0325/2023
Projektentwicklung "Colonius Nord" in Köln Neustadt-Nord
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Anlage 1 - Gekürzter Auslobungstext
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1 Anlage 1 - Gekürzter Auslobungstext 1 2 1 RAHMENBEDINGUNGEN Lage Planungsraum im Stadtgebiet 3 1 RAHMENBEDINGUNGEN Ziele Im Realisierungsteil wird ein zeitgemäßes und realisierbares Bürohochaus mit einer Höhe von max. 80 m geplant, das mit öffentlich zugänglichen Nutzungen im Erdgeschoss und im obersten Geschoss sowie Freiräumen zu einem lebendigen Stadtraum beiträgt und einen hohen Komfort für die Nutzer:innen bietet. Die Planung soll die Qualität, Identität und Atmosphäre der angrenzenden Baudenkmäler Colonius und Grüngürtel stärken. Die Anordnung und Gliederung der städtebaulichen Kubatur des Neubaus soll vielfältige und interessante Ein- und Ausblicke in die Stadt bilden und dabei wichtige Blickachsen auf den Dom, den Colonius und den Grüngürtel berücksichtigen. Das Projektgrundstück liegt außerhalb der Blickfelder/-achsen, gleichwohl ist die Positionierung in die Stadtsilhouette von hoher Bedeutung. Um eine räumlich-funktionale Verflechtung zwischen Standort und Freiraum zu erreichen, wird die Planungsaufgabe auf den Nahbereich des Inneren Grüngürtels ausgedehnt. 4 Das Projekt soll nach Maßgabe der Spielregeln des Städtebaulichen Masterplans Innenstadt einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Aufwertung des Grüngürtels leisten. Ergänzend sollen im Wettbewerb Ideen für die bessere Vernetzung des Grüngürtels mit den umliegenden Quartieren angeboten werden. 5 1 RAHMENBEDINGUNGEN Struktur des zweiphasigen Wettbewerbsverfahrens/Beteiligung der Bürger:innen 5 6 Der Wettbewerb nach RPW ist eingebettet in den fachlichen und bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess des Verfahrens zur Schaffung von qualifiziertem Planungsrecht für den Standort Colonius Nord. Dabei werden sowohl die Öffentlichkeit als auch die zuständigen Gremien in die iterative Entwicklung involviert. Dieses integrierte Planungs- und Beteiligungsverfahren wurde gemeinsam mit der „Lenkungsgruppe Masterplan“ aufgestellt. Wettbewerb, Bauleitplanverfahren und spätere Realisierung sollen Vorbildwirkung entfalten und Impulsgeber für nachfolgende Planungsprojekte im räumlichen Zusammenhang des Grüngürtels sein. Im Rahmen des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens werden in der ersten Phase („städtebaulicher und freiraum- planerischer Ideenteil“) zehn Teams aus Architekt:innen und Freiraumplaner:innen konzeptionelle Ansätze für eine städtebauliche Figur des Bürohochhauses und für wesentliche, punktuelle Maßnahmen in dem Gebiet zwischen Subbelrather Straße (beidseits), Innerer Kanalstraße, Venloer Straße und Innerem Grüngürtel vorlegen. Dafür wurden innerhalb des Grüngürtels sogenannte Maßnahmenstandorte identifiziert, die besondere verkehrliche, städtebauliche oder freiraumplanerische Fragestellungen aufwerfen. Diese gesamtheitliche Untersuchung für den Planungsraum des Ideenteils unter Aspekten des Städtebaus, des Freiraums, der Verflechtung und der Klimaanpassung stellt die Aufgabe für diese erste Planungsphase dar. 1 RAHMENBEDINGUNGEN Struktur des zweiphasigen Wettbewerbsverfahrens 6 7 Nach Abgabe der Arbeiten in der Phase 1 des Wettbewerbs werden die Ergebnisse in anonymisierter Form den Bürger:innen im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Die Bürger:innen erhalten dabei die Gelegenheit, ihre persönliche Einschätzung zu den Arbeiten einzubringen. Ihre Hinweise und Anregungen werden gesammelt und den Preisrichter:innen in aggregierter Form zur Preisgerichtssitzung Phase 1 zur Verfügung gestellt. Somit können Sie Berücksichtigung bei den Bearbeitungshinweisen für die Phase 2 finden. In der Phase 2 des Wettbewerbs werden die Architektur des Bürohochhauses und der Freiraum des Realisierungsteils auf dem Projektgrundstück geplant. In der folgenden Preisgerichtssitzung erfolgt die Auswahl der Preisträger:innen. Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrenswerden die eingereichten Arbeiten ausgestellt. Es ist eine Ausstellungseröffnung mit Vorstellung der ausgewählten Arbeit durch die Preisträger:innen geplant. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll Grundlage der folgenden vorhabenbezogenen Bauleitplanung. 1 RAHMENBEDINGUNGEN Beteiligung der Bürger:innen 7 8 1 RAHMENBEDINGUNGEN Städtebaulicher Masterplan Innerer Grüngürtel Ein wesentliches rahmengebendes Planwerk des Wettbewerbs stellt der Städtebauliche Masterplan Innenstadt Köln dar. Er ist Leitlinie für die Umsetzung von mittel- bis langfristigen Entwicklungszielen der Stadt Köln. Von den insgesamt sieben dargestellten Interventionsräumen sind drei von besonderer Bedeutung, da sie in Summe wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Stadt Köln sind: • Stadtraum Rhein • Ringe • Innerer Grüngürtel Als zentrale und Identität stiftende Bausteine der Kölner Innenstadt sollen sie auch künftig gesichert und weiter gefördert werden. Der Planungsraum dieses Wettbewerbs liegt im Interventionsraum Innerer Grüngürtel. Für die Weiterentwicklung des Inneren Grüngürtels wurden im Rahmen des Masterplans – in vertiefenden Untersuchungen – Defizite, aber auch Potenziale, herausgearbeitet. Vor diesem Hintergrund wird die Erstellung eines Konzeptes „Innerer Grüngürtel Raumsequenzen“ formuliert, um die jeweiligen Handlungsbedarfe einerseits spezifisch zu konkretisieren und andererseits den einzelnen Projekten den notwendigen stadträumlichen Rahmen zu geben. Der Bereich Colonius wurde dabei als relevantes Projekt identifiziert. 8 9 1 RAHMENBEDINGUNGEN1 RAHMENBEDINGUNGEN „Spielregeln“ für den Umgang mit dem Inneren Grüngürtel „Den Inneren Grüngürtel mit einer positiven Bilanz für den Freiraum städtebaulich weiterentwickeln.“ Die positive Bilanz gemäß dieser Maxime soll dabei über vier Schwerpunkte erreicht werden. Für die Themen „Stadtraum“, „Vernetzung“, „Klima“ und „Qualifizierungsverfahren“ wurden sogenannte „Spielregeln“ entwickelt, welche künftig für die Qualifizierung der jeweiligen Projekte verbindlich zugrunde gelegt werden sollen. Diese sind auch bei den konzeptionellen Ansätzen für den Ideenteil des Wettbewerbs zu berücksichtigen. 9 10 1 RAHMENBEDINGUNGEN Baumbestand Im Bereich zwischen Subbelrather Straße und Venloer Straße stellt sich der Innere Grüngürtel insbesondere als weitläufiger, beliebter Naherholungsort dar. Im Zentrum finden sich offene Wiesen- und Rasenflächen. An den Rändern werden diese durch baumbestandene Bereiche gefasst. Ein durchgängiger Baum- und Gehölzriegel schirmt die unattraktiven Rückseiten der Bebauung an der Inneren Kanalstraße ab (Telekom, Colonius, Projektgrundstück). Lediglich schmale Pfade unterbrechen diese Barriere. Zur Subbelrather Straße finden sich größere Gehölzbestände, die die ruhigeren Rasenflächen vor dem Verkehrslärm schützen. In Vorbereitung des Wettbewerbs wurde ein Baumgutachten erstellt. 10 11 1 RAHMENBEDINGUNGEN Denkmalschutz Unmittelbar angrenzend an das Projektgrundstück befindet sich der denkmalgeschützte Fernsehturm Colonius. Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung In diesem Kontext wurde eine umfangreiche Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung durch das Stadtplanungsamt und den Stadtkonservator durchgeführt. Das denkmalpflegerische Fazit der Sichtfeldanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass eine Höhe von max. 80 m (ohne Berücksichtigung der Bauform) denkmalverträglich vorstellbar ist. In der Fernwirkung wird die sogenannte ‚Aura‘ des Turms dadurch nicht wesentlich gestört. 