3495/2019
Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2018
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 16.10.2019 3495/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 28.10.2019 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.11.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.11.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 04.11.2019 Rechnungsprüfungsausschuss 05.11.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 05.11.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 11.11.2019 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 14.11.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 14.11.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019 Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2018 Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und das Amt für Verkehrsmanagement haben für das zurückliegende Jahr 2018 einen Tätigkeitsbericht erstellt. Dieser gibt auf rund 80 Seiten einen infor- mativen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Ar- beitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird zur Sitzung verteilt. Gez. Blome
Anlage 1 - Tätigkeitsbericht 2018
138918 Zeichen
Tätigkeitsbericht 2018
Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung
Amt für Verkehrsmanagement
2
4
Herausgeber: Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung
Verantwortlich: Dirk Siermann (Abteilung Zentrale Aufgaben)
Redaktion/Layout: Fabian Bautz, Heidrun Langhans, Michael Klee,
Michaela Neumann, Anja Weiß, Tobias Kolf
Druck: Digitaldruck Kriewett, Köln
Köln, im August 2019
Vorwort der beiden Amtsleiter
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ – Franz Kafka
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2018 war das Gründungsjahr des Amtes für Verkehrsmanagement. Mit der Bünde-
lung und Spezialisierung der vielfältigen Aufgaben in zwei unterschiedlichen Ämtern sind wir
für die Bewältigung der Herausforderungen einer wachsenden Großstadt gut aufgestellt. Da-
mit haben wir nach der Einrichtung eines eigenen Verkehrsdezernats einen zweiten wichti-
gen Schritt getan, damit Köln auch in Zukunft in Bewegung bleibt – ob auf der Schiene oder
auf vier Rädern, ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Auch das „alte“ Amt für Straßen und Ver-
kehrstechnik trägt seitdem einen neuen Namen und nennt sich neuerdings „Amt für Straßen
und Verkehrsentwicklung“.
Wir haben im Jahr 2018 vieles geleistet, auf das wir mit Stolz zurückblicken können. Bei-
spielsweise haben wir mit vereinten Kräften eine umfassende und erfolgreiche Bürgerbeteili-
gung für die Umgestaltung der Ost-West-Achse auf die Beine gestellt und einen entspre-
chenden Planungsbeschluss auf den Weg gebracht. Wir haben den konsequenten Ausbau
der Radinfrastruktur unter anderem mit der Einrichtung der sogenannten „Pilotstrecke“ auf
den Ringen weiter voran gebracht. Auch an vielen anderen Stellen wird in Köln sichtbar,
dass wir es ernst meinen mit der Förderung des Radverkehrs. Gemeint sind aber auch die
vielen großen und kleinen Bautätigkeiten, mit denen wir unsere Infrastruktur erhalten oder
ausbauen.
Ein weiteres technisches Highlight in 2018 war die Inbetriebnahme des neuen Verkehrsrech-
ners. Wir können jetzt auf Echtzeitdaten zugreifen, Störungen schneller erkennen und behe-
ben oder Änderungen an der Ampelsteuerung direkt vom Arbeitsplatz aus erledigen. Weitere
Funktionserweiterungen und Systemerneuerungen im Verkehrssystemmanagement stehen
für 2019 auf dem Programm.
In 2019 gehen wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Wir bauen den ÖPNV aus
und erweitern die Angebote. Wir entwickeln sichere und komfortable Radverkehrsachsen.
Wir bringen stadtbezirkliche Radverkehrskonzepte auf den Weg und setzen sie um. Dabei
möchten wir auch weiterhin die Bürgerinnen und Bürger und die Verkehrsverbände mitneh-
men.
Eine Verkehrswende ist nur mit der konsequenten Modernisierung und Digitalisierung der
Verkehrsinfrastruktur erfolgreich zu gestalten. Bei der Entwicklung der Mobilität setzen wir
auch auf nachhaltige Angebote und innovative Lösungen wie Sharingdienste, die Förderung
von Lastenfahrrädern oder emissionsarme Antriebe. Mit diesen und vielen weiteren Stell-
schrauben, an denen wir drehen, werden wir die Luft in Köln sauberer und unsere Stadt le-
benswerter machen.
Dieser Tätigkeitsbericht gibt Ihnen einen Einblick in unsere vielfältige Arbeit. Wir wünschen
gute und informative Unterhaltung mit der Lektüre.
Klaus Harzendorf Patric Stieler
6
Inhaltsverzeichnis
Neuorganisation der Aufgaben ................................ ................................ .......................... 9
Verkehrssicherheitsarbeit ................................ ................................ ................................ .11
Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ an Kölner Grundschulen ............................... 11
„Köln steht bei Rot“ und „Ich verpfeif‘ dich!“ – Kampagnen zur Akzeptanz von Ampeln .11
Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“ ............11
„Safewalkers“ – Verkehrssicherheitsaktion für Flüchtlinge ................................ .............12
Kölner Fahrradquiz ................................ ................................ ................................ ........12
Verkehrssicherheit in der Grundschule – „Unser Zebrastreifen“ in Immendorf ...............12
„Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark .....................13
Befragung der Eltern von Erstklässlern zum Schuljahresbeginn ................................ ....13
Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen zum Schuljahresbeginn .......................13
Plakatkampagne „Wir sind wieder unterwegs“ ................................ ............................... 13
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit................................ ................................ ......................14
Die Neugestaltung der Ost-West-Achse ................................ ................................ ........14
Zahlreiche Pressetermine und Pressekonferenzen ................................ .......................15
Pressetermin auf der gestalteten Kreuzung Dürener Straße/Gürtel im Februar .............15
Pressegespräch zur Gründung des Amtes für Verkehrsmanagement ...........................15
Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung ................................ .......................16
Pressemitteilungen, Anliegerinformationen und das Internet ................................ .........16
Sonderaktionen ................................ ................................ ................................ .............16
Verkehrsplanung ................................ ................................ ................................ ................17
Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV ................................ ................................ .....17
Parkraumkonzepte ................................ ................................ ................................ ........18
Bewohnerparken ................................ ................................ ................................ ...........18
Car-Sharing im öffentlichen Straßenland ................................ ................................ .......19
Förderung des privaten Car-Sharing ................................ ................................ .............20
Außengastronomie auf Stellplätzen ................................ ................................ ...............20
Übersichten und Planungen ................................ ................................ ..........................20
Weitere Aufgaben................................ ................................ ................................ ..........20
Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen................................ ...21
Verkehrsentwicklung Mülheimer Süden ................................ ................................ .........22
Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation ................................ ...............23
Radverkehrskonzept Innenstadt ................................ ................................ ....................23
Ring frei – Theodor-Heuss-Ring ................................ ................................ ....................23
Ulrichgasse ................................ ................................ ................................ ...................23
Gladbacher Straße ................................ ................................ ................................ ........24
Ring frei – Hohenstaufenring ................................ ................................ .........................24
Cäcilienstraße ................................ ................................ ................................ ...............25
Fahrradstraßen ................................ ................................ ................................ .............25
Radverkehrsinfrastruktur ................................ ................................ ............................... 26
Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße ................................ .............................. 26
Klettenberggürtel ................................ ................................ ................................ ...........26
Radwegesanierungsprogramm ................................ ................................ ......................27
Millitärring ................................ ................................ ................................ ......................27
Service ................................ ................................ ................................ ..........................27
Fahrradbeauftragter on Tour ................................ ................................ .........................27
ZukunftsRadKöln ................................ ................................ ................................ ...........28
Verkehrsmodellierung/Verkehrsplanung: Verkehrsuntersuchung Ost-West-Achse ........28
Planung Niehler Gürtel ................................ ................................ ................................ ..29
Planung einer Entlastungsstraße für den rechtsrheinischen Kölner Süden ....................29
Weitere Verkehrsuntersuchungen 2018 ................................ ................................ ........29
Stellungnahmen zu Bauleitplänen ................................ ................................ .................29
Straßenerhaltung ................................ ................................ ................................ ................30
Bauhöfe ................................ ................................ ................................ .........................30
Grundsatzangelegenheiten ................................ ................................ ...........................32
Straßenzustandserfassung ................................ ................................ ............................32
Verkehrszeichenkataster ................................ ................................ ............................... 32
Haushaltsfinanzierte Reinigung ................................ ................................ .....................32
Parkbetriebsservice ................................ ................................ ................................ .......34
Straßenplanung ................................ ................................ ................................ ..................35
Stadtbezirk 1 – Innenstadt ................................ ................................ .............................35
Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen ................................ ................................ .......................36
Stadtbezirk 3 – Lindenthal ................................ ................................ .............................38
Stadtbezirk 4 – Ehrenfeld ................................ ................................ .............................. 40
Stadtbezirk 5 – Nippes ................................ ................................ ................................ ..42
Stadtbezirk 6 – Chorweiler ................................ ................................ ............................44
Stadtbezirk 7 – Porz ................................ ................................ ................................ ......46
Stadtbezirk 8 – Kalk/Deutz ................................ ................................ ............................48
Stadtbezirk 9 – Mülheim ................................ ................................ ................................ 50
Straßenbau ................................ ................................ ................................ .........................52
Innenstadt ................................ ................................ ................................ .....................52
Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ................54
Lindenthal ................................ ................................ ................................ .....................55
Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ .......................56
Nippes ................................ ................................ ................................ ...........................57
Chorweiler ................................ ................................ ................................ .....................58
Porz................................ ................................ ................................ ............................... 59
8
Kalk ................................ ................................ ................................ ............................... 60
Mülheim ................................ ................................ ................................ ........................61
Verkehrsmanagement ................................ ................................ ................................ ........62
Verkehrssystemmanagement ................................ ................................ ........................62
Verkehrsleitzentrale und Betriebssystemtechnik ................................ ...........................62
Verkehrserhebungen ................................ ................................ ................................ .....64
Wegweisung ................................ ................................ ................................ ..................64
Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen ................................ .........................66
Erneuerung des Kölner Verkehrsrechnersystems................................ ..........................66
Erneuerung der Ampelanlage Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße/
Justinianstraße ................................ ................................ ................................ ..............67
Erneuerung der Ampelanlage Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße
................................ ................................ ................................ ................................ ......68
Erneuerung der Ampelanlage Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße ....69
Lärmschutzmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße ................................ ....................70
Baustellenmanagement ................................ ................................ ................................ .71
Kölle entrümpeln ................................ ................................ ................................ ...........72
Baustellen und Container ................................ ................................ .............................. 72
Genehmigung von Sonder- und Schwertransporten ................................ ......................72
Stabsstelle Innenrevision ................................ ................................ ............................... 73
Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen ................................ ................................ .....73
Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung ................................ ................................ ..............74
Anlagen ................................ ................................ ................................ ............................... 76
9
Neuorganisation der Aufgaben
Die Anforderungen einer funktionierenden und umweltbewussten nachhaltigen Mobilität sind
in Köln höher als je zuvor. Die Stadt Köln nimmt daher unter anderem auch organisatorische
Veränderungen vor, um der wachsenden Bedeutung von nachhaltiger Verkehrsentwicklung
den Weg bereiten zu können. Bereits 2017 wurde der Modernisierung des Verkehrssektors
mit der Einrichtung eines eigenen Dezernats für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur Ausdruck
verliehen.
2018 folgte schließlich die Einrichtung eines neuen Amtes: Das Amt für Verkehrsmanage-
ment (-64-) soll den Verkehrsfluss in Köln optimieren und die Verkehrstechnik durch eine in-
telligente Verkehrssteuerung sowie eine Vernetzung der Verkehrsarten modernisieren.
Mit der Maßnahme wurde die ehemalige Abteilung 663 (Verkehrsmanagement) aus dem
Amt für Straßen und Verkehrstechnik (-66-) herausgelöst und gemeinsam mit weiteren Teil-
bereichen in das Amt 64 übergeleitet. Dieses nahm mit dem Amtsleiter Patric Stieler und
rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 1. April 2018 offiziell seinen Dienst auf.
Vom neuen Amt wurden auch die Aufgaben „Koordination der öffentlichen Beleuchtung“ (bis-
her Amt für Straßen und Verkehrstechnik) sowie „Schwerlasttransportgenehmigungen“ (bis-
her Amt für öffentliche Ordnung) übernommen. Neu eingerichtet wurden die Stabsstellen „In-
telligente Verkehrssysteme“ sowie eine eigene „Innenrevision“ etabliert. Im Amt 66 verblie-
ben sind der Bereich „Parkbetriebsservice“ sowie der Bereich „Straßenverkehrsrechtliche
Anordnungen/ortsfeste Beschilderung“. Die zentralen Aufgaben wie Allgemeine Verwaltung,
Finanzen, Vergabe und juristische Grundsatzangelegenheiten werden vom Amt 66 auch für
64 geleistet. Das Amt für Verkehrsmanagement gliedert sich in folgende Abteilungen:
64-1 – Stabstelle
Intelligente
Verkehrssysteme
64
Innenrevision
64
Verwaltungsangelegenheiten
64
Amtsleitung
641
Verkehrssystemmanage-
ment
641/1
Verkehrsleitzentrale,
Betriebssystemtechnik
641/2
Verkehrserhebung /
Wegweisung
642
Planung, Bau und Betrieb
von Lichtsignalanlagen
(LSA)
642/1
LSA Planung
642/2
LSA Bau und Betrieb
643
Baustellenmanagement
643/1
Baustellenkontrolldienst
643/2
Baustellengenehmigun-
gen linksrheinisch
643/3
Baustellengenehmigun-
gen rechtsrheinisch
64-1
Öffentliche Beleuchtung
10
Aus dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik wurde nach der Reorganisation das Amt für
Straßen und Verkehrsentwicklung. Die Gliederung stellt sich wie folgt dar:
66
Amtsleitung
660
Zentrale
Aufgaben
660/0
Juristische
Grundsatz-
angelegenheiten
660/1
Allgemeine
Verwaltung
660/2
Finanzen
660/3
Vergaben
661
Verkehrsplanung
661/1
Verkehrs-
entwicklungs-
planung & ÖPNV
661/2
Parkraum-
konzepte
661/3
Verkehrskonzept/
Verkehrs-
untersuchung
661/4
Nahmobiltät,
Radverkehrs-
förderung
Verkehrs-
modellierung
Fahrrad-
beauftragter
662
Straßenerhaltung
662/1
StVO-Anordnungen
Werbenutzungs-
vertrag
662/2
Grundsatz-
angelegenheiten
662/3
Bauhof
662/4
Parkbetriebsservice
664
Straßenplanung
664/1
Straßenplanung
Bezirk 1 und
Großprojekte
664/2
Straßenplanung
Bezirk 2 und 3
664/3
Straßenplanung
Bezirk 4, 5 und 6
664/4
Straßenplanung
Bezirk 7, 8 und 9
664/5
Stadtbezirks-
übergreifende
Straßenplanung,
Grundsatz-
angelegenheiten
665
Straßenbau
665/1
Aufgrabungs-
management
665/2
Bauausführung
Bezirk 1,
Radverkehr und
Großprojekte
665/3
Bauausführung
Bezirk 2 und 3
und Nord-Süd-
Stadtbahn
665/4
Bauausführung
Bezirk 4, 5 und 6
665/5
Bauausführung
Bezirk 7, 8 und 9
11
Verkehrssicherheitsarbeit
Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht-
nahme. Diese Verantwortung allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern be-
wusst und auf Gefahren und Risiken des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen, ist ein
wichtiges Anliegen der Verkehrssicherheitsarbeit, die auch im Jahr 2018 besonders aktiv
war.
Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ an Kölner Grundschulen
Um mit den Schulkindern insbesondere die schwächsten und
unerfahrensten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilneh-
mer auf die drohende Gefahr durch den toten Winkel aufmerk-
sam zu machen, entwickelte der Arbeitskreis „Sicherheit im
Straßenverkehr“ eine Verkehrssicherheitsaktion. Mit Unterstüt-
zung durch die Polizei und den ADAC und der Kolleginnen und
Kollegen klärte die Stadt Köln auch in 2018 zahlreiche Grund-
schulkinder über den Toten Winkel auf.
Die Schulungen erfolgen jeweils in zwei Teilen: Zunächst erfahren die Kinder in einem theo-
retischen Teil, was der Tote Winkel ist und welche Gefahren er mit sich bringt. Anschließend
erleben die Kinder selbst in einem Lkw, wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im toten
Winkel verschwinden.
Nach einer in der Presse viel beachteten Auftaktaktion auf dem Gelände der Rennbahn Köln
im März wurden im Jahr 2018 insgesamt rund 240 Schulklassen zum „Toten Winkel“ ge-
schult. Damit konnte eine neue Rekordbeteiligung von Schülerinnen und Schülern erzielt
werden.
„Köln steht bei Rot“ und „Ich verpfeif‘ dich!“ – Kampagnen zur Akzeptanz von Ampeln
Beliebt und mittlerweile schon vielen bekannt: Die roten und grünen „Ampelmännchen“, die
durch Pantomime zum Leben erweckt werden. Im Einsatz applaudieren sie Fußgängerinnen
und Fußgängern, die bei „Grün“ die Fahrbahn überqueren und halten „Rotgängerinnen“ und
„Rotgänger“ mit deutlichen Gesten vom Überqueren der Straße ab.
Im Januar und November wiesen die lebendig gewordenen Ampelsymbole die Kölnerinnen
und Kölner in großformatigen Werbeanlagen stadtweit darauf hin, dass Ampeln zu beachten
sind. Bei einer Aktion im Oktober tauchten die „Ampelmännchen“ in Köln-Höhenhaus leben-
dig und in Farbe auf und trainierten mit Kindern einer Kölner Grundschule, wie signalisierte
Kreuzungen sicher überquert werden können.
Unter dem Motto „Ich verpfeif‘ dich!“ beobachteten Schülerinnen und Schüler der Grund-
schule Mommsenstraße in Köln-Sülz im Oktober das Verhalten von Fußgängerinnen und
Fußgängern an Ampeln. Diejenigen, die die Straße bei „Grün“ querten, wurden mit einem
kleinen Geschenk belohnt. Wer die Fahrbahn bei „Rot“ betrat, wurde von den Kindern mit
Hilfe von Trillerpfeifen lautstark „verpfiffen“. Die Ertappten wurden anschließend von den Kin-
dern auf die Rotlichtverstöße angesprochen und über die Gefahren informiert.
Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“
Im Frühjahr fanden in der Jugendverkehrsschule Köln-
Nippes wieder zwei einwöchige kostenlose Fahrradkurse
für Seniorinnen und Senioren statt, in denen die Fahrrad-
fertigkeiten unter fachkundiger Anleitung aufpoliert und
gefestigt werden konnten. Höhepunkt und Abschluss der
Trainingswoche war eine Fahrt ins „Grüne“, bei dem der
Übergang aus dem geschützten Bereich in den alltägli-
chen Verkehr eingeleitet wurde.
12
„Safewalkers“ – Verkehrssicherheitsaktion für Flüchtlinge
Auch in 2018 wurde die Verkehrssicherheitsaktion „Safewalkers“ für neu in Köln lebende
Flüchtlinge fortgesetzt. Ihr Blick für gefährliche Situationen im oft nicht vertrauten Großstadt-
verkehr soll dadurch geschärft und wichtige Verkehrsregeln vermittelt werden.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RheinFlanke GmbH, die regelmäßig in Flüchtlingshei-
men Sport- und Spielveranstaltungen durchführen, wurden hierfür durch die Polizei als Multi-
plikatoren ausgebildet. Die RheinFlanke ist eine gemeinnützige GmbH, Trägerin für Jugend-
arbeit und Flüchtlingshilfe und legt in ihren Handlungsansätzen einen besonderen Fokus auf
junge Menschen, die einen verminderten Zugang zu Bildung und Ausbildung und damit auch
zu gesellschaftlicher Teilhabe haben.
