1825/2025
Kulturentwicklungsplanung Sachstandsbericht 2024/25
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 12.06.2025 1825/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 24.06.2025 Kulturentwicklungsplanung Sachstandsbericht 2024/25 Am 04. April 2019 wurde die Kulturentwicklungsplanung (KEP) vom Rat beschlossen. Im Rahmen dieses Beschlusses wurde die Verwaltung beauftragt, die KEP hinsichtlich ihrer Zielsetzung und ihrer Entwicklungsideen/Maßnahmen jährlich zu prüfen. Die Ergebnisse der Prüfung und die daraus resultierende Fortschreibung der KEP sollen bis zum 30. Juni eines jeden Jahres, beginnend 2020, dem Fachausschuss in Form eines Berichtes vorge- legt werden. Vorliegender Mitteilung beigefügt ist der Sachstandsbericht KEP 2024/25 . Gez. Charles Anlage: Anlage 1: Kulturentwicklungsplanung Sachstandsbericht 2024/25
Anlage 1 - zur Mitteilung im Ausschuss Kunst und Kultur: KEP-Sachstandsbericht 2024_25
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KEP-Sachstandsbericht 2024/25 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 2 1.1 KEP-Lenkungskreis.................................................................................................................... 2 1.2 KEP Sommerfest am 30.08.2023 im Bumann & Sohn in Ehrenfeld ......................................... 2 1.3 Website: www.kep.koeln ............................................................................................................ 2 2 Projekte 2024/25................................................................................................................................ 2 2.1 Strukturanalyse kulturelle Teilhabe............................................................................................ 2 2.2 Materialkarussell ........................................................................................................................ 3 2.3 Kulturschaffende vernetzen - Kooperationen fördern ............................................................... 4 2.4 Koordinationsstelle Nachhaltigkeit in der Kultur ........................................................................ 4 2.5 Evaluation der nachhaltigen Transformation des Kultursektors in Köln ................................... 5 2.6 Köln hoch 3 – Kultur weiterbilden, bilanzieren, transformieren - 2. Runde............................... 5 2.7 Circular Culture .......................................................................................................................... 5 2.8 Leitbild für Kulturelle Teilhabe in Vielfalt.................................................................................... 5 3 Projekte von 2020 bis 2023 noch nicht abgeschlossen.................................................................... 6 3.1 Entwicklung eines Handlungskonzeptes Kreativräume in der Stadtentwicklung. .................... 6 3.2 Mehrsprachiges Vermittlungsangebot des Museumsdienstes.................................................. 6 3.3 Kunst im öffentlichen Raum II: Digitaler Skulpturenrundgang. ................................................. 7 3.4 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unterschiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online-Collections und Schaffung anderer digitaler Zugänge wie Multimediaguides. ................................................................................................................................. 7 3.5 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unterschiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online-Collections durch die Entwicklung einer zentralen Basiskomponente.................................................................................................................................. 8 3.6 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für unterschiedliche Zielgruppen. .......................................................................................................................................... 9 3.7 Besucherstrukturanalyse für den Museumsstandort Köln/Intensivierung von Marketingmaßnahmen .......................................................................................................................... 9 3.8 Schaffung zusätzlicher Proberäume für Einzelkünstler und Ensembles ................................ 10 3.9 Fortführung der institutionellen Förderung für Internationale Photoszene Köln gUG und Temporary Gallery e.V. ....................................................................................................................... 