4018/2022
Bedarfsfeststellungsbeschluss Waidmarkt - Vergabe externer Fachbüros zur Unterstützung der Teilprojekte und Fachdienststellen im Projekt Waidmarkt
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Anlage 4 - Beantwortung von Anfragen (GRÜNE)
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/ 2 Anlage 4 Beantwortung von Fragen im Rahmen der Beratung des Bedarfsfeststellungsbeschlusses Waidmarkt (Vorlage Nummer 4018/2022) In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 02.02.2023, wurde im Zu- sammenhang mit der Beratung des Bedarfsfeststellungsbeschlusses Waidmarkt, (Vorlage Nummer 4018/2022) seitens der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen (GRÜNE) über die den hier vorliegenden Bedarfsfeststellungsbeschluss hinausgehenden Fra- gen zum Sachstand der Entwicklungen am Waidmarkt gestellt. Die Verwaltung nimmt nachfolgend zu den eingereichten Fragen wie folgt Stellung. Weiterbau U-Bahn und Wiederherstellung des Straßenraums Severinstraße Fragen: Wie sieht die Zeitschiene für die Fertigstellung der U-Bahn (inkl. Gleisw echselan- lage) unter dem Waidmarkt und der Severinstraße zw ischen Löw engasse und Mühlenbach aus? Wann sollen alle Baugruben geschlossen sein? Wird der Weiterbau und die Fertigstellung der U- Bahn nach plan erfolgen? Wann soll die Severinstraße w iederhergestellt w erden und so nutzbar sein w ie vor dem Archiveinsturz? Stellungnahme der Verwaltung: Die Vorlage weiterer Gutachten wird Ende des ersten Quartals 2023 erwartet, die eine Konkretisierung der Planungen ermöglichen. Eine Kommunikation zur Zeit- schiene wird anschließend erfolgen. Die Wiederherstellung der Severinstraße erfolgt unmittelbar nach der Verfüllung der Baugrube für die Nord-Süd Stadtbahn. Künftiger Städtebau Fragen: Gibt es Pläne für die künftige Nutzung des städtischen Grundstücks, auf dem vor- mals das Stadtarchiv stand? Gibt es für die künftige Nutzung der (privaten?) Grundstücke, die ebenfalls vom Einsturz und den baulichen Folgen betroffen sind? Gibt es dazu Beschlüsse? Stellungnahme der Verwaltung Die städtebauliche Entwicklung des Waidmarkts im Zuge des Archiveinsturzes be- gann im April und Juli 2011 mit einer breit aufgestellten Bürgerbeteiligung, die unter dem Namen „Georgsviertel – Perspektiven für das Archivgelände“ durchgeführt wurde. Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss daraufhin, die geprüften und aus- gewerteten Ergebnisse in das zeitlich anschließende Verfahren "Realisierungswett- bewerb Erweiterung Kaiserin-Augusta-Schule – mit städtebaulichem Ideenteil" ein- - 2 - / 3 fließen zu lassen (Vorlage- Nummer 4166/2011). Die im Ergebnis der Bürgerbeteili- gung vorgeschlagenen Nutzungen (EG: öffentliche Nutzungen, Kultur/ Handel/ Gast- ronomie, preisgedämpftes Wohnen in den oberen Geschossen) zur Bebauung der Einsturzstelle (Vorlage- Nummer 4166/2011 – Anlage 1) wurden bei den Planungen berücksichtigt und spiegeln sich in den Typologien und der Schließung des Blockran- des an der Einsturzstelle wieder. Der städtebauliche Realisierungswettbewerb wurde im Jahr 2012 abgeschlossen. Mit der aktuellen Umsetzung der Kaiserin- Augusta- Schule und dem Bau der Reihen- häuser in unmittelbarer Nachbarschaft, wurden bereits erhebliche Teile des Realisie- rungswettbewerbes fertiggestellt. Für die weiteren Planungen auf den öffentlichen und privaten Flächen an der Ein- sturzstelle sollen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und des städtebaulichen Wettbewerbs überprüft und durch weiterführende Wettbewerbe qualifiziert werden. Eine Begleitung der Verfahren durch Fachexperten, Bürgerschafft und Politik ist fes- ter Bestandteil der weiteren städtebaulichen Entwicklung am