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V/0546/2010

Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem

Vorlagen 08.07.2010

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 14.09.2010, TOP 6.2

Anlage 3

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Ansehen

Anlage 1

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Ansehen

Anlage 2

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 3

2282 Zeichen

Anlage 3 
zur Vorlage V/0546/2010 -Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem- 
 
Vergleich der Sperrgutabfuhr in den 30 einwohnerstärksten 
Städten Deutschlands- 
 
Stadt Ein- 
wohner 
Termin-
begrenzung
Sperrgut 
auf Abruf 
Sperrgut als 
Straßen-
sammlung 
Berlin 3.431.675 nein 
pro Termin bis 5 cbm 
gebührenpflichtig 25,00 €; 
jeder weitere  cbm  5,00 € 
 
Hamburg 1.772.100 nein 
pro Termin bis 8 cbm 
gebührenplichtig 35,00 € 
bzw. 41,00 € je nach 
Zahlungsart; jeder weitere 
cbm 5,00 € 
 
München 1.326.807 nein je angefangene 15 Minuten 
Abholzeit 27,00 €  
Köln 995.420 nein bis 3 cbm, kostenlos  
Frankfurt 
am Main 664.838 nein pro Termin 10 cbm 
kostenlos  
Stuttgart 600.068 2x im Jahr kostenlos, haushaltsübliche 
Mengen  
Dortmund 584.412 nein pro Termin und Haushalt 
gebührenplichtig 20,00 €  
Düsseldorf 584.217 nein 
max. 2 cbm kostenlos; 
darüber hinaus pro cbm 
80,00 € 
 
Essen 579.759 nein kostenlos, haushaltsübliche 
Mengen  
Bremen 547.360 1x im Jahr kostenlos; jede weitere 
Abfuhr kostet 67,00 €  
Hannover 519.619 nein 
pro Termin in 
haushaltsüblichen Mengen 
bis max. 5 cbm kostenlos 
 
Leipzig 515.469 nein 
pro Termin max. 4 cbm 
gebührenplichtig 
Abrechnung über 
Sperrmüllwertmarken a´ 
21,00 € 
 
Dresden 512.234 12x im Jahr
max. 2 cbm kostenpflichtig 
20,00 € , über 2 cbm 
Selbstanlieferung 
 
Nürnberg 503.638 1x im Jahr kostenlos; haushaltsübliche 
Mengen

Stadt Ein- 
wohner 
Termin-
begrenzung
Sperrgut 
auf Abruf 
Sperrgut als 
Straßen-
sammlung 
Duisburg 494.048 nein kostenlos  
Bochum 378.596 1x im Jahr kostenlos  
Wuppertal 353.308     4x im Jahr 
Bielefeld 323.615 nein pro Abfuhr 28,00 €  
Bonn 317.949     4x im Jahr 
Mannheim 311.342 1x im Jahr max. 8 cbm; jede weitere 
Abfuhr gegen Gebühr  
Karlsruhe 290.736     2x im Jahr 
Wiesbaden 276.742 nein nach Bedarf, kostenlos  
Münster 273.875     12x im Jahr 
Augsburg 263.313 nein 15,00 € je angefangene 20 
Minuten Ladezeit  
Gelsenkirchen 262.063 nein kostenlos  
Aachen 259.269 nein kostenlos  
Mönchen- 
gladbach 258.848 nein 
max. 5 cbm und 
Gegenstände dürfen nicht 
länger als 2,00 m sein 
 
Braunschweig 246.012 nein pro Abfuhr 15,00 €  
Chemnitz 243.880   max. 2 cbm 1x im Jahr 
Kiel 237.579 2x im Jahr 
max. 20 Teile kostenlos; 
darüber hinaus 
gebührenpflichtig

Anlage 1

15920 Zeichen

Anlage 1 
zur Vorlage V/0546/2010 -Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem- 
 
 
–Erfahrungsberichte anderer Kommunen zum Thema „Sperrgut auf Abruf - 
 
Auszug Erfahrungsbericht Halle an der Saale 
 
Neues Erfassungssystem für Sperrmüll aus privaten Haushalten 
 
Sperrmüllentsorgung auf Bestellung über die Abrufkarte 
 
Mit Beginn des Jahres 2005 wurde die Sperrmüllentsorgung für Privathaushalte im 
Stadtgebiet von Halle (Saale) von der bis dahin praktizierten gebietsweisen 
Straßeneinsammlung auf eine Abholung auf Bestellung mittels Abrufkarte umgestellt. Die 
wichtigste Zielvorgabe dieser Systemänderung war es, die teilweise übergroßen 
Sperrmüllberge mit den daraus resultierenden negativen Folgen einzudämmen. So kam es 
während der gebietsweisen Einsammlung immer wieder zu Verunreinigungen und 
Behinderungen auf Gehwegen und angrenzenden Fahrbahnen. Außerdem wurden im 
Rahmen der Sperrmüllaktion auch regelmäßig Grünflächen in Mitleidenschaft gezogen. 
Weitere Probleme bereitete die Zunahme des organisierten Durchsuchens des Sperrmülls 
nach brauchbaren, verkäuflichen Gegenständen. (…) 
 
Mit dem neu eingeführten System erhält jeder H aushalt die Möglichkeit, die Abholung seines 
Sperrmülls terminlich den eigenen Bedürfnissen anzupassen. (…)  Die Sperrmüllabfuhr auf 
Bestellung mittels Abrufkarte kann pro Haus halt einmal im Jahr ohne zusätzliche Gebühren 
bis zu einer Menge von fünf Kubikmetern genutzt werden. Dazu ist eine vorgedruckte Karte 
auszufüllen, auf der Anzahl und Art der zu entsorgenden Gegenstände vermerkt werden. Die 
Abrufkarte ist an verschiedenen zentralen Stellen im Stadtgebiet oder direkt bei den Fahrern 
der Müllfahrzeuge erhältlich. Außerdem kann die Karte auf den Stadtseiten im Internet unter 
www.halle.de heruntergeladen werden. 
Die Karte ist unterschrieben an die Stadtwirtschaft GmbH Halle zu schicken. Nach deren 
Eingang wird dem Antragsteller der innerhalb der nächsten vier Wochen liegende 
Entsorgungstermin mitgeteilt. 
Die Vereinbarung eines individuellen Sondertermins für die Sperrmüllabfuhr ist gegen 
Zahlung einer Gebühr von 15 Euro ebenfalls möglich. 
Für die Vermieter von Mehrfamilienhäusern besteht die Möglichkeit, die Sperrmüllentsorgung 
für ihre Mieter gemeinsam durchführen zu lassen. In diesem Fall schickt der 
Grundstückseigentümer die ausgefüllten Abrufkarten seiner Mieter zusammen mit einem 
entsprechenden Vermerk an die Stadtwirtschaft. Diese verwaltet alle eingehenden Aufträge 
und koordiniert die Terminvergabe. 
Ausgenommen von dieser Verfahrensweise sind allerdings die Bewohner von 
Großwohnanlagen. Hier wurden spezielle Sonderregelungen vereinbart, die an anderer 
Stelle noch näher erläutert werden. 
 
 
Abrufkarte für Sperrmüll 
 
Eine Nutzung der Abrufkarte für Sperrmüll ist nicht möglich, wenn eine größere Menge als 
fünf Kubikmeter entsorgt werden muss beziehu ngsweise der Sperrmüll häufiger als einmal 
pro Jahr abgeholt werden soll. Dies würde beispielsweise bei einer Haushaltsauflösung 
zutreffen. In diesem Fall kann eine gebührenpflichtige Sperrmüllentsorgung mit Container 
oder Pressfahrzeug bei der Stadtwirtschaft GmbH Halle schriftlich, per Fax oder persönlich 
beantragt werden. Der abgeholte Sperrmüll wird verwogen und entsprechend der geltenden  
Gebührensätze in Rechnung gestellt.

