Mandari Insight

V/0493/2017

Straßenbenennungen Anne-Henscheid-Weg, Rainer-Plein-Weg, Anna-Krückmann-Weg, Auguste-Bispinck-Weg, Emmy-Herzog-Platz und Lauenburgstraße

Vorlagen 10.10.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 05.12.2017, TOP 4.3

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage-5-Emmy-Herzog-Platz

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Ansehen

Anlage-2-Anregung-15-2012

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Ansehen

Anlage-4-AMF-Vorschläge-1989

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Ansehen

Anlage-1-Anregung-89-2004

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Ansehen

Anlage-3-Anregung-2017-00085

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Ansehen

Anlage-6-Übersichtsplan

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Ansehen

Beschlussvorlage

6412 Zeichen

V/0493/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Vermessungs- und Katasteramt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
    Straßenbenennungen Anne-Henscheid-Weg, Rainer-Plein-Weg, Anna-Krückmann-Weg,  
    Auguste-Bispinck-Weg, Emmy-Herzog-Platz und Lauenburgstraße 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Im Gebiet des Bebauungsplans Nr. 569 – südlich Markweg erhalten die Straßen die N amen 
Anne-Henscheid-Weg, Rainer -Plein-Weg, Anna-Krückmann-Weg, Auguste -Bispinck-Weg, 
Emmy-Herzog-Platz  und  Lauenburgstraße  entsprechend der Darstellung im Übersicht s-
plan. 
2. Mit der Benennung nach Rainer Plein sind die Anregungen Nr. 89/2004 und Nr. 15/20 12 und 
Nr. 2017-00085 erledigt. 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten.  
 
 
Begründung: 
In dem Gebiet des Bebauungsplans Nr . 569, südlich Markweg, haben kürzlich die Arbeiten für den 
Straßenbau begonnen. Deshalb stehen hier die Straßenbenennungen an. Nach dem Übersic htsplan 
(Anlage 6) sind sechs Straßen zu benennen.   
Anne-Henscheid-Weg 
Der Ausschuss für Gleichstellung hat mit der Vorl age V/0254/2017 u.a. beschlossen: " Der Name An-
ne Henscheids ist aufgrund des Antrags in die Vorschlagsliste für Straßenbenennungen beim Ve r-
messungs- und Katasteramt aufgenommen worden und wird zu einem geeigneten Zeitpunkt für eine 
Straßenbenennung verwendet."  Die Verwaltung greift mit dieser Vorlage den Beschluss auf. 
Anne Henscheid, 1945-2009, stammt aus einem Dorf in Westfalen und kam mit etwa 20 Ja hren nach 
Münster. Sie arbeitete in Münster als Sekretärin und lebt e offen lesbisch, was zu der Zeit viel Mut 
erforderte. Ab 1971 gehörte sie zu den ersten Akteurinnen der Lesbenbewegung in Münster, war Mi t-
begründerin der ersten westdeutschen Lesbengruppe und wurde zu einer Protagonistin der frühen 
Lesbenbewegung in Deutschland. Anne Henscheid lebte später in Osnabrück und starb dort im Jahr 
2009. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0493/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Zimmermann 
Ruf: 
492 62 42 
E-Mail: 
ZimmermannBernhard@stadt-
muenster.de  
Datum: 
10.10.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0493/2017 
Rainer-Plein-Weg 
Der Vorschlag zur Straßenbenennung nach Rainer Plein wurde erstmals mit der Anregung nach 
§ 24 GO Nr. 89/2004 vom schwul-lesbischen Netzwerk Münster eingereicht und seinerzeit in die Vo r-
schlagsliste für Straßennamen eingetragen. (Anlage 1)  
Mit der Anregung nach § 24 GO Nr. 15/2012  vom 02.02.2012 schlug das KCM Schwulenzen t-
rum e.V. vor, ein Teilstück des Aa -Seitenweges zum Beispiel zwischen Spiegelturm und Spieke rhof 
oder zwischen der Straße An der Apostelkirche und dem Breul nach Rainer Plein zu benennen (Anla-
ge 2). Diesem Vorschlag ist die Bezirksvertretung Münster-West mit der Entscheidung zur Beschluss-
vorlage V/0982/2012 nicht gefolgt. In diesem Baugebiet südlich Markweg könnte die Straßenbene n-
nung nach Rainer Plein in der Nachbarschaft zum Straßennamen Anne -Henscheid-Weg realisiert 
werden.  
Rainer Plein, *25.04.1948, hat nach seinem Abitur in Münster begonnen Biologie, Philologie und P ä-
dagogik zu studieren. Plein gründete 1971 die Homophile Student engruppe Münster und eng agierte 
sich über ca. drei Jahre in verschiedenen Organisationen für die politischen Aspekte der Homosexua-
lität in der Gesellschaft. Im Alter von 28 Jahren starb Rainer Plein am 22.11.1976 durch Suizid. 
 
