltung entfalten wird. Gleich-
zeitig werden Anregungen für pilothafte 
Anwendungen und eine Evaluierung von 
Vorhaben formuliert, um aus der Umsetzung 
und Realisierung von Projekten weitere Er-
kenntnisse zu gewinnen.

Fachsymposium „Gebäudetypologien des Wohnens für kompakte  
und lebenswerte Quartiere“
Am 5. Mai 2021 fand das digitale Fachsymposium „Gebäudetypologien des Wohnens für 
kompakte und lebenswerte Quartiere“ statt. In sechs Impulsvorträgen von Expert*innen 
aus Architektur und Städtebau wurden gelungene Beispiele verschiedener Wohnungsbau-
projekte aus dem In- und Ausland vorgestellt und anschließend diskutiert. Das Fach-
symposium richtete sich an Politik, Wohnungswirtschaft, (Fach-)Öffentlichkeit und 
 Verwaltung.
Ziel war es, Wohnungsbauprojekte aufzuzeigen, die mit der knappen Ressource Fläche 
sparsam umgehen und gleichzeitig attraktive Quartiere für unterschiedliche Zielgruppen 
ermöglichen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker stellte klar:
„Es geht dabei nicht nur um rein bauliche Fragen, sondern um die Wohnqualität in 
 Gemeinschaften. “
 
Für den Köln-Katalog lassen sich folgende zentrale Erkenntnisse aus den Impuls vorträgen 
ableiten:
 › Gemeinschaftlich genutzte Flächen und 
Räume sind der Schlüssel für lebendige 
Quartiere und können zu einer Verringe-
rung der individuellen Wohnfläche bei-
tragen.
 › Zusammenhängend geplante und um-
gesetzte Projektentwicklungen können 
Gemeinschaftsflächen häufig besser 
organisieren, beispielsweise im Genos-
senschaftsmodell.
 › Insbesondere durch flexible Grundrisse 
nach dem Baukastenprinzip können die 
verschiedensten Bedürfnisse schnell und 
kostengünstig erfüllt werden.
 › Beim Entwerfen neuer kompakter Quar-
tiere ist die Auseinandersetzung mit der 
Umgebung und Landschaft besonders zu 
beachten.
 › Klimafolgeanpassung und Klimaschutz 
sind wichtige Aspekte für nachhaltige 
Quartiere. Dabei schließen sich ökolo-
gische Ansprüche und dichte Quartiere 
nicht aus: „Grün und dicht – das geht“  
sagte dazu Helga Fassbinder, die das Pro-
jekt Biotope City Wienerberg vorstellte. 
 › Zu einem nachhaltigen Quartier gehört 
auch das ökologische Bauen, wie bei-
spielsweise die Holzbauweise.
 › Ein Umdenken in der Flächenverteilung 
auf die einzelnen Nutzungen ist notwen-
dig. Durch die Neuorganisation der Mo-
bilität, insbesondere des fließenden und 
ruhenden Verkehrs, können beispielswei-
se große Flächen für den MIV eingespart 
und anderweitig genutzt werden.
21

22
Einleitung
Ein Glossar für den Köln-Katalog
Einwohnerdichte 
Die Einwohnerdichte definiert sich über die 
Anzahl der Einwohner*innen je Quadratkilo-
meter.
Geschossfläche (GF) 
Die Geschossfläche ist die Summe aller 
Geschosse. Eine Differenzierung in Voll-
geschosse und Staffelgeschosse findet im 
Köln-Katalog nicht statt.
Geschossflächenzahl (GFZ) 
Die Geschossflächenzahl beschreibt die 
bauliche Dichte auf einem Grundstück. Sie 
ist ein Kennwert der Ausnutzung:
GFZ =
Geschossfläche (m²)
Grundstücksfläche oder Nettobauland (m²)
Die GFZ ist eine wesentliche Kenngröße der 
Gebietstypologien der Baunutzungsverord-
nung (BauNVO) und wird insbesondere in 
Bebauungsplänen angewendet.
Dichtekategorien  
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ definiert in ihrer Zielkarte Wohnen 
drei Dichtekategorien und empfiehlt da-
für Zieldichten. Diese wurden aus der Be-
trachtung bestehender Bebauungsdichten 
und der Zielstellung, künftige Quartiere 
kompakter zu gestalten, hergeleitet. Die 
drei Dichtekategorien orientieren sich an 
der räumlichen Gliederung der Stadt in die 
drei Bereiche Äußere Stadt, Innere Stadt 
und Innenstadt. Ausnahmen ausgewählte 
Versorgungszentren, für die aufgrund ihrer 
strukturellen Merkmale jeweils die nächst 
höhere Dichtekategorie empfohlen wird (vgl. 
Karte Seite 17).
Zieldichte für die Äußere Stadt:  
Quartiersdichte höher als 0,8  
(mittlere Zieldichte)
Zieldichte für die Innere Stadt und aus- 
gewählte Versorgungszentren der 
Inneren Stadt: Quartiersdichte höher als 
1,2 (hohe Zieldichte)
Zieldichte für die Innenstadt und aus- 
gewählte Versorgungszentren der 
Inneren Stadt: Quartiersdichte höher als 
1,5 (höchste Zieldichte)
Quartiersdichte 
Die Quartiersdichte beschreibt die bau-
liche Dichte eines gesamten Quartiers. Sie 
ist rechtlich nicht festgelegt und errechnet 
sich aus dem Verhältnis der Summe der ge-
bauten Geschossfläche zur Quartiersfläche. 
Dazu werden auch Flächen der städtischen 
Infrastruktur sowie Grün- und Freiflächen 
innerhalb des Quartiers mit einbezogen.
Quartiersdichte =
Geschossfläche (m²)
Quartiersfläche (m²)
Die drei Zieldichten der Stadtstrategie sind 
als Quartiersdichten definiert und geben die 
zu erzielende bauliche Dichte im Verhältnis 
zur Quartiersfläche an. Bei neuen Entwick-
lungen ist diese Fläche als Bezugsgröße 
sinnvoll für ein gesamtes Quartier auszu-
wählen.

23
Gebäude- und Siedlungstypologien 
Bebauungstrukturen und Siedlungsformen 
lassen sich durch ihre unterschiedliche 
Morphologie in Gebäude- und Siedlungsty-
pologien klassifizieren. Jede Typologie lässt 
sich zudem mit spezifischen Charakteristika 
zu Wohnform, Erschließung und Nutzungs-
mischung beschreiben.
Quartierstypologien 
Die Quartierstypologien betrachten nicht die 
Strukturen und Charakteristika eines Grund-
stücks, sondern eines größeren baulichen 
Siedlungsbereichs. Die im Köln-Katalog ent-
wickelten Quartierstypologien beschreiben 
städtische Funktionen sowie die Lebens-
qualität der Bewohner*innen. Die Typolo-
gien des Köln-Kataloges sind städtebauliche 
Typologien und können unterschiedlichste 
Größen, von wenigen Gebäuden bis hin zu 
ganzen Quartieren, abbilden.
Nutzungsmischung 
Die Nutzungsmischung beschreibt die 
Integration von Wohnnutzungen und Nicht-
Wohnnutzungen wie Gewerbe, Büros sowie 
soziale und infrastrukturelle Einrichtungen. 
Wohneinheiten/ha (WE/ha) 
Die Berechnung der Wohneinheiten pro 
Hektar beruht auf der statistischen Annah-
me einer durchschnittlichen Wohnungsgrö-
ße von 90 m² .
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)  
Für Quartiersentwicklungen in der Äuße-
ren Stadt ist eine gute ÖPNV-Versorgung 
Voraussetzung. Auf die Maßnahmen in der 
Stadtstrategie zur Verbesserung der ÖPNV-
Versorgung wird verwiesen. 
Kooperatives Baulandmodell Stadt Köln 
(KoopBLM) 
Das Kooperative Baulandmodell wurde 
2014 vom Rat der Stadt Köln beschlossen 
und umgesetzt, um die Versorgung mit 
öffentlich gefördertem Wohnungsbau si-
cher zu stellen und Investor*innen an den 
infrastrukturellen Folgekosten für soziale 
Einrichtungen (z. B. Kindertagesstätten), 
Grün- und Spielflächen zu beteiligen. Das 
KoopBLM gilt heute in der Fassung vom 
10.05.2017 mit seiner Umsetzungsanwei-
sung Plus vom 05.05.2022. Das KoopBLM 
ist ab einer Projektgröße von 1.800 m² 
Geschossfläche Wohnen wirksam, sofern 
neues Planungsrecht im Rahmen eines Be-
bauungsplanverfahrens geschaffen wird.
Grün- und Spielflächenberechnung 
Die Grün- und Spielflächenbedarfe eines 
Quartiers werden auf Grundlage des Koop-
BLM berechnet. Dies wurde auch bei den 
Anwendungsbeispielen berücksichtigt. Die 
Berechnung beruht auf der erwarteten Ein-
wohnerzahl des Quartiers.
Spielflächen: EW × 2 m² 
Grünflächen: EW × 10 m²
Das KoopBLMplus ermöglicht unter be-
stimmten Voraussetzungen auch Kombiflä-
chen, welche die Funktionen von Spiel- und 
Grünflächen bündeln.
Kombiflächen: EW × 5 m²
Diese Kombiflächen reduzieren den Grün- 
und Spielflächennachweis erheblich. Zur 
besseren Vergleichbarkeit der Quartiersty-
pologien und Anwendungsbeispiele wurde 
dieser Sonderfall jedoch im Rahmen des 
Köln-Kataloges nicht berücksichtigt. Die 
Zulässigkeit der Kombiflächen im konkreten 
Projekt richtet sich ausschließlich nach den 
Anforderungen des KoopBLMplus.

24

25
Kapitel II 
 
Die Köln-DNA 
Eine Bestandsanalyse
Die Köln-DNA ist das Ergebnis einer umfassenden Bestandsanalyse 
des Kölner Stadtgebietes.
In einem ersten Schritt wird der Wohngebäudebestand untersucht: 
Welche räumlichen Charakteristika prägen das Stadtbild? Welches 
sind die vorherrschenden Gebäude- und Siedlungstypologien in 
Köln? Und wie verhalten sich diese zueinander im Hinblick auf ihre 
bauliche Dichte und die Nutzungsmischung?
Die identifizierten Gebäude- und Siedlungstypologien werden im 
zweiten Schritt an exemplarischen Stadtausschnitten genauer unter-
sucht und beschrieben.
Die Erkenntnisse der Analyse sind die Grundlage für die 11 Strate-
gien für qualitätsvolle Dichte: Welche Herausforderungen lassen sich 
für die drei Lagetypen der Stadt aus der Analyse ableiten? Inwieweit 
bilden neue Projektentwicklungen die formulierten Ansprüche an 
eine qualitätsvolle Dichte ab? Welche Ansatzpunkte zur Realisierung 
von kompakten, nachhaltigen und lebendigen Quartieren, die den 
Zieldichten der Stadtstrategie entsprechen, gibt es?

26
Die Köln-DNA
Kölner Charakteristika, Gebäude- und 
Siedlungstypologien
Räumliche Charakteristika Kölns
Aus einer übergeordneten Betrachtung des gesamten Stadtgebietes 
lassen sich einige grundsätzliche Beobachtungen formulieren. Sie 
helfen, die gewachsene räumliche Struktur Kölns zu verstehen und 
den Status Quo einzuordnen:
Stadt der Radialen
Ausgehend von der Innenstadt entwickeln sich insbesondere im 
Linksrheinischen die Stadtquartiere der Inneren Stadt entlang der 
historischen radialen Ausfallstraßen.
Zwei Grüngürtel und der Rhein
Rheinufer, Innerer und Äußerer Grüngürtel strukturieren die Stadt in 
hohem Maße. Diese großen zusammenhängenden Freiflächen sind 
von gesamtstädtischer Bedeutung und dienen als wichtige Sport- 
und Erholungsflächen sowie zur Belüftung.
Heterogene Architektur
Köln wird nicht durch eine spezifische Gebäudetypologie oder eine 
einzelne architektonische Haltung geprägt. Vielmehr bestimmt eine 
heterogene Architektur das Bild der Stadt. In weiten Teilen prägt eine 
gemischte Nachkriegsbebauung die Quartiere.

27
Polyzentrische Struktur 
Individuelle Veedel mit teilweise starker Nutzungsmischung, lokalem 
Einzelhandel, und hoher Dichte an kleinen Dienstleistern und Gewer-
be prägen die bauliche Struktur Kölns.
Kontrast zwischen Innerer und Äußerer Stadt
Die bauliche Dichte nimmt von der Innenstadt zur Äußeren Stadt 
deutlich ab. Gleiches gilt für die Nutzungsmischung als Indikator für 
lebendige Quartiere und qualitätvolle Dichte.
Dichte, aber niedrige Innenstadt
Köln besitzt, im Verhältnis zu seinen Randbezirken, eine stark ver-
dichtete Innenstadt. Insbesondere der hohe Anteil an Gewerbe 
(-Neubauten) trägt dazu bei. In den dichtesten Quartieren der Innen-
stadt werden Quartiersdichten von über 2,0 (vgl. Grundlagenkarte 
Urbanes Köln, Stadtstrategie) erreicht. Dennoch ist die Höhenent-
wicklung mit durchschnittlich vier bis sechs Geschossen in den 
Quartieren moderat. Ein Phänomen, was in gewachsenen Quartieren 
vieler europäischer Städte beobachtet werden kann.

28
Die Köln-DNA
Nutzungsmischung
EW  / ha  (Dichte)
29%
<1%
12%
1%
8%
12%
2%
6%
0 260200100
6%
7%
16%
Diagramm der prozentualen Verteilung der Gebäude- und Siedlungstypologien mit Betrachtung der 
Nutzungsmischung und Einwohner*innendichte sowie baulichen Dichten
Gebäude- und Siedlungstypologien in Köln
Die Gebäude mit Wohnnutzung in Köln lassen sich in elf Gebäude- 
und Siedlungstypologien einteilen (siehe auch Karte Seite 30):
 Dorfstrukturen
 Einfamilien- und Doppelhäuser
 Reihenhäuser
 Zeilenstrukturen
 Wohnsiedlungen
 Großwohnsiedlungen
 Einzelobjekt Hochhaus (Punkt)
 Mehrfamilienhaus Blockstrukturen
 Freistehende Mehrfamilienhäuser
 Gründerzeitliche Kernstadt
 Mittelalterliche Kernstadt

29
Bestandstypologien im Vergleich
Die identifizierten Gebäude- und Siedlungs-
typologien im Bestand unterscheiden sich 
insbesondere bezogen auf ihre Dichte und 
die Nutzungsmischung. Der Anteil der Ty-
pologien an der Gesamtstadt variiert stark 
(vgl. Diagramm auf der linken Seite). Eine 
Betrachtung und Untersuchung der Be-
standstypologien ist wichtig, da diese die 
räumlichen Nachbarschaften für neue Quar-
tiersentwicklungen bilden.
Mit zusammen fast 30 % nehmen die Einfa-
milien- und Doppelhäuser flächenmäßig den 
größten Anteil an der Wohnsiedlungsfläche 
ein. Gleichzeitig verzeichnet diese Typolo-
gie den niedrigsten Anteil an Nutzungsmi-
schung sowie die geringste Bevölkerungs-
dichte pro Hektar, was auf einen hohen 
Flächenverbrauch schließen lässt.
Dorfstrukturen, Reihenhäuser und freiste-
hende Mehrfamilienhäuser stehen zusam-
men für weitere 30 % der Wohnsiedlungs-
fläche. Sie sind im Hinblick auf die bauliche 
Dichte und Nutzungsmischung ähnlich zu 
beurteilen wie Einfamilien- und Doppel-
häuser. Zusammen mit der ersten Gruppe 
stehen diesen Typologien somit für  
60 % der Wohnquartiere Kölns.
Wohnsiedlungen, Zeilenstrukturen, Block-
randbebauungen und Großwohnsiedlungen 
erreichen deutlich höhere Werte für die 
Einwohnerdichte, aber auch hier ist der An-
teil der Nutzungsmischung nicht besonders 
hoch. Dieses „Mittelfeld” macht rund 32 % 
der Wohnquartiere aus.
Die gründerzeitliche Kernstadt erzielt die 
höchste Bevölkerungsdichte aller elf Typo-
logien, trotz eines hohen Anteils an Nut-
zungsmischung. Die Gebäude der gründer-
zeitlichen Kernstadt nehmen eine Großteil 
der Grundstücksfläche in Anspruch und 
verfügen über einen vergleichsweise gerin-
gen Außenraum. Unter aktuellen Rahmenbe-
dingungen wäre eine solche Bebauung nicht 
mehr zulässig.
Die mittelalterliche Kernstadt zeigt den 
höchsten Anteil an Nutzungsmischung. Im 
Gegenzug werden aber nur durchschnitt-
liche Werte für die Bevölkerungsdichte 
erreicht. Hier dominieren Einzelhandel 
und Büronutzungen. Auffallend ist der ver-
gleichsweise geringe Flächenanteil an der 
Gesamtstadt, bezogen auf ihre Bedeutung 
in der öffentlichen Wahrnehmung.

