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AN/1051/2026

Auswahl eines alternativen Standorts für den geplanten Skaterpark in Köln-Widdersdorf sowie Aussetzung der Umsetzung am derzeit vorgesehenen Standort

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 16.06.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 29.06.2026, TOP 8.1.12

Antrag von der Fraktion FDP / Volt

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Antrag von der Fraktion FDP / Volt

4940 Zeichen

Fraktion FDP / V olt  
 
 
 
 
 
in der Bezirksvertretung Lindenthal  
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich 
Widdersdorf…  
 
 
                     Köln, 12-06-2026  
 
 
Prüfung und Auswahl eines alternativen Standorts für den geplanten Skaterpark in 
Köln-Widdersdorf sowie Aussetzung der Umsetzung am derzeit vorgesehenen Standort 
bis zum Abschluss der Standortprüfung 
 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeisterin Roland Schüler,  
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester,  
  
die antragstellende Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der 
Bezirksvertretung am 29. Juni 2026 zu setzen.  
 
 
Antrag: 
 
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt, dass: 
1. … die Verwaltung beauftragt wird, für den geplanten Skaterpark in Köln -Widdersdorf 
einen oder mehrere alternative Standorte zu identifizieren und unter Berücksichtigung 
städtebaulicher, verkehrlicher, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte zu bewerten.  
2. … dabei insbesondere Standorte zu prüfen sind, die eine bessere Erreichbarkeit mit dem 
öffentlichen Personennahverkehr sowie dem Individualverkehr gewährleisten und die 
mit den Interessen der Anwohnerschaft sowie den Anforderungen an eine nachhaltige 
Stadtentwicklung besser vereinbar sind.  
3. … b is zum Abschluss dieser Prüfung und einer erneuten politischen Befassung von 
einer Umsetzung des Skaterparks am derzeit vorgesehenen Standort abgesehen werden 
soll. 
4. … die Ergebnisse der Standortprüfung der Bezirksvertretung Lindenthal zur Beratung 
und Beschlussfassung vorzulegen sind. 
 
 
Begründung:  
 
Die Planung eines Skaterparks in Widdersdorf betrifft in erster Linie den örtlichen Lebensraum 
und damit den „Mikrokosmos“ des Stadtteils. Das Angebot richtet sich aufgrund der 
besonderen Lage Widdersdorfs nicht an die Gesamtstadt, sondern überwiegend an d ie 
Bevölkerung des Stadtteils und seines unmittelbaren Umfelds. 
 
Widdersdorf weist eine ausgeprägte Insellage auf. Die Anbindung an den öffentlichen 
Personennahverkehr ist unzureichend; zugleich bestehen bereits heute erhebliche 
Einschränkungen bei der Erreichbarkeit mit dem Individualverkehr. Die bestehenden 
Straßenverbindungen sind begrenzt und insbesondere an Wochenenden regelmäßig stark

belastet. Bereits im Zusammenhang mit dem Spiel - und Sportbetrieb des SV 
Lövenich/Widdersdorf kommt es zu erheblichen Verkehrs - und Parkplatzproblemen. Ein 
zusätzlicher überörtlicher Anziehungspunkt würde diese Situation weiter verschärfen, ohne 
dass bislang tragfähige Konzepte für Anfahrt, Parken oder Verkehrslenkung vorliegen. 
 
Gerade deshalb ist es sachgerecht, zunächst einen Standort zu wählen, der die notwendige 
Infrastruktur bereits aufweist oder jedenfalls mit vertretbarem Aufwand schaffen kann. 
 
Hinzu kommt, dass die Bezirksvertretung Lindenthal bereits im Jahr 2025 einstimmig 
beschlossen hat, die Prüfung eines alternativen Standorts zu veranlassen. Dieses einstimmige 
V otum dokumentiert den parteiübergreifenden politischen Willen vor Ort und unterstreicht die 
besondere Verantwortung der Bezirksvertretung für die Entwicklung des Stadtteils. 
 
Soweit zwischenzeitlich ein Ratsbeschluss zugunsten des derzeitigen Standorts gefasst wurde, 
steht dies einer erneuten Standortprüfung nicht entgegen.  
 
Die bisherige Beschlusslage zeigt, dass Ratsbeschlüsse keine unumstößliche Endgültigkeit 
beanspruchen. Für denselben Standort bestand zuvor bereits ein Ratsbeschluss zur Errichtung 
eines Fitnessparcours, der später wieder aufgegeben und durch die nunmehrige 
Skaterparkplanung ersetzt wurde . Der Rat hat damit selbst deutlich gemacht, dass 
städtebauliche Planungen fortentwickelt und an veränderte Erkenntnisse angepasst werden 
können. Es besteht daher kein Anlass, die aktuelle Standortentscheidung einer erneuten 
sachlichen Überprüfung zu entziehen. 
 
Besonders zu berücksichtigen ist schließlich das Ergebnis der jüngsten Anwohnerbefragung. 
Diese hat ein eindeutiges Meinungsbild ergeben: Der derzeit vorgesehene Standort wird aus 
verkehrspolitischen, ökologischen und städtebaulichen Gründen mehrheitlich a bgelehnt. Die 
berechtigten Interessen der unmittelbar betroffenen Bevölkerung verdienen im Rahmen einer 
verantwortungsvollen kommunalen Planung besonderes Gewicht. 
 
Die Suche nach einem besser geeigneten Standort stellt daher keine Infragestellung des Projekts 
als solchem dar. Vielmehr soll der Skaterpark so realisiert werden, dass er seine sport - und 
jugendpolitischen Ziele erreicht, ohne zugleich vermeidbare Belastu ngen für Anwohner, 
Umwelt und Verkehrsinfrastruktur zu erzeugen. Eine erneute, ergebnisoffene Standortprüfung 
ist deshalb geboten und entspricht sowohl den Interessen der Bürgerschaft als auch den 
Grundsätzen einer nachhaltigen und ausgewogenen Stadtentwicklung. 
 
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Prof. Dr. Klaus Reinartz   
Fraktion FDP/V olt

Beratungsverlauf (1)

29.06.2026 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 8.1.12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: endgültig zurückgezogen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1051/2026
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
16.06.2026
Erstellt
16.06.2026 12:30