2697/2021
talentCAMPus 2021 - "Ich bin Du"
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/42 Vorlagen-Nummer 12.08.2021 2697/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 24.08.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 30.08.2021 talentCAMPus 2021 - "Ich bin Du" Feriencamp für Kinder und Jugendliche von 9 bis 14 Jahren aus Seiteneinsteigerklassen an weiterführenden Schulen sowie geflüchtete und in besonderen Lebenssituationen lebende Kinder und Jugendliche In den ersten beiden Sommerferienwochen fand in der Gesamtschule am Rendsburger Platz in Köln- Mülheim zum neunten Mal der „talentCAMPus“ statt; diesmal mit dem Motto „Ich bin Du“. Die Volks- hochschule Köln kooperiert in diesem Projekt mit der Lernenden Region Netzwerk Köln e.V. und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln. Die Teilnahme war wie immer kostenlos (inklusive Mittagessen). Der talentCAMPus ist finanziert aus dem Programm „Kultur macht stark“ des Ministeri- ums für Bildung und Forschung. Wer war dabei? Im Alter von 9 bis 14 Jahren haben 150 Kinder und Jugendliche aus 34 Nationen an 18 Workshops teilgenommen. Der Anteil der deutschsprachigen lag bei 25 Prozent. Der Anteil von Jungen und Mäd- chen ist exakt 50/50. Da viele Dozierende selber Wurzeln in anderen Nationen, wie Polen, Slowenien, Russland, Sri Lanka, Ungarn, Italien, Spanien oder Afrika haben, bringen sie viel Verständnis für die Situation der Jugend- lichen auf. Die Kompetenzen sind vielfältig: Pädagog*innen, Fachleute, teils mit Meistergraden in Tex- tilgestaltung oder Buchbinden, Profis für Tanz, Theater, Rappen, Gestaltung und Medienprofis arbei- ten eng im Team zusammen und begleiten die Jugendlichen. Eine große Unterstützung waren erneut die Auszubildenden der Stadt Köln. Einige kannten das Pro- jekt aus dem Vorjahr und haben anderen davon vorgeschwärmt, sodass in diesem Jahr 10 Auszubil- dende im Projekt waren. Auch in diesem Jahr besuchte der Beigeordnete Robert Voigtsberger den talentCampus. Was lief in den Workshops? In diesem Jahr ging es in den neuen Workshops und dem Jahresthema vor allem darum, sich zu er- kennen, eigene Grenzen zu setzen, aber auch eigene Grenzen zu überwinden. Thema war aber auch, wahrzunehmen, was im Gegenüber gleich ist und erstmalig empfundene Unterschiede über das gegenseitige Kennenlernen abzubauen. Im Umgang mit Feuer, beim „Feuerschlucken“ oder im Kurs „Kunst des Konflikts“ konnten diese Themen mit zwei neuen Dozierenden hervorragend umge- setzt werden. Weitere Kurse, wie „Der kreative Deutschkurs“, „Visualisierung durch Zeichnung“ oder „Die Welt des Spieles“ beschäftigten sich ebenfalls damit, auch teilweise mit dem Thema Flucht und Herkunft. Hier sind sehr emotionale kleine Geschichten entstanden. Natürlich auch im Rap Workshop und im Thea- 2 ter, wo das Thema in Songs oder Szenen behandelt wurde. Auch für Erwachsene war etwas im Programm: 9 Frauen aus Spanien, Italien, Afghanistan, Russland, Syrien nahmen an einem Deutsch- und Kreativkurs teil. Alle Frauen waren begeistert von der Kombi- nation aus kreativer Arbeit und Sprachverbesserung. Bei einigen Kindern war leider eine Verschlechterung der deutschen Sprache festzustellen. Im Projekt brachten sie sich dennoch gut ein und zeigten Ihre vielfältigen Begabungen. Wie lief es trotz Corona? Die Rahmenbedingungen in der Gesamtschule am Rendsburger Platz sind optimal und die Zusam- menarbeit der Kooperationspartner*innen und mit der Schule klappt sehr gut. Dadurch hatten alle erneut den Mut, den talentCAMPus auch in diesem Jahr - trotz der Pandemie -zu realisieren. Die Corona Maßnahmen funktionierten gut: Jedes Kind hatte seinen eigenen Tisch, die Abstandsregeln wurden eingehalten, Masken getragen und die Hände regelmäßig desinfiziert sowie alle zwei Tage getestet. Corona-bedingt musste die Gruppengröße auf 150 Kinder begrenzt werden. Natürlich waren einige wehmütig, weil die gewohnte Offenheit und Spontaneität des Projektes darunter etwas leidet und die große Abschlussveranstaltung erneut abgesagt werden musste, aber in kleinen Präsentatio- nen unter freiem Himmel konnte auch dies ein wenig aufgefangen werden. Von den Anmeldezahlen hätten wir wie in den Vorjahren über 200 Schüler*innen aufnehmen können. Wie geht es weiter? Die Ergebnisse des Projektes sind im flankierenden Instagram Kanal „vhskultur“ anzuschauen. In Vorbereitung ist eine kurze Projektdokumentation in der Form eines Filmes. Auch im nächsten Jahr soll das Projekt fortgeführt werden. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rendsburger Platz
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Details
- Aktenzeichen
- 2697/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.08.2021
- Erstellt
- 28.07.2021 14:47