Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2018
Mitteilung Ausschuss 3495/2019 vom 16.10.2019
Stand: Am 28.11.2019 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 16.10.2019 3495/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 28.10.2019 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.11.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.11.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 04.11.2019 Rechnungsprüfungsausschuss 05.11.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 05.11.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 11.11.2019 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 14.11.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 14.11.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019 Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2018 Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und das Amt für Verkehrsmanagement haben für das zurückliegende Jahr 2018 einen Tätigkeitsbericht erstellt. Dieser gibt auf rund 80 Seiten einen infor- mativen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Ar- beitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird zur Sitzung verteilt. Gez. Blome -
Anlage 1 - Tätigkeitsbericht 2018
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Tätigkeitsbericht 2018 Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amt für Verkehrsmanagement 2 4 Herausgeber: Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Verantwortlich: Dirk Siermann (Abteilung Zentrale Aufgaben) Redaktion/Layout: Fabian Bautz, Heidrun Langhans, Michael Klee, Michaela Neumann, Anja Weiß, Tobias Kolf Druck: Digitaldruck Kriewett, Köln Köln, im August 2019 Vorwort der beiden Amtsleiter „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ – Franz Kafka Sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2018 war das Gründungsjahr des Amtes für Verkehrsmanagement. Mit der Bünde- lung und Spezialisierung der vielfältigen Aufgaben in zwei unterschiedlichen Ämtern sind wir für die Bewältigung der Herausforderungen einer wachsenden Großstadt gut aufgestellt. Da- mit haben wir nach der Einrichtung eines eigenen Verkehrsdezernats einen zweiten wichti- gen Schritt getan, damit Köln auch in Zukunft in Bewegung bleibt – ob auf der Schiene oder auf vier Rädern, ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Auch das „alte“ Amt für Straßen und Ver- kehrstechnik trägt seitdem einen neuen Namen und nennt sich neuerdings „Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung“. Wir haben im Jahr 2018 vieles geleistet, auf das wir mit Stolz zurückblicken können. Bei- spielsweise haben wir mit vereinten Kräften eine umfassende und erfolgreiche Bürgerbeteili- gung für die Umgestaltung der Ost-West-Achse auf die Beine gestellt und einen entspre- chenden Planungsbeschluss auf den Weg gebracht. Wir haben den konsequenten Ausbau der Radinfrastruktur unter anderem mit der Einrichtung der sogenannten „Pilotstrecke“ auf den Ringen weiter voran gebracht. Auch an vielen anderen Stellen wird in Köln sichtbar, dass wir es ernst meinen mit der Förderung des Radverkehrs. Gemeint sind aber auch die vielen großen und kleinen Bautätigkeiten, mit denen wir unsere Infrastruktur erhalten oder ausbauen. Ein weiteres technisches Highlight in 2018 war die Inbetriebnahme des neuen Verkehrsrech- ners. Wir können jetzt auf Echtzeitdaten zugreifen, Störungen schneller erkennen und behe- ben oder Änderungen an der Ampelsteuerung direkt vom Arbeitsplatz aus erledigen. Weitere Funktionserweiterungen und Systemerneuerungen im Verkehrssystemmanagement stehen für 2019 auf dem Programm. In 2019 gehen wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Wir bauen den ÖPNV aus und erweitern die Angebote. Wir entwickeln sichere und komfortable Radverkehrsachsen. Wir bringen stadtbezirkliche Radverkehrskonzepte auf den Weg und setzen sie um. Dabei möchten wir auch weiterhin die Bürgerinnen und Bürger und die Verkehrsverbände mitneh- men. Eine Verkehrswende ist nur mit der konsequenten Modernisierung und Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur erfolgreich zu gestalten. Bei der Entwicklung der Mobilität setzen wir auch auf nachhaltige Angebote und innovative Lösungen wie Sharingdienste, die Förderung von Lastenfahrrädern oder emissionsarme Antriebe. Mit diesen und vielen weiteren Stell- schrauben, an denen wir drehen, werden wir die Luft in Köln sauberer und unsere Stadt le- benswerter machen. Dieser Tätigkeitsbericht gibt Ihnen einen Einblick in unsere vielfältige Arbeit. Wir wünschen gute und informative Unterhaltung mit der Lektüre. Klaus Harzendorf Patric Stieler 6 Inhaltsverzeichnis Neuorganisation der Aufgaben ................................ ................................ .......................... 9 Verkehrssicherheitsarbeit ................................ ................................ ................................ .11 Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ an Kölner Grundschulen ............................... 11 „Köln steht bei Rot“ und „Ich verpfeif‘ dich!“ – Kampagnen zur Akzeptanz von Ampeln .11 Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“ ............11 „Safewalkers“ – Verkehrssicherheitsaktion für Flüchtlinge ................................ .............12 Kölner Fahrradquiz ................................ ................................ ................................ ........12 Verkehrssicherheit in der Grundschule – „Unser Zebrastreifen“ in Immendorf ...............12 „Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark .....................13 Befragung der Eltern von Erstklässlern zum Schuljahresbeginn ................................ ....13 Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen zum Schuljahresbeginn .......................13 Plakatkampagne „Wir sind wieder unterwegs“ ................................ ............................... 13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit................................ ................................ ......................14 Die Neugestaltung der Ost-West-Achse ................................ ................................ ........14 Zahlreiche Pressetermine und Pressekonferenzen ................................ .......................15 Pressetermin auf der gestalteten Kreuzung Dürener Straße/Gürtel im Februar .............15 Pressegespräch zur Gründung des Amtes für Verkehrsmanagement ...........................15 Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung ................................ .......................16 Pressemitteilungen, Anliegerinformationen und das Internet ................................ .........16 Sonderaktionen ................................ ................................ ................................ .............16 Verkehrsplanung ................................ ................................ ................................ ................17 Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV ................................ ................................ .....17 Parkraumkonzepte ................................ ................................ ................................ ........18 Bewohnerparken ................................ ................................ ................................ ...........18 Car-Sharing im öffentlichen Straßenland ................................ ................................ .......19 Förderung des privaten Car-Sharing ................................ ................................ .............20 Außengastronomie auf Stellplätzen ................................ ................................ ...............20 Übersichten und Planungen ................................ ................................ ..........................20 Weitere Aufgaben................................ ................................ ................................ ..........20 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen................................ ...21 Verkehrsentwicklung Mülheimer Süden ................................ ................................ .........22 Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation ................................ ...............23 Radverkehrskonzept Innenstadt ................................ ................................ ....................23 Ring frei – Theodor-Heuss-Ring ................................ ................................ ....................23 Ulrichgasse ................................ ................................ ................................ ...................23 Gladbacher Straße ................................ ................................ ................................ ........24 Ring frei – Hohenstaufenring ................................ ................................ .........................24 Cäcilienstraße ................................ ................................ ................................ ...............25 Fahrradstraßen ................................ ................................ ................................ .............25 Radverkehrsinfrastruktur ................................ ................................ ............................... 26 Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße ................................ .............................. 26 Klettenberggürtel ................................ ................................ ................................ ...........26 Radwegesanierungsprogramm ................................ ................................ ......................27 Millitärring ................................ ................................ ................................ ......................27 Service ................................ ................................ ................................ ..........................27 Fahrradbeauftragter on Tour ................................ ................................ .........................27 ZukunftsRadKöln ................................ ................................ ................................ ...........28 Verkehrsmodellierung/Verkehrsplanung: Verkehrsuntersuchung Ost-West-Achse ........28 Planung Niehler Gürtel ................................ ................................ ................................ ..29 Planung einer Entlastungsstraße für den rechtsrheinischen Kölner Süden ....................29 Weitere Verkehrsuntersuchungen 2018 ................................ ................................ ........29 Stellungnahmen zu Bauleitplänen ................................ ................................ .................29 Straßenerhaltung ................................ ................................ ................................ ................30 Bauhöfe ................................ ................................ ................................ .........................30 Grundsatzangelegenheiten ................................ ................................ ...........................32 Straßenzustandserfassung ................................ ................................ ............................32 Verkehrszeichenkataster ................................ ................................ ............................... 32 Haushaltsfinanzierte Reinigung ................................ ................................ .....................32 Parkbetriebsservice ................................ ................................ ................................ .......34 Straßenplanung ................................ ................................ ................................ ..................35 Stadtbezirk 1 – Innenstadt ................................ ................................ .............................35 Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen ................................ ................................ .......................36 Stadtbezirk 3 – Lindenthal ................................ ................................ .............................38 Stadtbezirk 4 – Ehrenfeld ................................ ................................ .............................. 40 Stadtbezirk 5 – Nippes ................................ ................................ ................................ ..42 Stadtbezirk 6 – Chorweiler ................................ ................................ ............................44 Stadtbezirk 7 – Porz ................................ ................................ ................................ ......46 Stadtbezirk 8 – Kalk/Deutz ................................ ................................ ............................48 Stadtbezirk 9 – Mülheim ................................ ................................ ................................ 50 Straßenbau ................................ ................................ ................................ .........................52 Innenstadt ................................ ................................ ................................ .....................52 Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ................54 Lindenthal ................................ ................................ ................................ .....................55 Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ .......................56 Nippes ................................ ................................ ................................ ...........................57 Chorweiler ................................ ................................ ................................ .....................58 Porz................................ ................................ ................................ ............................... 59 8 Kalk ................................ ................................ ................................ ............................... 60 Mülheim ................................ ................................ ................................ ........................61 Verkehrsmanagement ................................ ................................ ................................ ........62 Verkehrssystemmanagement ................................ ................................ ........................62 Verkehrsleitzentrale und Betriebssystemtechnik ................................ ...........................62 Verkehrserhebungen ................................ ................................ ................................ .....64 Wegweisung ................................ ................................ ................................ ..................64 Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen ................................ .........................66 Erneuerung des Kölner Verkehrsrechnersystems................................ ..........................66 Erneuerung der Ampelanlage Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße/ Justinianstraße ................................ ................................ ................................ ..............67 Erneuerung der Ampelanlage Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße ................................ ................................ ................................ ................................ ......68 Erneuerung der Ampelanlage Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße ....69 Lärmschutzmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße ................................ ....................70 Baustellenmanagement ................................ ................................ ................................ .71 Kölle entrümpeln ................................ ................................ ................................ ...........72 Baustellen und Container ................................ ................................ .............................. 72 Genehmigung von Sonder- und Schwertransporten ................................ ......................72 Stabsstelle Innenrevision ................................ ................................ ............................... 73 Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen ................................ ................................ .....73 Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung ................................ ................................ ..............74 Anlagen ................................ ................................ ................................ ............................... 76 9 Neuorganisation der Aufgaben Die Anforderungen einer funktionierenden und umweltbewussten nachhaltigen Mobilität sind in Köln höher als je zuvor. Die Stadt Köln nimmt daher unter anderem auch organisatorische Veränderungen vor, um der wachsenden Bedeutung von nachhaltiger Verkehrsentwicklung den Weg bereiten zu können. Bereits 2017 wurde der Modernisierung des Verkehrssektors mit der Einrichtung eines eigenen Dezernats für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur Ausdruck verliehen. 