Im Dezember 1976 beantragte die Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen, AMF , 
eine Straße in Münster nach Anna Krückmann zu benennen. In einem weiteren Antrag vom 
07.08.1989 schlug die AMF acht Münsteranerinnen für Straßenbenennungen vor (Anlage 4). Aus 
diesen Vorschläg en wurden drei Straßenbenennungen, der Mathilde -Anneke-Weg, der Na nda-
Herbermann-Weg und die Josefine -Mauser-Straße, realisiert. In diesem Baugebiet südlich Mar kweg 
können zwei weitere Vorschläge aufgegriffen werden. 
Anna-Krückmann-Weg 
Anna Krückmann war S tadtverordnete für die Deutsch -Nationale Volkspartei von 1924 -1929 und bis 
1930 für eine Bürgerliche Einheitsliste. Sie gründete 1915 in Münster den Hausfraue nverein, der mit 
Vorträgen, Kursen, Beratungen und Freizeitveranstaltungen viel für die Bildung vo n Frauen und die 
Reform der Hauswirtschaft bewirkt hat.  
Auguste-Bispinck-Weg 
Auguste Bispinck legte das Lehrerinnenexamen ab und führte später mit ihrem Ehemann ein G e-
schäft in Münster. Die beiden hatten fünf Kinder. Sie war von 1919 bis 1924 und 1928 bis 1933 Stadt-
rätin für die Zentrumspartei. Sie gründete in Münster den Katholischen Fürsorgeverein. Später eng a-
gierte sie sich im Katholischen Deutschen Frauenbund. 
Emmy-Herzog-Platz 
Für die Benennung des kleinen, zentralen Platzes im Baugebiet ging die Anfrage der Verwaltung an 
die Autorinnen des Buches  Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945.  Gisela Möllenhoff und Rita 
Schlautmann-Overmeyer haben als Namensgeberin  Emmy Herzog  vorgeschlagen.  
Emmy Herzog, geb. Bogatzki (1903 -2009) ist in Kattowitz/Obers chlesien aufgewachsen und lebte 
später in Münster. 1933 heiratete sie den Mechaniker und Motorradrennfahrer Leo Steinweg. Ihr 
Mann emigrierte 1938 in die Niederlande. Emmy Steinweg engagierte sich mit sehr mutigem Auftr e-
ten, um ihren Ehemann vor den Nation alsozialisten zu schützen. Leo Steinweg wurde 1945 im KZ 
ermordet. 1999, im Alter von 96 Jahren, begann Emmy Herzog, verw. Steinweg, ihre Lebensg e-
schichte, insbesondere ihre Erinnerungen an Leo Steinweg niederzuschreiben. Das Buch

- 3 - 
V/0493/2017 
erschien 2000 unter dem Titel "Leben mit Leo". Emmy Herzog starb 2009 im Alter von 106  Jahren in 
Münster. 
Weitere Erläuterungen zu Emmy Herzog in der Anlage 5. 
 
Lauenburgstraße 
Im südlichen Bereich des Bebauungsplanes ist eine Verlängerung der Lauenburgstraße vorges ehen. 
Diese Straßenfläche wird dem schon vorhandenen Straßennamen Lauenburgstraße zugeordnet. 
Durch die Erschließung des Baugebietes werden zwar viele neue Adressen entstehen, eine Umb e-
nennung von vorhandenen Adressen wird es aber nicht geben. 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
Denstorff 
Stadtbaurat   
 
 
 
 
Anlagen 
Anlage 1  Anregung Nr. 89/2004 (Rainer-Plein) 
Anlage 2  Anregung Nr. 15/2012 (Rainer Plein) 
Anlage 3  Anregung Nr. 2017-00085 (Rainer Plein)  
Anlage 4  Antrag der AMF - acht Straßennamen nach Frauen  
Anlage 5  Emmy Herzog, geb. Steinweg 
Anlage 6  Übersichtsplan

Anlage-5-Emmy-Herzog-Platz

3162 Zeichen

Anlage 5 
 
Anlage zur Beschlussvorlage V/0493/2017  
 
 
Emmy-Herzog-Platz 
Emmy Herzog, *13.04.1903 †30.08.2009, verwitwete Steinweg versuchte 1938 bis 1945 durch 
mutiges Auftreten ihren Mann vor den Nationalsozialisten zu schützen. Leo Steinweg, jüdischer 
Herkunft, wurde 1945 im KZ ermordet. 
 
