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Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen der Museen 2020 - Fortschreibung

Beschlussvorlage Ausschuss 0310/2020 vom 02.03.2020

Stand: Am 23.03.2020 im Finanzausschuss ungeändert beschlossen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 0310/2020 Freigabedatum 02.03.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen der Museen 2020 - Fortschreibung Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: 1. Der Ausschuss beschließt die Mittelverwendung für die in der Anlage 1 aufgeführten Ausstel- lungsprojekte der Museen unter dem Vorbehalt, dass eine Kostensteigerung oder Abweichung bei der Refinanzierung von mehr als 10 %, mindestens jedoch 10.000 €, zur erneuten Entscheidung vorgelegt wird. 2. Der Ausschuss für Kunst und Kultur beschließt die Freigabe der Mittel zur Verwendung der Kultur- förderabgabe 2020 der folgenden Einzelmaßnahmen mit einer Gesamtsumme in Höhe von 700.000 €: Warhol NOW Museum Ludwig 450.000 € (Teilergebnisplan 0402 – Museum Ludwig, Teilplanzeile 16 – sonstige ordentl. Aufwendungen, Haushaltsjahr 2020) Resist! Rautenstrauch-Joest-Museum 200.000 € (Teilergebnisplan 0404 – Rautenstrauch-Joest-Museum, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Haushaltsjahr 2020) Sammlungskonzept Interim Kölnisches Stadtmuseum 50.000 € (Teilergebnisplan 0408 – Kölnisches Stadtmuseum, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Haushaltsjahr 2020) 3. Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe der Mittel zur Verwendung der Kulturförderabgabe 2020 der oben genannten Einzelmaßnahmen mit einer Gesamtsumme in Höhe von 700.000 €. Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 Finanzausschuss 23.03.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 5,4 Mio. € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 2,1 Mio. € 40 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Verfristung Die verwaltungsinterne Abstimmung konnte nicht frühzeitiger abgeschlossen werden. Da zum jetzi- gen Zeitpunkt notwendige Vergabeverfahren für die Sonderausstellung einzuleiten sind, käme eine Behandlung in der Sitzung am 28.04.2020 zu spät. Es wird daher um Behandlung in der Sitzung am 10.03.2020 gebeten. Die Museen warten in diesem Jahr mit einer Vielzahl ansprechender größerer und kleinerer Sonder- ausstellungprojekte auf. Beispielsweise realisiert das Museum Ludwig, das mit Blinky Palermo bereits in das neue Jahr ge- startet ist, insgesamt fünf Programmpunkte, die im Oktober mit Warhol NOW ihren Höhepunkt errei- chen. Die neue Direktorin mit ihrem Team des Rautenstrauch-Joest-Museums zeigt neben der größeren Projektierung Resist! Die Kunst des Widerstandes unter anderem die neukonzipierte Serie von Inter- 3 ventionen in der Dauerausstellung. Dies mit dem Ziel, die bei der Neueröffnung des Hauses vor 10 Jahren preisgekrönte Sammlungspräsentation mit zusätzlichen temporären Betrachtungswinkeln an- zureichern. Das Museum für Angewandte Kunst richtet insgesamt sechs Sonderausstellungen aus und führt die - trotz der anhaltenden baulichen Einschränkungen - erfolgreiche und das Haus belebende Program- matik fort. Im Kölnischen Stadtmuseum muss der derzeitige Arbeitsschwerpunkt notwendigerweise auf dem kommenden Interim im Haus Sauer liegen. Gleichwohl wird diese Situation mit zwei Sonderausstel- lungen im Altbau (Bläck Fööss und Vor 75 Jahren: Köln 1945) überbrückt. Auch die anderen Museen warten mit interessanten Sonderausstellungsprojekten auf. Zum Programm: Zu den vom Rat festgelegten Aufgaben der Museen gehören u. a. das Präsentieren und die Vermitt- lung musealer Inhalte. Dieses erfolgt schwerpunktmäßig durch Sonderausstellungen. Als Aushänge- schild der Museen ziehen sie die Aufmerksamkeit und damit zusätzliche Besucher an. Gerade auch für Drittmittelgeber und Sponsoren sind sie daher von besonderem Interesse. Zudem strahlen die Sonderausstellungen auch auf die Ständigen Sammlungen in Form von anteiligen Eintrittsgeldern, Katalogverkauf etc. ab. Die Planungen des Sonderausstellungsprogramms der Museen für das Jahr 2020 sind weitgehend abgeschlossen und werden hiermit zur Genehmigung der Mittelverwendung vorgelegt. Den mit dieser Beschlussvorlage verbundenen Aufwendungen von insgesamt 5.430.000 € stehen Erträge in Höhe von insgesamt 3.270.900 € gegenüber. Diese setzen sich zusammen aus erwirt- schafteten Erträgen in Höhe von 1.123.500 € (Eintritte und Verkaufserlöse) sowie Drittmit- teln/sonstigen Erträge in Höhe von 2.147.400 € (Zuschüsse, Spenden etc.). Zum Ausgleich des verbleibenden Fehlbetrages in Höhe von insgesamt 2.159.100 € wird die Finan- zierung aus dem zentralen Sonderausstellungsetat der Museen, dem Sonderausstellungsetat des Museums Ludwig sowie über den Politischen Veränderungsnachweis den Museen zum Haushalts- plan 2020 aus der Kulturförderabgabe zugesprochenen Mitteln vorgeschlagen. In der Übersicht stellt sich die Finanzierung aus Haushaltsmitteln wie folgt dar: Finanzierung HPL 2020 Haushaltsansatz Mittelverwendung Sonderausstellungsetat der Mu- seen Teilergebnisplan 0401 – Museumsrefe- rat, Teilplanzeile 16 – sonst. ordentliche Aufwendungen 796.000 € 716.000 € Sonderausstellungsetat Museum Ludwig Teilergebnisplan 0402 – Museum Ludwig 255.600 € 255.600 € Politischer Veränderungsnach- weis / Einzelförderungen Teilergebnispläne der betreffenden Museen 720.000 € 720.000 € Politischer Veränderungsnach- weis / Verwendungsvorschläge der Verwaltung Teilergebnisplan 0401 – Museumsrefe- rat, Teilplanzeile 16 – sonst. ordentliche Aufwendungen 650.000 € 467.500 € Über den Politischen Veränderungsnachweis wurden den Museen Mittel aus der Kulturförderabgabe in Form von Einzelförderung für die folgenden Sonderausstellungsprojekte zugesprochen: 4 Warhol NOW Museum Ludwig 450.000 € Resit! Rautenstrauch-Joest-Museum 200.000 € Böhm Museum für Angewandte Kunst 20.000 € Sammlungskonzept Interim Kölnisches Stadtmuseum 50.000 € Summe 720.000 € Des Weiteren erhalten die Museen jeweils für die Jahre 2020/2021 aus der Kulturförderabgabe 650.000 € zum Ausgleich entfallender Eintrittseinnahmen infolge der Ausweitung der im Jahre 2019 eingeführten freien Eintritte in Sonderausstellungen insbesondere für Schülerinnen/Schüler und KölnPass-Inhaber/innen. Zum Ausgleich der entfallenden Eintrittseinnahmen schlägt die Verwaltung vor, diese Mittel bedarfsgerecht zur Refinanzierung der Sonderausstellungsprojekte einzusetzen. Auf diese Mittel bezogen schlägt die Verwaltung vor, die Mittel im ersten Schritt den folgenden Sonder- ausstellungsprojekten zuzuteilen: Bon Voyage Signac Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 10.000 € Warhol NOW Museum Ludwig 150.000 € Studiensammlung Römisch-Germanisches Museum 20.000 € Landesausstellung 2022 Römisch-Germanisches Museum 20.000 € 360 Grad-Projekt Rautenstrauch-Joest-Museum 12.500 € Böhm Museum für Angewandte Kunst 50.000 € Hans Kotter Museum für Angewandte Kunst 15.000 € Pentagon Museum für Angewandte Kunst 60.000 € Vor 75 Jahren Kölnisches Stadtmuseum 70.000 € Das Reichsministerium NS-DOK 30.000 € Einige waren Nachbarn NS-DOK 30.000 € Summe 467.500 € Die mit dieser Beschlussvorlage verbundenen Mittelfreigaben werden nach der Beschlussfassung in die betreffenden Teilpläne der Museen umgeschichtet. Da gem. Haushaltsvermerk auch die Freigabe der Mittel für die oben genannten drei Maßnahmen durch den Finanzausschuss sowie Ausschuss Kunst und Kultur erforderlich ist, wird auch dieser be- zogen auf die Verwendung der Mittel aus der Kulturförderabgabe beteiligt. Zur Verwendung der Restmittel aus den zugesprochenen Mitteln der Kulturförderabgabe als auch des allgemeinen Sonderausstellungsetats wird die Verwaltung alsbald weitere Vorschläge unterbreiten. Die Einzeldarstellung der Sonderausstellungsprojekte und deren Kalkulationen sind der Anlage 1 bei- gefügt, in der Anlage 2 befindet sich die listenmäßige Gesamtdarstellung zur Mittelverwendung. Anlagen Anlage 1 – Einzeldarstellung der Sonderausstellungen 2020 Anlage 2 – Gesamtdarstellung der Sonderausstellungen 2020 5
  • Anlage 2 Gesamtdarstellung der Sonderausstellungen 2020

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    Zusammenfassung der Verwendung der Sonderausstellungsetats 2020 Stand: Februar 2020 Anlage 2, Seite 1 von 2 Gesamtdarstellung Sonderaus- stellungsetats Kultur- förderabgabe Erwirtschaftete Erträge Drittmittel / sonst. Erträge Gesamtkosten e+katalog+spons Zusch+Drittm Sonderausstellungsetat Museum Ludwig Ansatz 2020 255.600 EUR Blinky Palermo 15.000 EUR 0 EUR 50.000 EUR 9.500 EUR 74.500 EUR Mapping the Collection 45.000 EUR 0 EUR 75.000 EUR 215.000 EUR 335.000 EUR HIER und JETZT. Dynamische Räume 0 EUR 0 EUR 35.000 EUR 110.000 EUR 145.000 EUR Russische Avantgarde - Original und Fälschung 98.000 EUR 0 EUR 81.000 EUR 120.000 EUR 299.000 EUR 450.000 EUR 150.000 EUR Summe Museum Ludwig 255.600 EUR 600.000 EUR 676.000 EUR 1.169.900 EUR 2.701.500 EUR Restmittel Museum Ludwig 2020 0 EUR Zentraler Sonderausstellungsetat Ansatz 2020 796.000 EUR Wallraf-Richartz-Museum Bon Voyage Signac 0 EUR 10.000 EUR 0 EUR 0 EUR 10.000 EUR Zwischensumme 0 EUR 10.000 EUR 0 EUR 0 EUR 10.000 EUR Römisch-Germanisches Museum Studiensammlung (Neupräsentation) 0 EUR 20.000 EUR 0 EUR 0 EUR 20.000 EUR Landesausstellung (2022) 0 EUR 20.000 EUR 0 EUR 0 EUR 20.000 EUR Zwischensumme 0 EUR 40.000 EUR 0 EUR 0 EUR 40.000 EUR Rautenstrauch-Joest-Museum Museum on the Couch #1 8.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 8.000 EUR Archäologiegeschichte des Pazifiks 3.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 3.000 EUR Blickpunktausstellung 44.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 44.000 EUR Artist meets Archive (2020/2021) 9.500 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 9.500 EUR Beyond (Outreach-Projekt) 4.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 4.000 EUR Museum on the Couch #2 8.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 8.000 EUR Gegenbilder 25.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 25.000 EUR Resist! 65.000 EUR 200.000 EUR 135.000 EUR 391.500 EUR 791.500 EUR Kenya-Collection 3.500 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 3.500 EUR Liebe Global 30.