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AÖE/033/2025

Das Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt Düsseldorf

Beschlussvorlage 14.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz, Sitzung am 16.06.2025, TOP 15

Beschlussvorlage

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Anlage 1 zu AÖE 033 2025 - Zero Waste Konzept

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Ansehen

Beschlussvorlage

13973 Zeichen

AÖE/033/2025 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich   
Beschlussvorlage 
Betrifft: 
Das  Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
Fachbereich: 
19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz     
 
Dezernentin / Dezernent: 
Beigeordneter Jochen Kral      
 
Beratungsfolge: 
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität 
Ausschuss für öffentliche 
Einrichtungen, Stadtökologie, 
Abfallmanagement und 
Bevölkerungsschutz 
16.06.2025 Entscheidung 
 
Beschlussdarstellung: 
 
Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und 
Bevölkerungsschutz beschließt das Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt 
Düsseldorf. 
 
Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und 
Bevölkerungsschutz beauftragt die Verwaltung, die folgenden in Abschnitt 11 des 
Konzeptes genannten Maßnahmen unmittelbar umzusetzen:  
ZV-1 Die Verwaltung erstellt ein Feinkonzept zur weiteren Unterstützung 
bestehender Kooperationen im Bereich Lebensmittelrettung 
(„Foodsharing-Hub“) 
ZV-6 Die Verwaltung erstellt ein Feinkonzept für den Einsatz von 
Wertstoffmobilen 
BK-4 Die Verwaltung erstellt Medienbeiträge zur Erhöhung der Transparenz 
der Abfallströme Düsseldorfs, finanziert aus dem bestehenden 
Haushaltsansatz „Geschäftsaufwendungen“ im Produkt Abfall  
ÖV-5 Feinkonzept zum Einsatz smarter Technologien in der Düsseldorfer 
Abfallwirtschaft wie KI-gesteuerter Bilderkennungssystemen für 
Müllfahrzeuge, Füllstandmessung öffentlicher Container/Papierkörbe 
und/oder digitalen Registrierungsverfahren für Wertstoffhöfe

Seite 2 
 
 
Sachdarstellung: 
 
Mit dem Beschluss des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, 
Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz "Düsseldorf wird Zero-Waste-Stadt - 
Abfallvermeidung ist auch Klimaschutz" (AÖE/061/2021 vom 04.10.2021) wurde die 
Verwaltung beauftragt, ein Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
zu erstellen.  
 
In das Konzept flossen Ergebnisse aus der Neuordnung der Abfallwirtschaft in 
Düsseldorf mit Beauftragung abfallwirtschaftlicher Leistungen an die AWISTA 
Kommunal GmbH ein. 
 
Bei der Erstellung des Konzeptes wurden lokal agierende Initiativen und 
Unternehmen im Rahmen dreier Workshops eingebunden, vgl. Vorlage 
AÖE/005/2024, „Entwicklung eines Zero-Waste-Konzepts für die Landeshauptstadt 
Düsseldorf – Statusbericht“ aus der Sitzung des AÖE am 26.02.2024. 
 
Das vorliegende Konzept bündelt und priorisiert die im Rahmen der Workshops 
entwickelten Maßnahmenvorschläge. Aus rund 100 Maßnahmenvorschlägen 
(aufgeführt in Tabelle 8 des Konzeptes – siehe Anlage) wurden 22 Vorschläge 
gebündelt/extrahiert, die sowohl kurz- wie auch mittel oder langfristig zu besserem 
Recycling von Wertstoffen wie auch zur Vermeidung von Abfällen beitragen können.  
 
Für diese 22 Maßnahmen wurden sogenannte „Maßnahmenkennblätter“ erstellt, die 
die jeweilige Maßnahme, ihre möglichen Akteure, den möglichen Aufwand (personell, 
finanziell, usw.) sowie eine zeitliche Perspektive (kurz, mittel- oder langfristig 
umsetzbar) skizzieren.  
 
Die Umsetzung der dargestellten Maßnahmen erfordert teilweise weitere politische 
Beschlüsse, die in den meisten Fällen die Erstellung eines Feinkonzeptes durch die 
Verwaltung voraussetzen. Das vorliegende Zero-Waste-Konzept stellt insofern einen 
ersten Schritt in einem kontinuierlichen Prozess dar. Es gilt, dieses Konzept und 
seine Maßnahmen stetig zu aktualisieren und neuen Gegebenheiten anzupassen. 
Zwischenzeitliche Evaluationen sowie mögliche weitere Maßnahmen sollten wiederum 
unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft mit Hilfe weiterer Workshops erarbeitet 
werden. 
 
Zwei der in der Beschlussfassung genannten Maßnahmen beinhalten die Erstellung 
von Feinkonzepten. Dies kann mit vorhandenen Personalressourcen und 
Finanzmitteln umgesetzt werden. Die Maßnahme zur Öffentlichkeitsarbeit kann mit 
vorhandenen Finanzmitteln umgesetzt werden.  
 
 
Zusammenfassung des Zero-Waste-Konzeptes 
 
Die Abfallbilanz 2024 zeigt, dass die Stadt weiterhin ein hohes Abfallaufkommen 
aufweist. Das Zero-Waste-Konzept soll dazu beitragen, dies zu ändern. Es stellt dazu 
konzeptionell einen ersten Schritt dar, es gilt, dieses Konzept und seine Maßnahmen

Seite 3 
stetig zu aktualisieren und neuen Gegebenheiten anzupassen. Zwischenzeitliche 
Evaluationen sowie mögliche weitere Maßnahmen sollten wiederum unter 
Einbeziehung der Stadtgesellschaft mit Hilfe von Workshops erarbeitet werden. 
 
Im Fokus des Konzeptes steht neben der grundsätzlichen Stärkung und Ausweitung 
der Abfallvermeidung insbesondere eine Reduzierung der Lebensmittel-
verschwendung und der Organikmengen im Restabfall. Darüber hinaus wird die 
Steigerung der Getrenntsammelmengen an Wertstoffen wie z. B. Textilien, 
Kunststoffen oder Glas, mit dem Ziel einer Erhöhung der Recyclingquote, angestrebt. 
 
Im Mengenvergleich mit anderen Städten, die ein Zero-Waste-Konzept verfolgen, 
weist Düsseldorf eine geringe Sammelmenge an getrennt erfassten Wertstoff- und 
Abfallströmen auf. Die erfassten Mengen an Grünschnitt, Altholz und Altmetallen sind 
auch unterdurchschnittlich. Die Wertstoffmengen für Altpapier, Leichtverpackungen 
und Altglas entsprechen etwa dem Durchschnitt. Bei Betrachtung der aktuell separat 
erfassten Wertstoffmengen sowie Schadstoffen wird deutlich, dass in der 
Landeshauptstadt Düsseldorf noch erhebliche Potenziale zu heben sind. 
 
Der Zero-Waste-Ansatz zielt dabei nicht nur auf eine Reduzierung des Restabfalls 
durch eine verbesserte Abschöpfung bzw. Verlagerung der enthaltenen Wertstoffe in 
die dafür vorgesehenen Sammelsysteme ab, sondern strebt durch Vermeidungs-
effekte auch auf eine Verringerung der getrennt erfassten Wertstoffmengen ab, um 
Ressourcen zu schonen.  
 
Die private Wirtschaft entsorgt ihre Abfälle und Wertstoffe im Wesentlichen über den 
freien Markt. Berechnungen der INFA GmbH zeigen, dass auf Grund der immensen 
Mengenströme hohe Potenziale für Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im 
gewerblichen Bereich zu heben sind. Gerade die Bau- und Abbruchabfälle sind als 
prioritäres Handlungsfeld genannt. Wenn der direkte Einfluss durch die Stadt 
Düsseldorf in diesem Bereich auch begrenzt ist, soll der gewerbliche Bereich im 
Rahmen des Konzeptes dennoch zumindest im Ansatz adressiert werden. 
 
Fasst man die Siedlungsabfallmenge und die gemischten Gewerbeabfälle mit Bau- 
und Abbruchabfällen zusammen, beträgt der Anteil der Siedlungsabfälle nur 8%. 
Dieser Umstand ist größtenteils den Bau- und Abbruchabfällen geschuldet, welche im 
Vergleich zu allen anderen Abfallarten ein sehr viel größeres Gewicht relativ zu ihrem 
Volumen aufweisen.

Seite 4 
Aufbau des Zero-Waste-Konzeptes 
  
1. Ausgangslage 
- Kurze Beschreibung der Abfallsituation Düsseldorfs und Auswirkungen von Abfall 
auf die Umwelt als Begründung für das Zero-Waste-Konzept 
2. Die Zero-Waste-Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf 
- Beschreibung der Zielsetzung des Konzeptes 
3. Das Zero-Waste-Konzept 
- Ziel und Aufbau, sowie den Entwicklungsprozess des vorgelegten Konzepts 
4. Status quo des Abfallaufkommens in Düsseldorf 
- Status quo der Siedlungsabfälle für das Jahr 2024 sowie die Mengenentwicklung 
innerhalb der letzten zehn Jahre n.  
- Einordnung der Mengen der wesentlichen Abfallarten durch einen Vergleich mit 
anderen Großstädten 
5. Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Düsseldorf 
- Beschreibung bestehender und bereits beschlossener Aktivitäten der LHD zur 
Abfallvermeidung und Ausbau der Getrenntsammlung 
6. Identifikation von Abfallvermeidungspotenzialen 
- Abfallvermeidungspotenziale der LHD werden von einer Vielzahl Faktoren 
beeinflusst wie bestehenden Abhängigkeiten, der demographischen Entwicklung der 
Stadt, der derzeitigen Ausgestaltung der Sammelsysteme für Abfälle und Wertstoffe, 
gesetzlichen Vorgaben, der wirtschaftlichen Entwicklung.  
- Diese Einflussgrößen werden erläutert und deren Auswirkungen auf die Abfall-
vermeidung abgeschätzt 
- Einschätzung bereits beschlossener Maßnahmen aus der Neuausrichtung 
Abfallwirtschaft 
7. Der Zero-Waste-Zielkatalog 
-Methodik der Zielsetzung, Anforderungen von Zero Waste Europe, qualitative und 
quantitative Zielsetzung 
8. Workshops mit ausgewählten Schlüsselakteuren als Beteiligungsform bei 
der Konzeptentwicklung  
- Beschreibung der drei Workshops zur Erarbeitung von 
Abfallvermeidungsmaßnahmen 
9. Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
- Katalog an möglichen Abfallvermeidungsmaßnahmen und Maßnahmen zum Ausbau 
der Getrenntsammlung 
10. Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 
- Darstellung wie die Maßnahmen sich auf die Ziele auswirken können 
11. Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen 
- Vorschlag der Verwaltung für kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen 
12. Langfristige Verstetigung innerhalb der Stadtverwaltung  
- Schaffung von Gremien, Positionen, Monitoring zum Erhalt und Ausbau von Zero- 
Waste-Aktivitäten 
13. Anhang

Seite 5 
Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen 
 
Die nachfolgende Auflistung stellt die in der Beschlussdarstellung erwähnten vier 
kurzfristig umsetzbare Maßnahmen dar. Für die Maßnahmen schlägt die Verwaltung 
die Fassung des im Beschlusstext genannten Beschlusses vor:  
 
 (ZV-1) Foodsharing-Hub Düsseldorf: Die Stadt unterstützt den Ausbau der 
digitalen wie physischen Infrastruktur für Lebensmittelrettung. 
„Kristallisationspunkt“ könnte die bereits etablierte Kooperation zwischen der 
Foodsharing-Initiative und den Tafeln sein. Für das weitere Vorgehen ist durch die 
Verwaltung unter Einbeziehung der externen Akteure ein Feinkonzept zu erstellen 
und dem AÖE zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Kommunikation mit den 
externen Akteuren sowie die Erstellung des Feinkonzeptes kann vom Zero-Waste-
Manager vorgenommen werden. 
 
 (ZV-6) Einsatz von Wertstoffmobilen: Es soll geprüft werden, inwieweit 
Wertstoffmobile, ergänzend zu den Grünschnitt- und Schadstoffmobilen, z.B. für 
die Erfassung von Altpapier oder Altmetall, in den Stadtgebieten eingesetzt 
werden könnten, in denen aktuell eine schlechte Anbindung an entsprechende 
Entsorgungsmöglichkeiten (Wertstoffhof) besteht. Zu prüfen wäre z.B. auch eine 
Anbindung an die Wochenmärkte. Für das weitere Vorgehen ist durch die 
Verwaltung ein Feinkonzept zu erstellen und dem AÖE zur Beschlussfassung 
vorzulegen. Die Erarbeitung würde durch das Sachgebiet Abfallwirtschafts-
planung im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz in enger Abstimmung mit der 
AWISTA Kommunal GmbH erfolgen. 
 
 (BK-4) Transparenz der Abfallströme Düsseldorfs: unter Federführung der 
Abteilung Kommunale Abfallwirtschaft im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz 
in Kooperation mit Düsseldorf Marketing  soll eine PR-Kampagne mit 
Pressemitteilungen und Social-Media-Beiträgen entwickelt werden, bei denen in 
Video-, Bild- und Schriftbeiträgen die Stadt die konkreten und aktuellen 
Düsseldorfer Wege von der Tonne bzw. vom Container bis zur 
Verwertungs/Entsorgungsanlage und bis zum möglichem Recyclingprodukt 
aufzeigt. Die Finanzierung kann aus vorhandenen Mitteln für Öffentlichkeitsarbeit 
im Produkthaushalt Abfall erfolgen.  
 
 (ÖV-6) Feinkonzept zur Reduzierung von CO2-Emissionen durch den Einsatz 
„smarter“ Technologie u.a. zur Erfassung des Füllstandes von Containerm. Durch 
die laufende digitale Übertragung des aktuellen Füllstands von Papierkörben und 
Depotcontainern in Richtung Disposition wird eine bedarfsorientierte Anfahrt der 
Standorte möglich. / Durch die Einführung KI-gesteuerter Bilderkennung bei der 
Sammlung von Bioabfällen sollen die Behälterinhalte mit einem direkten 
Standortbezug vor oder nach der Leerung auf Störstoffe überprüft werden. Dieses 
ermöglicht eine unmittelbare und direkte Kommunikation mit den Bürgerinnen 
und Bürgern, bei der zielgerichtete Hinweise gegeben werden. Dies ist ein 
wichtiger Baustein zur Qualitätssicherung des Bioabfalls und Sicherstellung einer 
hochwertigen Verwertung.  
Die Möglichkeit der Abgabe ausgewählter Wertstoffe auf den Recyclinghöfen soll 
durch Digitalisierung im Form von Zutrittskontrollsystemen auch außerhalb der

Seite 6 
üblichen Öffnungszeiten ermöglicht werden. Diese autonomen Öffnungsphasen 
sollen den Entsorgungskomfort für die Bürgerinnen und Bürger deutlich erhöhen. 
 
Die für die Maßnahme (ZV-1) und (ZV-6) angedachten Feinkonzepte sollen der 
Ermittlung des allgemeinen Nutzens, dem Abfallvermeidungspotenzial, Abschätzung 
der CO2-Einsparung, der rechtlichen Rahmenbedingungen, des verwaltungs-
technischem Aufwandes sowie der erforderlichen finanziellen und personellen 
Ressourcen dienen. Auf Basis der Ermittlung dieser Faktoren kann der AÖE dann eine 
datenbasierte Entscheidung bzgl. des Nutzens der Durchführung der eigentlichen 
Maßnahmen treffen. Die Erstellung eines Feinkonzeptes für die Maßnahme ÖV-6 ist 
bereits vertraglich mit der Awista Kommunal GmbH vereinbart. 
 
 
Zukünftige Verwendung des Zero-Waste-Konzeptes 
 
Das Zero-Waste-Konzept soll zukünftig als Fundus für Möglichkeiten der 
Abfallvermeidung in Düsseldorf dienen. Der im Konzept beschriebene aktuelle 
Zustand der Abfallwirtschaft, auch wenn bereits auf einem hohen Niveau, soll 
kontinuierlich verbessert werden, indem Maßnahmen aus dem Konzept schrittweise 
und im Rahmen der Möglichkeiten der Stadt umgesetzt werden und neue 
Maßnahmen im Stile des Konzeptes unter Einbindung der Stadtgesellschaft konzipiert 
werden.  
 
Nach jeder erfolgreichen Umsetzung einer Maßnahme soll evaluiert werden, wie 
effektiv diese ist, wie sie verbessert werden kann und welche Maßnahmen ergänzend 
zu dieser oder von dieser abweichend umgesetzt werden sollen.  
 
Im Zero-Waste-Konzept dargestellte Maßnahmen wurden mit Zero-Waste-Europe 
diskutiert. Das Konzept enthält fachlich-inhaltliche Hinweise, inwieweit genannte 
Maßnahmen dazu beitragen können, eine Zertifizierungs-Fähigkeit zu erlangen. Eine 
Zertifizierung als „Zero-Waste-Stadt“ wird zukünftig überprüft. 
 
 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1 zu AÖE 033 2025 - Zero Waste Konzept

Anlage 1 zu AÖE 033 2025 - Zero Waste Konzept

178972 Zeichen

Anlage 1 zu Vorlage AÖE/033/2025 
 
 
Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 
 
 
 
 
Autorinnen und Autoren: 
 
INFA       Manfred Santjer, Jana Winkelkötter 
einsfünf°      Katja Hansen-Röhe 
Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz Leonhard Krause

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 II  
Inhaltsverzeichnis 
1 Ausgangslage ........................................................................ 1 
2 Die Zero-Waste-Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf ......... 3 
3 Das Zero-Waste-Konzept ....................................................... 4 
3.1 Ziel und Aufbau des Zero-Waste-Konzepts ................................... 4 
3.2 Der Entwicklungsprozess des Konzepts ........................................ 5 
4 Status quo des Abfallaufkommens in Düsseldorf .................... 8 
4.1 Überblick über die Düsseldorfer Siedlungsabfälle ........................... 8 
4.2 Vergleich der Düsseldorfer Siedlungsabfallmengen mit 
deutschen Großstädten ........................................................... 17 
4.3 Überblick über die Düsseldorfer Gewerbeabfälle .......................... 21 
5 Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Düsseldorf .......... 27 
5.1 Zero-Waste-Aktivitäten der Stadt Düsseldorf .............................. 27 
5.2 Weitere Zero-Waste-Aktivitäten in der Landeshauptstadt 
Düsseldorf ............................................................................. 28 
5.3 Einordnung der aktuellen Maßnahmen in Düsseldorf .................... 29 
5.4 Ausbaupotenzial bei aktuellen Maßnahmen................................. 32 
6 Identifikation von Abfallvermeidungspotenzialen ................ 33 
6.1 Entwicklungen und Auswirkungen auf die Abfallmengen ............... 33 
6.2 Ansatzpunkte für die Landeshauptstadt Düsseldorf ...................... 35 
6.3 Potenziale bei der Abfallsammlung und den 
Erfassungssystemen ............................................................... 35 
6.4 Maßnahmen parallel zum Zero-Waste-Konzept ........................... 38 
6.4.1 Anpassung von Leerungsintervallen für Bioabfall und 
Altpapier ............................................................................... 38 
6.4.2 Einführung der Wertstofftonne ................................................. 39 
6.4.3 Teilvergärung des Bioabfalls ..................................................... 40 
6.4.4 Aufbereitung des Straßenkehrichts ............................................ 40 
6.4.5 Pilotprojekt zur Sortierung und Verwertung der 
Papierkorbabfälle.................................................................... 40

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  III  
 
7 Der Zero-Waste-Zielkatalog ................................................. 41 
7.1 Anforderungen an die Landeshauptstadt Düsseldorf ..................... 41 
7.2 Zertifizierung, Anforderungen von Zero Waste Europe .................. 41 
7.3 Methodisches Vorgehen bei der Zieldefinition .............................. 42 
7.4 Die Zero-Waste-Ziele für die Landeshauptstadt Düsseldorf ........... 43 
8 Workshops mit ausgewählten Schlüsselakteuren als 
Beteiligungsform bei der Konzeptentwicklung ..................... 46 
9 Zero-Waste-Maßnahmenkatalog .......................................... 48 
9.1 Methodisches Vorgehen ........................................................... 48 
9.2 Überblick über die Zero-Waste-Maßnahmen für Düsseldorf ........... 51 
9.3 Maßnahmenvorschläge der Workshops, die nicht in 
Maßnahmenkennblättern beschrieben wurden ............................. 51 
9.4 Der Zero-Waste-Maßnahmenkatalog für die Stadt Düsseldorf ........ 53 
9.4.1 Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung und des 
Abfallmanagements ................................................................ 53 
9.4.2 Maßnahmen der bzw. für die Zivilgesellschaft, Wohnen, 
Vereine, gemeinnützige Initiativen ............................................ 59 
9.4.3 Maßnahmen aus bzw. für Gewerbe, Handel und Gastronomie ........ 66 
9.4.4 Maßnahmen zur Bildung und Kommunikation .............................. 73 
10 Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele ...................... 77 
11 Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen ..................................... 78 
12 Weiteres Vorgehen, Verstetigung eines Zero-Waste-
Prozesses ............................................................................ 79 
13 Anhang ................................................................................ 81

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 IV  
Abbildungsverzeichnis 
 
Abbildung 1: Hierarchie des Zero-Waste-Konzepts ....................................... 5 
Abbildung 2: Prozess der Konzepterstellung ................................................ 7 
Abbildung 3: Einwohnerspezifische Abfallmengen in Düsseldorf (2015 - 2024) 10 
Abbildung 4: Einwohnerspezifische Rest- und Sperrmüllmenge in Düsseldorf . 12 
Abbildung 5: Einwohnerspezifische Bioabfall- und Grünschnittmenge in 
Düsseldorf ......................................................................... 14 
Abbildung 6: Einwohnerspezifische Altpapier-, LVP- und Altglasmenge in 
Düsseldorf ......................................................................... 15 
Abbildung 7: Einwohnerspezifische Altholz-, Altkleider- und Altmetallmenge 
in Düsseldorf ...................................................................... 16 
Abbildung 8: Vergleich der Restabfallmenge der Stadt Düsseldorf mit 
anderen Großstädten (Bezugsjahr 2020) ................................ 18 
Abbildung 9: Vergleich der Bio- und Grünabfallmenge der Stadt Düsseldorf 
mit anderen Großstädten (Bezugsjahr 2020) .......................... 19 
Abbildung 10: Vergleich der getrennt erfassten Wertstoff-/Abfallmengen der 
Stadt Düsseldorf mit anderen Zero-Waste-Städten (Bezugsjahr 
2020) ............................................................................... 20 
Abbildung 11: Mengen der Siedlungsabfälle aus Gewerbe und Industrie 2015 
bis 2024 ............................................................................ 22 
Abbildung 12: Mengen der schadstoffhaltigen Abfälle 2015 bis 2024 ............. 23 
Abbildung 13: Mengen der Abfälle aus dem Baubereich zur Beseitigung 2015 
bis 2024 ............................................................................ 24 
Abbildung 14: Orientierende Mengenverteilung Siedlungsabfall vs. 
gewerbliche Abfälle ............................................................. 26 
Abbildung 15: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten nach fokussiertem 
Stoffstrom ......................................................................... 30 
Abbildung 16: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten nach Art / Maßnahme ...... 31 
Abbildung 17: Restabfallzusammensetzung in der Stadt Düsseldorf .............. 36 
Abbildung 18: Sperrmüllzusammensetzung in der Stadt Düsseldorf .............. 38

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  V  
 
Tabellenverzeichnis 
 
Tabelle 1: Düsseldorfer Siedlungsabfallmengen 2024 .................................... 8 
Tabelle 2: Aufbau eines Maßnahmenkennblatts der Stadt Düsseldorf ............ 50 
Tabelle 3: Übersicht der Zero-Waste-Maßnahmen für die Stadt Düsseldorf ..... 52 
Tabelle 4: Gegenüberstellung Maßnahmen und Ziele .................................. 77 
Tabelle 5: Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen ........................................... 78 
Tabelle 6: Aufgaben der Verwaltung hinsichtlich kurzfristig umsetzbarer 
Maßnahmen ........................................................................... 79 
Tabelle 7: Liste der bestehenden Zero-Waste-Aktivitäten in der Stadt 
Düsseldorf (nicht abschließend) ................................................ 81 
Tabelle 8: Anforderungen Zero Waste Europe ............................................ 85 
Tabelle 9: Liste aller Maßnahmenvorschläge aus Workshops ........................ 86

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  1  
 
1 Ausgangslage 
Die globale Gewinnung von Primärrohstoffen ist für ca. 50 % der Auswirkungen des 
Klimawandels und 90 % der Biodiversitätsverluste verantwortlich.1 Und auch in 
Deutschland wird ein nur geringer zweistelliger prozentualer Anteil des Rohstoffbe-
darfs durch Sekundärrohstoffe gedeckt.2 Um Ressourcenschonung im notwendigen 
Maß voran zu bringen, müssen Stoffströme geschlossen und Abfälle mengenrele-
vant vermieden werden. 
 
Viele Akteure in der Landeshauptstadt Düsseldorf beschäftigen sich schon seit Jah-
ren in zahlreichen Projekten und Initiativen intensiv mit Themen wie Abfallvermei-
dung oder Wiederverwendung. Dies geschieht in Form von Unverpackt-Läden, 
Buchtausch-Stationen, Lebensmittelrettung und vielem mehr. Die Stadt Düsseldorf 
selber hat zum Beispiel in den Jahren 2023 und 2024 das Einwegverbot für Geschirr 
und Besteck auf der Rheinkirmes erfolgreich umgesetzt. 
 
Der neue Begriff „Zero Waste“ greift bestehende Aktivitäten und Bestrebungen auf 
und hebt diese auf eine gesamtgesellschaftliche Ebene. Dabei ist „Zero Waste“ nicht 
im Sinne von „kein Abfall“, sondern als „keine Verschwendung“ zu verstehen. Es 
meint ein gemeinsames Handeln aller Menschen, das Verschwendung in allen Le-
bensbereichen vermeidet, indem Ressourcen bewahrt, verantwortungsvoll produ-
ziert, nachhaltig konsumiert und sinnvoll wiederverwertet werden und damit mög-
lichst wenig Abfall produziert wird. 
 
Trotz der bereits bestehenden Aktivitäten zeigt die Abfallstatistik, dass die Stadt 
Düsseldorf immer noch einen hohen Ressourcenverbrauch und ein hohes Abfallauf-
kommen aufweist. Im Jahr 2024 fielen in Düsseldorf 210.435 Mg Siedlungsabfälle 
an, dies entspricht einem Aufkommen von 333 kg pro Einwohner und Jahr. Im Ver-
gleich zu den Vorjahren konnte zwar ein leichter Rückgang der Siedlungsabfall-
menge erzielt werden, eine weitere Reduzierung ist jedoch aus Gründen des allge-
meinen Umweltschutzes zwingend zu erreichen. 
 