Die am 13.4.1903 in Ludwig s-
dorf/Oberschlesien geborene Katholikin 
Emmy Bogatzki heiratete 1933 den drei 
Jahre jüngeren Mechaniker und Moto r-
radrennfahrer Leo Steinweg, der im 
Jahr zuvor vom Judentum zum Kath o-
lizismus konvertiert war. Das Paar 
wohnte Rothenburg 51. Emmy Steinweg 
war in Verkauf und Buchführung des 
Fahrrad- und Motorradgeschäftes ihres 
Mannes in Münster tätig. Als Ende A u-
gust 1938 aus NS -Kreisen der Hinweis 
erfolgte, ihr Mann solle sich in Siche r-
heit bringen, flüchtete er über die Gren-
ze nach Enschede. Er wurde illegal von 
einem Berufskollegen beschäftigt, wä h-
rend sie inn erhalb kürzester Frist die 
Wohnungseinrichtung verkaufen und 
das Geschäft mit dem Warenlager zu 
ungünstigen Bedingungen abwickeln 
musste. Leo Steinweg, dessen Pass bei 
einer Kontrolle eingezogen worden war, 
fand Zuflucht in einem Kloster nahe der 
belgischen Grenze. Emmy Steinweg e r-
wirkte durch mutiges Auftreten bei der 
Behörde die Herausgabe des Dok u-
ments. Dadurch war sein Aufenthalt s-
recht in den Niederlanden gesichert.  
Eine Ausreise nach Brasilien scheiter-
te, weil deutsche Truppen am 
10.5.1940 die Niederl ande überfielen. 
Emmy Steinweg schützte ihren Mann 
und sorgte durch Heimarbeit für den 
Lebensunterhalt. Seit Frühjahr 1941 
hielt sich Leo Steinweg nur noch i n-
nerhalb der Wohnung auf. Von ho l-
ländischen Nachbarn vor Razzien g e-
warnt, flüchtete er jedes Mal au f das 
Hausdach, bis die Gefahr vorüber 
war. Nach einer Denunziation wurde 
ihr Mann ins Sammellager Weste r-
bork verbracht. Durch beherztes Au f-
treten gelang es Emmy Steinweg, ihn 
einmal dort zu besuchen. Sie ve r-
suchte vergeblich, bei der Gestapo in 
Amsterdam seine Rückstellung von 
der Deportation zu erlangen. Jeden 
Monat musste sie sich bei der Gest a-
po in Amsterdam melden und wurde 
jedes Mal mit unflätigen Worten zur 
Scheidung gedrängt.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Emmy Herzog 
Am 2.11.1942 wurde Leo Steinweg ins 
KZ Auschwitz deportiert; er überlebte 
als „kriegswichtiger“ Facharbeiter der 
Motorenbranche die nächsten zwei Jah-
re. Emmy Steinweg erhielt als Leben s-
zeichen mit Hilfe eines Soldaten hei m-
lich Briefe von ihm.  
Kurz vor der Befreiung des Vernic h-
tungslagers Ausch witz durch sowjet i-
sche Truppen wurde Leo Steinweg A n-
fang 1945 auf den „Todesmarsch“ Ric h-

tung KZ Flossenbürg/Oberpfalz g e-
schickt und dort wenige Monate vor 
Kriegsende erschossen.  
Emmy Steinweg selbst konnte erst 1950 
nach MS zurückkehren. Als Haften t-
schädigung erhielt sie pro Haftmonat 
150 DM für 32 Monate KZ -Aufenthalt 
des Ehemannes. 1953 heiratete sie in 
zweiter Ehe Eugen Herzog.  
Emmy Herzog starb 2009 im Alter von 
106 Jahren in Münster.  
 
Quelle: Gisela Möllenhoff  und Rita Schlautmann -Overmeyer, Jüdische Familien in Münster  
1918 – 1945, unveröffentlichte Biographie, Oktober 2017

Anlage-2-Anregung-15-2012

3838 Zeichen

Anregung Nr. 15/2012

4 Vnerbureatiwnsten i

F Mare. 200 |

h 4407 048027 Munster

- Ami Aaes ui

Stadt Münster Lovos

Bezirksverwaltung Mitte
Stadthaus | - Klemensstraße 10

Schwulenzentrum Münster e.V

48143 Münster

Anregung nach $ 24 GO NRW

Münster, den 2. Februar 2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
angesichts des 40-jährigen Jubiläums der ertsen bundesdeutschen Schwulendemo