Neben der Abholung auf Bestellung ist die Selbstanlieferung von Kleinmengen Sperrmüll aus 
privaten Haushaltungen an den Wertstoffmärkten der Stadtwirtschaft möglich. Allerdings ist 
die Anlieferung nur bis zu einer Menge von einem Kubikmeter kostenfrei. Dennoch können 
auch größere Sperrmüllmengen abgegeben werden. Dies ist dann jedoch gebührenpflichtig.  
 
 
Vorbereitung der Systemumstellung 
 
Der Auslöser für die Änderung des Entsorgungssystems waren neben den bereits in der 
Einleitung dargestellten Problemen zwei größere Sperrmüllbrände während der 
Straßensammlung im Laufe des Jahres 2003. Dazu häuften sich die Beschwerden über 
tagelang herumliegenden Müll auf den Gehwegen, der förmlich zum Durchwühlen einlud. 
Des Weiteren nutzten zunehmend bestens organisierte Gruppen die öffentlich bekannt 
gegebenen Entsorgungstouren, um zielgerichtet für sie gewinnbringende Gegenstände 
abzutransportieren. 
Leider bedienten sich einige Bürger immer öfte r der Anonymität des Erfassungssystems, um 
sich mit wenig Aufwand und ohne Kosten von allem Unbrauchbarem bequem zu trennen. 
Dazu gehörten vor allem auch viele sperrmüllfremde Gegenstände. Die Verursacher für die 
Vermüllungen waren in der Regel nicht zu ermitteln. 
 
Aufgrund der aufgeführten Missstände wurde dem Fachbereich Umwelt Anfang 2004 der 
Auftrag erteilt, ein neues Erfassungssystem mit folgenden Zielvorgaben vorzubereiten: 
 
1. keine Erhöhung der Gesamt-Kosten für die Sperrmüllerfassung (Sammlung, 
Transport und Annahme) 
2. mehr Sauberkeit, keine sperrmüllfremden Gegenstände und illegalen Ablagerungen 
3. bürgerfreundliche und flexible Angebote 
4. den besonderen Anforderungen an Großwohnanlagen Rechnung tragend 
5. überschaubarer Verwaltungsaufwand für Stadt und Stadtwirtschaft GmbH Halle 
6. keine kostenlosen Entsorgungen aus dem Gewerbe und aus dem Umland zulasten 
der halleschen Haushalte sowohl bei der Einsammlung als auch bei Selbstanlieferung 
auf den Wertstoffmärkten 
7. eine in sich stimmende Gebührenstruktur bei den Sperrmüllentsorgungsangeboten 
8.  Einflussnahme auf die Sperrmüllströme 
 
Zur besseren Orientierung wurde sich zuerst bei 17 Städten in Deutschland mit einer 
vergleichbaren Einwohnerzahl wie Halle informiert, welches System der 
Sperrmülleinsammlung dort praktiziert wird. Dabei ergab sich, dass nur noch in zwei Städten 
die Sperrmüllabholung durch Straßensammlung nach vorgegebenem Termin erfolgt. Die 
meisten Städte realisieren die Einsammlung nach Bestellsystem in Kombination mit 
Selbstanlieferungen. 
Mit besonderem Interesse wurde das Sammelsystem der Stadt Magdeburg betrachtet, da es 
hier seitens des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes bereits Erfahrungen mit dem 
Entsorgen von Großwohnanlagen gab. Durch eine sorgfältige Analyse der Magdeburger 
Erkenntnisse ließen sich im Vorfeld bereits mögliche Fehler vermeiden. 
 
So wurden die großen halleschen Wohnungsunternehmen früh in die Planungen 
einbezogen. Von deren Seite gab es anfänglich erhebliche Bedenken bezüglich des 
Umgangs mit den Abrufkarten. (…) In gemeinsamen Gesprächen zwischen Vertretern der 
Stadtwirtschaft, des Fachbereiches Umwelt und der großen Wohnungsunternehmen konnte 
eine spezielle Lösung für die Mieter in Großwohnanlagen (hauptsächlich die Neubaugebiete 
Neustadt, Südstadt und Silberhöhe) gefunden werden. (…) 
 
Nach zahlreichen Diskussionen in den politischen Gremien sprach sich eine große Mehrheit 
für den Systemwechsel bei der Sperrmülleinsammlung aus. Danach wurden die neuen

Regelungen Bestandteil der ab dem Jahr 2005 geltenden Abfallwirtschafts- und 
Abfallgebührensatzung der Stadt Halle (Saale). 
 
Auswertung 
 
Nach einem reichlichen Jahr Sperrmüllabholung auf Bestellung per Abrufkarte kann eine 
positive Bilanz gezogen werden. 
Durch die geänderte Logistik verringerten sich die in der Vergangenheit aufgetretenen 
Beeinträchtigungen und Missstände auf ein Minimum. Neben dem ordentlicheren Stadtbild 
konnte zugleich auch den abfallrechtlichen Zielsetzungen durch eine nunmehr mögliche 
genaue Trennung von wirklichem Sperrmüll, Wertstoffen und Restmüll Rechnung getragen 
werden. 
 
Die Menge und Sortenreinheit des bereitgestellten Sperrmülls hat sich im Laufe des Jahres 
2005 erheblich verbessert. Sperrmüllfremde Gegenstände waren kaum noch vorhanden. 
Auch die Obergrenze von fünf Kubikmetern wurde in den meisten Fällen eingehalten. 
Natürlich traten ab und zu noch kleinere Probleme auf, wenn sich der ordnungsgemäß  
bereitgestellte Sperrmüll über Nacht auf wundersame Weise vermehrte. 
Die Hinweise und Beratung seitens der Mitarbeiter der Auftragsannahme der Stadtwirtschaft, 
der Sperrmüllabfahrer vor Ort sowie der Abfallberater des Fachbereiches Umwelt zeigen 
eine erfreuliche Wirkung. 
 
 
Entsorgung von privaten Haushalten auf Abrufkarte 
 
Die Resonanz der halleschen Bevölkerung auf das neue Sammelsystem war in den meisten 
Fällen durch eine Zustimmung gekennzeichnet, da jeder Bürger nun selbst über den 
Zeitpunkt seiner Sperrmüllentsorgung bestimmen kann. Die Tourenplanung seitens der 
Stadtwirtschaft erfolgte immer satzungsgemäß innerhalb von vier Wochen. In vielen Fällen 
konnte eine Abholung sogar wesentlich eher realisiert werden. (…) 
 
Im Jahr 2005 nutzten insgesamt 3066 Haushalte die neue Möglichkeit der 
Sperrmüllentsorgung auf Abruf. Immerhin 2719 Haushalte davon machten von einem 
Sondertermin auf der Abrufkarte Gebrauch, obwohl sie dafür die Termingebühr in Höhe von 
15,00 € zahlen mussten. (…) 
 
Trotz umfangreicher Informationen auf der Abrufkarte waren immer wieder sperrmüllfremde 
Abfälle zur Entsorgung auf der Karte eingetragen. Anfänglich riefen die Mitarbeiter der 
Stadtwirtschaft diese Antragsteller zurück und informierten sie, dass die auf der Abrufkarte 
angegebenen Dinge (z. B. Restmüll, Bauabfall, Schadstoff, elektrische Altgeräte) kein 
Sperrmüll sind und deshalb nicht zum Termin mitgenommen werden. Gleichzeitig wurden die 
richtigen Entsorgungswege für diese Sachen aufgezeigt. 
Um diesen Aufwand zu minimieren wurde eine Informationskarte vom Kundendienst 
erarbeitet und den Bürgern vor dem Entsorgungstermin zugesandt. 
 
