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0711/2017

Open-Space-Konferenz - Wir alle sind Stadtgesellschaft – Zusammenkommen, Verstehen, Gestalten

Mitteilung Ausschuss 14.03.2017

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Auswertung der Open-Space-Konferenz

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Auswertung der Open-Space-Konferenz

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Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
 
 
 
 
 
 
 
 
Auswertung der 
Ergebnisse 
30.09.2016

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Impressum  
 
Herausgeberschaft 
 
Arbeitsgruppe Auswertung der Ergebnisse der Open-Space-Konferenz „Wir alle sind 
Stadtgesellschaft“  
Ralf Berger, Phoenix Kultur- und Integrationszentrum Köln  
Klaus-Martin Ellerbrock, Kommunales Integrationszentrum Köln  
Gabi Klein, Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 
Nuran Kancok, Interkulturelles Zentrum der Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Mittelrhein e.V.  
Elizaveta Khan, Integrationshaus e.V.  
Anna Orzessek, Jobcoaching Arbeitsbegleitung Anna Orzessek 
Martina Thomas, Kölner Freiwilligen Agentur e.V.  
Jennifer Zepp, DTVK Köln  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Köln, Februar 2017

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
„Wir alle sind Stadtgesellschaft – Zusammenkommen – Verstehen – 
Gestalten“ 
30.09.2016 Piazzetta im Historischen Rathaus Köln  
Die Veranstaltung war zahlreich besucht und von 
einer hohen Lebendigkeit geprägt. Beeindruckend 
war die Geschwindigkeit der Themensammlung. 
Alle vorgesehenen Plätze auf dem Time -Table 
waren in der ersten Runde quasi besetzt. Auch die 
Vielfalt der Themen war beeindruckend und z.T. 
überraschend (z.B. Angst vor Tieren).  
Die Atmosphäre war entspannt, d ie Möglichkeit des 
Austauschs wurde wahrgenommen. Die Präsenz der 
Sprach- und Integrationsmittler (SIM) hat das Bild der 
Konferenz (positiv) sehr geprägt.  
Die Interkulturellen Zentren waren nicht sichtbar 
vertreten. Das Ziel, dass sich die Zentren in der Vielfalt 
der Angebote in der Flüchtlingsarbeit selbst deutlicher 
definieren und ihren Platz zwischen Beratungsstellen und Willkommensinitiativen finden und 
einnehmen, ist in dieser Hinsicht nicht erreicht worden. 
Das Format, bzw. die Methode der Konferenz: 
Die hohe Beteiligung der Konferenzteilnehmenden und die Tatsache, dass in diesem 
Zusammenhang neue Gruppen angesprochen wurden, die sich anschließend auch 
grundsätzlich positiv geäußert haben, zeigt, dass die Konferenzmethode des Open-Space die 
geeignete Methode für stadtgesellschaftliche Beteiligungsprozesse darstellen kann.  
Ein Ziel und eine Hoffnung der Organisatoren 
war die breite aktive Beteiligung von 
Geflüchteten an der Konferenz. Die 
Erwartungen sind hier nicht erfüllt worden. Das 
führte in der B ewertung der Konferenzmethode 
zu verschiedenen Ansätzen.  
Zunächst muss festgestellt werden, dass diese 
Konferenz als multisprachliche Konferenz mit 
einer sehr hohen Heterogenität der Teilnehmenden eine große Herausforderung darstellte und 
auch von den Organisatoren als eine Lernerfahrung begriffen wird.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Wenn also einige Ziele verfehlt wurden, können wir dies nicht als Scheitern werten, sondern 
als ersten Lernschritt hin zu partizipativen Formaten solcher Ereignisse. 
Folgende Beobachtungen wurden vertieft diskutiert:  
- Die meisten Anliegen aus den Gruppen der 
Geflüchteten waren sehr individuell und 
persönlich. 
- Die Gruppen der Geflüchteten gruppierten 
sich eher nach sprachlichen als nach 
thematischen Gesichtspunkten. 
- Die Methode und das Funktionieren einer O pen-Space-Konferenz waren nur schwer 
vermittelbar.  
- Der Ort der Veranstaltung (Piazzetta des Historischen Ra thauses der Stadt Köln) 
könnte aus Sicht der Geflüchteten mehr als Institution anstatt eines Raumes für einen 
Austausch wahrgenommen und dementsprec hend mit anderen Vorstellungen und 
Erwartungen aufgesucht worden sein. Dadurch konnte die besondere Würdigung des 
Ereignisses durch die Einladung der Oberbürgermeisterin in das Historische Rathaus 
möglicherweise von einigen nicht als solche wahrgenommen werden. 
A) Es gab vor dem Hintergrund der begrenzten Zeit einen sehr schnellen und direkten Einstieg 
in die Methode. An Stellwänden wurden die Prinzipien der Open-Space Methode bildlich und 
mit kurzen Erläuterungen in den Sprachen Englisch, Französisch, Arabisch, .........zur 
Verfügung gestellt.   Schon an dieser Stelle wurde deutlich, dass insbesondere die Gruppen 
aus den Großunterkünften mehr Zeit zum Ankommen brauchten. Die in Köln schon län ger 
ansässigen Teilnehmenden reagierten auf die Begrüßungszeremonie der Gruppen 
Geflüchteter mit latenter Ungeduld, zumal für die Erläuterung der Leitlinien des Formats auch 
noch Zeit für Übersetzung beansprucht wurde. 
Dass die Anliegen der Geflüchteten sehr 
persönlich waren, kann als Ausdruck ihres 
unmittelbaren Interesses gewertet werden. Auch 
die Gruppierung der Geflüchteten nach 
sprachlichen und nicht nach thematischen 
Gesichtspunkten kann zum einen durch das 
Bedürfnis nach Sicherheit im unbekannten Setting 
erklärt werden und ist zum anderen die 
Konsequenz der Aufforderung der Veranstalter, sich den Übersetzenden zuzuordnen, um den 
Erläuterungen besser folgen zu können. Allerdings gab es keine von den Organisatoren