Das Projekt „Safewalkers“ spricht Kinder ab dem Grundschulalter sowie Jugendliche und
junge Erwachsene mit Fluchterfahrung an, die sich selbständig im Straßenverkehr bewegen
und sich damit den alltäglichen Verkehrsgefahren aussetzen. Den Teilnehmenden soll durch
gezielten Unterricht in Theorie und Praxis ermöglicht werden, sich sicher durch den Straßen-
verkehr zu bewegen und die wichtigsten Verkehrsregeln zu kennen. Eigens erstellte Sicher-
heitswesten weisen die Gruppen als „Safewalker“ aus und stärken das Zusammengehörig-
keitsgefühl.
Kölner Fahrradquiz
Im beliebten Kölner Fahrradquiz rätselten auch in diesem
Jahr mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über
zehn Fragen zu wichtigen Regeln für Fahrradfahre nde um
die Figur der Neu-Radlerin „Rita Rostisch“. Sie begegnet als
Radfahrerin regelmäßig neuen V erkehrssituationen und
sucht Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme. Wer die
Fragen fehlerfrei lösen konnte, nahm an der Verlosung wert-
voller Preise teil. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die
das Quiz im Internet lösten, erhielten auf elektronisch em
Weg ein Feedback und damit Hinweise auf falsch gelöste
Aufgaben.
Zudem beteiligten sich insgesamt 34 Schulklasse n geschlossen am Quiz und hatten so die
Möglichkeit, ihre Klassenkasse mit Geldgewinnen zwischen 100 und 300 Euro aufzumöbeln.
Alle angemeldeten Nicht-Gewinner-Klassen erhielten darüber hinaus Trostpreise in Form von
Eintrittskarten für den Kölner Zoo.
Verkehrssicherheit in der Grundschule – „Unser Zebrastreifen“ in Immendorf
Seit Jahren setzten sich Bürgerinnen und Bürger aus Immendorf dafür
ein, dass auf der Hauptstraße Zebrastreifen markiert werden. Daher rich-
tete das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in Zusammenarbeit mit
Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse der „Schule IM Süden“ zwei
Zebrastreifen als „Kinderzebrastreifen“ ein. Die Schülerinnen und Schüler
gestalteten im Kunstunterricht die Poller, die die Überwege abgrenzen.
Die Kinder wurden von Anfang an in die Planung und Ausgestaltung der
Überwege mit einbezogen.
Kurz vor den Ferien wurden die beiden Zebrastreifen, von den Kindern
„Caretaker“ und „Ceobella“ getauft, gemeinsam mit der ganzen Schule
und dem Bezirksbürgermeister feierlich eingeweiht.
13
„Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark
Auch der kostenlose Fahrradcheck, den das Amt für Straßen
und Verkehrsentwicklung seit mehreren Jahren anbietet,
wurde wieder an zwei Terminen von Fahrradmonteuren der
Zweiradwerkstatt 180° durchgeführt. Die Sparte der festge-
stellten Mängel reicht von defekten Beleuchtungsanlagen und
ausgeleierten Bremsen bis hin zu Fahrrädern, die buchstäb-
lich auseinander zu fallen drohen. Nach der Untersuchung er-
hielten alle Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die ihr
Fahrrad überprüfen ließen, eine Bescheinigung mit Angabe
des eventuellen Reparaturbedarfs. Regelmäßig freuen sich jedoch auch viele über eine
kleine Ausbesserung an Ort und Stelle, die durch die Monteure nach Möglichkeit geleistet
wird.
Befragung der Eltern von Erstklässlern zum Schuljahresbeginn
Am Einschulungstag der Erstklässler wurde als Ak-
tion des Arbeitskreises „Sicherheit im Straßenver-
kehr“ wieder an neun Schulen im Kölner Stadtge-
biet eine Elternbefragung zum Thema „Sicherer
Schulweg“ durchgeführt. Vertreterinnen und Vertre-
ter des Arbeitskreises befragten die Eltern der Erst-
klässler anhand eines Fragebogens zum Schulweg
ihrer Kinder.
Auf Basis der Hinweise aus dem Elternkreis er-
folgte eine gründliche Überprüfung der Schulwege
und der geschilderten örtlichen Situationen. An Gefahrenstellen wurden Maßnahmen vor Ort
durchdacht und umgesetzt, zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg. Auch wurden die
Eltern bei der Beantwortung des Fragebogens und im Gespräch an die Notwendigkeit erin-
nert, den Schulweg gemeinsam mit ihrem Kind zu proben und den sichersten Weg zu nut-
zen.
Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen zum Schuljahresbeginn
Tempoverstöße in der Umgebung von Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situatio-
nen für die Kinder. Daher wurden an je zehn Tagen nach den Sommer- und Herbstferien vor
neun Schulen Messanlagen installiert. Die gefahrene Geschwindigkeit wurde per Display mit
einem lächelnden Gesicht bei korrektem Fahren und mit einem traurigen Gesicht bei zu ho-
her Geschwindigkeit quittiert.
Plakatkampagne „Wir sind wieder unterwegs“
Mit dem Plakat „Wir sind wieder unterwegs“ wurde in den ersten beiden Wochen nach den
Sommerferien auf die besondere Rücksichtnahme auf Schulkinder in großformatigen Werbe-
anlagen stadtweit hingewiesen.
14
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Neugestaltung der Ost-West-Achse
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung stand
in 2018 im Zeichen der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Ost-West-Achse.
Der Startschuss fiel Mitte März mit der Auftaktveranstal-
tung im Historischen Rathaus, an der rund 350 interes-
sierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Sie konnten
sich im Rahmen der Veranstaltung über die verschiede-
nen Varianten informieren sowie mit Expertinnen und Ex-
perten diskutieren. In Rahmen von Vorträgen sowie an
verschiedenen Thementischen konnten sich die Bürgerin-
nen und Bürger in Vorträgen über die verschiedenen As-
pekte der Umgestaltung und des Beteiligungsprozesses
informieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Da-
bei wurde deutlich, wie weit die Meinungen bei der Frage, ob ein oberirdischer oder unterirdi-
scher Ausbau der Ost-West Achse sinnvoller ist, auseinandergehen.
Im April und Mai wurden jeweils zweiteilige Expeditions- und Workshop-Termine aus den
drei Perspektiven „Anwohnerinnen und Anwohner“, „Individualverkehr“ und „ÖPNV-Nutzerin-
nen und -Nutzer“ durchgeführt. Im Rahmen der Expeditionen wurde zunächst untersucht, wie
sich die Situation auf den Straßen, Schienen, Wegen und Plätzen auf dem Streckenverlauf
darstellt, welche Konflikte es konkret gibt, was gut funktioniert und welche Veränderungen
denkbar sind. Die Beobachtungen wurden anschließend in einem Workshop festgehalten,
ausgewertet, diskutiert und mit den vorliegenden fünf Planungsvarianten abgeglichen.
In einer Info-Stadtbahn am Neumarkt konnten sich In-
teressierte an insgesamt sieben Terminen im März und
Juni mit Expertinnen und Experten über die Zukunft der
Ost-West-Achse austauschen.
Ende Juni wurde mit einer Auswertungskonferenz die
erste Phase der Bürgerbeteiligung abgeschlossen.
Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte rund
250 Kölnerinnen und Kölner im Historischen Rathaus,
die offen und engagiert die bisherigen Erkenntnisse der
Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Ost-West-Achse dis-
kutierten.
Auswertungskonferenz
Auftaktveranstaltung im Rathaus
15
Zwischenzeitlich hatten verschiedene Ratsfraktionen ergänzende Varianten der Umgestal-
tung ins Spiel gebracht. Zu diesen ergänzenden Varianten wurden weitere Analysen und
Studien erarbeitet. Diese Ergebnisse wurden schließlich Ende Oktober in einer abschließen-
den Veranstaltung im Historischen Rathaus vorgestellt.
Die erarbeitete Beschlussvorlage wurde Anfang November veröffentlicht und in die politi-
schen Gremien zur weiteren Beratung und Entscheidung eingebracht. Kurz vor Weihnachten
hat der Rat schließlich über das weitere Vorgehen zu diesem Thema entschieden: weiterge-
plant werden sollen sowohl eine Tunnel- als auch eine oberirdische Lösung.
Zahlreiche Pressetermine und Pressekonferenzen
In zahlreichen Terminen vor Ort und in Pressekonferenzen wurde
die Öffentlichkeit über die großen mobilitätsrelevanten Themen aus-
führlich informiert. Insbesondere geplante und durchgeführte Maß-
nahmen zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel und zur Förderung
des Radverkehrs gaben wiederholt Anlass zur Berichterstattung.
Vor allem die Freigabe der Pilotstrecke „Ringe“ rief ein großes medi-
ales Interesse hervor. Auch die Freigabe der Fahrradspuren auf
dem Theodor-Heuss-Ring und auf der Cäcilienstraße sowie die
Radverkehrsführung im Bereich des Neumarktes und die Auswei-
sung der Zülpicher Straße als Fahrradstraße wurden jeweils mit einem Pressetermin vor Ort
publik gemacht.
Pressetermin auf der gestalteten Kreuzung Dürener Straße/Gürtel im Februar
Im Rahmen der Umbauarbeiten wurden an dem Ver-
kehrsknotenpunkt in Köln-Lindenthal die Fahrbahnen und
Gehwege neu angeordnet, die Radverkehrsführung in
Teilen geändert und alte Ampelanlagen durch neue er-
setzt. Durch den Umbau wurden die Verkehrsbeziehun-
gen zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern
an der Kreuzung übersichtlicher.
Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit spielte bei
den Planungen die Förderung des Fuß- und Radverkehrs
eine besondere Rolle.
Im Rahmen eines Pressetermins stellte die Beigeordnete Andrea Blome, Bezirksbürgermeis-
terin Helga Blömer-Frerker sowie Amtsleiter Klaus Harzendorf die umgestaltete Kreuzung
vor.
Pressegespräch zur Gründung des Amtes für Verkehrsmanagement
Das Amt für Verkehrsmanagement hat am 1. April offiziell seine Arbeit aufgenommen. In ei-
nem ausführlichen Pressegespräch erläuterten die Beigeordnete Andrea Blome und beide
Amtsleiter, Patric Stieler und Klaus Harzendorf, die zukünftige Aufgabenverteilung sowie die
Herausforderungen, denen sich das Amt für Verkehrsmanagement stellt. Die Journalisten er-
hielten anschließend exklusiv einen Blick auf den neuen Verkehrsrechner der Stadt Köln.
Gladbacher Straße
16
Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung
Unter dem Motto „Raus aus dem Stau! Maßnahmen
für einen umweltfreundlichen Verkehr im Rechtsrhei-
nischen“ wurden Ende Februar gemeinsam mit der
Stadt Bergisch Gladbach alle interessierten Bürgerin-
nen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung
ins Straßenbahnmuseum Thielenbruch eingeladen.
Hier wurden der Öffentlichkeit die vom Runden Tisch
„Verkehr im Rechtsrheinischen“ erarbeiteten Maß-
nahmenpläne vorgestellt, um aktuelle Verkehrspro
bleme in Bergisch Gladbach und im rechtsrheini-
schen Kölner Norden zu lösen. In diesem Gremium erarbeiten Vertreter der Städte Köln und
Bergisch Gladbach, des Rheinisch-Bergischen Kreises, des Nahverkehrsverbundes Rhein-
land, des Landesbetriebs Straßen NRW und der verschiedenen Verkehrsbetriebe konkrete
Maßnahmen und Optimierungspotenziale.
Ebenfalls im Februar wurden in einer Informationsveranstaltung die Untersuchungs- und Er-
fahrungswerte aus dem laufenden Verkehrsversuch in den Stadtteilen Bayenthal und Mari-
enburg im Irmgardis-Gymnasium vorgestellt. Alle Interessierten hatten die Möglichkeit, sich
an verschiedenen Thementischen nach individuellem Bedürfnis zu informieren, sich zu den
Ergebnissen des Verkehrsversuches zu äußern und Anregungen für das weitere Vorgehen
zu geben.
Auch die geplante Umsetzung eines Parkraumkonzeptes in Bayenthal mit Einrichtung von
Bewohnerparken wurde im Rahmen einer weiteren Informationsveranstaltung vor Ort erläu-
tert.
Pressemitteilungen, Anliegerinformationen und das Internet
Im Verlauf des Jahres wurden rund 220 große und kleine Pressemitteilungen gefertigt und
für rund 30 Maßnahmen Anliegerinformationen erstellt. Auch die ständige Aktualisierung des
Internetauftritts, die Beantwortung zahlreicher Anfragen über die Social-Media-Kanäle der
Stadt sowie das Schalten von proaktiven Beiträgen über die sozialen Medien spielen bei der
täglichen Arbeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit eine immer größere Rolle.
Sonderaktionen
Zahlreiche Menschen wurden auch in 2018 wieder zur Teilnahme an der Aktion STADT
RADELN und dem Mitarbeitendenwettbewerb „Radeln sie sich fit zur Arbeit“ motiviert. Für
beide Aktionen wurden jeweils große Abschlussveranstaltungen im Historischen Rathaus
ausgerichtet. Hier wurden die Gewinnerinnen und Gewinner durch Bürgermeisterin Elfi Scho-
Antwerptes (STADTRADELN) sowie Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (Radeln Sie sich fit
zur Arbeit) ausgezeichnet.
17
Verkehrsplanung
Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV
Die ehemalige Stabsstelle für Gesamtverkehrsentwicklungs- und Nahverkehrsplanung wurde
2018 in die Abteilung Verkehrsplanung integriert. In dem Zuge wurde auch der Bereich Logistik
aus dem neuen Sachgebiet „Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV“ herausgelöst. Die Auf-
gaben umfassen weiterhin die Verkehrsentwicklungsplanung mit dem Schwerpunkt der Ver-
kehrsinfrastrukturentwicklung, die Weiterentwicklung des ÖPNV, die enge Ab stimmung der
städtischen Belange im Schienenpersonennahverkehr, konzeptionelle Aufgaben zum Thema
Elektromobilität sowie die Entwicklung alternativer Mobilitätsangebote. Auch die Vergabe von
Leistungen im Bereich des ÖPNV, der Abschluss von Verträgen und die Abrechnung interlo-
kaler Verkehre werden in diesem Sachgebiet durchgeführt.
Die Aufgaben und Aufträge aus dem vom Rat be-
schlossenen 3. Nahverkehrsplan gilt es nun in d en
nächsten Jahren umzusetzen. Für das umfangreiche
Projekt zur Vorbereitung der Direktvergabe im Jahr
2019 an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG wurden 2018
umfangreiche Aktualisierungen vorgenommen, die
auch vom Fahrplanwechsel geprägt w aren. Mit Ferti-
gung der Vorlagen zum Fahrplanwechsel 2018 wurden
gleichzeitig bereits die nächsten Konzepte und Planun-
gen für den kommenden Wechsel im Jahr 2019 ange-
stoßen.
Gemeinsam mit dem Nahverkehr Rheinland und den benachbarten Kommunen wurden die
Konzepte zur Ausweitung einheitlicher Mobilstationen fortentwickelt, sodass für das kom-
mende Jahr mit weiteren Realisierungen zu rechnen ist.
2018 wurde die Untersuchung Mobilität in Deutschland (MiD) abgeschlossen, deren Daten
der Bund als Auftraggeber an die beteiligten Kommunen zur Analyse und Weiterverarbeitung
bis Ende 2018 vorlegen sollte. Die Auswertungen für Köln sind daher im Jahr 2019 geplant.
Auch für 2019 ist ein Ratsbeschluss zur Umsetzung von ca. 400 öffentlichen E-Ladepunkten
für Pkw zu erwarten. Die Konzepte zur Ladeinfrastruktur und zum Betrieb wurden im Jahr
2018 gemeinsam mit dem Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur sowie der Stadt-
werke Köln GmbH entwickelt.
Im Sachgebiet Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV wurde zum Jahresende durch einen
Stellenwechsel innerhalb des Amtes die Vollbesetzung mit sechs Personen erreicht. In den
nächsten Jahren steht das Sachgebiet insbesondere im Zuge der eingeleiteten Mobilitäts-
wende weiterhin vor großen Herausforderungen.
Elektrobus der Kölner Verkehrs-Betriebe
18
Parkraumkonzepte
Die Planung von Parkraumkonzepten zielt darauf, allen Verkehrsteilnehmenden, ob Bewoh-
nerinnen oder Besuchern, Kundinnen oder Lieferanten, in stark nachgefragten Gebieten den
nötigen Parkraum anzubieten. Eine nachfrage- und lösungsorientierte Ordnung des Parkrau-
mes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges, alle Ansprüche berücksichtigendes städti-
sches Umfeld im öffentlichen Straßenland. Die Parkraumregelungen sorgen für eine optimale
Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze und schützen das Umfeld vor übermäßiger Be-
lastung durch den ruhenden Verkehr.
Bewohnerparken
Im Stadtgebiet gibt es aktuell 42 Bewohnerparkgebiete, davon 21 Gebiete in der Innenstadt,
10 in Lindenthal, 2 in Mülheim, 6 in Nippes, 1 in Kalk und 2 in Porz. 2018 wurden die Bewoh-
nerparkgebiete Sülz-Nord I und Sülz-Nord II in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurden
die Bewohnerparkgebiete Deutz II, Lindenthal-Süd II und Weiden-Nord optimiert. Die beste-
henden Bewohnerparkgebiete werden fortlaufend betreut und verbessert.
Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in Planung bzw. in Vorbereitung:
Bayenthal I
Bayenthal II
Buchforst
Dellbrück
Humboldt
Lindenthal-Nord III
Lindenthal-West
Longerich
Pauliviertel in Braunsfeld
Rodenkirchen I
Rodenkirchen II
Ehrenfeld I-IV
Stammheim
Thielenbruch
Porz-Eil
Porz-Urbach
Zollstock
Sülz-Ost
Die Inbetriebnahme des Bewohnerparkgebietes Lindenthal-Nord III sowie der Bewohnerpark-
gebiete Ehrenfeld I, II, III und IV ist für 2019 vorgesehen.
36.889
8.784
571
2.2712.765
51.280 Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln
Freies Parken
Parken an
Parkscheinautomaten mit
"Rotem Punkt" Parken an
Parkscheinautomaten
ohne "Roten Punkt"
Ladezone
Reserviertes
Bewohnerparken
19
Um das Thema Bewohnerparken für Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen, wird
die Präsenz im Internet ständig aktualisiert. Auf der Internetseite
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/parken/bewohnerparken gibt es Antworten auf
die häufigsten Fragen rund um das Thema, Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkge-
bieten im Stadtgebiet und Informationen zum Bewohnerparkausweis. Bürgerinnen und Bür-
ger können den Bewohnerparkausweis mittlerweile online beantragen und selbst zu Hause
ausdrucken. Auch Gewerbetreibende und andere Parkplatzsuchende finden hier Informatio-
nen beispielsweise zum „Parken rund um die Uhr“. Als Servicestellen stehen das E-Mail-
Postfach „Parkraumkonzepte“ und das Bürgertelefon zur Verfügung. Auf diesen Wegen wur-
den 821 Anfragen vom Fachbereich beantwortet.