30
Die Köln-DNA
Gebäude- und Siedlungstypologien in Köln
 Dorfstrukturen
 Einfamilien- und Doppelhäuser
 Reihenhäuser
 Zeilenstrukturen
 Wohnsiedlungen
 Großwohnsiedlungen
 Einzelobjekt Hochhaus (Punkt)
 Mehrfamilienhaus Blockstrukturen
 Freistehende Mehrfamilienhäuser
 Gründerzeitliche Kernstadt
 Mittelalterliche Kernstadt

31

32
Die Köln-DNA
Dichteanalyse der Stadtausschnitte
Um die Dichte in Kölner Bestandsquartieren zu analysieren, werden 
500 m × 500 m große Stadtausschnitte der verschiedenen Gebäu-
de- und Siedlungstypologien exemplarisch miteinander verglichen. 
Für jede Typologie (siehe Seite 28, außer Einzelobjekt Hochhaus) 
wurde mindestens ein Stadtausschnitt erstellt und dafür die Quar-
tiersdichte, der Anteil an Nutzungsmischung sowie eine pauscha-
lisierte Berechnung der Wohneinheiten ermittelt (siehe auch Seite 
22 f.). Über die farbliche Codierung sind die Gebäude- und Sied-
lungstypologien der gesamtstädtischen Karte (siehe Seite 28 f.) 
zuzuordnen.
Die angegebenen Quartiersdichten beziehen sich auf die gesamte 
Fläche der ausgewählten Stadtausschnitte (250.000 m²) unter Ein-
bezug großer öffentlicher Grün- und Gewässerflächen. Die Berech-
nung der Nutzungsmischung basiert auf den Daten der Stadt Köln 
(ALKIS). Es handelt sich hierbei um Näherungswerte. Angenommen 
wurde, dass bei Gebäuden mit Mischnutzung (z. B. Wohngebäude 
mit Handel und Dienstleistung) nur das Erdgeschoss einer anderen 
Nutzung als Wohnen vorbehalten ist. Infrastrukturelle Gebäude (z. B. 
Garagen) wurden nicht mit eingerechnet.

33
Übersichtskarte Dichtekategorien  
mit analysierten Stadtausschnitten 
Empfehlungen für Zieldichten
  Äußere Stadt,  
Quartiersdichte höher als 0,8
  Innere Stadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Äußeren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,2
  Innenstadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Inneren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,5

34
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Langel 
Lage: Äußere Stadt
Quartiersdichte 0,19 
WE/ha 15 
Nutzungsmischung 20 %
Dorfstrukturen 
Die Siedlungstypologie des Dorfs findet sich ausschließlich in der 
Äußeren Stadt, teils losgelöst von anderen Siedlungsstrukturen, 
teils zusammengewachsen. Die Bebauung ist durchschnittlich sehr 
niedrig, auch bedingt durch den hohen Anteil an eingeschossigen 
Lager- und Landwirtschaftsgebäuden sowie Garagen. Die vorherr-
schenden Wohntypologien sind Ein- und Zweifamilienhäuser, verein-
zelt mit Einliegerwohnungen. Dadurch ist der Flächenverbrauch pro 
Einwohner*in sehr hoch, die Zieldichte von 0,8 (Quartiersdichte) in 
der Äußeren Stadt wird im untersuchten Ausschnitt Langel mit 0,19 
(Quartiersdichte) deutlich unterschritten.
Insbesondere an den Dorfrändern sind die Grundstücke großzü-
gig geschnitten. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) hat einen 
großen Anteil am Flächenverbrauch in den dörflichen Wohngebie-
ten. Historisch sind die Nicht-Wohnnutzungen hier vor allem geprägt 
durch die Landwirtschaft, welche nur bedingt der innerstädtischen 
Belebung dient.
Zieldichte > 0,8

35
Finnensiedlung 
Lage: Äußere Stadt
Quartiersdichte 0,21 
WE/ha 18 
Nutzungsmischung 11 %
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Einfamilien- und Doppelhäuser 
Einfamilien- und Doppelhäuser sind sowohl in der Äußeren als auch 
in der Inneren Stadt vertreten. Ihr Erscheinungsbild kann je nach 
Art der Siedlung variieren, von Villenvierteln zu Arbeitersiedlungen. 
Die Bebauung hat meist ein bis zwei Geschosse, oft mit klassischen 
Dachformen. Auf dem Grundstück gelegene Garagen und PKW-
Stellplätze verdeutlichen die starke Orientierung am motorisierten 
Individualverkehr. Durch die geringe Gebäudehöhe und die locke-
re Bebauung erreichen Gebiete dieser Gebäudetypologie nur sehr 
geringe städtebauliche Dichten, Nutzungsmischung ist nur vereinzelt 
vertreten.
Im öffentlichen Raum sind Spielflächen und teilweise kleinere park-
artige Grünstrukturen verortet.
Zieldichte > 0,8
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0

36
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Longerich 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,21 
WE/ha 40 
Nutzungsmischung 16 %
Reihenhäuser
Die Gebäudetypologie der Reihenhäuser findet sich sowohl in der 
Äußeren als auch in der Inneren Stadt. Die Bebauung ist meist zwei-
geschossig, ggf. mit Dachgeschoss, häufig ergänzt durch einge-
schossige Garagenhöfe. Reihenhäuser sind als Einfamilien-Wohn-
typen konzipiert, oft mit Gartenflächen vor und hinter dem Haus, 
wobei die Grundstücksfläche bei neueren Entwicklungen deutlich 
kleiner ist. Der Flächenverbrauch pro Einwohner ist dennoch sehr 
hoch bei geringer städtebaulicher Dichte. 
Die Gebiete werden überwiegend vom motorisierten Individualver-
kehr erschlossen. Die Anbindung an den öffentlichen Personennah-
verkehr ist – je nach Lage – sehr unterschiedlich. Im öffentlichen 
Raum sind Spielflächen zu finden.
Zieldichte > 1,2

37
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Weiden-West 
Lage: Äußere Stadt
Quartiersdichte 0,70 
WE/ha 73 
Nutzungsmischung 5 %
Großwohnsiedlung
Großwohnsiedlungen sind in der Äußeren, vereinzelt auch in der In-
neren Stadt vertreten. Die Gebäude dieser Typologie sind mit durch-
schnittlich mindestens sieben Geschossen meist deutlich höher als 
die umgebenden Gebäudetypologien und weisen dadurch auch eine 
wesentlich höhere bauliche Dichte auf. In den Stadtausschnitt wer-
den auch die umliegenden Gebäude eingerechnet, sodass sich die 
bauliche Dichte hier deutlich reduziert. 
Die Stellplätze werden in Tiefgaragen oder Garagenhöfen gebündelt. 
Teilweise sind kleinere gewerbliche oder soziale Nutzungen im Erd-
geschoss oder in Sonderbaukörpern verortet, hauptsächlich wird 
hier aber gewohnt. Der öffentliche Raum zwischen den Gebäuden 
ist aufgrund der hohen Wohndichte meist multifunktional belegt mit 
Parkplatzflächen sowie Spiel- und Grünbereichen.
Zieldichte > 0,8
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0

38
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Vingst 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,75 
WE/ha 74 
Nutzungsmischung 10 %
Zeilenstrukturen
Die Gebäudetypologie der Zeile ist vor allem in der Inneren Stadt zu 
finden und hat durchschnittlich drei bis vier Geschosse bei lockerer 
Bebauung. Die meist halböffentlichen Zwischenräume sind vielfach 
begrünt, werden aber von den Bewohner*innen wenig genutzt, da 
eine klare Zuordnung zu den Gebäuden sowie Nutzungsmöglichkei-
ten fehlen. Die Stellplätze werden in Tiefgaragen oder Garagenhöfen  
gebündelt. 
Die Zieldichte der Inneren Stadt wird meistens nicht erreicht, es gibt 
jedoch erkennbare Potentiale zur Nachverdichtung, insbesondere 
bei zeitgleicher Ordnung des Freiraums. Zeilenstrukturen sind zu-
meist reine Wohnquartiere, anderweitige Nutzungen sind nur sehr 
vereinzelt zu finden.
Zieldichte > 1,2

39
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Naumannsiedlung Riehl 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,86 
WE/ha 75 
Nutzungsmischung 18 %
Wohnsiedlung
Die Typologie Wohnsiedlung beschreibt als Ensemble geplante 
Quartiere, zumeist in der Inneren Stadt gelegen. Dies können Block-
randstrukturen oder Zeilen sein. Die drei- bis fünfgeschossigen Bau-
körper sind, anders als bei den Zeilenstrukturen, straßenbegleitend 
gesetzt und umschließen großzügige grüne Innenhöfe mit Spiel- und 
Gemeinschaftsflächen. In dieser Typologie wird fast ausschließlich 
gewohnt, andere Nutzungen sind nur vereinzelt vertreten. Stellplätze 
sind größtenteils oberirdisch entlang der Straßen angeordnet, ver-
einzelt in Tiefgaragen. 
Durch die niedrige Gebäudehöhe im Verhältnis zu großen Frei-
flächen wird die Zieldichte der Inneren Stadt nicht erreicht.
Zieldichte > 1,2
 1,2  1,5  3,0 0,0

40
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Clouth-Quartier 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,94 
WE/ha 88 
Nutzungsmischung 16 %
Freistehende Mehrfamilienhäuser
Die Typologie der freistehenden Mehrfamilienhäuser ist häufig im 
Stadtbild zu finden und besonders in aktuellen Projektentwicklungen 
vertreten. Durchschnittlich haben die Gebäude dieser Typologie drei 
bis vier Geschosse, auch neue Projekte erreichen selten eine höhere 
Geschossanzahl. Freistehende Mehrfamilienhäuser zeichnen sich 
durch gemeinschaftliche und private Freiräume aus, wobei die Dach-
flächen bisher selten genutzt werden. Zusätzliche Nicht-Wohnnut-
zungen sind nur bedingt integriert. Der ruhende Verkehr wird entwe-
der auf Parkhöfen, im Straßenraum oder in Tiefgaragen organisiert. 
Diese Typologie kann in der Äußeren Stadt eine angemessene Dichte 
erreichen, in der Inneren Stadt bleibt sie unter der geforderten Ziel-
dichte.
Zieldichte > 1,2

41
GS PublisherVersion 359.66.66.100
* Hier gilt die Zieldichte für die Innen-
stadt, da es sich um ein Versorgungs-
zentrum handelt.
Venloer Straße 
Lage: Innere Stadt*
Quartiersdichte 1,46 
WE/ha 122 
Nutzungsmischung 26 %
Mehrfamilienhaus Blockstrukturen
Die Typologie des Mehrfamilienhauses innerhalb einer Blockstruktur 
beschreibt gewachsene Strukturen in der Inneren Stadt und Innen-
stadt. Je nach Lage und Quartiersstruktur variiert diese Typologie in 
ihrem Erscheinungsbild sehr, z. B. in der Geschossigkeit. Die Innen-
höfe sind vor allem durch niedrige Gewerbebauten oder Garagen ge-
prägt und selten begrünt. Erdgeschosse sind häufig mit Nicht-Wohn-
nutzungen belegt, was die Straßen als öffentliche Räume belebt 
und zu einem guten Verhältnis von Wohnen und anderen Nutzungen 
beiträgt. 
Die Typologie erzielt angemessene Dichten. Aufstockungen könnten 
Möglichkeiten zur Nachverdichtung bieten, müssten aber mit einer 
Entsiegelung der Innenhöfe einhergehen.
Zieldichte > 1,5
 1,2  1,5  3,0 0,0

42
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Belgisches Viertel 
Lage: Innenstadt
Quartiersdichte 1,87 
WE/ha 154 
Nutzungsmischung 25 %
Gründerzeitliche Kernstadt
Diese Siedlungstypologie ist vor allem in der Innenstadt vertreten 
und zeichnet sich durch eine geschlossene Bauweise mit hoher 
Dichte aus. Die straßenbegleitende Bebauung ist meist fünf- bis 
sechsgeschossig und wird durch Hinterhäuser und niedrigere Hof-
bebauung ergänzt. Private Grünflächen sind nur in geringem Maße 
vorhanden und auch öffentliche Freiflächen sind begrenzt. 
Ein hoher Anteil von Nutzungsmischung prägt diesen Typ und macht 
ihn trotz hoher Dichte und wenig Freiraum zu lebenswerten und sehr 
beliebten Quartieren. In geringem Umfang sind PKW-Stellplätze in 
Innenhöfen und entlang der Straße zu finden, im Gegenzug ist die 
Anbindung und Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahver-
kehrs sehr gut.
Zieldichte > 1,5

43
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Apostelnviertel 
Lage: Innenstadt
Quartiersdichte 2,62 
WE/ha 108 
Nutzungsmischung 63 %
Mittelalterliche Kernstadt
In der Mittelalterlichen Kernstadt wurde dicht und eng gebaut, aber 
auch hier sind Gebäude mit mehr als sechs Geschossen selten. Die 
hohe Quartiersdichte ist durch die fast flächendeckende Bebau-
ung der Blockinnenbereiche und teilweise sehr tiefe Gebäude mit 
Gewerbenutzung zu begründen. Der sehr hohe Anteil an Nutzungs-
mischung dieser Siedlungstypologie bedingt, dass es kaum Wohn-
nutzungen gibt und so auch wenig urbanes Leben außerhalb der 
Geschäftszeiten stattfindet.
Kleinere öffentliche Freiflächen und Spielplätze sind ab und zu und 
meistens an Straßenkreuzungen zu finden. Für den ruhenden Ver-
kehr stehen zahlreiche Tief- und Parkgaragen zur Verfügung. Die An-
bindung und Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs 
ist sehr gut.
Zieldichte > 1,5
 1,2  1,5  3,0 0,0

44
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Ergänzend zu den je Gebäude- und Siedlungstypologie vorgestellten 
Stadtausschnitten folgt eine Übersicht über weitere Analysen, um 
das Spektrum der Gebäudetypologien und Dichten in Köln abzu-
runden. 
 0,8  1,2  1,5  3,0 0,0
Einfamilien- und Doppelhäuser 
Lövenich 
Lage: Äußere Stadt
Quartiersdichte 0,26 
WE/ha 24 
Nutzungsmischung 3 %
Zieldichte > 0,8

45
GS PublisherVersion 359.66.66.100
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Zieldichte > 1,2
Zieldichte > 0,8
 1,2
 1,2
 1,5
 1,5
 3,0
 3,0
 0,0
 0,0
Zeilenstrukturen 
Ostheim 
Lage: Äußere Stadt
Quartiersdichte 0,50 
WE/ha 49 
Nutzungsmischung 8 %
Wohnsiedlungen 
Höhenberg 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,59 
WE/ha 59 
Nutzungsmischung 7 %