10 2 1 Allgemeines 1.1 KEP-Lenkungskreis Im zweiten Quartal 2024 tagte der Lenkungskreis am 03.09.2024. Die für den 28.10. geplante Sitzung musste wegen zahlreicher Absagen kurzfristig abgesagt werden. 2025 fand die erste Sitzung am 20.01. statt, in der man die Themen für den jährlichen Workshop festsetzte. Diese sind: 1. Audience Development / Audience Success (Wie können neue und diverse Besucher gewon- nen werden? Was will die nächste Generation?) 2. Finanzen / Wirtschaft: Wirkungsmodelle und Finanzierung: Welche Wirkung hat die Kultur? Wie kann sie besser finanziert werden und welche Argumente dafür gibt es? Diese Themen wurden am 29.04.25 auf dem Workshop im Bürgerzentrum Nippes diskutiert, wobei externe Referent*innen thematische Akzente einbrachten. Im Panel 1 hielten Prof. Dr. Birgit Mandel (Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim) und Beat Fehlmann (Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen) einen Inputvortrag. Im Panel 2 waren es Dorothe Gregor (Liz Mohn Stiftung) und Dorine Wolf (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft). Weitere Sitzungen des KEP-LKs sind für den 08. Juli und den 30. Oktober 2025 geplant. 1.2 KEP Sommerfest am 30.08.2024 im Bumann & Sohn in Ehrenfeld Im August 2024 veranstaltet das KEP-Team zum dritten Mal für die Kulturakteure der Stadt ein KEP- Sommerfest. Neben dem geselligen Beisammensein wurde das Fest auch genutzt, um einen Rückblick auf fünf Jahre KEP und die dadurch umgesetzten Maßnahmen zu geben. Anschließend wurde zu einer Diskussion mit dem Lenkungskreis zum Thema „Die Zukunft der KEP – Erwartungen und Herausfor- derungen“ eingeladen. Darüber hinaus wurde das Fest genutzt, um das KEP-Projekt „Kulturschaffende vernetzten – Koopera- tionen stärken“ vorzustellen und zur Beteiligung einzuladen. 1.3 Website: www.kep.koeln In der Rubrik übergreifende Themen wurde das Thema Nachhaltigkeit hinzugefügt. Unter dem Stich- wort Veranstaltungen gibt es seit Ende 2023 Veranstaltungshinweise und Informationen zu Förderpro- grammen. Die KEP-Website ist nun auch in Leichter Sprache zugänglich. Die komplette Webseite wurde sukzes- sive in Leichte Sprache übersetzt. Teile der Übersetzungen wurden mit dem auf Leichte Sprache spe- zialisierten KI-Tool SUMMai umgesetzt. Auf der Website finden sich neben allgemeine Informationen auch eine Übersicht über die aktuellen und die bereits abgeschlossenen Maßnahmen der KEP. 2 Projekte 2024/25 2024/25 wurden folgende Projekte geplant und angestoßen: 2.1 Strukturanalyse kulturelle Teilhabe Ratsbeschluss im Herbst 2024 (1040/2024) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Planungsre- ferat (VII/2) 3 Als erste Maßnahme zur Umsetzung des Leitbildes wird derzeit eine nachhaltige Strukturanalyse und Konzeptentwicklung zu Kulturteilhabe und Vielfalt in den städtischen Kulturinstitutionen erstellt. Im ak- tuellen Projektabschnitt wird eine Status-quo-Analyse durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in individu- elle Konzepte ein, die den einzelnen Institutionen einen Handlungsrahmen für die Verbesserung von Kulturteilhabe an die Hand geben und das spartenübergreifende Leitbild bedarfsgerecht ergänzen. Um die Kriterien Vielfalt und Vielfaltsorientierung nachhaltig in die Organisationsstrukturen der städti- schen Kulturinstitutionen zu implementieren, braucht es Strukturentwicklung in Bezug auf folgende Handlungsfelder: Abbau von Barrieren Vielfaltsorientierte Organisationsentwicklung Vielfalt und Vielfaltskompetenzen im Personal Programm, Formatentwicklung und Vermittlung Beziehungsaufbau zur vielfältigen Stadtgesellschaft und erweiterte Öffentlichkeitsarbeit Budgetentwicklung Evaluation und Monitoring Wissenstransfer und Vernetzung auf verschiedenen Ebenen Zu diesen und weiteren Themen fanden Gespräche mit den Leiter*innen aller städtischen Kulturinstitu- tionen statt. Im Juni 2025 finden drei thematisch orientierte Workshops statt, in denen sich die Kultur- institutionen zu den jeweiligen Themen austauschen, Good Practice Beispiele vorstellen und gemein- sam Entwicklungspotentiale erarbeiten. Im Anschluss erfolgt die Auswertung der Gespräche und Work- shops und die Erstellung des Konzepts. Das Projekt wird extern durch die Kunsthistorikerin und systemische Organisationsentwicklerin Annette Ziegert begleitet. 