Car-Sharing im öffentlichen Straßenland
Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen, Car-Sharing-Unternehmen unmittel-
bar an Verknüpfungspunkten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) öffentliches
Straßenland zur Verfügung zu stellen. Neben der Firma Cambio, die bereits mehrere Statio-
nen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter ausbaut, hat sich mit der Firma Flinkster
ein weiteres Unternehmen mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamt-
angebot der stationsgebundenen Car-Sharing-Anbieter beträgt zurzeit 560 Fahrzeuge. Cam-
bio setzt in Köln auch Elektroautos ein, für die seitens der Stadt Köln kostenlos je zwei Stell-
plätze in den Stationen zur Verfügung stehen. Wie am Cambio-Standort in der Constantin-
straße in Deutz, der 2015 als erster im öffentlichen Straßenland eingerichtet wurde, stehen
mittlerweile stadtweit insgesamt 32 Stellplätze für Elektrofahrzeuge in Stationen zur Verfü-
gung. Das Angebot soll unter besonderer Berücksichtigung von Elektrofahrzeugen ausge-
weitet werden.
Car2go und Drive Now bieten ergänzend sogenannte Freefloater an. Dabei handelt es sich
um Car-Sharing-Angebote, für die keine spezielle Vormerkung auf ein Fahrzeug erfolgt und
für die auch keine ausgewiesenen Stationen zum Abstellen der Fahrzeuge festgelegt sind.
Sie werden vielmehr regulär im öffentlichen Straßenland oder zum Teil auch in öffentlichen
Parkhäusern geparkt. Anfallende Parkgebühren werden in festgelegten Geschäftsbereichen
20
von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das
Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden rund 700 Fahrzeuge im Stadtgebiet bereit-
gehalten.
Förderung des privaten Car-Sharing
Zur Förderung des privaten Car-Sharing wurde zum 1. März 2018 im Rahmen eines Pilotpro-
jektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kraftfahrzeug Bewohnerparkausweise für unterschiedli-
che Bewohnerparkgebiete auszustellen. 65 Bewohnerinnen und Bewohner haben davon Ge-
brauch gemacht.
Außengastronomie auf Stellplätzen
Das Ad hoc-Programm „Außengastronomie auf Stellplätzen“ wurde gemäß Beschluss „Sit-
zen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld erarbeitet. Vom 1. April
bis 31. Oktober 2018 wurden in diesem Sinne Stellplätze für eine Außengastronomie zur
Verfügung gestellt. Das Amt für Öffentliche Ordnung hat die Außengastronomie in 21 Fällen
genehmigt. 2019 soll ein stadtweit gültiges Regelwerk etabliert werden.
Übersichten und Planungen
Im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln werden rund 51.280 Stellplätze bewirtschaftet.
Die mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätze warfen im Jahr 2018 Erträge in
Höhe von 20,95 Millionen Euro ab. Mit rund 43.800 ausgegebenen Bewohnerparkausweisen
wurden Erträge in Höhe von rund 1,54 Millionen Euro erzielt.
Weitere Aufgaben
Anordnung und Optimierung von Ladezonen
Parkraumbewirtschaftung in Geschäftsstraßen
Auswertung und Bewertung von Verkehrserhebungen
Entwicklung von Grundsätzen auf Grundlage des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG)
Erarbeitung verkehrsrechtlicher Grundlagen
21
Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen
Im Rahmen der Bauleitplanung und des Baugenehmigungsverfahrens wurden Verkehrsun-
tersuchungen und Verkehrskonzepte sowohl für städtische Vorhaben als auch für private In-
vestoren durchgeführt. Konzeptionell wurden die laufenden und zukünftigen Großbaumaß-
nahmen im gesamten Stadtgebiet begleitet. Von den mehr als 160 Projekten im Jahr 2018
wurden 44 für Schul- und Kitabauten und 118 für die Entwicklung von Wohnen, Gewerbe
und Dienstleistungen erarbeitet. Darüber hinaus wurden über 80 Stellungnahmen für Bauan-
träge und Bauvoranfragen fertiggestellt.
Aufgrund politischer Beschlüsse wurden mehrere Verkehrskonzepte erarbeitet und verkehrli-
che Untersuchungen durchgeführt. Die umgesetzten Verkehrsversuche „Sperrung Zülpicher
Straße“, „Umgestaltung der Dellbrücker Hauptstraße“ und „Verkehrsberuhigung Marien-
burg/Bayenthal“ wurden fortgeführt und durch umfangreiche Verkehrsuntersuchungen be-
gleitet.
Das Verkehrsführungskonzept Altstadt wurde abschließend bearbeitet und zur Beratung an
die Gremien des Rates eingebracht.
Im Logistikforum wurde der Arbeitsschwerpunkt auf den Bereich „Anlieferverkehr“ festgelegt.
Anfang 2018 tagten erstmals Fachgruppen, die sich aus den im Logistikforum vertretenen
Unternehmen, Verbänden und Institutionen und weiteren für die Themen relevanten Akteu-
ren zusammensetzen. Hier wurden Anforderungskriterien an diese besondere Infrastruktur
erarbeitet. Konkret wird die Verwirklichung eines Mikrodepots geprüft, das als Pilotprojekt für
Köln fungieren soll. Einige Kurier-, Express- und Paketdienstleister haben ihr Interesse an
der Nutzung von Mikrodepots in Köln signalisiert. In einer ersten Ausbaustufe könnten mit
der Einrichtung von rund 10 teils von mehreren Dienstleistern gemeinsam genutzten Depots
in der Kölner Innenstadt rund 27 Zustelltouren ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass ge-
eignete Flächen dafür zur Verfügung gestellt werden. Die bislang innerhalb der Zustellbe-
zirke gefahrene Strecke beträgt bis zu 30 Kilometer je Tour an einem Tag, die mit Diesel-Lie-
ferfahrzeugen zurückgelegt werden. Eine Umstellung auf Lastenfahrräder könnte zu Stre-
ckeneinsparungen von bis zu 20 Prozent führen. Arbeitsergebnisse der Fachgruppensitzun-
gen flossen auch in den „Green City Masterplan“ ein.
Ein Förderkonzept "Lastenräder für Köln" wurde vom Finanz- und Verkehrsausschuss be-
schlossen, um Anreize für einen emissionsfreien Warentransport zu schaffen. Diese Förde-
rung ist Teil des Maßnahmenkatalogs im Green City Masterplan. Sie wird in 2019 umgesetzt.
Die Bearbeitung der Verkehrskonzepte für große städtebauliche Entwicklungen wurde fortge-
führt. Dazu zählen die Projekte:
Parkstadt-Süd
Deutzer Hafen
Rondorf
Heliosgelände
Güterbahnhof Ehrenfeld
Gewerbepark SEGRO
Wohngebiet Damiansweg
Mülheimer Süden
22
Verkehrsentwicklung Mülheimer Süden
Die Machbarkeitsstudie auf Grundlage des Verkehrsgutachtens zur Abwicklung der Verkehre
im Zuge der städtebaulichen Entwicklung „Mülheimer Süden“ wurde abgeschlossen. Ver-
kehrs- und Finanzausschuss haben im Dezember beschlossen, die Planung der vier neuen
Straßennetzelemente, Maßnahmen im vorhandenen Straßennetz sowie Neubau der Stadt-
bahntrasse Deutz-Mülheimer Straße zwischen Messekreisel und Bergischer Ring weiter zu
entwickeln, planrechtlich zu sichern und die Finanzierung sicherzustellen.
Bestandteil des beschlossenen Konzeptes ist auch ein Mobilitätskonzept für die Neuentwick-
lung des Mülheimer Südens. Hier wurden zusätzlich Maßnahmen zur Veränderung des Mo-
dal Split zugunsten des Umweltverbundes vorgesehen. Dem Konzept wurden die Vorgaben
aus dem Strategiepapier „Köln mobil 2025“ zugrunde gelegt. Das Mobilitätskonzept soll für
alle Investoren verpflichtend zur Umsetzung kommen.
Die Erarbeitung und Umsetzung des Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für den Mülheimer
Süden ist ein wichtiger Baustein für das von der Stadt Köln verfolgte Leitbild einer Stadt der
kurzen Wege mit lebenswerten und immissionsarmen Stadtquartieren. Konkretes Ziel ist es,
ein Quartier mit gemischter Nutzungsstruktur von Wohnen, Dienstleistung, Gewerbe und
möglichst geringer Pkw-Nutzung zu schaffen. Dazu soll die Zahl der notwendigen Stellplätze
deutlich reduziert werden und stattdessen u. a. Car-Sharing, auch auf Elektrobasis, gefördert
werden. Ein attraktives Angebot für Rad- und Fußverkehr ist wie eine deutliche Verbesse-
rung des ÖPNV-Angebotes vorgesehen. Dies wird zunächst durch die Einrichtung einer
neuen Buslinie, in einem weiteren Schritt durch den Bau einer Stadtbahntrasse erreicht. Der
Rad- und Fußverkehr wird ausgebaut und mit dem gesamtstädtischen Radwegenetz verbun-
den. Stationsgebundenes Car-Sharing, Bike-Sharing, Lastenrad- und Transportmittelverleih-
systeme werden bewusst durch die Einrichtung von Mobilstationen gefördert.
23
Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation
Radverkehrskonzept Innenstadt
Mit der Umsetzung des im Juni 2016 durch den Rat der Stadt Köln beschlossenen Radver-
kehrskonzeptes Innenstadt geht es weiter voran:
Ring frei – Theodor-Heuss-Ring
Auf dem Theodor-Heuss-Ring wurde in Fahrtrichtung der Ringe ein 2,50 Meter breiter Rad-
fahrstreifen geschaffen. Auf diesem sind Radfahrerinnen und Radfahrer nunmehr komforta-
bel und sicher unterwegs. Fahrradpiktogramme verdeutlichen, welche Bereiche für Radfah-
rende reserviert sind. Parktaschen, die früher quer zur Fahrbahn eingerichtet waren, wurden
in Längsparkstreifen umgewandelt. Im Bereich der Einmündung Clever Straße ist ein neuer
Fußgängerüberweg hinzugekommen.
Auf der Fahrbahn in Richtung Rhein
wurde ein Schutzstreifen mit einer
Breite von 2,25 Metern eingerichtet
und Fahrradpiktogramme sind auf der
Fahrbahn aufgetragen worden. An
Einmündungen und im Bereich von
Abbiegespuren wurden zur zusätzli-
chen Erhöhung der Sicherheit großflä-
chig rot eingefärbte Radstreifen mar-
kiert. Vor den Ampelanlagen sind
komfortable Wartebereiche für Rad-
fahrende entstanden. An den Kreu-
zungen mit dem Ebertplatz und dem
Konrad-Adenauer-Ufer wurden Aufstellflächen für den Radverkehr ergänzt beziehungsweise
optimiert und auf dem gesamten Theodor-Heuss-Ring die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf
30 Stundenkilometer herabgesetzt.
Ulrichgasse
Eines der BigFive-Projekte des Radverkehrskonzeptes für die Kölner Innenstadt ist die fahr-
radfreundliche Umgestaltung der in den 1950er und 60er Jahren umgesetzten autogerechten
Nord-Süd-Achse/„Nord-Süd-Fahrt“ durch die Innenstadt. Grundprinzip ist die Umwandlung
einer Kfz-Fahrspur in einen Radfahrstreifen. Die Anzahl der Kfz-Fahrspuren je Richtung wird
gleichzeitig von drei auf zwei Fahrspuren reduziert. Im Zuge einer Fahrbahndeckensanierung
wurde auf der Ulrichgasse dieses Prinzip in 2017 auf einem 350 Mete r langem Teilstück erst-
malig umgesetzt.
Im Sommer 2018 wurde die Radverkehrsführung auf der Ulrichgasse weiter nach Süden ver-
längert und der Anschluss an das bestehende Radverkehrsnetz auf der Vorgebirgstraße her-
gestellt. Hierfür wurden unter anderem die Ampelanlagen an vier weiteren Knotenpunkten
erneuert.
Radfahrstreifen auf dem Theodor-Heuss-Ring
Ulrichgasse nach der Sanierung
Ulrichgasse vor der Sanierung
24
Gladbacher Straße
Ebenfalls zu den BigFive-Maßnahmen gehörte
die Öffnung der Gladbacher Straße für den Rad-
verkehr entgegen der Fahrtrichtung als Schlie-
ßung der Netzlücke zwischen der Innenstadt und
den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld. Bis
dahin war es nur möglich, die Gladbacher Straße
in Richtung Kaiser-Wilhelm-Ring zu befahren.
Eine direkte Geradeausverbindung von der In-
nenstadt über die Christophstraße weiter in Rich-
tung Grüngürtel und Subbelrather Straße gab es
nicht. Radfahrende mussten an der Kreuzung
Christophstraße/Kaiser-Wilhelm-Ring einen Um-
weg über die parallel verlaufenden Straßen in
Kauf nehmen.
Um den Radfahrenden auf dieser viel befahrenen Strecke mehr Schutz zu gewähren, wurde
für sie ein eigener Radfahrstreifen angelegt. Wegen des begrenzten Straßenraums mussten
dafür Abbiegespuren umgewandelt und das Parken neu geordnet werden. Die zulässige
Höchstgeschwindigkeit wurde von 50 auf 30 km/h reduziert. Die neue Aufteilung der Ver-
kehrsflächen gliedert das Straßenbild klarer und schafft darüber hinaus mehr Platz für Fuß-
gängerinnen und Fußgänger.
Ring frei - Hohenstaufenring
Auf dem Hohenstaufenring zwischen Zülpicher
Platz und Lindenstraße wurde zwischen Mai und
Oktober 2018 eine Autospur in einen Radfahrstrei-
fen umgewandelt. Der rund 450 Meter lange Ab-
schnitt liegt im verkehrsstarken, städtisch gepräg-
ten Bereich der Kölner Ringe. Der nun realisierte
Abschnitt dient als Pilotstrecke. Die Erfahrungen
werden bei den weiteren Planungen für die Kölner
Ringe berücksichtigt. Mittelfristig soll auf den Rin-
gen zwischen Bastei im Norden und Bayenturm im
Süden „von Rhein zu Rhein“ eine möglichst einheit-
liche Radverkehrsführung hergestellt werden.
Die Markierung des 2,50 Meter breiten Radfahrstreifens auf dem Hohenstaufenring wird flan-
kiert durch weitere Maßnahmen:
- Einführung von Tempo 30 für den Autoverkehr.
- Erneuerung der Ampeln einschließlich der Schaffung von Aufstellflächen für das indi-
rekte Linksabbiegen.
- Wegfall des Kurzzeitparkens in den Parktaschen. Dadurch entstehen ausreichende La-
dezonen, so dass die Radfahrstreifen möglichst durchgehend frei bleiben. Für Kurzzeit-
parker gibt es ausreichende Kapazitäten in den umliegenden Parkhäusern. 22 Kurzzeit-
parkplätze werden zudem in Flächen für das Fahrradparken umgewandelt. Dadurch
stehen in diesem Bereich künftig 234 Fahrradstellplätze zur Verfügung.
- Die bisher auf den Gehwegen vorhandenen Fahrradabstellplätze werden abgebaut, um
dort zusätzliche Flächen für mehr Aufenthaltsqualität für Fußgängerinnen und Fußgän-
ger zu schaffen.
Gladbacher Straße
Pilotstrecke auf den Ringen
25
Cäcilienstraße
Erstmals wurde auf der Ost-West-Achse, einer
Hauptverkehrsachse des Radverkehrs, eine kom-
plette Fahrspur für Fahrradfahrende eingerichtet.
Auf der Cäcilienstraße in Höhe der Nord-Süd-Fahrt
können Radlerinnen und Radler nun auf einem drei
Meter breiten Radfahrstreifen bis zum Neumarkt
fahren, der bisher für Pkw vorgesehen war. Der
Radfahrstreifen ist durch große Fahrradpikto-
gramme gekennzeichnet und in Einmündungen rot
eingefärbt. Dadurch wird verdeutlicht, dass dieser
Verkehrsweg für Radfahrende reserviert ist. Nach
diesem Schema wurden Verkehrsflächen bereits in
der Ulrichgasse und auf dem Theodor-Heuss-Ring neu verteilt.
Auch die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer, die auf Höhe des Kunsthauses Lem-
pertz die Cäcilienstraße in Richtung Fleischmengergasse queren wollen, wurde verbessert
und die bisherigen Konflikte mit dem Fußverkehr entschärft. Ein Teil des vorherigen Radwe-
ges, der sich vor dem Übergang am Kunsthaus Lempertz zur Fleischmengergasse befindet,
dient nun dem Radverkehr als Aufstellfläche. In diesem Bereich wurden die Bordsteine abge-
senkt. Hinter der Kurve in den Neumarkt setzt sich der Radfahrstreifen bis vor die Taxistände
fort.
In der entgegengesetzten Fahrtrichtung wurde auf der Ost-West-Achse durch einen etwa
200 Meter langen Lückenschluss eine durchgängige Radverkehrsführung geschaffen. Mit
dieser Maßnahme wurde der Anschluss der Radverkehrsführung auf den Bächen und der
Pipinstraße von der Nord-Süd-Fahrt bis hinunter zum Rheinufer geschaffen. Durch den Tun-
nel unter dem Maritim-Hotel können Radfahrerinnen und Radfahrer die Altstadt und die
Nordseite der Deutzer Brücke erreichen. Ab sofort ist für den Radverkehr auch das direkte
Linksabbiegen in den Maritim-Tunnel zur Markmannsgasse möglich. Früher erreichte man
den Tunnel vom Heumarkt kommend nur über mehrere Ampeln.
Fahrradstraßen
Mit der Einrichtung der ersten Fahrradstraße auf den
Wällen wurde mit dem Friesenwall gestartet. Zunächst
wurde der Abschnitt zwischen Mittelstraße und Ehren-
straße mit Piktogrammen und Fahrradstraßenschildern
ausgestattet. Auf einer Seite wird das Parken im Frie-
senwall aufgehoben. Die so entstehende Verbreiterung
der Fahrgasse erhöht den Komfort für Radfahrende
und entschärft den Begegnungsfall mit dem motorisier-
ten Individualverkehr. Neben einer Neuaufteilung des
Straßenraumes wird zudem die Querung im Kreu-
zungsbereich Friesenwall/Magnusstraße für den Rad-
verkehr signaltechnisch verbessert.
Im Stadtteil Sülz hat das Amt für Straßen und Ver-
kehrsentwicklung bereits im April 2016 die Zülpicher
Straße im Bereich des Campus Centers der Universi-
tät zu Köln für den Autoverkehr gesperrt. Um die Si-
tuation für den Radverkehr zu verbessern, ist nun in
dem gesperrten Bereich zwischen Universitätsstraße
und Paula-Kleinmann-Weg eine Fahrradstraße ein-
gerichtet worden. Durch eine neue Asphaltdecke auf
der Fahrbahn in Fahrtrichtung Innenstadt, die über
das vorher vorhandene Kopfsteinpflaster gezogen
wurde, können Radfahrende nun besser, sicherer
Radfahrstreifen auf der Cäcilienstraße
Fahrradstraße Friesenwall
Fahrradstraße Zülpicher Straße
26
und komfortabler radeln. Das erste Mal wurde eine Fahrradstraße jetzt mit zusätzlichen
großflächigen blauen Fahrradstraßenpiktogrammen auf der Fahrbahn deutlich gekennzeich-
net.