 
Sonderlösung für Großwohnanlagen 
 
Auch diese Art der Entsorgung erfolgte ordnungsgemäß anhand der zu Jahresbeginn 
zwischen Wohnungsgesellschaften und Stadtwirtschaft abgestimmten Termine. (…) 
 
Auch aus logistischer und wirtschaftlicher Sicht war die gemeinsame Sperrmüllentsorgung 
von Großwohnanlagen ein voller Erfolg. Zumal bei den beteiligten Wohngrundstücken alles 
wesentlich unproblematischer verlief, als noch in den Vorjahren im Rahmen der 
gebietsweisen Straßeneinsammlung.

Etwas kompliziert wurde es lediglich dann, wenn Wohngrundstücke von den 
Wohnungsunternehmen für eine gemeinsame Sperrmüllentsorgung angemeldet waren, 
einzelne Mieter aber trotzdem auf Abrufkarte entsorgen lassen wollten. Hier gelang es der 
Stadtwirtschaft GmbH Halle in jedem Fall eine zufrieden stellende Lösung zu vereinbaren. 
Diese beinhaltete entweder die Selbstanlieferung bei einem der Wertstoffmärkte, die 
Einlagerung bis zur nächsten Aktion oder eine kostenpflichtige Entsorgung. (…) 
 
 
Fazit 
 
Die Umstellung der Sperrmüllentsorgung von der gebietsweisen Straßeneinsammlung zur 
Abholung auf Bestellung mittels Abrufkarte hat sich in der Praxis bewährt. Das neue System 
wird für die Privathaushalte im halleschen Stadtgebiet fortgeführt. 
 
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Pressemitteilung Abfallwirtschaft Mannheim 
Stand: 29.Jan.2010 
 
Umstellung auf das neue Bestellsystem verläuft reibungslos 
 
Seit ersten Januar gibt es in Mannheim die Sperrmüllabfuhr nur noch auf Bestellung. Die 
Abfallwirtschaft Mannheim war mit der Umstellung vom Straßensperrmüll zu einem 
Abrufsystem dem Beispiel zahlreicher Städte gefolgt. Eine erste Bilanz fällt positiv aus. Der 
Sperrmüll auf Abruf wird von den Mannheimer Bürgerinnen und Bürgern sehr gut 
angenommen, die Resonanz der Kunden ist erfreulich positiv. Sie schätzen vor allem die 
Flexibilität des Bestellsystems. 
 
Die Abfallwirtschaft Mannheim ist mit der Einführung des neuen Systems sehr zufrieden. 
Dank einer umfassenden organisatorischen Vorbereitung und intensiver Öffentlichkeitsarbeit 
verlief die Umstellung zum Jahreswechsel reibungslos. Unter der eigens geschaffenen 
Hotline 293-7000 gehen täglich bis zu 500 Anrufe von Kunden ein, die einen 
Sperrmüllauftrag erteilen oder sich auch über andere Themen informieren wollen. 
Durchschnittlich verzeichnet die Abfallwirtschaft Mannheim 60 Aufträge am Tag. Dabei 
bestellen 94 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Sperrmullabfuhr telefonisch und nur 
jeweils drei Prozent per E-Mail oder Bestellkarte. Im Regelfall erhält der Besteller einen 
Termin innerhalb von zwei bis drei Wochen. Zweimal im Jahr ist dieser Service jeweils bis zu 
vier Kubikmeter kostenlos. Jeder Zehnte macht von dem Service Gebrauch, gegen Gebühr 
einen kurzfristigen Termin innerhalb von drei Tagen zu vereinbaren oder – ebenfalls gegen 
Gebühr – Mehrmengen anzumelden. 
 
Von der Umstellung auf das Abrufsystem hatte sich die Abfallwirtschaft vor allem auch eine 
nachhaltige Verbesserung der Sauberkeit in der Stadt erhofft. Dieses Ziel konnte erreicht 
werden. Durch die Anmeldemöglichkeit werden deutlich weniger nicht zum Sperrmüll 
gehörende Abfälle herausgestellt. Das Durchwühlen und Verstreuen des Sperrmülls durch 
professionelle Sammler wurde weitgehend eingedämmt. Allerdings kommt es noch immer 
vereinzelt zur unzulässigen Wegnahme von Schrottanteilen. Da der Abfallwirtschaft 
Mannheim und damit dem Gebührenzahler hierdurch Einnahmen verloren gehen, werden 
gewerbliche Sammler, die Sperrmüll entwenden, zur Anzeige gebracht. Für entsprechende 
Hinweise ist die Abfallwirtschaft Mannheim dankbar.

Auszug Pressemitteilung WZV (Wege-Zweckverband) Segeberg 
 
Mit moderner Kommunikation alte Möbel schnell entsorgen 
Sperrmüllabholung nach Bedarf läuft bestens 
 
Entscheidungen ohne Risiko gibt es nicht – und so waren die Profis in Orange sehr 
gespannt darauf, wie der neue Service „Sperrmüllabholung nach Bedarf“, den die WZV-
Verbandsversammlung im letzten Jahr für alle Städte und Gemeinden im Kreis Segeberg 
(ohne Norderstedt) beschlossen hatte, bei den Kunden ankommen würde.  
„Goldrichtig!“ – stellt Logistikleiterin Katja Finnern fest. Das Horten von Sperrmüll und das 
Warten auf den festen Abholtermin ist seit Januar vorbei. Die aktuelle Statistik macht die 
Wünsche der Kunden deutlich: Bei Eis und Schnee ist die Sperrmüll-, Altmetall- und 
Elektrogeräteabholung nicht so gefragt. Nur 1 200 Kunden haben in den ersten drei 
Monaten Sperrmüll abholen lassen. Doch sobald sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, 
geht es los mit dem Aufräumen und Entrümpeln: Allein in den ersten Aprilwochen haben 1 
400 Kunden eine Sperrmüllabholung bestellt - also mehr Kunden als in den ersten drei 
Monaten des Jahres zusammen. Das Service-Team aus Svenja Böttger, Carina Sternberg 
und Anne Peters, nimmt die Bestellungen auf. Bei der Sperrmüllhotline 04551-909190 gibt 
es bei der Bestellung gleich eine Beratung darüber, was beim Sperrmüll mitgenommen 
wird. Und, zur großen Freude der Kunden, auch sofort einen Termin. Wer genau weiß, was 
zum Sperrmüll zählt und auch spät abends noch eine Sperrmüllbestellung aufgeben 
möchte, hat über das Internet www.wzv.de jederzeit die Möglichkeit. Auch hier kann man 
sich aus mehreren Terminen den Passenden heraussuchen.  
 
„Die Qualität des Sperrmülls hat sich erheblich verbessert.“ stellt der Leiter der 
Abfallwirtschaft Torsten Höppner zufrieden fest. „Sogar die Sperrmüllfledderei ist vorbei. In 
den Wohngebieten ist wieder ruhig, wir bekommen wieder unzerstörte Elektrogeräte für die 
Wiederverwertung und eine weitgehende Verwertung des restlichen Sperrmülls ist wieder 
möglich.“ 
 
Sperrmüll, Altmetalle und Elektrohausgeräte werden einmal im Jahr kostenfrei abgeholt. Je 
120 Liter Restmüllvolumen holt der WZV zwei Kubikmeter Sperrmüll gebührenfrei und 
zusätzlich Haushaltselektrogeräte und Altmetalle ab. Bewohner von Mehrfamilienhäusern 
müssen die Sperrmüllabholung vom Eigentümer oder den Verwaltungsgesellschaften 
anmelden lassen. Um die Abfuhr zu erleichtern stellt der WZV bei großen Wohneinheiten 
dann nach Absprache Container auf.  
 