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
eingeplante Zeit, um diese individuellen Anliegen in Gruppenthemen zu überführen, die im 
Rahmen dieser Konferenz bearbeitbar sind.  
Bei zukünftigen Veranstaltungen könnte eine solche Phase z.B. in Form eines moderierten 
Gruppeninterviews unter Beteiligung de r Teilnehmenden im Saal vorausgehen. Hier könnte 
für alle deutlich werden, wer überhaupt anwesend ist und in welche Richtung die Anliegen der 
Teilnehmenden gehen.  
In Bezug auf die Gestaltung einer multisprachlichen Open -Space-Veranstaltung, die auf 
Übersetzungen angewiesen ist, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass 
fremdsprachige Teilnehmende durch ihre Angewiesenheit auf einen Dolmetscher oder einer 
Dolmetscherin nicht ihre persönliche Souveränität in der Beteiligung verlieren. Dieser Aspekt 
muss durch die Moderation eingeführt werden und hierfür muss Zeit eingeplant werden. 
B) Die Vertrautheit mit Formaten, die stark auf Selbstverantwortung bauen kann in den 
Gruppenangeboten der Zentren und Initiativen erworben werden. Hierfür soll ein kurzer und 
einfacher Handlungsleitfaden zur Open -Space-Technologie (OST) verfasst und verteilt 
werden. 
C) Aus der Betrachtung des Formats entstand außerdem eine Diskussion über die 
Unterstützungsmöglichkeiten der Selbstorganisationprozesse Geflüchteter als neue 
Migrantengruppe. Den Beteiligten ist wichtig, dass Geflüchtete durch den Aufbau eigener 
Vereine sich eine nachhaltige Struktur der Selbstvertretung erschließen. 
Hierfür bieten die Freiwilligenagentur, das Forum für Willkommenskultur der Kölner Freiwilligen 
Agentur und des Kölner Flüchtlingsrat sowie Phönix e.V. die Entwicklung von entsprechenden 
Seminaren an. Genutzt werden können hier auch bestehende Strukturen wie der aus dem 
KUVIT-Projekt entstandene Arbeitskreis von Migrantenorganisationen unter Federführung der 
Caritas (FIM).