2.2 Materialkarussell Am 16.05.2024 im Rat beschlossen (1094/2024) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Pla- nungsreferat (VII/2) Unter dem Motto „mein, dein, unser – Materialkarussell der Kölner Kultur“ konnten Besucher*innen am 24. August 2024 im Kolumba, Kulturzentrum am Neumarkt, Museum für Angewandte Kunst Köln und Museum Ludwig erstehen, was aus vergangenen Kulturproduktionen übrigblieb und nicht länger ge- braucht wurde. Das konnten Bildrahmen sein, Kostüme, Bücher, Geschirr, Poster, Mobiliar, Boxen und anderes. Die Initiative des Green Culture Collective Cologne sorgte dafür, dass Materialien weiterleben dürfen und nicht aus Mangel an Platz entsorgt werden. Damit sparten die teilnehmenden 19 Institutio- nen nicht nur CO2, sondern konnten auch zeigen, dass Klimaschutz Spaß machen kann. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zero Waste Stadt Köln und zu einer klimafreundlicheren Kultur. Die eingenommenen Spenden in Höhe von ca. 18.000 Euro gingen an die beiden Vereine Tafel Köln e.V. und Zero Waste Köln e.V. Das Materialkarussell der Kölner Kultur war eine Initiative des Green Culture Collective Cologne (GCCC) und wurde durch die Kulturentwicklungsplanung der Stadt Köln unterstützt. Das Green Culture Collective Cologne (GCCC) ist ein 2021 gegründetes Netzwerk von engagierten Persönlichkeiten aus städtischen Kulturinstitutionen und der freien Szene, die sich für Klimaschutz und die Anpassung an ökologische Herausforderungen einsetzen. Die Beiträge zum Materialkarussell kamen von: Museum Ludwig, Museum für Angewandte Kunst Köln, Museum für Ostasiatische Kunst, Museum Schnütgen, Kölnisches Stadtmuseum, Rautenstrauch-Jo- est-Museum, Römisch-Germanisches Museum, NS-Dokumentationszentrum, Kolumba, Gloria, Stadt- bibliothek, Philharmonie, Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, Museumsdienst, Kunst- und 4 Museumsbibliothek, Bühnen Köln, Warner Bros. International Television Production Deutschland, Som- merblut Kulturfestival. 2.3 Kulturschaffende vernetzen - Kooperationen fördern Ratsbeschluss im Sommer 2024 (1033/2024) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Planungs- referat (VII/2) Das Thema „Vernetzung“ wurde vom KEP-Lenkungskreis als ein Schwerpunktthema für 2024 festge- legt. Mit der Maßnahme „Kulturschaffende vernetzen – Kooperationen fördern“ soll die Vernetzung und Zu- sammenarbeit zwischen der Freien Szene und den städtischen Institutionen ausgebaut und gestärkt werden. Sie gab die Möglichkeit, sich mit Projektideen für spartenübergreifende Kooperationen um eine Förderung zu bewerben. Das Projekt wurde auf dem KEP -Sommerfest 2024 vorgestellt. Bis Anfang Oktober konnten Projek- tideen eingereicht werden. Aus den 22 Bewerbungen wurden folgende sieben Projekte für eine Förderung ausgewählt: 35 Tonnen in Kalk (Bürgerhaus Kalk & nö theater): Die Vorstellungen fanden im April 2025 im Bürgerhaus Kalk statt. Bartóks wunderbarer Mandarin (Gürzenich Orchester & Theater im Bauturm): Das Szenische Konzept und die Textvorlage entstehen bis Ende 2025, das Konzert findet im November 2026 statt. Der Freischütz in 5 Dimensionen (Oper Köln & Comedia Theater) Friedvolle Saitenklänge (Museum Schnütgen & musik+konzept e.V.) Mein Vater war König David (Schauspiel Köln, Analog Theater & studiobühne): Die Aufführun- gen fanden am 25. und 26. März im Depot 2 statt. Ein Literarischer Blick ins Kölnische Stadtmuseum (Kölnisches Stadtmuseum & Land in Sicht e.V.): Die erste Lesung mit Karosh Taha und Yannic Han Biao Federer wurde am 22.Mai im Stadtmuseums durchfgeführt. Die zweite Veranstaltung findet im Herbst statt. Konferenz von Bandung (RJM & afrotopia e.V.) Die Fördermittelnehmer*innen werden angehalten, ihr Projekt mit Fotos, Videos oder kurzen Texten zu dokumentieren. Nach Abschluss der Projekte erhalten alle Fördermittelnehmer*innen einen Fragebo- gen, um den Impact der Projekte auf die spartenübergreifende Vernetzung messen zu können. 2.4 Koordinationsstelle Nachhaltigkeit in der Ku ltur Am 23.03.2023 im Rat beschlossen (0039/2023) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Pla- nungsreferat (VII/2) Im Dezernat Kunst und Kultur wurde eine Koordinationsstelle „Nachhaltigkeit in der Kultur“ eingerichtet. Diese Stelle sollte das Wissen im Bereich Nachhaltigkeit vertiefen und stärken. Sie war als Schnittstelle gedacht, die zwischen den involvierten Ämtern, städtischen Institutionen und der Freien Szene agiert und sollte ein Forum sein, in dem die Institutionen und Akteur*innen des Kultursektors Beratungsange- bote wahrnehmen können. Damit sollte der gesamtstädtische Transformationsprozess professionell, koordiniert und zielorientiert für die Kulturszene unterstützt werden. Die Stelle wurde zum 01.09.2023 mit einem Mitarbeiter besetzt, der die Vorgaben aus der Vorlage erfolgreich umsetzte. Der Stelleninhaber hat das Beschäftigungsverhältnis seinerseits fristgerecht zum 31. August 2024 beendet. 