46
Die Köln-DNA
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Zieldichte > 1,5
Zieldichte > 1,2
 0,8  1,2
 1,2
 1,5
 1,5
 3,0
 3,0
 0,0
 0,0
Mehrfamilienhaus Blockstrukturen 
Klettenberg 
Lage: Innere Stadt
Quartiersdichte 0,84 
WE/ha 84 
Nutzungsmischung 9 %
Mehrfamilienhaus Blockstrukturen 
Griechenmarkt 
Lage: Innenstadt
Quartiersdichte 1,60 
WE/ha 89 
Nutzungsmischung 44 %
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47
GS PublisherVersion 359.66.66.100
GS PublisherVersion 359.66.66.100
Zieldichte > 1,5
Zieldichte > 1,5
 0,8
 0,8
 1,2
 1,2
 1,5
 1,5
 3,0
 3,0
 0,0
 0,0
Gründerzeitliche Kernstadt 
Agnesviertel 
Lage: Innenstadt
Quartiersdichte 1,87 
WE/ha 159 
Nutzungsmischung 24 %
Gründerzeitliche Kernstadt 
Südstadt 
Lage: Innenstadt
Quartiersdichte 1,93 
WE/ha 153 
Nutzungsmischung 28 %

48
Die Köln-DNA
Neben der Untersuchung der älteren Be-
standsquartiere ist auch eine Auseinan-
dersetzung mit neueren Kölner Quartiers-
entwicklungen wichtig. So entsteht ein 
Gesamteindruck der Kölner Gebäude- und 
Siedlungstypologien, in den Entwicklungen 
unter aktuellen Rahmenbedingungen einbe-
zogen werden.
Die vier aktuellen Großprojekte Rondorf 
Nord-West, Kreuzfeld, Parkstadt Süd und 
Deutzer Hafen wurden im Hinblick auf ihre 
Quartiersdichte, die sich aus den aktuellen 
Planungsständen ergibt, genauer unter-
sucht. Die rechnerisch ermittelten Quar-
tiersdichten werden den empfohlenen 
Zieldichten der Stadtstrategie „Kölner Per-
spektiven 2030+“ gegenübergestellt und 
kurz eingeordnet.
Im Gegensatz zur Bestandsanalyse wur-
den hier keine Stadtausschnitte, sondern 
die neuen Quartiersplanungen als Ganzes 
betrachtet. Auf Grundlage der integrierten 
Pläne und den dazugehörigen Kennwerten 
konnten jeweils die Quartiersdichten er-
mittelt werden. Dafür musste zunächst die 
Quartiersfläche (auch städtebaulicher Pe-
rimeter) bestimmt werden. Sie beinhaltet 
neben dem Nettobauland auch die im Quar-
tier enthaltenen Verkehrs- und Freiflächen. 
Damit entspricht die Quartiersfläche meis-
tens dem Bruttobauland. Darüber hinaus 
werden die Bedarfe an Grün- und Spielflä-
chen gemäß Kooperativem Baulandmodell 
zur Quartiersfläche hinzugerechnet, soweit 
nicht im Quartier enthalten. Übergeordnete 
Verkehrs-, Freiraum- und Grünstrukturen 
wie beispielsweise die Grüngürtel sind nicht 
teil der Quartiersfläche.
Grundsätzlich muss in jedem Projekt die 
Quartiersdichte individuell ermittelt, im 
jeweiligen Kontext betrachtet, eingeordnet 
und im Planungsprozess abgewogen wer-
den (siehe auch Kapitel V).
Berechnung der Quartiersdichte (siehe auch 
Glossar):
Quartiersdichte =
Geschossfläche (m²)
Quartiersfläche (m²)
Dichteanalyse aktueller Kölner 
Großprojekte
*  Im Bereich des neuen zentralen Versorgungs-
bereiches gilt die Zieldichte für die Innere Stadt > 1,2
**  Im Bereich des neuen zentralen Versorgungs-
bereiches gilt die Zieldichte für die Innenstadt > 1,5

49
Kölner  
Großprojekt
Quartiers- 
dichte
Zieldichte der  
Stadtstrategie
Einordnung
Rondorf  
Nord-West
ca. 0,5 Äußere Stadt 
> 0,8*
 › Die Quartiersdichte der aktuellen 
Planungen zu Ronndorf Nord-West 
bleiben deutlich unter der Zieldichte 
von > 0,8. 
 › Im Quartier werden auch Schulen 
mitgeplant, die sich aus den Bedar-
fen der benachbarten Bestands-
quartiere ergeben.
 › Die Planungen sehen einen ver-
hältnismäßig hohen Anteil an wenig 
kompakten Gebäudetypologien vor, 
die nicht durch kompaktere Typolo-
gien ausgeglichen werden.
 › Viele klassische Erschließungsflä-
chen sind geplant, die teilweise nur 
wenige Wohneinheiten erschließen.
Kreuzfeld ca. 1,1 Äußere Stadt 
> 0,8*
 › Mit den aktuellen Planungen für 
Kreuzfeld wird die empfohlene Ziel-
dichte von > 0,8 erreicht. 
 › Die einzelnen Quartiersteile wer-
den von der Lage in der Landschaft 
profitieren.
Parkstadt Süd ca. 1,3 Innere Stadt 
> 1,2**
 › Mit den aktuellen Planungen für die 
Parkstadt Süd wie die empfohlene 
Zieldichte von > 1,2 erreicht. Das 
Quartier profitiert von der Lage am 
erweiterten Inneren Grüngürtel als 
übergeordnete Grünfläche
 › Entsprechend variiert die GFZ  
einzelner Baufelder zwischen 0,98 
und 15.
Deutzer Hafen ca. 1,7 Innenstadt  
> 1,5
 › Die aktuellen Planungen für das 
Quartier Deutzer Hafen erreichen 
und übersteigen die Zieldichte 
der Stadtstrategie von > 1,5. Das 
Quartier profitiert von der Lage am 
Wasser und den umliegenden Über-
schwemmungsgebieten als überge-
ordnete Grünflächen. 
 › Entsprechend hoch fällt die gemit-
telte GFZ mit 4,1 aus.

50
Die Köln-DNA
Die Analyse der vier Großprojekte sowie 
weiterer aktueller Entwicklungen lässt fol-
gende Beobachtungen zu:
 › Die aktuell erzielten Dichten in der Äuße-
ren Stadt liegen deutlich unter den Ziel-
dichten der Stadtstrategie.
 › Höhere bauliche Dichten werden insbe-
sondere in der Äußeren Stadt durch einen 
größeren Flächenverbrauch erreicht. Die 
Entwicklung in die dritte Dimension / 
Höhe, um Flächen wieder „freizuspielen” , 
ist wenig zu beobachten.
 › Vorherrschende Typologien sind Reihen-
häuser und Mehrfamilienhäuser.
 › Die Nutzungsmischung innerhalb von 
Gebäuden beschränkt sich häufig auf die 
Integration einer Kita oder von Laden- 
und Gewerbeflächen in den Erdgeschos-
sen. Eine strukturierte Stapelung und 
Mischung unterschiedlicher Nutzungen 
oder nutzungsoffener Strukturen sind 
wenig zu finden. Auch gemeinschaftliche 
Nutzungen sind selten integriert.
 › In der Inneren Stadt und Innenstadt ent-
stehen hingegen teilweise Quartiere mit 
sehr hohen Dichten. Die zusätzliche Bau-
masse beinhaltet große Anteile an Nicht-
Wohnnutzungen.
Unter Berücksichtigung des Kooperativen 
Baulandmodells ergibt sich für neue Bauvor-
haben eine maximale Dichte: Die Schaffung 
neuer Wohnungen führt auch zu einem An-
stieg der Einwohner*innen, dadurch werden 
beispielsweise zusätzliche Flächenbedarf an 
Grünflächen ausgelöst. Die maximal erziel-
bare Dichte für Wohnquartiere tendiert so in 
Köln gegen einen theoretischen Grenzwert. 
Durch die Ergänzung von Mischnutzungen 
kann die Baumasse bei gleichbleibenden 
Freiflächenbedarfen erhöht werden.

51
Erkenntnisse aus der räumlichen Analyse
Die Analyse zeigt, dass jede der drei Dichte-
kategorien durch individuelle Herausfor-
derungen geprägt ist, die unterschiedliche 
Strategien erfordern, um auf qualitätvolle 
Weise erreicht zu werden.
Insbesondere bezogen auf Mobilität, Nut-
zungsmischung, Gebäudetypologien und 
den Umgang mit den Folgen des Klima-
wandels unterscheiden sich die Heraus-
forderungen erheblich. Zukünftig sollte die 
Äußere Stadt mehr wie die innerstädtischen 
Quartiere funktionieren: Dichter, nutzungs-
gemischter, weniger abhängig vom privaten 
PKW und mit höherwertigen Freiräumen 
ausgestattet. Die Innere Stadt und insbe-
sondere die Innenstadt müssen hingegen 
grüner und lebenswerter werden.
Äußere Stadt, Innere Stadt und Innenstadt 
treten damit nicht in eine neue Konkurrenz. 
Es geht darum, zu verstehen, dass sich 
 Effekte gegenseitig positiv verstärken.
Die Realisierung des Prinzips der Stadt der 
kurzen Wege in der Äußeren Stadt ist der 
Schlüssel zur Mobilitätswende. Dadurch 
kann langfristig das Verkehrsaufkommen 
in der gesamten Stadt reduziert und somit 
auch der Druck auf die innerstädtischen 
Quartiere genommen werden. So entstehen 
in der Inneren Stadt und Innenstadt Poten-
tiale zum Umbau von lebenswerten Frei- 
und Straßenräume.
Die hierfür nötige Nutzungsmischung inner-
halb der Quartiere der Äußeren Stadt bildet 
keine Konkurrenz zu den Einzelhandels-
flächen der Innenstadt. Vielmehr bedeutet 
sie eine Abkehr von den autozentrierten 
Shoppingcentern am Stadtrand und stärkt 
letztlich somit die Innenstadt als Ort des 
Einkaufens und der Freizeitgestaltung. 
Nur wenn mit höheren Dichten auch ein 
messbarer Zugewinn an sozialer und Ver-
sorgungsinfrastruktur einhergeht, kann mit 
Akzeptanz gerechnet werden.
Mobilitätswende und Nutzungsmischung 
sind auch Voraussetzung für Klimaschutz 
und eine erfolgreiche Anpassung an den 
 Klimawandel. Denn hierfür werden in allen 
Teilen der Stadt zusätzliche Flächen be-
nötigt, beispielsweise Flächen für die grün-
blaue Infrastruktur und kompaktere Typo-
logien.
Die Zieldichten der Stadtstrategie und die 
damit verbundenen Ansprüche an eine 
qualitätvolle Dichte können nicht auf dem 
Maßstab des einzelnen Gebäudes realisiert 
werden. Vielmehr ist die Betrachtung des 
Quartiers als Ganzes dafür notwendig.

52
Die Köln-DNA
 › Im Bestand liegen die Dichtewerte teils 
deutlich unter dem Zielwert der Stadt-
strategie, die für die Äußere Stadt eine 
Quartiersdichte von mindestens 0,8 
vorsieht. Um die baulichen Dichten in der 
Äußeren Stadt zu erhöhen, ist bei der Ent-
wicklung neuer Quartiere ein wesentlich 
höherer Anteil an Mehrfamilienhäusern 
im Geschosswohnungsbau erforderlich. 
Die Entwurfsherausforderung liegt hier 
in der Kombination von klassischen Ge-
bäudetypologien der Äußeren Stadt, wie 
Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, 
mit deutlich dichteren Typologien. Die 
Integration dichterer Typologien erfordert 
besondere architektonische und entwurf-
liche Qualitäten. Wichtig erscheint aus 
städtebaulicher Sicht eine harmonische, 
quartiersbezogene Abstimmung unter-
schiedlicher Gebäudestrukturen und 
-dichten im Sinne eines Gesamtgefüges. 
Hochpunkte dürfen nicht störend als 
„Ausreißer“ wahrgenommen werden.
 › Der Anteil an Nicht-Wohnnutzungen ist in 
der Äußeren Stadt sehr gering. Mindes-
tens 15 % Nutzungsmischung sollten hier 
bei neuen Entwicklungen angestrebt wer-
den, um dem Prinzip der Stadt der kurzen 
Wege gerecht zu werden und Urbanität –  
als Voraussetzung für die Akzeptanz 
höherer Dichten – entstehen zu lassen. 
Die Entwicklung von nutzungsoffenen 
Gebäuden oder Räumen, die sowohl 
gewerblich als auch zum Wohnen genutzt 
werden können, sind ein Ansatz, um wirt-
schaftliche Vorbehalte auszuräumen.
 › In den Quartieren der Äußeren Stadt 
haben private PKW einen hohen Flächen-
bedarf und mindern häufig die Freiraum- 
und Aufenthaltsqualitäten. Um die Ab-
hängigkeit vom privaten PKW weiter zu 
reduzieren, ist der Anschluss an den öf-
fentlichen Personennahverkehr Vorraus-
setzung. Sharingbasierte Mobilitätsstra-
tegien in neuen Entwicklungsgebieten 
können unterstützend integriert werden.
 › In den Freiräumen der Äußeren Stadt 
überlagern sich die Belange von Infra-
struktur, Ökologie, Erholung und Mobilität 
zu dem komplexen Gebilde des städti-
schen Raumes. Die Herausforderungen 
liegen darin, diese Belange in qualitätvoll 
ausgestalteten Freiräumen unterzubrin-
gen und dabei möglichst wenige Flächen 
zu versiegeln. Dies kann beispielsweise 
durch die Entwicklung von neuen quali-
tätvollen öffentlichen Erschließungs-
räumen und multifunktionalen Flächen 
abseits der klassischen Straße gelingen.
 › Die Folgen des Klimawandels erfordern 
Anpassungen im Umgang mit Grünstruk-
turen. Die Kühlungsmöglichkeiten durch 
Grün und Verschattung müssen ausge-
baut werden. Dach- und Fassadenflächen 
müssen, auch in Kombination mit Photo-
voltaik, begrünt werden. Niederschlags-
wasser sollte versickert, gesammelt 
und so verantwortungsbewusst genutzt 
werden.
Äußere Stadt

53
Übersichtskarte Dichtekategorie  
Äußere Stadt 
  Zieldichte für die Äußere Stadt:  
Quartiersdichte höher als 0,8