Waidmarkt. Angedachter Kultur- und Gedenkort Fragen: Wie steht es um die Idee zu einem unterirdischen Kultur- und Gedenkort? Wie realistisch ist es diesen tatsächlich zu bauen und mit vertretbarem Aufw and zu betreiben? Wer w äre der Betreiber, gibt es dazu Kostenschätzungen? Wie steht die Verw altung zur Idee eines unterirdischen Kulturorts? Gibt es dazu auf Seiten der Verw altung konkrete Pläne? Macht der Vergleich mit ARGE Los- Süd dazu Aussagen? Gibt es dazu politische Beschlüsse? Gibt es in der Verw altung alternative Ideen oder Pläne für einen oberirdischen Gedenk- und/ oder Kulturort am Waidmarkt? Stellungnahme der Verwaltung: Ziel der Stadtverwaltung am Waidmarkt ist die Fertigstellung des Stadtbahnbaus, das Erschaffen eines lebenswerten Stadtraums mit hoher Aufenthaltsqualität und die Etablierung eines attraktiven und frequentierten Kulturraums/Gedenkortes. Die Ver- waltung unternimmt zurzeit dezernatsübergreifende Prüfungen zur Bewertung der unterirdischen Veranstaltungshalle K3. Dieser Prozess wird aktuell von Experten, die von den Bürgerinitiativen „Archiv Komplex“ und „Köln kann auch anders“ entsandt wurden, im Rahmen einer Konzeptentwicklung für Kultur und Gedenken am Waid- markt begleitet. Folgende Beschlussvorlagen sind in diesem Zusammenhang zu nennen: Beschlussvorlage: Nord-Süd Stadtbahn Köln, 1. Baustufe Gleiswechselbau- werk Waidmarkt Fortsetzung der Sanierungsplanung in Planungsstufe 2 nach - 3 - Sanierungsvereinbarung (Vorlage Nummer 0089/2019 nö), Beschluss in der Ratssitzung vom 04.04.2019 Beschlussvorlage: Vergleichsvorschlag zu den Folgen des Stadtarchiveinstur- zes (Vorlage Nummer 1887/2019). Geändert beschlossen in der Ratssitzung vom 29.06.2023 Sobald die gesammelten Erkenntnisse zur Prüfung des K3 vorliegen, wird die Politik über eine mögliche Neubewertung des Projektes informiert. Dies betrifft auch mögli- che Auswirkungen auf die aktuelle Beschlusslage zum K3.
Anlage 2 - Kostenprognosen externe Fachbüros
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Kostenprognosen zur Unterstützung der Verwaltung durch externe Fachbüros für die Entwicklung des Areals Südlich Waidmarkt (ehem. Archiv). Sehr geehrte Damen und Herren, nachfolgend sind die Kostenprognosen zur Unterstützung der Fachdienststellen bzw. Teil- projekte durch externe Fachbüros für das Multiprojekt Waidmarkt dargestellt. Die Zahlen wurden als Schätzungen, auf Grundlage von vergleichbaren Projekten ermittelt. Erste Auf- wendungen werden nach Abschluss des Vergabeverfahrens, voraussichtlich im dritten Quar- tal des Jahres 2023, erwartet. Somit wird der Haushalt im Jahr 2023 nur Anteilig belastet, ab dem Jahr 2024 bis einschließlich 2027 werden die vollen Jahreskosten verbucht. Kostenschätzung Project Management Office (PMO) zur Unterstützung der Gesamtprojektverantwortung 61 Benötigtes Personal pro Monat: 1 Vollzeitstellen, d.h., 160 Std. monatlich Stundensatz: 170 € pro Std. (Mittelsatz Leitung / MA) Projektdauer bis 2027: 54 Monate GESAMTKOSTEN: 1.800.308 € JÄHRLICHE KOSTEN: 400.068 € Kostenschätzung für ein Kommunikationsbüro zur Unterstützung des Amtes für Presse und Öffentlichkeitsarbeit (13) in der Rolle der Kommunikationsleitung Benötigtes Personal pro Monat*: - Stundensatz: 160 € pro Std. (Mittelsatz Leitung / MA) Projektdauer bis 2027: 54 Monate GESAMTKOSTEN: 245.140 € JÄHRLICHE KOSTEN: 54.475 € *Beauftragung erfolgt Anlassbezogen Kostenschätzung Projektsteuerung zur Unterstützung des Dezernates für Kunst und Kultur (VII) zur Planung und Errichtung eines Kulturortes und einer Gedenkstätte am Waidmarkt Benötigtes Personal pro Monat: 0,3 Vollzeitstellen, d.h., 58 Std. monatlich Stundensatz: 170 € pro Std. (Mittelsatz Leitung / MA) Projektdauer bis 2027: 54 Monate GESAMTKOSTEN: 532.400 € JÄHRLICHE KOSTEN: 118.300 € Die dargestellten Kostenschätzungen sind inklusive Nebenkosten (3 %) und Mehrwertsteuer von 19 % angegeben. ANLAGE 2