11 12 2 PLANUNGSAUFGABE Mit dem vorliegenden Wettbewerbsverfahren für das Bürohochhaus Colonius Nord und den Inneren Grüngürtel erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Spielregeln des Städtebaulichen Masterplans Innenstadt eine zweiphasige Qualifizierung des Freiraums, des Städtebaus sowie der Architektur. In der 1. Phase sind ein städtebauliches Konzept für ein Bürohochhaus auf der Fläche des Realisierungsteils sowie Ideen für standortspezifische Maßnahmen zur Verknüpfung und Weiterentwicklung des Inneren Grüngürtels zu planen. Bereits mit der städtebaulichen Konfiguration, den entstehenden Freiräumen, der Adressbildung und der Prägung der Gebäudekörper muss eine Aussage zur qualitätsvollen Büroarchitektur erkennbar sein. In der Bearbeitung soll unter Berücksichtigung der Belange der Nutzer:innen, des Denkmalschutzes, der Sichtbeziehungen, der Klimaresilienz und sonstiger wesentlicher Rahmenbedingungen eine rücksichtsvolle, aber auch identitätsstiftende Lösung für den exponierten Bürostandort entwickelt werden. Im Ideenteil der 1. Phase sind für die ausgewählten Standorte Maßnahmen zur Verbesserung der Durchlässigkeit, zur Optimierung der Fuß- und Radwegeverbindungen sowie Querungen von Straßenräumen zu entwickeln und planerisch darzustellen. In der 2. Planungsphase erfolgt für die Fläche des Realisierungsteils die Konkretisierung der ausgewählten Arbeiten aus der 1. Phase. Im Fokus stehen die Architektur und der Freiraum des Bürohochhauses Colonius Nord. Die Umsetzung des Realisierungsteils muss dabei unabhängig von den standortspezifischen Maßnahmen des Ideenteils möglich sein, diese jedoch berücksichtigen und planerisch ausformulieren. 12 13 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Ausloberin AIRE Köln Subbelrather Straße GmbH & Co. KG (Art-Invest Real Estate) I/D Cologne in Kooperation mit der Stadt Köln Wettbewerbsbetreuung ulrich hartung gmbh, Bonn Wettbewerbsverfahren Nichtoffener zweiphasiger hochbaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Ideenteil nach RPW 2013 bis zur Offenlegung der Identitäten in der Preisgerichtssitzung der Phase 2 anonym 13 14 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Wettbewerbsteilnehmer:innen 10 Architekt:innen in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten:innen (alphabetische Reihenfolge): ASTOC Architects and Planners, Köln, mit studio gruengrau Landschaftsarchitektur, Düsseldorf David Chipperfield Architects, Berlin, mit POLA Landschaftsarchitekten, Berlin Dorte Mandrup A/S, Kopenhagen, mit Wes Landscape Architecture, Düsseldorf (Höhler + Partner, Aachen) Henn GmbH Architekten, München, mit GREENBOX Landschaftsarchitekten, Köln HPP Architekten GmbH, Köln, mit Landschaftsarchitekt HWKN ARCHITECTURE, New York, mit Landschaftsarchitekt und Partnerbüro in Deutschland RKW Architektur plus, Düsseldorf, mit Landschaftsarchitekt Sauerbruch Hutton Architekten mbH, Berlin, mit LAND Germany Landschaftsarchitekten, Düsseldorf slapa oberholz pszczulny Architekten, Düsseldorf, mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchitekten, Düsseldorf Studio Gang Chicago/NYC/Paris, mit Landschaftsarchitekt und ARGE mit Architekturbüro in Deutschland 14 15 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Preisgericht Stimmberechtigte Mitglieder: Caspar Schmitz-Morkramer, Architekt, Köln Markus Greitemann, Baudezernent, Stadt Köln Jürgen Minkus, Architekt, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates, Köln Prof. Jörg Aldinger, Architekt, Stuttgart, Lenkungsgruppe Masterplan Prof. Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekt, Bonn Prof. Annet-Maud Joppien, Architektin, Frankfurt am Main Prof. Hilde Léon, Architektin, Berlin Stefan Harwardt, Architekt, Köln (Art-Invest Real Estate) Jörn Kreuzahler, Architekt, Köln (Art-Invest Real Estate) Andreas Hupke, Bezirksbürgermeister Köln- Innenstadt (Bündnis 90/Die Grünen) Sabine Pakulat (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) Niklas Kienitz (CDU-Fraktion) Isabella Venturini (Fraktion Volt) Katrin Bucher (SPD-Fraktion) Michael Scheffer (Fraktion Die Linke) Ralph Sterck (FDP-Fraktion) Dr. Markus Wiedenmann, Köln (Art-Invest Real Estate) 15 16 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Preisgericht Stellvertreter:innen stimmberechtigte Mitglieder: Eva Herr, Stadtplanerin, Architektin, Stadt Köln Annette Paul, Architektin, Gestaltungsbeirat, Köln Prof. Ruth Berktold, Architektin, München Prof. Astrid Zimmermann, Osnabrück (angefragt) Arne Hilbert, Köln (Art-Invest Real Estate) Simon Weber, Köln, (Art-Invest Real Estate) Matthias Röhrig, Köln (Art-Invest Real Estate) Prof. Irene Lohaus, Landschaftsarchitektin, Lenkungsgruppe Masterplan, Dresden (angefragt) Vertreter:innen der in der BV Innenstadt vertretenen Fraktionen 16 17 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Vorprüfer:innen/Sachverständige (nicht stimmberechtigt): Fachdienststellen Stadt Köln Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator der Stadt Köln beauftragte Fachgutachter*innen » Der Mietflächengutachter (Flächen) » Drees & Sommer (Kosten) » EPEA GmbH (Nachhaltigkeit) » hhp Berlin (Brandschutz) Volker Spelthann, Bezirksbürgermeister Köln-Ehrenfeld Vertreter:innen der Fraktionen in der Bezirksvertretung Art-Invest Real Estate 17 18 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Beurteilungskriterien - Qualität der standortspezifischen Maßnahmen - Qualität des städtebaulichen Konzepts - Berücksichtigung Spielregeln Städtebaulicher Masterplan - Qualität der Architektur - Qualität und Funktionalität der Grundrisse - Qualität der Freianlagen - Vereinbarkeit Denkmalschutz Colonius und Grüngürtel - Klimaschutz und Klimaanpassung, Green Building Konzept - Förderung alternativer Mobilität - Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit 18 19 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Prämierung und Aufwandsentschädigung Für Preise und Aufwandsentschädigungen stellt die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag in Höhe von 475.000 € (brutto) zur Verfügung. Für die Leistungen in der Phase 1 ist eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 130.000,00 € (brutto) vorgesehen, Für die Phase 2 ist eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 36.000,00 € (brutto) vorgesehen. Die Aufteilung der Preise der Phase 2 ist wie folgt vorgesehen: • 1. Preis: 160.000,00 € • 2. Preis: 90.000,00 € • 3. Preis: 59.000,00 € (alle brutto inkl. MwSt.). Die Aufteilung der Wettbewerbssumme kann durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichtes neu festgelegt werden. 19 20 3 ALLGEMEINE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN Termine Versand der Wettbewerbsunterlagen……………….……13.01.2023 Frist für Rückfragen ……………………………….………………02.02.2023 Preisrichter:innenvorbesprechung…………….…..…......06.02.2023 Kolloquium……………………………………………….…..……….06.02.2023 Abgabe der Wettbewerbsleistungen Phase 1………...27.03.2023 Abgabe Modell Phase 1 ……………………….………………..10.04.2023 Vorprüfung Phase 1 ………………………….……………………28.03.2023 – 14.04.2023 Bürger:inneninformation (anonym und öffentlich) ..20.04.2023 Preisgerichtssitzung Phase 1 ………………………………….24.04.2023 Kolloquium Bearbeitungshinweise………………………… 02.05.2023 Abgabe Wettbewerbsleistungen Phase 2 ……………...07.07.2023 Abgabe Modell Phase 2 …………………………………………21.07.2023 Vorprüfung Phase 2……………………………….……….……... 10.07.2023 – 11.08.2023 Preisgerichtssitzung Phase 2 ………………………….………18.08.2023 Ausstellung der Arbeiten ……………………………….………September 2023 20