überhaupt regen wir hiermit gemäß $ 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen die
Benennung von Teilstücken des Aa-Seitenweges in Rainer Plein-Weg an

Sankve

In Frage kämen insbesondere die Wegstücke an der Aa zwischen Spiegelturm und —
Spiekerhof bzw. zwischen Apostelkirche und Breul. Beide Wegstücke tragen u W
bisher keine eigenen Namen Der Aa-Seitenweg hat einen angemessenen
innerstädtischen und seriösen Charakter, ist zugleich aber kein Wohngebiet

Neben der Benennung sollten gesonderte Hinweistafeln auf die Person von Rainer
Plein hinweisen. Biografische Daten zum zu Ehrenden finden Sie in der Anlage

Alternativen Vorschlägen sehen wir gerne entgegen. Die Begründung des Antrags
(Details zum Leben und Wirken von Rainer Plein) entnehmen Sie bitte der Anlage.

Mit freundlichen Grüßen für Mitglieder, Beirat und Vorstand des KCM

ar a 4

Anlage

Anregung Nr. 15/2012

Anlage: Begründui Antrags nach $ 24 GO vom xx. Januar 2012

Obgleich Münster für die Geschichte der frühen Homosexuellenbewegung in der BRD von
herausragender Bedeutung ist, fehlt es im Stadtbild immer noch an Belegen für diesen
historischen Fakt.

Am 29. April 1972 fand in Münster die erste bundesdeutsche Schwulendemo überhaupt statt.
Diese jährt sich im April zum 40-sten Male. Organisator und „Mutter der Bewegung” in Münster
war der Student Rainer Plein. Daneben betätigte sich Plein auch bundesweit

Da (in bekanntem Zusammenhang) ohnehin einige Straßenumbenennungen anstehen, sollte
das anstehende Jubiläum passender Anlass für eine entsprechende New/Umbenennung sein
Biografische Daten zu Rainer Plein

Am 25. April 1948 in Münster geboren.

Schulbesuch und Abitur in Münster.

Ende der 60er Jahre Ableistung des Wehrdienstes, Entlassung als Leutnant der Reserve.

Ab ca. 1970 Studium der Biologie und klassischen Philologie, später Pädagogik, in Münster.
Am 29. April 1971 Gründer der Homophilen Studentengruppe Münster HSM, der ersten lokalen
Schwulenorganisation überhaupt (nach Quellenlage zugleich die zweite derartige Struktur in der
Bundesrepublik nach der unmittelbar zuvor gegründeten HAG Bochum).

Im Sommer und Herbst 1971 öffentliche Debatte mit dem damaligen Münsteraner Bischof Dr.
Heinrich Tenhumberg zu Aspekten der Homosexualität.

Zum einjährigen Jubiläum der HMS erfolgt am 29. April 1972 die erste bundesdeutsche
Schwulendemo überhaupt mit etwa 200 in- und ausländischen Teilnehmern.

Ab Sommer 1972 Ansätze zu einer überregionalen Organisation (vgl. die Deutsche Aktions-
gruppe Homosexualität DAH) aber auch beginnende Spaltungen innerhalb der HMS (vgl. die
Schwule Aktion Münster SAM, die es 1973 immerhin auf die SPIEGEL-Titelseite schaffte).

Im Herbst 1973 allmähliches Einschlafen der HSM; im Februar 1974 legt Rainer Plein seine
Ämter auch formal nieder, die für den 8. Mai 1974 einberufene letzte Vollversammlung findet
wahrscheinlich nicht mehr statt.

In den Jahren 1975 und 76 nimmt Plein sein Studium (nun Pädagogik) formal wieder auf. Die
erhoffte Beförderung zum Oberleutnant der Reserve wird unter direktem Hinweis auf seine
Homosexualität gerichtlich abgelehnt.

Am 22. November 1976 begeht Rainer Plein Suizid.
Fazit: Rainer Plein ist untrennbar mit den Anfängen der homosexuellen Selbstorganisation in

Münster und in der Bundesrepublik verknüpft. Über die 1977 gegründete Homosexuelle Initative
Münster HIM führt ein direkter Weg zur 1985 erfolgten Gründung des KCM e.V..

