Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2015 für die Bühnen Köln
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2161/2017 vom 18.09.2017
Stand: Am 14.11.2017 im Rat ungeändert beschlossen.
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JA 2014-15 Anlage 5 - Eigenkapitalentwicklung Bühnen
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 5 Eigenkapitalentwicklung der Bühnen Köln vom 01.09.2000 bis 31.08.2015 szT’9+ |0 r08+ TzE'Ss+ |0 EEB't+ LS0'T+ |92L'E+ STL’T+ |829°T+ |68T’T+ [6EZ’T- v98+ vI8+ 0$S+ uauyng jeydeyuaßız HorT+ |68r- vos+ jeBZr 950T- |BBr+ ZsET+ |Bzpe- |zs01+ |ozze+ BZ9T+ 687°T- jeorz- |pter vrer ° 0 {) 0 0 0 0 0 0 [) (J 0 (} () o 0 0 0 o o 0 o 0 0 o o () o o aaaas| 0 0 () 0 o () 0 () 0 () 0 () (} laıdsneyas () 0 0 0 0 0 0 0 0 () [) () 0 ‚2do Bunsaues 0 0 () ) (} 0 0 o () () 0 0 () () (} () 0 0 o 0 o 0 () 0 o 0 Saas 0 () 0 ) () o 0 o 0 0 () (} () Ipıdsneyas 0 0 0 o 0 0 0 o [0 o o () 0 42do wuagug POT'T+ 1686- v0B+ |682+ 1950°T- 88h + SE T+ geb'E- |687°1- EOTT- pIs+ pI8+ 0 0 0 o 0 0 o o 0 0 0 o () () o zueL vort+ [sar- boB+ [682+ 950’T- 88r+ uset+ [ozpie- gzr’c+ sus laugt+ 68z1- Eor’T- p18+ p18+ 0 mas 0 o 0 0 0 (1 0 0 0 o 0 o o 0 0 [Pıdsneyas 0 o 0 0 0 o 0 o 0 o 0 0 o 4ado Sa stugaßsozueng TZ6u+ Sr 6 Bu BE 950°T+ Sep’ c+ (] 0 [] (] o o 0 o 0 o o 0 o 27 Tzrer leer 0 Beer ISCTF ROTH 0 [] [0] [2 PrWsgamsg 00€+ 00E- 0 009+ 00E- 006+ o 0 0 o zuel D0S°T+ ö ( 0057+ [0 005°T+ [] 6 [1 ö Bunsjues| Usbeppmuumes 05+ 0 0 05+ 0 0 0 05+ o 05+ jegıdeywiuegs| anal EETE anal EIETS ELETS anal Een anal va | wm anal ynal ELETS UnaL EIETE 2007 Bunp 2007 9007 Bunp 9007 sooz Bunp sooz 007 £o0z E00 pas Bone] 200L 2002 1007 T002 0002 Sueds ST woman | /9007 ‘ST -uaman | /SO0z ‚ST -vamen | /v00z 'ST 1 e002 ST a ST / 1002 ‘ST / oo0z ‘67 pueis | -swaaiıg | swgaßız | pums | -swgaßua | swgaßıg | pums | -swgaßıg | swaaßız | puss | swgaßız | pums | sıugaßug pugs | swgaßıg | puas | sıugaßug | pusis STOT'S'TE SIA 0007'6°T WUNEANDZ WI uouyng op siepdeyuaßıg sap Bunpjpimyug susßozaqusnleds T 2185 6TOr+ |BLEZ+ |006€+ STB'6+ |\O9S’TT- 6£0'Z2+ zst’9+ 6L6E+ |vzzz+ j006€e+ |ze6’v+ |zer ST76+ |z099T- ven TzoT+ |osB+ Z88+ BzEr €08- Ze+ [E9T+ (] 0 () E91+ SST+ 8+ 8+ 0 o 0 o o () ssT+ 0 0 () ssT+ SST+ 0 () 0 () 0 () 0 () + 0 0 0 + (} + £&+ 0 0 0 () () 0 s+ (] 0 0 s+ o s+ s+ 0 () 0 () 0 0 meer+ lerz+r 0 (] 1ot+ Istet+ |ose- 991+ ss+ boT+ o 0 () 0 o 0 () 0 ) () 0 () o o () (} () o () 0 6r+ v£9- str lo 6£L- Iset+ [osorz- por T- [o2+ u5+ 0 o () 0 () () s58+ 2r8+ Z62t- 0 oos't+ |vos+ gezt+ 089° 1+ se+ u8+ 0 o () 0 () 0 aus |torzr Jooser Izesrr tie ser oszsı- [809 ’z- stor- 98E°9- LoT+ |sB+ 288+ Bze+ €08- 12+ p9z+ asT+ 0 [) gor+ 8or+ 0 0 () (} ) 0 o ost+ ost+ lost- {) ost+ lost+ 0 1107+ losg+ 188+ gze+ £08- L2+ erı+ jorz+ est'z- Tr rer Soprz+ |terr- 66€- () o 0 0 0 () I6r6+ ET |soX9r loprier |uves- BesH+ |sespr- 186'- () o 0 o 0 () [J [] [ 66 66 r+ u 7273 72 8T6++ 958- [] [77252 E08+ 0 o o 0 LE- LE+ o LE+ o o 0 o 0 o o 6 ö 6 806°2- B067+ 0 806°7+ ve6+ Tsger |zeer [J bzstH (1 0 o o 0 o o 0 o o 052- o 05L+ osp+ 0 6 () ö 7607- Z207+ 0 Ze c+ 086+ 7901+ |eep- 6 00°1* 0 (] 05+ 0 o 0 05+ o 05+ 0 05+ o 0 05+ 0 o anal | wm EEE anal anal unaL nal EIET anal nal EIET EEE ELETS YnaL EIET S102 STOZ N neigßsne| Sunp vroz 1273 £roz €107 Bunp 1772 600Z Sunp 6002 8002 öunp 8002 ST |/prozsug|” na, | -Uaman ‘ST /e1oz ‘ST Iz1oz -voman | /6002 ‚ST -vowan | /8002 ST -vamıaa | / 2002 puss |-a613153%) -stugaBu3 puas sıugaßıg puaıs sıugqabıg -suga63 | sıugaßıg puaıs -sugaßıg | sıugaßıg puais -siugaßug | sıugabug T 2185 -
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 2161/2017 Freigabedatum 18.09.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2015 für die Bühnen Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Ver- bindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Eig- VO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2015 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.09.2014 bis 31.08.2015 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 17.05.2017 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH fest. 2. Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr vom 01.09.2014 bis 31.08.2015 in Höhe von EUR 3.979.151,27 wird wie folgt verwendet: Zuführung zu Gewinnrücklagen Zuführung einer zweckgebundenen Rücklage für den Interimsspielbetrieb in den Spielzeiten 2016/17 ff. 1.274.000,00 € Vortrag auf neue Rechnung 2.705.151,27 € ____________ 3.979.151,27 € 3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 10.10.2017 Finanzausschuss 13.11.2017 Rat 14.11.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Zur Begründung des Beschlussvorschlages sind folgende Anlagen beigefügt 1. Jahresabschluss zum 31.08.2015, bestehend aus: Bilanz Anlage 1, Seite 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 1, Seite 2 Anhang Anlage 1, Seite 3-23 2. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.09.14 bis 31.08.15 Anlage 2, Seite 1-50 3. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Anlage 3, Seite 1-2 4. Vorschlag der Betriebsleitung der Bühnen über die Behandlung Anlage 4, Seite 1 des Bilanzgewinns zum 31.08.2015 Entwicklung des Eigenkapitals von 2000 bis 2015 Anlage 5 EINORDNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2014/15 IN DAS ENTSCHULDUNGS- UND CON- TROLLINGKONZEPT DER BÜHNEN (Vorlagen-Nr. 0085/2015) Aufgrund der erheblichen Defizite aus den Spielzeiten 2009/10 bis 2012/13 beschloss der Rat am 17.12.2013 die Vorlage eines Konzeptes zur Entschuldung der Bühnen. Dieses Entschuldungskonzept zeigte die spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen im Zeitraum 01.09.2009 bis 31.08.2015 auf. Den Jahren 2009/10 bis 2011/12 lagen beschlossene Jahresabschlüsse zugrunde und der Jahresabschluss 2012/13 wurde in der Sitzung am 12.05.2015 beschlossen. Für die Wirtschaftsjahre 2013/14 und 2014/15 wurden Planzahlen berücksichtigt. Ziel war es, die Bühnen zum 31.08.2015, nach vollständiger Auflösung der Rücklagen, durch eine einmalige Zusetzung zum Betriebskostenzuschuss zu entschulden. Auf Basis dieses Entschuldungskonzeptes wurde vom Rat am 12.05.2015 für die Bühnen ein einmaliger Sonderzuschuss in Höhe von 3.900 T€ beschlossen, welcher auch bereits an die Bühnen ausgezahlt wurde. Sachstand zum 31.08.2015: Entsprechend des Entschuldungskonzeptes wurden mit Vorlagen-Nr. 3156/2016 (Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2014) vom Rat der Stadt Köln am 20.12.2016 die beste- henden Rücklagen der Bühnen aufgelöst und 2.194.964,10 € auf neue Rechnung vorgetra- 3 gen. Nach der erfreulichen Ergebnisentwicklung in der Spielzeit 2013/14 schließt nun auch die Spielzeit 2014/15 mit einem deutlichen besseren Ergebnis, als dies zum Zeitpunkt der Erstel- lung des Entschuldungskonzeptes im Jahr 2015 absehbar war. Dies ist maßgeblich auf die positiven Betriebsergebnisse im Spielbetrieb der künstlerischen Sparten und den Bereich des neutralen Ergebnisses, Details siehe z.B. Anlage 2, Seite 26 ff., zurückzuführen. Den Be- triebsleitern ist es gelungen, durch umsichtige und maßvolle Planung und trotz schwieriger Bedingungen im Interim, herausragende künstlerische Angebote an das Publikum zu richten. Im Ergebnis sind die Sparten mit den zur Verfügung gestellten Mitteln ausgekommen. Bestandteil des Entschuldungskonzeptes war eine spartenbezogene Entwicklung des Eigen- kapitals der Bühnen für den Zeitraum vom 01.09.2009 bis zum 31.08.2015. Diese basierte für die Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 auf Planzahlen. Diese Darstellung wurde nun aktualisiert und umfasst jetzt den Zeitraum von der Ausgliederung der Bühnen als eigenbetriebsähnliche Einrichtung zum 01.09.2000 bis einschließlich der Spielzeit 2014/15. Ab der Spielzeit 2009/10 ist die Spartenrechnung berücksichtigt. Die Übersicht ist dieser Vorlage als Anlage 5 beige- fügt. FAZIT Abschließend kann festgehalten werden, dass das Entschuldungskonzept und die daraus re- sultierende einmalige Zuschusserhöhung die Bühnen zum 31.08.2015 von den negativen Hin- terlassenschaften der vorherigen Spielzeiten befreit und somit eine gute Ausgangsbasis für die kommenden Jahre im Interim geschaffen hat. Besonders das positive Teilergebnis im Inte- rim in Höhe von 1.274.000 €, als Ergebnis aus den Interimsberechnungen 01/2010 bis 09/2015 mit einem Budget von 40,31 Mio. Euro, darf aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten als Punktlandung bezeichnet werden. Der Ratsauftrag „Der Rat der Stadt Köln erwartet dennoch, dass im Interim sparsam gewirt- schaftet wird (0772/2011).“ vom 01.03.2011 wurde erfüllt. Durch die Zuführung einer zweckge- bundenen Rücklage für den Interimsspielbetrieb können die Interimskosten ab der Spielzeit 2019/20 voraussichtlich um diesen Betrag entlastet werden. Das bestehende regelmäße Inte- rimscontrolling wird selbstverständlich fortgesetzt. Unter Berücksichtigung der geplanten Ergebnisverwendung der Betriebsleitung sehen sich die Bühnen für die kommenden Jahre, vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten des Interims- betriebes, solide aufgestellt. Anlagen -
JA 2014-15 Anlage 2 - Lagebericht
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 2 Seite 1-50 Anhang Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2014 BIS 31. AUGUST 2015 I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2014/2015 1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik Deutschland in der Spielzeit 2014/2015 Wie bereits in den Vorjahren haben auch in der Spielzeit 2014/2015 die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Bühnen bewirkt. Als per- sonalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen Theater und Orchester hier- von in besonderem Maße betroffen. Wegen des notwendigen Finanzbedarfs der Kultureinrichtungen stehen deshalb gerade die Fragen der Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen unverändert im Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit. Die Auswertung der Spielzeitdaten' zeigt für 2014/2015 stabile Verhältnisse: So sind die Besucher- zahlen der öffentlich getragenen Theater einschließlich der Gastspiele mit rd. 21 Mio. Zuschauern stabil geblieben. Während die Zahl der Vorstellungen leicht um 0,4 % auf 67.437 zurückging, konnten die Einnahmen in Höhe von rd. 535 Mio. Euro um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale Einspielergebnis von 18,4 % auf 18,2 % leicht gesun- ken. Dagegen erhöhten sich die öffentlichen Zuschüsse an die Theater und Orchester von rd. 2,37 Mrd. Euro um rd. 2,7 % auf 2,43 Mrd. Euro. Zugleich weist der Anstieg der Personalausgaben um 3,5 % darauf hin, dass die Einkommen der Mitarbeiter angehoben wurden. Die Zahl der fest ange- stellten Theatermitarbeiter - befristet und unbefristet — stieg dabei leicht von 39.235 auf 39.399. Infolgedessen bleibt der hohe Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen in Deutschland unverändert bestehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen werden von Politik und Öffentlichkeit weiterhin kritisch hinterfragt. Trotzdem sollte das übergeordnete Ziel der Theater und Orchester, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den Augen verloren werden. Vor diesem Hintergrund bleibt es abzuwarten, ob es gelingt, die öffentliche Kulturförderung als Pflichtaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen zu ver- stehen und gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Stabilität den Kulturbereich adäquat zu schützen. * Quelle: Theaterstatistik 2014/2015 des deutschen Bühnenvereins, Heft 50 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 2. Derrechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2014/2015 Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist eine aus nun- mehr vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Betriebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) ent- scheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschafts- jahr verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August. 3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2014/2015 Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters. Im Sinne des qualitativen Anspruchs, welcher der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht werden soll, gehören beim Sprechtheater die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile zu den traditionellen Aufgaben. Nationale und internationale Gastspiele sollen das Programm des Sprech- theaters komplettieren. Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Staatsoper München, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper ‘Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatsoper Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder Opera National de Paris und Royal Opera House London. Diese Institutionen sind geprägt von interna- tional renommierten Dirigenten, Regisseuren sowie Sängerinnen und Sängern. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komischen Oper Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse. Dieser ist nach Auffassung der künstlerischen Leitung für die Bespielung der Interimspielstätten jedoch gerade noch auskömmlich. Daher hat es die Oper Köln auch in der Spielzeit 2014/2015 wieder geschafft, das angestrebte internationale Niveau zu erreichen und in der Fachwelt eine entsprechend hohe Anerkennung zu finden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Arthur Russel“s Instrumentals Carls Werk - Das Stück Carls Werk - Erster Teil Der gute Mensch von Sezuan Der Menschenfeind Der Sturm Planet Kultur e.V. Die Lücke Die Macht der Poesie Die Präsidentinnen Habe die Ehre Hedda Gabler Hit me Baby - Volume II Hit me Baby one more time IfI Can .... Im Kopf von Bruno Schulz Kippenberger! Neues aus dem Trainingslager Reden wir über Vögel Szenen und Lieder Urteile Weihnachtswunderwelt Einzelveranstaltungen Bartleby der Schreiber Die Philosophie im Boudoir Die Reise nach Petuski Herzstück/Mauser IfICan .... Invasion! Weihnachtswunderwelt Die roten Schuhe/Eine Liebe.Zwei Menschen Revolver-Traum/ Striptease/ Die Liebe ist ein Heckenschütze Seite 4 Anzahl der Vorstel- lungen Neuinsz. (N)/ Wieder- aufn. (WA) Eigenprod.(EP)/ Koprod.(KP)/ Gastspiel(GS) Spielstätte Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Depot 2 Grotte Grotte Grotte Grotte Grotte Grotte Grotte Grotte Grotte Die Spielzeit 2014/15 - die zweite unter der Intendanz von Stefan Bachmann - fand sanierungsbedingt wie die vorherige in der Interimspielstätte im Depot auf dem Gelände des ehemaligen Carlswerks im rechtsrheinischen Köln-Mülheim statt. Bereits in der ersten Interimspielzeit wurden die neuen Räum- lichkeiten Depot 1 und Depot 2 mit ihrer Industriehallencharakteristik sehr gut angenommen. Mit dem Verlauf der zweiten Spielzeit ist es gelungen, die Spielstätte in Mülheim als festen Kulturort zu etab- lieren. Neben den beiden Hauptspielorten im Depot waren und sind auch der Carlsgarten, der als urban-gardening-Projekt auch in der zweiten Spielzeit fortgesetzt wurde, und die Grotte unter dem Hügel im Carlsgarten prägende Spiel- und Aufenthaltsorte des Schauspiels, die das Gesamtensemble auf dem Carlswerksgelände in kürzester Zeit zu einem der urbansten Orte in der Stadt haben werden lassen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Das hat nicht nur dazu geführt, dass der neue Spielort des Schauspiels von den Theaterbesuchern besonders gut angenommen wird (die Besucherzahlen konnten im Vergleich zur Vorjahressaison deut- lich gesteigert werden) und als ein identifikatorischer Ort betrachtet wird, sondern hat dem Schauspiel auch eine besondere Rolle als Motor einer Stadt- und Quartiersentwicklung in Mülheim zukommen lassen. Eröffnet wurde die Spielzeit mit einer Adaption des Films „Dogville“ von Lars von Trier in der Regie von Bastian Kraft, der in seiner Inszenierung mit Hilfe eines spektakulären Bühnenbildes Schau- spielertheater und filmische Elemente miteinander verband. „Eine sagenhaft raffinierte und dabei doch völlig nachvollziehbare Inszenierung“ schrieb der Kölner Stadtanzeiger anlässlich dieses gelungenen Saisonauftaktes, in dem vor allem auch das Ensemble des Schauspiels zeigte, wie sehr es nach einem Jahr gemeinsamer Arbeit aufeinander eingespielt war. Wenige Tage später folgte eine weitere Insze- nierung, die zeigte, dass das Schauspiel zu Beginn der zweiten Spielzeit sehr deutlich auf das Auspro- bieren neuer theatraler Erzählformen und -kooperationen setzte: Als eine Koproduktion mit dem Internationalen Sommerfestival in Hamburg entstand eine Arbeit mit dem weltbekannten Jazzpianisten Chilly Gonzales, der Hans-Christian Andersens Erzählung „Der Schatten“ musikalisch überschrieb und gemeinsam mit dem amerikanischen Regisseur Adam Traynor zu dem musikalischen Schattentheater- spiel „The Shadow“ verdichtete. Die Zeitung Die Welt stellte dazu vor allem die besondere internatio- nale und kosmopolitische Weltsicht von Chilly Gonzales heraus, der als Zentrum der Aufführung in jeder Vorstellung selbst am Klavier saß: „Für Chilly Gonzales setzt sich diese Kultur der realen Welter- fahrung fort. Auf märchenhafte Weise auch in seinem etwas anderen Musical.“ Komplettiert wurde der Saisonstart mit der Uraufführung von Sibylle Bergs Stück „Viel gut Essen“ in der Halle Kalk in der Regie von Hausregisseur Rafael Sanchez und einer Inszenierung von Kleists „Käthchen von Heilbronn“ in der Regie von Stefan Bachmann in einem ebenfalls spektakulären Bühnenbild von Olaf Altmann, die die dpa zu der Bemerkung veranlasste: „Stefan Bachmann, Kölns Schauspielintendant, ist einer der scharfsinnigsten Regisseure seiner Zeit.“ Insgesamt bestand die Spielzeit aus einer ausgewogenen Mischung von Klassikerinterpretationen und Ur- und Erstaufführungen. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten dabei verschiedene Formen des Erzählens. Neben der Filmadaption zum Spielzeitbeginn waren mehrere Romanadaptionen Teil des Spielplans: Von „Im Kopf von Bruno Schulz“ von Maxim Biller als Uraufführung eines Gegenwarts- romans über die „Göttliche Komödie" als bildstarke Interpretation von Dantes Mammutwerk durch den Regisseur Sebastian Baumgarten bis hin zu Robert Borgmanns Bearbeitung des sperrigen Romans „Segen der Erde“ von Knut Hamsun, für die in der Halle Kalk eigens ein Ölsee als Bühnenbild einge- richtet wurde, Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6 Ein besonderes Ereignis war die Kooperation des Schauspiel Köln mit dem WDR-Fernsehen zum Thema digitale Überwachung. „Die Avantgarde der Supernerds“ für die die Hausregisseurin Angela Richter Interviews mit Whistleblowern und digitalen Dissidenten wie Julian Assange und Edward Snowden führte, wurde zeitgleich als Theaterversion und als WDR-TV-Livesendung konzipiert und gezeigt. Die Zuschauer wurden dabei selbst Teil eines Überwachungsspiels, das eindrücklich vorführte, welchen Mechanismen und digitalen Überwachungsmethoden wir wissentlich und unwissentlich Tag für Tag ausgesetzt sind. Die Premiere, in der Theaterstück und Fernsehsendung interaktiv miteinander verzahnt waren und während der der WDR mit großem Ü-Wagen und eigens eingerichtetem Fernseh- studio auf der Probebühne live aus dem Depot des Schauspiels auf Sendung ging, wurde zum über- regional beachteten Kultur- und Medienereignis und zum Vorreiterprojekt auf dem Gebiet der Digitali- sierung und der Verbindung von Fernsehen und Theater. Die Süddeutsche Zeitung hob dabei beson- ders den aufklärerischen Charakter des Projektes hervor: „Der Erwartungsschauer, den diese Ankün- digung auslöste, war am Donnerstag überall zu spüren. Würden die IT-Experten der Produktion tat- sächlich die Pornoseitenbesuche der Gäste verraten, ihre Kontostände veröffentlichen oder zeigen, wo sie sich kürzlich aufgehalten haben? Supernerds war ein flammendes Plädoyer an uns Digitalnackte.“ Und der Spiegel schrieb über die mediale Aufmerksamkeit, die diesem Theaterprojekt auch außerhalb des normalen Theaterkontextes zu Teil wurde: „Dass #Supernerds phasenweise sogar #GNTM in den Trending Topics bei Twitter überholen, dass ein solches Wagnis überhaupt unternommen werden konnte, war an sich schon ein Gewinn.“ Nachdem die Produktion „Die Lücke“, die der Autor und Regisseur Nuran David Calis anlässlich des 10. Jahrestages des NSU-Nagelbombenanschlags in der Mülheimer Keupstraße gemeinsam mit Anwohnern der Keupstraße erarbeitet hatte, zum Ende der vergangenen Spiezeit zum überregionalen Erfolg und zum Teil des großen Kunst- und Kulturfestes „Birlikte“ geworden war, folgten nun in der Spielzeit 2014/15 zahlreiche hochkarätige Gastspieleinladungen aus ganz Deutschland: So wurde „Die Lücke" zu den renommierten Autorentheatertagen ans Deutsche Theater nach Berlin eingeladen und war unter anderem bei den Lessingtagen des Thalia Theaters in Hamburg zu Gast und im Programm des Bürgerbühnenfestivals am Nationaltheater in Mannheim zu sehen. Außerdem wurde „Die Lücke“ mit dem Kölner Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Schauspiel Köln als Teil des Bündnisses „Birlikte‘: Für sein Engagement anlässlich des stadtweiten Kunst- und Kulturfestes, das im Sommer 2015 mit erweitertem Programm und einem Besucherstrom von rund 80.000 Menschen in Mülheim wiederholt wurde, erhielt das Bündnis den „Kölner Kulturpreis“ für das „Kulturereignis des Jahres 2014“. Damit und mit zahlreichen Aktivitäten rund um den Stadtteil Mülheim und einem aufwendigen Beiprogramm zur Produktion „Die Lücke“ stellte das Schauspiel auch in der zweiten Spielzeit unter Stefan Bachmann unter Beweis, dass es sich mit seinem Programm aktiv und aktuell mit den Belangen einer sich entwickelnden Stadtgesellschaft auseinandersetzt und einmischt und dabei auch in der Lage ist, eine große Anzahl von Menschen für diese Themen zu mobilisieren. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Dass auch die Nachwuchsförderung am Schauspiel Köln einen hohen Stellenwert hat, zeigte nicht nur der Erfolg des Schauspielstudios am Schauspiel Köln, mit dem acht Studierende der Leipziger Schau- spielschule einen Teil ihrer Ausbildung direkt am Schauspiel Köln absolvieren und das mit dem Projekt „Die Argonauten“ in der Regie von Simon Solberg seine erste abendfüllende eigene Arbeit vorstellte, sondern auch das Programm der Grotte. In der kleinsten Spielstätte des Schauspiel Köln unter dem Grünen Hügel im Carlsgarten inszenierten alle Regieassistenten in der Spielzeit 2014/15 einen eigenen Abend und etablierten die Grotte so zu einem wichtigen Ort der Gegenwartsdramatik in Köln. Die Debütinszenierung der jungen Regisseurin Pinar Karabulut, die „Invasion“ von Jonas Hassen Khemiri inszenierte, wurde dabei gleich zum renommiertesten Festival für Nachwuchsregie „Radikal Jung“ ans Volkstheater nach München eingeladen und erhielt den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemark- tes. „Die Schärfe und Leichtigkeit, mit der Pinar Karabulut hier inszeniert, die Energie und Chuzpe, mit der Ensemblemitglieder wie Studenten den Text zum Vibrieren bringen, sie erheben diese kleine Pro- duktion zum Hauptereignis“, schrieb der Kölner Stadtanzeiger anlässlich dieses Überraschungserfolges und machte damit auch exemplarisch deutlich, zu welcher Vielfalt das neue Team am Schauspiel Köln in der zweiten Spielzeit im Depot unter den schwierigen Bedingungen des Interims insgesamt fähig war. Bühnen der Stadt Köln, Köln Neuinsz. (N)/ Wieder- aufn. (WA) Inszenierungen des Musiktheaters Das kleine Ich-bin-Ich Advent in der Oper Opernführer für Kinder Heute Abend: Lola Blau Lieder und Lidele Der gestiefelte Kater Die Hexe Hillary geht in die Oper Die Nachtigall Vom Fischer und seiner Frau König Arthur Das Tagebuch eines Verschollenen La Clemenza di Tito Madama Butterfly Cosi van tutte Solaris Die schönsten Opernchöre Die Zauberflöte La Damnation de Faust (Fausts Verdammnis) Sing Halleluja Die lustige Witwe Diva Colonia Karneval einmal klassisch 2013 Der Freischütz Il Prigioniero / Ekklesiastische Aktion Arabella Carmen St. Stephan goes Opera Otello Leucippo The Turn of the Screw Einzelveranstaltungen Spielstätte Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Kinderoper Kinderoper Kinderoper Kinderoper Kinderoper Kolumba Köln OLG Köln Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Oper am Dom Trinitatiskirche Anzahl der Vorstel- lungen Seite 8 Eigenprod.(EP)/ Koprod.(KP)/ Gastspiel(GS) Die Spielzeit 2014/2015 war geplant in der Annahme, dass es sich um die letzte Spielzeit im Interim der Oper Köln handeln würde. Insgesamt bespielten die Oper Köln bzw. die Kinderoper neun ver- schiedene Spielstätten; dabei führte eine Gastspielreise die Oper Köln im Februar 2015 in das Royal Opera House Muscat. Insgesamt konnte die Oper Köln 13 Neuproduktionen anbieten, darunter 3 in der Kinderoper; hinzu kamen diverse Wiederaufnahmen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9 Die erste Premiere der Saison war eine Koproduktion mit den Schwetzinger Festspielen: „Leucippo“ des Barockkomponisten Johann Adolf Hasse. Dirigent Gianluca Capuano dirigierte ein exzellentes Sän- gerensemble, den Chor der Oper Köln sowie Concerto Köln, das für die Produktion als Gastorchester engagiert war. Die Regisseurin Tatjana Gürbaca kehrte nach ihrer erfolgreichen Inszenierung von „Cosi fan tutte" für „Leucippo‘ an die Oper Köln zurück. Eine konzertante Aufführung von Tschaikowskys Oper „Jolanthe" unter der musikalischen Leitung von Dmitrij Kitajenko in der Kölner Philharmonie sorgte für Beifallsstürme im Publikum und beste Kritiken. „Hier präsentierte [...] ein in Stil und slawischer Stimmfarbe ideal abgestimmtes Ensemble, dem man ohne weiteres Weltniveau attestieren kann“ (Kölner Stadtanzeiger). Mit der Deutschen Erstaufführung von Detlev Glanerts „Solaris“ unterstrich die Oper Köln einmal mehr ihre führende Rolle im Bereich Moderne: „Das Kölner Musikleben hat in Sachen zeitgenössische Musik auf jeden Fall mit Glanerts Oper [...] eine wichtige Belebung erfahren“ (FAZ). Patrick Kinmonth inszenierte das auf dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem basierende Werk eindrucksvoll in der Oper am Dom. Die musikalische Leitung lag in Händen von Lothar Zagrosek. Das Werk stieß auf sehr große Zustimmung bei Publikum. Ein Klassiker der Opernliteratur „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart erzielte in der Regie von Marianne Clement eine fast 100%-ige Auslastung: Zwölf Vorstellungen in knapp 3 Wochen bescherten der Oper Köln knapp 20.000 verkaufte Tickets. Es folgten zwei konzertante Premieren: „La Damnation de Faust‘ von Hector Berlioz sowie „Die lustige Witwe“ von Franz Lehär, beides in der Oper am Dom. Beide Vorstellungen waren mit internationalen Sängergrößen hochkarätig besetzt. Für Fausts Verdammnis konnten unter anderem Burkhard Fritz und Vesselina Kasarova gewonnen werden. Anne Schwanewilms und Bo Skovhus gaben die beiden großen Hauptpartien in Lehärs Operettenklas- siker. Eine weitere Premiere stellte dem Kölner Publikum gleich zwei Werke in Kölner Erstaufführung vor: „Il Prigioniero“ verbunden mit „Ekklesiastische Aktion“ von Bernd Alois Zimmermann. Ein anspruchsvoller Abend, in dem Bo Skovhus in beiden Werken den Protagonisten verkörperte: „Der souverän in allen Lagen singende als Akteur hingebungsvoll agierende Bariton Bo Skovhus erweist sich in Köln als Idealbesetzung für die Gefangenenpartie“ (FAZ). Der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz sorgte für eine eindrückliche musikalische Umsetzung beider Werke, was durch großen Beifall belohnt wurde. Mit der Premiere „Arabella“ von Richard Strauss folgte im April 2015 eine bildgewaltige Neu- produktion durch die Frankokanadier Renaud Doucet (Regie) und Andr& Barbe (Bühne und Kostüme). Strauss-Kenner und Spezialist Stefan Soltesz sorgte am Dirigentenpult für eine fulminante musika- lische Umsetzung, die nicht zuletzt durch ein hochkarätig besetztes Sängerensemble möglich wurde: „Die musikalische Seite ist schlicht glanzvoll. [...] Frisch, unverbraucht, leistungsstark bis in die letzten Minuten hinein [...] agiert das bis in die Nebenrollen ausgezeichnet besetzte [...] Sängerensemble“ (Kölner Stadtanzeiger). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10 „Ein außergewöhnliches Raumklangerlebnis [...]‘ (Theater:Pur in NRW) erlebte das Kölner Publikum im Mai im Museum Kolumba. Hier kombinierte die Oper Köln zwei eher selten gespielte Werke, „Tage- buch eines Verschollenen“ von LeoS Janäcek und „Savitri‘ von Gustav Holst. Der Inhalt beider Werke korrespondierte mit dem Thema der Jahresausstellung des Museums Kolumba „Freude“. Die musika- lische Leitung des Abends, der durchgehend aus dem Ensemble und dem Opernstudio besetzt war, lag in den Händen von Rainer Mühlbach, musikalischer Leiter des Opernstudios und der Kinderoper Köln. Eine Premiere der besonderen Art ereignete sich im Foyer der Oper Köln. Eike Ecker inszenierte ein Singspiel von Georg Kreisler mit dem Titel „Heute Abend: Lola Blau“. Unter der musikalischen Leitung von Rainer Mühlbach gab Katrin Wundsam eine kongeniale Lola Blau. „Das Stück fordert ganz verschiedene Talente von seinem Star, Wundsam bedient sie alle“ (Kölner Rundschau). Am 19., 20. und 21. Februar 2015 folgte die Oper Köln einer Einladung des Royal Operahouse Muscat und spielte jeweils vor ausverkauftem Haus den Musicalklassiker „My Fair Lady“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf in englischer Sprache. Es war das erste Mal, dass im Oman ein Musical live auf der Bühne gezeigt wurde. Wiederaufnahmen von „Madama Butterfly“, „Cosi fan tutte“, „Der Freischütz", „Carmen“ und „Otello“, jeweils in der Oper am Dom und hochkarätig besetzt, ergänzten das Programm. Auch wurden die außerordentlich erfolgreichen Produktionen „Turn of the Screw“ in der Trinitatiskirche und „La Clemenza di Tito“ im Oberlandesgericht erneut aufgenommen und erreichten jeweils eine Auslastung von über 90%. Die Kinderoper präsentierte sich mit drei Neuproduktionen: „Hexe Hillary geht in die Oper“ für Kinder ab 5 Jahren, „Die Nachtigall“ von Igor Strawinsky für Kinder ab 7 Jahren und „König Arthur“ von Henry Purcell in einer speziell für Kinder eingerichteten Fassung für Kinder ab 8 Jahren. Auch in der Kinderoper gab es zusätzlich Wiederaufnahmen von bereits bestehenden Produktionen, dies waren „Der gestiefelte Kater“, die Jazzoper „Vom Fischer und seiner Frau“ und eine mobile Produktion für Kindergärten „Das kleine Ich-bin-Ich“ von Elisabeth Naske. Neben einem umfangreichen theaterpäda- gogischen Programm für Schulen ermöglichte die Oper Köln auch Begleitveranstaltungen für Kinder an Wochenenden. Sowohl beim Opernführer für Kinder als auch der Veranstaltung „Advent in der Oper“ wurden Kindern Opernwerke auf spielerische, unterhaltsame und leicht verständliche Weise nahe gebracht. Die Kinder hatten dabei Gelegenheit selbst in Rollen zu schlüpfen, zu singen, zu tanzen und sich schminken zu lassen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11 Einer jahrzehntelangen Tradition folgend beherbergte die Oper Köln des Weiteren 26 Vorstellungen der Cäcilia Wolkenburg mit dem Titel „Diva Colonia“, Fast 40.000 Besucher sahen das kurzweilige, mitreißende Divertissementchen. Liederabende und Matin&e-Veranstaltungen rundeten das Programm ab. Erwähnenswert ist zudem eine Sonderveranstaltung mit dem Titel „Die schönsten Opernchöre", dargeboten an zwei Abenden vom Chor und Extrachor der Oper Köln. Insgesamt war die Spielzeit 2014/2015 künstlerisch von großem Erfolg gekrönt. Die vielfach gelun- gene Verbindung von Werk und Aufführungsort macht die dritte Interimspielzeit der Oper Köln für Darsteller und Publikum erneut zu einer sehr lebendigen, abwechslungsreichen und in ihrer Art einma- ligen. Neuinsz. (N)/ Anzahl der Titel Wieder- Spielstätte Vorstel- aufn. (WA) lungen Inszenierungen des Tanzes Eigenprod. (EP) Gastspiel (GS) Bayerisches Staatsbalett Oper am Dom 2 Sasha Waltz & Guests Oper am Dom 2 Akrahm Khan & Guests Depot 1 2 Hofesh Shechter Depot 1 2 Peeping Tom Depot 1 2 Corps Etrangers Depot 2 1 Helder Seabra Depot 2 2 Mamaza Depot 2 2 Die Tanzreihe 2014/2015 begann mit einer Hommage an die legendäre Tanztruppe „Les Ballets Russes“, die vor 100 Jahren den Aufbruch in die Moderne begann. Anlässlich dieses Jubiläums rekon- struierte das Bayerische Staatsballett drei Ballette. Hundert Jahre später choreografierte Sasha Waltz ebenfalls „L’apr&s-midi d’un Faune“ für ihren dreiteiligen Abend. Das Gürzenich Orchester begleitete diese Tanzabende, was ein besonderer Genuss für alle Musikfreunde war. Den Höhepunkt bildete „Sacre du Printemps“. Dazu schrieb die Kölnische Rundschau: “Auf die archaische Energie dieser Choreographie hat das Kölner Publikum gewartet und bejubelt sie ausgiebig". Im ausverkauften Depot 1 sorgte der gebürtige Israeli Hofesh Shechter mit seiner politischen Tanz- produktion „Sun“ für Furore. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12 Für die Tanztheaterfans im Rheinland ist es immer ein ganz besonderes Fest die eigenwillige Kompa- nie Peeping Tom zu sehen. Vader ist der erste Teil einer Trilogie, der sich mit der Thematik des Alters beschäftigt. Thomas Linden schrieb für die Kölnische Rundschau: „Ein Werk, in dem Tanz und Theater auf besondere Weise verschmelzen.“ Zum ersten Mal gastierte der junge portugiesische Nachwuchschoreograf Helder Seabra mit zwei aus- verkauften Vorstellungen im Depot 2. Mit “Eifo Efi" gab es eine zweite Produktion im Depot 2. Ioannis Mandafounis und Fabrice Mazliah, Tänzer der ehemaligen Forsythe Company, sind Teil des Choreo- grafen-Kollektivs Mamaza. In diesem Sprech-Tanzstück erforschen die Performer das Phänomen der mehrschichtigen Wahrnehmung. Nicole Strecker berichtet für den Kölner Stadt Anzeiger: „Ein hinrei- ßendes Stück, frech, charmant, hochvirtuos — die lustvollste Kapitulation der Kognition, die man sich »denken« kann. Mit Stephanie Thierschs Choreografie „Corps Etrangers“ wurde das NRW Tanzfestival 2015 im ausver- kauften Depot 2 eröffnet. Den Abschluss der Tanzreihe bildete das Gastspiel der beiden außergewöhnlichen Tänzer und Choreo- grafen Akram Khan und Israel Galvän, die dem Kölner Tanzpublikum wohl bekannt sind: Ein Experi- ment zwischen spanischem Flamenco und indischem Kathak. Mit dabei waren vier fantastische Musi- ker. Der Kölner Stadtanzeiger schrieb: Am Ende zerhäckseln beide ihre ästhetischen Traditionen, stampfen einander der Erschöpfung entgegen, durchleben dialogisch gemeinsam das Glück der Selbstaufgabe, den Kampf um Freiheit. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13 4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2014/2015 a) Leistungsdaten Die von den Bühnen in der Spielzeit 2014/2015 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende Leis- tungsdaten: Veran- staltung. Aus- Erlöse Spielstätte lastung | Kartenverk. TEUR Foyer der Oper am Dom Eigenproduktionen 1.789 Einzelveranstaltungen 150 1.939 Kinderoper (Altes Pfandhaus) Eigenproduktionen 10.885 Einzelveranstaltungen 135 11.020) Palladium Eigenproduktionen 3.015 Einzelveranstaltungen 70 3.085 2.488 OLG Köln Eigenproduktionen 2.760 2.578 Oper am Dom Eigenproduktionen Gastspiele Trinitatiskirche Eigenproduktionen Gastspiele Kolumba Museum Eigenproduktionen Summe Musiktheater 1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 14 Veran- staltung. Erlöse Kartenverk. Aus- cher lastung Ist % | 135857] e1a2] 4.173] 4 6.617 40 40 6.617 Spielstätte Summe Musiktheater Halle Kalk Eigen- (Ko-)produktionen Halle Kalk (Neuerburgstraße) Eigenproduktionen 72 432 Foyer des Depots Eigenproduktionen Depot 1 Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen Depot 2 Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen 29 {=} Grotte Eigenproduktionen > N u S_|» Oper am Dom Gastspiele 15! {=} Depot 1 Gastspiele 1.637 4 6.548 5.196 540 6 3.242 3.225) Depot 2 Gastspiele 200 5 999 988 [Summe Tanztheater | 2377] 1s| a07e0] 0.40sl Theaterpädagogik Projektarbeit mit Schülern Schüler- / Studentenworkshops Lehrerworkshops / -fortbildungen Kooperationen Führungen Schultheaterwoche sonstige Aktivitäten Summe Theaterpädagogik Summe Theater gesamt * ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze ? Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen fer [=] -47 24 u ao © © Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 15 Der Datenvergleich (ohne Theaterpädagogik) der Spielzeit 2014/2015 mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 903) im Verlauf der Spielzeit 2014/2015 insgesamt um 114 bzw. 12,6 % auf 789 vermindert hat. Dies ist im Wesentlichen auf den deutlichen Rückgang der Zahl an Veranstaltungen des Schauspielprojekts „Neuerburgstraße 21“ (72 anstelle von 335 Veranstaltun- gen im Vorjahr) zurückzuführen. Dementsprechend entfällt die Veränderung der Gesamtzahl an Ver- anstaltungen mit einer Erhöhung um 21 Veranstaltungen auf das Musiktheater sowie mit der erstmali- gen Erfassung von 15 Veranstaltungen auf die Sparte Tanz, denen ein Rückgang der Veranstaltungen im Sprechtheater um 150 gegenübersteht. Im Rahmen der verschiedenen Interimspielstätten erhöhte sich die Zahl der veranstaltungsbezogen insgesamt angebotenen Plätze gegenüber dem Vorjahr um 2.334 bzw. 55,1 %. Bei einem Anstieg der Besucherzahl um insgesamt 20.331 (8,5 %) verbesserte sich auch die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2013/2014 um 1,3%-Punkte, Die Analyse zeigt, dass die Besucherentwicklung in den einzelnen Sparten infolge der Akzeptanz und Bespielbarkeit der Interimspielstätten unterschiedlich ausfiel. So lag die Besucherzahl im Musiktheater (trotz der leicht erhöhten Zahl der Veranstaltungen um 10.090 bzw. 6,9 %) hinter der Besucherzahl des Vorjahres. Dagegen verzeichnete das Schauspiel einen kräftigen Besucheranstieg um 21.012 bzw, 22,7 %. Der Besucherrückgang im Musiktheater entfiel mit 7.149 Besuchern (-3,0%) auf Eigenpro- duktionen und mit 6.714 (-11,3 %) auf Einzelveranstaltungen, während die Besucherzahl im Bereich der Gastspiele um 3.773 bzw. 2,5 % anstieg. Die Auslastung im Musiktheater gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich dabei marginal insgesamt um 0,3%. Im Schauspiel entfiel der Zuwachs an Besuchern mit 23.721 (+5,1 %) auf Eigenproduktionen und mit 516 (+5,2 %) auf Einzelveranstaltun- gen, während die Besucherzahl bei den Gastspielen um 3.225 (-3,5 %) zurückging. Die Auslastungs- quote im Schauspiel verbesserte sich dabei insgesamt um 3,8 %. In der Sparte Tanz, die erstmals gesondert erfasst wurde, wurde in 2014/2015 eine Auslastungsquote von 76,3 % erreicht. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher verminderte sich in der Spielzeit 2014/2015 bei unver- änderten Kartenpreisen im Musiktheater und im Sprechtheater von EUR 22,80 im Vorjahr auf EUR 21,68 (-4,9 %). Der durchschnittliche Betriebskostenzuschuss der Stadt je Besucher lag mit EUR 241,58 um EUR 9,00 bzw. 3,6 % unter dem Vorjahreswert (EUR 250,58). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16 b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich Infolge der Besonderheiten des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen aufgeteilt in die Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb und den Erträgen und Aufwendungen, die durch den Betrieb der Interimspielstätten bzw. erste Sanierungs- maßnahmen veranlasst wurden. Periodenvergleich Gegenüber dem Vorjahr, welches mit einem Jahresüberschuss von TEUR 9.415 abschloss, haben die Bühnen in der Spielzeit 2014/2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.174 emirtschaftet. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich dieser Gesamtgewinn unter betriebswirtschaftlichen Kriterien im Rahmen des Spielbetriebs zunächst aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.845 (im Vorjahr mit TEUR +2.969), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 794 (im Vorjahr TEUR -878), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 440 (im Vorjahr TEUR -460) sowie einem positiven neutralen Ergebnis von TEUR 5.350 (im Vorjahr TEUR +7.345) zusammensetzt. Der Spielbetrieb trägt so mit einem Überschuss in Höhe von TEUR 5.961 (im Vorjahr Überschuss in Höhe von TEUR 7.345) zum Jahresgewinn bei. Zusätzlich weisen der Betrieb der Interimspielstätten für die Spielzeit 2014/2015 einen Überschuss in Höhe von TEUR 213 (im Vorjahr TEUR 1.915) und der Bereich der Sanierung infolge eines weiteren Zuschussteilbetrags ein ausgeglichenes Ergebnis (im Vorjahr TEUR +155) aus. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 17 Ertragslage Ertragslage Abweichung Wj. 2014/2015 Wj. 2013/2014 TEUR % Spielbetrieb Erlöse Kartenverkauf Eigenveranstaltungen Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) Kartenverkauf Fremdveranstaltungen sonstige Bereiche Spielbetrieb Bestandsveränderung unfertige Produktionen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge (ohne Betriebskostenzuschüsse) Eigenleistung sonstige betriebliche Erträge Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Betriebskostenzuschuss Land betriebliche Erträge Material-/Leistungsaufwand Personalaufwand Kosten Gebäudebewirtschaftung Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit übrige -152 -0,3 betriebliche Aufwendungen -57.888 Betriebsergebnis Erträge Auflösung Sonderposten für Investitionszuschüsse Erträge aus Anlageabgängen planmäßige Abschreibungen Verluste aus Anlageabgängen Investitionsergebnis Finanzergebnis Neutrales Ergebnis = Ergebnis Spielbetrieb Bühnen der Stadt Köln, Köln = Ergebnis Spielbetrieb Betrieb Interimspielstätten Mehreinnahmen / Einnahmeverluste Oper (kalk.) Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) Mitfinanzierung Depot aus Schauspieletat Erträge aus Untervermietung " Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Zinserträge Sonstige Erträge betriebliche Erträge Material-/ Leistungsaufwand planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Kosten Gebäudebewirtschaftung (ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung Mieten und Pachten sonstige Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Betrieb Interimspielstätten Sanierung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) betriebliche Erträge Material-/ Leistungsaufwand planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Sanierung Jahresüberschuss Verlustvortrag Entnahmen aus Gewinnrücklagen Bilanzgewinn / -verlust Ertragslage Ertragslage Wj. 2014/2015 Wj. 2013/2014 | TUR % | TeuR %o % 9,6 12,1 0,1 0,5 -157 -7.187 0 0,0 ‚16.602 al 64 Seite 18 Abweichung Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19 Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses, dass die betrieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 1.257 bzw. 2,1 % über dem Vorjahreswert lagen. Insbe- sondere die Umsatzerlöse aus dem Spielbetrieb sind dabei um TEUR 836 bzw. 14,0 % gestiegen. Hierbei sind im Bereich des Schauspiels Mehrerlöse (TEUR 200) für den Interimspielbetrieb sowie ein Abzugsbetrag (TEUR 300) zur Mitfinanzierung der Interimspielstätte Depot kalkulatorisch eingerech- net; auf die Oper entfallen kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 400, so dass der Interim- spielbetrieb per Saldo mit TEUR 300 belastet wurde. Die Bestandserhöhung bei den zu Herstellungs- kosten bewerteten unfertigen Produktionen tragen mit TEUR 39, die aktivierten Eigenleistungen im Bereich der Sanierung mit TEUR 18 und die übrigen Erträge mit TEUR -76 zur Veränderung der betrieblichen Erträge bei. Schließlich fiel in 2014/2015 auch der für den Spielbetrieb bestimmte Anteil des städtischen Betriebskostenzuschusses um TEUR 440 (+0,8 %) höher aus als im Vorjahr. Da sich zugleich mit dem Anstieg der betrieblichen Erträge die betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt um TEUR 2.381 bzw. 4,1 % erhöht haben, fiel das Betriebs- ergebnis 2014/2015 mit TEUR 1.845 zwar positiv aus, verschlechterte sich im Periodenvergleich aber um TEUR 1.124 bzw. rd. 37,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die in den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Kostenerhöhungen entfielen vor allem auf die Bereiche Material- und Leistungsbezug (TEUR 1.116 bzw. +8,4 %) und den Perso- nalaufwand (TEUR 1.189 bzw. +3,2 %). Die Mehrausgaben im Bereich der Material- und Leistungs- kosten entfielen mit TEUR 174 (3,2 %) auf die Materialkosten der Bühnenproduktionen und mit TEUR 926 (+18,7 %) auf den laufenden Leistungsbezug (selbständige Gagenkräfte, Gastspiele, Tanti- emen und GEMA-Gebühren, Transportkosten, Einsatz von Zeitarbeitnehmern, Kostenerstattung Berufsfeuerwehr u.a.) sowie geringfügig auf die Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester (TEUR 16 bzw. +0,2 %). Gegenläufig wirkten sich reduzierte Aufwendungen der Gebäudebewirt- schaftung (TEUR -191 bzw. -5,1 %) aus, die in 2014/2015 kalkulatorische Kosten in Höhe von TEUR 2.550 (im Vorjahr TEUR 2.525) als Gegenposten zu den kalkulierten Kosteneinsparungen in den Interimspielstätten umfassten. Schließlich stiegen die Verwaltungskosten um TEUR 151 bzw. 5,2 %, die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit um TEUR 77 (+7,4%) und die übrigen laufenden betrieblichen Aufwendungen um TEUR 39 bzw. 25,7 %. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 20 Mit rd. 61,0 % (im Vorjahr 60,3 %) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten unverändert den größten Aufwandsposten. Im Wirt- schaftsjahr 2014/2015 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen: 2014 / zum Vgl. 2015 Fr jahr TEUR | TEUR | Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge soziale Abgaben Aufwendungen für Altersversorgung ‚Aufwendungen für Unterstützung Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter ” Br Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeiter für das Wirtschaftsjahr 2014/2015 fol- gende Daten aus: Zum Vergleich internes Budget 2014/2015 Besetzte Stellen Beschäftigte nach TVöD künstlerische Angestellte Beamte Auszubildende I | 622,0 27 Beschäftigte Beschäftigte nach TVöD 386 390 380 391 künstlerische Angestellte 275 279 280 286 Beamte 14 14 15 14 Auszubildende 14 12 = 18 ee sl 695] 687] 700] essoof 729,00] [_(686)]| _(zos] _<(zom] (696,50)| __(713,00)| Die Personalkosten insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+3,2 %). Während sich die Kosten der festangestellten Mitarbeiter mit einem Zuwachs von TEUR 1.242 bzw. 3,6 % bei einem nahezu unveränderten Mitarbeiterbestand erhöhten, konnten bei den Gagenkräften Einsparungen von TEUR 53 bzw. 2,1 % realisiert werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21 Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu- ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezu- schusste Anlageinvestitionen belastet. Den im Spielbetrieb aufgewendeten Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 34 (ohne Zinsen für Inte- riminvestitionen) standen im Rahmen des Finanzergebnisses Zinserträge von TEUR 1 gegenüber. Dar- über hinaus wurde das Finanzergebnis in 2014/2015 in Höhe von TEUR 407 (im Vorjahr TEUR 440) mit dem Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen entsprechend den aktuellen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet. Das in 2014/2015 erneut deutlich positive neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 5.350 (i.V. TEUR +5.714) wurde vor allem im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 5.382, im Vorjahr TEUR 5.869) erzielt. Hier sind im Wesentlichen zwei Faktoren zu nennen: In Höhe von TEUR 3.900 gewährte der Rat der Stadt Köln auf Basis seiner Grundentscheidung vom 17.12.2013 in seiner Sit- zung vom 12.5.2015 eine einmalige Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur Entschuldung der Bühnen mit Wirkung für das Wirtschaftsjahr 2014/2015. Zusätzlich wurde den Bühnen als Ausgleich für die Tariflohnsteigerung 2013/2014 im Wirtschaftsjahr 2014/2015 ein Zuschussbetrag von TEUR 757 zuerkannt. In Höhe von TEUR 366 wurden in 2014/2015 nicht mehr zu erfüllende Verbind- lichkeiten und in Höhe von TEUR 165 nicht mehr benötigte Rückstellungsbeträge aufgelöst. Schließlich erhöhten Versicherungsentschädigungen (TEUR 183) sowie sonstige perioden- bzw. betriebsfremde Erträge (TEUR 11) den Bereich der neutralen Erträge. Diesen neutralen Erträgen standen u.a. Forderungsrisiken (TEUR 7), Steueraufwendungen für Vor- jahre (TEUR 1) sowie sonstige perioden- bzw. betriebsfremde Aufwendungen in Höhe von rd. TEUR 24 gegenüber. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22 Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erwartungsgemäß wieder maßgeblich von den Mietaufwendungen für die Spielstätten (einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 6.506 geprägt, die auf die Oper bzw. Kinderoper mit TEUR 3.691, auf das Schauspiel mit TEUR 1.905 und auf den Servicebereich mit TEUR 910 entfielen (im Vorjahr TEUR 7.317, davon TEUR 4.486 für Oper/Kinderoper, TEUR 1.944 für Schauspiel und TEUR 887 für den Servicebereich). Zusammen mit dem Materialaufwand (TEUR 198, i.V. TEUR 369), den planmäßigen Abschreibungen auf die Investitionen in den Interimspielstätten (TEUR 495, i.V. TEUR 816), den übrigen Verwaltungs- und Werbekosten sowie Fremdkapitalzinsen (insgesamt TEUR 119, i.V. TEUR 153), den Kosten der Bewirtschaftung der Interimspielstätten (TEUR 150, i.V. TEUR 183) und den (kalkulatorisch verrech- neten) Einsparungen bei den Kosten der Gebäudebewirtschaftung (TEUR 2.550; im Vorjahr TEUR 2.525) führte der Betrieb der Interimspielstätten in 2014/2015 zu Aufwendungen von TEUR 4.918 (im Vorjahr TEUR 6.313). Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für die Interimspielstätten in Höhe von TEUR 5.337 (im Vorjahr TEUR 7.668) konnte zusammen mit den Erträgen aus der kurzzeitigen Untervermietung der Interimspielstätten (TEUR 80; im Vorjahr TEUR 298), den Erträgen aus der Mitfinanzierung der Interimspielstätte Depot aus dem Schauspiel- budget (TEUR 300) unter Berücksichtigung der kalkulierten Einnahmeverluste für die Oper (TEUR 400, i.V. Mehreinnahmen in Höhe von TEUR 48) und das Schauspiel (TEUR 200, i.V. ebenfalls TEUR 200) zur Erzielung eines Überschusses von TEUR 213 (im Vorjahr TEUR +1.915) in diesem Bereich führen. Damit bewegte sich das Ergebnis des Interimspielbetriebs in der Spielzeit 2014/2015 im Rahmen des kalkulierten Gesamtbudgets des Interimspielbetriebs von 40,31 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund der im Ergebnisverwendungsbeschluss für 2013/2014 festgelegten Auflösung der bestehenden Gewinnrücklagen (TEUR 4.992) weisen die Bühnen unter Einschluss des Verlustvor- trags (TEUR -7.187; im Vorjahr TEUR -16.602) zum 31.8.2015 erstmals wieder einen Bilanzgewinn von TEUR 3.979 (zum 31.8.2014 Bilanzverlust in Höhe von TEUR 7.187) aus. Budgetvergleich Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2014/2015 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom Rat der Stadt Köln am 8.4.2014 beschlossenen Wirtschaftsplan 2014/2015 zeigt das nachfol- gende Ergebnis. Dabei wird auch der Tanz wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen. Seite 23 " ibS’Ss+ [o- 9ST+ 9E6°T- LTE’2+ |dIr (} ozr T96°S o 95T ZP6'T- 727273 qaıNeqjaıds stugsbrausneds ” 0+ Z08+ 0+ 967- 6Zb'8T SZSTT- o TEZ’ET o 00T'Z- TET'ZT- S51A18S STugSBISUSJIedS Sbejug Y ZrS's+ [Z08- 9ST+ 0P9’T- 6Zr'8T- Spo’ZT T96'S TEZ’6T- |9ST 8st's 8218'6T aqaıoqjards stugaßag = u 0+ 096°T- 096'T- 8759 sıugaß4g sojeaynan [0’001< 0+ stugqaß4azueung EE'ZE+ 1S- sıugaß4asuor}saaul 88’v9+ Per | TZE+ stugaßs4asgengag E2’0+ TECH uaBunpuamyny ayaıqaınaq M 0+ a6nan 02’ 12+ TET- ARgIESYayUNUaYOQ "bunguam E&6'2+ EL uaßunpuamynesdunemuaä GEL + OT- Bunyeypspmagapneqg39 uaIsoy 125’0- SBT- Puemjnejeuossad ob’T- 169+ Puemjnesbungsja] /-eLaJew Sbeıg ayaıqalnaq 100°0+ ® Or PUE7 "yDsnzuaJsoysgal.ag [00°0-+ or 6 + 0+ (Que) uIoy IpeIS "yDSNZUSJSOySgaL.J2g abe ayogauag Bbnsuos ge’9T+ EITT+ bzb+ 108+ 64+ 085+ Bungsjajuaßıg 66'96+ 51722 8T+ 05+ Tz- (assnyPsnzuaIsoysgangag auyo) “ SbEAU3 ayaıqalyaq abnsuos I B0E+ 0+ 0+ 0+ usbUNJSIFLOGI SUalANye a1apue r 0+ 0+ ISz- E08+ "PinpoAd abhajun Buniapugsanspuejsag pi’zz- 02- E+ 6T+ IST- qaıaqıaıds aysjasag aÖnsuos 00°0-+ 0+ 0+ 0+ 0+ ("Iey) sneyuaruayıey BL'7+ LOT- 165+ 197+ IS- Jneyuanuapey Ssgu3 GarTogIsT %o anal) unaL anal anal anal anal anal anaı anal unal anal anal anal unaL anal Tards Tords 1o1ds es SOlAIOS zueL -neyas 4ado Jwesag | asınıas zue, -neyps 40do Jwesag | mag zuel -neyas 49do SToz/vToz SsToz/vToz SToZ/pToz Bunysiamay uejdsyeyssyum abejsbenıg ujoy ’uIoy IPEIS Jap uauyng Seite 24 0001< 8SL+ 0+ 0+ zoz’z+ |bboT- 8ST’T Sp6- wHaJur qapyog siugaBsauspedg ' 0+ 06- 0+ bEE+ 01S+ jees | 0T6 SITAISS SIugab1auspedg Sbejuuyj 0'00T< 85Z2+ P06+ 0+ er] PTO’T- fe Peer] wur qauyag stugaßıy = LUvIHr er | [066+ 0+ 2S+ S6T- S6ErT- waßunpuamyny ayaıqaladq ST’86+ Fr 67+ o MOAEISYIINUBJQ "bunguam [or’E9+ 165+ - uaßunpuamynesßunyemsan BbNsuos d2'9- gET- ualyDed pun uajaın 181’09- 0+ “PSHIMOAOPNEIII UBJSoy (aj1edsıa) Bd’zı+ Bunyeyasymagapneqa9 ua]soy SE’TE+ uayejsjardswuajur uauonmsan -uJ zne vadungjalyasqy abıgpwuejd " ET- 0 0 0 0 0 puewynesdungst37 /-IeHJeW [08°T+ T18°T+ [618°T- Pe e:8:] 6027 Pe] ELTTE EITLEINEN " er E 0 EBEN RE] 0:55; 0 Bbg.413 aleıynau e lo o SbR13 Byaıgqalaq Bhnsuos j 0 ( abgnasurz 100’0+ o o (“Que) uJ9Y IPeIS "yasnzuajsoysqaunag Sp’Z2S- 0 0 Bunjaiunaaıagun sne abeaıg [00’0+ 0 0 Jejajaldsneyag sne 3odag Bunsarzueungin abBn1J [00’0+ (1) (ey) jatdsneyas ajsnJanawyeuug [00°0+ 0 (ey) 18do aysnuanawyeuug SREISIOIdSWNISIUT qaLag “ Zvs's+ |0- 9ST+ 9E6°T- IZZE'Z+ |vIv 0 0 9- (742 T96°S 0 95T b6T- IZv2Z gaıaqıards stugaßiauapeds % unal] unal | unaı | unaı | wnaı | anaı | Anaı | unaı | unar | wnaı | unaı | unar | unar | war | unaı jaıds Tards Taıds uesag ERILIET zueL -neyas 42do | Auesag | asyaıas zuel -neips 4ado wesag | a9a1ag zue, -neups 42do sTtoz/vroz STOZ/PTOZ SToz/vToz Bunysamay uejdsyeypszum abejsbeing uoy ’UIEy IPEIS Jop uauyng Seite 25 f SoE'9+ |[O- en 9ST+ 997+ er er — T9L’E+r wesaß uauyng stugaß1ausneds Buniayues siugabsausJleds SSTRISS SIugsb.rauspedg Sbejuup Bun4aues sıugaßıg = we m fe VER UBER | ‚oRunntanunv Sipıaaınaa 76’66+ 0+ 0+ 0+ 1] (} €- ° ° uabunpuamyny Bbnsuos 0+ 0+ 0+ 0 o 29- 0 o uaßunpuamynesbungemuaä 0+ 0+ o+ o o 08- o o Bunsatues uauonnsan j -uf 3ne uaßungjaaydsqy Dblgpwuerd A 0+ 0+ o+ o o h ZI- (1) 0 Puewynesdungs137 /-euaJew 0’00T< o+ zoz'’z+ |bprT- |spS- ° o tvPOT- a o wu1aJur qaııag sIugaßsauspeds 0- 9ST+ 9E6T- j2zE’Z+ |pTe 0 o . ozr T96°S astT qaıgaqjaıds stugaßsausyieds %a unal| unaL unal anal anal anal anal anal anal anal anal unaL anal Tıds [EICE Jwessg alas zueL -neyps 43do Jwesag | asmuasS zuel -neyas ıado Jwesag | asınıag zuel STOZ/FToT STOZ/FTOT SToz/rToZ Bunypiamgy uejdsyeyasyum abejsbeig ujoy ’uloy IpeIS Jap uauyng Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 26 Die von den Bühnen in 2014/2015 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um TEUR 1.163 bzw. 1,9 % über den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf die nicht budge- tierte Ergebnisverbesserung aus der Bestandserhöhung unfertiger Produktionen (TEUR +552) zurück- zuführen, die sich als Folge des im Herstellungsaufwand gestiegenen Produktionsvolumens der Oper für die Folgespielzeit eingestellt hat. Des Weiteren waren Mehrerträge vor allem im Bereich der selbst- erbrachten Bauleistungen (TEUR +308) und der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR +290) zu ver- zeichnen. Letztere entfielen im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Kostenerstattungen. Per Saldo entfiel die Erhöhung der betrieblichen Erträge mit TEUR 580 auf die Oper, mit TEUR 79 auf das Schau- spiel, mit TEUR 80 auf den Tanz sowie in Höhe von TEUR 424 auf den Servicebereich. Infolge der gegenüber der Planung gestiegenen Erträge bei unterproportional angestiegenen Kosten in Höhe von TEUR 437 bzw. 0,7 % fällt das von den Bühnen in 2014/2015 erwirtschaftete Betriebsergeb- nis mit TEUR +1.845 um TEUR 726 und damit rd. 64,9 % besser aus, als dies der Wirtschaftsplan vor- gesehen hat. Die Kostenerhöhungen sind dabei auf die Gebäudebewirtschaftung (TEUR +246), die Verwaltungsaufwendungen (TEUR +224), die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +199) sowie übrige Aufwendungen (TEUR +191) zurückzuführen, während die Aufwendungen für die Material- und Leistungsbezüge um TEUR 205 und für das Personal um TEUR 218 gegenüber dem Budget reduziert werden konnten. Die Einsparungen bei den Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen entfie- len mit TEUR 150 auf die reinen Materialkosten für Bühnenproduktionen und mit TEUR 187 auf bezo- gene Leistungen. Bei den gesonderten Leistungen im Zusammenhang mit der Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester mussten von den Bühnen TEUR 132 mehr aufgewendet werden. Im Bereich der Personalaufwendungen verteilten sich die Kosteneinsparungen auf die Löhne, Gehälter und Beamtenbezüge (TEUR 64) und die angestellten Gagenkräfte (TEUR 254), während die zugehörigen Sozialabgaben bzw. Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung um TEUR 100 anstie- gen. Die gestiegenen Kosten der Gebäudebewirtschaftung waren im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Ansatz für die kalkulatorischen Kosten in diesem Bereich, denen entsprechende Kostenent- lastungen im Interimspielbetrieb gegenüberstehen, an aktuelle Kalkulationen angepasst werden mussten (TEUR +958). Die gebuchten Kosten der Gebäudebewirtschaftung sind dagegen um TEUR 712 zurückgegangen. Die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit lagen über den Planansätzen, da im Bereich der Oper (TEUR +41), vor allem aber auch im Schauspiel (TEUR +131) umfangreichere Werbemaßnahmen realisiert wurden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 27 Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang noch auf den erneut als gesonderte Sparte geführten Bereich Tanz. Im Rahmen des Spielbetriebs vereinnahmte die Sparte Tanz zusätzlich zum anteiligen Betriebskostenzuschuss (TEUR 400) Erlöse in Höhe von TEUR 240, denen Material- und Leistungsauf- wendungen von TEUR 445, geringe Personalaufwendungen von TEUR 2, Verwaltungsaufwendungen von TEUR 7 sowie Werbekosten von TEUR 30 gegenüberstanden, so dass ein Betriebsergebnis von TEUR 156 erzielt werden konnte, obgleich der Wirtschaftsplan hier von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen war. Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Kosteneinsparungen mit TEUR 727 auf die Oper, mit TEUR 292 auf das Schauspiel und mit TEUR 76 auf den Tanz, während der Service Mehrkosten von TEUR 1.532 erforderlich machte. Die von den einzelnen Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit per saldo um TEUR 1.307 (Oper), TEUR 371 (Schauspiel) und TEUR 156 (Tanz) über dem jeweils geplanten Betriebsergebnis, während der Service das budgetierte Defizit vor Umlage auf die Sparten um TEUR 1.108 überschritten hat. Das geplante Investitionsergebnis von TEUR -600 wurde um TEUR 194 bzw. 32,3 % unterschritten. Hier fielen im Wesentlichen um TEUR 312 geringere Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse an, die nur teilweise durch Rückgänge bei den planmäßig verrechneten Abschreibungen (TEUR -140) kompensiert werden konnten. Die Überschreitung des Planansatzes für das Finanzergebnis um TEUR -350 ist auch in 2014/2015 wieder auf den in diesem Ergebnisbereich ausgewiesenen Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Per- sonalrückstellungen in Höhe von TEUR 407 infolge der aktuellen handelsrechtlichen Ausweisvorschrif- ten zurückzuführen, der im Rahmen des Wirtschaftsplans nicht gesondert veranschlagt wurde. Der Bereich des neutralen Ergebnisses war wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem minimalen Defizit (TEUR 15) Bestandteil des Wirtschaftsplans. Die Ergebnisabweichung um TEUR 5.365 entspricht damit im Wesentlichen dem tatsächlich realisierten neutralen Ergebnis (TEUR +5.350) im Wirtschaftsjahr 2014/2015; zu dessen Zusammensetzung wird auf die Kommentie- rungen unter Abschnitt 4.b) „Periodenvergleich“, verwiesen. Die spartenbezogene Verteilung des vom Rat gewährten Sonderzuschusses zur Entschuldung der Bühnen in Höhe von TEUR 3,900 erfolgte auf der Grundlage der Kalkulationen zur Beschlussvorlage. Danach entfiel auf die Oper ein Zuschussbetrag von TEUR 6.208, auf das Schauspiel eine Belastung von TEUR 2.158 und den Service eine Belastung von TEUR 150. Der Sonderzuschuss zum Ausgleich der Tariflohnsteigerung 2013/2014 in Höhe von TEUR 757 wurde nach einem bühneninternen Kalkulationsschlüssel mit TEUR 318 der Oper, mit TEUR 196 dem Schauspiel und mit TEUR 243 dem Service zugewiesen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 28 Nach Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgese- henen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92 % (Schauspiel) und 0,00 % (Tanz), weisen die drei Sparten für den Spielbetrieb 2014/2015 - nicht zuletzt infolge des von den Bühnen erzielten hohen neutralen Ergebnisses - für die Oper einen Überschuss in Höhe von TEUR 7.747, für das Schauspiel eine Unterdeckung von TEUR 1.942 und für den Tanz einen Überschuss von TEUR 156 aus. Die Oper liegt damit um TEUR 7.327 und der Tanz um TEUR 156 über dem jeweils erwarteten Spartenergebnis. Das Schauspiel liegt — ausschließlich bedingt durch die Umfinanzierung im Rahmen der Entschuldung der Bühnen — um TEUR 1.936 unter dem budgetierten Spartenergebnis. Insgesamt konnten die Büh- nen ihr Planergebnis (TEUR +414) mit TEUR 5.961 um TEUR 5.547 überschreiten. Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 94 bzw. 1,8 % unterschrit- ten. Da auch die budgetierten Kostenansätze um TEUR 852 bzw. 14,8 % deutlich unterschritten wer- den konnten, verbesserte sich dieser Ergebnisteil nach der Spartenumlage des Services um TEUR 758 gegenüber dem Planansatz. Diese Kosteneinsparungen entfielen vor allem auf die planmäßigen Ab- schreibungen (TEUR 226) und die Verwaltungsaufwendungen (TEUR 171) sowie deutliche Mehrein- sparungen bei der Gebäudebewirtschaftung (TEUR +958). Die im Bereich der Interimspielstätten auf- gewendeten Mieten erhöhten sich dagegen um TEUR 411 (6,7 %). Im Ergebnis stellte sich im Betrieb der Interimspielstätten in 2014/2015 letztlich ein Überschuss in Höhe von TEUR 213 ein, der um TEUR 758 bzw. 139,1 % über dem budgetierten Fehlbetrag (TEUR -545) liegt und nach Umlage des Spartenergebnisses für den Servicebereich mit TEUR -945 auf die Oper und mit TEUR 1.158 auf das Schauspiel entfällt. Auch hier wird die spartenbezogene Ergebnisstruktur wesentlich durch Umfinan- zierungen im Rahmen der Entschuldung der Bühnen bedingt. Im Bereich der Sanierung des Offenbachplatzes wurden den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzu- schusses 2014/2015 aufgrund der ursprünglichen Kostenkalkulation im Zusammenhang mit der geplanten Wiedereröffnung TEUR 3.764 zugewiesen. Da davon im Wirtschaftsjahr 2014/2015 lediglich TEUR 157 verausgabt wurden, wurde der übersteigende Zuschussbetrag (TEUR 3.607) zum Bilanz- stichtag 31.8.2015 als Rückzahlungsverbindlichkeit gegenüber der Kämmerei abgegrenzt. Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs sowie des Ergebnisses aus dem Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit spartenbezogen im Wirt- schaftsjahr 2014/2015 Überschüsse von TEUR 6.802 (Oper) und TEUR 156 (Tanz) erwirtschaftet, während auf das Schauspiel ein Defizit von TEUR 784 entfällt. In Summe entspricht dies dem ausge- wiesenen Jahresüberschuss der Bühnen in Höhe von TEUR 6.174. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 29 c) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt dar: — | 08. > | 31.08.2014 ] = | TEUR | TEUR 243.155| 94,1] 137.396 ee, , +105.759 5.665 — 2 5.665 +0 248.820 as a +105.759) +509 999 +3.986 Vermögen Anlagevermögen Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte 3.296 = ; 2.787 1,9 1.768 0,7 2.767 1,9 16 Vorräte Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere 4.209 Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 9.273 Rechnungsabgrenzungsposten 223 0,1 Vermögen insgesamt Kapital Stammkapital Gewinnrücklagen A. = 4. Mn Bilanzgewinn / -verlust 3: ” Ban 187 er +11.166 Eigenkapital | 2.185] us Sonderposten Investitionszuschüsse Ener Sonderposten se Se Be U u Pensionsrückstellungen Sonstige Rückstellungen Lang- und mittelfristiges Fremdkapital Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Kurzfristiges Fremdkapital Rechnungsabgrenzungsposten 3. 529 1,4 3. 359 . et at 84,3 112. = 75,4| +105.312 220. 85 al een] Zimt n 258.512] 100,0] 149.315] 100,0] +109.197 n ers NS vlc > & © SIEISESTE Dun Kapital insgesamt Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2015 eine Eigenkapitalquote! von 11,4 % (zum 31.8.2014 16,3 %), einen Verschuldungsgrad? von 88,5 % (zum 31.8.2014 82,6 %) sowie einen Anlagedeckungsgrad? von 12,1 % (zum 31.8.2014 17,7 %). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Ei- genkapital zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen infolge des Jahresüberschusses 2014/2015 wieder ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.029 (im Vorjahr TEUR -2.145) aus. 1 2 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 30 Die Investitionsquote* lag im Wirtschaftsjahr 2014/2015 (unter Berücksichtigung der relativ hohen Buchwerte der Immobilien in Höhe von rd. TEUR 133.209) bei 78,8 % (im Vorjahr 69,7 %). Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr 2014/2015 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspiel- haus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2014/2015 in den Interimspielstätten genutzten Anlagen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar. An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2014/2015 über den Ergebnisplan zunächst TEUR 61.443, und damit TEUR 1.716 bzw. 2,9% mehr als im Vorjahr (TEUR 59.727) zur Verfügung. Diese städtischen Mittel wurden in voller Höhe als Zuschuss zum Aus- gleich des geplanten Betriebsverlustes im Spielbetrieb (TEUR 52.342) und im Betrieb der Interimspiel- stätten (TEUR 5.337) verwendet. Von dem für die Sanierung vorgesehenen Zuschussbetrag (TEUR 3.764) wurde infolge der Verschiebung der Wiedereröffnung lediglich ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 157 benötigt. Darüber hinaus standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2014/2015 zusätzliche Zuschussmittel in Höhe von TEUR 3.900 zur Entschuldung sowie TEUR 757 zum nachträglichen Aus- gleich einer Tariflohnsteigerung in 2013/2014 zur Verfügung. Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2014 und 31.8.2015 ergibt insgesamt eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 3,986, die aus folgenden Quellen resultiert: * Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 31 [| _TEUR | TEUR | Jahresüberschuss Pplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) Zunahme (+) der langfristigen Personalrückstellungen Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte und Leistungsforderungen Zunahme (-) / Abnahme (+) der sonstigen Aktiva Zunahme (+) / Abnahme (-) der übrigen Rückstellungen Zunahme (+) der Leistungsverbindlichkeiten Zunahme (-) / Abnahme (+) der übrigen Passiva Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens Ir Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -108.242 Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.986 5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach $ 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen der Vorjahresprüfung (1.9.2013 — 31.8.2014) Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH, Koblenz, hat auf der Grundlage des Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen vom 10.1.2015 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 1.9.2013 bis 31.8.2014 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste nach 8 106 Abs. 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des 8 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prü- fung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abge- schlossen und ein Bestätigungsvermerk zum 17.5.2016 erteilt. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte in Vorjahren zu Beanstandungen in Form einer von den Prüfern ausgesprochenen Empfehlung zur Erstellung eines Organisationshandbu- ches. Diese konnte aufgrund der Fokussierung auf die Sanierung von Opernhaus und Schauspiel per- sonalbedingt auch im Wirtschaftsjahr 2013/2014 noch nicht umgesetzt werden. Weitere Beanstandun- gen, die für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsleitung von Bedeutung waren, wur- den nicht festgestellt. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 32 Vor dem Hintergrund der angefallenen Jahresverluste hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schließ- lich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zum 31.8.2014 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehl- betrag in Höhe von TEUR 2.145 ausgewiesen wird und dies nicht die gemäß 8 10 Abs. 6 EigVO NRW erforderliche Eigenkapitalausstattung darstellt, bei der Jahresverluste vorgetragen werden können. II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen Der im Wirtschaftsjahr 2014/2015 erzielte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.174 führt dazu, dass der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag (buchmäßige Überschuldung) des Vorjahres beseitigt wurde und die Bühnen zum 31.8.2015 wieder einen Bilanzgewinn von TEUR 3.979 und damit ein posi- tives Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.029 ausweisen. In Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am 12.5.2015 gemäß 84 der Betriebssatzung in Verbindung mit 84 der Eigenbetriebsverordnung zunächst den Wirtschaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 mit folgenden Eckdaten fest: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 33 Wi. 15/16 | Wj. 15/16 | Wi. 15/16 | Wj. 15/16 | wi. 15/16 gesamt davon davon davon davon Oper Schausp Tanz Service [ TEUR | TEUR | TEUR | | TEUR | Spielbetrieb der Bühnen ee aus Kartenverkäufen / Spielbetrieb 7.199 5,541 sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) Materialaufwendungen Personalaufwendungen sonstige betriebliche Aufwendungen geplantes Betriebsergebnis Erträge aus der Auflösung Sonderposten Invstitionszuschüsse planmäßige Abschreibungen geplantes Investitionsergebnis geplantes Finanzergebnis geplantes neutrales Ergebnis Umlage Spartenergebnis Interimspielstätte: sonstige Aufwendungen geplantes Betriebsergebnis Umlage Spartenergebnis BEE BE BE = Planergebnis Interimspielstätten vor Betriebskostenzuschuss EEE" EEE Planergebnis Sanierungsmaßn. vor Betriebskostenzuschuss - gemäß Plan im Spielbetrieb aufgegangen - = Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Übernahme Tariflohnsteigerung aus 2014/2015 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für er darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn. = geplante Unterdeckung 2015/2016 Die für 2015/2016 kalkulierte Unterdeckung, die noch im Hinblick auf die Wiedereröffnung der Bühnen am 7.11.2015 geplant wurde, soll durch Mittelvorgriffe auf kommende Spielzeiten für die Oper in Höhe von TEUR 277 und das Schauspiel in Höhe von TEUR 102 ausgeglichen werden. Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das zwischenzeitlich abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2015/2016 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbe- triebs im Vergleich zur internen Ergebnisplanung grundsätzlich positiv. Das für dieses Wirtschaftsjahr geplante Periodenergebnis (TEUR -379) wurde danach deutlich überschritten und liegt bei TEUR +2.218 (ohne Berücksichtigung von Abgrenzungsbuchungen). