KDigital 16/2023
Projekt "NEILA" Vortrag von Frau Regina Rosenstock (Vorsitzende des :rak und Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung des Rhein-Sieg-Kreises)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung (Projekt "NEILA" Vortrag von Frau Regina Rosenstock (Vorsitzende des :rak und Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung des Rhein-Sieg-Kreises))
8166 Zeichen
Seite 1 von 3 Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung - öffentlich - KDigital 16/2023 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Regina Rosen- stock (Rhein-Sieg- Kreis) Telefon 02241 13 2337 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 16.10.2023 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Kommission für Digitalisierung 20.10.2023 4. zur Kenntnis TOP: Projekt "NEILA" Vortrag von Frau Regina Rosenstock (Vorsitzende des :rak und Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung des Rhein-Sieg-Krei- ses) Beschlussvorschlag: Die Kommission für Digitalisierung nimmt den Bericht zur Kenntnis. Erläuterungen: Das Forschungsprojekt NEILA Flächenmanagement ist ein Kernthema strategischer Regionalentwicklung. Die Auswirkungen ge - planter Wohn-, Gewerbe- und Einzelhandelsstandorte überschreiten kommunale Grenzen und der aktuelle Wachstumsdruck in vielen Kernstädten kann nur gemeinsam mit den Umlandkommunen in Richtung einer regional nachhaltigen Siedlungsentwicklung gelenkt werden. Möglichkeiten des in - terkommunalen Landmanagements helfen dabei, die Flächennutzungskonflikte innerhalb funktional vernetzter Regionen gemeinsam zu lösen und die Folgewirkungen der Siedlungsentwicklung von Beginn an zu berücksichtigen. NEILA steht für Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler und ist ein gemeinsames Projekt der Bundesstadt Bonn, des Rhein- Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler sowie der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesell- schaft der Stadt Königswinter. Wissenschaftlich wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für den Zeitraum 09/2018 bis 08/2023 geförderte Projekt durch die TU Dortmund und dem ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH begleitet. Bei der Erar- beitung wurde auf die bestehende und bewährte Struktur des :rak (Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler) zurückgegriffen. Das Projekt wurde durchgängig durch Facharbeits - gruppen (AG Siedlung und zentralörtliche Funktionen, AG Grüne Infrastruktur, Fachbeirat, Fokus- Workshops u.a.) begleitet. Zu den Mitwirkenden gehörten Vertreterinnen und Vertreter der Kommu- nen und Kreise sowie regionale Institutionen wie bspw. Wirtschaftskammern, der Region Köln/Bonn e.V. oder die Regionalplanungsbehörden aus NRW und RLP. Das regionale Siedlungsentwicklungskonzept Das regionale Siedlungsentwicklungskonzept (SiKo) stellt eine regional abgestimmte Entwicklungs- perspektive für die Siedlungsentwicklung der :rak-Region dar. Dafür wurden in Zusammenarbeit mit den :rak-Kommunen Potenzialflächen für eine Siedlungs- und Freiraumentwicklung identifiziert und Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung KDigital 16/2023 Seite 2 von 3 nach objektiven, regional einheitlichen Kriterien hinsichtlich ihrer Eignung für Wohn-, Gewerbe- und Industrienutzungen sowie ihrer Bedeutung für die Grüne Infrastruktur bewertet. In der Folge wurden durch die Kommunen Flächen bestimmt, die im regionalen SiKo mit einer Nutzungsperspektive (Wohnen, Gewerbe etc.) dargestellt werden. Die Flächen sollen vorrangig an verkehrlich gut erschlossenen, gut versorgten Gebieten (Einzelhandel, Gesundheit, Schulen) ent - wickelt werden. Das SiKo und hiermit verbunden eine Vielzahl planungsrelevanter Informationen wie z.B. Größe, Lage, Erreichbarkeit, naturschutzrechtliche Restriktionen u.s.w, stehen den Kommunen im neu ge - schaffenen Flächeninformationssystem GeoNode zur Verfügung. Dieses Tool dient den :rak-Kom - munen als Abwägungsgrundlage und Argumentationshilfe für die zukünftige Siedlungsentwicklun - gen. Regionale Bilanz für Bedarfe und Potenziale für Wohnen und Gewerbe Für die :rak-Region wird ein Bedarf von ca. 89.000 Wohneinheiten bis 2040 prognostiziert. Der Bedarf an Gewerbeflächen wird regional mit ca. 1.250 Hektar beziffert. Im Siedlungsentwicklungs- konzept werden 1.610 Einzelflächen mit einer Gesamtfläche