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2006/0116

Riedeselstraße 15, 64283 Darmstadt

Magistratsvorlage 27.01.2006

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2006/0116

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2006/0116

6837 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat I 
Amt: Eigenbetrieb 
Kulturinstitute 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Dezernat II 
Dezernat III 
 
Vorlage-Nr. 2006/0116 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss- 
 fassung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Riedeselstraße 15, 64283 Darmstadt 
 
Vorlage vom: 27.01.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Grundstück und Gebäude in der Riedeselstraße 15, 64283 Darmstadt wird rück-wirkend zum 
01.01.2006 in das Betriebsvermögen des Eigenbetriebs Kulturinstitute überführt. 
 
Im Gegenzug hat der Eigenbetrieb Kulturinstitute durch Entnahme von bis zu 240.000 Euro aus 
der Rücklage das Haus in einen bausicherheitstechnischen und nutzungsfähigen Zustand zu 
versetzen, der die Nutzung des Anwesens als Atelierhaus ermöglicht. Im An-schluss an die 
Baumaßnahme wird das Gebäude als Atelierhaus bildenden Künstlerinnen und Künstler zur 
Verfügung stehen. 
 
Der Eigenbetrieb Kulturinstitute hat nach erfolgtem Umbau ein Nutzungskonzept für das 
Anwesen auszuarbeiten und den städtischen Gremien zur Kenntnis zu geben. 
 
 
 
Anlagen:   
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 27.01.2006: 
 
Gemäß Beschluss des Magistrats vom 18.07.2001 (Beschluss Nr.: 0482) ist das genannte 
Gebäude, nach Auszug der Alice-Eleonoren-Schule in die Zuständigkeit der 
Kulturverwaltung zu überführen, um dieses für kulturelle Zwecke zu verwenden. Der Auszug 
der Schule sollte dann erfolgen, wenn entsprechende Umbauarbeiten an der Kyritzschule so 
weit fortgeschritten sind, dass die betroffenen Schulklassen dort ihre neuen 
Unterrichtsräume beziehen können. Der Umbau an der Kyritzschule erfolgte  
u. a. zu diesem Zwecke. 
 
Mit Schreiben vom 01.07.2005 wurde dem Eigenbetrieb Kulturinstitute von seiten des 
Schulamtes mitgeteilt, dass das gesamte Gebäude von der Alice-Eleonoren-Schule zum 
01.09.2005 aufgegeben wird und einer Nutzung durch Künstlerinnen und Künstler zugeführt 
werden kann.  
Es ist anzumerken, dass bereits ein kleiner Lagerraum im Erdgeschoss durch den 
Künstlerrat der Kommunalen Galerie und ein Raum im Zwischengeschoss von den beiden 
Bundesverbänden der bildenden Künstlerinnen und Künstler Hessen (Bernhard Meyer) und 
Darmstadt (Georg Schrabeck) als Geschäftsstelle gemeinsam genutzt werden. Im 
Obergeschoss wird derzeit auch ein seit längerer Zeit freistehender Klassenraum von dem 
städtischen Mitarbeiter Christian Häussler dazu genutzt, ein Architekturmodell (1:50) von der 
Liberalen Synagoge Darmstadt zu erstellen. Die anderen Räume des Hauses stehen seit 
dem 01.09.2005 leer. 
 
Die Erwartungen der Darmstädter Künstlerinnen und Künstler hinsichtlich der Nutzung des 
Gebäudes als Atelierhaus sind bekanntermaßen sehr groß. Die Nachfrage nach 
Atelierräumen übersteigt die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Ein Umstand, der 
durch den geplanten Abriss der Künstlerpavillons an der Georg-Büchner-Schule weiter 
verstärkt wird. 
 
Neben der Nachfrage für eine künftige Nutzung des Gebäudes als Atelierhaus ist mit 
entscheidend aber auch der Kostenfaktor, der aufzubringen ist, um das Haus wiederum in 
einen bausicherheitstechnischen und nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Im und am 
Gebäude bestehen erhebliche Brandschutzmängel, die in Anbetracht der Tatsache, dass 
das Gebäude nicht länger für Schulzwecke genutzt werden soll toleriert worden sind 
(Bestandsschutz). Würde das Gebäude zukünftig weiter als Schule genutzt werden, würden 
weitaus umfangreichere und aufwändigere Brandschutzmaßnahmen erforderlich werden. Die 
Nutzung als Atelierhaus sind die die Brandschutzmaßnahmen weniger umfangreich und 
aufwändig. 
 
