2991/2017
Darstellung der Sparten im Kulturausschuss
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2017_Anlage Spartenbericht Tanz
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JETZT BÜNDELN. NICHT KLÜNGELN. DIE TANZSZENE KÖLN CHOREOGRAPHIERT IHRE ZUKUNFT! Die ehrenfeldstudios und der Verein ehrenfeldstudios e.V. sind in Vertretung durch Silke Z. (1. Vorstand) von der Verwal-‐tung beauftragt den diesjährigen Sachbericht zu verfassen. Der Bericht wurde in Absprache mit der freien Szene in Vertre-‐tung des Jour Fixe Tanz Köln erarbeitet. Neben den etablierten Strukturen wie Barnes Crossing, ZAIK, Kunsthaus Rhenania, Tanzfaktur, Alte Feuerwache u.a. sind die ehrenfeldstudios als neuer Tanzproduktionsort und vor allem Aufführungsort hinzugekommen. Diesen Ort möchten wir Ihnen kurz vorstellen: Ehrenfeldstudios: Nach 16 Jahren Tanz.Produktion, Tanz.Veranstaltung und Tanz.Vermittlung vergrößert sich das Ehrenfelder Studio 11. Das Studio 11 erweitert sich räumlich von 100qm auf knapp 400qm. Es stehen nun 2 Studios à 80qm und à 160qm barrierefrei zur Verfügung. Auf dem Gelände des ehemaligen Spielezirkus in der Wissmannstrasse 38 ist ein großflächiger Produktions-‐, Recherche-‐ und Aufführungsort für den freien Tanz mit Schwerpunkt auf interdiszipli-‐nären Arbeiten im Bereich Tanz und Medien und Tanz und Zirkus entstanden. Die neue Künstlergemeinschaft ehrenfeldstudios e.V. bestehend aus den in Köln ansässigen Künstlern Özlem Alkis, Tim Behren und Florian Patschovsky (Overhead Project), Marion Dieterle (DOSSIER 3-‐D-‐Poetry), Caroline Simon und Silke Z. (Silke Z. resistdance) leitet das Zentrum künstlerisch gemeinsam. Der Standort ehrenfeldstudios hat ein großes Potenzial für ein dauerhaftes und nachhaltiges Zentrum für interdisziplinäre und darstellende Kunst mit Schwerpunkt Tanz in Köln. Die zentrale Lage ermöglicht eine alltägliche Sichtbarkeit der Kunst und fördert den produktiven Austausch zwischen Bevölkerung und Künstlern in der Stadt. Die Infrastruktur des Ortes bietet vielseitige Möglichkeiten der Begegnung und des Dialogs. Der Verein und die leitenden und sehr gut vernetzten Künstler stehen mit ihren eigenen Arbeiten für innova-‐tive Inhalte und erarbeiten Konzepte für den Standort, die in die Kölner Szene und darüber hinaus wirksam sind. Bislang haben mehr als 20 Ensembles (u.a. Freiraum Ensemble, Emanuele Soavi/incompany, Bruno Catalano, Reut Shemesh, Julia Riera (MIRA), SEE!, Gitta Roser und Tanztauschresidenzler) und viele lokale und international arbeitende Künstler den Ort als Proben-‐, Produktions– und Aufführungsort in Anspruch genommen. Es finden regelmäßige Auffüh-‐rungen, die von einem interessierten Publikum gut besucht werden. Das Aufführungsangebot konzentriert sich nicht nur auf neue Arbeiten (Premieren), sondern möchte im Sinne eines „Audience Developments“ dem Publikum Gelegenheit bieten Arbeiten generell öfter und regelmäßig sehen zu können. Der lokale, regionale und überregionale Austausch wird über installierte Festivalformate wie ECHT.JETZT gefördert. Der Austausch und die vernetzende und fördernde Arbeit für Nachwuchskünstler und interdisziplinäre Kunst wird über das installierte Format CRAZY MONDAY – eine monatliche offene Bühne gewährleistet. Ein internationaler künstlerischer Austausch wird noch in diesem Jahr mit dem Deutsch – Türkischen Format WE NEED TO MOVE TOGETHER beginnen. Ein Format das jährlich internationale Choreografen zusammenführt, um sich über die künstlerische Praxis in einen soziokul-‐turellen und politischen Austausch zu begeben. Der Jour Fixe Tanz Köln führt als