2018 folgte schließlich die Einrichtung eines neuen Amtes: Das Amt für Verkehrsmanage- ment (-64-) soll den Verkehrsfluss in Köln optimieren und die Verkehrstechnik durch eine in- telligente Verkehrssteuerung sowie eine Vernetzung der Verkehrsarten modernisieren. Mit der Maßnahme wurde die ehemalige Abteilung 663 (Verkehrsmanagement) aus dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik (-66-) herausgelöst und gemeinsam mit weiteren Teil- bereichen in das Amt 64 übergeleitet. Dieses nahm mit dem Amtsleiter Patric Stieler und rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 1. April 2018 offiziell seinen Dienst auf. Vom neuen Amt wurden auch die Aufgaben „Koordination der öffentlichen Beleuchtung“ (bis- her Amt für Straßen und Verkehrstechnik) sowie „Schwerlasttransportgenehmigungen“ (bis- her Amt für öffentliche Ordnung) übernommen. Neu eingerichtet wurden die Stabsstellen „In- telligente Verkehrssysteme“ sowie eine eigene „Innenrevision“ etabliert. Im Amt 66 verblie- ben sind der Bereich „Parkbetriebsservice“ sowie der Bereich „Straßenverkehrsrechtliche Anordnungen/ortsfeste Beschilderung“. Die zentralen Aufgaben wie Allgemeine Verwaltung, Finanzen, Vergabe und juristische Grundsatzangelegenheiten werden vom Amt 66 auch für 64 geleistet. Das Amt für Verkehrsmanagement gliedert sich in folgende Abteilungen: 64-1 – Stabstelle Intelligente Verkehrssysteme 64 Innenrevision 64 Verwaltungsangelegenheiten 64 Amtsleitung 641 Verkehrssystemmanage- ment 641/1 Verkehrsleitzentrale, Betriebssystemtechnik 641/2 Verkehrserhebung / Wegweisung 642 Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen (LSA) 642/1 LSA Planung 642/2 LSA Bau und Betrieb 643 Baustellenmanagement 643/1 Baustellenkontrolldienst 643/2 Baustellengenehmigun- gen linksrheinisch 643/3 Baustellengenehmigun- gen rechtsrheinisch 64-1 Öffentliche Beleuchtung 10 Aus dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik wurde nach der Reorganisation das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung. Die Gliederung stellt sich wie folgt dar: 66 Amtsleitung 660 Zentrale Aufgaben 660/0 Juristische Grundsatz- angelegenheiten 660/1 Allgemeine Verwaltung 660/2 Finanzen 660/3 Vergaben 661 Verkehrsplanung 661/1 Verkehrs- entwicklungs- planung & ÖPNV 661/2 Parkraum- konzepte 661/3 Verkehrskonzept/ Verkehrs- untersuchung 661/4 Nahmobiltät, Radverkehrs- förderung Verkehrs- modellierung Fahrrad- beauftragter 662 Straßenerhaltung 662/1 StVO-Anordnungen Werbenutzungs- vertrag 662/2 Grundsatz- angelegenheiten 662/3 Bauhof 662/4 Parkbetriebsservice 664 Straßenplanung 664/1 Straßenplanung Bezirk 1 und Großprojekte 664/2 Straßenplanung Bezirk 2 und 3 664/3 Straßenplanung Bezirk 4, 5 und 6 664/4 Straßenplanung Bezirk 7, 8 und 9 664/5 Stadtbezirks- übergreifende Straßenplanung, Grundsatz- angelegenheiten 665 Straßenbau 665/1 Aufgrabungs- management 665/2 Bauausführung Bezirk 1, Radverkehr und Großprojekte 665/3 Bauausführung Bezirk 2 und 3 und Nord-Süd- Stadtbahn 665/4 Bauausführung Bezirk 4, 5 und 6 665/5 Bauausführung Bezirk 7, 8 und 9 11 Verkehrssicherheitsarbeit Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht- nahme. Diese Verantwortung allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern be- wusst und auf Gefahren und Risiken des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen, ist ein wichtiges Anliegen der Verkehrssicherheitsarbeit, die auch im Jahr 2018 besonders aktiv war. Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ an Kölner Grundschulen Um mit den Schulkindern insbesondere die schwächsten und unerfahrensten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilneh- mer auf die drohende Gefahr durch den toten Winkel aufmerk- sam zu machen, entwickelte der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ eine Verkehrssicherheitsaktion. Mit Unterstüt- zung durch die Polizei und den ADAC und der Kolleginnen und Kollegen klärte die Stadt Köln auch in 2018 zahlreiche Grund- schulkinder über den Toten Winkel auf. Die Schulungen erfolgen jeweils in zwei Teilen: Zunächst erfahren die Kinder in einem theo- retischen Teil, was der Tote Winkel ist und welche Gefahren er mit sich bringt. Anschließend erleben die Kinder selbst in einem Lkw, wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im toten Winkel verschwinden. Nach einer in der Presse viel beachteten Auftaktaktion auf dem Gelände der Rennbahn Köln im März wurden im Jahr 2018 insgesamt rund 240 Schulklassen zum „Toten Winkel“ ge- schult. Damit konnte eine neue Rekordbeteiligung von Schülerinnen und Schülern erzielt werden. „Köln steht bei Rot“ und „Ich verpfeif‘ dich!“ – Kampagnen zur Akzeptanz von Ampeln Beliebt und mittlerweile schon vielen bekannt: Die roten und grünen „Ampelmännchen“, die durch Pantomime zum Leben erweckt werden. Im Einsatz applaudieren sie Fußgängerinnen und Fußgängern, die bei „Grün“ die Fahrbahn überqueren und halten „Rotgängerinnen“ und „Rotgänger“ mit deutlichen Gesten vom Überqueren der Straße ab. Im Januar und November wiesen die lebendig gewordenen Ampelsymbole die Kölnerinnen und Kölner in großformatigen Werbeanlagen stadtweit darauf hin, dass Ampeln zu beachten sind. Bei einer Aktion im Oktober tauchten die „Ampelmännchen“ in Köln-Höhenhaus leben- dig und in Farbe auf und trainierten mit Kindern einer Kölner Grundschule, wie signalisierte Kreuzungen sicher überquert werden können. Unter dem Motto „Ich verpfeif‘ dich!“ beobachteten Schülerinnen und Schüler der Grund- schule Mommsenstraße in Köln-Sülz im Oktober das Verhalten von Fußgängerinnen und Fußgängern an Ampeln. Diejenigen, die die Straße bei „Grün“ querten, wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Wer die Fahrbahn bei „Rot“ betrat, wurde von den Kindern mit Hilfe von Trillerpfeifen lautstark „verpfiffen“. Die Ertappten wurden anschließend von den Kin- dern auf die Rotlichtverstöße angesprochen und über die Gefahren informiert. Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“ Im Frühjahr fanden in der Jugendverkehrsschule Köln- Nippes wieder zwei einwöchige kostenlose Fahrradkurse für Seniorinnen und Senioren statt, in denen die Fahrrad- fertigkeiten unter fachkundiger Anleitung aufpoliert und gefestigt werden konnten. Höhepunkt und Abschluss der Trainingswoche war eine Fahrt ins „Grüne“, bei dem der Übergang aus dem geschützten Bereich in den alltägli- chen Verkehr eingeleitet wurde. 12 „Safewalkers“ – Verkehrssicherheitsaktion für Flüchtlinge Auch in 2018 wurde die Verkehrssicherheitsaktion „Safewalkers“ für neu in Köln lebende Flüchtlinge fortgesetzt. Ihr Blick für gefährliche Situationen im oft nicht vertrauten Großstadt- verkehr soll dadurch geschärft und wichtige Verkehrsregeln vermittelt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RheinFlanke GmbH, die regelmäßig in Flüchtlingshei- men Sport- und Spielveranstaltungen durchführen, wurden hierfür durch die Polizei als Multi- plikatoren ausgebildet. Die RheinFlanke ist eine gemeinnützige GmbH, Trägerin für Jugend- arbeit und Flüchtlingshilfe und legt in ihren Handlungsansätzen einen besonderen Fokus auf junge Menschen, die einen verminderten Zugang zu Bildung und Ausbildung und damit auch zu gesellschaftlicher Teilhabe haben. Das Projekt „Safewalkers“ spricht Kinder ab dem Grundschulalter sowie Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung an, die sich selbständig im Straßenverkehr bewegen und sich damit den alltäglichen Verkehrsgefahren aussetzen. Den Teilnehmenden soll durch gezielten Unterricht in Theorie und Praxis ermöglicht werden, sich sicher durch den Straßen- verkehr zu bewegen und die wichtigsten Verkehrsregeln zu kennen. Eigens erstellte Sicher- heitswesten weisen die Gruppen als „Safewalker“ aus und stärken das Zusammengehörig- keitsgefühl. Kölner Fahrradquiz Im beliebten Kölner Fahrradquiz rätselten auch in diesem Jahr mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über zehn Fragen zu wichtigen Regeln für Fahrradfahre nde um die Figur der Neu-Radlerin „Rita Rostisch“. Sie begegnet als Radfahrerin regelmäßig neuen V erkehrssituationen und sucht Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme. Wer die Fragen fehlerfrei lösen konnte, nahm an der Verlosung wert- voller Preise teil. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Quiz im Internet lösten, erhielten auf elektronisch em Weg ein Feedback und damit Hinweise auf falsch gelöste Aufgaben. Zudem beteiligten sich insgesamt 34 Schulklasse n geschlossen am Quiz und hatten so die Möglichkeit, ihre Klassenkasse mit Geldgewinnen zwischen 100 und 300 Euro aufzumöbeln. Alle angemeldeten Nicht-Gewinner-Klassen erhielten darüber hinaus Trostpreise in Form von Eintrittskarten für den Kölner Zoo. Verkehrssicherheit in der Grundschule – „Unser Zebrastreifen“ in Immendorf Seit Jahren setzten sich Bürgerinnen und Bürger aus Immendorf dafür ein, dass auf der Hauptstraße Zebrastreifen markiert werden. Daher rich- tete das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse der „Schule IM Süden“ zwei Zebrastreifen als „Kinderzebrastreifen“ ein. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten im Kunstunterricht die Poller, die die Überwege abgrenzen. Die Kinder wurden von Anfang an in die Planung und Ausgestaltung der Überwege mit einbezogen. Kurz vor den Ferien wurden die beiden Zebrastreifen, von den Kindern „Caretaker“ und „Ceobella“ getauft, gemeinsam mit der ganzen Schule und dem Bezirksbürgermeister feierlich eingeweiht. 13 „Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark Auch der kostenlose Fahrradcheck, den das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung seit mehreren Jahren anbietet, wurde wieder an zwei Terminen von Fahrradmonteuren der Zweiradwerkstatt 180° durchgeführt. Die Sparte der festge- stellten Mängel reicht von defekten Beleuchtungsanlagen und ausgeleierten Bremsen bis hin zu Fahrrädern, die buchstäb- lich auseinander zu fallen drohen. Nach der Untersuchung er- hielten alle Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die ihr Fahrrad überprüfen ließen, eine Bescheinigung mit Angabe des eventuellen Reparaturbedarfs. Regelmäßig freuen sich jedoch auch viele über eine kleine Ausbesserung an Ort und Stelle, die durch die Monteure nach Möglichkeit geleistet wird. Befragung der Eltern von Erstklässlern zum Schuljahresbeginn Am Einschulungstag der Erstklässler wurde als Ak- tion des Arbeitskreises „Sicherheit im Straßenver- kehr“ wieder an neun Schulen im Kölner Stadtge- biet eine Elternbefragung zum Thema „Sicherer Schulweg“ durchgeführt. Vertreterinnen und Vertre- ter des Arbeitskreises befragten die Eltern der Erst- klässler anhand eines Fragebogens zum Schulweg ihrer Kinder. Auf Basis der Hinweise aus dem Elternkreis er- folgte eine gründliche Überprüfung der Schulwege und der geschilderten örtlichen Situationen. An Gefahrenstellen wurden Maßnahmen vor Ort durchdacht und umgesetzt, zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg. Auch wurden die Eltern bei der Beantwortung des Fragebogens und im Gespräch an die Notwendigkeit erin- nert, den Schulweg gemeinsam mit ihrem Kind zu proben und den sichersten Weg zu nut- zen. Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen zum Schuljahresbeginn Tempoverstöße in der Umgebung von Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situatio- nen für die Kinder. Daher wurden an je zehn Tagen nach den Sommer- und Herbstferien vor neun Schulen Messanlagen installiert. Die gefahrene Geschwindigkeit wurde per Display mit einem lächelnden Gesicht bei korrektem Fahren und mit einem traurigen Gesicht bei zu ho- her Geschwindigkeit quittiert. Plakatkampagne „Wir sind wieder unterwegs“ Mit dem Plakat „Wir sind wieder unterwegs“ wurde in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien auf die besondere Rücksichtnahme auf Schulkinder in großformatigen Werbe- anlagen stadtweit hingewiesen. 14 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Die Neugestaltung der Ost-West-Achse Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung stand in 2018 im Zeichen der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Ost-West-Achse. Der Startschuss fiel Mitte März mit der Auftaktveranstal- tung im Historischen Rathaus, an der rund 350 interes- sierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Sie konnten sich im Rahmen der Veranstaltung über die verschiede- nen Varianten informieren sowie mit Expertinnen und Ex- perten diskutieren. In Rahmen von Vorträgen sowie an verschiedenen Thementischen konnten sich die Bürgerin- nen und Bürger in Vorträgen über die verschiedenen As- pekte der Umgestaltung und des Beteiligungsprozesses informieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Da- bei wurde deutlich, wie weit die Meinungen bei der Frage, ob ein oberirdischer oder unterirdi- scher Ausbau der Ost-West Achse sinnvoller ist, auseinandergehen. Im April und Mai wurden jeweils zweiteilige Expeditions- und Workshop-Termine aus den drei Perspektiven „Anwohnerinnen und Anwohner“, „Individualverkehr“ und „ÖPNV-Nutzerin- nen und -Nutzer“ durchgeführt. Im Rahmen der Expeditionen wurde zunächst untersucht, wie sich die Situation auf den Straßen, Schienen, Wegen und Plätzen auf dem Streckenverlauf darstellt, welche Konflikte es konkret gibt, was gut funktioniert und welche Veränderungen denkbar sind. Die Beobachtungen wurden anschließend in einem Workshop festgehalten, ausgewertet, diskutiert und mit den vorliegenden fünf Planungsvarianten abgeglichen. In einer Info-Stadtbahn am Neumarkt konnten sich In- teressierte an insgesamt sieben Terminen im März und Juni mit Expertinnen und Experten über die Zukunft der Ost-West-Achse austauschen. Ende Juni wurde mit einer Auswertungskonferenz die erste Phase der Bürgerbeteiligung abgeschlossen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte rund 250 Kölnerinnen und Kölner im Historischen Rathaus, die offen und engagiert die bisherigen Erkenntnisse der Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Ost-West-Achse dis- kutierten. Auswertungskonferenz Auftaktveranstaltung im Rathaus 15 Zwischenzeitlich hatten verschiedene Ratsfraktionen ergänzende Varianten der Umgestal- tung ins Spiel gebracht. Zu diesen ergänzenden Varianten wurden weitere Analysen und Studien erarbeitet. Diese Ergebnisse wurden schließlich Ende Oktober in einer abschließen- den Veranstaltung im Historischen Rathaus vorgestellt. Die erarbeitete Beschlussvorlage wurde Anfang November veröffentlicht und in die politi- schen Gremien zur weiteren Beratung und Entscheidung eingebracht. Kurz vor Weihnachten hat der Rat schließlich über das weitere Vorgehen zu diesem Thema entschieden: weiterge- plant werden sollen sowohl eine Tunnel- als auch eine oberirdische Lösung. Zahlreiche Pressetermine und Pressekonferenzen In zahlreichen Terminen vor Ort und in Pressekonferenzen wurde die Öffentlichkeit über die großen mobilitätsrelevanten Themen aus- führlich informiert. Insbesondere geplante und durchgeführte Maß- nahmen zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel und zur Förderung des Radverkehrs gaben wiederholt Anlass zur Berichterstattung. Vor allem die Freigabe der Pilotstrecke „Ringe“ rief ein großes medi- ales Interesse hervor. Auch die Freigabe der Fahrradspuren auf dem Theodor-Heuss-Ring und auf der Cäcilienstraße sowie die Radverkehrsführung im Bereich des Neumarktes und die Auswei- sung der Zülpicher Straße als Fahrradstraße wurden jeweils mit einem Pressetermin vor Ort publik gemacht. Pressetermin auf der gestalteten Kreuzung Dürener Straße/Gürtel im Februar Im Rahmen der Umbauarbeiten wurden an dem Ver- kehrsknotenpunkt in Köln-Lindenthal die Fahrbahnen und Gehwege neu angeordnet, die Radverkehrsführung in Teilen geändert und alte Ampelanlagen durch neue er- setzt. Durch den Umbau wurden die Verkehrsbeziehun- gen zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern an der Kreuzung übersichtlicher. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit spielte bei den Planungen die Förderung des Fuß- und Radverkehrs eine besondere Rolle. Im Rahmen eines Pressetermins stellte die Beigeordnete Andrea Blome, Bezirksbürgermeis- terin Helga Blömer-Frerker sowie Amtsleiter Klaus Harzendorf die umgestaltete Kreuzung vor. Pressegespräch zur Gründung des Amtes für Verkehrsmanagement Das Amt für Verkehrsmanagement hat am 1. April offiziell seine Arbeit aufgenommen. In ei- nem ausführlichen Pressegespräch erläuterten die Beigeordnete Andrea Blome und beide Amtsleiter, Patric Stieler und Klaus Harzendorf, die zukünftige Aufgabenverteilung sowie die Herausforderungen, denen sich das Amt für Verkehrsmanagement stellt. Die Journalisten er- hielten anschließend exklusiv einen Blick auf den neuen Verkehrsrechner der Stadt Köln. Gladbacher Straße 16 Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung Unter dem Motto „Raus aus dem Stau! Maßnahmen für einen umweltfreundlichen Verkehr im Rechtsrhei- nischen“ wurden Ende Februar gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach alle interessierten Bürgerin- nen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung ins Straßenbahnmuseum Thielenbruch eingeladen. Hier wurden der Öffentlichkeit die vom Runden Tisch „Verkehr im Rechtsrheinischen“ erarbeiteten Maß- nahmenpläne vorgestellt, um aktuelle Verkehrspro bleme in Bergisch Gladbach und im rechtsrheini- schen Kölner Norden zu lösen. In diesem Gremium erarbeiten Vertreter der Städte Köln und Bergisch Gladbach, des Rheinisch-Bergischen Kreises, des Nahverkehrsverbundes Rhein- land, des Landesbetriebs Straßen NRW und der verschiedenen Verkehrsbetriebe konkrete Maßnahmen und Optimierungspotenziale. Ebenfalls im Februar wurden in einer Informationsveranstaltung die Untersuchungs- und Er- fahrungswerte aus dem laufenden Verkehrsversuch in den Stadtteilen Bayenthal und Mari- enburg im Irmgardis-Gymnasium vorgestellt. Alle Interessierten hatten die Möglichkeit, sich an verschiedenen Thementischen nach individuellem Bedürfnis zu informieren, sich zu den Ergebnissen des Verkehrsversuches zu äußern und Anregungen für das weitere Vorgehen zu geben. Auch die geplante Umsetzung eines Parkraumkonzeptes in Bayenthal mit Einrichtung von Bewohnerparken wurde im Rahmen einer weiteren Informationsveranstaltung vor Ort erläu- tert. Pressemitteilungen, Anliegerinformationen und das Internet Im Verlauf des Jahres wurden rund 220 große und kleine Pressemitteilungen gefertigt und für rund 30 Maßnahmen Anliegerinformationen erstellt. Auch die ständige Aktualisierung des Internetauftritts, die Beantwortung zahlreicher Anfragen über die Social-Media-Kanäle der Stadt sowie das Schalten von proaktiven Beiträgen über die sozialen Medien spielen bei der täglichen Arbeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit eine immer größere Rolle. Sonderaktionen Zahlreiche Menschen wurden auch in 2018 wieder zur Teilnahme an der Aktion STADT RADELN und dem Mitarbeitendenwettbewerb „Radeln sie sich fit zur Arbeit“ motiviert. Für beide Aktionen wurden jeweils große Abschlussveranstaltungen im Historischen Rathaus ausgerichtet. Hier wurden die Gewinnerinnen und Gewinner durch Bürgermeisterin Elfi Scho- Antwerptes (STADTRADELN) sowie Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (Radeln Sie sich fit zur Arbeit) ausgezeichnet. 