                                                
1 United Nations Environment Programme: Summary for policymakers, global resources outlook 
2019 
2 Ifeu: Sekundärrohstoffe in Deutschland (https://www.nabu.de/imperia/md/con-
tent/nabude/konsumressourcenmuell/2104-22-ifeu-studie-sekundaerrohstoffe_in_deutsch-
land.pdf)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 2  
Das vorliegende Zero-Waste-Konzept soll diese Bestrebung unterstützen und durch 
konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen in einen formellen Rahmen bringen und 
die Abfallvermeidung als Gemeinschaftsaufgabe in der gesamten Stadtgesellschaft 
und den gewerblichen Bereich verankern. Das Zero-Waste-Konzept stellt hierbei 
auch konzeptionell einen ersten Schritt dar und es gilt dieses und seine Maßnahmen 
stetig zu aktualisieren und neuen Gegebenheiten anzupassen.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  3  
 
2 Die Zero-Waste-Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf 
Mit dem Zero-Waste-Konzept der Landeshauptstadt Düsseldorf soll unter Beteili-
gung der Öffentlichkeit, lokal agierender Initiativen und Unternehmen das vorhan-
dene Potenzial der Abfallvermeidung und -verwertung ermittelt sowie mit Blick auf 
zu definierende Ziele realistisch umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden. Es sol-
len gangbare und relevante Abfallvermeidungswege und Möglichkeiten zur verbes-
serten Wertstofferfassung für die Zivilgesellschaft (private Haushalte), aber auch 
für das Gewerbe, den Handel und die Industrie aufgezeigt werden. Für eine höchst-
mögliche Akzeptanz des Konzepts wollen Stadt und Politik als Vorbild für eine öko-
logisch sinnvolle Abfallvermeidung und bessere Wertstofferfassung fungieren. 
 
Übergeordnetes Ziel des Konzepts ist es, eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu 
schaffen, in der Abfälle vor allem vermieden und Wertstoffe effizient genutzt wer-
den, um Ressourcen zu schonen und eine positive Auswirkung auf die Umwelt zu 
erzielen. Nachgelagertes Ziel ist, dass eine Aufklärung und Sensibilisierung der brei-
ten Bevölkerung und wirtschaftlicher Akteure dahingehend stattfindet, möglichst 
wenig Abfall zu produzieren und Abfälle als Ressourcen zu betrachten, anstatt sie 
einfach wegzuwerfen.  
 
Im Fokus steht neben der grundsätzlichen Stärkung und Ausweitung der Abfallver-
meidung insbesondere eine Reduzierung der Werstoffmengen im Restabfall mit ei-
nem erhöhten Fokus auf dem organischen Anteil. Darüber hinaus wird die Steige-
rung der Getrenntsammelmengen an Wertstoffen wie z. B. Textilien, Kunststoffen 
oder Glas mit dem Ziel einer Erhöhung der Recyclingquote sowie einer Reduzierung 
der Lebensmittelverschwendung angestrebt.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 4  
3 Das Zero-Waste-Konzept 
Die folgenden Unterkapitel beschreiben das Ziel und den Aufbau sowie den Entwick-
lungsprozess des vorgelegten Zero-Waste-Konzepts. 
3.1 Ziel und Aufbau des Zero-Waste-Konzepts 
Mit Hilfe des entwickelten Ziel- und Maßnahmenkatalogs zeigt das vorliegende Kon-
zept eine konkrete Zielrichtung auf, wie die Stadt Düsseldorf zukünftig Abfälle re-
duzieren, vermeiden und besser trennen kann. Neben der konkreten Abfallvermei-
dung soll ein Bewusstsein innerhalb der Stadtbevölkerung für Abfälle, deren Ver-
meidung und deren Entsorgung geschaffen werden, um wirkliche Veränderungen 
bewirken zu können. Die in diesem Konzept ausformulierten Ziele besitzen bewusst 
einen ambitionierten Charakter, um allen beteiligten Akteuren die Relevanz zu ver-
deutlichen. 
 
Im Rahmen des Konzepts wurde in einem ersten Schritt eine Analyse des Status 
quo in der Stadt Düsseldorf vorgenommen. Hierbei wurden zum einen das aktuelle 
Abfallaufkommen und zum anderen bestehende abfallvermeidende Aktivitäten her-
ausgearbeitet. Für die Untersuchung des Status quo des Abfallaufkommens wurde 
eine detaillierte Übersicht über die derzeitigen Abfallströme und -mengen sowie 
über die Infrastruktur generiert. Dafür wurden eine Bestandsanalyse des Düssel-
dorfer Abfallsektors durchgeführt, eine vergleichende bundesweite Betrachtung der 
Abfallmengen vorgenommen und die Entsorgungswege der Abfälle beleuchtet. Die 
Analyse des Status quo der Düsseldorfer Zero-Waste-Aktivitäten mündet in eine 
Übersicht über die bestehenden Ziele und Maßnahmen rund um das Thema Zero 
Waste. 
 
In Kapitel 6 werden Abfallvermeidungspotenziale identifiziert. Hierbei werden zu-
künftige Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf die Abfallmengen sowie Po-
tenziale aus den aktuellen Abfallsammel- und Erfassungssystemen herausgearbei-
tet. Darüber hinaus werden die aktuellen Abfallmengen in Düsseldorf mit verschie-
denen Städten verglichen, um die notwendige Zielrichtung zu verdeutlichen. Diese 
Potenzialanalyse dient als Grundbaustein für die darauffolgende Entwicklung des 
Ziel- und Maßnahmenkatalogs. Daraus wird deutlich, in welchen Bereichen Maßnah-
men besonders erfolgversprechend eingesetzt werden können.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  5  
 
Das Kapitel 7 enthält den Zero-Waste-Zielkatalog für die Landeshauptstadt Düssel-
dorf. Für den Erfolg und die Umsetzung des vorliegenden Konzepts ist eine mög-
lichst umfassende Integration vieler Akteure essentiell. Aus diesem Grund fanden 
verschiedene Beteiligungsformen bei der Konzepterstellung statt. So wurden mit 
unterschiedlichen Akteuren aus der Stadtgesellschaft in drei Workshops spezifische 
Maßnahmen entwickelt, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Ergebnisse der 
Beteiligungsformen sind in Kapitel 8 dargelegt. 
 
In Kapitel 9 befindet sich der Maßnahmenkatalog mit insgesamt 22 Maßnahmen. 
Jede Maßnahme wird in Form eines Steckbriefs vorgestellt und näher erläutert. Zur 
Validierung der gesetzten Maßnahmen werden sie in Kapitel 10 den gesetzten Zielen 
für die Stadt Düsseldorf gegenübergestellt. Den Abschluss des Konzepts bildet die 
Erläuterung, wie mit Umsetzung des Konzepts auch eine Verstetigung erfolgen 
kann, mit der die Stadt Düsseldorf unter Einbeziehung der ganzen Stadtgesellschaft 
Abfälle vermeiden kann.  
Das vorliegende Zero-Waste-Konzept bildet hierfür den Grundbaustein.  
3.2 Der Entwicklungsprozess des Konzepts 
Das Zero-Waste-Konzept bedient sich einer Abfallhierarchie, die sich an der des 
Kreislaufwirtschaftsgesetzes orientiert, allerdings die Vermeidung von Abfällen noch 
stärker in den Fokus rückt (Abbildung 1). 
 
 
Abbildung 1: Hierarchie des Zero-Waste-Konzepts

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 6  
Die Abfallhierarchie gibt die Reihenfolge vor, in der abfallwirtschaftliche Maßnahmen 
angewendet werden sollten, um die Umwelt zu schützen und die Ressourceneffizi-
enz zu maximieren. In Deutschland ist die Abfallhierarchie gesetzlich in § 6 des 
Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) verankert. Die Hierarchie besteht aus fünf Stu-
fen: 
 
1. Vermeidung 
2. Vorbereitung zur Wiederverwendung 
3. Recycling 
4. Sonstige (insbesondere energetische) Verwertung 
5. Beseitigung. 
 
Ein Zero-Waste-Konzept zielt dabei in erster Linie auf die ersten drei Stufen ab: 
Abfall soll von Anfang an vermieden oder zumindest weitestgehend reduziert wer-
den, indem beispielsweise auf unnötige Verpackungen verzichtet wird oder wieder-
verwendbare Produkte genutzt werden. Materialien, die nicht wiederverwendet wer-
den können, sollen in einem geschlossenen Kreislauf recycelt werden, um durch die 
erneute Verwendung als Sekundärrohstoff den Einsatz von Primärrohstoffen zu mi-
nimieren. 
 
Der Grundgedanke eines Zero-Waste-Konzepts im Hinblick auf die Kreislaufwirt-
schaft beinhaltet also, den begonnenen Weg von einem linearen zu einem zirkulären 
Modell des Ressourcenmanagements weiter auszubauen. Dabei gilt es, folgende 
Ziele stärker in den Fokus zu rücken: 
 
 Aufklärung und Unterstützung zu nachhaltigem Konsum 
 Entwicklung von Präventions- und Wiederverwendungsstrategien  
 Zunehmende Verbreitung der getrennten Sammlung 
 Stärkung des hochwertigen Recyclings 
 Schrittweise Verringerung nicht mehr werthaltiger Siedlungs- bzw. Restab-
fälle 
 
Das vorliegende Zero-Waste-Konzept Düsseldorfs identifiziert Potenziale und be-
nennt auf kommunaler Ebene realisierbare Vermeidungsmaßnahmen. Die Erstellung

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  7  
 
dieses Konzepts folgte einem Prozess, der in der nachfolgenden Abbildung darge-
stellt ist: 
 
 
Abbildung 2: Prozess der Konzepterstellung 
 
Die Erarbeitung des Konzepts erfolgte in einem partizipativen Prozess unter Betei-
ligung vieler Düsseldorfer Akteure. Dazu wurden im Rahmen der Workshops spezi-
fische Maßnahmen entwickelt, die die Erreichung der gesetzten Ziele anstreben. 
 
Die Erstellung des Zero-Waste-Konzepts erfolgte durch das Amt für Umwelt- und 
Verbraucherschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der 
einsfünf Beratungsgesellschaft mbH und der INFA - Institut für Abfall, Abwasser und 
Infrastruktur-Management GmbH (INFA).

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 8  
4 Status quo des Abfallaufkommens in Düsseldorf 
Die Weiterentwicklung der Düsseldorfer Abfallwirtschaft in Richtung Kreislaufwirt-
schaft wird regelmäßig in den Abfallwirtschaftskonzepten der Stadt Düsseldorf be-
schrieben. Das neue, parallel zu diesem Zero-Waste-Konzept erstellte Abfallwirt-
schaftskonzept umfasst den Zeitraum 2025 bis 2029. Nachfolgend wird für die Sied-
lungsabfälle der Status quo für das Jahr 2024 sowie die Mengenentwicklung inner-
halb der letzten zehn Jahre beschrieben. Darüber hinaus erfolgt für die wesentlichen 
Abfallarten eine Einordnung der Mengen durch einen Vergleich mit anderen Groß-
städten. Weitere Informationen zum Status quo können dem Abfallwirtschaftskon-
zept der Stadt Düsseldorf entnommen werden. 
4.1 Überblick über die Düsseldorfer Siedlungsabfälle 
Siedlungsabfälle im Sinne des KrWG sind gemischt und getrennt gesammelte Abfälle 
aus privaten Haushaltungen und aus anderen Herkunftsbereichen, wenn diese Ab-
fälle aufgrund ihrer Beschaffenheit und Zusammensetzung mit Abfällen aus privaten 
Haushaltungen vergleichbar sind. 
 
Tabelle 1: Düsseldorfer Siedlungsabfallmengen 2024 
Abfallart Menge 2024 
[Mg/a] 
Menge 2024 * 
[kg/(E*a)] 
Restabfall 114.991 182 
Sperrmüll 12.525 20 
Bioabfall 11.952 19 
Grünschnitt 7.552 12 
LVP 15.204 24 
Altpapier 26.186 41 
Altglas 13.384 21 
Altholz 4.718 7,5 
Altmetall 478 0,8 
Altkleider 2.975 4,7 
Elektroaltgeräte keine Angabe keine Angabe 
Schadstoffe 469 0,7 
Summe 210.435 333 
* bezogen auf eine Einwohnerzahl von 632.867

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  9  
 
Die Siedlungsabfälle im Sinne des vorliegenden Zero-Waste-Konzepts, die als Be-
zugsgröße für die Zielsetzungen dienen, sind in Tabelle 1 aufgeführt. Darüber hin-
aus beinhaltet die Tabelle das Abfallaufkommen für das Jahr 2024. Die Gesamt-
menge in diesem Jahr lag bei 210.435 Mg, dies entspricht einer einwohnerspezifi-
schen Menge von 333 kg/(E*a). 
 
Nachfolgend wird für die relevanten Siedlungsabfälle die Entwicklung in den letzten 
zehn Jahren dargestellt. Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die Corona-Pande-
mie geprägt. Die verstärkte Tendenz zum Homeoffice und die grundsätzliche Verla-
gerung der Aktivitäten in den häuslichen Bereich (weniger Außer-Haus-Konsum, 
vermehrter Konsum von Take-Away-Produkten, mehr Versandbestellungen) hatte 
bei einigen Abfallarten auch Einfluss auf das Mengenaufkommen. 
 
Betrachtet man die Gesamtmenge der Siedlungsabfälle (Abbildung 3), so lässt sich 
erkennen, dass das einwohnerspezifische Abfallaufkommen in Düsseldorf im Durch-
schnitt über 300 kg/(E*a) beträgt. Der Spitzenwert lag im Jahr 2015 mit 
362 kg/(E*a). Bis 2019 war jährlich ein leichter Rückgang in einer Größenordnung 
von 1-2 % festzustellen, sodass die einwohnerspezifische Abfallmenge um insge-
samt etwa 18 kg/(E*a) reduziert werden konnte. In den Jahren 2020 und 2021 stieg 
die Abfallmenge wiederum auf etwa 350 kg/(E*a) an, was vor allem auf ein erhöh-
tes Aufkommen an Bioabfall und Sperrmüll zurückzuführen ist.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 10  
 
Abbildung 3: Einwohnerspezifische Abfallmengen in Düsseldorf (2015 - 
2024) 
 
In den Post-Corona Jahren zeigte sich dann ein Rückgang der spezifischen Gesamt-
abfallmenge um etwa 35 kg/(E*a). Treiber des Rückgangs waren vor allem die Ab-
fallarten Restabfall, Sperrmüll und Altpapier. Die einwohnerspezifische Abfallmenge 
in Düsseldorf lag in 2024 bei 333 kg/(E*a) und damit 17 kg über der Menge aus 
2023. 
 
Für alle getrennt zu erfassenden Wertstoffe werden in der Landeshauptstadt Düs-
seldorf entsprechende Hol- und Bringsysteme angeboten. Diese werden nachfol-
gend für die relevanten Fraktionen kurz beschrieben. Für die erfassten Abfälle und 
Wertstoffe wird darüber hinaus die Mengenentwicklung in den letzten Jahren dar-
gestellt und kommentiert. Mit Blick auf ein wesentliches Ziel des Konzepts, die Ver-
besserung der Abschöpfung von Wertstoffen aus dem Restabfall, wird auch die ak-
tuelle Zusammensetzung des Restabfalls aus privaten Haushalten in der Landes-
hauptstadt Düsseldorf beleuchtet.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  11  
 
Recyclinghöfe 
Die Awista Kommunal GmbH3 betreibt im Auftrag der Stadt Düsseldorf derzeit drei 
Recyclinghöfe (Lohausen, Flingern, Garath). Darüber hinaus gibt es Planungen zur 
Errichtung eines vierten Recyclinghofs. Zur Verfügung steht dafür ein Grundstück 
im Stadtteil Holthausen. 
 
Dieses Grundstück ist mit einer Fläche von mehr als 8.000 m² mehr als doppelt so 
groß wie der Recyclinghof Flingern und böte die Möglichkeit, mehr Wertstoffe sepa-
rat zu erfassen, als dies derzeit auf den bestehenden Recyclinghöfen in Düsseldorf 
möglich ist. Weiterhin könnte - als Beitrag zur Abfallvermeidung - eine Halle zur 
Annahme gut erhaltener Möbel und Haushaltsgegenstände errichtet werden. 
 
Die Awista Kommunal ist beauftragt, auf Basis einer bereits bestehenden ersten 
Projektskizze ein detailliertes Machbarkeitskonzept zu entwickeln. Der Fachaus-
schuss AÖE wird regelmäßig über den Fortschritt des Projektes einschließlich finan-
zieller Aspekte informiert und erhält Gelegenheit, über die weitere Entwicklung des 
Projektes zu entscheiden. 
 
Die mit der Awista GmbH geschlossenen Verträge sehen vor, dass der vierte Recyc-
linghof nach Fertigstellung in das Eigentum der Stadt übergeht und die Awista Kom-
munal dann über einen Erbbauvertrag die Funktion der Betreiberin übernimmt. 
 
Rest- und Sperrmüll 
Der Restabfall wird in Düsseldorf wöchentlich, in Einzelfällen auch zweiwöchentlich 
gesammelt. Pro gemeldeter Person und Woche muss mindestens ein Restbehälter-
volumen von 20 l zur Verfügung stehen. Diese definierte Mindestausstattung soll u. 
a. eine geordnete sowie umwelt- und ressourcenschonende Entsorgung des anfal-
lenden Restabfalls ermöglichen und sicherstellen und der Verlagerung von Restab-
fall in andere Sammelsysteme (insbesondere für Wertstoffe) oder den öffentlichen 
Raum entgegenwirken.  
 
                                                
3 Im folgenden nur noch Awista Kommunal genannt

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 12  
Der Sperrmüll wird nach Terminvereinbarung einmalig gebührenfrei am Grundstück 
abgeholt. Dabei können bis zu 2 m³ pro Kunde bereitgestellt werden. Zusätzlich ist 
eine gebührenpflichtige Abgabe am Recyclinghof Flingern möglich. 
 
Abbildung 4 zeigt einen stetigen Rückgang der einwohnerspezifischen Restabfall-
menge in Düsseldorf zwischen 2015 und 2023 auf, mit einem Minimum von 
171 kg/(E*a) im Jahr 2023. 2024 stieg die Restabfallmenge auf 182 kg/(E*a). Die 
aufgeführte Menge beinhaltet auch den über den Recyclinghof Flingern erfassten 
Restabfall. Vergleichsweise konstant sind im betrachteten Zeitraum dagegen die 
Sammelmengen für den Sperrmüll mit etwa 20 kg/(E*a). Durch den Einfluss der 
Corona-Pandemie sind in 2020 und 2021 beim Sperrmüll steigende Mengen erkenn-
bar, diese fielen aber ab 2022 wieder auf das vor-Corona-Niveau. 
 
 
Abbildung 4: Einwohnerspezifische Rest- und Sperrmüllmenge in Düssel-
dorf 
 
Beim Restabfall wurde der langjährige Trend eines leichten Mengenrückgags durch 
die Corona-Pandemie gestoppt. Ab 2022 ist dann aber ein deutlicher Rückgang er-
kennbar. Dies war bundesweit in vielen Städten und Kreisen zu beobachten. Zuletzt 
war wiederum ein Anstieg der spezifischen Restabfallmenge zu verzeichnen.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  13  
 
Bioabfall und Grünschnitt 
Zur getrennten Erfassung von Bioabfall und Grünschnitt wurde in Düsseldorf flä-
chendeckend eine Biotonne eingeführt. Diese wird auf freiwilliger Basis angeboten 
(eine Option, die auch der Abfallwirtschaftsplan NRW vorsieht), um eine möglichst 
gute Bioabfallqualität mit geringen Störstoffanteilen zu gewährleisten. Anreize zur 
Nutzung werden durch eine gebührenfreie Abfuhr im wöchentlichen Rhythmus (in 
den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar 14-täglich) sowie eine mögliche 
Reduzierung des vorgeschriebenen Restmüllbehältervolumens von 20 l auf 15 l pro 
Einwohner und Woche geschaffen.  
 
Grünschnitt kann auch in einem Umfang von bis zu 1 m³ an den Recyclinghöfen 
abgegeben werden. Ergänzend werden in Düsseldorf regelmäßig Grünschnittsamm-
lungen auf öffentlichen Plätzen durchgeführt. Alternativ ist auch eine Abgabe direkt 
bei der Kompostierungsanlage in Düsseldorf-Hamm möglich. 
Über diese Sammelsysteme wurden 2024 etwa 19 kg/(E*a) an organischen Abfällen 
über die Biotonne und etwa 12 kg/(E*a) an Grünschnitt erfasst. Abbildung 5 zeigt, 
dass die einwohnerspezifische Bioabfallmenge in den von der Corona-Pandemie be-
troffenen Jahren 2020 und 2021 deutlich zunahm, das Mengenniveau wurde in den 
Folgejahren gehalten.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 14  
 
Abbildung 5: Einwohnerspezifische Bioabfall- und Grünschnittmenge in 
Düsseldorf 
 
Im Gegensatz dazu weist die einwohnerspezifische Grünschnittmenge einen Ab-
wärtstrend auf. Lag die erfasste Menge 2016 noch bei 15 kg/(E*a), wurden in 2024 
noch ca. 12 kg/(E*a) gesammelt. Neben der Begründung durch starke Trockenpe-
rioden können die abnehmenden Grünschnittmengen und steigenden Bioabfallmen-
gen auch für eine Verlagerung der Grünschnittmenge in die Biotonne sprechen. 
 
Altpapier, LVP und Altglas 
Die Erfassung von Altpapier erfolgt in Düsseldorf im Holsystem über die blaue Pa-
piertonne. Diese wurde bis zum 31.03.2025 2-wöchentlich, seit dem 01.04.2025 
wöchentlich geleert und ist im Teilservice gebührenfrei. Parallel kann Altpapier im 
Bringsystem über Depotcontainer im öffentlichen Straßenraum und auf den Recyc-
linghöfen entsorgt werden. Über die gelbe Tonne (in Ausnahmefällen über gelbe 
Säcke) werden Verpackungsabfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien 
gesammelt. Altglas wird nach Farben getrennt über Depotcontainer im öffentlichen 
Straßenraum und auf den Recyclinghöfen gesammelt. 
 
Die einwohnerspezifische Altpapiermenge hat in den letzten zehn Jahren sukzessive 
abgenommen. Zwischen 2015 und 2021 war ein Rückgang von 56 auf 51 kg/(E*a)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  15  
 
zu verzeichnen. Bis zum Jahr 2024 fiel die Sammelmenge um weitere 10 kg/(E*a). 
Dies ist vor allem auf ein geändertes Konsumverhalten der Bevölkerung zurückzu-
führen. Während die Anteile an („schweren“) Print-Medien im Sammelgemisch zu-
rückgehen, nehmen die voluminösen leichten Verpackungsanteile (z. B. Kartona-
gen) immer weiter zu. Der Rückgang der Sammelmengen ist also nicht auf Einflüsse 
durch das Sammelsystem zurückzuführen.  
 
 
Abbildung 6: Einwohnerspezifische Altpapier-, LVP- und Altglasmenge in 
Düsseldorf 
 
Die Sammelmengen von LVP und Altglas lagen in den Jahren zwischen 2015 und 
2024 konstant zwischen 21 bis 24 kg/(E*a). Abbildung 6 zeigt den Verlauf der ein-
wohnerspezifischen Mengen für die drei genannten Wertstoffe. 
 
Altholz, Altkleider und Altmetalle 
Die Wertstoffe Altholz, Altkleider und Altmetalle können in der Stadt Düsseldorf an 
den Recyclinghöfen abgegeben werden. Altholz wird zusätzlich im Zuge der Sperr-
müllsammlung getrennt gesammelt und verwertet. Die Altkleidersammlung erfolgt, 
wie bundesweit üblich, auch über Depotcontainer im öffentlichen Straßenraum.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 16  
Die Abbildung 7 zeigt die einwohnerspezifischen Altholz-, Altkleider und Altmetall-
mengen im Verlauf der letzten Jahre. Bei den erfassten Altmetallmengen sind über 
die betrachteten Jahre keine nennenswerten Veränderungen erkennbar.  
 
 
Abbildung 7: Einwohnerspezifische Altholz-, Altkleider- und Altmetall-
menge in Düsseldorf 
 
Die Jahreslinie beim Altholz und den Altkleidern weist einen Rückgang der Sammel-
mengen auf. Bei den Altkleidern beträgt der Rückgang ca. 1 kg/(E*a), beim Altholz 
lag die Differenz zwischenzeitlich bei rund 2,5 kg/(E*a) mit einem Minimum von 
5,8 kg/(E*a) im Jahr 2020. Bis zum Jahr 2024 stieg die Altholzmenge auf 
7,5 kg/(E*a) an. 
 
Elektroaltgeräte und Schadstoffe 
Für Elektroaltgeräte gibt es ein Holsystemangebot, bei dem Haushaltsgroßgeräte 
und andere sperrige Elektro- und Elektronikgeräte im Zuge der Sperrmüllsammlung 
getrennt erfasst werden. Zusätzlich stehen Abgabemöglichkeiten an den Recycling-
höfen bereit. Kleine elektrische Geräte können auch am Schadstoffmobil oder an 
den einzelnen Sammelstellen im Stadtgebiet abgegeben werden. Zudem sind Her-
steller von Elektrogeräten verpflichtet, Altgeräte unabhängig vom Kaufort zur Ent-

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  17  
 
sorgung anzunehmen. Die erfasste einwohnerspezifische Menge an Elektroaltgerä-
ten bewegte sich in Düsseldorf in den letzten Jahren zwischen 1,9 und 2,4 kg/(E*a). 
Auch schadstoffhaltige Abfälle können auf den Recyclinghöfen abgegeben werden. 
Kleinmengen nimmt darüber hinaus das Schadstoffmobil an. In den Jahren 2015 bis 
2024 lag die erfasste einwohnerspezifische Schadstoffmenge zwischen 0,7 und 
0,9 kg/(E*a). 
 
Weitere Informationen zur Konzeption der Abfallsammlung in Düsseldorf können 
dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt entnommen werden. 
4.2 Vergleich der Düsseldorfer Siedlungsabfallmengen mit deutschen 
Großstädten 
Zur Einordnung der in der Stadt Düsseldorf erfassten Siedlungsabfallmengen erfolgt 
ein bundesweiter Vergleich mit in anderen Großstädten gesammelten Abfall- und 
Wertstoffmengen. Hierfür wird aufgrund der vorliegenden Datenlage als Bezugsjahr 
das Jahr 2020 herangezogen. Um die Vergleichbarkeit und damit die Aussagekraft 
zu erhöhen, erfolgt eine Gegenüberstellung nur mit Städten mit einer ähnlichen 
Einwohnerdichte. 
 
Da die Einwohnerdichte der Stadt Düsseldorf im Jahr 2020 bei 2.854 E/km² lag, 
wurden für das Vergleichscluster nur Städte mit einer Einwohnerdichte > 2.000 
E/km² ausgewählt. Die Abfallmengen der vergleichbaren Großstädte wurden aus 
den Abfallbilanzen der jeweiligen Bundesländer entnommen. Durch diese Spiege-
lung der Daten ist eine bessere Einordnung und Bewertung des Status quo in der 
Stadt Düsseldorf möglich. Darüber hinaus können ggf. auch mögliche Handlungs-
felder oder Ansatzpunkte für weitere Maßnahmen oder Aktivitäten identifiziert und 
abgeleitet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass es sich bei dem Bezugsjahr 2020 
um ein von der Corona-Pandemie betroffenes Jahr handelt. Das ist bei der grund-
sätzlichen Einordnung der Erfassungsmengen zu berücksichtigen. 
 
