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AN/1839/2022

Ausbau und Sicherstellung der Betreuung in der Bildungskette

SPD Anfrage nach § 4 20.10.2022

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 29.11.2022, TOP 6.1.3

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

3926 Zeichen

An den Vorsitzenden des  
Jugendhilfeausschusses 
Herrn Dr. Heinen 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.10.2022 
 
AN/1839/2022 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Jugendhilfeausschuss 25.10.2022 
 
Ausbau und Sicherstellung der Betreuung in der Bildungskette 
Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des 
Jugendhilfeausschusses am 25.10.2022 zu setzen und die Beantwortung 
auch in die Fachausschüsse Soziales, Schule und AVR zur Kenntnis zu ge-
ben. 
Der aktuelle Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung zeigt 
viele positive Entwicklungen, jedoch wird die Voraussetzung für einen wei-
teren erfolgreichen Ausbau sein, dass genug Fachpersonal zur Verfügung 
steht. Nach vielfältigen Informationen und Hochrechnungen für die nächs-
ten Jahre werden sich die Kommunen und damit auch die Stadt Köln in 
einer katastrophalen personellen Situation im Bereich Bildung, Betreuung 
und Pflege befinden. 
Ausgebaute Plätze können nicht besetzt werden, wenn beispielsweise 
Kita- 
Gruppen durch Mangel an Fachpersonal nicht eröffnet werden können. 
Aber nicht allein Kitas werden unter dieser Situation leiden, das Problem 
der fehlenden Fachkräfte betrifft alle Segmente der Jugendhilfe sowie ins-
gesamt die Stadtgesellschaft. 
Diese Situation wird sich zusätzlich weiter verschärfen, wenn der Rechts-
anspruch OGS in der Schule zum Tragen kommt. 
 
Aktuell konkurrieren verschiedenste Einrichtungen sowie Organisationen 
mit der Jugendhilfe wie z.B. das Gesundheitswesen oder auch die Altenhil-
fe. Selbstverständlich ist dies ein gesamtgesellschaftliches und strukturel-
les Problem vieler Städte und Kommunen deutschlandweit, jedoch kom-
men wir nicht umhin, hier in unserer Stadtgesellschaft eigene neue Wege 
zu gehen.

- 2 - 
 
Um das schlimmste zu verhindern, müssen wir heute beginnen uns die-
sem Problem entgegenzustellen, in dem wir Ausbildungsplatzkapazitäten 
erhöhen und die Perspektiven für junge Menschen attraktiver gestalten, 
wie z.B. durch die Schaffung von Betriebswohnungen für Auszubildende 
oder auch Gehaltskomponenten wie z.B. „Großstadtzulagen“ zur Unter-
stützung bei den Lebenshaltungskosten. 
 
Auch die z.Zt. festgelegten Kriterien wie z.B. bei ISBA „Informelles stabili-
sierendes Bildungsangebot“ (vormals ÜMI), Hausaufgaben und Nachmit-
tagsbetreuung, sind neu und niederschwelliger zu denken, da die Anforde-
rung zur Besetzung der Stellen auf einen leeren Arbeitsmarkt treffen. 
 
Vor diesem Hintergrund fragt die SPD Fraktion: 
 
 
1. Welche Maßnahmen ergreift die Verwaltung bereits jetzt, um sich dem 
gegenwärtigen sowie sich in Zukunft verschärfenden Fachkräftemangel 
in Bezug auf Jugendhilfe, Betreuung, Soziales  und Erziehung entge-
genzustellen? 
2. Wie kann die Stadt Köln als Arbeitgeber attraktive Anreize setzen, dass 
Fachkräfte für die Stadt arbeiten? 
3. Wie kann die Verwaltung in Absprache mit den freien Trägern sicher-
stellen, dass kommunale und freie Träger sich nic ht gegenseitig im 
Wettbewerb stehen, gerade im Hinblick auf die Erhaltung erprobter 
und stabiler Strukturen? 
4. Wie gedenkt die Verwaltung Ausbildungskapazitäten zu erhöhen, Im-
mobilien bereitzustellen und den Ausbau der Berufsschulen zu fördern, 
beispielsweise durch den Ausbau der Kapazitäten des BK Weinsberg-
straße? 
5. Welche Anreize sowie Angebote für Auszubildende können geschaffen 
werden, um diesem Mangel entgegenzuwirken, beispielsweise durch 
die Bereitstellung von Auszubildendenwohnungen, Dienstfahrrädern 
u.a.? 
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
gez. Mike Homann  
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

29.11.2022 Jugendhilfeausschuss
TOP 6.1.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
AN/1839/2022
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
20.10.2022
Erstellt
20.10.2022 13:16