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 30.000 EUR 360 Grad-Projekt 0 EUR 12.500 EUR 0 EUR 0 EUR 12.500 EUR Zwischensumme 200.000 EUR 212.500 EUR 135.000 EUR 391.500 EUR 939.000 EUR Museum für Angewandte Kunst 20.000 EUR 50.000 EUR Hans Kotter / Licht - Farbe - Raum 0 EUR 15.000 EUR 3.750 EUR 15.000 EUR 33.750 EUR Sammlung Clemens 20.000 EUR 0 EUR 3.750 EUR 15.000 EUR 38.750 EUR Jewellery Box 50.000 EUR 0 EUR 16.500 EUR 15.000 EUR 81.500 EUR Pentagon, Vorbereitungskosten 2019 20.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 20.000 EUR Pentagon 0 EUR 60.000 EUR 19.250 EUR 40.000 EUR 119.250 EUR Blütenlese, Vorbereitungskosten 2019 20.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 20.000 EUR Blüstenlese, Vorbereitungskosten 2020 20.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 20.000 EUR Zwischensumme 130.000 EUR 145.000 EUR 54.500 EUR 125.000 EUR 454.500 EUR Zwischensumme (nur 2020) 90.000 EUR 145.000 EUR 54.500 EUR 125.000 EUR 414.500 EUR Museum für Ostasiatische Kunst Hundert Ansichten des Mondes 70.000 EUR 0 EUR 76.000 EUR 0 EUR 146.000 EUR Zwischensumme 70.000 EUR 0 EUR 76.000 EUR 0 EUR 146.000 EUR Museum Schnütgen Arnt der Bilderschneider 200.000 EUR 0 EUR 140.000 EUR 426.000 EUR 766.000 EUR Zwischensumme 200.000 EUR 0 EUR 140.000 EUR 426.000 EUR 766.000 EUR Kölnisches Stadtmuseum Bläck Fööss 60.000 EUR 0 EUR 29.000 EUR 25.000 EUR 114.000 EUR Vor 75 Jahren: Köln 1945 0 EUR 70.000 EUR 13.000 EUR 10.000 EUR 93.000 EUR Konzeption Dauerausstellung Interim 0 EUR 50.000 EUR 0 EUR 0 EUR 50.000 EUR Zwischensumme 60.000 EUR 120.000 EUR 42.000 EUR 35.000 EUR 257.000 EUR Andy Warhol 1.848.000 EUR715.400 EUR435.000 EUR97.600 EUR Hélène Binet / Gottfried Böhm 11.250 EUR 40.000 EUR 121.250 EUR0 EUR Zusammenfassung der Verwendung der Sonderausstellungsetats 2020 Stand: Februar 2020 Anlage 2, Seite 2 von 2 Sonderaus- stellungsetats Kultur- förderabgabe Erwirtschaftete Erträge Drittmittel / sonst. Erträge Gesamtkosten e+katalog+spons Zusch+Drittm NS-Dokumentationszentrum IG Farben 30.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 30.000 EUR Thessaloniki 50.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 50.000 EUR Das Reichsarbeitsministerium 0 EUR 30.000 EUR 0 EUR 0 EUR 30.000 EUR Einige waren Nachbarn 0 EUR 30.000 EUR 0 EUR 0 EUR 30.000 EUR Zwischensumme 80.000 EUR 60.000 EUR 0 EUR 0 EUR 140.000 EUR Rheinisches Bildarchiv Artist meets Archive (2020/2021) 16.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 16.000 EUR Zwischensumme 16.000 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR 16.000 EUR Summe Museen 2020 716.000 EUR 587.500 EUR 447.500 EUR 977.500 EUR 2.728.500 EUR Restmittel Museen 80.000 EUR Gesamtergebnis Gesamtsumme Museum Ludwig 255.600 EUR 600.000 EUR 676.000 EUR 1.169.900 EUR 2.701.500 EUR Gesamtsumme, kumuliert 2.701.500 EUR Gesamtsumme Museen ohne ML 716.000 EUR 587.500 EUR 447.500 EUR 977.500 EUR 2.728.500 EUR Gesamtsumme, kumuliert ohne ML 2.728.500 EUR Gesamtsumme alle Museen 971.600 EUR 1.187.500 EUR 1.123.500 EUR 2.147.400 EUR 5.430.000 EUR Gesamtsumme, kumuliert 5.430.000 EUR Kulturförderabgabe Einzelmaßnahmen Museum Ludwig, SoA Warhol NOW 450.000 EUR Rautenstrauch-Joest-Museum, SoA Resist! 200.000 EUR Museum für Angewandte Kunst, SoA Böhm 20.000 EUR Kölnisches Stadtmuseum, Konzeption Dauerausstellung Interim50.000 EUR Summe Einzelmaßnahmen 720.000 EUR Allgemeine Förderung Wallraf-Richartz-Museum, SoA Bon Voyage Sinac 10.000 EUR Museum Ludwig, SoA Warhol NOW 150.000 EUR Römisch-Germanisches Museum, Studiensammlung 20.000 EUR Römisch-Germanisches Museum, Landesausstellung 2022 20.000 EUR Rautenstrauch-Joest-Museum, SoA 360 Grad-Projekt 12.500 EUR Museum für Angewandte Kunst, SoA Böhm 50.000 EUR Museum für Angewandte Kunst, SoA Kotter 15.000 EUR Museum für Angewandte Kunst, SoA Pentagon 60.000 EUR Kölnisches Stadtmuseum, SoA Vor 75 Jahren 70.000 EUR NS-Dokumentationszentrum, SoA Das Reichsarbeitsministerium 30.000 EUR NS-Dokumentationszentrum, SoA Einige waren Nachbarn 30.000 EUR 467.500 EUR Einsatz Kulturförderabgabe gesamt 1.187.500 EUR Restmittel (aus 650.000 €) 182.500 EUR 855.600 EUR 1.845.900 EUR 2.159.100 EUR 1.303.500 EUR 3.270.900 EUR 1.425.000 EUR
  • Anlage 1_Einzeldarstellung der Sonderausstellungen 2020

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    1 / 29 Anlage 1 – Einzeldarstellung der Sonderausstellungen Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Bon Voyage Signac Zeitraum: 2. Oktober 2020 bis 03. Januar 2021 Das Museum richtet unter anderem im Herbst/Winter 2020 eine Ausstellung um Paul Signac, dem bedeutenden französischen Neo-Impressionisten/Pointilisten, aus. Da die Ausstellung erhebliche gestalterische Anforderungen erfordert, wird vorgeschlagen, einen Kostenzu- schuss zur Unterstützung der Finanzierung dieser Ausstellung in Höhe von 10.000 € aus den Mitteln der Kulturförderabgabe zu bestreiten, da durch die Neuregelung der freien Eintritte verminderte Eintrittseinnahmen zu erwarten stehen. Dies bedingt eine Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses der eigenbetriebs- ähnlichen Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum / Fondation Corboud um 10.000 €. Da das Museum die Kalkulation seiner Sonderausstellungen über die Wirtschaftsplanung ausweist, erfolgt an dieser Stelle keine Darstellung der Kosten/Erlösplanung. Museum WRM&FC Titel Bon Voyage Signac Kulturförderabgabe 2020 10.000 EUR Museum Ludwig Blinky Palermo Zeitraum: 18. Januar bis 03. Mai 2020 Die Mittelverwendung für die Sonderausstellung Blinky Palermo wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 25.06.2019 (Nr. 1864/2019) beschlossen. Daher wird die Sonderausstellung der Vollständigkeit halber aufgeführt. Kosten- und Erlösplan Museum Museum Ludwig Titel Blinky Palermo Zahlende Besucher 30.000 Kosten Architektur/Installation 5.000 EUR Transport/Versicherungen 1.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 15.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 30.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 23.500 EUR Kosten gesamt 74.500 EUR Erlöse Eintritte 45.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 5.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR 2 / 29 Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 9.500 EUR Erlöse gesamt 59.500 EUR Sonderausstellungsetat Museum Ludwig 2020 15.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Mapping the Collection Zeitraum: 24. April bis 23. August 2020 Die Ausstellung „Mapping the Collection“, die sich auf zwei wichtige Jahrzehnte der US- amerikanischen (Kunst-)Geschichte konzentriert, wirft einen genaueren Blick auf die Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Sie vereint Kunstwerke aus der Sammlung des Museums mit einer Auswahl von Werken von Künstlerinnen und Künstlern, die nicht Teil der Sammlung sind, nämlich Kunstwerke von artists of color und indigenen Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung ist Teil eines zweijährigen Forschungsprojekts gleichen Namens, das 2018 vom Museum Ludwig und der Terra Foundation for American Art initiiert wurde und die Mu- seumssammlung der US-amerikanischen Nachkriegskunst aus einer Perspektive neu bewer- tet, die von Postkolonialismus, Siedler-Kolonialismus, Feminismus, Geschlechter- und Queer-Theorie geprägt ist. In ähnlicher Weise konzentriert sich die Ausstellung nur auf zwei Jahrzehnte US (Kunst-)Geschichte: die 1960er und 1970er Jahre. Die Bürgerrechtsbewegungen dieser beiden Jahrzehnte sind der rote Faden, der Kunst und Künstlerinnen und Künstler verbindet und unerwartete Verbindungen und Allianzen aufzeigt, indem er zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler auf diese Bewegungen reagierten und sich mit ihnen beschäftigten. Ziel ist es, den Rezeptionsrahmen zu erweitern, um ein Bild der US- amerikanischen Kunst in Deutschland zu präsentieren, das die Beiträge von artists of color, queeren Künstlerinnen und Künstler umfasst und auch fragt, welchen Einfluss Rasse und Geschlecht auf unser Verständnis und unsere Rezeption von Kunst haben. Die Abbildung der Sammlung stellt (kunst-)historische Narrative in Frage, indem sie eine Geschichte erzählt, die über unser vertrautes Verständnis US-amerikanischer Kunst hinaus- geht und auch Fragen nach der Rolle des Museums bei der Schaffung und Bestätigung die- ser Narrative aufwirft. In ihrer Auseinandersetzung mit Geschichte und Erzählung wirft die Ausstellung Fragen nach Repräsentation und Selbstbestimmung auf, die heute noch genau- so relevant sind wie damals in den USA und in Deutschland. Drittmittel: Sponsoring Terra Foundation for American Art 60.000 € (zugesagt), Land- schaftsverband Rheinland 15.000 € (zugesagt), Kunststiftung NRW 50.000 € (zugesagt). Weitere Zuschüsse in Höhe von 90.000 € wurden/werden angefragt und werden gesichert durch die Finanzierungszusage der Kunststiftung im ML. Kosten- und Erlösplan Museum Museum Ludwig Titel Mapping the Collection Zahlende Besucher 30.000 Kosten Architektur/Installation 30.000 EUR Transport/Versicherungen 105.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 57.000 EUR 3 / 29 Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 143.000 EUR Kosten gesamt 335.000 EUR Erlöse Eintritte 75.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 90.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 125.000 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 0 EUR Erlöse gesamt 290.000 EUR Sonderausstellungsetat Museum Ludwig 2020 45.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR HIER und JETZT – Dynamische Räume Zeitraum: 6. Juni bis 30. August 2020 Für die sechste Ausstellung der Reihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig ist das Kunst- magazin Contemporary And (C&) in Köln zu Gast. Gegründet von Yvette Mutumba und Julia Grosse, versteht sich C& als „ dynamischer Ort, an dem Themen und Informationen zu zeit- genössischer Kunstpraxis aus afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden.“ Für ihre vielfältigen Aktivitäten ist die mehrsprachige Website ein Knotenpunkt. Zweimal jähr- lich erscheint ein gedrucktes Magazin. Im Museum Ludwig steht das Langzeitprojekt C& Center of Unfinished Business im Mittel- punkt der Ausstellung. Es handelt sich um eine partizipative Bibliothek, die durch Videos und Publikationen die Spuren kolonialer Machtverhältnisse und deren Wirken bis in die Jetztzeit sichtbar macht. Die Kölner Version des C& Center of Unfinished Business ist ganz auf ihren Standort bezo- gen. In der für den Museumsraum entwickelten Bibliotheksarchitektur kommen C& -eigene Bestände sowie von C& ausgewählte Publikationen aus der Kunst- und Museumsbibliothek Köln zusammen. Das Projekt knüpft damit dynamische Verbindungen zum Museum, dessen Standort und seinen Besucherinnen und Besuchern. Daneben sind in der Ausstellung Videoarbeiten afrikanischer Künstlerkollektive aus der Rubrik C& Comissions sowie Werke afro-diasporischer Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Auch diese eröffnen dynamische Räume voller Bilder, die aktuelle Erfahrungen Schwarzer Identität aufgreifen, fremdbestimmende Blicke offen legen und neue Entwürfe gegen stereo- type Vorstellungen setzen. Drittmittel: Gesellschaft für moderne Kunst 50.000 € (zugesagt), Stiftung Storch 50.000 € (zugesagt). Weitere Zuschüsse in Höhe von 10.000 € wurden/werden angefragt und werden gesichert durch die Finanzierungszusage der Kunststiftung im ML. 4 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum Museum Ludwig Titel HIER und JETZT. Dynamische Räume Zahlende Besucher 20.000 Kosten Architektur/Installation 7.500 EUR Transport/Versicherungen 8.500 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 40.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 35.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 54.000 EUR Kosten gesamt 145.000 EUR Erlöse Eintritte 30.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 5.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 100.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 10.000 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 0 EUR Erlöse gesamt 145.000 EUR Sonderausstellungsetat Museum Ludwig 2020 0 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung Zeitraum: 26. September 2020 bis 3. Januar 2021 Das Museum Ludwig hat dank der Sammlung von Peter und Irene Ludwig eine herausra- gende Sammlung Russischer Avantgarde. Gerade in dieser Kunstrichtung fanden immer wieder auch fragliche bzw. gefälschte Arbeiten den Weg in private und städtische Museums- sammlungen. Das Museum Ludwig untersucht seit einigen Jahren seine Bestände der Rus- sischen Avantgarde kunsthistorisch und kunsttechnologisch. Bereits 2009 und 2011 haben hierzu Ausstellungen z.B. zu Kasimir Malewitsch stattgefunden. Zielsetzung des Projekts ist es, fragliche Werke bei Abschreibung klar aus unserem Bestand ausscheiden zu können. In der Ausstellung werden Originale, ebenso wie Fälschungen und Bilder zu sehen sein, die falsch datiert oder falsch zugeschrieben wurden Es werden neben Bildern aus der Samm- lung auch einige Leihgaben aus Sammlungen z.B. in St. Petersburg oder Thessaloniki zu sehen sein. Anhand von prägnanten Beispielen können sich die Besucher ein Bild von Provenienz- recherche und der Technik hinter der Kunst machen: Infrarot- und Röntgenbilder, Pigmen- tanalysen, Leinwanduntersuchungen oder was bedeutet ein ‚Marker‘ wie Titanweiss? Drittmittel: Sponsoring Ernst von Siemens Kunststiftung 20.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig-Stiftung 60.000 € (zugesagt), Beatrix-Lichtken-Stiftung 5.000 € (zugesagt). Weitere Zuschüsse in Höhe von 35.000 € wurden/werden angefragt und werden gesichert durch die Finanzierungszusage der Kunststiftung im ML. 5 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum Museum Ludwig Titel Russische Avantgarde Zahlende Besucher 50.000 Kosten Architektur/Installation 8.000 EUR Transport/Versicherungen 86.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 60.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 40.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 105.000 EUR Kosten gesamt 299.000 EUR Erlöse Eintritte 75.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 6.000 EUR Zuschüsse vom Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 95.000 EUR Spenden und sonst. Erlöse 25.000 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 0 EUR Erlöse gesamt 201.000 EUR Sonderausstellungsetat Museum Ludwig 2020 98.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR WARHOL NOW Zeitraum: 10. Oktober 2020 bis 21 Februar 2021 Dreißig Jahre nach seiner letzten Retrospektive in Köln stellt WARHOL NOW Andy Warhol als einen Künstler vor, dessen innovatives Schaffen gerade für eine junge Generation im Zeitalter von Migration und gesellschaftlicher Diversität neu zu entdecken ist. Andy Warhol (*1928 in Pittsburgh, †1987 in New York) hat mit seiner Persönlichkeit Men- schen in seinen Bann gezogen und polarisiert, seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein vielgestaltiges Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Mehr noch als seine bewussten Flirts mit der Welt des Kommerz und der Celebrities machen ihn aus heutiger Sicht seine Parteinahmen für alternative Lebensentwürfe zum Ausnahme- künstler, der unvermindert neue Lesarten und Erkenntnisse zu offenbaren vermag. Die Ausstellung beleuchtet Warhols erweiterte künstlerische Praxis, wobei seine Bild gewor- denen Campbell Suppendosen, Elvis Presley Doppelungen oder Farbvariationen eines Elektrischen Stuhls ebenso Beachtung finden wie die konzeptuellen Ambitionen, die seine Rolle in einer in Veränderung befindlichen kreativen und politischen Landschaft definieren. Mit seinem offenen Ende verweist Warhols Schaffen auf eine Periode kultureller Transforma- tion, die seinem Werk auch aus heutiger Sicht hohe Aktualität verleiht. WARHOL NOW ist eine Kooperation des Museum Ludwig, Köln und der Tate Modern, Lon- don. Nach diesen beiden europäischen Stationen wird die Ausstellung 2021 in der Art Gal- lery of Ontario in Toronto sowie dem Dallas Museum of Art zu sehen sein. In Köln wird die groß angelegte Werkschau vom 10. Oktober 2020 bis zum 21 Februar 2021 mit einer Viel- zahl künstlerischer Medien auf über 1200 qm präsentiert. Für das Museum Ludwig und seinen Stellenwert als eines der weltweit bedeutendsten Mu- seen in Bezug auf Pop Art bildet die Andy Warhol Ausstellung einen weiteren folgerichtigen und wesentlichen Baustein seines Ausstellungsprogramms. 6 / 29 Drittmittel: Sponsoring Rewe Group 60.000 € (zugesagt), Sponsoring Strabag 20.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig Stiftung 235.500 € (zugesagt). Weitere Zuschüsse in Höhe von 399.900 € wurden/werden angefragt. Eine Finanzierungszusage der Kunststiftung im ML liegt vor. Kosten- und Erlösplan Museum Museum Ludwig Titel Warhol NOW Zahlende Besucher 70.000 Kosten Architektur/Installation 115.000 EUR Transport/Versicherungen 850.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 220.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 70.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 593.000 EUR Kosten gesamt 1.848.000 EUR Erlöse Eintritte 400.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 35.000 EUR Zuschüsse vom Land 250.000 EUR Zuschüsse von Sonstigen 149.900 EUR Spenden und sonst. Erlöse 315.500 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 0 EUR Erlöse gesamt 1.150.400 EUR Mittel aus Sonderausstellungsetat ML 2020 97.600 EUR Kulturförderabgabe 2020 (Einzelförderung) 450.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 150.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Römisch-Germanisches Museum Studiensammlung (Neupräsentation) im Interim Zeitraum: 2020 Im Interim des Römisch-Germanischen Museums (ehemals Belgisches Haus) wird neben der bereits eingerichteten Sammlung des Museums eine Studiensammlung installiert. Um die Maßnahme umzusetzen, benötigt das Museum entsprechende Finanzmittel, die nicht im Budget des Museums enthalten sind. Kosten- und Erlösplan Studiensammlung (Neupräsentation) Einrichtung Studiensammlung 20.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 20.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 7 / 29 Archäologische Landesausstellung 2021/22 Zeitraum: 2022 Unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, findet in den Jahren 2021/22 eine große Archäologische Landesausstellung statt. Die mit Landesmitteln in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro geförderte Ausstellung wird sich der römischen Epoche widmen. An fünf Standorten – Bonn, Haltern, Xanten, Detmold und Köln – werden unterschiedliche Themen museal erschlossen. Der Standort Köln ist für 2022 angesetzt. In Zusammenarbeit widmen sich das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln und das LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier der Urbanität des römischen Köln. Die Ausstellung wird im Son- derausstellungsbereich des Kulturzentrums am Neumarkt gezeigt. Zur Vorbereitung der Ausstellung fallen bereits in 2020 Aufwendungen an. Kosten- und Erlösplan Archäologische Landesausstellung 2021/22 Römisch-Germanisches Museum/LVR-Jüdisches Museum 2022 Vorbereitungskosten 20.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 20.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Rautenstrauch-Joest-Museum Museum on the Couch #1 – Öffentliche Präsentation der studentischen Arbeiten Zeitraum: Januar bis März 2020 (kleine Interventionen in der Dauerausstellung und im Dis- kussionsforum) Das Seminar ‚Museum on the Couch‘, eine RJM Kooperation mit der Uni Köln, besteht aus einer Reihe von Aktivitäten die einen einzigartigen Experimentierraum im Herzen des Rau- tenstrauch-Joest-Museum eröffnen: einen interaktiven Ort, an dem Studierende die Ausei- nandersetzungen von ethnologischen Museen diskutieren. In den Räumen des RJM sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses eingeladen, ihr eigenes museographisches Display zu kreieren. Präsentiert werden die studentischen Arbeiten dem Publikum am Ende jedes Semesters. Die besten Arbeiten verbleiben zwei Monaten in der Dauerausstellung. Kosten- und Erlösplan Museum on the Couch #1 Vorbereitungskosten 8.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 8.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Uncovering Pacific Pasts. Geteilte Geschichten zur Archäologie Ozeaniens Zeitraum: März bis Juni 2020 (kleine Intervention in der Dauerausstellung) In der Zeit von März bis Juni 2020 zeigen unter Leitung der Australian National University rund 50 Museen und Kulturzentren weltweit und zeitgleich eine „koll ektive Archäologiege- schichte des Pazifiks“. Das RJM präsentiert Topfscherben der als ‚Lapita-Kultur‘ bezeichne- ten, frühesten Siedlergruppen des Zentral - und Ostpazifiks, die Pater Otto Meyer MSC (1877–1937) 1908 auf Watom Island (Papua-Neuguinea) zufällig entdeckte und später nach Köln, Basel, Paris und Melbourne brachte. 