V/0251/2018
Jahresbericht Kundenreaktionsmanagement 2017
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Anlage A
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Anlage A zur V/0251/2018 Kurzüberblick Die Vorlage, die jährlich erscheint, stellt die Ergebnisse des jobcentereigenen Kundenreaktionsma- nagements sowie die durch einen externen Anbieter durchgeführten Kundenzufriedenheitsbefra- gungen des Vorjahres dar. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Vorlage dient der umfassenden Information des Ausschusses für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung über die im vergangenen Jahr eingegange- nen Kundenreaktionen sowie über die Zufriedenheit der befragten Kundinnen und Kunden mit dem Jobcenter und mit den durch das Jobcenter erbrachten Leistungen. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Nein.
Berichtsvorlage
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V/0251/2018
V/0251/2018
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Jahresbericht Kundenreaktionsmanagement 2017
Beratungsfolge
09.05.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung
Bericht
Bericht:
I. Jahresbericht zum Kundenreaktionsmanagement (KRM) 2017 des Jobcenters Münster
Das KRM ist zum 01.09.2009 in der damaligen „Arbeitsgemeinschaft Münster“ eingerichtet worden
und hat sich seitdem als wichtiges Mittel der Kundenorientierung und der Qualitätssicherung im Job-
center etabliert. Auch nach dem Übergang des Jobcenters in die kommunale Trägerschaft der Stadt
Münster zum 01.01.2012 ist das KRM beibehalten worden. Im Oktober 2012 wurde zudem die Om-
budsstelle eingerichtet. Über deren Arbeit und die Ergebnisse der dortigen Kundenreaktionen wird
gesondert berichtet1.
1. Auswertung und wesentliche Erkenntnisse
Während sich in den Jahren 2013 bis 2015 die Anzahl der Kundenreaktionen immer in einem Bereich
von rund 80 Reaktionen bewegte, konnte 2016 erstmals ein deutlicher Rückgang auf 64 Kundenreak-
tionen verzeichnet werden.
Im Jahre 2017 lag die absolute Zahl bei 62 Kundenreaktionen. Das niedrige re Niveau der Kundenre-
aktionen hat sich im Jahre 2017 somit gehalten und ist sogar nochmals leicht gesunken. Innerhalb
der o.a. Anzahl sind 18 Lobe/Anregungen enthalten.
Auch die Zahl der Kunden, die sich an das Kundenreaktionsmanagement gewandt haben, war – dem
Trend der Anzahl der Beschwerden folgend – entsprechend rückläufig. Für das Jahr 2017 waren R e-
aktionen von 60 verschiedenen Personen (Vorjahr: 62 Personen) zu verzeichnen. Zwei von ihnen
haben sich dann noch mit jeweils einer weiteren Beschwerde gemeldet. Von den 6 0 verschiedenen
Personen haben sich 46 erstmals an das Kundenreaktionsmanagement gewandt. Die übrigen 14 wa-
ren dem Kundenreaktionsmanagement bereits aus den Vorjahren bekannt.
1 Vorlage V/0352/2018 „Jahresbericht 2017 der Ombudsstelle für das Jobcenter der Stadt Münster“.
Jobcenter
26.04.2018
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Reckfort
Telefon: 492-9002
ReckfortS@stadt-
muenster.de
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V/0251/2018
Gemessen an den rund 11.300 Bedarfsgemeinschaften mit etwa 22.800 Leistungsberechtigten liegen
demnach die Anzahl der Kundenreaktionen und die Anzahl der Menschen, die sich an das Kundenre-
aktionsmanagement gewandt haben, im Promillebereich.
2. Gründe für Kundenreaktionen
Drei Kundenreaktionen (beides Lobe) stammten von Arbeitgebern. Alle anderen Reaktionen wurden
von Leistungsberechtigten eingebracht.
30 aller Reaktionen (rd. 48 %) betrafen Fachaufgaben, 2 0 (rd. 32 %) das Verhalten von Mitarbeitern
(dies waren jedoch keine Dienstaufsichtsbeschwerden) und zehn (rd. 16 %) die Bearbeitungsdauer.
Auffällig ist, dass der Auswertungsparameter der Bearbeitungsdauer in den Vorjahren relativ konstant
war2. Das Absinken auf etwa 7,8 % im Jahre 2016 ist aus Sicht des Kundenreaktionsmana gements –
so erfreulich die Tatsache war – insbesondere mit Blick auf die angespannte Personalsituation im
Jobcenter nicht erklärbar. Der erneute Anstieg im vergangenen Jahr – der auch auf die personelle
Lage und die großen Bearbeitungsrückstände zurückzuf ühren sein dürfte – deutet auf einen einmali-
gen Effekt im Jahre 2016 hin.