Mittlerweile gibt es im gesamten Kölner Stadtgebiet fast 20 Fahrradstraßen. Diese sind je-
doch alle mit Zusatzschildern wie „Anlieger frei“ oder „Für Kfz frei“ versehen. Das bedeutet,
dass in den Fahrradstraßen Fahrräder zwar das bevorrechtigte Verkehrsmittel sind, die Stra-
ßen aber trotzdem von Autofahrern genutzt werden dürfen. Der Abschnitt auf der Zülpicher
Straße ist die erste und bisher einzige Fahrradstraße, die ausschließlich von Fahrradfahre-
rinnen und Fahrradfahrern genutzt werden darf.
Radverkehrsinfrastruktur
Abseits des Radverkehrskonzeptes Innenstadt gab es 2018 auch in den anderen Bezirken
zahlreiche Neuerungen. Es folgt eine Auswahl:
Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße
Die vielbefahrene Kreuzung Kitschburger
Straße/Friedrich-Schmidt-Straße wurde Im Zuge die-
ser Baumaßnahme wurde auf der Kitschburger Straße
zwischen Friedrich-Schmidt- und Aachener Straße ein
Fahrradschutzstreifen eingerichtet. Durch diesen
Schutzstreifen haben Radfahrende nun mehr Sicher-
heit und Fahrkomfort auf der wichtigen Verbindung
zwischen dem Stadtwald und der Aachener Straße.
Darüber hinaus wurde der Schutzstreifen in den Kreu-
zungsbereichen rot markiert. Eine vorgezogene Auf-
stellfläche im Kreuzungsbereich Kitschburger
Straße/Aachener Straße erleichtert Radfahrenden die
Querung in Richtung des Maarwegs und entschärft
zudem die Konflikte mit zu Fuß Gehenden im Bereich der Gleisquerung.
Klettenberggürtel
Im Rahmen der Generalsanierung des Kletten-
berggürtels wurde für Radfahrende auf einer
Länge von etwa 230 Metern ein 1,85 Meter brei-
ter, rot eingefärbter Radfahrstreifen auf der Fahr-
bahn angelegt. Hierzu wurden die vorhandenen
Fahrstreifenbreiten jeweils auf 3,15 Meter redu-
ziert. Für Zu Fuß Gehende steht nun ein 2,50
Meter breiter separater Gehweg zur Verfügung.
Auf dem Klettenberggürtel ist von Luxemburger
Straße bis Zollstockgürtel eine durchgängige
Radverkehrsführung vorgesehen. In ersten Teil-
abschnitten stehen den Radfahrerinnen und Radfahrern nun Fahrradschutzstreifen und vor-
gezogene oder aufgeweitete Fahrradaufstellflächen vor den Ampeln zur Verfügung. Die Um-
setzung der Maßnahme sorgt gemeinsam mit der Einrichtung einer durchgängigen Radver-
kehrsführung auf der Luxemburger Straße dafür, dass eine bedeutende Lücke im Kölner
Radverkehrsnetz geschlossen wird.
Fahrradschutzsstreifen Kitschburger Str.
Radschutzsstreifen Eisenbahntunnel
Klettenberggürtel
27
Radwegesanierungsprogramm
Das Sanierungsprogramm für Radwege wurde weiter fortgesetzt. Unter anderem ist dem
Programm folgende Maßnahme zuzuordnen:
Millitärring
Auf einer Gesamtlänge von insgesamt 1,2 Kilometern wurde
der Radweg parallel zum Militärring zwischen der Straße Am
Wasserwerkswäldchen und der Brühler Landstraße saniert.
Vor der Sanierung verliefen der Radweg und der Gehweg ge-
trennt. Durch die Erneuerung des Fahrbahnbelages konnte ein
durchgehend fünf Meter breiter gemeinsamer Geh- und Rad-
weg geschaffen werden. Die hohe Qualität des neuen Weges
ermöglicht Radfahrerinnen und Radfahrern ein komfortables,
zügiges Vorankommen und verbessert auch den Komfort für
Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich.
Service
Wie schon in den vergangenen Jahren haben der Fahrradbeauftragte und sein Team um-
fänglich über aktuelle Aktionen und umgesetzte Maßnahmen per Pressemitteilung und per
Newsletter berichtet. Darüber hinaus fanden im Jahr 2018 erstmalig verstärkt Maßnahmen
der Öffentlichkeitsarbeit in den Stadtbezirken statt. Die Anzahl der Termine, die das Team
des Fahrradbeauftragten durchgeführt hat, hat im Vergleich zum Jahr 2017 von 13 Öffent-
lichkeitsterminen zu 42 Veranstaltungen im Jahr 2018 zugenommen.
Im Januar hat das Team des Fahrradbeauftragten gemeinsam mit der Polizei auf dem Ru-
dolfplatz eine Aktion zur Sicherheit im Radverkehr durchgeführt. Interessierte Radfahrerin-
nen und Radfahrer konnten dort die Funktionsfähigkeit ihres Fahrrades überprüfen lassen.
Auch die Codierung des Zweirades war möglich. Insgesamt wurden circa 120 Fahrräder ge-
checkt und in vielen Fällen auch repariert sowie 42 Fahrräder codiert.
Im Rahmen dieser Aktion konnten sich die Bürgerinnen und Bürger eine Warnweste mit dem
Aufdruck „Sicher mit Abstand! 1,5 Meter" an den Informationsständen mitnehmen. Das An-
gebot an die Radfahrenden wurde rege in Anspruch genommen: Alleine die städtischen Mit-
arbeiterinnen und Mitarbeiter gaben rund 400 Warnwesten aus – ein toller Erfolg! Weitere
gemeinschaftliche Aktionen dieser Art sind bereits in Planung.
Fahrradbeauftragter on Tour
2018 hat das Team des Fahrradbeauftragten mit dem neu-
artigen Format „Fahrradbeauftragter on Tour“ begonnen.
Durch die verbesserte personelle Situation konnte diese
schon länger geplante Form der Bürgerbeteiligung starten.
In enger Zusammenarbeit mit der Polizei Köln werden mit
einem Event-Bike, einem umgebauten Lastenfahrrad, die
Stadtbezirke besucht. Ziel ist es den Bürgerinnen und Bür-
gern in Ihrem Umfeld zu ihren Fragen und Anliegen bzgl.
des Radverkehrs in Köln zur Verfügung zu stehen und über
aktuelle Planungen zu informieren.
Aufhänger ist die in 2018 schwerpunktmäßig verfolgte Kam-
pagne „Sicher mit Abstand!“. Im Rahmen von „Fahrradbe-
auftragter on Tour“ wurden die Warnwesten und Turnbeutel
sowie weitere kleine Präsente zur Thematik „Sicher mit Ab-
stand!“ an interessierte (Rad fahrende) Bürgerinnen und
Bürger verteilt. Die Informationsstände kamen in der Ver-
gangenheit im Rahmen zahlreicher Wochenmärkte zum Ein-
satz. Das neue Angebot wurde jeweils sehr gut besucht und
es entwickelten sich konstruktive Gespräche.
Aktion „Fahrradbeauftragter on
Tour“
Sanierter Radweg Militärring
28
ZukunftsRadKöln
Das Thema Radverkehr spielt in der
Kölner Stadtgesellschaft eine wesentli-
che Rolle und wird in Zukunft weiter an
Bedeutung gewinnen. Zur Erreichung
der Vorgaben aus dem vom Rat der
Stadt Köln als Rahmenvorgabe einhel-
lig akzeptierten Strategiepapier „Köln
mobil 2025“, in dem der Anteil des Um-
weltverbundes an den Verkehrsarten
bis 2025/30 auf zwei Drittel gesteigert
werden soll, muss in erster Linie der
Radverkehr gefördert werden.
Ziel ist es, eine breit getragene Radstrategie und Marke für Köln zu entwickeln. Inhaltlich
geht es darum, die Radverkehrsförderung und die mögliche weitere Entwicklung auf eine
breite Konsensbasis zu stellen und mit allen Beteiligten ein gemeinsames Vorgehen abzu-
stimmen. Dies wird in verschiedenen Stufen und Verfahren sowohl verwaltungsintern als
auch mit Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt und erreicht. Hierdurch be-
schreitet Köln einen neuen Weg, der in dieser Form einmalig ist.
Nach verwaltungsinternen Workshops, an denen etwa 30 verschiedene Ämter und Dienst-
stellen teilgenommen haben, wurde Anfang Oktober ein Workshop mit Vertretern von Initiati-
ven und Verbänden durchgeführt. Nach einführenden Statements der Vertreter zu aktuellen
Themen wurden an Thementischen die aktuellen Herausforderungen und mögliche Lösungs-
ansätze diskutiert und überlegt, wie man sich in diesen Fragen gegenseitig unterstützten
kann.
Zum Abschluss des Verfahrens findet im Februar 2019 ein gemeinsamer Termin mit Ober-
bürgermeisterin Reker und Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft statt.
Verkehrsmodellierung/Verkehrsplanung: Verkehrsuntersuchung Ost-West-Achse
Im Zusammenhang mit der Stadtbahnertüchtigung der Ost-West-Achse wurden verschie-
dene Kfz-Verkehrsführungsvarianten betrachtet. Im Fokus stand dabei die Untersuchung der
verkehrlichen Auswirkungen bei einer Unterbindung des Kfz-Durchgangsverkehrs zwischen
der Deutzer Brücke und dem Rudolfplatz, und zwar unabhängig davon, ob die Stadtbahn
oberirdisch oder unterirdisch geführt wird. Mit Hilfe des Netzmodells der Stadt Köln wurden
zunächst die Verkehrszusammensetzung und der Anteil des Durchgangsverkehrs an der be-
treffenden Fahrroute ermittelt. Anschließend wurde der Zustand mit der Unterbindung des
Durchgangsverkehrs simuliert. Mit der „vorher/nachher“ Gegenüberstellung konnten die zu
erwartenden Verkehrsverlagerungen aufgezeigt werden.
Workshop "ZukunftsRadKöln"
29
Planung Niehler Gürtel
Für den Planungsraum des Niehler Gürtels liegt nun ein Beschluss für die Weiterplanung auf
der Grundlage der Variante „überörtliche Rad-, Fuß- und Grünverbindung“ vor. Die ursprüng-
liche Straßenplanung wird nicht weiter verfolgt. Stattdessen soll ein Grünraum und gleichzei-
tig eine durchgehende Radverkehrsverbindung von der Merheimer Straße bis zur Mülheimer
Brücke entstehen. Weitere Planungsschritte zur Umsetzung des Beschlusses erfolgen in
2019.
Planung einer Entlastungsstraße für den rechtsrheinischen Kölner Süden
Die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorzugsvariante für die L 274n, die gemeinsam mit
den Nachbarkommunen Niederkassel und Troisdorf sowie dem Rhein-Sieg-Kreis entwickelt
wurde, ist von der Politik abgelehnt worden. Stattdessen sollte die im Flächennutzungsplan
der Stadt Köln enthaltene Trasse der L 82n nochmals untersucht und die Möglichkeit einer
Anbindung an die BAB A 59 geprüft werden. Hier konnte eine Aufstufung der L 82n für den
Bereich zwischen der B 8 und der A 59 im Landesstraßenbedarfsplan erreicht werden. Ab-
hängig von der verkehrlichen Machbarkeit, die derzeit noch untersucht wird, scheint die An-
bindung der L 82n an die A 59 möglich.
Weitere Verkehrsuntersuchungen 2018
Sperrung Eifelwall
Industriestraße in Fühlingen
Sektorale Dieselfahrverbote an 5 Hotspots
Eygelshovener Straße/Grüner Weg im Sürther Feld
Stellungnahmen zu Bauleitplänen
In 2018 wurden insgesamt 34 Stellungnahmen zu Bauleitplanverfahren des Stadtplanungs-
amtes verfasst.
Belastungsdifferenz bei Sperrung der Deutzer Brücke für den Kfz-Durchgangsverkehr
30
Straßenerhaltung
Bauhöfe
Auf den beiden Kölner Bauhofstandorten in Braunsfeld und in Höhenberg sind derzeit rund
125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Sie kontrollieren und unterhalten die öffentlichen
Straßen, Wege und Plätze und sorgen für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit.
Dazu gehören die Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden sowie die Unterhaltung
aller Verkehrszeichen des gesamten Straßenmobiliars und sämtlicher Fahrbahnmarkierun-
gen. Im Aufgabenbereich der Markierungen wurden umfangreiche Arbeiten für die Verbesse-
rung des Radverkehrs durchgeführt, beispielsweise die genannten Maßnahmen auf dem
Theodor-Heuss-Ring, der Gladbacher Straße und der Cäcilienstraße.
Insgesamt wurden im gesamten Kölner Stadtgebiet 17.544 Straßenschäden erfasst (11 Pro-
zent mehr als im Vorjahr). 1.251 Schäden stellten eine akute Gefahr dar. Insgesamt 12.125
Flächenschäden und 5.792 Objektschäden wurden behoben.
Im Innendienst sorgen neben der Bauhofleitung 16 Mitarbeitende für den reibungsfreien Ab-
lauf der anstehenden Aufgaben. Hierzu gehört auch das Vorhalten eines täglichen Bereit-
schaftsdienstes, der bei notwendigen Sondermaßnahmen wie Demonstrationen, Hochwas-
ser oder Winterdienst auf eine Präsenzbereitschaft auch außerhalb der Dienstzeiten ausge-
dehnt werden kann. Alleine für die üblichen unterjährigen Sondermaßnahmen wie beispiels-
weise Demos und Veranstaltungen wurden rund 5.000 Stunden geleistet, davon rund 60%
als Überstunden.
In vielen Fachbereichen war das Leistungs-Soll nur durch Mehrarbeit zu erreichen. Trotz zu-
nehmender Maßnahmen und Aufgaben durch beispielsweise die Steigung der gemeldeten
Straßenschäden blieb die Anzahl der Mitarbeitenden weitgehend konstant. Ziele wie die
drastische Reduzierung von Schäden konnten aufgrund des fortbestehenden Personalman-
gels nicht erreicht werden.
Auf den Bauhöfen werden neun Auszubildende als Facharbeiter im Bereich der
Straßenwärterstellen ausgebildet. Es ist geplant, die Auszubildenden während ihrer
Ausbildung auch in externen Firmen einzusetzen, damit sie auf diesem Wege die Verfahren
und Methoden in der freien Wirtschaft kennenlernen und gegebenenfalls neue Impulse in die
Verwaltung mitbringen können. Hier existieren zudem Kooperationen und Projekte, bei
denen Auszubildende im Ausland weitere Erfahrungen sammeln können.
In Kooperation mit dem Rechts- und Versicherungsamt wurden 218 Rechtsfälle mit
Schadensersatzansprüchen bearbeitet. Dies bedeutet eine Steigerung von 25% im Vergleich
zum Vorjahr. Auch Sondereinsätze beispielsweise bei Bombenfunden gehören zum
umfangreichen Aufgabenbereich. Aufwändige Vorbereitungen in materieller als auch in
personeller Hinsicht forderten zwei Ereignisse: Das Hochwasser 2017/2018 mit Rheinpegeln
von bis zu 8,80 Meter mit einer „Rund-um-die-Uhr“-Bereitschaft und der Besuch des
türkischen Staatspräsidenten im Spätsommer, der großräumige Absperrmaßnahmen im
gesamten Stadtgebiet notwendig machte, die sonst nur beim Straßenkarneval üblich sind.
Der Fuhrpark besteht aus 42 Fahrzeugen: Einfache Pkw zur Streckenkontrolle, Lkw für
Unterhaltungs- und Beschilderungsarbeiten sowie Spezialfahrzeuge wie Thermocontainer,
Kehrmaschinen und Radlader. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst
mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrzeuge waren im
Berichtsjahr 79.152 Stunden im Einsatz, die zurückgelegte Wegstrecke betrug 405.029 km.
31
Im Rahmen der Modernisierung des Fuhrparks sind
beide Bauhöfe mit sogenannten Spiegeleinstellplätzen
ausgerüstet worden. Unterstützt wird damit die
optimale Einstellung der Fahrzeugspiegel, wodurch
sich der Bereich des „toten Winkels“ reduziert.
Gemeinsam wird mit den AWB Köln seit Herbst 2018
geprüft, ob Abbiegeassistenten für die städtische
Fahrzeugflotte sinnvoll sind. Ein Fahrzeug soll im
Frühjar 2019 exemplarisch ausgerüstet werden.
Im Hochwasserfall wird gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben für eine
pegelstandsabhängige Verkehrssicherung gesorgt. Zudem werden jährlich stattfindende
Hochwasser- und Sandsackfüllübungen unterstützt. Die gute Zusammenarbeit bestätigte
sich in der Hochwassersaison 2017/2018. Die Niedrigwasserstände des weiteren
Jahresverlaufes wurden dafür genutzt, Maßnahmen für den Hochwasserfall zu optimieren,
um beispielsweise künftig auch für den Radverkehr Umleitungsbeschilderungen einrichten zu
können.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Einrichtung der Tempo-30-Zonen und die
Aufstellung sämtlicher Parkscheinautomaten zu betreuen. Im Berichtsjahr wurde in Sülz ein
großes Projektgebiet mit rund 180 Parkscheinautomaten abgewickelt. Weitere Projekte in
Ehrenfeld und Lindenthal sind bereits in Planung.
In einer ämterübergreifenden Aktion zur Verbesserung des Stadtbildes entlang der Ringe
wurde im Herbst zusammen mit dem Stadtraummanagement die sogenannte sensible
Instandhaltung angegangen. Nach anfänglichen Aufräumarbeiten führten Bauhofmitarbeiter
verstärkt wöchentliche Kontrollen entlang der Teststrecke Ehrenstraße – Rudolfplatz durch,
um Straßenschäden direkt zu beseitigen. Dabei wurde der Zustand der Strecke beobachtet,
um Aufschlüsse über Einsatzhäufigkeit und Intensität für künftige Tätigkeiten zu bekommen.
Spiegeleinstellplatz
32
Grundsatzangelegenheiten
Straßenzustandserfassung
Im Rahmen der Straßenzustandserfassung wird der bauliche Zustand des Straßenraumes
systematisch erfasst. Mit den Informationen ist eine objektive Beurteilung des
Straßenzustandes und damit ein effizienter Einsatz der Finanzmittel für die Straßenerhaltung
möglich. Die ermittelten Zustandsinformationen werden in einer Straßendatenbank
konzentriert und für die Ableitung notwendiger Entscheidungen bereitgestellt. Neben den
baulichen Aspekten dient die Zustandserfassung auch der Wertermittlung der städtischen
Infrastruktur.
Nach den erforderlichen Vorarbeiten wird der Zustand des Straßenraums im Bezirk Mülheim
im Sommer 2019 erfasst. Anschließend wird die Zustandsermittlung auf das gesamte
Stadtgebiet ausgeweitet.