8 / 29 In der Ausstellungseinheit (als Intervention in der Dauerausstellung) sind neben Origina l- fundstücken Hintergründe zu Pater Meyer, der Grabungsstätte und der ‚Lapita-Kultur‘ zu se- hen. Kosten- und Erlösplan Uncovering Pacific Pasts. Geteilte Geschichten zur Archäologie Ozeaniens Vorbereitungskosten 3.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 3.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Blickpunktausstellung: Haunting Objects Zeitraum: April bis Juli 2020 Das Projekt umfasst zwei Bereiche: Teil I Vier ausgewählte Sammlungsobjekte mit besonderer Objektbiographie und filmische Arbeiten von Clara Wieck Teil II Fotografien von Sarah-Lena Maierhofer aus der Serie ‚the object remains‘ (Neupro- duktionen im Auftrag des RJM) Zu I: Es gibt eine Folkloregeschichte in Japan, die sich um die Tsukumogami (die Seelen der Gebrauchsgegenstände) dreht. Im Yin-Yang-Buch steht, dass mehr als 100 Jahre alte Ge- brauchsgegenstände Seelen bekommen. Sie werden lebendig, wenn sie nicht gut genug behandelt, vernachlässigt oder vergessen wurden. Ethnologische Museen bewahren viele Objekte mit komplexen Geschichten. Inspiriert von dieser Folkloregeschichte, werden vier Objekte anhand ihrer Biographie in dieser Ausstellung in wissenschaftlicher Hinsicht thema- tisiert als auch theatralisch/filmisch inszeniert. Zu II: Ethnologische Sammlungen werden zunehmend in ihrem Selbstverständnis diskutiert und geraten in den Blick öffentlicher Kritik. Einerseits werden museale Repräsentationen in Frage gestellt, andererseits sind es auch Rückforderungsansprüche, die Thema einer immer lauter werdenden Debatte um die Rechtmäßigkeit der Bestände westlicher Museen werden. Die Fotografin Sarah-Lena Maierhofer fragt in Ihrer Arbeit danach, wie das Medium Fotogra- fie diesen Diskurs sichtbar machen kann. Im Depot des RJM dokumentierte sie die Aufbe- wahrungssituation, baute die Regale und Tablare in Originalgröße nach und fertigte davon großformatige Farb-Fotogramme an. Mit dieser Technik aus der Frühzeit der Fotografie bringt sie die zahllosen Objekte aus aller Welt, die zu großen Teilen ihr Leben lang in den Museumsdepots schlummern, ans Tageslicht. Die Fotografien sind ein künstlerischer Kom- mentar zu den ausgestellten Objekten nebst den sie umgebenden aktuellen Debatten, aber auch zur Geschichte des Sammelns allgemein. Als Auftragsarbeit gehen sie in Sammlung des Museums ein. Kosten- und Erlösplan Blickpunktausstellung Vorbereitungskosten 44.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 44.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 9 / 29 Artist meets Archive (2020/2021) Ein Projekt der Internationalen Photoszene Köln in Kooperation mit dem RJM Zeitraum: Photoszenefestival 2020 / 22. bis 30. Mai 2020: Vorstellung des/der Künstler/in Photoszenefestival 2021 / 28. Mai bis 11. Juli 2021: Ausstellung/Präsentation/Intervention Bereits zum zweiten Mal lädt das RJM und die Photoszene Köln ein/e internationale Küns t- ler/in ein, um im Rahmen des Stipendienprogramms Artist meets Archive in und mit der Fo- tografischen Sammlung des Museums zu arbeiten und eine Ausstellung zum Photoszenefes- tival 2021 entwickeln. Die Artist Meets Archive-Residency ist das zentrale Programm der Photoszene-Festivals 2020/2021, mit dem die bedeutende Vielfalt und Qualität der Fotogra- fie in den Sammlungen und Archiven der Stadt durch den Austausch mit internati onalen Künstlern sichtbar gemacht wird. Kosten- und Erlösplan Artist meets Archive (2020/2021) Vorbereitungskosten 9.500 EUR Sonderausstellungsetat 2020 9.500 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Beyond (Outreach-Projekt) Zeitraum: Mai 2020 „Beyond“ ist ursprünglich ein gemeinschaftlich organisiertes Fotografie-Magazin im Zeitungs- format. Zur dritten Ausgabe 2020 wird es während des Internationalen Photoszene -Festivals in Köln erstmalig zeitgleich eine Publikation, einen Künstleraustausch sowie eine Ausstellung mit Rahmenprogramm geben. Beyond III wird sich kritisch mit unserer allgegenwärtigen postkolonialen Gegenwart und der damit verbundenen Bilderwelt auseinandersetzen. Dafür lädt die Initiative Fotograf/innen aus Westeuropa und Afrika zu einem Austausch ein, die sich in ihrer Fotografie auf unterschiedliche Weise mit dem postkolonialen Bild der Gegenwart in Europa und Afrika beschäftigen. Beyond gastiert am RJM in Form ausgewählter Positionen und eines gemeinsam organsierten Begleitprogramms. Kosten- und Erlösplan Beyond (Outreach-Projekt) Vorbereitungskosten 4.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 4.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Museum on the Couch #2 – Öffentliche Präsentation der studentischen Arbeiten Zeitraum: Juni bis September 2020 (kleine Interventionen in der Dauerausstellung und im Diskussionsforum) Das Seminar ‚Museum on the Couch‘, eine RJM Kooperation mit der Uni Köln, besteht aus einer Reihe von Aktivitäten die einen einzigartigen Experimentierraum im Herzen des Rau- tenstrauch-Joest-Museum eröffnen: einen interaktiven Ort, an dem Studierende die Ausei- nandersetzungen von ethnologischen Museen diskutieren. In den Räumen des RJM sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses eingeladen, ihr eigenes museographisches Display zu kreieren. Präsentiert werden die studentischen Arbeiten dem Publikum am Ende jedes Semesters. Die besten Arbeiten verbleiben zwei Monaten in der Dauerausstellung. 10 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum on the Couch #2 Vorbereitungskosten 8.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 8.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR GEGENBILDER | COUNTER IMAGES #1 (Intervention in der Dauerausstellung) Zeitraum: Oktober 2020 bis März 2021 Wo es Worte gibt, gibt es auch Widerworte. Wo Erzählungen gesponnen werden, ergeben sich Gegen-Narrative. Und so gibt es selbstverständlich zu bildlichen Aussagen immer auch Gegen-Bilder. Bilder, die in Form und Inhalt auf andere Bilder reagieren, indem sie sie in Frage stellen, ihnen widersprechen oder aber marginalisiert beziehungsweise gar nicht ge- zeigt wurden. In der Ausstellungsreihe GEGENBILDER | COUNTER IMAGES widmet sich das RJM bildlichen Gegenentwürfen zu gesellschaftlich und politisch konstituierten Blickre- gimen und abweichenden Bildpraktiken. Unbedingte Objektivität und Authentizität in der Abbildung von Gegenständen, Personen und Situationen versprach das Medium Fotografie bei seiner Entwicklung. Doch Bilder be- ding(t)en schon immer auch eine wesentliche Steuerung von Sehweisen und können Stereo- type produzieren. Mit der Ausstellungsreihe möchte das RJM Gegenpositionen – historisch wie zeitgenössisch – aufzeigen, um Stereotype und damit gleichsam Ungleichheiten in Frage zu stellen. Gezeigt werden Bilder, die bislang entweder marginalisiert in Archiven schlummerten oder aber aktiv als visuelles Werkzeug für Empowerment und Selbstermächtigung dienten bzw. dienen können. Sie finden an verschiedenen Stellen in der Dauerausstellung des Museums ihren Platz und treten in Dialog mit der Umgebung und den Besucher/innen. Die erste Ausstellung dieser Reihe wird parallel zum Ausstellungsprojekt Resist! zu sehen sein. Sie dient gleichermaßen als Einführung und als Ausblick auf die weiteren geplanten Themen. Kosten- und Erlösplan COUNTER IMAGES #1Gegenbilder Vorbereitungskosten 25.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 25.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Resist! Die Kunst des Widerstands Zeitraum: November 2020 bis April 2021 Als kaleidoskopische Präsentation und transversale Erzählung konzipiert, überblendet die Ausstellung verschiedene Zeitlichkeiten und Topographien des kolonialen und postkolonialen Widerstands, die u. a. in zahlreichen Facetten der Kunst sichtbar werden. Die Ausstellung ist ein Kaleidoskop von unterschiedlichen Erfahrungen, Erlebnissen, Stimmungen, Ausdrücken und Emotionen. Sie erzählt globale und lokale Geschichten, präsentiert kollektive sowie per- sönliche Geschichten, die Geschichten von wichtigen großen Widerstandsheld/innen und Aktionen, aber auch die vielen kleinen Geschichten von passivem/stillem Widerstand und Protest in der Vergangenheit und Gegenwart. Der Kern dieser Ausstellung ist dem kolonialen Widerstand in den ehemaligen kolonisierten Ländern gewidmet, um einem wenig bekannten Teil der Geschichte einen Platz zu geben. Anstatt über die Kolonialgeschichte im Allgemei- nen zu sprechen, wird das Museum versuchen, persönliche Aktionen und Geschichten des 11 / 29 Widerstands, die manchmal still oder diskret sind, aber im kollektiven Bewusstsein der Kolo- nisierten geblieben sind, eine Stimme zu geben Drittmittel: Kulturstiftung des Bundes 240.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig-Stiftung 100.000 € (zugesagt), Victor-Rolff-Stiftung 50.000 € (angefragt), Museumsgesellschaft RJM 1.500 (zugesagt). Kosten- und Erlösplan Museum Rautenstrauch-Joest- Museum Titel Resist! Die Kunst des Widerstandes Zahlende Besucher 15.500 Kosten Architektur/Installation 98.000 EUR Transport/Versicherungen 10.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 100.100 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 583.400 EUR Kosten gesamt 791.500 EUR Erlöse Eintritte 135.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 240.000 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 51.500 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 100.000 EUR Erlöse gesamt 526.500 EUR Sonderausstellungsetat 2020 65.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 (Einzelförderung) 200.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Kenya-Collection (Blickpunktausstellung – internationales Kooperationsprojekt) Zeitraum: Mai bis September 2021 Im International Inventories Programme (IIP) arbeitet das RJM gemeinsam mit dem keniani- schen Nationalmuseum in Nairobi, dem Goethe Institut Nairobi, dem kenianischen Künst- ler/innenkollektiv NEST und dem europäischen Künstler/innenkollektiv SHIFT an der Erstel- lung eines Inventars kenianischer Kulturgüter in Museen und Institutionen weltweit und setzt sich mit der Kolonialgeschichte auseinander. 