Im vergangenen Jahr sind 3 Dienstaufsichtsbeschwerden (5 %) erhoben worden. Allerdings konnten
alle als unberechtigt zurückgewiesen werden.
Fünf der Reaktionen erreichten das Jobcenter über das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozia-
les des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW).
Die Bearbeitungsdauer einer Kundenreaktion betrug 2017 wie im Vorjahr 13 Kalendertage.
2 2010: 14 % Beschwerden über zu lan ge Bearbeitungsdauer, 2011: 13 % Beschwerden über zu lange Bearbeitungsdauer, 2012: 11 %
Beschwerden über zu lange Bearbeitungsdauer, 2013: 13% Beschwerden über zu lange Bearbeitungsdauer, 2014: 9 % Beschwerden übe r
zu lange Bearbeitungsdauer, 2015: 15 % Beschwerden über zu lange Bearbeitungsdauer, 2016: 7,8 % Beschwerden über die zu lange
Bearbeitungsdauer.
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3. Abschließende Jahresstatistik
Neue Fälle 62
Bearbeitete Fälle 62
- Davon fristgerecht bearbeitet 44
- Durchschnittliche Bearbeitungsdauer (in Tagen) 13
Bearbeitete Fälle mit 14-Tage-Bearbeitungsfrist 52
- Davon fristgerecht bearbeitet 34
- Durchschnittliche Bearbeitungsdauer (in Tagen) 12
Neue Kunden 58
Reaktionen nach Kundenart:
Kundenart Anzahl %
Arbeitgeber 3 5
Arbeitnehmer 59 95
Reaktionen nach Geschlecht:
Geschlecht Anzahl %
weiblich 26 42
männlich 36 58
Reaktionen nach Reaktionsarten:
Reaktionsart Anzahl %
Lob / Anregung 18 29
Fachaufsichtsbeschwerde 34 55
Dienstaufsichtsbeschwerde 3 5
Petition / Eingabe 5 8
Sonstiges 2 3
Reaktionen nach betroffenen Bereichen (Mehrfachnennung möglich):
Bereich Anzahl %
Kundenzentrum 3 5
Antragsannahme 5 8
Neukunden 2 3
Leistung 33 52
Selbständige 5 8
Arbeitsvermittlung Ü25 7 11
Arbeitsvermittlung U25 - -
Reha SB - -
Arbeitgeber / Träger Team - -
Arbeitgeberservice 2 3
Team Recht 6 10
Verwaltung - -
Amtsleitung - -
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Reaktionen nach Grund der Eingabe:
Grund Anzahl %
Fachaufgaben 30 48
Mitarbeiterverhalten 20 32
Bearbeitungsdauer 10 16
Sonstiges 2 3
Reaktionen nach Beurteilung:
Beurteilung Anzahl %
Berechtigt 18 29
Teilweise berechtigt 5 8
Unberechtigt 39 63
II. Ergebnisse der Kundenbefragungen (Messwellen 2017) des Jobcenters Münster
Das Jobcenter hat im Jahr 2017 erneut Kundenbefragungen veranlasst. Durch das beauftragte
Unternehmen wurden zwei Messwellen durchgeführt (jeweils 2. bzw. 4. Quartal 2017). Pro Messwelle
wurden jeweils 100 zufällig ausgewählte Kundinnen und Kunden gebeten, verschiedene Aspekte
mittels eines Schulnotensystems (Notenskala eins bis sechs) zu bewerten.
Nachfolgend werden die Jahresergebnisse für das Jahr 2017 3 im Vergleich zu den Vorjahren
vorgestellt und erläutert.
1. Ergebnisse
a. Bereich Markt & Integration
Abb. 1 - Ergebnisse Bereich Markt und Integration
3 Die Jahreswerte errechnen sich aus den beiden jeweils im Jahr durchgeführten Messwellen.
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In der ersten Abbildung wird zum Themenbereich Markt und Integration widergespiegelt, wie
zufrieden di e befragten Kundinnen und Kunden mit den Vermittlungs - und
Beratungstätigkeiten sind. Im Jahr 2016 konnte das Jobcenter hier im Vergleich zu den
Vorjahren durchweg positivere Ergebnisse erzielen. Das Vorjahresniveau konnte 2017 nicht
gehalten werden. Ledig lich bei der Zufriedenheit mit der Beratung zu den persönlichen
Lebensumständen (Durchschnittsnote 1,6) konnte ein noch besserer Wert erzielt werden als
2016. In allen anderen Bereichen ging die Zufriedenheit der Befragten gegenüber dem Vorjahr
hingegen leicht zurück.
