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4132/2021

Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2021/22, hier: Stadtbezirk Nippes

Mitteilung BV 25.11.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 27.01.2022, TOP 10.2.3

Mitteilung BV

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Durchforstungsplan 2022 Bezirk 5

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Karte DF 2022 lrh Nord

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Mitteilung BV

6595 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 4132/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 27.01.2022 
 
 
 
Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2021/2022, 
hier: Stadtbezirk Nippes 
 
Der städtische Wald hat unter der 3 jährigen Dürre von 2018 bis 2020 sehr stark gelitten. Besonders 
betroffen waren die alten Buchenwälder im Äußeren Grüngürtel. Durch den Wassermangel wurde die 
Vitalität der Bäume geschwächt. Sie wurden anfällig für Pilz und Insektenbefall. Dies führte zu Kro-
nenschäden und zum Absterben einzelner Bäume.  
 
In den betroffenen Bereichen mussten Bäume zur Verkehrssicherung entlang der stark frequentierten 
Waldwege und entlang von Straßen und Bebauung gefällt werden. Bei der Eiche wurde der Befall mit 
Eichenprachtkäfern durch die Trockenheit gefördert. In jüngeren und mittelalten Beständen entwickel-
ten die Eichen auf sehr trockenen Standorten nur eine schüttere Belaubung und vereinzelt starben 
Teile der Krone oder ganze Bäume ab. Durch die warme, trockene Witterung der letzten Jahre wurde 
die Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners gefördert. Der Befall beeinträchtigt die Vitalität der 
Eichen kaum, führt aber zu einer Gefährdung der Waldbesucher durch allergen wirkende Raupenhaa-
re. In Bereichen mit Verkehrssicherheitsrelevanz wurden deshalb Nester abgesaugt. 
 
Beim Bergahorn führte die Trockenheit zur weiteren Ausbreitung des Befalls mit dem Rußrindenpilz. 
Im gesamten städtischen Wald ist Bergahorn, vor allem auf trockenen Standorten und an sonnenex-
ponierten Waldrändern, befallen. Die Bäume sterben sehr schnell ab. Dadurch entstehen erhebliche 
Verkehrssicherungsprobleme an Straßen und Bebauung. Die Esche hat unter der Trockenheit weni-
ger gelitten. Der Befall mit dem Eschentriebsterben ist zurückgegangen. Vermutlich hat die Trocken-
heit das Wachstum des Pilzes, der die Krankheit verursacht, gehemmt. 
 
Der städtische Wald besteht überwiegend aus Mischbeständen. Die Stabilität des Waldes gegenüber 
Witterungsextremen und Schädlingsbefall wird dadurch verbessert, da widerstandsfähigere Baumar-
ten (z.B. Linden, Kirschen, Spitzahorn, Hainbuche) die abgestorbenen Bäume ersetzen können. In 
den meisten Beständen ist natürliche Verjüngung vorhanden, sodass Lücken durch nachwachsende 
Bäume geschlossen werden.  
 
Aufgrund dieser Waldsituation wird seit Beginn der Dürre im städtischen Wald nach folgendem Maß-
nahmenkonzept verfahren:

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Durchforstungsplanung 2021/22 
Durch die überdurchschnittlichen Niederschläge im Frühjahr und Sommer wurde das Wasserdefizit, 
das noch im Frühjahr in tieferen Bodenschichten bestand, vollständig ausgeglichen. Die Bäume wa-
ren daher während der gesamten Vegetationsperiode gut mit Wasser versorgt. Der Kronenzustand 
verbesserte sich. Es ist aber auch festzustellen, dass Altbuchen, die einen sehr schlechten Kronen-
zustand haben, weiterhin deutliche Vitalitätsschwächen zeigen und trotz guter Wachstumsverhältnis-
se die Kronenschäden nicht ausheilen konnten, sodass auch in diesem Sommer Bäume abstarben. 
Sehr positiv hat sich die kühl feuchte Witterung auf das Wachstum von jungen Bäumen aus natürli-
cher Verjüngung ausgewirkt, sodass sich auf Waldlichtungen und Kahlflächen eine neue Waldgenera-
tion etablieren konnte.  
 
Obwohl zum Aufbau klimastabiler Wälder eine regelmäßige Waldpflege zur Förderung der Baumar-
tenvielfalt, Waldstruktur und Stabilität des Waldes geboten ist, ist es noch nicht zu vertreten Durch-
forstungsmaßnahmen auf der gesamten Waldfläche zu planen, da auch nach einem Jahr mit günsti-
ger Witterung große Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Vitalität des Waldes 
bestehen. 
 