17 Verkehrsplanung Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV Die ehemalige Stabsstelle für Gesamtverkehrsentwicklungs- und Nahverkehrsplanung wurde 2018 in die Abteilung Verkehrsplanung integriert. In dem Zuge wurde auch der Bereich Logistik aus dem neuen Sachgebiet „Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV“ herausgelöst. Die Auf- gaben umfassen weiterhin die Verkehrsentwicklungsplanung mit dem Schwerpunkt der Ver- kehrsinfrastrukturentwicklung, die Weiterentwicklung des ÖPNV, die enge Ab stimmung der städtischen Belange im Schienenpersonennahverkehr, konzeptionelle Aufgaben zum Thema Elektromobilität sowie die Entwicklung alternativer Mobilitätsangebote. Auch die Vergabe von Leistungen im Bereich des ÖPNV, der Abschluss von Verträgen und die Abrechnung interlo- kaler Verkehre werden in diesem Sachgebiet durchgeführt. Die Aufgaben und Aufträge aus dem vom Rat be- schlossenen 3. Nahverkehrsplan gilt es nun in d en nächsten Jahren umzusetzen. Für das umfangreiche Projekt zur Vorbereitung der Direktvergabe im Jahr 2019 an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG wurden 2018 umfangreiche Aktualisierungen vorgenommen, die auch vom Fahrplanwechsel geprägt w aren. Mit Ferti- gung der Vorlagen zum Fahrplanwechsel 2018 wurden gleichzeitig bereits die nächsten Konzepte und Planun- gen für den kommenden Wechsel im Jahr 2019 ange- stoßen. Gemeinsam mit dem Nahverkehr Rheinland und den benachbarten Kommunen wurden die Konzepte zur Ausweitung einheitlicher Mobilstationen fortentwickelt, sodass für das kom- mende Jahr mit weiteren Realisierungen zu rechnen ist. 2018 wurde die Untersuchung Mobilität in Deutschland (MiD) abgeschlossen, deren Daten der Bund als Auftraggeber an die beteiligten Kommunen zur Analyse und Weiterverarbeitung bis Ende 2018 vorlegen sollte. Die Auswertungen für Köln sind daher im Jahr 2019 geplant. Auch für 2019 ist ein Ratsbeschluss zur Umsetzung von ca. 400 öffentlichen E-Ladepunkten für Pkw zu erwarten. Die Konzepte zur Ladeinfrastruktur und zum Betrieb wurden im Jahr 2018 gemeinsam mit dem Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur sowie der Stadt- werke Köln GmbH entwickelt. Im Sachgebiet Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV wurde zum Jahresende durch einen Stellenwechsel innerhalb des Amtes die Vollbesetzung mit sechs Personen erreicht. In den nächsten Jahren steht das Sachgebiet insbesondere im Zuge der eingeleiteten Mobilitäts- wende weiterhin vor großen Herausforderungen. Elektrobus der Kölner Verkehrs-Betriebe 18 Parkraumkonzepte Die Planung von Parkraumkonzepten zielt darauf, allen Verkehrsteilnehmenden, ob Bewoh- nerinnen oder Besuchern, Kundinnen oder Lieferanten, in stark nachgefragten Gebieten den nötigen Parkraum anzubieten. Eine nachfrage- und lösungsorientierte Ordnung des Parkrau- mes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges, alle Ansprüche berücksichtigendes städti- sches Umfeld im öffentlichen Straßenland. Die Parkraumregelungen sorgen für eine optimale Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze und schützen das Umfeld vor übermäßiger Be- lastung durch den ruhenden Verkehr. Bewohnerparken Im Stadtgebiet gibt es aktuell 42 Bewohnerparkgebiete, davon 21 Gebiete in der Innenstadt, 10 in Lindenthal, 2 in Mülheim, 6 in Nippes, 1 in Kalk und 2 in Porz. 2018 wurden die Bewoh- nerparkgebiete Sülz-Nord I und Sülz-Nord II in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurden die Bewohnerparkgebiete Deutz II, Lindenthal-Süd II und Weiden-Nord optimiert. Die beste- henden Bewohnerparkgebiete werden fortlaufend betreut und verbessert. Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in Planung bzw. in Vorbereitung: Bayenthal I Bayenthal II Buchforst Dellbrück Humboldt Lindenthal-Nord III Lindenthal-West Longerich Pauliviertel in Braunsfeld Rodenkirchen I Rodenkirchen II Ehrenfeld I-IV Stammheim Thielenbruch Porz-Eil Porz-Urbach Zollstock Sülz-Ost Die Inbetriebnahme des Bewohnerparkgebietes Lindenthal-Nord III sowie der Bewohnerpark- gebiete Ehrenfeld I, II, III und IV ist für 2019 vorgesehen. 36.889 8.784 571 2.2712.765 51.280 Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln Freies Parken Parken an Parkscheinautomaten mit "Rotem Punkt" Parken an Parkscheinautomaten ohne "Roten Punkt" Ladezone Reserviertes Bewohnerparken 19 Um das Thema Bewohnerparken für Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen, wird die Präsenz im Internet ständig aktualisiert. Auf der Internetseite www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/parken/bewohnerparken gibt es Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema, Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkge- bieten im Stadtgebiet und Informationen zum Bewohnerparkausweis. Bürgerinnen und Bür- ger können den Bewohnerparkausweis mittlerweile online beantragen und selbst zu Hause ausdrucken. Auch Gewerbetreibende und andere Parkplatzsuchende finden hier Informatio- nen beispielsweise zum „Parken rund um die Uhr“. Als Servicestellen stehen das E-Mail- Postfach „Parkraumkonzepte“ und das Bürgertelefon zur Verfügung. Auf diesen Wegen wur- den 821 Anfragen vom Fachbereich beantwortet. Car-Sharing im öffentlichen Straßenland Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen, Car-Sharing-Unternehmen unmittel- bar an Verknüpfungspunkten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) öffentliches Straßenland zur Verfügung zu stellen. Neben der Firma Cambio, die bereits mehrere Statio- nen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter ausbaut, hat sich mit der Firma Flinkster ein weiteres Unternehmen mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamt- angebot der stationsgebundenen Car-Sharing-Anbieter beträgt zurzeit 560 Fahrzeuge. Cam- bio setzt in Köln auch Elektroautos ein, für die seitens der Stadt Köln kostenlos je zwei Stell- plätze in den Stationen zur Verfügung stehen. Wie am Cambio-Standort in der Constantin- straße in Deutz, der 2015 als erster im öffentlichen Straßenland eingerichtet wurde, stehen mittlerweile stadtweit insgesamt 32 Stellplätze für Elektrofahrzeuge in Stationen zur Verfü- gung. Das Angebot soll unter besonderer Berücksichtigung von Elektrofahrzeugen ausge- weitet werden. Car2go und Drive Now bieten ergänzend sogenannte Freefloater an. Dabei handelt es sich um Car-Sharing-Angebote, für die keine spezielle Vormerkung auf ein Fahrzeug erfolgt und für die auch keine ausgewiesenen Stationen zum Abstellen der Fahrzeuge festgelegt sind. Sie werden vielmehr regulär im öffentlichen Straßenland oder zum Teil auch in öffentlichen Parkhäusern geparkt. Anfallende Parkgebühren werden in festgelegten Geschäftsbereichen 20 von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden rund 700 Fahrzeuge im Stadtgebiet bereit- gehalten. Förderung des privaten Car-Sharing Zur Förderung des privaten Car-Sharing wurde zum 1. März 2018 im Rahmen eines Pilotpro- jektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kraftfahrzeug Bewohnerparkausweise für unterschiedli- che Bewohnerparkgebiete auszustellen. 65 Bewohnerinnen und Bewohner haben davon Ge- brauch gemacht. Außengastronomie auf Stellplätzen Das Ad hoc-Programm „Außengastronomie auf Stellplätzen“ wurde gemäß Beschluss „Sit- zen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld erarbeitet. Vom 1. April bis 31. Oktober 2018 wurden in diesem Sinne Stellplätze für eine Außengastronomie zur Verfügung gestellt. Das Amt für Öffentliche Ordnung hat die Außengastronomie in 21 Fällen genehmigt. 2019 soll ein stadtweit gültiges Regelwerk etabliert werden. Übersichten und Planungen Im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln werden rund 51.280 Stellplätze bewirtschaftet. Die mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätze warfen im Jahr 2018 Erträge in Höhe von 20,95 Millionen Euro ab. Mit rund 43.800 ausgegebenen Bewohnerparkausweisen wurden Erträge in Höhe von rund 1,54 Millionen Euro erzielt. Weitere Aufgaben Anordnung und Optimierung von Ladezonen Parkraumbewirtschaftung in Geschäftsstraßen Auswertung und Bewertung von Verkehrserhebungen Entwicklung von Grundsätzen auf Grundlage des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) Erarbeitung verkehrsrechtlicher Grundlagen 21 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen Im Rahmen der Bauleitplanung und des Baugenehmigungsverfahrens wurden Verkehrsun- tersuchungen und Verkehrskonzepte sowohl für städtische Vorhaben als auch für private In- vestoren durchgeführt. Konzeptionell wurden die laufenden und zukünftigen Großbaumaß- nahmen im gesamten Stadtgebiet begleitet. Von den mehr als 160 Projekten im Jahr 2018 wurden 44 für Schul- und Kitabauten und 118 für die Entwicklung von Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen erarbeitet. Darüber hinaus wurden über 80 Stellungnahmen für Bauan- träge und Bauvoranfragen fertiggestellt. Aufgrund politischer Beschlüsse wurden mehrere Verkehrskonzepte erarbeitet und verkehrli- che Untersuchungen durchgeführt. Die umgesetzten Verkehrsversuche „Sperrung Zülpicher Straße“, „Umgestaltung der Dellbrücker Hauptstraße“ und „Verkehrsberuhigung Marien- burg/Bayenthal“ wurden fortgeführt und durch umfangreiche Verkehrsuntersuchungen be- gleitet. Das Verkehrsführungskonzept Altstadt wurde abschließend bearbeitet und zur Beratung an die Gremien des Rates eingebracht. Im Logistikforum wurde der Arbeitsschwerpunkt auf den Bereich „Anlieferverkehr“ festgelegt. Anfang 2018 tagten erstmals Fachgruppen, die sich aus den im Logistikforum vertretenen Unternehmen, Verbänden und Institutionen und weiteren für die Themen relevanten Akteu- ren zusammensetzen. Hier wurden Anforderungskriterien an diese besondere Infrastruktur erarbeitet. Konkret wird die Verwirklichung eines Mikrodepots geprüft, das als Pilotprojekt für Köln fungieren soll. Einige Kurier-, Express- und Paketdienstleister haben ihr Interesse an der Nutzung von Mikrodepots in Köln signalisiert. In einer ersten Ausbaustufe könnten mit der Einrichtung von rund 10 teils von mehreren Dienstleistern gemeinsam genutzten Depots in der Kölner Innenstadt rund 27 Zustelltouren ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass ge- eignete Flächen dafür zur Verfügung gestellt werden. Die bislang innerhalb der Zustellbe- zirke gefahrene Strecke beträgt bis zu 30 Kilometer je Tour an einem Tag, die mit Diesel-Lie- ferfahrzeugen zurückgelegt werden. Eine Umstellung auf Lastenfahrräder könnte zu Stre- ckeneinsparungen von bis zu 20 Prozent führen. Arbeitsergebnisse der Fachgruppensitzun- gen flossen auch in den „Green City Masterplan“ ein. Ein Förderkonzept "Lastenräder für Köln" wurde vom Finanz- und Verkehrsausschuss be- schlossen, um Anreize für einen emissionsfreien Warentransport zu schaffen. Diese Förde- rung ist Teil des Maßnahmenkatalogs im Green City Masterplan. Sie wird in 2019 umgesetzt. Die Bearbeitung der Verkehrskonzepte für große städtebauliche Entwicklungen wurde fortge- führt. Dazu zählen die Projekte: Parkstadt-Süd Deutzer Hafen Rondorf Heliosgelände Güterbahnhof Ehrenfeld Gewerbepark SEGRO Wohngebiet Damiansweg Mülheimer Süden 22 Verkehrsentwicklung Mülheimer Süden Die Machbarkeitsstudie auf Grundlage des Verkehrsgutachtens zur Abwicklung der Verkehre im Zuge der städtebaulichen Entwicklung „Mülheimer Süden“ wurde abgeschlossen. Ver- kehrs- und Finanzausschuss haben im Dezember beschlossen, die Planung der vier neuen Straßennetzelemente, Maßnahmen im vorhandenen Straßennetz sowie Neubau der Stadt- bahntrasse Deutz-Mülheimer Straße zwischen Messekreisel und Bergischer Ring weiter zu entwickeln, planrechtlich zu sichern und die Finanzierung sicherzustellen. Bestandteil des beschlossenen Konzeptes ist auch ein Mobilitätskonzept für die Neuentwick- lung des Mülheimer Südens. Hier wurden zusätzlich Maßnahmen zur Veränderung des Mo- dal Split zugunsten des Umweltverbundes vorgesehen. Dem Konzept wurden die Vorgaben aus dem Strategiepapier „Köln mobil 2025“ zugrunde gelegt. Das Mobilitätskonzept soll für alle Investoren verpflichtend zur Umsetzung kommen. Die Erarbeitung und Umsetzung des Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für den Mülheimer Süden ist ein wichtiger Baustein für das von der Stadt Köln verfolgte Leitbild einer Stadt der kurzen Wege mit lebenswerten und immissionsarmen Stadtquartieren. Konkretes Ziel ist es, ein Quartier mit gemischter Nutzungsstruktur von Wohnen, Dienstleistung, Gewerbe und möglichst geringer Pkw-Nutzung zu schaffen. Dazu soll die Zahl der notwendigen Stellplätze deutlich reduziert werden und stattdessen u. a. Car-Sharing, auch auf Elektrobasis, gefördert werden. Ein attraktives Angebot für Rad- und Fußverkehr ist wie eine deutliche Verbesse- rung des ÖPNV-Angebotes vorgesehen. Dies wird zunächst durch die Einrichtung einer neuen Buslinie, in einem weiteren Schritt durch den Bau einer Stadtbahntrasse erreicht. Der Rad- und Fußverkehr wird ausgebaut und mit dem gesamtstädtischen Radwegenetz verbun- den. Stationsgebundenes Car-Sharing, Bike-Sharing, Lastenrad- und Transportmittelverleih- systeme werden bewusst durch die Einrichtung von Mobilstationen gefördert. 23 Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation Radverkehrskonzept Innenstadt Mit der Umsetzung des im Juni 2016 durch den Rat der Stadt Köln beschlossenen Radver- kehrskonzeptes Innenstadt geht es weiter voran: Ring frei – Theodor-Heuss-Ring Auf dem Theodor-Heuss-Ring wurde in Fahrtrichtung der Ringe ein 2,50 Meter breiter Rad- fahrstreifen geschaffen. Auf diesem sind Radfahrerinnen und Radfahrer nunmehr komforta- bel und sicher unterwegs. Fahrradpiktogramme verdeutlichen, welche Bereiche für Radfah- rende reserviert sind. Parktaschen, die früher quer zur Fahrbahn eingerichtet waren, wurden in Längsparkstreifen umgewandelt. Im Bereich der Einmündung Clever Straße ist ein neuer Fußgängerüberweg hinzugekommen. Auf der Fahrbahn in Richtung Rhein wurde ein Schutzstreifen mit einer Breite von 2,25 Metern eingerichtet und Fahrradpiktogramme sind auf der Fahrbahn aufgetragen worden. An Einmündungen und im Bereich von Abbiegespuren wurden zur zusätzli- chen Erhöhung der Sicherheit großflä- chig rot eingefärbte Radstreifen mar- kiert. Vor den Ampelanlagen sind komfortable Wartebereiche für Rad- fahrende entstanden. An den Kreu- zungen mit dem Ebertplatz und dem Konrad-Adenauer-Ufer wurden Aufstellflächen für den Radverkehr ergänzt beziehungsweise optimiert und auf dem gesamten Theodor-Heuss-Ring die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt. Ulrichgasse Eines der BigFive-Projekte des Radverkehrskonzeptes für die Kölner Innenstadt ist die fahr- radfreundliche Umgestaltung der in den 1950er und 60er Jahren umgesetzten autogerechten Nord-Süd-Achse/„Nord-Süd-Fahrt“ durch die Innenstadt. Grundprinzip ist die Umwandlung einer Kfz-Fahrspur in einen Radfahrstreifen. Die Anzahl der Kfz-Fahrspuren je Richtung wird gleichzeitig von drei auf zwei Fahrspuren reduziert. Im Zuge einer Fahrbahndeckensanierung wurde auf der Ulrichgasse dieses Prinzip in 2017 auf einem 350 Mete r langem Teilstück erst- malig umgesetzt. Im Sommer 2018 wurde die Radverkehrsführung auf der Ulrichgasse weiter nach Süden ver- längert und der Anschluss an das bestehende Radverkehrsnetz auf der Vorgebirgstraße her- gestellt. Hierfür wurden unter anderem die Ampelanlagen an vier weiteren Knotenpunkten erneuert. Radfahrstreifen auf dem Theodor-Heuss-Ring Ulrichgasse nach der Sanierung Ulrichgasse vor der Sanierung 24 Gladbacher Straße Ebenfalls zu den BigFive-Maßnahmen gehörte die Öffnung der Gladbacher Straße für den Rad- verkehr entgegen der Fahrtrichtung als Schlie- ßung der Netzlücke zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld. Bis dahin war es nur möglich, die Gladbacher Straße in Richtung Kaiser-Wilhelm-Ring zu befahren. Eine direkte Geradeausverbindung von der In- nenstadt über die Christophstraße weiter in Rich- tung Grüngürtel und Subbelrather Straße gab es nicht. Radfahrende mussten an der Kreuzung Christophstraße/Kaiser-Wilhelm-Ring einen Um- weg über die parallel verlaufenden Straßen in Kauf nehmen. Um den Radfahrenden auf dieser viel befahrenen Strecke mehr Schutz zu gewähren, wurde für sie ein eigener Radfahrstreifen angelegt. Wegen des begrenzten Straßenraums mussten dafür Abbiegespuren umgewandelt und das Parken neu geordnet werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde von 50 auf 30 km/h reduziert. Die neue Aufteilung der Ver- kehrsflächen gliedert das Straßenbild klarer und schafft darüber hinaus mehr Platz für Fuß- gängerinnen und Fußgänger. Ring frei - Hohenstaufenring Auf dem Hohenstaufenring zwischen Zülpicher Platz und Lindenstraße wurde zwischen Mai und Oktober 2018 eine Autospur in einen Radfahrstrei- fen umgewandelt. Der rund 450 Meter lange Ab- schnitt liegt im verkehrsstarken, städtisch gepräg- ten Bereich der Kölner Ringe. Der nun realisierte Abschnitt dient als Pilotstrecke. Die Erfahrungen werden bei den weiteren Planungen für die Kölner Ringe berücksichtigt. Mittelfristig soll auf den Rin- gen zwischen Bastei im Norden und Bayenturm im Süden „von Rhein zu Rhein“ eine möglichst einheit- liche Radverkehrsführung hergestellt werden. Die Markierung des 2,50 Meter breiten Radfahrstreifens auf dem Hohenstaufenring wird flan- kiert durch weitere Maßnahmen: - Einführung von Tempo 30 für den Autoverkehr. - Erneuerung der Ampeln einschließlich der Schaffung von Aufstellflächen für das indi- rekte Linksabbiegen. - Wegfall des Kurzzeitparkens in den Parktaschen. Dadurch entstehen ausreichende La- dezonen, so dass die Radfahrstreifen möglichst durchgehend frei bleiben. Für Kurzzeit- parker gibt es ausreichende Kapazitäten in den umliegenden Parkhäusern. 