Interessenvertretung die freie professionelle zeitgenössische Tanzszene Kölns zum tanzpolitischen Austausch zusammen und ist die politische Vertretung der freien Kölner Tanzszene. Die Treffen finden jeweils in einer der örtlichen Tanzinstitutionen statt, die die Sichtbarmachung des Tanzes in der Stadt Köln verfolgen. • die Vernetzung zwischen den freien Tanzspielstätten, Institutionen, Politik, Verwaltung und der freien Tanzschaf-‐fenden zu stärken. • das Aufzeigen und Klären der aktuellen Bedürfnisse des professionellen zeitgenössischen Tanzes auf allen Ebe-‐nen und die Entwicklung seiner Infrastruktur. • die Entwicklung des Tanzes zielgerichteter und nachhaltiger zu gestalten, um einen besseren Zugang zu einem vereinten Tanz, der in Köln kreiert, produziert und präsentiert wird, zu ermöglichen. • die Vertretung gegenüber Kulturpolitik und Kulturverwaltung • Vertreter und Unterstützer für jeweilige Schwerpunkte und Arbeitsbereiche zu finden. • einen jährlichen Sachbericht über die Aktivitäten der freien Tanzszene Kölns zu veröffentlichen. Vertreten und koordiniert wird die Arbeit des Jour Fixe Tanz Köln von einem dreiköpfigen Sprecher*innenrat (Caroline Simon, Douglas Bateman, Arthur Schopa) der für zwei Jahre von den Mitgliedern des Jour Fixe Tanz Köln gewählt wurde. Rückblick 2017 (Stand 29.9.2017) 2017 hatten wir ca. 100 Tanzveranstaltungen, die in verschiedensten Aufführungsorten, wie z.B. Alte Feuerwache, Tanz-‐Faktur, Ehrenfeldstudios, Kölner Künstler Theater, Orangerie Theater, FREISTATT ODONIEN, usw. präsentiert wurden. Die unterschiedlichsten Künstler und Gruppen sorgten für außergewöhnliche, spannende und abwechslungsreich neue Tan-‐zerfahrungen für das Kölner Publikum und darüber hinaus. 1. Konzeptionsgeförderte Gruppen: MD-‐Kollektiv: THE EXCHANGE – ein partizipativer, choreographischer Dialog für 150 Menschen (Ankara, Bratislava, Buka-‐rest) von Tanzhaus NRW und die Stadttheatern Darmstadt und Wiesbaden koproduziert. MOUVOIR/Stephanie Thiersch: Betrieb eines Tanzensembles mit internationalen Bühnenproduktionen und Gastspielen (9 – 12 Performer) sowie ortsspezifische performative Installationen (35 Performer). Silke Z. resistdance: Gründung eines freien intergenera-‐tiven Ensembles DIE METABOLISTEN (15 Performer) mit internationalen Bühnenproduktionen und Gastspielen ansässig in den ehrenfeldstudios, Produktion SHOW, Co-‐Leitung der ehrenfeldstudios, Betrieb des internationalen Netzwerkes studi-‐otrade mit Partnern aus 13 Ländern, mehrjährige Kooperation mit dem Kölner Künstler Theater und Leitung der Perfor-‐mance Tage ECHT.JETZT. 2. Mehrjährige Projektförderung: Emanuele Soavi / incompany: Sieben Formate/Produktionen an sechs verschiedenen Orten in fünfzehn Veranstaltungen: Sitespecific Projekte in Kirche und Hotel, Großprojekt in der Oper Köln im Staatenhaus, regelmäßige Talk-‐Reihe und Aus-‐stellung in Galerie, Event in Club-‐ und Elektronikszene. IPTanz: Gastchoreographien beim Svetlana Fourer Ensemble für die Produktionen Neue Produktion "mirage" / Vorstellungen mit mirage#1 -‐ 3 in den Monaten August bis November im öffentlichen Raum. TanzFuchs Productions: deiner Membran – ein Tanzstück. André Jolles: TELL ME Personal stories: ein internationales Team von Künstler*innen, Ethnolog*innen und Pädagog*innen entwickelt multidisziplinäre Performance-‐Projekte, Artists in Encounter: im Austausch mit Künstler*innen aus Deutschland und Tanzanien. 