In der nachfolgenden Abbildung ist die spezifische Restabfallmenge der Stadt Düs-
seldorf für das Jahr 2020 im bundesweiten Vergleich dargestellt.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 18  
 
Abbildung 8: Vergleich der Restabfallmenge der Stadt Düsseldorf mit an-
deren Großstädten (Bezugsjahr 2020) 
 
Mit 188 kg/(E*a) lag die spezifische Restabfallmenge in 2020 im Bereich des 25. 
Perzentils und damit unter dem Mittelwert des Vergleichsclusters. Dies ist grund-
sätzlich als positiv zu werten, die vorliegenden Ergebnisse der Restabfallanalyse 
zeigen aber deutlich, dass ungeachtet dessen noch große Wertstoffpotenziale im 
Restabfall vorhanden sind. Zudem ist hier festzuhalten, dass in den meisten Städten 
der Gewerberestmüll in diese Restabfallmenge miteinbezogen wird. 
 
Neben der Restabfallmenge erfolgt auch für die Bio- und Grünabfallmenge der Stadt 
Düsseldorf ein bundesweiter Vergleich. Hier liegt die Stadt Düsseldorf mit 
25 kg/(E*a) deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt vergleichbarer Städte, 
was auch in Verbindung mit der im Restabfall verbleibenden großen Organikmenge 
zu sehen ist (vgl. Kapitel 6.3). Abbildung 9 zeigt die Ergebnisse des Vergleichs. 
 
188 kg/(E*a)0501001502002503002.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 5.000spezifische Erfassungsmenge [kg/(E*a)]Einwohnerdichte [E/km²]Restabfallmenge der Stadt Düsseldorf im Vergleich zu anderen GroßstädtenRestabfallRestabfall (Düsseldorf)25. PerzentilMittelwert

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  19  
 
 
Abbildung 9: Vergleich der Bio- und Grünabfallmenge der Stadt Düsseldorf 
mit anderen Großstädten (Bezugsjahr 2020) 
 
Die Gesamtmenge von 25 kg/(E*a) an getrennt gesammelten organischen Abfällen 
über die Biotonne (15 kg/(E*a)) sowie separat erfassten Grünabfällen (10 kg/(E*a) 
ist als sehr niedrig zu werten. Hier ist ein deutlicher Hinweis im Hinblick auf eine 
Intensivierung bzw. den Ausbau der Sammelsysteme für die organischen Fraktionen 
ableitbar.  
 
Im Mengenvergleich mit anderen Städten, die ein Zero-Waste-Konzept verfolgen, 
weist Düsseldorf eine geringe Sammelmenge an getrennt erfassten Wertstoff- und 
Abfallströmen auf. Vor allem die Bioabfallmenge liegt deutlich unter den Werten der 
Vergleichsstädte, aber auch die erfassten Mengen an Grünschnitt, Altholz und Alt-
metallen sind unterdurchschnittlich. Die Wertstoffmengen für Altpapier, Leichtver-
packungen und Altglas entsprechen etwa dem Durchschnitt der anderen Groß-
städte. Bei den Altkleidermengen liegt die Stadt Düsseldorf geringfügig über dem 
Durchschnitt (vgl. Abbildung 10). 
 
Bei Betrachtung der aktuell separat erfassten Wertstoffmengen sowie Schadstoffen 
wird deutlich, dass in der Landeshauptstadt Düsseldorf noch Potenziale zu heben 
25 kg/(E*a)0204060801001201402.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 5.000spezifische Erfassungsmenge [kg/(E*a)]Einwohnerdichte [E/km²]Bio- und Grünabfallmenge der Stadt Düsseldorf im Vergleich zu anderen GroßstädtenBio+GrünBio+Grün (Düsseldorf)75. PerzentilMittelwert

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 20  
sind. In der nachfolgenden Abbildung sind die Erfassungsmengen aus Düsseldorf 
anderen Städten gegenübergestellt. Die Gesamtmenge von etwa 160 kg/(E*a) liegt 
dabei auf dem Niveau einer Vergleichsstadt, aber zum Teil deutlich unterhalb der 
anderen Städte. 
 
 
Abbildung 10: Vergleich der getrennt erfassten Wertstoff-/Abfallmengen 
der Stadt Düsseldorf mit anderen Zero-Waste-Städten (Bezugs-
jahr 2020) 
 
Das größte Mengendelta gibt es zur Stadt 3 mit 126 kg/(E*a), dort werden in der 
Bio- und Grünabfallsammlung im Vergleich zu Düsseldorf Mehrmengen in einer Grö-
ßenordnung von 90 kg/(E*a) erfasst. In allen dargestellten Städten sind die Sam-
melmengen über die Biotonne höher als in Düsseldorf. Hier sind entsprechende Po-
tenziale für eine Steigerung der Recyclingquote und Stärkung der Ressourcenwirt-
schaft erkennbar. 
 
Der Zero-Waste-Ansatz zielt aber nicht nur auf eine Reduzierung des Restabfalls 
durch eine verbesserte Abschöpfung bzw. Verlagerung der enthaltenen Wertstoffe 
in die dafür vorgesehenen Sammelsysteme ab, sondern strebt durch Vermeidungs-
effekte auch auf eine Verringerung der getrennt erfassten Wertstoffmengen durch 
Reduzierung des im Umlauf befindlichen Gesamtpotenzials ab. Es wird also mit dem 
160160207286206050100150200250300350Düsseldorf Stadt 1 Stadt 2 Stadt 3 Stadt 4[kg/(E*a)]
Mengenvergleich Zero-Waste-Städte 2020- getrennt erfasste Wertstoff- / Abfallströme -
ElektroaltgeräteSchadstoffeAltkleiderAltglasGrünschnittAltmetallAltholzAltpapierLVPSperrmüllBioabfall* keine Angaben zu Schadstoffmengen für Stadt 1 und Stadt 4

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  21  
 
Blick auf die Ressourcenschonung ein Rückgang der Gesamtmenge an erfassten 
Siedlungsabfällen (Restabfall + Wertstoffe) angestrebt.  
4.3 Überblick über die Düsseldorfer Gewerbeabfälle 
Die private Wirtschaft entsorgt ihre Abfälle und Wertstoffe im Wesentlichen über 
den freien Markt. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat auf diese Mengenströme 
weder Zugriff noch Einfluss. Vergleichbare Abfälle aus städtischen Betrieben und 
Einrichtungen können dagegen durchaus beeinflusst werden. Die im Folgenden auf-
geführten Abfälle sind lediglich diejenigen gewerblichen Abfälle aus Düsseldorf, die 
über die Müll- und Sperrgutabfuhr sowie über Direktanlieferungen zur Müllverbren-
nungsanlage Düsseldorf (MVA) und zur Zentraldeponie Hubbelrath (ZDH) beseitigt 
wurden. Außerdem sind die Abfälle aufgeführt, die zum Sonderabfallzwischenlager 
angeliefert wurden sowie Kleinmengen schadstoffhaltiger Abfälle, die über den 
Kleingewerbeservice gesammelt wurden. Die hier dargestellten Gewerbeabfallmen-
gen spiegeln demnach nur einen geringen Anteil der tatsächlich anfallenden Mengen 
wider. 
 
Die aufgeführten Gewerbeabfälle gliedern sich in drei Bereiche: 
 Siedlungsabfälle aus Gewerbe und Industrie 
 schadstoffhaltige Abfälle 
 Abfälle aus dem Baubereich zur Beseitigung 
 
Die Abbildung 11 zeigt die Mengenentwicklung der Siedlungsabfälle aus Ge-
werbe und Industrie in den Jahren 2015 bis 2024. Den größten Anteil haben die 
Restabfälle. Zwischen 2015 und 2019 war bzgl. der Restabfallmengen aus Gewerbe 
und Industrie ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. In den von Corona beein-
flussten Jahren 2020 und 2021 nahm die Restabfallmenge kurzzeitig ab, stieg bis 
zum Jahr 2024 jedoch wieder auf rund 34.000 Mg an.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 22  
 
Abbildung 11: Mengen der Siedlungsabfälle aus Gewerbe und Industrie 
2015 bis 2024 
 
Den größten Mengenanteil bei den schadstoffhaltigen Abfällen hatten die Pro-
duktionsspezifischen Abfälle sowie die Sonderabfälle. Trotz einiger Schwankungen 
lässt sich tendenziell ein leichter Mengenrückgang erkennen.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  23  
 
 
Abbildung 12: Mengen der schadstoffhaltigen Abfälle 2015 bis 2024 
 
So verringerte sich die datentechnisch erfasste Menge an produktionsspezifischen 
Abfällen zwischen 2015 und 2023 um rund 16.000 Mg. Im Jahr 2024 stieg sie auf 
17.013 Mg an. Die Menge an Sonderabfällen verringerte sich in den letzten zehn 
Jahren um rund 7.000 Mg. 
 
Bei den Abfällen aus dem Baubereich zur Beseitigung ergaben sich beim Bo-
denaushub die größten Mengenschwankungen (zwischen ca. 9.000 Mg und 66.000 
Mg). Diese sind besonders von der wirtschaftlichen Entwicklung sowie den Bautä-
tigkeiten abhängig. Abbildung 13 zeigt neben dem Bodenaushub auch die durch die 
Stadt Düsseldorf erfassten Mengen für Bau- und Abbruchabfälle sowie Straßenauf-
bruch.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 24  
 
Abbildung 13: Mengen der Abfälle aus dem Baubereich zur Beseitigung 
2015 bis 2024 
 
Wie bereits erläutert, umfassen die seitens der Stadt Düsseldorf dokumentierten 
Mengenströme aus dem gewerblichen Bereich nur einen kleinen Teil der tatsächlich 
anfallenden Massen. Um eine orientierende Größenordnung über das tatsächliche 
Mengenaufkommen zu erhalten, wurde zusätzlich eine Berechnung anhand von Li-
teraturwerten für zwei Abfallgruppen durchgeführt.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  25  
 
 Gemischte Gewerbeabfälle: 
o Input in deutsche Abfallentsorgungsanlagen (2015): 5,8 Mio. Mg/a  
 ohne Abfälle aus Produktion und Verarbeitung 
 entspricht einer spezifischen Menge von etwa 77 kg/(E*a) 
o bei Übertragung auf die Stadt Düsseldorf ergibt sich eine orientierende 
Menge an gemischten Gewerbeabfällen von etwa 50.000 Mg/a 
 
 Bau- und Abbruchabfälle: 
o bundesweite Gesamtmenge (2018): 218,8 Mio. Mg/a 
 entspricht einer spezifischen Menge von etwa 2.635 kg/(E*a) 
o bei Übertragung auf die Stadt Düsseldorf ergibt sich eine orientierende 
Menge an Bau- und Abbruchabfällen von etwa 1,73 Mio. Mg/a 
 
Diese orientierende Berechnung verdeutlicht, dass aufgrund der immensen Men-
genströme erhebliche Potenziale für Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im 
gewerblichen Bereich zu heben sind. Gerade die Bau- und Abbruchabfälle sind daher 
innerhalb des EU Circular Economy Actions Plans als prioritäres Handlungsfeld ge-
nannt. Wenn der direkte Einfluss durch die Stadt Düsseldorf in diesem Bereich auch 
begrenzt ist, soll im Rahmen dieses Konzepts auch der gewerbliche Bereich adres-
siert werden. 
 
Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht die Mengenrelevanz der gewerblichen Men-
genströme sehr anschaulich. Fasst man die Siedlungsabfallmenge von etwa 
210.000 Mg/a und die orientierend ermittelten Mengen an gemischten Gewerbeab-
fällen sowie Bau- und Abbruchabfällen zusammen, beträgt der Anteil der Siedlungs-
abfallmenge gerade einmal 9 %. Dieser Umstand ist größtenteils den Bau- und Ab-
bruchabfällen geschuldet, welche im Vergleich zu allen anderen Abfallarten ein sehr 
viel größeres Gewicht relativ zu ihrem Volumen aufweisen. Zusätzlich ist speziell für 
Düsseldorf darauf hinzuweisen, dass die lokalen Deponiekapazitäten bis 2035 er-
schöpft sein werden.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 26  
 
 
Abbildung 14: Orientierende Mengenverteilung Siedlungsabfall vs. ge-
werbliche Abfälle

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  27  
 
5 Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Düsseldorf 
5.1 Zero-Waste-Aktivitäten der Stadt Düsseldorf 
Das Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf leistet seit Jahren eine intensive 
Öffentlichkeitsarbeit. Sie soll Verständnis für die Arbeit der Akteure wecken sowie 
abfallwirtschaftliche Hintergründe verdeutlichen. Die Öffentlichkeitsarbeit erstreckt 
sich von der Beratung zum abfallarmen Einkauf bis hin zur Beratung der Wohnungs-
baugesellschaften. 
 
Die Beratung umfasst planerische, konzeptionelle und organisatorische Tätigkeiten, 
ergebnis- und zielgruppenorientierte Beratung, pädagogische Aufgaben und Ver-
waltungstätigkeiten. Ziel ist, die Abfallvermeidung und -verwertung zu fördern und 
Abfälle, die weder vermieden noch verwertet werden können, einer ordnungsgemä-
ßen Behandlung und Beseitigung zuzuführen. Von entscheidender Bedeutung ist es, 
die Abfallerzeuger zu informieren und zur Vermeidung und Verwertung zu motivie-
ren. Die Zielgruppen sind die privaten Haushalte, Kindergärten, Schulen, Woh-
nungswirtschaft sowie sonstige nicht gewerbliche Institutionen. Das Umweltamt 
führt die Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit Awista Kommunal 
und der Verbraucherzentrale NRW durch. Die genannten Institutionen sind An-
sprechpartner u. a. für alle Fragestellungen zur Abfallvermeidung und -trennung, 
zu Verwertungsmöglichkeiten und zur Entsorgung. Die Stadt fördert darüber hinaus 
private Initiativen, die sich für den Umweltschutz einsetzen oder auch zur Abfall-
vermeidung beitragen. 
 
Den seit über 40 Jahren verliehenen Umweltpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf 
erhielt 2024 der Verein GarageLab. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis ehrte hiermit 
das "langjährige, kontinuierliche ehrenamtliche Engagement mit vielseitigen Pro-
jekten für mehr Nachhaltigkeit und umweltbewusste Ressourcennutzung". Im Jahr 
2011 wurde GarageLab e. V. gegründet. Mit 400 Mitgliedern kann der Verein als 
größter "Makerspace", ein offener Raum für kreative Projekte und technologische 
Experimente, im Bundesland NRW gelten. Seinen Sitz hat GarageLab e. V. an der 
Birkenstraße 23 in Düsseldorf-Flingern. Im Makerspace treffen sich technikbegeis-
terte Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlichster Hintergründe. Selber-
machen, reparieren und in Eigenarbeit verbessern ist die Devise. Workshops und 
Kurse bieten Raum und Ausstattung für innovative Projekte mit Umweltbezug. Fahr-
radwerkstatt, Holzwerkstatt, Keramik- oder Metallwerkstatt sind vorhanden. Auch

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 28  
das wohl bekannteste Repair-Café der Stadt am letzten Samstag jeden Monats ist 
Teil von GarageLab. „Der Verein fördert durch sein Engagement ökologische, öko-
nomische und soziale Nachhaltigkeitsziele, bindet viele Menschen produktiv ein und 
ist fraglos ein Düsseldorfer Leuchtturmprojekt", so das Fazit von Jochen Kral. 
 
Bei Veranstaltungen auf städtischen Flächen und im öffentlichen Raum wird auf die 
Verwendung von Mehrwegbehältnissen entsprechend der Abfallsatzung der Landes-
hauptstadt Düsseldorf hingewirkt. Die Umsetzung dieser Vorgabe ist in Bezug auf 
Mehrwegbecher in den städtischen Hallen etabliert. In 2024 wurde das Einwegver-
bot für Geschirr auf der Rheinkirmes, dem Japantag, der Fanzone der EM und dem 
Weihnachstmarkt erfolgreich umgesetzt. 
5.2 Weitere Zero-Waste-Aktivitäten in der Landeshauptstadt 
Düsseldorf 
Um eine Übersicht über die bereits bestehenden Aktivitäten im Bereich Zero Waste 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf zu erhalten, erfolgten gezielte Abfragen bei 
Netzwerken und Akteuren, wie bspw. beim Bündnis für Nachhaltigkeit, Verbänden 
der Wirtschaft, des Handels und des Handwerks. Darüber hinaus wurden umfang-
reiche Desktop-Recherchen durchgeführt. Dabei wurde nach Initiativen, Vereinen, 
Unternehmen und Akteuren recherchiert, die in diesem Bereich tätig sind. Informa-
tionsquellen waren u. a. die Webseiten der vorgenannten Gruppen. 
Kernstück der Ergebnisse war der Aufbau einer umfassenden, dynamischen Aktivi-
tätenliste, die alle identifizierten Tätigkeiten enthält. Diese Ergebnisliste ist nicht als 
vollständige Liste aller bereits bestehenden Initiativen, Vereine, Unternehmen, Ak-
teure und Maßnahmen im Bereich Zero Waste zu verstehen, da nicht alle Aktivitäten 
immer öffentlich bekannt sind. Als „dynamische Liste“ kann die Übersicht weiterge-
führt und aktualisiert werden. 
 
Insgesamt wurden 36 Zero-Waste-Aktivitäten in der Landeshauptstadt Düsseldorf 
identifiziert.4 Die Liste der Zero-Waste-Aktivitäten enthält verschiedene Kriterien, 
anhand derer eine Einordnung und auch eine Auswahl erfolgen kann. Dazu wurden 
folgende Kriterien vorgesehen: 
  
                                                
4 Stand Februar 2023

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  29  
 
 
 Fokussierte Stoffströme 
 Art der Aktivität / Maßnahme 
 Betroffener Sektor 
 Kategorie der Aktivität 
 
Im folgenden Kapitel werden die genannten Kriterien näher erläutert. Eine Gesamt-
übersicht der Aktivitäten kann dem Anhang entnommen werden. 
5.3 Einordnung der aktuellen Maßnahmen in Düsseldorf 
Die nachfolgend dargestellten Auswertungen basieren auf der zuvor beschriebenen 
Aktivitätenliste und orientieren sich an den verschiedenen zuvor definierten Krite-
rien. 
 
Bewertung nach fokussierten Stoffströmen 
Von den in der Stadt Düsseldorf bereits vorhandenen Zero-Waste-Aktivitäten ad-
ressieren die meisten nicht einen einzelnen Stoffstrom, sondern beinhalten einen 
abfallübergreifen-den Ansatz. Als Beispiel können hier Repair-Cafés oder Angebote 
zur Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger genannt werden. Abbildung 15 gibt eine 
Übersicht über die Stoffströme, die durch die identifizierten Aktivitäten in der Stadt 
Düsseldorf fokussiert werden.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 30  
 
Abbildung 15: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten nach fokussiertem 
Stoffstrom 
 
Bewertung nach Art der Aktivität / Maßnahme 
Die Auswertung der identifizierten Aktivitäten zeigt eine umfangreiche Verteilung 
der unter-schiedlichen Maßnahmenarten. Diese reicht von Mehrwegsystemen über 
Angebote bzgl. Pädagogik und Bildung bis hin zur Digitalisierung. Eine Darstellung 
der in Düsseldorf etablierten Maßnahmenarten erfolgt in Abbildung 16. 
 
Abfälle übergreifendVerpackungenPapierBio- & Grünabfall / LebensmittelAlttextilienElektroaltgeräteSperrmüll
STOFFSTROM

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  31  
 
 
Abbildung 16: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten nach Art / Maßnahme 
 
Bewertung nach adressierten Sektoren 
Die identifizierten Aktivitäten in der Stadt Düsseldorf können folgenden Sektoren 
zugeordnet werden: 
 
 Öffentliche Verwaltung, Politik und Bildung 
 Gastronomie, Handel und Events 
 Haushalte, Wohnen, Sozialträger und Vereine 
 Gewerbe / Betriebe, Bau und Industrie 
 
Im Rahmen eines umfangreichen Zero-Waste-Konzepts ist es wichtig, alle Sektoren 
in die Betrachtung einzuschließen und bei der Festlegung weiterer Zero-Waste-Maß-
nahmen zu berücksichtigen. 
  
AbfallsammlungMehrwegsystemPädagogik/BildungRepair-Café/WerkstattSecond-Hand-BekleidungTauschen/Schenken/MietenUmweltmanagementUnverpacktDigitalisierung
MAßNAHME

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 32  
Bewertung nach Kategorie 
Hinsichtlich des Effekts ließen sich die in der Stadt Düsseldorf identifizierten beste-
henden Zero-Waste-Aktivitäten in folgende Kategorien einteilen: 
 
 Abfallvermeidung 
 Abfallreduzierung 
 Re-Use und Vorbereitung zur Wiederverwendung 
 Recycling 
 
Orientiert an der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) sollte der 
Fokus vor allem auf der Vermeidung und der Reduzierung von Abfällen liegen. 
5.4 Ausbaupotenzial bei aktuellen Maßnahmen 
Die Analyse des Status quo zeigt, dass die Themen Abfallvermeidung und -reduzie-
rung in der Stadt Düsseldorf teilweise bereits in der Gesellschaft verankert sind. 
Dies ist u. a. auf die ins Leben gerufenen Aktivitäten zurückzuführen. Die Analyse 
zeigt jedoch auch, dass noch Ausbaupotenzial besteht, welches nicht nur hinsichtlich 
des Handlungsbereichs der Stadt, sondern in Bezug auf jeden einzelnen Sektor (vgl. 
Kapitel 5.3) zu verstehen ist. 
 
Positiv zu bewerten ist der hohe Anteil an Aktivitäten, die auf die Abfallreduzierung 
abzielen. Mit einer Stärkung der grundsätzlichen Abfallvermeidung und dem Ausbau 
der Recyclingmaßnahmen besteht darüber hinaus noch weiteres Potenzial. 
 
Hinsichtlich der Stoffströme ist bereits ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten 
vorhanden. Hier sollte der Fokus verstärkt auf Stoffströme mit einem großen Anteil 
an der Gesamtabfallmenge der Stadt Düsseldorf und einem entsprechend großen 
Potenzial gelegt werden. 
 
Eine Gesamterörterung der bestehenden Abfallvermeidungspotenziale in der Stadt 
Düsseldorf folgt in Kapitel 6.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  33  
 
6 Identifikation von Abfallvermeidungspotenzialen 
Die Abfallvermeidungspotenziale in der Landeshauptstadt Düsseldorf werden von 
einer Vielzahl verschiedener Faktoren beeinflusst. Es bestehen Abhängigkeiten von 
der demographischen Entwicklung der Stadt, der derzeitigen Ausgestaltung der 
Sammelsysteme für Abfälle und Wertstoffe, gesetzlichen Vorgaben oder der wirt-
schaftlichen Entwicklung. Diese Einflussgrößen werden nachfolgend erläutert und 
deren Auswirkungen auf die Abfallvermeidung abgeschätzt. 
6.1 Entwicklungen und Auswirkungen auf die Abfallmengen 
Die Bevölkerungszahl in der Landeshauptstadt Düsseldorf steigt seit vielen Jahren 
kontinuierlich an. Im Jahr 2024 waren in Düsseldorf 632.867 Einwohner gemeldet. 
Die Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik und Wahlen der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf berücksichtigt neben der steigenden Lebenserwartung u. a. auch 
Zu- und Fortzüge. Die prognostizierte Einwohnerzahl für 2035 liegt bei 702.500, 
was einem Bevölkerungszuwachs im Vergleich zu 2024 von etwa 11 % entspricht. 
Dabei wächst insbesondere der Anteil der älteren Stadtbevölkerung mit über 65 
Jahren überproportional an. Etwa 50 % der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger 
leben in Single-Haushalten, etwa 30 % in 2-Personen-Haushalten. Tendenziell 
nimmt der Anteil der Bevölkerung in dieser Haushaltsgrößengruppe in Düsseldorf 
noch weiter zu. Single-Haushalte haben ein spezifisch überdurchschnittliches Ab-
fallaufkommen, dies gilt auch für Haushalte mit älteren Menschen. 
 
Diese demographischen Entwicklungen sind dabei zwischen den Stadtteilen durch-
aus unterschiedlich. So ist z. B. in Heerdt, Hamm und Benrath von einem Bevölke-
rungsanstieg um etwa 30 % auszugehen. Auch die Entwicklung der Altersstruktur 
ist in den Stadtteilen nicht einheitlich. Dies wirkt sich auf die stadtteilspezifische 
Entwicklung von Abfallmengen aus.  
 
Hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen wurden in den letzten Jahren und 
aktuell verschiedene gesetzliche Maßnahmen ergriffen. Das Verpackungsgesetz for-
dert seit 2019 eine Mehrwegquote von 70 % für Getränkeverpackungen, um dem 
rückläufigen Angebot an Mehrwegflaschen entgegenzuwirken. Die Einwegpfand-
pflicht wurde ab 2022 auf Säfte, Nektar, Smoothies und Energydrinks erweitert und 
umfasst ab 2024 auch Milchgetränke, allerdings nicht für Glasflaschen und Geträn-

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 34  
kekartons. Zur Reduzierung von Verpackungen wird die Nutzung von Mehrwegfla-
schen und der Verzicht auf abgefülltes Wasser (z.B. durch Trinkwasserspender) 
empfohlen. 
 
Seit Juli 2021 verbietet die Einwegkunststoffverbotsverordnung bestimmte Einweg-
kunststoffprodukte wie Trinkhalme, Plastikeinwegbesteck und Styropor-To-Go-Ver-
packungen. Ab Januar 2023 gilt die Mehrwegangebotspflicht für „sofort-verzehrfer-
tige“ Speisen und Getränke. Gastronomiebetriebe, Frischetheken, Märkte und Kan-
tinen müssen dann auch Mehrwegverpackungen anbieten. Kleinere Läden sind von 
dieser Pflicht ausgenommen. Diese Regelung soll zu einer Reduzierung von Abfällen 
beitragen. Weitere Mehrwegpflichten für andere Stoffgruppen (z. B. Transportver-
packungen wie Paletten, Versandverpackungen sowie Einweg-Glasverpackungen für 
Lebensmittel) werden auf EU- und nationaler Ebene diskutiert. 
 
Die EU-Ökodesign-Richtlinie verlangt seit März 2021, dass Ersatzteile und Repara-
turanleitungen für große elektrische und elektronische Haushaltsgeräte (Kühlge-
räte, Waschmaschinen und –trockner, Geschirrspüler, Fernsehgeräte, Leuchten, …) 
mindestens sieben bis zehn Jahre verfügbar sein müssen. Ziel ist es, die Nutzungs-
dauer dieser Geräte zu verlängern und die Weiter- bzw. Wiederverwendung zu för-
dern. Ende April hat das EU-Parlament das Recht auf Reparatur beschlossen. Die 
Vorschriften präzisieren die Reparaturpflichten der Hersteller und setzen Anreize für 
die Verbraucher und Verbraucherinnen, Produkte zu reparieren, damit sie länger 
halten und verwendet werden.  
 