22 Kurzzeit- parkplätze werden zudem in Flächen für das Fahrradparken umgewandelt. Dadurch stehen in diesem Bereich künftig 234 Fahrradstellplätze zur Verfügung. - Die bisher auf den Gehwegen vorhandenen Fahrradabstellplätze werden abgebaut, um dort zusätzliche Flächen für mehr Aufenthaltsqualität für Fußgängerinnen und Fußgän- ger zu schaffen. Gladbacher Straße Pilotstrecke auf den Ringen 25 Cäcilienstraße Erstmals wurde auf der Ost-West-Achse, einer Hauptverkehrsachse des Radverkehrs, eine kom- plette Fahrspur für Fahrradfahrende eingerichtet. Auf der Cäcilienstraße in Höhe der Nord-Süd-Fahrt können Radlerinnen und Radler nun auf einem drei Meter breiten Radfahrstreifen bis zum Neumarkt fahren, der bisher für Pkw vorgesehen war. Der Radfahrstreifen ist durch große Fahrradpikto- gramme gekennzeichnet und in Einmündungen rot eingefärbt. Dadurch wird verdeutlicht, dass dieser Verkehrsweg für Radfahrende reserviert ist. Nach diesem Schema wurden Verkehrsflächen bereits in der Ulrichgasse und auf dem Theodor-Heuss-Ring neu verteilt. Auch die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer, die auf Höhe des Kunsthauses Lem- pertz die Cäcilienstraße in Richtung Fleischmengergasse queren wollen, wurde verbessert und die bisherigen Konflikte mit dem Fußverkehr entschärft. Ein Teil des vorherigen Radwe- ges, der sich vor dem Übergang am Kunsthaus Lempertz zur Fleischmengergasse befindet, dient nun dem Radverkehr als Aufstellfläche. In diesem Bereich wurden die Bordsteine abge- senkt. Hinter der Kurve in den Neumarkt setzt sich der Radfahrstreifen bis vor die Taxistände fort. In der entgegengesetzten Fahrtrichtung wurde auf der Ost-West-Achse durch einen etwa 200 Meter langen Lückenschluss eine durchgängige Radverkehrsführung geschaffen. Mit dieser Maßnahme wurde der Anschluss der Radverkehrsführung auf den Bächen und der Pipinstraße von der Nord-Süd-Fahrt bis hinunter zum Rheinufer geschaffen. Durch den Tun- nel unter dem Maritim-Hotel können Radfahrerinnen und Radfahrer die Altstadt und die Nordseite der Deutzer Brücke erreichen. Ab sofort ist für den Radverkehr auch das direkte Linksabbiegen in den Maritim-Tunnel zur Markmannsgasse möglich. Früher erreichte man den Tunnel vom Heumarkt kommend nur über mehrere Ampeln. Fahrradstraßen Mit der Einrichtung der ersten Fahrradstraße auf den Wällen wurde mit dem Friesenwall gestartet. Zunächst wurde der Abschnitt zwischen Mittelstraße und Ehren- straße mit Piktogrammen und Fahrradstraßenschildern ausgestattet. Auf einer Seite wird das Parken im Frie- senwall aufgehoben. Die so entstehende Verbreiterung der Fahrgasse erhöht den Komfort für Radfahrende und entschärft den Begegnungsfall mit dem motorisier- ten Individualverkehr. Neben einer Neuaufteilung des Straßenraumes wird zudem die Querung im Kreu- zungsbereich Friesenwall/Magnusstraße für den Rad- verkehr signaltechnisch verbessert. Im Stadtteil Sülz hat das Amt für Straßen und Ver- kehrsentwicklung bereits im April 2016 die Zülpicher Straße im Bereich des Campus Centers der Universi- tät zu Köln für den Autoverkehr gesperrt. Um die Si- tuation für den Radverkehr zu verbessern, ist nun in dem gesperrten Bereich zwischen Universitätsstraße und Paula-Kleinmann-Weg eine Fahrradstraße ein- gerichtet worden. Durch eine neue Asphaltdecke auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Innenstadt, die über das vorher vorhandene Kopfsteinpflaster gezogen wurde, können Radfahrende nun besser, sicherer Radfahrstreifen auf der Cäcilienstraße Fahrradstraße Friesenwall Fahrradstraße Zülpicher Straße 26 und komfortabler radeln. Das erste Mal wurde eine Fahrradstraße jetzt mit zusätzlichen großflächigen blauen Fahrradstraßenpiktogrammen auf der Fahrbahn deutlich gekennzeich- net. Mittlerweile gibt es im gesamten Kölner Stadtgebiet fast 20 Fahrradstraßen. Diese sind je- doch alle mit Zusatzschildern wie „Anlieger frei“ oder „Für Kfz frei“ versehen. Das bedeutet, dass in den Fahrradstraßen Fahrräder zwar das bevorrechtigte Verkehrsmittel sind, die Stra- ßen aber trotzdem von Autofahrern genutzt werden dürfen. Der Abschnitt auf der Zülpicher Straße ist die erste und bisher einzige Fahrradstraße, die ausschließlich von Fahrradfahre- rinnen und Fahrradfahrern genutzt werden darf. Radverkehrsinfrastruktur Abseits des Radverkehrskonzeptes Innenstadt gab es 2018 auch in den anderen Bezirken zahlreiche Neuerungen. Es folgt eine Auswahl: Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße Die vielbefahrene Kreuzung Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße wurde Im Zuge die- ser Baumaßnahme wurde auf der Kitschburger Straße zwischen Friedrich-Schmidt- und Aachener Straße ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet. Durch diesen Schutzstreifen haben Radfahrende nun mehr Sicher- heit und Fahrkomfort auf der wichtigen Verbindung zwischen dem Stadtwald und der Aachener Straße. Darüber hinaus wurde der Schutzstreifen in den Kreu- zungsbereichen rot markiert. Eine vorgezogene Auf- stellfläche im Kreuzungsbereich Kitschburger Straße/Aachener Straße erleichtert Radfahrenden die Querung in Richtung des Maarwegs und entschärft zudem die Konflikte mit zu Fuß Gehenden im Bereich der Gleisquerung. Klettenberggürtel Im Rahmen der Generalsanierung des Kletten- berggürtels wurde für Radfahrende auf einer Länge von etwa 230 Metern ein 1,85 Meter brei- ter, rot eingefärbter Radfahrstreifen auf der Fahr- bahn angelegt. Hierzu wurden die vorhandenen Fahrstreifenbreiten jeweils auf 3,15 Meter redu- ziert. Für Zu Fuß Gehende steht nun ein 2,50 Meter breiter separater Gehweg zur Verfügung. Auf dem Klettenberggürtel ist von Luxemburger Straße bis Zollstockgürtel eine durchgängige Radverkehrsführung vorgesehen. In ersten Teil- abschnitten stehen den Radfahrerinnen und Radfahrern nun Fahrradschutzstreifen und vor- gezogene oder aufgeweitete Fahrradaufstellflächen vor den Ampeln zur Verfügung. Die Um- setzung der Maßnahme sorgt gemeinsam mit der Einrichtung einer durchgängigen Radver- kehrsführung auf der Luxemburger Straße dafür, dass eine bedeutende Lücke im Kölner Radverkehrsnetz geschlossen wird. Fahrradschutzsstreifen Kitschburger Str. Radschutzsstreifen Eisenbahntunnel Klettenberggürtel 27 Radwegesanierungsprogramm Das Sanierungsprogramm für Radwege wurde weiter fortgesetzt. Unter anderem ist dem Programm folgende Maßnahme zuzuordnen: Millitärring Auf einer Gesamtlänge von insgesamt 1,2 Kilometern wurde der Radweg parallel zum Militärring zwischen der Straße Am Wasserwerkswäldchen und der Brühler Landstraße saniert. Vor der Sanierung verliefen der Radweg und der Gehweg ge- trennt. Durch die Erneuerung des Fahrbahnbelages konnte ein durchgehend fünf Meter breiter gemeinsamer Geh- und Rad- weg geschaffen werden. Die hohe Qualität des neuen Weges ermöglicht Radfahrerinnen und Radfahrern ein komfortables, zügiges Vorankommen und verbessert auch den Komfort für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich. Service Wie schon in den vergangenen Jahren haben der Fahrradbeauftragte und sein Team um- fänglich über aktuelle Aktionen und umgesetzte Maßnahmen per Pressemitteilung und per Newsletter berichtet. Darüber hinaus fanden im Jahr 2018 erstmalig verstärkt Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit in den Stadtbezirken statt. Die Anzahl der Termine, die das Team des Fahrradbeauftragten durchgeführt hat, hat im Vergleich zum Jahr 2017 von 13 Öffent- lichkeitsterminen zu 42 Veranstaltungen im Jahr 2018 zugenommen. Im Januar hat das Team des Fahrradbeauftragten gemeinsam mit der Polizei auf dem Ru- dolfplatz eine Aktion zur Sicherheit im Radverkehr durchgeführt. Interessierte Radfahrerin- nen und Radfahrer konnten dort die Funktionsfähigkeit ihres Fahrrades überprüfen lassen. Auch die Codierung des Zweirades war möglich. Insgesamt wurden circa 120 Fahrräder ge- checkt und in vielen Fällen auch repariert sowie 42 Fahrräder codiert. Im Rahmen dieser Aktion konnten sich die Bürgerinnen und Bürger eine Warnweste mit dem Aufdruck „Sicher mit Abstand! 1,5 Meter" an den Informationsständen mitnehmen. Das An- gebot an die Radfahrenden wurde rege in Anspruch genommen: Alleine die städtischen Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter gaben rund 400 Warnwesten aus – ein toller Erfolg! Weitere gemeinschaftliche Aktionen dieser Art sind bereits in Planung. Fahrradbeauftragter on Tour 2018 hat das Team des Fahrradbeauftragten mit dem neu- artigen Format „Fahrradbeauftragter on Tour“ begonnen. Durch die verbesserte personelle Situation konnte diese schon länger geplante Form der Bürgerbeteiligung starten. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei Köln werden mit einem Event-Bike, einem umgebauten Lastenfahrrad, die Stadtbezirke besucht. Ziel ist es den Bürgerinnen und Bür- gern in Ihrem Umfeld zu ihren Fragen und Anliegen bzgl. des Radverkehrs in Köln zur Verfügung zu stehen und über aktuelle Planungen zu informieren. Aufhänger ist die in 2018 schwerpunktmäßig verfolgte Kam- pagne „Sicher mit Abstand!“. Im Rahmen von „Fahrradbe- auftragter on Tour“ wurden die Warnwesten und Turnbeutel sowie weitere kleine Präsente zur Thematik „Sicher mit Ab- stand!“ an interessierte (Rad fahrende) Bürgerinnen und Bürger verteilt. Die Informationsstände kamen in der Ver- gangenheit im Rahmen zahlreicher Wochenmärkte zum Ein- satz. Das neue Angebot wurde jeweils sehr gut besucht und es entwickelten sich konstruktive Gespräche. Aktion „Fahrradbeauftragter on Tour“ Sanierter Radweg Militärring 28 ZukunftsRadKöln Das Thema Radverkehr spielt in der Kölner Stadtgesellschaft eine wesentli- che Rolle und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Zur Erreichung der Vorgaben aus dem vom Rat der Stadt Köln als Rahmenvorgabe einhel- lig akzeptierten Strategiepapier „Köln mobil 2025“, in dem der Anteil des Um- weltverbundes an den Verkehrsarten bis 2025/30 auf zwei Drittel gesteigert werden soll, muss in erster Linie der Radverkehr gefördert werden. Ziel ist es, eine breit getragene Radstrategie und Marke für Köln zu entwickeln. Inhaltlich geht es darum, die Radverkehrsförderung und die mögliche weitere Entwicklung auf eine breite Konsensbasis zu stellen und mit allen Beteiligten ein gemeinsames Vorgehen abzu- stimmen. Dies wird in verschiedenen Stufen und Verfahren sowohl verwaltungsintern als auch mit Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt und erreicht. Hierdurch be- schreitet Köln einen neuen Weg, der in dieser Form einmalig ist. Nach verwaltungsinternen Workshops, an denen etwa 30 verschiedene Ämter und Dienst- stellen teilgenommen haben, wurde Anfang Oktober ein Workshop mit Vertretern von Initiati- ven und Verbänden durchgeführt. Nach einführenden Statements der Vertreter zu aktuellen Themen wurden an Thementischen die aktuellen Herausforderungen und mögliche Lösungs- ansätze diskutiert und überlegt, wie man sich in diesen Fragen gegenseitig unterstützten kann. Zum Abschluss des Verfahrens findet im Februar 2019 ein gemeinsamer Termin mit Ober- bürgermeisterin Reker und Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft statt. Verkehrsmodellierung/Verkehrsplanung: Verkehrsuntersuchung Ost-West-Achse Im Zusammenhang mit der Stadtbahnertüchtigung der Ost-West-Achse wurden verschie- dene Kfz-Verkehrsführungsvarianten betrachtet. Im Fokus stand dabei die Untersuchung der verkehrlichen Auswirkungen bei einer Unterbindung des Kfz-Durchgangsverkehrs zwischen der Deutzer Brücke und dem Rudolfplatz, und zwar unabhängig davon, ob die Stadtbahn oberirdisch oder unterirdisch geführt wird. Mit Hilfe des Netzmodells der Stadt Köln wurden zunächst die Verkehrszusammensetzung und der Anteil des Durchgangsverkehrs an der be- treffenden Fahrroute ermittelt. Anschließend wurde der Zustand mit der Unterbindung des Durchgangsverkehrs simuliert. Mit der „vorher/nachher“ Gegenüberstellung konnten die zu erwartenden Verkehrsverlagerungen aufgezeigt werden. Workshop "ZukunftsRadKöln" 29 Planung Niehler Gürtel Für den Planungsraum des Niehler Gürtels liegt nun ein Beschluss für die Weiterplanung auf der Grundlage der Variante „überörtliche Rad-, Fuß- und Grünverbindung“ vor. Die ursprüng- liche Straßenplanung wird nicht weiter verfolgt. Stattdessen soll ein Grünraum und gleichzei- tig eine durchgehende Radverkehrsverbindung von der Merheimer Straße bis zur Mülheimer Brücke entstehen. Weitere Planungsschritte zur Umsetzung des Beschlusses erfolgen in 2019. Planung einer Entlastungsstraße für den rechtsrheinischen Kölner Süden Die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorzugsvariante für die L 274n, die gemeinsam mit den Nachbarkommunen Niederkassel und Troisdorf sowie dem Rhein-Sieg-Kreis entwickelt wurde, ist von der Politik abgelehnt worden. Stattdessen sollte die im Flächennutzungsplan der Stadt Köln enthaltene Trasse der L 82n nochmals untersucht und die Möglichkeit einer Anbindung an die BAB A 59 geprüft werden. Hier konnte eine Aufstufung der L 82n für den Bereich zwischen der B 8 und der A 59 im Landesstraßenbedarfsplan erreicht werden. Ab- hängig von der verkehrlichen Machbarkeit, die derzeit noch untersucht wird, scheint die An- bindung der L 82n an die A 59 möglich. Weitere Verkehrsuntersuchungen 2018 Sperrung Eifelwall Industriestraße in Fühlingen Sektorale Dieselfahrverbote an 5 Hotspots Eygelshovener Straße/Grüner Weg im Sürther Feld Stellungnahmen zu Bauleitplänen In 2018 wurden insgesamt 34 Stellungnahmen zu Bauleitplanverfahren des Stadtplanungs- amtes verfasst. Belastungsdifferenz bei Sperrung der Deutzer Brücke für den Kfz-Durchgangsverkehr 30 Straßenerhaltung Bauhöfe Auf den beiden Kölner Bauhofstandorten in Braunsfeld und in Höhenberg sind derzeit rund 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Sie kontrollieren und unterhalten die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze und sorgen für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören die Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden sowie die Unterhaltung aller Verkehrszeichen des gesamten Straßenmobiliars und sämtlicher Fahrbahnmarkierun- gen. Im Aufgabenbereich der Markierungen wurden umfangreiche Arbeiten für die Verbesse- rung des Radverkehrs durchgeführt, beispielsweise die genannten Maßnahmen auf dem Theodor-Heuss-Ring, der Gladbacher Straße und der Cäcilienstraße. Insgesamt wurden im gesamten Kölner Stadtgebiet 17.544 Straßenschäden erfasst (11 Pro- zent mehr als im Vorjahr). 1.251 Schäden stellten eine akute Gefahr dar. Insgesamt 12.125 Flächenschäden und 5.792 Objektschäden wurden behoben. Im Innendienst sorgen neben der Bauhofleitung 16 Mitarbeitende für den reibungsfreien Ab- lauf der anstehenden Aufgaben. Hierzu gehört auch das Vorhalten eines täglichen Bereit- schaftsdienstes, der bei notwendigen Sondermaßnahmen wie Demonstrationen, Hochwas- ser oder Winterdienst auf eine Präsenzbereitschaft auch außerhalb der Dienstzeiten ausge- dehnt werden kann. Alleine für die üblichen unterjährigen Sondermaßnahmen wie beispiels- weise Demos und Veranstaltungen wurden rund 5.000 Stunden geleistet, davon rund 60% als Überstunden. In vielen Fachbereichen war das Leistungs-Soll nur durch Mehrarbeit zu erreichen. Trotz zu- nehmender Maßnahmen und Aufgaben durch beispielsweise die Steigung der gemeldeten Straßenschäden blieb die Anzahl der Mitarbeitenden weitgehend konstant. Ziele wie die drastische Reduzierung von Schäden konnten aufgrund des fortbestehenden Personalman- gels nicht erreicht werden. Auf den Bauhöfen werden neun Auszubildende als Facharbeiter im Bereich der Straßenwärterstellen ausgebildet. Es ist geplant, die Auszubildenden während ihrer Ausbildung auch in externen Firmen einzusetzen, damit sie auf diesem Wege die Verfahren und Methoden in der freien Wirtschaft kennenlernen und gegebenenfalls neue Impulse in die Verwaltung mitbringen können. Hier existieren zudem Kooperationen und Projekte, bei denen Auszubildende im Ausland weitere Erfahrungen sammeln können. In Kooperation mit dem Rechts- und Versicherungsamt wurden 218 Rechtsfälle mit Schadensersatzansprüchen bearbeitet. Dies bedeutet eine Steigerung von 25% im Vergleich zum Vorjahr. Auch Sondereinsätze beispielsweise bei Bombenfunden gehören zum umfangreichen Aufgabenbereich. Aufwändige Vorbereitungen in materieller als auch in personeller Hinsicht forderten zwei Ereignisse: Das Hochwasser 2017/2018 mit Rheinpegeln von bis zu 8,80 Meter mit einer „Rund-um-die-Uhr“-Bereitschaft und der Besuch des türkischen Staatspräsidenten im Spätsommer, der großräumige Absperrmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet notwendig machte, die sonst nur beim Straßenkarneval üblich sind. Der Fuhrpark besteht aus 42 Fahrzeugen: Einfache Pkw zur Streckenkontrolle, Lkw für Unterhaltungs- und Beschilderungsarbeiten sowie Spezialfahrzeuge wie Thermocontainer, Kehrmaschinen und Radlader. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrzeuge waren im Berichtsjahr 79.152 Stunden im Einsatz, die zurückgelegte Wegstrecke betrug 405.029 km. 31 Im Rahmen der Modernisierung des Fuhrparks sind beide Bauhöfe mit sogenannten Spiegeleinstellplätzen ausgerüstet worden. Unterstützt wird damit die optimale Einstellung der Fahrzeugspiegel, wodurch sich der Bereich des „toten Winkels“ reduziert. Gemeinsam wird mit den AWB Köln seit Herbst 2018 geprüft, ob Abbiegeassistenten für die städtische Fahrzeugflotte sinnvoll sind. Ein Fahrzeug soll im Frühjar 2019 exemplarisch ausgerüstet werden. Im Hochwasserfall wird gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben für eine pegelstandsabhängige Verkehrssicherung gesorgt. Zudem werden jährlich stattfindende Hochwasser- und Sandsackfüllübungen unterstützt. Die gute Zusammenarbeit bestätigte sich in der Hochwassersaison 2017/2018. Die Niedrigwasserstände des weiteren Jahresverlaufes wurden dafür genutzt, Maßnahmen für den Hochwasserfall zu optimieren, um beispielsweise künftig auch für den Radverkehr Umleitungsbeschilderungen einrichten zu können. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Einrichtung der Tempo-30-Zonen und die Aufstellung sämtlicher Parkscheinautomaten zu betreuen. Im Berichtsjahr wurde in Sülz ein großes Projektgebiet mit rund 180 Parkscheinautomaten abgewickelt. Weitere Projekte in Ehrenfeld und Lindenthal sind bereits in Planung. In einer ämterübergreifenden Aktion zur Verbesserung des Stadtbildes entlang der Ringe wurde im Herbst zusammen mit dem Stadtraummanagement die sogenannte sensible Instandhaltung angegangen. Nach anfänglichen Aufräumarbeiten führten Bauhofmitarbeiter verstärkt wöchentliche Kontrollen entlang der Teststrecke Ehrenstraße – Rudolfplatz durch, um Straßenschäden direkt zu beseitigen. Dabei wurde der Zustand der Strecke beobachtet, um Aufschlüsse über Einsatzhäufigkeit und Intensität für künftige Tätigkeiten zu bekommen. Spiegeleinstellplatz 32 Grundsatzangelegenheiten Straßenzustandserfassung Im Rahmen der Straßenzustandserfassung wird der bauliche Zustand des Straßenraumes systematisch erfasst. Mit den Informationen ist eine objektive Beurteilung des Straßenzustandes und damit ein effizienter Einsatz der Finanzmittel für die Straßenerhaltung möglich. Die ermittelten Zustandsinformationen werden in einer Straßendatenbank konzentriert und für die Ableitung notwendiger Entscheidungen bereitgestellt. Neben den baulichen Aspekten dient die Zustandserfassung auch der Wertermittlung der städtischen Infrastruktur. Nach den erforderlichen Vorarbeiten wird der Zustand des Straßenraums im Bezirk Mülheim im Sommer 2019 erfasst. Anschließend wird die Zustandsermittlung auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Verkehrszeichenkataster Zwecks Aufbaus eines Verkehrszeichenkatasters wurde die Leistung für eine Ersterfassung von Verkehrszeichen ausgeschrieben und vergeben. Systematisch werden alle vorhandenen Verkehrs- zeichen im Stadtgebiet erfasst. Mit den datenbank- basierten Informationen wird künftig eine optimierte Verkehrsabwicklung möglich sein, die zur Minderung der Luftschadstoffbelastung im Stadtgebiet beiträgt. Zudem sollen die Daten zur Vereinfachung und Verbesserung innerbetrieb- licher Abläufe beitragen. Mit der Inventarisierung der Verkehrszeichen im Herbst 2019 wird die Grundlagenschaffung abgeschlossen sein. Es handelt sich um eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur aus dem Programm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“, bei der der Stadt Köln 50 % der Kosten erstattet werden. Die Weiterverarbeitung der Daten zur endgültigen Nutzung wird durch eine noch zu konkretisierende Software gewährleistet. Haushaltsfinanzierte Reinigung Die Reinigung der öffentlichen Flächen wird über die gebührenfinanzierte Reinigung gemäß der Straßenreinigungssatzung oder über eine haushaltsfinanzierte Reinigung durchgeführt. Die haushaltsfinanzierte Reinigung erfolgt dort, wo die Reinigung nicht auf die Anlieger übertragen werden kann oder wo eine Reinigungsleistung erforderlich ist, die über die reguläre Satzungsleistung hinausgeht. Als Reformprojekt innerhalb der Verwaltungsreform #WIRFÜRDIESTADT wurde ein neuer, ab dem 1. Januar 2019 geltender Vertrag mit den AWB abgeschlossen. In diesem Vertrag sind die Leistungen der bisherigen Verträge zwischen den AWB und den einzelnen Dienststellen enthalten. Damit sind die meisten haushaltsfinanzierten Reinigungsleistungen im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung gebündelt. Zu den Reinigungsleistungen, die durch das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung betreut werden, gehört nach wie vor die Reinigung der Straßen, Wege und Plätze, die nicht satzungsgemäß gereinigt werden. Neu hinzugekommen sind insbesondere die Reinigung in den Bereichen, in denen das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Anlieger ist, die Reinigung der Tunnel vom Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau sowie die Reinigung nach Wochenmärkten. Die finanzielle Abwicklung der Graffitibeseitigungen durch die Kölner Kartenausschnitt Verkehrszeichenkataster 33 Anti Spray Aktion (KASA) ist ebenfalls hinzugekommen. Die Auftragsabwicklung und Anzeigenerstellung wird weiterhin durch die Geschäftsstelle der KASA erledigt, mit der das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in enger Abstimmung steht. Eine weitere neue Leistung in diesem Vertrag ist die Reinigung von Mobiliar. Hier werden städtische Elemente im öffentlichen Raum gereinigt. Um in diesem Bereich erste Erfahrungen zu sammeln, wurden die Masten des Fußgängerleitsystems gereinigt. Darüber hinaus wurden die Masten der Lichtsignalanlagen und die nebenstehenden Schildermasten in der Innenstadt von Aufklebern gereinigt und in zentralen Bereichen mit einer besonderen Beschichtung gegen Graffiti und Aufkleber versehen. Zur Reinigung von Schlitzrinnen, einer speziellen Form von Entwässerungsrinnen, wurden verschiedene Reinigungsverfahren getestet. Dabei wurden die Sauberkeitszustände betrachtet, so dass die Schlitzrinnen demnächst systematisch gereinigt werden können. Vor und nach der Reinigung 34 Parkbetriebsservice Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden in Köln Parkscheinautomaten (PSA) eingesetzt. Die Anzahl der im öffentlichen Straßenland aufgestellten PSA stieg im Laufe des Jahres 2018 von 2.381 auf 2.534 (+153). Der Ertrag aus der Parkraumbewirtschaftung lag bei rund 21 Mio. Euro. Der Anteil des Ertrages aus unbaren Zahlungsmitteln (Handyparken, Geldkarte und Debit- und Kreditkarten) betrug 3,51 Mio. Euro und belief sich auf einen Anteil von ca. 16,8 Prozent (im Vorjahr 15,3 Prozent) der Gesamterträge. Im Berichtsjahr ist der erfolgreiche Austausch der abgeschriebenen PSA-Fabrikate fortgesetzt worden. Die Bewohnerparkgebiete Sülz-Nord I + II sind mit 184 PSA in Betrieb genommen worden. Bis August 2018 wurden 111 PSA mit der sogenannten Brötchentaste ausgestattet. An Parkscheinautomaten mit gelber Zonenmarkierung gilt seitdem „15 Minuten frei parken“. 2019 wird der Austausch abgeschriebener PSA-Fabrikate fortgesetzt. Außerdem wird die geplante Einrichtung neuer Bewohnerparkgebiete - Ehrenfeld I-IV und Lindenthal-Nord III - umgesetzt. Parkscheinautomat mit „Brötchentaste“ 35 Straßenplanung Stadtbezirk 1 – Innenstadt Vorentwurfsplanung: Domumgebung Nord (2. Bauabschnitt) – Umgestaltung Trankgasse Entwurfsplanung: Umgestaltung der Kreuzung Eifelwall/Luxemburger Straße Via Culturalis: Umgestaltung Gürzenichstraße (Via Culturalis) Tunnel Johannisstraße (Via Culturalis) Ausführungsplanung: Umgestaltung Treppe und Straßenraum Pipinstraße Stellungnahmen zu Großprojekten/Maßnahmen Dritter: Verkehrsführungskonzept Altstadt Qualifizierungsmaßnahme Quartiersplatz Am Salzmagazin (Eigelstein) Umgestaltung Ebertplatz (Grundlagenermittlung und Parameter) Städtebauliches Verfahren "Laurenz-Carré“ Historische Mitte Sanierung der Tunnelgruppe Bahndamm Rudolfplatz – WALLARKADEN Habsburgerring – Geschäftshaus am Rudolfplatz Stellungnahmen: 87 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 49 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, TKG-Anträge, Stellungnahmen zu Bebauungsplänen, Standortprüfungen im Rahmen des Werbenutzungsvertrages, Anträge für Elektroladestationen u. a.) Beispielprojekt: Entwurfsplanung Via Culturalis (Gürzenichstraße) Die Gürzenichstraße stellt den ersten Teilab- schnitt dar, in dem die Planungsgrundsätze der „Via Culturalis “ angewandt werden. Die Planung ist in drei Abschnitte unterteilt. Das Herzstück der Planung – die Gürzenichstraße vom Heumarkt bis zum Gürzenich einschließ- lich des Günter-Wand-Platzes (Abschnitt 1) – zielt formal auf eine Vereinheitlichung und Ver- schmälerung der Straßenquerschnitte zu Gunsten einer fußgängerfreundlichen Er- schließung ab. Der Günter -Wand-Platz erhält zur Martinstraße eine neue Stufenanlage. Der zweite Abschnitt – die Martinstraße zwischen Gürzenichstraße und Augustinerstraße – verbin- 36 det die Gürzenichstraße mit der Straßenbahnhaltestelle Heumarkt. Die vorhandene Fußgän- gerzone wird entsprechend dem Gestaltungsansatz „Via Culturalis“ neugestaltet. Der Ab- schnitt der Gürzenichstraße zwischen Kleine Sandkaul und Große Sand kaul ist, wie in dem entwickelten Verkehrskonzept Altstadt festgelegt, als Fußgängerzone geplant. Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen Vorentwurfsplanung: Umgestaltung Sürther Straße zwischen Gesamtschule und Friedhof Innere Erschließung Rondorf Nord-West (Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP)) Adam-Riese-Straße/Kiesgrubenweg (Planstraße 1) Unter den Birken/Kiesgrubenweg (Planstraße 2) (VEP) Entwurfsplanung: Streckenzug Weißer Straße (Alternative Betriebsform) Knoten Bayenthalgürtel/Alteburger Straße Knoten Sürther Straße/Grüngürtelstraße (Alternative Betriebsform) Ausführungsplanung: Kreisverkehr Bonner Straße/Koblenzer Straße Am Eifeltor – Grundstückserschließung Am Kölnberg (Umgestaltung Parkstreifen) Stellungnahmen: 100 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 37 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Knotenpunkt Bayenthalgürtel/Alteburger Straße Der Bereich um die Bismarcksäule in Köln-Marienburg soll laut Planungsbeschluss umge- staltet werden. Grund der Umgestaltung ist die Schulwegsicherung für die Schulkinder der umliegenden Schulen. Hierzu werden im Knotenpunktbereich Alteburger Straße/Bayent- halgürtel / An der Alteburger Mühle die Gehwege verbreitert. 37 Des Weiteren wird der Verlauf der Vorfahrtstraße geändert. Die Umgestaltung sieht vor, die heutige geradlinige Vorfahrtstraße in eine abknickende Vorfahrtstraße zu ändern. Die neue Vorfahrtsberechtigung führt von der Straße An der Alteburger Mühle nach links in den Bayenthalgürtel. Dies führt zu einer Geschwindigkeitsreduzierung und somit zu einer Verbes- serung der Verkehrssicherheit. Eine sichere Querungsmöglichkeit bieten die beiden Fußgän- gerüberwege über die Alteburger Straße in Verlängerung des Bayenthalgürtels. Für die Rad- verkehrsförderung werden Schutzstreifen markiert. Die Haltestellen werden zu barrierefreien Buskaps umgebaut. 38 Stadtbezirk 3 – Lindenthal Vorentwurfsplanung Knotenpunkt Berrenrather Straße/Universitätsstraße Kreisverkehr Kölner Straße/Dieselstraße/Ottostraße Entwurfsplanung Berrenrather Straße (Umgestaltung Universitätsstraße bis Sülzgürtel) Dürener Straße/Universitätsstraße Querungshilfe Maarweg Ausführungsplanung Berrenrather Straße (Schutzstreifenplanung Sülzgürtel bis Neuenhöfer Allee) Minikreisverkehr Brauweilerweg/Vogelsanger Weg Belvederestraße (Gehweg) Brücke Horbeller Straße/Rheinische Allee Verkehrsberuhigungsmaßnahmen Braunsfeld: Eupener Straße/Eschweiler Straße/Max- Wallraf-Straße Verkehrsberuhigung Kölner Straße; Hauptstraße/Leonhardsgasse (alternative Betriebsform) Uniboulevard Kinderheime 2. BA Ludwig-Jahn-Straße (Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP)) Werthmannstraße (VEP) Am Nachtigallental (VEP) Werbenutzungsvertrag: Standortprüfung hinsichtlich verkehrlicher Belange Stellungnahmen: 158 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 99 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Minikreisverkehr Brauweilerweg / Egelspfad / Ludwig-Jahn-Straße / Vogelsanger Weg in Köln-Müngersdorf Die Lichtsignalanlage auf dem Knotenpunkt Brauweilerweg / Egelspfad / Ludwig-Jahn- Straße / Vogelsanger Weg in Müngersdorf / Junkersdorf soll abgebaut und durch einen Mini- kreisverkehr ersetzt werden. Dadurch kann sowohl die Verkehrsqualität als auch der Ver- kehrsfluss verbessert werden, was gerade in den Spitzenstunden zu einer spürbaren Ver- besserung führen wird. Mit dem Kreisverkehr kann auch unter Berücksichtigung der zukünfti- gen Wohnbebauung im neuen Erschließungsgebiet an der Ludwig-Jahn-Straße eine gute Verkehrsqualität erreicht werden. 39 Die Situation für den Fußverkehr wird ebenfalls verbessert: Zukünftig werden alle vier Kno- tenarme mit Fußgängerüberwegen und taktilen Leitelementen ausgestattet. In den Zufahrten Ludwig-Jahn-Straße und Vogelsanger Weg werden zur Verkehrsberuhigung zusätzlich zu den Fußgängerüberwegen Fahrbahnteiler errichtet. Radfahrende werden im Kreisverkehr auf der Fahrbahn geführt. Die Planung schließt an die Schutzstreifenplanung der Ludwig-Jahn-Straße an. Erhalten bleibt der auf dem Egelspfad befindliche gemeinsame Geh- und Radweg, auf dem der Radverkehr in beide Richtungen freigegeben ist. Aus Verkehrssicherheitsgründen werden Radfahrende von Norden kom- mend vor dem Kreisverkehr vom Geh- und Radweg auf die Fahrbahn geführt und können sich dort geschützt durch den Fahrbahnteiler und eine Aufstellfläche in den fließenden Ver- kehr einordnen. Der Kreisverkehr soll voraussichtlich ab 2020 nach Abschluss der Baumaßnahmen des neuen Erschließungsgebiets an der Ludwig-Jahn-Straße gebaut werden. 40 Stadtbezirk 4 – Ehrenfeld Vorentwurfsplanung: Hybrid Park/Mercedes-Allee Mühlenweg (Mathias-Brüggen-Straße bis Westendstraße/Ossendorfer Weg) Straßenbaumkonzept Ehrenfeld Venloer Straße (Mathias-Brüggen-Straße bis Akazienweg) Vitalisstraße Vogelsanger Straße (2. BA: Ehrenfeldgürtel bis Oskar-Jäger-Straße) Entwurfsplanung: Oskar-Jäger-Straße (Aachener Straße bis Widdersdorfer Straße) Takustraße (einschl. Stichstraße) Ausführungsplanung: Auweilerweg (Obere Dorfstraße bis Unterführung BAB 1) Butzweilerhof-Allee (Teil West) Butzweilerhof-Allee (Teil Ost) Fridolinstraße (Ehrenfeldgürtel bis Landmannstraße) Gewerbepark Girlitzweg (Triotop) Gravenreuthstraße/Höhe Schule Güterbahnhof Ehrenfeld Häuschensweg Helmholtzstraße (Buslinie 139, Busnetzerweiterung) Innere Kanalstraße/Höhe Fernmeldeturm Klarastraße / Bereich Stammstraße Leyendecker Straße/Christianstraße Mathias-Brüggen-Straße 16 – Bereich der Alexianer Werkstätten Nußbaumerstraße/Herkulesstraße/Liebigstraße (Alternative Betriebsform) Venloer Straße/Auf dem Paulsacker Verlängerung Linie 3 (Bocklemünd-Mengenich) Vogelsanger Straße/Höhe Güterbahnhof Ehrenfeld (Buslinie 139, Busnetzerweiterung) Stellungnahmen: 68 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 23 weitere fachtechnische Stellungnahmen 41 Beispielprojekt: Helmholtzstraße (Buslinie 139, Busnetzerweiterung) Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 5. Juli 2018 zur Stärkung des KVB-Netzes dauerhafte Erweiterungen diverser Buslinien zum Fahrplanwechsel Dezember 2018 be- schlossen und weitere Verlängerungen zum Fahrplanwechsel Dezember 2019 angekündigt. Unter anderem soll die Buslinie 139 zur Erschließung des Neubaugebietes am ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld und des Gewerbeparks Triotop im Bereich des Wasseramselweges in Köln-Vogelsang ab August 2019 erweitert werden. Daher verkehrt die Buslinie 139 künftig auch auf der Helmholtzstraße. In Höhe des Knoten- punktes Äußere Kanalstraße ist deshalb die Einrichtung einer neuen Haltestelle mit zwei Buskaps erforderlich. Um das Linksabbiegen für den Bus an dieser Stelle zu ermöglichen, wird die vorhandene Mittelinsel umgebaut und ergänzend ein Blinker vorgesehen. Weil das vorgesehene Buskap auf stadtauswärtiger Seite im Bereich der heutigen Schleuse liegt, die den Radverkehr von der Fahrbahn auf den sich anschließenden baulichen Radweg führt, wird die Schleuse in Richtung Kreuzung verschoben. Im Zuge dessen wird in Fahrtrich- tung stadtauswärts ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Zukünftig sollen auf der gesamten Helmholtzstraße beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden. Hierzu wird noch eine gesonderte Planung erstellt, da eine Mittelinsel ent- fernt werden muss. 42 Stadtbezirk 5 – Nippes Vorentwurfsplanung: Neusser Straße (Niehler Kirchweg bis Kempener Straße) Niehler Straße (Lis-Böhle-Park bis Florastraße) Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße) Entwurfsplanung: Amsterdamer Straße/Xantener Straße Gebiet Göppinger Straße (1. BA: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße) Ausführungsplanung: Clouth-Gelände (innere Erschließung) Clouth-Gelände (Wettbewerbsgebiet) Escher Straße/Am Bilderstöckchen (Alternative Betriebsform) Feldgärtenstraße (Hillesheimstraße bis Sebastianstraße) Geestemünder Straße/Höhe Emdener Straße (Buslinie 124, Busnetzerweiterung) Jesuitengasse (Amboßstraße bis Schmiedegasse) Liebigstraße/Escher Straße/Lämmerstraße Merheimer Straße/Friedrich-Karl-Straße (Alternative Betriebsform) Merheimer Straße/Theklastraße (Alternative Betriebsform) Merheimer Straße (Roßbachstraße bis Friedrich-Karl-Straße) Neue Kempener Straße Neusser Straße von Wilhelm-Sollmann-Straße bis Mollwitzstraße (2. BA: HGK-Brücke bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße) Niehler Damm (Industriestraße bis Sebastianstraße) Kapuziner Straße/Scheibenstraße) Niehler Straße von Gneisenaustraße bis Blücherstraße Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße (Kreisverkehr) Pastor-Wolff-Straße (Franz-Denhoven-Straße bis Im Grund) Stellungnahmen: 54 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 87 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße (Kreisverkehr) Bereits in 2010 hat der Rat die Errichtung eines Neubaus mit Dreifachsporthalle für die Ge- samtschule Nippes beschlossen. Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur ist für die zukünftigen Ansprüche nicht ausreichend, da der Standort vorher von einer deutlich kleineren Förder- schule benutzt wurde. Daher wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um zum ei- 43 nen die verkehrlichen Auswirkungen durch den Schulneubau auf das vorhandene Straßen- system zu ermitteln und zum anderen verkehrliche Maßnahmen zu eruieren (Kreisverkehre, Hol- und Bringplätze), die den ermittelten Mehrbelastungen entgegenwirken können. Da die Errichtung des Kreisverkehrs Ossietzkystraße im Zusammenhang mit der Verkehrssi- tuation des Schulneubaus steht, hat die Bezirksvertretung Nippes im April 2014 u. a. einen Planungsbeschluss für den Kreisverkehr Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße gefasst. Innerhalb des Kreisverkehrs werden die Radfahrenden zusammen mit dem Kfz-Ver- kehr auf der Fahrbahn geführt. Ferner werden für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, Hol- und Bringplätze entlang der Longericher Straße angeboten. Es ist zudem vorgesehen, die Etzelstraße im Abschnitt von Am Ginsterberg bis Ossietz- kystraße/Longericher Straße gemäß dem Beschluss der Bezirksvertretung Nippes aus dem Jahr 2017 für den Kfz-Verkehr als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Mauenheim einzurichten. Der Radverkehr wird innerhalb dieses Straßenabschnitts weiterhin im Zweirichtungsverkehr geführt. 44 Stadtbezirk 6 – Chorweiler Entwurfsplanung: Damiansweg Ausführungsplanung: Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg) Gewerbegebiet Feldkassel, 3. BA (Transgourmet) Herzog-Johann-Straße In den Kämpen Mengenicher Straße/Longericher Straße/Johannisstraße (Alternative Betriebsform) Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof) Parallelweg (Hackenbroicher Straße bis Sinnersdorfer Straße) Pingenweg (Unnauer Weg bis Volkhovener Weg) Robert-Bosch-Straße/Höhe Zufahrt REWE-Parkplatz (Buslinie 124, Busnetzerweiterung) Swinestraße U-Bahnhofstation Heimersdorf (barrierefreier Umbau der Rampe am Fahrradstellplatz) Volkhovener Weg/Stallagsweg (Alternative Betriebsformen) Weichselring (Elbeallee bis Nogatstraße) Stellungnahmen: 55 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 31 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof) Die Umgestaltung des „Marienberger Hofes“ in Köln-Lindweiler ist Bestandteil des „Integrier- ten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler“. Die derzeit unattraktive Platzfläche soll offen und großzügig gestaltet werden und attraktiven Raum und Möglichkeiten bieten. Weil der Platz relativ klein ist, wurde auf die trennende Wirkung eines Hochbeetes verzichtet. Alle Bäume bleiben erhalten. Die Linde im Hochbeet, die mit viel Bürgerengagement gepflanzt wurde, wird an eine geeignete Stelle umgepflanzt. Vor dem Lindweiler Treff soll eine Sitzgruppe aus drei runden Tischen mit jeweils halbrunden Sitzbänken entstehen, die jede für sich für eine kleine Benutzergruppe und gemeinsam für eine größere Benutzergruppe eine Aufenthaltsmöglichkeit bieten. Somit können die Aktivitäten der Sozialeinrichtung wie z. B. Hausaufgabenhilfe, Ferienbetreuung oder Frühstücks- und Mittagstisch bei schönem Wetter auf die Platzfläche ausgeweitet werden. Die Sitzgruppen sind aus Beton und erhalten eine Rückenlehne. Die Bänke werden farbig gestaltet. Bei Bedarf kann der Anstrich erneuert werden, zum besseren Schutz ist ein zusätzlicher Anstrich gegen Graffiti vorgesehen. Ergänzt wird die Sitzgruppe durch drei Pflanzgefäße, die durch den Lindweiler Treff bepflanzt und gepflegt werden. Im östlichen Bereich unter den vorhandenen Bäumen werden drei weitere Betonbänke (Ausführung wie halbrunde Bänke mit Sitzlehne und Graffitischutz) aufgestellt. Im westlichen Platzbereich, unter den vorhandenen Bäumen werden drei Bewegungs- und Spielgeräte für kleinere Kinder das Aufenthaltsangebot auf dem Marienberger Hof ergänzen. Vor dem Lindweiler Treff wird eine Bücher- und Geschenkebox und eine zusätzliche Betonbank aufgestellt. 45 Der Ausbau der Platzfläche soll in einem farblichen und vom Format einheitlichen Material erfolgen, die die Fläche großzügiger und offener erscheinen lässt. Die alte Beleuchtung wird durch neue Beleuchtungskörper ersetzt. Auf der Platzfläche sind 28 Fahrradabstellmöglich- keiten vorgesehen. 46 Stadtbezirk 7 – Porz Vorentwurfsplanung: Platzfläche in Wahn (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) Entwurfsplanung: Bergerstraße/Josefstraße in Porz (Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen) Eulenplatz in Langel (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) Platzfläche in Ensen (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) Ausführungsplanung: An der Wielermaar/Schwester-Firma-Weg (Planung einer Baustraße) Dortmunder Straße in Eil (Prüfung alternierendes Parken) Ernst-Mühlendyck-Straße in Porz (Optimierung der Parkplatzanordnung) Friedensstraße/Akazienweg in Grengel (Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Pro- gramms Alternative Betriebsformen) Hauptstraße/Steinstraße in Porz (Überarbeitung der Planung) Kellereiweg/Jägerstraße/Heumarer Straße in Eil (Befestigung des Parkplatzes) Loorweg zwischen Hausnummer 27 und Unterm Berg in Langel (Planung eines Gehwegs) Beispielprojekt: Poller Damm, 2. Bauabschnitt: Ausbauplanung der Baustraße Um im Neubaugebiet Poller Damm den Anforderungen für die Entwässerung der Straßen- oberfläche bei Starkregen gerecht zu werden, muss das gesamte Planungsgebiet in Rich- tung der öffentlichen Grünfläche und der Fläche für die Landwirtschaft neigen. Es stellte sich heraus, dass durch das westlich anliegende Baufeld an der Verbindungsachse zwischen Siegburger Straße und Poller Damm weitere öffentliche Verkehrsflächen vorzusehen sind, für die eine Kanalplanung nicht erforderlich ist, da Flächenversickerung in der Grünanlage möglich ist. 47 48 Stadtbezirk 8 – Kalk/Deutz Vorentwurfsplanungen: Vingster Ring/Alter-Deutzer Postweg (Kreisverkehr), Abshofstraße, Sieversstraße (Umge- staltung) Entwurfsplanungen: Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder Straße (Kreisverkehr) Alter Mühlenweg (Umgestaltung) Europaring/Neubrücker Ring (Kreisverkehr) Ausführungsplanungen: Lenneper Straße (Messe City Köln) Barmer Straße (Messe City Köln) Leichlinger Platz (Messe City Köln) Anteil Deutz-Mülheimer Straße (MCK) Ostheimer Straße/Nobelstraße (Kreisverkehr) Alter Deutzer Postweg (Geh- und Radweg) Neuerburgstraße (Umgestaltung) Hans-Schulten-Straße (Querungshilfe) Europaring/Franz-Stock-Weg (Querungshilfe) Rolshover Straße/Sieversstraße (Fußgängersignalisierung) Ostmerheimer Straße/Auf dem Eichenbrett (Kreisverkehr) Am Lusthaus (Geh- und Radweg) Kreuzung Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße (Umgestaltung) Stellungnahmen zu Großprojekten / Maßnahmen Dritter: Ottoplatz (Casino Köln), P22a, Werbenutzungsvertrag (Bezirk 7,8,9), Rather See, Robert- straße, Deutzer Hafen, Technische Hochschule Deutz, Messe 3.0, Haltestelle Vingst, Köln- Messe 3.0 (km 3.0), Deutz-Mülheimer Straße – Umbau westliche Nebenanlagen Begleitung der Ausführungsphase: Germaniastraße (Generalinstandsetzung) 49 Beispielprojekt: Vorplatz Haltestelle Vingst an der Kuthstraße Mit dem Beschluss der Bezirksvertretung Kalk vom 13. September 2018 wurde die Verwal- tung mit der Anpassung des Vorplatzes der Haltestelle Vingst an der Kuthstraße beauftragt. Aktuell wird die Haltestelle Vingst umgebaut und saniert. Dabei werden Aufzüge eingebaut. Im Gebäude der Haltestelle sollen durch eine Öffnung Angsträume beseitigt und ein barriere- freier Zugang zur Haltestelle ermöglicht werden. In einem ersten Schritt wurden zunächst die Rankgitter entfernt. Die Wiederherstellung der Vorplatzfläche ist aufgrund der deutlichen Schäden und einer gro- ßen Materialvielfalt kurzfristig nicht in zufriedenstellender Weise zu erreichen. Daher ist eine Neugestaltung des Vorplatzes und der Zufahrt zum hinteren Bereich der Haltestelle vorgese- hen. Die Fluchten des Gebäudes werden durch Kleinpflasterstreifen aufgenommen. Zwi- schen den Streifen werden 30/30 Platten entsprechend dem Gestaltungshandbuch in Alt- Graphit verlegt. Der Gehweg- und Zufahrtsbereich wird mit 15/30 Platten in Alt-Graphit aus- geführt und fasst den Vorplatz optisch ein. Die Bushaltestelle wird mit taktilen Elementen ausgestattet und an das Leitsystem der Stadtbahnhaltestelle angeschlossen. Die Lage des Bordsteins an der Kuthstraße bleibt unverändert. Im südlichen Bereich der Haltestelle wird ein zusätzlicher Baum gepflanzt. Der Bestandsbaum und der neu geplante Baum werden mit begehbaren Baumscheiben eingefasst. Die Beleuchtungseinrichtungen werden erweitert, um eine ausreichende Beleuchtung der Vorplatzfläche zu gewährleisten. Die eingetragenen Bänke und Mülleimer sollen im Anschluss an die Maßnahme gesetzt werden, ihre endgültige Lage steht noch nicht fest. 50 Stadtbezirk 9 – Mülheim Vorentwurfsplanung Kreisverkehr Piccoloministraße Piccoloministraße (Umgestaltung, östlicher Teilbereich) Egonstraße Jungbornweg Miltzstraße Biegerstraße Adamsstraße Kreisverkehr Coloniallee Sonnenscheinstraße Schanzenstraße (Maßnahme Dritter) Mülheimer Süden (Maßnahme Dritter) Entwurfsplanung Berliner Straße Frankenforster Straße Keupstraße Im Oberiddelsfeld Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße Rendsburger Platz Cologneo I (Maßnahme Dritter) Erschließungsgebiet Herler Straße (Maßnahme Dritter) Herler Platz Ausführungsplanung Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg Hauswiesenweg Kreisverkehr Zeisbuschweg/Am Wildpark Pützlachstraße Am Flachsrosterweg Buschfeldstraße Eddaweg/Peter-Kütter-Weg Querspange Auenweg Peter-Kütter-Weg Auenweg Querungshilfe Ackerstraße 51 Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-Straße Bergisch Gladbacher Straße zw. Wasserwerkstraße und Grafenmühlenweg Kranzbinderweg Lückerather Straße Beispielprojekt: Adamsstraße in Köln-Mülheim Die Stadtentwässerungsbetriebe planen in der Adamsstraße die Sanierung des Abwasserka- nals. In diesem Rahmen ist es erforderlich, die gesamte Oberfläche der Adamsstraße (Geh- weg und Fahrbahn) neu herzustellen. Eine Teilsanierung der Straßenoberfläche wäre auf- grund des vorhandenen Ausbauzustandes weder dauerhaft noch wirtschaftlich. Die Adamsstraße ist eine Straße im Separationsprinzip, d. h. Gehweg und Fahrbahn sind durch einen Bordstein voneinander getrennt. Im Rahmen der Herstellung der Sanierungspla- nung wird der Straßenquerschnitt grundsätzlich beibehalten. Hierdurch bleiben die heute vor- handenen öffentlichen Stellplätze ohne Verlust erhalten. Die Straßenmarkierungen werden neu aufgetragen und an die heutige Nutzung der Straße angepasst. Des Weiteren befindet sich die Adamsstraße in einem stadtweiten sowie nachbarschaftlichen Bedeutungsraum. Die Wiederherstellung des Gehwegs und der Fahrbahn erfolgt gemäß Ge- staltungshandbuch und mit dem dort genannten Oberflächenmaterial. 52 Straßenbau Aufgeführt sind im Folgenden beispielhafte Projekte aus den Stadtbezirken: Innenstadt Umgestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes Im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Stadtbahnbau war der Kurt-Hackenberg-Platz in der Kölner Innenstadt über viele Jahre eine rein funktionale Baustellenfläche. Rege Bautätigkei- ten und oft veränderte Wegeführungen für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer führten dazu, dass dieser Bereich durch die Bürgerinnen und Bürger soweit wie möglich gemieden wurde. Nach Abschluss der Stadtbahnarbeiten an dieser Stelle wurde der Platz zunächst provisorisch hergestellt. Nach den Plänen des Büros „Vogt Landschaftsbau GmbH“ wurde der Kurt-Hackenberg-Platz schließlich zu einem qualitativ hochwertigen Aufenthaltsraum umgebaut, der zum Flanieren und Verweilen einlädt. Die Bepflanzung in der Platzmitte schafft eine Abgrenzung zu den Straßen, der Trinkbrunnen inmitten des neuen „Stadtquartiers“ sowie Sitzelemente aus Na- turstein erhöhen die Aufenthaltsqualität. Auf der Platzfläche wurden zahlreiche Bäume ge- pflanzt, eine schlichte Beleuchtung rundet den einladenden Charakter des Platzes ab. Die Umgestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes ist Bestandteil des städtebaulichen Master- plans Innenstadt und ein Teilprojekt der „Via Culturalis“. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Ausführungszeit : März 2017 bis April 2018 Auftragssumme : 3,66 Mio. Euro Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH Vorher Nachher 53 Heumarkt - Fahrbahndeckensanierung und Neuordnung der Radverkehrsführung zwischen Am Malzbüchel und Rheinuferstraße Der Heumarkt wurde zwischen der Straße Am Malzbüchel und der Rheinuferstraße aufwen- dig saniert. Hierbei wurde die Fahrbahndecke auf rund 2.000 Quadratmetern instandgesetzt. Außerdem wurde die gesamte Radverkehrsführung grundlegend neu geordnet. Um die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen, wurden neue Schutzstrei- fen in Richtung Deutzer Brücke, zur Rheinuferstraße Am Leystapel sowie in den zur Altstadt führenden Tunnel an der Markmannsgasse eingerichtet. Für Radfahrende stellen sich die Verbindungen nunmehr weitaus komfortabler und schneller dar. Die teilweise Erneuerung der Ampelanlagen an zwei Knotenpunkten und der Gehwegbeläge auf den Verkehrsinseln rundeten die Arbeiten ab. Ausführungszeit: Sommerferien 2018 Baukosten: rund 250.000 Euro Ausführende Firma: F.W. Müller & Söhne GmbH Vorher Nachher 54 Rodenkirchen Sürther Feld – Endausbau des 2. Bauabschnittes Die Straßen Tausendschönweg, Zitronenfalterstraße und Ackerhummelweg wurden je nach Straßenabschnitt in einer Breite von 4,50 bis 8,50 Meter in Pflasterbauweise ausgebaut. Im Straßenraum versetzt wurden Parktaschen und Baumbeete angeordnet, wodurch ein ver- kehrsberuhigter Bereich entstanden ist. Im Ackerhummelweg wurde zudem eine zentrale Platzfläche geschaffen, die mit Bäumen und Bänken zum Verweilen einlädt. Im Butterblumenweg wurden die Straßen im Bereich der Hochbebauung ellipsenförmig an- gelegt und in Pflasterbauweise hergestellt. Weiterhin wurden in den Innenflächen der Ellip- sen Baumbeete und Bänke platziert. Dadurch sind zwei kleine Platzflächen entstanden. Die Sürther Feldallee wurde ebenfalls ausgebaut. Neben der 8 Meter breiten Fahrbahn wur- den beidseitig Gehwege sowie Parkstreifen erstellt. Im Knotenpunkt Sürther Feldallee/ Eygelshovener Straße entstand zudem ein Kreisverkehr. Hier wurden zu allen Seiten hin Zebrastreifen angelegt, so dass Fußgängerinnen und Fußgänger sicher zum Spielplatz und Kindergarten geführt werden. Ausführungszeit: September 2017 bis Oktober 2018 Auftragssumme: rund 2,25 Mio. Euro Ausführende Firma: Blandfort Bau GmbH Vorher/Nachher Butterblumenweg Vorher/Nachher Sürther Feldallee 55 Lindenthal Waldsiedlung in Köln-Junkersdorf Die Waldsiedung umfasst die Straßen Eichenstraße, Bert-Fenger-Straße, Ulmenweg, Rotbu- chenweg, Eschenweg, Silberahornweg, Lärchenweg, Kiefernweg sowie die Tannenstraße. Der komplette Bereich wurde saniert und umgestaltet. In der Bert-Fenger-Straße wurden die Oberflächen der Fahrbahnen und der Gehwege erneuert. Die Eichenstraße wurde im Voll- ausbau umgestaltet. Hier entstanden neue Gehwege, Parkplätze und Fahrbahnen. Die übri- gen Straßen wurden zu Mischverkehrsflächen umgebaut. Dafür mussten rund 9.500 Quad- ratmeter Pflastersteine verlegt werden. Auch die Anzahl der Entwässerungsanlagen wurde verdoppelt. Ausführungszeit: März 2017 bis April 2018 Auftragssumme: rund 1,9 Mio. Euro Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH Vorher (Tannenstraße) Nachher (Tannenstraße) 56 Ehrenfeld Bachstelzenweg in Köln-Vogelsang Die Verkehrsflächen des Bachstelzenweges wurden im Abschnitt zwischen Goldammerweg und den jeweiligen Enden der Sackgassen von Grund auf erneuert. Gleichzeitig wurden die Straßenentwässerungseinrichtungen für künftigen Starkregen aufgerüstet sowie die öffentli- che Beleuchtung modernisiert. Aufgrund des desolaten Zustands der Verkehrsflächen, die infolge der mehr als 50jährigen Nutzungsdauer nicht mehr mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand verkehrssicher unterhalten werden konnten, war die Sanierung dringend notwen- dig. Entstanden ist eine dauerhaft intakte, verkehrssichere und auch optisch ansprechende Infrastruktur. Ausführungszeit: Juni 2017 bis August 2018 Auftragssumme: rund 1,2 Mio. Euro Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH Vorher Nachher 57 Nippes Generalinstandsetzung Schmiedegasse in Weidenpesch Auf der Schmiedegasse wurden im Abschnitt zwischen den Häusern 53 und 101 die Fahr- bahn, die Parkplätze und der Gehweg instand gesetzt. Darüber hinaus haben die Stadtent- wässerungsbetriebe einen Entwässerungskanal hergestellt. Die Maßnahme war notwendig, da in diesem Abschnitt keine Straßenentwässerung vorhanden und die Fahrbahn zudem massiv beschädigt war. Der vorhandene Straßenbelag sowie das darunter vorhandene Natursteinpflaster wurden aufgenommen. Die Pflastersteine wurden als neue Befestigung in die Parkplätze eingebaut und wiederverwendet. Die geplante Bauzeit konnte aufgrund von Optimierungen im Bauab- lauf um drei Monate reduziert werden. Ausführungszeit: April 2018 bis Dezember 2018 Baukosten (Straßenbau): rund 555.000 Euro Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH Vorher Nachher 58 Chorweiler Mengenicher Straße zwischen Johannesstraße und Pescher Weg in Köln-Pesch Durch die sehr schlechte Oberflächenbeschaffenheit der Fahrbahn und der Gehwege war die Verkehrssicherheit auf der Mengenicher Straße nicht mehr gewährleistet. Die Oberfläche war geprägt von Reflexionsrissen, Netzrissen, Ausmagerungen und zahlreichen Flickstellen. Zudem wurde die Tragfähigkeit des Unterbaus laut Baugrunduntersuchung als nicht ausreichend eingestuft. Das ausgehobene Bodenmaterial war zum Teil als sogenannter gefährlicher Abfall zu deklarieren. Die Oberflächenentwässerung war durch die Absackungen beeinträchtigt. Nach dem Umbau ist eine verkehrssichere und ansehnliche Verkehrsverbindung entstanden. Ausführungszeit: April 2018 bis November 2018 Auftragssumme: rund 840.000 Euro Ausführende Firma: Willy Dohmen GmbH & CO. KG Nachher Vorher 59 Porz Generalsanierung des Kiefernweges in Grengel Die Verkehrsflächen des Kiefernweges waren altersbedingt durch eine Vielzahl von Rissen, Schlaglöchern und losen Bordsteinen stellenweise nicht mehr verkehrssicher. Daher wurde der Kiefernweg auf gesamter Länge zwischen St.