5 2.5 Evaluation der nachhaltigen Tr ansformation des Kultursektors in Köln Am 03.12.2024 als Mitteilung (3717/2024) im Ausschuss Kunst und Kultur Zu den Vorgaben der Beschlussvorlage 0039/2023 Umsetzung einer Maßnahme des Kulturentwick- lungsplans: Einrichtung einer Koordinationsstelle ‚Nachhaltigkeit in der Kultur‘ gehörte auch eine jähr- liche Evaluation, die „sowohl über die Fortschritte wie auch über Schwierigkeiten oder Schwachstellen der Transformation im Kultursektor berichten und gegebenenfalls Änderungsvorschläge unterbreiten“ soll. Mit der Evaluation wurde Dr. Christopher Garthe beauftragt. Sie wurde am 03.12.2024 dem Ausschuss Kunst und Kultur als Mitteilung vorgelegt. 2.6 Köln hoch 3 – Kultur weiterbilden, bilanzieren, transformieren - 2. Runde Nach dem erfolgreichen ersten Durchlauf von „Köln hoch 3 – Kultur weiterbilden, bilanzieren, transfor- mieren“ (2023/24) startete das Dezernat Kunst und Kultur gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk Nach- haltigkeit in Kultur und Medien und mit Unterstützung der städtischen Koordinationsstelle Klimaschutz am 07. November 2024 eine zweite Runde des Projektes. Diesmal wurden 18 Mitarbeiter*innen aus städtischen Kulturinstitutionen wie auch aus der Freien Szene zu „Transformationsmanager*innen Nachhaltige Kultur“ weitergebildet. Am 25. und 26.02. schlossen die Teilnehmer*innen die Weiterbildung mit einer durch die IHK in Köln abgenommen Prüfung ab. Am 26.02. feierten die Transformationenmanager*innen dann gemeinsam mit Absolvent*innen 2023/24 und anderen geladenen Gästen im BOX Theater in der Südstadt ihren erfolgreichen Abschluss. Die Begrüßung und Urkundenverleihung fand durch den Dezernenten Ste- fan Charles und Jacob Bilabel statt. 2.7 Circular Culture Am 13.02.2025 im Rat beschlossen (3467/2024) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Pla- nungsreferat (VII/2) Circular.Culture ist eine Projektskizze, die gemeinsam von der Neuen Effizienz, dem NRWKULTUR- sekretariat (NRWKS) sowie den Städten Köln und Bonn erarbeitet und als Antrag beim EFRE -Pro- gramm Circular Economy - CircularCities.NRW eingereicht wurde. Circular.Culture möchte Material- HUBs für die Kulturszene in NRW einrichten sowie eine digitale Tauschplattform aufsetzen. Sensibili- sierungsprogramme für Kunstschaffende, die Erarbeitung eines Wirtschaftsmodells und Forschung zur nachhaltigen Wirkung begleiten das Projekt. Die Projektidee ging hervor aus Workshops des 2023 ge- starteten NRWKS-Programms öKoKom – Nachhaltigkeit in der kommunalen Kulturarbeit. Im Falle einer Förderzusage wird der zu leistenden Eigenanteil in Höhe von maximal 34.200 Euro aus dem KEP Etat finanziert. Am 24.April 2025 wurde die Projektskizze vom Begutachtungsausschuss grundsätzlich positiv bewertet und zur Förderung vorgeschlagen. Der Förderantrag wird zur Zeit vorbereitet und muss bis spätestens 24.07.2025 bei EFRE.NRW eingereicht werden. 2.8 Leitbild für Kulturelle Teilhabe in Vielfalt Am 08.09.2022 vom Rat beschlossen (2152/2022) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Pla- nungsreferat (VII/2). 6 Erarbeitung eines Leitbildes für Kulturelle Teilhabe in Vielfalt für alle städtischen Kulturbereiche sowie der Freien Szene (Produktion, Vermittlung und Inklusion), Orientierung am bestehenden Diversity-Kon- zept der Stadt Entwicklung einer Ikonographie als Visualisierung des Leitbildes. Das Leitbild für kulturelle Teilhabe in Vielfalt is t eine schriftliche Absichtserklärung, in der die städti- schen kulturellen Institutionen (Museen, Bühnen, Orchester, Bibliotheken, Archive) gemeinsam Ziele formulieren, um in Zukunft kulturelle Teilhabe und Vielfalt in ihren Häusern zu gewährleisten, zu fördern und auszubauen. Das Leitbild wurde am 30. Januar 2024 vom Ausschuss Kunst und Kultur beschlossen. Es wurde eine barrierearme Publikation erstellt, die gedruckt und als pdf in Deutscher Alltagssprache und in Leichter Sprache verfügbar ist. Link: KEP – Leitbild kulturelle Teilhabe in Vielfalt Die Umsetzung erfolgt sowohl in den einzelnen Kultureinrichtungen als auch zentral durch die aktuell durchgeführte „Strukturanalyse kulturelle Teilhabe“. 3 Projekte von 2020 bis 2023 noch nicht abgeschlossen 3.1 Entwicklung eines Handlungskonzeptes Kreativräume in der Stadtentwick- lung. Am 08.09.2022 vom Rat beschlossen (2027/2022) / Die Zuständigkeit für das Vorhaben liegt nun beim Kulturraummanagement (VII/5). Die Erstellung des Handlungskonzeptes erfolgt aus der Umsetzung einzelner Teilbereiche, welche am Ende des Prozesses zu einem Handlungskonzept zusammengefügt werden. Die Teilbereiche bilden gleichzeitig das Arbeitsprogramm für den strategischen Bereich des KRM. Mehrere Teilbereiche sind bereits in der Umsetzung. Zum Ende des Jahres 2025 plant das KRM eine große Gesamtevaluation der Struktur des KRM. Das Ergebnis der Evaluation wird gleichsam der Abschluss des Handlungskon- zeptes. 