Bau- und Abbruchabfälle sind der größte Abfallstrom und werden im EU Circular 
Economy Action Plan (neben z. B. Verpackungen und Textilien) als prioritär genannt. 
Das Landes-Kreislaufwirtschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen fordert, dass Konstruk-
tionen und Materialien nach dem Rückbau hochwertig verwertet werden können. 
Abfallrechtsbehörden und öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger sollen sicherstel-
len, dass Aushubmassen möglichst vor Ort verwendet werden. Für Baumaßnahmen 
mit größeren Bodenaushubmassen (mehr als 500 m³) sind Abfallverwertungskon-
zepte erforderlich.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  35  
 
6.2 Ansatzpunkte für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
Aufgrund dieser demographischen Entwicklungen ist davon auszugehen, dass ohne 
eine Intensivierung der Abfallvermeidung durch konkrete Maßnahmen die Sied-
lungsabfallmengen in Düsseldorf zukünftig ansteigen werden. Diese Kenntnis ist für 
Kampagnen und Maßnahmen in Richtung Abfallvermeidung von großer Bedeutung, 
damit diese den Zielgruppen entsprechend (z. B. Familien, ältere Menschen oder 
jüngere Bevölkerungsschichten) ausgestaltet werden können.  
 
Auch die frühzeitige Berücksichtigung von modernen und effizierten Entsorgungs-
konzeptionen, bereits in der frühen Planungsphase von Quartieren und Zero-Waste-
Ideen in Bezug auf die Gestaltung des Wohnumfelds (z. B. Flächen für urban gar-
dening, Tausch- und Verschenkeinrichtungen etc.), kann wichtige Impulse für Ab-
fallvermeidung und den Ressourcenschutz setzen. 
 
Das 2020 verabschiedete Kreislaufwirtschaftsgesetz legt stärkeren Fokus auf die 
Abfallhierarchie und Maßnahmen vor dem Recycling. Beispielsweise soll Sperrmüll 
so erfasst werden, dass eine Vorbereitung zur Wiederverwendung und zum Recyc-
ling möglich ist (KrWG § 20 Absatz 2 Nr. 7). Hier haben die öffentlich-rechtlichen 
Entsorgungsträger Spielraum für die Umsetzung, wie durch Hinweise auf Ge-
brauchtwarenhäuser oder Repair-Cafés sowie durch eine schonende Erfassung. 
 
Für Baumaßnahmen mit größeren Bodenaushubmassen (mehr als 500 m³) sind Ab-
fallverwertungskonzepte erforderlich. Städte und Kreise können durch eigene Maß-
nahmen und Aufklärung, Vernetzung und Förderung unterstützen. Die Schaffung 
von Netzwerken zwischen Unternehmen in der Baubranche und die frühzeitige Be-
rücksichtigung von Zero-Waste-Ansätzen bei der Planung und Erstellung von Bau-
projekten bietet ein großes Potenzial Materialien direkt wiederzuverwenden. 
6.3 Potenziale bei der Abfallsammlung und den Erfassungssystemen 
In Düsseldorf werden für alle relevanten Wertstoffarten aus privaten Haushalten 
flächendeckende Getrennterfassungssysteme angeboten. Die haushaltsnahe Erfas-
sung im Holsystem wird für Altpapier und Bioabfall praktiziert, die Benutzung der 
Sammelbehälter für Bioabfall ist freiwillig. Ergänzend kann Altpapier auch an De-
potcontainerstandorten sowie auf den Recyclinghöfen abgegeben werden. Bei der 
Nutzung einer Biotonne oder bei nachgewiesener Eigenkompostierung kann das 
Mindestgefäßvolumen für Restmüll auf Antrag von 20 Litern auf 15 Liter pro Woche

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 36  
und Person reduziert werden. Damit wird gezielt ein Anreiz zur Nutzung der Bio-
tonne oder der Eigenverwertung von organischen Abfällen auf dem Grundstück ge-
setzt. Der Anschlussgrad an die Biotonne ist im Stadtgebiet noch eher gering, daher 
sind die bisher getrennt erfassten Mengen auch unterdurchschnittlich. Zur Erhöhung 
der Systemakzeptanz ist ab 2025 eine Verkürzung des Leerungsintervalls vorgese-
hen (s. Kap. 6.4.1). 
 
Die Kenntnis über die detaillierte Zusammensetzung des Restabfalls ist eine wich-
tige Grundlage zur Identifizierung von Abfallvermeidungspotenzialen und der Ablei-
tung möglicher Maßnahmen. Die spezifische Restabfallmenge aus privaten Haushal-
ten beträgt in Düsseldorf etwa 150 kg/(E*a). Bei Berücksichtigung des im Rahmen 
der Sammlung miterfassten Geschäftsmülls von etwa 16 % ergibt sich eine spezifi-
sche Jahressammelmenge von 182 kg/(E*a). Die Ergebnisse einer aktuellen Ana-
lyse des Restabfalls aus privaten Haushalten zeigen, dass zum Teil noch erhebliche 
Wertstoffpotenziale im Restabfall enthalten sind.  
 
 
Abbildung 17: Restabfallzusammensetzung in der Stadt Düsseldorf5 
                                                
5 INFA 2024: Durchführung einer Schüttdichten- und Abfallanalyse von Restabfall in der Stadt 
Düsseldorf

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  37  
 
Demnach besteht der Restabfall zu ca. 35 % aus verwertbaren organischen Abfällen 
(überwiegend Küchen- und Nahrungsabfälle) und weiteren etwa 10 % an verpack-
ten Lebensmitteln. Weitere 27 % des Restabfalls sind trockene Wertstoffe wie zum 
Beispiel Kunststoffe, Metalle, Verbunde, Papier, Glas, Textilien oder Elektrogeräte. 
Nur etwa 26 % bestehen aus Materialien, für die es kein Getrennterfassungssystem 
gibt und daher eine Entsorgung über den Restabfall vorgesehen ist. 
 
Die aktuellen Getrennterfassungsquoten (bezogen auf die getrennt erfasste Menge 
eines Wertstoffs und dessen noch im Restabfall enthaltene Menge) liegen z. B. bei 
Altpapier bei etwa 75 %, bei den organischen Abfällen dagegen nur bei etwa 25 %. 
Dies verdeutlicht insbesondere das erhebliche, noch im Restabfall befindliche Orga-
nikpotenzial. Insgesamt liegt die aktuelle Getrennterfassungsquote auf Grundlage 
der Statuserhebung in Kapitel 4 bei etwa 40 %. 
 
Eine Reduzierung der Restabfallmengen kann einerseits durch eine verstärkte Ab-
schöpfung von Wertstoffen über die verschiedenen Wertstoffsammelsysteme er-
reicht werden. Darüber hinaus bestehen Vermeidungspotenziale insbesondere bei 
Lebensmittelabfällen, Kunststoffen, Altpapier und grundsätzlich Verpackungen, die 
zu einer Reduzierung der Gesamtmenge an Siedlungsabfällen führen würden.  
 
Der anfallende Sperrmüll wurde im Jahr 2019 einer qualitativen Sichtung unterzo-
gen. Dabei wurde ein Anteil von 53 % an Holz sowie Polster- und Verbundmöbeln 
festgestellt. Um das große Potenzial an Altholz einer höherwertigen Verwertung zu-
führen zu können, wird diese Fraktion im Rahmen der Sperrmüllabfuhr separat mit 
einem gesonderten Fahrzeug getrennt vom sonstigen Sperrmüll eingesammelt. Die 
Ergebnisse der Analyse sind in Abbildung 18 dargestellt.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 38  
 
Abbildung 18: Sperrmüllzusammensetzung in der Stadt Düsseldorf6 
 
Daneben besteht der Sperrmüll im Wesentlichen aus Teppichen, Kunststoffen, Me-
tallen und Matratzen. Einschätzungen zum Wiederverwendungspotenzial im Sperr-
müll ergaben einen Wert von etwa 9 Gew.-%.  
6.4 Maßnahmen parallel zum Zero-Waste-Konzept 
6.4.1 Anpassung von Leerungsintervallen für Bioabfall und Altpapier 
Leerungsintervalle sind eine wesentliche Stellschraube für die Akzeptanz von Sam-
melsystemen bei den Bürgerinnen und Bürgern und beeinflussen die Intensität der 
Nutzung und somit auch die Menge der über diesen Weg getrennt erfassten Wert-
stoffe. Dies gilt insbesondere für die Sammlung von Bioabfällen über die Biotonne. 
Eine Zielsetzung des Zero-Waste Konzepts in Düsseldorf ist die Reduzierung der 
organischen Abfälle im Restabfall und deren stoffliche Verwertung. Dies gilt insbe-
sondere für die Küchen- und Nahrungsabfälle, deren Abschöpfung in größerem Um-
fang nur über eine attraktive Biotonne gelingen kann. Da perspektivisch auch eine 
Vorbehandlung des Düsseldorfer Restabfalls mit dem Ziel einer technischen Abtren-
nung von noch enthaltenen Wertstoffen (wie z. B. Kunststoffen) angestrebt wird, 
kommt dem Entzug der überwiegend feuchten organischen Fraktionen eine zusätz-
liche Bedeutung zu, da die Vorbehandlung von „trockenem“ Restabfall effizienter 
                                                
6 INFA 2019: Zusammensetzung des Restabfalls und des Sperrmülls in der Stadt Düsseldorf 
Bezugsjahr 2019

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  39  
 
umgesetzt werden kann. Um die Attraktivität der Biotonne für die Bürgerinnen und 
Bürger in Düsseldorf weiter zu steigern, wird die Biotonne ab 2025 im Zeitraum 
März bis November wöchentlich geleert. Durch die Verkürzung der Standzeit (aktuell 
ganzjährig 2-wöchentlich) soll die Anschlussquote an die Biotonne erhöht und pa-
rallel die Motivation zur getrennten Erfassung der Küchen- und Nahrungsabfälle ge-
steigert werden. Gerade die küchenstämmigen Abfälle werden wegen Bedenken 
hinsichtlich Geruch und Hygiene, insbesondere in den „wärmeren“ Monaten, vielfach 
über den Restabfall entsorgt.  
 
Auch bei der Erfassung des Altpapiers über die Papiertonne wird die aktuelle 2-
wöchentliche Leerung ab 2025 auf ein wöchentliches Intervall umgestellt. Durch die 
damit erreichte Erhöhung des spezifischen Behältervolumens wird eine bessere Ab-
schöpfung der noch im Restabfall enthaltenen Altpapierpotenziale angestrebt. Ge-
rade in städtischen Strukturen mit begrenzten Flächen für Behälterstandplätze kann 
über diese Maßnahme dem seit Jahren steigenden Volumenbedarf durch die Zu-
nahme sperriger Kartonagen bei der Sammlung des Altpapiers begegnet werden. 
Die Aufstellung von zusätzlichen Behältern ist häufig nicht möglich und hat zur 
Folge, dass bei einer vollen Papiertonne weitere Mengen „zwangsläufig“ auch über 
den Restabfallbehälter entsorgt werden und für die stoffliche Verwertung verloren-
gehen. 
6.4.2 Einführung der Wertstofftonne 
Die Verpackungsleichtstoffe aus Kunststoff und Metall sowie deren Verbunde wer-
den in Düsseldorf über die gelbe Tonne gesammelt. Ab dem 01.01.2025 ist die gelbe 
Tonne für die Miterfassung der stoffgleichen Nichtverpackungen geöffnet, und damit 
die Wertstofftonne in Düsseldorf eingeführt. Durch die Erhöhung des Entsorgungs-
komforts für die Bürgerinnen und Bürger werden zusätzliche Wertstoffmengen einer 
stofflichen Verwertung zugeführt. Auswertungen der Daten anderer Städte zeigen, 
dass dadurch eine Steigerung der Sammelmengen in einer Größenordnung von 4-6 
kg/(E*a) erreicht wird. Diese Mehrmenge wird nahezu ausschließlich aus der grauen 
Tonne abgeschöpft und führt daher zu einer Reduzierung des Restabfalls und einer 
Steigerung der Recyclingquote.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 40  
6.4.3 Teilvergärung des Bioabfalls 
Aktuell werden die in der Landeshauptstadt Düsseldorf über die Biotonne erfassten 
organischen Abfälle sowie der separat erfasste Grünabfall in einer Kompostierungs-
anlage verwertet (KDM Kompostierungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH). Seit 
dem 01.01.2025 erfolgt bei der KDM eine Separierung der angelieferten Bioabfälle 
in zwei Mengenströme. Etwa 35 % der Anlieferungsmenge werden dann einer Ver-
gärungsanlage der Reterra GmbH in Erftstadt zugeführt. Im Rahmen des Vergä-
rungsprozesses wird Biogas erzeugt, das anschließend über ein BHKW zu Strom und 
Wärme umgewandelt wird. Der nach der Vergärung übrigbleibende Gärrest kann 
entweder als flüssiges Gärprodukt oder nach einer anschließenden Kompostierung 
als festes Gärprodukt vermarktet werden. So entsteht eine Kaskadennutzung, in 
der zunächst der Energiegehalt und anschließend die stofflichen Eigenschaften des 
Bioabfalls genutzt werden. Die restlichen 65 % verbleiben vor Ort und werden wei-
terhin kompostiert. 
6.4.4 Aufbereitung des Straßenkehrichts 
Ein weiterer Ansatz zur Steigerung der Wiederverwertung von Abfällen ist die Auf-
bereitung von Teilen des Straßenkehrichts ab dem 01.01.2025. Im Jahr 2024 betrug 
die Menge an erfasstem Straßenkehricht in Düsseldorf etwa 16.000 Mg, dies sind 
ca. 25 kg/(E*a) und entspricht in etwa der Mengen an getrennt gesammelten Bio- 
und Grünabfällen. Ziel ist, die im Straßenkehricht enthaltene Menge mineralischer 
Bestandteile, die etwa 60 – 80 % des Kehrichts ausmachen, auszuschleusen und 
nach Aufbereitung z. B. im Straßenbau einzusetzen. 
6.4.5 Pilotprojekt zur Sortierung und Verwertung der Papierkorbabfälle 
Die Abfälle aus den im öffentlichen Raum installierten Papierkörben werden aktuell 
in der Müllverbrennungsanlage thermisch verwertet. Eine in Düsseldorf im Jahr 
2018 durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass Altpapier und Kunststoffe einen Anteil 
von jeweils etwa 10 % an der Gesamtmenge haben. Darüber hinaus sind viele Wert-
stoffverbunde, wie z. B. To-Go- oder Fastfood-Verpackungen, Getränkebecher oder 
Pizzakartons enthalten. Die Möglichkeiten einer Sortierung der Papierkorbabfälle mit 
einer nachgelagerten stofflichen Verwertung ausgewählter Wertstoffe soll in einem 
Pilotprojekt untersucht und bewertet werden. Auch hier könnte ein wirksamer Bei-
trag zur Reduzierung der Verbrennungsmenge und einer Steigerung der Recycling-
quote geleistet werden. Ein Feinkonzept wird hierzu von der Awista Kommunal er-
stellt werden.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  41  
 
7 Der Zero-Waste-Zielkatalog  
7.1 Anforderungen an die Landeshauptstadt Düsseldorf 
Das Amt für Umwelt und Verbraucherschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde 
vom Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und 
Bevölkerungsschutz beauftragt, ein Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt 
Düsseldorf zu erstellen. Mit diesem Konzept soll mit Beteiligung der Öffentlichkeit, 
lokal agierender Initiativen und Unternehmen das vorhandene Potenzial der Abfall-
vermeidung und -verwertung in Düsseldorf erschlossen werden. Dabei sollen im 
Hinblick auf konkrete Ziele realistisch umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden, 
die relevante Abfallvermeidungswege auch für Bereiche wie Gewerbe, Handel und 
Industrie aufzeigen. Im Fokus stehen neben einer grundsätzlichen Stärkung und 
Ausweitung der Abfallvermeidung insbesondere eine Reduzierung der Lebensmittel-
verschwendung und der Organikmengen im Restabfall sowie eine Verbesserung und 
Ausweitung der Getrenntsammlung an Textilien und Kunststoffen, die eine Steige-
rung der Recyclingquote bedingen. Stadt und Politik sollen hierbei als Vorbild für 
eine Abfallvermeidung und bessere Wertstofferfassung fungieren. 
7.2 Zertifizierung, Anforderungen von Zero Waste Europe 
Städte können sich durch die Mission Zero Academy (MiZA) als „Zero-Waste-City 
zertifizieren lassen. Der Zertifizierungsprozess umfasst neben der Erarbeitung des 
Zero-Waste-Konzepts eine zweijährige Umsetzungsphase, in der festgelegte Maß-
nahmen durchzuführen und die konkreten Ziele zu erfüllen sind. Bei erfolgreicher 
Umsetzung erfolgt die Ausstellung eines Zertifikats durch die Mission Zero Academy 
und die Aufnahme in die Runde der Europäischen Zero Waste Cities. Anschließend 
werden jährlich die Fortschritte im Hinblick auf die initiierten Maßnahmen und for-
mulierten Ziele kontrolliert. Dem Zertifikat liegen einheitliche Qualitätsstandards 
und klare Kriterien zugrunde, sodass ein nachvollziehbarer und gemeinsamer Rah-
men geschaffen wird.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 42  
Eine Zertifizierung durch die Mission Zero Academy erfolgt in fünf Schritten: 
1. Interessenbekundung: Bewerbung bei der Mission Zero Academy 
2. Verpflichtung: Erstellung einer Roadmap gemäß Anforderungen von ZWE. 
Erwerb des Status einer Waste Candidate City 
3. Umsetzung: Innerhalb von 2 Jahren Umsetzung der Anforderungen an eine 
Zertifizierung 
4. Zertifizierung: Bei positiver Beurteilung Erhalt des Status Zero-Waste-Cer-
tified-City 
5. Jährliche Weiterentwicklung: Durchführung jährlicher Optimierungen mit 
Ergebnisüberwachung. Alle drei Jahre erfolgt ein neuer Auditprozess zur Be-
stätigung der Zertifizierung. Es besteht die Möglichkeit im Rahmen eines 5-
Sterne-Programms auch eine höhere Stufe zu erreichen. 
 
Diese Vorgehensweise verdeutlicht, dass der Status einer Zero-Waste-Certified-City 
erst nach einem über mehrere Jahren laufenden Prozess erreicht werden kann. Bei 
der Erstellung dieses Konzepts wurden die Anforderungen des Zero Waste Master-
plans (Leitfaden von Zero Waste Europe) berücksichtigt. Die Zero-Waste-Anforde-
rungen sind im Anhang beigefügt. 
7.3 Methodisches Vorgehen bei der Zieldefinition 
Zur Ziel- und Schwerpunktsetzung wurden Politik, Verwaltung, wichtige Stakeholder 
sowie die Zivilgesellschaft und die Organisation Zero Waste Europe eingebunden. 
Die wesentlichen Abstimmungstermine waren:  
 Abstimmungstermine zur Ziel- und Schwerpunktsetzung mit dem Beigeord-
neten, der Umweltamtsleitung, dem Zero-Waste-Manager, der Abteilungslei-
tung Kommunale Abfallwirtschaft und dem Bündnis für Nachhaltigkeit im 
Februar und März 2023  
 Vorstellung und Abstimmung der Vorgehensweise und der Berücksichtigung 
und Einbindung von vorhandenen Aktivitäten und Akteuren mit dem Nach-
haltigkeits-beirat am 25.03.2023  
 Durchführung von drei Workshops im Sommer 2023 mit gezielter Einladung 
von Schlüsselpartnern und öffentlicher Einladung der Zivilgesellschaft  
 Workshop mit dem Zero-Waste-Manager der Stadt Düsseldorf, dem Pro-
jekt-Team und Vertreterinnen und Vertretern der Organisation Zero Waste 
Europe am 18.12.2023

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  43  
 
 Vorstellung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Ab-
fallmanagement u. Bevölkerungsschutz am 05.05.2023 und am 27.02.2024 
 Kontinuierlicher interkommunaler Austausch mit anderen Städten zum 
Thema Zero-Waste-Konzeptionen 
 
Die zusammengetragenen Ziele und Schwerpunkte werden im nachfolgenden Kapi-
tel zusammengefasst.  
7.4 Die Zero-Waste-Ziele für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
Die nachfolgenden Ziele sollen den strategischen Rahmen für die Abfallvermeidung 
in der Stadt Düsseldorf in den nächsten Jahren liefern.  
 
1. Transparenz zu Abfallmengen schaffen und möglichst ökologische 
Entsorgungswege nutzen 
 
Zu den wesentlichen Abfallarten, die in Düsseldorf erzeugt werden, werden 
die Abfallmengen und -ströme und deren ökologische Auswirkungen konti-
nuierlich – möglichst jährlich - erfasst und transparent gemacht. Soweit mög-
lich, sollen hierbei auch Abfälle aus der Privatwirtschaft einbezogen werden. 
Diese Erkenntnisse sollen genutzt werden, um die ökologischen Auswirkun-
gen kontinuierlich zu bewerten und Vermeidungsmaßnahmen und Optimie-
rungen der Getrennterfassung zu prüfen. 
 
2. Maßnahmen zur Abfallvermeidung umsetzen 
 
Relevante und umsetzbare Abfallvermeidungsmaßnahmen werden konse-
quent und zügig durchgeführt. Dabei wird der Fokus auf relevante Abfallmen-
gen und -arten und weitere ökologische und soziale Aspekte gelegt.  
 
3. Mehr Wertstoffe erfassen und recyceln  
 
Das Abfallentsorgungssystem wird optimiert. Dieses umfasst u.a. die Erhö-
hung des Leerungsrhythmus von Bioabfällen von 14-tägig auf wöchentlich 
und die Umstellung der Erfassung von Verpackungsabfällen auf Wertstoffton-
nen. Mit der Umstellung des Abfallentsorgungssystems werden insbesondere 
folgende Ziele angestrebt, die darüber hinaus von der Förderung und Ver-
stärkung von Abfallvermeidung unterstützt werden:

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 44  
• Reduzierung des Restabfallaufkommens von derzeit 182 kg/(E*a) 
auf 100 kg/(E*a) bis 2035 
• Reduzierung der derzeitigen Organikmenge im Restabfall von 
etwa derzeit 80 kg/(E*a) um 50 % auf etwa 40 kg/(E*a) bis 
2035 
• Reduzierung des Gesamtaufkommens an Siedlungsabfällen von 
aktuell 333 kg/(E*a) um etwa 15 % auf 280 kg/(E*a) bis 2035 
• Vorbehandlung des Restabfalls zur Ausschleusung von enthalte-
nen Wertstoffen  
• Erhöhung der Getrennterfassungsquote für Wertstoffe aus dem 
Siedlungsabfall von derzeit etwa 40 % mit dem Ziel der Errei-
chung einer Recyclingquote von 65 % bis 2035 
• Reduktion von Fehlwurfquoten in den Wertstoffsammelsystemen  
 
4. Kommunikationswege aufbauen und Wissen teilen  
 
Den Düsseldorfer Bürgerinnnen und Bürgern wird die Möglichkeit gegeben, 
sich über relevante Zero-Waste-Aktivitäten zu informieren und zu beteiligen. 
Das Ziel ist, dass Abfallvermeidungswege und Ressourceneffizienzmaßnah-
men bekannter und mehr genutzt werden.  
 
5. Aktivitäten und Akteure unterstützen, verzahnen und fördern 
 
Die existierenden Zero-Waste-Aktivitäten werden transparent gemacht und 
unterstützt. Damit sollen die bisherigen Akteure noch mehr Wirkung erzielen 
können, neue Impulse gesetzt sowie Ansätze und Initiativen gefördert wer-
den.  
 
6. Die Stadt geht als Vorbild voran 
 
Stadt und Politik gehen als Vorbild für ökologisch sinnvolle Abfallvermeidung 
und bessere Wertstofferfassung voran. Die Stadtverwaltung nutzt konse-
quent eigene Abfallvermeidungspotenziale und setzt eine flächendeckende 
Getrennthaltung von Wertstoffen in öffentlichen Gebäuden um. Dies umfasst 
auch die städtischen Bildungseinrichtungen. Im öffentlichen Beschaffungs-
prozess werden Zero-Waste-Vorgaben und -Prinzipien berücksichtigt. Bei

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  45  
 
städtischen Bauvorhaben und durch klare Vorgaben in der Bauleitplanung / 
im Baugenehmigungsprozess sollen Abfälle auf ein Minimum reduziert und 
Kreisläufe geschlossen werden. Durch Vorgaben, Förderungen und verbes-
serte Kontrollen sollen Zero-Waste-Aktivitäten unterstützt werden.  
 
7. Den Prozess verstetigen (Prozess zur kontinuierlichen Verbesse-
rung) 
 
Das Zero-Waste-Management bei der Stadt wird weiter ausgebaut. Es unter-
stützt die Verfolgung der Ziele sowie die Umsetzung von Maßnahmen. Dar-
über hinaus sollten jährliche spezifische und messbare Ziele erarbeitet und 
festgelegt werden. 
 
Es wird ein Zero-Waste-Advisory-Board eingerichtet, was sich zusammen-
setzt aus Politik, Verwaltung, Vertretungen der Zivilgesellschaft und der Wirt-
schaft sowie städtischen Zero-Waste-Experten und Vertretungen relevanter 
NGOs. Dieser Beirat evaluiert die Zielerreichung und die Wirksamkeit von 
Maßnahmen und leitet notwendige Anpassungen und Weiterentwicklungen 
ein.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 46  
8 Workshops mit ausgewählten Schlüsselakteuren als 
Beteiligungsform bei der Konzeptentwicklung 
Im Rahmen von insgesamt drei Workshops, die im Juli und August 2023 stattfan-
den, wurde Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Verwaltung und Bil-
dung, der lokal agierenden Wirtschaft und der Zivilgesellschaft die Möglichkeit ge-
geben, sich in die Maßnahmenfindung zur Vermeidung, Reduzierung und Verwer-
tung von Abfällen in der Landeshauptstadt Düsseldorf einzubringen. Ziele waren die 
Einbindung von Schlüsselakteuren in das Zero-Waste-Konzept, die Entwicklung von 
Themenschwerpunkten sowie die Sammlung von Vorschlägen und die Entwicklung 
von Maßnahmen. 
 
Die Einladung und Auswahl der Teilnehmenden erfolgte über eine vorangestellte 
Erhebung der bereits in Düsseldorf bestehenden Zero-Waste-Aktivitäten und die 
Identifizierung von Schlüsselakteuren aus den folgenden Sektoren: 
 
1. Einzelhandel, Handwerk, Bau, Industrie und Gesundheitswesen 
2. Gastronomie, Großhandel und Events 
3. Verwaltung und Bildung 
 
Zusätzlich wurden zu jedem Workshop Vertreter der Zivilgesellschaft eingeladen. 
Insgesamt belief sich die Anzahl der Teilnehmenden je Workshop auf ca. 45 Perso-
nen. 
 
In verschiedenen Sessions wurden in Kleingruppen die wesentlichen Abfallarten be-
nannt, die im eigenen Betrieb / Umfeld vornehmlich anfallen, sowie bestehende 
Maßnahmen zur Abfallvermeidung / -reduzierung aufgeführt. Anschließend erfolgte 
die Entwicklung und Ausarbeitung von weiteren Ideen und Ansätzen. Diese wurden 
dem gesamten Teilnehmerkreis vorgestellt und im Hinblick auf den Beitrag zur Ab-
fallvermeidung, zum Klimaschutz, hinsichtlich der Arbeits- und Kostenerleichterung 
und dem Stand der Etablierung priorisiert. Insgesamt wurden in den drei Workshops 
rund 100 Ideen, Ansätze und Maßnahmenvorschläge gesammelt und zusammenge-
führt (siehe Übersichtsliste im Anhang).