3. Projektförderung: FREIRAUM ENSEMBLE: HERE I AM, Kooperation mit der Stadt Krefeld, Fabrik Heeder. Produktion für drei verschiedene Orte/ 8 Vorstellungen. Reut Shemesh: GOLA – A ceremony on behalf of a missing affinity, Kooperation mit Asphaltfestival Düsseldorf. Co/Theresa Hupp: WAIT.WHAT. Eine Kommunikationssuche zwischen Wort, Körper und Klang. Theater TKO: Tanztheater Projekt, Prinzessinnendramen von Elfriede Jelinek. Maria Tsironi und Behrang Karimi: AITHER. Dossier 3-‐D-‐Poetry (This is) CLIFF. Overhead Project, Surround. Özlem Alkis, Reverbs. uva. 4. Festivals: In der freien Tanzszene etablieren sich Festivals, die eine hohe Zuschauerzahl in kürzester Zeit bindet und einen Einblick, in die Diversität der künstlerischen Arbeiten von unterschiedlichsten Tänzern, Ensembles und Choreographen gewährt. • ECHT.JETZT Tanzperformance Tage (thematisiert die Reibung zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik. Silke Z., ehrenfeldstudios) • Tanztausch (fördert ein internationales Netzwerk, indem es lokale Künstler neben geladenen Gästen programmiert) • Solo Duo (Barnes Crossing) • Katalyst (ZAIK, bringt Musik, Medienkunst und Urban und zeitgenössische Tanz zusammen. • tanz nrw festival 2017 • Urbäng Festival (ehem. Globalize Cologne) • 3-‐Käse HOCH Tage -‐ Tanzkunst für die Allerkleinsten (Barnes Crossing, Barbara Fuchs) • Sommerakademie-Festival, (Rh)einfach-Festival, Borderlands (TanzFaktur) 5. Preise und Auszeichnungen: Der eingerichtete Choreographie -‐ Preis der Kunstsalon Stiftung erhielt Bewerbungen aus dem ganzen Land. Es ist begrü-‐ßenswert solche Initiativen (neben dem Kölner Tanz – und Theaterpreis der SK Stiftung Kultur) zu unterstützen und aus-‐zubauen. TanzFuchs Production bei SPIELARTEN. Emanuele Soavi /incompany Nominierung Kölner Tanzpreis 2017, Overhead Project Auszeichnung mit dem Stuttgarter Tanzpreis 2017, MichaelDouglas Kollektiv ist mit der Bundeskulturstiftung Tanzland Förderung ausgezeichnet. 6. National und Internationale Präsenz: Die Kölner Tanzkünstler präsentieren Ihre Werke in der Stadt Köln, regional und international auf Tour. u.a. TanzFuchs Productions: Internationale Gastspieleinladungen zu Festivals in Kortrijk (Belgien), Winterthur (Schweiz), Triest (Italien) Nationale Gastspieleinladung: Oldenburger Tanztage mit 3 Stücke (2 Kinderstücke und 1 Erwachsenstück – Plus-‐Minus, eine Produktion von 2013) in 6 Vorstellungen Emanuele Soavi / incompany in Italien, Schweden, Köln, Krefeld, Duisburg, München, Residenzen in Duisburg und Göteborg. MOUVIOR/Stephanie Thiersch: in Marokko, Frankreich, Ke-‐nia, TanzUganda, Essen, Düsseldorf, Köln und Idar Oberstein IPTanz: in Kinshasa und im Chad Silke Z. resistdance: in Por-‐tugal, Frankreich, Niederlande, Schweden, Köln, Ludwigsburg. Residenzen in Tilburg (NL). 7. Residenzen Netzwerk Tanz, Köln (RNT): Um den Bedarf an Recherche -‐, Proben-‐, Produktions-‐und Aufführungsmöglichkeiten der Tanzkünstler*innen der freien Szene in und um Köln besser gerecht zu werden, haben sich die freien Institutionen ZAIK -‐ Zentrum für Austausch und Innovation Köln, Tanzfaktur, Barnes Crossing und die ehrenfeldstudios zu einem Residenznetzwerk zusammengeschlos-‐sen. Das Residenzprogramm wird in der Szene sehr gut angenommen und die Arbeit des Netzwerkes wird fortgesetzt und weiterentwickelt. 