Verkehrszeichenkataster
Zwecks Aufbaus eines Verkehrszeichenkatasters
wurde die Leistung für eine Ersterfassung von
Verkehrszeichen ausgeschrieben und vergeben.
Systematisch werden alle vorhandenen Verkehrs-
zeichen im Stadtgebiet erfasst. Mit den datenbank-
basierten Informationen wird künftig eine optimierte
Verkehrsabwicklung möglich sein, die zur
Minderung der Luftschadstoffbelastung im
Stadtgebiet beiträgt. Zudem sollen die Daten zur
Vereinfachung und Verbesserung innerbetrieb-
licher Abläufe beitragen. Mit der Inventarisierung
der Verkehrszeichen im Herbst 2019 wird die
Grundlagenschaffung abgeschlossen sein. Es
handelt sich um eine Fördermaßnahme des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur aus dem Programm „Digitalisierung
kommunaler Verkehrssysteme“, bei der der Stadt
Köln 50 % der Kosten erstattet werden. Die Weiterverarbeitung der Daten zur endgültigen
Nutzung wird durch eine noch zu konkretisierende Software gewährleistet.
Haushaltsfinanzierte Reinigung
Die Reinigung der öffentlichen Flächen wird über die gebührenfinanzierte Reinigung gemäß
der Straßenreinigungssatzung oder über eine haushaltsfinanzierte Reinigung durchgeführt.
Die haushaltsfinanzierte Reinigung erfolgt dort, wo die Reinigung nicht auf die Anlieger
übertragen werden kann oder wo eine Reinigungsleistung erforderlich ist, die über die
reguläre Satzungsleistung hinausgeht.
Als Reformprojekt innerhalb der Verwaltungsreform #WIRFÜRDIESTADT wurde ein neuer,
ab dem 1. Januar 2019 geltender Vertrag mit den AWB abgeschlossen. In diesem Vertrag
sind die Leistungen der bisherigen Verträge zwischen den AWB und den einzelnen
Dienststellen enthalten. Damit sind die meisten haushaltsfinanzierten Reinigungsleistungen
im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung gebündelt.
Zu den Reinigungsleistungen, die durch das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung
betreut werden, gehört nach wie vor die Reinigung der Straßen, Wege und Plätze, die nicht
satzungsgemäß gereinigt werden. Neu hinzugekommen sind insbesondere die Reinigung in
den Bereichen, in denen das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Anlieger ist, die
Reinigung der Tunnel vom Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau sowie die Reinigung
nach Wochenmärkten. Die finanzielle Abwicklung der Graffitibeseitigungen durch die Kölner
Kartenausschnitt Verkehrszeichenkataster
33
Anti Spray Aktion (KASA) ist ebenfalls hinzugekommen. Die Auftragsabwicklung und
Anzeigenerstellung wird weiterhin durch die Geschäftsstelle der KASA erledigt, mit der das
Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in enger Abstimmung steht.
Eine weitere neue Leistung in diesem Vertrag ist die Reinigung von Mobiliar. Hier werden
städtische Elemente im öffentlichen Raum gereinigt. Um in diesem Bereich erste
Erfahrungen zu sammeln, wurden die Masten des Fußgängerleitsystems gereinigt. Darüber
hinaus wurden die Masten der Lichtsignalanlagen und die nebenstehenden Schildermasten
in der Innenstadt von Aufklebern gereinigt und in zentralen Bereichen mit einer besonderen
Beschichtung gegen Graffiti und Aufkleber versehen.
Zur Reinigung von Schlitzrinnen, einer speziellen Form von Entwässerungsrinnen, wurden
verschiedene Reinigungsverfahren getestet. Dabei wurden die Sauberkeitszustände
betrachtet, so dass die Schlitzrinnen demnächst systematisch gereinigt werden können.
Vor und nach der Reinigung
34
Parkbetriebsservice
Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden in Köln Parkscheinautomaten (PSA)
eingesetzt. Die Anzahl der im öffentlichen Straßenland aufgestellten PSA stieg im Laufe des
Jahres 2018 von 2.381 auf 2.534 (+153). Der Ertrag aus der Parkraumbewirtschaftung lag
bei rund 21 Mio. Euro. Der Anteil des Ertrages aus unbaren Zahlungsmitteln (Handyparken,
Geldkarte und Debit- und Kreditkarten) betrug 3,51 Mio. Euro und belief sich auf einen Anteil
von ca. 16,8 Prozent (im Vorjahr 15,3 Prozent) der Gesamterträge.
Im Berichtsjahr ist der erfolgreiche Austausch der abgeschriebenen PSA-Fabrikate
fortgesetzt worden. Die Bewohnerparkgebiete Sülz-Nord I + II sind mit 184 PSA in Betrieb
genommen worden.
Bis August 2018 wurden 111 PSA mit der sogenannten Brötchentaste ausgestattet. An
Parkscheinautomaten mit gelber Zonenmarkierung gilt seitdem „15 Minuten frei parken“.
2019 wird der Austausch abgeschriebener PSA-Fabrikate fortgesetzt. Außerdem wird die
geplante Einrichtung neuer Bewohnerparkgebiete - Ehrenfeld I-IV und Lindenthal-Nord III -
umgesetzt.
Parkscheinautomat mit „Brötchentaste“
35
Straßenplanung
Stadtbezirk 1 – Innenstadt
Vorentwurfsplanung:
Domumgebung Nord (2. Bauabschnitt) – Umgestaltung Trankgasse
Entwurfsplanung:
Umgestaltung der Kreuzung Eifelwall/Luxemburger Straße
Via Culturalis: Umgestaltung Gürzenichstraße (Via Culturalis)
Tunnel Johannisstraße (Via Culturalis)
Ausführungsplanung:
Umgestaltung Treppe und Straßenraum Pipinstraße
Stellungnahmen zu Großprojekten/Maßnahmen Dritter:
Verkehrsführungskonzept Altstadt
Qualifizierungsmaßnahme Quartiersplatz Am Salzmagazin (Eigelstein)
Umgestaltung Ebertplatz (Grundlagenermittlung und Parameter)
Städtebauliches Verfahren "Laurenz-Carré“
Historische Mitte
Sanierung der Tunnelgruppe Bahndamm
Rudolfplatz – WALLARKADEN
Habsburgerring – Geschäftshaus am Rudolfplatz
Stellungnahmen:
87 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 49 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für
Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, TKG-Anträge, Stellungnahmen
zu Bebauungsplänen, Standortprüfungen im Rahmen des Werbenutzungsvertrages, Anträge
für Elektroladestationen u. a.)
Beispielprojekt: Entwurfsplanung Via Culturalis (Gürzenichstraße)
Die Gürzenichstraße stellt den ersten Teilab-
schnitt dar, in dem die Planungsgrundsätze
der „Via Culturalis “ angewandt werden. Die
Planung ist in drei Abschnitte unterteilt. Das
Herzstück der Planung – die Gürzenichstraße
vom Heumarkt bis zum Gürzenich einschließ-
lich des Günter-Wand-Platzes (Abschnitt 1) –
zielt formal auf eine Vereinheitlichung und Ver-
schmälerung der Straßenquerschnitte zu
Gunsten einer fußgängerfreundlichen Er-
schließung ab. Der Günter -Wand-Platz erhält zur Martinstraße eine neue Stufenanlage. Der
zweite Abschnitt – die Martinstraße zwischen Gürzenichstraße und Augustinerstraße – verbin-
36
det die Gürzenichstraße mit der Straßenbahnhaltestelle Heumarkt. Die vorhandene Fußgän-
gerzone wird entsprechend dem Gestaltungsansatz „Via Culturalis“ neugestaltet. Der Ab-
schnitt der Gürzenichstraße zwischen Kleine Sandkaul und Große Sand kaul ist, wie in dem
entwickelten Verkehrskonzept Altstadt festgelegt, als Fußgängerzone geplant.
Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen
Vorentwurfsplanung:
Umgestaltung Sürther Straße zwischen Gesamtschule und Friedhof
Innere Erschließung Rondorf Nord-West (Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP))
Adam-Riese-Straße/Kiesgrubenweg (Planstraße 1)
Unter den Birken/Kiesgrubenweg (Planstraße 2) (VEP)
Entwurfsplanung:
Streckenzug Weißer Straße (Alternative Betriebsform)
Knoten Bayenthalgürtel/Alteburger Straße
Knoten Sürther Straße/Grüngürtelstraße (Alternative Betriebsform)
Ausführungsplanung:
Kreisverkehr Bonner Straße/Koblenzer Straße
Am Eifeltor – Grundstückserschließung
Am Kölnberg (Umgestaltung Parkstreifen)
Stellungnahmen:
100 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 37 weitere fachtechnische Stellungnahmen
Beispielprojekt: Knotenpunkt Bayenthalgürtel/Alteburger Straße
Der Bereich um die Bismarcksäule in Köln-Marienburg soll laut Planungsbeschluss umge-
staltet werden. Grund der Umgestaltung ist die Schulwegsicherung für die Schulkinder der
umliegenden Schulen. Hierzu werden im Knotenpunktbereich Alteburger Straße/Bayent-
halgürtel / An der Alteburger Mühle die Gehwege verbreitert.
37
Des Weiteren wird der Verlauf der Vorfahrtstraße geändert. Die Umgestaltung sieht vor, die
heutige geradlinige Vorfahrtstraße in eine abknickende Vorfahrtstraße zu ändern. Die neue
Vorfahrtsberechtigung führt von der Straße An der Alteburger Mühle nach links in den
Bayenthalgürtel. Dies führt zu einer Geschwindigkeitsreduzierung und somit zu einer Verbes-
serung der Verkehrssicherheit. Eine sichere Querungsmöglichkeit bieten die beiden Fußgän-
gerüberwege über die Alteburger Straße in Verlängerung des Bayenthalgürtels. Für die Rad-
verkehrsförderung werden Schutzstreifen markiert. Die Haltestellen werden zu barrierefreien
Buskaps umgebaut.
38
Stadtbezirk 3 – Lindenthal
Vorentwurfsplanung
Knotenpunkt Berrenrather Straße/Universitätsstraße
Kreisverkehr Kölner Straße/Dieselstraße/Ottostraße
Entwurfsplanung
Berrenrather Straße (Umgestaltung Universitätsstraße bis Sülzgürtel)
Dürener Straße/Universitätsstraße
Querungshilfe Maarweg
Ausführungsplanung
Berrenrather Straße (Schutzstreifenplanung Sülzgürtel bis Neuenhöfer Allee)
Minikreisverkehr Brauweilerweg/Vogelsanger Weg
Belvederestraße (Gehweg)
Brücke Horbeller Straße/Rheinische Allee
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen Braunsfeld: Eupener Straße/Eschweiler Straße/Max-
Wallraf-Straße
Verkehrsberuhigung Kölner Straße; Hauptstraße/Leonhardsgasse (alternative Betriebsform)
Uniboulevard
Kinderheime 2. BA
Ludwig-Jahn-Straße (Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP))
Werthmannstraße (VEP)
Am Nachtigallental (VEP)
Werbenutzungsvertrag:
Standortprüfung hinsichtlich verkehrlicher Belange
Stellungnahmen:
158 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 99 weitere fachtechnische Stellungnahmen
Beispielprojekt: Minikreisverkehr Brauweilerweg / Egelspfad / Ludwig-Jahn-Straße /
Vogelsanger Weg in Köln-Müngersdorf
Die Lichtsignalanlage auf dem Knotenpunkt Brauweilerweg / Egelspfad / Ludwig-Jahn-
Straße / Vogelsanger Weg in Müngersdorf / Junkersdorf soll abgebaut und durch einen Mini-
kreisverkehr ersetzt werden. Dadurch kann sowohl die Verkehrsqualität als auch der Ver-
kehrsfluss verbessert werden, was gerade in den Spitzenstunden zu einer spürbaren Ver-
besserung führen wird. Mit dem Kreisverkehr kann auch unter Berücksichtigung der zukünfti-
gen Wohnbebauung im neuen Erschließungsgebiet an der Ludwig-Jahn-Straße eine gute
Verkehrsqualität erreicht werden.
39
Die Situation für den Fußverkehr wird ebenfalls verbessert: Zukünftig werden alle vier Kno-
tenarme mit Fußgängerüberwegen und taktilen Leitelementen ausgestattet. In den Zufahrten
Ludwig-Jahn-Straße und Vogelsanger Weg werden zur Verkehrsberuhigung zusätzlich zu
den Fußgängerüberwegen Fahrbahnteiler errichtet.
Radfahrende werden im Kreisverkehr auf der Fahrbahn geführt. Die Planung schließt an die
Schutzstreifenplanung der Ludwig-Jahn-Straße an. Erhalten bleibt der auf dem Egelspfad
befindliche gemeinsame Geh- und Radweg, auf dem der Radverkehr in beide Richtungen
freigegeben ist. Aus Verkehrssicherheitsgründen werden Radfahrende von Norden kom-
mend vor dem Kreisverkehr vom Geh- und Radweg auf die Fahrbahn geführt und können
sich dort geschützt durch den Fahrbahnteiler und eine Aufstellfläche in den fließenden Ver-
kehr einordnen.
Der Kreisverkehr soll voraussichtlich ab 2020 nach Abschluss der Baumaßnahmen des
neuen Erschließungsgebiets an der Ludwig-Jahn-Straße gebaut werden.
40
Stadtbezirk 4 – Ehrenfeld
Vorentwurfsplanung:
Hybrid Park/Mercedes-Allee
Mühlenweg (Mathias-Brüggen-Straße bis Westendstraße/Ossendorfer Weg)
Straßenbaumkonzept Ehrenfeld
Venloer Straße (Mathias-Brüggen-Straße bis Akazienweg)
Vitalisstraße
Vogelsanger Straße (2. BA: Ehrenfeldgürtel bis Oskar-Jäger-Straße)
Entwurfsplanung:
Oskar-Jäger-Straße (Aachener Straße bis Widdersdorfer Straße)
Takustraße (einschl. Stichstraße)
Ausführungsplanung:
Auweilerweg (Obere Dorfstraße bis Unterführung BAB 1)
Butzweilerhof-Allee (Teil West)
Butzweilerhof-Allee (Teil Ost)
Fridolinstraße (Ehrenfeldgürtel bis Landmannstraße)
Gewerbepark Girlitzweg (Triotop)
Gravenreuthstraße/Höhe Schule
Güterbahnhof Ehrenfeld
Häuschensweg
Helmholtzstraße (Buslinie 139, Busnetzerweiterung)
Innere Kanalstraße/Höhe Fernmeldeturm
Klarastraße / Bereich Stammstraße
Leyendecker Straße/Christianstraße
Mathias-Brüggen-Straße 16 – Bereich der Alexianer Werkstätten
Nußbaumerstraße/Herkulesstraße/Liebigstraße (Alternative Betriebsform)
Venloer Straße/Auf dem Paulsacker
Verlängerung Linie 3 (Bocklemünd-Mengenich)
Vogelsanger Straße/Höhe Güterbahnhof Ehrenfeld (Buslinie 139, Busnetzerweiterung)
Stellungnahmen:
68 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 23 weitere fachtechnische Stellungnahmen
41
Beispielprojekt: Helmholtzstraße (Buslinie 139, Busnetzerweiterung)
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 5. Juli 2018 zur Stärkung des KVB-Netzes
dauerhafte Erweiterungen diverser Buslinien zum Fahrplanwechsel Dezember 2018 be-
schlossen und weitere Verlängerungen zum Fahrplanwechsel Dezember 2019 angekündigt.
Unter anderem soll die Buslinie 139 zur Erschließung des Neubaugebietes am ehemaligen
Güterbahnhof Ehrenfeld und des Gewerbeparks Triotop im Bereich des Wasseramselweges
in Köln-Vogelsang ab August 2019 erweitert werden.
Daher verkehrt die Buslinie 139 künftig auch auf der Helmholtzstraße. In Höhe des Knoten-
punktes Äußere Kanalstraße ist deshalb die Einrichtung einer neuen Haltestelle mit zwei
Buskaps erforderlich. Um das Linksabbiegen für den Bus an dieser Stelle zu ermöglichen,
wird die vorhandene Mittelinsel umgebaut und ergänzend ein Blinker vorgesehen.
Weil das vorgesehene Buskap auf stadtauswärtiger Seite im Bereich der heutigen Schleuse
liegt, die den Radverkehr von der Fahrbahn auf den sich anschließenden baulichen Radweg
führt, wird die Schleuse in Richtung Kreuzung verschoben. Im Zuge dessen wird in Fahrtrich-
tung stadtauswärts ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert.
Zukünftig sollen auf der gesamten Helmholtzstraße beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer
markiert werden. Hierzu wird noch eine gesonderte Planung erstellt, da eine Mittelinsel ent-
fernt werden muss.
42
Stadtbezirk 5 – Nippes
Vorentwurfsplanung:
Neusser Straße (Niehler Kirchweg bis Kempener Straße)
Niehler Straße (Lis-Böhle-Park bis Florastraße)
Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße)
Entwurfsplanung:
Amsterdamer Straße/Xantener Straße
Gebiet Göppinger Straße (1. BA: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechinger Straße,
Reutlinger Straße, Uracher Straße)
Ausführungsplanung:
Clouth-Gelände (innere Erschließung)
Clouth-Gelände (Wettbewerbsgebiet)
Escher Straße/Am Bilderstöckchen (Alternative Betriebsform)
Feldgärtenstraße (Hillesheimstraße bis Sebastianstraße)
Geestemünder Straße/Höhe Emdener Straße (Buslinie 124, Busnetzerweiterung)
Jesuitengasse (Amboßstraße bis Schmiedegasse)
Liebigstraße/Escher Straße/Lämmerstraße
Merheimer Straße/Friedrich-Karl-Straße (Alternative Betriebsform)
Merheimer Straße/Theklastraße (Alternative Betriebsform)
Merheimer Straße (Roßbachstraße bis Friedrich-Karl-Straße)
Neue Kempener Straße
Neusser Straße von Wilhelm-Sollmann-Straße bis Mollwitzstraße (2. BA: HGK-Brücke bis
Kapuzinerstraße/Scheibenstraße)
Niehler Damm (Industriestraße bis Sebastianstraße)
Kapuziner Straße/Scheibenstraße)
Niehler Straße von Gneisenaustraße bis Blücherstraße
Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße (Kreisverkehr)
Pastor-Wolff-Straße (Franz-Denhoven-Straße bis Im Grund)
Stellungnahmen:
54 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 87 weitere fachtechnische Stellungnahmen
Beispielprojekt: Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße (Kreisverkehr)
Bereits in 2010 hat der Rat die Errichtung eines Neubaus mit Dreifachsporthalle für die Ge-
samtschule Nippes beschlossen. Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur ist für die zukünftigen
Ansprüche nicht ausreichend, da der Standort vorher von einer deutlich kleineren Förder-
schule benutzt wurde. Daher wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um zum ei-
43
nen die verkehrlichen Auswirkungen durch den Schulneubau auf das vorhandene Straßen-
system zu ermitteln und zum anderen verkehrliche Maßnahmen zu eruieren (Kreisverkehre,
Hol- und Bringplätze), die den ermittelten Mehrbelastungen entgegenwirken können.