Bei Carina Sternberg und Svenja Böttger steht das Telefon im WZV Service-Center selten 
still. Sie beantworten alle Fragen rund um den Sperrmüll und nehmen die telefonischen 
Bestellungen an. Für Eilige ist das Internet der bequemere und schnellere Weg.

Anlage 2

14354 Zeichen

Anlage 2 
zur Vorlage V/0546/2010 -Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem- 
 
Presseauszüge und Pressemitteilungen anderer Kommunen zum Thema 
„Sperrgut auf Abruf“ 
 
Auszug Hamburger Abendblatt vom 18.06.2010 
 
Schluss mit dem Straßen-Siff! 
Von Heike Linde-Lembke 18. Juni 2010  
CDU, FDP und die Linke beschließen die Sperrmüllabfuhr auf Abruf im Norderstedter 
Umweltausschuss 
 
 
Norderstedt. Schluss mit dem wilden Sperrmüll-Chaos auf Norderstedts Straßen. Die 
Sperrmüll-Abfuhr wird ab 1. Januar 2011 gestrichen. Die Strauchwerk-Abholung bleibt. Das 
ist das Ergebnis einer langen Diskussion im Norderstedter Umwelt-Ausschuss. Mit sechs Ja-
Stimmen der CDU, den Linken und einer Stimme der FDP wurde der Antrag auf 
Einsammlung von Sperrgut auf Abruf und Beibehaltung der Strauchgut-Abfuhr ab 2011 
angenommen. Sechs Ausschussmitglieder von SPD und GALiN stimmten dagegen. Zweimal 
jährlich können die Norderstedter ihren Sperrmüll abholen lassen - kostenfrei. Diese 
Regelung soll vorerst drei Jahre gelten (…). 
Sybille Hahn von der SPD monierte vor allem, dass beim Sperrmüll auf Abruf mehrere 
Müllfahrzeuge ausrücken müssten. "Je nach Sperrmüllart würden die dann hintereinander 
herfahren", sagt die SPD-Stadtvertreterin. "Das machen wir bei den jetzigen 
Sperrmüllsammlungen auch schon", konterte Martin Sandhof vom Norderstedter 
Betriebsamt, der das neue Sperrmüllkonzept vorstellte. Sandhof holte seinen Kollegen 
Torsten Höppner zur Argumentationshilfe. Der Bereichsleiter der Abfallwirtschaft beim Wege-
Zweckverband des Kreises Segeberg (WZV) berichtete über die Erfahrungen des WZV, der 
in den 94 Mitgliedsgemeinden des WZV seit 1. Januar 2010 den Sperrmüll auf Abruf 
eingeführt habe. 
 
Die meisten "Sperrmüll-Fledderer" sind gewerbliche Händler 
"Seitdem haben wir auch weniger Diebstahl zu verzeichnen, was gerade an Sperrmülltagen 
der Fall war. Es fehlten beispielsweise Fahrräder und Kinderwagen", sagte Höppner. Sybille 
Hahn verbat sich diese Vermutung, die Müllsammler aus Osteuropa als Diebe hinzustellen. 
"Unsere Polizei hat festgestellt, dass sich Diebstähle gerade zur öffentlichen Sperrmüllzeit 
gehäuft haben", sagte Höppner. Er habe auch festgestellt, dass die wenigsten "Sperrmüll-
Fledderer" Bedürftige seien, die sich ihre Wohnzimmereinrichtung aus den Abfallhaufen

anderer Bürger holen, sondern gewerbliche Händler und deren Müllsammler. Die Kleinlaster, 
die durch die Sperrmüllstraßen fahren und Tische, Stühle, Sofas und Betten, PCs, 
Fernsehgeräte bis zu versifften Terrakotta-Töpfen aufladen, würden sich an einem Ort mit 
einem großen Lkw treffen, das Sammelgut umladen, ihren Sammellohn kassieren und das 
für sie Wertlose in der Landschaft entsorgen. 
"Seit wir den Sperrmüll auf Abruf haben, ist es mit den Müllhaufen in der Landschaft vorbei", 
sagte Höppner. (…) 
 
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 
 
Auszug Pressemitteilung Landkreis Gießen 
 
Sperrmüll auf Abruf läuft als neuer Modellversuch in Lich und Wettenberg  
Abfallwirtschaftsdezernent Stefan Becker gibt bekannt, dass ab 2007 im 
Landkreis Gießen das System „Sperrmüll auf Abruf“ eingeführt wird. Für 
die Stadt Lich sowie die Gemeinde Wettenberg wurde das System 
probeweise schon ab Januar 2006 eingeführt. (…) 
Das neue System funktioniert ganz einfach: Bürgerinnen und Bürger, die 
Sperrmüll loswerden wollen, rufen die Service-Telefonnummer des Landkreises 
unter 01 80/11 22 333 an und zählen die Teile auf, die entsorgt werden wollen. 
Man erhält dann einen Abfuhrtermin. Am Abfuhrtag sollte der Sperrmüll dann bis 
6 Uhr morgens auf den Bürgersteig stehen. 
 
Becker weist die Bevölkerung ferner darauf hin, dass der Sperrmüll von 
unterschiedlichen Fahrzeugen abgeholt wird. Es sind deshalb zeitliche 
Verzögerungen bei der Abholung möglich. Service und Entsorgung sind für 
haushaltsübliche Mengen kostenfrei. Sollte einmal mehr anfallen – beispielsweise 
bei Entrümpelungen oder Haushaltsauflösungen – so empfiehlt der 
Abfallwirtschaftsdezernent, einen Container zu mieten oder den Sperrmüll gegen 
Gebühr zum Abfallwirtschaftszentrum (Lahnstrasse 220) in Gießen zu bringen. 
Bei der Entsorgung der Elektrogeräte gibt es keine Änderungen und bleibt alles 
beim Alten. 
 
Anlass für die geplante Umstellung sind zwei wesentliche Aspekte: Zum einen 
sollen die zu Recht immer stärker kritisierten Zustände an Sperrmüll-Abfuhrtagen 
in den Kreisgemeinden der Vergangenheit angehören. Weil Termine künftig nicht 
mehr veröffentlicht, sondern der betroffenen Bevölkerung auf Anmeldung 
mitgeteilt werden, wird die Anreise professioneller Sperrmüll-Sammler entfallen. 
 
Andererseits will man durch das neue System auch eine bessere Trennung des Abfalles 
erreichen, um Kosten bei der Entsorgung zu sparen.

Auszug Pressemitteilung Landkreis Tuttlingen 
 
Landkreis Tuttlingen 
 
Die Umstellung der Sperrmüllabfuhr von der Straßensammlung auf die Abholung auf 
Abruf ist gelungen.  
So wurden im Jahr 2007 ca. 5000 Sperrmüllanmeldungen von unserer Abfuhrfirma 
bearbeitet und abgefahren. Das kreisweit organisierte Durchwühlen der Sperrmüllberge in 
den Gemeinden gehört damit endgültig der Vergangenheit an. 
 
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Pressemitteilung Landkreis Bamberg 
Sperrmüllsammlung auch weiterhin zweimal jährlich - ohne Zusatzkosten  
"Sperrmüll auf Abruf" ist das Thema des fünften und vorletzten Teils unserer 
Informationsserie zum neuen Abfallwirtschaftskonzept 2004. 
Vorab das Wichtigste: Auch ab dem kommenden Jahr hat jeder Haushalt im Landkreis 
Bamberg die Möglichkeit, 2 x pro Jahr sperrige Abfälle zur Abholung bereit zu stellen. 
Zusätzliche Gebühren werden dafür nicht erhoben. Der einzige Unterschied zum bisherigen 
System besteht darin, dass die Abholung vorher im Landratsamt angemeldet werden muss. 
Dafür wird es verschiedene Möglichkeiten geben. 
 