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  47  
 
Basierend auf den Ergebnissen der Workshops und der dort durchgeführten ersten 
Priorisierung der Maßnahmenvorschläge erfolgte eine weitere Verdichtung und Be-
wertung der entwickelten Ansätze in der Projektgruppe. Vor dem Hintergrund der 
angestrebten Zertifizierung durch die Mission Zero Academy (MiZA) wurde am 18. 
Dezember 2023 ein interner Workshop von der Projektgruppe mit Vertretern von 
Zero Waste Europe durchgeführt. Darin wurden die hoch priorisierten Maßnahmen 
vorgestellt, diskutiert und vor dem Hintergrund der Anforderungen an eine erfolg-
reiche Zertifizierung gespiegelt und teilweise weiterentwickelt. 
 
Die priorisierten Maßnahmen wurden in Abstimmung mit der Verwaltung ausgear-
beitet und sind im nachfolgenden Kapitel in Form von Maßnahmenkennblättern dar-
gestellt.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 48  
9 Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Für die Erstellung des Maßnahmenkatalogs, der für die Erreichung der gesetzten 
Ziele maßgeblich ist, war ein strukturiertes Vorgehen erforderlich. Nach den o. g. 
Beteiligungsformen wurden die in den Workshops vorgeschlagenen Maßnahmen zu-
nächst durch die Verwaltung und die Projektpartner geprüft und priorisiert. Details 
zum methodischen Vorgehen werden im Folgenden erläutert, anschließend folgt der 
Maßnahmenkatalog. Für ausgewählte Maßnahmen wurde ein Steckbrief erstellt, 
welcher sowohl eine kurze inhaltliche Zusammenfassung als auch weitere, für die 
Umsetzung relevante Punkte enthält. Eine genaue Beschreibung des Aufbaus des 
Steckbriefs findet sich in Kapitel 9.1. Abschließend folgt in diesem Kapitel eine kurze 
Erläuterung zu den nicht weiter sondierten Maßnahmenvorschlägen. 
9.1 Methodisches Vorgehen 
Die gesammelten Maßnahmenansätze wurden zunächst innerhalb des Projektteams 
priorisiert. Dabei lag der Fokus auf dem Beitrag der jeweiligen Maßnahme zur Er-
reichung der gesetzten Zero-Waste-Ziele. Auch die Umsetzbarkeit und Effektivität 
wurden in die Betrachtung miteinbezogen. Die ausgewählten Maßnahmen wurden 
im Anschluss in die weitere Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs aufgenommen. 
 
Bei den Maßnahmen handelt es sich um große, solitäre, aber auch um kleine, nied-
rigschwellige Maßnahmen, welche eine hohe Skalierbarkeit aufweisen. Darüber hin-
aus gibt es unterschiedliche Zeithorizonte. Es sind Sofortmaßnahmen, ebenso wie 
mittel- und langfristige Maßnahmen im Maßnahmenkatalog enthalten. Zur Katego-
risierung werden die Maßnahmen folgenden Sektoren zugeordnet: 
 
 Öffentliche Verwaltung / Abfallmanagement (ÖV) 
 Zivilgesellschaft, Wohnen, gemeinnützige Initiativen/ Vereine (ZV) 
 Gewerbe, Handel und Gastronomie (GH) 
 Bildung und Kommunikation (BK) 
 
Die Erstellung eines übersichtlichen Maßnahmenkennblatts dient der Erfassung von 
Maß-nahmen anhand einheitlicher Kriterien und ermöglicht eine gebündelte Dar-
stellung aller zentralen Informationen. Die Struktur der Maßnahmenkennblätter be-
ginnt mit allgemeinen Informationen, um eine schnelle Zuordnung der Maßnahmen 
zu ermöglichen. Zur Klassifizierung werden ein spezifisches Maßnahmenkürzel, der 
betroffene Sektor sowie die betroffene Abfallart angegeben. Darüber hinaus werden

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  49  
 
der zeitliche Horizont, die Höhe der Wirkung und die Reichweite der Maßnahme 
eingestuft. Die Wirkung stellt hierbei eine Einschätzung dar, wie geeignet die Maß-
nahme ist möglichst große Mengen Abfall zu vermeiden und/oder die getrennte 
Wertstoffsammlung zu verbessern. 
Zusätzliche Informationen wie flankierende Maßnahmen, der Beitrag zur Abfallver-
meidung oder sonstige Effekte werden ebenfalls ausgewiesen. Anschließend folgt 
eine kurze Beschreibung der Maßnahme, eine Auflistung erster Handlungsschritte 
und angestrebter Ziele sowie die Benennung möglicher Erfolgsindikatoren und be-
teiligter Akteure. Zuletzt erfolgt eine Einschätzung von Aufwand und Kosten der 
Maßnahme inklusive Finanzierungsart. Tabelle 2 zeigt den allgemeinen Aufbau eines 
Maßnahmenkennblatts der Stadt Düsseldorf. 
 
Auf Basis der konkretisierten Maßnahmenkennblätter sollen die Effekte dieser Akti-
vitäten auf das Abfallaufkommen abgeschätzt werden. Dafür wird auf Erfahrungs-
werte aus anderen Kommunen bzw. Angaben aus der Literatur zurückgegriffen, die 
dann auf prozentuale Einsparwerte und Pro-Kopf-Angaben umgerechnet werden, 
um Beiträge zu den Zero-Waste-Zielen in Düsseldorf bestimmen zu können. Metho-
disch und inhaltlich handelt es sich dabei um die Beschreibung plausibler Szenarien, 
wie die gesetzten Ziele durch die getroffene Auswahl an Maßnahmen erreicht wer-
den könnten.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 50  
Tabelle 2: Aufbau eines Maßnahmenkennblatts der Stadt Düsseldorf 
MASSNAHME | Titel der Maßnahme Kürzel: 
z.B. ÖV-1 
Sektor:  
 Öffentliche Verwaltung/ 
Abfallmanagement 
 Zivilgesellschaft, Woh-
nen, gemeinnützige Ini-
tiativen/ Vereine 
 Gewerbe, Handel und 
Gastronomie 
 Bildung und Kommuni-
kation 
Abfallart:  
 Restabfall 
 Bioabfall 
 Altpapier 
 etc. 
 abfallüber-
greifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  
Kürzel der 
Maßnahmen, 
die für die 
Umsetzung 
dieser Maß-
nahme rele-
vant oder un-
terstützend 
sein könnten 
 kurz (2025) 
 mittel (bis 
2030) 
 lang (> 2030) 
 niedrig 
 mittel 
 hoch 
Beitrag zur Abfallvermei-
dung (5 R’s): 
 refuse
7
 
 reduce 
 reuse 
 recycle 
 rot  
Zusatzeffekte: 
 Beitrag zum Klimaschutz 
 Beitrag zum Grundwasserschutz 
 Wissensvermittlung/ Bildung 
 Soziales Miteinander 
 Belebung der Innenstadt 
Reichweite: 
 niedrig 
 mittel 
 hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Benennung wesentlicher Rahmenbedingungen und strategischer Kernelemente der Maßnahme 
Erste Schritte/ Meilensteine: 
Auflistung der wesentlichen Handlungsschritte 
Ziele:  
Auflistung der wesentlichen Ziele 
Erfolgsindikatoren:  
Auflistung von Faktoren, anhand derer der Erfolg der Maßnahme gemessen werden kann 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Für die Initiierung und Umsetzung der Maßnahme zuständige Akteure + ggf. Kooperations-
partner 
Aufwand/Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
 niedrig 
 mittel 
 hoch 
 niedrig 
(<50.000€) 
 mittel 
(<250.000€) 
 hoch 
(>250.000€) 
 niedrig 
(<50.000€) 
 mittel 
(<250.000€) 
 hoch 
(>250.000€) 
 niedrig 
 mittel 
 hoch 
 keine 
Finanzierung:  
Mittel, mit denen die Maßnahme finanziert werden kann 
 
                                                
7 refuse (ablehnen), reduce (reduzieren), reuse (wiederverwenden), recycle (wiederverwerten), 
rot (kompostieren)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  51  
 
9.2 Überblick über die Zero-Waste-Maßnahmen für Düsseldorf 
Aus einer Vielzahl an Ideen und Anregungen wurden 22 Maßnahmenansätze ausge-
wählt, für die ein Maßnahmenkennblatt erstellt wurde. Die folgende Tabelle zeigt 
die Maßnahmen differenziert nach den in Kapitel 9.1 aufgeführten Sektoren. Im 
Anhang befindet sich zusätzlich ein Themenspeicher aller gesammelten Maßnahmen 
und Ideen, welche während des Prozesses vorgeschlagen wurden. Diese können der 
Weiterentwicklung des Konzepts in Zukunft dienen. 
 
Die hier im Anschluss aufgeführten Maßnahmen wurden von der einsfünf Beratungs-
gesellschaft mbH und INFA GmbH in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und 
Verbraucherschutz als prioritär bewertet, um die zuvor genannten Ziele zu errei-
chen. Sie sind alle juristisch und praktisch umsetzbar. Die Maßnahmen sind aller-
dings teilweise sehr ambitioniert und mit großem Kosten-, Zeit- und Personalauf-
wand verbunden. Sie stellen keine unmittelbaren und uneingeschränkten Empfeh-
lungen der Verwaltung dar, sondern müssten alle vor Beginn ihrer Umsetzung ge-
sondert bezüglich ihrer exakten Umsetzung überprüft werden. 
9.3 Maßnahmenvorschläge der Workshops, die nicht in 
Maßnahmenkennblättern beschrieben wurden 
In den Workshops wurden, wie zuvor beschrieben, mehr als 100 Vorschläge von 
Bürgerinnen und Bürgern eingebracht. 22 dieser Vorschläge wurden in den folgen-
den Maßnahmenkennblättern nach den zuvor beschriebenen Kriterien näher son-
diert. Vorschläge, die nicht weiter betrachtet wurden, waren solche, die aus recht-
lichen, technischen, finanziellen oder ortsspezifischen Gründen in Düsseldorf nicht 
durchführbar sind oder bereits vertraglich mit der Awista Kommunal vereinbart wur-
den. 
 
So wurde unter anderem gefordert, eine Anschluss- und Benutzungpflicht für die 
Biotonne analog zu der Papiertonne in der Düsseldorfer Abfallentsorgungssatzung 
festzulegen. Aufgrund der überproportional vielen Kellerstandplätze im Düsseldorfer 
Stadtgebiet, welche bereits die Durchsetzung der Anschluss- und Benutzungpflicht 
der Papiertonne erheblich erschweren, wurde diese Maßnahme nicht in den Maß-
nahmenkatalog aufgenommen. Eine Maßnahme wie die Forderung nach dem Einsatz 
smarter Technologien kam nicht in den Katalog, da bereits vertraglich vereinbart 
ist, dass die Awista Kommunal hierzu ein Feinkonzept erstellt. Die Maßnahme „Ver-

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 52  
packungssteuer“ wird zurzeit (Stand April 2025) weiter geprüft und ein Fachge-
spräch vorbereitet (vgl. Beschluss AÖE/023/2025 in der Sitzung des Ausschusses 
für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallwirtschaft und Bevölkerungs-
schutz am 17.03.2025). 
 
Tabelle 3: Übersicht der Zero-Waste-Maßnahmen für die Stadt Düsseldorf 
Öffentliche Verwaltung/ Abfallmanagement (ÖV) 
ÖV-1 Das Zero-Waste-Amt 
ÖV-2 Verstärkte Umsetzung und Kontrolle 
ÖV-3 Ausrichtung von Abfallgebühren nach tatsächlichem Anfall 
(Pay As You Throw) 
ÖV-4 Bioabfalltrennung in öffentlichen Einrichtungen 
ÖV-5 Einsatz smarter Technologien in der Düsseldorfer Abfallwirtschaft 
Zivilgesellschaft, Wohnen, gemeinnützige Initiativen/ Vereine (ZV) 
ZV-1 Der Düsseldorfer Foodsharing-Hub 
ZV-2 Bibliothek der Dinge 
ZV-3 Digitale Zero-Waste-Plattform 
ZV-4 Repair Cafés unterstützen und ausweiten 
ZV-5 Anschluss- und Benutzungspflicht der Biotonne 
ZV-6 Einsatz von Wertstoff-/ Repair-Mobilen 
Gewerbe, Handel und Gastronomie (GH) 
GH-1 Runder Tisch - Reduktion Verpackungsabfall 
GH-2 Verhinderung von Lebensmittelverschwendung im Gewerbe 
GH-3 Urban Mining 
GH-4 Reduzieren von Textilabfällen durch Second-Hand und Reparatur 
GH-5 Förderung Mehrwegangebot in Gastronomiebetrieben  
GH-6 Konzept zur Abfalltrennung mit Wohnungsgesellschaften 
GH-7 Abfallvermeidung und -trennung im Betrieb 
Bildung und Kommunikation (BK) 
BK-1 Analyse, Bewertung und Transparenz der Abfallströme 
BK-2 Öffentlichkeitskampagnen und Bewusstseinsbildung 
BK-3 Zero-Waste-Schule & Zero-Waste-Kita 
BK-4 Darstellung und Vermittlung der Abfallströme Düsseldorfs

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  53  
 
9.4 Der Zero-Waste-Maßnahmenkatalog für die Stadt Düsseldorf 
9.4.1 Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung und des 
Abfallmanagements 
MAßNAHME | Das Zero-Waste-Amt Kürzel: 
ÖV-1 
Sektor: öffentliche 
Verwaltung 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse, reduce, reuse, 
recycle, rot 
Zusatzeffekte: 
Vorbildfunktion, Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Städtische Ämter gehen als Vorbild voran. Ziel ist es, in einem Pilot ausgewählte Ämter zum Zero-
Waste-Amt hinzuführen und dann auf die gesamte Stadtverwaltung auszurollen. Die Technische 
Richtlinie DIN SPEC 91436:2021-05 kann hierzu den Rahmen bieten. Die Mitarbeitenden der Zero-
Waste-Pilotämter sollen bei dem Projekt einbezogen werden und aus den Erkenntnissen soll eine 
Anleitung zur Umsetzung in möglichst allen städtischen Verwaltungseinheiten erarbeitet werden. 
Dabei sollen Potenziale zur Abfallvermeidung erhoben und genutzt werden, die Abfalltrennung auf 
(mindestens) vier Fraktionen umgesetzt werden, damit die Erfassung von Wertstoffen deutlich 
erhöht und die Restabfallmenge reduziert wird. Dies muss in enger Absprache mit dem Amt für 
Zentrale Dienste erfolgen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Pilot-Projekt in ausgewählten Ämtern umsetzen 
 Infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen 
 Mitarbeitende, ggf. weitere Nutzerinnen und Nutzer, Reinigungsunternehmen einbinden 
 Verträge mit Reinigungsunternehmen, Entsorgungsverträge anpassen 
 Anleitung zur Umsetzung in anderen Ämtern schaffen 
Ziele:  
 Reduzierung des Abfallanfalls in den städtischen Ämtern 
 Reduzierung der Restabfallmenge (Reduktion der Restmüllmenge um 25 %) 
 Erhöhung der Wertstoff-Erfassung   
Erfolgsindikatoren:  
 Anfall an Restabfall je Mitarbeitenden und Jahr 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
ÖKOPROFIT®-Ämter der Stadt als mögliche Piloten (bspw.: Amt für Umwelt- und 
Verbraucherschutz, Stadtentwässerungsbetrieb, Marketing- und Tourismus, Feuerwehr, 
Rechtsamt) 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel niedrig niedrig niedrig 
Finanzierung:  
 Kosten für die Durchführung des Pilotprojekts, ggf. erforderliche Anschaffungen, wie 
zusätzliche Behälter 
 Einnahmen durch reduzierte Abfallgebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 54  
MAßNAHME | Verstärkte Umsetzung und Kontrolle Kürzel: 
ÖV-2 
Sektor: Unternehmen, 
Grundstückseigentümer 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2, BK-1 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reduce, recycle 
Zusatzeffekte: 
Umsetzung rechtlicher Vorgaben 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die bundesweite, landesweite und kommunale Gesetzgebung im Umweltschutz hat jetzt bereits 
das Potenzial für flächendeckende Abfallvermeidung und den massiven Ausbau der 
Getrenntsammlung. Dieses Potenzial kann derzeit nur teilweise abgeschöpft werden, da die 
personellen Kapazitäten des Amtes für Umwelt und Verbraucherschutz für Kontrolle und Ahndung 
von Verstößen nicht ausreichen. Durch einen Ausbau des Außendienstes kann unter anderem eine 
flächendeckende Umsetzung des Verpackungsgesetzes (speziell Mehrwegangebotspflicht & 
Dosenpfand) gewährleistet werden sowie der Einwegkunststoffverordnung, der 
Abfallentsorgungssatzung der LHD, der Kontrolle von öffentlichen Containerstandorten, die 
Umsetzung der Einführung der Restmülltonne Gewerbe (gewerbliche Abfälle zur Beseitigung), die 
Befolgung der Abfalltrennung nach Gewerbeabfallverordnung, die Kontrolle der Abfalltrennung bei 
Veranstaltungen und die Umsetzung zukünftiger abfallrechtlicher Vorgaben erfolgen.  
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Priorisierung der zu kontrollierenden Gesetzgebung 
 Ausschreibung zusätzlicher Stellen zur Kontrolle der Abfallentsorgung  
 Ziele je Sektor und Abfallfraktion festlegen 
 Monitoring-Prozess festlegen 
Ziele:  
 Höhere Qualität der gesammelten Fraktionen 
 Verringerung des Verpackungsmülls im öffentlichen Raum 
 Reduzierung der Beschwerden über Containerstandorte über App Stadtsauberkeit um 50% 
 Höhere Akzeptanz bestehender Gesetzgebung in der Bevölkerung u.a. durch Aufklärung  
 Bußgeldeinnahmen über ca. 100.000 Euro pro Jahr (langfristig Reduzierung der Bußgeld-
einnahmen bei weniger Rechtsverstößen) 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl eingestellter Mülldetektive 
 Bußgelder 
 Verringerung der Beschwerden 
 Gebühreneinnahmen / Gebührenstabilität 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel niedrig mittel bis hoch niedrig 
Finanzierung:  
 Abfallgebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  55  
 
MAßNAHME | Ausrichtung von Abfallgebühren nach 
tatsächlichem Anfall 
Kürzel: 
ÖV-3 
Sektor: 
Zivilgesellschaft, 
Abfallmanagement 
Abfallart: 
Restabfall 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  lang 
(> 2030) 
 
mittel 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reduce 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zur Abfallvermeidung, Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die Zusammensetzung der derzeitigen Abfallgebühren bietet den Bürgerinnen und Bürgern nur 
geringe Anreize zur Reduzierung des Restmüllvolumens, da sich die Gebührenhöhe neben dem in 
Anspruch genommenen Behältervolumen auch am festgelegten Leerungsintervall orientiert. Ein 
Pay-As-You-Throw (PAYT) System hingegen stellt ein effizientes Anreizsystem für eine 
konsequente Umsetzung der getrennten Wertstofferfassung sowie der Abfallvermeidung dar. Bei 
PAYT zahlen Haushalte einen Teil ihrer Gebühr entsprechend der erzeugten Abfallmenge, wodurch 
ein finanzieller Anreiz zur Abfallvermeidung geboten wird. Eine Möglichkeit stellt eine automatische 
Abfallverwiegung dar, hier misst man die Abfallmenge kilogenau am Fahrzeug. Auf dieser Basis 
wird die Abfallgebühr dann berechnet. Dafür sind die Behälter mit einem sogenannten RFID-Chip 
ausgestattet, der den Verantwortlichen eindeutig identifiziert. Die Ausstattung der Tonnen mit 
RFID-Chips ist ohnehin bereits vorgesehen und wird in 2027 umgesetzt. Eine andere Möglichkeit 
stellt die Variation der Abholzyklen dar, in dem die Bürgerinnen und Bürger nach Bedarf festlegen, 
ob eine Tonne abgeholt werden soll oder nicht. Je seltener die Tonne abgeholt werden muss, desto 
geringer die Abfallgebühren. Die Abfallgebühr setzt sich hierbei aus einem Festbetrag für ein 
Mindestvolumen und einem variablen Betrag, der sich anhand der tatsächlichen Abfallmenge 
ergibt, zusammen. Eine solche Maßnahme erhöht die Motivation bei den Bürgerinnen und Bürgern 
für eine intensivere bzw. stringentere Durchführung der getrennten Wertstoffabtrennung aus dem 
Restabfall und schärft das Bewusstsein auch für Themen der Abfallvermeidung und kann daher 
maßgeblich zu einer Reduzierung der Restabfallmengen beitragen.8 Hier ist anzumerken, dass eine 
Verwiegung von Abfallmengen in deutschen Großstädten mit hoher Bevölkerungsdichte bisher 
noch nicht erprobt wurde. Die Gefahr, dass Abfälle „anderweitig“ entsorgt werden, ist theoretisch 
gegeben. Andererseits sind „PAYT“-Konzepte zentrale Bestandteile aktueller 
Abfallwirtschaftskonzepte und haben sich in ländlichen Kommunen als hocheffektive Mittel zur 
Vermeidung von Restabfall erwiesen, insofern sollten „Großstadt-gängige“ Varianten weiter 
geprüft werden. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Politischer Beschluss zur Systemeinführung 
 Ausstattung der Behälter mit RFID-Chips 
 Installation von Wiegetechnik an den Sammelfahrzeugen 
 Entwicklung eines neuen Gebührenmodells 
Ziele:  
 Reduzierung der Wertstoffmengen im Restabfall 
 Förderung der Abfallvermeidung durch größeren Anreiz zur Reduzierung der Restabfall-
menge 
 Steigerung der Recyclingquote 
  
                                                
8 The Impact of Pay-As-You-Throw Schemes on Municipal Solid Waste Management: The Exemplar 
Case of the County of Aschaffenburg, Germany (2017) S. 14.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 56  
Erfolgsindikatoren:  
 Entwicklung der getrennt erfassten Wertstoffsammelmengen 
 Wertstoffanteil im Restabfall 
 Qualität der Wertstoffe 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Awista Kommunal  
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
hoch hoch mittel keine 
Finanzierung:  
öffentliche Mittel, Gebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  57  
 
MAßNAHME | Bioabfalltrennung in öffentlichen 
Einrichtungen 
Kürzel: 
ÖV-4 
Sektor: öffentliche 
Einrichtungen 
Abfallart: 
Bioabfall 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  kurz (ab 2026)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die korrekte Abfalltrennung ist eine wichtige Grundlage für das Recycling, wodurch 
Sekundärrohstoffe erzeugt und Wertstoffkreisläufe geschlossen werden. In öffentlichen 
Einrichtungen erfolgt häufig eine unzureichende Abfalltrennung. Vor allem Bioabfälle werden über 
den Restmüll entsorgt. Aus diesem Grund soll in der Stadt Düsseldorf die getrennte Erfassung von 
Bioabfällen in öffentlichen Einrichtungen verbessert werden. Hierzu ist zunächst die ausreichende 
Bereitstellung von entsprechenden Sammelgefäßen in den Gebäuden und der Anschluss an die Bi-
otonne erforderlich. Zudem sind Nutzerinnen und Nutzer über das System aufzuklären. Auch das 
Reinigungspersonal ist entsprechend zu schulen, damit die getrennt erfassten Bioabfälle über die 
korrekte Abfalltonne entsorgt werden. Die Vertragssituation mit den Reinigungskräften ist zu prü-
fen und ggf. anzupassen. Eine enge Absprache mit den Ämtern für Gebäudewirtschaft und für 
Zentrale Dienste ist hier zwingend erforderlich. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 allgemeine Sensibilisierung der Mitarbeitenden bzgl. Mülltrennung 
 Ausstattung der öffentlichen Einrichtungen mit Sammelgefäßen 
 Anschluss aller öffentlichen Einrichtungen an die Biotonne 
 Prüfung / Anpassung der Verträge mit Reinigungsunternehmen 
 Schulung von Reinigungspersonal 
Ziele:  
 getrennte Erfassung von Bioabfällen in allen städtischen Einrichtungen 
 Reduzierung der Restabfallmenge 
Erfolgsindikatoren:  
 Menge / Qualität der gesammelten Bioabfälle 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Reinigungsdienste, Amt für Umwelt und Verbraucherschutz 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
niedrig niedrig niedrig keine 
Finanzierung:  
 öffentliche Mittel

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 58  
MAßNAHME | Einsatz smarter Technologien in der Düs-
seldorfer Abfallwirtschaft 
Kürzel: 
ÖV-5 
Sektor: 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  kurz (ab 2026) 
 
mittel 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
keine Zuordnung 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klima- und Ressorcenschutz 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die operative Tourenplanung zur Leerung von Straßenpapierkörben oder Depotcontainern orien-
tiert sich in der Regel an festgelegten Leerungsintervallen oder Erfahrungswerten des operativen 
Personals bzgl. der erforderlichen Taktung. Dabei kommt es immer wieder dazu, dass einzelne 
Standorte angefahren werden, deren Papierkörbe oder Container noch nicht gefüllt sind bzw. de-
ren Leerung noch nicht erforderlich ist. Eine solche unnötige Anfahrt verursacht CO2-Emissionen, 
die durch den Einsatz „smarter“ Technologie zur Erfassung des Füllstandes der Container vermie-
den werden können. Durch die laufende digitale Übertragung des aktuellen Füllstands von Papier-
körben und Depotcontainern in Richtung Disposition wird eine bedarfsorientierte Anfahrt der 
Standorte möglich. Durch die Einführung KI-gesteuerter Bilderkennung bei der Sammlung von Bi-
oabfällen sollen die Behälterinhalte mit einem direkten Standortbezug vor oder nach der Leerung 
auf Störstoffe überprüft werden. Dies ermöglicht eine unmittelbare und direkte Kommunikation 
mit den Bürgerinnen und Bürgern, bei der zielgerichtete Hinweise gegeben werden können sowie 
Aufklärungsarbeit geleistet werden kann. Das ist ein wichtiger Baustein zur Qualitätssicherung des 
Bioabfalls und Sicherstellung einer hochwertigen Verwertung. Die Möglichkeit der Abgabe ausge-
wählter Wertstoffe auf den Recyclinghöfen soll durch Digitalisierung in Form von Zutrittskontroll-
systemen auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten ermöglicht werden. Diese autonomen Öff-
nungsphasen sollen den Entsorgungskomfort für die Bürgerinnen und Bürger deutlich erhöhen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Konzepterstellung 
 Marktsichtung möglicher Systeme 
 Umsetzung der Maßnahmen 
Ziele:  
 Effizienzsteigerung der Logistik 
 Qualitätsverbesserung des Bioabfalls 
 Steigerung der Wertstoffmengen 
Erfolgsindikatoren:  
 Reduzierung von Fahrstrecken und damit CO2-Emissionen 
 Keine Qualitätsprobleme mit dem Bioabfall in der Verwertungsanlage 
 Größere Frequentierung der Recyclinghöfe 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Awista Kommunal  
Aufwand/Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel gering gering 
Finanzierung:  
 Gebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  59  
 