Da die Errichtung des Kreisverkehrs Ossietzkystraße im Zusammenhang mit der Verkehrssi-
tuation des Schulneubaus steht, hat die Bezirksvertretung Nippes im April 2014 u. a. einen
Planungsbeschluss für den Kreisverkehr Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße
gefasst. Innerhalb des Kreisverkehrs werden die Radfahrenden zusammen mit dem Kfz-Ver-
kehr auf der Fahrbahn geführt. Ferner werden für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur
Schule bringen, Hol- und Bringplätze entlang der Longericher Straße angeboten.
Es ist zudem vorgesehen, die Etzelstraße im Abschnitt von Am Ginsterberg bis Ossietz-
kystraße/Longericher Straße gemäß dem Beschluss der Bezirksvertretung Nippes aus dem
Jahr 2017 für den Kfz-Verkehr als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Mauenheim einzurichten.
Der Radverkehr wird innerhalb dieses Straßenabschnitts weiterhin im Zweirichtungsverkehr
geführt.
44
Stadtbezirk 6 – Chorweiler
Entwurfsplanung:
Damiansweg
Ausführungsplanung:
Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg)
Gewerbegebiet Feldkassel, 3. BA (Transgourmet)
Herzog-Johann-Straße
In den Kämpen
Mengenicher Straße/Longericher Straße/Johannisstraße (Alternative Betriebsform)
Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof)
Parallelweg (Hackenbroicher Straße bis Sinnersdorfer Straße)
Pingenweg (Unnauer Weg bis Volkhovener Weg)
Robert-Bosch-Straße/Höhe Zufahrt REWE-Parkplatz (Buslinie 124, Busnetzerweiterung)
Swinestraße
U-Bahnhofstation Heimersdorf (barrierefreier Umbau der Rampe am Fahrradstellplatz)
Volkhovener Weg/Stallagsweg (Alternative Betriebsformen)
Weichselring (Elbeallee bis Nogatstraße)
Stellungnahmen:
55 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 31 weitere fachtechnische Stellungnahmen
Beispielprojekt: Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof)
Die Umgestaltung des „Marienberger Hofes“ in Köln-Lindweiler ist Bestandteil des „Integrier-
ten Handlungskonzeptes Köln-Lindweiler“. Die derzeit unattraktive Platzfläche soll offen und
großzügig gestaltet werden und attraktiven Raum und Möglichkeiten bieten. Weil der Platz
relativ klein ist, wurde auf die trennende Wirkung eines Hochbeetes verzichtet. Alle Bäume
bleiben erhalten. Die Linde im Hochbeet, die mit viel Bürgerengagement gepflanzt wurde,
wird an eine geeignete Stelle umgepflanzt.
Vor dem Lindweiler Treff soll eine Sitzgruppe aus drei runden Tischen mit jeweils halbrunden
Sitzbänken entstehen, die jede für sich für eine kleine Benutzergruppe und gemeinsam für
eine größere Benutzergruppe eine Aufenthaltsmöglichkeit bieten. Somit können die
Aktivitäten der Sozialeinrichtung wie z. B. Hausaufgabenhilfe, Ferienbetreuung oder
Frühstücks- und Mittagstisch bei schönem Wetter auf die Platzfläche ausgeweitet werden.
Die Sitzgruppen sind aus Beton und erhalten eine Rückenlehne. Die Bänke werden farbig
gestaltet. Bei Bedarf kann der Anstrich erneuert werden, zum besseren Schutz ist ein
zusätzlicher Anstrich gegen Graffiti vorgesehen. Ergänzt wird die Sitzgruppe durch drei
Pflanzgefäße, die durch den Lindweiler Treff bepflanzt und gepflegt werden. Im östlichen
Bereich unter den vorhandenen Bäumen werden drei weitere Betonbänke (Ausführung wie
halbrunde Bänke mit Sitzlehne und Graffitischutz) aufgestellt. Im westlichen Platzbereich,
unter den vorhandenen Bäumen werden drei Bewegungs- und Spielgeräte für kleinere
Kinder das Aufenthaltsangebot auf dem Marienberger Hof ergänzen. Vor dem Lindweiler
Treff wird eine Bücher- und Geschenkebox und eine zusätzliche Betonbank aufgestellt.
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Der Ausbau der Platzfläche soll in einem farblichen und vom Format einheitlichen Material
erfolgen, die die Fläche großzügiger und offener erscheinen lässt. Die alte Beleuchtung wird
durch neue Beleuchtungskörper ersetzt. Auf der Platzfläche sind 28 Fahrradabstellmöglich-
keiten vorgesehen.
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Stadtbezirk 7 – Porz
Vorentwurfsplanung:
Platzfläche in Wahn (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz)
Entwurfsplanung:
Bergerstraße/Josefstraße in Porz (Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms
Alternative Betriebsformen)
Eulenplatz in Langel (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz)
Platzfläche in Ensen (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz)
Ausführungsplanung:
An der Wielermaar/Schwester-Firma-Weg (Planung einer Baustraße)
Dortmunder Straße in Eil (Prüfung alternierendes Parken)
Ernst-Mühlendyck-Straße in Porz (Optimierung der Parkplatzanordnung)
Friedensstraße/Akazienweg in Grengel (Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Pro-
gramms Alternative Betriebsformen)
Hauptstraße/Steinstraße in Porz (Überarbeitung der Planung)
Kellereiweg/Jägerstraße/Heumarer Straße in Eil (Befestigung des Parkplatzes)
Loorweg zwischen Hausnummer 27 und Unterm Berg in Langel (Planung eines Gehwegs)
Beispielprojekt: Poller Damm, 2. Bauabschnitt: Ausbauplanung der Baustraße
Um im Neubaugebiet Poller Damm den Anforderungen für die Entwässerung der Straßen-
oberfläche bei Starkregen gerecht zu werden, muss das gesamte Planungsgebiet in Rich-
tung der öffentlichen Grünfläche und der Fläche für die Landwirtschaft neigen. Es stellte sich
heraus, dass durch das westlich anliegende Baufeld an der Verbindungsachse zwischen
Siegburger Straße und Poller Damm weitere öffentliche Verkehrsflächen vorzusehen sind,
für die eine Kanalplanung nicht erforderlich ist, da Flächenversickerung in der Grünanlage
möglich ist.
47
48
Stadtbezirk 8 – Kalk/Deutz
Vorentwurfsplanungen:
Vingster Ring/Alter-Deutzer Postweg (Kreisverkehr), Abshofstraße, Sieversstraße (Umge-
staltung)
Entwurfsplanungen:
Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder Straße (Kreisverkehr)
Alter Mühlenweg (Umgestaltung)
Europaring/Neubrücker Ring (Kreisverkehr)
Ausführungsplanungen:
Lenneper Straße (Messe City Köln)
Barmer Straße (Messe City Köln)
Leichlinger Platz (Messe City Köln)
Anteil Deutz-Mülheimer Straße (MCK)
Ostheimer Straße/Nobelstraße (Kreisverkehr)
Alter Deutzer Postweg (Geh- und Radweg)
Neuerburgstraße (Umgestaltung)
Hans-Schulten-Straße (Querungshilfe)
Europaring/Franz-Stock-Weg (Querungshilfe)
Rolshover Straße/Sieversstraße (Fußgängersignalisierung)
Ostmerheimer Straße/Auf dem Eichenbrett (Kreisverkehr)
Am Lusthaus (Geh- und Radweg)
Kreuzung Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße (Umgestaltung)
Stellungnahmen zu Großprojekten / Maßnahmen Dritter:
Ottoplatz (Casino Köln), P22a, Werbenutzungsvertrag (Bezirk 7,8,9), Rather See, Robert-
straße, Deutzer Hafen, Technische Hochschule Deutz, Messe 3.0, Haltestelle Vingst, Köln-
Messe 3.0 (km 3.0), Deutz-Mülheimer Straße – Umbau westliche Nebenanlagen
Begleitung der Ausführungsphase:
Germaniastraße (Generalinstandsetzung)
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Beispielprojekt: Vorplatz Haltestelle Vingst an der Kuthstraße
Mit dem Beschluss der Bezirksvertretung Kalk vom 13. September 2018 wurde die Verwal-
tung mit der Anpassung des Vorplatzes der Haltestelle Vingst an der Kuthstraße beauftragt.
Aktuell wird die Haltestelle Vingst umgebaut und saniert. Dabei werden Aufzüge eingebaut.
Im Gebäude der Haltestelle sollen durch eine Öffnung Angsträume beseitigt und ein barriere-
freier Zugang zur Haltestelle ermöglicht werden. In einem ersten Schritt wurden zunächst die
Rankgitter entfernt.
Die Wiederherstellung der Vorplatzfläche ist aufgrund der deutlichen Schäden und einer gro-
ßen Materialvielfalt kurzfristig nicht in zufriedenstellender Weise zu erreichen. Daher ist eine
Neugestaltung des Vorplatzes und der Zufahrt zum hinteren Bereich der Haltestelle vorgese-
hen. Die Fluchten des Gebäudes werden durch Kleinpflasterstreifen aufgenommen. Zwi-
schen den Streifen werden 30/30 Platten entsprechend dem Gestaltungshandbuch in Alt-
Graphit verlegt. Der Gehweg- und Zufahrtsbereich wird mit 15/30 Platten in Alt-Graphit aus-
geführt und fasst den Vorplatz optisch ein. Die Bushaltestelle wird mit taktilen Elementen
ausgestattet und an das Leitsystem der Stadtbahnhaltestelle angeschlossen. Die Lage des
Bordsteins an der Kuthstraße bleibt unverändert. Im südlichen Bereich der Haltestelle wird
ein zusätzlicher Baum gepflanzt. Der Bestandsbaum und der neu geplante Baum werden mit
begehbaren Baumscheiben eingefasst. Die Beleuchtungseinrichtungen werden erweitert, um
eine ausreichende Beleuchtung der Vorplatzfläche zu gewährleisten. Die eingetragenen
Bänke und Mülleimer sollen im Anschluss an die Maßnahme gesetzt werden, ihre endgültige
Lage steht noch nicht fest.
50
Stadtbezirk 9 – Mülheim
Vorentwurfsplanung
Kreisverkehr Piccoloministraße
Piccoloministraße (Umgestaltung, östlicher Teilbereich)
Egonstraße
Jungbornweg
Miltzstraße
Biegerstraße
Adamsstraße
Kreisverkehr Coloniallee
Sonnenscheinstraße
Schanzenstraße (Maßnahme Dritter)
Mülheimer Süden (Maßnahme Dritter)
Entwurfsplanung
Berliner Straße
Frankenforster Straße
Keupstraße
Im Oberiddelsfeld
Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße
Rendsburger Platz
Cologneo I (Maßnahme Dritter)
Erschließungsgebiet Herler Straße (Maßnahme Dritter)
Herler Platz
Ausführungsplanung
Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg
Hauswiesenweg
Kreisverkehr Zeisbuschweg/Am Wildpark
Pützlachstraße
Am Flachsrosterweg
Buschfeldstraße
Eddaweg/Peter-Kütter-Weg
Querspange Auenweg
Peter-Kütter-Weg
Auenweg Querungshilfe
Ackerstraße
51
Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-Straße
Bergisch Gladbacher Straße zw. Wasserwerkstraße und Grafenmühlenweg
Kranzbinderweg
Lückerather Straße
Beispielprojekt: Adamsstraße in Köln-Mülheim
Die Stadtentwässerungsbetriebe planen in der Adamsstraße die Sanierung des Abwasserka-
nals. In diesem Rahmen ist es erforderlich, die gesamte Oberfläche der Adamsstraße (Geh-
weg und Fahrbahn) neu herzustellen. Eine Teilsanierung der Straßenoberfläche wäre auf-
grund des vorhandenen Ausbauzustandes weder dauerhaft noch wirtschaftlich.
Die Adamsstraße ist eine Straße im Separationsprinzip, d. h. Gehweg und Fahrbahn sind
durch einen Bordstein voneinander getrennt. Im Rahmen der Herstellung der Sanierungspla-
nung wird der Straßenquerschnitt grundsätzlich beibehalten. Hierdurch bleiben die heute vor-
handenen öffentlichen Stellplätze ohne Verlust erhalten. Die Straßenmarkierungen werden
neu aufgetragen und an die heutige Nutzung der Straße angepasst.
Des Weiteren befindet sich die Adamsstraße in einem stadtweiten sowie nachbarschaftlichen
Bedeutungsraum. Die Wiederherstellung des Gehwegs und der Fahrbahn erfolgt gemäß Ge-
staltungshandbuch und mit dem dort genannten Oberflächenmaterial.
52
Straßenbau
Aufgeführt sind im Folgenden beispielhafte Projekte aus den Stadtbezirken:
Innenstadt
Umgestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes
Im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Stadtbahnbau war der Kurt-Hackenberg-Platz in der
Kölner Innenstadt über viele Jahre eine rein funktionale Baustellenfläche. Rege Bautätigkei-
ten und oft veränderte Wegeführungen für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer führten
dazu, dass dieser Bereich durch die Bürgerinnen und Bürger soweit wie möglich gemieden
wurde. Nach Abschluss der Stadtbahnarbeiten an dieser Stelle wurde der Platz zunächst
provisorisch hergestellt.
Nach den Plänen des Büros „Vogt Landschaftsbau GmbH“ wurde der Kurt-Hackenberg-Platz
schließlich zu einem qualitativ hochwertigen Aufenthaltsraum umgebaut, der zum Flanieren
und Verweilen einlädt. Die Bepflanzung in der Platzmitte schafft eine Abgrenzung zu den
Straßen, der Trinkbrunnen inmitten des neuen „Stadtquartiers“ sowie Sitzelemente aus Na-
turstein erhöhen die Aufenthaltsqualität. Auf der Platzfläche wurden zahlreiche Bäume ge-
pflanzt, eine schlichte Beleuchtung rundet den einladenden Charakter des Platzes ab.
Die Umgestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes ist Bestandteil des städtebaulichen Master-
plans Innenstadt und ein Teilprojekt der „Via Culturalis“. Die Maßnahme wurde im Rahmen
des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.
Ausführungszeit : März 2017 bis April 2018
Auftragssumme : 3,66 Mio. Euro
Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH
Vorher Nachher
53
Heumarkt - Fahrbahndeckensanierung und Neuordnung der Radverkehrsführung
zwischen Am Malzbüchel und Rheinuferstraße
Der Heumarkt wurde zwischen der Straße Am Malzbüchel und der Rheinuferstraße aufwen-
dig saniert. Hierbei wurde die Fahrbahndecke auf rund 2.000 Quadratmetern instandgesetzt.
Außerdem wurde die gesamte Radverkehrsführung grundlegend neu geordnet.
Um die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen, wurden neue Schutzstrei-
fen in Richtung Deutzer Brücke, zur Rheinuferstraße Am Leystapel sowie in den zur Altstadt
führenden Tunnel an der Markmannsgasse eingerichtet. Für Radfahrende stellen sich die
Verbindungen nunmehr weitaus komfortabler und schneller dar. Die teilweise Erneuerung
der Ampelanlagen an zwei Knotenpunkten und der Gehwegbeläge auf den Verkehrsinseln
rundeten die Arbeiten ab.
Ausführungszeit: Sommerferien 2018
Baukosten: rund 250.000 Euro
Ausführende Firma: F.W. Müller & Söhne GmbH
Vorher
Nachher
54
Rodenkirchen
Sürther Feld – Endausbau des 2. Bauabschnittes
Die Straßen Tausendschönweg, Zitronenfalterstraße und Ackerhummelweg wurden je nach
Straßenabschnitt in einer Breite von 4,50 bis 8,50 Meter in Pflasterbauweise ausgebaut. Im
Straßenraum versetzt wurden Parktaschen und Baumbeete angeordnet, wodurch ein ver-
kehrsberuhigter Bereich entstanden ist. Im Ackerhummelweg wurde zudem eine zentrale
Platzfläche geschaffen, die mit Bäumen und Bänken zum Verweilen einlädt.
Im Butterblumenweg wurden die Straßen im Bereich der Hochbebauung ellipsenförmig an-
gelegt und in Pflasterbauweise hergestellt. Weiterhin wurden in den Innenflächen der Ellip-
sen Baumbeete und Bänke platziert. Dadurch sind zwei kleine Platzflächen entstanden.
Die Sürther Feldallee wurde ebenfalls ausgebaut. Neben der 8 Meter breiten Fahrbahn wur-
den beidseitig Gehwege sowie Parkstreifen erstellt. Im Knotenpunkt Sürther Feldallee/
Eygelshovener Straße entstand zudem ein Kreisverkehr. Hier wurden zu allen Seiten hin
Zebrastreifen angelegt, so dass Fußgängerinnen und Fußgänger sicher zum Spielplatz und
Kindergarten geführt werden.
Ausführungszeit: September 2017 bis Oktober 2018
Auftragssumme: rund 2,25 Mio. Euro
Ausführende Firma: Blandfort Bau GmbH
Vorher/Nachher Butterblumenweg
Vorher/Nachher Sürther Feldallee
55
Lindenthal
Waldsiedlung in Köln-Junkersdorf
Die Waldsiedung umfasst die Straßen Eichenstraße, Bert-Fenger-Straße, Ulmenweg, Rotbu-
chenweg, Eschenweg, Silberahornweg, Lärchenweg, Kiefernweg sowie die Tannenstraße.
Der komplette Bereich wurde saniert und umgestaltet. In der Bert-Fenger-Straße wurden die
Oberflächen der Fahrbahnen und der Gehwege erneuert. Die Eichenstraße wurde im Voll-
ausbau umgestaltet. Hier entstanden neue Gehwege, Parkplätze und Fahrbahnen. Die übri-
gen Straßen wurden zu Mischverkehrsflächen umgebaut. Dafür mussten rund 9.500 Quad-
ratmeter Pflastersteine verlegt werden. Auch die Anzahl der Entwässerungsanlagen wurde
verdoppelt.
Ausführungszeit: März 2017 bis April 2018
Auftragssumme: rund 1,9 Mio. Euro
Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH
Vorher (Tannenstraße)
Nachher (Tannenstraße)
56
Ehrenfeld
Bachstelzenweg in Köln-Vogelsang
Die Verkehrsflächen des Bachstelzenweges wurden im Abschnitt zwischen Goldammerweg
und den jeweiligen Enden der Sackgassen von Grund auf erneuert. Gleichzeitig wurden die
Straßenentwässerungseinrichtungen für künftigen Starkregen aufgerüstet sowie die öffentli-
che Beleuchtung modernisiert. Aufgrund des desolaten Zustands der Verkehrsflächen, die
infolge der mehr als 50jährigen Nutzungsdauer nicht mehr mit wirtschaftlich vertretbarem
Aufwand verkehrssicher unterhalten werden konnten, war die Sanierung dringend notwen-
dig. Entstanden ist eine dauerhaft intakte, verkehrssichere und auch optisch ansprechende
Infrastruktur.
Ausführungszeit: Juni 2017 bis August 2018
Auftragssumme: rund 1,2 Mio. Euro
Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH
Vorher
Nachher
57
Nippes
Generalinstandsetzung Schmiedegasse in Weidenpesch
Auf der Schmiedegasse wurden im Abschnitt zwischen den Häusern 53 und 101 die Fahr-
bahn, die Parkplätze und der Gehweg instand gesetzt. Darüber hinaus haben die Stadtent-
wässerungsbetriebe einen Entwässerungskanal hergestellt. Die Maßnahme war notwendig,
da in diesem Abschnitt keine Straßenentwässerung vorhanden und die Fahrbahn zudem
massiv beschädigt war.