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Wie geht es weiter?  
Bei d er Open Space Konferenz am 
30.09.2016 „Wir alle sind Stadtgesellschaft“, 
sind unterschiedliche Meinungen, Ideen, 
Wünsche und Sorgen festgehalten worden. 
Die Ergebnissicherung und die Weiterarbeit 
an den Themen ist den Mitarbeitenden der 
Arbeitsgruppe ein großes Anliegen und so 
wurde in mehreren Sitzungen darüber diskutiert, wie  und in welcher Form an diesen 
weitergearbeitet werden kann.   
In einem ersten Schritt wurden zunächst Bedarfe und Bedürfnisse aus den einzelnen 
Protokollen gesammelt und themenbezogen zusammengetragen.  In einem zweiten Schritt 
wurde überlegt, wo und wie diese Ergebnisse gesichert werden könnten. 
Als Grundlage dient dabei eine Ergebnisstabelle, die von den Teilnehmenden der  
Auswertungsgruppe immer wieder aktualisiert wird: 
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1JX6AIaPy3y4sfTwkvaernOOhSyG-
DVo1TLH0W0D3yzw/edit#gid=0 
In regelmäßigen Abständen werden wir beobachten, welche Entwicklungen es in den 
einzelnen Bereichen gibt und auch die Tabelle immer wieder aktualisieren.  
Diese Zusammenfassung dient der Anregung zur Weiterarbeit an den Thematiken. Einzelne 
Aspekte werden schon von verschiedenen Organisationen und Aktiven wahrgenommen und 
bearbeitet, in der oben beschriebenen Tabelle sind die jeweiligen Verweise zu den 
entsprechenden Organisationen und Internetseiten aufgeführt. Die Interkulturellen Zentren 
haben sich für d as neue Jahr das Thema „ Partizipation von Migrantinnen und Migranten mit 
Blick auf die anstehenden Wahlen im Land und im Bund “ vorgenommen. Hierbei werden 
insbesondere Aspekte des Leitpunktes „Empowerment und Selbstorganisation“ aufgegriffen.  
Einige Ideen  und Forderungen können wir in unserem Netzwerk veröffentlichen und 
weitergeben, einige Themen können von den Interkulturellen Zentren aufgegriffen werden – 
bei einigen anderen Themen sind wir vor allem als Sprachrohr gefragt. Denn wir sind lokale 
Akteurinnen und Akteure – unsere Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten sind deswegen auf 
die kommunale – lokale Ebene begrenzt. Zugangsmöglichkeiten zu Sprachkursen und 
anderen Maßnahmen, Forderungen nach adäquatem Wohnraum oder auch Forderungen an 
die Verwaltung können wir weitergeben und ihre Umsetzung mitverfolgen. Wichtig hierbei ist 
eine gemeinsame und kontinuierliche Ansprache von Entscheidungsträgerinnen und 
Entscheidungsträgern.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Im Folgenden findet sich nun eine Zusammenfassung der Themen unserer Konferen z. Wir 
haben verschiedene Herangehensweisen für die Ergebnissicherung unternommen und 
folgende drei Leitpunkte für die Weiterarbeit eruiert:  
1. Lobbyarbeit für die Verbesserung der Lebenssituation Geflüchteter 
2. Empowerment und Selbstorganisation 
3. Interkulturelle Öffnung der Institutionen und der Verwaltung  
Unter diesen drei Punkten können die einzelnen Bedürfnisse und Bedarfe zusammengefasst 
werden und als Anregung an alle Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Arbeitsbereichen 