Quelle: Rosa Archiv Münster Zusammenstellung: KCMeV.
r

Anlage-4-AMF-Vorschläge-1989

9687 Zeichen

ARBEIISGEME INSCHAF I MÜNSTERSCHER FRAUENORGANISATIONEN

l. Vorsitzende

Münster, 7.8.1989

An den Rat und die Verwaltung der Stadt Münster
an die Bezirksvertretungen - ee nur

; ° . Der Obgrstadtdirektor
an die Vorsitzenden der Ratsfraktionen ine

an die Frauenbeauftragte der Stadt Münster

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Arbeitsgemeinschaft münsterscher Frauenorganisationen hat in
einer ihrer letzten Sitzungen folgenden einstimmigen Beschluß ge-
faßt. und bittet Sie, dies im Rahmen Ihrer Arbeit in die Tat umzu-
setzten:

Die AMF fordert den Rat der Stadt Münster auf, bei der Neubenennung
von Straßen in Münster - möglichst zusammenhängend in Gebieten - be-
kannte, verdiente Münsteranerinnen zu berücksichtigen, wie z.B.

Mathilde Franziska Anneke
Johanna Buhtz (Mutter Buhtz)
Auguste Bispinck '

Mathilde Grönhoff

Nanda Herbermann

Antonie Jüngst

Anna Krückmann

Josefine Mauser

Darüber hinaus fordert die AMF den Rat der Stadt Münster auf, zukünftig
grundsätzlich bei der Auswahl von Straßennamen in Münster in ausreichen-

dem Maße bemerkenswerte Frauen zu berücksichtigen.

Die AMF behält sich vor, zu gegebener Zeit weitere Vorschläge für
Straßenbezeichnungen in Neubaugebieten in Münster beim Rat der Stadt

Münster einzureichen.

\
In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung und eine baldige Realisierung

verbleiben w
mit freundli hen AiRem)
i.A. ı f

Frauen in Münster
SPD 1987

Mathilde Franziska Anneke
(1817 - 1884)

Aus:

Einen ganz anderen Weg als Annette von Droste-Hülshoff
wählte Mathilde Franziska Anneke, die zu einer der Frau-
enrechtlerinnen der ersten Stunde wurde und in den USA
wesentlich mehr Aufmerksamkeit genoß als bei uns. Ma-
thilde Gießler, wie sie mit ihrem Mädchennamen hieß, hat-
te mit 19 Jahren Alfred von Tabouillot geheiratet, von dem
sie bereits nach einem Jahr nach einem langwierigen Pro-
zeB geschieden wurde. .

Ihre Versuche, in der literarischen Welt Fuß zu fassen und
so.den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter zu verdie-
nen, führten sie nach Münster, wo sie neben Gebetbüchern
und Damenalmanachen auch ein westfälisches Jahrbuch
mit dem Titel »Producte der Rothen Erde« herausgab. Sie
konnte unter anderem Annette von Droste-Hülshoff und
Levin Schücking zur Mitarbeit gewinnen.

Als geschiedene Frau mußte sie schwer um Achtung und
Anerkennung kämpfen. Die Verachtung, die ihr überall
entgegenschlug, führte bei Mathilde Tabouillot allmählich
zu einer Entfremdung von ihrer ursprünglichen religiösen
Haltung. Symptomatisch ist dafür eine Änderung im Titel-
blatt des von ihr verfaßten Gebetbuches, das sie mit der
Überschrift versah, »von den Göttern, die der Mensch in
seiner Not erschuf«.

Während dieser Zeit hatte sie sich einem Kreis in Münster
angeschlossen, der unter dem Namen »Demokratischer
Verein« den »wahren Sozialismus« als Grundlage des neu-
en Staates herbeiführen wollte, von der Münsteraner Ge-

sellschaft schlicht als Kommunistenverein bezeichnet. Hier
lernte sie Fritz Anneke kennen, den sie 1847 heiratete.
Die Revolution 1848 erlebte Mathilde in Köln, wo sie für
ihren Mann, der im Gefängnis saß, die »Neue Kölnische
Zeitung für Bürger, Bauern und Soldaten« gründete und
nach deren Verbot eine erste »Frauenzeitung« in Deutsch-
land herausgab. Aus den Kämpfen in Baden, an denen Ma-
thilde als Gefechtsordonanz teilnahm, floh das Ehepaar
nach Wisconsin, wo Mathilde ab 1852 eine »Deutsche
Frauenzeitung« herausgab. Als Setzer hatte sie nur Frauen
angestellt, was ihr den Groll der Männereintrug. Sie mußte
nach kurzer Zeit die Herausgabe einstellen.

Auf Einladung amerikanischer Frauenrechtlerinnen unter-
nahm sie zu Pferde eine siebenmonatige Vortragsreise und
erlangte schon bald einen großen Einfluß in der amerikani-
schen Frauenbewegung. Ihr besonderes Interesse galt da-
bei dem Stimmrecht für Frauen und der Sklavenunterdrük-
kung. Hier prangerte sie besonders die schier ausweglose
Lage der Sklavinnen an und schilderte sie in drastischen
Novellen, die sie in den Unterhaltungsbeilagen gängiger
Zeitschriften veröffentlichte.