2021 werden die wissenschaftlichen und künst- lerischen Ergebnisse dieses Dialogs – mit Schwerpunkt auf der rund 80 Objekte umfassen- den Kenia-Sammlung des RJM – im Rahmen einer Ausstellungen in Köln präsentiert (vorab schon 2020 in Nairobi). Kosten- und Erlösplan Kenya-Collection Vorbereitungskosten 3.500 EUR Sonderausstellungsetat 2020 3.500 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 12 / 29 Liebe global – Zwischen Neurococktail und göttlicher Ekstase Zeitraum: Oktober 2021 bis Februar 2022 Von Köln ausgehend, thematisiert die Ausstellung Liebesrituale und multiperspektivische Verständnisebenen der Phänomene von Liebe und Begehren weltweit mit ihren Gemein- samkeiten und Unterschieden, wobei sie auch Beiträge jüngster neurowissenschaftlicher Forschungsprojekte zeigt. Im Vordergrund der Ausstellung stehen die „großen Gefühle“ der Liebe und des erotischen Begehrens – gesellschaftspolitisch, religiös, wissenschaftlich und künstlerisch reflektiert. Die Ausstellung entsteht in Kollaboration mit diversen Akteuren au- ßerhalb des Museums lokal und vernetzt sich darüber hinaus auch global, etwa durch die Bildung eines internationalen Beirats, der sich aus Forscher/innen aus den Herkunftsgesell- schaften der gezeigten Objekte zusammensetzt. Kosten- und Erlösplan Liebe global – zwischen Neurococktail und göttlicher Ekstase Vorbereitungskosten 30.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 30.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 360 Grad-Projekt Zeitraum: 2019 bis 2023, hier: Anteil 2020 Die Mittelverwendung für das 360 Grad-Projekt (Laufzeit 2019-2023) wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 29.01.2019 (Nr. 3800/2018) beschlossen. Da eine Entnahme aus dem zentralen Sonderausstellungsetat sukzessive über die Jahre 2019 bis 2023 erfolgt, wird hier die Mittelverwendung für das Jahr 2020 zur Genehmigung vorge- legt. Kosten- und Erlösplan Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Titel 360 Grad-Projekt Projektkosten 2020 Gesamtlaufzeit 2019-2023 Zuschuss Kulturstiftung des Bundes Personalkosten 65.000 EUR 260.000 EUR Projektmittel 25.000 EUR 100.000 EUR Zuschuss gesamt 90.000 EUR 360.000 EUR Eigenanteil Stadt Köln Projektmittel 12.500 EUR 50.000 EUR Eigenanteil gesamt 12.500 EUR 50.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 12.500 EUR 50.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 0 EUR 13 / 29 Museum für Angewandte Kunst Gruppe Pentagon – DESIGN Zeitraum: 13. Januar bis 26. April 2020 Anfang der 1980er Jahre brach eine junge Generation von Gestaltern in der ganzen BRD radikal mit der bis dahin für das deutsche Design charakteristischen „Guten Form“. Ausge- hend von den frühen Entwicklungen des deutschen Werkbundes und des Bauhauses stand das deutsche Design lange Zeit für Rationalität, Sachlichkeit, Nüchternheit und effiziente Gestaltung. Dieser charakteristische Designansatz verlor mit den gesellschaftlichen Verän- derungen in den 1970er Jahren seine Relevanz. Angeregt durch die Konzepte von Memphis und Alchimia in Italien, erlebte auch das deutsche Design eine radikale Erneuerung. Auffällig ist, dass sich in dieser Zeit ähnlich wie bei zeitgenössischen Künstlerkollektiven auch viele Gestalter zu Gruppen zusammenschlossen. Das Neue Deutsche Design revolutionierte in den 1980er Jahren das funktionale Designver- ständnis und schlug eine Brücke zu Kunst und Musik. Einer der Protagonisten war die Kölner Designer-Gruppe Pentagon, 1985 gegründet von Gerd Arens, Wolfgang Laubersheimer, Reinhard Müller, Ralph Sommer und Meyer Voggenreiter. 35 Jahre nach seiner Gründung, widmet das MAKK dem Kollektiv eine erste Retrospektive. Pentagon arbeitete mit Stahl und Plexiglas, kombinierte diese mit Stein, Gummi oder Leder, auch mit Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag und gab dem Ganzen einen postmoder- nen Kick. 1987 war das Kollektiv mit dem Projekt „Casino Container“ Teil der documenta 8, 1991 stellten sie bei prodomo in Wien aus. Das für die documenta 8 gestaltete „Café Casino“ war ein während der Ausstellungszeit real betriebenes Künstler-Café in einem halböffentlichen Raum, basierend sowohl auf histori- schen Hintergründen als auch auf zeitgenössischen Ausdrucksmitteln insbesondere hinsicht- lich der Materialität und Verarbeitung. Die Gestaltung des Cafés reichte vom Mobiliar über das Geschirr bis hin zur Speisekarte. Mit der Präsentation in Kassel erlangte Pentagon sei- nen internationalen Durchbruch. Die Ausstellung im MAKK verortet die Arbeiten, Entwürfe und Zeichnungen von Pentagon im Kontext des kulturellen Umfelds der 1980er und 90er Jahre. Zur Visualisierung dieser Strö- mungen im zeitgenössischen Design, in der Kunst und Musik werden exklusiv Dokumentar- filme realisiert, die zeitgenössisches Film- und Bildmaterial sowie Interviews mit den Mitglie- dern von Pentagon, deren Wegbegleitern und anderen Experten zum Thema Pentagon und Neues Deutsches Design beinhalten werden. Drittmittel: Overstolzengesellschaft 10.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig-Stiftung 30.000 € (zugesagt) Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Angewandte Kunst Titel Gruppe Pentagon – DESIGN Zahlende Besucher 3.500 Kosten Architektur/Installation 30.000 EUR Transport/Versicherungen 8.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 25.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 76.250 EUR Kosten gesamt 139.250 EUR 14 / 29 Erlöse Eintritte 19.250 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 10.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 30.000 EUR Erlöse gesamt 59.250 EUR Sonderausstellungsetat 2019 20.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 60.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Hans Kotter / Licht - Farbe - Raum Zeitraum: 11. März bis 26. April 2020 Collumina II ist die zweite Ausgabe eines 2018 gestarteten Lichtkunstprojektes. Es handelt sich um ein internationales, kuratiertes Lichtkunstprojekt in Zusammenarbeit der KHM, dem MAKK, dem Schokoladenmuseum, der Peto Medo-Stiftung und die Grün-Stiftung sowie der Dalhousie-University und die NSCAD-University in Halifax. Collumina ist das erste Lichtkunstprojekt Kölns, bei dem der Schwerpunkt zum einen auf der künstlerischen Ausgestaltung liegt und zum anderen auf der Vernetzung von international etablierten Lichtkünstler/innen mit Absolvent/innen der beteiligten Kunsthochschulen. Im Fo- kus steht das Medium Licht mit sämtlichen Ausprägungen: Foto, Film, Video, Laser, Map- ping, Projektionen etc. sowohl im öffentlichen als auch im musealen Raum. Wie in 2018 wird auch in 2020 der Lichtparcours durch die Kölner Innenstadt gelegt, den die Besucher/innen an vier Abenden (11. bis 14. März) von 19 bis 24 Uhr individuell und in Gruppen erleben können. Ausgewählte Arbeiten und Projekte werden über diesen Zeitraum hinaus präsen- tiert. Hierzu zählt die exklusiv für das MAKK entwickelte Ausstellung mit dem deutschen Lichtkünstler Hans Kotter. Hans Kotter studierte bis 1994 an der Art Students League New York. Er arbeitet im Bereich Fotografie, Konzept-, Objekt-, Licht- und Installationskunst. Von 2007 bis 2013 war er Lehr- beauftragter an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2004 wurde Kotter mit dem „Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG“ ausgezeichnet, sowie bei „Kunst am Bau Wettbewerben“. Seine Werke wurden weltweit in fast 100 Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert und sind zudem in zahlreichen Museumssammlungen vertreten, so auch im MAKK, das seine Arbeit „Explosion“ in der neu eröffneten Designaus- stellung zeigt. Kotter lebt seit 2003 in Berlin. Die Arbeiten von Hans Kotter konzentrieren sich auf die physikalisch-, künstlerischen Grun- delemente Licht – Farbe – Raum. Sein Interesse gilt ihrem Erscheinen und ihrer Wirkung unter unterschiedlichen materiellen Bedingungen. Dabei entstehen sowohl minimalistische Einzelobjekte als auch raumgreifende Installationen. Drittmittel: Overstolzengesellschaft 10.000 € (zugesagt), Sonstige Drittmittel 5.000 € (ange- fragt) 15 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Angewandte Kunst Titel Hans Kotter - Licht - Farbe - Raum Zahlende Besucher 1.000 Kosten Architektur/Installation 10.000 EUR Transport/Versicherungen 0 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 8.750 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 15.000 EUR Kosten gesamt 33.750 EUR Erlöse Eintritte 3.750 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 15.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 18.750 EUR Kulturförderabgabe 2020 15.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Ulrike Siecaup und Sigmund de Jong Sammlung Clemens: Kunstwerk und Ort Zeitraum: 5. Mai bis 26. Juli 2020 Am 5. Mai 1920 präsentierte das damalige Kölner Kunstgewerbemuseum, das heutige Mu- seum für Angewandte Kunst (MAKK), mit der Sammlung des Münchner Malers und Samm- lers Dr. h. c. Wilhelm Clemens (16.7. 1847 – 15.12.1934) erstmals der Öffentlichkeit eine beachtenswerte private Stiftung, nachdem diese wenige Monate zuvor, am 17. Dezember 1919 von Clemens offiziell dem Museum übereignet wurde. Bis heute ist die Sammlung Clemens mit ihren rund 1600 Werken die umfangreichste und bedeutendste Sammlung eines Einzelstifters im MAKK. Mit einem Schwerpunkt auf Werke des Mittelalters und der Renaissance umfasst die Sammlung ein inhaltlich weit gefächertes und faszinierendes Spektrum von Gemälden, Skulpturen, Plaketten, Medaillen, Siegeln, Pil- gerzeichen, Schmuck, Gefäßen, Waffen, Rüstungen, Bestecken, Instrumenten, Uhren, Kleinmöbeln, Keramiken, Gläsern und Textilien. Ein Großteil der Sammlung war in der bisherigen Schausammlung des MAKK präsentiert und wird auch in der zukünftigen Neupräsentation der historischen Sammlungen wieder ent- sprechend ihrer Bedeutung gewürdigt. Anlässlich des 100. Jubiläums zur Erstpräsentation im Kunstgewerbemuseum widmet das MAKK dem großen Sammler und Stifter Wilhelm Clemens eine besondere Ausstellung. Im Fokus steht hierbei die Auseinandersetzung mit Preziosen der Sammlung eine künstleri- sche Intervention. Hierzu hat das MAKK die Künstler Ulrike Siecaup (Köln) und Sigmund de Jong (Rotterdam) eingeladen, ausgewählte Werke der Sammlung Clemens neu zu positio- nieren. „Ist die Positionierung eines Kunstwerkes wichtiger als das Werk selbst?