dienen. Gleichzeitig dient die Ausarbeitung als Grundlage der Lobbyarbeit für die Themen, die 
auf lokaler Ebene nicht hinreichend aufgegriffen werden können.  
Lobbyarbeit für die Verbesserung der Lebenssituation Geflüchteter 
Geflüchtete Menschen haben aufgrund verschiedener Hinderniss e und der noch geringen 
Sprachkenntnisse, wenig bis keine Möglichkeiten ihre Themen weiterzutragen. Soziale 
Einrichtungen, Anlaufstellen für Geflüchtete, Willkommensinitiativen und Engagierte verfügen 
dagegen über ein breites Netzwerk und das notwendige Wi ssen, um diese Themen an die 
entsprechenden Stellen weiterzutragen.  
In unserer Konferenz sind die folgenden Bedarfe und Bedürfnisse geäußert worden:  
1. Individuelle Bedarfe: Jede Einzelne und jeder Einzelne trägt ein großes Paket an 
Problemen, Sorgen und Ängsten mit sich, wenn sie und er ihr und sein Heimatland 
verlassen müssen. Insbesondere die Sorge um die Familie 
(Familienzusammenführungen), gesundheitliche Probleme, Geldnöte, verschiedene 
Zugangsschwierigkeiten zu Angeboten und noch weitere mehr.  Es ist schwierig bis 
unmöglich auf jedes einzelne Problem  adäquat zu reagieren, dennoch sollten in 
diesem Arbeitsfeld Tätige berücksichtigen, dass die Betroffenen ihre Last jeweils 
alleine tragen.  
2. Wohnen und Lebensqualität: Wohnraum ist in unserer Stadt knapp und teuer. Für das 
ankommen benötigen Geflüchtete aber einen Ort, der so ein neues Zuhause werden 
kann. Hier sind  vor allem  Politik und Verwaltung gefragt, Wohnraum für alle zu 
schaffen. Weiterhin können Aufklärungs - und Informationsveranstaltungen dazu 
dienen, mehr Vermieterinnen und Vermieter dazu zu gewinnen, Wohnraum für 
Geflüchtete zur Verfügung zu stellen. 
3. Sprache: Angebote zum Spracherwerb können bis heute aufgrund verschiedener 
Aspekte nicht von allen aufgesucht werden . Zum Teil liegt dies an rechtl ichen 
Rahmenbedingungen, zum anderen an individuellen Zugangsschwierigkeiten.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Der Spracherwerb ist einer  der wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Teilhabe, 
weswegen die verschiedenen Angebote weiter ausgebaut und Zugangsbedingungen 
für alle geschaffen werden sollten. Verschiedene Spracherwerbsformate wie bspw. das 
E-Learning sollten weiter ausgebaut und vermittelt werden.  
4. Ausbildung, Arbeit und Beruf:  Wir stehen vor der Herausforderung durch 
entsprechende Angebote und durch die Förderung der interkulturellen Öffnung im 
Ausbildungs- und Arbeitsbereich Geflüchteten die Chance auf ein selbstständiges 
Leben zu ermöglich en. Dabei müssen sowohl der Bedarf an  Arbeitskräften als auch 
die mitgebrachten Fertigkeiten und Ressourcen gleichermaßen berücksichtigt werden. 
Gerade im Bereich der Integration können auch neue Berufsfelder entstehen.  
5. Psychosoziale Betreuung und Begleitung : Psychische Belastungen und Traum ata 
brauchen eine kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum andauernde Betreuung 
und Begleitung. Der Aufbau eines flächendeckenden Angebots wird noch lange Zeit in 