1865, nach fünfjähriger Tätigkeit in der Schweiz, eröffnete
sie gemeinsam mit Cäcilie Kapp eine deutsche Mädchen-
schule in Milwaukce, die sie bis zwei Jahre vor ihrem Tod
mit großem Erfolg leitete. Als Protagonistin der Frauene-
manzipation blieb sie immer ihrem eigenen Motto treu: ,
»Wer will, der kann.«

Mathilde Franziska Anneke und Annette von Droste-
Hülshoff haben sich als Schriftstellerinnen in Münster ge-
kannt. Von der Droste gibt es über diese Bekanntschaft ei-
ne Bemerkung, daß sie dem Ratschlag ihrer Mutter folgen
und der Anneke aus dem Weg gehen wolle, weil diese sie
ganz »aussaugen würde an Beutel, Geist und Körper. Sie
hat keine Kenntnisse zum Unterrichtgeben und kein Ge-
schick zum Arbeiten und macht ganz wässerige miserable
Gedichte.«

Aus: 100 Jahre Zentralfriedhof (1988)

Johanna Buhtz, geb. Viering
2.12.1869 - 13.3.1958

"Mutter Buhtz" nahm sich während ihrer Zeit in Münster von 1904-1943
aus christlicher Verantwortüng vieler Studenten, ebenso aller Ge-
strauchelten und Hilfsbedürftigen an, schützte während des III.

Reiches auch Juden

Frauen in Münster
SPD 1987

Auguste Bispinck

(1866 - 1959)

Aus:

Auguste Hasken verbrachte ihre Kindheit auf Schloß Wil-
kinghege, besuchte nach dem Umzug der Familie nach
Münster die Acgidiischule und hernach die »Katholische
Höhere Töchterschule der Damen Schöningh«, die Vor-
läuferin der heutigen Annette-Schule, wo sie das Lehrerin-
. nenexamen ablegte.

1891 heiratete sie den Kaufmann und Stadtrat Hermann C.
Bispinck und bekam 5 Kinder. Sie trat entschieden für die
Zulassung von Frauen zum Studium ein. Zusammen mit
Klara Helbraeth gründete sie den Katholischen Fürsorge-
verein. Nach dem Tode ihres Mannes 1910 führte sie die
Geschäfte weiter. 1919 bis 1924 und 1928 bis 1933 war
Auguste Bispinck Stadträtin für die Zentrumspartei. Da-
nach konzentrierte sie ihre Tätigkeit auf den Katholischen
Deutschen Frauenbund. Nach dem Krieg lebte sie beiihren
Söhnen in Arnsberg und Senden.

AUS: Frauen ın Munster, SPD 198/

Mathilde Grönhoff

(1863 - 1954)

Im ersten Weltkrieg betätigte sie sich ehrenamtlich in der,

Krankenpflege und Fürsorge. Nach dem Krieg war sie von

1919 bis zur Pensionierung 1929 als Fürsorgerin am städti-

schen Gesundheitsamt tätig.

Nach Einführung des Frauenwahlrechts 1919 gehörte Ma-

thilde Grönhoff zusammen mit fünf weiteren Freunden des

Zentrums zu den ersten weiblichen Stadtverordneten in
lünster.

Sie war die erste Frau im ersten Wohnungsausschuß der -

Stadt Münster bis 1924,

Aus: 100 Jahre Zentralfriedhof (1988)

Nanda Herbermann
29.12.1903 - 2.8.1979

Sekretärin des politisch verfol

überlebte KZ-Haft

gten Paters Friedrich Muckermann,

Aus: 100 Jahre Zentralfriedhof (1988)

Antonie Jüngst,
13.6.1843 - 8.6.1918
Dichterin

Aus: Eine kleine Biographie, 30 Jahre Anna Krückmann Haus 1987

Anna Krückmann
(1868 - 1955)

Anna Krückmann hat in Münster viel für die Bildung von
Frauen und Reform der Hauswirtschaft getan. -
Geboren 1868 in Rostock als Tochter des Rittergutsbesit-
zers Stierling und seiner Frau, heiratete sie den Arzt Len-
schow und betrieb nach dessen Tod eine Ferienpension im
Harz. 1901 heiratete sie den Geheimen Justizrat Professor
Dr. jur. Krückmann, der in Greifswald lehrte. Ein Jahr spä-
ter zog die evangelische Familie Krückmann nach Münster.
Die Bekanntschaft von Hedwig Heyl aus Berlin, durch de-
ren Initiative Hauswirtschaftsschulen und Hausfrauenver-
eine entstanden, brachte Anna Krückmann 1915 dazu,
auch in Münster einen Hausfraucnverein zu gründen. Die
Gründungsversammlung im Rathaussaal war eine Sensa-
tion; die Polizei mußte den Eintritt sperren. Die Zahl der
Mitglieder stieg an bis 2000 in kurzer Zeit. Ein Angebot an
Vorträgen, Kursen, Beratungen und Freizeitveranstaltun-
gen führte zu einem regen Vereinsleben.