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 34 Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die gegenüber der Planung stark zurückfallenden Finan- zierungkosten im Zusammenhang mit den bisherigen Aufwendungen für die Sanierung. Das vorläufige Betriebsergebnis liegt entsprechend dem gebuchten Jahresergebnis um TEUR 377 bzw. 0,7 % unter Plan, Finanzergebnis und neutrales Ergebnis liegen um TEUR 2.871 bzw. TEUR 103 jeweils über den budgetierten Ansätzen. Auf der Grundlage des vom Rat in seiner Sitzung vom 28.6.2016 für die Spielzeit 2016/2017 festge- stellten Wirtschaftsplans haben die Bühnen für dieses Jahr wie folgt geplant: Wi. 16/17 | wj. 16/17 | wj. 16/17 | wi. 16/17 | wj. 16/17 gesamt davon davon davon davon Oper Schauspiel Tanz Service TEUR | TEUR TE UR 0 Planergebnis Spielbetrieb vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss Umlage Spartenergebnis D u e u a u RD n fürs in > ke} DS S & = Planergebnis Spielbetrieb Bühnen vor Betriebskostenzuschuss Planergebnis Interimspielstätten 0 2 | 56.551 -34.974| _-20.954 vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss Umlage Spartenergebnis 0 863 505 = Planergebnis Interimspielstätten vor Betriebskostenzuschuss 10.404 7.799 -2.605 = Planergebnis Sanierungsmaßnahmen vor Betriebskostenzusch. BE" = Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss pe Ww ww a9 @_ © \ Fa a EN KL -400 -843 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Übernahme Tariflohnsteigerung aus 2015/2016 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungsmaßn. = Unterdeckung 2016/2017 Die für 2016/2017 kalkulierte Unterdeckung soll durch Mittelvorgriffe der beiden Sparten auf kom- mende Spielzeiten ausgeglichen werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 35 Vor diesem Hintergrund sowie dem Umstand der zwischenzeitlich verschobenen Wiedereröffnung der Bühnen am Offenbachplatz (siehe dazu Seite 42) hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2017/2018 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich in dem Wirtschaftsplan 2016/2017 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die Folgejahre niedergeschlagen hat. Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen werden dabei folgende Faktoren sein: « Erfolgreiche Fortsetzung des neustrukturierten Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in einem über- schaubaren Zeitrahmen; e Klärung des neuen Standorts der Bühnenwerkstätten und zügige Planung und Realisierung eventuell notwendiger Baumaßnahmen in diesem Zusammenhang; « vollständiger Ausgleich der für die Folgejahre aufgrund der verschobenen Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb; « finanzwirtschaftliche Deckung der geplanten Mittelvorgriffe durch kontrollierte Kostenein- sparungen der Sparten Oper und Schauspiel in den Folgespielzeiten; «e Fortsetzung der bereits begonnenen, langfristigen Finanzierungsvereinbarungen zu den Investitionskosten in den Bereichen Sanierung, Orchesterprobezentrum Stolberger Straße sowie Bühnenwerkstätten im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen; e ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti- gungen zur Kreditaufnahme. In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung im Zeit- punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 36 2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs Generalsanierung Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie die Verwaltung beauftragt, verschiedene Lösungsva- rianten für eine solche Generalsanierung bzw. einen Neubau der Bühnen zu prüfen, da der schlechte bauliche Zustand des 1957 fertig gestellten und seit 1989 unter Denkmalschutz stehenden Opernhau- ses zum Handeln zwang. Im Februar 2006 folgte die Entscheidung der Verwaltung, die zunächst den Neubau des Schauspiels bei Erhaltung der Oper vorsah. In seiner Sitzung am 22.6.2006 befasste sich der Rat der Stadt Köln mit dem Planungsauftrag zur Sanierung des denkmalgeschützten Opernhauses und zum Neubau eines Schauspielhauses. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, zu diesem Zweck einen städtebaulichen Architekturwettbewerb auszuloben. Die Stadtverwaltung versprach sich dabei von dem Großprojekt eine städtebauliche und architektonische Aufwertung des Offenbachplatzes. Dies sollte durch eine Verlagerung des Schauspielhauses vom jetzigen Standort an die Stelle der direkt an der Nord-Süd-Fahrt gelegenen Opernterrassen geschehen. Auch der Betrieb der Bühnen sollte nach Vollendung des Projektes effizienter werden - vor allem durch die Zusammenführung von Produktions- und Spielstätten an einem Ort. Zudem sollten die strukturellen und sicherheitstechnischen Mängel des Opernhauses beseitigt werden. Während der Sanierungs- und Bauarbeiten sollte der Spielbetrieb in verschiedenen Interimspielstätten weiterlaufen. Die Kosten für das Gesamtprojekt konnten zunächst nur geschätzt werden. In der Sitzung vom 8.11.2007 beschloss der Rat deshalb ein Kostenbudget von maximal 230 Mio. Euro. Des Weiteren ver- anlasste er die Durchführung des städtebaulichen und architektonischen Realisierungswettbewerbs zur Sanierung der Oper und zum Neubau des Schauspielhauses seitens der Bühnen. Dem Ratsbeschluss folgend, wurde im ersten Halbjahr 2008 ein architektonischer Realisierungswettbewerb für die Kölner Bühnen durchgeführt. Am 26./27.6.2008 wurde von einem Preisgericht die Arbeit des Architekturbüros JISWD - Jaspert Steffens Watrin Drehsen (Köln) und Atelier d’architecture Chaix & Morel + Associes (Paris) mit dem 1. Preis ausgezeichnet, die ein solitäres Gebäude vorsah, das Schauspiel, Studiobühne und Kinderoper auf sieben Geschossen vereinte. Das Operngebäude sollte in Zukunft wieder frei stehen. An der südlichen Seite des Opernhauses sollte ein neuer Platz entstehen, der in östlicher Richtung vom neuen Schauspielhaus abgeschlossen sein würde. Das neue Produktionszentrum sollte unterhalb dieses neuen Platzes errichtet werden und Tageslicht durch einen eigenen Hof erhalten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 37 In der Ratssitzung vom 28.8.2008 beauftragte der Rat die Betriebsleitung der Bühnen mit der Ent- wurfsplanung für das Gesamtprojekt und legte fest, dass mit der Objektplanung der Gewinner des Realisierungswettbewerbs zu beauftragen sei. In Kenntnis der geschätzten Kosten für die Realisierung des Wettbewerbsentwurfs von 273,4 Mio. EUR verpflichtete der Rat die Objektplaner, die Einhaltung des vorgegebenen Kostenbudgets nachzuweisen. Für Planung, Projektsteuerung und Projektleitung bis zum eigentlichen Baubeschluss gab der Rat eine erste Tranche des Gesamtbudgets in Höhe von 19,6 Mio. EUR frei, die von den Bühnen über Kreditaufnahmen zwischenfinanziert werden sollte. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme sollte unter Berücksichtigung von Bauzeitzinsen bei einem limi- tierten Investitionsbudget von 230 Mio. EUR (ohne Kosten der Interimlösung und Bauzeitzinsen) sei- tens der Bühnen über Kommunalkredite erfolgen. Der Rat beauftragte die Verwaltung, die Entwurfs- planung einschließlich der geprüften Kostenberechnung zur Beschlussfassung über die Projektrealisie- rung (Baubeschluss) vorzulegen. Gleichzeitig beauftragte er die Betriebsleitung der Bühnen, für die zunächst geplante Bauphase (1.4.2010 - 31.12.2013) Mietverträge zur Unterbringung des Schauspiels in der Expo XXI am Gladbacher Wall in der Kölner Innenstadt sowie zur Unterbringung der Oper im Palladium, Köln-Mülheim, abzuschließen. Des Weiteren sollten von den Bühnen für die Interimsphase zusätzliche Flächen zur Unterbringung von Produktions- und Verwaltungseinheiten angemietet werden. Dementsprechend wurden für die Ersatzspielstätten Gladbacher Wall bzw. Palladium Mietverträge im Oktober 2008 bzw. Januar 2009 abgeschlossen, es folgten die Anmietungen einer Interimspielstätte der Kinderoper sowie von Lagerhallen in der Nähe des Palladiums. Für die Gesamtkosten der Interim- spielstätten wurde in der Ratssitzung vom 28.8.2008 ein Budgetrahmen von 19,0 Mio. EUR festgelegt. Im Juni 2009 ergaben neue Kostenschätzungen auf der Grundlage des Wettbewerbsentwurfs einen erheblichen Kostenanstieg des Sanierungs- bzw. Neubauprojekts. So sollten die Herstellungskosten des Gesamtprojekts infolge einer Ausweitung des Raumbedarfs sowie einer zwischenzeitlichen Erhöhung des Kubaturpreises mit rd. 355 Mio. EUR (Bruttobaukosten) den zunächst vorgegeben Kostendeckel um nahezu 54 % überschreiten. Der frühere Oberbürgermeister der Stadt verfügte daraufhin umge- hend einen Planungsstopp. In der Folgezeit wurden nochmals - mit Ausnahme eines vollständigen Neubaus des gesamten Ensembles - die ursprünglich diskutierten Sanierungs- und Neubauvarianten untersucht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 38 In seiner Sitzung am 17./18.12.2009 entschied sich der Rat der Stadt Köln gleichwohl für den Neubau des Schauspielhauses und für die Sanierung der Oper. Er folgte damit aber einer Vorlage der Verwal- tung, die eine abgespeckte Version des ursprünglichen Siegerentwurfes (ohne Orchesterproberaum, Ballettsaal, Produktionszentrum am Offenbachplatz sowie Gastronomie und Probebühne im Schau- spielhaus) für das Opernquartier vorsah. Der Rat nahm in seiner Sitzung zur Kenntnis, dass die Archi- tekten und der externe Kostenprüfer die Baukosten für die Realisierung dieser Variante mit rd. 289,7 Mio. EUR zuzüglich 12,9 Mio, EUR für Zusatzmaßnahmen (Sanierung Produktionszentrum, Orchesterproberäume u.a.) veranschlagt hatten. Vor diesem Hintergrund begrenzte er die Bruttobau- kosten der Realisierung des Vorentwurfs und der Sanierungs-, Neubau- und Optimierungsmaßnahmen insgesamt auf 295 Mio. EUR. Den Bühnen wurde aufgegeben, die Einhaltung dieser Kostenbegrenzung sicherzustellen. Die bis zum Baubeschluss für Planung, Projektsteuerung und Projektleitung benötigten 24,6 Mio. EUR sollten im Wirtschaftsplan der Bühnen veranschlagt und durch Kreditaufnahme vorfinan- ziert werden. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme unter Einschluss der Bauzeitzinsen (ohne Kosten der Interimspielstätten) sollte seitens der Bühnen über Kommunalkredite erfolgen und ab 2014 über eine Zuschusserhöhung der Bühnen abgedeckt werden. Für den Baubeschluss sollte dem Rat die erar- beitete Entwurfsplanung einschließlich geprüfter Kostenberechnung vorgelegt werden. Im Nachgang zu dieser Ratsentscheidung fand sich dann allerdings eine Bürgerinitiative zusammen, die im Rahmen eines Bürgerbegehrens auf der Grundlage von 8 26 der Gemeindeordnung NRW den Beschluss zum Neubau des Schauspielhauses zu Fall bringen und stattdessen eine Sanierung des Schauspielhauses durchsetzen wollte. In seiner Sitzung am 13.4.2010 stellte der Rat fest, dass dieses Bürgerbegehren zulässig sei und entsprach diesem Begehren mit folgenden Entscheidungen: Die Büh- nen wurden beauftragt, dem Rat kurzfristig eine Machbarkeitsstudie vorzulegen, die eine umfangreiche Sanierung des Opern- und Schauspielhauses beinhalten sollte. In der Studie sollte die schnellstmög- liche Umsetzung der bisherigen Architektenvorschläge zur Opernsanierung, die unverzügliche Pla- nungsaufnahme zur Sanierung und Entwicklung eines funktionsoptimierten und eigenständigen Schau- spielhauses und die Einbeziehung der Opernterrassen sowie der Sparte Tanz in den Planungsprozess berücksichtigt werden. Begleitet werden sollte dieser Prozess von einem „Runden Tisch“ unter Beteili- gung der Bürgerinitiativen und anderer relevanter Gruppen. Die Mittel für die Machbarkeitsstudie soll- ten im Wirtschaftsplan veranschlagt und durch Kreditaufnahme finanziert werden. Die Verwaltung sollte zudem auch für die beiden Hauptvarianten des Bürgerbegehrens die Machbarkeit und die Reali- sierungsbedingungen überprüfen und die groben Kosten bzw. Folgekosten kalkulieren. Der Rat beauftragte daraufhin die Bühnen zunächst mit der Durchführung des europaweiten Aus- schreibungsverfahrens zur Erlangung von Fachplaner- und Projektsteuerungsleistungen und geneh- migte vorläufige Planungsmittel von 13 Mio. EUR (20.5.2010 / 17.6.2010). Gleichzeitig gab er die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Orchesterproberäume in der Stolberger Straße in Auftrag. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 39 Nachdem der Rat die Machbarkeitsstudie zur Sanierung in seiner Sitzung am 7.10.2010 zur Kenntnis genommen hatte, beauftragte er die Bühnen mit der Planung der Sanierung auf Basis der sogenannten Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie inklusive unterirdischer Neubauanteile unter dem kleinen Offenbachplatz sowie der möglichen Realisierung von Kinderoper und/oder Studiobühne. Mit der Objekt- und Fachplanung sollten die aus dem VOF-Verfahren hervorgegangenen Planer beauftragt werden. Die Bühnen wurden angehalten, schnellstmöglich Alternativen zur Unterbringung der Studio- bühne in den Opernterrassen sowie der Kinderoper im Untergeschoss des Opernhauses zu prüfen und aus theaterinhaltlicher sowie betriebswirtschaftlicher Sicht zu bewerten. Auch sollten alternative Nut- zungsmöglichkeiten der Opernterrassen geprüft werden. Der Rat nahm in der Sitzung zur Kenntnis, dass eine Sanierung und Optimierung des Orchesterproberaums in der Stolberger Straße ca. 2,3 Mio. EUR sowie des Produktionszentrums Oskar-Jäger-Straße (mit Erweiterung) ca. 9,0 Mio. EUR notwendig machen würden. Schließlich genehmigte der Rat für die Maßnahmen am Offenbachplatz Mittel für Planung, Projektsteuerung und Projektleitung in Höhe von 11,5 Mio. EUR, die von den Bühnen im Wirtschaftsplan zu veranschlagen und über Kredite zu finanzieren seien. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme sollte unverändert über Kommunalkredite erfolgen, deren Kapitaldienst ab 2015 eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses notwendig machen würde. Der Rat erwartete im Übrigen ausdrücklich eine Reduzierung der prognostizierten Interimkosten durch längere Nutzung der Bühnengebäude, Untervermietung der Interimspielstätten sowie Reduzierung der Ausstattung der Interimspielstätten und verlangte eine Neukalkulation dieser Kosten. Die Bühnen sollten des Weiteren Vorschläge unterbreiten, ob und wie Ensembles der freien Musik- und Theaterszene die sanierten Gebäude mitnutzen könnten. Schließlich wurde die Verwaltung beauftragt, Konzepte zu erarbeiten, wie künftige Besucher der Bühnen stärker an den Kosten der Sanierung beteiligt werden könnten. Am 1.3.2011 nahm der Rat die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge vom 7.10.2010 zur Kenntnis und stellte fest, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanie- rung der Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbau- kosten von 253 Mio. EUR Planungsgrundlage bleibt. Das gesamte Sanierungsvorhaben sollte durch ein externes Baukosten-Controlling begleitet werden. Die Entwurfsplanung einschließlich geprüfter Kosten- berechnung musste dem Rat zur Fassung des Baubeschlusses vorgelegt werden. Die veranschlagten Kosten der Sanierung und Optimierung des Orchesterproberaums Stolberger Straße sowie des Produk- tionszentrums Oskar-Jäger-Straße sollten — letzteres mittels Kooperationen mit Dritten - deutlich redu- ziert werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 40 In Bezug auf die infolge der neuen Sanierungsvariante nun bis 2015 verlängerte Interimspielzeit be- schloss der Rat in seiner Sitzung am 1.3.2011 folgendes: Er nahm zunächst zur Kenntnis, dass sich bei den für den Zeitraum 2010 bis 2015 prognostizierten Kosten der Interimunterbringung in Höhe von 41,1 Mio. EUR Einsparungen nur über die Höhe des Mietzinses und den Zeitraum der Anmietung sowie mittels eines effizienten Finanzcontrollings realisieren ließen. Die Bühnen sollten den „Musical Dome“ in der Innenstadt als bedingt repertoirefähige Spielstätte der Oper nach Ablauf des Projekts „Oper unter- wegs“ ab dem 1.3.2012 anmieten. Der „Musical Dome“ als etablierte, zentrale und vor allem bereits bestehende Veranstaltungsstätte wurde dabei zwei alternativen Spielstätten, die noch hätten gebaut werden müssen, vorgezogen. Insgesamt wurden für die fünfjährige Interimunterbringung Kosten von 40,31 Mio. EUR kalkuliert. Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom 14.7.2011 bereits mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maßnahmen innerhalb des Projekts und der Ge- nehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Baube- schluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der Entwurfsplanung mit der Ausführung des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ einschließlich Kinderoper und Sanierung der Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss), zunächst noch ohne Freianlagen. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass die Architekten aufgrund der Entwurfsplanung die Bruttogesamtbaukosten ohne Frei- anlagen mit EUR 250.417.017 berechnet hatten. Da die Planer der Freianlagen aufgrund der Vorpla- nung das vorgegebene Budget für die Bruttogesamtbaukosten dieser Anlagen mit EUR 2.582.983 ein- gehalten hatten, sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR 253.000.000 für die Gesamtmaß- nahme nicht überschritten werden. Die Ergebnisse der Kostenschätzungen wurden von dem beauf- tragten externen Kostensteuerer bestätigt. Die bereits beschlossenen Bruttogesamtkosten von EUR 30.000.000 für die vorgezogenen Maßnahmen sollten darin eingeschlossen sein. Die benötigten Mittel sollten in den Wirtschaftsplänen der Bühnen veranschlagt und durch Kreditaufnahmen vorfinan- ziert werden. Die Kreditaufnahmen sollten als Zwischenfinanzierung in die Finanzierung der Gesamt- maßnahme eingerechnet werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 41 Ende Juni 2012 zogen die beiden Sparten Oper und Schauspiel aus dem Ensemble Offenbachplatz aus. Unmittelbar darauf begannen die Arbeiten zur Baustelleneinrichtung und die erforderlichen Abbruch- maßnahmen von Gebäudeteilen. Bis zum Ablauf des Wirtschaftsjahres 2012/2013 waren die Maßnah- men zur Erweiterung des Orchestergrabens abgeschlossen und die Bodenplatte für das neue Hinter- bühnenhaus sowie die Baugrube auf der Fläche des früheren Betriebshofes an der Krebsgasse fertig- gestellt. Anfang 2014 erreichte der Rohbau des Zuschauerraums der Kinderoper seine volle Höhe und der Rohbau des neuen Hinterbühnenhauses die 8. Etage. Auch die Betonsanierung an den Werkstatt- türmen des Opernhauses war weit fortgeschritten und die Umgestaltung der Straßen, die den Offenbachplatz umgeben, konnte in Angriff genommen werden. Mit dem Neubauteil zwischen den beiden Werkstatttürmen, der frei gestaltet werden konnte, zeigte das Opernhaus von der Krebsgasse her sein neues Gesicht: Hier fanden über der neu errichteten Hinterbühne vor allem zwei neue Probe- bühnen, das Kostümlager und die Lüftungszentrale Platz. Im Schauspielhaus und im Opernhaus wurden sodann die Unterbühnen installiert. Zugleich entstanden in den Bühnentürmen, in denen wegen des Denkmalschutzes die kleinteilige Fenstereinteilung beibehalten wurde, die neuen Arbeits- galerien. Zum Jahreswechsel 2014/2015 konnte die gläserne Fassade am neuen Haus für das Schau- spiel, ehemals Opernterrassen, installiert werden. Im Frühjahr 2015 waren die Bauarbeiten am Bau- körper und den Fassaden so gut wie abgeschlossen, im Innern wurde mit Hochdruck an Haus- und Bühnentechnik gearbeitet, damit die für den 7.11.2015 geplante Wiedereröffnung stattfinden konnte. Aufgrund von gegenüber der Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Beton- sanierungen, Problemen beim Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steige- rung des Baupreisindex sowie bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraussichtlich um ca. 10 % auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baube- schluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Umfang. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 42 Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haustechnik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordination der Planungen zu den einzelnen Anlagengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellenkollisionen bestanden. Von Bauherren- und Projekt- managementseite musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haustechnikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den Bereich der Techni- schen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt wurden, so dass möglicher- weise Umbauten im Rohbau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könnten. Außerdem mussten Abweichungen der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der Ausführungspla- nung festgestellt werden. Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte. Die u.a. mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Imtech Deutsch- land GmbH & Co. KG stellte am 6.8.2015 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, dem am 1.11.2015 stattgegeben wurde. Der Insolvenzverwalter wählte in einem Bieterverfahren die Rud. Otto Meyer Technik Ltd. & Co. KG (ROM Technik) aus, auf die wesentliche Bestandteile des Auftragsbe- standes der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG übertragen werden sollen. Nachdem hier zunächst Vereinbarungen zwischen den Bühnen als Auftraggeber, dem Insolvenzverwalter und der ROM Technik über die Fortsetzung der Bauausführung durch die ROM Technik getroffen worden sind, erfolgte zwi- schenzeitlich die Kündigung des Fortführungsauftrags seitens des Insolvenzverwalters, so dass die Bühnen hier im Rahmen eines Vergabeverfahrens derzeit einen neuen Auftragnehmer suchen. Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der Baustelle Verpflichtungen eingehen dürfen, die das bis dahin genehmigte Budget von 278 Mio. EUR überschreiten würden. Hierbei wurden die neu einzugehenden Verpflichtungen zunächst auf 9,8 Mio. EUR und damit das Gesamtbudget auf 287,8 Mio. EUR begrenzt. Die Fertigstellung der Bau- maßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durchsetzung möglicher Schadensfor- derungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 43 Im Rahmen der Umsetzung dieses Plans sowie im Hinblick auf die Insolvenz der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG wurde eine konkrete Leistungsstandfeststellung sowie eine sachverständige Män- gelaufnahme sowohl hinsichtlich der Ausführung der technischen Gewerke als auch der technischen Planung veranlasst. Bereits im Zuge der weiteren Untersuchungen durch die Sachverständigen wurden weitere Ausführungs- und Planungsmängel festgestellt, die im Wesentlichen in den Verantwortungs- bereich des Haustechnikplaners und Bauüberwachers für die technischen Gewerke fielen. Nachdem festgestellt wurde, dass der beauftragte Fachplaner, die Deerns Deutschland GmbH, nicht bereit war, im Rahmen ihrer bestehenden vertraglichen Verpflichtungen an der Umsetzung des 11-Punkte-Plans mitzuwirken, erfolgte am 10.11.2015 die Kündigung gegenüber diesem Unternehmen. Die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung wurden hier zwischenzeitlich von dem TA-Pla- nungsbüro INNIUS RR GmbH fortgeführt, wobei die Gesellschaft derzeit noch mit der Heilung der Ausführungsplanung der Technischen Ausrüstung befasst ist. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungsprojekt neu strukturiert und Ver- stärkungen wurden eingesetzt bzw. sind vorgesehen. Dies gilt für den Bauherrn, die Projektleitung und die Projektsteuerung. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige mit der Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unterstützung während der Bauzeit beauftragt. Vor diesem Hintergrund hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 15.3.2016 u.a. folgendes be- schlossen: e Zustimmung zur Neustrukturierung der Projektorganisation durch die Schaffung eines techni- schen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen. Der neue technische Betriebsleiter wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche Wahrnehmung der Bauherrenaufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme) übernommen. Er legt seither in aussagefähigen Monatsberichten wei- terführende, konkretisierende Aussagen zu Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den Ergebnissen der anstehenden Vertragsverhandlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungsbüro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberwachungsteams der Technischen Ausrüs- tung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung sowie dem Aufbau eines Quali- tätsmanagements befasst. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 44 e Aufstockung des Baubudgets in einem ersten Schritt um EUR 60 Mio. auf EUR 347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs; eine weitere Erhöhung bedarf einer weiteren Beschlussvorlage. Der Rat hat sich vorbehalten, die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steuerungsmaßnahmen aufzuheben (Rück- holrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Des Weiteren nahm der Rat zur Kenntnis, dass das endgültig zu kalkulierende Budget nach weitgehender Heilung der Planung erst im zweiten Quartal 2017 benannt werden soll. e Der Rat hat zur Kenntnis genommen, dass sich die Geltendmachung von Ansprüchen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Verzugs, die Inanspruch- nahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zins- entwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirken. Ansprüche gegen Baubeteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollen durchgesetzt und Nachbesse- rungsansprüche mit dem Ziel der Mängelbeseitigung realisiert werden. In diesem Zusammenhang wird zur Zeit ein Gegenforderungs- und Schadensmanagement etabliert, mit dem bauherrenseitige Regressansprüche gesichert werden sollen. «e Beauftragung der Bühnen, den 11-Punkte-Plan vom 10.9.2015 unter Berücksichtigung der Neubeauftragungen und Verhandlungsergebnisse mit den Projektbeteiligten weiter konsequent umzusetzen und fortzuschreiben sowie ein fortgesetztes, striktes Kostencontrolling und -management durchzuführen. Der Rat ist über weitere unerwartete Bauablaufstörungen umgehend zu informieren. In diesem Zusammenhang erfolgt derzeit eine Neuaufstellung und schrittweise Intensivierung des Kosten- und Terminmanagements, die einhergeht mit dem Aufbau eines Risikomanage- ments. ®e Vermeidung weiterer Kostenerhöhungen wegen Bauzeitverlängerung, insbesondere bei der Frage von Vertragsbeendigungen mit späterer Neuausschreibung; » Beauftragung der Verwaltung, zeitnah Konzepte zur Verlängerung des Interim-Spielbetriebs für Oper, Schauspiel und Tanz vor dem Hintergrund vorzulegen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 45 Vor diesem Hintergrund kann im Zeitpunkt der Abfassung dieses Lageberichts kein Termin zur Wieder- eröffnung des Ensembles am Offenbachplatz und lediglich ein Kostenfenster von EUR 404 bis 460 Mio. (jeweils zzgl. Bauzeitzinsen, Kosten der Machbarkeitsstudie und verwendbarer Restkosten der Neubau- variante) bis zur Fertigstellung der Gesamtsanierungsmaßnahme genannt werden. An dieser Situation wird sich voraussichtlich bis zum Ende des 2. Quartals 2017 nichts ändern. Interimspielstätten Im Bereich der Interimspielstätten hatte der Rat in seiner Sitzung am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis genommen, dass die Bühnen mit den am 25.2.2011 bereitgestellten Interimsmitteln in Höhe von 40,31 Mio. EUR und dem in diesem Zusammenhang beschlossenen Interimskonzept trotz erheblicher Umplanungen aufgrund der Umsetzung von vier verschiedenen Intendantenkonzepten zunächst ausgekommen sind. Der Rat akzeptierte zu diesem Zeitpunkt auch, dass die Verzögerungen auf der Baustelle Offenbachplatz ein verlängertes Bühneninterim voraussichtlich bis zum 31.3.2016 erforderlich machen würden. Infolgedessen beschloss er zunächst die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses für ein bis zum 31.03.2016 verlängertes Interim aufgrund priorisierter Fertigstellung von Opernhaus und Schauspielhaus in Höhe von 1,764 Mio. EUR. Für das Schauspiel hatten die Bühnen als neues Übergangsquartier das sog. „Depot“ auf dem Mülhei- mer Carlswerk-Areal eruiert. Der Mietvertrag vom 6./8.8.2012 sah dabei eine Laufzeit vom 1.5.2013 bis 30.9.2015 vor. Vor dem Hintergrund der deutlichen Verlängerung des Sanierungsprojekts vereinbarten die Bühnen am 23./26.10.2015 eine Verlängerung des Mietverhältnisses bis zum 31.12.2017. Gleich- zeitig bekräftigen die Vertragsparteien ihre Absicht, das Mietverhältnis mit einem Anschlussmietvertrag langfristig fortzusetzen, um im Depot ggf. eine dauerhafte Spielstätte des Schauspiels zu etablieren. Nach der Beendigung des Interimspielbetriebs im Musical Dome im Juni 2015 musste auch für die Oper eine weitere Interimspielstätte gefunden und eingerichtet werden. Nach umfangreichen Recherchen und Analysen der Betriebsleitung beschloss der Rat in der Sitzung des Hauptausschusses am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als Hauptspielstätte der Oper, beauftragte die Be- triebsleitung der Bühnen mit der sukzessiven Einrichtung von drei Spielorten im Gebäude und ermäch- tigt sie, im Rahmen des vorgelegten Kostenplanes die entsprechenden Verträge abzuschließen und dem bisherigen Nutzungsberechtigten eine pauschale Entschädigung vorbehaltlich einer weiteren wirt- schaftlichen und rechtlichen Prüfung zu erstatten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 46 Für die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 wurde eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur Finanzierung der Interimskosten auf insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. Auftretende Mehraufwendun- gen sollten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2015/2016 und 2016/2017 kompen- siert werden, da eine weitere Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interimszeit der Oper im Staatenhaus sollte dabei zunächst so kurz wie möglich gehalten werden, maximal bis zum 31.8.2017. Mit Schreiben vom 16.10.2015 wurde den Bühnen der Übergang von Besitz, Nutzungen und Lasten des Staatenhauses zum 1.10.2015 angezeigt. Am 15.11.2015 fand nach intensiven Umbau- und Renovierungsarbeiten die erste Premiere der Oper im Staatenhaus statt. Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung hat der Rat in seiner Sitzung am 28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zugestimmt. Für das Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnutzung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Der Rat beauftragte die Betriebsleitung der Bühnen, rechtzeitig ein Anschluss- und Überbrückungskonzept vorzulegen, sofern die Inbetriebnahme und Wiedereröffnung des Ensembles am Offenbachplatz nicht zum 31.8.2019 erfolgen könne. Der Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weite- ren Interims am entsprechend zu erhöhenden Betriebskostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 insgesamt EUR 16,45 Mio. beträgt. Für sog. Nachlaufkosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifender Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein weiterer Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erfor- derliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorgesehenen und späteren Nutzer des Staatenhau- ses hat der Rat auf die Verfügbarkeit von Zuschussmitteln gemäß Beschluss vom 22.10.2015 verwie- sen. Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots nunmehr bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Verein- barung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses bleibt davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staatenhauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgesehenen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 47 Orchesterprobezentrum Die Sanierung und akustische Optimierung des Orchesterprobenzentrums Stolberger Straße wurde plangemäß innerhalb der Spielzeit 2014/2015 fertiggestellt und durch Kreditaufnahmen finanziert. Werkstätten Im Zusammenhang mit der notwendigen Sanierung der Bühnenwerkstätten als letzter Baustein zur Sanierung der Bühnen beauftragte der Rat in seiner Sitzung am 24.3.2015 den Oberbürgermeister und die Betriebsleitung der Bühnen, die von den Bühnen vorgelegte „Kooperationsvereinbarung zwischen dem WDR und der Stadt Köln, Bühnen der Stadt Köln, für den Bereich der Werkstätten und des Aus- stattungsbetriebes inklusive der Einrichtung einer Bühnenwerkstatt auf dem Produktionsgelände des WBR in Bocklemünd“ abzuschließen. Die Verwaltung wurde beauftragt, im Rahmen der von den Büh- nen zunächst berechneten Gesamtinvestitionskosten die in diesem Zusammenhang erforderlichen Mit- tel für Mieten sowie Abschreibungen für Investitionen über die Laufzeit der Kooperation im Wirt- schaftsplan der Bühnen zur Verfügung zu stellen und über die gesamte Laufzeit fortzuschreiben. Im Rahmen der Detailplanung zum nutzerspezifischen Umbau der Hallen auf dem WDR-Gelände stellte sich allerdings heraus, dass ein erheblicher Aufwand erforderlich wäre, um die Statik der Hallen den Anforderungen der Bühnen anzupassen. Als Alternative bietet sich nach Ansicht der Bühnen an, auf dem Gelände des WDR einen Neubau zu errichten. Das hierfür erforderliche Grundstück soll nach Ab- riss der derzeitigen Bebauung im Wege einer Erbpacht an die Bühnen der Stadt Köln zur Verfügung gestellt werden. Die Bühnen haben dazu einen Planungsbeschlussvorschlag für ein neu aufzusetzendes Bühnenwerkstättenprojekt mit einem Gesamtvolumen von EUR 18,5 Mio. und Einkalkulierung eines Unsicherheitsfaktors von 35% vorgelegt. Die hierfür erforderlichen Planungsmittel in Höhe von TEUR 700 sollen durch Kredite finanziert werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 48 3. Investitionsplanung Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung waren für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 bzw. sind für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen: Technische Anlagen und Maschinen (Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) EDV-Software / Hardware Wirtschaftsplan | Wirtschaftsplan A 2016 ee 2017 | TER | TEuR | Sanierung Offenbachplatz u" el Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 300 (Wirtschaftsjahr 2015/2016) bzw. TEUR 650 (Wirtschaftsjahr 2016/2017) über Aufwandsgegenwerte aus planmäßigen Abschrei- bungen sowie in Höhe von TEUR 68.322 (Wirtschaftsjahr 2015/2016) bzw. TEUR 38.507 (Wirtschafts- jahr 2016/2017) über Kreditaufnahmen abgedeckt werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 49 4. Sonstige Entwicklungen In der Sitzung des Hauptausschusses des Rates der Stadt Köln vom 18.1.2016 wurden die Anstel- lungsverträge mit den drei bisherigen Betriebsleitern dahingehend angepasst, dass die Betriebsleitung der Bühnen um einen vierten Betriebsleiter, den sog. Technischen Betriebsleiter erweitert werden kann. Darüber hinaus wurde eine Verlängerung des Vertrages mit Patrick Wasserbauer als Geschäfts- führendem Direktor der Bühnen um weitere drei Jahre bis zum 31.8.2019 beschlossen. Danach verlän- gert sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre, falls nicht eine der Parteien bis zum 30.6.2018 schriftlich widerspricht. Die weitere Bestellung von Patrick Wasserbauer zum Betriebsleiter hatte der Rat bereits in seiner Sitzung am 23.6.2015 beschlossen. Am 22.1.2016 hat der Hauptausschuss des Rates die Verlängerung des Vertrages mit Frau Dr. Birgit Meyer als Opernintendantin der Bühnen bis zum 31.8.2020 beschlossen. Sofern im Rahmen dieser Laufzeit zwei volle Spielzeiten im sanierten Haus am Offenbachplatz realisiert werden können, verlän- gert sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre, falls dem nicht eine der Vertragsparteien bis zum 30.6.2018 widerspricht. Können bis zum 31.8.2020 keine zwei vollen Spielzeiten durchgeführt werden, verlängert sich der Vertrag automatisch bis zum 31.8. des Jahres, in dem die zweite volle Spielzeit im sanierten Haus realisiert worden ist, längstens jedoch bis zum 31.8.2022. Die Einrichtung des für die Bühnen gemäß 8 10 Abs. 1 EigVO NRW erforderlichen Risikofrüherken- nungssystems (RCM-System) ist abgeschlossen. Ein auf die speziellen Belange der Bühnen zuge- schnittenes Handbuch zum Risiko-/Chancenmanagement liegt vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kommunikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2015 wurde eine nach externen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen; die Risikoinventur zum 31.12.2016 ist derzeit noch nicht beendet. Für die einzelnen Risiken wurden - so- fern möglich - Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Aktuelle Werte, die es erlauben, Frühwarnsignale abzugeben, sind in den laufend erstellten