Anspruch nehmen. Doch können niedrigschwellige Angebote wie bspw. auch der 
Aufbau von Gesprächsrunden und/oder Selbsthilfegruppen gefördert werden und 
Akteurinnen und Akteure hinsichtlich dieses Aspektes sensibilisiert und unterstützt 
werden.  
6. Homophobie und Transphobie: Es gibt einen großen Bedarf an Aufklärungsarbeit und 
der Zurverfügungstellung von Informationsmaterial zu diesem Thema. Sowohl auf der 
Seite der Geflüchteten als auch auf Seiten der Mehrheitsbevölkerung, insbesondere 
bei den im Arbeitsfeld Flucht und Migration Tätigen. Einige Selbstorganisationen bieten 
Workshops und Material ien zur Information und Weiterarbeit an. D ies kann noch 
ausgebaut werden. 
Empowerment und Selbstorganisation 
7. Menschen mit Flucht - und Migrationsgeschichte können am besten selbst darüber 
sprechen, wa s sie bewegt, was sie brauchen, wie sie leben möchten. Die 
Selbstorganisation von Geflüchteten und die bereits bestehenden Netzwerke sollten 
daher gefördert werden.  Dies kann bspw. durch Workshops und die 
Zurverfügungstellung von Informationsmaterialien geschehen. Vor allem bedarf es an 
Aufklärungsarbeit in Bezug auf Teilhabemöglichkeiten, Methoden und 
Organisationsformen in Deutschland.   
Damit können Geflüchtete auch  darin unterstützt werden, proaktiv aus der Rolle al s 
Hilfebedürftige rauszukommen - auch hier in Form von Workshops oder gezielten 
mehrsprachigen Veranstaltungen.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
8. Ergänzend zum ersten Punkt, sollten auch Informationen und Möglichkeiten zur 
Verfügung gestellt werden, um den neu in Köln lebenden Menschen deutlich zu 
machen, dass sie Teil der Stadtgesellschaft sein können, z.B. auch durch eigenes 
ehrenamtliches Engagement.  
9. Durch die Förderung des Einsatzes von Sprach- und Kulturmittlern und die Vernetzung 
mit Unterkünften, Integrationskursträgern und Migrantenorganisationen, können mehr 
Menschen für Teilhabeprozesse gewonnen werden.  
10. Die bestehenden, zum Teil losen Netzwerke und Gruppe n von Geflüchteten, können 
als Multiplikatoren gewonnen werden. Als ein großer Impuls könnte auch die Initiierung 
eines Parlaments von Geflüchteten und Menschen mit Migrationsgeschichte, ähnlich 
wie Jugendparlamente, dienen. 
Empowerment und Selbstorganisation finden s ich ebenfalls in den ehrenamtlichen 
Unterstützungsstrukturen wieder. Auch hier gilt: Kein gutes Ehrenamt ohne Hauptamt: 
Engagierte benötigen Hilfestellungen, Informationen und Strukturen, die ggf. in schon 
bestehenden Organisationen vorhanden sind. So können ehrenamtliche Netzwerke 
durch Räumlichkeiten, Knowhow, Informationsweitergabe und Workshops unterstützt 
werden. 
Interkulturelle Öffnung der Institutionen und der Verwaltung 
11. Gerade Geflüchtete sind mit viele n bürokratischen Hürden als auch Anforderungen 
konfrontiert. Institutionen und Verwaltungsorganisationen sollten hinsichtlich der 
Verwendung von mehrsprachigem Informationsmaterial und dem Einsatz von Sprach- 
und Kulturmittlern sensibilisiert werden.  
12. Die Kommu nikation zwischen Mitarbeitenden von Institutionen und 