54
Die Köln-DNA
 › In den Bestandsquartieren der Inneren 
Stadt sowie den ausgewählten Versor-
gungszentren der Äußeren Stadt wird die 
Zieldichte der Stadtstrategie (Quartiers-
dichte höher als  1,2) meist nicht erreicht. 
Bei neueren Entwicklungen, insbesonde-
re in der Nähe der belebten Ausfallstraßen 
und zentralen Versorgungsbereiche, ist 
jedoch eine Tendenz zu dichteren Quar-
tieren erkennbar. Die Entwurfsheraus-
forderungen liegen gleichermaßen in der 
Erhöhung sowie der qualitätvollen Ausge-
staltung der baulichen Dichte. 
 › Für die Innere Stadt ist ein Nicht-Wohn-
anteil von mindestens 25% der Ge-
schossfläche anzustreben. Vertikale Nut-
zungsmischung (Stapelung) zum Beispiel 
von Wohnen und Gewerbe kann hier be-
sonders helfen. Innerhalb von Gebäuden 
können zudem Gemeinschaftsräume und 
flexibel nutzbare Zimmer einen positiven 
Effekt auf das Miteinander haben. Auf 
Quartiersebene können diese Funktionen 
durch Gemeinschaftsgärten und -werk-
stätten ergänzt werden, insbesondere 
in Situationen, in denen sich die Erdge-
schosse nur noch bedingt zum Wohnen 
eignen. Im Idealfall sind auch öffentliche 
Funktionen wie Schulen und Kitas sowie 
Pflegeangebote und Begegnungsorte 
keine eigenständigen Gebäude mehr, 
sondern Nutzungseinheiten in kompakten 
und gemischten Blöcken und Strukturen.
 › In der Inneren Stadt besteht überwiegend 
eine gute bis sehr gute Anbindung an den 
öffentlichen Personennahverkehr. Sha-
ring- und Mobilitätsstrategien sollten das 
Angebot ergänzen und Anreize schaffen, 
vollständig auf ein privates Kraftfahrzeug 
zu verzichten. 
 › Durch minimierte Abstandsflächen zwi-
schen Gebäuden, die sich gegenseitig 
auch substantiell verschatten, werden im 
Sommer Temperaturspitzen abgedämpft. 
Ergänzt werden muss diese Strategie 
durch einen die Kaltluftströme begünsti-
genden Städtebau sowie klimaangepass-
te Grün- und Freiflächen. Neben einer ex-
tensiven Dachnutzung durch Begrünung, 
auch in Kombination mit Photovoltaik, 
wird die intensive Dachflächennutzung 
als gemeinschaftliche oder private Frei-
räume in der Inneren Stadt zunehmend 
wichtig. Darüber hinaus ist auch ein 
verantwortungsbewusster Umgang mit 
Niederschlagswasser mitzudenken.
 › Bei aktuellen Neubauprojekten werden 
zunehmend sowohl Grün- und Spiel-
flächen als auch die Erschließung über 
private Frei- und Erschließungsräume 
nachgewiesen, obwohl es sich hierbei um 
öffentliche Funktionen handelt. Durch die 
Entwicklung von neuen öffentlichen mul-
ticodierten Raumtypologien können neue 
Freiraumqualitäten mit Erschließungs-
funktion entstehen.
Innere Stadt und ausgewählte Versorgungszentren der Äußeren Stadt

55
Übersichtskarte Dichtekategorie  
Innere Stadt
  Zieldichte für die Innere Stadt und ausge-
wählte Versorgungszentren der Äußeren 
Stadt: Quartiersdichte höher als 1,2

56
Die Köln-DNA
 › In den Bestandsquartieren der Innenstadt 
sowie den ausgewählten Versorgungs-
zentren der Inneren Stadt wird die Ziel-
dichte der Stadtstrategie von mindestens 
1,5 (Quartiersdichte) meist erreicht. Eine 
hohe bis sehr hohe Ausnutzung der vor-
handenen Flächen ist auch bei neueren 
Entwicklungen gegeben. Die größte Ent-
wurfsherausforderung in der Innenstadt 
besteht darin, eine qualitätvolle Dichte 
sicherzustellen.
 › Für die Innenstadt ist minimal ein Nicht-
Wohnanteil von 35 % der Geschossfläche 
anzustreben. Nur bei einer starken Nut-
zungsmischung können städtebaulich 
und räumlich gute Quartiere entwickelt 
werden. Mehrgeschossige Sockelzonen 
sind generell weniger zum Wohnen geeig-
net und Grün- und Freiflächennachweise 
werden mit steigender Dichte immer 
schwieriger. Die Transformation des Ein-
zelhandels führt zu einem sinkenden Be-
darf an großen Einzelhandelsflächen für 
zentrumsrelevante Sortimente. Die ver-
tikale Nutzungsmischung und Stapelung 
von öffentlichen Einrichtungen (Bildung, 
Spiel- und Sportflächen) wird zum zent-
ralen Baustein für die Nutzungsmischung 
der Innenstadt. Die Nutzung der Dachflä-
chen für Schulhöfe, Kitafreiflächen, pri-
vate Gärten oder öffentlich zugängliche 
Dachterrassen wird immer wichtiger.
 › Die Qualität des öffentlichen Raums ist 
von zentraler Bedeutung. Die sehr gute 
ÖPNV-Anbindung ermöglicht die um-
fassende Verlagerung von Stellplätzen an 
zentrale Sammelpunkte im Tiefgeschoss 
oder in Quartiersgaragen. Qualitätvolle 
Grün- und Freiräume können dadurch auf 
nicht mehr benötigten Verkehrsflächen 
realisiert werden.
 › Die Grünversorgung muss in der Innen-
stadt zusehends auch in die Vertikale 
gedacht werden. Die gegenseitige Ver-
schattung von Gebäuden, unter Berück-
sichtigung einer ausreichenden Belich-
tung, kann besonders in der Innenstadt 
Temperaturspitzen abdämpfen. Ergänzt 
werden muss diese Strategie durch 
klimaangepasste Grün- und Freiflächen 
sowie mit einem nutzungsorientieren Um-
gang mit Niederschlagswasser.
 › Eine Entwicklung in die Höhe kann zur 
Steigerung der Quartiersdichten beitra-
gen, muss aber mit einer qualitätvollen 
Ausgestaltung der Dichte einhergehen. 
Zudem greift in diesem Zusammenhang 
das Höhenkonzept der Stadt Köln und 
Hochpunkte können nur außerhalb des 
Geltungsbereiches berücksichtigt wer-
den.
Innenstadt und ausgewählte Versorgungszentren der Inneren Stadt

57
Übersichtskarte Dichtekategorie  
Innenstadt
  Zieldichte für die Innenstadt und ausge-
wählte Versorgungszentren der inneren 
Stadt: Quartiersdichte höher als 1,5

58

59
Kapitel III 
 
11 Strategien für  
qualitätvolle Dichte
Aus den Erkenntnissen der Analyse und den ausgewerteten Best-
Practice-Projekten wurden Strategien für eine qualitätvolle Dichte 
abgeleitet. Diese Strategien beschreiben einzelne Stellschrauben, 
die eine kompakte Bauweise und gleichzeitig lebenswerte Quartiere 
fördern. 
Die insgesamt 11 Strategien für qualitätvolle Dichte gruppieren sich 
zu vier Themenschwerpunkten: Vertikale Dichte, Horizontale Dichte, 
Grüne Vielfalt und Nutzungsvielfalt. 
Die Strategien werden in den Quartierstypologien konkret angewen-
det und dort individuellen kombiniert und verschnitten.

60
11 Strategien für qualitätvolle Dichte
Horizontale Dichte 
Die Strategien der „Horizontalen Dichte“ beschreiben Ansätze zur 
horizontalen Ausdehnung der Baumasse und zur Setzung der  
Volumen und Gebäude zueinander.
11 Strategien für qualitätvolle Dichte
Vertikale Dichte 
Die unter „Vertikale Dichte” aufgezeigten Strategien beschäftigen 
sich mit der Höhenentwicklung der Gebäude und deren Zusammen-
spiel. Die Kombination verschiedener Gebäudetypologien mit unter-
schiedlicher Höhe ermöglicht die Erhöhung der baulichen Dichte, 
gegebenenfalls auch nur punktuell, aber mit Auswirkung auf das 
ganze Entwicklungsgebiet.
Klein und Groß Maßstabshybrid Lageorientierte  
Entwicklung
Tiefe Gebäude Überlagernde 
Abstandsflächen

61
Nutzungsvielfalt  
Die „Nutzungsvielfalt” trägt indirekt zu einer höheren Dichte bei, da 
durch Nutzungsmischung andere Gebäudetypologien und -tiefen 
möglich werden. Ebenfalls lösen Nicht-Wohnnutzungen (nach dem 
KoopBLM) keine weiteren Flächenbedarfe für Grün- und Spielflä-
chen aus. Vielfältige Nutzungsangebote und geteilte Infrastrukturen 
steigern zudem die Qualität eines Viertels maßgeblich und helfen 
so, dichte Quartiere lebenswert zu gestalten. Zusätzlich hat die 
Nutzungsmischung einen positiven Effekt auf die Tragfähigkeit von 
Infrastruktur und Erschließung.
Grüne Vielfalt 
Die Strategien der „Grünen Vielfalt” erhöhen die Dichte nicht direkt 
durch mehr Baumasse, sondern beeinflussen sie durch alternative 
Möglichkeiten der Erschließung, Freiraumgestaltung und des Grün-
nachweises.
Nutzbare  
Dachflächen
Grüne  
Erschließung
Multifunktionale 
Freiräume
Nutzungsmischung 
und Nutzungs-
offenheit
Stadt stapeln Infrastrukturen teilen

62
11 Strategien für qualitätvolle Dichte
Vertikale Dichte
Klein und Groß
 › Hochpunkte als 
Dichteausgleich für 
kleinmaßstäblichere 
Gebäudetypologien
 › Unterschiedliche 
Zielgruppen und 
Wohnwünsche an  
einem Ort
 › Identitäts- und 
Zentrumsbildung
Maßstabshybrid
 › Gebäude mit 
unterschiedlichen Höhen 
und Maßstäben
 › Starker Bezug zum 
öffentlichen oder 
gemeinschaftlichen 
Freiraum
 › Verbindendes Glied in 
heterogenem Umfeld
 › Urbanitäts- und 
Identitätsbildung
Lageorientierte Entwicklung
 › Höhere Dichten an 
öffentlichen Freiräumen
 › Gezielte Nutzung von 
Übergänge zur Landschaft
 › Besondere Potentiale an 
Wasserflächen
Herstructurering Groeseind,  
Tilburg, De Zwarte Hond  
© Janssen-de-Jong
MO*TOWN track 8 –  
Kavel O Sloterdijk, Amsterdam,  
De Zwarte Hond 
Renderings: plomp
Pandion Le Grand, Düsseldorf,  
HPP Architekten 
© PANDION AG / Simon Büttner

63
Horizontale Dichte
Tiefe Gebäude
 › Förderung innovativer 
Grundrisse und alter-
nativer Wohnkonzepte
 › Optimierung des 
Fassaden-zu-
Volumen-Verhältnisses 
(Wirtschaftlichkeit, 
Energieeffizienz)
Überlagernde Abstands-
flächen
 › Flächenersparnis durch 
Überlagerung von 
Abstandsflächen
 › Vorbeugung von Über-
hitzung durch Verschattung
 › Große Frei- oder Wasser-
fläche als Dichteausgleich
Hunziker Areal Zürich, Duplex 
Architekten 
© Johannes Marburg
Little C Coolhaven, Rotterdam, 
CULD 
© Ossip van Duivenbode,  
Rene de Wit und Martin Bekker

64
11 Strategien für qualitätvolle Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzbare Dachflächen
 › Intensivere Nutzung  
von Dachflächen
 › Alternative zu Privat-
gärten
 › Beitrag zur Klima-
anpassung
 › Zusätzliche 
Retentionsvolumen
Grüne Erschließung
 › Einsparung von Flächen 
durch Überlagerung der 
Erschließungsfunktion  
mit grüner Aufenthalts-
qualität
 › Beitrag zur Vermeidung 
von Hitzeinseln
 › Zusätzliche Retentions-
flächen und erdgebun- 
dene Bepflanzungen 
(großkronige Bäume)
Multifunktionale Freiräume
 › Multifunktionale Nutzung 
von Freiräume innerhalb 
und außerhalb des 
Projektgebietes
 › Entwicklung von qualitativ 
hochwertigen Freiräumen
wagnis4, München,  
FreiRaumArchitekten 
© Bernhard Rohnke
Grünnmatt, Zürich, GraberPulver 
© Philip Heckhausen
Park am Gleisdreieck, Berlin,  
Atelier Loidl  
© Julien Lanoo

65
Nutzungsvielfalt
Nutzungsmischung und 
Nutzungsoffenheit
 › Flexibilität und nieder-
schwellige Integration von 
Nicht-Wohnnutzungen 
in Wohngebäuden 
(z. B. ein gemeinsames 
Arbeitszimmer)
 › Integration von gewerb-
lichen Nutzungen 
(Erdgeschosszonen)
Stadt stapeln
 › Stapelung von Wohnen, 
öffentlichen und sozialen 
Nutzungen (z. B. Kitas, 
Schulen, Pflege, Sport, 
Gemeindezentren, 
Jugendeinrichtungen, 
Begegnungsorte) sowie 
produktivem Gewerbe
Infrastrukturen teilen
 › Flächenersparnis  
durch Sharing
 › Minimierung privater 
Wohnflächen
 › Stärkung der Nachbar-
schaft
(N)ouverture van Twentse Schouw-
burg, Enschede, De Zwarte Hond
© René Post
Pasteurstraße „pa1925“ , Berlin,  
zanderrotharchitekten  
© Simon Menges
Hunziker Areal Zürich, Duplex
Architekten 
© Johannes Marburg

66

67
Kapitel IV 
 
6 Quartierstypologien  
für Köln
Die Quartierstypologien bilden den Kern des Köln-Kataloges. Sie 
wurden aus den Erkenntnissen der Analyse, den Best-Practice- 
Projekten sowie den „11 Strategien für qualitätvolle Dichte“ als 
Prototypen für neue Kölner Quartiere entwickelt. Es wird dargestellt, 
wie kompakte, nachhaltige und lebendige Quartiere für die drei Ziel-
dichten der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ idealerweise 
aussehen können.

68
6 Quartierstypologien für Köln
6 Quartierstypologien als Prototypen
Dem räumlichen Fokus des Köln-Kataloges gemäß werden drei 
städtebauliche Quartierstypologien für die Äußere Stadt, zwei für die 
Innere Stadt und eine für die Innenstadt aufgezeigt. Die Quartiersty-
pologien für die Innere Stadt und die Innenstadt können jeweils auch 
für die ausgewählten Versorgungsbereiche der Äußeren Stadt bezie-
hungsweise Inneren Stadt angewandt werden. Durch eine gezielte 
Auswahl und Kombination von Gebäudetypologien entstehen Proto-
typen für Quartiere, die den Zieldichten der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030+“ entsprechen.
Jede der Quartierstypologien wird dabei auf vier Doppelseiten an-
hand folgender Elemente vorgestellt und erläutert:
Radar-Diagramm 
In einem Radar-Diagramm sind alle Strategien für qualitätvolle 
Dichte aufgeführt. Durch einen entsprechenden Ausschlag des Dia-
gramms wird dargestellt, welche Strategien in der jeweiligen Quar-
tierstypologie Anwendung finden. Für jede Quartierstypologie wurde 
eine individuelle Zusammenstellung an Strategien verwendet. Idea-
lerweise gibt es immer mindestens einen Ausschlag zu jedem der 
vier Themenschwerpunkte.
Darstellung der Quartierstypologie 
In einer isometrischen Darstellung wird die jeweilige Quartierstypo-
logie als Prototyp abgebildet. Sie wird zunächst kontextlos und als 
Ausschnitt eines Quartiers dargestellt, um das Prinzip und die Wir-
kungsweise zu veranschaulichen. Die angewandten Strategien für 
qualitätvolle Dichte sind farbig hervorgehoben. 
Referenzprojekte 
Die Funktionsweise der Quartierstypologie wird an zwei Referenzen 
realisierter Projekte in Europa veranschaulicht. Die Projekte können 
dabei nicht alle Aspekte der Quartierstypologien aufzeigen, ebenso 
erfüllen sie nicht die in Köln geltenden Anforderungen an z. B. das 
KoopBLM. Bei den angegebenen Werten für die Quartiersdichte und 
Wohneinheiten pro Hektar handelt es sich um Annäherungs werte.

69
Übersichtskarte Dichtekategorien 
Empfehlungen für Zieldichten
  Äußere Stadt,  
Quartiersdichte höher als 0,8
  Innere Stadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Äußeren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,2
  Innenstadt und ausgewählte  
Versorgungszentren der Inneren Stadt, 
Quartiersdichte höher als 1,5
Anwendungsbeispiel 
Auf einer möglichen Kölner Entwicklungsfläche wird der Prototyp der 
Quartierstypologie in den Entwurf eines Quartiers überführt. Dieses 
Anwendungsbeispiel dient jeweils der Überprüfung und Veranschau-
lichung der Quartierstypologie in einem konkreten Kontext. Das 
Anwendungsbeispiel berücksichtigt die ausgewählten Strategien, 
die wesentlichen Potenziale und Restriktionen der Fläche sowie das 
Kooperative Baulandmodell hinsichtlich des Grün- und Spielflächen-
bedarfs. Die konsequente Anwendung der Grundidee für die Quar-
tierstypologie steht hier im Vordergrund, daher ist das Anwendungs-
beispiel nicht als fertig abgestimmter und konkreter Entwurf für den 
entsprechenden Ort zu verstehen. Der Berechnungsperimeter zur 
Ermittlung der Quartiersdichte wurde jeweils bis zur Straßenmitte 
der angrenzenden Erschließungswege gewählt.