-Anno-Straße und Hermann- Löns-Straße entsprechend dem heutigen Ausbaustandard grundhaft erneuert. Die Fahrbahn wurde in Asphaltbauweise, die Gehwege und die mittig gelegene Platzfläche in Pflasterbauweise hergestellt. Weiterhin wurden die Einrichtungen der Straßenentwässerung und die Straßenbeleuchtung erneuert. Ausführungszeit: September 2017 bis März 2018 Baukosten (Straßenbau): 650.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher Nachher 60 Kalk Generalinstandsetzung der Germaniastraße in Höhenberg – 1. Bauabschnitt Die Germaniastraße wurde im Abschnitt zwischen dem Abzweig Ilmenauer Straße und der Hausnummer 148 generalsaniert. Hierbei wurden die Fahrbahn, die Parkplätze und die Geh- wege von Grund auf instand gesetzt. Im Vorfeld haben die Stadtentwässerungsbetriebe den Entwässerungskanal auf gesamter Länge neu hergestellt. Die Maßnahme war notwendig, da in diesem Abschnitt die Straßenentwässerung marode war und die Fahrbahn zudem mas- sive Beschädigungen aufwies. Im Zuge der Sanierung wurde die Aufteilung Fahrbahn - Geh- wege - Parkstreifen neu gegliedert. Aus Gründen der Verkehrsberuhigung wurde die Fahr- bahn zu Gunsten des Grünstreifens und des Gehweges an der Hausseite eingeengt. Nach diesem Bauabschnitt, der Ende 2018 fertig gestellt wurde, werden die Arbeiten im 2. Bauab- schnitt bis zur Olpener Straße weitergeführt. Ausführungszeit: April 2018 bis Dezember 2018 Baukosten (Straßenbau): insgesamt 1,8 Mio. Euro Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH Vorher Nachher 61 Mülheim Sanierung des Flittarder Deichwegs in Köln-Flittard Die Fahrbahn des Flittarder Deichwegs wurde von der Evergerstraße bis zur Straße Am Feldrain saniert. Altersbedingt war die Straße in einem schlechten Gesamtzustand mit vielen Rissen und kleineren Schlaglöchern. In Abwägung des vorhandenen Schadensbildes und des wirtschaftlich vertretbaren Aufwandes wurde eine Deckensanierung mit vorbituminierter Asphaltbewehrung gewählt. Gehwegüberfahrten wurden im Zuge der Sanierung in Pflaster- bauweise erneuert. Ausführungszeit: 20. August bis 17.September 2018 Auftragssumme: 170.000 Euro Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH Vorher Nachher 62 Verkehrsmanagement Verkehrssystemmanagement Verkehrsleitzentrale und Betriebssystemtechnik In der Verkehrsleitzentrale wird die Verkehrslage in Köln ständig beobachtet. Zur Beseitigung von Verkehrsstörungen und zur Regulierung des Verkehrs stehen hier die geeigneten Steue- rungsinstrumente zur Verfügung. Aktuelle Verkehrsinformationen werden von hier aus an Rundfunk, Fernsehen und Internet weitergegeben. Blick in die Verkehrsleitzentrale Das bekannteste Auskunftsmedium ist der Verkehrskalender, der seit seiner Einrichtung im Oktober 2010 zu den am häufigsten genutzten Anwendungen auf den städtischen Internet- seiten zählt. Er informiert tagesaktuell über Baustellen, bedeutende Messen sowie Sport- und Konzertevents, die den Verkehr beeinträchtigen. Im Verkehrskalender Logistik sind auf der Grundlage des Lkw-Führungskonzeptes alle Höhenbegrenzungen und Gewichtsbe- schränkungen erfasst. Der Verkehrskalender wird regelmäßig weiterentwickelt und an die ak- tuellen Anforderungen angepasst. Hierzu erfolgt eine Förderung durch das Bundesministe- rium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Aufbauend auf den Verkehrsrechner ermöglicht künftig eine ergänzende Managementebene aus den Verkehrsbeobachtungen heraus Ver- kehrsmeldungen zu generieren und diese an Navigationsdienstleister zu übertragen. Verkehrskalender 63 Darüber hinaus informiert das Verkehrsleitsystem mit 19 stadtweit verteilten dynamischen Vario-Tafeln tagesaktuell über die Verkehrssituation in Köln. Im Jahr 2018 wurde der Auftrag zur Erneuerung von 17 Variotafeln gegen Tafeln mit moderner LED-Technik erteilt. Der Aus- tausch findet im Jahr 2019 statt und wird zu 50 % vom Bund finanziert. Das Parkleitsystem unterstützt Verkehrsteilnehmende bei der Suche nach einem freien Park- platz. Mit der Verkehrsprognose, einer Zusammenstellung der verkehrsrelevanten Baustellen und Veranstaltungen, werden zudem wöchentlich die Medien informiert. Hier fand ein Re- launch der Publikation statt, der dem Leser eine verbesserte Zuordnung der Meldungen er- möglicht. Verkehrsleit- und Parkleitsystem Verkehrskalender Logistik 64 2018 wurden Vorbereitungen zur Einrichtung der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale getroffen. Diese wird zukünftig rund um die Uhr eine Überwachung und Koordinierung der Verkehrs- ströme sicherstellen. Die Suche nach geeigneten Räumen war erfolgreich, die Zentrale wird im ehemaligen Rechenzentrum des Amtes für Informationsverarbeitung im Stadthaus Deutz realisiert. Die Verkehrs- und Tunnelleittechnik unterliegt der Verordnung zu kritischen Infra- strukturen, wozu eine Auditierung in 2019 erfolgen wird. Über „Offene Daten Köln“ und den MobilitätsDatenMarkplatz (MDM) des Bundes profitieren auch Dritte von den Daten, die durch die Verkehrsleitzentrale erhoben und zur weiteren Ver- arbeitung zur Verfügung gestellt werden. Anbietende wie Nutzende finden hier alle wichtigen Informationen über Verkehrsströme, Staus, Baustellen, Kraftstoffpreise, Parkmöglichkeiten und vielem mehr. Verkehrserhebungen Insgesamt wurden 575 Verkehrserhebungen in 2018 durchgeführt. Diese teilen sich auf in 310 Knotenstromzählungen, 20 Staumessungen, 65 Radverkehrszählungen, 37 Fußgänger- zählungen, 10 Parkraumerhebungen, 5 Kennzeichenerfassungen sowie 133 Geschwindig- keits- und Querschnittsmessungen. Wegweisung Insgesamt wurden 166 Schilder und 42 seitliche Aufsteller erneuert. 48 Schilder mussten ge- richtet werden, da sie beispielsweise durch Sturm oder Unfallschäden am Mast verdreht wa- ren. Im Rahmen des „Programms Verkehrstechnik Köln“ wurden auf der Venloer Straße und der Zülpicher Straße neue Wegweiser aufgestellt. Insgesamt wurden 13 Standorte und 42 Wegweiser erneuert. Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern gibt es im Kölner Stadtgebiet rund 120 Brü- cken, Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern. Sie unterliegen wie Straßenbrü- cken einer regelmäßigen Bauwerksprüfung. Alle sechs Jahre müssen diese Bauwerke von speziell ausgebildeten Prüfingenieuren einer Hauptprüfung und damit einer kritischen Bewer- tung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit in einem Notenspektrum von 1 (sehr gut) bis 4 (muss kurzfristig erneuert werden) unterzogen werden. Dazwischen erfolgt eine sogenannte „einfache Prüfung“, mit geringerem Prüfaufwand. Zusätzlich werden alle Bauwerke einmal jährlich auf offensichtliche Schäden überprüft (Sichtprüfung). In 2018 erfolgte eine Hauptprüfung an insgesamt 40 Bauwerken. Aufgrund von schlechten Bewertun- gen aus den Vorjahren wurden in 2018 eine Schilderbrücke erneuert und 5 überarbeitet. Wegweiser Mercatorstraße Wegweiser Venloer Straße 65 Neuer Ausleger Pfälzischer Ring Überarbeitete Schilderbrücke Koelnmesse Überkopf-Beschilderung am Tunnel „Komödienstraße“ mit Halterungen an der Tunneldecke 66 Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen In Köln regeln 959 Ampeln den Verkehr, von denen sich 865 in der Baulast der Stadt Köln und in vollständiger Zuständigkeit der Abteilung Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalan- lagen befinden. Im vergangenen Jahr wurden an den Kölner Ampelanlagen 82 Optimierun- gen vorgenommen, 2.722 Störungen beseitigt und 141 Baustellensignalisierungen angeord- net. Außerdem wurden weit über 1.000 Hinweise und Anregungen von Bürgern bearbeitet. Die Ausgaben für diesen Bereich der Verkehrstechnik lagen insgesamt bei rund 14,2 Millio- nen Euro. Exemplarisch für die Vielzahl im vergangenen Jahr bearbeiteten Bau- und Erneue- rungsmaßnahmen folgt eine kurze Beschreibung wichtiger Projekte. Erneuerung des Kölner Verkehrsrechnersystems Der Auftrag für den neuen Verkehrsrechner wurde zwar schon 2017 erteilt, die Lieferung und der Aufbau erfolgten jedoch weitestgehend im Jahr 2018. Der neue Verkehrsrechner ersetzt die 6 veralteten Verkehrsrechner sowie einen neueren, angemieteten Rechner. Für die alten Verkehrsrechner war die Ersatzteilbeschaffung nicht mehr gesichert und es drohte ein Aus- fall mit dem dadurch verbundenen Verlust der zentralen Beeinflussung der Ampelanlagen. Alle Ampelanlagen, die bislang auch schon einen Anschluss an einen der alten Rechner hat- ten, wurden an den neuen Verkehrsrechner angeschlossen. Perspektivisch sollen alle übri- gen Ampelanlagen angeschlossen werden. Bei Erneuerungen der Anlagen ist ein solcher Anschluss obligatorisch. Bildausschnitt des neuen Verkehrsrechners Von dem neuen Rechner erwartet die Stadt Köln neben einer Senkung der Betriebskosten auch eine Vereinfachung und Verbesserung des Qualitätsmanagements für die Lichtsignal- steuerungen. So können die Verkehrsingenieure zukünftig direkt von ihrem Arbeitsplatz aus auf Echtzeitdaten (z. B. Grünzeiten, Detektorbelegungen) aus den Ampelanlagen zugreifen sowie Störmeldungen (Lampen- und Detektordefekte) empfangen und entsprechend zeitnah 67 reagieren. Spezielle Software zur Qualitätsanalyse wird sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Än- derungen an der Ampelsteuerung können sie direkt vom städtischen Arbeitsplatz aus in die Geräte vor Ort einspeisen. Insgesamt können zukünftig Probleme schneller erkannt und effi- zienter behoben werden. Ampelausfälle, die beispielsweise aufgrund von Rotlampendefek- ten auftreten, sollten daher zukünftig nur noch die Ausnahme sein. Bei besonderen Veran- staltungen wie Messen oder Fußballspielen können die Verkehrsingenieure vom Arbeitsplatz aus spezielle Programme auswählen und schalten. Zukünftig nimmt die Verkehrs- und Tun- nelleitzentrale diese Aufgabe in Abstimmung mit den Verkehrsingenieuren wahr und eröffnet so eine 24 Stunden verfügbare Handlungsmöglichkeit. Städtischer Verkehrsrechner-Arbeitsplatz Erneuerung der Ampelanlage Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße/ Justinianstraße In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurde die Ampelanlage auf der Kreuzung Deutz- Mülheimer Straße/Opladener Straße/Justi- nianstraße grundlegend erneuert und mit aktueller LED-Technik ausgerüstet. Die Ampelanlage, die vor dem Westgebäude des Stadthauses Deutz liegt, verfügt nach der Sanierung über mehrere verkehrsab- hängige Programme mit voller Stadtbahn- bevorrechtigung. Die Kreuzung weist somit den höchsten Komplexitätsgrad auf, der mit einer verkehrstechnischen Schaltung zu bewältigen ist. Die Programme berücksichtigen verschiedene Verkehrssituationen, beispielsweise den Ab- flussverkehr aus dem Parkhaus nach Veranstaltungsende in der LANXESS arena oder die speziellen Zu- und Abfahrtssituationen bei Messen. Die Programme werden situationsabhän- gig über den neuen Verkehrsrechner geschaltet. Die Anlage ist darauf vorbereitet, an die Brandmeldeanlage des Tunnels unter dem Stadt- haus Deutz angeschlossen zu werden. Bei einem Störfall im Tunnel können dann keine wei- teren Fahrzeuge in den Tunnel einfahren und werden mit einem separaten Signal rechts über die Justinianstraße in Richtung Östlicher Zubringer umgeleitet. Fahrzeuge, die sich Kreuzung Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße/Justinianstraße 68 noch im Tunnel befinden, werden mit der höchsten Priorität auf die Deutz-Mülheimer Straße oder in Richtung der Deutzer Brücke abgeleitet. Technische Darstellung der Signalisierung im Kreuzungsbereich Mit der Erneuerung der Ampelanlage wurde zudem die Situation für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessert. Durch die Schaltung von zwei zusätzlichen Phasen werden die War- tezeiten reduziert und die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr erhöht. Zu Fuß Gehende erhalten nun auch ohne explizite Anforderung das Grün-Signal. Die vor Ort verbauten Taster dienen nunmehr nur noch mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Personen. Die akustische Freigabe erfolgt parallel mit der Grün-Anzeige des Signalgebers für den Fußver- kehr. Erneuerung der Ampelanlage Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße Der Verkehrsknotenpunkt Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße wurde in 2018 umgestaltet. Die Umgestaltung bringt gerade für den Radverkehr Vorteile mit sich. Radfahrende können nunmehr auf einem Radfahrstreifen aus der Christophstraße stadtaus- wärts in die Gladbacher Straße entgegen der Einbahnstraße fahren. Hierzu wurden die vor- handenen Linksabbiegespuren sowohl von der Christophstraße als auch von der Gladbacher Straße in den Kaiser-Wilhelm-Ring entfernt. Auch die Signalisierung musste anschließend an die neue Verkehrssituation angepasst werden. Knotenpunkt Kaiser Wilhelm Ring / Gladbacher Straße 69 Erneuerung der Ampelanlage Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße Die Ampelanlage auf der Kreuzung Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße wurde grundlegend erneuert und mit aktueller LED-Technik ausgerüstet. Alle Überwege wurden im Rahmen der Arbeiten mit einer Blindensignalisierung ausgestattet. Zudem wurde die Ampelanlage auch dieser Kreuzung an den neuen Verkehrsrechner angebunden. Bauarbeiten an der Ampelanlage auf den Ringen 70 Lärmschutzmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße Entlang der Bergisch Gladbacher Straße wird aus Lärmschutzgründen auf einer Strecke von 6,2 Kilometern die zugelassene Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Aus diesem Grund wurden die Schaltzeiten aller 25 Ampelanlagen im Streckenverlauf überarbeitet. Hierfür waren die Neuberechnung von Zwischenzeiten, die Erstellung von vier Signalprogrammen für jede Anlage, die Anpassung der Grünen Wellen und die Inbetriebnahme vor Ort durchzuführen. Kartenausschnitt und Darstellung der Grünzeiten 71 Baustellenmanagement Bauen steht für Veränderung, Gestaltung und nicht zuletzt Verbesserung von öffentlichen (Straßen-)Räumen. Bis es soweit ist, beeinträchtigen die Bauvorhaben jedoch das sensible Verkehrssystem einer Stadt. Sie schränken die Mobilität und damit die Lebensqualität der Menschen vorübergehend ein, teils in empfindlicher Art und Weise. Auch in Köln haben lau- fende und bevorstehende Bauvorhaben an wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Brücken und Tunneln bedeutende Auswirkungen auf den Verkehr. Die negativen Effekte müssen be- reits in der Planung gründlich bedacht und in der Durchführung auf ein Minimum beschränkt werden. Der Anspruch in Köln ist es, Baustellen sowohl stadtverträglich als auch mobilitätssi- chernd zu gestalten. Es ist gut, dass es in Köln viele Baustellen gibt. Sie sind ein positives Signal für Investitionen in den Erhalt der städtischen Infrastruktur. Auswirkungen auf den Verkehr lassen sich bei ih- rer Vielzahl zwar nicht vermeiden, aber minimieren. Der Deutsche Städtetag beschreibt die Aufgaben eines Baustellenmanagements folglich als die „Aufrechterhaltung von Verkehrsab- läufen zur Mobilitätssicherung und zur Erhaltung der Lebensqualität“. Dies ist die Messlatte für das Kölner Baustellenmanagement. Das Baustellenmanagement Köln hat im April 2014 die Arbeit aufgenommen. Schwerpunkte bei der Neuausrichtung bildeten die konsequente Zusammenführung