von 3.389 Hektar dargestellt. Diese können nach der Nutzungsperspektive (Wohnen, Gewerbe, Wahlnutzung und Sondernutzung) dif- ferenziert werden. Wahlnutzung bedeutet dabei, dass eine Nutzungsperspektive für Wohnen und /oder Gewerbe besteht. Für alle Flächen wurde zudem ermittelt, welche Bedeutung die Flächen für die Grüne Infrastruktur der Region haben, sowie welche Konkurrenzen einer möglichen Siedlungs- entwicklung gegenüberstehen. Sollten sämtliche SiKo-Flächen mit Nutzungsperspektive Wohnen und die Hälfte der Wahlnutzungs- flächen in der Region (unabhängig von Ihrem Konfliktpotential) mit ihrer bisherigen Umgebungs - dichte bebaut werden, könnten hierdurch nur circa 40 Prozent der Wohnraumbedarfe bis 2040 ge - deckt werden. Bebauungsdichte im Siedlungsentwicklungskonzept Aufgrund dieser Erkenntnis empfiehlt das SiKo lokal angemessene Bebauungsdichten für jede ein- zelne Fläche. Die Zuweisung erfolgt mithilfe sehr differenzierter Indikatoren, unabhängig von kom- munalen Grenzen. Maßgeblich hierbei sind die Lage im bestehenden Siedlungsgefüge, die ver - kehrliche Anbindung sowie die Versorgungslage der einzelnen Fläche. Aus diesen Faktoren wird ein Korridor für Bebauungsdichten abgeleitet. Die Berücksichtigung dieser Dichtevorschläge hilft dabei Flächenversieglung zu vermeiden, durch sinnvolle, effiziente Ausnutzung geeigneter Flächen den wertvollen Freiraum zu schützen und die hohen Wohnraumbedarfe in der :rak-Region zu de - cken. Die Schaffung qualitätsvoller Bebauungsdichten trägt dabei zur Realisierung sozialverträgli - chen Wohnraums bei. Mehrwert für die Region Der Wohnungs- und Gewerbeflächenmarkt ist in vielen Teilen der Region angespannt. Mitarbeitende und Unternehmen wandern zum Teil ab und Neuansiedlungen werden erschwert. Die bevorste - hende Herausforderung kann nur in regionaler Zusammenarbeit bewältigt werden. Das SiKo kann als gemeinsame Planungsgrundlage mit einem abgestimmten Entwicklungsziel und dem dazugehö- rigen Dichtekonzept einen Beitrag leisten, verfügbare Flächen nachhaltig zu entwickeln. Die Berücksichtigung des SiKo für zukünftige Planungsprozesse bietet sowohl den einzelnen Kom- munen als auch der gesamten Region Vorteile. Mit dem vorliegenden Konzept liegen den Kommu- nen des :rak nun erstmalig gesamtregional Flächenpotenziale transparent vor. Dies ermöglicht zu- künftig gemeinsame interkommunale Projekte anzustoßen und damit Vorhaben zu realisieren, die einzelne Kommunen alleine nicht realisieren können. Ebenfalls ermöglicht es der Region, sich vor dem Hintergrund immer restriktiverer landesplanerischer und gesetzlicher Vorgaben an Flächen - neuentwicklungen sich regional abgestimmt und planungsfachlich fundiert aufzustellen. Neben der Transparenz und der Förderung interkommunaler Kooperation, liegt ein Gewinn für die Region im nachhaltigen, flächensparenden Umgang mit der begrenzten Ressource Boden. Eine regional ver- einbarte und abgestimmte Planung ermöglicht es, Wohn- und Gewerbeentwicklung bedarfsgerecht und nachhaltig im Einklang mit der grünen Infrastruktur zu entwickeln. Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung KDigital 16/2023 Seite 3 von 3 Mit der Berücksichtigung des SiKo und den damit verbundenen Informationen bezüglich Nutzungs- perspektive, sinnvollen Bebauungsdichten, Konfliktpotenzialen, Restriktionen und den Anforderun - gen an die Grüne Infrastruktur in zukünftigen Planungsprozessen wird sichergestellt, dass die ge - meinsam erarbeiteten Projektergebnisse umgesetzt werden können und eine informelle Planungs - grundlage für die Kommunen des :rak darstellen. Die kommunale Planungshoheit bleibt dabei selbst- verständlich gewahrt. Das SiKo befindet sich in den Gremien der :rak-Kommunen in der Beratung. Der :rak hat den Kommunen folgende Beschlussempfehlung ausgesprochen. Beschlussempfehlung: 1. Das regionale Siedlungsentwicklungskonzept (SiKo) wird zur Kenntnis genommen. 2. Das regionale Siedlungsentwicklungskonzept (SiKo) soll in Planungsprozessen der Stadt/Ge- meinde/Verbandsgemeinde xxx berücksichtigt werden. Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie unter www.region-bonn.de/projekt-neila
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- KDigital 16/2023
- Typ
- Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung
- Datum
- 20.10.2023
- Erstellt
- 16.10.2023 15:06