70
6 Quartierstypologien für Köln
Gruppen bilden
Blöcke ausdifferenzieren
Vertikale entwickeln
Straße
Quartierstypologien für die Dichtekategorie Äußere Stadt
Quartierstypologien für die Dichtekategorie Innere Stadt*
Quartierstypologien für die Dichtekategorie Innenstadt*
Systematische Übersicht der Quartierstypologien
Ziel: Quartiersdichte höher als 0,8
Ziel: Quartiersdichte höher als 1,2
Ziel: Quartiersdichte höher als 1,5

71
Kontraste suchen
Raumfolgen setzen
Baufelder durchmischen
Fläche
Eine räumliche Kategorisierung der Quartierstypologien erfolgt an-
hand unterschiedlicher Ansätze für die Art und Ausgestaltung des 
öffentlichen Raums: „Straße” und „Fläche” . Das Prinzip der Erschlie-
ßung über die Straße bietet dabei den Vorteil, dass Bestands- und 
Neubaustrukturen leicht miteinander verknüpft werden können. 
Durch das Prinzip der flächigen Erschließung ist das Potenzial für 
eine konsequente Umorganisation der Mobilität immanent. Freiwer-
dende Verkehrsflächen kommen der Gemeinschaft zu gute.
* Dazu gehören jeweils auch ausgewählte Versorgungszentren der Äußeren Stadt 
beziehungsweise Inneren Stadt.

72
6 Quartierstypologien für Köln
Die Quartierstypologie 1 „Gruppen bilden“ 
basiert auf einem heterogenen Neben-
einander verschiedener Gebäudetypen in 
„sortenreinen“ Baufeldern: von klassischen 
Gebäudetypologien der Äußeren Stadt, wie 
Reihen- und freistehenden Mehrfamilien-
häusern über dichtere Typen, wie gestapelte 
Reihenhäuser und größere Gebäudestruk-
turen mit tiefen Gebäudegrundrissen und 
intensiv genutzten Dachflächen.
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 1 – Gruppen bilden
Eine Quartierstypologie für die Äußere Stadt
Durch die Gruppierung der Gebäude kann 
differenziert auf die Umgebung mit den Be-
standsbebauungen eingegangen werden. 
Außerdem öffnet die Vielfalt das Quartier für 
viele Nutzer*innengruppen bei Erhalt einer 
„engen” Nachbarschaft innerhalb der Bau-
felder.

73
Quartierstypologie 1 – Gruppen bilden
Die Fortführung des klassischen Straßen-
prinzips ermöglicht eine einfache Anbin-
dung des neuen Quartiers an den Bestand. 
Jedes Baufeld hat seine eigene, für die Ge-
bäudetypologie angemessene, Lösung für 
den ruhenden Verkehr.
Nicht-Wohnnutzungen können individuell 
in die jeweiligen Gebäudetypologien integ-
riert werden. Zusätzlich können miteinander 
teilbare Infrastrukturen auf den jeweiligen 
Baufeldern organisiert werden.
Plätze und Parks vermitteln zwischen den 
Gebäudetypologien und sorgen für eine 
ausreichende Versorgung mit Freiflächen. 
Dachflächen werden in Abhängigkeit der 
Gebäudetypologie intensiv als Gärten, als 
Retentionsflächen oder zur Energiegewin-
nung genutzt.

74
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Villa Industria in Hilversum (NL) 
Mecanoo 
1,28 Quartiersdichte 
62 WE/ha
Der Masterplan sieht eine Nach-
barschaft mit Einfamilien-, Rei-
hen- und Mehrfamilienhäusern 
sowie kleinen Gewerbe- und 
Sporteinrichtungen vor. Im öf-
fentliche Raum haben Fuß- und 
Radverkehr vorrang. PKW-Stell-
plätze werden in Parkdecks 
untergebracht, sodass mehr 
Raum für öffentliche Grünflä-
chen zur Verfügung steht.
© Mecanoo
© OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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100
500
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100 500
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500
0 25 50 200
1:7500
100 500

75
Spoorzone Brinklaan in 
Bussum (NL) 
LEVS architecten
0,7 Quartiersdichte 
54 WE/ha
Das Projekt mit Wohn- und 
einem Bürogebäude ist auf 
einem öffentlich durchwegten 
Grundstück in dörflichem Kon-
text situiert. Gebäude dienen als 
Schallpuffer zu einer Bahntrasse. 
Eine abwechslungsreiche Woh-
nungs- und Nutzungsmischung 
öffnet das Quartier für viele Be-
wohner*innengruppen. Der MIV 
ist in einer Tiefgarage unter dem 
gesamten Quartier gebündelt.
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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100
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0 25 50 200
1:7500
100 500
© LEVS architecten
 © OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
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100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

76
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Meschenich im Stadtbezirk 
Rodenkirchen umfasst eine Fläche von ca. 7,1 Hektar und befindet 
sich in einem dörflich geprägten Kontext, der im Kontrast zur be-
nachbarten Großwohnsiedlung „Auf dem Kölnberg“ steht. Die nörd-
lich angrenzenden Ackerflächen sind im Regionalplan als Siedlungs-
flächen ausgewiesen.
Meschenich soll perspektivisch an das Stadtbahnnetz angeschlos-
sen werden. Ein neuer Haltepunkt entsteht dann in direkter Nach-
barschaft zu der Entwicklungsfläche. Derzeit bestehen Busver-
bindungen zum Bahnhof Hürth Kalscheuren und Richtung Kölner 
Hauptbahnhof.
Anwendung Typologie 1 – Gruppen bilden
Meschenich, Stadtbezirk Rodenkirchen
7,1 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 0,8
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Äußere Stadt

77
Ausgangssituation Entwicklungsfläche Meschenich
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Die Wohnbebauung im direkten Umfeld besteht auf der einen Seite 
aus Einfamilienhäusern, auf der anderen Seite aus dem Großwohn-
siedlungskomplex „Auf dem Kölnberg“ .
In unmittelbarer Nähe, an der Brühler Landstraße, befindet sich ein 
Discounter. Das Umfeld bietet noch Potential für eine Stärkung des 
Nahversorgungszentrums.
Grün- und Sportflächen sind im Süden bereits vorhanden und sollten 
angebunden und weiterausgebaut werden.

78
6 Quartierstypologien für Köln
Die Grundstruktur des Anwendungsbeispiels entwickelt sich aus 
Anschlusspunkten und Gegebenheiten in der Umgebung. Bestehen-
de Straßen und Verbindungen werden, wo möglich, weitergeführt. 
Jedes der Baufelder zeigt eine andere Gebäudetypologie, die sich an 
der Landschaft oder dem Bestand orientiert. Einfamilienhaustypo-
logien in Form von Reihenhäusern finden genauso Anwendung wie 
vielgeschossige Hybridgebäude, die Wohn- und Nicht-Wohnnutzun-
tiefe Gebäude 
als Hochpunkt zu 
öffentlicher Fläche
Vernetzung über 
Grünstrukturen 
und Wege
Grünflächen auf 
Dachflächen
Nutzungsmischung im 
Erdgeschoss zur Stärkung des 
Nahversorgungszentrums
Anwendungsbeispiel Meschenich
Maßstabshybrid 
vermittelt zwischen 
Bestand und Neubau
Anknüpfungspunkte 
für zukünftige 
Entwicklungen

79
bebaute 
Flächen
23%
Grün- und 
Spielflächen
21%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
42%
Öffentliche 
Flächen
14%
0,8
1,50 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Meschenich
Zieldichte > 0,8
14 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 7,1 
Wohneinheiten je ha / insg. 86 / 608
GFZ
Quartiersdichte
gen kombinieren. Die baufeldorientierte Strukturierung bildet einen 
klar definierten Übergang zur Landschaft, ermöglicht aber gleichzei-
tig eine spätere Entwicklung der angrenzenden Flächen
Die bestehenden Freiraumstrukturen werden aufgenommen und 
erweitert. Im Norden kommen neue Grünflächen hinzu, die im Zuge 
einer späteren Weiterentwicklung weitergeführt werden können.
Flächenanteile

80
6 Quartierstypologien für Köln
Diese Quartierstypologie zeichnet sich 
durch einen starken Kontrast zweier Gebäu-
detypologien aus: Niedrige Reihenhäuser in 
Kombination mit größeren Quartiersgaragen 
oder großen und höheren, gemischt genutz-
ten Mehrfamilienwohnhäusern.
Der motorisierte Individualverkehr wird in 
zentralen Quartiersgaragen an den Quar-
tierseingängen gebündelt, sodass die Ver-
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 2 – Kontraste suchen
Eine Quartierstypologie für die Äußere Stadt
kehrsflächen dem Fuß- und Radverkehr 
vorbehalten sind und sich somit zusätzliche 
Freiraumqualitäten entwickeln können.
Die Quartiersgaragen als Solitäre stapeln 
Funktionen der Infrastruktur (Quartiersga-
ragen, Mobility Hubs), der Versorgung (Nah-
versorger, Drogerie, etc.), soziale Funktionen 
(Schule, Kita, Pflege, Begegnungsorte, etc.) 
und in untergeordnetem Maße auch Wohnen.

81
Abbildung: Quartierstypologie 2 – Kontraste suchen
Hier finden sich auch gemeinschaftliche 
nutzbare Angebote für das ganze Quartier. 
So entstehen urbane Ort mit angemesse-
ner Dicht und guter Nutzungsmischung, die 
dem Prinzip der „Stadt der kurze Wege“ ent-
sprechen.
Die „Grüne Erschließung“ führt zu großen 
zusammenhängenden Grün- und Freiflä-
chen, die auch infrastrukturelle Funktionen 
für Rettungs-, Ver- und Entsorgungsfahrzeu-
ge übernehmen. Vorrangig dienen sie jedoch 
der Retention, Erholung und Begegnung. 
 
Dieser hohe Grad an grünen Erschließungs-
flächen führt zu einem geringen Grad an 
Versiegelung. Die Dachflächen der Reihen-
häuser dienen der Energiegewinnung. Die 
Nutzung der Dachflächen der Solitäre ergibt 
sich aus der Nutzungsmischung des Gebäu-
des.

82
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Sonnenschiff und Solar- 
siedlung in Freiburg (DE) 
Rolf Disch SolarArchitektur
0,95 Quartiersdichte
113 WE/ha
Die autofreie Solarsiedlung be-
steht aus fünf Reihenhauszeilen 
in Holzbauweise und Passiv-
hausstandard. Straßenbeglei-
tend übernimmt das Solarschiff 
mit Gewerbe- und Büroflächen 
die verdichtende Funktion. 
Auf dessen Dach sind weitere 
Reihenhäuser untergebracht. 
Die gesamte Dachfläche ist mit 
Photovoltaik belegt.
© Rolf Disch SolarArchitektur
© OpenStreetMap contributors
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1:5000
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1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
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0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

83
Borneo Sporenburg in  
Amsterdam (NL) 
West 8 
1,1 Quartiersdichte 
117 WE/ha
Zwei Halbinseln werden durch 
schmale Straßen erschlossen 
und durch lange Zeilen von inno-
vativen und vielfältigen dreige-
schossigen Patiohäusern ge-
prägt. Unterbrochen durch drei 
Mehrfamilienhausblöcke, wel-
che die bauliche Dichte heben 
und dem Ort einen besonderen 
Charakter verleihen. Auf der 
Nordinsel gibt es einen Park, der 
sich in die städtebauliche Form 
schneidet.
© Jeroen Musch
© Jeroen Musch
© West 8
 © OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

84
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Esch / Auweiler im Stadtbe-
zirk Chorweiler umfasst eine Fläche von ca. 12,8 Hektar und befindet 
sich in einem dörflichen Kontext.
Die nächstgelegenen SPNV-Verbindungen befinden sich ca. 5 km 
entfernt in Longerich oder Pulheim. Entlang der Auweilerstraße, etwa  
500 m von der Entwicklungsfläche entfernt, verkehren Busverbin-
dungen.
Die Wohnbebauung im direkten Umfeld besteht in weiten Teilen aus 
Einfamilien- und Reihenhäusern. Im Dorfzentrum sind identitätsstif-
tende Gehöfte zu finden.
Anwendung Typologie 2 – Kontraste suchen
Esch / Auweiler, Stadtbezirk Chorweiler
12,8 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 0,8
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Äußere Stadt

85
Abbildung: Ausgangssituation Entwicklungsfläche Esch / Auweiler
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Kleinere Einzelhandelsangebote und Gastronomie sichern eine mi-
nimale Grundversorgung im Dorf. In Esch und Pesch ist ein breiteres 
Angebot vorhanden.
Der Platz in der Dorfmitte und mehrere Spielplätze bieten Flächen 
zur Begegnung und Erholung, der Escher See und der Pescher See 
sind in wenigen Minuten zu erreichen.

86
6 Quartierstypologien für Köln
Das Anwendungsbeispiel spielt mit dem Kontrast zwischen ortstypi-
schen Reihenhaustypologien und Solitären mit großem Gebäudevo-
lumen, die als Verdichter fungieren. In diesen wird der MIV an zentra-
len Stellen gebündelt, das Quartier bleibt weitestgehend autofrei.
Die Wohnnutzungen sind in zwei- bis viergeschossigen Reihenhäu-
sern untergebracht, die unterschiedliche Wohnungstypen anbieten 
und sich in die Umgebungsbebauung einfügen. Straßeneinmündun-
gen werden weitergeführt und binden die Entwicklung an den Be-
stand an.
Abbildung: Anwendungsbeispiel Esch / Auweiler
Begegnungorte in 
zusammenhängenden 
Grünflächen
Verbindung zur  
Landschaft
MIV gebündelt 
in MobilityHubs
autofreie 
Erschließungsstraßen
Nutzungsmischung  
den zentralen Freiflächen 
zugewandt

87
bebaute 
Flächen
27%
Grün- und 
Spielflächen
16%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
55%
Öffentliche 
Flächen
2%
0,8
1,40 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Esch / Auweiler
Zieldichte > 0,8
14 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 12,8 
Wohneinheiten je ha / insg. 75 / 966
GFZ
Quartiersdichte
Die Erschließung im Quartier funktioniert über grüne Straßen, die 
ebenfalls die Funktion von Spielflächen und Begegnungsorten erfül-
len. Zentrale zusammenhängende Grünflächen ergänzen das frei-
räumliche Angebot. Nicht-Wohnnutzungen orientieren sich zu den 
Grünflächen und stärken die Grundversorgung des Quartiers sowie 
des Dorfes.
Flächenanteile

88
6 Quartierstypologien für Köln
Eine Kombination verschiedener Gebäude-
typen formt heterogene Baufelder mit räum-
lichen Schwerpunktsetzungen über große, 
gemischt genutzte Gebäude. Durch die zum 
Teil bewusst reduzierten Abstände großer 
Gebäude zur kleinen Nachbarbebauung 
gelingt es, die Dichte auf ein angemessenes 
Niveau für die Äußere Stadt zu erhöhen.
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 3 – Baufelder durchmischen
Eine Quartierstypologie für die Äußere Stadt
Das besondere Merkmal dieser Quartiersty-
pologie ist das Verhältnis der Gebäude zum 
Grünraum, welcher sowohl Erschließungs-
funktionen für den Fuß- und Radverkehr 
übernimmt als auch die Gemeinschaftsflä-
che ist. In den Baufeldinnenbereichen be-
finden sich private Gärten und der ruhende 
Verkehr. Dieser wird baufeldweise und damit 
typologieübergreifend organisiert, ebenso 
wie weitere geteilte Infrastrukturen.