Verwaltungsorganisationen läuft nicht immer auf Augenhöhe. Hier könnten bspw. auch 
die Interkulturellen Zentren Workshops zu den Themen Interkulturelle Kompetenz und 
Kommunikation anbieten.  
13. Eine inter kulturelle Ausrichtung in den Strukturen von Institutionen und 
Verwaltungseinrichtungen soll als Querschnittsaufgabe implementiert werden. Dazu 
müssen vor allem Entscheidungstragende gewonnen werden – denn die interkulturelle 
Öffnung ist eine strategische Aufgabe, die von der Leitungsebene getragen werden 
muss, um Auswirkungen im Arbeitsalltag und somit auch im Lebensalltag aller 
Beteiligten zu haben. Das bedeutet auch, dass d as Kommunale Integrationszentrum 
in der Arbeit an seiner Querschnittsaufgabe „Inte rkulturelle Öffnung der Verwaltung“ 
gestärkt werden  muss. Die im Interkulturellen Maßnahmenprogramm dargestellten 
Maßnahmen zur Förderung der Interkulturellen Öffnung der Verwaltung müssen mit 
den notwendigen Ressourcen hinterlegt und von den verschiedenen  Einheiten der 
Verwaltung umgesetzt werden.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
Aus der Konferenz ergeben sich diese Forderungen: 
Für die Wohnsituation: 
 Ausbau des sozialen Wohnungsbaus für Alle 
 Schnellere Vermittlung von Geflüchteten aus den Unterkünften in reguläre Wohnräume; 
damit verbunden: Personelle Aufstockung in der Verwaltung  
Für den Spracherwerb: 
 Ausbau des Sprachkursangebotes und eine regelmäßig aktualisierte Übersicht über die 
Angebote 
 Zugang zur sprachlichen  Bildung sollte nicht vom Herkunftsland oder positiver 
Bleibeperspektive abhängen, denn von Bildung profitieren am Ende alle 
 Finanzierung der Kinderbetreuung im Zusammenhang mit Sprachkursen 
Für die Teilhabe am Arbeitsmarkt: 
 Klarheit für potenzielle Arbeitgeberinnen und in Bezug auf Arbeitserlaubnisse, 
Einstellungsmöglichkeiten von Menschen mit Fluchtgeschichte etc.  
 Flexibilisierung der Verfahren zur Anerkennung von mitgebrachten Abschlüssen   
 Ressourcenorientierte Vermittlung in Maßnahmen und Angeboten der beruflichen Bildung  
Für die psychosoziale und gesundheitliche Betreuung: 
 Ausbau eines flächendeckenden Angebotes zur psychosozialen Beratung  
Für die Unterstützung des Ehrenamtes: 
 Sicherung von Strukturen, um eine adäquate Begleitung und Koordination des Ehrenamtes 
zu ermöglichen. 
 Gewinnung weiterer Freiwilliger für die Willkommenskultur bzw. die "Integrationskultur". 
 Anerkennung des Ehrenamtes durch bspw. eine Sprechstunde für Ehrenamtliche, 
Ehrenamtskarte etc.  
 Unterschiedliche Angebote für Menschen, die sich in der Willkommenskultur engagieren 
wollen, z.B. begleitete Patenschaften, Unterstützung der Selbstorganisation in einer 
Initiative, Vermittlung von ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern. 
 Fort- und Weiterbi ldungen zu den Themenschwerpunkten  (bspw. Hauptamt und 
Ehrenamt) für Mitarbeitende in Verwaltung, in Institutionen und Einrichtungen.  
 Ansprache und Unterstützung von Geflüchteten, die sich in die Gesellschaft einbringen 
wollen, z.B. durch Beratung, Hilfe bei der Selbstorganisation, Vermittlung in 
unterschiedliche Engagementformen.