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VI/611/2 Vorlagen-Nummer 4018/2022 Freigabedatum 13.01.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bedarfsfeststellungsbeschluss Waidmarkt – Vergabe externer Fachbüros zur unterstützung der Teilprojekte und Fachdienststellen im Projekt Waidmarkt. Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat erkennt im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung am Waidmarkt den Bedarf für die Beauftragung von Fachbüros 1. für die Projektleitung der Gesamtprojektverantwortung als sog. Project Management Office (PMO) in Höhe von 1.800.308 Euro, 2. für Kommunikationsleistungen in Höhe von insgesamt 245.140 Euro und 3. für die Projektsteuerung zur Errichtung eines Kulturortes und/ oder einer Gedenkstätte in Höhe von 532.400 € 4. Zusätzlich beschließt der Rat zur Finanzierung des Bedarfs unter Ziffer 3 die Verwen- dung und Freigabe der Mittel aus dem Renovierungsprogramm im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 59.150 Euro und im Haushaltsjahr 2024 in Höhe von 118.300 Euro im Teilergebnisplan des Referats für Museumsangelegenheiten in der Produktgruppe 0401, Museumsreferat, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienst- leistungen. (jeweils brutto) an und beauftragt die Verwaltung mit der Einleitung der Vergabeverfahren. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.01.2023 Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2023 Stadtentwicklungsausschuss 02.02.2023 Finanzausschuss 06.02.2023 Rat 09.02.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme Siehe Begründung € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Anlass Am Waidmarkt ereignete sich am 3. März 2009 mit dem Einsturz des historischen Archivs ein tiefer Einschnitt in die Geschichte der Stadt Köln. Die bis heute offene Wunde in der Kölner Stadtgesellschaft und im Stadtquartier rund um den Waidmarkt soll am Archiv-Einsturzort ge- schlossen werden. Hierfür wird eine städtebauliche Entwicklung angestrebt die folgende Ziele beinhaltet: 1. Die Fertigstellung der Nord-Süd Stadtbahn (Teilprojekt 1 Stadtbahnausbau) 2. Das Etablieren eines attraktiven und frequentierten Kulturorts und Gedenkstätte (Teil- projekt 2 Kultur und Gedenken). 3. Das Erschaffen eines lebenswerten Stadtraums mit hoher Aufenthaltsqualität (Teilpro- jekt 3 Städtebau) der sinnfällig mit dem Kulturorts und Gedenkstätte zusammenwirkt (Teilprojekt 2 Kultur und Gedenken). 3 Um diese Ziele zu erreichen und die Erwartung an einen reibungslosen und transparenten Umsetzungsprozess sowie nahtlos ineinandergreifende Projektabschnitte zu gewährleisten, müssen unterschiedliche Akteure innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung Köln in Ihrer Zusammenarbeit koordiniert werden. Die Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn, die zu- kunftsangepasste Stadtreparatur mit Raum für das Gedenken an das Unglück und die Ent- wicklung eines Ortes mit kultureller Nutzung stellen die einzelnen Arbeitspakete dar, die den Teilprojekten Stadtbahnausbau, Kultur und Gedenken sowie Städtebau zugeordnet werden. Die Teilprojekte agieren innerhalb ihrer Zuständigkeit zur Erfüllung der Wirk- und Ergebniszie- le eigenverantwortlich. Die komplexen und weitreichenden Aufgaben können mit den perso- nellen Ressourcen der zuständigen Fachdienststellen jedoch nicht ohne die Unterstützung spezialisierter, externer Büros bewältigt werden. Das multidimensionale Vorhaben bedarf einer zentralen Projektleitung