9.4.2 Maßnahmen der bzw. für die Zivilgesellschaft, Wohnen, Vereine, 
gemeinnützige Initiativen 
MAßNAHME | Der Düsseldorfer Foodsharing-Hub Kürzel: 
ZV-1 
Sektor: Haushalte, 
Handel, Gastronomie 
Abfallart: 
Lebensmittel-
abfälle 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2 kurz (ab 2026)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
Soziales Miteinander, Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Förderung und Unterstützung einer zentralen, digitalen wie physischen Infrastruktur für 
Lebensmittelrettung in Düsseldorf. In Düsseldorf gibt es bereits viele Initiativen, Vereine und 
Ansätze, um die Lebensmittelverschwendung im Stadtgebiet zu reduzieren. Wie in ersten 
Gesprächen ermittelt werden konnte, gibt es viele organisatorische und logistische Hindernisse 
und Schwierigkeiten bei der Organisation einer effektiveren Verhinderung von 
Lebensmittelverschwendung. Die Vereine und Initiativen erbitten daher finanzielle Unterstützung 
bei der Erweiterung und Verbesserung der Verteilung der Lebensmittel, dem Erwerb einer 
Grundausstattung für Lebensmittelretter (bspw. lebensmittelechte Eimer, Handschuhe, usw.), dem 
Aufbau einer digitalen Plattform und der Miete von Vereinsgebäuden im Stadtgebiet, die selber der 
Verbreitung von geretteten Lebensmitteln oder Schulungszwecken dienen. Weiterhin kann die 
Stadt unterstützen, indem sie durch Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit Vereinen und / oder 
Initiativen auf die Problematik der Lebensmittelverschwendung durch Pressemitteilungen, 
Socialmediaposts, Schulveranstaltungen oder Ständen auf Nachhaltigkeitsveranstaltungen 
aufmerksam macht. Die Bereitstellung von Räumlichkeiten der Stadt ist ebenso denkbar, wie die 
Ausschreibung von Designwettbewerben für verbesserte Verteilerstationen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Genaue Bedarfe der Initiativen / Vereine eruieren 
 Unterstützungsprogramm der Infrastruktur mit den relevanten Akteuren entwickeln  
 Möglicher Launch einer digitalen Plattform 
Ziele:  
 Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um 50 % pro Kopf bis 2030 (Basiswert 
2019)  
Erfolgsindikatoren:  
 Gerettete Lebensmittel  
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Tafeln, Foodsharing Düsseldorf, Zukunftswerkstatt Düsseldorf, Toogoodtogo, Verbraucherzentrale 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel hoch mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Klimafonds

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 60  
MAßNAHME | Bibliothek der Dinge Kürzel: 
ZV-2 
Sektor: 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
Soziales Miteinander, Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Das Ausleihen von Dingen ist bei Büchern, Baugeräten und Fahrzeugen bekannt und kann auf 
andere Bereiche ausgeweitet werden. Ein großer Hebel der Abfallvermeidung liegt darin, dass 
Dinge nicht neu gekauft, sondern geteilt werden. Dies gilt besonders für Dinge, die durch Einzelne 
nur kurz genutzt und nicht verbraucht werden. Ziel ist, die Anzahl an Dingen, die ausgeliehen 
werden, erheblich zu steigern, um damit den Neukauf zu verringern. Hierfür sollen eine Bibliothek 
zum Ausleihen von Dingen etabliert und weitere Sharingplattformen ausgebaut werden. Dies kann 
bspw. mit der zentralen Stadtbibliothek umgesetzt werden, wo bereits das Konzept „Bibliothek der 
Dinge“ praktiziert wird. Hier kann das Sortiment an Dingen zum Ausleihen erweitert und / oder auf 
Stadtteile, bspw. auf Stadtteil-Bibliotheken ausgeweitet werden. Die Verknüpfung mit digitalen 
Plattformen (bspw. nebenan.de) kann den Nutzungskreis erhöhen.  
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Akteure zusammenbringen und Konkretisierung der Möglichkeiten der Ausweitung und des 
Ausleih-Sortiments 
 Feinkonzept mit Trägerkonzept und Finanzierungsplan erstellen 
 Pilot zum Ausleihen in einem weiteren Stadtteil starten 
Ziele:  
 Erhöhung der Anzahl an ausgeliehenen Dingen  
 Ausleih-Sortiment und Möglichkeiten ausweiten  
 Ausleih-Kultur fördern "Nutzen und nicht besitzen" 
 Reduzierung des Restabfalls und des Elektroschrotts 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl an geliehenen Dingen 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Stadtbibliotheken, Zentralbibliothek, Baumärkte, Kirchen 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Anschubfinanzierung für Feinkonzept, Pilotierung / Evaluierung, Aufbau von Strukturen, 
Anschaffung von „Dingen“, Öffentlichkeitsarbeit 
 langfristige Finanzierung über Verleihgebühr

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  61  
 
MAßNAHME | Digitale Zero-Waste-Plattform  Kürzel: 
ZV-3 
Sektor: Start-Ups, 
Betriebe, 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2, GH-7 Mittel (ab 2025)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
mittel / hoch 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
In der Landeshauptstadt Düsseldorf gibt es bereits eine Vielzahl von Initiativen, Organisationen 
und Unternehmen, die die Abfallvermeidung unterstützen. Mit einer digitalen Zero-Waste-
Plattform sollen diese vorhandenen Akteursgruppen dauerhaft miteinander verknüpft und 
unterstützt werden.   
Die digitale Plattform soll 
 einen Überblick über bestehende Initiativen, Unternehmen, Akteursgruppen bieten 
 Förderprogramme, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betriebe, Start-ups und 
weitere Akteursgruppen vermitteln 
 Die Möglichkeit bieten, Fragen, Probleme und Hindernisse zu adressieren und Unterstüt-
zung (im Netzwerk) anzufragen 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Launch der Online-Plattform  
 Aktivierung der Zielgruppe zur Registrierung auf der Plattform  
Ziele:  
 bestehende Zero-Waste-Akteure und Initiativen werden über eine online-Plattform be-
kannt und können sich über Ideen und Ansätze zu Zero Waste austauschen 
 Die bestehenden Akteursgruppen können gezielt unterstützt werden 
 Die Ansätze zur Abfallvermeidung und das Engagement der Organisationen erzielen eine 
höhere Wirkung 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl an Akteuren auf der Online-Plattform 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
IHK, Unternehmen, Hochschulen, Vereine, Verbände, Verbraucherzentrale, Amt für 
Wirtschaftsförderung 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel niedrig  
Finanzierung:  
 Anschubfinanzierung durch Stadt 
 langfristige Förderung bspw. durch Unternehmensverbände und Nutzerinnen und Nutzer 
der Plattform

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 62  
MAßNAHME | Repair Cafés unterstützen und ausweiten  Kürzel: 
ZV-4 
Sektor: 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
Soziales Miteinander, Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
In Düsseldorf treffen sich bereits seit 2012 Mitglieder des Vereins Garage Lab e.V. und andere 
engagierte Bastlerinnen und Bastler und helfen bei der Reparatur defekter Kleingeräte und 
Gegenstände. Mittlerweile existieren Repair Cafés in sechs Stadtteilen, die von unterschiedlichen 
Organisationen regelmäßig angeboten werden. Dieses Engagement und diese Erfolge sollen unter-
stützt und ausgeweitet werden. Die Idee ist, die bisherigen Initiativen zu unterstützen, mit ihnen 
Möglichkeiten der Ausweitung zu eruieren und möglichst bürgernah diese Angebote in ganz 
Düsseldorf zu etablieren. Die Unterstützung könnte beispielsweise in Form von 
Öffentlichkeitsarbeit, Subventionierung der Miete und Unterstützung der Vernetzung erfolgen. 
Ebenso bietet sich eine Ausweitung der Angebote bspw. auf den Bereich „Up-Cycling“ sowie 
„Tauschen“ an. Repair Cafés könnten sich zu Begegnungsstätten für Zero Waste Interessierte und 
Akteure in den Stadttbezirken entwickeln. Kooperationen mit passenden Handwerksinnungen und 
Handwerksbetrieben, wie bspw. Schuster, Schneider, Elektro-Fachgeschäfte, Schreiner sind zu 
prüfen.  
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Bedarfe zur Festigung des Angebots bei vorhandenen Akteuren abfragen 
 Konzept zu Unterstützungsangeboten für Neugründungen und Ausweitungen aufstellen 
 Unterstützung der Vernetzung und der Öffentlichkeitsarbeit 
Ziele:  
 Vorhandene Reparaturinitiativen fördern und ausweiten 
 Erhöhung der Beteiligungen und Zahl der Nutzerinnen und Nutzer  
 Ausweitung des Angebotes in möglichst allen Stadtbezirken  
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl an Stadtteilen, in denen Repair Cafés angeboten werden  
 Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern, die diese nutzen 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Initiativen und Akteure zu Zero Waste, GarageLab e.V., Handwerksbetriebe, Handwerkskammer, 
Maschinendorf gGmbH, GarageLab 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
hoch mittel mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Finanzielle Unterstützung, wie Subventionierung der Raummiete, Öffentlichkeits- und 
Netzwerkarbeit

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  63  
 
MAßNAHME | Anschluss und Benutzungspflicht der 
Biotonne 
Kürzel: 
ZV-5 
Sektor: 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
Bioabfall 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  mittel (bis 2030) hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die flächendeckende Einführung bzw. Verbreitung der Biotonne und ein damit verbundener 
Anstieg der Anschlussquote ist ein wesentlicher Hebel für eine Reduzierung des organischen 
Anteils im Restabfall und die erforderliche Steigerung der getrennt erfassten Bioabfallmenge. Um 
die Akzeptanz und den Entsorgungskomfort der Biotonne zu erhöhen, wird das Leerungsintervall 
ab 2025 von 2-wöchentlich in den Monaten März bis November auf wöchentlich verkürzt. Diese 
Umstellung ist mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne zu unterstützen, die die Bürgerinnen 
und Bürger informiert und für das Thema sensibilisiert. Diese ist an verschiedene Zielgruppen 
anzupassen, da in Abhängigkeit sozialer Strukturen oder Bebauungsstrukturen unterschiedliche 
Herangehensweisen erforderlich sind. Nur durch die Vermittlung und Verdeutlichung der 
Sinnhaftigkeit und auch Notwendigkeit der separaten Erfassung mit anschließender Verwertung ist 
eine nachhaltige Veränderung der Verhaltensmuster erreichbar. Eine flächendeckende Pflicht zur 
Nutzung einer Bioabfalltonne (Anschluss- und Benutzungpflicht) als nachfolgender Schritt wird 
perspektivisch angestrebt. Im Zuge einer möglichen Einführung eines Pflichtanschlusses an die 
Biotonne kann geprüft werden, ob auch Eigenkompostierer zur Nutzung einer „kleinen“ Biotonne 
verpflichtet werden sollen. Eigenkompostierer entsorgen erfahrungsgemäß einen Großteil der 
Küchen- und Nahrungsabfälle über den Restabfall, da diese für die Kompostierung auf dem 
Grundstück nicht oder nur bedingt geeignet sind. Vor dem Hintergrund begrenzter Standplätze auf 
etlichen Wohngrundstücken, insbesondere bei Kellerstandorten, ist diese Maßnahme als sehr am-
bitioniert einzustufen. Im Vorfeld wären einige grundsätzliche Fragestellungen wie z.B. zu Keller-
standorten zu klären (Arbeitsschutz, ggf. Zugang zu Standorten in Hinterhöfen, evtl. Bereitstellung 
von Flächen im öffentlichen Straßenraum). Wie beim Anschluss an die blaue Tonne wäre auch die 
Möglichkeit vorzusehen, dass Grundstückseigentümer sich mit entsprechender Begründung vom 
Anschluss befreien lassen könnten. Vor dem Hintergrund der Komplexität des Themas ist ggf. eine 
sehr langfristige Zielsetzung der Maßnahme anzusetzen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Umstellung der Abfuhrlogistik 
 Erarbeitung einer Kommunikationskampagne 
Ziele:  
 Reduzierung des Organikanteils im Restabfall 
 Steigerung der Recyclingquote 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl Biotonnen im Stadtgebiet, Anschlussquote, Sammelmengen 
 Organikanteil im Restabfall 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Awista Kommunal

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 64  
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
hoch hoch mittel keine 
Finanzierung:  
 Gebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  65  
 
MAßNAHME | Einsatz von Wertstoff- / Repair-Mobilen Kürzel: 
ZV-6 
Sektor: 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  kurz (2026)  mittel  
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse, recycle 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
niedrig 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Um allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, Wertstoffe unter geringem Aufwand 
einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen, sollen Wertstoffmobile in den Stadtgebieten 
eingesetzt werden, in denen aktuell eine schlechte Anbindung an entsprechende 
Entsorgungsmöglichkeiten (Wertstoffhof) besteht. An diesen Wertstoffmobilen sollen Bürgerinnen 
und Bürger zusätzlich über möglichen Reparaturservices informiert werden. In diesem 
Zusammenhang wird die Etablierung von mobilen Reparaturservices (Repair-Mobilen) in 
Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen oder freiwilligen Helferinnen und Helfern 
angestrebt. Es sind die konkreten Fraktionen, die durch das jeweilige Mobil entgegengenommen 
werden sowie die Standorte und Standzeiten zu definieren und die Bürgerinnen und Bürger zu 
informieren. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 allgemeine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger bzgl. Langlebigkeit von 
Produkten; sozialer Austausch 
 Bestimmung von Standorten und Erstellung und Verbreitung eines Einsatzplans 
 Kontaktaufnahme / Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen 
Ziele:  
 Drei aktive Wertstoffmobile 
 Steigerung der Wertstoffmengen  
 Verlängerung der Lebensdauer von Produkten 
 Reduktion der Abfallmenge (Elektro, Textil etc.) 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl Nutzer / Kundenkontakte, Sammelmengen, Einsatzstunden 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Awista Kommunal, Initiativen (Repair Cafés), gemeinnützige Organisationen 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel mittel keine 
Finanzierung:  
 Wertstoffsammlung: Abfallgebühren (Repairdienst: selbstfinanzierend, ehrenamtlich)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 66  
9.4.3 Maßnahmen aus bzw. für Gewerbe, Handel und Gastronomie 
MAßNAHME | Runder Tisch - Reduktion 
Verpackungsabfall 
Kürzel: 
GH-1 
Sektor: Handel und 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
Restmüll und 
LVP 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  
GH-6 
mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reduce & reuse 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz, Stadtsauberkeit 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Es soll ein Runder Tisch mit relevanten Verursachern und Inverkehrbringern von 
Leichtstoffverpackungen etabliert werden, mit dem Ziel, gemeinsam Lösungen zur Reduzierung 
dieser Abfallfraktion zu erarbeiten und umzusetzen. Hier sollen die Zero-Waste-Ziele der Stadt mit 
den Zielen der Unternehmen im Hinblick auf Abfallreduktion und Steigerung der Recyclingquoten 
abgeglichen und gemeinsame Ziele und Umsetzungsstrategien entwickelt werden. Denkbar wäre 
ein "Pakt zur Reduktion von Verpackungsabfall", worüber Unternehmen ihre Lösungen und 
Strategien kommunizieren und sich gleichzeitig zu den Zero-Waste-Zielen bekennen und diese 
unterstützen. Die Verwaltung empfiehlt eine Einbindung des Nachhaltigkeitsbeirates, da hier be-
reits eine hohe Expertise und Verbindungen zu etwaigen Akteuren und Interessierten besteht. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Etablierung eines Runden Tisches mit relevanten Vertretern, die sich regelmäßig jährlich 
treffen (bspw. 10 Vertreter mit 2 Treffen pro Jahr) 
 Zielformulierung zur Reduktion der Verpackungsabfälle  
 Bekenntnis zu den Zero-Waste-Zielen der Stadt, bspw. im Rahmen eines öffentlichkeits-
wirksamen gemeinsamen Statements („Pakt zur Reduktion von Verpackungsabfall") 
 Vereinbarung konkreter Maßnahmen  
 Festlegung von Erfolgsindikatoren und Zeitplänen zur Umsetzung  
Ziele:  
 Reduzierung des Anfalls an Verpackungsabfall durch Verzicht und Erhöhung des Anteils an 
verkauften Mehrwegverpackungen und gekauften unverpackten Produkten 
Erfolgsindikatoren:  
 Erfolgsindikatoren sind im Umsetzungsprozess zu benennen 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Büro des Oberbürgermeisters, IHK, Handelsverband Nordrhein-Westfalen – Rheinland, 
Vertreterinnen und Vertreter aus Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Baumärkte, 
Handelsunternehmen, Messe, Drogerieketten 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
niedrig niedrig niedrig niedrig 
Finanzierung:  
 Kosten für die Konstituierung und Moderation eines Runden Tisches über öffentliche Mittel

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  67  
 
MAßNAHME | Verhinderung von 
Lebensmittelverschwendung im Gewerbe 
Kürzel: 
GH-2 
Sektor: Handel, 
Gastronomie, 
Produktion 
Abfallart: 
Lebensmittel-
abfälle 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  mittel (bis 2030) 
 
hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reduce 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Die Lebensmittelverschwendung ist eines der größten Probleme mit Blick auf den Klima- und 
Ressourcenschutz. Um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, ist eine Zusammenarbeit 
mit Produzenten, der DEHOGA, der Gastronomie, mit Tafeln oder ähnlichen Organisationen und 
Vertreibern von Lebensmitteln in Form eines Paktes vorgesehen. Gemeinsames Ziel ist die 
Reduzierung von Lebenmittelabfällen. Hierfür können z. B. ein zentrales Meldesystem, die 
Organisation einer Erfassung von anfallenden Lebensmittelabfällen oder auch die Umstellung des 
Kantinenbetriebs in allen öffentlichen Einrichtungen nach einem gemeinsamen Standard im 
Hinblick auf die Vermeidung von Lebensmittalabfällen wirksame Instrumente sein. Durch öffent-
lichkeitswirksame Veranstaltungen oder Aktionen kann aufgezeigt werden, wie vermeintlich nicht 
mehr nutzbare Lebensmittel durch Verarbeitung immer noch für die Zubereitung von Speisen ge-
nutzt werden können. Dies kann Lebensmittel umfassen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum über-
schritten haben oder auch Reste, die bei der Zubereitung von Speisen anfallen. Die Förderung von 
KI-gestützten Systemen zur tagesaktuellen Analyse der Küchenreste in Restaurants und Kantinen 
ist ebenfalls denkbar. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Ansprache von Unternehmen, Initiativen etc. 
 Erarbeitung einer Konzeption 
 Durchführung von Informationsveranstaltungen 
 Gemeinsame Verpflichtung aller Beteiligten (Pakt) 
Ziele:  
 Reduktion von Lebensmittelabfällen 
 Reduktion des Restabfalls 
 Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger 
Erfolgsindikatoren:  
 Mengenstatistiken aus der Lebensmittelindustrie 
 Aufmerksamkeit in den Medien 
Mögliche Akteure und Beteiligte:  
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, DEHOGA, Supermärkte, Initiativen, 
Lebensmittelgeschäfte, Tafeln, Gastronomie, Innungen, IHK + Lebensmitteluntersuchungsbehörde 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel niedrig niedrig keine 
Finanzierung:  
 Gebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 68  
MAßNAHME | Urban Mining Kürzel: 
GH-3 
Sektor: Bauwirtschaft Abfallart: 
Elektronik, 
Bauabfälle 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  
, BK-2 
mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reuse, recycle 
Zusatzeffekte: 
Arbeitsplatzbeschaffung, Erhalt des Stadtbildes 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Um Baustoffe und Baumaterialien aus laufenden Sanierungen und Abrissvorhaben verfügbar zu 
machen, sollen lokale Sammelstellen für Baustoffe und andere Materialien eingericht werden. Ziel 
ist, diese Stoffe einer direkten Wiederverwendung zuzuführen (bspw. gebrauchte Bauteile wie 
Fenster, Treppen und Baustoffe wie Holz oder Ziegel). Zur Zeit gibt es keinen lokalen Anbieter für 
die Wiederverwendung von Baumaterial in Düsseldorf. Es gilt, Strukturen aufzubauen, ggf. 
Flächen zur Verfügung zu stellen und Start-ups zu unterstützen. Bauabfälle nach der Nutzung 
verfügbar zu machen, setzt bestimmte Bauweisen und Baumaterialien voraus. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Gespräche mit möglichen Akteuren führen und erstes Konzept erstellen 
 Aufbau eines Netzwerks in der Baubranche 
 Bereitstellung von Infrastruktur und Initiierung der Gründung  
 Öffentlichkeitsarbeit  
Ziele:  
 Schließen von Kreisläufen durch Wiederverwendung von Baumaterial 
Erfolgsindikatoren:  
 Errichtung eines Baustofflagers 
 Menge an wiederverwendeten / -verwerteten Baustoffen /-materialien 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Abriss- und Bauunternehmen, Unternehmen der Bau-Planung, Handwerkskammer, 
Kreishandwerkerschaft, Bau-Innung, IHK, Repair Cafés, Baubehörden, Hochschule Düsseldorf 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
hoch hoch hoch niedrig 
Finanzierung:  
 Anschubfinanzierung und laufende Unterstützung, bspw. durch Flächenbereitstellung über 
öffentliche Mittel

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  69  
 
MAßNAHME | Reduzieren von Textilabfällen durch  
Second-Hand und Reparatur  
Kürzel: 
GH-4 
Sektor: Einzelhandel, 
Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
Textilien 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  
BK-2 
mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
Soziales Miteinander, Belebung der Innenstadt, Beitrag 
zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Zur Reduzierung von Textilabfällen sollen Second-Hand-Angebote sowie die Reparatur von 
Kleidung und Schuhen unterstützt werden. In Einzelhandelsgeschäften von Textil-Neuwaren sollen 
Second-Hand-Kleidung angeboten und Alt-Kleider angenommen werden. Etablierte Second-Hand-
Geschäfte, Verleih- oder Tauschplattformen sowie Start-ups und das traditionelle Reparatur-
Handwerk (Schuhmacherei, Schneiderei) sollen unterstützt werden. Durch Öffentlichkeitsarbeit 
sollen Bürgerinnen und Bürger über die ökologischen und sozialen Aspekte der Textilherstellung, 
die Möglichkeiten zur Reduzierung von Textilverschwendung und -verwertung informiert werden. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Austausch mit Stakeholdern zur Konkretisierung und Umsetzung der Ziele 
 Feinkonzept zur Umsetzung  
 Öffentlichkeitsarbeit  
 Anreize schaffen für das Second-Hand- und Reparatur-Gewerbe  
 Erster Shop-in-Shop auf der Kö 
Ziele:  
 Kreisläufe bei der Nutzung von Kleidung schaffen und Reduzierung des Restabfalls  
 Etablierung von "Second-Hand-Shops" in 10 Neuwaren-Einzelhandels-Geschäften  
 Verdopplung der Anzahl an Second-Hand-Geschäften bis 2028 (Bezugszeitraum 2023) 
 Verdopplung der Anzahl an Schustern und Schneidern bis 2028 (Bezugszeitraum 2023) 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl an Second-Hand-Geschäften, Anzahl an Betrieben der Schuhmacherei u. Schneide-
rei 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Handelsverband NRW, Einzelhandelsunternehmen, Second-Hand-Handel, buygoodstuff-Initiative/ 
AMD Akademie Mode & Design, Standort Düsseldorf, Schuster-, Schneider-Innung, 
Handwerkskammer, Verbraucherzentrale 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Finanzielle Unterstützung für Feinkonzept, Öffentlichkeitsarbeit, ggf. Begleitung von 
Modellprojekten durch öffentliche Mittel

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 70  
MAßNAHME | Förderung Mehrwegangebot in 
Gastronomiebetrieben 
Kürzel: 
GH-5 
Sektor: 
Gastronomiebetriebe 
Abfallart: 
Rest-, Biomüll, 
Verpackungen 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2, ÖV-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
reduce 
Zusatzeffekte: 
mittel 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
In Düsseldorf bieten bereits über 150 Gastronome und Gastronominnen Essen zum Mitnehmen in 
Mehrweggebinden an, wie man auf dieser Webseite der Awista Kommunal einsehen kann: 
https://www.mehrweg-duesseldorf.de/. Sie greifen dabei zumeist auf bundesweit agierende 
Anbieter von Mehrwegpoolsystemen zurück. Die Gastronomie-Betriebe sollen durch Beratungen, 
Schulungen und weitere Angebote nun zusätzlich unterstützt werden, rechtliche Vorgaben und 
weitergehende Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -trennung umzusetzen. Folgende 
Unterstützungen sollen angeboten werden: 
 Beratungs- und Schulungangebote für die Betriebe  
 Informationsmaterialien für die Betreiber mit konkreten Handlungsanleitungen  
 Informationsmaterialien / Nudging für Mitarbeitende 
 Durchführung von Wettbewerben 
 Etablierung einer Infrastruktur von Rückgabeautomaten 
Die Angebote sollen auf die speziellen Bedürfnisse der Betriebe ausgerichtet werden. Über eine 
(anonymisierte) Abfrage bei Gastronomie-Betrieben soll die aktuelle Situtation zur Abfalltrennung 
/ -vermeidung und vorhandene Hindernisse abgefragt werden. Zudem werden Vorreiter 
aufgerufen, ihre Erfahrungen zu teilen. Über Wettbewerbe sollen zusätzliche Anreize geschaffen 
werden. Die LHD könnte darüber hinaus eine Infrastruktur von Rückgabeautomaten für 
Mehrweggebinde im öffentlichen Raum unterstützen und zusätzlich eigene Mehrweggebinde mit 
einem Poolsystem ausgeben lassen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Erfassung des Status Quo 
 Unterstützungsangebote offerieren  
Ziele:  
 10 Gastronomiebetriebe nehmen an Wettbewerben / Fördermaßnahmen teil  
 50 Gastronomiebetriebe nehmen Beratungs- / Schulungsangebote wahr (bis 2030) 
 Reduktion der Restabfallmenge in der Gastronomie  
 Erhöhung des Mehrweganteils bei der Essensausgabe 
Erfolgsindikatoren:  
 Restabfallmenge im Gastronomiebetrieb in Prozent 
 Mehrwegverpackungen in Prozent je Essensausgabe 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Gastronomische Betriebe, DEHOGA, Düsseldorf Marketing 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
hoch mittel niedrig mittel 
Finanzierung:  
 Finanzierung über öffentliche Mittel (ggf. Bußgelder)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  71  
 
