1585/2026
Beantwortung einer mündlichen Anfrage der SPD-Fraktion betreffend "Flügelauto auf dem Turm des Zeughauses"
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
3469 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VII/4518 Vorlagen-Nummer 12.06.2026 1585/2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 25.06.2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage der SPD-Fraktion betreffend "Flügelauto auf dem Turm des Zeughauses" Maria Helmis-Arend (SPD) erkundigte sich in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 07.05.2026, wie es dazu gekommen sei, dass das sogenannte „Flügelauto“ auf das Mari- tim Hotel gesetzt werden solle. Antwort der Verwaltung: Der „Goldene Vogel“ des Künstlers HA Schult muss auf Anordnung des Stadtkonservators vom Treppenturm des historischen Zeughauses entfernt werden. Aus vom Amt für Denkmal- schutz und Denkmalpflege in Auftrag gegebenen Gutachten geht hervor, dass die Last, vor allem aber die durch Starkwind verursachte Torsion der ausladenden Flügel zu Schäden im Kranzgeschoss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeabschnittes geführt hat. Daher konnte die jeweils für mehrere Jahre erneuerte Erlaubnis, das Objekt dort zu zeigen, nicht mehr verlängert werden. Das Objekt, das dem Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e. V. gehört und das seit seiner Aufstellung 1991 als Dauerleihgabe in Obhut des Kölnischen Stadtmuseums ist, muss daher entweder an einen anderen Standort verbracht oder aber deponiert werden. Für einen Alter- nativstandort war die Visibilität, die Aussagekraft, das touristische Potenzial und die Zustim- mung des Künstlers von hoher Relevanz. Während der Suche nach einem alternativen Stand- ort bot sich die Möglichkeit einer Aufstellung auf der Dachlandschaft des direkt südlich an die Deutzer Brücke angrenzenden Maritim Hotels, die seitens des Eigentümers als denkbare Al- ternative eingebracht wurde. Die statische Prüfung der vorgesehenen Turmarchitektur war po- sitiv, ebenso die durch das Hotel herbeigeführte Klärung des Urheberrechts, bezogen auf das Bauensemble. Zugleich machte die Begutachtung des Objektes deutlich, dass vor einer er- neuten Aufstellung an anderer Stelle Instandsetzungsarbeiten am „Goldenen Vogel“ notwen- dig sind. Mit der nun erzielten Lösung bleibt die Sichtbarkeit des bekannten und gerade von touristi- schen Gästen vielfach fotografierten Objekts weiterhin bestehen. Zudem entspricht der Auf- stellungsort der Intention, auf Ausmaß, Bedeutung und Folgen des motorisierten Individualver- kehrs sowie auf die Rolle Kölns in der deutschen Automobilgeschichte hinzuweisen. Insofern stieß dieser Ort auch auf Zustimmung von HA Schult. Außerdem war eine publikumswirksame Verortung des „Goldenen Vogels“ Voraussetzung für die Zustimmung der FORD AG, das Ob- jekt auf eigene Kosten zu restaurieren. Diese Restaurierung ist vor einer Neuaufstellung zwin- gend zu leisten, städtischerseits sind jedoch keine Mittel hierfür vorhanden. Daher stellt der geplante neue Aufstellungsort als Vorhaben in Public-Private-Partnership eine für alle Beteilig- ten sehr gute Lösung dar. 2 Nach Abnahme vom Treppenturm des Zeughauses wird das Objekt zunächst saniert und nach Abschluss der mehrwöchigen Maßnahmen neu aufgestellt. Derzeit erfolgt die Ausferti- gung des Leihvertrages für das Objekt durch die drei Parteien (Freundeskreis, Museum und Liegenschaftseigentümer). Die Frage, ob das Objekt nach einer Wiederherrichtung des Zeughauses an den alten Aufstel- lungsort zurückkehrt, ist von dieser jetzigen Maßnahme unberührt. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Deutzer Brücke
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Details
- Aktenzeichen
- 1585/2026
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 12.06.2026
- Erstellt
- 01.06.2026 10:07