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0948/2025

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion aus der Sitzung des Verkehrsausschusses am 18.03.25 betr. „Zugverbindung Köln-London", AN/0310/2025

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 28.04.2025

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 13.05.2025

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4997 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/1 
 
Vorlagen-Nummer 28.04.2025 
 0948/2025 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 13.05.2025 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion aus der Sitzung des 
Verkehrsausschusses am 18.03.25 betr. „Zugverbindung Köln-London", AN/0310/2025 
Die FDP-Fraktion bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
„1. Inwieweit sind der Stadtverwaltung die aktuellen Planungen zur Ausweitung der Bahnver-
bindungen zwischen London und dem europäischen Festland unter Einbeziehung Kölns be-
kannt?  
2. Wie bewertet die Stadt Köln eine solche direkte Anbindung an London?  
3. Inwieweit setzt sich die Stadt Köln aktiv für eine solche Verbindung ein?  
4. Welche Maßnahmen kann und wird die Stadt ergreifen, um eine Umsetzung dieses Pro-
jekts zu erleichtern und zu unterstützen?  
5. Welche wirtschaftlichen und verkehrlichen Vorteile sieht die Stadtverwaltung in einer direk-
ten Bahnverbindung zwischen Köln und London, insbesondere mit Blick auf den Tourismus, 
den Wirtschaftsstandort Köln und die Verkehrswende?“ 
 
Antwort der Verwaltung 
1.) Der Verwaltung sind keine aktuellen Planungen zur Ausweitung der Bahnverbindungen 
zwischen London und dem europäischen Festland bzw. Kölns bekannt. Auch der Aufgaben-
träger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) Zweckverband go.Rheinland ist nach eige-
ner Aussage über keine Pläne zur Realisierung einer solchen Verbindung seitens DB Fernver-
kehr informiert worden. 
 
2. und 5.) Aus wirtschaftlicher Sicht bewertet die Verwaltung eine Direktverbindung zwischen 
Köln und London positiv und bekräftigt die Aussagen, die die Wirtschaftsförderung KölnBusi-
ness auf Anfrage geliefert hat: 
„Eine schnelle und direkte Verbindung nach London würde Köln für internationale Unterneh-
men, insbesondere britische Firmen, noch attraktiver machen. Dies könnte zu einer Zunahme 
von Investitionen und Unternehmensansiedlungen führen.  
Über 200 britische Unternehmen haben bereits jetzt einen Unternehmenssitz in Köln. Sehr be-
kannte Player wie z.B. Dyson oder INEOS aber auch eher unbekanntere Player wie der Spe-
zialversicherer Newline Group, der aus Köln sein gesamtes Europageschäft abwickelt. Insbe-
sondere vor der aktuell stattfindenden wirtschaftlichen Wiederannäherung des Vereinigten Kö-
nigreichs an die Europäische Union sind hier in den kommenden Jahren weitere positive Sy-
nergien zu erwarten.

2 
 
Die verbesserte Erreichbarkeit könnte des Weiteren einen deutlichen positiven Einfluss auf 
den Tourismus in Köln haben. Sowohl auf das Messegeschäft als auch auf die Freizeitwirt-
schaft. So stellen Touristen aus Großbritannien nach den Niederländern die zweitgrößte Be-
suchergruppe in Köln dar.   
Auch für die Verkehrswende wäre eine Direktzugverbindung von London nach Köln außeror-
dentlich bedeutsam. So zählt die Flugverbindung von Köln-Bonn nach London-Heathrow bzw. 
London-Stansted mit rund 53 wöchentlichen Flügen der Fluggesellschaften Eurowings, Bri-
tish-Airways und Ryanair zu den wichtigsten Flugverbindungen ab Köln. Mit einer direkten 
Bahnverbindung würde eine klimafreundliche und zeitlich attraktive Alternative zu diesen Flü-
gen angeboten werden.  
Eine direkte Zugverbindung würde den Handel zwischen Köln und London erleichtern, was zu 
einem Anstieg des Waren- und Dienstleistungsaustauschs führen könnte. Dabei würden sich 
die positiven Auswirkungen nicht nur auf die Stadt Köln begrenzen, sondern die gesamte 
Rhein-Ruhr Region für britische Unternehmen attraktiver werden.“ 
Neben den durch eine Direktverbindung zu erwartenden positiven Auswirkungen auf die wirt-
schaftliche Zusammenarbeit zwischen diesen beiden wichtigen europäischen Städten bzw. 
Regionen, ist die verkehrliche Bewertung dieser Planung differenziert zu betrachten. 
Auf der einen Seite würde die Fahrtzeit mit der Bahn zwischen den beiden Städten von heute 
über 5 Stunden (mit Umstieg) durch eine Direktverbindung deutlich reduziert, was Geschäfts-
reisen, den Tourismus und den Austausch von Fachkräften erheblich erleichtern würde.  
Auf der anderen Seite stellt sich diese Planung in Bezug auf den Betrieb am Kölner Haupt-
bahnhof als nachteilig dar. Vor dem Hintergrund, dass Großbritannien kein Mitglied des 
Schengener Abkommens ist, müsste für die Gepäck- und Personenkontrolle am Abfahrts-
bahnhof Köln – zumindest eine temporäre Abtrennung des entsprechenden Bahnsteigs – ein-
gerichtet werden. Neben der Problematik der Bahnsteigabtrennung – die nur am Gleis 1 denk-
bar ist – dürften auch hinsichtlich der Gleisbelegungen die bestehenden regionalen, nationa-
len und internationalen Verbindungen von diesem neuen Angebot nicht beeinträchtigt werden.  
Hinsichtlich der logistischen Abwicklung im Kölner Hauptbahnhof sehen Verwaltung und 
go.Rheinland diese Direktverbindung deshalb kritisch. 
 
3. und 4.)  
Für SPNV-betreffende Maßnahmen ist go.Rheinland als SPNV-Aufgabenträger zuständig. 
 
Gez. Egerer

Beratungsverlauf (1)

13.05.2025 Verkehrsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0948/2025
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
28.04.2025
Erstellt
27.03.2025 09:35