Der vorhandene Straßenbelag sowie das darunter vorhandene Natursteinpflaster wurden
aufgenommen. Die Pflastersteine wurden als neue Befestigung in die Parkplätze eingebaut
und wiederverwendet. Die geplante Bauzeit konnte aufgrund von Optimierungen im Bauab-
lauf um drei Monate reduziert werden.
Ausführungszeit: April 2018 bis Dezember 2018
Baukosten (Straßenbau): rund 555.000 Euro
Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH
Vorher
Nachher
58
Chorweiler
Mengenicher Straße zwischen Johannesstraße und Pescher Weg in Köln-Pesch
Durch die sehr schlechte Oberflächenbeschaffenheit der Fahrbahn und der Gehwege war
die Verkehrssicherheit auf der Mengenicher Straße nicht mehr gewährleistet. Die Oberfläche
war geprägt von Reflexionsrissen, Netzrissen, Ausmagerungen und zahlreichen Flickstellen.
Zudem wurde die Tragfähigkeit des Unterbaus laut Baugrunduntersuchung als nicht
ausreichend eingestuft. Das ausgehobene Bodenmaterial war zum Teil als sogenannter
gefährlicher Abfall zu deklarieren. Die Oberflächenentwässerung war durch die Absackungen
beeinträchtigt. Nach dem Umbau ist eine verkehrssichere und ansehnliche
Verkehrsverbindung entstanden.
Ausführungszeit: April 2018 bis November 2018
Auftragssumme: rund 840.000 Euro
Ausführende Firma: Willy Dohmen GmbH & CO. KG
Nachher
Vorher
59
Porz
Generalsanierung des Kiefernweges in Grengel
Die Verkehrsflächen des Kiefernweges waren altersbedingt durch eine Vielzahl von Rissen,
Schlaglöchern und losen Bordsteinen stellenweise nicht mehr verkehrssicher. Daher wurde
der Kiefernweg auf gesamter Länge zwischen St.-Anno-Straße und Hermann- Löns-Straße
entsprechend dem heutigen Ausbaustandard grundhaft erneuert. Die Fahrbahn wurde in
Asphaltbauweise, die Gehwege und die mittig gelegene Platzfläche in Pflasterbauweise
hergestellt. Weiterhin wurden die Einrichtungen der Straßenentwässerung und die
Straßenbeleuchtung erneuert.
Ausführungszeit: September 2017 bis März 2018
Baukosten (Straßenbau): 650.000 Euro
Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH
Vorher
Nachher
60
Kalk
Generalinstandsetzung der Germaniastraße in Höhenberg – 1. Bauabschnitt
Die Germaniastraße wurde im Abschnitt zwischen dem Abzweig Ilmenauer Straße und der
Hausnummer 148 generalsaniert. Hierbei wurden die Fahrbahn, die Parkplätze und die Geh-
wege von Grund auf instand gesetzt. Im Vorfeld haben die Stadtentwässerungsbetriebe den
Entwässerungskanal auf gesamter Länge neu hergestellt. Die Maßnahme war notwendig, da
in diesem Abschnitt die Straßenentwässerung marode war und die Fahrbahn zudem mas-
sive Beschädigungen aufwies. Im Zuge der Sanierung wurde die Aufteilung Fahrbahn - Geh-
wege - Parkstreifen neu gegliedert. Aus Gründen der Verkehrsberuhigung wurde die Fahr-
bahn zu Gunsten des Grünstreifens und des Gehweges an der Hausseite eingeengt. Nach
diesem Bauabschnitt, der Ende 2018 fertig gestellt wurde, werden die Arbeiten im 2. Bauab-
schnitt bis zur Olpener Straße weitergeführt.
Ausführungszeit: April 2018 bis Dezember 2018
Baukosten (Straßenbau): insgesamt 1,8 Mio. Euro
Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH
Vorher
Nachher
61
Mülheim
Sanierung des Flittarder Deichwegs in Köln-Flittard
Die Fahrbahn des Flittarder Deichwegs wurde von der Evergerstraße bis zur Straße Am
Feldrain saniert. Altersbedingt war die Straße in einem schlechten Gesamtzustand mit vielen
Rissen und kleineren Schlaglöchern. In Abwägung des vorhandenen Schadensbildes und
des wirtschaftlich vertretbaren Aufwandes wurde eine Deckensanierung mit vorbituminierter
Asphaltbewehrung gewählt. Gehwegüberfahrten wurden im Zuge der Sanierung in Pflaster-
bauweise erneuert.
Ausführungszeit: 20. August bis 17.September 2018
Auftragssumme: 170.000 Euro
Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH
Vorher
Nachher
62
Verkehrsmanagement
Verkehrssystemmanagement
Verkehrsleitzentrale und Betriebssystemtechnik
In der Verkehrsleitzentrale wird die Verkehrslage in Köln ständig beobachtet. Zur Beseitigung
von Verkehrsstörungen und zur Regulierung des Verkehrs stehen hier die geeigneten Steue-
rungsinstrumente zur Verfügung. Aktuelle Verkehrsinformationen werden von hier aus an
Rundfunk, Fernsehen und Internet weitergegeben.
Blick in die Verkehrsleitzentrale
Das bekannteste Auskunftsmedium ist der Verkehrskalender, der seit seiner Einrichtung im
Oktober 2010 zu den am häufigsten genutzten Anwendungen auf den städtischen Internet-
seiten zählt. Er informiert tagesaktuell über Baustellen, bedeutende Messen sowie Sport-
und Konzertevents, die den Verkehr beeinträchtigen. Im Verkehrskalender Logistik sind auf
der Grundlage des Lkw-Führungskonzeptes alle Höhenbegrenzungen und Gewichtsbe-
schränkungen erfasst. Der Verkehrskalender wird regelmäßig weiterentwickelt und an die ak-
tuellen Anforderungen angepasst. Hierzu erfolgt eine Förderung durch das Bundesministe-
rium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Aufbauend auf den Verkehrsrechner ermöglicht
künftig eine ergänzende Managementebene aus den Verkehrsbeobachtungen heraus Ver-
kehrsmeldungen zu generieren und diese an Navigationsdienstleister zu übertragen.
Verkehrskalender
63
Darüber hinaus informiert das Verkehrsleitsystem mit 19 stadtweit verteilten dynamischen
Vario-Tafeln tagesaktuell über die Verkehrssituation in Köln. Im Jahr 2018 wurde der Auftrag
zur Erneuerung von 17 Variotafeln gegen Tafeln mit moderner LED-Technik erteilt. Der Aus-
tausch findet im Jahr 2019 statt und wird zu 50 % vom Bund finanziert.
Das Parkleitsystem unterstützt Verkehrsteilnehmende bei der Suche nach einem freien Park-
platz. Mit der Verkehrsprognose, einer Zusammenstellung der verkehrsrelevanten Baustellen
und Veranstaltungen, werden zudem wöchentlich die Medien informiert. Hier fand ein Re-
launch der Publikation statt, der dem Leser eine verbesserte Zuordnung der Meldungen er-
möglicht.
Verkehrsleit- und Parkleitsystem
Verkehrskalender Logistik
64
2018 wurden Vorbereitungen zur Einrichtung der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale getroffen.
Diese wird zukünftig rund um die Uhr eine Überwachung und Koordinierung der Verkehrs-
ströme sicherstellen. Die Suche nach geeigneten Räumen war erfolgreich, die Zentrale wird
im ehemaligen Rechenzentrum des Amtes für Informationsverarbeitung im Stadthaus Deutz
realisiert. Die Verkehrs- und Tunnelleittechnik unterliegt der Verordnung zu kritischen Infra-
strukturen, wozu eine Auditierung in 2019 erfolgen wird.
Über „Offene Daten Köln“ und den MobilitätsDatenMarkplatz (MDM) des Bundes profitieren
auch Dritte von den Daten, die durch die Verkehrsleitzentrale erhoben und zur weiteren Ver-
arbeitung zur Verfügung gestellt werden. Anbietende wie Nutzende finden hier alle wichtigen
Informationen über Verkehrsströme, Staus, Baustellen, Kraftstoffpreise, Parkmöglichkeiten
und vielem mehr.
Verkehrserhebungen
Insgesamt wurden 575 Verkehrserhebungen in 2018 durchgeführt. Diese teilen sich auf in
310 Knotenstromzählungen, 20 Staumessungen, 65 Radverkehrszählungen, 37 Fußgänger-
zählungen, 10 Parkraumerhebungen, 5 Kennzeichenerfassungen sowie 133 Geschwindig-
keits- und Querschnittsmessungen.
Wegweisung
Insgesamt wurden 166 Schilder und 42 seitliche Aufsteller erneuert. 48 Schilder mussten ge-
richtet werden, da sie beispielsweise durch Sturm oder Unfallschäden am Mast verdreht wa-
ren. Im Rahmen des „Programms Verkehrstechnik Köln“ wurden auf der Venloer Straße und
der Zülpicher Straße neue Wegweiser aufgestellt. Insgesamt wurden 13 Standorte und 42
Wegweiser erneuert.
Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern gibt es im Kölner Stadtgebiet rund 120 Brü-
cken, Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern. Sie unterliegen wie Straßenbrü-
cken einer regelmäßigen Bauwerksprüfung. Alle sechs Jahre müssen diese Bauwerke von
speziell ausgebildeten Prüfingenieuren einer Hauptprüfung und damit einer kritischen Bewer-
tung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit in einem Notenspektrum
von 1 (sehr gut) bis 4 (muss kurzfristig erneuert werden) unterzogen werden. Dazwischen
erfolgt eine sogenannte „einfache Prüfung“, mit geringerem Prüfaufwand. Zusätzlich werden
alle Bauwerke einmal jährlich auf offensichtliche Schäden überprüft (Sichtprüfung). In 2018
erfolgte eine Hauptprüfung an insgesamt 40 Bauwerken. Aufgrund von schlechten Bewertun-
gen aus den Vorjahren wurden in 2018 eine Schilderbrücke erneuert und 5 überarbeitet.
Wegweiser Mercatorstraße Wegweiser Venloer Straße
65
Neuer Ausleger Pfälzischer Ring Überarbeitete Schilderbrücke Koelnmesse
Überkopf-Beschilderung am Tunnel „Komödienstraße“ mit Halterungen an
der Tunneldecke
66
Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen
In Köln regeln 959 Ampeln den Verkehr, von denen sich 865 in der Baulast der Stadt Köln
und in vollständiger Zuständigkeit der Abteilung Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalan-
lagen befinden. Im vergangenen Jahr wurden an den Kölner Ampelanlagen 82 Optimierun-
gen vorgenommen, 2.722 Störungen beseitigt und 141 Baustellensignalisierungen angeord-
net. Außerdem wurden weit über 1.000 Hinweise und Anregungen von Bürgern bearbeitet.
Die Ausgaben für diesen Bereich der Verkehrstechnik lagen insgesamt bei rund 14,2 Millio-
nen Euro. Exemplarisch für die Vielzahl im vergangenen Jahr bearbeiteten Bau- und Erneue-
rungsmaßnahmen folgt eine kurze Beschreibung wichtiger Projekte.
Erneuerung des Kölner Verkehrsrechnersystems
Der Auftrag für den neuen Verkehrsrechner wurde zwar schon 2017 erteilt, die Lieferung und
der Aufbau erfolgten jedoch weitestgehend im Jahr 2018. Der neue Verkehrsrechner ersetzt
die 6 veralteten Verkehrsrechner sowie einen neueren, angemieteten Rechner. Für die alten
Verkehrsrechner war die Ersatzteilbeschaffung nicht mehr gesichert und es drohte ein Aus-
fall mit dem dadurch verbundenen Verlust der zentralen Beeinflussung der Ampelanlagen.
Alle Ampelanlagen, die bislang auch schon einen Anschluss an einen der alten Rechner hat-
ten, wurden an den neuen Verkehrsrechner angeschlossen. Perspektivisch sollen alle übri-
gen Ampelanlagen angeschlossen werden. Bei Erneuerungen der Anlagen ist ein solcher
Anschluss obligatorisch.
Bildausschnitt des neuen Verkehrsrechners
Von dem neuen Rechner erwartet die Stadt Köln neben einer Senkung der Betriebskosten
auch eine Vereinfachung und Verbesserung des Qualitätsmanagements für die Lichtsignal-
steuerungen. So können die Verkehrsingenieure zukünftig direkt von ihrem Arbeitsplatz aus
auf Echtzeitdaten (z. B. Grünzeiten, Detektorbelegungen) aus den Ampelanlagen zugreifen
sowie Störmeldungen (Lampen- und Detektordefekte) empfangen und entsprechend zeitnah
67
reagieren. Spezielle Software zur Qualitätsanalyse wird sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Än-
derungen an der Ampelsteuerung können sie direkt vom städtischen Arbeitsplatz aus in die
Geräte vor Ort einspeisen. Insgesamt können zukünftig Probleme schneller erkannt und effi-
zienter behoben werden. Ampelausfälle, die beispielsweise aufgrund von Rotlampendefek-
ten auftreten, sollten daher zukünftig nur noch die Ausnahme sein. Bei besonderen Veran-
staltungen wie Messen oder Fußballspielen können die Verkehrsingenieure vom Arbeitsplatz
aus spezielle Programme auswählen und schalten. Zukünftig nimmt die Verkehrs- und Tun-
nelleitzentrale diese Aufgabe in Abstimmung mit den Verkehrsingenieuren wahr und eröffnet
so eine 24 Stunden verfügbare Handlungsmöglichkeit.
Städtischer Verkehrsrechner-Arbeitsplatz
Erneuerung der Ampelanlage Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße/
Justinianstraße
In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurde
die Ampelanlage auf der Kreuzung Deutz-
Mülheimer Straße/Opladener Straße/Justi-
nianstraße grundlegend erneuert und mit
aktueller LED-Technik ausgerüstet. Die
Ampelanlage, die vor dem Westgebäude
des Stadthauses Deutz liegt, verfügt nach
der Sanierung über mehrere verkehrsab-
hängige Programme mit voller Stadtbahn-
bevorrechtigung. Die Kreuzung weist somit
den höchsten Komplexitätsgrad auf, der
mit einer verkehrstechnischen Schaltung
zu bewältigen ist.
Die Programme berücksichtigen verschiedene Verkehrssituationen, beispielsweise den Ab-
flussverkehr aus dem Parkhaus nach Veranstaltungsende in der LANXESS arena oder die
speziellen Zu- und Abfahrtssituationen bei Messen. Die Programme werden situationsabhän-
gig über den neuen Verkehrsrechner geschaltet.
Die Anlage ist darauf vorbereitet, an die Brandmeldeanlage des Tunnels unter dem Stadt-
haus Deutz angeschlossen zu werden. Bei einem Störfall im Tunnel können dann keine wei-
teren Fahrzeuge in den Tunnel einfahren und werden mit einem separaten Signal rechts
über die Justinianstraße in Richtung Östlicher Zubringer umgeleitet. Fahrzeuge, die sich
Kreuzung Deutz-Mülheimer Straße/Opladener
Straße/Justinianstraße
68
noch im Tunnel befinden, werden mit der höchsten Priorität auf die Deutz-Mülheimer Straße
oder in Richtung der Deutzer Brücke abgeleitet.
Technische Darstellung der Signalisierung im Kreuzungsbereich
Mit der Erneuerung der Ampelanlage wurde zudem die Situation für Fußgängerinnen und
Fußgänger verbessert. Durch die Schaltung von zwei zusätzlichen Phasen werden die War-
tezeiten reduziert und die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr erhöht. Zu Fuß Gehende
erhalten nun auch ohne explizite Anforderung das Grün-Signal. Die vor Ort verbauten Taster
dienen nunmehr nur noch mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Personen. Die
akustische Freigabe erfolgt parallel mit der Grün-Anzeige des Signalgebers für den Fußver-
kehr.
Erneuerung der Ampelanlage Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße
Der Verkehrsknotenpunkt Kaiser-Wilhelm-Ring/Gladbacher Straße/Christophstraße wurde in
2018 umgestaltet. Die Umgestaltung bringt gerade für den Radverkehr Vorteile mit sich.
Radfahrende können nunmehr auf einem Radfahrstreifen aus der Christophstraße stadtaus-
wärts in die Gladbacher Straße entgegen der Einbahnstraße fahren. Hierzu wurden die vor-
handenen Linksabbiegespuren sowohl von der Christophstraße als auch von der Gladbacher
Straße in den Kaiser-Wilhelm-Ring entfernt. Auch die Signalisierung musste anschließend an
die neue Verkehrssituation angepasst werden.
Knotenpunkt Kaiser Wilhelm Ring / Gladbacher Straße
69
Erneuerung der Ampelanlage Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße
Die Ampelanlage auf der Kreuzung Hohenstaufenring/Beethovenstraße/Schaevenstraße
wurde grundlegend erneuert und mit aktueller LED-Technik ausgerüstet. Alle Überwege
wurden im Rahmen der Arbeiten mit einer Blindensignalisierung ausgestattet. Zudem wurde
die Ampelanlage auch dieser Kreuzung an den neuen Verkehrsrechner angebunden.
Bauarbeiten an der Ampelanlage auf den Ringen
70
Lärmschutzmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße
Entlang der Bergisch Gladbacher Straße wird aus Lärmschutzgründen auf einer Strecke von
6,2 Kilometern die zugelassene Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Aus diesem
Grund wurden die Schaltzeiten aller 25 Ampelanlagen im Streckenverlauf überarbeitet.
Hierfür waren die Neuberechnung von Zwischenzeiten, die Erstellung von vier
Signalprogrammen für jede Anlage, die Anpassung der Grünen Wellen und die
Inbetriebnahme vor Ort durchzuführen.
Kartenausschnitt und Darstellung der Grünzeiten
71
Baustellenmanagement
Bauen steht für Veränderung, Gestaltung und nicht zuletzt Verbesserung von öffentlichen
(Straßen-)Räumen. Bis es soweit ist, beeinträchtigen die Bauvorhaben jedoch das sensible
Verkehrssystem einer Stadt. Sie schränken die Mobilität und damit die Lebensqualität der
Menschen vorübergehend ein, teils in empfindlicher Art und Weise. Auch in Köln haben lau-
fende und bevorstehende Bauvorhaben an wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Brücken
und Tunneln bedeutende Auswirkungen auf den Verkehr. Die negativen Effekte müssen be-
reits in der Planung gründlich bedacht und in der Durchführung auf ein Minimum beschränkt
werden. Der Anspruch in Köln ist es, Baustellen sowohl stadtverträglich als auch mobilitätssi-
chernd zu gestalten.
Es ist gut, dass es in Köln viele Baustellen gibt. Sie sind ein positives Signal für Investitionen
in den Erhalt der städtischen Infrastruktur. Auswirkungen auf den Verkehr lassen sich bei ih-
rer Vielzahl zwar nicht vermeiden, aber minimieren. Der Deutsche Städtetag beschreibt die
Aufgaben eines Baustellenmanagements folglich als die „Aufrechterhaltung von Verkehrsab-
läufen zur Mobilitätssicherung und zur Erhaltung der Lebensqualität“. Dies ist die Messlatte
für das Kölner Baustellenmanagement.