Anna Krückmann war im Stadtrat für die Deutsch-Natio-
nale Volkspartei 1924 - 1929 und bis 1930 für eine Bürger-
liche Einheitsliste.

Auf ihre Initiative wurde am Servatiiplatz ein »Milchhäu-
schen« eingerichtet, das vom Hausfrauenverein gemein-
sam mit Blaukreuzlern betrieben wurde. Auch dic erste öf-
fentliche Toilette entstand auf ihre Anregung.

1936 löste sie den Hausfrauenverein auf. Den Vorsitz bei
„der Neugründung des Hausfrauenvereins nach dem Kriege
lehnte sie mit Hinweis auf ihr Alter ab, unterstützte aber
die Frauen mit ihren Erfahrungen.

Sie starb 1955 im Alter von 87 Jahren im Schölling-Stift in
Wolbeck.

und: Frauen in Mühster, SPD 1987

Aus: Frauen in Münster, SPD 1987

Josefine Mauser
(1887 1973)

Erste Stadtverordnete der SPD nach Einführung des Fra:
enwahlrechts von 1920-1924; Mitglied der Armenkom-
mission.

Josefine Stegemann kam aus ciner kinderreichen katholi-
schen Familie. Sie machte eine Lehre als Kürschnerin,
1910 heiratete sie den Angestellten bei VEW Gottlieb :
Mauser, der auf Drängen der Schwiegereltern zum katholi-
schen Glauben übertrat, später jedoch wieder evangelisch
wurde. Gottlieb Mauser war lange Jahre als Schiedsmann

tätig und Vorsitzender der SPD während des Nationalso-
zialismus.

. Während des Krieges, als die SPD verboten war, wurden

Versammlungen in der Wohnung Mausers am heutigen
Fliednerweg abgehalten. Die Mausers sorgten für Ukrainer
und Polen im Arbeitslager an der Wolbecker Straße, denen
sie Brot und Weißkohl über den Zaun warfen und die sie
für Gartenarbeit anforderten. Josefine kochte für sie Sup-
pc, die sie heimlich essen konnten. Nach dem Krieg leitete
Josefine Mauser die Kleiderkammer am Hansabunker und
verteilte warmes Essen, das aus den Care-Paketen zusam-
mengestellt wurde.

Später engagierte sie sich beim Stammtisch der SPD-Frau-
en, bei der AWO und im Vorstand des Hausfrauenvereins.

Anlage-1-Anregung-89-2004

3668 Zeichen

Mg: 05, KILL 2008

Schwul-iesbisches Netzwerk Münster _ Anni de means und

| 1.r4DB
Dezem®
em.
“ Herrn Oberbürgermeister . i u
Dr. Berthold Tillmann ”
Postfach
48127 Münster

Münster, 1. Juli 2004

Anregung gemäß $ 24 Gemeindeordnung NW

Sehr geehrter Herr Dr. Tillmann,

das schwul-lesbische Netzwerk Münster (Arbeitsgemeinschaft der schwulen und lesbischen
Initiativen in Münster) regt.an, eine Straße‘ in Münster nach Rainer Plein, dem Begründer der
ersten homosexuellen Studentengruppe in Münster zu benennen.

Diese Anregung wird unterstützt vom Koordinierungskreis „Lesben- und Schwulenarbeit“ der
Stadt Münster.