Auswer- tungen enthalten, die den Risiken zugeordnet sind. Die Pflege des Risiko-/Chancenmangementsystems sowie die Auswertung der Risikoinventur erfolgten mittels einer speziellen RCM-Software. Die bereits laufend erzeugten Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Liquiditätsberichte, können mit dem aktuellen Risikobericht zu einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen ausgebaut werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass mögliche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Büh- nen rechtzeitig kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehl- entwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 50 Seit März 2014 liegt die vom Betriebsausschuss der Bühnen im Oktober 2012 beauftragte Wirtschaft- lichkeits- und Organisationsuntersuchung vor, die von der Unternehmensberatung actori aus München durchgeführt wurde. Konkret war die Unternehmensberatungsgesellschaft beauftragt, die Auswirkun- gen der Sanierung sowie verschiedene strukturelle Fragestellungen zu untersuchen. In der Sitzung am 3.4.2014 des Betriebsausschusses der Bühnen wurde eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Untersuchung vorgestellt und diskutiert. Durch die Verlängerung des Interims hat sich die Umsetzung der Ergebnisse der Organisationsuntersuchung verschoben. Allein durch den Zeitablauf und die damit verbundenen Änderungen aber auch durch die aktuelle konkrete Finanzierungsstruktur der Bühnen kann das Gutachten nicht mehr unverändert umgesetzt werden. Sobald im Zusammenhang mit der Sanierung des Bühnenensembles am Offenbachplatz ein neuer Wiedereröffnungstermin genannt werden kann, wird die Betriebsleitung empfehlen, eine Überarbeitung der Wirtschaftlichkeits- und Organisationsuntersuchung zu beschließen. In der Zwischenzeit wird in der Mittelfristigen Erfolgs- und Finanzplanung für die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 eine Erhöhung des Budgets um jeweils EUR 2,5 Mio, EUR gemäß actori-Vorschlag berücksichtigt. Dieser Betrag soll konkretisiert werden, sobald das Ergebnis der überarbeiteten Studie vorliegt. Im Zusammenhang mit der EU-Verordnung zum Notifizierungsverfahren (Verordnung EU Nr. 651/2014), die am 17.6.2014 in Kraft getreten ist, war die Frage aufgetreten, ob es sich bei den Bühnen von der Stadt Köln bzw. dem Land gewährten Zuschüssen um notifizierungspflichtige staatliche Beihilfen handelt. Gemäß Art. 53 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung sind im Rahmen von Betriebsbeihilfen jährlich 50 Mio. EUR beihilfefähig. Da die Kämmerei der Stadt Köln hier die Auffassung vertritt, dass sich dieser Grenzwert auf jede Sparte der Bühnen im Sinne eines eigen- ständigen Unternehmens erstreckt, sind die gewährten Zuschüsse aus Sicht der Betriebsleitung nicht notifizierungspflichtig; insofern besteht insoweit aktuell kein passivierungspflichtiges Risiko. Ansonsten waren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Wirtschaftsjahres 2014/2015, aber vor Verfassung dieses Lageberichts eingetreten sind, nicht zu verzeichnen. Köln, den 31. März 2017 UWnssubs efan Bachmann d Streitberger Patrick Wasserbauer lant des Schauspiels Techrischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyer\ Intendantin der Ope -
JA 2014-15 Anlage 3 - Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 3 Seitel-2 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers DORNBACH D Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die Bühnen der Stadt Köln, Köln: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Ver- lustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bühnen der Stadt Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2014 bis 31. August 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vor- schriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchge- führten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbezie- hung der Buchführung und über den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund- sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prü- fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir- ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Seite 1 DORNBACH D) Seite 2 Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo- genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch- führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätzee und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Wür- digung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Er- kenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beach- tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Koblenz, 17. Mai 2017 DORNBACH GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft 5 / WIRTSCHAFTS- 5 &| _PRÜFUNGS- GESELLSCHAFT AN. Bokelmann Dr. Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer -
JA 2014-15 Anlage 1 - GuV
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 1 Seite 2 Gewinn- und Verlustrechnung run 10. 11. 12. 13. 15. 16. 1% Seite 2 Bühnen der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für 2014/2015 Umsatzerlöse Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon Erträge aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 3.310,00 (Vorjahr: EUR 0,00) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon Aufwendungen aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 406.514,00 (Vorjahr: EUR 440.273,00) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern . Jahresüberschuss Verlustvortrag Entnahmen aus Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust 2014/2015 2013/2014 EUR EUR 6.515.886,23 6.126.518,23 552.300,00 512.900,00 307.700,00 290.300,00 66.512.718,93 69.366.950,02 1.794.994,76 1.808.046,03 12.869.283.15 11.899.892.16 14.664.277,91 13.707.938,19 29.721.122,02 29.111.679,11 8.160.581,25 7.581.051,35 37.881.703,27 36.692.730,46 2.460.667,95 2.883.372,83 12.246.681,74 13.028.055,45 4.710,17 393,83 459.080,25 497.588,45 6.180.904,21 9.487.376,70 2.028,85 3.352,75 4.759,99 68.762,49 6.174.115,37 9.415.261,46 -7.186.652,24 -16.601.913,70 4.991.688,14 0,00 3.979.151.27 _-7.186.652,24 -
JA 2014-15 Anlage 1 - Bilanz
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 1 Seite 1 Bilanz — BISTIUTIZTTE 2770072774 AATTNTTYR BIGIIOH YL'EBI'EOS’ZLL KONZIL ZZB LLZz ZW Z6L e62 EEN2227707 BEPLE'SZZ ELACEHZGE 00°0 6L'ELS’ELF'SS LE'LLS'LGE'E og'Essuz Bl 00'000°001'201 00'000'008’zrL o0weg'sse'0L 2 OD'EBLOBB'OL 00'162 2979 00'STE FEB O0'EES'EBE'F 00'896'525°% O6'zEHZEr'gZ HEILIS'BLE'SZ 00'0 LE'LSL’6ZO [INTIE227 000 vZ'ZSg'IBL'L- LZIISLELE'E r1’889°166°% 00'0 00'000°08 00'000°08 un3 una rLocBle SI0e 8 TE ErISSsedg ‚,eayas IISONNZNIUOHVSONNNHI3U uspayyaıpulguay sBlsuog uagaujequaßıg Jeqhuaßab uapayyaypuıgsa UNy IpEIS Jap seqnuabaß uaylayyaıpurguay LeßunIsI97 pun uaßunyajar] sne usyayyaıpuigsay vernmsunıpasy sogqnusbaß uopayyanpumpay " N3LISYHONANIBSSN waßunyaysyony abusuos 'Z uauoIsuad In) uabUnNasyonYy °L N39ONNTIILSIINB DEBIONEFEREBYAINTZ NOILILS3ANI UN3 N3LSO4U3UNOS Benagıyay Japoapaß jendeyuaßlg yaunp ıypın "Al Isnpan-‚uumaßzueit usßejyanuumeg eywweis "| VLIdVAN3913 ST02 Tsnony TE Unz zuegg Ks«s ELVEBETH IT EBLLLLTBTE [127127777 00°0 [:77427777 SOpES hr marz BELLz zer’ 8 FoBrLöBZT Ves,gsedg 00'E0E'206 E32 122 [2:72:2:50:229 00'965°982°2 00008 SSE 00'962’62r SO'B76'SGE'2EL SO'TTO SE ZEI 50915058907 00’8r6’E98 7 oo'Lse‘L8Z 1 00'151’ 8IE'92 EG'ESS'PSL'EHZ 00'zz6'Lr un3 KAC7 SL'OH0’EEH'Z 00'9Lz’962°E EB'SST FORT ZE'6L0'S99S HS'SYL’EgE 000016062 00'9LL'LBE EEIZIEHDErZ 00'226°v0L una EETSEBFTOTZ 00'prr'620r 00'151 '66€'L 00'790°220°22 rlocgite uI9y 'UIOY JPEIS Jep uauyng siozgiie PIZTEI:RIEEF HOUNA .LHOIN N3LSOISONNZNIUSRVSONNNHI3H [e) uaynınsunpasy 12q uageying 'puejsaquassey, apupjsuaßaßsusßguuay absuog 'E Uoy JpeIS aıp uaßaß uaßunmmapıoJ "2 uaßungsıe] pun uaßunyajal] sne uaßunsepJoJ °L apugjsuaßaßsusßgunag aNsuos pun uaßunyepıo "|| uaßunsie] abpayun "7 Syayssqaujag pun -SyIH "-yoy "1 Run | Na99nyaRaVIAN 8 neg wı uaßejuy pun vaßunjyezuy jajsıaleg "r Bunpejssnesyeyosag pun -sgaujag 'E uoßejuy alaujyosew pun uauıyosew "2 uejnegsqauyag IL ayomspung "| usßeweyses 'jl uayayy pun usJyoay uaypjos ue USZUaZI] B1MOS ayayyı un ajypay ayoıluyp pun ajyoaszınyag ayaıqJamab "uBUOISSEZUOY} aueqlomıa yojaBlug pupjsusßaßsusßguue, ajauajpeww "| NISOWESRFOVINV 'V eANIAV -
JA 2014-15 Anlage 4 - Ergebnisverwendungsvorschlag
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 4 Seite 1 Ergebnisverwendungsvorschlag der Betriebsleitung Bühnen der Stadt Köln Anlage IV VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.09.2014 BIS ZUM 31.08.2015 Die Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 01.09.2014 bis zum 31.08.2015 in Höhe von EUR 3.979.151,27 wie folgt zu verwenden: EUR Zuführung zu Gewinnrücklagen - Zuführung einer zweckgebundenen Rücklage 1.274.000,00 für den Interimspielbetrieb in den Spielzeiten 2016/17 ff. Vortrag auf neue Rechnung 2.705.151,27 3.979.151,27 Das Eigenkapital der Bühnen stellt sich nach Ergebnisverwendung wie folgt dar: EUR Gezeichnetes Kapital 50.000,00 Gewinnrücklagen andere (zweckgebundene) Gewinnrücklagen - Rücklage für Interimspielbetrieb 2016/17 ff. 1.274.000,00 Bilanzgewinn 2.705.151,27 3.979.151,27 4.029.151,27 Köln, den 12.07.2017 (| | und p Vaxvlax- Dr. Birgit Meyer efan Bachmann Patrick Wasserbauer Intendantin der ORer Intendant des Schauspiels Geschäftsführender Direktor echnischer Betriebsleiter -
JA 2014-15 Anlage 1 - Anhang
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2014/15 Anlage 1 Seite 3 - 23 Anhang Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2014 BIS 31. AUGUST 2015 ANHANG Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2014 - 31.8.2015 wurde nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der 88 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 13.8.2012 mit Wirkung ab 30.8.2012, sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresab- schluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von $ 263 HGB und der ergänzenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein. I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unverän- derten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach vollständiger Ver- wendung des Jahresergebnisses (8 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt. Im Jahresabschluss zum 31.8.2015 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten An- schaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagegüter beträgt 2 bis 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt 4 bis 40 Jahre, der Maschinen und maschinellen Anlagen 1,67 bis 50 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils /;s gewinnmindernd aufgelöst wird. In die Herstellungskosten der Anlagen im Bau wurden die auf den Herstellungszeitraum entfallenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4 Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ enthält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten Baukosten einschließlich der aktivierten Bauzeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Bereits die Er- arbeitung der aktuellen Sanierungsvorschläge hatte ergeben, dass bei der nunmehr durchgeführten Sa- nierungsvariante nur noch ein Teilbetrag der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses) zuvor verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten, verwendet werden kann. Auch dieser Teilbetrag ist mit seinen Herstellungskosten in dem Anlageposten Anlagen im Bau enthalten. Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfer- tige Leistungen ausgewiesenen Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen bzw. Neuinszenierungen, für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen waren, wurden mit den Herstellungskosten bewer- tet, Dabei wurden analog 8 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produktionen direkt zurechenbaren Sach- kosten sowie Personalkosten für die Mitarbeiter der Produktionskostenstellen, die Gastkünstler, den Opernchor und das eigene Sängerensemble in die Herstellungskosten eingerechnet. In die Herstellungs- kosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschrei- bungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen. Die zum 31.8.2015 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigun- gen aktivisch abgesetzt. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt. Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. zweckgebundene Spenden zur Beschaffung von Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezu- schussten Anlagegüter - unter Berücksichtigung der bereits erfolgten bzw. anstehenden Abbrucharbeiten im Bereich der Gebäude am Offenbachplatz - entspricht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den Bühnen haben die Bühnen für Beamte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000 noch aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebil- det. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß 8 22 Abs. 3 EigVO NRW nach 8 36 Abs. 1 der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der neuen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathe- matische Gutachten belegt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwen- digen Erfüllungsbetrags analog 8 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen) werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnitt- lichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bun- desbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen erfolgte die Bewertung entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszins- fußes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch versicherungsma- thematische Gutachten belegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2014/2015 ist dem nachfolgenden Anlagennachweis zu entnehmen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6 ‚Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.8.2014 * ‚Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2015 [ER | Eur | EUR | Eur | EUR | 655.821,72 97.662,04 BAER 753.483,76 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 41.547.710,75 1.885.685,59 43.449.404,22 Maschinen und maschinelle Anlagen 3.999.900,28 330.165,78 4.330.066,06 Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.772.454,42 = „340. 1.869.252,79 16.623,.498,33 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 116.982.344,39| _107.805.716,76 178.302.409,84| 108.143.838,51 | 0,001 __285.083.698,48 178.958.231,56| _108.241.500,55 | _ ___o00l __285.837.182,24 ‚Abschreibungen 31.8.2014 ! Zugang ® Abgang Umbuchung 31.8.2015 [ ER | EUR | EUR | EUR | eur | 613.899,72 34.657,04) Zaun 648.556,76 Grundstücke mit Betriebsbauten 15.189.559,75| 1.187.780,47 16.377.340,22 Maschinen und maschinelle Anlagen .718. 212.359,78 2.930,909,06, Betriebs- und Geschäftsausstattung .908. 1.025.870,66 340. 12.594.054,33 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.085.104,16| _220.680.729,87 Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Sachanlagen 0,00 10.131.768,34 2.426.010,91 42.034.071,95 41.562.283,51 2.460.667,95| _1.340.322,75 42.682.628,71 Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte 31.8.2014 % Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 104.927,00) Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 27.072.064,00 Maschinen und maschinelle Anlagen 1.399.157,00 Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.029.444,00 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.548.961,53| _106.850.576,05 243.154.553,53| _137.395.948,05 1 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt übernommenen Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2015 ? Restbuchwerte am 31.8.2015 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2015 * Davon außerplanmäßig EUR 0,00 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Die Zugänge (einschließlich Umbuchungen) bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen auf den Relaunch der Internetauftritte (TEUR 63) sowie EDV-Programme (rd. TEUR 34). Bei den Grundstücken mit Betriebsbauten betreffen die Zugänge (einschließlich Umbuchungen) nachträg- liche Herstellungskosten für den Carlsgarten in der angemieteten Interimspielstätte des Schauspiels im Depot (TEUR 16), die Umbaukosten (TEUR 1.844) sowie Herstellungskosten der Außenanlagen (TEUR 42) für das bühneneigene Gebäude mit dem Orchesterprobesaal in der Stolberger Straße. Der Zugang durch Umbuchungen bei den Maschinen und maschinellen Anlagen entfällt auf Gebäudeein- richtungen in der Interimspielstätte Depot (TEUR 16) sowie Betriebsvorrichtungen in Form eines Saalvor- hangs (TEUR 84) und raumakustischer Maßnahmen (TEUR 230) im Gebäude Stolberger Straße. Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung bezieht sich der Zugang (einschließlich Umbuchun- gen) ebenfalls auf Anschaffungen im Rahmen der eigenen Immobilien bzw. der angemieteten Interim- spielstätten und entfällt auf folgende Anlagegruppen: Anlagegruppe Beleuchtungsanlagen Tonanlagen Effektgeräte sonstige Anlagen Werkstatteinrichtungen Fuhrpark Instrumente sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung Hardware Büromöbel ee nn Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8 Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2014/15 wie folgt ent- wickelt: Umbuchung / Anschaffungs-/ | außerplanm. Zugang Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2014 Abgang 31.8.2015 kosten in Vorjahren [EUR | 2.658.964,06 oo 1.003.588,00 2.658.964,06| -2.593.176,06) 937.800,00 geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau Sanierung Oper / Neubau Schauspielhaus (verworfene Variante) 10.361.268,34 10.131.768,34 229.500,00 0,00 0,00 229.500,00 Sanierung Oper / Schauspielhaus 103.474.888,25 209.312.853,48 464.996,62 723.923,27| 105.114.041,96) 1.734.724,53 103.474.888,25 Orchesterprobesaal -2.199.721,15] Werkstatt / Produktions- zentrum Oskar-Jäger-Str. 22.227,12 -16.130,22 0,00 3.020,05 Umbau Depot Umbau Staatenhaus 0,00 0,00 0,00 114.323.380,3: 10.131.768,34| 104.191.611,99| -1.514.155,22| 106.867.916,76| 209.545.373,53 I] 116.982.344,39| 10.131.768,34| 106.850.576,05| -4.107.331,28| 107.805.716,76| _210.548.961,53 2. Vorräte Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen: Material für Produktionen Programmhefte, Plakate, Werbemittel 31.08.2015 TEUR Betriebsstoffe 311 38 32 Büromaterial 6 387 962 0 Angearbeitete Produktionen Musiktheater Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 00 387] ‚Angearbeitete Produktionen Schauspiel 1.947 Angearbeitete Produktionen Tanztheater Unfertige Leistungen 2.909] Bühnen der Stadt Köln, Köln 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten: TEUR Forderungen Abonnementkunden / Cardkunden 280 Forderungen Vorverkaufsstellen übrige 221 ./. Einzelwertberichtigungen Seite 9 Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten die auf den 31.8.2015 fortgeschriebene Restforderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) einschließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 aufgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.665 ohne Zinsverluste frühestens ab dem Haus- haltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhangs wurden insoweit noch keine Zahlungen von der Stadt geleistet. Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: 31.8.2015 anteiliger Landeszuschuss Vorschüsse/Arbeitgeberdarlehen sowie sonstige Forderungen gegen Mitarbeiter debitorische Kreditoren Forderungen Scheckkartenzahler Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen geleistete Anzahlungen übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.8.2015 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel: 31.8.2015 Hauptkasse im Umlauf befindliches Geld Handkasse Wechselgeld Sparkasse KölnBonn Konten mit Zins-/Saldenkompensation laufendes Konto 1 laufendes Konto 2 laufendes Konto 3 abzgl.: laufendes Ausgabenkonto Sanierung laufendes Ausgabenkonto Orchesterprobenzentrum sonstige Konten laufendes Konto 4 5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten Folgende für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2015 als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: 31.8.2015 TEUR Abgaben, Gebühren, Beiträge Co-Produktionen Beamtenbezüge Mieten Erstattung Pensionslasten übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11 6. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Infolge des Jahresüberschusses 2014/2015 (TEUR 6.174) und der Entnahme aus den Gewinnrücklagen (TEUR 4.992) weisen die Bühnen für das Geschäftsjahr 2014/2015 nach Verrechnung mit dem Verlust- vortrag (TEUR 7.187) zum 31.8.2015 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.979 aus, so dass die bilan- zielle Überschuldung beseitigt wurde. 7. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wie folgt dar: Saldovortrag Jahres- Entnahmen Stand 31.08.2014 ergebnis aus Gewinn- | 31.8.2015 2014/2015 rücklagen TEUR TEUR Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung ge- stelltes Stammkapital Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen - Bilanzverlust Umgliederung in den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag Eigenkapital zum Bilanzstichtag Die Auflösung aller Gewinnrücklagen wurde vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 20.12.2016 beschlossen. 8. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wie folgt: Saldovortrag Zugang Abgang Auflösung Stand 31.8.2014 | 2014/2015 | 2014/2015 | 2014/2015 | 31.8.2015 TEUR 1.112 25.320 Sonderposten für Investitionszu- schüsse der Stadt Köln aus Übertragung des Anlage- vermögens zum 1.9.2000 h 1.082 24.396 für die Anschaffung von sonstigem Anlagevermögen 30 924 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12 9. Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wie folgt: Inanspruch- Stand nahme Auflösung Zuführung Aufzinsung Stand 31.8.2014 2014/2015 2014/2015 | 2014/2015 | 2014/2015 31.8.2015 TEUR TEUR 1.118 0 17 56 1.191 236 0 14 11 261 3.040 [) 152 3.074 EEE! 4.526 118 am une 2.170 7 Pensionsrückstellungen Aktive Ausgeschiedene Versorgungsempfänger Sonstige Rückstellungen Personalverpflichtungen Prozessrisiken Kosten Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses ausstehende Leistungs- abrechnungen übrige 5.745 Zum 31.8.2015 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüber 12 Aktiven, 11 Ausgeschiedenen und 15 Versorgungsempfängern. 10. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen — nach Saldierung der zins- und saldenkom- pensationsfähigen Bankverbindlichkeiten mit dem Bankguthaben (vgl. Abschn. II.4) - Termingeldaufnah- men in Höhe von TEUR 142.500 (zu Zinssätzen von 0,90 % und Laufzeiten bis zum 16.11.2015). Die Kre- ditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirtschaftsplan 2014/2015 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bauleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung. Strittige Leistungsverpflichtungen sind in Höhe von TEUR 586 in diesem Posten enthalten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13 Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln betreffen — bis auf einen von der Kämmerei zur Sanie- rung gewährten Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 50 Mio. EUR - laufende Verrechnungen zwi- schen den Bühnen und den folgenden städtischen Dienststellen: Verbindlichkeiten gegenüber Kämmerei Personalamt Gebäudewirtschaft Amt für Informationsverarbeitung Berufsfeuerwehr Liegenschaftsamt Zentrale Dienste sonstigen Dienststellen abzüglich Forderungen gegen Rechts- und Versicherungsamt sonstige Dienststellen 31.8.2015 Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben handelt es sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung gegenüber dem Gürzenich-Orchester Köln. Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten: noch nicht eingelöste Ticketgutscheine kreditorische Debitoren Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften und Mitarbeitern Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt erhaltene Kautionen Zinsabgrenzungen übrige davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.8.2015 TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 14 11. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte Erträge abgegrenzt: 31.8. an Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für die Spielzeit 2015/2016 ausgegebene und noch nicht eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine Projektzuschüsse Bezirksregierung Köln für September bis Dezember 2015 Sponsoringerträge für 2015/2016 übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16 Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2014/2015 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus: 2014/2015 Oper Preis- | Preis- | Preis- are Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- ] Preis- | Preis- T Preis- amp werpe ITRF© Pappe gruppe grıpre Or npe ar anpe SuBR= gruppe air I —— ER ei en FE ei air ar eur] 42,00) 53,00] 61,00 53,00| 61,00] 69,00| +0,00) +0,00] +0,00) +0,00 12,00| 12,00] 12,00 2 00 12,00| 12,00) 12,00] +0,00] +0,00] +0,00] +0,00 Preis- Preis- Preis- Fun iUppE gruppe gruppe gruppe gruppe SE gruppe | gruppe eur] ta 81,00) 93,00] 125,00 81,00) 93,00] 125,00 +0,00) +0,00] +0,00 12,00] 15,00] 16,00 12,00] 15,00] 16,00 +0,00) +0,00] +0,00 Platzgruppe 1 * Platzgruppe 7 ? Platzgruppe 1 * Platzgruppe 7 ? 2014/2015 ___ _Vorahr TI Veränderung 1 Preis- | Preis- | Preis- a — Preis- | Preis- Preis- | Preis- | Preis- gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe arıpps anne are 1 I III I III RE EEE REN Platzgruppe 1 ' 27,00| 32,00] 39,00 27,00| 32,00| 39,00 +0,00 +0,00 Platzgruppe 5 ? 10,00) 12,00] 15,00 10,00| 12,00] 15,00 +0,00 +0, 00] +0,00 1 Teuerste Platzgruppe 2 Preiswerteste Platzgruppe Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung / Verminderung des Bestands an unfertigen Leistun- gen erfasst die erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen. Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen werden die Kosten bühneneigener Mitarbeiter erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaß- nahmen der Sanierung entfallen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten: 2014/2015 TEUR Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung an gemeinnützige Organisationen Erträge aus Verkauf / Verleih Dekorationen u.ä. Erträge Fremdleistungen Werkstätten Erträge aus Verkauf von Merchandising-Artikeln Mieterträge (Untervermietung Interimspielstätten) Mieterträge (sonstige) Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden Betriebskostenzuschuss Stadt Köln Erstattung vergeblicher Planungskosten der nicht mehr verfolgten Sanierungs-/ Neubauvariante Betriebskostenzuschuss Land NRW Personalkostenzuschüsse sonstige Kosten- / Projektzuschüsse Werbezuschüsse Kostenbeteiligung Sounddesign Musical Dome sonstige Kostenerstattungen Spenden Erträge aus Anlagenabgängen Erträge aus der Auflösung von Einzelwert- berichtigungen auf Forderungen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Planungskosten der nicht mehr ver- folgten Sanierungs-/ Neubauvariante sonstige Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten nicht eingelöster Gutscheine für Planungskosten der nicht mehr ver- folgten Sanierungs-/ Neubauvariante sonstige Erträge Versicherungsentschädigungen Erträge abzugsfähige Vorsteuer übrige 56 13 65 Seite 17 94 -38 davon Erträge aus der Auflösung des Sonder- postens für Investitionszuschüsse zum Anlage- vermögen 1.112 1.186 -74 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 18 Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten: 2014/2015] Vorjahr | Veränderung | TEUR 1.714 1.733 -19 8 25 +6, 1.795 1.808 Material für Bühnenproduktionen Orchester- / Notenmaterial Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Betriebskostenerstattung an das Gürzenich-Orchester Köln bezogene Leistungen selbständiger Künstler Kosten Gastspiele / Co-Produktionen ’Tantiemen und GEMA-Gebühren Transportkosten Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr übrige Aufwendungen für bezogene Leistungen Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Bezüge Angestellte, Lohnempfänger, Künstler Grundbezüge Beamte Gagen Gäste / Statisten Sonderzahlungen / Urlaubsgeld Veränderung Rückstellung Altersteilzeit sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge Abfindungen 2014/2015 TEUR TEUR Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs- kasse / Bayerischen Versorgungskammer Versorgungsbezüge Veränderung der Pensionsrückstellung Beihilfen Veränderung der Rückstellung für Beihilfen sonstige soziale Abgaben Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19 Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermö- gens und Sachanlagen ist dem Anlagenachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt I1.1.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: Gebäudebewirtschaftung Abgangsverluste Anlagevermögen Forderungsverluste Verwaltungsaufwendungen Verwaltungskostenerstattungen Stadt Mieten (Interimspielstätten) sonstige Mieten und Pachten Personalnebenkosten Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab- gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) Versicherungen Kosten Jahresabschluss / Abschlussprüfung EDV-Fremdleistungen Kosten Telekommunikation übrige Verwaltungsaufwendungen Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Spenden an gemeinnützige Organisationen aus Kartenverkäufen Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester 2014/2015 TEUR TEUR TEE übrige + a Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 3) und aus Steuererstattungen (TEUR 1). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen Zinsen für Kreditierungen auf den Girokonten sowie Termin- und Tagegeldkonten und sonstige kurzfristige Fremdmittel (TEUR 52) sowie den nach BilMoG gesondert auszuweisenden Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pensi- onsrückstellungen TEUR 219, Rückstellungen für Dienstjubilien TEUR 4, für Beihilfeverpflichtungen TEUR 124 sowie für Altersteilzeit TEUR 59). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben: 2014/2015 TEUR En Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer laufendes Jahr Vonjahre Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Kraftfahrzeugsteuer Umsatzsteuer Vorjahre Sonstige Steuern Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 20 Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2014/2015 gemäß 8 23 Abs.2 EigVO NRW auf- gestellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jahresergebnis 2014/2015 der Bühnen auf die Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Service wie folgt: 1.9.2014- 31.8.2015 EUR EUR EUR Oper Schauspiel Tanz Service Sparten 4.777.617,02| 1.538.656,03| 221.412,35 -21.799,17| 6.515.886,23 1, Umsatzerlöse 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 307.700,00 552.300,00 307.700,00 66.512.718,93 803.000,00| -250.700,00 0,00 0,00 418.477,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 43.052.918,83| 20.638.147,59 2.403.175,51 48.633.535,85| 21.926.103,62] 639.889,35| 2.689.076,34| 73.888.605,16 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 918.178,03 813.543,76 £ 47.793,11) 1.794.994,76 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.979.648,10| 1.767.877,86] 430.270,98 691.486,21| 12.869.283,15 10.897.826,13| 2.581.421,62| 445.750,84 739.279,32| 14.664.277,91 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 12.096.993,70| 8.312.565,22 2.370,00) 9.309.193,10| 29.721.122,02 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unter- stützung 2.715.602,76| 2.113.579,64 1,89| 3.331.396,96| 8.160.581,25 14.812.596,46| 10.426.144,86 2.371,89] 12.640.590,06| 37.881.703,27 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und 403.915,47 593.593,83 312,001 1.462.846,65| 2.460.667,95 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.491.393,36| 2.534.281,22] 35.044,21) 5.185.962,95| 12.246.681,74 18.027.804,43| 5.790.662,09| 156.410,41|-17.339.602,64| 6.635.274,29 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 3.310,00 0,00 1.400,17 4.710,17 10, Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.558,22 11.007,57 0,00 442.514,46 459.080,25 " es aus sms] analaumne Geschäftstätigkeit 18.022.246,21| 5.782.964,52| 156.410,41| -17.780.716,93| _6.180.904,21 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13, Sonstige Steuern 14. Jahresüberschuss 18.022.246,21| 5.782.964,52| 156.410,41| -17.787.505,77 Umlage Sparte Servicebereich -11.220.358,64| -6.567.147,13 0,00) 17.787.505,77 6.801.887,57| _-784.182,611 156.410,41 0,00] 6.174.115,37 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.186.652,24 16. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 4.991.688,14 17. __Bilanzgewinn 3.979.151,27 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21 IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso- nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wie folgt zusammen: Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete - Vorsitzende - Brigitta von Bülow, Stadtverordnete - 1. Stellvertreterin - Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter - 2, Stellvertreter - Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete Katharina Welcker, Stadtverordnete Andreas Pöttgen, Stadtverordneter Thomas Welter, Stadtverordneter Berivan Aymaz, Stadtverordneter Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete Dr. Ulrich Wackerhagen, Sachkundiger Bürger Peter Sörries, Sachkundiger Bürger Prof. Klaus Schäfer, Sachkundiger Bürger Karin Reinhardt, Sachkundige Bürgerin Die Betriebsleitung setzte sich im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wie folgt zusammen: Patrick Wasserbauer Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyer Intendantin der Oper Stefan Bachmann Intendant des Schauspiels Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22 Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2014/2015 fol- gende Bezüge aufgewendet: Gehälter Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Stefan Bachmann Dr. Birgit Meyer Patrick Wasserbauer Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. 2. Arbeitnehmer Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2014/2015 entwickelte sich wie folgt: Jahres 30.11.2014 | 28.02.2015 | 31.05.2015 | 31.08.2015 | durch- schnitt Mitarbeiter nach TVöD 386 390 380 391 386,75 künstlerische Angestellte 275 279 280 286 280,00 Beamte 14 14 15 14 14,25 Auszubildende 14 12 12 18 14,00 Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor- gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe, den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterblie- benenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK ab 2007 ein Zusatzbeitrag von 3,2 % erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2014/2015 rd. TEUR 26.614 (i.V. TEUR 25.761). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 23 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag verein- barte Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von rd. TEUR 7.122 führen. Darin sind die Miet- und Nebenkostenaufwendungen im Zusammen- hang mit den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 5.427 enthalten. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbach- platz in Höhe der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstellung des Projekts wurden bis zum Bilanzstichtag 31.8.2015 mit Bruttogesamtbaukosten von 404 Mio. EUR geplant. Von diesen sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstellungskosten von rd. 209,3 Mio. EUR - vgl. Abschnitt II.1 - bilanziell erfasst. 4. Abschlussprüferhonorare Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2014/2015 wurden Honorare in Höhe von TEUR 30,0 aufwandswirksam gebucht. Köln, den 31. März 2017 - Lassub. il rger Patrick Wasserbauer hnischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor - Birgit Meyer Intpndantin der Oper) Intändant des Schauspiels
Beratungsverlauf
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10.10.2017
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 3.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
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