Das Hochbau- und Maschinenamt hat für den Eigenbetrieb Kulturinstitute eine erste 
Kostenschätzung vorgenommen. 
 
Diese beträgt 120.000 EURO brutto zzgl. Baunebenkosten und beinhaltet: 
 
1. Brandschutzmaßnahmen 
- Herstellung einer Abtrennung zwischen dem Treppenhaus und den  
 Fluren im Erd-, Zwischen- und Obergeschoss mittels RS-Türen  (rauchdicht, 
selbstschließend). Nachrüstung bzw. Ersetzen der  sonstigen Türen zum 
Treppenhaus durch RS-Türen. 
- Abtrennung im Kellergeschoss zwischen Elektro- und Heizraum mittels  T-30 Tür und 
F-90 Wand 
- Feuerbeständige Ausbildung der tragenden Eisenträger im  Kellergeschoss 
 
 
 
2. Sonstige baulichen Maßnahmen

3 
... 
- Einbau einer Teeküche in den bisherigen Abstellraum im  Zwischengeschoss 
- Ersetzen der Elektroinstallationen im gesamten Gebäude (die  bestehenden 2-adrigen 
Elektroleitungen entsprechen nicht den VDE- Sicherheitsrichtlinien). 
- Überprüfung und Wartung des Gas- befeuerten Heizungskessels (Baujahr  ca. 1986) 
 
Für Planungsleistungen durch einen Architekten sowie Fachingenieur Haustechnik sind 
zusätzlich auf der Grundlage der o. g. Kostenschätzung ca. 10.000 EURO zur Verfügung zu 
stellen. 
 
Nicht in der Kostenschätzung enthalten sind: 
- Schönheitsreparaturen insbesondere außen am Gebäude, wie Putzausbesserungen, 
Anstrich Fassade, Hofbefestigung etc. 
- Ersetzen der zur Nordseite teilweise noch vorhandenen alten Holzfenster. Auf der 
Straßenseite wurden bereits vor einigen Jahren Kunststofffenster eingesetzt. 
- Bodenbelagsarbeiten, Ersetzen der Sanitärinstallation 
- Ausbau der abgehängten Decke über dem Erdgeschoss zum Luftraum.  Möglich 
wären hier Atelierräume mit einer lichten Höhe von 5 m. 
 
Insbesondere die Fassadengestaltung (Putz und Anstrich) sowie das Ersetzen der alten 
Holzfenster sind auch im Hinblick auf die zentrale Lage des Hauses und die damit 
einhergehende Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger unabdingbar, so dass derzeit von 
Gesamtkosten von bis zu 240.000 EURO ausgegangen werden muss. 
 
Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über die Investitionsrücklage des Eigenbetriebs 
Kulturinstitute. Die Eingliederung des Gebäudes in das Betriebsvermögen des Eigenbetriebs 
Kulturinstitute ist die Konsequenz. Die Verwaltung über den Eigenbetrieb Kulturinstitute hat 
den positiven Nebeneffekt, dass, da auch das benachbarte Gebäude „Georg-Moller-Haus 
(Theater-Moller-Haus“) mit dem Betreiberverein Freie Szene Darmstadt e.V. zum 
Eigenbetrieb Kulturinstitute gehört, dadurch Synergieeffekte entstehen. U. a. in der 
Verwaltungsarbeit, Grünflächenpflege, Hausmeisterdienste und Regelung der bisherigen 
Parkplatzproblematik. 
 
Die Betriebskommission hat in ihrer Sitzung am 26.01.2006 der Maßnahme zugestimmt. 
 
Darmstadt, 27.01.2006 
 
 
 
 
Walter Hoffmann   Wolfgang Glenz   Dieter Wenzel 
Oberbürgermeister   Bürgermeister   Stadtrat

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  • Riedeselstraße 15

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0116
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.01.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00