Warum "Sperrmüll auf Abruf"? 
Das bisherige System der Straßensammlungen mit zwei festen Terminen pro Gemeinde hat 
einige Nachteile, denen mit der Umstellung "auf Abruf" begegnet werden soll. 
So sind die Mengen an brennbarem Sperrmüll in den letzten Jahren stark angestiegen 
(1992: 2.960 t, 2002: 4.500 t). Nicht zuletzt deshalb, weil Abfälle unkontrolliert und auch 
anonym bereitgestellt wurden. Durch die festen Termine, die bereits am Jahresanfang über 
den Abfuhrkalender bekannt gegeben werden, kommt es in den Städten, Märkten und 
Gemeinden des Landkreises immer wieder zu Problemen und Verunreinigungen im 
Zusammenhang mit "Sperrmülltouristen", die teilweise von weit her anreisen, um noch 
brauchbare Gegenstände zu finden. 
Zudem werden häufig von Unbekannten Gegenstände abgestellt, die eigentlich von der 
Sperrmüllsammlung ausgeschlossen sind, z.B. Kühlgeräte, Altreifen, Fernseher, usw.. Diese 
Abfälle müssen dann auf Kosten der Allgemeinheit nachträglich abgeholt und beseitigt 
werden. Wir halten das für ungerecht und haben deshalb im Rahmen der Planungen zum 
neuen Abfallwirtschaftskonzept nach einer Möglichkeit gesucht, um den genannten 
Nachteilen zukünftig entgegen zu wirken.

Vorteile des Systems "auf Abruf" 
ƒ Mehr Bürgerservice durch kürzere Wartezeiten  
ƒ Einschränkung von unkontrollierter, anonymer Bereitstellung von Sperrmüll (dadurch 
Vermeidung von Entsorgungskosten, z.B. für ausgeschlossene Gegenstände)  
ƒ Weniger "Sperrmülltourismus", da die Termine nicht mehr im Voraus für alle Städte 
und Gemeinden bekannt gegeben werden.  
ƒ Keine Sperrmüllabholung von Grundstücken, die nicht an die Abfallwirtschaft des 
Landkreises Bamberg angeschlossen sind und daher auch keine Gebühren 
entrichten.  
ƒ Verbesserte Abfallberatung ist möglich. 
 
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Auszüge aus dem Europaticker 
 
europaticker Herzogtum Lauenburg: Sperrmüll kommt künftig auf Abruf 
 
AWL stellt Abfuhrsystem um – Sperrmülltouristen soll Einhalt geboten werden 
 
Auch im kommenden Jahr hat jeder Haushalt im Kreis die Möglichkeit, sperrige 
Abfälle zur Abholung bereit zu stellen. Darauf weist die Abfallwirtschaft 
Herzogtum Lauenburg (AWL) hin. Der einzige Unterschied zur bisherigen Praxis 
besteht darin, dass die Abholung vorher bei uns angemeldet werden muss, 
erläutert Heide Liehmann, Pressesprecherin der AWL.  
Grund für die Umstellung: „Das bisherige System der Straßensammlung mit festen Terminen 
hat einige Nachteile, denen wir mit der Sperrmüllabfuhr auf Abruf begegnen wollen“, sagt die 
Abfallberaterin. Durch die festen Termine, die bereits am Jahresanfang in der Abfallfibel 
bekannt gegeben wurden, kam es in den Städten und Gemeinden des Landkreises immer 
wieder zu Problemen und Verunreinigungen im Zusammenhang mit "Sperrmülltouristen", die 
teilweise von weit her anreisen, um noch brauchbare Gegenstände zu finden. Zerfledderte 
Sperrmüllhaufen und verschandelte Ortsbilder werden mit der Umstellung der Vergangenheit 
angehören, hofft die AWL.  
Neben Sperrmüll wird ab 1. Januar 2007 auch großvolumiger Elektroschrott auf Abruf 
abgeholt. Dazu zählen z.B. Waschmaschinen, Elektroherde, Fernsehapparate und 
Kühlgeräte.  
Jeder Haushalt kann viermal im Jahr kostenlos die E-Schrott- und Sperrmüllabfuhr auf Abruf 
anfordern. 
 
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Auszug Pressemitteilung Abfallwirtschaft Südholstein 
 
Mit Beginn des Jahres 2007 stellt die Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) die 
Sperrmüllabfuhr im Kreisgebiet auf ein Abrufsystem um. Bis zu viermal im Jahr 
kann dann die Abholung von bis zu 3 m³ Sperrmüll angefordert werden. 
Außerdem kann 1 m³ Sperrmüll kostenlo s auf den Recyclinghöfen angeliefert 
werden.

Grund der Änderung sind zunehmende Be schwerden über die Vermüllung der 
Landschaft. Zudem hofft die AWSH, durch das Abrufsystem das Problem der 
„Sperrmüllfledderer“ zu lösen. Bisher sind zum Teil ganze Straßenzüge am Vorabend 
der Sperrmüllabfuhr Ziel der Sperrmüllsammler, nicht selten bleiben wüste Müllberge 
zurück. Die AWSH denkt, dass die Umstellung daher auch im Sinne der Bürgerinnen 
und Bürger ist und steht Ihnen für Rückfragen gern zur Verfügung. 
 
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Auszug Bürgerinformaition Gemeinde Merchweiler (Saarland) 
 
Informationen zur geänderten Sperrmüllentsorgung ab 2006 
 
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger! 
ab dem 01. Januar 2006 wurde auf der Grundlage des Beschlusses des im Gemeinderat 
zuständigen Hauptausschusses vom 04. Januar 2005 in unserer Gemeinde von 
quartalsmäßiger Sperrmüllentsorgung auf eine Entsorgung der sperrigen Güter auf Abruf 
umgestellt. Dieses System wird auch in anderen Kommunen im Saarland praktiziert. Die 
Umstellung soll die Vermeidung des sogenannten „Mülltourismus“ zur Folge haben. 
 
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Auszug Hamburger Abendblatt 
 
Sperrmüll nur noch auf Abruf 
Von Matthias Popien 27. Juni 2006 
 
Stormarn: Die Zeit der Straßensammlungen endet im Dezember. Umweltausschuß 
beschließt Umstellung. Vorteil: Keine Abfallhaufen auf den Straßen. 
Bad Oldesloe. Im kommenden Jahr ist endgültig Schluß mit der Sperrmüll-Fledderei. Das 
straßenweise Einsammeln der Abfälle an festen Terminen gehört dann der Vergangenheit 
an. Ersetzt wird es durch ein Abrufsystem. 
Ein Telefonanruf bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Stormarn (AWS) genügt. Maximal 
sechs Wochen später, so verspricht der AWS-Geschäftsführer Joachim Binder-Erhardt (57), 
wird der Sperrmüll abgeholt - kostenlos. 
Damit vollzieht Stormarn etwas, was die meisten anderen Kreise, Städte und Gemeinden 
schon hinter sich haben. Der Sperrmüll, früher ein Begriff, der Schatzsucher aller Art zum 
intensiven Studium der Müllhaufen am Straßenrand animierte, wird zur bedarfsgerechten 
Entsorgung - und damit jeglicher Faszination beraubt. Bedauerlich findet das kaum jemand 
mehr - auch nicht der Stormarner Umweltausschuß, der jetzt für das Abrufsystem votierte, 
das Anfang 2007 eingeführt wird. Ein Modellversuch in Glinde und einigen kleineren 
Gemeinden wie Braak, Witzhave und Stapelfeld hatte zuvor gezeigt, daß es funktioniert. 
Oft mußten die Straßen aufwendig gereinigt werden. 
Keine zerrissenen Müllhaufen, keine Lärmbelästigung durch Sperrmüllsammler. Besonders 
die Vermüllung hatte zu hohen Kosten geführt. Immer wieder mußten Straßen nach den 
Sperrmüllterminen aufwendig gereinigt werden. Auch die Abfuhr des Sperrmülls war nicht 
ganz einfach. Häufig wurde ganz normaler Restabfall neben das alte Sofa oder den Schrank 
gestellt. Erlaubt ist das nicht, die Urheber waren jedoch nur schwer festzustellen. Mit dem 
Abrufsystem soll das alles besser werden.