“. Dieser Fragestellung gehen Siecaup und de Jong unter Einbeziehung ihrer eigenen künstlerischen 16 / 29 Positionen in einer Inszenierung nach. Für die beiden Künstler ist ein Kunstwerk wie ein le- bendiger Organismus, zeitlos und stets bereit eine unmittelbare Verbindung zu seiner Um- gebung einzugehen. Während der Laufzeit der Ausstellung werden Um-Positionierungen vorgenommen, um damit die Dynamik zu verändern und neue visuelle Fakten zu schaffen. Drittmittel: Overstolzengesellschaft 15.000 € (angefragt) Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Angewandte Kunst Titel Slg. Clemens Zahlende Besucher 1.000 Kosten Architektur/Installation 5.000 EUR Transport/Versicherungen 0 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 8.750 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 25.000 EUR Kosten gesamt 38.750 EUR Erlöse Eintritte 3.750 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 15.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 18.750 EUR Sonderausstellungsetat 2020 20.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Jewellery Box Zeitgenössisches Schmuckdesign aus Dänemark Zeitraum: 12. September 2020 bis 31. Januar 2021 Schmuck als eigenständige Kunstform blickt in Dänemark auf eine lange Tradition zurück. Ausgehend von den Einflüssen der Arts & Craft-Bewegung um 1900 entwickelte sich seit den 1930er-Jahren in Dänemark eine eigenständige Formensprache, die durch einen schlichten und gleichzeitig ausdruckstarken Minimalismus geprägt war, der bis heute als Markenzeichen für dänische Schmuckkunst gilt. Zeitgenössisches Schmuckdesign made in Denmark ist aber viel mehr. Denn es reflektiert und interpretiert eigenständig die jeweilige Epoche vor dem Hintergrund kultureller, ästhetischer und gesellschaftlicher Fragestellungen. Die Ausstellung im MAKK bietet einen eindrucksvollen Einblick in 50 Jahre zeitgenössisches Schmuckdesign aus Dänemark. „Jewellery Box“ ist eine Initiative der Danish Arts Foundati- on, die dem Kultusministerium untersteht und seit 1978 durch Ankäufe eine Schmucksamm- lung von rund 300 Objekten aufgebaut hat. Das besondere dieser Sammlung ist, dass die Schmuckstücke von Däninnen und Dänen für offizielle Anlässe ausgeliehen werden können, mit dem Ziel diese als „tragbare Skulpturen“ in der Öffentlichkeit zu präsentieren und somit die dänische Schmuckkunst zu stärken. Bei der Ausstellung „Jewellery Box“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Danisch Arts Foundation mit dem MAKK, dessen Schmucksammlung zu den bedeutendsten in 17 / 29 Deutschland zählt. Die Kölner Sammlung umfasst mehr als 1500 Objekte aus einem Zeit- raum von 50 Jahren Schmuckkunst. Exklusiv für die Show im MAKK haben die dänische Schmuckdesignerin Mette Saabye und Petra Hesse (MAKK) auf der Basis von rund 200 ausgewählten Arbeiten ein Konzept entwi- ckelt, das bewusst mit Gegenüberstellungen wie „Körper und Schmuck“, „Tradition und Inno- vation“, „Humor und Sarkasmus“ oder „Identität und Diversität“ spielt und damit einen span- nenden und ungewohnten Zugang in die Vielschichtigkeit und die Entwicklung des dänischen Schmuckdesigns schafft. Zusätzlich sind rund 30 Beispiele aus der Sammlung des MAKK als dialogischer Diskurs in die Ausstellung integriert. Drittmittel: Overstolzengesellschaft 15.000 € (zugesagt) Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Angewandte Kunst Titel Jewellery Box Zahlende Besucher 3.500 Kosten Architektur/Installation 17.000 EUR Transport/Versicherungen 3.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 10.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 51.500 EUR Kosten gesamt 81.500 EUR Erlöse Eintritte 16.500 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 15.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 31.500 EUR Sonderausstellungsetat 2020 50.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Hélène Binet – Sculpture – Light – Shadow (Arbeitstitel) Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag von Gottfried Böhm Zeitraum: 17. Oktober bis 20. Dezember 2020 Gottfried Böhm (geb. 1920) zählt zu den bedeutendsten und vielfältigsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Bauten, unter denen sich zahlreiche international gefeierte Ar- chitekturikonen befinden, prägte er mehr als ein halbes Jahrhundert maßgeblich den moder- nen Sakral- und Profanbau. Bezeichnend für Böhms Bauten sind deren skulpturaler Charak- ter sowie deren stringente und unmittelbare Materialität. Eine zentrale Rolle nehmen hierbei die Werkstoffe Beton, Glas und Stahl ein, inklusive der damit verbundenen neuen Technolo- gien und Möglichkeiten der Umsetzung, die Böhm als Medium für eine innovativ und moder- ne Architektursprache nutzt. Unter den zahllosen von Gottfried Böhm realisierten Bauten sind alleine über 20 in Köln und Umgebung entstanden. Mit diesem immensen Schaffenswerk hat er einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Baukultur und Stadtplanung in Köln und Region geleistet und durch seine markante Architektur stilprägende Setzungen im Stadtbild vorgenommen. 18 / 29 Seine Leistung als Architekt wurde durch zahlreiche bedeutende internationale Preise und Auszeichnungen gewürdigt. Die größte Auszeichnung erhielt Gottfried Böhm mit der Verlei- hung des Pritzker-Preises (USA), der als Nobelpreis für Architekten gilt und seit 1979 jährlich nur an Architekten mit international beeindruckendem Renommee verliehen wird. Diesen Preis erhielt Böhm bereits 1986 als erster und bis heute einzig lebender deutscher Architekt. Denn die bisher zweite Verleihung an einen deutschen Architekten erfolgte posthum an Frei Otto (2015). Anlässlich des 100. Geburtstags Gottfried Böhms hat das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) die international renommierte Fotokünstlerin Hélène Binet eingeladen, ausge- wählte Bauten des Kölner Architekten zu „porträtieren“. Im Vordergrund der Ausstellung im MAKK steht nicht die architekturgeschichtliche Aufarbeitung und Präsentation, sondern eine künstlerische Auseinandersetzung mit den bauten Böhms. Den exklusiv für die Ausstellung geschaffenen Fotografien Binets werden Zeichnungen von Gottfried Böhm gegenüberge- stellt. Hélène Binet ist eine Schweizer Fotokünstlerin, deren Arbeitsschwerpunkt auf dem Bereich der Architekturfotografie liegt. In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Binet weltweit mit den bedeutendsten zeitgenössischen Architekten zusammen. Hierzu zählen u.a. David Chipperfield, Zaha Hadid, Coop Himmelb(l)au, Daniel Libeskind, Sauerbruch Hutton und Pe- ter Zumthor. Darüber hinaus hat sie auch Bauten früherer Architekten wie Alvar Aalto, Le Corbusier, Andrea Palladio oder Rudolf Schwarz fotografiert. Basierend auf ihrem fundierten Architekturverständnis arbeitet Binet durch die Komposition von Licht, Schatten und Textur die charakteristischen Eigenschaften der Bauten heraus und bietet dem zeitgenössischen Betrachter gleichzeitig eine neue Sehperspektive. Für Ihren signifikanten Stil wurde Hélène Binet mit prestigewürdigen Preisen wie dem „Julius Shulman Institute Excellence in Photography Award“ (2015) und dem „Ada Louise Huxtable Pize“ (2018) ausgezeichnet. Drittmittel: Overstolzengesellschaft 10.000 € (zugesagt), Sparkasse KölnBonn 10.000 € (angefragt), Sonstige Drittmittel 20.000 € (10.000 € zugesagt, 10.000 € angefragt). Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Angewandte Kunst Titel Böhm Zahlende Besucher 3.000 Kosten Architektur/Installation 33.000 EUR Transport/Versicherungen 8.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 10.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 70.250 EUR Kosten gesamt 121.250 EUR Erlöse Eintritte 11.250 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschüsse vom Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 40.000 EUR Spenden und sonst. Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 51.250 EUR Kulturförderabgabe 2020 (Einzelförderung) 20.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 50.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR 19 / 29 Blütenlese – Die Blume in der Mode Zeitraum: Oktober 2020 – März 2021 Mode ist wie kaum ein anderes Medium ein Spiegel der Kulturgeschichte. Sie ist ein bedeu- tender Teil der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK) und auch im- mer wieder Thema von Sonderausstellungen – wie zuletzt die Ausstellungen über zeitgenös- sisches Modedesign aus Istanbul (2011) oder Modedesigner von A bis Z (2015/16). Die kommende Ausstellung steht unter dem besonderen Schutz der Göttin Flora. Mit der Schau „Blütenlese – Die Blume in der Mode“ widmet sich das MAKK der bunten Vielfalt des floralen Dekors in Mode und Accessoires von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute. Es präsentiert ausschließlich Highlights aus der museumseigenen Modesammlung sowie aktu- elle Neuerwerbungen, darunter prächtige Roben des Ancien Régime und Empire, Kleider des Historismus und Jugendstils sowie zahlreiche hervorragende Entwürfe international be- kannter Modeschöpfer des 20. Jahrhunderts. Das Museum für Angewandte Kunst Köln zeigt die „Blütenlese“ voraussichtlich von Septem- ber 2020 bis März 2021. Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Rahmenprogramm vorbereitet mit Experten-Vorträgen, Filmvorführungen, Workshops sowie Lesungen. Geplant ist auch ein begleitender Ausstel- lungs- und Bestandskatalog. Kosten- und Erlösplan Blütenlese – Die Blume in der Mode Vorbereitungskosten 40.000 EUR Sonderausstellungsetat 2019 20.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 20.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Museum für Ostasiatische Kunst Hundert Ansichten des Mondes Zeitraum: 18. September 2020 bis 31. Januar 2021 Das Museum für Ostasiatische Kunst zeigt vom 18. September 2020 bis 31. Januar 2021 mit der Sonderausstellung „Hundert Ansichten des Mondes“ japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Die gleichnamige Serie gilt als das Meisterwerk des letz- ten großen Holzschnittkünstlers in der Tradition des Ukiyo-e (populäre Farbholzschnitte der Edo-Zeit). In Hundert Ansichten des Mondes werden die Geschichte und Mythologie des alten China und Japan lebendig. In allen 100 Drucken steht der Mond im Zentrum der Dar- stellung. Deutlich sichtbar als Bildmotiv oder in Gedichten über edle Prinzessinnen und mili- tärische Eroberungen. Kosten- und Erlösplan Museum Museum für Ostasiatische Kunst Titel Hundert Ansichten des Mondes Zahlende Besucher 15.000 Kosten Architektur/Installation 15.000 EUR Transport/Versicherungen 5.000 EUR 20 / 29 Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 66.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 45.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 15.000 EUR Kosten gesamt 146.000 EUR Erlöse Eintritte 70.