die das Stadtplanungs- amt in der Rolle der Gesamtprojektverantwortung unterstützt. Diese Stelle ist in der Projekt- struktur (siehe Anlage 1) als Project Management Office (PMO) definiert und soll durch ein Vergabeverfahren zeitnah besetzt werden (siehe Erläuterung zu Beschlusspunkt 1: Project Management Office (PMO) zur Unterstützung des Stadtplanungsamtes in der Rolle der Ge- samtprojektverantwortung). Die hohe öffentliche Relevanz des Gesamtprojekts erfordert ein besonderes Maß an transpa- renter und multimedialer Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Um dem gerecht zu werden, soll ein externes Kommunikationsbüro die städtische Kommunikation unterstützen, in dem es Informationen, Bild- und Videomaterial für verschiedene Kommunikationskanäle er- stellt, um so den Fortschritt des Projekts zu dokumentieren und erlebbar zu machen. Dies ist mit ausschließlich städtischen Personalressourcen nicht umsetzbar. Ziel der weiteren Schritte im Planungsprozess ist es, eine hohe Akzeptanz und Identifikation bei den Kölner*innen zu erreichen (siehe Erläuterung zu Beschlusspunkt 2: Kommunikationsbüro zur Unterstützung der städtischen Kommunikation). Das Dezernat für Kunst und Kultur hat im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungen am Waidmarkt die Federführung für die Schaffung einer zukunftsorientierten Gedenkstätte und eines Kulturortes der als Ausstellungs- bzw. Veranstaltungsort dienen soll. Dies beinhaltet unter anderem die Erstellung eines Nutzung- und Betreiberkonzeptes für die kulturelle Nut- zung sowie die Planung und Durchführung eines künstlerischen Wettbewerbs für die Gedenk- stätte. Zur Erfüllung der Ziele des Teilprojektes Kultur und Gedenken soll eine externe, eigen- ständige Projektsteuerung, das Dezernat für Kunst und Kultur bei Bedarf unterstützen. Diese wird zusätzlich zum PMO (Project Management Office) beauftragt (siehe Erläuterung zu Be- schlusspunkt 3: Projektsteuerung zur Unterstützung des Dezernates für Kunst und Kultur (VII) zur Planung und Errichtung eines Kulturortes und einer Gedenkstätte am Waidmarkt). Um dynamisch auf die wechselnden Herausforderungen innerhalb des Projektes Waidmarkt reagieren zu können, ist folgende Vorgehensweise geplant: Die Ausschreibung soll für das PMO über mehrere Leistungsphasen gemäß AHO (Projektma- nagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft) als Ganzes vorgenommen werden, um einen Anbieter vom Grundsatz her zu binden. Die einzelnen Leistungsphasen des PMO zur Unterstützung des Stadtplanungsamtes sollen dann phasenweise, nach Bedarf, vergeben werden. Diese Vorgehensweise erlaubt es, nach jeder Phase zu evaluieren, ob der Bedarf an das PMO weiterhin besteht oder die Unterstützung durch das Fachbüros einzustellen ist. Soll- te die Unterstützung durch das PMO weiterhin notwendig sein, kann eine darauffolgende Leis- tungsphase vor allem ohne erneute Ausschreibung vergeben werden. Analog hierzu soll die Unterstützung der Kommunikationsleitung und des Teilprojektes Kultur und Gedenken ausgeschrieben und nach Bedarf, gemäß den Leistungsphasen vergeben werden. Dieses zielgenaue Vorgehen ist wirtschaftlich und garantiert eine fachliche Kontinuität in der Unterstützung der einzelnen Teilprojekte. 