89
Abbildung: Quartierstypologie 3 – Baufelder durchmischen
Durch Stapelung und Integration von Nicht-
Wohnnutzungen in die größeren Gebäude-
körper gelingt eine gute Nutzungsmischung. 
Die Kombination unterschiedlicher Gebäu-
detypologien in einem Baufeld ermöglicht 
eine gute soziale Durchmischung. Dazu 
können soziale Angebote wie Gemein-
schaftsräume, Nachbarschaftstreffs, Pflege, 
Begegnungsorte und und weitere teilbare 
Infrastrukturen (Werkstätten, zuschaltbare 
Zimmer) kommen.
Die begrünten und mit Photovoltaik beleg-
ten Dachflächen dienen primär dem Klima-
schutz. Regenwasser kann in den Grünflä-
chen versickern.

90
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Wohnquartier Prinz-Eugen-Park 
in München (DE) 
GSP Architekten,  
Architektur Werkstatt Vallentin
0,6 Quartiersdichte 
60 WE/ha
Verschiedene Gebäudetypo-
logien wie Mehrfamilienhäuser, 
Zeilenbau und Einfamilienhäuser 
stehen in Clustern angeord-
net, umgeben von großzügigen 
Grünflächen. Den Schwellenbe-
reichen zwischen den sehr unter-
schiedlichen Wohnformen wurde 
große entwurfliche Aufmerk-
samkeit gewidmet. Daswirkt sich 
positiv auf das gemeinschaft-
liche Neben- und Miteinander im 
Quartier auswirkt.
© Architektur Werkstatt Vallentin
© OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
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0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

91
Herstructurering wijk Holten-
broek in Zwolle (NL) 
De Zwarte Hond
0,7 Quartiersdichte 
81 WE/ha
Alle Gebäude haben ihre Adres se 
an den verbindenden grünen Ach-
sen. Das kontrastreiche, trotzdem 
harmonische Nebeneinander von 
großen und kleinen Gebäuden 
unterschiedlicher Typologien ver-
leiht dem Quartier eine besondere 
Qualität und angemessene Dich-
te. Die Unterbringung der PKW 
erfolgt konsequent in den privaten 
Baufeldinnenbereichen. Auf teure 
Stellplatzlösungen konnte daher 
vollständig verzichtet werden.
© Scagliola & Brakkee
 © OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

92
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Porz-Elsdorf im Stadtbezirk 
Porz umfasst eine Fläche von ca. 14,6 Hektar und ist durch eine 
sehr heterogene Umgebung geprägt. Im Norden und Osten grenzt 
die Fläche an die bestehenden Siedlungsstrukturen in Urbach und 
Elsdorf, im Westen schließen sich die Ausläufer des Gewerbe- und 
Industriegebiets Porz an.
Die nächstgelegene SPNV-Haltestelle Porz ist ca. 1,2 km entfernt. 
Im direkten Umfeld der Entwicklungsfläche verkehren mehrere 
Bus linien, die Strecke entlang der Frankfurter Straße soll zukünftig 
weiter ausgebaut werden.
Anwendung Typologie 3 – Baufelder durchmischen
Porz-Elsdorf, Stadtbezirk Porz
14,6 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 0,8
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Äußere Stadt

93
Ausgangssituation Entwicklungsfläche Porz-Elsdorf
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Die angrenzende Wohnbebauung setzt sich aus vielen Typologien 
zusammen: dreigeschossige Zeilenbauten neben Einfamilien- und 
Reihenhäusern, neuere Mehrfamilienhausprojekte und im Osten bis 
zu achtgeschossige Solitärbauten. Der nördliche Teil der Entwick-
lungsfläche ist durch Sportanlagen belegt, Spielplätze sind an meh-
reren Stellen in der Umgebung vorhanden.
Durch die Grundschule Kupfergasse, mehrere Kindergärten sowie 
Einzelhandelsangebote entlang der Kaiserstraße und Frankfurter 
Straße ist eine gute Versorgung für das Quartier vorhanden, welche 
durch Zusatzangebote (z. B. Begegnungsorte und Pflege) der neuen 
Bebauung weiter ausgebaut werden kann.

94
6 Quartierstypologien für Köln
Erhalt der 
Sportflächen
Grüne Straßen als 
Erschließung und 
gemeinschaftliche Freifläche
Bewuste 
Reduzierung der 
Abstandsflächen
Bündelung des MIV 
in den Innenhöfen
Kombinierte 
Wohn- und 
Mischnutzungen
Kombination von 
große und kleine 
Gebäudetypologien
Das Anwendungsbeispiel unterteilt die Entwicklungsfläche in meh-
rere Baufelder, die jeweils mit einer Mischung aus Typologien beplant 
sind. Die Gebäude gruppieren sich um Innenhöfe, in denen sowohl 
private und gemeinschaftliche Grünflächen Platz finden, als auch die 
motorisierte Erschließung gebündelt wird. Zwischen den Baufeldern 
dienen grüne Straßen der Erschließung und als gemeinschaftliche 
Freifläche. Ergänzend werden die Dachflächen der großen Gebäude-
volumen als gemeinschaftliche Grünflächen aktiviert.
Anwendungsbeispiel Porz-Elsdorf

95
bebaute 
Flächen
18%
Grün- und 
Spielflächen
25%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
57%
Öffentliche 
Flächen
0%
0,8
1,90 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Porz-Elsdorf
Zieldichte > 0,8
15 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 14,6 
Wohneinheiten je ha / insg. 75 / 1.098
GFZ
Quartiersdichte
Die Kombination von zwei- bis viergeschossigen Reihenhäusern mit 
vier- bis sechsgeschossigen Mehrfamilienhäusern erzeugt eine ad-
äquate Dichte. Nicht-Wohnnutzungen im Sockel zum Quartiersplatz 
sowie Richtung Gewerbegebiet unterstützen die Verdichtung und 
beleben das Quartier.
Flächenanteile

96
6 Quartierstypologien für Köln
Der klassische Blockrand wird mit variab-
len Höhen und zusätzlichen besonderen 
Nutzungen in den Sockelgeschossen inten-
siviert und diversifiziert. Die neue Block-
randbebauung kann aus unterschiedlichen 
Gebäudetypologien, wie z.B. Mehrfamilien-
häusern und gestapelten Reihenhäusern 
gebildet werden.
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 4 – Blöcke ausdifferenzieren
Eine Quartierstypologie für die Innere Stadt sowie ausgewählte 
Versorgungszentren der Äußeren Stadt
Der motorisierte Individualverkehr wird zu 
großen Teilen an strategischen Punkten ab-
gefangen und in Tiefgaragen untergebracht. 
So können große Bereiche der quartiersin-
ternen Erschließung dem Rad- und Fußver-
kehr vorbehalten bleiben.

97
Quartierstypologie 4 – Blöcke ausdifferenzieren
Durch Vorgartenbereiche und gezielt ge-
setzte gewerblich genutzte Erdgeschoss-
zonen werden die Straßenräume belebt. 
Öffentliche und soziale Einrichtungen wie 
Kitas, Schulen, Pflege und Begegnungsorte, 
die in den Block integriert sind, beleben zu-
sätzlich das Quartier.
Die Gemeinschafts- und Grünbereiche tei-
len sich in öffentliche Parkflächen und priva-
te Gärten in den großzügigen Höfen auf. Die 
ausdifferenzierte Höhenentwicklung erlaubt 
eine intensive Dachnutzung für private und 
gemeinschaftliche Zwecke.
Eine hochwertige und grüne Gestaltung der 
Höfe, ergänzt durch bodengebundene Fas-
sadenbegrünung und begrünte, mit Photo-
voltaik belegte Dachflächen, können einen 
guten Beitrag für die klimagerechte Stadt 
leisten. Private Dachterrassen sind zusätz-
lich wichtige persönliche Rückzugsräume.

98
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Drei Höfe in München (DE) 
bogevischs buero
1,5 Quartiersdichte 
99 WE/ha
Die genossenschaftliche Wohn-
anlage „Drei Höfe“ ist ein Bei-
spiel für verdichtetes Wohnen: 
Innerhalb der bestehenden 
Blockrandstruktur wurde der 
Bestand rückgebaut und durch 
die Neubebauung zusätzlicher, 
hochwertiger Wohnraum mit 
Gemeinschaftsräumen, Gewer-
beeinheiten sowie ausreichend 
Stellplätzen geschaffen.
© bogevischs buero / Julia Knop
© OpenStreetMap contributors
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100
500
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100
500
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1:7500
100 500

99
Herstructurering Grunobuurt  
in Groningen (NL) 
De Zwarte Hond 
1,6 Quartiersdichte 
183 WE/ha
Mit einem breiten Spektrum 
an Wohnungstypen bietet das 
Quartier Grunobuurt Wohnmög-
lichkeiten für alle. Im gesamten 
Viertel werden im Erdgeschoss 
liegende Wohnungen direkt 
von der Straße aus erschlossen 
und beleben so das Umfeld. 
Variable Gebäudehöhen von 3 
bis 7 Geschossen ermöglichen 
eine intensive Dachnutzung und 
Maßstabssprünge im Quartier. 
© De Zwarte Hond © Harry Cock
© Gerard van Beek
 © OpenStreetMap contributors
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100 500

100
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Humboldt-Gremberg im 
Stadtbezirk Kalk umfasst eine Fläche von ca. 3,5 Hektar und befindet 
sich in einem sehr heterogenen Bauumfeld. Die umliegenden Flä-
chen sollen langfristig zu einem Gründungs- und Innovationszent-
rum ausgebaut werden.
Die nächstgelegene S-Bahn-Haltestelle Trimbornstraße liegt in ca. 
800 m Entfernung, entlang der Gremberger Straße im Süden ver-
kehren mehrere Busverbindungen. 
Anwendung Typologie 4 – Blöcke ausdifferenzieren
Humboldt-Gremberg, Stadtbezirk Kalk 
3,5 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 1,2
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Innere Stadt

101
Ausgangssituation Entwicklungsfläche Humboldt-Gremberg
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Die Wohnbebauung im direkten Umfeld besteht in weiten Teilen aus 
drei- bis viergeschossigem Zeilenbau, ein achtgeschossiges Wohn-
gebäude bietet einen Orientierungspunkt.
Durch die Gemeinschaftsgrundschule Lohmarer Straße, das Ju-
gendzentrum Gremberg sowie Einzelhandelsangebote entlang der 
Gremberger Straße ist eine Grundversorgung für das Quartier vor-
handen, welche durch Zusatzangebote (z. B. Begegnungsorte und 
Pflege) der neuen Bebauung ergänzt werden kann.
Öffentliche Grün- und Sportflächen sind durch den Park an der Len-
zwiese mit Bike-Trail sowie einigen Spielplätzen bereits vorhanden 
und können angebunden oder weiterentwickelt werden.

102
6 Quartierstypologien für Köln
Begegnungorte in 
zusammenhängenden 
Grünflächen
Vernetzung über Grün-
strukturen und Wegenetz
Grünflächen im 
Blockinnenbereich und 
auf Dachflächen
Nutzungsmischung im 
Erdgeschoss und als 
Lärmschutzriegel
MIV gebündelt
tiefes Gebäude 
als Hochpunkt zu 
öffentlichen Flächen
Das Anwendungsbeispiel besteht aus drei polygonalen Blockrand-
strukturen. Die bestehenden Straßen werden weitergeführt und 
vernetzten das Quartier mit der Bestandsbebauung. Die Staffelung 
der Gebäudehöhen von vier bis sechs Geschossen unterstützt diese 
Vernetzung. Zu den Gleisen und an stadträumlich markanten Stel-
len erhöht sich die Geschosszahl, sodass mehr Dichte geschaffen 
wird. Ein Hochpunkt stiftet zusätzlich Identität und erhöht die Dichte 
weiter.
Anwendungsbeispiel Humboldt-Gremberg

103
bebaute 
Flächen
28%
Grün- und 
Spielflächen
32%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
36%
Öffentliche 
Flächen
4%
1,4
2,30 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Humboldt-Gremberg
Zieldichte > 1,2
26 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 3,5 
Wohneinheiten je ha / insg. 117 / 413
GFZ
Quartiersdichte
Herausfordernde Gebäudelagen, z.B. entlang der Bahnstrecke und 
im Erdgeschoss der autofreien Quartiersstraße, werden zur Bele-
bung und weiteren Verdichtung mit Nicht-Wohnnutzungen und einer 
größeren Gebäudetiefe ausgebildet.
Der MIV wird in Tiefgaragen gebündelt, sodass weite Teile der Ent-
wicklungsfläche autofrei erschlossen und intensiv durchgrünt wer-
den können.
Die Dachflächen und Höfe im Blockinneren enthalten private und 
gemeinschaftliche Grünflächen, zwei zentrale öffentliche Grünflä-
chen dienen dem Quartier als Erholungsfläche.
Flächenanteile

104
6 Quartierstypologien für Köln
Tiefe Baukörper, die von allen Seiten er-
schlossen werden, gliedern durch ihre be-
sondere Setzung den Stadtraum. Die tiefen 
Baukörper eignen sich gut für ein vielfältiges 
und innovatives Angebot von Wohnungs-
typen.
Der öffentliche Raum ist überwiegend dem 
Fuß- und Radverkehr vorbehalten. Der MIV 
wird am Quartierseingang abgefangen und 
in Tiefgaragen geleitet.
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 5 – Raumfolgen setzen
Eine Quartierstypologie für die Innere Stadt sowie ausgewählte 
Versorgungszentren der Äußeren Stadt
Das Quartier wird durch gewerbliche Erd-
geschossnutzungen, insbesondere an den 
Plätzen, bespielt und dient der Nachbar-
schaft als Treffpunkt. So ergibt sich eine 
kleinteilige Nutzungsmischung.
Ergänzende untereinander teilbare Infra-
strukturen gibt es auf Quartiersebene sowie 
innerhalb der Gebäude.

105
Quartierstypologie 5 – Raumfolgen setzen
Durch einen Fokus auf Gemeinschaftsflä-
chen kann der Flächenverbrauch je Bewoh-
ner*in reduziert werden.
Im direkten Wohnumfeld befinden sich 
großzügige Grün- und Freiflächen, die als 
urbane Freiräume zu verstehen sind. Außer-
dem werden Teile der Dachflächen als ge-
meinschaftliche Gärten genutzt.
Die Aktivierung der Dachflächen als Gärten, 
Retentionsflächen oder zur Energiegewin-
nung sowie bodengebundene Fassadenbe-
grünungen können „Urban Heat“ entgegen 
wirken. Durch geringe Abstandsflächen 
entstehenden zudem eine zusätzliche Ver-
schattung.