MAßNAHME | Konzept zur Abfalltrennung mit 
Wohnungsgesellschaften 
Kürzel: 
GH-6 
Sektor: Mietsektor, 
Wohnungsgesell-
schaften 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  mittel (bis 2030)  mittel 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
niedrig 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Um eine Abfalltrennung im Wohnungssektor zu gewährleisten, ist eine Kooperation mit 
Wohnungsgesellschaften erforderlich. Vor allem in Wohnanlagen mit vielen Wohneinheiten kommt 
es aufgrund der hohen Anonymität vermehrt zu Fehlwürfen. Dies soll durch Anpassung der 
Rahmenbedingungen und Bereitstellung von Informationen verbessert werden. Es sollte 
sichergestellt werden, dass die entsprechenden Sammelbehälter bereitstehen, diese gepflegt 
werden und ein System eingesetzt wird, das ein anonymes bzw. unkorrektes Entsorgen von 
Abfällen möglichst unterbindet. Denkbar wäre der Einsatz von abschließbaren Behältern, die durch 
ein Chipsystem von den jeweiligen Mietparteien geöffnet werden können. Auch die Aufklärung der 
Mieterinnen und Mieter in Form von Aushängen oder Flyern kann zu einer verbesserten Abfalltren-
nung führen. Es wird empfohlen, diese an das Quartier anzupassen. Die Informationsinhalte und -
konzepte sollten ggf. in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Zur Verbesserung der 
Wertstofferfassung können zusätzlich gut sichtbare Aufkleber an den Abfalltonnen angebracht 
werden, die möglichst visuell erläutern, welche Abfälle welchem Sammelbehälter zuzuordnen sind. 
Zur Umsetzung der Maßnahme ist ein Konzept in enger Abstimmung mit den 
Wohnungsgesellschaften erforderlich. Dieses sollte sowohl Zuständigkeiten als auch Raum und 
Kapazitäten umfassen und gewährleisten.  
Erste Schritte / Meilensteine: 
 allgemeine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger bzgl. Mülltrennung 
 Kontakt zu Wohnungsgesellschaften herstellen, Intensivierung des Austausches 
 Prüfung von Standplatzverhältnissen 
 Konzeptentwicklung 
Ziele:  
 Erhöhung der erfassten Wertstoffmenge; Reduktion des Wertstoffanteils im Restabfall 
Erfolgsindikatoren:  
 Gesteigerte Menge der erfassten Wertstoffe; Reduzierte Menge der Restabfälle 
 Verbesserte Qualität der Wertstoffe 
 Veränderung Behältervolumen 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Amt für Gebäudemanagement, Wohnungsgesellschaften 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
niedrig mittel mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Abfallgebühren (Restabfall)

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 72  
MAßNAHME | Abfallvermeidung und -trennung im  
Betrieb  
Kürzel: 
GH-7 
Sektor: Betriebe und 
Unternehmen 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2, ÖV-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Beitrag zum Klimaschutz 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Betriebe sollen zur Abfallvermeidung und Optimierung der Abfalltrennung (von mindestens vier 
Fraktionen) angeleitet und unterstützt werden. Hierzu sollen Beratungs- und Weiterbildungsange-
bote aufgebaut werden, damit die Betriebe eigenständig folgende Schritte umsetzen:  
 Ist-Analyse der Ressourcenverbräuche und der Abfallsituation im eigenen Betrieb  
 Aufdeckung von Potenzialen zur Ressourcen- und Abfallvermeidung 
 Motivation und Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen  
 Maßnahmenumsetzung und Prüfung 
Eine Kopplung an vorhandene Programme und Angebote, wie bspw. an das ÖKOPROFIT®-
Programm oder das Zertifizierungsverfahren nach DIN SPEC 91436 kann sinnvoll sein. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Aufbau von Schulungs- und Beratungsangeboten 
 Durchführung der Angebote 
 Evaluierung der Effekte der Angebote, bspw. durch Befragung und Begehungen  
Ziele:  
 50 Betriebe nehmen Schulungs- und Beratungsangebote wahr (bis 2030) 
 Reduktion der Restabfallmenge bis 2030 um 25 % 
Erfolgsindikatoren:  
 Anzahl an teilnehmenden Betrieben an Schulungs- und Beratungsangeboten  
 Anzahl an verhängten Bußgeldern 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Industrie- und Handelskammer, Amt für Wirtschaftsförderung, Handwerkskammer, 
Umweltakademie des Handwerks, Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Düsseldorf 
Marketing 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel mittel mittel 
Finanzierung:  
 Finanzierung durch öffentliche Mittel und Beiträge der Betriebe

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  73  
 
9.4.4 Maßnahmen zur Bildung und Kommunikation 
MAßNAHME | Analyse, Bewertung und Transparenz 
der Abfallströme 
Kürzel: 
BK-1 
Sektor: öffentliche 
Verwaltung, 
Abfallmanagement 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-4 kurz (2025) 
 
mittel 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
ohne Zuordnung 
Zusatzeffekte: 
niedrig 
Reichweite: 
mittel 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Vielfach fehlen den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten, sich detaillierter über die Qualität 
und Quantität von Abfällen und Wertstoffen und deren Verwertungswege zu informieren. Um die-
ses Informationsdefizit zu beheben, sollen im Rahmen einer Monitoring-Maßnahme alle relevanten 
Stoffströme kontinuierlich überwacht und mengenspezifisch erfasst werden. Zusätzlich sollen zum 
Erhalt belastbarer Grundlagen in regelmäßigen Abständen Restmüllanalysen durchgeführt werden. 
Das Monitoring gibt auch Aufschluss über den Erfolg der ergriffenen Zero-Waste-Maßnahmen und 
zeigt auf, welchen Abfallfraktionen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Hinsicht-
lich erforderlicher Analysen ist ein Turnus festzulegen und ein entsprechendes Unternehmen zu 
beauftragen. Die erarbeiteten Inhalte können dann in Video-, Bild- und Schriftbeiträgen kommuni-
ziert werden (BK-4). Diese Steigerung der Transparenz umfasst auch die nachgelagerten Entsor-
gungs- und Verwertungswege der in Düsseldorf erfassten Abfälle und Wertstoffe.  
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Zusammenstellung aller erforderlichen Daten 
 Schaffung einer Dokumentationsstruktur 
 Aufbereitung der Daten entsprechend der gewünschten Kommunikationsform (BK-4) 
Ziele:  
 Kontinuierliche Statuserhebung 
 Identifizierung von Potenzialen oder Problemfeldern 
Erfolgsindikatoren:  
 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Amt für Umwelt und Verbraucherschutz 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel niedrig niedrig keine 
Finanzierung:  
 Gebühren

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 74  
MAßNAHME | Öffentlichkeitskampagnen und 
Bewusstseinsbildung 
Kürzel: 
BK-2 
Sektor: Zivigesellschaft Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen:  
ÖV-2 
kurz (2025)  hoch  
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
refuse 
Zusatzeffekte: 
Wissensvermittlung / Bildung 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
Das Zero-Waste-Konzept und seine Ziele werden medial aufbereitet und so der Öffentlichkeit 
präsentiert. Dabei wird verdeutlicht, wie jede Bürgerin und jeder Bürger sich beteiligen kann, sei 
es durch eine verbesserte Abfalltrennung im Haushalt oder Umsetzung privater Maßnahmen, die 
Abfall gänzlich verhindern. Alle individuellen Maßnahmen sollen gleichzeitig von gezielten 
Öffentlichkeitskampagnen begleitet werden. Diese beinhalten unter anderem die Aufklärung und 
Kommunikation zu Stoffströmen und Ziele der jeweiligen Maßnahmen und Angebote zum Handeln. 
Die Öffentlichkeitskampagnen sollen die Reichweite der Maßnahmen erhöhen und den öffentlichen 
Diskurs darum anregen. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie und Öffentlichkeitsarbeit (Studentinnen und 
Studenten der Hochschule Düsseldorf erstellen eine solche Strategie bis August 2025)  
 Beauftragung der Erstellung von Bild- und Videomaterial 
 Platzierung von Inhalten in analoger und digitaler Form 
 allgemeine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger 
 Content schaffen 
Ziele:  
 Bekanntmachung und Motivation für die Umsetzung des Zero-Waste-Konzepts, der damit 
verbundenen Maßnahmen und ihrer jeweiligen Ziele 
Erfolgsindikatoren:  
 Views auf Sozialen Medien, Rückmeldungen aus der Bevölkerung 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Awista Kommunal, Presseamt, Initiativen und Vereine, Düsseldorf Marketing 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel niedrig niedrig hoch 
Finanzierung:  
 Abfallgebühren, Klimaschutzetat

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  75  
 
MAßNAHME | Zero-Waste-Schule & Zero-Waste-Kita Kürzel: 
BK-3 
Sektor: 
Bildungseinrichtungen 
und Zivilgesellschaft 
Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-2, ÖV-2 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Wissensvermittlung / Bildung / Vorbildfunktion 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
In Bildungseinrichtungen sollen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Möglichkeiten der 
Weiterverwendung unterstützt und sichergestellt werden. Zunächst soll die Ist-Situation der 
Abfalltrennung und der Abfallmengen für alle Düsseldorfer Schulen und Kitas aufgenommen 
werden. Im Anschluss sollen repräsentative Einrichtungen dabei begleitet werden, Zero-Waste-
Einrichtungen zu werden. Mögliche Themenbereiche sind: Vermeidung der 
Lebensmittelverschwendung, Einführung der Bioabfalltrennung, Tausch und Trödel von "Dingen", 
korrekte Mülltrennung und Sammelboxen, Projektwochen, Aufklärung / Motivation über Plakate 
(Nudging), Wettbewerbe; Schulgärten mit Komposten, Verpackungs- / abfallfreie Kantinen, 
Wasserspender, konkrete Unterrichtseinheiten. Die Teilnahme an der etablierten Düsseldorfer 
Aktion "Dreck-Weg-Tag" trägt zur Bewussseinsbildung bei. Es sollte geprüft werden, ob dieser 
Aktionstag in allen Schulen und Kitas eingeführt werden kann. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Erfassung der Ist-Situation bei allen städtischen Bildungseinrichtungen  
(Behälteranzahl je Fraktion an den Standorten, Erfassung innerhalb der Schule / Kita, Ein-
sparpotenziale, Einsammlung und Entsorgungswege, Vertragsstrukturen, etc.) 
 Ausgewählte Bildungseinrichtungen zur Zero-Waste-Kita / Zero-Waste-Schule begleiten 
(Behälterbereitstellung, vertragliche Anpassung Reinigungsunternehmen, Einbindung des 
Kollegiums, Einbindung von Schulkiosk / Kantine, Kontrolle der Umsetzung, etc.) 
 Leitfaden zur Abfallvermeidung- und -trennung, bspw. in Form eines Videos 
 Umsetzung von Mindeststandards an allen städtischen Bildungseinrichtungen 
Ziele:  
 Sicherstellung der Abfalltrennung (vier Fraktionen) in allen Bildungseinrichtungen  
 Reduzierung der Abfallmenge insgesamt 
 Reduktion der Restabfallmenge in den Bildungseinrichtungen um 25 % bis 2030  
Erfolgsindikatoren:  
 jährliche Restabfallmenge in den Bildungseinrichtungen 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Amt für Schule und Bildung, BNE-Netzwerk, Schulen und Kitas, Programm-Verantwortliche "mit 
Energie gewinnen" 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel mittel mittel hoch 
Finanzierung:  
 Einsparungen der Abfallentsorgung könnten den Kostenaufwand decken

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 76  
MAßNAHME | Darstellung und Vermittlung der 
Abfallströme Düsseldorfs 
Kürzel: 
BK-4 
Sektor: Zvilgesellschaft Abfallart: 
übergreifend 
Zeithorizont: Wirkung:  Flankierende 
Maßnahmen: 
BK-1 mittel (bis 2030)  hoch 
Beitrag zur Abfallver-
meidung (5 R’s): 
recycle 
Zusatzeffekte: 
Wissensvermittlung / Bildung 
Reichweite: 
hoch 
Kurzbeschreibung der Maßnahme: 
In Video-, Bild- und Schriftbeiträgen kann die Stadt die konkreten und aktuellen Düsseldorfer 
Wege von der Tonne und Container bis zur Verwertungs- / Entsorgungsanlage und möglichem 
Recyclingprodukt aufzeigen und so eine erhöhte Transparenz schaffen. (Darstellung der 
Ergebnisse aus Maßnahme "Analyse, Bewertung und Transparenz der Abfallströme".) Die 
Beschreibungen müssen aktuell und mit lokalem Bezug gehalten werden. In breiten Kreisen der 
Gesellschaft besteht eine hohe Skepsis bzgl. der Verbringung von Abfällen, die dazu führt, dass 
die Sinnhaftigkeit von Abfalltrennung angezweifelt wird, wodurch viele Menschen diese nicht 
durchführen. Durch eine erhöhte Transparenz der Düsseldorfer Abfallströme kann Menschen ihr 
direkter Beitrag zum Umweltschutz durch Abfalltrennung bewusst gemacht werden. 
Erste Schritte / Meilensteine: 
 Ausschreibung, Auftragsvergabe zur Erstellung der Film- und Schriftbeiträge 
Ziele:  
 Vertrauen in die Abfallentsorgung und Sinnhaftigkeit der Abfalltrennung steigern, 100.000 
Views (Youtube, Facebook, X, Instagram, Webseite), Engagement auf Sozialen Medien 
Erfolgsindikatoren:  
 Views auf Sozialen Medien, positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung 
Mögliche Akteure und Beteiligte: 
Awista Kommunal, Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Presseamt, Düsseldorf Marketing 
Aufwand / Kosten: 
Arbeitsaufwand Kostenaufwand  
(Invest) 
Kostenaufwand  
(laufend) 
Kosteneinsparungen 
mittel  mittel niedrig 
Finanzierung:  
 Abfallgebühren, Klimaschutzetat, Unterstützung Initiative Mülltrennung wirkt

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  77  
 
10 Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 
Nachfolgend werden den formulierten Zielen der Landeshauptstadt Düsseldorf die 
Maßnahmen zugeordnet, die einen Beitrag zur jeweiligen Zielerreichung leisten. 
Dabei tragen viele Maßnahmen parallel zur Erreichung verschiedener Ziele bei.  
 
Tabelle 4: Gegenüberstellung Maßnahmen und Ziele 
Definierte Ziele der Landeshauptstadt Düssel-
dorf 
Anzahl priorisierter 
Maßnahmen mit  
einem Beitrag zur  
Zielerreichung 
1. Transparenz zu Abfallmengen schaffen und mög-
lichst ökologische Entsorgungswege nutzen 8 
2. Maßnahmen zur Abfallvermeidung umsetzen 14 
3. Mehr Wertstoffe erfassen und recyceln 9 
4. Kommunikationswege aufbauen und Wissen teilen 12 
5. Aktivitäten und Akteure unterstützen, verzahnen 
und fördern 10 
6. Die Stadt geht als Vorbild voran 10 
7. Den Prozess verstetigen 9 
 
Darüber hinaus finden sich im Anhang auch die bisher nicht priorisierten Maßnah-
men und Ideen wieder. Dieses ist als eine Art Themenspeicher zu verstehen, da 
bisher nicht in den Fokus genommene Maßnahmen zukünftig an Bedeutung gewin-
nen können oder sich Rahmenbedingungen für mögliche Umsetzungen geändert 
haben.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 78  
11 Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen 
Die nachfolgende Tabelle 5 fasst die in Abschnitt 9 als kurzfristig umsetzbar ge-
kennzeichneten Maßnahmen zusammen:  
 
Tabelle 5: Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen 
ZV-1 Foodsharing-Hub Düsseldorf: Die Stadt unterstützt den Ausbau der 
digitalen wie physischen Infrastruktur für Lebensmittelrettung 
ZV-6 Einsatz von Wertstoffmobilen: Wertstoffmobile in den Stadtgebieten 
einsetzen, in denen aktuell eine schlechte Anbindung an entspre-
chende Entsorgungsmöglichkeiten (Wertstoffhof) besteht 
BK-4 Transparenz der Abfallströme Düsseldorfs: PR-Kampagne mit Presse-
mitteilungen und Socialmediabeiträgen, bei denen in Video-, Bild- 
und Schriftbeiträgen die Stadt die konkreten und aktuellen Düssel-
dorfer Wege von Tonne und Container bis zur Verwertungs-/Entsor-
gungsanlage und möglichem Recyclingprodukt aufzeigt 
ÖV-5 Feinkonzept zum Einsatz smarter Technologien in der Düsseldorfer 
Abfallwirtschaft wie KI-gesteuerter Bilderkennungssysteme für Müll-
fahrzeuge, Füllstandsmessung öffentlicher Container/Papierkörbe 
und/oder digitalen Registrierungsverfahren für Wertstoffhöfe

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  79  
 
12 Weiteres Vorgehen, Verstetigung eines Zero-Waste-Prozesses 
Das vorliegende Konzept bündelt und priorisiert die im Rahmen der Workshops ent-
wickelten Maßnahmenvorschläge. Aus rund 100 Maßnahmenvorschlägen wurden 22 
Vorschläge gebündelt / extrahiert und in Maßnahmenkennblättern skizzenhaft dar-
gestellt, die sowohl kurz- wie auch mittel- oder langfristig zu besserem Recycling 
von Wertstoffen wie auch zur Vermeidung von Abfällen beitragen können.  
 
Die Umsetzung der dargestellten Maßnahmen erfordert teilweise weitere politische 
Beschlüsse, die in den meisten Fällen die Erstellung eines Feinkonzepts durch die 
Verwaltung voraussetzen.  
 
Mit den in der Verwaltung (und im Hinblick auf Maßnahme ZV-6 bei der Awista 
Kommunal) vorhandenen Ressourcen könnten aktuell vier der in den Maßnahmen-
kennblättern dargestellten Maßnahmen kurzfristig umgesetzt werden: 
 
Tabelle 6: Aufgaben der Verwaltung hinsichtlich kurzfristig umsetzbarer 
Maßnahmen 
ZV-1 Die Verwaltung erstellt ein Feinkonzept zur weiteren Unterstützung 
bestehender Kooperationen im Bereich Lebensmittelrettung 
(„Foodsharing-Hub“). 
ZV-6 Die Verwaltung erstellt ein Feinkonzept für den Einsatz von Wertstoff-
mobilen 
BK-4 Die Verwaltung erstellt Medienbeiträge zur Erhöhung der Transparenz 
der Abfallströme Düsseldorfs, finanziert aus dem bestehenden Haus-
haltsansatz „Geschäftsaufwendungen“ im Produkt Abfall  
ÖV-5 Feinkonzept zum Einsatz smarter Technologien in der Düsseldorfer 
Abfallwirtschaft wie KI-gesteuerter Bilderkennungssysteme für Müll-
fahrzeuge, Füllstandsmessung öffentlicher Container/Papierkörbe 
und/oder digitalen Registrierungsverfahren für Wertstoffhöfe 
 
Das vorliegende Zero-Waste-Konzept stellt insofern einen ersten Schritt in einem 
kontinuierlichen Prozess dar. Es gilt, dieses Konzept und seine Maßnahmen stetig 
zu aktualisieren und neuen Gegebenheiten anzupassen. Zwischenzeitliche Evaluati-
onen sowie mögliche weitere Maßnahmen sollten wiederum unter Einbeziehung der 
Stadtgesellschaft mit Hilfe weiterer Workshops erarbeitet werden.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 80  
Für eine solche Verstetigung einschließlich einer Priorisierung und Umsetzung wei-
terer in den Kennblättern aufgeführten Maßnahmen plant die Verwaltung die Erstel-
lung einer Fortschreibung dieses Konzepts bis 2026. Diese Fortschreibung soll unter 
anderem darstellen,  
 wie ein Zero Waste Advisory Board eingerichtet werden kann und wie somit 
eine weitere Einbindung der Stadtgesellschaft in die Umsetzung des Konzepts 
erfolgen kann,  
 für welche weiteren im Konzept genannten Maßnahmen Feinkonzepte erstellt 
werden sollen, die dann jeweils auch den Aufwand aufführen, mit dem die 
Umsetzung jeder einzelnen Maßnahme verbunden wäre.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  81  
 
13 Anhang 
Tabelle 7: Liste der bestehenden Zero-Waste-Aktivitäten in der Stadt Düs-
seldorf (nicht abschließend) 
 
 
  
Nr. Name Beitrag Abfallart Sektor Kategorie Maßnahmenart1 Pure Note Vermeidung & Verminderung von VerpackungsabfallVerpackungen Gastronomie, Handel u. EventsReduce Unverpackt2 SecondLuck Kindersecondhand und mehrKleidung für Kinder aus 2HandTextilien Gastronomie, Handel u. EventsReuse Second-Hand-Bekleidung3 gib & nimm DüsseldorfVermeidung & Verminderung von AbfallübergreifendHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReduce Tauschen/ Schenken/ Mieten4 Purzel-Baum Vermeidung von chemischem Abfall bei KindersachenTextilien Gewerbe/Betriebe, Bau u. IndustrieRefuse Umwelt-management5 Druckstudio GmbH Vermeidung von chemischem Abfall beim Drucken & RecyclingpapierChemie & PapierGewerbe/Betriebe, Bau u. IndustrieRefuse & RecyclingUmwelt-management6 PLUP – Planet UpcyclingUpcycling von Produkten Textilien Gewerbe/Betriebe, Bau u. IndustrieReuse & RecyclingRepair-Café/ Werkstatt7 Mami Poppins Vermietung und Verleih von KinderwägenSperrmüll & VerpackungenGastronomie, Handel u. EventsReduce & ReuseTauschen/ Schenken/ Mieten8 Rhine clean up Müllsammelaktion RheinuferRestabfallHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReduce Abfallsammlung9 Düsseldgrün Gemeinschaftsgarten VerpackungenHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineRefuse & ReduceUmwelt-management10 foodsharing DüsseldorfLebensmittelrettung BioabfallHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReduce Tauschen/ Schenken/ Mieten11 „Enjoy the Food“ DüsseldorfLebensmittelrettung BioabfallHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReduce Tauschen/ Schenken/ Mieten12 Repaircafés DüsseldorfReparieren von Geräten Elektronik Elektrische GeräteHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReduce & ReuseRepair-Café/ Werkstatt13 Niemandsland e.V. Umsonstladen, Reparieren übergreifendHaushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineReuse Repair-Café/ Werkstatt

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 82  
 
Nr. Name Beitrag Abfallart Sektor Kategorie Maßnahmenart
14 Ökoprofit Aufklärung & 
Abfallreduktion in 
Betrieben
übergreifend Gewerbe/Betriebe, 
Bau u. Industrie
Refuse & 
Reduce & 
Reuse
Workshop
15 Franz Menke GmbH& 
Co. KG
Abschaffung Einweg 
Wasserflaschen und 
Thermobecher für 
Mitarbeitende
Verpackungen Gewerbe/Betriebe, 
Bau u. Industrie
Reduce & 
Reuse & 
Refuse
Mehrwegsystem
16 Diakonie Düsseldorf Vermeidung von 
Verpackungsmüll durch im 
Haus zubereiteten und 
abgefüllten Joghurt und 
Ersatz von Plastikflaschen 
mit Glasflaschen
Verpackungen Gastronomie, 
Handel u. Events
Reduce & 
Reuse
Mehrwegsystem
17 Cretschmar Cargo Umstellung des gesamten 
Verkaufsmailings von 
Papierform mit 
Verkaufsflyern etc. auf E-
Mails 
Papier Gewerbe/Betriebe, 
Bau u. Industrie
Reduce Digitalisierung
18 mit Energie gewinnen Aufklärung & 
Abfallreduktion in 
Bildungseinrichtungen
übergreifend Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Refuse & 
Reduce & 
Reuse
Pädagogik/ 
Bildung
19 Albrecht Dürer 
Berufskolleg
Trinkwasserspender und 
Mehrweg in Mensa
Verpackungen Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce & 
Reuse
Mehrwegsystem
20 Dieter-Forte-
Gesamtschule 
Abschaffung des Verkaufs 
einzeln verpackter 
Lebensmittel; Speisereste 
aus Küche und Mensa 
werden in Tonnen von 
Produzenten für Tierfutter 
abgeholt; Ersatz der 
Kunststoffwasserflaschen 
durch Karaffen in der 
Mensa
Verpackungen Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce & 
Reuse
Mehrwegsystem
21 Comenius Gymnasium Go-Green-Challenge! 
Bereich Mülltrennung und 
Vermeidung:
wiederverwendbare 
Trinkflaschen/Brotdosen
Verpackungen Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce & 
Reuse
Mehrwegsystem
22 Essbare Stadt Den eigenen 
Lebensmittelanbau in der 
Stadt fördern 
Bio Haushalte, Wohnen, 
Sozialträger u. 
Vereine
Refuse & 
Reduce
Repair-Café/ 
Werkstatt
23 Abfallentsorgungssatz
ung der 
Landeshauptstadt 
Düsseldorf
übergreifendHaushalte, Wohnen, 
Sozialträger u. 
Vereine / 
Gewerbe/Betriebe, 
Bau u. Industrie / 
Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reuse & 
Reduce
Pädagogik/ 
Bildung
24 AWISTA 
Abfallberatung
übergreifendHaushalte, Wohnen, 
Sozialträger u. 
Vereine
Reuse & 
Reduce
Pädagogik/ 
Bildung

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  83  
 
 
Nr. Name Beitrag Abfallart Sektor Kategorie Maßnahmenart
25 ohne Name GA Abfallmanagement mit 
Internen Regeln für die 
Trennung und Entsorgung 
von betrieblichen Abfällen 
der Stadt; Einhaltung 
Gewerbeabfallverordnung, 
Minimierung der 
Abfallmenge bei 
Veranstaltungen auf 
städtischem Grund
übergreifend Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce & 
Recycle
Abfallsammlung
26 ohne Name Empfang, Bearbeitung und 
Buchung von papierlosen 
Eingangs- und 
Ausgangsrechnungen
Papier Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce Digitalisierung
27 Düsseldorf Tourismus 
GmbH
Reduzierung gedruckter 
Prospekte und 
Digitalisierung
Papier Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce Digitalisierung
28 ohne Name Sukkzessive Einrichtung 
von 
Trinkwasserentnahmestelle
n in Schulen (keine Einmal-
Trinkbecher bzw. -
Flaschen). 
Verpackungen Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Refuse & 
Reduce
Mehrwegsystem
29 Filmmuseum Mülltrennung im 
Filmmuseum
übergreifend Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce & 
Recycle
Abfallsammlung
30 Flughafen Düsseldorf 
GmbH
Förderung der Nutzung von 
Mehrweggeschirr im To-Go-
Bereich
Verpackungen Gastronomie, 
Handel u. Events
Reduce Mehrwegsystem
31 Cradle to Cradle Vermeidung von 
Neuinanspruchnahme von 
Baumaterialien und 
Rohstoffen. Beratung
Bauabfälle Gewerbe/Betriebe, 
Bau u. Industrie
Refuse & 
Reduce
Pädagogik/ 
Bildung
32 Gesellschaft und 
Umwelt gestalten
"Gesellschaft und Umwelt 
gestalten"als Schwerpunkt 
für Düsseldorfer Kinder und 
Jugendfreizeiteinrichtunge
n; Ausrichtung auf 
ökologische Bildung; 
Nachhaltigkeit als 
Querschnittsthema im 
neuen Kinder- und 
Jugendförderplan 2021-
2025
übergreifend Öffentliche 
Verwaltung, Politik 
u. Bildung
Reduce Pädagogik/ 
Bildung

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 84  
 
  
Nr. Name Beitrag Abfallart Sektor Kategorie Maßnahmenart33ohne NameNachhaltigkeitsbeirat: Der Beirat besteht aus Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Gruppen, der Ämter und den Mitgliedern der Kleinen Kommission für nachhaltige Entwicklung. Er tagt einmal im Quartalübergreifend Öffentliche Verwaltung, Politik u. Bildung / Haushalte, Wohnen, Sozialträger u. VereineRefuse & ReduceUmwelt-management34ohne NameVerstärkter Einsatz von Emails in Amt20Papier Öffentliche Verwaltung, Politik u. BildungReduce Digitalisierung35ohne NamePapiervermeidung durch intelligente IT-Systeme: Das Steueramt hat weit über 90 % seiner Papierakten digitalisiert. Durch die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes werden aktuell die Vorbereitungen getroffen, Steuerbescheide in naher Zukunft papierlos den Steuerpflichtigen zuzustellen.Papier Öffentliche Verwaltung, Politik u. BildungReduce Digitalisierung36 Bibliothek der Dinge Die Stadtbüchereien Düsseldorf planen deswegen die Umsetzung einer "Bibliothek der Dinge", in der ab Herbst (nicht nur) Alltagsgegenstände ausgeliehen statt gekauft werden können. übergreifend Öffentliche Verwaltung, Politik u. BildungRefuse & Reduce & ReuseTauschen/ Schenken/ Mieten