3.2 Mehrsprachiges Vermittlungsangebot des Museumsdienstes Am 12.12.2023 vom Rat beschlossen (2929/2023) / die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522) Mit den Mitteln aus der KEP wurde das mehrsprachige Vermittlungsangebot des Museumsdienstes erweitert. Das Publikum in Köln und Umgebung mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte sowie eigener Herkunftssprache ist für den Museumsdienst eine wichtige Zielgruppe. Mehrsprachigkeit dient hier sowohl dem Abbau von Barrieren, die eine aktive Teilnahme an Angeboten von Museen erschweren, als auch als wertschätzende Einladung zur Begegnung im Museum. Ein Großteil der Mittel wurde dafür eingesetzt, die Führungen mit Hilfe von freien Mitarbeiter*innen der Herkunftssprachen zu konzipieren und durchzuführen sowie Beziehungen in die jeweiligen Communi- ties aufzubauen. 2024 wurden in den städtischen Museen 180 kostenfreie öffentliche Führungen in Herkunftssprachen durchgeführt. Das Portfolio umfasste insgesamt 10 Herkunftssprachen (englisch, französisch, italienisch, spanisch, türkisch, polnisch, ukrainisch, russisch, kurdisch, chinesisch) und deckte damit mit Ausnahme von Arabisch die meistgesprochenen Sprachen in Köln ab. Hinzu kamen digitale Angebote wie Übersetzungen von Audioguides oder virtuellen Ausstellungsrundgängen. Durch begleitende Community-Arbeit und weitere Kommunikationsmaßnahmen konnte ein treues Stammpub- likum aufgebaut und das Angebot in der jeweiligen Zielgruppe bekannt gemacht werden. Das Feedback war äußerst positiv. 7 Im Anschluss an die Anschubfinanzierung durch die KEP führt der Museumsdienst Köln das mehrspra- chige Angebot nun mit eigenen Mitteln weiter. Aufgrund der Haushaltslage gelingt dies nur durch Ein- sparungen an anderen Stellen im öffentlichen Programm und durch die nachfragegestützte Ausdün- nung des herkunftssprachlichen Portfolios in Frequenz und Umfang. Ziel ist es dabei, alle bisherigen Sprachen weiter zu bedienen und weiterhin in allen neun Museen herkunftssprachliche Führungen an- bieten zu können. Link: Museenkoeln – Führungen in verschiedenen Sprachen 3.3 Kunst im öffentlichen Raum II: Digitaler Skulpturenrundgang . Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1916/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturdezernat-Pla- nungsreferat (VII/2). Die Künste im öffentlichen Raum sollen sukzessive an die Anforderungen einer sich wandelnden Stadt- gesellschaft angepasst werden. Der digitale Blick auf Kunst wurde gerade in Zeiten von Corona ge- schärft und es bedarf eines qualitativ und quantitativ gesteigerten Angebotes seitens der Kommune, den Bedarfen einer sich stetig weiter digitalisierenden Gesellschaft gerecht zu werden. Als Quer- schnittsthema hat das Thema Räume einen besonderen Stellenwert in der Kulturentwicklungsplanung (KEP). Auch der öffentliche Raum ist hierin inkludiert. Seite 54 der KEP spricht davon, dass die "Künste im öffentlichen Raum" inspirieren, Identifikation ermöglichen und geeignet sind, Kunst auf leichte und verständliche Art für Alle in den Alltag einzubringen. Eine zusammenhängend digitale Option zum Er- fahren des reichen Schatzes öffentlich zugänglicher Skulpturen im städtischen Raum fehlt bislang. Eine digitale Stadt-Tour entlang circa 100 besonderer Kunstwerke soll die Kunst im öffentlichen Raum noch- mals aufwerten. Mit dem Projekt wurde die Hamburger Agentur „Travelagent“ beauftragt. Erste Ergebnisse liegen vor. Die Feinabstimmungen zu Textankauf- und -lektorat, finaler Bildauswahl, Barrierefreiheit und den ver- schiedenen Abstimmungsprozessen mit der Onlineredaktion des Presseamtes, Museum Ludwig, dem Skulpturenpark und der Abteilung für Geodaten mussten im Rahmen der Coronapandemie zunächst verschoben werden und werden aktuell sukzessive nachgeholt. Außerdem gab es eine gewünschte Änderung im Rahmen der Programmierung die eines erheblichen Programmier- und Arbeitsaufwandes bedurfte. Die Anwendung wurde in einem ersten Schritt in die Webseite der KEP angebunden. Seit 2024 ist sie von dort für Interessierte aufrufbar. Zukünftig sind weitere Arbeiten an der Anwendung zu erledigen, denn das CI der Stadt Köln hatte sich zwischenzeitlich geändert und muss auch beim Rundgang ent- lang der 100 Werke im öffentlichen Raum berücksichtigt werden. Aufgrund der momentanen Haus- haltssituation (ab 2025) muss diese Aufgabe jedoch zurückgestellt