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/611/2 Vorlagen-Nummer 0325/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.03.2023 Stadtentwicklungsausschuss 16.03.2023 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 20.03.2023 Projektentwicklung "Colonius Nord" in Köln Neustadt-Nord hier: Auslobung eines nichtoffenen zweiphasigen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Ideenteil nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe 2013 (RPW 2013) Für den Bereich nördlich des Colonius bestehen schon seit längerem Planungsabsichten zur Inwertsetzung und Aufwertung des mittelfristig nicht mehr genutzten Grundstücks. Zuletzt wurde durch die damalige Eigentümerin eine Mehrfachbeauftragung im Zeitraum von 2016 – 2017 durchgeführt. Mit der neuen Eigentümerin AIRE Köln Subbelrather Straße GmbH & Co. KG (Art-Invest Real Estate) wurden die damaligen Planungen nicht weiter verfolgt und ein anderes Nutzungskonzept vorgesehen. Die Projekthistorie und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen sind umfassend in der Vor- lage 0302/2022 beschrieben und beschlossen worden. Die Eigentümerin möchte auf dem ca. 4.000 m² großen Grundstück die zwei Bürogebäude, welche heute größtenteils leer stehen, zurückbauen und anschließend ein max. 80 m hohes Bürohochhaus errichten. Durch die besondere Lage am denkmalgeschützten Inneren Grüngürtel und in direkter Nach- barschaft zum denkmalgeschützten Fernsehturm soll ein dem Standort und der Zeit ange- messenes Gebäude mit Einbindung in das Umfeld entstehen, das behutsam mit den Denkmä- lern umgeht und die öffentliche Zugänglichkeit und Verzahnung mit der Umgebung ermöglicht und fördert. Für die Planung der Entwicklung führt die Eigentümerin einen nichtoffenen zweiphasigen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Ideenteil nach der RPW 2013 in enger Abstimmung mit der Stadt Köln von Januar bis Sep- tember 2023 durch. Die ulrich hartung gmbh, Bonn, unterstützt als betreuendes Büro den Wettbewerb. 2 In der 1. Phase sind durch die Teilnehmer:innen ein städtebauliches Konzept für das Büro- hochhaus auf der Fläche des Realisierungsteils sowie Ideen für standortspezifische Maßnah- men zur Verknüpfung und Weiterentwicklung des Inneren Grüngürtels zu planen. In Phase 2 erfolgt für die Fläche des Realisierungsteils die Konkretisierung der ausgewählten Arbeiten im Hinblick auf die Architektur und den Freiraum. In der 1. Phase starten zehn Planungsteams aus Architekturbüros und Landschaftsplanern, welche nach der Preisgerichtssitzung der 1. Phase um ca. die Hälfte reduziert werden. Zur Beteiligung der Öffentlichkeit war geplant, vor der Preisgerichtssitzung der Phase 1 sowohl eine Abendveranstaltung als auch einen Online-Dialog auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln durchzuführen und die Ergebnisse der Jury zur Kenntnis für ihre Beratungen zu geben. Nach Abstimmung mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist dies in der angedach- ten Form mit Verweis auf die RPW 2013 nicht möglich. Es bestünde die Gefahr, dass noch vor der Preisgerichtssitzung der 1. Phase die Jurymitglieder und/oder Teilnehmer:innen Ein- sicht/Information über die Ergebnisse erhalten könnten. Daher und zur Wahrung der Anonymi- tät findet die Bürger:innenbeteiligung am 20.04.2023 analog und begleitet statt und es wird auf eine vorherige Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln verzichtet. Wichtig wird hier, dass weder Teilnehmende noch Jurymitglieder Zutritt zur Veran- staltung haben dürfen, um den Regelungen der Kammer zu entsprechen. Die Ergebnisse der Bürger:innenbeteiligung werden der Jury im Rahmen der 1. Preisgerichtssitzung zur Kenntnis gebracht und können in die Bearbeitungshinweise für die 2. Phase einfließen. Im Anschluss an die Preisgerichtssitzung der 2. Phase werden die Arbeiten im September 2023 öffentlich ausgestellt und das Verfahren zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Campus Colonius Nord“ mit Einleitungsbeschluss vom 10.03.2022 auf Grundlage eines Ent- wurfes der Preisträger:innen (im Regelfall der 1. Preis) im beschleunigten Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch weitergeführt. Im Rahmen dessen wird eine erneute (freiwillige) frühzeiti- ge Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt werden. Anlage Anlage 1 - Gekürzter Auslobungstext
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0325/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 13.02.2023
- Erstellt
- 23.01.2023 09:35