der betroffenen städti- schen Bereiche, der Aufbau eines eigenen Baustellenkontrolldienstes, der Ausbau der Koor- dination von in Köln bauenden Unternehmen wie Rheinenergie, Stadtentwässerungsbe- triebe, Kölner Verkehrs-Betriebe und städtische Bauämter, die Zusammenfassung der Grundlagen bei der Ausführung von Bauvorhaben im öffentlichen Raum in der „Kölner Baustellenfibel“ und die Einführung zielführender Vorgaben zur Information und Öffentlich- keitsarbeit bei Baumaßnahmen (unter anderem „Verkehrskalender der Stadt Köln“ im Inter- net und Pressemitteilungen). Köln war und ist Vorreiter eines Baustellenmanagements in Deutschland. Die positiven Effekte wurden auch durch die IHK-Studie „Potentiale des Baustellenmanagements im Bezirk der IHK Köln“ von März 2017 bestätigt (https://bit.ly/2YFSopZ). Den heutigen Anforderungen an Transparenz und Kommunikation entsprechend werden die Informationen des Verkehrskalenders (unter anderem die Bauvorhaben) als „open Data“ zur Verfügung gestellt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Daten zur Verwertung in mobilen in- dividuellen Informationssystemen, aber auch in anderen Anwendungen, durch Dritte genutzt werden können. Gerade im Bereich wirkungsvoller Verkehrsinformationen ist ein hoher Ver- breitungs- und Beachtungsgrad von hoher Bedeutung. Diese Daten werden zudem auch auf dem MDM (Mobilitäts-Daten-Marktplatz des Bundes) angeboten werden. Zur Verbesserung der verkehrlichen Koordination der deutlich über 20.000 Arbeitsstellen pro Jahr im öffentlichen Raum wird der Baustellenatlas des Anbieters INFREST bei den beteilig- ten Unternehmen eingesetzt. Diese gemeinsame webbasierte Abstimmungsplattform ersetzt den bisherigen analogen Prozess und erleichtert das Verfahren erheblich. Gemeinsam mit der Umsetzung eines Onlineverfahrens zur Beantragung der verkehrsrechtli- chen Genehmigungen wurden und werden zielführende digitale Prozesse etabliert. Durch die Überleitung des Baustellenmanagements in das neu geschaffene Amt für Verkehrsmanage- ment ist auch die Zukunftsfähigkeit durch den Anschluss an die allgemeinen Verkehrsmana- gementsysteme gesichert. Der durch Köln initiierte Arbeitskreis IBÖV (Fachausschuss integ- rative Baustellenkoordinierung im öffentlichen Verkehrsraum) unter der Beteiligung von be- reits rund 20 Kommunen u. a. auch aus Österreich hat sich ebenfalls bewährt. Die Problem- lagen sind nahezu identisch. Dennoch kann die öffentliche Wahrnehmung sehr unterschied- lich sein. In Köln fehlt es oft an der Differenzierung zwischen dem „Landesteil“ Autobahnnetz Köln und dem städtischen Verkehrsnetz. Hierbei sind die Einflussgrößen der Stadt begrenzt. Auch werden die Problemlagen allgemeiner Großbauvorhaben im Hochbau auf die Qualität der Straßenbaumaßnahmen projiziert. 72 Eines der schwierigsten Themen sind die bestehenden Rahmenbedingungen einschließlich der vergaberechtlichen Situation. Vergabeeinsprüche, Beweissicherungen und die be- schränkte Auswahl qualifizierter Unternehmen erschweren die Prozesse zusätzlich. Hierbei werden die „Puffer“ zur Durchführung aufgezehrt. Die verkehrsrechtlichen Vorgaben zur Durchführung der Maßnahmen unter zwingender Nut- zung der verkehrsschwachen Zeiten (in den Ferien und außerhalb der verkehrlichen Spitzen- zeiten) sind durch die Vielzahl aller Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen limitiert. Dennoch ist dies eine der aufwendigen und durchaus auch kostensteigernden Vorgaben zum Bauen in Köln. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass ein konsequentes Baustellenmanagement für ein funktionierendes Verkehrssystem in Köln unabdingbar ist. Ziel ist es, dass Köln mobil bleibt. Die Verkehrssituation ist jedoch sensibel und mit zusätzlicher Last durch motorisierten Verkehr und/oder Baumaßnahmen störanfällig. Die Anzahl der Baumaßnahmen und deren Intensität im Hinblick auf verkehrliche Auswirkun- gen lassen eine aktuelle Entspannung in den kommenden Jahren nicht zu. Hiermit ist frühes- tens ab 2025 zu rechnen, da zu diesem Zeitpunkt viele Investitionsmaßnahmen abgeschlos- sen sein werden. Kölle entrümpeln Im Rahmen der Sonderaktionen „Kölle entrümpeln“ wurden gezielt Begehungen und Kontrollen vorgenommen, um nicht mehr benötigte, baustellenbedingte Materialien zu räumen. Im Jahr 2018 wurden während diesen konzentrierten Aktio- nen insgesamt 320 Verkehrszeichen oder Absicherungen, die von Baustellen übrig geblieben sind, abgeräumt. Die Zeichen werden teils von den Baufirmen vergessen, teils aber auch von Dritten entwendet und an anderer Stelle im Straßenland wieder abgestellt. „Geisterschilder“ finden sich vor allem in der Altstadt, der Innenstadt und den innenstadt- nahen Stadtteilen. In den Außenbereichen verringert sich die Anzahl stark. Baustellen und Container Für Baumaßnahmen Dritter, die im öffentlichen Straßenland stattfanden oder sich darauf auswirkten, sowie für die Aufstellung von Containern im öffentlichen Straßenland wurden 23.187 Bescheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrs-Ordnung) erteilt. Dies bedeutet eine Steigerung um 79 Bescheide im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 3.370.959 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren einge- nommen und damit 222.763 Euro mehr als in 2017. 2.460 Container-Genehmigungen wur- den erteilt und 172.256 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren festgesetzt. Zu- sätzlich sind 1.071 Container im Zusammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt wor- den. Genehmigung von Sonder- und Schwertransporten Mit der Neustrukturierung der Ämter wurde das Sachgebiet „Schwer- und Sondertransporte“ in den Zuständigkeitsbereich des Amtes für Verkehrsmanagement übertragen. Dort erteilen fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Erlaubnisse für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Ab- Nicht mehr benötigtes Bauschild 73 messungen, Achslasten oder Gesamtmassen die allgemein gesetzlich zugelassenen Gren- zen überschreiten. Zudem erteilt das Sachgebiet Erlaubnisse für die Beförderung von Ge- fahrgut auf Straßen im Stadtgebiet Köln außerhalb der Autobahnen. In diesem Rahmen werden die von den jeweiligen Transportunternehmen beantragten Fahrt- strecken hinsichtlich Ihrer Geeignetheit für den Transport geprüft und die Genehmigung im Bedarfsfall mit entsprechenden Auflagen erteilt. Vor der Erlaubniserteilung müssen zudem in der Regel verschiedene Dienststellen und Behörden angehört werden, beispielsweise das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, die Polizei oder Straßen.NRW. Im Jahr 2018 wurden insgesamt rund 3.800 Genehmigungen/Erlaubnisse unter Veranlas- sung von rund 12.000 eigenen Anhörungen erteilt. Zudem wurden rund 9.000 Anhörungen anderer Erlaubnisbehörden, d. h. Kreise oder kreisfreie Städte aus ganz Deutschland, bear- beitet. Zur Entlastung der Polizei, die Transporte mit bestimmten Übermaßen zur Durchführung ver- kehrsregelnder Maßnahmen begleiten muss, wird seit Ende 2018 an der Entwicklung von verkehrsrechtlichen Anordnungen gearbeitet, die eine Begleitung durch von der Stadt Köln verpflichtete Verwaltungshelfer mit eigenen Begleitfahrzeugen ermöglichen. Dadurch soll die Polizeibegleitung auf regelmäßig befahrenen Strecken zukünftig deutlich reduziert werden. Stabsstelle Innenrevision Zum Start des Pilot-Projektes „Neugestaltung des Vergabeprozesses“ bei Amt 64 und 66 am 1. Oktober 2018 war auch die Einrichtung einer amtsinternen Innenrevision notwendig. Auf- gabe der Innenrevision ist es, Verfahrensabläufe zu optimieren und dabei Fehler bereits prä- ventiv zu vermeiden. Neben der Rechtmäßigkeitsprüfung durch Überwachung der Aufgaben- erfüllung und der Geschäftsvorfälle erfolgt dies auch durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen. Die Innenrevision des Amtes für Verkehrsmanagement hat am 15. Oktober 2018 die Tätig- keit als Stabsstelle der Amtsleitung aufgenommen. Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen Die Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen koordiniert Projekte in der Verkehrstechnik und dem Verkehrsmanagement, für die auf Bundes- oder EU-Ebene Förderprogramme ausgelobt werden. Diese werden in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, neue Technologien und Systemlösungen umgesetzt. Im Einzelnen hat die Stabsstelle in 2018 u. a. an folgenden Pro- jekten mitgewirkt: Zur Erstellung des sogenannten „Green City Masterplans“, einem Masterplan für die Gestal- tung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität für Köln, oblag der Stabsstelle die Aufgabe der ämter- und stadtkonzernübergreifenden Koordinierung und Projektleitung. Hierbei musste eine Vielzahl von möglichen kurz- bis mittelfristig realisierbaren Lösungsansätzen zur Luftreinhaltung in Köln konkretisiert, bewertet und priorisiert werden. Diese Ansätze basieren auf einer Auswahl von Maßnahmen aus dem „Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Köln“, dem „Runden Tisch“ Luftreinhaltung sowie ergänzenden Projektskizzen. Auf Grundlage des Green City Masterplans wurden im Rahmen des 3. Aufrufs zur Förder- richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ Fördermittel zur Er- tüchtigung und Digitalisierung der Infrastruktur der Ampelanlagen beantragt, für die das Bun- desministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 30. November 2018 einen Bewilligungsbescheid übergab. In weiteren Förderprojekten des BMVI zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ ko- ordinierte die Stabsstelle Maßnahmen zur Ertüchtigung des Verkehrsmanagement-, des Parkleit- und des Verkehrsleitsystems. Darüber hinaus betreut die Stabsstelle Maßnahmen zur Einrichtung von Schnittstellen zur Datenübertragung auf „Offene Daten Köln“ bzw. die mCloud sowie den Mobilitäts Daten Marktplatz. 74 Darüber hinaus führte die Stabsstelle eine verkehrstechnische Untersuchung der Auswirkun- gen eines zonenbezogenen Dieselfahrverbots durch. Hierzu wurden zwei verkehrliche Gut- achten in Auftrag gegeben, die in 2019 abgeschlossen werden sollen. Die Begleitung zur Umsetzung der Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen des EU-Projektes „GrowSmarter“ erfolgte durch die Stabsstelle. Hierzu zählte insbesondere die Koordination der Einrichtung von Mobilstationen als „Prototypen“ in diesem Projekt. Das Kölner Beispiel dient als Vorbild für die Installation auf Landesebene und wird von den europäischen Part- nerstädten als Best Practice Beispiel genutzt. Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung Die Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung fungiert als die zentrale Kontaktstelle für alle Angele- genheiten der Beleuchtung. Diese werden sowohl innerhalb der Verwaltung als auch von ex- terner Seite an das Amt für Verkehrsmanagement herangetragen. Die vielschichtigen Anfra- gen verdeutlichen die wachsende Bedeutung des Themenfelds. Mit der RheinEnergie AG als Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen im öffentlichen Straßenland und Vertragspartnerin der Stadt Köln erfolgen regelmäßige Abstimmungen. Auch in 2018 wurden die verschiedenen Kontaktmöglichkeiten in hohem Maß genutzt. Bür- gerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich über das Internetportal „Sag‘s uns“, die Be- leuchtungshotline oder das Email-Postfach Beleuchtung@stadt-Koeln.de an die Stabsstelle zu wenden. Mittlerweile leisten nahezu 90.000 Leuchten im öffentlichen Straßenraum einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ein Großteil davon ist den Straßenbeleuchtungsanlagen zu- zurechnen. Diese werden ergänzt durch Tunnelbeleuchtungen, Sonderbeleuchtungen und Leuchten zur Anstrahlung besonderer Kölner Bauwerke. Der Anteil der LED-Leuchten liegt mittlerweile bei 14 % (rund 13.000 Stück) und wird in den nächsten Jahren wei- ter steigen. Durch den Beschluss „Sanierung der Straßen- beleuchtung auf LED-Technik“ durch den Rat der Stadt Köln wurden in 2018 zusätzlich eine Millionen Euro zu Verfügung gestellt, um die Umrüstungsarbeiten zu be- schleunigen. Ebenso profitiert davon die Umsetzung des Konzeptes „Schaffung von Lichtpassagen“, mit dem die Beleuchtungssituation in Unterführungen verbessert und stadtgestalterisch aufgewertet werden soll. Im Rahmen des Arbeitsprogramms sind die Illuminierungen der Unter- führungen Trimbornstraße und Vorgebirgstraße als nächste Maßnahmen vorgesehen. In 2018 konnte die Sanierung der Beleuchtungsanlagen auf dem Brüsseler Platz mit Umstellung auf LED-Technik beendet werden. Im Rahmen des strategischen Leitprojektes „Köln aufräumen“ wurden innerhalb des Jahres 2018 insgesamt 800 Leuchtmasten gereinigt, grau beschichtet und mit Anti-Graffiti- und Anti- Aufkleber-Schutz versehen. Im Anschluss an das Pilotprojekt Ringe folgten hier Maßnahmen entlang der Aachener Straße im Abschnitt zwischen Maarweg und Voigtelstraße. Mit dem Projekt soll der öffentliche Raum nachhaltig und attraktiv gestaltet werden. Es umfasst das gesamte Stadtmobiliar. Unter der Federführung des Stadtraummanagements wird auf die er- neute Beschlussfassung durch die Gremien des Rates hingearbeitet, damit das erfolgreiche Projekt fortgeführt werden kann. Die Leuchten- und Beleuchtungskonzepte aus den Jahren 2000 und 2008 werden in naher Zukunft durch den sogenannten Lichtmasterplan abgelöst. Aufgrund der fortschreitenden Beleuchtung Brüsseler Platz 75 Entwicklung im Bereich der Lichttechnik erscheint eine Novellierung der Konzepte notwen- dig. Regelmäßig tagte in 2018 dazu ein Arbeitskreis städtischer sowie externer Akteure, die das umfangreiche Werk derzeit erarbeiten. Ein wesentliches Ziel ist die Beschränkung der derzeit zahlreichen Leuchtentypen auf insge- samt 11 Leuchtentypen, die nach bestimmten Kriterien für die unterschiedlichen Straßen- räume zu wählen sind. Die Beschlussfassung des Rates sowie weiterer Gremien wird in 2019 erwartet. Wie auch in den Jahren zuvor wurde auch in 2018 die vom WWF Deutschland initiierte Aktion Earth Hour sowie der bedeutsame Weltmädchentag von Plan International durch Abschaltun- gen von Beleuchtungen bzw. pinke Anstrahlung von Gebäuden und Einrichtungen unterstützt. 76 Anlagen Anlage 1: Entwicklung der Mitarbeitenden und der besetzten Stellen -66- und -64- ge- samt Anlage 2: Konsumtive Aufwendungen in 2018 für Betrieb und Unterhaltung zum Bu- chungsstand 31.12.2018: 200 250 300 350 400 450 500 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018 370 397 410 357,5 376 390 Mitarbeiter Stellen Öffentl. Beleuchtung 13.099.400 € Wartung Verkehrsflächen 14.447.000 € Licht- signalanlagen 5.625.300 € Reinigung und Winterdienst 2.225.400 € Parkschein- automaten 1.152.400 € Sonstiges 972.500 € Beseitigung Unfallschäden 391.300 € Verkehrsleitzentrale und -einrichtungen 344.300 € 77 Anlage 3: Investive Auszahlungen im Jahr 2018 zum Buchungsstand 31.12.2018: Anlage 4: Entwicklung der investiven Mittelbindungen und -abflüsse in den Jahren 2012 bis 2018: Neu- und Umbaumaß- nahmen 6.709.500 € General- instandsetzungen 7.663.400 € Parkraum- bewirtschaftung 1.238.900 € Erschließung 4.703.600 € Verkehrstechnik 8.106.700 € Beschaffungen 752.100 € €0 €10 €20 €30 €40 €50 €60 €70 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 in Mio. bestehende Mittelbindungen per 31.12. jährlicher Mittelabfluss Summe 78 Anlage 5: Auftragsvergabe 2017/2018 im Überblick Anlage 6: Überblick Vergaben 2017 und 2018 nach Vergabeart 0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000 12.500.000 15.000.000 17.500.000 20.000.000 22.500.000 25.000.000 27.500.000 30.000.000 32.500.000 35.000.000 37.500.000 40.000.000 42.500.000 45.000.000 47.500.000 50.000.000 52.500.000 55.000.000 Auftragsvergabe 2017 in EUR (gesamt) Auftragsvergabe 2018 in EUR (gesamt) 40,7% 18,5% 3,4% 6,5%3,0% 13,0% 14,8% Alle Summen in 2017 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotsbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren 55,5% 10,6% 5,0% 6,9% 1,4% 9,2% 11% Alle Summen in 2018 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotsbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren 79 Anlage 7: Ausschuss und BV-Angelegenheiten Gremium Beantwortung von Anfragen Stellungnahmen zu Anträgen Mitteilungen der Verwaltung Fertigung von Be- schlussvorlagen Rat, Ausschüsse 62 1 44 56 BV Innenstadt 12 1 18 11 BV Rodenkirchen 18 0 14 3 BV Lindenthal 5 0 12 14 BV Ehrenfeld 19 0 20 7 BV Nippes 25 0 20 12 BV Chorweiler 19 1 9 3 BV Porz 19 0 15 4 BV Kalk 16 0 10 7 BV Mülheim 15 0 11 17 Insgesamt: 210 3 173 134 Außerdem wurde über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden zu rund 115 Einga- ben aus der Bürgerschaft Stellung genommen. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrs- beruhigung, Verkehrsführung und Verkehrssicherheit.
Beratungsverlauf
-
04.11.2019
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.1.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
04.11.2019
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
04.11.2019
TOP 10.2.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
05.11.2019
TOP 6.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
05.11.2019
TOP 10.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
11.11.2019
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
14.11.2019
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
14.11.2019
TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
28.11.2019
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
28.11.2019 zuletzt
TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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