Auszug Bürgerinformation Landkreis Fulda 
 
Bürgerinformation: Veränderungen bei der Abfallsammlung 
LANDKREIS FULDA. Ab 1. Juni gibt es in den Städten und Gemeinden im Landkreis 
Fulda einige Veränderungen bei der Müllentsorgung. (…) 
Sperrmüllabfuhr  
Die bisherigen Straßensammlungen für Sperrmüll werden zum 31. Mai 2010 eingestellt Aber 
auch künftig kann jeder Haushalt bis zu zwei Mal im Jahr gebührenfrei Sperrmüll abholen 
lassen. Um die bei der Straßensammlung in der Vergangenheit aufgetretenen Probleme zu 
verhindern, erfolgt die Sperrmüllsammlung ab Juni nicht mehr flächendeckend an zwei 
vorgegebenen Terminen im Jahr, sondern „auf Abruf“.  
Fulda. 31. Mai 2010 
 
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Auszug Presemitteilung Kreisstadt Merzig 
 
Sperrmüll auf Abruf – bitte unbedingt 
beachten 
Seit 1. Januar 2009 ist in der gesamten Kreisstadt Merzig der „Sperrmüll auf Abruf“ 
eingeführt. Das neue System wird allgemein begrüßt. Da die Abfuhrtermine nicht 
veröffentlicht werden, wird der so genannte Sperrmülltourismus vermieden und gleichzeitig 
die Verschmutzung von ganzen Straßenzügen mit Abfällen, die nicht zum Sperrmüll 
gehören, erheblich verringert. Die Umstellung auf das neue System erfolgte größtenteils 
reibungslos.

Beschlussvorlage

16932 Zeichen

V/0546/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
09.09.2010 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
29.09.2010 Hauptausschuss Vorberatung 
29.09.2010 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem in 2008 eingeführten Abholsystem für die Elektro-
großgerätesammlung auf Anforderung durch die Bürgerinnen und Bürger wird zur Erhöhung der 
Stadtsauberkeit auch für die übrige Sperrgutsammlung ein gebührenfreies Anforderungssystem 
eingeführt. Hierbei bleibt der Servicegrad von maximal 12 kostenfreien Sperrgutabfuhren für die 
Bürger zunächst erhalten. Die Einführung der Sperrgutabfuhr auf Abruf wird zunächst als zweijäh-
riges Pilotprojekt durchgeführt. Nach Ablauf dieses Zeitraums entscheidet der Rat der Stadt Müns-
ter endgültig über die Ausgestaltung der Sperrgutabfuhr in Münster. 
Die regelmäßige 4-wöchentliche Grünabfallsammlung bleibt als 4-wöchentliche Regelabfuhr un-
verändert bestehen. 
Die AWM werden ermächtigt, die notwendigen satzungsrechtlichen Regelungen vorzubereiten und 
die erforderlichen administrativen Vorkehrungen ein schließlich einer intensiven Öffentlichkeitsar-
beit für den Beginn einer Sperrgutsammlung auf Abruf ab dem 01.01.2011 zu treffen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass im Bereich der Abfuhrlogistik keine zusätzlichen Kosten 
anfallen, da sowohl Personal- als auch Fahrzeugbestand keine Änderung erfahren. Dauerhaft wird 
eine Senkung der Kosten im Logistikbereich angestrebt. Im Bereich der Verwaltung wird es in der 
Einführungsphase bedingt durch die Abwicklung der Abholung mittels Abruf-/Kartensystem ggf. 
eine geringe Kostensteigerung geben. Diese wird durch die Einsparung im Logistikbereich aufge-
fangen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0546/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Walterbusch 
Ruf: 
60 52 22 
E-Mail: 
walterbusch@awm.stadt-
muenster.de  
Datum: 
18.08.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0546/2010 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Abdeckung durch Gebühren 
 
 
Begründung: 
 
Ausgangslage 
Seit vielen Jahren wird in der Stadt Münster die Sperrgutabfuhr im Rahmen einer periodischen 
Abfuhr durchgeführt. Das Stadtgebiet ist in insgesamt 20 Bezirke eingeteilt, denen ein entspre-
chender Entsorgungstag zugeordnet ist (vom 1. Montag im Monat bis 4. Freitag im Monat). Somit 
erfolgt die Abfuhr an 20 Tagen im Monat. 
Bei dem bisher praktizierten 4-wöchentlichen Regelabfuhr-System für die Sperrgutsammlung sind 
in den letzten Jahren vermehrt sehr nachteilige Auswirkungen für die Stadtsauberkeit bis hin zur 
Beeinträchtigung bzw. Gefährdung des Fuß- und Radwegeverkehrs mit der Folge eines erhöhten 
Reinigungsaufwandes in der AWM-Stadtreinigung festzustellen: 
 
1. Die entsprechenden Entsorgungstage werden zunehmend weniger eingehalten: Statt wie 
vorgeschrieben den Sperrmüll am Abend vor der Abfuhr bzw. am Abfuhrtag bis morgens 
um 7 Uhr vor der Haustür bereitzustellen, wird von Bürgern inzwischen häufig beklagt, dass 
von anderen Bewohnern Sperrgut schon mehrere Tage, in Ferienzeiten bis zu 2 Wochen 
vor dem Abfuhrtermin herausgestellt wird. In der Folge treten vermehrt Verunreinigungen 
durch spielende Kinder, Sperrgutsammler und auch Tiere auf. Zusätzlich wird überproporti-
onal häufig in den Monaten, in denen ein Wochentag ein fünftes Mal vorhanden ist, Sperr-
gut ohne Abfuhrtermin herausgestellt. 
 
2. Des Weiteren sind inzwischen bei vielen, auch gewerblichen Sperrgutsammlern die Ab-
fuhrbezirke der AWM bekannt. Dies führt dazu, dass am Vorabend der Sperrgutabfuhr bis 
in die Nachtstunden ein regelrechter „Sperrgutsuch- und -sammeltourismus“ mit Mopeds 
bis hin zu Kleintransportern in den Abfuhrbezirken stattfindet, der zu hohen Umwelt- und 
Lärmbelastungen führt. Zudem wird bereitgestelltes Sperrgut durchsucht und auseinander-
gezogen, die Straßen werden verunreinigt und einige abgefahrene Sperrgutteile finden sich 
dann im gesamten Stadtgebiet wieder. Zahlreiche Bürgerbeschwerden hierüber gehen re-
gelmäßig bei den AWM ein. 
 
3. Durch das  Durchsuchen und Vorsortieren wird der Sperrmüll um die anteiligen Wertstoffe 
beraubt, welche den AWM hiermit verloren gehen. Hintergrund für diese sog. Vorsortierung 
ist  die positive Erlössituation bei der Sekundärrohstoffvermarktung, insbesondere im Be-
reich Metalle und Altholz. Für die AWM führt dieses jedoch zu Einnahmeverlusten und da-
durch zu einer Mehrbelastung für den Gebührenzahler der Stadt Münster. 
 
