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3512/2024

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Fr. Berhane aus der Sitzung vom 10.10.2024 betreffend "Ungleiche Verteilung der Kreditvergaben an migrantisch geführte KMU‘s"

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 14.11.2024

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 23.01.2025, TOP 3.1

Anlage 1 - Begründung

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Anlage 1 - Begründung

1807 Zeichen

Ergänzend zur Vorlage 3512/2024 bittet SE Fr. Berhane in der Sitzung vom 21.11.2024 
darum, eine von ihr verfasste und zur Verfügung gestellte Begründung als Kontext 
hinzuzufügen. 
 
Begründung: 
 
„Auf Grundlage einer Studie der KFW-Bank (2023) geht hervor, dass viele migrantisch 
geführte Unternehmen größere Schwierigkeiten haben Zugang zu Krediten zu bekommen. 
Ungefähr 28,8% der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU’s) in Deutschland, darunter 
auch solche, die von Migranten geführt werden, berichten von restriktivem Verhalten der 
Banken bei Kreditverhandlungen. Zudem zeigt sich bei einer Umfrage der Bundesbank 
(2023), dass migrantisch geführte Unternehmen häufiger von höheren Anforderungen und 
strikteren Bedingungen betroffen sind, was den Zugang zu Finanzierungen weiter erschwert. 
Öffentlich zugängliche Daten zeigen auch, dass migrantische Gründer, trotz ihrer oft 
überdurchschnittlichen Qualifikationen, Expertisen und Internationalisierungsbestrebungen, 
deutlich benachteiligt sind als ihre deutschen Pendants, was auf eine systematische und 
strukturelle Ungleichbehandlung hinweist. 
 
Die Stadt Köln kann keine direkte Kreditvergabe der Banken regeln, da diese ja bekanntlich 
privatwirtschaftlich organisiert sind. Sie kann aber durch verschiedene strategische Ansätze 
einen positiven Einfluss auf Banken ausüben und aktiv ein Umfeld schaffen um Diversity 
Policies zu fördern um diskriminierungsfreie Kreditvergaben zu gewährleisten und Banken zu 
einem verantwortungsvollerem Handeln zu bewegen, das migrantischen Unternehmen 
erleichtert Finanzierungen zu erhalten. So könnte die wirtschaftliche Teilnahme und 
Chancengleichheit, ebenso die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen verbessert und 
eine Attraktivitätssteigerung des Wirtschaftsstandort Köln erhöht werden.“

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

4249 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/IX/3 
 
Vorlagen-Nummer 14.11.2024 
 3512/2024 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 21.11.2024 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Fr. Berhane aus der Sitzung vom 
10.10.2024 betreffend "Ungleiche Verteilung der Kreditvergaben an migrantisch 
geführte KMU‘s" 
SE Frau Berhane stellt folgende Fragen: 
 
1. Welche konkreten Maßnahmen unterstützt oder initiiert die Stadt Köln, um migrantisch ge-
führte Unternehmen in Bezug auf Chancengleichheit und den Zugang zu Finanzierungen zu 
stärken, die wirtschaftliche Teilhabe von migrantischen Unternehmen zu fördern und struktu-
relle Benachteiligungen abzubauen? 
 
2. Unterstützt die Stadt Köln Programme, die migrantisch geführten Unternehmen den Zugang 
zu Finanzierungen wie Darlehen, Zuschüssen oder Mikrofinanzierungen erleichtern, auch 
wenn sie diese nicht direkt anbietet? Falls ja, welche städtischen oder kooperativen Initiativen 
existieren, um diese Unternehmen bei der Suche nach Finanzierungsquellen zu unterstützen? 
 
3. Welche spezifischen Beratungsangebote stellt die Stadt Köln für migrantisch geführte Un-
ternehmen bereit, die deren besonderen Herausforderungen gerecht werden und auf diese 
Zielgruppe zugeschnittene Unterstützung leisten? 
 
4. In welchem Umfang beteiligt sich die Stadt Köln an Austauschformaten oder Best-Practice-
Initiativen mit anderen Städten, Regionen oder Ländern, die erfolgreiche Maßnahmen zur För-
derung migrantisch geführter Unternehmen thematisieren um erfolgreiche Unterstützungsmo-
delle zu übernehmen oder anzupassen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Die Beratung und Unterstützung der KölnBusiness sind darauf ausgerichtet, allen Unterneh-
men in Köln – unabhängig der Herkunft des Leitungspersonals – die besten Voraussetzungen 
für eine erfolgreiche Ansiedlung oder Entwicklung zu bieten. Die Herkunft oder ethnische Zu-
gehörigkeit der Unternehmerinnen und Unternehmer spielt in der täglichen Arbeit von KölnBu-
siness keine Rolle.  
Das Team International Desk der KölnBusiness fokussiert sich auf die Ansiedlung internatio-
naler Unternehmen. Unternehmen, die bereits in Köln ansässig sind, werden umfassend vom 
Team Unternehmensservice betreut. Diese Betreuung zielt stets auf die unternehmerischen 
Anforderungen insgesamt ab und ist nicht an die Hintergründe oder Ethnien der Geschäftsfüh-
rung oder des Leitungspersonals geknüpft. 
 
Darüber hinaus berät KölnBusiness bei Finanzierungs- und Förderfragen über das Starter-

2 
 
Center bei Gründungen und über eine spezialisierte Fördermittelberatung. Die von KölnBusi-
ness in der Beratung eingesetzten öffentlichen Förderangebote schließen migrantisch ge-
führte Unternehmen mit ein. Das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW) adressiert ex-
plizit Migrantinnen und Migranten der ersten Generation, die ein förderfähiges Gründungs- 
und Übernahmevorhaben planen, sowie die bessere betriebliche Integration von Beschäftig-
ten mit Migrationshintergrund. Mit fünfzehn gesprochenen Sprachen im Team von KölnBusi-
ness können die vorhandenen Förderangebote bei Bedarf niedrigschwellig vermittelt werden. 
 
KölnBusiness beteiligte sich zudem in 2023 am Projekt "Wirkungsstart" des Migrafrica e.V.. In 
diesem Projekt wurden sechs migrantische Gründer*innen über einen Zeitraum von einem 
halben Jahr in Form eines Inkubator-Programms unterstützt. Die Ergebnisse und Erfahrungen 
des Projektes flossen in ein toolkit für Gründer*innen sowie einem Handbuch für Gründungs-
berater*innen, die unter anderem auf die Zielgruppe migrantischer Gründer*innen zugeschnit-
ten ist. Die Projektdokumentation findet sich auf 
https://www.migrafrica.org/2022/12/10/wirkungsstart-sozial-gruenden-leicht-gemacht/ 
 
Neben Migafrica e.V. haben sich in der Vergangenheit und aktuell Aliadas (Verein für Frauen 
aus Spanien und Lateinamerika) und das Business-Netzwerk Migrantinnen e.V. PETEK als in 
Köln ansässige Einrichtungen mit spezialisierten Angeboten zu Gründung und Wachstum mig-
rantisch geführter Unternehmen beschäftigt. Aktuell plant die Caritas ein Projekt für Ukraine-
rinnen, das ihnen den Weg in die Selbständigkeit erleichtert. Dieses soll 2025 starten.  
 
Gez. Haack

Beratungsverlauf (1)

23.01.2025 Wirtschaftsausschuss
TOP 3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3512/2024
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
14.11.2024
Erstellt
06.11.2024 10:12