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 6.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und sonst. Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 76.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 70.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Museum Schnütgen Arnt der Bilderschneider Zeitraum: 02. April bis 05. Juli 2020 Die Mittelverwendung für die Sonderausstellung Arnt der Bilderschneider wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 28.01.2020 (Nr. 0172/2019) beschlossen. Daher wird die Sonderausstellung der Vollständigkeit halber aufgeführt. Das Museum Schnütgen plant für den Zeitraum vom 2. April bis 5. Juli 2020 die erste mono- graphische Ausstellung zum Werk des Meisters Arnt von Kalkar und Zwolle (tätig ca. 1460- 1492), der die bedeutendste Bildschnitzerwerkstatt seiner Generation am Niederrhein leitete. Den Anlass für dieses Vorhaben bildet die überraschend möglich gewordene Ergänzung eines Hauptwerks von Meister Arnt in der Sammlung des Museum Schnütgen, das große Relief mit der Anbetung der Hl. Drei Könige, durch einige in Pariser Privatbesitz neu aufge- fundene und durch das Museum erworbene Figuren. Im Zuge einer nun anstehenden Res- taurierungsmaßnahme kann die figurenreiche Darstellung der Epiphanie durch drei weitere Diener der Hl. Könige ergänzt und damit auch neu interpretiert werden. Viele der Objekte, die als Hauptwerke Arnts gelten dürfen, hat der heutige Betrachter noch nie in unmittelbarer Gegenüberstellung erleben können. Die Skulpturen sind zum Teil noch an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort im Kirchenraum erhalten, zum Teil in diversen musealen Sammlungen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden verstreut. Die Ausstellung im Museum Schnütgen möchte den Besuchern die Künstlerpersönlichkeit von Meister Arnt erfahrbar machen und zugleich den enormen Facettenreichtum seines Œuvres vor Augen führen. Bereits erfolgte Zusagen von Museen und kirchlichen Institutionen, die Hauptwerke von Meister Arnt beherbergen, geben uns Zuversicht, eine absolut hochkarätige und einmalige Ausstellung realisieren zu können. So werden wir die außergewöhnliche Möglichkeit haben, den gesamten Georgsaltar sowie die Predellenreliefs des Hochaltars aus der Nicolaikirche in Kalkar gemeinsam mit dem kleinformatigen Retabel aus dem Musée de Cluny in Paris und dem Beweinungsrelief aus dem Rijksmuseum in Amsterdam zu präsentieren. Drittmittel: Kulturstiftung der Länder 100.000 € (zugesagt), Kunststiftung NRW 60.000 € (zugesagt), Peter und Irene Ludwig-Stiftung 90.000 € (beantragt), Ernst-von-Siemens- Stiftung 60.000 € (zugesagt), Rudolf-August-Oetker-Stiftung 80.000 € (zugesagt), Kulturstif- tung der KSK 16.000 (beantragt), Sparkassen-Stiftung 10.000 € (beantragt), Freundeskreis Museum Schnütgen 10.000 € (zugesagt). 21 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum Museum Schnütgen Titel Arnt der Bilder- schneider Zahlende Besucher 20.000 Kosten Architektur/Installation 110.000 EUR Transport/Versicherungen 280.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 150.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 226.000 EUR Kosten gesamt 766.000 EUR Erlöse Eintritte 140.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 160.000 EUR Zuschüsse von Sonstigen 176.000 EUR Zuschuss Peter und Irene Ludwig-Stiftung 90.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 566.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 200.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Kölnisches Stadtmuseum 50 Jahre Bläck Fööss Zeitraum: 21. März bis 30. August 2020 Die Mittelverwendung für die Sonderausstellung 50 Jahre Bläck Fööss wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 28.01.2020 (Nr. 0172/2019) beschlossen. Daher wird die Sonderausstellung der Vollständigkeit halber aufgeführt. Mit der Single „Rievkooche-Walzer“ begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Bläck Fööss. Hervorgegangen aus einer Beat-Band verknüpften die sechs Musiker erfolgreich zeitgenös- sische Einflüsse der Popmusik mit Karnevalsschlagern. Die Bläck Fööss traten dabei mit den Protestzeichen der Jugendkultur auf: Jeans, lange Haare, E-Gitarre – und nackte Füße. Gleichzeitig porträtierten sie liebevoll das Kölner Milieu und die Veedel der Stadt. Milieu- schilderungen aus dem einfachen Leben, gepaart mit dem Appell an eine menschliche Soli- darität ohne Grenzen und Protestlieder wechseln sich bis heute mit Tanz-Nummern ab. Seit nunmehr 50 Jahren gehört die „Mutter aller kölschen Bands“ zu einer der erfolgreichsten Kölner Mundart-Gruppen. Sie sind zum Markenzeichen und Aushängeschild der Stadt ge- worden, zu einer musikalischen Institution weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ihre Fange- meinde umfasst alle Generationen. Bläck-Fööss-Lieder werden genauso im Kindergarten gesungen wie im Altenheim. Anlässlich des 50. Jubiläums der Band widmet sich das Kölni- sche Stadtmuseum mit einer Sonderausstellung der einzigartigen Bandgeschichte. Drittmittel: Kulturstiftung der KSK 10.000 € (beantragt), Freunde des KSM 10.000 € (zuge- sagt), Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums 5.000 € (zugesagt) 22 / 29 Kosten- und Erlösplan Museum Kölnisches Stadtmuseum Titel Bläck Fööss Zahlende Besucher 5.000 Kosten Architektur/Installation 29.000 EUR Transport/Versicherungen 6.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 34.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 9.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 36.000 EUR Kosten gesamt 114.000 EUR Erlöse Eintritte 20.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 9.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 25.000 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 54.000 EUR Sonderausstellungsetat 2020 60.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR VOR 75 JAHREN: DAS ZERSTÖRTE KÖLN Zeitraum: 21. Oktober 2020 bis 31. Januar 2021 Im Mittelpunkt steht ein Stadtmodell von Köln, geschaffen für den Spielfilm „Über die Unend- lichkeit“ des schwedischen Regisseurs Roy Andersson, der am 19. März 2020 seine Deutschlandpremiere in Köln feiert. Dieses riesige Stadtmodell zeigt eindrucksvoll die zer- störte Stadt unmittelbar nach dem Kriegsende 1945. Mit dem 1000-Bomber-Angriff in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1942 beginnen die großen Luftangriffe auf Köln. Was die deutsche Luftwaffe im von NS-Regime entfesselten Krieg in Warschau, Rotterdam oder Coventry anrichtet, schlägt nun auf deutsche Städte zurück. In Köln beim Angriff am 29. Juni 1943, im Oktober 1944 und beim letzten großen Luftangriff auf die Kölner Altstadt am 2. März 1945. Insgesamt fallen rund 1,5 Millionen Bomben, was Zehn- tausende Tote und Verletzte fordert. Am 6. März 1945 befreien US-Truppen das linksrheinische Köln. Die Altstadt ist zerstört, kaum ein Gebäude mehr oberirdisch bewohnbar. In den Trümmern hausen nur noch etwa 40.000 Menschen. Für sie ist der Krieg endlich zu Ende. Ab dem Sommer 1945 kehren die Kölner zurück, Ende 1945 zählt man wieder 400.000 Einwohner. Heute, im Jahr 2020, 75 Jahre nach Kriegsende, schließt die Ausstellung thematisch an zur Ausstellung „Kriegsenden in Köln. Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und 8. Mai 1945“ des NS-Dokumentationszentrums. Anhand von Fotografien, Dokumenten und Plakaten, Zitaten von Zeitzeugen und histori- schen Filmen wird die Zeit des NS-Regimes, die Befreiung durch die Alliierten und das Le- ben in der zerstörten Stadt lebendig. Im Zentrum stehen Fragen nach Verfolgung und Wider- stand, nach der Möglichkeit eines Neuanfangs sowie nach der kollektiven Schuld: 23 / 29 Wie lebt man in der Trümmerlandschaft Köln und meistert alltägliche Herausforderungen? Wie geht man mit der NS-Vergangenheit um? Wie ist das Verhältnis zu den Besatzern? Wo fängt der Wiederaufbau der Stadt an? Was wird wieder aufgebaut? Was bleibt in Erinne- rung? Wie erinnern wir heute? Kosten- und Erlösplan Museum Kölnisches Stadtmuseum Titel Vor 75 Jahren: Das zerstörte Köln Zahlende Besucher 3.000 Kosten Architektur/Installation 10.000 EUR Transport/Versicherungen 20.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 28.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 3.500 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 31.500 EUR Kosten gesamt 93.000 EUR Erlöse Eintritte* 12.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 1.000 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 10.000 EUR Erlöse gesamt 23.000 EUR Kulturförderabgabe 2020 70.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR Konzeption Dauerausstellung Interim Im Rahmen der Haushaltsplananmeldungen 2020 wurde beschlossen, aus Mitteln der Kul- turförderabgabe 50.000 € für die zeitgemäße Darstellung des immateriellen kulturellen Erbes der Stadt Köln als Bestandteil der neuen Dauerausstellung im Interim Haus Sauer bereitzu- stellen. Derzeit wird in einem partizipativen Prozess das Konzept für die spätere Präsentation der lebendigen Tradition Kölns in der neugestalteten Dauerausstellung im Interim entwickelt. Die Kosten fallen daher bereits 2020 für einen Workshop-Prozess zur inhaltlichen Vorbereitung der szenographischen Erarbeitung und Realisierung an. Für die Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher muss die Lebendigkeit und Vielfalt dieses Kulturerbes erfahrbar werden und Verständnis für den Grund ihrer Wandlungsfähig- keit geweckt werden. Lebendige Traditionen sind immer das Ergebnis eines gesellschaftli- chen, wissenschaftlichen und kulturpolitischen Diskurses. Das Projekt soll Antworten auf die Frage liefern, wie lebendige Traditionen als ein sich ständig veränderndes und erneuerbares Kulturgut im musealen Kontext ausgestellt und vermittelt werden können. Die Visualisierung der Lebendigkeit von Kulturerbe im Ausstellungsbereich bedeutet, für und mit den Besuchern diesen flüchtigen und dynamischen Prozess stattfinden zu lassen. 24 / 29 Museum Kölnisches Stadtmuseum Titel Konzept Dauerausstellung Kulturförderabgabe 2020 (Einzelförderung) 50.000 EUR NS-Dokumentationszentrum Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus Zeitraum: 13. März bis 24. Mai 2020 Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts Der Chemiekonzern I.G. Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zu dem Konzentrations- lager Auschwitz die größte chemische Fabrik im von Deutschland eroberten Osteuropa bau- en. Sie sollte zugleich ein Baustein der „Germanisierung“ der Region um Auschwitz werden. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Eu- ropa ein. Für die zunehmende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten der Konzern und die SS, die eine intensive Zusammenarbeit miteinander verband, 1942 das firmeneigene KZ Buna- Monowitz. Tausende kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfä- hig waren. Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien dokumentierten die Perspektive von SS in I.G. Farben auf Baustelle und Lageralltag. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von Überlebenden, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel sowie den Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren in der Nachkriegszeit und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 beschließen die Ausstellung. Kosten- und Erlösplan Museum NS- Dokumentations- zentrum Titel Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz Zahlende Besucher* Kosten Architektur/Installation 3.000 EUR Transport/Versicherungen 2.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 21.600 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 3.400 EUR Kosten gesamt 30.000 EUR Erlöse Eintritte* 0 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR 25 / 29 Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 0 EUR Sonderausstellungsetat 2020 30.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR *es wird kein gesonderter Eintritt erhoben Thessaloniki – Gespaltene Erinnerungen 1940 – 1950. Zwischen Geschichte und Erfahrung Zeitraum: 4. Juni bis 9. August 2020 Eine Ausstellung des Goethe-Instituts Thessaloniki in Zusammenarbeit mit dem Makedoni- schen Museum für Zeitgenössische Kunst und dem Jüdischen Museum Thessaloniki und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin. Die Ausstellung „Gespaltene Erinnerungen 1940-1950. Zwischen Geschichte und Erfahrung“ behandelt einen der bedeutendsten Zeitabschnitte in der Geschichte Griechenlands und darüber hinaus. In diesem Zeitraum macht das Land mit dem größten Teil Europas die ge- meinsame Erfahrung des totalen Kriegs, der Massenmobilisierung, der fremden Besatzung, des Widerstands, des Bürgerkriegs, des Genozids und insgesamt einer ungeheuren huma- nistischen Katastrophe. Diese Erfahrungen bestimmten das politische, wirtschaftliche, sozia- le und kulturelle Leben des Landes für Jahrzehnte – bis heute. Die Ausstellung zeigt die kulturellen und künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Zeit der Besatzung und des Bürgerkriegs in Griechenland. In ihr werden Erzählungen aus Wer- ken Intellektueller und Künstler mit den dominierenden ideologischen Darstellungen gegen- übergestellt; gleichzeitig werden wichtige historische Themen angesprochen, wie zum Bei- spiel das Schicksal der Juden Thessalonikis. Die Auswahl der Ausstellungsgegenstände erstreckt sich über ein breites Spektrum von Werken und Dokumenten aus öffentlichen und privaten Archiven. Die Ausstellung wurde Ende 2016 in Thessaloniki gezeigt und wird für die Präsentation in Köln neu zusammengestellt. Köln ist der einzige Ort in Deutschland, wo die Ausstellung ge- zeigt wird. Die Rückspiegelung der Ausstellung nach Deutschland macht der deutschen Öf- fentlichkeit ein Kapitel der deutsch-griechischen – und europäischen – Geschichte zugäng- lich und stellt zugleich ein gelungenes Beispiel einer gemeinsamen europäischen Erinne- rungskultur dar. Kosten- und Erlösplan Museum NS- Dokumentations- zentrum Titel Thessaloniki Zahlende Besucher* Kosten Architektur/Installation 0 EUR Transport/Versicherungen 2.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 38.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 10.000 EUR Kosten gesamt 50.000 EUR 26 / 29 Erlöse Eintritte* 0 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 0 EUR Sonderausstellungsetat 2020 50.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR *es wird kein gesonderter Eintritt erhoben Das Reichsarbeitsministerium 1933-1945. Beamte im Dienst des Nationalsozialismus Zeitraum: 21. August bis 25. Oktober 2020 Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der Zeit des Nationalsozialismus. Es wird gezeigt, in welchem Ausmaß das bisher meist als einfluss- los dargestellte Ministerium die nationalsozialistische Diktatur stützte. In sechs Kapiteln werden die Struktur und das Personal des Reichsarbeitsministeriums so- wie zentrale Tätigkeitsfelder vorgestellt: Von der Rentenversicherung, dem Arbeitsrecht und der Arbeitsverwaltung bis hin zum Zwangsarbeitereinsatz. An all diesen Bereichen wird deut- lich, wie sich das Ministerium an der Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen betei- ligte und die gesamte Arbeits- und Sozialpolitik zunehmend von autoritären Maßnahmen durchdrungen wurde. Die Entwicklung gipfelte in der Beteiligung der Beamten an der Rekru- tierung und dem Einsatz von Millionen ausländischen Zwangsarbeitskräften. Dieser Aspekt wird am Beispiel der besetzten Ukraine erstmals detailliert dargestellt. Die Ausstellung schließt mit einem Blick auf die Nachkriegsgeschichte und die personellen Kontinuitäten und Brüche nach 1945. In Form von Fallbeispielen zeigt die Ausstellung, wie sich die Maßnahmen und Gesetze des Ministeriums auf einzelne Betroffene auswirkten. Auf 13 freistehenden Stelen werden zudem Biografien von Beamten des Reichsarbeitsministeriums präsentiert. Sie veranschaulichen die Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten, die es für Beamte auch während der NS-Zeit gab. Die Ausstellung basiert auf Ergebnissen einer unabhängigen Historikerkommission, die seit 2013 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der NS-Zeit erforscht. Sie ist zweisprachig (deutsch/ englisch), und es liegt ein gleichnamiger, deutsch-/englischsprachiger Begleitkatalog vor. Kosten- und Erlösplan Museum NS- Dokumentations- zentrum Titel Das Reichsarbeits- ministerium 1933-1945 Zahlende Besucher* 0 Kosten Architektur/Installation 8.000 EUR 27 / 29 Transport/Versicherungen 3.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 16.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 3.000 EUR Kosten gesamt 30.000 EUR Erlöse Eintritte* 0 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 0 EUR Kulturförderabgabe 2020 30.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR *es wird kein gesonderter Eintritt erhoben Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand im Holocaust Zeitraum: 13. November 2020 bis 28. Februar 2021 Eine Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ behan- delt eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenar- beit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten. Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsopti- onen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Kar- riereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt. Kosten- und Erlösplan Museum NS- Dokumentations- zentrum Titel Einige waren Nachbarn Zahlende Besucher* 0 Kosten Architektur/Installation 2.000 EUR Transport/Versicherungen 2.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 21.600 EUR Katalog/sonstige Publikationen 0 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 4.400 EUR Kosten gesamt 30.000 EUR 28 / 29 Erlöse Eintritte* 0 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 0 EUR Kulturförderabgabe 2020 30.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR *es wird kein gesonderter Eintritt erhoben Rheinisches Bildarchiv Artist meets Archive 2020/2021 Zeitraum: Photoszenefestival 2020 / 22. bis 30. Mai 2020: Vorstellung des/der Künstler/in Photoszenefestival 2021 / 28. Mai bis 11. Juli 2021: Ausstellung/Präsentation/Intervention Der Künstler Philipp Goldbach (*1978 in Köln) widmet sich beim nächsten AmA-Projekt dem Umzug des Rheinischen Bildarchivs. Er visualisiert die dadurch ausgelösten Veränderungen hinsichtlich des Erscheinungsbilds, aber auch der zentralen Handlungsabläufe und Konse- quenzen des Migrationsprozesses. Das Projekt überführt die Veränderungen und Prozesse zugleich aus ihrem konkreten funktionalen Zusammenhang in eine poetische Reflexion über die der Konservierung jedes Archivs zugrunde liegende menschliche Arbeit(szeit) und den entropischen Prozess der vergehenden Zeit, der ihr entgegenwirkt. Das von ihm gewählte Format der Dia-Installation hebt dabei jene Komponente in den Blick, die den entleerten Ar- chivkartons selbst nicht mehr oder nur noch bedingt ablesbar ist: Ihr ehemals fotografischer Bezug und Inhalt. Zentrales Element seines Projekts ist der schwarze Archivkarton des RBA-Positivarchivs. Im Verlauf der Umzugsvorbereitung werden mehrere tausend solcher Archivkartons ausgemus- tert. Die Archivkartons wird er einerseits einem Verwitterungsprozess aussetzen und den Prozess fotografisch dokumentieren. Anderseits wird er dem Verfallsprozess die Handlungen und Handgriffe des Restauratorenteams, die die Umlagerung durchführen und damit die Zu- kunft des Bildarchivs aufbauen, gegenüberstellen. 2020 stellt Philipp Goldbach sein Projektkonzept und erste Arbeitsergebnisse im Kontext der „Artist meets Archive“-Residency der sechs Künstler und Künstlerinnen in einer 10-tägigen „Work in progress“-Ausstellung vor. 2021 folgt die Präsentation seiner AmA-Werke voraus- sichtlich in einer gemeinsamen Ausstellung aller AmA-Künstlerinnen und -künstler. Kosten- und Erlösplan Museum Rheinisches Bildarchiv Titel Artist meets Archive Zahlende Besucher 0 Kosten Architektur/Installation 2.000 EUR Transport/Versicherungen 1.000 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 2.000 EUR 29 / 29 Katalog/sonstige Publikationen 1.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 10.000 EUR Kosten gesamt 16.000 EUR Erlöse Eintritte* 0 Verkaufserlöse (Katalog etc.) 0 EUR Zuschuss Bund 0 EUR Zuschuss Land 0 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und Sonstige Erlöse 0 EUR Erlöse gesamt 0 EUR Sonderausstellungsetat 2020 16.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR *es wird kein gesonderter Eintritt erhoben

Beratungsverlauf

  1. 10.03.2020

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 5.1, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 23.03.2020 zuletzt

    Finanzausschuss

    TOP 10.23, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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