4 Erläuterung zu Beschlusspunkt 1: Project Management Office (PMO) zur Unterstützung des Stadtplanungsamtes in der Rolle der Gesamtprojektverantwortung Gegenstand der Ausschreibung ist die Übernahme der Projektleitung als sogenanntes Project Management Office (PMO) bis mindestens 2027. Das PMO soll während der Auftragslaufzeit maßgeblich den Aufbau eines Projektmanagements für die Gesamtmaßnahme übernehmen und die Rolle der Projektleitung wahrnehmen. Die Projektstruktur wird ergänzt durch drei stadtinterne Teilprojektleitungen (Stadtbahnausbau, Kultur und Gedenken, Städtebau) die von dem PMO als Projektleitung zur Erreichung der städtebaulichen Ziele begleitet werden. Zu den Verantwortungen des PMO gehören vorrangig: Aufbau eines Projektmanagements, Synchronisierung der Teilprojekte, Projektübergreifende Koordinierung der Maßnahmen und Arbeitspakete, Projektmonitoring und Änderungsmanagement, Stakeholder- und Risikomanagement, Übergeordnetes Gremien- und Vorlagenmanagement soweit erforderlich, Vor-und Nachbereitung Steuerungs-/ Lenkungskreis + Berichtspflichten. Die Aufgabenwahrnehmung der originären Tätigkeiten bleibt bei den zuständigen Fachäm- tern, die jeweils Teil der Teilprojektteams werden. Aufgrund der Komplexität und der unter- schiedlichen Laufzeit der Arbeitspakete wird es unterschiedliche Start- und Endzeitpunkte der Teilprojekte geben. Das PMO soll sobald wie möglich eingesetzt und in die Projektstruktur integriert werden. Erläuterung zu Beschlusspunkt 2: Kommunikationsbüro zur Unterstützung der städti- schen Kommunikation Gegenstand der Ausschreibung ist die Erstellung eines Kommunikationskonzeptes, sowie die Umsetzung und Gestaltung von multimedialen, die Projektfortschritte transparent und erlebbar machenden Inhalten. Dies erfolgt Anlassbezogen in Absprache mit den Projektbeteiligten. Zu den Leistungen des Kommunikationsbüros gehören vorrangig: Erstellung eines Kommunikationskonzepts für den Zeitraum von 2024 bis Ende 2027 Umsetzung und Gestaltung der crossmedialen Kommunikationsmaßnahmen, z.B.: Erstellung, Gestaltung und Druck von Informationsmaterialien für verschiedene Kanäle (z.B. Plakate, Flyer) Erstellung von Bild und Bewegtbildmaterial zur multimedialen Nutzung Erstellung und Gestaltung von Erklärvideos und Grafiken Erstellung von Texten und Inhalten für den Internetauftritt des Projekts Erläuterung zu Beschlusspunkt 3: Projektsteuerung zur Unterstützung des Dezernates für Kunst und Kultur (VII) zur Planung und Errichtung eines Kulturortes und einer Ge- denkstätte am Waidmarkt Neben den Aufgaben die das Gesamtprojekt betreffen, fallen für das Teilprojekt Kultur und Gedenken folgende Tätigkeiten an, die vom PMO übernommen werden sollen: Unterstützung bei der Organisation und Durchführung von Gedenkveranstaltungen, beispielsweise zum Jahrestag des Archiveinsturzes, Unterstützung bei der Organisation und Betreuung von temporärer, künstlerischer Be- spielung des öffentlichen Raums, Mitwirkung bei der Erstellung eines Nutzungs- und Betreiberkonzepts für den zu etab- lierenden Kulturort, Vorbereitung und Steuerung der Inbetriebnahme des Kulturorts sowie Terminsteue- rung, 5 Kosten- und Finanzierungsplanung sowie Kostensteuerung und –Dokumentation für den Kulturort, Mitwirken bei der Organisation und Durchführung eines künstlerischen Wettbewerbs für eine Gedenkstätte. Finanzierung Anhand von aktuellen Erfahrungswerten aus laufenden Projekten wurde eine Kostenprognose (siehe Anlage 2 „Kostenprognose externe Fachbüros“) die dem aktuellen Stand der Planung am Waidmarkt entspricht aufgestellt. Erste Aufwendungen werden nach Abschluss des Vergabeverfahrens, voraussichtlich im drit- ten Quartal des Jahres 2023, erwartet. Somit wird der Haushalt im Jahr 2023 nur Anteilig be- lastet, ab dem Jahr 2024 bis einschließlich 2027 werden die vollen Jahreskosten verbucht. Eine Übersicht ist der Anlage 2: „Kostenprognose externe Fachbüros“ zu entnehmen. Folgende Kostenschätzungen stellen sich in Anbetracht der vorherrschenden Rahmenbedin- gungen als realistisch dar: Project Management Office (PMO) zur Unterstützung der Gesamtprojektverantwortung (Stadtplanungsamt): Bei 1 Vollzeitstellen und einem Stundensatz von 170 € über eine Laufzeit von 54 Monate (bis 2027): 1.800.308 Euro inkl. Nebenkosten und MwSt. (siehe Anlage 2 Kostenprognosen exter- ne Fachbüros). Die jährlichen Kosten betragen 400.068 Euro (jeweils brutto einschl. 