8. Nachwuchsformate Mittlerweile etablierten sich zahlreiche Formate, die zur Unterstützung junger Künstler eingerichtet wurden. Das Angebot reicht über die Präsentation von Recherchearbeiten hin zu abendfüllenden Produktionen, u.a. CRAZY MONDAY (ehren-‐feldstudios) INKUBATOR (Tanzfaktur) MADE IN KÖLN (ZAIK/Orangerie) 9. Neue Förderinstrumente Großproduktionen in Zusammenarbeit mit der Kölner Oper Erstmalig 2017 gibt es die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Oper der Stadt Köln Projekte der freien Szene im Staa-‐tenhaus zu präsentieren. Mouvoir und Emanule Soavi/incompany wurde ausgewählt ihre Arbeiten dort zu zeigen. TANZPAKT Stadt–Land–Bund TANZPAKT Stadt-‐Land-‐Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz. Das neue Förderprogramm TANZPAKT Stadt-‐Land-‐Bund ist Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen den Tanz fördernden Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Dieser Dialog wurde seit 2012 kontinuierlich geführt, vorbereitet und begleitet durch eine aus unterschiedlichen Akteur*innen der Tanzszene bestehenden Initiativgruppe Stadt-‐Land-‐Bund, die die konzeptionellen Überlegungen und Rahmenbedingungen entwickelte. Diese wurden mit den Vertreter*innen von Städten, Ländern und des Bundes abgestimmt und bestätigt. 8 Anträge wurden von Kölner Künst-‐lern/Ensembles gestellt und haben sich dieser Herausforderung gestellt. 10. Aktuell Positives • Es ist klar, dass die 3-‐Jahresförderung positiven Einfluss auf die sichere Planung und dadurch auf die Künstler hat und unbedingt fortgesetzt werden muss. • Die Weiterentwicklung des Tanzförderkonzeptes ist beschlossen. Die Aufhebung der zeitlichen Beschränkung von mehrjährigen Förderungen ist angedacht und von der Szene als positiv befunden. Auch die Bezuschussung für bestehende Strukturen und Orte wird in diesem Rahmen als positive „Öffnung“ des Förderkonzeptes bewertet. • Außerdem findet im März 2018 eine offene Runde in Kommunikation mit der Szene (Jour Fixe Tanz Köln) zu die-‐sem Thema statt und eine Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. • Eine Umfrage wird in Auftrag gegeben, die die Gewohnheiten und Bereitschaft von potenziellem Publikum die freie Tanzszene erforschen soll. • Ein gemeinsamer TANZPAKT Antrag für 2018 der Kölner Szene ist angedacht 11. Aktuelle Schwierigkeiten • Aufführungsorte für Tanzproduktionen. Es fehlt nach wie vor ein professioneller und auf die Bedürfnisse des Tanzes ausgerichteter Bühnenraum für den freien zeitgenössischen Tanz in Köln. • Wie kann die Förderstruktur der Stadt Köln an den Bedürfnissen der arbeitenden Tänzer/Choreographen orien-‐tieren? Wie können diese Bedürfnissen (Antragsfristen, Bewilligungsbescheide, Synchronisation mit anderen Förderern etc.) erkannt werden und für Verwaltung und Szene optimal umgesetzt werden? Eine Belastung, wel-‐che die Szene in diesem Punkt wahrnimmt, ist das die administrativen Vorgänge die künstlerische Arbeit er-‐schweren und zu viel Zeit binden. Eine Planung und Durchführung von qualitativ hochwertiger Arbeit ist dadurch extrem erschwert bzw. unmöglich für Gruppen oder Künstler, die keine strukturellen Hilfen (Buchhaltung, etc.) erhalten.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41/41/2 04.10.2017 Vorlagen-Nummer 2991/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 10.10.2017 Integrationsrat 04.12.2017 Darstellung der Sparten im Kulturausschuss hier: Spartenbericht Tanz In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jewei- ligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Der Bericht soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist. Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra- gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen. Für Rückfragen stehen Frau Silke Z. und Caroline Simon im Ausschuss zur Verfügung. Der Bericht ist als Anlage 1 beigefügt. gez. Laugwitz-Aulbach
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2991/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.10.2017
- Erstellt
- 26.09.2017 11:50