werden und wird realisiert, sobald die wirtschaftlichen Voraussetzungen hierfür wieder gegeben sind. 3.4 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für un- terschiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online -Collections und Schaffung ande- rer digitaler Zugänge wie Multimediaguides. Am 19.07.2021 im Hauptausschuss beschlossen und am 18.08.2021 dur ch den Rat genehmigt (1929/2021/1) / Die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522). Die Steuerung des Relaunches des Museumsportals wechselte 2023 vom Museumsdienst Köln ins Kulturdezernat (VII/1). Die Sammlungen der Museen werden in den kommenden Jahren in den verschiedenen Online-Prä- senzen aber auch mittels mobiler Anwendungen für unterschiedliche Zielgruppen im digitalen Raum 8 zugänglich gemacht. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen sind entweder Bestandteil der haus- bezogenen Kommunikationsstrategie oder der übergreifenden Content-Strategie des Programms „Mu- seen, Menschen, Medien“. Es handelt sich daher nicht um solitäre digitale Anwendungen, sondern um Glieder in einer digitalen Wirkungskette. Aus diesem Grund richten sich die jeweiligen Projekte an unterschiedliche Zielgruppen und verfolgen unterschiedliche digitale Ansätze, die sich jedoch alle in dem Ziel treffen, die Publikumsansprache zu diversifizieren und das bestehende Angebotsportfolio zu erweitern. In 11/24 wurde dem Museumsdienst die Fertigstellung des Museumsportals mit dem Multimandanten- system wieder übertragen. In einer ersten Phase hat der Museumsdienst eine Sachstandsüberprüfung gemacht und fertigt bis 05/25 einen Zeit-Maßnahmen-Plan inkl. Kostenkalkulation zur Produktivsetzung des neuen Webseitensystems für das Museumsportal sowie für die Websites des WRM, des Museum Schnütgen, des MAKK und des NS-DOK an. In 2026 folgen dann die Museen RGM, MOK, RJM und KSM sowie die Seite des Museumsdienstes in das neue Websitesystem. Voraussetzung dafür sind die erfolgreichen Vertragsverlängerungen für die Web-Agentur sowie die Redaktionsagentur für das Sys- tem. Mit der Neuaufstellung des Relaunches des Museumsportals müssen vom Dezernat für Kunst und Kul- tur 2025/2026 auch die davon abhängigen weiteren Digitalprojekte wie Online Collection, 360°-Rund- gänge oder Multimediaguides für Museen neu beplant und aufgesetzt werden. 3.5 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für un- terschiedliche Zielgruppen/Ausbau der Online-Collections durch die Entwicklung einer zentralen Basiskomponente. Am 19.07.2021 im Hauptausschuss beschlossen und am 18.08.2021 durch den Rat genehmigt (1931/2021/1) / Die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522). Die Museen der Stadt Köln nutzen unterschiedliche Datenbanken für die wissenschaftliche Dokumen- tation und die Verwaltung der Objekte. Im Hinblick auf die Erstellung und Publikation ihrer Online-Coll- ections, die Schaffung von Schnittstellen in Bilddatenbanken und zu international relevanten Wissen- schaftsportalen sowie für die Normierung von Daten ist die Schaffung eines Normdaten-Mappingser- vers unabdingbar. Er ermöglicht die automatisierte Verbindung der Sammlungen und den Austausch von Digitalisaten. Eine Standardlösung für diese Aufgaben ist nicht marktgängig, sondern muss für Köln geschaffen werden und den IT-Anforderungen der Museen sowie der städtischen IT-Landschaft genü- gen. Die KEP-Mittel tragen dazu bei, dieses im Programm „Museen, Menschen, Medien“ zu realisierende Projekt unter Beteiligung der Museen und von 12/Amt für Informationsverarbeitung umzusetzen. Das Anforderungsmanagement für die Pilot-Museen MAKK und Museum Schnütgen wurde nach rund einem Jahr intensiver Vorarbeiten abgeschlossen. Ein Lösungsdesign für die komplexe Anwendungs- architektur inkl. Datentransportebene aus dem städtischen Netz heraus konnte entwickelt werden. Der PoC ist erfolgreich abgeschlossen. Die noch erforderlichen Programmierleistungen für die beiden Pilot-Museen wurden im I. Quartal 2024 angehalten. Die ursprünglich bereits für die beiden Häuser im II. und III. Quartal 2023 vorgesehene Implementierung der Online Collection-Ausspielungen in das neue Website-System für die Museums- familie bzw. die neuen Websites der beiden Museen war ebenfalls gestoppt worden, um keine Kosten verursachenden Tätigkeiten an den Online Collections auszuführen (Programmierung, Gestaltung), die durch Entwicklungen am Website-System durch VII hinfällig werden. Die Arbeiten können hier in Ab- hängigkeit zur Fertigstellung des neuen Website-Systems und dem Livegang der neuen Websites für die Pilot-Museen MAKK und Museum Schnütgen im 1. HJ 2026 wiederaufgenommen werden. 