3 % Ne- benkosten und MWSt). Die zur Finanzierung des PMO benötigten Aufwandsermächtigungen stehen im Teilergebnis- plan des Stadtplanungsamtes in der Produktgruppe 0901, Stadtplanung, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 bereit. Das Dezernat Planen und Bauen wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungspro- zesses 2025 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. Kommunikationsbüro zur Unterstützung der städtischen Kommunikation: 2023 soll ein Kommunikationskonzept entwickelt werden, welches in der Folge umgesetzt werden soll. Hierfür sind im Jahr 2023 27.237 Euro vorgesehen. Für die Umsetzung in den Jahren 2024-2027 sind dann jeweils 54.475 Euro vorgesehen (siehe Anlage 2 Kostenprogno- sen externe Fachbüros). Die Gesamtkosten bis Ende 2027 (Gesamtlaufzeit 54 Monate) betra- gen 245.140 Euro (jeweils Brutto inkl. 3% Nebenkosten und 19% Mehrwertsteuer). Die zur Finanzierung des Kommunikationsbüros benötigte Aufwandsermächtigungen stehen im Teilergebnisplan des Stadtplanungsamtes in der Produktgruppe 0901, Stadtplanung, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 bereit. Das Dezernat Planen und Bauen wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstel- lungsprozesses 2025 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. Projektsteuerung zur Unterstützung des De zernates für Kunst und Kultur (VII) zur Planung und Errichtung eines Kulturortes und einer Gedenkstätte am Waidmarkt: Bei durchschnittlich 0,3 Vollzeitstellen und einem Stundensatz von 170 € über eine Laufzeit von 54 Monate (bis 2027): 532.400 Euro inkl. Nebenkosten und MwSt. (siehe Anlage 2 Kos- tenprognosen externe Fachbüros). Die jährlichen Kosten betragen 118.300 Euro (jeweils brut- to einschl. 3 % Nebenkosten und MWSt). Die zur Finanzierung der Projektsteuerung benötigten Aufwandsermächtigungen stehen im Teilergebnisplan des Referats für Museumsangelegenheiten in der Produktgruppe 0401, Mu- seumsreferat, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 bereit. Die Verwendung und Freigabe der Mittel aus dem 6 Renovierungsprogramm unterliegen einem Beschlussvorbehalt. Das Dezernat Kunst und Kul- tur wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2025 ff. innerhalb des dann zu- gewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. Anlagen: 1. Projektstruktur 2. Kostenprognosen externe Fachbüros 3. Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt
Anlage 1 - Projektstruktur
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Südlich Waidmarkt (ehem. Archiv) © 61 FORTSCHREIBUNG PROJEKTSTRUKTUR PMO PROJEKTVERANTWORTUNG (61) PMO - PROJEKTLEITUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DER PROJEKTVERANTWORTUNG 61 EIGENSTÄNDIGE TEILPROJEKTVERANTWORTUNG ZUR ZIELERFÜLLUNG • Synchronisierung der Teilprojekte • Koordinierung Maßnahmen und Arbeitspakete • Stakeholder Management • Controlling und Risikomanagement TP1 STADTBAHNAUSBAU FF III TP3 STÄDTEBAU FF VI FB FB Unterstützung durch Fachbüros für teilprojektbezogene Aufgaben KOMMUNIKATIONSLEITUNG (13) KOMMUNIKATIONSBÜRO TP2TP2 KULTUR UND KULTUR UND GEDENKEN GEDENKEN FF VII FB PROJEKTSTRUKTUR Anlage 1 FB
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle
VI/611/2
Vorlagen-Nummer
4018/2022
Stand: 15.08.2025
Sachstandsbericht
Bedarfsfeststellungsbeschluss Waidmarkt – Vergabe externer Fachbüros zur
unterstützung der Teilprojekte und Fachdienststellen im Projekt Waidmarkt.
