V/0635/2010
Telekom-Post-Sportverein Münster e. V. - Boxprojekt - Sachstand
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Berichtsvorlage
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V/0635/2010 DER OBERBÜRGERMEISTER Sportamt Betrifft Telekom-Post-Sportverein Münster e. V. - Boxprojekt - Sachstand Beratungsfolge 16.09.2010 Sportausschuss Bericht Bericht: Im Folgenden gibt die Verwaltung einen aktuellen Sachstandsbericht über das Boxprojekt des Telekom-Post-Sportvereins. Dabei bezieht sie sich auf das Bauprojekt und weist hier nur eingangs darauf hin, dass aus Mitteln des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Sportverein mit Mitteln in Höhe von 20. 000 Euro pro Jahr für seine kinder- und ju- gendbetreuerischen Aktivitäten unterstützt wird. Zum Projekt Boxhalle wird davon aus gegangen, dass den Fraktionen und Ausschussmit- gliedern die Unterlagen des Vereins (Pläne , Entwürfe, Beschreibungen und Finanzie- rungsnotwendigkeiten) bekannt sind. Die Standortfrage für die Boxhalle ist soweit geklärt, dass die Boxhalle eigenständig, aber in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Vereinsgebäude errichtet werden soll. Das bedeutet auch, dass die über 40 Jahre alten Umkleidekabinen für den Außenbereich, die sowieso zur Sanierung anges tanden hätten, um einige Me ter verschoben, neben dem Vereinsgebäude neu angebaut werden, so dass diese Fläche dann für die Boxhalle zur Verfügung steht. Der Anbau der Außenumkleidekabinen wird über die Sportbaukostenförderung mit 50 % bezuschusst – wie in vergleichbaren Fällen auch. Der Verein hat einen 50 %igen Anteil von ca. 170.000 Euro selbst zu tragen. Vorlagen-Nr.: V/0635/2010 Auskunft erteilt: Herr Schirwitz Ruf: 492 52 00 E-Mail: Schirwitz@stadt-muenster.de Datum: 02.09.2010 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0635/2010 Für die Finanzierung (die Summen sind aus Gr ünden der Übersichtlichkeit hier aufgerun- det worden) der Boxhalle bieten sich vor allem zwei Varianten an: Variante 1 Variante 2 50% : 50% 70 % : 30% angenommene Gesamtkosten 1,0 Mio. Stand: bis März 2010) berechnete Gesamtkosten 1,2 Mio. (Stand: ab März 2010) 2010 = 250.000 € städt. Sportförd. 2011 = 250.000 € städt. Sportförd. - 50 % Förderung von 1 Mio. € Anmerkung: Restfinanzierung von 500.000 € gestaltet sich für den Verein schwierig, da er nur einen Eigenanteil von Eigenanteil 10 % tragen kann. 40 % wären über Drittmittel etc. oder Kredit zu finanzieren. 2010 = 250.000 € städt. Sportförd. 2011 = 250.000 € städt. Sportförd. 2012 = 340.000 € städt. Sportförd. 70 % = 840.000 städt. Gesamtförderung 10 % = 120.000 € Eigenanteil Verein 20 % = 240.000 € über Drittmittel bzw. Kredit Kommentierung: Zu Variante 1: In der Variante 1 (Stand: bis März 2010) ist von einer Gesamtkostengröße von 1 Mio. Eu- ro ausgegangen worden. Der Zusc huss nach Sportförderrichtlin ie ermöglicht eine 50 %ige Förderung durch die Stadt, die Summe von 500.000 Euro ist auf zwei Jahre verteilt in 2010 und 2011 in die Planung für das 2 Mio.-Budget 2010 eingegangen. Bei dieser Va- riante hat der Verein einen Eigenanteil von 500.000 Euro zu tragen. Das ist für den Verein schwierig zu realisieren. Gleichwohl ist man bei allen Berechnungen davon ausgegangen, dass ein Mindesteigenanteil von 10 % für den Verein vorhanden ist. Bei dieser Variante ist aktuell ein Anteil von 40 % offen und müsste von dem Verein ggf. über eine Kreditaufnahme bzw. andere Drittmittel finanziert werden. Zu Variante 2: In besonderen Fällen ist es nach der Sportförderrichtlinie möglich, Projekte mit bis zu 70 % der Gesamtkosten zu bezuschussen aus kommunalen Mitteln. Vergleichbare Fälle sind die Vereinshäuser von SV Blau-Weiß Aasee bzw. BSV Roxel, da diese Einrichtungen über den Sportverein und über den Sport hinausgehende Bedeutung für den Ortsteil ha- ben. Aufgrund der besonderen sozialen, erzieheri schen und sportlichen Qualität des ge- samten Boxprojektes kann eine höhere För derung begründet werden. Für diesen Fall sind die über 500.000 Euro hi nausgehende Mittel in Höhe von 340.000 Euro innerhalb des sog. 2 Mio.