AN/0600/2018
Kurzstreckenticket zum Nulltarif im Stadtbezirk Kalk
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Antrag_SPD_LINKE_Grüne_AN-0600-2018
3777 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister Marco Pagano Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Markus Klein Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion E-Mail: markus_klein@koeln.de HP Fischer Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de Daniel Bauer-Dahm Fraktionsvorsitzender der Fraktion B 90/Die Grünen E-Mail: daniel.bauer.dahm@gmail.com Eingang beim Bezirksbürgermeister: 19.04.2018 AN/0600/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018, TOP 7.3 Kurzstreckenticket zum Nulltarif im Stadtbezirk Kalk Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE. und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 19.04.2018 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antrag stellenden Fraktionen bitten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung zu stellen: Beschluss: 1. Die Bezirksvertretung Kalk stimmt mit Oberbürgermeisterin Reker überein, dass Verwaltung und Politik nicht auf die mögliche Einführung einer blauen Plakette warten können. 2. Die Bezirksvertretung Kalk begrüßt den Brief der drei ehemaligen Bundesmi- nister*innen Hendricks, Schmidt und Altmaier an den EU-Kommissar Karmenu Vella vom 11. Februar 2018, in dem die damalige geschäftsführende Bundes- regierung mitteilte, dass sie einen „kostenlosen ÖPNV“ in Erwägung ziehe. 2 3. Die Bezirksvertretung Kalk regt nach § 37 Absatz 5 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen den Rat der Stadt Köln dazu an, zu beschließen, dass der Preis für den Fahrschein für die Kurzstrecke im Stadtbezirk Kalk auf € 0,00 gesenkt wird. Der nachgewiesene finanzielle Ausfall wird der KVB AG aus dem städtischen Haushalt erstattet. Dem Rat bleibt es frei, diesen Beschluss für alle Stadtbezirke also stadtweit zu fassen. Begründung: In Köln ist die Luft stark durch Autoabgase (insbesondere Stickoxide und Feinstaub) verschmutzt, worunter die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch die Natur zu leiden haben. So ist die Stickoxidbelastung so groß, dass die Grenzwerte zur Luft- reinhaltung absehbar nicht eingehalten werden können. Nach dem Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts vom 27. Februar 2018 drohen nun die von Frau Oberbür- germeisterin auf dem CDU-Parteitag im März erwähnten Fahrverbote auch ohne die vom Bund einzuführende blaue Plakette. Drastische Maßnahmen sind also unaus- weichlich. Der Verkehrssektor ist beim Klimaschutz Nachzügler und hat als einziger Sektor den Ausstoß klimaschädlicher Gase nicht reduziert. Zudem leidet die Aufenthaltsqualität in den Städten durch den immer weiter zunehmenden motorisierten Straßenverkehr. Daher sind dringend Maßnahmen vonnöten, um den Autoverkehr in den Städten ins- gesamt stark zu reduzieren. Ein Nulltarif für die Kurzstrecke bei der KVB ist eine effektive und attraktive Möglich- keit, um mehr Menschen von der Nutzung des ÖPNV statt des eigenen Autos zu überzeugen. Zudem hat ein Nulltarif sogar für die Kurzstrecke bei der KVB schon die soziale Funktion, vielen Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben besser oder überhaupt erst zu ermöglichen, die sich die Fahrscheine nicht leisten können. Ge- meinsam mit flankierenden Maßnahmen zur Verbesserung des Fuß- und Fahrrad- verkehrs im Stadtbezirk kann eine enorme Entlastung des Stadtbezirks und deutliche Verbesserungen der Lebensqualität erreicht werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Markus Klein Markus Klein HP Fischer SPD-Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Daniel Bauer-Dahm Fraktionsvorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0600/2018
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 19.04.2018
- Erstellt
- 19.04.2018 10:24