4. Öffentliche Grünflächen und Baumscheiben werden in großem Umfang durch sehr große 
Sperrgutmengen belastet, die zunehmend auch von Menschen aus Bereichen außerhalb 
von Münster umfangreich „ergänzt“ werden. Hier spielt einerseits häufig die Anonymität 
dieser Flächen eine negative Rolle, andererseits aber auch die Tatsache, dass in den Um-
landgemeinden Münsters die Nutzung von Recyclinghöfen und Sperrgutsammlungen weni-
ger komfortabel und überdies kostenpflichtig sind. 
 
5. Schließlich ist festzuhalten, dass aufgrund der in Münster sehr verbreiteten kleinen 35-l-, 
60-l- und 90 -l- Abfallsammelgefäße zunehmend kleinere Abfallstücke und Abfälle heraus-
gestellt werden, die nicht zur Sperrgutabfuhr gehören. Diese können und werden dann bei 
der Sperrgutabfuhr nicht mitgenommen und bleiben oft, da sich dann anschließend nie-
mand verantwortlich fühlt im Straßenraum und auf Grünflächen liegen. Letztendlich müssen 
dann die AWM mit erhöhtem Arbeitsaufwand eine Nachreinigung durchführen. Nachfolgen-
de Bilder verdeutlichen diese Probleme exemplarisch:

- 3 - 
V/0546/2010

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V/0546/2010 
 
 
 
Die vorgenannten Entwicklungen und Probleme wurden auch von den Bürgern in Münster erkannt. 
Entsprechende Forderungen an die AWM, diese „ausufernde“ Sperrgutsammlung abzuschaffen, 
häufen sich und führten bei den AWM zu der Überlegung, die jetzige Regelabfuhr auf den Prüf-
stand zu stellen und nach einer Alternativlösung zu suchen. 
 
Hinzuweisen ist an dieser Stelle darauf, dass die AWM eine der wenigen Betriebe in Deutschland 
sind, die ein solches System anbieten. 
Wie in der Anlage 3 dargestellt gibt es in den 30 größten Städten in Deutschland nur noch in den 
Städten Bonn, Wuppertal, Chemnitz und Münster eine Regelsperrgutsammlung. Alle anderen 
Städte praktizieren ein Sperrgutsystem auf Abruf. 
 
 
Handlungsvorschlag
 
 
Aufgrund der positiven Erfahrungen in anderen Städten (siehe Anlagen 1 und 2) schlagen die 
AWM  eine Umstellung der derzeitigen 4-wöchentlichen Regelsperrgutabfuhr auf ein sog. „Abruf-
system“ vor. 
 
Bereits zum 01.01.2008 wurde von den AWM im Bereich der Abfuhr der Elektrogroßgeräte die 
bisherige periodische Sperrgutabfuhr durch eine Abfuhr mittels eines sog. „Abrufsystems“ ersetzt. 
Hierbei fordert der Kunde mittels Karte, per Fax, per Mail oder per Internetformular eine Abfuhr an. 
Er bekommt dann per Karte einen Termin in der Regel innerhalb der nächsten 14 Tage genannt, 
an dem die Geräte abgeholt werden. Auslöser dieser Umstellung waren auch hier die oben ge-
schilderten Problemlagen.

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V/0546/2010 
Nach nunmehr 28 Monaten können die AWM ein ausschließlich positives Fazit ziehen. Die Prob-
lematik des Fledderns hat sich verringert und das nicht termingerechte Herausstellen ist stark zu-
rück gegangen. Ebenso werden kaum noch Geräte, die nicht zur Elektrogroßgeräteabfuhr gehö-
ren, herausgestellt. 
 
Diese positiven Aspekte sind im Bereich der übrigen Sperrgutabfuhr auch zu erzielen. Die Sperr-
gutanforderungen sollen zukünftig ebenfalls per Karte, per Fax, per Mail oder per Internetvordruck 
möglich sein. 
 
Umsetzung
 
 
Logistik 
Hinsichtlich der Einführung der Sperrgutabfuhr ist die Logistik anzupassen. Die bisherigen festen 
Abfuhrbezirke sind aufzulösen und es sind (intern) neue flexible/bedarfsgerechte Bezirke zu bilden, 
die eine optimale DV-gestützte Tourenplanung ermöglichen. Durch die anforderungsabhängige 
Neubildung der Bezirke ist es darüber hinaus möglich, Sperrgutbezirke und Reinigungsreviere so 
abzustimmen, dass sichergestellt ist, dass spätes tens zwei Tage nach der Sperrgutabfuhr eine 
Straßenreinigung erfolgt. Dies führt zusätzlich zu einem nachhaltig saubereren Stadtbild. 
 
Die AWM gehen davon aus, dass dauerhaft ca. 60 bis 80 Sperrgutaufträge pro Arbeitstag erledigt 
werden, was den Einsatz von zwei Sperrgutarbeitsgruppen notwendig macht. Die derzeit aufgrund 
des jetzigen Systems der Straßensammlung notwendige dritte Sperrgutarbeitsgruppe wird in einer 
Übergangszeit von ca. einem Jahr weiterhin eingesetzt werden müssen, um in den Bereichen 
Sperrgutreste abzuräumen, in denen fälscherlicher weise Sperrgut nach dem alten System heraus-
gestellt wurde. 
Nach dieser Überganszeit ist die dauerhafte Einsparung dieser Arbeitsgruppe denkbar. 
 
Bezüglich der Großwohnanlagen, an denen oft sehr große Mengen an Sperrgut anfallen sind ge-
sonderte, mit den Wohnungsbauunternehmen abgestimmte objektbezogene Lösungen vorgese-
hen. Die AWM nutzen hierbei die guten Kontakte zur Wohnungswirtschaft in Münster. Diesbezüg-
lich hat bereits ein erstes Sondierungsgespräch stattgefunden, beim dem verschiedene logistische 
Alternativen zur Steuerung der Abholung des Sperrguts diskutiert wurden. Unabhängig von den in 
diesem Sondierungsgespräch für die Großwohnanl agen diskutierten Alternativen soll es zudem 
jedem Bewohner einer Großwohnanlage möglich sein, einen individuellen Sperrguttermin zu erhal-
ten. 
Hinsichtlich der angesprochenen Alternativen wurde u.a. vorgeschlagen, dass der für das jeweilige 
Objekt zuständige Hausmeister die Sperrgutabfuhr in Abstimmung mit den AWM koordiniert. Dar-
über hinaus ist die Einrichtung von Sperrgutsammelplätzen an den Großwohnanlagen angespro-
chen worden, so dass von zentraler Stelle das anfallende Sperrgut von den AWM entsorgt werden 
kann. 
Parallel dazu sind in den Großwohnanlagen weiterhin Mitarbeiter des Projekts „Soziale Stadt“ ein-
gesetzt, die dafür Sorge tragen, dass ein sauberes Umfeld gewahrt bleibt. 
 
Ferner ist es vorgesehen, einen kostenpflichtigen sog. „Sperrgutexpressservice“ einzuführen. 
Hierbei wird sichergestellt, dass an Werktagen (montags bis freitags) vom Kunden angemeldetes 
Sperrgut innerhalb von 24 Stunden abgeholt wird. 
 
Die AWM streben ferner an, die individuellen Abholtermine der Sperrgutabfuhr mit den individuel-
len Abholterminen der Elektrogroßgeräte zu koordinieren, so dass der Kunde nur einen Abfuhrter-
min wahrnehmen muss, wenn er Sperrgut und Elektrogroßgeräte entsorgt haben will. 
 