-Budgets noch zu veranschlagen. In der Tabelle ist beispielhaft dafür das Jahr 2012 gewählt worden. Unter Anrechnung des Eigenanteils von 120.000 Euro für den Verein bleibt eine Finanzie- rungslücke in Höhe von 240.000 Euro. Die Finanzierung dieser 240.000 Euro könnte ggf. bei den entsprechenden vorli egenden Voraussetzungen, die vom Boxverband im Bund und Land NW zu schaffen sind, möglicherweis e über Mittel des Landes aus dem Budget "Leistungssport" gefördert werden. Dazu hat ein Gespräch zwischen Telekom-P ost-SV, dem Präsidenten des Boxverbandes NW, dem Bundestrainer Boxen, dem Sporta mt und dem Innenministerium, Abteilung Sport, am 10.05.2010 stattgefunden. 3 V/0635/2010 Nach aktuellen Informationen kann davon ausgegangen werden, dass der Boxverband die Voraussetzungen für die Platzierung eines Landesleist ungsstützpunktes Boxen in Münster erfolgreich klärt. Der verbandsinte rne Prozess ist abgeschlossen. Die Anträge liegen dem Landessportbund zur Genehmigung vor. Sobald diese Grundlagen vorhanden sind, könnte von Seiten des Innenministeriums mit einer Perspektivaussage im Früh- herbst gerechnet werden. Das Sportamt ist bemüht, den Verein auf diesem Weg zu unterstützen und ihm zu helfen, um die Finanzierungslücke zu schließen. Gleichwohl sind die Entscheidungen im Verband bzw. dann im Land zu treffen. Über Höhe und Zeitpunkt einer möglicher Landesunterstüt- zung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden. Der Verein Telekom-Post-SV hat auch eine n Antrag auf Förderung aus Sparkassenüber- schussmitteln der Sparkasse Münsterland-Ost gestellt. Seinerzeit ist der Verein davon ausgegangen, dass eine Summe aus diesen Mitte ln komplementär zu der Sportförder- summe der Stadt Münster gezahlt werden könnte. Auf Grund des Antragsvolumens hätte dies letztlich eine 100 %ige Förderung aus städtischen Mitteln bedeutet, die aber aus Sicht der Verwaltung aus Gründen der Vergleichbarkeit nicht erstrebenswert ist. Für den Fall, dass bei einer 70 %igen För derung aus dem Sparkassen-Überschuss und dem Sportbudget gefördert wer den würde, bliebe eine Summe von 240.000 Euro (= 20 %) wie bei der Variante 2 als Komplement ärförderung offen. Diese Summe müsste dann wie in Variante 2 vorgesehen über Drittmittel bzw. Kredit beschafft werden. Eine solch weitreichende Finanzie rung ist zweifelsfrei nicht einfach zu realisieren. In An- betracht der Tatsache, dass das Boxprojekt in seinen sozial-integrativen, pädagogischen, erzieherischen und leistungssp ortlichen Aspekten ein heraus ragendes Projekt ist, das schon viele Auszeichnungen erhalt en und sportlich viele Erfo lge möglich gemacht hat, sind die Bemühungen zur Realisierung lohnens wert, auch wenn derzeit noch Fragen of- fenbleiben, die die Zukunftsperspektive des Projektes betreffen. Sobald konkrete Hinweise von Seiten des Bo xverbandes vorliegen, können weitere Ge- spräche mit dem Innenministerium NW gef ührt werden. Mit den Sport- und Jugendpoliti- kerInnen des Rates muss geklärt werden, ob das Projekt angesichts der Haushaltslage im Moment weiter betrieben werden soll. Der Vorsitzende des Telekom-Post-Sportvereins, Herr Dr. Thelen, ist über die o. g. Fi- nanzierungsvarianten informiert. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0635/2010
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.08.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37