106
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Wohnquartier Ludlstraße  
in München (DE) 
AllesWirdGut Architektur
1,6 Quartiersdichte 
107 WE/ha
Frei zueinander stehende 
Punkthäuser werden zur nahen 
Autobahn hin durch eine Wand 
aus zusammengezogenen 
Punkthäuser abgegrenzt. Die 
polygonalen Formen bieten viel-
fältige Wohnformen und werden 
durch ein Familienzentrum und 
eine Kita ergänzt. Der Freiraum 
strukturiert das Quartier und 
wird durch einzelne Erdge-
schossnutzungen bespielt.
© AllesWirdGut Architektur
© OpenStreetMap contributors
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500
0 25 50 200
1:7500
100 500

107
Mehr als Wohnen in Zürich (CH) 
Duplex Architekten
1,9 Quartiersdichte 
110 WE/ha
In Clustern angeordnete Solitä-
re bilden ein System von Wegen, 
Plätzen und Freiräumen und 
ermöglichen gemeinschaftli-
ches und nutzungsgemischtes 
Wohnen. Vielfältige Wohnfor-
men und Grundrisse stellen das 
Miteinander ins Zentrum. Große, 
tageslichthelle Treppenhäuser 
in den tiefen Gebäudekörpern 
dienen der Belichtung und als 
Gemeinschaftsräume.
© Johannes Marburg
 © OpenStreetMap contributors
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100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
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1:5000
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100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

108
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Weidenpesch im Stadtbezirk 
Nippes umfasst eine Fläche von ca. 3,1 Hektar und befindet sich an 
einer städtischen „Rückseite“ . Die umliegenden Flächen sind auf der 
einen Seite durch großzügige Sportflächen geprägt, auf der anderen 
Seite durch eine stellenweise durchbrochene Blockrandbebauung 
mit teilweise gewerblich genutzten Höfen.
Die Straßenbahn-Anbindung entlang der Neusser Straße ist sehr gut. 
Die nächstgelegene S-Bahn-Haltestelle Geldernstraße / Parkgürtel 
liegt südlich in ca. 2,5 km Entfernung.
Anwendung Typologie 5 – Raumfolgen setzen
Weidenpesch, Stadtbezirk Nippes
3,1 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 1,2
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Innere Stadt

109
Ausgangssituation Entwicklungsfläche Weidenpesch
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Die Wohnbebauung im direkten Umfeld besteht in weiten Teilen aus 
einer vier- bis fünfgeschossigen Blockrandbebauung, die vereinzelt 
durch zehngeschossige Wohnhäuser oder flächigen Einzelhandel 
durchbrochen wird. Die angrenzenden Rückseiten sind durch private 
Gärten und kleinteilige gewerbliche Nutzungen geprägt.
Durch eine Schule und Kitas in der näheren Umgebung und durch 
das Bezirkszentrum entlang der Neusser Straße verfügt das Quartier 
über eine gute Versorgung. 
Öffentliche Frei- und Sportflächen sind durch die Bezirkssportanlage 
Weidenpesch sowie einige Spielplätze bereits vorhanden und kön-
nen an das Quartier angebunden werden.

110
6 Quartierstypologien für Köln
Grünfläche für Erholung 
und Anknüpfung an 
Sportangebot
Durchwegung 
zu Quartier und 
Sportflächen
Potential für 
Erweiterung des 
Quartiers
private und 
gemeinschaftliche 
Dachgärten
Nutzungsmischung 
im EG belebt die 
öffentlichen Räume
tiefes Gebäude 
Hochpunkt zu 
öffentlichen 
Flächen
Das Anwendungsbeispiel besteht aus tiefen, locker gesetzen Gebäu-
dekörpern, die vom Außenraum umschlossen sind. So ergeben sich 
spannende Plätze sowie Grünraumsituationen und -abfolgen. Eine 
homogene Gebäudehöhe beruhigt den heterogenen Bestand und 
schafft eine klare, aber dennoch offene Kante zu den Sportplätzen.
Erdgeschossige Nicht-Wohnnutzungen wie zum Beispiel Kitas, 
Schulen, Pflege, Begegnungsorte oder Gewerbe beleben das Quar-
tier und führen zu einer angemessenen Verdichtung.
Anwendungsbeispiel Weidenpesch

111
bebaute 
Flächen
40%
Grün- und 
Spielflächen
45%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
15%
Öffentliche 
Flächen
0%
1,3
2,20 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Weidenpesch
Zieldichte > 1,2
Flächenanteile
7 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 3,1 
Wohneinheiten je ha / insg. 139 / 434
GFZ
Quartiersdichte
Der MIV wird in Tiefgaragen gebündelt, sodass weite Teile der Ent-
wicklungsfläche autofrei erschlossen und intensiv durchgrünt wer-
den können.
Die Dachflächen enthalten private und gemeinschaftliche Grün-
flächen, eine zentrale öffentliche Grünfläche dient dem Quartier als 
Naherholungsfläche.
Der modulare Aufbau des Quartiers bietet vielfältige Anschluss-
punkte für eine Weiterführung des städtebaulichen Prinzips auf den 
angrenzenden privaten Grundstücken.

112
6 Quartierstypologien für Köln
Ausgangspunkt dieser Quartierstypologie ist 
die in der Innenstadt häufig vorkommende 
Blockrandbebauung. Die Dichte wird durch 
vereinzelt gesetzte Hochpunkte* (40 – 60 m) 
deutlich erhöht. Dieses System kann auf ein 
gesamtes Quartier über mehrere Baufelder 
angewendet werden, funktioniert aber auch 
auf kleineren Entwicklungsflächen, wie sie in 
der Innenstadt häufig vorkommen.
Durch die sehr gute ÖPNV-Anbindung der 
Innenstadtlagen können die Stellplätze 
 › Groß und Klein
 › Maßstabshybrid
 › Lageorientierte 
Entwicklung
 › Nutzbare Dachflächen
 › Grüne Erschließung
 › Multifunktionale  
Freiräume
 › Nutzungsmischung  
und Nutzungsoffenheit
 › Stadt stapeln
 › Infrastrukturelles Teilen 
 › Überlagernde Abstands-
flächen
 › Tiefe Gebäude
Vertikale Dichte
Horizontale Dichte
Grüne Vielfalt
Nutzungsvielfalt
Typologie 6 – Vertikale entwickeln
Eine Quartierstypologie für die Innenstadt sowie ausgewählte 
Versorgungszentren der Äußeren Stadt
reduziert und die wertvolle Fläche effizient 
genutzt werden. Der ruhende Verkehr wird 
in öffentlichen Tiefgaragen untergebracht, 
um Mehrfachbelegungen der Stellplätze zu 
ermöglichen.
In die Gebäude integrierte und gestapelte 
Nutzungen generieren eine Nutzungsmi-
schung in jedem Baufeld, so entsteht eine 
sehr urbane Typologie mit belebten Erdge-
schossen. Nutzungsmischung ist hier aus-
drücklich auch in der Vertikalen möglich.
*nur im Zusammenhang/unter Beachtung des  Höhenkonzeptes/Höhenentwicklungskonzeptes

113
Quartierstypologie 6 – Vertikale entwickeln
Öffentliche Funktionen sind ebenfalls 
gleichwertig in die Blockstrukturen, meist in 
den Erdgeschosszonen, integriert und mit 
Wohnnutzungen überbaut.
In den Innenhöfen der Blöcke befinden sich 
gemeinschaftliche Grünflächen, in Quar-
tiersparks findet sich öffentliches Grün. 
Diese verdichteten, intensiv genutzten 
Grünflächen werden zu zentralen Begeg-
nungsorten. Auf den Dächern gibt es ergän-
zend gemeinschaftliche und private Freiflä-
chen.
Der hohe Grad an Verschattung, intensiv ge-
nutzte Dachflächen und blockinterne Gär-
ten wirken aktiv gegen sommerliche Hitze.

114
6 Quartierstypologien für Köln
Referenzprojekte
Löwenbräu-Areal in Zürich (CH) 
Gigon/Guyer Architekten
3,33 Quartiersdichte 
40 WE/ha
Das Projekt resultiert aus einer 
Umnutzung eines gewerblichen 
Komplexes. Dieser wurde durch 
Hochpunkten mit Wohn-, Büro- 
und Ausstellungsnutzungen er-
gänzt. Der denkmalpflegerische 
Erhalt der Bausubstanz bildet 
dabei eine wichtige Maßnahme 
für die Identität des ehemaligen 
Industriequartiers und belässt 
ein wichtiges Kapitel der Stadt-
geschichte lesbar.
© Thies Wachter
© Roman Keller
© Thies Wachter
© OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
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100 500
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100 500

115
Falkenried in Hamburg (DE) 
BOLLES+WILSON
2,65 Quartiersdichte 
284 WE/ha
Auf dem Gelände der Straßen-
bahnwerkstätten Falkenried 
ist ein neuer multifunktionaler 
Stadtteil entstanden. Ein zen-
traler Baustein ist der Bürokom-
plex mit Wohnhochhaus, das die 
öffentliche Piazza und das Ge-
samtgebiet überschaut und den 
städtebaulichen Bezugspunkt 
des Viertels setzt. Im Quartier 
finden sich weitere Geschäfte 
und Gastronomie.
© Christian Richters
 © OpenStreetMap contributors
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
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100
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0 25 50 200
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100 500
GSPublisherVersion 515.39.39.100
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100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500

116
6 Quartierstypologien für Köln
Die betrachtete Entwicklungsfläche in Deutz im Stadtbezirk Innen-
stadt umfasst eine Fläche von ca. 0,74 Hektar und befindet sich in 
einer Umgebung geprägt durch die Bahntrasse und große gewerb-
lich genutzte Gebäude, wie der Lanxess Arena, Bürogebäuden sowie 
einigen großen Wohnhäusern. Südlich der Entwicklungsfläche liegt 
der Pyramidenpark.
Die SPNV-Verbindung ist sehr gut ausgebaut. Der nächstgelegene 
Bahnhof Köln Messe/Deutz liegt in nur ca. 1,5 km Entfernung, ent-
lang der Gummersbacher Straße verkehren Busverbindungen. 
Anwendung Typologie 6 – Vertikale entwickeln
Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
0,74 ha Entwicklungsfläche 
Ziel: Quartiersdichte höher 1,5
Verortung Entwicklungs- 
fläche: Innenstadt

117
Ausgangssituation Entwicklungsfläche Deutz
GSPublisherVersion 515.39.39.100
0 10 20 50 200
1:5000
0 25 50 100 200
1:10000
100
500
0 25 50 200
1:7500
100 500
Die Wohnbebauung im direkten Umfeld besteht in weiten Teilen aus 
sechsgeschossigem Zeilenbau, ein 14-geschossiges Wohngebäude 
bietet einen Orientierungspunkt. 
Das fußläufig erreichbare Einkaufzentrum Köln Aracaden in Köln 
Kalk, mehrere Schulen und Berufskollegien, sowie die Technische 
Hochschule Deutz bieten eine ausreichende Grundversorgung für 
das Quartier, welche durch Zusatzangebote (z. B. Begegnungsorte 
und Pflege) der neuen Bebauung ergänzt werden kann.
Öffentliche Grün- und Sportflächen sind durch den Pyramidenpark 
bereits vorhanden. 
Die geringe Größe der Entwicklungsfläche ist typisch für die Poten-
tialflächen in der Innenstadt.

118
6 Quartierstypologien für Köln
Gründächer und 
Dachterrassen 
Erholungsfläche knüpft 
an öffentliches Grün an   
gezielte Hochpunkte 
sorgen für hohe Dichte
hoher Anteil 
an Nutzungs-
mischung im 
Sockel
Das Anwendungsbeispiel besteht aus zwei Gebäudekomplexen 
 entlang der Gummersbacher Straße und ist somit direkt mit dem 
 Bestand vernetzt. 
Die Gebäudekörper haben einen hohen gewerblichen Sockel und 
werden jeweils durch deutlich höhere Aufbauten mit Wohnfunktion 
ergänzt. Starke Gebäudevolumen schützen die Bewohner*innen vor 
Lärmbelastung. 
Anwendungsbeispiel Deutz

119
bebaute 
Flächen
36%
Grün- und 
Spielflächen
29%
Erschließungs-
und 
Platzflächen
15%
Öffentliche 
Flächen
20%
2,1
4,20 63
Kennwerte Anwendungsbeispiel Deutz
Zieldichte > 1,5
Flächenanteile
50 % Nutzungsmischung
Entwicklungsfläche in ha 0,74 
Wohneinheiten je ha / insg. 145 / 107
GFZ
Quartiersdichte
Der kleine Park zwischen den Gebäuden dient dem Ensemble als 
 Erholungsfläche und Grünflächennachweis.
Die Dachflächen werden als Gründach, Gärten oder energetisch 
durch Photovoltaik genutzt.
Um eine hohe Dichte bei gleichzeitig angemessener Grünflächen-
versorgung zu gewährleisten, ist der Anteil der Nicht-Wohnnutzung 
mit 50 % innenstadttypsich sehr hoch.

120

121
Kapitel V 
 
Implementierung 
und Anwendung
Der Köln-Katalog wird als verwaltungsinternes Steuerungsinstru-
ment in laufenden und zukünftigen Projektentwicklungen einge-
setzt , um die Zielsetzungen der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ umzusetzen. 
Mit seinen Darstellungen von Typologien und Referenzen dient der 
Köln zusätzlich als Kommunikationsmedium bei der Veranschauli-
chung der genannten Zielsetzungen. 
Anhand Pilothafter Anwendungen werden laufende und zukünftige 
Projekte auf die Zielsetzungen des Köln-Katalogs hin evaluiert.

122
6 Quartierstypologien für Köln
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter
Für zukünftige Flächenentwicklungen ist der 
Zusammenhang zwischen Quartiersdichte und 
GFZ relevant, da Letztere insbesondere in Be-
bauungsplanverfahren verwendet wird. Anhand 
von Testentwürfen kann frühzeitig die Quartiers-
dichte für die geplante  GFZ überprüft werden. 
Dafür ist der Bezugsrahmen (städtebauliche 
Perimeter) zu definieren. Er umfasst das Projekt-
gebiet (Bruttobauland) sowie zumeist angren-
zenden Flächen (z.B. Verkehrsflächen einer an-
grenzenden Bestandsstraße bis zu ihrer Mitte).
Die Auswertung der Anwendungsbeispiele zeigt, 
dass sich beispielsweise für die Zieldichte der 
Äußeren Stadt (0,8 Quartiersdichte) eine durch-
schnittliche GFZ von ca. 1,5 – 2,0 ergibt*.
Rechnerisch besteht folgende Abhängigkeit:
Durchschnittliche GFZ =
(Quartiersdichte × Städtebaulicher Perimeter)
Netto-Bauland
Die Stadtstrategie gibt die Zieldichten immer als 
eine Quartiersdichte für das gesamte Quartier 
an. In der konkreten Flächenentwicklung sind 
innerhalb des Quartiers Differenzierungen in 
der GFZ für die jeweiligen Baufelder vorzuneh-
men, wie auch die Anwendungsbeispiele zeigen. 
Zudem variieren die Größen der Entwicklungs-
fläche teils stark, daher ist letztlich immer eine 
individuelle Betrachtung notwendig.
> 15 %  
Nicht-Wohnen**
40–60 %  
Netto-Bauland*
Netto-Bauland
und Gebäude
Äußere Stadt
Quartiersdichte von > 0,8 entspricht 
ca. einer GFZ von > 1,4*
StädtebaulicherPerimeter
Brutto-Bauland
Verhältnis zwischen Quartiersdichte  
und Geschossflächenzahl
Erkenntnisse aus den Anwendungsbeispielen
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter

123
Darstellung des Verhältnisses zwischen Quartiersdichte und GFZ sowie der Flächen-
verhältnisse auf Grundlage der ausgewerteten Anwendungsbeispiele
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter
> 25 %  
Nicht-Wohnen**
> 35 %  
Nicht-Wohnen**
35–55 %  
Netto-Bauland*
30–50 %  
Netto-Bauland*
Innere Stadt sowie ausgewählte Ver-
sorgungszentren der Äußeren Stadt
Quartiersdichte von > 1,2 entspricht  
ca. einer GFZ von > 2,0*
Innenstadt sowie ausgewählte Ver-
sorgungszentren der Inneren Stadt
Quartiersdichte von > 1,5 entspricht  
ca. einer GFZ von > 2,8*
* Bei den Werten handelt es sich um grobe Annäherungen und 
Abschätzungen auf Basis der untersuchten Anwendungsbeispiele. 
In der Rechnung wird nur die oberirdische Geschossfläche berück-
sichtigt, Tiefgaragen nicht. Flächen für oberirdische MobilityHubs 
werden ebenfalls nicht eingerechnet. 
** Empfehlungswerte gemäß Kapitel II.
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter
Nettobauland
und Gebäude
Projektgebiet
Städtebaulicher
Perimeter