Beschluss:
Der Rat erkennt im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung am Waidmarkt den Bedarf für
die Beauftragung von Fachbüros
1. für die Projektleitung der Gesamtprojektverantwortung als sog. Project Management
Office (PMO) in Höhe von 1.800.308 Euro,
2. für Kommunikationsleistungen in Höhe von insgesamt 245.140 Euro und
3. für die Projektsteuerung zur Errichtung eines Kulturortes und/ oder einer Gedenkstätte
in Höhe von 532.400 €
4. Zusätzlich beschließt der Rat zur Finanzierung des Bedarfs unter Ziffer 3 die Verwen-
dung und Freigabe der Mittel aus dem Renovierungsprogramm im Haushaltsjahr 2023
in Höhe von 59.150 Euro und im Haushaltsjahr 2024 in Höhe von 118.300 Euro im
Teilergebnisplan des Referats für Museumsangelegenheiten in der Produktgruppe
0401, Museumsreferat, in der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienst-
leistungen.
(jeweils brutto) an und beauftragt die Verwaltung mit der Einleitung der Vergabeverfahren.
Aktueller Bearbeitungsstand:
Mit dem Beschluss einer Umsetzungsstrategie für den Waidmarkt (0825/2025) in der Sitzung
des Rats am 03.07.2025 wurden die im vorliegenden Beschluss festgestellten Bedarfe für den
Zeitraum bis zur voraussichtlichen Fertigstellung des Stadtbahnausbaus präzisiert und in Zu-
sammenhang dargestellt.
Die fortlaufende Berichterstattung zum Sachstand im Projekt Waidmarkt wird daher im Rah-
men der Vorlage zur Umsetzungsstrategie (0825/2025) erfolgen.
Status: in Bearbeitung
erledigt
Anlage 3 - Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt
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1 4 01.2023 143 61 über Dez. VI Stellungnahme zur Beschlussvorlage 4018/2022, Stand 10.01.2023 Waidmarkt – Vergabe externer Fachbüros zur Unterstützung der Teilprojekte und Fachdienststellen im Projekt Waidmarkt. RPA-Nr. 2023/0236 Eingereichte Kosten: rd. 2.600.000,- EUR brutto einschl. 3% Nebenkosten Sehr geehrte Damen und Herren, bei der Umsetzung des Projektes Waidmarkt werden zur Unterstützung der städti- schen Verwaltung externe Projektsteuerungs- und Kommunikationsleistung benötigt. Folgende Ziele sollen erreicht werden: 1. Die Fertigstellung des Gleiswechselbauwerks der Nord-Süd Stadtbahn (Teilpro- jekt 1 Stadtbahnausbau) 2. Das Etablieren eines attraktiven und frequentierten Kulturraums/Gedenkortes (Teilprojekt 2 Kultur und Gedenken). 3. Das Erschaffen eines lebenswerten Stadtraums mit hoher Aufenthaltsqualität (Teilprojekt 3 Städtebau) der erkennbar mit dem Kulturraum/Gedenkort zusam- menwirkt (Teilprojekt 2 Kultur und Gedenken). Der Kostenansatz von bis zu 170 € pro Stunde liegt im oberen Bereich einer Kosten- prognose/Kostenschätzung. In Anbetracht der Komplexität des Vorhabens besteht ein erhöhtes Risiko bzgl. des prognostizierten Kosten- und Zeitrahmens. Aus den vorliegenden Unterlagen können keine Argumente abgeleitet werden, die gegen eine Unterstützung der Verwaltung durch externe Büros sprechen. Mit freundlichen Grüßen Ralf Jülich Leiter des Rechnungsprüfungsamtes 11. Anlage 3.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4018/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 09.02.2023
- Erstellt
- 23.11.2022 10:40