9 Im Zuge zunehmenden Umfangs und steigender Komplexität der Digitalprojekte, wurde von 4522 bei 12 nach einer festen Fachamtsbetreuung für die Kultursparte gefragt. Zudem wurde das Projekt in das Projektportfolio für Digital-Projekte des Dezernates VII beim VV gemeldet. Eine Priorisierung der Pro- jekte des Dezernates ist in Planung. 3.6 Dokumentation, Digitalisierung und Veröffentlichung des Bestandes für un- terschiedliche Zielgruppen. Am 16.09.2021 im Rat beschlossen (1764/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Historischen Archiv (44). Das Historische Archiv der Stadt Köln vermittelt über die Historische Bildungsarbeit und die erweiterte Öffentlichkeitsarbeit in Form von Ausstellungen, Vortragsreihen, Führungen und Workshops das Thema Archiv und Archivnutzung und die Arbeit mit historischen Quellen. Damit wird es seinem Selbst- verständnis als Bürgerarchiv gerecht, in dem jede an die Geschichte ihrer Umgebung Fragen stellende Person unverstellte Antworten aus den Quellen erhält. Zunehmend werden diese Angebote digital auf- bereitet und damit dauerhaft und unabhängig von Öffnungszeiten angeboten und mit interaktiven Ele- menten versehen, wie etwa mittels der BiParcours App des Bildungsministeriums NRW. Für die inter- aktive Arbeit mit Schulklassen und anderen Gruppen mit den digitalen Angeboten wurde 2022 ein Satz von 29 iPad Air nebst Ladewagen für Schüler*innenarbeiten angeschafft und kommen bei Schulklassen und anderen Gruppen zum Einsatz, u.a. zur Nutzung der BiParcoursApp . Im Jahr 2023 wurden die iPads für Vermittlungsarbeiten im Rahmen von Ausstellungsprojekten und für die BiParCoursApp mit dem vom 44 entwickelten Angebot zum Einstieg in die Archivnutzung eingesetzt. Auch 2024 wurden die iPads für die Nutzung in der Arbeit mit Schüler*innen eingesetzt. So dienten sie beispielsweise für die erkundende Einführung in die Nutzungsmöglichkeiten des Digitalen Historischen Archivs oder für die Bereitstellung von Arbeitskopien bei der Arbeit mit den Originalquellen. Ebenso konnten die Schüler*innen mit Hilfe von KI-Tools wie Transkriptionsprogrammen alte Schriften unserer Quellen übersetzen. Viele Originalquellen sind für Schüler*innen nicht lesbar und müssen zu- nächst entziffert und anschließend in ein modernes Deutsch übersetzt werden. 3.7 Besucherstrukturanalyse für den Museumsstandort Köln/Intensivierung von Marketingmaßnahmen Am 24.06.2021 im Rat beschlossen (1900/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Museumsdienst Köln (4522). Für die wirkungsvolle Intensivierung von Marketingmaßnahmen für die Museen sowie den gesamten Standort ist eine Kenntnis der Publikumsstruktur unabdingbar. Sie ermöglicht eine nachhaltige Bewirt- schaftung der Mittel und eine zielgerichtete Ansprache von Nutzungsgruppen. Grundlage dafür ist eine aktuelle Gesamtanalyse für den Museumsbereich, die Besucher*innen und Nichtbesucher*innen sowie einzelne Angebote umfasst und die Hinweise auf die demographische Struktur des Publikums und die soziographischen Bedingungen eines/einer Besucher*in erbringt. Die Museen der Stadt Köln sind seit 2022 mit einem standardisierten Fragebogendesign Partner und aktives Mitglied des Kultur-Monitoring- Verbundes KulMon (Institut für Kulturelle Teilhabeforschung Berlin). Seit April 2022 findet eine kontinuierliche Besucherstrukturanalyse für den gesamten Museumstandort über einen Zeitraum von einem Jahr statt. Im 2. Halbjahr 2023 erfolgte die Implementierung der Funk- tion „reportbook“ innerhalb des KulMon-Verbunds als Dashboard-Anwendung bei den beteiligten Mu- seen. Damit wurden die Institutionen in die Lage versetzt, aus den kontinuierlich erhobenen Daten Handlungsempfehlungen für den Regelbetrieb in den Museen abzuleiten. 10 In 2024 liefen die Erhebungen strukturiert weiter, das KSM war nach Eröffnung seines Interims Ende 2023 ebenfalls in die Gruppe integriert worden. Seit Anfang 2025 erfolgt eine turnusmäßige Anpassung und Aktualisierung des Fragenkatalogs. Für das 2. HJ 2025 sind Workshops zur strategischen Auswer- tung der Besucher*innen-Daten für die beteiligten Institutionen geplant. 3.8 Schaffung zusätzlicher Proberäume für Einzelkünstler und Ensembles Die Zuständigkeit liegt beim Kulturraumanagement (VII/5) Die Maßnahmenidee wurde bereits begonnen. Mit Beschluss des Ausschusses Kunst und Kultur wurde gemäß Antrag AN/0421/2018 aus Mitteln des Leitprojektes die institutionelle Förderung des Netzwerks ON – Neue Musik Köln für die Herrichtung von Proberäumen und für Mietkostenzuschüsse für Neue Musik Ensembles erhöht. Weitere Bedarfe könnten durch Mietzuschüsse zu Proberäumen und durch Mitbenutzung des erweiter- ten Zamus gedeckt werden. Anfang 2022 wurden für eine Erweiterung des Zamus mit dem Studio für elektronische Musik die Weichen im Zuge eines Beschlusses über einen stark angehobenen Betriebs- kostenzuschuss gelegt. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Heliosturms und der Rheinland- hallen über die Erweiterung des Zamus um eine Fläche von ca. 1200 qm und die Unterbringung des Studios für elektronische Musik des WDR dauern an. Für die Schaffung zusätzlicher Proberäume ist die Verwaltung im engen Austausch mit dem IfM. Auf- grund der größeren Anforderungen von Proberäumen an die Gebäudesubstanz sowie die hohen Kos- ten für die Herrichtung stellt das Vorhaben eine große Herausforderung dar und ist eng an die Entwick- lung des städtischen Haushaltes gekoppelt. Mit Verabschiedung des Haushaltes 2025/2026 stehen dem KRM keine weiteren Mittel für die Entwick- lung von Räumen zur Verfügung. Die Maßnahme kann daher derzeit nicht umgesetzt werden. 3.9 Fortführung der institutionellen Förderung für Internationale Photoszene Köln gUG und Temporary Gallery e.V. Am 14.12.2021 im Rat beschlossen (3693/2021) / Die Zuständigkeit liegt beim Kulturamt (41). Die Internationale Photoszene Köln gUG und die Temporary Gallery e.V. wurden durch höhere Be- triebskostenzuschüsse (Ratsbeschluss 14.12.2021, Vorlagen-Nr. 3693/2021) für 2022 bis 2024 struk- turell gestärkt, letztere dezidiert aus den Mitteln für die Kulturentwicklungsplanung. Es erfolgte zur Um- setzung dieses politischen Beschlusses, der einen biennalen Rhythmus der Photoszene bei gleichblei- bender Förderhöhe und eine mäßige Erhöhung der Förderung der Temporary Gallery vorsieht, eine Umbuchung von 15.000 Euro aus dem Budget der Kulturentwicklungsplanung zugunsten des Kultur- amt-Budgets. Das Kulturamt hat die Förderung in der beschlossenen Form im Haushaltsplan 2025/26 fortgeschrieben und wird in ihren jährlichen Geschäftsberichten 2025 und 2026 dazu berichten. Eine explizite Erwähnung im KEP-Sachstandsbericht entfällt demnach in Zukunft. Die Temporary Gallery – Zentrum für zeitgenössische Kunst hat sich zu einem Ausstellungsort und etablierten Zentrum für zeitgenössische Kunst mit einem besonderen kuratorischen Profil zwischen den freien Projekträumen und dem Kölnischen Kunstverein entwickelt. Besonders bemerkenswert ist der Umfang des Programms, die verstärkt inklusive Arbeit, Internationalität und zugleich stärkere Koope- ration mit der Kölner Szene, sei es mit freien Strukturen, städtischen Museen oder auch spartenüber- greifenden Orten. Auch die Ausstellungsszenografie (Ausstellungsgestaltung), die sehr aufwändig und für fast jede Ausstellung individuell entworfen und umgesetzt wird, macht die Temporary Gallery zu einem bemerkenswerten Kunstort mit Professionalität und überregionaler Ausstrahlung. Durch den hö- 11 heren Zuschuss erhält die Temporary Gallery die Möglichkeit, die geplanten Projekte sowie das Kura- tor*innen-Residenzprogramm auf dem bisherigen Niveau fortzusetzen. Die erfolgreiche Drittmittelak- quise der Temporary Gallery z.B. bei der Kulturstiftung des Bundes (Programm „Übermorgen“) bestätigt den Stellenwert der Temporary Gallery aus nationaler Sicht und für Köln. Die Internationale Photoszene Köln wird ebenfalls durch einen erhöhten Betriebskostenzuschuss ge- stärkt. Sie ist zu einer biennalen Struktur zurückgekehrt. Gestärkt werden soll durch eine höhere För- derung die stärkere Fokussierung auf das biennale-Festivalprogramm (Kernprogramm). Hier soll eine Profilschärfung stattfinden. Mit dem AMA-Kooperationsprojekt ist dies bereits in der Vergangenheit erfolgreich gelungen. Das Teilnehmerfestival soll durch eine Ausschreibung eine künstlerische Schär- fung erhalten. Zudem soll das Festival der Photoszene auch in den Zwischenjahren sichtbar werden, hier ist eine Kooperation mit bedeutenden Partnerstrukturen geplant. Das Artists meets Archive-Pro- gramm mit den städtischen Häusern in Köln wird weiterhin vorhandene Sammlungsbestände sichtbar machen. Mit dem AMA-Projekt werden die Kölner Fotografie-Archive regelmäßig durch internationale Künstler*innen gesichtet, bearbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. Auch die Photoszene konnte sehr erfolgreich Drittmittel u.a. vom Land NRW („Publikum.Personal.Programm – Kultur divers und inklusiv) einwerben.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Neumarkt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1825/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.06.2025
- Erstellt
- 05.06.2025 14:18