124
6 Quartierstypologien für Köln
Kräftefeld verschiedener Akteur*innen, in dem neue Vorhaben entstehen
Rechtliche Grundlagen
BauGB / BauNVO
BauOrdnung NRW
Förderrichtlinien
Umweltrecht
Räumlicher 
Kontext
Höhe
Dichte
Typologie
Mischung
Funktionaler Kontext
ÖPNV / Erschließung
Lärm
etc.
Städtische Satzungen / Selbstbindung
Kooperatives Baulandmodell, Flächennut-
zungsplan, Bebauungsplan, Klimaleitlinien, 
Geförderter Wohnungsbau, Stellplatzsat-
zung, Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ , Höhenkonzept etc.
Verwaltung
Ämter, Dezernate, 
Gestaltungsbeirat
und Politik
Rat, Bezirksvertretungen, 
Ausschüsse
Projektträger*in
Entwickler*in
Eigentümer*in
Investor*in
Nachbarschaftliche Fragen
Bürgerinitiativen
Planschaden
etc.
PROJEKTSPEZIFISCH 
KÖLNSPEZIFISCH   
         ANWENDUNGSHINWEISE UND BEISPIELE               SELBSTBINDUNG 
     BERATUNG 
 
   VISUALISIERUNG 
Steuerung, Kommunikation und  
Konkrete Empfehlungen

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Kräftefeld
Neue Vorhaben entstehen in einem Kräftefeld aus verschiedenen 
Akteursgruppen, aus rechtlichen und formalen Rahmenbedingen 
und in einem spezifischen funktionalen und räumlichen Kontext. 
Das einzelne realisierte Projekt ist das Ergebnis eines individuellen 
Abstimmungs- und Abwägungsprozesses, bei dem die Verwaltung 
zukünftig mit dem Köln-Katalog ein weiteres Instrument zur Einfluss-
nahme zur Verfügung hat.
Steuerung
Durch den Beschluss als städtebauliches Entwicklungskonzept nach 
§ 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB wird der Köln-Katalog zukünftig als verwal-
tungsinternes Steuerungsinstrument eingesetzt und als zu beach-
tendes Fachkonzept in der Bauleitplanung berücksichtigt. Die Be-
rücksichtigung erfolgt unter dem Aspekt der Abwägung im Abgleich 
mit anderen Belangen (§ 1 Abs. 7 BauGB).
Mit dem Beschluss der Stadtstrategie im Dezember 2021 werden 
die Zieldichten der Stadtstrategie für neue Projekte bindend. Der 
Köln-Katalog betrachtet die Zieldichten der Stadtstrategie des-
halb als „Soll-Werte“ für neue Projekte, die nach dem Beschluss der 
Stadtstrategie angelaufen sind und als „Richt-Werte“ für Projekte in 
bereits länger laufenden Verfahren.
Da in der Anfangsphase einer Projektentwicklung die Möglichkeit zur 
Einflussnahme auf Dichte und Qualität am höchsten und zeitgleich 
der Abstimmungs- und Koordinierungsaufwand am geringsten ist, 
wird der Köln-Katalog hier in Zukunft steuernd eingesetzt. 
Im Zuge der ersten Sondierungsphase zwischen Stadt und Vorha-
benträger*innen gilt es auch, den exakten Perimeter bzw. Umgriff 
des Projekts für den Nachweis der städtebaulichen Zieldichte zu 
definieren.
In den weiteren Prozessschritten bis hin zum Bebauungsplanver-
fahren werden sowohl bereits etablierte Anforderungen (z. B. des 
Kooperativen Baulandmodells) als auch die Aspekte des Köln-Kata-
loges fortlaufend aufgerufen und die sich entwickelnden Planstände 
daraufhin geprüft.

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6 Quartierstypologien für Köln
Dazu kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, die Vorhabenträger*in-
nen zur Erstellung von Testentwürfen unter Berücksichtigung der im 
Köln-Katalog vorgestellten städtebaulichen Typologien anzuhalten. 
Auf dieser Grundlage können dann auch Planerfordernisse oder die 
Art des Qualifizierungsverfahrens festgelegt werden.
Die Steuerung von Dichte als ein Aspekt wird im Qualifizierungsver-
fahren um gesellschaftliche, soziale, ökologische oder klimatische 
Belange und insbesondere auch baukulturelle Aspekte qualitativ 
ergänzt. 
Kommunikation
Zusätzlich zu seiner Aufgabe als Steuerungsinstrument kann der 
Köln-Katalog mit seinen anschaulichen Darstellungen zur Kommu-
nikation und Vermittlung genutzt werden. Für Fachpublikum bietet 
der Köln-Katalog Inspiration und Anregung und kann für das Thema 
Dichte sensibilisieren. Die in der Stadtstrategie benannten Zieldich-
ten erhalten durch die sechs Quartierstypologien und Anwendungs-
beispiele ein „Gesicht“ , die elf Dichtestrategien können auch indivi-
duell neue Lösungen bieten.
Mit dem Fachsymposium im Mai 2021 wurde in Sachen Kommunika-
tion bereits ein erster wichtiger Schritt geleistet. Für eine Weiterfüh-
rung könnten unterschiedliche Formate zum Tragen kommen, zum 
Beispiel weitere Symposien, Vortragsreihen oder Ausstellungen. 
Sondierung Konkretisierung
Einflussnahme auf
Dichte und Qualität
Abstimmungsaufwand
Abbildung: Verhältnis von Einflussnahme auf Dichte und Qualität im 
Vergleich zum Abstimmungsaufwand
RealisierungQualifizierung

127
Konkrete Empfehlungen
Pilothafte Anwendung
In seiner jetzigen Betrachtungstiefe kann der Köln-Katalog mit sei-
nen Quartierstypologien nicht alle Rahmenbedingungen und Anfor-
derungen, die von unterschiedlichen Fachstellen und Akteur*innen 
in eine Projektentwicklung eingebracht werden, beachten. Zahlrei-
che Detailaspekte können erst auf Ebene der Bauleitplanung gelöst 
werden, beispielsweise die Verkehrsplanung, Fragen des Ordnungs-
rechts und der Pflege von öffentlichen Räumen, die konkrete Be-
rücksichtigung von Flächen für Feuerwehr und Entsorgungsbetriebe, 
standortspezifische Integration sozialer (städtischer) Infrastrukturen 
und Klimaschutzmaßnahmen. Diese haben aber einen nicht zu un-
terschätzenden Einfluss auf die Umsetzung der Quartierstypologien. 
Die Entwicklung einer dichten, grünen und besonders lebenswerten 
Stadt erfordert von allen Fachstellen und Akteur*innen, ihre Vorga-
ben und Haltungen zu überdenken, Neues zu probieren, von anderen 
Städten und Ländern zu lernen und so einen Beitrag zu einer integ-
rierten, nachhaltigen Stadtentwicklung zu leisten.
Um den Köln-Katalog, seine Typologien und den Anwendungspro-
zess zu testen und zu überprüfen, sollten parallel zum Beschluss des 
Köln-Kataloges pilothaft Projekte (laufende und zukünftige Projek-
te), vor allem in der Äußeren Stadt, angedacht und erprobt werden. 
Hierzu eignen sich insbesondere Projekte, die in der Regie oder in 
Kooperation mit erfahrenen Partner*innen entwickelt werden. Die 
pilothafte Begleitung der Projekte dient dem Erkenntnisgewinn, bei 
welchen Themenfeldern und Prozessschritten besondere Hürden 
zur Realisierung von qualitätvollen Dichten bestehen. Hierauf kann 
durch entsprechende vertiefende Studien oder stadtinterne dezer-
natsübergreifende Abstimmungen reagiert werden.
Evaluierung
Während des Realisierungsprozesses und nach Fertigstellung sollten 
die Projekte fortwährend evaluiert werden, um die Wirkweise des 
Köln-Kataloges zu überprüfen.
Die Projekte sollten zudem dokumentiert und veröffentlicht werden, 
um als „Next Practice” für weitere Kölner Standorte dienen zu kön-
nen.

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Projektverantwortung 
Brigitte Scholz, Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Projektteam beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Stephanie Dormann, Stabstelle Strategische Stadtentwicklung 
Inga Hoffmann, Stabstelle Strategische Stadtentwicklung 
Stephanie Nourney-Waldmann, Sachgebiet Erschließungsmanagement von Flächen 
Nina Kristin Sieberns, Sachgebiet Erschließungsmanagement von Flächen
Ämterübergreifende Zusammenarbeit 
Köln-Katalog T eam 
Marita Hey, Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
Olaf May, Amt für Wohnungswesen 
Olaf Nobis, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster 
Oliver Rickling, Wohnungsbauleitstelle 
Wolfgang Tuch, Stadtplanungsamt 
Caroline Wagner, Stadtplanungsamt 
Lukas Wirtz, Stadtplanungsamt
Inhalt und Basisgestaltung 
De Zwarte Hond  Duplex Architekten 
Matthias Rottmann  Sarah Escher 
Lennart Senger  Sissil Bollig
Impressum

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Kontakt 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Stadthaus Deutz – Westgebäude  
Willy-Brandt-Platz 2  
50679 Köln 
Stephanie Dormann 
Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung 
Telefon 0221 221-24673

Impressum
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Satz
rheinsatz, Köln
Druck
xxx
13-US/15/xx/10.2022

Beschlussvorlage Rat

6234 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15 
 
Vorlagen-Nummer 
 3068/2022 
Freigabedatum  17.01.2023 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Köln Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
(1) beschließt den Köln-Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere 
als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr.11 Baugesetzbuch.  
(2) beauftragt die Verwaltung, den Köln-Katalog bei allen zukünftigen bebauungsplanrelevanten 
Vorhaben als städtebauliches Entwicklungskonzept zu berücksichtigen. 
 
 
Stadtentwicklungsausschuss 02.02.2023 
Unterausschuss Wohnen 27.02.2023 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 09.03.2023 
Rat 23.03.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Hintergrund: 
Als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“, die am 14. Dezember 2021 als 
Kompass für die zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung Kölns beschlossen 
wurde, vertieft und konkretisiert der Köln-Katalog deren Leitsätze und Ziele. Dabei widmet sich der Köln-
Katalog einer der wesentlichen Herausforderungen der Stadt Köln: der nachhaltigen Siedlungsflächen-
entwicklung. Die Auswirkungen des Stadtwachstums stellen den Kölner Wohnungsmarkt jetzt und auch 
in den nächsten Jahrzehnten vor große Aufgaben. Die hohe Nachfrage an Wohnraum ist trotz derzeit 
rückläufiger Bevölkerungszahlen ungebrochen und kann im Bestand nicht gedeckt werden. Gleichzeitig 
verfügt Köln nur noch über wenige Flächenpotenziale für den Wohnungsbau. Daher gilt es, mit den vor-
handenen Flächenpotenzialen sparsam umzugehen, flächensparende Wohnformen zu realisieren und 
nachhaltig zu wachsen. 
Inhalte: 
Inhaltlich orientiert sich der Köln-Katalog insbesondere am 1. Leitsatz der Stadtstrategie „Köln sorgt für 
kompakte und lebenswerte Quartiere”, der Handlungsempfehlung 2 „Innere Werte” zum verantwortungs-
vollen Umgang mit den begrenzten Flächenpotenzialen sowie der Zielkarte „Wohnen: Realisierung von 
gemischten, lebendigen und gut angebundenen Quartieren“. Letztere zoniert die Siedlungsfläche Kölns 
in drei Dichtekategorien, für die jeweils eine Quartiersdichte als Ziel empfohlen wird. Demnach wird für 
die Innenstadt sowie ausgewählte Versorgungszentren der Inneren Stadt eine Quartiersdichte von höher 
als 1,5, für die Innere Stadt sowie ausgewählte Versorgungszentren der Äußeren Stadt eine Quartiers-
dichte höher als 1,2 und für die Äußere Stadt höher als 0,8 festgesetzt. 
Der Köln-Katalog übersetzt und verbildlicht diese abstrakten Zieldichten. Über eine Bestandsanalyse, die 
Auswertung von Best-Practice-Beispielen und die Entwicklung von 11 Strategien für eine qualitätvolle 
Dichte wurden sechs Quartierstypologien als Prototypen für neue Kölner Quartiere entwickelt. Die sechs 
Quartierstypologien bilden den Kern des Köln-Kataloges und zeigen anschaulich, wie kompakte, nach-
haltige und lebenswerte Quartiere für die drei Dichtekategorien der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ zukünftig aussehen können. An exemplarischen Anwendungsbeispielen werden die Quartiersty-
pologien in einem konkreten Kölner Kontext überprüft  
Der Köln-Katalog baut auf den Flächenvorgaben des Kooperativen Baulandmodells auf. Konkret werden 
im Köln-Katalog Quartierstypologien entwickelt, die den Zieldichten der Stadtstrategie „Kölner Perspekti-
ven 2030+“ entsprechen und gleichzeitig die Grün- und Spielflächenbedarfe gem. KoopBLM aufweisen. 
Die Orientierungswerte für die Bestimmung des Maßes der baulichen Nutzung gemäß § 17 BauNVO 
werden berücksichtigt, da die Ziele der Stadtstrategie - gut angebundene, gemischte und kompakte 
Quartiere zu entwickeln – die Art der baulichen Nutzung beeinflussen soll. Dies kann insbesondere in 
der Äußeren Stadt eine Abweichung von der bisheriger Praxis bedeuten, da einige Arten der baulichen 
Nutzung die Ansprüche an eine stärkere Nutzungsmischung und kompaktere Quartiere nicht abbilden 
können. 
Strategisches Ziel ist es, kompakte und somit flächensparende Quartiere, die sozial und funktional 
durchmischt sind, das Prinzip der kurzen Wege verfolgen, ausreichend Grünflächen aufweisen und 
nachhaltig sind, in Köln zu realisieren. 
Anwendung: 
Als städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB) wird der Köln-Katalog zukünftig bei

3 
bebauungsplanrelevanten Vorhaben berücksichtigt, dies erfolgt unter dem Aspekt der Abwägung im 
Abgleich mit anderen Belangen (§ 1 Abs. 7 BauGB). So entfaltet der Köln-Katalog eine steuernde Wir-
kung innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Ziel ist es, die Quartiersdichten der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030+“ in den neuen Quartieren zu erreichen.  
Ausblick: 
Für die verwaltungsinterne Anwendung wird auf Basis des Köln-Katalogs eine Handreichung erstellt, die 
die Anwendungsbereiche und Anwendungsmöglichkeiten konkretisiert. Zudem prüft die Verwaltung, in-
wieweit der Köln-Katalog bei bereits laufenden Bebauungsplanverfahren noch berücksichtigt werden 
kann. 
Für die quantitative und qualitative Evaluation der Wirkung des Köln-Katalogs ist eine Verschneidung mit 
dem Wohnungsbauprogramm vorgesehen. 
 
Positive Auswirkungen auf den Klimaschutz: 
Der Köln-Katalog soll dazu beitragen, neue Quartiere flächensparender zu entwickeln und somit auch 
der Versiegelung von Flächen entgegenwirken. Gleichzeitig sind im Köln-Katalog Qualitäten für kompak-
te Quartiere hinterlegt, die auf strategischer Ebene die Verankerung von Maßnahmen für den Klima-
schutz und die Klimawandelanpassung von Anfang an in den Quartiersentwicklungen vorsehen. 
Finanzierung: 
Der Beschluss verursacht keine unmittelbaren zusätzlichen haushaltsmäßigen Auswirkungen. Die Be-
rücksichtigung des Köln-Kataloges als städtebauliches Entwicklungskonzept erfolgt im Rahmen der Bau-
leitplanverfahren.  
 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1_Köln Katalog_20221115 (digital) 
 
Die Anlage dieser Beschlussvorlage wird aus Gründen der Ressourcenschonung nur digital im Ratsin-
formationssystem bereitgestellt.

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

179 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15 
 
 
Vorlagen-Nummer 
3068/2022
Stand: 13.01.2026 
Sachstandsbericht  
Köln Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere

Beratungsverlauf (5)

02.02.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
27.02.2023 Unterausschuss Wohnen
TOP 2.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Verkehrsausschuss
TOP 1.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Verkehrsausschuss
TOP 1.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
23.03.2023 Rat
TOP 10.17 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3068/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
17.01.2023
Erstellt
16.09.2022 13:52