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  85  
 
Tabelle 8: Anforderungen Zero Waste Europe 
 
Art
A1) Veröffentlichung der Verpflichtung, eine Zero-Waste-City zu werden Pflicht
A2) Festlegung von Zielen für das Restmüllaufkommen Pflicht
A3) Reduzierung der Abfallmenge, die der Verbrennung zugeführt wird Pflicht
A4) Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen Pflicht
B1) Festlegung einer Zero Waste-Strategie, inkl. Müllreduktionsziele Pflicht
B2) Verpflichtende Situationsanalyse (u. a. Zusammensetzung des Abfalls) Pflicht
B3) Festlegung von Zielen für die Steigerung der Menge an gesammelten und recycelten 
festen Siedlungsabfällen Pflicht
B4) Erhebung von Daten über das Niveau des Abfallaufkommens und des Recyclings Pflicht
B5) Sammlung von Daten über Abfallvermeidungsmaßnahmen freiwillig (3 Punkte)
B6) Ernennung von Mitarbeitenden (Zero Waste Focal Point) der die Umsetzung und 
Koordination des Zero Waste-Plans leitet Pflicht
B7) Errichtung eines breiten Managementteams freiwillig (2 Punkte)
B8) Errichtung eines Zero Waste Advisory Boards (ZWAB) o.ä. Pflicht
B9) Konsultation von Einwohner*innen bei der Gestaltung des Zero Waste-Plans Pflicht
B10) Analyse der Beschaffungsprozesse zur Reduzierung von Abfällen entlang der Lieferketten Pflicht
B11) Implementierung von Anforderungen zur Abfallvermeidung und verbesserte Verfügbarkeit 
von recyceltem Material in öff. Beschaffungsverfahren freiwillig (4 Punkte)
B12) Schulungen für die beteiligten Mitarbeitenden Pflicht
B13) Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung (z. B. Exkursionen) freiwillig (3 Punkte)
B14) Zusammenarbeit mit anderen Städten für Fortbildungsmaßnahmen freiwillig (1 Punkt)
B15) Aufforderung der Abfallunternehmen zur Transparenzerhöhung importierter und 
exportierter Abfälle freiwillig (3 Punkte)
C1)
Umsetzung eines Abfallwirtschaftssystems mit bestimmten Mindestanforderungen
1. mindestens vorgeschriebene Stoffströme sammelt; 
2. mindestens die nationalen Recyclingziele zu erreichen, 
3. Fehlwurfquoten dauerhaft unterschreiten
Pflicht
C2) Getrennte Sammlung des lokal anfallenden Abfalls freiwillig (14 Punkte)
C3) Umsetzung eines Managementprogramms für Bioabfälle Pflicht
C4) Sammlung von Bioabfällen gemäß des Managementprogramms freiwillig (6 Punkte)
C5) Etablierung eines Systems zur getrennten Sammlung von Gegenständen, die nicht regulär 
durch die Müllabfuhr gesammelt werden können Pflicht
C6) Verbesserung der Vielfalt der Abfallströme, die getrennt gesammelt werden freiwillig (5 Punkte)
C7) Kontinuierliche Überprüfung des Niveaus und der Menge des Abfallaufkommens, 
Recyclings und der Vermeidungsmaßnahmen Pflicht
C8) Sammlung und Veröffentlichung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Plans Pflicht
C9) Regelmäßige Durchführung von Restmüllanalysen Pflicht
C10) Stetige Bemühungen, das Restmüllaufkommen pro Kopf zu minimieren freiwillig (9 Punkte)
C11) Schaffung wirtschaftlicher Anreize für die Reduzierung der Abfallmenge freiwillig (4 Punkte)
C12) Förderung der aktiven Teilnahme an lokalen Zero Waste-Programmen freiwillig (3 Punkte)
C13) Etablierung eines Plans, um Abfälle in der Öffentlichkeit zu vermeiden freiwillig (2 Punkte)
C14) Implementierung von Maßnahmen zur Abfallvermeidung im Zuständigkeitsbereich der 
Städte freiwillig (10 Punkte)
C15) Unterstützung umfassender Maßnahmen zur Abfallvermeidung freiwillig (10 Punkte)
C16) Implementierung von Zero Waste-Strategien für stadteigene Gebäude freiwillig (3 Punkte)
C17) Unterstützung bei der Umgestaltung von Produkten zur verbesserten Kreislaufführung freiwillig (3 Punkte)
D1) Überprüfung der Einhaltung der Zero Waste Cities-Kriterien sowie deren Verbesserung 
und jährliche Veröffentlichung eines Berichts Pflicht
D2) Regelmäßige Kommunikation mit den Einwohner*innen über den Zero Waste-Plan und 
Änderungen in der Abfallwirtschaft Pflicht
D3) Sichtbar machen der Zero Waste-Verpflichtung in der internen und externen 
Kommunikation freiwillig (3 Punkte)
D4) Verankerung von Zero Waste-Bildungsinhalten in Schulen und Kindergärten freiwillig (4 Punkte)
D5) Schaffung von Netzwerken mit Kommunen in ganz Europa und darüber hinaus Pflicht
D6) Schaffung formaler Partnerschaften mit lokalen Interessengruppen freiwillig (3 Punkte)
D7) Bewertung und Kommunikation der positiven Klimaauswirkungen des Plans freiwillig (4 Punkte)
D8) Verknüpfung der SDGs im Zero Waste-Plan freiwillig (1 Punkt)
Kriterium von  Zero Waste Europe
Verpflich-tungsphaseVorbereitungsphaseUmsetzungs- und WirkungsphaseKommunikations- und Bildungsphase

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 86  
Tabelle 9: Liste aller Maßnahmenvorschläge aus Workshops 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Abfallvermeidung 
Foodsharing Hub 
 
Hinweise der Verwaltung: 
Die Verwaltung behält Le-
bensmittelrechtliche / Hygi-
ene Aspekte im Blick. 
ZV-1  
Foodsharing bei Kon-
sumenten fördern und 
ausweiten 
 Finanzielle Unterstützung/ 
Ausweitung - Foodsharing 
Initiative  
 Lagermöglichkeiten (Kühl-
häuser Messe) 
 Verteilmöglichkeiten 
 Bereitstellung von 
 Fahrzeug für Verteilung 
 App für Foodsharing 
ZV-1 , GH-
2 
 
Gesetze + Verordnun-
gen gegen Lebensmit-
tel-verschwendung 
  Bundesebene, Kom-
mune hat nur geringe 
Einflussmöglichkeiten 
Marketing zur Unter-
stützung von Foodsha-
ring in Verwaltung und 
Organisationen 
 
Anreizstrategien / Informati-
onen ausgeben 
ZV-1  
Second-Hand Kauf-
häuser (Abteilungen, 
Shop-in-Shop) 
Förderprogramm für second-
hand-Abteilungen (bspw. bei 
5% second-hand-Ware För-
derung für Unternehmen) / 
Stadt mietet Flächen an und 
vergibt an Second- Hand-
Handel 
GH-4  
Mehrwegförderung mehr Glaspfand; Spülwägen 
für private Feiern ->Awista 
bietet bereits Mehrwegser-
vice an - Stadt könnte för-
dern durch Kostenübernahme 
/ Event- und Gastronomiebe-
reich anknüpfen - Infomate-
rial von Awista / 
 Mehrwegnutzung be-
reits größtenteils 
Standard 
                                                
9 Maßnahme als priorisierte Maßnahme in Maßnahmenkennblatt weiter ausgearbeitet

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  87  
 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Grillmehrwegstationen Parks 
und Grünflächen 
Trinkbrunnen fördern 
und einrichten 
  Bereits in der Umset-
zung 
Mehrwegpaletten im 
Großhandel standardi-
sieren 
  Kommune hat ge-
ringe Einflussmöglich-
keiten 
Sozialkaufhaus für 
Vor-Sperrmüll- Sachen 
etablieren 
Kreis Viersen Bsp. Voraus-
wahl bei Sperrmüll / Berlin 
Bsp. Noch-Mall & Kiez-Tage 
 Bereits bei mehreren 
karitativen Organisa-
tionen in Düsseldorf 
etabliert 
Tausch und Trödel von 
"Dingen" in Bildungs-
einrichtungen 
Austausch und Verleihplatt-
formen und Örtlichkeit be-
reitstellen 
ZV-2  
Bibliothek des Auslei-
hens 
Ausbau des vorhandenen 
Systems in der Stadtbiblio-
thek 
ZV-2  
Aufklärung & Transpa-
renz zu Stoffströmen 
für Zivilgesellschaft 
Erweiterte Öffentlichkeitsar-
beit, an verschiedenen Stel-
len relevant 
BK-1, BK-2  
Mitarbeiter-Schulun-
gen für Abfallvermei-
dung in Betrieben 
Erweiterte Öffentlichkeitsar-
beit, an verschiedenen Stel-
len relevant 
GH-7  
Einbeziehung der Be-
völkerung in Zielvor-
gaben bei Zero Waste 
Erweiterte Öffentlichkeitsar-
beit, an verschiedenen Stel-
len relevant 
ZV-3, ZV-4, 
BK-2 
 
Zeit, Vorgaben und 
Auftrag für Thema Ab-
fall in Bildungsarbeit 
„Bildung für nachhaltige Ent-
wicklung“ als Fach in Schulen 
und Kitas verpflichtend ein-
führen 
 Bereits von BNE-
Netzwerk und Awista 
übernommen 
Transparenz der Stoff-
ströme 
Visualisierung von Informati-
onen und Stoffströmen 
BK-1, BK-4  
Vernetzung und Festi-
gung von Initiativen, 
Hinweise und Informa-
tionen auf Initiativen / 
NGOs zu Abfallvermei-
dung/ Abfalltrennung 
 
 
Bestehende Initiativen und 
Akteure bekannter machen 
und Angebote fördern (Ein-
bindung Nachhaltigkeitsbei-
rat) 
ZV-3, ZV-4

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 88  
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Green Offices (Nach-
haltigkeits Büro) 
Beratungsangebot und 
Coaching für nachhaltige Bü-
ros zur Einführung; Verknüp-
fung mit ÖKOPROFIT; mehr 
Aufklärung und Info 
GH-7  
Aufklärung & Informa-
tionen im Hinblick auf 
Abfall bzw. Mülltren-
nung 
Kampagne zur Mülltrennung, 
Sensibilisierung zu Folgen 
der Vermüllung 
BK-2, BK-4  
Start-Up Förderung zu 
Abfallvermeidung 
Förderprogramme und Unter-
stützungsangebote für junge 
Unternehmen im Bereich Ab-
fall 
ZV-3  
Reparaturinitiativen 
fördern im und von 
Handwerk 
Reparatur Möglichkeiten be-
kannter machen (inkl. 
Dienstleistungen) 
ZV-6,  und 
4  
 
Förderung von Abfall-
vermeidung 
 ZV-3  
Förderungen / Sub-
ventionen an Nachhal-
tigkeitskriterien knüp-
fen 
Fokus auf Zuwendungen und 
städtische Beteiligungen 
ZV-3  
Finanzielle Unterstüt-
zung nachhaltiger 
(hier im Sinne abfall-
vermeidender) An-
schaffungen 
 
Förderung von z.B. Wasser-
spendern, Abfalleimern, etc. 
->Fördertopf der Stadt 
ZV-3  
Plattformen aufbauen 
für Start-ups/ Initiati-
ven mit Betrieben  
Anfang für Förderprogramm 
bzw. Empfehlungen etc. 
ZV-3, GH-7   
Förderung von Digita-
lisierung für Abfallver-
meidung 
Werbung, Ticketing, Belege 
digital, Rechnungen nur digi-
tal 
 Digitalisierung der 
Verwaltung wird be-
reits angestrebt 
Kennzeichnung von 
Produkten zur Repa-
rierbarkeit 
Label, dass anzeigt, ob Pro-
dukte wieder repariert wer-
den können 
 Bundesebene, Kom-
mune hat nur gerin-
gen Einfluss 
Verpflichtende DGNB 
+ BNB Zertifizierung 
Deutsche Gesellschaft für 
Nachhaltiges Bauen (DGNB) 
Bewertungssystem 
Nachhaltiges Bauen (BNB) 
 Nachhaltigkeitsthe-
men in Kriterienkata-
log bereits berück-
sichtigt

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  89  
 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Zertifizierung als Zero 
Waste Betrieb 
Zu klären, wer Zertifizierung 
durchführen könnte 
GH-7  
Abschaffung von Pa-
pierhandtüchern in Bil-
dungseinrichtungen 
Als gebündeltes Programm - 
stadtweit 
 Kommune hat nur 
geringen Einfluss 
Keine „Guest Ameni-
ties“ bei Hotels 
Verzicht auf kleine Ge-
schenke (z.B. Schokolade) 
auf dem Kissen und ähnli-
ches 
 Kommune hat nur 
geringen Einfluss 
Airblades und/oder 
Stoffhandtuchspender 
für WCs der Verwal-
tung 
  Airblades und/oder 
Stoffhandtuchspender 
für WCs der Verwal-
tung 
Vernetzung von Han-
del und Initiativen 
 GH-1, ZV-3   
Vernetzung und Festi-
gung von Initiativen 
 ZV-3  
Umweltzentrum pro 
Stadtteil 
Zentrum mit Repaircafe, Klei-
dertausch, Veranstaltungen 
zu Nachhaltigkeit 
ZV-4  
Bußgelder erhöhen 
und durchsetzen / 
Kontrollmechanismen 
verbessern 
Müllsheriffs- Detektive, Ord-
nungsamt Schulung, Bußgel-
der erhöhen 
ÖV-2, ÖV-3  
Verstärkte Umsetzung 
und Kontrolle 
 ÖV-2  
Ausbau des Außen-
dienstes des Amtes für 
Umwelt und Verbrau-
cherschutz 
 ÖV-2  
Abfallreduzierung 
Einführung einer Ver-
packungssteuer 
Unabhängig davon werden 
geltende Regelungen (bun-
desweit gültige Mehrweg-An-
gebotspflicht sowie Düssel-
dorfer Satzungsregelung zur 
Verwendung von Mehrweg im 
öffentlichen Raum) weiter-
verfolgt. 
 Die Lenkungswirkung 
wird in Frage gestellt. 
Es kommt nach aktu-
eller Studienlage zu 
keiner nachweisbaren 
Abfallreduzierung.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 90  
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Runder Tisch zur Re-
duktion von Verpa-
ckungen 
Lebensmitteleinzelhandel und 
Baumärkte / Runde Tische zu 
Verpackungsreduktion  
Hinweis der Verwaltung: 
empfohlen wird eine Einbin-
dung des Nachhaltigkeits-
Beirats 
GH-1  
Einwegverbot (Forcie-
rung, Ausweitung, 
etc.) 
Besteht schon in LHD – Aus-
weitung, Öffentlicher Raum / 
Kontrollen stärken 
, ÖV-2  
Verzicht auf Trans-
portfolie bzw. Verpa-
ckung im Handel 
Bei Vergabe Beschaffung als 
Kriterium in Verwaltung 
möglich 
 Kommune hat nur 
geringen Einfluss 
Material-Sharing zwi-
schen Büros (evlt. 
über Intranet) 
  Kommune hat nur 
geringen Einfluss 
Vereinheitlichung Be-
rechnung Müllpau-
schale 
Hinweis der Verwaltung: eine 
Verwiegung von Abfallmen-
gen hat sich in Großstädten 
mit hoher Bevölkerungs-
dichte bisher nicht bewährt, 
die Gefahr, dass Abfälle „an-
derweitig“ entsorgt werden, 
ist hoch. Bemessung der Ab-
fallgebühren in Düsseldorf 
nach Behältervolumen 
ÖV-3  
Einkauf von Produkten 
aus recyclebaren Ma-
terialien in Verwaltung 
  Nachhaltigkeitsthe-
men in Kriterienkata-
log bereits berück-
sichtigt 
Verpflichtung zu regio-
nalen Produkten bei 
Ausschreibungen 
  Nachhaltigkeitsthe-
men in Kriterienkata-
log bereits berück-
sichtigt 
Einkauf bei regionalen 
Produzenten bei 
Events 
Zusammenarbeit mit lokaler 
Landwirtschaft von Händlern 
und Gastronomen 
 Nachhaltigkeitsthe-
men in Kriterienkata-
log bereits berück-
sichtigt

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  91  
 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Verbesserung der Wiederverwendung von Materialien 
Einzelhandel für 
Sammlung von Texti-
lien nutzen und einbe-
ziehen 
  Altkleidersammlung 
bereits sehr stark 
ausgebaut 
Urban Mining Lokale Sammelstellen für 
Baustoffe und andere Materi-
alien; Verwertung durch di-
rektes Recycling 
GH-3  
Design for Recycling Förderung von Ideen und 
Wettbewerbe, Bessere 
Trennbarkeit von Komponen-
ten eines Produktes; Cradle-
to-cradle Prinzip bei Produk-
ten 
 EU- und Bundes-
ebene: Kommune hat 
nur geringen Einfluss 
Recyclingrückführung 
an Hersteller 
Produkte werden an Inver-
kehrbringer (Handel/Herstel-
ler) zurückgegeben für Re-
cycling ähnlich Pfandsystem 
 EU- und Bundes-
ebene: Kommune hat 
nur geringen Einfluss 
Briefumschläge aus 
Direktrecycling 
Aus alten Karten gibt es das 
bereits. Sollte flächenmäßig 
eingesetzt werden 
 Kommune hat nur 
geringen Einfluss 
keine Gebühren beim 
Recyclinghof 
Bereits Praxis  Bereits Praxis (außer 
„Kofferraumpau-
schale“ bei Restmüll, 
die auch sinnvoll ist 
Recycling-Busse 
(Schadstoffe, etc.) 
 ZV-6  
Abfallgebühren für 
Wertstoffe senken 
 ÖV-3  
Einführung einer Wert-
stofftonne / Öffentlich-
keitsarbeit / Kontrolle 
 
Beschluss der Stadt Düssel-
dorf 
 Bereits Projekt 
Sekundäre Rohstoffer-
fassung wie in der 
DDR -> Übertragbar? 
https://www.umweltbundes-
amt.de/themen/abfall-res-
sourcen/ sekundaerrohstoff-
wirtschaftstart 
 Bundesebene, Kom-
mune hat nur gerin-
gen Einfluss

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 92  
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Förderung "CO2 posi-
tive Bauweise" 
Zusammenarbeit und Kom-
munikation zwischen Behör-
den und Unternehmen ver-
bessern 
GH-3  
Verwertungserleich-
ternde Exportregelun-
gen 
  EU- und Bundes-
ebene, Kommune hat 
nur geringen Einfluss 
Verbesserung der Abfalltrennung 
Flächendeckende Ein-
führung der Biotonne 
(Anschluss- und Be-
nutzungspflicht in der 
AES etablieren) 
Hinweis der Verwaltung: vor 
dem Hintergrund begrenzter 
Standplätze auf etlichen 
Wohngrundstücken, insbe-
sondere bei Kellerstandorten, 
sehr ambitioniert. Umsetzung 
sehr schwierig, im Vorfeld 
wären einige grundsätzliche 
Fragestellungen z.B. zu Kel-
lerstandorten zu klären (Ar-
beitsschutz, ggf. Zugang zu 
Standorten in Hinterhöfen, 
evtl. Bereitstellung von Flä-
chen im öffentlichen Straßen-
raum). Insofern ggf. sehr 
langfristige Zielsetzung 
ÖV-4,   
Großbehälter Biomüll 
bei Events 
Bei Events werden entspre-
chende Abfalltonnen für Bio-
abfälle bereitgestellt. 
 Hat sich in der Praxis 
bereits als untauglich 
erwiesen 
Bioabfalltrennung in 
öffentlichen Einrich-
tungen 
Keine Kosten für vorzerklei-
nerte Bioabfälle; Einrichtung 
von eigenen Kompostierplät-
zen; Bußgeld für Missbrauch 
von braunen Tonnen 
ÖV-4  
Bioabfall vor Ort in 
Haushalten erfassen 
und nutzen (Pflicht zur 
Biotonne ?) 
Ausweitung der Bio-Abfall-
sammlung / Kontrolle (Stich-
proben), Bußgelder / Hürden 
für Befreiung von Bioabfall 
hochsetzen (Hinweis der Ver-
waltung: sehr ambitioniert, 
langfristig zu denken) 
ÖV-2, ÖV-3  
Kaffeesatz einsam-
meln und nutzen  
Ähnlich wie bei Speisefetten 
kann Kaffeesatz als Rohstoff 
eingesammelt und wieder-
verwertet werden. 
 Sehr speziell und 
kleinteilig

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  93  
 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Kompostierbare Hun-
dekotbeutel zur Verfü-
gung stellen 
  Sehr speziell und 
kleinteilig, kein Nut-
zen, wenn die Beutel 
im Straßenpapierkorb 
landen 
Öffentliche Bioabfall-
container und Behälter 
Im öffentlichen Raum zur Er-
gänzung bestehender Abfall-
behälter Bioabfallbehälter 
einrichten 
 Hat sich in der Praxis 
bereits als untauglich 
erwiesen 
Errichtung einer Ver-
gärungsanlage im 
Düsseldorfer Stadtge-
biet 
Hinweis der Verwaltung: Für 
Teilmengen umgesetzt durch 
Umstrukturierung der Abfall-
wirtschaft, vollständige Um-
setzung ist auch Anliegen des 
AÖE 
 Finanziell und tech-
nisch kaum umsetz-
bar 
Rücknahmevorgaben 
für Hersteller 
Vergleichbar mit Rücknahme 
von 
Elektrogeräten könnten auch 
weitere Produkte zurückge-
geben werden 
 Bundesebene: Kom-
mune hat nur gerin-
gen Einfluss 
Schadstoffmobil Öfter und sichtbarer (z.B. bei 
Wochenmärkten, Super-
märkte, etc.) 
 Schadstoffmobil be-
reits erfolgreich etab-
liert 
Einsatz von Wertstoff-
mobilen 
Viel mehr kostenlose Annah-
mestellen (min. 20 in Stadt) 
mit Abtransport zu Recycling-
höfen – z.B. auch bei Wo-
chenmärkten; 
Flohmärkten 
ZV-6  
Erweitertes Recycling 
von Wertstoffen 
Erfassen und Verwertungs-
wege regeln 
ÖV-5, ZV-
6, BK-1 
 
Ausbau der Wertstoff-
mobilflotte 
 ZV-6  
Müllbehälter für Ziga-
retten an Haltestellen 
 ZV-7  
Smart Containers Sensorgesteuerte Abfalltonne 
mit Pressfunktion (für einige 
Straßenpapierkörbe inzwi-
schen umgesetzt) 
 
ÖV-3

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 94  
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Mehr Abfalltonnen im 
Außenbereich 
Tonnen am Rhein das ganze 
Jahr, mehr Aschenbecher 
 Die Behälterzahl wird 
ohnehin kontinuier-
lich erhöht, dient 
nicht der Abfallver-
meidung oder Abfall-
trennung 
Mehr und mobile Sam-
melstellen mit Infor-
mationen 
 BK-2, ZV-6  
Situative und opti-
mierte Abfallabholung 
bei Events 
Recyclingthema / Thema 
Stadtsauberkeit 
 Stadt und Awista ar-
beitet bereits daran 
Ausweitung der Ab-
fallabholung Turnus 
für Abfallarten prüfen 
Rücksprache mit Verwaltung  Erfolgt bereits 
Abfalltrennung in 
Gastronomie 
Bio, Wertstoff, Aufklärung  GH-5  
Mülltrennung in Zim-
mern (Hotels) 
  Kommune hat nur 
geringe Einflussmög-
lichkeiten außerdem 
sehr kleinteilig 
Abfalltrennung verbes-
sern in Industrie 
 
 GH-7  
Mülltrennung in der 
Stadtverwaltung 
 
 ÖV-1, BK-3   
Verpflichtung von min. 
20 L/Person/Woche 
Abfallbehältervolumen 
bei Papiertonne 
  Hinweis der Verwal-
tung: vor dem Hin-
tergrund begrenzter 
Standplätze auf etli-
chen Wohngrundstü-
cken, insbesondere 
bei Kellerstandorten, 
sehr ambitioniert. 
Umsetzung sehr 
schwierig, im Vorfeld 
wären einige grund-
sätzliche Fragestel-
lungen z.B. zu Keller-
standorten zu klären 
(Arbeitsschutz, ggf.

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
  95  
 
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
Zugang zu Standor-
ten in Hinterhöfen, 
evtl. Bereitstellung 
von Flächen im öf-
fentlichen Straßen-
raum). Insofern ggf. 
sehr langfristige Ziel-
setzung 
Kriterien für Abfall-
trennung bei Reini-
gungskräften 
Stadtverwaltung in Aus-
schreibungen bzw. Verträgen 
berücksichtigen 
BK-3 Großteils bereits Pra-
xis 
Konzept zur Abfall-
trennung mit Woh-
nungsgesellschaften 
Verbesserung der Abfalltren-
nung und Entsorgung bei 
Wohnungseinheiten durch 
Zusammenarbeit mit Woh-
nungsgesellschaften 
GH-6  
Überdachung von 
Müllcontainern 
mit Pflanzdach 
  Stellt keine Abfallver-
meidung oder Abfall-
trennung dar 
Unterfluranlagen (ggf. 
mit Presscontainern) 
im öffentlichen Raum 
und bei Bauprojekten 
(mit privaten Investo-
ren) 
  Stellt keine Abfallver-
meidung oder Abfall-
trennung dar 
Abfalltrennung in Be-
trieben, Aufklärung & 
Sensibilisierung in In-
dustrie und Betrieben 
zur Abfallvermeidung 
 GH-7  
Institutionalisierung 
des "Dreck-Weg-Ta-
ges“ 
  Sollte freiwillig blei-
ben 
Dreck-Weg-Tag als 
Pflicht für Schulen und 
Kitas 
 
  Sollte freiwillig blei-
ben 
Müllsammlungen fi-
nanzieren 
Müllsammelaktionen mit Un-
terstützung von Sponsoren 
und Verwaltung finanzieren 
 Stellt keine Abfallver-
meidung oder Abfall-
trennung dar

Das Zero-Waste-Konzept 
für die Landeshauptstadt Düsseldorf 
 
 96  
Titel Stichworte Priori-
sierte 
Maß-
nahme 9 
Begründung 
(Re-kommunalisie-
rung) der Abfallwirt-
schaft – Zusammenar-
beit mit Entsorger 
Bereits in Planung  Bereits in Teilen er-
folgt

Beratungsverlauf (1)

16.06.2025 Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz
TOP 15 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: abweichend beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AÖE/033/2025
Typ
Beschlussvorlage
Datum
14.05.2025
Erstellt
14.05.2025 14:55