Allerdings ist zu bemerken, dass der Bereich Markt & Integration 2017 so massiv von
Fluktuation und unbesetzten Stellen betroffen war, wie nie zuvor. Das schlägt sich mutmaßlich
darin nieder, dass die Zufriedenheit hinsichtlich der Ausführli chkeit der Besprechung mit
einem Wert von durchschnittlich 2,7 hinter den Werten der beiden Vorjahre zurückbleibt.
b. Bereich Leistungsgewährung
Abb. 2 – Ergebnisse Bereich Leistungsgewährung
Innerhalb dieses Themenbereichs wurden die Kundinnen und Kunden zu ihrer Zufriedenheit
zu den verschiedenen Aspekten der Leistungsgewährung befragt. Hier sind fast durchweg
positivere Ergebnisse zu verzeichnen als in den Vorjahren. Allerdings ist die Zufriedenheit mit
der Verständlichkeit der Erklärung zu Bescheiden durch den/die Leistungssachbearbeiter/in im
Vergleich zum Vorjahr wieder rückläufig und pendelt sich etwa wieder auf dem Niveau von
2015 ein. Die Benotungen zur Zufriedenheit mit der Bearbeitungsdauer und zur Beratung un
Bearbeitung der Geldleistungen insgesamt zeigt sich gefestigt.
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c. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Abb. 3 – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Themenbereich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durch die Befragten mit einem
Schulnotenbereich von 1,9 bis 2,6 bewertet und somit geringfügig schlechter als im Vorjahr.
Hinsichtlich ihrer Freundlichkeit und Kompetenz werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beider Fachbereiche aber weiterhin gut eingeschätzt.
d. Jobcenter insgesamt
Abb. 4 – Jobcenter insgesamt
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Die Befragten stellen dem Jobcenter der Stadt Münster kein einheitliches Zeugnis aus. Wä h-
rend die Rahmenbedingungen erneut auf demselb en Niveau eingeschätzt wurden wie in den
Vorjahren, wurde mit der Note 2,7 hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit ein etwas schlechteres
Zeugnis ausgestellt, als im Vorjahr.
Die 2016 verbesserten Werte bei der Telefonie (Zufriedenheit mit Erreichbarkeit und Anlie-
gensklärung am Telefon) konnten 2017 nicht gehalten werden. Das Jobcenter hat mit der Vor-
lage V/0317/2016 im Mai über Maßnahmen zur Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit
berichtet, die allerdings erst jetzt – nach Umsetzung des Organisationsp rozesses im Jobcen-
ter – wirksam werden können. Die Entwicklung in diesem Bereich bleibt daher abzuwarten.
2. Gesamtbetrachtung
Die personellen Rahmenbedingungen für die Arbeit des Jobcenters der Stadt Münster gestalteten
sich vor allem in der ersten Jahreshälfte 2017 ungünstig. Die anhaltende Fluktuation und dadurch
bedingt hohe Anzahl von unbesetzten Stellen bedeutete eine große Zusatzbelastung für die Mitarbe i-
terinnen und Mitarbeiter. Hinzu kam die Umsetzung des Organisationsprozesses, die zur Jahre smitte
begonnen wurde und für fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Umzügen, Umschlüsselung des
Kundenstammes etc. verbunden war.
Abgesehen von der Zufriedenheit mit der telefonischen Erreichbarkeit (Note 3,1) sowie der Zufrieden-
heit zur Verständlichkeit mit der Bescheiderklärung (Note 3,2) bewegen sich alle anderen Bewertu n-
gen innerhalb einer Notenskala von 1,6 bis 2,7. Das Feedback der Leistungsberechtigten ist somit
zwar kein Grund „zum Ausruhen“ aber spiegelt trotz aller Unwägbarkeiten eine gu te Akzeptanz und
eine weitgehende Zufriedenheit wider.
3. Ausblick
Die in der bereits zitierten Vorlage zur Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit dargestellten
Maßnahmen, die mit der Umsetzung des Organisationsprozesses ab Mitte 2017 einhergehen (Re du-
zierung der Ansprechpartner für die Leistungsberechtigten, Reduzierung von Schnittstellen im Hause,
Bildung von kleineren und sozialräumlich orientierten Jobcenter -im-Jobcenter-Einheiten usw.) sollen
nach dem Wunsch des Jobcenters ab 2018 Wirkung entfal ten. Des Weiteren plant das Jobcenter
2018 mit den Vorbereitungen zur flächendeckenden Einführung der elektronischen Akte zu beginnen,
um langfristig auch hier Schnittstellen reduzieren und eine höhere Kundenzufriedenheit sicherstellen
zu können.
Im Jahresbericht der Ombudsstelle für das Jahr 2017 (V/0352/2018) machen die Ombudspersonen
unter anderem auf Probleme im Zusammenhang mit einem Wohnraumwechsel aufmerksam. Um di e-
se Fragestellung genauer betrachten zu können, wird im Jahresbericht 2018 zum Kunden reaktions-
management die Rubrik „Wohnraumwechsel“ gesondert betrachtet.
In Vertretung
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0251/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.04.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37