- Rainer Plein (15.4.1948 - 221 1.1976) rief Mitte April 1971 per Aushang einen
Zusammenschluss homosexueller Studenten ins Leben — die „Homophile Studentengruppe
Münster“ (HSM), die zweite schwule Hochschulinitiative in Nordrhein-Westfalen und eine -
der ersten deutschen Organisationen dieser Art überhaupt. Rainer Plein nahm hier auch nach
der Gründung der Gruppe als gewählter „Koordinator“ und „Referent für Öffentlichkeit“ (im.
Amt bis Ende 1972) eine führende Rolle ein. Am 29. April 1972 feierte die Gruppe in
Münster ihren ersten Jahrestag mit einem Zug durch die Innenstadt - die erste deutsche
Homosexuellendemonstration, zu der etwa 200 Teilnehmer aus dem In- und Ausland
erschienen waren. Rainer Plein trat auch hier als Redner auf (Bilder davon im Archiv der
„Rosa Geschichten - Schwul-lesbisches Archiv Münster“). Diese Demonstration führte zur
Gründung weiterer Gruppen in anderen deutschen Städten. Münster war unter der Ägide
Pleins eines der Zentren der Schwulenbewegung. Schon kurz nach der Gründung der HSM
hatte Rainer Plein Kontakt mit anderen Organisationen - auch niederländischen -

. aufgenommen, um eine überregionale Vernetzung und Zusammenarbeit zu erreichen. So

Anregung Nr. 89/2004

leitete er von Dezember 1972 bis Januar 1974 von Münster aus die „Deutsche Aktionsgruppe
Homosexualität“. Nach mehreren Schicksalsschlägen (u.a. ein verlorener Prozess um seine
Beförderung zum Öberstleutnant der Reserve, die ihm aufgrund seiner Homosexualität
verweigert wurde) gab er sich selbst den Tod. In einem Nachruf von Jörg-Peter Bierach wurde
er mil Recht als „Mutter der homosexuellen Studentenbewegung“ geehrt.
Die Benennung einer Straße nach Rainer Plein, dessen Biographie für viele Schwule seiner
Zeit stehen kann, würde so nicht nur allgemein auf die Geschichte der Schwulen- und

“ Lesbenbewegung in Deutschland verweisen. Mit einer solchen Handlung könnte — und eben
für unsere Stadt von Relevanz — daran erinnert werden, welch große Bedeutung für die frühe
Schwulen- und Lesbenbewegung der Stadt Münster zukommt, die auch in den 90er Jahren -
dann amtlich — durch die Einrichtung des „Runden Tischs“, der Arbeitsstelle Anti-
diskriminierung und des Koordinierungskreises hicr ihren Ruf als Vorreiterin erneut bestätigt
hat. Auch dies ist ein — sicherlich nicht unrühmlicher — Teil der Lokalgeschichte, der
allerdings olt ignoriert wird. Zugleich wäre dies die Ehrung eines früheren Bürgers der Stadt,
der sich im Kampf für mehr Bürgerrechte einen Namen gemacht hat.
Es bietet sich an, eine solche Straßenbenennüng nicht isoliert vorzunehmen. Sinnvoll
erscheint es, dies mit weiteren Namen aus dem Leben der Stadt Münster zu verbinden, die für

“andere „alternative“ Bewegungen der Nachkriegszeit stehen (z.B. Umweltschutz,
Frauenbewegung, Frieden, Menschenrechte u.ä.).

Lit.: Rosa Geschichten (Hg.): Eine Tunte bist Du auf jeden Fall. 20 Jahre Schwulenbewegung
in Münster, Münster 1992, $. 10-23. =

“Wir würden uns freuen, wenn unsere Anregung positiv beschieden würde, und verbleiben
mit freundlichen Grüßen . \

Anlage-3-Anregung-2017-00085

23 Zeichen

Anregung Nr. 2017-00085

Anlage-6-Übersichtsplan

323 Zeichen

Auguste-Bispinck-W
eg
Auguste-Bispinck-W
eg
Lauenburgstraße
Anna-Krückmann-W
eg
Anne-Henscheid-W
eg
Anne-Henscheid-W
eg
Markweg
Anna-Krückmann-W
eg
Anna-Krückmann-W
eg
Rainer
-Plein-W
eg
Rainer
-Plein-W
eg
Emmy-
Herzog-
Platz
Übersichtsplan
auf der Grundlage des Bebaungsplans Nr. 569
Anlage 6
Anlage zur Vorlage V/493/2017

Beratungsverlauf (1)

05.12.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 4.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (17)

  • Klemensstraße 10
  • Wolbecker Straße
  • Lauenburgstraße
  • Rainer-Plein-Weg
  • Anna-Krückmann-Weg
  • Auguste-Bispinck-Weg
  • Emmy-Herzog-Platz
  • Servatiiplatz
  • Markweg
  • Anne-Henscheid-Weg
  • An der Apostelkirche
  • Mathilde-Anneke-Weg
  • Josefine-Mauser-Straße
  • Spiegelturm
  • Spiekerhof
  • Rothenburg 51
  • Breul

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Details

Aktenzeichen
V/0493/2017
Typ
Vorlagen
Datum
10.10.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37