 
Maßnahmenkonzept Dürre (seit 2018)  
Altwald im Äußerer Grüngürtel und rrh. Wald  
 keine Durchforstung, nur noch Fällungen zur Verkehrssicherung an Wegen/Straßen und Be-
bauung.  
 geschädigte und abgestorbene Bäume bleiben stehen, wenn es die Verkehrssicherheit zulässt 
(Erhalt des Waldgefüges, Schutz der Naturverjüngung, mögliche Verbesserung des Zustandes, 
Totholz zur Förderung der Biodiversität) 
 Natürliche Waldentwicklung nutz en, Naturverjüngung hat Vorrang (Zulassen natürlicher Wald-
dynamik ermöglicht die Anpassung an geänderte Umweltbedingungen, Nachpflanzungen nur 
bei fehlendem natürlichen Verjüngungspotential)  
 Jungwuchspflege in Naturverjüngung zur Förderung von Buche und kl imastabilen Mischbaumar-
ten  
Laubholzmischbestände (junge und mittelalte -ca. 60 j. Bestände aus Nachkriegsaufforstung )  
 Fällungen abgestorbener und stark geschädigter Bäume (v.a. Rußrinden -Ahorn) zur Verkehrssi-
cherung an Wegen und Bebauung  
 abgestorbene Bä ume in den Beständen bleiben stehen, wenn es die Verkehrssicherheit zulässt 
(Totholz zur Förderung der Biodiversität)  
 Natürliche Waldentwicklung nutzen: keine Nachpflanzungen (Bestandeslücken schließen sich 
durch Naturverjüngung oder Kronenzuwachs der Nach barbäume) 
 Durchforstungen nach Vitalitätsbeurteilung zur Förderung von Mischbaumarten, Stabilisierung 
und Kronenpflege  
Fichtenbestände rrh. Wald (durch Borkenkäfer abgestorben)   
 Fällung von trockenen Fichten nur zur Verkehrssicherung an Wegen/Straßen und  Bebauung 
 abgestorbene Fichten bleiben stehen (Totholz, Schutz der Naturverjüngung)  
 Natürliche Waldentwicklung zulassen: vorhandene Laubholz -Naturverjüngung (Buche, Eiche, 
Hainbuche, Birke , Vogelbeere u.a ) wird übernommen 
 Ergänzung der Naturverjüngung mit  klimastabilen Mischbaumarten: Eiche, Vogelkirsche, Linde, 
Esskastanie und Buche (Weitverband- oder Trupp-Pflanzung)

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Deshalb sind auch im Winter 2021/22 keine Durchforstungen in den Altwäldern vorgesehen. In den 
jüngeren Waldbeständen (Nachkriegsaufforstungen) im Stadtbezirk ist nur eine Durchforstung in Lon-
gerich an der Kaserne geplant. Diese dient der Kronenentwicklung, der Förderung von Mischbaumar-
ten und der Stabilisierung des sehr dicht stehenden Bestandes, der vor. 60 Jahren aufgeforstet wur-
de.  
Forstbetriebliche Schwerpunkte der Waldpflegearbeiten werden auch in 2022, die aufgrund der Tro-
ckenschäden notwendigen Fällungen zur Verkehrssicherung entlang von Wegen, Bebauung und 
Straßen sein. Diese verteilen sich auf den Wald im ganzen Stadtbezirk. 
 
Das Holz, das bei den Fällarbeiten anfällt, wird an die Holz verarbeitende Industrie verkauft. Die Erlö-
se decken einen Teil der Kosten. An die Bürger werden Holzlesescheine gegen Entgelt vergeben.  
 
Zur Information der Bürger wird der Durchforstungsplan im Internet veröffentlicht (www.stadt-
koeln.de).

Durchforstungsplan 2022 Bezirk 5

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Durchforstungsplanung 2022 Stadtbezirk Nippes
Hauptbaumart
Abt. Forstort Fläche Nutzungsart
Bezirk: Nippes
Forstbetriebsbezirk linksrheinisch
städt. Wald
452 E Longerich, Kaserne 3,00 ha Buche, Hainbuche, Pappel, Esche, Linde
Durchforstung
Summe für Nippes: 3,00 ha
Einschlagmenge: 60 fm (20 Festmeter pro Hektar)
 
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Karte DF 2022 lrh Nord

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Beratungsverlauf (1)

27.01.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4132/2021
Typ
Mitteilung BV
Datum
25.11.2021
Erstellt
23.11.2021 16:10