Auswertung der Open-Space-Konferenz und ihrer Ergebnisse  
 
 
 
Als Grundsatz im Aufbau einer Stadtgesellschaft der Vielfalt muss gelten: 
 
Geflüchtete müssen angemessen an allen Prozessen 
beteiligt sein!

Mitteilung Ausschuss

3478 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/5001/1 
 
Vorlagen-Nummer  14.03.2017 
 0711/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 20.03.2017 
 
Open-Space-Konferenz - Wir alle sind Stadtgesellschaft – Zusammenkommen, Verstehen, 
Gestalten 
„Wir alle sind Stadtgesellschaft – Zusammenkommen, Verstehen, Gestalten“  
Auswertung der Ergebnisse der Open-Space-Konferenz am 30.09.2016 im Historischen Rathaus zu 
Köln 
Am 30.09.2016 fand in der Piazzetta des Historischen Rathauses die Konferenz „Wir alle sind Stadt-
gesellschaft“ mit ca. 170 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Institutionen, Vereinen, ehrenamtli-
chen Initiativen und unter Beteiligung einer bemerkenswerten Zahl von Geflüchteten statt. Initiatoren 
und Organisatoren der Konferenz waren die Interkulturellen Zentren, die im Arbeitskreis der Interkul-
turellen Zentren in Köln zusammengeschlossen sind.  
Ausgelöst durch den Anstieg der nach Köln kommenden Geflüchteten im Jahr 2015 entstand im Ar-
beitskreis der Interkulturellen Zentren der Stadt Köln der Bedarf, sich einen Überblick über die aktuel-
len Aktivitäten und Angebote der in diesem Bereich Tätigen in Köln zu verschaffen. Gleichzeitig be-
stand die Einschätzung, dass bereits viele Akteure auf dem Feld der Arbeit mit Geflüchteten unter-
wegs sind und es nicht das Ziel sein könne, dass die Zentren ebenfalls einen Platz in den Willkom-
mensangeboten beanspruchen sollten. Vielmehr müsse es um eine mit anderen Akteuren abge-
stimmte Verortung der Zentren im Prozess der langfristigen Integration gehen.  
Die Initiatoren (der AK der Interkulturellen Zentren und das KI-Köln) haben sich bewusst für die Kon-
ferenzmethode „Open Space“ entschieden, weil dadurch die Möglichkeit besteht, mit sehr unter-
schiedlichen Akteuren über die vielfältigen und vielschichtigen Themenfelder ins Gespräch zu kom-
men, voneinander zu lernen, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und dass Teilnehmende sich als 
Gestaltende der Stadtgesellschaft wahrnehmen. An der Konzipierung der Veranstaltung waren be-
reits drei junge Geflüchtete beteiligt. 
Die Initiatoren haben mit ihrem Vorhaben Neuland betreten. Die Erfahrungen mit der Methode Open-
Space und mit dem Anliegen der breiten Beteiligung von Aktiven, Ehrenamtlern und Geflüchteten 
wurde in der Auswertung konstruktiv-kritisch beleuchtet. In diesem Sinne war die Konferenz Teil eines 
Lernprozesses, der Mut machen soll, Beteiligung ganz praktisch zu wagen und daraus zu lernen.  
Die Auswertung der Ergebnisse zeigt im ersten Teil die Besonderheiten einer multisprachlichen und 
interkulturellen Veranstaltung auf und bündelt im zweiten Teil die inhaltlichen Fragestellungen, Wün-
sche und Forderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz, die am Ende des Papier 
noch einmal zusammengefasst sind. 
Dieser Prozess wurde vom KI intensiv fachlich begleitet. 
Der AK der Interkulturellen Zentren hat sich darauf geeinigt, im laufenden Jahr das Thema der Parti-
zipation zu seinem Schwerpunkt zu machen. In diesem Zusammenhang sollen einerseits die Kultur 
und Formen der Beteiligung in Communitys der Migranten gestärkt und weiterentwickelt und anderer-
seits die Möglichkeiten der demokratischen Beteiligung im Wahljahr verdeutlicht werden. 
 
Anlagen

2 
 
 Auswertung der Konferenz 
 
 
Eine Dokumentation der Konferenz ist im Netz unter http://ki-
koeln.de/assets/Uploads/pdf/Interkulturelle-Zentren/Doku-OSK-Stadtgesellschaft.pdf zu finden. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

20.03.2017 Integrationsrat
TOP 5.17 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0711/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
14.03.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27