 
Neudefinition Sperrgut
 
Wie bei der Abholung der Elektrogroßgeräte auch, wird im Zuge der Umstellung der Katalog des 
abzufahrenden Sperrgutes durchforstet und aktualisiert werden. Durch eine eindeutige Festlegung  
der Sperrgutteile, die demnächst mitgenommen werden, wird beim Kunden eine Transparenz ge-

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V/0546/2010 
schaffen, die eine Sperrgutanmeldung erleichtert. Die anzugebenden Sperrgutteile werden dann 
sowohl bei den Anforderungskarten als auch bei den Terminkarten genau benannt werden. Ggf. ist 
die ungefähre m³-Menge des abzuholenden Sperrguts anzugeben. Hier wird eine Abholgrenze von 
8 m³ empfohlen, da größere Mengen als Haushaltsauflösung bzw. Entrümpelung anzusehen sind, 
die aufgrund ihrer Menge nicht mehr unter dem Begriff Sperrgut anfallen. Dementsprechend sind 
dann auch derart große Mengen -wie bereits jetzt schon- kostenpflichtig zu entsorgen. 
 
 
Kundenbetreuung
 
Durch die Einführung der Sperrgutabfuhr auf Abruf ist eine direktere und umfassendere Kunden-
betreuung und –beratung möglich. Dadurch dass jeder Kunde eine Terminbestätigung mittels 
Postkarte erhält, ist es möglich die Sperrguteile zu deklarieren, die bei der Sperrgutabfuhr mitge-
nommen werden, bzw. den Kunden darüber zu informieren, wenn Teile angemeldet worden sind, 
welche im Rahmen der Sperrgutabfuhr nicht mitgenommen werden, um so zusätzliche Abfallabla-
gerungen zu vermeiden. 
 
Ziel dieser Information ist es, die Sperrgutabfuhr auf die zugelassenen grobstückigen, d.h. nicht 
abfallnormgefäß-gängigen Stückgrößen zu beschränken. Möbel, Matratzen, Elektrogroßgeräte, 
etc. werden selbstverständlich weiterhin kostenfrei abgeholt. Hierbei empfehlen die AWM eine 
Mengenbegrenzung von 8 m³ pro Abholtermin. M engen die darüber hinaus gehen, sind als Ent-
rümpelung anzusehen und als kostenpflichtige Sperrgutabfuhr zu deklarieren. 
 
Kleinteilige Abfälle wie in den v.g. Bildern gut zu erkennen, also Pflanztöpfe, Fahrradsattel, Lack-
dosen, Kartons, Besteckteile usw. gehören schon heute definitiv nicht in die Sperrgutssammlung 
sondern in eine ausreichend groß dimensionierte Restabfalltonne. 
 
Schadstoffe werden in den Sammelstationen auf den Recyclinghöfen kostenfrei entgegengenom-
men. 
 
Durch das Ziel der AWM, jedem Kunden einen Sperrguttermin innerhalb von 14 Tagen nach der 
Sperrgutanmeldung anzubieten, werden lange Wartezeiten für den Kunden bis zum nächsten 
Sperrguttermin entfallen. In dringenden Fällen sei auf den kostenpflichtigen „Sperrgutexpressservi-
ce“ verwiesen. 
 
Sollte es vorkommen, dass ein Kunde Sperrgut angemeldet und bereit gestellt hat und zu dem 
vom Kunden bereitgestellten Sperrgut anonym weiteres Sperrgut bereit gestellt worden sein, wer-
den die Mitarbeiter der AWM die Sperrgutabfuhr großzügig handhaben, so dass nach der Sperr-
gutabfuhr ein sauberes Erscheinungsbild gegeben ist. Abhängig vom Einzelfall wird ggf. dann auch 
noch Kontakt mit dem Kunden aufgenommen. 
 
Da zudem jedem Kunden die Möglichkeit gegeben wird, im Jahr maximal 12 Sperrgutabfuhren 
anzumelden, bleibt der Servicegrad zunächst erhalt en, da auch bereits im jetzigen System bis zu 
12 Abfuhren im Jahr stattfinden. 
Nach einem Jahr Projektdauer sollte eine Überprüfung der tatsächlich in Anspruch genommenen 
Abfuhr vorgenommen werden, um so die Anzahl der durchschnittlich notwendigen kostenfreien 
Abfuhren neu zu ermitteln. 
 
 
Tausch- und Verschenkmarkt
 
Um den Kunden eine Möglichkeit zu geben, verwertbares Sperrgut einem Dritten zu überlassen, ist 
streben die AWM an, während der Projektdauer einen für den Kunden kostenlosen internetbasier-
ten Tausch- und Verschenkmarkt zu entwickeln. Dieser soll dann bei einer endgültigen Entschei-
dung für ein Abrufsystem eingeführt werden. 
Somit hat jeder Kunde die Möglichkeit Sperrgutteile anzubieten, die er nicht einer Entsorgung zu-
kommen lassen möchte. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen die hohe Akzeptanz des 
beschriebenen Systems.

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Öffentlichkeitsarbeit 
Die Kunden der AWM werden darüber informiert, dass das bisherige System ersetzt wird. Hier ist 
eine intensive Pressearbeit notwendig. Jeder Haushalt in Münster wird angeschrieben bzw. Infor-
mationen in seinem Haushalt finden.  
 
 
Verteilung der Anforderungskarten
 
Zunächst ist es vorgesehen, jedem Haushalt eine Karte zuzusenden. Mit diesem Erstversand an 
alle Haushalte werden allgemeine Informationen zum Bestellverfahren sowie zu den Grundzügen 
zum Thema Sperrgut hinzugefügt. Ebenso wird auf die mehrsprachigen Informationen der AWM 
hingewiesen. 
Die neu zu entwickelnde Abrufkarte soll so gestaltet sein, dass der Kunde neben einer Sperrgutab-
fuhr auch die Abholung von Elektrogroßgeräten bestellen kann. So erhält der Kunde die Möglich-
keit an einem Termin alle seine Sperrgutteile und Elektrogroßgeräte zu entsorgen. 
Mit Versand der Terminbestätigung durch die AWM wird dem Kunden gleichzeitig eine neue Ab-
rufkarte zugesandt. Damit ist sicher gestellt, dass jeder Kunde jederzeit einen neuen Abruftermin 
ordern kann. 
Ferner sollen Abrufkarten bei verschiedensten städtischen Dienststellen ausgelegt werden. 
 
 
 
Fazit
 
Die Umstellung der Sperrgutabfuhr auf ein Abrufsystem wird die Sauberkeit des Stadtbildes deut-
lich verbessern. 
Zudem wird der Kundenservice weiter erhöht, da nun innerhalb von 14 Tagen jeder Kunde seinen 
Sperrgut entsorgen kann. Eilige Kunden können den kostenpflichtigen 24-Stunden Expressservice 
nutzen. 
Ferner ist die Möglichkeit wieder verwertbare Sperrgutteile weiter zu nutzen durch den internetba-
sierten Tausch- und Verschenkmarkt weiterhin gegeben. 
Hinsichtlich der Kostensituation ist zu bemerken, dass die AWM davon ausgehen, dass durch die 
Umstellung der Sperrgutabfuhr die Touren effizienter und umweltbewusster gefahren werden kön-
nen. Dementsprechend wird die dauerhafte Einsparung einer Sperrgutarbeitsgruppe angestrebt. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlagen

Beratungsverlauf (9)

09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
09.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 7.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
09.09.2010 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 2.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
14.09.2010 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
Vorberatung
Entscheidung

Orte (1)

  • Lahnstraße 220

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0546/2010
Typ
Vorlagen
Datum
08.07.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37