Das Baustellenmanagement Köln hat im April 2014 die Arbeit aufgenommen. Schwerpunkte
bei der Neuausrichtung bildeten die konsequente Zusammenführung der betroffenen städti-
schen Bereiche, der Aufbau eines eigenen Baustellenkontrolldienstes, der Ausbau der Koor-
dination von in Köln bauenden Unternehmen wie Rheinenergie, Stadtentwässerungsbe-
triebe, Kölner Verkehrs-Betriebe und städtische Bauämter, die Zusammenfassung der
Grundlagen bei der Ausführung von Bauvorhaben im öffentlichen Raum in der „Kölner
Baustellenfibel“ und die Einführung zielführender Vorgaben zur Information und Öffentlich-
keitsarbeit bei Baumaßnahmen (unter anderem „Verkehrskalender der Stadt Köln“ im Inter-
net und Pressemitteilungen). Köln war und ist Vorreiter eines Baustellenmanagements in
Deutschland. Die positiven Effekte wurden auch durch die IHK-Studie „Potentiale des
Baustellenmanagements im Bezirk der IHK Köln“ von März 2017 bestätigt
(https://bit.ly/2YFSopZ).
Den heutigen Anforderungen an Transparenz und Kommunikation entsprechend werden die
Informationen des Verkehrskalenders (unter anderem die Bauvorhaben) als „open Data“ zur
Verfügung gestellt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Daten zur Verwertung in mobilen in-
dividuellen Informationssystemen, aber auch in anderen Anwendungen, durch Dritte genutzt
werden können. Gerade im Bereich wirkungsvoller Verkehrsinformationen ist ein hoher Ver-
breitungs- und Beachtungsgrad von hoher Bedeutung. Diese Daten werden zudem auch auf
dem MDM (Mobilitäts-Daten-Marktplatz des Bundes) angeboten werden.
Zur Verbesserung der verkehrlichen Koordination der deutlich über 20.000 Arbeitsstellen pro
Jahr im öffentlichen Raum wird der Baustellenatlas des Anbieters INFREST bei den beteilig-
ten Unternehmen eingesetzt. Diese gemeinsame webbasierte Abstimmungsplattform ersetzt
den bisherigen analogen Prozess und erleichtert das Verfahren erheblich.
Gemeinsam mit der Umsetzung eines Onlineverfahrens zur Beantragung der verkehrsrechtli-
chen Genehmigungen wurden und werden zielführende digitale Prozesse etabliert. Durch die
Überleitung des Baustellenmanagements in das neu geschaffene Amt für Verkehrsmanage-
ment ist auch die Zukunftsfähigkeit durch den Anschluss an die allgemeinen Verkehrsmana-
gementsysteme gesichert. Der durch Köln initiierte Arbeitskreis IBÖV (Fachausschuss integ-
rative Baustellenkoordinierung im öffentlichen Verkehrsraum) unter der Beteiligung von be-
reits rund 20 Kommunen u. a. auch aus Österreich hat sich ebenfalls bewährt. Die Problem-
lagen sind nahezu identisch. Dennoch kann die öffentliche Wahrnehmung sehr unterschied-
lich sein. In Köln fehlt es oft an der Differenzierung zwischen dem „Landesteil“ Autobahnnetz
Köln und dem städtischen Verkehrsnetz. Hierbei sind die Einflussgrößen der Stadt begrenzt.
Auch werden die Problemlagen allgemeiner Großbauvorhaben im Hochbau auf die Qualität
der Straßenbaumaßnahmen projiziert.
72
Eines der schwierigsten Themen sind die bestehenden Rahmenbedingungen einschließlich
der vergaberechtlichen Situation. Vergabeeinsprüche, Beweissicherungen und die be-
schränkte Auswahl qualifizierter Unternehmen erschweren die Prozesse zusätzlich. Hierbei
werden die „Puffer“ zur Durchführung aufgezehrt.
Die verkehrsrechtlichen Vorgaben zur Durchführung der Maßnahmen unter zwingender Nut-
zung der verkehrsschwachen Zeiten (in den Ferien und außerhalb der verkehrlichen Spitzen-
zeiten) sind durch die Vielzahl aller Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen limitiert. Dennoch ist
dies eine der aufwendigen und durchaus auch kostensteigernden Vorgaben zum Bauen in
Köln.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass ein konsequentes Baustellenmanagement für
ein funktionierendes Verkehrssystem in Köln unabdingbar ist. Ziel ist es, dass Köln mobil
bleibt. Die Verkehrssituation ist jedoch sensibel und mit zusätzlicher Last durch motorisierten
Verkehr und/oder Baumaßnahmen störanfällig.
Die Anzahl der Baumaßnahmen und deren Intensität im Hinblick auf verkehrliche Auswirkun-
gen lassen eine aktuelle Entspannung in den kommenden Jahren nicht zu. Hiermit ist frühes-
tens ab 2025 zu rechnen, da zu diesem Zeitpunkt viele Investitionsmaßnahmen abgeschlos-
sen sein werden.
Kölle entrümpeln
Im Rahmen der Sonderaktionen „Kölle entrümpeln“ wurden
gezielt Begehungen und Kontrollen vorgenommen, um nicht
mehr benötigte, baustellenbedingte Materialien zu räumen.
Im Jahr 2018 wurden während diesen konzentrierten Aktio-
nen insgesamt 320 Verkehrszeichen oder Absicherungen,
die von Baustellen übrig geblieben sind, abgeräumt. Die
Zeichen werden teils von den Baufirmen vergessen, teils
aber auch von Dritten entwendet und an anderer Stelle im
Straßenland wieder abgestellt. „Geisterschilder“ finden sich
vor allem in der Altstadt, der Innenstadt und den innenstadt-
nahen Stadtteilen. In den Außenbereichen verringert sich
die Anzahl stark.
Baustellen und Container
Für Baumaßnahmen Dritter, die im öffentlichen Straßenland stattfanden oder sich darauf
auswirkten, sowie für die Aufstellung von Containern im öffentlichen Straßenland wurden
23.187 Bescheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrs-Ordnung) erteilt. Dies bedeutet
eine Steigerung um 79 Bescheide im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt wurden 3.370.959 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren einge-
nommen und damit 222.763 Euro mehr als in 2017. 2.460 Container-Genehmigungen wur-
den erteilt und 172.256 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren festgesetzt. Zu-
sätzlich sind 1.071 Container im Zusammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt wor-
den.
Genehmigung von Sonder- und Schwertransporten
Mit der Neustrukturierung der Ämter wurde das Sachgebiet „Schwer- und Sondertransporte“
in den Zuständigkeitsbereich des Amtes für Verkehrsmanagement übertragen. Dort erteilen
fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Erlaubnisse für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Ab-
Nicht mehr benötigtes Bauschild
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messungen, Achslasten oder Gesamtmassen die allgemein gesetzlich zugelassenen Gren-
zen überschreiten. Zudem erteilt das Sachgebiet Erlaubnisse für die Beförderung von Ge-
fahrgut auf Straßen im Stadtgebiet Köln außerhalb der Autobahnen.
In diesem Rahmen werden die von den jeweiligen Transportunternehmen beantragten Fahrt-
strecken hinsichtlich Ihrer Geeignetheit für den Transport geprüft und die Genehmigung im
Bedarfsfall mit entsprechenden Auflagen erteilt. Vor der Erlaubniserteilung müssen zudem in
der Regel verschiedene Dienststellen und Behörden angehört werden, beispielsweise das
Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, die Polizei oder Straßen.NRW.
Im Jahr 2018 wurden insgesamt rund 3.800 Genehmigungen/Erlaubnisse unter Veranlas-
sung von rund 12.000 eigenen Anhörungen erteilt. Zudem wurden rund 9.000 Anhörungen
anderer Erlaubnisbehörden, d. h. Kreise oder kreisfreie Städte aus ganz Deutschland, bear-
beitet.
Zur Entlastung der Polizei, die Transporte mit bestimmten Übermaßen zur Durchführung ver-
kehrsregelnder Maßnahmen begleiten muss, wird seit Ende 2018 an der Entwicklung von
verkehrsrechtlichen Anordnungen gearbeitet, die eine Begleitung durch von der Stadt Köln
verpflichtete Verwaltungshelfer mit eigenen Begleitfahrzeugen ermöglichen. Dadurch soll die
Polizeibegleitung auf regelmäßig befahrenen Strecken zukünftig deutlich reduziert werden.
Stabsstelle Innenrevision
Zum Start des Pilot-Projektes „Neugestaltung des Vergabeprozesses“ bei Amt 64 und 66 am
1. Oktober 2018 war auch die Einrichtung einer amtsinternen Innenrevision notwendig. Auf-
gabe der Innenrevision ist es, Verfahrensabläufe zu optimieren und dabei Fehler bereits prä-
ventiv zu vermeiden. Neben der Rechtmäßigkeitsprüfung durch Überwachung der Aufgaben-
erfüllung und der Geschäftsvorfälle erfolgt dies auch durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen.
Die Innenrevision des Amtes für Verkehrsmanagement hat am 15. Oktober 2018 die Tätig-
keit als Stabsstelle der Amtsleitung aufgenommen.
Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen
Die Stabsstelle Intelligente Verkehrslösungen koordiniert Projekte in der Verkehrstechnik und
dem Verkehrsmanagement, für die auf Bundes- oder EU-Ebene Förderprogramme ausgelobt
werden. Diese werden in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, neue Technologien und
Systemlösungen umgesetzt. Im Einzelnen hat die Stabsstelle in 2018 u. a. an folgenden Pro-
jekten mitgewirkt:
Zur Erstellung des sogenannten „Green City Masterplans“, einem Masterplan für die Gestal-
tung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität für Köln, oblag der Stabsstelle die Aufgabe
der ämter- und stadtkonzernübergreifenden Koordinierung und Projektleitung. Hierbei
musste eine Vielzahl von möglichen kurz- bis mittelfristig realisierbaren Lösungsansätzen zur
Luftreinhaltung in Köln konkretisiert, bewertet und priorisiert werden. Diese Ansätze basieren
auf einer Auswahl von Maßnahmen aus dem „Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Köln“,
dem „Runden Tisch“ Luftreinhaltung sowie ergänzenden Projektskizzen.
Auf Grundlage des Green City Masterplans wurden im Rahmen des 3. Aufrufs zur Förder-
richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Verkehr
und digitale Infrastruktur im „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ Fördermittel zur Er-
tüchtigung und Digitalisierung der Infrastruktur der Ampelanlagen beantragt, für die das Bun-
desministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 30. November 2018 einen
Bewilligungsbescheid übergab.
In weiteren Förderprojekten des BMVI zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ ko-
ordinierte die Stabsstelle Maßnahmen zur Ertüchtigung des Verkehrsmanagement-, des
Parkleit- und des Verkehrsleitsystems. Darüber hinaus betreut die Stabsstelle Maßnahmen
zur Einrichtung von Schnittstellen zur Datenübertragung auf „Offene Daten Köln“ bzw. die
mCloud sowie den Mobilitäts Daten Marktplatz.
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Darüber hinaus führte die Stabsstelle eine verkehrstechnische Untersuchung der Auswirkun-
gen eines zonenbezogenen Dieselfahrverbots durch. Hierzu wurden zwei verkehrliche Gut-
achten in Auftrag gegeben, die in 2019 abgeschlossen werden sollen.
Die Begleitung zur Umsetzung der Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen des EU-Projektes
„GrowSmarter“ erfolgte durch die Stabsstelle. Hierzu zählte insbesondere die Koordination
der Einrichtung von Mobilstationen als „Prototypen“ in diesem Projekt. Das Kölner Beispiel
dient als Vorbild für die Installation auf Landesebene und wird von den europäischen Part-
nerstädten als Best Practice Beispiel genutzt.
Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung
Die Stabsstelle Öffentliche Beleuchtung fungiert als die zentrale Kontaktstelle für alle Angele-
genheiten der Beleuchtung. Diese werden sowohl innerhalb der Verwaltung als auch von ex-
terner Seite an das Amt für Verkehrsmanagement herangetragen. Die vielschichtigen Anfra-
gen verdeutlichen die wachsende Bedeutung des Themenfelds. Mit der RheinEnergie AG als
Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen im öffentlichen Straßenland und Vertragspartnerin
der Stadt Köln erfolgen regelmäßige Abstimmungen.
Auch in 2018 wurden die verschiedenen Kontaktmöglichkeiten in hohem Maß genutzt. Bür-
gerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich über das Internetportal „Sag‘s uns“, die Be-
leuchtungshotline oder das Email-Postfach Beleuchtung@stadt-Koeln.de an die Stabsstelle
zu wenden.
Mittlerweile leisten nahezu 90.000 Leuchten im öffentlichen Straßenraum einen wichtigen
Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ein Großteil davon ist den Straßenbeleuchtungsanlagen zu-
zurechnen. Diese werden ergänzt durch Tunnelbeleuchtungen, Sonderbeleuchtungen und
Leuchten zur Anstrahlung besonderer Kölner Bauwerke.
Der Anteil der LED-Leuchten liegt mittlerweile bei 14 %
(rund 13.000 Stück) und wird in den nächsten Jahren wei-
ter steigen. Durch den Beschluss „Sanierung der Straßen-
beleuchtung auf LED-Technik“ durch den Rat der Stadt
Köln wurden in 2018 zusätzlich eine Millionen Euro zu
Verfügung gestellt, um die Umrüstungsarbeiten zu be-
schleunigen. Ebenso profitiert davon die Umsetzung des
Konzeptes „Schaffung von Lichtpassagen“, mit dem die
Beleuchtungssituation in Unterführungen verbessert und
stadtgestalterisch aufgewertet werden soll. Im Rahmen
des Arbeitsprogramms sind die Illuminierungen der Unter-
führungen Trimbornstraße und Vorgebirgstraße als
nächste Maßnahmen vorgesehen.
In 2018 konnte die Sanierung der Beleuchtungsanlagen
auf dem Brüsseler Platz mit Umstellung auf LED-Technik
beendet werden.
Im Rahmen des strategischen Leitprojektes „Köln aufräumen“ wurden innerhalb des Jahres
2018 insgesamt 800 Leuchtmasten gereinigt, grau beschichtet und mit Anti-Graffiti- und Anti-
Aufkleber-Schutz versehen. Im Anschluss an das Pilotprojekt Ringe folgten hier Maßnahmen
entlang der Aachener Straße im Abschnitt zwischen Maarweg und Voigtelstraße. Mit dem
Projekt soll der öffentliche Raum nachhaltig und attraktiv gestaltet werden. Es umfasst das
gesamte Stadtmobiliar. Unter der Federführung des Stadtraummanagements wird auf die er-
neute Beschlussfassung durch die Gremien des Rates hingearbeitet, damit das erfolgreiche
Projekt fortgeführt werden kann.
Die Leuchten- und Beleuchtungskonzepte aus den Jahren 2000 und 2008 werden in naher
Zukunft durch den sogenannten Lichtmasterplan abgelöst. Aufgrund der fortschreitenden
Beleuchtung Brüsseler Platz
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Entwicklung im Bereich der Lichttechnik erscheint eine Novellierung der Konzepte notwen-
dig. Regelmäßig tagte in 2018 dazu ein Arbeitskreis städtischer sowie externer Akteure, die
das umfangreiche Werk derzeit erarbeiten.
Ein wesentliches Ziel ist die Beschränkung der derzeit zahlreichen Leuchtentypen auf insge-
samt 11 Leuchtentypen, die nach bestimmten Kriterien für die unterschiedlichen Straßen-
räume zu wählen sind. Die Beschlussfassung des Rates sowie weiterer Gremien wird in 2019
erwartet.
Wie auch in den Jahren zuvor wurde auch in 2018 die vom WWF Deutschland initiierte Aktion
Earth Hour sowie der bedeutsame Weltmädchentag von Plan International durch Abschaltun-
gen von Beleuchtungen bzw. pinke Anstrahlung von Gebäuden und Einrichtungen unterstützt.
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Anlagen
Anlage 1: Entwicklung der Mitarbeitenden und der besetzten Stellen -66- und -64- ge-
samt
Anlage 2: Konsumtive Aufwendungen in 2018 für Betrieb und Unterhaltung zum Bu-
chungsstand 31.12.2018:
200
250
300
350
400
450
500
31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018
370
397 410
357,5
376
390
Mitarbeiter Stellen
Öffentl.
Beleuchtung
13.099.400 €
Wartung
Verkehrsflächen
14.447.000 €
Licht-
signalanlagen
5.625.300 €
Reinigung und
Winterdienst
2.225.400 €
Parkschein-
automaten
1.152.400 €
Sonstiges
972.500 €
Beseitigung
Unfallschäden
391.300 €
Verkehrsleitzentrale
und -einrichtungen
344.300 €
77
Anlage 3: Investive Auszahlungen im Jahr 2018 zum Buchungsstand 31.12.2018:
Anlage 4: Entwicklung der investiven Mittelbindungen und -abflüsse in den Jahren 2012
bis 2018:
Neu- und
Umbaumaß-
nahmen
6.709.500 €
General-
instandsetzungen
7.663.400 €
Parkraum-
bewirtschaftung
1.238.900 €
Erschließung
4.703.600 €
Verkehrstechnik
8.106.700 €
Beschaffungen
752.100 €
€0
€10
€20
€30
€40
€50
€60
€70
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
in Mio.
bestehende Mittelbindungen per 31.12.
jährlicher Mittelabfluss
Summe
78
Anlage 5: Auftragsvergabe 2017/2018 im Überblick
Anlage 6: Überblick Vergaben 2017 und 2018 nach Vergabeart
0
2.500.000
5.000.000
7.500.000
10.000.000
12.500.000
15.000.000
17.500.000
20.000.000
22.500.000
25.000.000
27.500.000
30.000.000
32.500.000
35.000.000
37.500.000
40.000.000
42.500.000
45.000.000
47.500.000
50.000.000
52.500.000
55.000.000
Auftragsvergabe 2017 in EUR (gesamt)
Auftragsvergabe 2018 in EUR (gesamt)
40,7%
18,5%
3,4%
6,5%3,0%
13,0%
14,8%
Alle Summen in 2017 auf einen Blick
Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben
freihändige Vergaben Angebotsbeiziehung
Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben
Auf-/ Abgebotsverfahren
55,5%
10,6%
5,0%
6,9%
1,4%
9,2%
11%
Alle Summen in 2018 auf einen Blick
Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben
freihändige Vergaben Angebotsbeiziehung
Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben
Auf-/ Abgebotsverfahren
79
Anlage 7: Ausschuss und BV-Angelegenheiten
Gremium
Beantwortung
von Anfragen
Stellungnahmen
zu
Anträgen
Mitteilungen
der Verwaltung
Fertigung von Be-
schlussvorlagen
Rat, Ausschüsse 62 1 44 56
BV Innenstadt 12 1 18 11
BV Rodenkirchen 18 0 14 3
BV Lindenthal 5 0 12 14
BV Ehrenfeld 19 0 20 7
BV Nippes 25 0 20 12
BV Chorweiler 19 1 9 3
BV Porz 19 0 15 4
BV Kalk 16 0 10 7
BV Mülheim 15 0 11 17
Insgesamt: 210 3 173 134
Außerdem wurde über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden zu rund 115 Einga-
ben aus der Bürgerschaft Stellung genommen. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrs-
beruhigung, Verkehrsführung und Verkehrssicherheit.
Beratungsverlauf (11)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3495/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.10.2019
- Erstellt
- 07.10.2019 18:12