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4022/2017

Ganzjährige Sperrung des Zollstocker Weges entlang des Kalscheurer Weihers

Beschlussvorlage Ausschuss 17.01.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 22.01.2018, TOP 9.1.3

Beschlussvorlage Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

6159 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 4022/2017 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Zollstocker Weg entlang des Kalscheurer Weihers 
hier: Ganzjährige Sperrung 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) stimmt einer ganzjährigen Sperrung des Zollstocker Weges 
entlang des Kalscheurer Weihers zu und beauftragt die Verwaltung mit der sofortigen Umsetzung 
dieser Maßnahme. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alternative: 
 
Die Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) stimmt der ganzjährigen Sperrung des Zollstocker Weges 
nicht zu. 
 
Ausschuss für Umwelt und Grün 18.01.2018 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 22.01.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Seit mehreren Jahren wird immer wieder die Krötenwanderung im Bereich des Kalscheurer Weihers 
thematisiert. 
 
Zur Problematik der Krötenwanderung im Bereich des Zollstocker Weges 
Alle Beteiligten wurden bereits mehrfach über die hier bestehende Problematik informiert: 
Der nördliche Bereich des Zollstocker Weges bis zur A 4 verläuft zwischen dem Kalscheurer Weiher 
und einem westlich der Straße Richtung Am Eifeltor gelegenen Gehölzstreifen. Während der Gehölz-
streifen vielen Erdkröten als Lebensraum dient, stellt der Kalscheurer Weiher ein wichtiges Laichge-
wässer für diese Amphibien dar.  
In Abhängigkeit von der Witterung wandert ein Großteil der fortpflanzungsbereiten Individuen ab einer 
Temperatur von ca. 5°Celsius in der Zeit von Mitte Februar bis Ende April zu dem Laichgewässer. 
Hunderte Erdkröten müssen den Zollstocker Weg überqueren und halten sich dabei auch länger auf 
dem feuchten und vom Tage noch warmen Asphalt auf. 
Der Zollstocker Weg dient derzeit als Zufahrt zu den Kleingartenvereinen Köln Höningen, Schiffhof, 
Neuenhof und Steinhügel und wird demzufolge tagsüber frequentiert. 
Der Zollstocker Weg wird allerdings auch nachts stark befahren, da sich in diesem Bereich ein Stra-
ßenstrich etabliert hat. 
Als Folge des nicht unerheblichen PKW-Verkehrs wurden in der Vergangenheit während des Zeit-
raums der Wanderung alljährlich hunderte von Tieren getötet. 
 
Auftrag der Bezirksvertretung Rodenkirchen und des zuständigen Ratsausschusses 
Die zuständige Bezirksvertretung Rodenkirchen und auch der beratende Ratsausschuss Umwelt und 
Grün haben auf diese Problematik hingewiesen und beschlossen, Maßnahmen zum Schutz der Erd-
kröten einzuleiten. 
Konkret wurde gefordert, eine alternative Zuwegung zu den Kleingartenanlagen einzurichten, z.B. 
über die Straße Am Eifeltor. Zudem sollte geprüft werden, wie die Zuwegung über den Zollstocker 
Weg wirksam unterbunden werden kann. 
 
Lösung der Problematik: Zufahrt über die Jägerstraße 
 
Im Verlauf des Jahres 2017 konnte eine dauerhafte Lösung realisiert werden, die bei den beteiligten 
Kleingärtnern, Anwohnern und Naturschützern nahezu uneingeschränkt sehr positiv aufgenommen 
wurde: 
 
Die seit Jahren nicht mehr genutzte Jägerstraße, die man in Höningen von der Brühler Landstraße 
aus erreicht und die entlang des Böschungsfußes der Autobahn A4 direkt zu den Kleingartenanlagen 
führt, wurde im Herbst 2017 ertüchtigt und steht als Zuwegung zur Verfügung. 
 
Sperrung des Zollstocker Weges 
 
Im Gegenzug soll der Zollstocker Weg nördlich und südlich des Kalscheurer Weihers ganzjährig ge-
sperrt werden. Die entsprechenden Schranken wurden bereits installiert und müssen nur noch ge-
schlossen werden. 
 
Seitens der Verwaltung wird darüber hinaus erwogen, den Zollstocker Weg in diesem Bereich mittel-
fristig zu entsiegeln.

3 
 
Für diese ganzjährige Sperrung und Entsiegelung sprechen mehrere schwerwiegende Gründe: 
 
1. Temporäre Sperrungen von Bereichen, die der Amphibienwanderung dienen, sind immer nur 
Notlösungen, denn durch diese temporären Sperrungen nach dem Winter kann Schaden für 
die lokalen Populationen für die Wanderung vom Lebensraum zum Laichhabitat abgewendet 
werden.  
Für den Rückweg vom Laichhabitat zum Lebensraum stellt sich dies anders dar, da die Rück-
wanderung der Alttiere und die erste Wanderung der Jungkröten zeitlich nicht in dem Maße 
eingegrenzt werden kann wie im Frühjahr. Diese Wanderungsbewegungen finden über einen 
schwer einzugrenzenden und weitaus längeren Zeitraum statt. 
Angesichts der eigens zum Zweck des Krötenschutzes hergerichteten Jägerstraße ist eine nur 
temporäre Sperrung des Zollstocker Weges daher unvertretbar. 
 
2. Der Bereich des Kalscheurer Weihers wird seitens der Kölner Bürger sehr intensiv für die 
Naherholung genutzt. Der aktuell stattfindende Autoverkehr steht dieser Nutzung entgegen 
und kann angesichts der ertüchtigten Jägerstraße problemlos unterbunden werden. 
 
3. Der Zollstocker Weg wird nach Einbruch der Dunkelheit stark frequentiert, da sich hier der o.g. 
Straßenstrich etabliert hat. Neben der starken Nutzung mit Kraftfahrzeugen und der daraus 
resultierenden Tötung der Erdkröten kommt es hierdurch zu weiteren unerwünschten Begleit-
problemen. Daher wurde seitens der betroffenen Kleingärtner der nachdrückliche Wunsch ge-
äußert, diesem Problem entgegenzutreten. 
Die ganzjährige Sperrung des Zollstocker Weges wird auch hier sehr dienlich sein. 
 
4. Eine temporäre Sperrung bedeutet im Vergleich zu einer permanenten Sperrung einen immer 
wiederkehrenden Aufwand bei der Bedienung und Wartung der Schranken. 
 
5. Die Entsiegelung des Zollstocker Weges dient einer erheblichen Aufwertung dieses Land-
schaftsraums für die Naherholung und kann darüber hinaus als Kompensationsmaßnahme 
angerechnet werden. 
 
 
Begründung der Dringlichkeit 
 
Wie oben dargestellt, überqueren die fortpflanzungsbereiten Erdkröten ab einer Temperatur von ca. 
5°Celsius, die in Abhängigkeit von der Witterung ab Mitte Februar zu erwarten sind, den Zollstocker 
Weg, um in ihr Laichgewässer zu gelangen. Die Rückwanderung der Tiere zurück in ihren Lebens-
raum der Tiere erstreckt über die darauffolgenden Monate. 
Die Verwaltung beabsichtigt, den Zollstocker Weg ab Mitte Februar dauerhaft zu sperren, um das 
Überfahren der Tiere zukünftig zu vermeiden.

Beratungsverlauf (2)

18.01.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
22.01.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4022/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
17.01.2018
Erstellt
21.12.2017 08:09